Kooperation von FUNK mit dem Missy Magazin

Stillen in der Öffentlichkeit

Die Süddeutsche hat einen Artikel, bei denen leite aus anderen Ländern Unterschiede zu Deutschland darstellen:

Stillen für sich kann schon anstrengend genug sein, gerade beim ersten Kind ist für eine Mama vieles neu. Und dann passieren Momente wie diese: Ich stillte meine weinende Tochter in der S-Bahn, als mich eine Stimme von der Seite ansprach. Eine Frau, auch sie Fahrgast, beschwerte sich und forderte, dass ich an der nächsten Haltestelle aussteigen und im Wickelraum eines Restaurants weiterstillen solle. Ich war so perplex, dass mir meine kleine Taliah fast aus den Armen gerutscht wäre.

Sicherlich auch von der Gegend abhängig, aber aus meiner Erfahrung sagt niemand etwas, wenn man es hinreichend diskret macht. Ein Stiltuch, welches die Brust bedeckt und das ganze ist recht unkompliziert.

Aber es zeigt auch mal wieder gut, dass vieles in den Bereich intrasexuelle Konkurrenz ist: es war eben eine Frau, die dagegen war und es als gegen die guten Sitten verstoßend angesehen hat.

Wobei ihr Text auch nichts dazu anführt, wie  sie gestillt hat. Es klingt danach als hätte sie sich nicht um Diskretion begnüg, was in der Tat ein ziemlicher Regelverstoß ist.

Wenn Südländerin mal in der Öffentlichkeit gestillt hat, dann gab es bisher keine negativen Reaktionen. Schlicht weil sie selbst um Diskretion bemüht ist.

Wo ich herstamme, regt sich niemand auf, wenn man in der Öffentlichkeit stillt. In Uganda wird stattdessen laut analysiert, wie süß oder gut aussehend ein Baby ist. Im Zug oder Bus ist es deutlich wahrscheinlicher, dass einem eine fremde Frau anbietet dein weinendes Baby zu stillen, statt sich deswegen zu beschweren.

Eine fremde Frau, die das Baby stillen will? Das klingt für mich weitaus eher nach einer Horrorvorstellung als jemand, der die Nase rümpft. Immerhin können über die Muttermilch diverse Krankheiten übertragen werden.