Stillen in der Öffentlichkeit

Die Süddeutsche hat einen Artikel, bei denen leite aus anderen Ländern Unterschiede zu Deutschland darstellen:

Stillen für sich kann schon anstrengend genug sein, gerade beim ersten Kind ist für eine Mama vieles neu. Und dann passieren Momente wie diese: Ich stillte meine weinende Tochter in der S-Bahn, als mich eine Stimme von der Seite ansprach. Eine Frau, auch sie Fahrgast, beschwerte sich und forderte, dass ich an der nächsten Haltestelle aussteigen und im Wickelraum eines Restaurants weiterstillen solle. Ich war so perplex, dass mir meine kleine Taliah fast aus den Armen gerutscht wäre.

Sicherlich auch von der Gegend abhängig, aber aus meiner Erfahrung sagt niemand etwas, wenn man es hinreichend diskret macht. Ein Stiltuch, welches die Brust bedeckt und das ganze ist recht unkompliziert.

Aber es zeigt auch mal wieder gut, dass vieles in den Bereich intrasexuelle Konkurrenz ist: es war eben eine Frau, die dagegen war und es als gegen die guten Sitten verstoßend angesehen hat.

Wobei ihr Text auch nichts dazu anführt, wie  sie gestillt hat. Es klingt danach als hätte sie sich nicht um Diskretion begnüg, was in der Tat ein ziemlicher Regelverstoß ist.

Wenn Südländerin mal in der Öffentlichkeit gestillt hat, dann gab es bisher keine negativen Reaktionen. Schlicht weil sie selbst um Diskretion bemüht ist.

Wo ich herstamme, regt sich niemand auf, wenn man in der Öffentlichkeit stillt. In Uganda wird stattdessen laut analysiert, wie süß oder gut aussehend ein Baby ist. Im Zug oder Bus ist es deutlich wahrscheinlicher, dass einem eine fremde Frau anbietet dein weinendes Baby zu stillen, statt sich deswegen zu beschweren.

Eine fremde Frau, die das Baby stillen will? Das klingt für mich weitaus eher nach einer Horrorvorstellung als jemand, der die Nase rümpft. Immerhin können über die Muttermilch diverse Krankheiten übertragen werden.

 

 

170 Gedanken zu “Stillen in der Öffentlichkeit

  1. „aus meiner Erfahrung sagt niemand etwas, wenn man es hinreichend diskret macht.“

    Aus meiner Erfahrung auch nicht – aber wir sind beide weiß (und Du obendrein noch männlich^^)

    „Ein Stiltuch, welches die Brust bedeckt und das ganze ist recht unkompliziert.“

    Prüderie much?

    Ein Tuch behindert nicht bloß die Sicht auf die Brust, sondern vorallem auch die Sicht des Kindes auf die Welt während es isst – für mich ein ziemliches no-go!

    Wer ein Problem damit hat, dass Babies gestillt werden, soll halt wegsehen oder gehen, darf keinesfalls von uns erwarten, uns zu verhüllen oder gar zu verstecken.

    „Es klingt danach als hätte sie sich nicht um Diskretion begnüg, was in der Tat ein ziemlicher Regelverstoß ist.“

    Na und eben das kritisiert die Autorin. M.M.n. zurecht.

    „Eine fremde Frau, die das Baby stillen will? Das klingt für mich weitaus eher nach einer Horrorvorstellung als jemand, der die Nase rümpft. Immerhin können über die Muttermilch diverse Krankheiten übertragen werden.“

    Ich wäre sicher auch verwundert bei einem solchen Angebot – aber wenigstens nicht verärgert wie wenn jemand negative Kommentare meinte absondern zu müssen. Der Krankheitsgedanke käme mir bestimmt nicht (bewusst), und trotzdem würde ich ablehnen. Dankend.

  2. …Wer ein Problem damit hat, dass Babies gestillt werden, soll halt wegsehen oder gehen, darf keinesfalls von uns erwarten, uns zu verhüllen oder gar zu verstecken…..
    Das gilt im Prinzip für alle Dinge die irgendwie zum menschlichen Leben dazu gehören, aber evtl. Anstoß erregen könnten.

  3. Ist euch aufgefallen, dass es immer weniger Regeln bezüglich des Zusammenlebens gibt. Ich wohne in Berlin und da ist mein Blick vielleicht getrübt aber egal ob in der Öffentlichkeit stillen (ohne Tuch), Typen die am CDS im Tierpark offen rumficken, Musiker in der Bahn obwohl das verboten ist, die Verneinung des Demonstrationsrechts durch deren aktive Störung(nein ich bin immer noch kein Rechter) usw.
    Entweder ich bin selbst zu piefig geworden und sehe inzwischen alles durch die Alter-Mann-Brille oder es ist wirklich so, dass es keinerlei Regeln mehr gibt und das ein Zusammenleben nur noch möglich ist, weil die Gesellschaft mit Geld ruhiggehalten wird.
    Die aufgeführten Beispiele sind ja nur ein Symptom für die generelle Problematik.

    • Du führst „öffentlich stillen“ als Symptom für Sittenverfall an und stellst es in eine Reihe mit dem enthemmten Leuten, die draußen vor aller Augen vögeln?
      Warum?

        • Für Dich vielleicht.
          Ich finde zB essende Leute im öffentlichen Raum eklig. Oder knutschende Liebespaare.

          Trotzdem trinkt ein Säugling nunmal an der Brust.

          Ist das wirklich so krass für euch, wenn eine Frau fix ihr Baby an die Brust nimmt?
          Ist das dann nicht eher Ausdruck einer Gesellschaft, die sich schon völlig entfremdet hat vom normalen Alltagsgeschehen mit kleinen Kindern?

          • Ich verstehe Deinen Punkt, wirklich aber das, was Du als „normal“ und „gesund“ empfindest, geht mir zu weit. Das ist der Preis, dass wir alle geschwiegen haben, als man damit begann, den gesellschaftlichen Grundkonsens in Frage zu stellen.

          • Würfle nicht „eklig“ und „intim“ durcheinander.

            Das sind alles intime Dinge, die ich lieber nicht von dir in der S-Bahn mitkriegen möchte:
            Sex,
            Zungenküsse,
            Ehestreits,
            Erzählungen über den Schwager, die außerhalb der Familie niemanden was angehn,
            Kinderstillen,
            der Freundin das neue Tattoo am inneren Oberschenkel zeigen

            Und das gilt ganz offensichtlich nicht nur „für mich vielleicht“ sondern für sehr viele Leute.

            Du hingegen fährst das in feministischen Zeiten übliche „Für mich wär das praktischer, also müsst IHR ALLE euch ändern“

            Intakte Intimbereiche sind gerade in der Großstadt wichtig. Und das gilt in beide Richtungen: Du darfst in meinen nicht eindringen, aber du darfst mir deinen auch nicht aufzwingen.

          • Wenn Stillen für dich nicht intim ist, dann ist es ja kein Problem, das Kind von einer Fremden in der S-Bahn stillen zu lassen. 🙂

          • @only_me
            Ich verhalte mich in der Öffentlichkeit sehr diskret, gerade wenn ich mit fremden Menschen auf engem Raum zusammen sein muss, wie in Warteschlangen oder eben im Zug. Darüber denke ich nicht groß nach, es wurde mir wohl so anerzogen.
            Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen es am Respekt und an Demut gegenüber anderen Menschen fehlen lassen. Die eigenen Bedürfnisse scheinen der Maßstab für alles zu sein.

      • Das Problem besteht nicht im „Sittenverfall“. Das Problem besteht darin, dass sich einzelne auf Kosten der (die Regeln wahrenden) Mehrheit optimieren. Das führt in der Konsequenz aber dazu, dass die Regeln ihren Wert verlieren, weil ja auch die Mehrheit lernt, dass der Regelverstoß nicht sanktioniert wird. Das Ergebnis ist Chaos.

        Ich persönlich möchte in keinem Land leben, in dem Anarchie und/oder das Gesetz des Stärkeren herrscht.

        Und um es auf‘s Beispiel zu beziehen, ich möchte auch nicht ständig beschämt wegsehen – weil ich Mann bin UND das Stillen als einen sehr intimen Moment zwischen Mutter und Kind empfinde und da eben nicht hinsehen will – nur weil es zum gesellschaftlichen Habitus geworden ist, dass jünge Mütter ihre Kinder jetzt öffentlich stillen und sich a la Uganda gegenseitig dabei unterstützen.

        • Ihr haltet mich für feministisch, weil ich mein Baby mal schnell in der Bahn andocke, weil es sonst den ganzen Laden zusammen schreit?
          Ich?
          Auweia. Jetzt muss ich mich mal reflektieren. Das trifft mich ja jetzt.

          • Nein, du bist an sich keine Feministin, zumindest demnach was du hier schreibst aber, und das musst auch die akzeptieren, du nimmst die Vorteile welche dir die feministische Gesellschaft bietet gerne mit. Genau wie konservativer Angestellter auch gerne die Vorteile mitnimmt die ihm die Gewerkschaft und der Betriebsrat ausgehandelt hat auch wenn er andauernd auf die Linken und die Sozen schimpft. Das Problem ist, dass kaum ein Mensch konsequent ist wenn es einen Nachteil für ihn bedeutet und diejenigen die es sind zu Recht als dumm oder starrköpfig tituliert werden.

          • „Das trifft mich ja jetzt.“

            Das sind dieselben Leute, die am liebsten von einer Mutter verlangen würden, die S-Bahn zu verlassen, weil ihr hungriges Baby das ganze Abteil zusammenschreit.

            Ich wurde zum ersten Mal als junger Student im Restaurant mit einer stillenden Mutter konfrontiert. Nach anfänglicher Irritation habe ich es als selbstverständlichen Teil der Menschheit als Säugetiere registriert – und abgehakt.
            Seitdem nehme ich solche Aktionen nicht einmal mehr zur Kenntnis. Ich starre weder hin, noch weg. In aller Regel gibt es spezielle BH, die für diesen Zweck dezent aufgeknüpft werden können und von der Brust weniger offenbaren, als ein Bikinioberteil.
            Das, was hier aufregt, spielt sich in erster Linie in der Phantasie der Empörten ab.

          • Mal so ganz Allgemein Freya:
            Du scheinst zu glauben, die verbale Distanzierung von Feminismus und das zeitgleiche Anbiedern an auch noch die größten Frauenfeinde dieser Bubble müsste ausreichen, um einen geschützten „Ausnahmestatus“ zu erhalten, aber die Wahrheit ist: wann immer Du eine Position äußerst, die Dich als Frau mit eigenen Interessen kenntlich macht, fällst Du strenggenommen schon unter das Banner feministisch. Um von Niemandem als Feministin gelesen werden zu können, müsstest Du Dich komplett verleugnen.

            Famous quote:
            „I myself have never been able to find out precisely what feminism is: I only know that people call me a feminist whenever I express sentiments that differentiate me from a doormat or a prostitute.“
            Rebecca West

          • „Um von Niemandem als Feministin gelesen werden zu können, müsstest Du Dich komplett verleugnen.“

            Es genügt, einfach keinen Müll zu schreiben.
            Du armes feministisches Hascherl.

            Zum Thema „Stillen in der Öffentlichkeit“ hat wohl – so blind mal vermutet – Thomas am meisten Prügel bezogen. Wenn sich dahinter eine feministische Frau verbirgt, dann magst Du wohl recht haben.
            Wahrscheinlicher ist, dass Du wieder mal Stuss schreibst.
            Auch bekennende Feministinnen haben hier gepostet, ohne deshalb gelyncht oder wenigstens geblockt worden zu sein.
            Allerdings müssen sie sich mit den Maßstäben messen lassen, die für ALLE hier gelten. Wenn sie eine Behauptung posten, müssen sie sie belegen oder begründen und es sich gefallen lassen, wenn Gegenbelege/-beweise vorgelegt werden. Und genau da klemmt es bei Dir – feministischtypisch – gewaltig.

          • Was genau ärgert Dich hier jetzt, Carnofis?
            Fühltest Du Dich etwa angesprochen als einer der „größten Frauenfeinde dieser Bubble“?

          • „Fühltest Du Dich etwa angesprochen als einer der „größten Frauenfeinde dieser Bubble“?“

            Spielt es für Dich eine Rolle, als was ich mich Frauen gegenüber fühle?

            Der einzige richtige Frauenfeind, den ich in diesem Blog kenne, ist Imion. Und der taucht nur noch selten hier auf und fängt sich regelmäßig ein paar heiße Ohren, in erster Linie von den Männern im Blog. Wenn Du Dich daran beteiligen würdest, würde Dich keiner deshalb kritisieren.

            Zugegeben, oft wird „Feministinnen“ und „Frauen“ verkürzend synonym verwendet, wohl auch wegen der auffälligen Leichtgläubigkeit als Kennzeichen des weiblichen Geschlechts.
            Aber die meisten Männer wertschätzen Frauen als solche sehr wohl mehr oder weniger.
            Was sie – und mich eben auch – auf die Palme bringt, sind mangelnde Allgemeinbildung und ein offen zur Schau getragener Unwille, Fakten zur Kenntnis zu nehmen, oder wenigstens dazuzulernen.

        • Und um es auf‘s Beispiel zu beziehen, ich möchte auch nicht ständig beschämt wegsehen – weil ich Mann bin UND das Stillen als einen sehr intimen Moment zwischen Mutter und Kind empfinde und da eben nicht hinsehen will

          Du würdest ohnehin nicht als Mann wahrgenommen werden, der beschämt wegschauen will oder aber, ob der liebevollen Handlung der Mutter, gerührt zusieht. Du bist der Mann, der glotzt!
          Pfui – widerlicher Sexist!

          In der Tat können wir uns aber glücklich schätzen, dass sich eine Frau beschwert hat. Sonst gäbe es wieder den üblichen Shitstorm gegen diese bösen, sexistischen Männer.

    • @pfefferundsalz
      Da stimme ich dir zu. Das hängt damit zusammen, das die Gesellschaft immer egoistischer wird, bedingt durch die einseitige Erziehung durch Frauen.

      • Ich finde ja, dass eine Gesellschaft viel mehr stillende Mütter bräuchte.
        Es bedeutet nämlich, dass Du fähig bist, Dich selbst zurückzunehmen und Deine eigenen Bedürfnisse hinter die Deines Kindes zu stellen.

        Deswegen ist es ja den Radikalen so ein Dorn im Auge, weil es die Frau „abhängig“ macht.

          • Die Alternative ist, die Flasche zu geben.
            Es gibt nicht wenige Kinder, die nehmen keine Flasche. Vielleicht mal in der größten Not von ihren Vätern, aber nicht von ihren Müttern.
            Die Mäuse „wissen“ nämlich, dass Mama eigentlich Brüste hat.
            Viele stellen sich das so einfach vor, ist es aber nicht.

          • Die Mäuse „wissen“ nämlich, dass Mama eigentlich Brüste hat.

            Das wage ich zu bezweifeln und behaupte, dass es ihnen egal ist. Hauptsache es gibt einen ordentlichen Schluck Milch.

            Viele stellen sich das so einfach vor, ist es aber nicht.

            Was ist daran nicht einfach? Einfach das Kind zur Brust heben und festhalten.
            Ach ja, wenn Frauen etwas machen, ist es ja nie einfach. Da fällt mir dann auch wieder diese dämlich-nervige Zahnbürsten-Werbung ein.

          • „Das wage ich zu bezweifeln und behaupte, dass es ihnen egal ist. Hauptsache es gibt einen ordentlichen Schluck Milch.“
            Lass mich raten: Du hast keine Kinder. Zumindest keine, bei denen du irgend was mitbekommen hast.
            Kinder können sehr eigenwillig sein, und sehr verschieden. und zwar von Anfang an.

            „Was ist daran nicht einfach? Einfach das Kind zur Brust heben und festhalten.“
            Schon mal probiert?
            Kam nix?
            So was dummes aber auch.

            So wenig wie du eine Kuh zu jeder beliebigen Zeit melken kannst, ist bei einer Mutter der Milcheinschuss immer gleich da. Es geht hier um Körperfunktionen von zwei individuen – Mutter und Kind – die aufeinander abgestimmt sein wollen. Es gibt Mütter und Kinder, bei denen das tatsächlich „einfach“ ist, aber eben nicht bei allen. Und es gibt Mütter, die haben schon gedacht, dass es einfach ist beim ersten Kind – und beim zweiten wars das halt nicht mehr.
            Wieso ist das ein Problem, das als Tatsache zu akzeptieren?

            Der Rhythmus des Kindes ist das eine, den muss das Kind mit der Muter angleichen. Wenn der durcheinanderkommt, weil die Mutter grad nicht stillen kann, weil sie sich einer – wie habt ihr das genannt? – weil sie sich dem Sittenverfall und ihrem eigenen Egoismus entgegenstellt und mutig und selbstlos das Kind schreien lässt, anstatt es zu stillen, dann wird sie eine Weile später noch damit zu tun haben, da wieder Rhythmus reinzubekommen.

            Man kann die Flasche versuchen, aber abgesehen von dem Problem, das Freya schon genannt hat:
            Wenn man eigentlich v.a. im ersten halben Jahr fast 100% stillt, wird es wirklich schwierig – eine „andere“ Milch als die der Mutter schmeckt natürlich wirklich anders – irritation beim Kind auf jeden Fall garantiert.
            Zudem hat man dann das Problem, dass für die Mutter einmal Stillen ausfällt – deren Milchproduktion hat sich aber auch an den Zustand eingepegelt und erwartet, dass die auch abgeführt wird.
            Während es für manche Mütter ein Problem ist, nicht genügend Milch zu haben, hab ich auch schon mitbekommen, wie Frauen dann regelrecht die Milch ausläuft.

            Die alternative ist: Abpumpen.
            Also die eigene Milch im Fläschchen anbieten.
            Auch das muss aber eingeübt sein, denn man muss ja die Milch dann vorsorglich entgegen dem eigentlichen Stillzyklus früher abpumpen. Verzögert, also später, würde vermutlich leichter gehen, aber dann nützt es ja nix mehr. Auch das funktioniert am besten, wenn es regelmäßig und zu gleichen Zeiten geschieht. Mal so eben als schnelle Spontanlösung funktioniert das eher nicht so gut.

            Ja, stillen hat etwas intimes.
            Aber auch anderes intimes ist tolerierbar – hemmungsloses züngeln in der U-Bahn braucht nicht sein, aber ein verliebtes Päärchen beim Händchenhalten und sich anhimmeln ist schon süß.
            Stillende Mütter sind etwas sehr elementares. Das muss möglich sein, das zu „ertragen“.
            Die alternativen dazu mag ich eigentlich nicht.

      • „Das hängt damit zusammen, das die Gesellschaft immer egoistischer wird, bedingt durch die einseitige Erziehung durch Frauen.“
        Das würde ich nicht unbedingt sagen, ich denke das Problem sind zum einen unzureichende Sanktionen, zum anderen unsinnige und sich andauernd ändernde Regeln. Früher gab es Regeln die sich Jahrhundertelang nicht geändert haben aber heute ändert sich im Monatstakt etwas. Das ist aber auch durch den Zuzug Fremder bedingt, sowohl Einwanderer als auch Touristen und durch die Veränderung in der Technologie (z.B. durch das Handy).

  4. Diskretion ist ja schön und gut, aber wo ist denn eigentlich das Problem?
    Man sieht beim Stillen nichts, der Nippel verschwindet im Kind und sichtbar bleiben die Brustansätze. Mehr aber auch nicht.
    Man könnte beim An- und Abdocken des Kindes tatsächlich mal alles sehen, aber die meisten Mütter haben routinierte Griffe dafür, Bluse auf und zu, Kind dran oder ab, sodass man sich schon demonstrativ glotzend daneben stellen müsste.
    Es gibt Frauen, die können aufgrund der Fülle ihrer Brüste oder des Temperaments ihres Kindes kaum „diskret“ stillen.
    (Mein aktuelles Baby ist zB so ein hysterischer Rumwuschler.)
    Ich weiß, es kursieren Storys über Frauen, die minutenlang mit wogenden, blanken Möpsen im Café sitzen und mit der Theatralik eines Staatsaktes ihre Kinder an die Brust nehmen. Ich persönlich habe das noch NIE gesehen.

    • „Ich persönlich habe das noch NIE gesehen.“

      Ich auch nicht.
      Das Problem scheint mir eher zu sein, dass etwas ganz Normales inzwischen so selten geworden ist, dass es als unnormal registriert wird.

        • Apropos Bingo:
          Ich könnte heute hier ein SJW-Bingo verantalten: Wer zuerst fünf klassische SJW-Argumente in einer Reihe hat, ruft“Bigo“ und hat gewonnen…
          Wir hatten schon „aber es gibt menschen, die keine Kinder haben und sich davon verletzt fühlen“,
          etwas in der Art „meine eigenen traumatischen Erfahrungen triggern mich aber“,
          apelle an die Toleranz, die immer die eigene intoleranz zu akzeptieren hat, den Vorwurf der falschen Lagerzugehörigkeit (Freya als feministisches U-Boot)
          und wohl noch ein paar andere…

          Da kommt grad die volle Bandbreite.
          Gruselig.

          • Sehr schön aufgedröselt!

            Mich erinnert einiges in diesem Thread an die Argumentationsmuster von Isabell Kopper ( einer Ex-Frauenhausleiterin, später städtische Familien-, Frauen-, Gesundheits-„Psychologin“ einer Operettenstadt am Wörthersee ) zum Thema: Kinder aus div. Eiern und Spermaproben zu basteln.
            Die meinte, es wäre ungerecht den armen Frauen ggü. das nicht zu tun, wo die sich doch Kinderbesitz so sehr wünschen, daß sie umfangreiche Prozeduren inkauf nähmen, was ja auch unangenehm wäre.
            Somit müßte Frankensteintechnik „aus Gerechtigkeitsgründen“ erlaubt sein ( und ggf. von Krankenkassen o. Sozialamt bezahlt werden ).
            Daß sie damit einer Art „Mißbrauch aus Neid ist nix verwerfliches“ – Diskussion anhing, nahm die über Jahre überhaupt nicht wahr.

            ( Das ganze spielte sich so gegen 2012-14 in der VoR-Gruppe auf FB ab und steigerte sich dermaßen in den irrationalen Schneeflöckchenbereich, daß führende VoR-Mitglieder mich per PN warnten, daß ich vermutlich mit juristischen Angriffen seitens Kopper rechnen müsse, da die zum Schluss völlig frei drehte, zumal ich ihr – so bin ich halt – ganz direkt Propagierung von schwerstem Kindermißbrauch um die Ohren haute. Die Argumentation folgte z.T. gleichen Mustern wie hier, also bspw. auf der Ebene, daß man die Meinung von anderen doch nicht einfach höher, resp. niedriger bewerten dürfe, als die eigene, was ich einfach nur lächerlich finde, da es eigentlich eine reine Ablenkungstaktik ist, die lediglich dazu dient, die Kerninhalte unter SJW-Gejammer zu verbuddeln und die Rechte und Bedürfnisse von Kindern vollständig – und noch dazu generationenübergreifend – auszublenden. Was mich daran schockiert ist die implizit stets sich aufdrängende Frage: Haben diese Leute überhaupt sowas wie soziale Intelligenz? )

  5. Stillen in der Öffentlichkeit, prima Sache und wenn es Dich stört, dann sieh doch einfach weg?! Sorry Leute aber da habe ich diametral eine andere Meinung!

    Es mag sein, dass das Stillen einen Kindes die normalste Sache der Welt und und Mutterschaft etwas schönes ist aber das gilt dann auch für die Menstruation, Stichwort „free bleading“ oder die öffentliche Darmentleerung.

    Abgesehen davon, dass es eine Menge Menschen gibt, die sich nix mehr als ein Kind wünschen, es aus verschiedenen Gründen aber nicht bekommen können. Mutterschaft in der Öffentlichkeit zu zelebrieren überschreitet für mich die Grenze des Respekts vor den Einschränkungen anderer.

    Und schließlich sind in Zeiten von toxischer Männlichkeit und rape culture die Zeiten definitiv vorbei, in denen ich eine nackte Brust tolerieren kann. Die Autorin ist doch die erste, die dann von Übergriffigkeit faselt, wenn Du zu lang in ihre Richtung schaust, auch wenn Du eigentlich nur das Baby „süß findest“.

    • Stillen ist kein „Mütterlichkeit zelebrieren“, es ist normale Versorgung eines Kindes im Alltag. Ich fühle mich dabei wenig feierlich.
      Bei dieser Argumentation müsstest Du auch Spielplätze etc aus dem öffentlichen Raum verbannen, damit sich nur ja niemand getriggert fühlt.
      Und wie man dazu kommt, Muttermilch, Blut und Kot gleichzusetzen, ist mir völlig unverständlich.
      Damit trötet man nur ins gleiche Horn wie sämtliche Radikalfeministinnen, die Mutterschaft und Stillen als letzte biologische Bürde am liebsten abschaffen würden. Die mit ihrem Geplärre über sämtliche ihrer neurotischen Splatterexzesse alles Normalgewachsene im Umgang miteinander demontieren müssen.
      Die freuen sich diebisch darüber, dass das nun alles ein Geschmäckle kriegt.

      • Das ist ein Strohmann-Argument und das weißt Du auch. Ich setze natürlich nicht gleich und stoße auch in kein Horn von niemandem!

        Und nein, ich will nix verbieten, auch keine Spielplätze aber JA, ich als einzelner Mann würde mich auf keinem Spielplatz aufhalten.

        • „… es geht darum, die eigene Intimsphäre nicht in der Öffentlichkeit zu zelebrieren.“

          Welche Intimsphäre? Solange Du nicht hinSTARRST, wird sich keine Mutter darum scheren, ob und was Du von ihren Brüsten siehst. In aller Regel ist es weniger, als ein Bikini offenbart. Und über den regst Du Dich (vermutlich) auch nicht auf.
          Stillen heißt Ernähren. Das ist wie Döneressen bei Babies. Daran ist NICHTS Anstößiges.

          • Es ist wirklich erfreulich, dass Du so ein entspanntes und gelöstes Verhältnis zum Stillen in aller Öffentlichkeit haben kannst. Aber vielleicht kannst Du zugestehen, dass es durchaus Menschen gibt, die beim unfreiwilligen Teilen von Intimität eben ein starkes Störgefühl und/oder im praktischen Erleben damit einfach richtig schlechte Erfahrungen gemacht haben.

            Deswegen sind die hier vorgetragenen Argumente nicht gleich „Müll“ und die damit verbunden Ängste nicht blose „Phantasie“.

            Wertschätzung und Respekt für die Grenzen des Anderen, darum geht es doch. Auch hier.

          • „Aber vielleicht kannst Du zugestehen, dass es durchaus Menschen gibt, die beim unfreiwilligen Teilen von Intimität eben ein starkes Störgefühl und/oder im praktischen Erleben damit einfach richtig schlechte Erfahrungen gemacht haben.“

            Stillen bewerte ich nicht als „Teilen von Intimitäten“.
            Wenn DU da im praktischen Leben schlechte Erfahrung gemacht hast, musst DU daran arbeiten, aber nicht andere.
            Starke Störgefühle entwickel ich, wenn meine Kollegen in der Mittagspause zum 300 m entfernten Bäcker mit dem Auto fahren, um sich dort vor dem Laden mit einem Kaffee in die Sonne zu setzen. Oder wenn alle meine Nachbarn an jedem Sommerwochenende nichts Besseres zu tun haben, als mich mit ihren Rasenmähern zuzulärmen.
            Komischerweise muss ich damit leben, während Du meinst, dass eine Mutter, die ihr Baby füttert, gegen Anstand und Sitte verstößt.

            „Wertschätzung und Respekt für die Grenzen des Anderen, darum geht es doch. Auch hier.“

            Bei solchen Normen läuft in unserer Gesellschaft irgendwas total schief.

            „Deswegen sind die hier vorgetragenen Argumente nicht gleich „Müll“ und die damit verbunden Ängste nicht blose „Phantasie“.“

            Was ängstigt Dich bei einer stillenden Mutter? Weder sie, noch das Baby stellen eine ernsthafte Gefahr für Dich oder andere dar – solange Du nicht versuchst, dem Baby zu schaden.

          • „Stillen bewerte ich nicht als „Teilen von Intimitäten“.
            Wenn DU da im praktischen Leben schlechte Erfahrung gemacht hast, musst DU daran arbeiten, aber nicht andere.“

            Da machst Du es Dir etwas zu einfach. Deine Bewertung was Intimität ist steht nicht über meiner. Es mag sein, dass mein Toleranzband an dieser Stelle enger ist als Deins. Das heißt aber nicht, dass ich Deine Störung gut finden, akzeptieren oder gar mich ändern muss.

            Im Umkehrschluss hieße da ja, dass eine maximale, also von einem Einzelnen ausgehende, die gesamte Gesellschaft erfassende Störung akzeptiert werden müsste, da der eine Störenfried die Störung noch für hinnehmbar hält.

            Außerdem bin ich ziemlich sicher, dass Du die Sperrfristen für Rasenmähen in Wohngebieten gut kennst (so wie Deine Nachbarschaft und der mit dem Rasenmäher auch). Das wiederholte Überschreiten dieser Grenze ist in Deutschland gut sanktioniert. Soll heißen, Du musst eben gerade nix erleiden. Du kannst Dich hier bequem auf den gesellschaftlichen Konsens berufen.

          • @ Thomas:
            „Deine Bewertung was Intimität ist steht nicht über meiner“
            Sicherlich nicht, das hatte Carnofis auch nirgendwo behauptet.
            Seine Einschätzung zur Normalität ist aber deutlich realistischer als Deine Neurose.
            Du bist der Gestörte, nicht Carnofis.

          • Oh WOW, „… seine Einschätzung … ist aber deutlich realistischer als Deine Neurose. Du bist der Gestörte…“

            Na dann danke ich Dir mal recht herzlich für Deine freundliche und qualifizierte Ferneinschätzung zu meiner Person, ganz getreu dem Motto, was Paul über Peter sagt, sagt mehr über Paul als über Peter.

            Ich nehme mich für mich nicht in Anspruch, dass jeder meine Sicht auf die Dinge teilt, sondern ich habe Freude am respektvollen Austausch von Argumenten. So waren und sind auch meine Wortbeiträge angelegt.

            Schade, dass Dir dazu nicht mehr einfällt als diese billige Pöbelei.

          • Warum sollte ich nicht hinstarren?
            Es ist doch etwas völlig natürliches, schönes, normales. Also darf ich doch wohl zugucken.

            Mir persönlich ist es egal, ob eine Mutter ihr Kind stillt. Und wer den Artikel gelesen hat, dürfte auch bemerkt haben, dass vor allen Dingen Frauen damit ein Problem zu haben scheinen.
            Ich habe aber ein Problem damit, gleich als potentieller Vergewaltiger und Spanner hingestellt zu werden, nur weil eine Mutter ihre Titten in der Öffentlichkeit rausholt.

            Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, ist nicht allein auf der Welt – und muss halt auch mit Reaktionen seiner Mitmenschen rechnen.

          • „Aber vielleicht kannst Du zugestehen, dass es durchaus Menschen gibt, die beim unfreiwilligen Teilen von Intimität eben ein starkes Störgefühl und/oder im praktischen Erleben damit einfach richtig schlechte Erfahrungen gemacht haben.“

            Normalerweise denke ich, dass solche empfindlichen Schneflöckchen sich mal nicht so anstellen sollen. In solchen Fällen empfehle ich wirklich eher, an den eigenen defiziten, traumata und schlechten erfahrungen zu arbeiten, als die eigenen schwierigkeiten unbedingt allen anderen aufzubürden und von allen anderen eine Lösung dafür einzufordern.
            So herum wird für mich ein Schuh draus.

            Im Ernst, das was hier als „argumente“ kommt stinkt für mich meilenweit gegen den Wind nach wiedergekäuter SJW-$(#€|$$€.

            Adrian, dass du nix für Frauen übrig hast ist ja bekannt, aber ich hab gedacht, du wärst ein liberaler?

          • @ Fiete

            „Es ist doch etwas völlig natürliches, schönes, normales.“

            Also wenn das Deine Sorge war/ist, diese „Unterschrift“ bekommst Du auch von mir, zu 100%, uneingeschränkt.

            Wir reden – dachte ich zumindest – über die (vollbesetzte) S-Bahn oder das (vollbesetzte) Restaurant.

            Semikolon hat dankenswerterweise (weiter unten) eine Erhebung ausgegraben, wonach es für die meisten Deutschen in dieser Frage auf das Wo (und wahrscheinlich auch das Wie) ankommt. Da schließe ich mich an – nur das war mein Punkt.

          • „Wir reden – dachte ich zumindest – über die (vollbesetzte) S-Bahn oder das (vollbesetzte) Restaurant.“

            Keine Ahnung, warum du das dachtest – die S- oder U-Bahn und das Restaurant wurden mal als Beispiele erwähnt, aber allgemein ging es um öffentlichkeit.

            Den Begriff „Vollbesetzt“ bringst du hier zum ersten Mal an.

            Aber um mal bei den beiden Beispielen zu bleiben:
            Beide Situationen sind ja nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Mutter eine, aus der das Entkommen nicht beliebig einfach ist.
            Wenn das Kind genau da sich meldet: Soll die Mutter aus der Bahn hüpfen?
            Das Restaurant verlassen?

            Bei der Frage des Belästigungspotentials kommt es immer auch darauf an, was denn die alternastiven sind – ich empfinde eben gerade das stillen als die unauffälligste und störungsärmste denkbare Lösung. Alle denkbaren alternativen sind nicht nur für die Mutter und das Kind, sondern auch für die Umgebung asntrengender und unangenehmer.

            Es sei denn, du verbannst die Mutter halt aus der öffentlichkeit. Womit wir bei meiner bereits anderswo formulierten Frage wären:

            Möchtest du mir eher aufzwingen, von einem schreienden Kind belästigt zu werden, oder eher der Mutter aufzwingen, gefälligst zu Hause zu bleiben, bis das Kind groß genug ist?
            Mindestens darauf hätte ich gerne eine klare Antwort von Dir.

    • „Abgesehen davon, dass es eine Menge Menschen gibt, die sich nix mehr als ein Kind wünschen, es aus verschiedenen Gründen aber nicht bekommen können. Mutterschaft in der Öffentlichkeit zu zelebrieren überschreitet für mich die Grenze des Respekts vor den Einschränkungen anderer.“

      Abgesehen davon, dass es eine Menge Menschen gibt, die an schweren Krankheiten und Behinderungen leiden und sich nix mehr als einfach Gesundheit wünschen, aber eben nicht sein können. Gesundheit in der öffentlichkeit zu zelebrieren überschreitet für mich die Grenze des Respekts vor den Einschränkungen anderer.

      Und das widerholen wir vielleicht noch mit einer portion Rassismus für whiteness gegenüber PoCs und ähnliches… merkst du eigentlich, dass das SJW-geschwätz in reinkultur, nur mit anderem Vorzewichen ist?

      Leute sollen ihre Kinder verstecken, weil es Leute gibt, die keine Kinder bekommen können?
      GEHTS NOCH?
      Was für ein Auswuchs an Neiddebatte ist das denn bitteschön?

  6. Die Frau hat laut Süddeutsche in Uganda für mehrere Zeitungen geschrieben.
    Jetzt wird sie von einer Frau angesprochen und ein weiterer Mann schüttelt im Restaurant den Kopf. Daraus zieht sie den Schluss, dass DIE Bayern etwas gegen Stillen in der Öffentlichkeit haben.
    Hat sie jemals jemanden gefragt, ob diese Ablehnung normal ist? Vielleicht waren es ja nur Einzelfälle? Dieses Verhalten spricht nicht für große journalistische bzw. interkulturelle Kompetenz…

    • So läuft das heute eben. 1000 Bayern haben kein Problem mit Stillen in der Öffentlichkeit, aber 2 Leute schon. Deswegen ignoriert man die 1000 und behauptet daß die Bayern ein Problem damit haben. Die Frau hätte das auch gleich vor Ort mit den beiden klären können, aber dafür kriegt sie ja kein Geld.

    • „Die Mehrheit der Menschen in Deutschland findet öffentliches Stillen laut einer Umfrage in Ordnung. 61 Prozent der Befragten gaben in einer repräsentativen YouGov-Umfrage mit 1041 Teilnehmern an, dass sie es grundsätzlich angemessen finden, wenn Frauen ihre Babys in der Öffentlichkeit stillen.

      Wo Mütter ihren Babys die Brust geben, spielt aber die entscheidende Rolle: Im Restaurant oder in Bus und Bahn findet das je eine knappe Mehrheit unangemessen. Auf einer Parkbank oder am Strand halten das je etwa drei Viertel der Umfrage-Teilnehmer für okay.

      Eher wenig Menschen halten es wie Papst Franziskus und befürworten das Stillen in Kirchen: Nur 34 Prozent der Befragten halten das für angemessen, 57 Prozent finden es unangemessen. Das Kirchenoberhaupt hatte kürzlich bei einer Taufe Mütter dazu angehalten, ihre Neugeborenen ohne Scheu zu stillen, falls diese Hunger hätten. Es war nicht das erste Mal, dass er sich für öffentliches Stillen aussprach.“

      https://www.berliner-zeitung.de/familie/umfrage-stillen-in-der-oeffentlichkeit—hier-stoert-es-viele-menschen-noch-immer-25596208

        • Ja, eben. Man weiß das es falsch ist (nicht immer, denn nicht alle Kulturen sind gleich gut) wenn Weiße sich so im Ausland verhalten. Aber jetzt den gleichen Fehler nicht noch mal machen, da ist dann wohl zu viel verlangt.

  7. Ich vermute mal, der entscheidende Faktor ist „Leben in der Großstadt“, das macht die Leute völlig gaga und empfindlich bezüglich ihrer eigenen Schutzatmosphäre, zuviel von allem, was sie täglich mit ansehen müssen.
    Ich habe hier in der tiefsten ostdeutschen Provinz alle meine Kinder immer und überall gestillt, eher souverän-unaufgeregt, und nie auch nur ein komisches Kommentar bekommen.
    Auch nicht von alten, weißen Männern, im Gegenteil, die waren immer sehr lustig und wohlwollend.

    • Vielleicht gibt es auch eine regionale Komponente.
      Vielleicht ist man in der ostdeutschen Provinz freizügiger als in Regensburg.
      Ich habe bisher in vier verschiedenen Regionen (bzw. drei Bundesländern) gewohnt und gearbeitet. Im Alltag sind mir oft Kleinigkeiten aufgefallen, die nicht so waren wie zu Hause. In solchen Situationen hat es sich ausgezahlt, einen einheimischen Kollegen/Nachbarn zu fragen, ob das normal ist oder nicht.
      Klappt übrigens auch bei unterschiedlichen Nationen…

    • http://www.danisch.de/blog/2018/11/23/vom-horror-der-rueckkehr-in-die-moderne-zivilisation/

      „Was mir aber besonders auffiel:

      Drei Wochen hatte ich keine Probleme. Gar nichts. Alle Leute hilfsbereit, alles elastisch, nie wurde etwas abgelehnt, wenn man freundlich fragte, ging immer irgendwie alles, man bekam alles, man durfte fast alles, wenn man mit den Leuten redete. Und nun traf ich auf Leute, die fahren wie Sau, die rücksichtslos sind, die sich völlig egoistisch aufführen, denen die Situation des anderen völlig egal ist. Ich war vor 3 Wochen schon in derselben Stadt, aber es war mir nicht so krass aufgefallen.“

  8. Fällt für mich unter alte grantlige Frau (Oma eher nicht) oder intrasexuelle Konkurrenz. Da wäre ich im Zug gern dabeigewesen um die zurechtzuweisen.

    Dass Frauen in Uganda das Stillen anbieten überrascht mich nichtmal so arg. Frauen vertrauen da mehr einander als Männer

  9. Naja, aber nur weil eine Frau ihr Baby stillt, muss sie nicht freizügig sein.
    Man „sieht“ ja nun nix.

    Mich überrascht irgendwie, dass gerade hier auf dem Blog, der sich soviel um Biologie / Evolution dreht, alle wegen der Stillerei voll steil gehen.
    Vielleicht können Männer ja stillende Frauen irgendwie insgesamt nicht gut ertragen, es bedeutet ja, dass einer „schneller“ war und normalerweise hat sie stillend ja nicht mal einen Eisprung, sozusagen alle Mühe umsonst.

    • Es sind ja keineswegs nur Männer die „steil“ gehen. Es sind durchaus auch Frauen, die meinen, dass man das diskret machen kann.

      Und warum auch nicht? Es ist ja nicht so schwierig.

      „Man sieht ja nichts“ ist da etwas irreführend. Ich denke die meisten Frauen würden ein Foto bei dem sie beim stillen zu sehen sind auch dann ungern veröffentlich sehen wollen, wenn da nur ein Teil ihrer Brustwarze oder des Vorhofs zu sehen ist.

      Und wenn eine Frau ins Restaurant kommen würde mit einen Outfit, beim den das sichtbar ist, was sich bei nicht diskreten stillen zeigt würden auch viele sagen, dass es nicht angemessen ist

      • Ehe wir uns falsch verstehen, ich bin auch definitiv dafür, dass nicht mit viel Bohei zu machen.
        Ich schrieb ja oben, dass es aber nicht allen Frauen möglich ist.
        Und Stilltücher sind eher nicht praktikabel, das funktioniert bei Minisäuglingen, aber ein 4monatiges zerpflückt Dir vor lauter Neugierde alles.

        Man sieht keine Brustwarze, die ist im Kind. Maximal etwas Vorhof, wenn die Frau nicht gerade sehr große davon hat.

      • „Es sind durchaus auch Frauen, die meinen, dass man das diskret machen kann.“

        Kopftuchtragende Muslimas sind mir in der Hinsicht immer besonders aufgefallen.
        Also natürlich nicht als diejenigen, die das Verhalten Anderer abschätzig kommentieren, sondern als um außergewöhnliche Diskretion bemühte Mütter.

    • @Freya: genau das meinte ich mit den feinen, regionalen Unterschieden.
      Für dich ist das öffentliche Stillen keine Frage der Freizügigkeit. Woanders vielleicht schon.
      Nicht vergessen: es gibt Gesellschaften, wo die Frauen oben ohne rumlaufen; es gibt Gesellschaften, wo die Frauen nicht al ihr Gesicht zeigen dürfen.
      Bevor wir uns falsch verstehen: mir persönlich ist es vollkommen egal, wo und wie offen eine Frau ihr Kind stillt (wenn es nicht gerade an einem Arbeitsplatz ist, der das verbietet, Gefahrstoffe, usw.).

      • „Nicht vergessen: es gibt Gesellschaften, wo die Frauen oben ohne rumlaufen; es gibt Gesellschaften, wo die Frauen nicht al ihr Gesicht zeigen dürfen.“

        In Deutschland sind wir im großen und ganzen weder das eine noch das andere.
        Und ich hätte gedacht, das wir in einem Blog, das bei Väterentsorgung und PAS gerne die Seite und Rechte der Kinder betont, und auch sonst gerne auf Gleichberechtigung anstatt Gleichstellung rummacht, und überhaupt gerne biologischer Argumentation zugeneigt ist, bei einem Thema wie Stillen etwas mehr Offenheit zeigen würde.

        • @madde: da stimme ich dir voll zu. Ich hätte in diesem Blog auch eher erwartet, dass es den meisten wurscht ist, wo und wie ne Frau stillt.
          Naja, erstens nicht von mir auf andere schließen, zweitens daran denken, dass die Egalos vermutlich einfach nix dazu sagen…

      • Ich vermute mal, mein feministisches Privileg beim Stillen besteht schon allein darin, dass ich mit meinem Baby überhaupt den Hof verlassen darf. 🙂

        Die meisten Männer gucken bestimmt gerne pralle Milchmoppen, es ärgert sie nur insgeheim, dass da ein Baby dran hängt.

        • „Die meisten Männer gucken bestimmt gerne pralle Milchmoppen, es ärgert sie nur insgeheim, dass da ein Baby dran hängt.“

          Entschuldige, aber so langsam wird es ziemlich schräg was Du hier schreibst. Es ist vollkommen in Ordnung, dass Du fürs Stillen in der Öffentlichkeit plädierst. Ich kann sogar akzeptieren, dass besonders Tolerante mich ob meiner Meinungsäußerung als entlarvt ansehen, ok, bitteschön, wenns hilft.

          Aber bitte, bitte respektiere, dass es Menschen gibt die einfach anderer Meinung sind als Du und diese Meinung neben Deiner ihre volle Berechtigung haben.

          Was für mich aber gar nicht geht, dass Du nun den „meisten Männern“ triebhaftes, sexuell motiviertes Verhalten unterstellst. Lass das, das ist sexistische Kackscheiße!

          • Ich find’s grad fast ein bisschen lustig, sofort mit „Sexismus!“ angeblafft zu werden, weil ich ein zotiges, völlig überspitztes Gegenkommentar gemacht habe, die es hier ungezählte auf dem Blog gibt. Oder hab‘ ich die Ironie nicht verstanden?
            Viele Beiträge hier beschäftigen sich doch gerade mit optischen Reizen, auf denen ein Großteil von Männern / Frauen reagieren, nicht mal bewusst.
            Dass daraus nun sofort triebhaftes Verhalten resultiert, steht da doch gar nicht.
            Da steht nichtmal „alle Männer“.
            Da kann ich ja gleich mit den HardcoreFemis diskutieren, die flippen auch immer gleich aus, wenn man damit argumentiert, dass wir noch rudimentäre Verhaltensprogramme haben, die in bestimmten Situationen hochploppen.

          • „Viele Beiträge hier beschäftigen sich doch gerade mit optischen Reizen, auf denen ein Großteil von Männern / Frauen reagieren, nicht mal bewusst.“

            Ich denke, das Hauptproblem der Leute ist nicht, dass sie die Brüste als optische Reize registrieren – zumindest mir geht es bei stillenden Frauen nicht so -, sondern dass sie sich mit einer Situation konfrontiert sehen, die sie als gaffende Männer als unanständig attributieren würde. Die Peinlichkeit regt auf, nicht die Tat.
            Deshalb wäre es eher begrüßenswert, wenn viel mehr Mütter in der Öffentlichkeit (DEZENT) stillen würden, damit dieses vollkommen normale Verhalten wieder als normal registriert wird.

            Und den Feminismus würde ich da vollkommen heraushalten. Feministinnen sind den ganzen Tag damit beschäftigt, nach miesen Eigenschaften von Männern zu suchen. Falsches Sitzen ist schon strafbar, irgendwann werden sie uns das Atmen in ihrer Gegenwart gerichtlich verbieten lassen.
            Und so unerotisch eine nackte Brust mit Baby dran ist, ist sie doch nicht nur für den Nachwuchs, sondern auch für die Feminista ein gefundenes Fressen, den Männern wieder sexistische Geilheit zu unterstellen.

          • @ Freya:
            Da hier offenbar einige mit den Arschbacken Nüsseknacken üben, rege ich an, daß Du, falls Du Dich mal wieder erfrechst, etwas lustiges zu schreiben, unbedingt einen augenzwinkernden Smiley dahinterpappst, damit auch völlig Verbohrte wenigstens formell eine humoristische Attitüde zu erkennen die theoretische Chance bekommen.

            ( Manche hier wären exzellente Bilderbuchfeministen mindestens intersektionaler Perversion )

          • „falls Du Dich mal wieder erfrechst, etwas lustiges zu schreiben, unbedingt einen augenzwinkernden Smiley dahinterpappst, damit auch völlig Verbohrte wenigstens formell eine humoristische Attitüde zu erkennen die theoretische Chance bekommen.“

            Du meinst sowas wie ein angehägtes (lacht) ???

            Hat der echte intersektionale Feminsmus leider zu sehr kontaminiert, funktioniert deshalb auch nicht mehr.

            Die billige Kopie heute mit umgekehrtem Vorzeichen hat es allerdings auch ganz schön in sich…

          • @ Maddes:
            „Du meinst sowas wie ein angehägtes (lacht) ???“
            Im weitesten Sinne ja. Nur eben nicht als nachgeschobene Ausrede, sondern sozial präventive Information ( hust … ) ….

  10. Ich hab nichts gegen stillende Frauen in der Öffentlichkeit, solange ich ihre Brüste nicht sehen muss.
    Das empfinde ich als unangenehm. Und das hat weniger mit Prüderie als mit Ästhetik zu tun.

    • Einige schrieben ja, dass schon der Vorgang an sich sie stört.
      Und das ist das, was für mich so befremdlich ist, nicht die Forderung, es möglichst „diskret“ zu gestalten.

      • Den Vorgang an sich kann man als Elternteil mit Interesse am Kindswohl kaum schlecht heißen. Wenn das Kind Hunger hat, muss was rein. Und da kann alle Planung der Welt nicht verhindern, dass das auch mal in der Öffentlichkeit sein muss. Und dann haben die Mitreisenden die Wahl zwischen Geschrei und Stillen.

        • Bzw sollen Frauen dann halt die Flasche statt die Brust geben (oder am besten gar nicht das Haus verlassen.).
          So hätten es hier gern einige.

          Im Winter ist es ziemlich unspektakulär, da wuselt das Kind irgendwo zwischen Schal und Jacke rum. Wer da was sieht, braucht Stielaugen.
          Und im Sommer laufen doch unglaublich viele Frauen mit Paradeausschnitt rum.

      • Wenn jemand also nackt in die U-Bahn steigt, ist es mein Problem, dass ich mich durch den Anblick gestört fühle, statt sein Problem, sich nicht an sittliche Normen zu halten?

        Ich glaube nicht.

        • „Wenn jemand also nackt in die U-Bahn steigt, ist es mein Problem, dass ich mich durch den Anblick gestört fühle, …“

          Du schreibst genauso Blödsinn, wie Semi.

          • juristisch gesehen ist es bei einer Frau ok, da §183 Abs. 1 StGB klarstellt, daß exibitionistische Handlungen bei Frauen NICHT strafbar sind. Hier werden also wie in vielen Fällen und wie in der juristischen Praxis generell Männer schlechter gestellt Frauen

  11. Kommentar eines alten, weissen Mannes: eine Mutter, die ihr Kind stillt, ist eine der friedlichsten und ruhigsten Szenen, die man so beobachten kann. Ich fand es immer seltsam, warum sich die meisten Frauen eher scheuen, in einer stillen Ecke in der Öffentlichkeit zu stillen.
    Die passende Filmszene dazu, der mMn deutlich zeigt, was ich meine, wär der Abspann von „Tampopo“.
    (und PS: ich bin aus Bayern und lebe in München)

  12. Das Stillen in der Öffentlichkeit ist mir sowas von egal.

    Ein etwaiges Bedürfnis vom Stillen in der Öffentlichkeit nicht behelligt zu werden, hat meiner Meinung nach zurückzustehen vor dem Bedürfnis eines hungrigen Babys.

  13. Erinnert mich an meine Zeit als Lagerist in einem schwedischen Möbelhaus.
    Eine Frau steht an der Warenannahne in der Schlange und hat ein Baby auf dem Arm. Zieht Top einfach runter ( kein BH an) und stillt. Das hat mich total angemacht.
    Meine Kollegen schimpften drüber, wie eklig das ist. Ich tat auch schwer empört…

    • Falls es sich bei diesem Ausdruck um das Urinieren in der Öffentlichkeit handelt: sogenanntes Wildpinkeln kann tatsächlich mit Geldbußen (35 – 5000 Euro), in schweren Fällen sogar mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr sanktioniert werden (also theoretisch wenigstens).

      Die Toleranz fast Aller reicht m.B.n. durchaus soweit, dass selbst der sich in aller Öffentlichkeit erleichternde Erwachsene weder Anzeige noch auch nur dumme Kommentare zu befürchten hätte.

      Zu gern wüsst ich ja von den anwesenden „Moralaposteln“, wie sie konkret einem Wildpinkler begegnen (der ja im Gegensatz zur stillenden Mami etwas Verbotenes tut mit ohne Zweifel großem Belästigungspotential). Wird der von Euch zumindest angepflaumt? Nur (oder gerade nicht?) in dem Fall, dass ihr ihm persönlich bekannt seid? Oder nur wenn er nüchtern scheint? etc.

      • Ich will es mal so sagen: einen Wildpinkler auf meiner Einfahrt würde ich schon was erzählen.
        Bei den Typen, die ich morgens im U-Bahn-Tunnel sehe, bin ich schon vorsichtiger…

          • Genau. Du glaubst gar nicht, wie schnell so eine Hose wieder oben ist bzw. wie egal es einem ist, der voller legaler und illegaler Drogen ist.
            Du bist kein Mann, daher hast wahrscheinlich keine Ahnung, wie schnell man als kleiner, nerdiger Typ einen auf die Fresse bekommt…

          • Das wäre dann die Fiktion des Wildpinklers als (mutmaßlichen) Gewalttäters, die ihn vor einfacher Kritik (oder Anzeige bei der Polizei) bewahrte…

            Wäre es eigentlich problemlos erlaubt ein Foto vom Tatgeschehen zu machen, durch das sich der Übeltäter identifizieren ließe?

      • Warum Belästigungspotential? Pinkeln ist ja nun wirklich das natürlichste auf der Welt. Natürlicher geht es nun wirklich nicht mehr und die Gefahr, dass du einen Penis siehst ist nun auch oft nicht gegeben.

      • Das Problem ist nicht das Pinkeln an sich, ein natürlicher Vorgang , wie Stillen, wo ist der Unterschied ????, sondern die Verunreinigung.
        Also irgendwo in die Wiese Pinkeln ist ok, Treppen, Wege, Fahrzeuge verunreinigen ist igitt.

        Generell gilt, Frauen könne alles Verhalten zeigen was sie wollen ist, alles voll ok natürlich, Männer halten sich an die Vorgaben und Erwartungen von Frauen, und schon gib’s 0 Ärger, ist doch ganz einfach.

  14. Stillen in der Öffentlichkeit stört mich auch nicht, da kann man auch mal den Stock aus dem Hintern nehmen. Ich weiß auch nicht, was der (indirekte) Vorwurf, diejenige Frau hätte es nicht diskret gemacht, nun eigentlich bedeuten soll. Wie sieht „indiskret stillen“ aus? Ganzer Oberkörper frei und die Muttermilch aus einem Meter Entfernung in den Mund des Babys spritzen? Ich hab noch nie erlebt, dass sich eine Mutter da besonders inszenieren würde (selbst hier in Berlin nicht), die sitzen halt auch meistens in einer Ecke (weil die auch nicht so wild drauf sind, dass jeder auf ihre Titten glotzt), aber dann auch darauf zu bestehen, dass die den Mops immer mit dem Tuch bedecken – also bitte, man kann’s auch übertreiben. Da macht man daraus doch nur noch eine größere Sache, als sie eigentlich ist.

      • „Ah, das alte „Mein Maßstab sollte für alle gelten“ Argument. Hatten wir noch gar nicht.“

        Welchen Maßstab?
        Den Maßstab wollen doch die Stillgegner hier anlegen.
        Festzustellen, dass einem eine stillende Frau nicht stört, ist ebenso wenig ein Maßstab, wie KEINE stillende Frau.

        • Festzulegen, jetzt und in aller Öffentlichkeit zu stillen – egal was mein mir unbekannte Umfeld davon hält, ist genau eben jener Maßstab – alle sollen das gut finden und tolerieren.

          Denjenigen, die hierzu ein anderes Bild haben, wird der Wille der Einzelnen „aufgezwungen“. Ich muss es akzeptieren, wegsehen oder gehen.

          Die Einzelne dominiert die Mehrheit mit ihrem Willen … und weil diese Logik der Toleranz dann eben nicht beim öffentlichen Stillen enden kann, weil es irgendwann keine Grenzen mehr gibt (wer sollte die denn definieren), ist es wert so kontrovers darüber zu diskutieren.

          • Bullshit!
            Die Verklemmten wollen hier den Normalen ihren abgedrehten Minderheitswillen aufzwingen und nicht umgekehrt.
            Ich denke, ein paar hundert Millionen Jahre Evaluation des Stillens und die Tatsache, daß kein Tier mit Sichtschutz und Spezial-BH geboren wird, reichen da als Argumente völlig aus.

            Wer mit der Normalität nicht klarkommt, gehört in beschützende Werkstätten.

          • Möchtest du mir stattdessen eher aufzwingen, von einem schreienden Kind belästigt zu werden, oder eher der Mutter aufzwingen, gefälligst zu hause zu bleiben, bis das Kind groß genug ist?
            Mindestens darauf hätte ich gerne eine klare Antwort von Dir.

            Kind und Mutter haben das selbe Anrecht, sich in die Öffentlichkeit zu begeben, und auch die selbe Möglichkeit, sich unangenehmen situationen wieder zu entziehen, indem man geht.

          • „Ich denke, ein paar hundert Millionen Jahre Evaluation des Stillens und die Tatsache, daß kein Tier mit Sichtschutz und Spezial-BH geboren wird, reichen da als Argumente völlig aus.“

            Nein, sie reichen nicht aus, da es ziemlich dumme Argumente sind. Es kommt auch kein Tier mit Kleidung zur Welt und es vögelt und scheißt vor den Augen seiner Artgenossen. Ist also tierisches Benehmen auch für Menschen natürlich?

          • Ganzjährige Brüste sind keine Millionen Jahre alte Erfindung.
            Die haben nur Frauen und kein Tier der Welt.

        • @ maddes8cht

          Sei unbesorgt, ich möchte NIEMANDEN irgendetwas aufzwängen, ich respektiere die Freiheit des Anderen (hier: der Mutter und ihrem Kind) uneingeschränkt und halte Stillen für das Normalste auf der Welt.

          Ausgangspunkt war die Frage nach dem ÖFFENTLICHEN Stillen in einer (vollbesetzten) SBahn. Ich habe in dieser speziellen Frage lediglich eine andere Meinung als Du. Mehr ist es nicht.

          • @ Thomas
            „Ich habe in dieser speziellen Frage lediglich eine andere Meinung als Du. Mehr ist es nicht.“

            Na immerrhin.
            Bleibt die immer noch unbeantwortete Frage, was du denn nun der Mutter mit schreiendem Kind in der Bahn tatsächlich empfehlen möchtest:
            Mutest du mir als Mitfahrendem lieber das schreiende Kind zu, weil du persönlich die stillende Mutter als schlimmer empfindest, oder soll die Mutter zu Hause bleiben?

            Auf die Beantwortung dieser Schlüsselfrage warte ich immer noch.

  15. Was wäre eigentlich die Alternative? Fläschchen verabreichen? (Braucht man dann noch Akku-Flaschenwärmer?) Zuhause bleiben? Was ist, wenn die Milch von alleine lossprudelt?

    • „Alternativen“ sind in dem Fall immer provisorische Notlösungen.
      Und wer aus persönlicher Unfähigkeit heraus in Not gerät, hat sich gefälligst nicht über die zu beschweren, die in dieser Welt zuhause sind, oder sie gar zu Notprogrammen zu zwingen.

    • Mein zweites Kind war ein absolutes Brustäffchen. Sie hockte also Tag und Nacht auf mir und schrie in Todespanik, sobald sie mehr als Nabelschnurlänge von mir entfernt war.
      Ich habe dann die Technik perfektioniert, sie im Tragetuch sitzend zu stillen. Perfekter Sichtschutz.
      Sie brauchte dauernd Zugang zur Brust.
      Sie wollte keinen Nuckel, keine Flasche, Papa war sowieso doof. Es ging NICHTS.
      Nur Brust Brust Brust.
      Als sie anderthalb Jahre alt war, hatte sie mich fast aufgegessen. Sie hat zwar alle normalen Mahlzeiten mitgemacht und war auch im Kiga, aber Stillen blieb ihr wichtigster Ankerpunkt.
      Mit zweieinhalb Jahren hörte der Spuk dann auf und sie ging mutig in die Welt hinaus.

    • Fläschchen unterwegs geht. Ich hatte immer ne Thermoflasche mit heißem, eine Flasche mit kaltem und portioniertes Milchpulver dabei. Hab die Mahlzeiten dann frisch verrührt.
      Gut, als Mann konnte ich ja auch nicht stillen…

  16. War bestimmt ne nette alte Münchenerin die der Neumammi vermutlich nur den Rat/Hinweis geben wollte den Wickelraum zu nutzen.
    Vielleicht wirkt so ein Raum ja ruhiger auf ein Baby als eine Großstadtsbahn.
    Und da hatte die halt einfach Pech an so ein Kommunikationstalent der SZ geraten zu sein.

    • Viele Wickelräume stinken ganz furchtbar.
      Ich weiß nicht, wer da ernsthaft stillen mag.
      Alternativ gehen noch Umkleidekabinen, das habe ich manchmal gemacht. Wenn man nett vorher fragt, ist das oft okay.
      Mein erstes Kind war mit 4 – 6 Monate oft sehr aufgeregt, wenn wir „öffentlich“ unterwegs waren, da ging eh nur „stille“ Ecke.

      • Kommt darauf an.
        Große Einzelhandelsketten wie Kaufhof und Ikea haben große Wickelräume mit Stillecke.
        In Restaurants und Cafés kann man froh sein, wenn es überhaupt eine anständige Wickelgelegenheit gibt. Von Stillecke ganz zu schweigen.
        Von daher halte ich das Erlebnis mit der Frau in der S-Bahn nicht für ganz echt.

  17. Mein Senf als Mann: Es ist ein Leichtes, woanders hinzugucken, aber es ist ein Sch*spiel, es mit einem vor Hunger brüllenden Baby auszuhalten. Das weiß ich als Vater nur zu gut, als ich die Zeit beim Spaziergang verpeilt hatte und die Mutter zu Hause war. Dir rinnt der Schweiß den NAcken und den Rücken runter – und vermutlich ist das GEbrpll auch maximal darauf optimiert, in dir Streß auszulösen und *alles* zu tun, um nur ja dieses Gebrüll abzustellen.
    Mal etwas grob formuliert.
    Und es ist nicht einzusehen, dass die Mutter eines Babys zu Hause eingesperrt wird oder man auf Dr.Oetker Pulvermilch umstellt.
    Wozu auch? Die Frau hat ja zwei Dinger, die perfekt zur Ernährung des Babys egal wo egal wann gemacht sind.
    Es ist ein strategischer Fehler, dass Rotgrün nackte Möpse von den Reklame-Plakatwänden verbannen will :-))))))))

  18. Ich bin echt ziemlich erstaunt über die Diskussion hier. Manchen ist ein brüllendes Baby lieber als eine liebevoll stillende Mutter? Es gibt doch kaum einen schöneren und friedlicheren Anblick. Alleine schon der Ausdruck puren und reinsten Entzückens beim Baby, wenn das Würmchen vollgesogen von der Brust abfällt.
    Und ich habe noch nie eine Frau gesehen, die sich nicht sehr diskret verhalten hätte. Da ist man am Strand und im Freibad ganz anderen Zumutungen ausgesetzt.

  19. @Mario es ist tatsächlich mal nicht das übliche Frauen-Mimimi.
    Es gibt das Phänomen der Saugverwirrung, viele Kinder können NICHT switchen zwischen Brust und Flasche. Das ist eine völlig andere Technik, mit der sie das Vakuum zum Saugen aufbauen. Ein saugverwirrtes Kind macht eine völlig andere Bewegung mit seiner Zunge.
    Je jünger die Babys, desto empfindlicher sind sie. Jungs kann man eher irritieren als Mädchen bzw es ist das absolute Geduldsspiel, sie wieder an die Brust zu basteln. Warum das so ist, weiß ich nicht, es ist meine Beobachtung aus über 10 Jahren in der Stillberatung.
    Maddes8acht hat zu weiteren Gründen, warum es eben nicht einfach ist, sehr ausführlich und überaus korrekt geantwortet.
    Ich habe ja auch immer so salopp daher gequatscht, dann hatte ich selbst so einen Härtefall. Ich hätte gern einfach mal dem Papa die Flasche in die Hand gedrückt.
    Du müsstest mal ein Baby sehen, was Dir mit dramatischen Kotz-Würgereflex den Nuckel oder die Flasche wieder rausschiebt.
    Mein Söhnchen ist grad auch wieder so ein Kandidat, der will nur das Original.

    • Bei meiner Ex-Tochter kam dann noch die völlig verbogene und z.T. unflexible Wirbelsäule hinzu. Dadurch hatte sie in bestimmten Stellungen starke Schmerzen, was dann Heulanfälle, Luftschlucken und entsprechend Koliken verursachte, rund ein Jahr Horror für Kind und Eltern.

      Da fragt man sich nicht eine Sekunde, ob irgendwer ein „gesellschaftliches“ ( eher wohl psycho-soziales ) Problem mit Stillen hat, sondern freut sich, wenn es mal einigermaßen problemlos klappt.

      Hat sich aber auch nie wer beschwert, solche Leute kannten wir nicht ….

  20. Kann auch nicht verstehen, wie eine stillende Mutter jemanden stören kann. Da gibt es hundert Dinge, die mir spontan einfallen, die mir auf den Sack gehen. Diese Lebenskünstler beispielsweise, die mit übersteigertem Selbstbewusstsein ihre verkorkste Lebensgeschichte verkünden und erwarten, dass ich dieses Model finanziell unterstütze.
    Stillen gehört für nicht zu den Dingen, mit dem man andere Menschen belästigen kann.

    • —Kann auch nicht verstehen, wie eine stillende Mutter jemanden stören kann—

      Du verstehst die ganze Diskussion falsch, es geht hier gar nicht um „stören“, das ist hier nur eine Metapher . Es geht hier tiefenpsychologisch um Neid.

      • Um „Neid“ soll es gehen? Neid worauf? Neid, kein eigenes Kind zu haben? Neid darauf nicht selbst stillen zu können? Glaub ich nicht. Aber dass es um „Stören“ im Wortsinn nicht ging, da pflichte ich Dir bei.

  21. „Eine fremde Frau, die das Baby stillen will? Das klingt für mich weitaus eher nach einer Horrorvorstellung als jemand, der die Nase rümpft. Immerhin können über die Muttermilch diverse Krankheiten übertragen werden.“

    Hihi, das ist Afrika, da macht man halt einfach noch eins. War in Europa ja auch mal so üblich. Auf der schwäbischen Alb stillte man angeblich so gut wie gar nicht (vermutlich aufgrund der Arbeitsbelastung), die Kindersterblichkeit war dort m.W. eine der höchsten in Europa:
    https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/laichingen_artikel,-laichingerin-tritt-im-tv-auf-_arid,4042173.html

  22. „War in Europa ja auch mal so üblich.“

    Fremdstillen war in Europa beim Adel und Großbürgertum bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitet und üblich. Musste nicht sogar Elisabeth I von Österreich („Sisi“) ihr Recht, die eigenen Kinder zu stillen, erst erkämpfen?

    Ich bin mir nicht sicher, ob und in welchem Umfang eine Amme überhaupt Krankheiten über die Milch übertragen konnte/hatte. Ich meine, in meinem Studium was von einer Blut-Milch-Schranke gelernt zu haben, mit der relativ effektiv der Übertritt von Keimen aus dem Blutkreislauf in die Milch verhindert wird.
    Außerdem werden auch von einer Amme Antikörper gegen Krankheiten mit der Milch übergeben. Und da Ammen vermutlich mit mehr Krankheiten konfrontiert wurden, als Adelige, kann ich mir sogar vorstellen, dass fremdgestillte Prinzen gesünder waren, als solche, die Milch von der eigenen Mutter bekamen.

  23. @Semikolon ja, da hast Du Recht, ich habe bestimmt genug ultrafeministische Denkmuster in meinem Kopf.
    Ich mag mich aber nicht gerne so bezeichnen lassen, da ich viele radikale Strömungen völlig abstrus finde und insgesamt von meiner Lebenseinstellung eigentlich viel zu konservativ bin.
    Ach naja, und „Anbiederei“ ist der typische Vorwurf, wenn Frauen abseits des üblichen Meinungskorridors mit Männern auch mal einen flapsigen Schlagabtausch machen und sich nicht am allgemeinen Väter-Bashing beteiligen. Oder über ihre Ehemänner ablästern wollen. Oder oder oder.
    Ich kenn‘ das schon und hab‘ keine Lust auf Stutenbissigkeit.
    Es gibt genug Vollhonks da draußen, keine Frage, aber wer soviel mit Frauen / Paaren zu tun hat wie ich, der sieht den Elefant im Raum irgendwann, auch wenn alle anderen so tun, als wäre er nicht da.
    Dazu kommt, dass mein bester Freund ein „entsorgter“ Vater ist.

    • „ich habe bestimmt genug ultrafeministische Denkmuster in meinem Kopf“

      Bist Du Dir irgendwelcher politischer Forderungen bewusst, würdest Du sagen, Du hast (vielleicht) eine Agenda? Bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen z.B., oder eine fairere Regelung für die Absicherung der „Babypause“ oder oder oder?

      „wer soviel mit Frauen / Paaren zu tun hat wie ich, der sieht den Elefant im Raum irgendwann, auch wenn alle anderen so tun, als wäre er nicht da“

      Soll ich da rauslesen, dass Du tendenziell eher mit den Lebensgefährten Deines eigentlichen Klientels sympathisierst? Also mit denjenigen, denen Du während Deiner (unterbrochenen) Berufslaufbahn „verboten“ haben wolltest, das Geburtsereignis als Zeuge zu durchleben (aufgrund der Sorge, schon der Anblick könnte sie möglicherweise zu sehr traumatisieren…)?

      „Dazu kommt, dass mein bester Freund ein „entsorgter“ Vater ist.“

      Was auch immer das heißen soll.

      • Ja genau, solche Forderungen wären das. 1:1 Betreuung unter der Geburt als am häufigsten genanntes Beispiel.

        Nein, das ist doch Quatsch, es gibt nur oft bestimmte Muster nach denen Trennungen ablaufen, die ich (!) gehäuft beobachtet habe. Ich muss nicht alle Entscheidungen toll finden, nur weil es meine Geschlechtsgenossinnen sind.

        Es heißt nur, dass ich prinzipiell offener dafür bin, mir kritische Sichtweisen erklären zu lassen.

        • „Ja genau, solche Forderungen wären das.“

          Und Du bist zuversichtlich, dass die Politik da genug dran ist, erwartest für die nahe Zukunft erhebliche Verbesserungen der gegenwärtigen Situation?

          „1:1 Betreuung unter der Geburt als am häufigsten genanntes Beispiel“

          Hatten so wortwörtlich m.W.n. nur die Grünen in ihrem letzten Wahlprogramm stehen…

          BTW: Weißt Du persönlich eigentlich schon Details zu der Nachqualifizierungsmaßnahme, die Dir (womöglich?) aufgezwungen wird, damit Du weiter als Hebamme wirst arbeiten können?

          „Nein, das ist doch Quatsch, es gibt nur oft bestimmte Muster nach denen Trennungen ablaufen, die ich (!) gehäuft beobachtet habe.“

          Entschuldige bitte, aber als Hebamme warst Du doch wohl nur bis zum max. 10. Lebenstag des Kindes (kurz) in den Familien?

          „Ich muss nicht alle Entscheidungen toll finden, nur weil es meine Geschlechtsgenossinnen sind.“

          Sagt das irgendwer?

          „Es heißt nur, dass ich prinzipiell offener dafür bin, mir kritische Sichtweisen erklären zu lassen.“

          Die Sichtweise der Ex Deines besten Freundes, z.B.?^^

          Die Schilderungen „entsorgter“ Väter jedenfalls haben ja schon vor Jahren ein politisches Umdenken erwirkt vgl. https://www.kanzlei-hasselbach.de/2016/gemeinsames-sorgerecht-und-umzug/10/

          Jetzt fehlt doch eigentlich nurnoch das analoge Recht, das von getrenntlebenden Vätern verlangen würde, für einen Fortzug (jenseits eines am Besten definierten Umkreises) grundsätzlich auch die Zustimmung der Ex-Partnerin einzuholen?

          • „Jetzt fehlt doch eigentlich nurnoch das analoge Recht, das von getrenntlebenden Vätern verlangen würde, für einen Fortzug (jenseits eines am Besten definierten Umkreises) grundsätzlich auch die Zustimmung der Ex-Partnerin einzuholen?“

            Stimmt! Sobald ein solches Recht in Gegenrichtung gesetzlich verankert wäre ( was ich lautstark begrüßen würde ) müßte es analog zum §89 FamFG geschlechtsneutral gehandhabt werden.
            Leider sind die momentan vor sich hin parasitierenden Richter aber noch nicht mal in der jetzigen Fassung ( bez. Sanktionierung von Umgangsboykotten ) durchgehend dazu bereit. Sie verweigern sich einfach.

            Würdest Du, @Inkubator, denn auch ( wenigstens hier auf AE ) dafür eintreten, zunächst das aktuelle Gesetz geschlechtsneutral umzusetzen ( Stichwort „gleichwertige Umgangspflicht für Väter“ ) und es dann um den „Umzugsgenehmigungsvorbehalt“ zu erweitern, auch wenn der Papa dadurch in der Lage wäre Kindesverschleppungen erheblich schwieriger zu machen?

  24. Himmel, meinethalben können Menschen in der Öffentlichkeit knutschen, Sex haben, Babys stillen, nackt spazierengehen, oder:

    Wenn mich etwas stört, schaue ich weg oder gehe weg. Andere machen, was sie froh macht, ich mache, was mich froh macht.

  25. Nachqualifizierung läuft schon eine Weile. So neu ist das nicht. Ich habe eine, ja.
    Eigentlich eine gute Sache und auch nicht so schwer. Fortbildungspflicht gehört dazu.

    Nein. Ich bin viel länger in den Familien. Die ersten 10 Tage täglich, dann häufig bis zur 5. – 6. Lebenswoche bei den Erstmamas. Bei Zwillingen oder Teenagermamas oft viel länger. Beratend tätig das gesamte erste Lebensjahr.
    Stillberatung oft so nebenbei, weils nicht bezahlt wird, wenn die Kinder älter als 1 Jahr sind. Die Frauen rufen mich trotzdem an.
    Ich mache auch sehr niederschwellig Verhütungsberatung, die Frauen erzählen viel. Paarberatung ist immer irgendwie dabei, schon in der Schwangerenvorsorge.
    Die meisten Kolleginnen hier arbeiten so.

    Im letzten Jahr hatte ich viele Patchworkfamilien, die ich schon mal beim ersten Kind betreut hatte und da ging es natürlich viel um die Gründe für Trennungen aus Frauensicht. Und dann eben im Bekannten- und Freundeskreis. Da war irgendwie der Wurm drin, zeitweise bin ich echt vom Glauben abgefallen.

    Mein Kumpel hat mich nur mit der Nase drauf gestoßen, wie es ihm ergangen ist, der Aspekt der Väter war mir irgendwie nicht so ganz klar. Salopp gesagt, ich dachte irgendwie, die Kerle sind halt zufrieden, wenn sie die Kinder dann alle 14 Tage zum Eis essen abholen.
    Mir ist natürlich klar, dass man da nie drin steckt, jeder sich möglichst gut darstellt und man von außen nur eine Seite mitkriegt.
    Ich sympathisiere nicht prinzipiell mit den Männern, aber von außen betrachtet, sind es -für mich- oft verrückte Gründe, warum Frauen sich trennen, obwohl die Kinder noch unter 2-3 Jahren sind. In meiner Welt ist das ein krasser Ausnahmezustand diese Kleinkindphase, der vorüber geht, man müsste es irgendwie schaffen, das besser zusammen durchzuhalten.
    Ich hatte auch einige Hochschwangere, da ist der KV kurz vor der Geburt einfach abgezischt. Das war schlimm. Da frage ich mich dann schon, ist das ein bestimmter Typ Mann oder was lief da eigentlich verkehrt.

    Ihr habt das ja auch geschafft zusammen. Sowas finde ich immer spannend.
    Darüber würde ich gerne mehr wissen, was Paare auch in Krisen zusammen hält.
    Vielleicht gibt’s ja hier auf dem Blog mal was dazu (bzw ich krame noch rum), obwohl das vielleicht auch doof kommt, da hier soviele gar kein gutes Haar mehr an der Frauenwelt lassen.

    (Komischerweise folgen dann immer relativ schnell die nächsten Kinder mit dem neuen Mann. Also die Trennung bringt eigentlich keine Ruhe rein, obwohl sie sehr oft aus Überlastung resultierte, sondern es wird alles nur noch komplizierter.
    Es gibt natürlich schillernde Ausnahmen, klar.)

    Vielleicht ist meine Wahrnehmung auch völlig verschoben. Gespräche mit Kolleginnen bestätigen aber, dass die bestimmte Dinge auch genauso beobachten.

    Naja, viel blablabla von mir, ich lese immer gerne darüber, was es für Lösungsvorschläge geben könnte, aus beiden „Lagern“.

    Ich werde jetzt bestimmt wegen Labermodus geblockt. 🙂

      • Gutes Gelaber! 🙂

        Du reichst ja fast an die Klasse von Anna Wenta heran ( beste Hebamme im osnabrücker Raum, ich schwör ).

        „Salopp gesagt, ich dachte irgendwie, die Kerle sind halt zufrieden, wenn sie die Kinder dann alle 14 Tage zum Eis essen abholen.“

        Sehr salopp gesagt ist das wohl auch oft so. Vermutlich immer noch die meisten erliegen dem verbreiteten Glauben, das wäre so „normal“ und mehr stünde ihnen sowieso nicht zu. Manche sind schon stolz wie Oskar, wenn es ihnen gelingt, jedes zweite WE fast ganz Vater sein zu dürfen und halten sich für privilegierte Glückspilze. Nicht wissend, daß sie auf Kosten des Kindes aufs Übelste verarscht werden.

    • „Nachqualifizierung läuft schon eine Weile. So neu ist das nicht.“

      Also da kommt sicher Nichts mehr auf Dich zu?

      „Ich habe eine, ja.“

      Glaubst Du eigentlich, Du wärst Hebamme geworden, wenn Du dafür einen Universitätsabschluss gebraucht hättest? Ein wie großer Anteil Deiner Kolleginnen hat denn (schätzungsweise) überhaupt Abitur?

      „Nein. Ich bin viel länger in den Familien. Die ersten 10 Tage täglich, dann häufig bis zur 5. – 6. Lebenswoche bei den Erstmamas.“

      Ich hatte übrigens nur in der 1. Schwangerschaft eine Nachsorgehebamme (bei der ich auch einen Teil der Vorsorge gemacht hatte, die mir aber nicht unter der Geburt zur Verfügung stand – in dem Fall ganz allein mein Fehler, ich hab zu spät dran gedacht zu fragen^^ In den beiden Schwangerschaften danach hab ich keine, die den Beleghebammen-Service überhaupt anbot, mehr in meinem näheren Umkreis finden können), und die kam – aufgrund der Entfernung und weil eigentlich ja soweit Alles prima lief – auch nur 2x postnatal zu uns nach Hause.
      Die mit Abstand meisten Begegnungen hatte ich also mit den wechselnden Krankenhausangestellten (die ich mit einer krassen Ausnahme sehr sympathisch fand).

      • Die Auditierung wird jedes Jahr gemacht. Ich muss die Nachweise immer wieder neu erbringen.

        Ich habe Abitur, wie die meisten meiner Kolleginnen in meinem Alter.

          • Gibt es eigentlich ein ähnliches Prozedere in anderen Berufen?
            Stell Dir mal vor, Richter müssten jedes Jahr nachweisen, dass sie die geltenden (für ihren Bereich relevanten) Gesetzesnormen verinnerlicht haben z.B. … Boah! Großartige Idee!
            ^^

          • Kurzinformation
            Fortbildungspflicht bei juristischen Berufen

            Klicke, um auf wd-7-173-18-pdf-data.pdf zuzugreifen

            Für Rechtsanwälte, Fachanwälte, Patentanwälte, Notare und Wirtschaftsprüfer gibt es eine Weiterbildungspflicht.
            Für Richter und Staatsanwälte interessanterweise nicht.

            „Für Richter und Staatsanwälte gibt es hingegen keine gesetzliche Fortbildungspflicht. Über ihre
            Einführung ist diskutiert worden; bei Richtern müsste sie allerdings so ausgestaltet werden, dass
            die richterliche Unabhängigkeit (Art. 97 Abs. 1 des Grundgesetzes) gewahrt bliebe “

            Real gibt es natürlich Zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, und die werden auch genutzt.

            Und natürlich gibt es Fortbildungspflichten in anderen Berufen, insbes. im Gesundheitssektor. Es gibt eine Fortbildungspflicht für Ärzte.

            In der freien Wirtschaft mag es oft keine geben, aber natürlich hat ein Arbeitnehmer Vorteile, der sich regelmäßig fortgebildet hat.

            Oft genug ist es eher ein Problem, dass ein Arbeitgeber gewünschte Fortbildungsmaßnahmen auch zugesteht. Jeder Arbeitnehmer nimmt zwar gerne mit, womit der Arbeitnehmer sich so fortgebildet hat, aber mancher wird deutlich engstirniger, wenn er da irgendwas bewilligen soll, sei es nun tatsächliche bewilligung einer finanzierung oder auch nur die zeitliche Freistellung.

          • @ Maddes:
            „bei Richtern müsste sie allerdings so ausgestaltet werden, dass
            die richterliche Unabhängigkeit (Art. 97 Abs. 1 des Grundgesetzes) gewahrt bliebe ““

            Wa? Kann mir irgendwer erklären, warum es eine defakto überhaupt nicht existente ( ! ) „Unabhängigkeit“ von Richtern „gefährden“ könnte, wenn diese Intellektuellenidioten VOR Berufsantritt ihr Handwerk lernen würden, wie jeder Friseur oder Maurer?

          • „Für Rechtsanwälte, Fachanwälte, Patentanwälte, Notare und Wirtschaftsprüfer gibt es eine Weiterbildungspflicht.“

            (Für die meisten davon) 15 Stunden p.a., les ich da – gegenüber den (ergoogleten) 20 Stunden, die wohl von Hebammen gefordert werden. Spiegelt sich dann natürlich auch im Gehalt wider^^

            Volles QM – z.B. nach derselben DIN EN ISO-Norm 9001, der auch Hebammen unterworfen sind – ist soweit ich in Erfahrung bringen konnte aber selbst für (selbstständige) Juristen nur ein reines „kann“ und kein „muss“ (mit dem Effekt, dass nur sehr Wenige sich zertifizieren lassen).

            Durch den Gesamt-Komplex „Überprüfung“ muss ich erst noch durchsteigen.

            Hier scheint es aber… sagen wir mal: „besondere Problemlagen“ gegeben zu haben/zu geben:

            „Erst ab dem 1. Januar 2018 ist der GKV-SV berechtigt, jährlich bei fünf Prozent der Hebammen alle zu erbringenden Nachweise bis zu fünf Jahre rückwirkend einzufordern (Stichprobenprüfung).

            Zusätzlich kann bei geburtshilflich tätigen Hebammen im Rahmen der Beantragung des Sicherstellungszuschlages bei 20 Prozent dieser Hebammen jährlich ein Nachweis zur Erfüllung der Qualitätsanforderungen verlangt werden. In den ersten zwei Jahren bedeutet dies den Beginn mit der Einführung. Hiermit wurde durch die Hintertür des Schiedsstellenbeschlusses der einvernehmlich getroffene Umfang der Stichprobe vervierfacht und zeitlich früher angesetzt. Ausgehend von dem Zeitpunkt des rückwirkenden Inkrafttretens des Sicherstellungszuschlags zum 1. Juli 2015, wäre es theoretisch möglich, dass der GKV-SV von den geburtshilflich tätigen Hebammen, die einen Sicherstellungszuschlag beantragen, ab 1. Januar 2016 den Nachweis über den Beginn der Einführung mit QM bei jeder fünften Hebamme anfordert. Da die Hebamme jedoch erst Mitte November durch den Schiedsstellenbeschluss davon erfahren hat, ist eher davon auszugehen, dass die Frist sechs Monate nach diesem Zeitpunkt abläuft. Kann die Hebamme, die durch die Stichprobenziehung betroffen ist, später nicht nachweisen, dass sie mit der QM-Einführung begonnen hat, so kann der Antrag der Hebamme abgelehnt werden.

            Hierzu ergeben sich einige juristische Fragen zur generellen Rechtmäßigkeit und zu den möglichen Fristen, deren Beantwortung derzeit aufgrund der unklaren Vertragsformulierungen spekulativ wäre. Alleine für den QM-Nachweis (ohne Sicherstellungszuschlag) heftet die Hebamme den ersten Nachweis in ihren QM-Unterlagen ab. Datum und Form dieses Nachweises werden erst zwei Jahre später wieder relevant, wenn diese Angaben im Rahmen des zweiten Nachweises benötigt werden.“

            https://www.dhz-online.de/das-heft/aktuelles-heft/heft-detail-abo/artikel/qualitaet-nachweisen/

            „Warum dabei für Hebammen höhere Anforderungen für die Umsetzung gelten als für Arztpraxen oder Kliniken, leuchtet nicht ein. …

            Für geburtshilflich tätige Hebammen ist ein externes Audit vorgesehen, das zwar von einer nach der ISO-Norm ausgebildeten Auditorin vorgenommen werden soll (siehe § 1, Absatz 3, Anhang 3b der Anlage 3 des Vertrages), jedoch ohne sich an dortige Regelungen dafür zu halten. Dabei sind Systeme zu auditieren, die gar nicht nach der ISO-Norm erstellt sein müssen, weil die Hebamme das QM-Handbuch auch nach einem anderen »im Gesundheitswesen anerkannten-System« erstellen kann.

            Zusammenfassend kann gesagt werden, dass von der Hebamme verlangt wurde, Begriffe zu kennen und zu nutzen, die es de facto gar nicht gebraucht hätte, um das umzusetzen, was der Vertrag vorsieht. Es ist ungefähr so, als sollte man erst die lateinische Sprache lernen, um den Satz zu verstehen »Schreib das ‚Vater unser‘ in deiner Muttersprache auf, hefte es ab und bestätige dies auf einem separaten Blatt«. …

            Die Inhalte des Qualitätsmanagements werden für ÄrztInnen, medizinische Versorgungszentren und Kliniken vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in einer Qualitätsmanagementrichtlinie dargelegt und für alle – außer für ÄrztInnen – zusätzlich in Verträgen mit dem GKV-SV.

            Für die beschriebenen LeistungserbringerInnen besteht die gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung eines QM-Systems seit 2008. Die Fristen zur Einführung für ÄrztInnen waren zwei Jahre für die Planung und weitere zwei Jahre für die Umsetzung. Der Besuch einer Fortbildung war lediglich empfohlen. Das Ergebnis der ersten Selbstbewertung wurde bis 2015 in einer Stichprobe bei 2,5 % der ÄrztInnen nur an eine Kommission der Kassenärztlichen Vereinigungen gegeben, die bei Nichterfüllung der Vorgaben den Arzt oder die Ärztin beraten hat, wie das System verbessert werden könnte. Bei der Bewertung durch die Kommission waren Besonderheiten der Praxis zu berücksichtigen. Die Grundelemente und Instrumente, die laut QM-Richtlinie enthalten sein sollten, waren im Vergleich zu den gesammelten Anforderungen des Vertrages über die Versorgung mit Hebammenhilfe überschaubar.

            Für Kliniken bestand die QM-Richtlinie von 2005 bis 2016. Die inhaltlichen Vorgaben waren im »Sollte-Stil« gehalten und noch unkonkreter als für ÄrztInnen. Dort finden sich Sätze, die Hebammen auch gerne im Vertrag hätten, wie: »Ausgehend von den krankenhausindividuellen Ausgangsbedingungen ist unter den gegebenen Voraussetzungen ein Optimum an Qualitätsmanagement zu realisieren, das krankenhausintern und organisatorisch bewältigbar sein muss.« …

            Es erschließt sich außerdem nicht, warum die Nachweisanforderungen für gesetzlich zum QM verpflichtete LeistungserbringerInnen geringer sind als die Anforderungen, die im Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe beschlossen wurden. Dies betrifft vor allem Fristsetzungen, Nachweise und Konsequenzen, wenn Anforderungen nicht erfüllt wurden. …

            Es ist weder erforderlich noch sinnvoll, jeden Miniprozess in einer Arbeitsanweisung schriftlich darzulegen. Es kann auch nicht das Ziel sein, dass jede Hebamme ein eigenes Lehrbuch ins QM-Handbuch integriert, in dem sie Inhalte ihrer beruflichen Tätigkeit wie Nabelpflege, Gewichtsbeobachtung des Neugeborenen und Beratungsinhalte zu allen Themen darlegt.“

            https://www.dhz-online.de/no_cache/das-heft/aktuelles-heft/heft-detail-abo/artikel/das-qm-handbuch-muss-handhabbar-bleiben/

            (ich hab den Beitrag aber selbst nur kurz überflogen gerad. Bin aufm Sprung. Spannendes Thema jedenfalls! Und es wird wenigstens etwas verständlicher, warum Hebammen zukünftig einen Hochschulabschluss für ihre Berufsausübung benötigen^^)

          • Warum das bei Anwälten so wenig ist, darüber kann man natürlich streiten.
            Wie viel sie tatsächlich in Fortbildung investieren (müssen) ist was anderes. Bei Anwälten könnte es sich im beruflichen Erfolg bzw. Nichterfolg sehr schnell sehr dramatisch auswirken, wenn er etwas bestimmtes nicht mitbekommen hat. Ich denke, dass da der Druck auf „heimische“ alltägliche Fortbildung ziemlich groß ist.

            Im Gesundheitsbereich ist Fortbildungspflicht aber allgemein größer geschrieben, und da sind Hebammen bei weitem nicht so überstrapaziert, wie du grad anzudeuten versuchst:

            Ärzte müssen innerhalb von je 5 Jahren 250 Fortbildungspunkte vorweisen.
            Macht im Schnitt (dafür freier verteilbar) 50 pro Jahr. Ein Punkt entspricht eine Fortbildungsstunde von 45 Minuten.
            Macht 37,5 volle Zeitstunden pro Jahr.

            Je nachdem, ob deine 20 Stunden Hebammen-fortbildung nun Zeitstunden oder 45 Minuten Unterrichtseinheiten sind, ist das als fast das doppelte oder 2,5 fache.

          • Warum von Hebammen und Ärzten ein QM gefordert wird, von Juristen dagegen nicht, lässt sich durchaus begründen:
            Einmal geht es im Gesundheitssektor eben um Gesundheit – um Menschenleben.
            Wenn etwas schief läuft, hat der Betroffene ein Bedürfnis nach Aufklärung (wenn er es überlebt hat – und wenn nicht, der Staatsanwalt)

            Es geht bei QM darum, die Vorgänge zu dokumentieren, die Fachlich in Ordnung oder nicht in Ordnung sein können, unabhängig davon, ob sie dokumentiert werden oder nicht, damit man eben rückverfolgen kann, ob und wo etwas schief ging.

            Wenn im Rechtsbereich etwas nicht dokumentiert ist, dann ist das meist bereits selbst ein fachlicher Fehler, für den der Jurist nicht erst wegen mangelndem QM, sondern wegen fachlicher inkompetenz belangt werden kann.

            Anders ausgedrückt: Wenn im Juristischen Bereich diesbezüglich etwas schief läuft, dokumentiert sich das oftmals in den Vorgängen selbst – oder schlimmer noch, der Gegner dokumentiert es, und man hat dem nichts entgegen zu setzen.

          • Les das ruhig nochmal, was ich da gefunden hatte, und überleg dann noch, wie sich Anforderungen und Entlohnung zueinander verhalten… meine auf die Schnelle gefundenen Zahlen zum monatlichen Durchschnittsbrutto:

            2712 Euro Hebammen
            5476 Euro Rechtsanwälte
            7583 Euro Facharzt (Krankenhaus)
            15833 Euro niedergelassener Arzt

            Und es kann ja keine Rede davon sein, dass diese Lohnstrukturen vom freien Markt bestimmt wären.

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