„Wir sind alle toxisch“

Ein auch schon bei Arne zitierter Text setzt sich mit dem Wort „Toxisch“ auseinander und kritisiert dessen zunehmende Anwendung:

Take ‘toxic masculinity’. These two words encapsulate the idea that men are a danger to themselves and others. Qualities and values traditionally associated with manhood, such as strength, stoicism, competitiveness and pride, are recast as not just negative, but physically harmful. Toxic masculinity is held responsible not just for the rape and sexual assault of women, but also anxiety, depression and even suicide in men. It suggests – on the basis of simplistic stereotypes – that men are fundamentally both damaged and damaging.

Das ist ein guter Punkt: Es werden bestimmte Eigenschaften herausgegriffen und nicht erkannt, dass sie vorteilhaft und nachteilhaft sein können. Etwa verdanken wir der „Wettbewerbsfähigkeit“ so ziemlich unsere ganze moderne Welt, sie kann, in die richtigen Bahnen gelenkt außerordentlich konstruktiv und produktiv sein. In der toxischen Welt wird nur der Aspekt gesehen, dass man andere und sich selbst unter Druck setzt und es eben auch schief gehen kann und das dadurch erhöhte Anforderungen an andere gestellt werden mitzuhalten. Das ist aber eben kein faires Bild der Lage.

The beauty of the word ‘toxic’ is that it needs no further explanation. It is not an argument, it is a flashing siren warning people away. The label ‘toxic’ is considered evidence enough, and to challenge its use is to demean someone’s ‘lived-experience’ of pain. The problem is that labelling people and ideas as toxic, and then decrying the harm they inflict, curtails all debate. Indeed even attempting to engage with people whose views we disagree with, some argue, may do us physical harm.

Auch keine schlechte Beschreibung. Es ist eben kein ungeschicktes „Label“. Die Männlichkeit ist vergiftet und vergiftet daher auch andere. Der Vergiftete trägt damit auch eine Verantwortung dafür, dass er andere nicht vergiftet. Er muss sich entgiften, zu seinem Wohl und zum Wohl der Anderen. Und das ist ja auch die Darstellung im Feminismus. Gleichzeitig sagt es wenig über das aus, was da eigentlich vorliegen soll. Es ist ein Begriff unter den man quasi alles fassen kann, was man schlecht findet, ohne es begründen oder rechtfertigen zu müssen.

Criticism and abuse have been conflated, and this isn’t healthy. Being on the receiving end of either may cause our heart to beat more quickly, adrenaline to course through our veins – it may make us sweat and blush. The impact on our body is a bit like being in a fight, in that it triggers some of the same physical responses. But there is a huge difference between being physically attacked and engaging in a debate, no matter how heated. While physical blows can objectively injure, we subjectively determine the impact people and words have on us.

The use of the word ‘toxic’, then, is not a spur to action, but a warning to us to withdraw, disengage, and put our own safety and security first. This reinforces a view of people as extremely vulnerable and fragile, in need of Safe Spaces and protection just to make it through the day.

Es rechtfertigt als Bild eben einen Selbstschutz. Die Giftigen sind eben Aussätzige, Leute, die man meiden muss. Die man aus der Gesellschaft entfernen muss, quasi auf die Leprainsel in Quarantäne bringen muss, damit sie nicht schaden. Wer würde einem verwehren sich durch eine Vergiftung durch andere zu schützen?

This new tendency to call every aspect of life ‘toxic’ suggests many people are deeply alienated from the world around them and from other people. We meet each other not as potential friends, colleagues, or allies, but as poisonous strangers. The workplace is not a site of potential friendship and collaboration, but of abuse. The university campus is not an opportunity for confronting new and challenging ideas, but a place full of dangerous unknowns.

Es ist eben auch eine gute Ausgrenzungsstrategie: Du bist einer von den Vergiftern, den Bösen. Und das als Zuordnung für eine ganze Gruppe. Es ist noch nicht mal „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ sondern quasi eine Stufe mehr. Spiel nicht mit den Leprakranken passt darauf eher.

The problem with the word toxic, as it is used today, is that it not only reflects the fear people apparently feel, but it also spreads panic. Labelling something ‘toxic’ is to flag it up with a red danger sign – it warns others that they may become contaminated, too. My hope for 2019 is that the word toxic becomes confined to describing hazardous chemicals once more.

Eine Hoffnung, die sich wahrscheinlich nicht erfüllen wird.

22 Gedanken zu “„Wir sind alle toxisch“

  1. Hu. Der letzte Satz hat es in sich. Ich sehe vor meinem Auge einen Aufnäher, den man tragen muss. Aber vielleicht bieten die Universitäten der Zukunft ja Entmannungskurse an, deren Absolventen das Privileg erhalten, unter dem Geschlechtssymbol die Aufschrift „entgiftet“ zu tragen.
    Aber mal ernsthaft: Mich erinnert der Wortgebrauch von „toxisch“ an das Wort „Volksschädling“ vergangener Zeiten; toxisch und schädlich sind nicht sonderlich weit voneinander entfernt…

  2. The word toxikon is as old as Greek civilization – it means “a poison in which arrows are dipped.” The tales of Heracles and Odysseus feature the heroes’ poison arrows being critical to their success in battle.

    The Greek term toxikon became the Latin word toxicum, which became the French word toxique.

  3. Was ist denn eigentlich so schlimm daran wenn man von Frauen und Cucks als „toxisch“ bezeichnet wird? Ich meine diese Leute haben eh eine Meinung die keinen Mann interessieren sollte. Abgesehen davon die ist Bezeichnung die ja Synonym zu „gefährlich“ ist, unter Umständen sogar eine Auszeichnung. Immerhin ist der Begriff „gefährlicher Mann“, Killertyp oder ähnliches im Alltagsgebrauch nicht unbedingt negativ belegt.
    Ich denke, wer sich die Sprache und ihre Bedeutung von Anderen aufoktroyieren lässt, der hat schon verloren. Ich für meinen Teil bin selbstverständlich ein toxischer, weißer, alter Mann. Ich habe eine Einstellung zu SJWs die auf jeden Fall von diesen als rechts bezeichnet wird und ein Arschloch bin ich sowieso. Und auf all das bin ich auch noch stolz.

    • Fiktives Gespräch in der Mainzer Synagoge anno 1543:

      „Was ist denn eigentlich so schlimm daran wenn man von Katholiken und Reformierten als „durchgifftet“ bezeichnet wird? Ich meine diese Leute haben eh eine Meinung die keinen Juden interessieren sollte. Abgesehen davon die ist Bezeichnung die ja Synonym zu „gefährlich“ ist, unter Umständen sogar eine Auszeichnung. Immerhin ist der Begriff „gefährlicher Jude“, Killertyp oder ähnliches im Alltagsgebrauch nicht unbedingt negativ belegt.

      • Billige Polemik. Die Schwulen haben die gegen sie gerichtete Beleidigung in etwas positives umgedichtet. Warum sollte man das als Mann nicht machen? Abgesehen davon kannst du es eh nicht ändern, also lebe damit, dass Feministen das immer weiter machen werden. Das Einzige was du machen kannst ist, es umzudefinieren.
        Das ist immer das Problem mit euch MRAs – ihr glaubt etwas verändern zu können aber 30 Jahre Männerrechte haben nicht einen einzigen Fortschritt erbracht, während die Feministen Sieg über Sieg feiern. Ein kluger Mensch sagte einmal „Immer das Gleiche machen und ein anderes Ergebnis zu erwarten ist ein Zeichen für Wahnsinn“. Warum probierst du es nicht einmal auf eine andere Weise anstatt immer gegen die gleiche Wand zu laufen?

        • Die Schwulen haben die gegen sie gerichtete Beleidigung in etwas positives umgedichtet.

          Welche soll das sein? „gay“? Ist jetzt der einzige Begriff, der mir auf Anhieb einfällt, der im deutschsprachigen Raum auch als Beleidigung benutzt wird und eigentlich eine ganz andere Bedeutung hat bzw. hatte.
          Der ist allerdings nicht in etwas positives umgedichtet worden, sondern urpsprünglich war dessen Bedeutung soviel wie fröhlich, farbenfroh, vergnügt, ausschweifend usw.

          Was ist denn eigentlich so schlimm daran wenn man von Frauen und Cucks als „toxisch“ bezeichnet wird? Ich meine diese Leute haben eh eine Meinung die keinen Mann interessieren sollte.

          Sollte keinen Mann interessieren, interessiert allerdings Menschen, die Privilegien wie Macht inne haben und/oder sich mit solchen Menschen vernetzen.
          Und damit wird dann Meinung in der breiten Öffentlichkeit gemacht und Gesetze und Vorschriften erdacht. Zumal der Begriff „toxisch“ bzw. „toxische Männlichkeit“ ganz sicher nicht positiv besetzt ist.

          Arne berichtet heute übrigens von einem konkreten Fall toxischer Männlichkeit. Der Einfachheit halber verlinke ich gleich auf den genannten Bild-Blog-Artikel.
          https://bildblog.de/104343/schon-wieder/
          Hier kann man froh sein, dass es sich um einen Mann und außerdem auch noch um einen Ausländer/Flüchtling handelt. Das lenkt das Feindbild dann nicht nur auf Männer im Allgemeinen, sondern auf männliche Flüchtlinge. Für einheimische Männer ist das natürlich ein nicht zu verachtender Vorteil. (Den zynischen Unterton selber dazudenken.)

          • Ein Vorteil für einheimische Männer?
            Da muss man den Begriff aber auch weit dehnen.
            Wenn mit jedem Flüchtling ein Flüchtline mitgekommen wäre und diese keinem sozialen Druck ausgesetzt wären, wenn die Liebe sich für einen ungläubigen Kartoffel-Hund entscheidet, dann hätte man eine ausgeglichene Basis, von der aus man argumentieren könnte, jetzt hätte man mit der entsprechenden (rassitischen, das meint der Arne ja …) Berichterstattung einen Vorteil.

            Und dann sollte man vielleicht auch mal gucken, welche Altersgruppen besonders betroffen von der Schieflage sind.
            Großartigstes für unsere Söhne!

        • Nachtrag:

          Das ist immer das Problem mit euch MRAs – ihr glaubt etwas verändern zu können aber 30 Jahre Männerrechte haben nicht einen einzigen Fortschritt erbracht, während die Feministen Sieg über Sieg feiern.

          Welche Männerrechte?
          Und was möchtest du uns mit der Behauptung sagen, wir hätten keinerlei Fortschritte erzielt?
          Das würde ich dann doch vorsichtig bestreiten wollen. Es dauert halt alles ein wenig, zumal ja selbst Männer teilweise nicht sehen können oder wollen, dass und wie sehr sie benachteiligt sind bzw. werden.
          Sollte man deshalb den Kopf in den Sand stecken? Wohl kaum…

          Warum probierst du es nicht einmal auf eine andere Weise anstatt immer gegen die gleiche Wand zu laufen?

          Mach doch mal einen konkreten Vorschlag. Nur rumnölen kann jeder. 😉

          • „Die Schwulen haben die gegen sie gerichtete Beleidigung in etwas positives umgedichtet.“
            Der Begriff „Schwul“ war die Beleidigung welche sie sich zu eigenen gemacht haben.

            „Und was möchtest du uns mit der Behauptung sagen, wir hätten keinerlei Fortschritte erzielt?“
            Genau das will ich sagen. Es wurde kein einziger Fortschritt erzielt der auf die Arbeit von MRAs zurückzuführen ist. Die einzigen Fortschritte die es für Männer gab, sind dadurch erzielt worden, dass es der Wirtschaft schaden würde wenn man die Gesetze zu offensichtlich männerfeindlich gestaltet.

            „Mach doch mal einen konkreten Vorschlag. Nur rumnölen kann jeder.“
            Meine Antwort kennst du bereits. Sag dem System Good bye. Mach dein eigenes Ding und lass die Gesellschaft gegen die Wand fahren. Was muss es dich kümmern?
            Interessanterweise lerne ich immer wieder Männer kennen die dem MGTOW Pfad folgen ohne je davon gehört zu haben. Das ist im Normalfall die Glücklichen die Geld, Zeit und Nerven haben.

          • Der Begriff „Schwul“ war die Beleidigung welche sie sich zu eigenen gemacht haben.

            Sehe ich nicht als Beleidigung, sondern als gegensätzlichen Begriff zum „lesbisch“ bei Frauen.
            Aber trotzdem danke für die Aufklärung. 😉

            Es wurde kein einziger Fortschritt erzielt der auf die Arbeit von MRAs zurückzuführen ist. Die einzigen Fortschritte die es für Männer gab, sind dadurch erzielt worden, dass es der Wirtschaft schaden würde wenn man die Gesetze zu offensichtlich männerfeindlich gestaltet.

            Das sehe ich anders. Dass Männer ebenso häufig Opfer von häuslicher Gewalt werden, gelangt langsam (endlich!) ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
            Um Arne zu zitieren:
            „4. In Großbritannien haben sich auch im polizeilich erfassten Hellfeld die Raten weiblicher und männlicher Opfer häuslicher Gewalt einander angenähert: 18,4 gegenüber 14,7 Prozent. “

            Männer fassen endlich Mut, sich als Gewaltopfer zu outen und suchen Hilfe. Das dürfte zumindest zum Teil auf die unermüdliche Arbeit der MRAs zurückzuführen sein. Dass das Klischee ausschließlich dem Mann als Täter beginnt langsam aufzubrechen. Das ist sicherlich auch kein Verdienst von Feministinnen.

            Sag dem System Good bye. Mach dein eigenes Ding und lass die Gesellschaft gegen die Wand fahren. Was muss es dich kümmern?

            Du lebst aber in und von unserer Gesellschaft. Dem System komplett Good bye zu sagen, würde asketisches Einsiedlertum mit 100% Selbstversorgung bedeuten. Ich wage zu bezweifeln, dass du das willst, geschweige denn, dass du es kannst.

            Du kannst die Gesellschaft natürlich vor die Wand fahren lassen. Die Gesellschaft wird dich dabei aber platt machen. Nehmen wir doch mal als Beispiel Zutrittsverbote. Geh doch mal an einem Frauentag in die Sauna oder ein Schwimmbad. Da ist unsere Gesellschaft ja immerhin schon seit einigen Jahren so weit vor die Wand gefahren worden, dass solche Zutrittsverbote allgemein akzeptiert werden.
            Wenn z.B. die Mitteldeutsche Regionalbahn reine Frauenabteile einrichtet und Männern somit auch hier den Zutritt verwehrt, können sich die Menschen immerhin noch damit herausreden, sie hätten davon nichts gewusst (Kommt das jemandem bekannt vor?).

            Wie sieht es denn da aus mit der wirtschaftlichen Betrachtung, die angeblich davon abhält, Männer zu benachteiligen? Öffentliche Bäder sind zwar in der Regel ohnehin ein Zuschussgeschäft, ich könntem mir aber vorstellen, dass es sich durchaus in der Kasse bemerkbar macht, wenn Männern der bezahlte Eintritt verwehrt wird.
            Kompensieren lässt sich das allenfalls dadurch, dass Männer vermehrt zu den anderen Zeiten schwimmen gehen. Das lässt sich, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, allerdings nicht immer realisieren.
            Ohnehin halte ich Zutrittsverbote für bedenklich. Früher waren es die Juden, heute sind es „nur“ die Männer…

            Das Bewusstsein über die Diskriminierung von Jungen und Männer und die fast ständige Bevorzugung von Mädchen und Frauen muss ganz einfach stärker in das Bewusstsein der Allgemeinheit gelangen. Vor allen Dingen müssen Jungen und Männer sich darüber bewusst werden, dass sie es sind, die nahezu tagtäglich benachteiligt werden – und das unsere Gesellschaft eher darauf zusteuert, derartigen Sexismus zu forcieren, anstatt sich wirklich für Gleichberechtigung einzusetzen.
            Das erreicht man aber nicht, indem man Feministinnen und ihre ideologischen Anhänger ungestört weiter machen lässt. In diesem Sinne ist es auch kein Zeichen von Schwäche, sich als Opfer von Diskriminierung zu fühlen, sondern (Achtung – Männlichkeitsklischee, dass Männer in Kriegen häufig das Leben kostet!) Feigheit vor dem Feind, wenn wir uns nicht endlich dagegen wehren.

          • „Das sehe ich anders. Dass Männer ebenso häufig Opfer von häuslicher Gewalt werden, gelangt langsam (endlich!) ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.“
            Das war schon vorher so aber es hat halt keinen Interessiert und es interessiert auch heute keinen. Geh einfach mal raus aus der Manosphere, da wird dir keiner sagen, dass das Thema Frauengewalt mehr als Slapstick ist.

            „Du lebst aber in und von unserer Gesellschaft. Dem System komplett Good bye zu sagen, würde asketisches Einsiedlertum mit 100% Selbstversorgung bedeuten. Ich wage zu bezweifeln, dass du das willst, geschweige denn, dass du es kannst.“
            Nein, es geht darum die eigenen Leute zu unterstützen und ansonsten minimalistisch zu leben. Wenn du einkaufst, dann kaufst du bei einem Mann ein, wenn du einkaufst, dann fragst du dich „brauche ich das wirklich“ und wenn du merkst, dass du viel mehr Geld verdienst als du ausgibst, dann fährst du deine Stunden zurück. Es geht darum den Organismus an dem sich der Parasit Feminismus angeheftet hat zu schwächen und gleichzeitig ein zufriedenes Leben, abseits von übermäßigem Materialismus zu leben. Es geht nicht um eine Veränderung der Gesellschaft, sondern um eine Verbesserung deines eigenen Lebens mit der MÖGLICHEN Folge, dass sich dann irgendwann auch die Gesellschaft ändert (worauf man aber nicht zählen sollte).
            Bei uns Männern haben haben schon immer nur Taten und weniger Worte gezählt und die innere Immigration kann einen Staat weit effizienter in die Knie zwingen als alle Appelle zur Gleichberechtigung.

            Noch zu deinen Beispielen:
            Wenn die Bahn bestimmte Regelungen bezüglich der Geschlechter einführt, dann mache ich folgendes:
            1. Ich suche mir ein alternatives Transportmittel
            2. Ich wähle eine Partei welche sich für eine Privatisierung der Bahn ausspricht

            Beides wird der Bahn und den Managern (die eigentlich Politiker sind) viel mehr weh tun als ein Protestbrief von einer handvoll Männerrechtler die dann auch noch als Frauenfeinde und Rechtsradikale gelten.
            Ich glaube in der Tat nur an Veränderungen, welche sich aus der Eigenlogik ergeben, wo der Veränderte einen eigenen Vorteil in der Sache sieht. Veränderungen aus gutem Willen sind meist nur sehr kurze Zeiten gegönnt und aus Moral noch kürzere.

    • „Was ist denn eigentlich so schlimm daran wenn man von Frauen und Cucks als „toxisch“ bezeichnet wird?“

      Frag das mal den neugierigen, extrovertierten 7-Jährigen mit der feministischen Lehrerin und der feministischen Ärztin mit unbegrenzten Ritalin-Vorräten.

      • Durch die Vermeidung dieses Wortes wird sich nix ändern. Selbst wenn du es durch ein Wunder schaffen würdest Feministen die Verwendung dieses Wortes zu verbieten, würde sich doch genau gar nicht ändern.

        Coltaine hat einmal folgende Analogie gebracht: Frauen sind wie der Wald. Dieser ist so beschaffen, wie es das Klima zulässt. Das Klima ist die Gesellschaft, ist die Gesellschaft frei, sprießt der Wald wie ein Dschungel, ist die Gesellschaft unfrei, so ist der Wald auch weit weniger dicht. In dem Wald leben Tiere welche die Feministen darstellen. Veränder den Wald und auch die Tiere verändern sich.
        Das Ziel muss also sein den Wald zu verändern, ihn entweder auszudünnen oder ihn vertrocknen zu lassen. In diesem Bild könnte der Mann das Wasser darstellen, wenn du das Wasser abstellst, dann stirbt der Wald und vielleicht ist genau das was wir benötigen. Keine Unterstützung gleich welcher für Frauen ist in meinen Augen die einzige Möglichkeit den Wald auszudünnen und die Tiere darin abzutöten. Leider sind die meisten Männer immer noch viel zu bereit Frauen alles durchgehen zu lassen also gibt es im Prinzip keine Möglichkeit den Wald zu verändern. Und solange es immer noch zu viele Männer gibt die Frauen Unterstützung gewähren, solange werden die Tiere weiter Unheil stiften.

          • „Ich will nicht das Wort verbieten. Ich will, dass Männerbashing Gegenwind kriegt, so dass doofe Frauen das nicht für völlig normal halten.“
            Da kannst du auch gegen Windmühlen kämpfen, das ist genauso erfolgreich.
            Mach es lieber wie Trump, der hat Geld und keinerlei Anstand. Und deswegen mag ich ihn. Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert. Wenn du dich als toxischer Mann bezeichnest, wie wollen dich Frauen dann noch beschämen. Du bist ja schon ein Arschloch also warum sollten sie das offensichtliche noch erwähnen. Solange du aber versuchst die Erwartungen anderer zu erfüllen, solange wirst du immer die Puppe in der Hand anderer Personen sein.

    • „Abgesehen davon die ist Bezeichnung die ja Synonym zu „gefährlich“ ist, unter Umständen sogar eine Auszeichnung.“

      „Toxisch“ heißt – wörtlich übersetzt – „giftig“.
      Und im feministischen Sinne bedeutet es nicht „gefährlich“, sondern „schädlich“.
      Das Substantiv für „schädlich“ ist „Schädling“, also ein Subjekt, das es zu vertilgen gilt.
      Das Attribut Schädling für Menschen ist keine Auszeichnung, sondern eine üble Verrohung der Sprache.

  4. Tja schon komisch. Jedes Konzept das von der progressiven Seite gepusht wird hat den selben, kurzen Lebenszyklus: Vom akademischen Fachbegriff zum schwammigen Buzzword zum Kraftausdruck, den man bedenkenlos mit „halt irgendwie voll doof“ ersetzen kann ohne dass Bedeutung verloren geht.

    An sich kein ungewöhnliches Phänomen. Nur bedenklich wenn der Trend von etablierten Medien und Akademikern eben nicht gebremst und relativiert, sondern geradezu beworben wird.

    Natürlich gibt es toxische Muster im zwischenmenschlichen Umgang. Vielleicht sind manche sogar typisch männlich oder typisch weiblich. Das würde sich lohnen da mal drüber nachzudenken. Aber letztenendes ist der Vorwurf der toxizität eben selbst etwas toxisches…. er verhindert jegliches Wachstum von Einsicht, Verständnis und Kommunikation. Zumindest wenn man den Begriff bedenkenlos als Kraftausdruck durchgehen lässt.

    In der Schule haben wir uns gegenseitig als Schwuli und Spasti beschimpft. Irgendwann wächst man da raus und merkt dass Schwule und Spastiker eben ziemlich normale Leute sind. Dieser Prozess des Erwachsenwerdens scheint aber unter gewissen selbsternannten Intellektuellen irgendwie outgesourced zu werden.

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