Mädchen sein

Was ist ein Mädchen?

Was verbindet ihr mit dem Begriff?

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33 Gedanken zu “Mädchen sein

  1. Eine gesunde, liebevolle Beziehung zum Vater ist prägend für die Beziehung zu Männern im ganzen Leben! Sei ihr Held! Egal ob Wildfang oder Prinzessin, nimm sie so an, wie sie sich entwickelt. Ich glaube in SFBM? wurde mal erwähnt, dass Frauen, die sich für ein MINT-Fach entschieden, dazu besonders vom Vater als Vorbild motiviert worden sind. Schick sie in einen Krav-Maga-Kurs.

    Tja, was bedeutet Mädchensein? Um diese Frage zu beantworten, müsste ich wissen, was Jungensein bedeutet. In meiner Kindheit hat meine Geschlechtszugehörigkeit aber so gut wie nie eine Rolle gespielt. Deswegen muss ich passen.

    Ich bin mir sicher, sie wird es gut mit dir haben.

  2. „Was ist ein Mädchen?“

    Simone de Beauvoir würde wohl sagen: „Mädchen ist man nicht, zum Mädchen wird man gemacht!“
    Und vermutlich hat sie damit gar nicht so unrecht.

    Ich habe nur Jungs gehabt, aber ich erinnere mich, dass in der Truppe, die sich nach dem Kindergarten bei der Tagesmutter traf, ein Mädchen war, das ich selbst heute auf Bildern nicht als solches erkennen würde, wüsste ich es nicht besser.
    Mein Bruder hat zwei kleine Kinder, Junge und Mädchen, beide noch deutlich vor der Pubertät. Beide sind technisch sehr interessiert, und sportlich. Das Mädchen ist eine echte Pippi Langstrumpf, klettert auf Bäumen herum, ist widerspenstig, immer offen für irgendeinen Unsinn und tobt lieber im Garten herum, als Hausaufgaben zu machen. Im direkten Vergleich ist ihr Bruder geradezu ein Muster an Disziplin und Wohlerzogenheit.
    Und dennoch fürchte ich, dass sich der Wildfang innerhalb weniger Monate nach Einsetzen der Pubertät in ein scheues Reh verwandelt und ihre Neugier auf die Dinge, die die Welt bewegen komplett verliert. Zu oft habe ich schon diese Entwicklung an anderen Mädchen beobachtet.
    Hoffen tue ich natürlich weiterhin, dass sie sich ihre Freude an der Bewegung, ihren Humor und das Interesse an Natur und Technik erhält.

    • @ Carnofis:
      „Simone de Beauvoir würde wohl sagen: „Mädchen ist man nicht, zum Mädchen wird man gemacht!“
      Und vermutlich hat sie damit gar nicht so unrecht.“

      Nö! Ich wüßte keinen Grund, warum de Beauvoir die Blödfloskeln heutiger Radfems nachplappern sollte.
      Tatsächlich hat sie gesagt und damit absolut Recht:
      „Als Frau wird man nicht geboren, man wird es“
      Von „gemacht“ ist bei ihr keine Rede.
      Und zweifelsfrei werden Frauen nicht als ( geschlechtsreife ) Frau geboren, sondern eben als Mädchen! Vermutlich hätte sie mir da zugestimmt, da die moneyistischen Thesen von der „Geschlechterkonstruktion“ und „-bildung durch Dritte“ derzeit noch gar nicht existierten.

      • „Von „gemacht“ ist bei ihr keine Rede.“

        Echt?
        Nicht einmal ihre eigenen Leute zitieren die Feministinnen korrekt?
        Sagen die denn überhaupt mal die Wahrheit?
        So langsam komm ich an dem Punkt an, wo ich denen nicht mal mehr die Uhrzeit glauben kann.

        Anyway. Natürlich kriegst Du ein Paket Stereotypen mit der Geburt mitgeliefert, Erwartungen, die die Gesellschaft an Dich hat. Und die sind bei Mädchen – in unterschiedlichem Maße – anders, als bei Jungs. Wir sind uns wahrscheinilch einig, dass das Korsett bei Jungs enger ist, als bei Mädchen, was aber an meiner Aussage nichts ändert.

        Allerdings ist das Mädchenbild, das die Feministas vermitteln, eines, das spätestens mit der 68er-Bewegung geschleift wurde (leider machte die Abrissbirne ne Kurve um das Männerbild).

        • „Natürlich kriegst Du ein Paket Stereotypen mit der Geburt mitgeliefert, “
          Latürnich und das ist gut so! Ohne Stereotypen würden wir max. 2 Tage überleben können, hat mal wer grobkalkuliert.

          Aufschlüsselung:
          Stereotyp: Dynamischer, erfahrungsbasierter Wert ( kann genetisch verankert sein ).
          Vorurteil: Starre Grundhaltung, ohne gesicherte Substanz ( i.d.R. indoktriniert )

          Haben die Sciencefilers mal vor ein paar Monaten about so definiert und v.dh. gehe ich davon aus, daß das eine allgemein wissenschaftlich-soziologisch anerkannte Unterscheidung ist.

  3. Mein erster Eindruck von Mädchen, und da war ich mir mit meinen Kumpels immer einig, war:

    Mädchen sind doof!

    Die Tatsache, dass erst ein kräftiger Hormonschub nötig war, um überhaupt irgendetwas mit denen anfangen zu können, gibt mir im Nachhinein mehr zu denken, als mir lieb ist. 😉

    • „Die Tatsache, dass erst ein kräftiger Hormonschub nötig war, um überhaupt irgendetwas mit denen anfangen zu können, gibt mir im Nachhinein mehr zu denken, als mir lieb ist. 😉“
      Ja, die chemische Sklavenkette war schon immer das einzige was einem zu den Frauen hingezogen hat. Ansonsten fand ich Mädchen (genau wie Frauen) immer schon langweilig, unlogisch und unbrauchbar.

    • Geduld. Da Christian nun nicht dafür bekannt ist, den Gendertheorien Glauben zu schenken, dürfte vielleicht morgen maximal noch „Junge sein“ kommen und dann ist Schluss.
      Wobei, es bieten sich ja auch bei zweigeschlechtlichen Wesen noch einige Verwandschaftsgrade an…

      • Geduld ist mein zweiter Name.
        Es fällt halt auf, das er Blödsinn einstellt. Maedchen…..was soll das. rosa verpackte Zicken, die ständig kreischen und die Eltern nerven. Ist nicht mein Ding. Aber gut, ich bin nur Gast, er kann machen, was immer er will….

        • Also ehrlich gesagt, sind das doch die Jahre in denen Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts am coolsten sind.
          Werfen wie ein Mädchen setzt ja zB auch erst nach der Pubertät ein. 🙂

      • Ich tippe darauf, morgen kommt „Eltern sein“.

        Es mutet schon repetitiv an (so dass man sich fragt, was das eigentlich soll):
        „Ich werde Vater“ vs. „Vater sein“, und jetzt eben „Mädchen sein“ als Spezialfall von „Kind sein“, wo er uns überdies damals schon mitgeteilt hatte „Es wird ein Mädchen“ – was ihm aber auch „tatsächlich relativ egal“ war, weil er eh nicht gut Fußball spielt^^

        Vermutlich fürchtet er bloß, dass ihm der traffic wegbrechen könnte, ist aber gerad ideenlos.

        • Nun, daß der sog. „Babyblues“ bei beiden Geschlechtern u.a. zum Antriebsverlust gerade bei Sekundärinteressen führen kann, wobei eine Verschiebung der Interessengebiete wahrscheinlich hinzukommt, ist zwar kaum öffentlich im Gespräch, aber mindestens naheliegend.
          Vermutlich überwiegend botenstoffbedingte Neuordnung.

  4. Ein Mädchen ist eine kommende Frau…

    In erster Linie ist es aber ein KIND, geliebt und gefördert von Mama und Papa.

    Wahrscheinlich aber auch mehr behütet von Mama und Papa (obwohl ich das bei meinen 2 + 2 immer vermeiden wollte, den Mädchen wurden doch engere Grenzen gesetzt z.B. beim Ausgehen, bzw. doch toleriert, aber mit einem mehr mulmigen Gefühl im Bauch)

    Ein Mädchen ist aber auch nicht anders als ein Junge bei der Erziehung …
    fördern, aber auch Grenzen setzen (wobei – ioh gestehe es ein – der mädchenhafte Augenaufschlag wesentlich wirksamer ist, als der von Jungs – jedenfalls bei Papa)

    Und es ist egal, ob es mit Püppies oder mit Lego spielen will – man muss es akzeptieren … man kann die Voraussetzungen schaffen … aber entscheiden tun sie alleine.

    Eine meiner Töchter konnte sagenhaft gut mit Holz umgehen … und ich habe ihr zu einer Lehre beim Tischler oder Zimmermann geraten, sie geradezu darum gebeten, weil ein Kumpel von mir Tischler gelernt hat und anschließend Bauingenieur wurde – aber sie hat abgelehnt … und eine Lehre im Supermarkt angefangen.

    Ich habe das akzeptiert – wenn auch grummelnd – aber man kann die Kinderchens nicht zwingen – sie wollen ihren eigenen Weg gehen.

    Aber bis zu solchen Entscheidungen, dürfte es bei euch ja noch etwas dauern …

    Ich gebe jedenfalls eine Handvoll Herz und Glück mit …

  5. Mädchen: Vor 1963 besonders vor sexuellen Übergriffen geschütze Form eines weiblichen Menschen.
    Der besondere Schutz findet seinen Ausdruck im Neutrum, welchen Jungen nicht genießen.
    Diese werden schon von Geburt an in die Kategorie verschmerzbare Verlustmasse einsortiert.
    Trotzdem gibt es im deutschspreachigen Raum das Phänomen, dass in öffentlichen Debatten nur der Missbrauch der katholischen Jungen Gehör findet.
    Aller anderen Kinder sind alleingelassen und hilflos.
    Seit 1963 auch das Mädchen.

    • Der besondere Schutz findet seinen Ausdruck im Neutrum, welchen Jungen nicht genießen

      Das Neutrum kommt durch die Verkleinerung: „Mädchen“ = kleine „Maid“ und Verkleinerungen werden im Deutschen immer zum Neutrum. „Junge“ ist keine Verkleinerung, deshalb behält er den männlichen Artikel. „Jüngelchen“ oder „Jungmännchen“ wäre dann auch ein Neutrum.

  6. In meinem Beobachtungsfeld ergibt sich folgender Messwert: Mädchen buhlen meines Erachtens nach anders um die Aufmerksamkeit der Eltern als Jungen. Insbesondere fordern sie eine Resonanz auf etwas Gemaltes, Gebasteltes oder ein Verhalten aktiver ein.

    Wie weit die Messwerte streuen, kann ich aber nicht sagen.

    Wenn ich die Berichte aus der Schule glauben darf – meine eigenen Erfahrungen sind etwas neblig geworden – dann sind sie bei kompetitiven Spielen risikoaverser (und verlieren sie deshalb immer, wenn Mädchenmannschaft gegen Jungenmannschaft gespielt wird).

  7. „Such dir eine Freundin und SPIEL! MIT!! IHR!!!!!!“

    Ich habe gerade darüber nachgedacht, wann ich eigentlich zum ersten Mal „Mädchen“ als erkennbare Teilmenge meiner Mitmenschen wahrgenommen habe — ich bin mir nicht ganz sicher, aber obiger Satz, herausgekräht von einer Kindergartenkameradin, die sich Sorgen machte, weil der eine Junge nie mit den anderen spielte, sondern immer alleine herumlief und nachzudenken schien, prägte sich meiner Erinnerung deutlich ein. Ich war damals vier oder fünf und rannte sofort zur Kindergärtnerin: „Das Mädchen will mich ärgern, buhuu!“ Aus heutiger Sicht sympathisiere ich natürlich mit den Sorgen des Mädchens, finde allerdings immer noch, sie hätte ihre prosoziale Dominanz in nicht ganz so bläkendem Tonfall herausschmettern sollen.

    In der ersten Klasse machte ich einer Mitschülerin einen Heiratsantrag. Im Laufe der folgenden Wochen wurde mir von verschiedenen Klassenkameraden sorgsam eingeschärft, dass Weiber voll dumm und total kacke und eklig seien, weswegen man nicht mit ihnen befreundet und SCHON GAR NICHT IN SIE VERKNALLT sein dürfe, im Übrigen halte man dafür, dass ein Anti-Mädchen-Club zu gründen sei. (An dieser Stelle seien die Verfasser einiger Kommentare weiter oben daran erinnert, dass der Club A. niemanden über 10 aufnahm und B. nicht mehr existiert.)

    Und wann habe ich Mädchen zum ersten Mal als erotische Wesen wahrgenommen?

    Ahem… mit vier. Damals machte ich mit meinen Eltern Urlaub am Bodensee. Bei Sonnenuntergang spielte ich auf der spärlichen Sanddüne des Badestrands Hemmenhofen. Ich hob den Blick und sah zwei Teenagermädchen im Bikini, die vom Wasser heraufkamen und mir stockte der Atem.

    Und ich, erstarrt, wie außer mich gebracht,
    Vom Himmel ihrer Augen, wo ein Sturm erwacht,
    Sog Süße, die betört, und Lust, die tötet, ein. (Baudelaire)

    Ich dachte: „WIE UNVORSTELLBAR SCHÖN!!“ Die Zartheit der Haut, die schöne Körperform, die Anmut — es traf mich mit solcher Wucht, dass ich die Szene bis heute aus den Tiefen meines Gehirns heraufzuholen vermag, und alles ist wieder da — das Licht, die Szenerie, die Sinneseindrücke, Gedanken und Gefühle.

    Wie man an der Kindergartengeschichte sieht, nahm ich Mit-Kinder in diesem Alter kaum wahr, ich fand sie vorwiegend nervig, laut, störend und dümmlich. Bezüglich der Schönheit (fast) erwachsener Frauen war jedoch bereits ein erotisches Empfinden vorhanden.

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