Die zwei Laptops am Flughafen und (subjektive) Diskriminierung

Ein Tweet hat für einiges an Diskussion gesorgt:

Je nach Leseart ist der Mann entweder ein herablassender Sexist oder sie eine Angeberin, die eine harmlose Nachfrage auf ihr Geschlecht bezieht.

Unter dem Tweet:

 

 

Ich finde daran mehreres interessant:

Zum einen kann ich mir durchaus vorstellen, dass Leute sich fragen, wozu man zwei Laptops braucht. Die meisten Leute werden eben maximal einen Laptop für sinnvoll halten, ob bei Mann oder Frau und nicht bedenken, dass man die Daten zB aus Sicherheitsgründen trennt oder sehr anspruchsvolle Programme jeweils auf einem Rechner laufen lassen muss.

Es direkt auf das Geschlecht zu beziehen (was die Hashtags aus meiner Sicht andeuten) zeigt, dass solche subjektiven Erfahrungen auch schlicht trügen können. Gerade da eben auch Männer davon berichten, dass sie auf ihre zwei laptops angesprochen werden, muss es nichts mit ihrem Geschlecht zu tun haben.

Das andere wäre, dass es dem Mann auch relativ egal gewesen sein könnte, er es aber als gute Gelegenheit gesehen hat sie anzusprechen:

 

Schließlich könnte ich mir schlicht auch vorstellen, dass bestimmte Männer und bestimmte Frauen eher auf zwei Laptops angesprochen werden: Um so „standeshöher“ die Person wirkt um so seltener wird er angesprochen werden.

Ein Manager im teuren Businessanzug oder eine Frau im Businesslook wird vermutlich seltener darauf angesprochen als eine relativ unformell wirkende Frau, die „normaler“ wirkt. Und Frauen haben in der Hinsicht häufiger ein „lässigeres“ Outfit als Männer, bei denen es genormter ist. Sie wirken auf andere Weise unnahbar, etwa mit Sonnenbrille und Kopfhörer oder einem abweisenden Blick als Männer.

65 Gedanken zu “Die zwei Laptops am Flughafen und (subjektive) Diskriminierung

    • Habe ich tatsächlich schon so ähnlich erlebt. Also ohne Pfefferspray oder Taser.
      Ich ging vor einem Hauptbahnhof auf eine Frau zu, um nach dem Weg zu fragen, woraufhin sie den Schritt beschleunigte und mir in weitem Bogen und mit entsetztem Gesicht auswich.

      Bei der nächsten Gelegenheit schaute ich dann in einen Spiegel und konnte zu meiner Beruhigung feststellen, dass ich doch ganz normal aussehe. An mir lag es also offensichtlich doch nicht. 😉

      Abgespielt hat sich das übrigens schon vor rund 5-6 Jahren. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Hysteriegesellschaft sich doch gefühlt erst in den letzten 2-3 Jahren entwickelt hat.

      • Und das sind nur die offensichtlichen Fälle.

        Das ewige „Männer werden dich misshandeln“ und „Du hast gar keine Chance, deinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen wegen Wage Gap“ Mantra hat weit weniger offensichtliche Schäden zur Folge.

  1. dass man die Daten zB aus Sicherheitsgründen trennt

    Dafür gibt es Virtuelle Maschinen.

    oder sehr anspruchsvolle Programme jeweils auf einem Rechner laufen lassen muss

    Dafür gibt es Server, auf die man per VPN zugreift.

    Es mag vorkommen, dass man mal kurzfristig zwei Laptops dabei hat (z.B. Umstellung alt auf neu, oder Transport für eine andere Person), aber gerade auf Reisen zwei eigene Laptops mitzuschleppen, deutet doch eher auf unzureichende Reiseplanung hin.

    • Vor allem klingt ihre Begründung komisch. Es gibt keine Notebooks mit spezieller Ausrichtung auf AI. Was die neuen Quadros angeht, gibt es m.W. Nicht für diese.

    • Zwei Laptops sind tatsächlich absolut unüblich. Und als Sicherheitsbeauftragter eines Flughafens würde ich alleine aus dem Grund mal „unverbindlich nachfragen“. Gründe für zwei Laptops gibt es allerdings zuhauf. Der eine könnte ein privater Laptop sein und der andere das Notebook der Firma.

    • Dafür gibt es Virtuelle Maschinen.

      Theoretisch ja. Praktisch kann es sich auch um geschäftliches und ein privates Gerät handeln. Es geht den Chef schließlich nichts an, ob man ab und an eine Runde World of Warcraft spielt oder sich einen Porno ansehen will. Hinzu kommt, dass man ggf., auch nicht die Rechte hat um jede beliebige Software auf einem Geschäftslaptop zu installieren.

      Davon abgesehen könnte schon ein einzelnen Nacktbild auf dem Rechner im beruflichen Umfeld zur Abmahnung führen.

      • „Es geht den Chef schließlich nichts an, ob man ab und an eine Runde World of Warcraft spielt oder sich einen Porno ansehen will. “
        Eine lückenlose Überwachung des Arbeitsgeräts ist allerdings nur bei konkreten Verdacht zulässig. Gibt es reichlich Rechtsprechung der Arbeitsgerichte zu.
        Ist aber durchaus richtig, dass viele Firmen in solchen Sachen noch extrem inflexibel sind und man deshalb unter Umständen wirklich ein zweites Gerät braucht. Auf der anderen Seite, für den privaten Gebrauch reicht das Smartphone eigentlich in der Regel.

        • Da geht es in erster Linie um die Nutzung des Rechners am Arbeitsplatz und hat damit nur wenig zu tun. Für den Betrieb ist es aber natürlich inakzeptabel wenn die Belegschaft statt zu arbeiten den ganzen Tag Moorhuhn spielt.

          Bei geschäftlichen Laptops, die auch mit nach Hause und auf Geschäftsreisen mitgenommen werden liegt eine zusätzliche private Nutzung nicht allzu fern.

          • „Da geht es in erster Linie um die Nutzung des Rechners am Arbeitsplatz und hat damit nur wenig zu tun. “
            Blödsinn, die betroffene Rechte sind in beiden Fällen dieselben, unabhängig davon ob die Rechnernutzung am Arbeitsplatz stattfindet, oder es um den dienstlichen Laptop geht.

        • Es ist doch unerheblich ob alle Aktivitäten aufgezeichnet werden, im Regelfall hat der Anwender gar nicht die Rechte/Erlaubnis auf dem System irgendwelche Software zu installieren (auch schon aus Lizenzgründen).
          Hinzu kommt, dass der Datentransfer aus Sicherheitsgründen (z.B. Data Leakage) über definierte Wege erfolgt, die nicht alle Webseiten zulassen.
          Ein weiteres Thema ist ddr Geldwerte Vorteil wenn das Notebook für private Nutzung erlaubt wäre.
          Virtuelle Maschienen Lösen die Daten Thematik auf einem System, allerdings nur dann wenn es nicht auch um unterschiedliche Datenhoheit geht.
          Remote Server kommen nur in Frage wenn ein Offline Betrieb ausgeschlossen werden kann.
          Wenn externe Mitarbeiter einen Zugang zu Unternehmensdaten des Kunden benötigen, kommt es sehr schnell dazu, dass mehr als ein Gerät notwendig ist um seinen Aufgaben nachzukommen, ganz ohne Zocken zu wollen oder andere Inhalte ansehen zu wollen.

          Ich bin viele Jahre mit mehreren Notebooks umhergereist, Neugierige gab es immer wieder, da es halt nicht für jeden ersichtlich ist warum man mehrere Geräte umherschleppt.
          Da kann man jetzt ein drama draus machen oder es einfach hinnehmen.
          Allein aus Gewichtsgründen hätte ich mich gefreut mit nur einem Gerät auskommen zu können. (Ganz davon abgesehen das die Dinger noch eine andere Gewichtsklasse waren als heute)

          • „Ich bin viele Jahre mit mehreren Notebooks umhergereist, Neugierige gab es immer wieder, da es halt nicht für jeden ersichtlich ist warum man mehrere Geräte umherschleppt.“
            Mehrere? Als in mehr als zwei? Sollte das der Fall sein, tust du mir wirklich leid.

          • Für einen Zeitraum von ca 1/2 Jahr waren es vier und das war echt übel.
            Neben dem Gewicht ist auch die Verantwortung für die fremden Geräte kein Spass, denn in den klassischen Hotelzimmertresor kriegte man die nicht unter wenn man am Abend mal was zur Entspannung unternehmen wollte.
            Die virtuellen Lösungen die es heute gibt sind ein echter Vorteil.
            Das die sicheren Mail Produkte (z.B.Dynamics) nur ein Account kann ist auch blöd denn die erlauben einem in den unterschiedlichen Kontexten schneller reagieren zu können.
            (Sollte man jedoch überlegen ob man das will wenn man die nach Feierabend nicht einfach ignorieren kann)

      • Das hat sie aber nicht behauptet. Sondern eins für Astrphysik und eins für künstliche Intelligenz. Das macht aber keinen Sinn. Weder gibt es die neuen Quadros, noch Teslas für Notebooks. Es reicht also ein stinknormale Grafikkarte für unterwegs. Wozu braucht sie also zwei Notebooks? Das klingt nach fake.

        • @crumar: Viel zu kompliziert, glaubst du die Dame interessiert sich für so etwas profanes wie Grafikkarten?

          Das Argument geht viel einfacher: Im wissenschaftlichen Bereich gibt es nichts was mehr Rechenleistung braucht als KI. Das bedeutet, ein Laptop der für künstliche Intelligenz verwendet wird ist AUF JEDEN FALL auch für alles andere leistungsstark genug, und insbesondere auch für Astrophysik. Man muss also gar nicht den Umweg über Grafikkarten gehen, die ganze Anordnung „Well one is for my astrophysics work and one is for my artificial intelligence work“ ergibt schon vom Prinzip her keinen Sinn.

          Es sei denn, und das ist jetzt natürlich eine bösartige patriarchale Unterstellung von mir, es geht ihr mehr um denn „Sehr her wie toll ich bin“ Effekt 😉

          • Na ja, für Tensorflow nützt man wohl Gpu Power.
            Aber die dafür vorgesehenen Gpus gibt’s gar nicht für Notebooks.
            Ansonsten habe ich wohl trotzdem zu kompliziert gedacht.
            Aber ich bleibe dabei, sie klingt nach fake.

          • @crumar: Tensorflow kann sowohl CPU (ist dann halt langsamer) als auch GPU. Und für die GPU-Unterstützung reicht es wenn die Grafikkarte CUDA spricht, und das tun alle nvidia GPUs der letzten 10 Jahre. Insbesondere auch alle Gaming Notebooks mit nvidia GPU. Man braucht da nicht zwingend die Quadro/Tesla Karten, wir hatten im GPU Server beispielsweise die Highend Modelle aus der GeForce Serie (eigentlich Gaming Hardware) verbaut gehabt, weil die a) wesentlich günstiger als Quadro/Tesla und b) tlw. schneller waren. Die professionellen Quadro/Tesla Features (ECC RAM, höhere compute power bei double Genauigkeit usw) braucht man für die meisten KI use cases nicht.

            Und ja, das ganze klingt nach fake.

          • Ah, ich dachte, das sei wie bei CAD. Ohne quadro kein OpenGL. Schaltet aber die Software auf emulieren, dann wird es schnarchig.

        • „Wozu braucht sie also zwei Notebooks?“

          Ich hab auch zwei Notebooks.
          Das eine benutze ich für alles, das andere nur für Sachen, die auf gar keinen Fall ins Netz sollen. Deshalb wird es weder für Internetaufgaben, noch für E-Mails benutzt.

      • Eine Trennung von privatem und beruflichem Rechner wäre noch nachvollziehbar, auch wenn es dafür andere Lösungen gibt (z.B. Booten auf Live-System auf externer Platte).
        Das trifft aber hier nicht zu. Sie sagt ein Laptop für Astrophysik, einer für AI. Diese Trennung deutet nicht gerade auf eine durchdachte Organisation hin. Wenn ich so arbeiten würde, müsste ich beim Verreisen drei oder vier Notebooks mitschleppen. 🙄

        • Ich wollte eigentlich nur ein Beispiel anführen, warum man trotz moderner Technik zwei Geräte brauchen könnte.

          Dann gibt es tatsächlich noch weitere Grunde. Z. B. wird hin und wieder Spezialsoftware mit seltsamem Lizenzmodell vorinstalliert verkauft und dabei z. B. an eine bestimmte Grafikkarte/Netzwerkkarte verdongelt. (Auch längst nicht mehr Stand der Technik)

          Und nein, ich denke nicht, dass das hier zutreffend ist. Mir persönlich ist es aber auch völlig gleichgültig warum sie zwei Laptops dabei hat. Ich hätte nicht einmal danach gefragt. Womit wir bei ihrem Hauptvorwurf wären. Hätte ich, aus welchem Grund auch immer, gefragt, läge es garantiert nicht an ihrem Geschlecht.

        • Es gibt MASSENHAFT mögliche und absolut legitime Gründe, die mit „einer f Astroph, einer f KI“ nur angerissen (und trotzdem richtig) sind.
          Die ersten paar, die mir auf Anhieb einfallen, und die z.T. auch miteinander zusammenhängen können:

          – Es sind zwar „ihre“ Arbeitsgeräte, die gehören aber jeweiligen Instituten.
          – (auch deshalb) könnte auf beiden unterschiedliche lizensierte Software installiert sein, die sie nicht einfach auf den anderen übertragen kann/darf
          – sowohl KI als auch Astro hat einen Hang dazu, dass man heftig rechenintensive, nicht interaktive Sachen als längere Jobs drauf laufen hat, die man auch bei möglichst hoher Leistung laufen lassen möchte, damit sie irgendwann mal fertig werden. Und die lässt man dann laufen, während man auf dem andern Rechner an andern sachen arbeitet. Und nein, dafür ist ein Virtueller PC keine Lösung, weil die Leistung des Rechners nur einmal zur Verfügung steht. Entweder ich bremse die Hintergrundberechnung so stark aus, dass sie ewig braucht, oder die Arbeit im Vordergrund wird so Schnarchlangsam, als würde man Windows 10 auf nem 386 Prozessor laufen lassen.
          – Die Rechner gehören zu konkreten Arbeitsprojekten.
          – Mind. einer der Rechner wird zur Steuerung eines Gerätes genutzt, zu dm er dann gehört. Damit steht er nicht in der selben Form auch als Arbeitsgerät zur Verfügung.
          Speziell bei Astro gäbe es die Möglichkeit, dass Software zur Steuerung eines Beobachtungsgerätes darauf entwickelt wird.
          Beobachtungszeit an den großen observatorien ist kostbar.
          Das MPIA (Max Planck Institut f Astronomie) hat gemeinsam mit anderen Instituten ihr großes „eigenes“ Observatorium auf dem Calar Alto in Spanien. „Zu Hause“ in Heidelberg haben sie ein kleines 60 cm Teleskop mit demselben Geräte-Anschlussflansch wie die großen Geräte in Spanien – daran werden Geräte entwickelt und getestet, bevor man damit Beobachtungszeit am „richtigen “ Gerät bekommt. (Meine Diplomarbeit war genau die mitentwicklung von so einem Gerät).
          Bei KI gilt entsprechendes, wenn mit KI eine Sensorik verarbeitet wird.

          Ich hör da mal auf.

          Peinlich ist allein ihre feministische Empörung mit der Annahme, sie würde das nur gefragt, weil sie eine Frau ist. Und das natürlich böse Unterdrückung ist.

    • Naja, ich habe vor Kurzem mit Laptop UND Scanner im Rucksack halb Europa durchquert. Der Plan, auf Teneriffa am Strand zu schlafen, scheiterte daran, dass Teneriffa != Goa (d.h. es hat kaum richtige Strände sondern so garstige kleine Buchten voller Vulkankies) sowie auch daran, dass mein Rucksack mit den zwei Elektrogeräten darin zu schwer und zu ausladend war für solche Pfadfinderaktionen. Dafür habe ich mich in Amsterdam trefflich vergnügt. 🙂

  2. Ich habe auch schon Männer erlebt, die stolz wie bolle auf ihre Nerdiness waren und Tweets über Erstaunen, dass sie beim not-so-nerdy Fußvolk ausgelöst haben abgesetzt haben, freilich ohne die Dekoration #womenInTech u.ä.
    Dass eine Frau nicht weiß, wie es Männern mit 2 Laptops ergeht und dann womöglich voreilige Schlussfolgerungen zieht, sollte uns nicht überraschen oder zu zu strengen Urteilen verleiten.

  3. Mein aktueller Aufreger: Ministerin Barley geht voll in ihrer Rolle als „Ministerin für alle ausser Männer“ auf. Fordert noch mehr Unterstützung (nur) für Frauen, die Gewalt erlebt haben. Gott, ich wünschte mir eine Familienministerin, die sich weniger ideologisch geben würde. Nett wäre zur Abwechslung auch mal wieder ein männlicher Familienminister. Träume wird man ja wohl noch haben dürfen.

  4. Oh Mann, schaut euch mal deren Instagram an. Da sind haufenweise solcher Bilder:

    Man könnte denken die ist ein Postergirl, die denkt das es so aussieht wenn man „irgendwa-mit-Wissenschaft“ macht. Ich habe noch nie von der gehört und vielleicht hat die ja wirklich was auf den Kasten, aber das ist schon irgendwie drollig.

  5. Wer zwei Laptops braucht hat beim Laptopkauf etwas falsch gemacht. Heutzutage gibt es leistungstarke Maschinen auch in kompakten Gehäusen und diese sind auch relativ leicht. Zwei Laptops sind meistens nicht nur teurer als eine solide Maschine, sondern auch deutlich unpraktischer immer mit sich herumzutragen.

        • Auch wenn das viele hier nicht akzeptieren, organisatorische Trennung in mehrere Geräte macht durchaus Sinn. Nur weil man es technisch anders lösen kann, heisst das ja nicht, dass es z.B. über VMs sinnvoller wäre. I

          Wenn ich hier zwei Sachen (Astroberechnungen und Machine Learning) hab, die viel CPU brauchen, dann hilft Virtualisierung nicht, sondern ist hinderlich. Auch technisch und nicht nur arbeitsorganisatorisch oder ggf. lizenzrechtlich.

    • Ich kann mir eher nicht vorstellen, dass sie beim Kauf der Laptops beteiligt war oder eine Stimme hatte.
      Der eine wird vom astronomischen Instuitut gekauft, der andere vom KI-Institut.

  6. Es gibt tausende guter Gründe mehrere PC zu haben.
    Einer der dümmsten dürfte hier zutreffen: Eins für Fakebuch, eins für Zwittscher, wahlweise Instantgrim oder Blubber, oder so.
    Kaum zu glauben, daß die Dame mit nur zwei Geräten hinkommt ….

  7. Das ist traurig.
    Ein weiteres Beispiel dafür, wie Frauen normale Kommunikation als
    1. Als Abwertung fehlinterpretieren
    2. Als Sexismus fehlinterpretieren.

    Aber wenn man so ein Nerd ist, dann kann man schon mal Probleme im Verhalten zwischenmenschliche Kommunikation haben. Soviel zu 1.

    Und zu 2. Kann ich nur meinen Projektleiter (schwarz) zitieren: Wenn ich bei jedem, mit dem ich nicht klar komme – oder der sich mir gegenüber merkwürdig verhält – denken würde, er sei ein Rassist, wäre die Welt voller Rassisten und ich keinen Schritt weiter.

    • Auf welche Frage?

      btw:

      Wenn es dir völlig unvrmutet passiert, dass dein beiläufiger Tweet auf twitter im 10.000 er Bereich trendet, dann beantwortest du einzelne Rückfragen ganz ganz sicher nicht mehr.

      • Sie wurde doch gefragt wozu sie zwei Laptops braucht.
        “Well one is for my astrophysics work and one is for my artificial intelligence work.”
        Wär ja schon spannend zu erfahren was sie jetzt genauer macht.

          • „Wär ja schon spannend zu erfahren was sie jetzt genauer macht.“

            Weil’s spannend/interessant wäre.

            „Wenn es dir völlig unvrmutet passiert, dass dein beiläufiger Tweet auf twitter im 10.000 er Bereich trendet, dann beantwortest du einzelne Rückfragen ganz ganz sicher nicht mehr.“

            Und Interesse scheint ja zu bestehen.

            „ausgerechnet über twitter schuldig?“

            is halt trendiger …

          • Die tweets interessieren sich aber nicht für ihre Arbeit, sondern warum es dumm ist, zwei Laptops mitzuschleppen. Die twets sind weitestgehend reine nabelbeschauuung – und zwar des jeweils eigenen Nabels.

            Ich an ihrer Stelle würde mich jedenfalls hüten, dem Mob irgend welches weiteres Futter vorzuwerfen, das sie zu beliebig abstrusen Unterstellungen und Phantasien umbauen würden.

        • btw
          sie ist 25 und grade nach San Franzisko umgezogen.
          Aus dem wenigen was so aus twitter und Instagram zu entnehmen ist, und was im übrigen mit den Arbeitsfeldern des Department of Physics and Astronomy der Uni San Franzisko konsistent ist, arbeitet sie an Galaxiendynamik, „Galaxy Formation & Evolution“.
          Und dabei setzt sie offenbar KI-Verfahren in der Bildanalyse und Auswertung ein.

          Da die vorhandenen Datensätze exponentiell anwachsen und gerade die letzten zwei Jahre durch Gaia space telescope z.B. Datensätze zu mittlerweile 1,7 Milliarden an Einzelsternen in unserer Galaxie verfügbar sind, was mal eben eine Steigerung der Datenbasis um einen Faktor von 15 000 (fünfzehntausend) gegenüber dem Stand der Hipparcos Mission aus den 1990ern (120 000 vermessene Einzelsterne) bedeutet, bei gleichzeitiger Verbesserung der Genauigkeit der Einzeldaten um einen Faktor 200, und weiterhin datensätze zu Milliarden von Galaxien vorliegen, braucht man ki schon deshalb, um besonders interessante Stellen in den Daten überhaupt zu finden.
          D.h. mit den neuen Daten werden noch einige Doktorhüte bzw. PHDs entstehen.
          Mit 25 dürfte sie früh dabei sein, wenn sie bereits an ihrer PHD thesis arbeitet, vielleicht ist sie also auch noch darunter. Ein Vorwurf, dass man noch keine namhaften Veröffentlichungen mit ihrem Namen finde, ist deshalb keiner. Nur eine kleine Handvoll genies hat in dem Alter schon was interessantes vorzulegen. Oder sah es bei dir da anders aus?

          • In den USA wärest Du mit 17 als Freshman am College, mit 21-22 hast Du Deinen BSc und fängst dann im graduate program mit Deinem PhD-work an, was mit ca. 26 – 28 Jahren beendet (=PhD) ist.

            Ich schätze, sie ist mittendrin in ihrer Doktorarbeit. Da die Veröffentlichungen erst am Ende der Zeit des ‚thesis work‘ auftauchen, wird sie sicher noch nicht viele haben können.

  8. Im Grunde genommen halte ich es für vollkommen irrelevant wie viele Laptops die Dame mit sich rumschleppt. Letztenendes ist es ihre Sache.

    Ich schätze mal das Sie Asperger (obwohl Ferndiagnosen natürlich schwierig sind) hat denn eine letzlich harmlose Interaktion als derart unangenehm zu empfinden ist nicht normal. Und da sie sich offenbar sehr stark als Feministin identifizeirt hat das letztlich zu ihrem Rant geführt.

  9. Immer das gleiche Spiel: Offenkundig sozial sehr inkompetente Feministinnen sind mit ganz normalen Alltagssituationen völlig überfordert, und anstatt an sich zu arbeiten, klagen sie lieber das schröckliche Patriarchat an.

    Natürlich kommt es hin und wieder zu spöttischen Sprüchen oder Fragen von völlig Unbekannten, wenn man in der Öffentlichkeit etwas (scheinbar) widersinniges tut. Da gibt es viele mögliche Reaktionen, aber die dümmste Reaktion ist es wohl, sich in so einer Situation auch noch zu rechtfertigen.

    Auch Männer shit-testen, und diesen shit-test hat sie grandios gefailt. Das weiß sie ganz genau und deshalb sucht sie Kompensation in Form von Aufmerksamkeitsgeheische als feministische Aktivistin – eben um ihr fragiles und zugleich reichlich aufgeblähtes Ego zu retten.

  10. Eine von diesen, ja wie soll man sie nennen, FrauFrauen? Alles was ihr widerfährt ist nicht das was ihr passiert oder was Menschen passiert, es ist das was Frauen passiert. Sie hat keine eigene Identität, sie ist FRAU.

  11. Die Diskussion hier ärgert mich zunehmend.

    Es ist richtig, dass der Tweet ein vielsagendes Statement zum Zustand und Selbstbild von Feministen ist, bzw. davon, was er Frauen(tm) in den Kopf setzt.
    Dazu könnte man alles mögliche kommentieren.
    Dass stattdessen der halbe thread darum kreist, dass in ihrem Fall der Umstand, dass sie zwei Laptops hat, auf keinen Fall für einen echten bedarf, sondern allein für ihre doofheit spricht, empfinde ich als peinlich.
    „Einer der dümmsten dürfte hier zutreffen: Eins für Fakebuch, eins für Zwittscher,“
    100% haltlose unterstellung mit exakt 0% substanz. Was soll sowas?

    Der Thread gibt ihr somit 100% Recht, wenn sie in diesem Post schreibt:

    „Ein weiteres Beispiel dafür, wie Frauen normale Kommunikation als
    1. Als Abwertung fehlinterpretieren
    2. Als Sexismus fehlinterpretieren.“
    Das, genau das, aber auch absolut nichts anderes liegt hier vor.

    Da es etwas ist, was Feminismus Millionen bis Miliarden von Frauen, aber auch Männern ihr Leben lang einhämmert, steht sie damit keinesfalls besonders alleine da. Das kann und darf und sollte man kritisieren. Aber daraus zu machen, wie hier geschehen, sie sei
    „vermutlich autistin“, hätte irgendwie angedeutet, sie käme mit einer solchen Situation „nicht klar“, ist alles völlig daneben.

    „Ich schätze mal das Sie Asperger (obwohl Ferndiagnosen natürlich schwierig sind) hat denn eine letzlich harmlose Interaktion als derart unangenehm zu empfinden ist nicht normal. Und da sie sich offenbar sehr stark als Feministin identifizeirt hat das letztlich zu ihrem Rant geführt.“

    Erstens hat sie keinen „Rant geführt“.
    Was zweitens mit „derart“ unangenehm“ gemeint ist, weiß ich auch nicht. Sie hat sich geärgert und das, weil sie vermutlich in Wartestelung auf dem Flughafen eh nichts anderes zu tun hatte, halt von ihrem Handy aus getweetet.
    Sie hat keinen Blogartikel verfasst darüber, indem sie sich größer ausgeweint hätte, sondern nur einen relativ beiläufigen Tweet abgesetzt über eine Situaton, über die sie sich geärgert hat.
    Und mMn darf man sich auch darüber ärgern, wenn so eine Frage „wofür brauchst du denn zwei Laptops“, wie beschrieben von oben herab, und zwar zweimal, und, wie sie später schreibt, eben nicht vom Sicherheitspersonal, sondern einer herumstehenden privatperson gestellt wird.
    Ich teile halt ihre Einschätzung nicht, dass ihr das passiert weil sie eine Frau ist – bzw. wenn schon, dann nicht in dem Sinne, wie sie es versteht, weil Frauen(tm) sowas nicht können, sondern eher schon als missglückten Kontaktversuch, den er bei einem Mann vielleicht nicht unternommen hätte.

    Die Versuche, sie anhand des Tweets als sozial inkompetente sexistin zu interpretieren, finde ich ziemlich daneben.
    Das ganze enthüllt leider weniger über die Tweetende Person, als über einen insgesamt fragwürdigen Umgang mit getrendeten Tweets, die in einer Weise überinterpretiert werden, dass sie einem davon betroffenen tatsächlich ein ernsthaftes Problem werden können.

    • Ich halte es aus eigener Erfahrung für eine Fehleinschätzung, dass sowas nur Frauen passiert.
      Mehr als ein Notebook ist halt ungewöhnlich, das da mal einer fragt, was solls, daraus braucht man kein Bohei machen, auch nicht wenn man Frau ist.

      Tipp beim Checkin soll der Scherz das es sonst nicht genug Material ist sehr Hilfreich sein 🙂

      • „Mehr als ein Notebook ist halt ungewöhnlich, das da mal einer fragt, was solls, daraus braucht man kein Bohei machen, auch nicht wenn man Frau ist.“

        Sie hat die Vermutung geäußert, dass ihr das passiert ist, weil sie eine Frau ist. Ich teile diese Meinung nicht, aber es ist keine besonders ungewöhnliche Meinung.

        Sie hat keinen „Bohei“ darum gemacht, sondern bloß einen Tweet abgesetzt. Für eine 25 jährige Studentin, deren Tweets vermutlich bisher nur von einer handvoll Leute zur Kenntnis genommen wurde, ist das kein „Bohei“.
        Den „Bohei“ hat erst twitter daraus gemacht.

        Wie viele der antwort-tweets machen da mehr „bohei“ draus?
        Ich befinde mal, die meisten.
        Oder genauer gesagt, eben die gesamtheit der Reaktion darauf. Mit der sie absolut nicht zu rechnen hatte.
        Was für beiläufige tweets aus irgend einem Grund in den Fokus geraten und trenden, ist etwas sehr unvorhersehbares.

        Mit Sicherheit würde sie sich eine wenigstens annähernde Reichweite für ihre tweets zu wisenschaftlichen Themen wünschen, aber nicht für sowas.

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