Kind sein

Was verbindet ihr mit dem Begriff Kind?

Was braucht man um Kind sein zu können?

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73 Gedanken zu “Kind sein

  1. @Chris: du meinst: Was braucht es für eine schöne Kindheit?

    Vermutlich genau das Gegenteil von dem, was ich hatte. Ein Vater, der nie zu Hause war. Später ein Scheidungskrieg mit mir als Ältestem mitten drin. Als Außenseiter immer gemobbt worden in der Schule und nie, nie, niemals hat mir jemand geholfen. Ich war sehr einsam und habe oft über Selbstmord nachgedacht. Heute würde man vermutlich Incel dazu sagen.

    Ich bin erst auf die Beine gekommen, als ich die Kleinstadt verlassen und neu anfangen konnte. Und es war ein sehr weiter und sehr steiniger Weg bis zu dem Punkt, wo ich dann auch mal Teil einer Clique war, einen coolen Spitznamen trug und Erfolg bei Frauen hatte. Dann aber folgten ein paar rauschende Jahre, in denen ich sehr viel nachholen konnte.

    Das ist jetzt über 30 Jahre her und was hat sich seitdem verändert für Männer? Nichts! Außer das die Erwartungen in Partnerschaft und Familie noch höher geworden sind und gleichzeitig auch noch zahlreiche Regelungen weggefallen sind, die einem wenigstens ermöglicht hatten, zuverlässig die Ernährerrolle auszufüllen. Aber he, dass muss dieses allmächtige Patriarchat sein, von dem man immer liest.

    • „Was braucht es für eine schöne Kindheit?“

      Genau, aber auch: Was ist kindgerecht? Wie sollte die Kindheit gestaltet werden, damit das Kind ein produktiver Erwachsener wird?
      Schränkt eine autoritäre Erziehung ein Kind zu sehr ein? Führt eine antiautoritäre Erziehung dazu, dass ein Kind die Grenzen des sozialen Miteinanders nicht erkennt?

      All so etwas finde ich interessante Fragen

      • Genau, aber auch: Was ist kindgerecht? Wie sollte die Kindheit gestaltet werden, damit das Kind ein produktiver Erwachsener wird?

        Das Wichtigste ist: Nimm dir Zeit. Wenn Du aber 45 Stunden die Woche in einem Stressjob arbeitest, dann wird das schwierig.

      • „Ein produktiver Erwachsener“ ist jedenfalls schon mal die falsche Zielsetzung. Wie wäre es mit: Ein mündiger Mensch, der es trotz der zahllosen Zwänge schafft, wenigstens ein bisschen selbst bestimmt zu leben. Der für sich (und wenn sie will auch für Andere) Verantwortung übernimmt. Beschütze deine Tochter aber behüte sie nicht. Setz ihr Grenzen und zeig ihr Chancen. Unterstütze sie bei ihren Plänen, aber bevormunde sie nicht. Gib ihr erst Wurzeln und dann Flügel. Und bring ihr bei, dass sie keine verdammte Prinzessin ist. Meine Tochter ist jetzt 16 und ziemlich hübsch. Da schwirren die jungen Männer in Scharen herum und irgendwie versucht jetzt schon jeder, ihr die Welt zu Füssen zu legen.

        Und nimm dir Zeit. JETZT und auch in den nächsten Jahren! Egal was andere sagen. Viele Dinge/Träume/Pläne kann man verschieben und wenigstens die Hoffnung haben, sie irgendwann noch umsetzen zu können. Aber die Zeit für die Kinder ist unwiederbringlich verloren, wenn du sie dir nicht nimmst…

        aber was rede ich. Weißt du doch selber.

      • Meine Antwort: Mach so ziemlich das Gegenteil, von dem, was ich erlebt habe!
        Kinder brauchen klare Grenzen, weil sie einem sonst auf de Nase herumtanzen. (Den Fehler haben wir vielleicht gemacht.)
        Die antiautoritären Linken die ich erlebt habe, waren laissez-faire, bei allem, was nicht sie selbst betraf, und sie waren despotisch, bei allem, was sie selbst betraf und haben dabei die konservativen Spießbürger der 50er Jahre noch rechts überholt.
        Mein Tip: Sei nicht despotisch, sondern lasse dein Handeln von deinen Kindern hinterfragen und begründe, was du forderst. Sonst wirst du nur aus Angst und nicht wegen deines Wohlwollens und deiner Lebenserfahrung respektiert.
        Laissez-faire hat bei mir bewirkt, dass andere Kinder mich ohne Sanktionen hemmunglos mobben durften und dabei viel kaputt gemacht haben. Gleichzeitig waren Linke völlig empathielos und kamen überhaupt nicht auf die Idee, dass auch Kinder Bedürfnisse haben und haben diese auch gerne abgewimmelt. Selbst heute erlebe ich Linke, die immer noch so drauf sind. Der Tip, den ich dir hier geben würde, ist für einen denkenden Menschen trivial, aber trotzdem immer noch unverständlich für viele auf der SJW-Kaste.

    • Ein Bekannter von mir hat seine Tochter, wenn sie nicht schlafen wollte/konnte, auf den Kindersitz am Fahrrad geschnallt und ist ein paar Runden um den Block gefahren. Kauf Dir ein Fahrrad.

      • Ein Bekannter von mir hat das Fahrrad nach ein paar anstrengenden Wochen gegen seinen VW-Bus Westfalia Wasserboxer ) getauscht. Ein paar Monate später bekam er Ärger in der Nachbarschaft, weil er die halbe Nacht mit seinen Campinggeschoss durch das Viertel röhrte.

        Genau solche Oberscheiße ist GIFT für Kinder UND Eltern!

    • „Wie bekommt man ein Baby am besten ruhig?
      Wie bekommt man es dazu, möglichst bald durchzuschlafen?
      Tipps und Tricks gerne willkommen!“

      Braucht keine Ratgebermethode. Wenn es schlafen geht und sich auf seine Eltern verlassen kann, WIRD es ruhig ein- u. ( möglichst lange ) durchschlafen. Einziges Kriterium ist die akkustische Fähigkeit der Eltern zu unterscheiden, ob es ein wenig herumnöselt ( warum auch immer, das ist seine private Betätigung und braucht nicht beachtet zu werden ), oder Blähungen hat, zugekackt ist o.ä. ( dann sollte man umgehend routiniert reagieren und es gelassen wieder hinlegen, damit es weiterschlafen kann ).

      Kurz: Die ganzen „Probleme“, die dazu hyperventliert werden, sind selffullfilling prophecies.
      Außer es ist krank, behindert o.ä., dann muß man etwas sensibler sein, allerdings OHNE dabei irgendwelche Panic zu projizieren.

      Noch kürzer: Nicht auf die Kaffeeklatschblubbereien von erstgebärenden Krabbelgruppentanten hören!

    • Es ist normal, dass ein Baby nicht durchschläft, das braucht es schon allein für seine Hirnreifung.
      Nimm‘ sie mit ins Bett, wenn sie stillt, soll sie bei Mama an der Selbstbedienung schlafen. Es dauert nicht lange und sie dockt im Halbschlaf an und pennt dann weiter. (Das kriegen die Mütter beim ersten Kind aber immer erst kurz vorm Kollaps hin. Beim zweiten und dritten ist es dann ein Selbstläufer.)
      Festes Pucken hilft noch, also die Ärmchen in eine Art festes Zwangsjäckchen stecken, das imitiert den engen Mutterleib.
      Und kauft euch ein Tragetuch. Ernsthaft.
      Das ist das Allheilmittel.

        • Wobei Pucken heftig reflektiert werden muß, da das sehr leicht zum Sektenwahn werden kann.
          Grundsätzlich gilt: Keine Zwangsfixierung!
          Nur als Ausnahme und mit reiflicher Überlegung geeignet. Bei Haltungsproblemen absolut kontraindiziert.

          • Ach naja, immer dieses Geschiss ums Pucken.
            Es geht doch hier um ein wenige Tage altes Neugeborenes, was noch wüst mit seinen Ärmchen rudert und sich dauernd vorm eigenen Moro-Reflex erschreckt.
            Bei einem 4-Monats-Kind mit Motorikschub würde ich das nicht empfehlen.
            Ich denke auch, dass ein normalintelligentes Elternpaar sehr genau checkt, ob das Baby sich eingepuckt rasch beruhigt oder sich erst recht wegschreit und wieder ausgewickelt werden will.

      • Ich (und meine Kinder) habe es genossen, sie abends vor dem ins-Bett-gehen mit dem Tragetuch vor der Brust einmal durch die Siedlung zu spazieren tragen (oder im Supermarkt während des Einkaufens). Das gibt ein schönes Gefühl von Nähe und die Kinder beruhigen sich auch. Nach 3 Monaten sind die Babys zu schwer, so dass mann sie leider nicht mehr auf der Brust tragen kann. Ich habe mich aber nicht getraut, sie auf dem Rücken zu tragen , weil ich Angst hatte, sie könnten herunterfallen.
        (Meine Empfehlung für Tragetücher: Didymos, gebraucht auf ebay, am besten das längste, damit man alle Trageformen ausprobieren kann.)

        • „Nach 3 Monaten sind die Babys zu schwer, so dass mann sie leider nicht mehr auf der Brust tragen kann.“

          Sorry, aber: phahahahahahaha
          Also ich als 45 kg-Wesen kann das jedenfalls… erst um den 1. Geburtstag rum (also ab roundabout 10 kg) schwing ichs mir auch bei kurzen Routen lieber aufn Rücken.

        • 100% Zustimmung von einem 100% Tragetuch-Fan.
          Die „Technik“, wie man sich das Kind damit umbindet, ist etwas weniger selbsterklärend als bei diesen Gestellen, die es so gibt, das braucht daher eine Anleitung/Einführung/Übung, aber wenn man’s erst mal raushat geht das genauso schnell wie mit Gestell. Aber die Nähe und das unmittelbare gefühl dafür, wenn irgend was nicht stimmt, sind soviel besser, außerdem ist das ganze viel „kompakter“ – eine Einheit mit dem Kind.
          Erstaunlicherweise ist das Tuch gerade in einer Menschenmenge, einem Einkauf im Laden viel angenehmer und praktischer als alles andere. Man hat auch weniger Angst, sich irgendwo versehentlich anzurennen und versehentlich das Kind zu verletzen, weil man so sehr eine Einheit ist, dass man das intuitiv richtig macht.
          Ich hab das Tuch übrigens auch später auf dem Rücken mit Tuch getragen. Ist aber, wie du feststellst, schwerer.
          Kaufempfehlung Didymos (den Namen hatte ich schon vergessen, aber genau das wars gewesen) schließe ich mich an. So lang wies geht – besonders, wenn man’s auch später für Rückentragen nehmen will, das braucht mehr Länge.

    • Geh entspannt an die Sache ran. Es gibt Kinder, die schlafen bald durch und andere, die plärren ständig. Du hast darüber kaum Kontrolle, also sei entspannt und nimm es hin, wie es eben kommt. Meine haben es auch geschafft und ich ich war oft geschafft. Ist halt so. Deine Fehler, die du machen wirst, erkennst du eh erst später. Ratschläge taugen nix, denn jedes Kind hat eine eigene Persönlichkeit.
      Gib den Kindern Essen und Trinken, mach sie sauber und hab sie gern. Der Rest kommt von alleine.

    • Wie bekommt man ein Baby am besten ruhig?

      1) stillen 🙂

      2) wickeln

      3) schaukeln (schade, dass Babywiegen so außer Mode sind, die Stubenwagen eignen sich meist schlecht)

      4) angeblicher Geheimkniff (selbst nicht ausprobiert):

      Wie bekommt man es dazu, möglichst bald durchzuschlafen?

      Schwierig. Es schreien zu lassen ist bei vielen keine Wahl, habe ich mal bei meinem Sohn probiert, aber nur einmal und hatte danach ein schlechtes Gewissen, weil er sich fast heiser geschrien hat.

      Jedenfalls abends nochmal ordentlich abfüllen, an den Schnuller gewöhnen (mögen nicht alle Eltern), feste Zeiten einhalten, nachts möglichst schnell zur Stelle sein, bevor das Kind richtig munter und aufgeregt ist.

      Ein Elternteil sollte (sofern er nicht wirklich tief schläft) sich ausquartieren, damit wenigstens einer durchschlafen kann. Milch kann man ja abpumpen und kühl für den nächtlichen Einsatz lagern.

      Das mit dem durchschlafen kann schnell gehen oder sich auch übers ganze erste Jahr ziehen, scheint vom Kind und unbekannten Umständen abzuhängen.

    • Die größte gemeinsamkeit von Kinderrn ist, dass sie unterschiedlich sind.
      Was beim einen funktioniert, muss beim andern noch lange nicht funktionieren.
      Es gibt einfach Kinder, die schlafen wunderbar. Wen du eines hast, bei dem das nicht so ist (eher die mehrheit):
      Hör dir halt die paar hundert Ratschläge an, die du ohnehin bekommen wirst, und nach denen du ja sogar aufgrund entsprechenden Leidensdrucks sogar selbst nachfragst – und versuch herauszufinden, was davon für dein Kind besser funktioniert und was schechter.

      Da musst du durch …

      • Unser erster hat da auch einen ziemlichen Leidensdruck erzeugt…
        Heute ist mir das eher peinlich, aber damals haben wir uns „vor Verzweiflung“ eine Zeit lang dazu verführen lassen, es damit zu versuchen:

        Das ist gefährlicher Mist.
        Lass es.
        Fang gar nicht erst damit an.

        Ab und zu hat auch die Brigitte recht:

        https://www.brigitte.de/familie/mitfuehlen/umstrittener-ratgeber—jedes-kind-kann-schlafen-lernen—genial-oder-gefaehrlich–10601704.html

        Nix gut.
        Pathologisch.

      • Was ist denn mit „feste Zeiten“ gemeint?
        Wenn damit ein einigermaßen regelmäßiger Tagesrhythmus mit Routinen gemeint ist, dann stimme ich zu, die meisten Kinder mögen das, als Babys vllt noch nicht so sehr, aber als Kleinkinder gibt es ihnen viel Sicherheit.

        Wenn damit gemeint ist, das Baby nach der Uhr zu stillen und davon kein Ding abzuweichen, muss ich echt widersprechen. Stillen nach Bedarf und der ändert sich leider oft.
        Gerade Abends neigen Babys zum Cluster-Feeding, stundenlanges Nuckeln an der Busi.
        Es ist extrem nervig, aber es geht vorbei. Und es ist völlig normal.
        Beim ersten Kibd saß ich noch brav auf der Couch und habe gelesen, bei allen weiteren Kindern habe ich die Technik perfektioniert, sie im Tuch zu stillen. Es sind halt Äffchen.
        Damit lief die Abendroutine mit den anderen Kindern und ich konnte in Ruhe kochen, Wäsche aufhängen etc.

    • „Wie bekommt man ein Baby am besten ruhig?“

      Man braucht die passende Ausstrahlung dafür. Ohne Scheiß.
      Eine Cousine von mir hat die z.B.. Die kann _irgendein_ schreiendes Baby auf den Arm nehmen, völlig lautlos hin und her wiegen, und ruck zuck schläfts. Ich staune jedesmal wie leicht das bei ihr geht. Leider habe ich keine Ahnung, was genau das Geheimnis ist, oder wie man sich darauf trainieren kann. Gleichzeitig ist sie aber auch ein Mensch, vor dem jeder Hund Respekt hat.
      Zutrauen würd man ihr das rein optisch wohl eher nicht, aber es ist so.

      • Exakt. Das stimmt.
        Wenn Du ein Kind beruhigen willst, musst Du zuallererst Dich selbst runterfahren.
        Babys spiegeln Dich gnadenlos bzw haben feinste Antennen dafür, wenn Du selbst immer wuschiger wirst.

        Und dann ist es leider auch so, dass sie ab und zu einfach mal schreien müssen. Gerade wenn sie diesen unsäglichen 5-Wochen-Schub haben. Dann knüpfen sich irgendwelche Windungen in ihren Köpfchen vor lauter Input, da kann man sie nur liebevoll rumschleppen und muss sie mal erzählen lassen.
        Man kann sie nicht permanent glücklich machen.

        • genau! Selber entspannt sein. Werde nie vergessen, wie wir zum ersten Male versucht haben, mit dem Säugling auf eine Geburtstagsfeier zu gehen. Ich bin gefahren, als wenn ich eine Weltkriegsbombe mit verrostetem Säurezünder im Auto hätte und wir waren beide total aufgeregt. Natürlich hat das Baby den ganzen Abend gebrüllt wie am Spieß und wir waren schnell wieder zu Hause.

          Ansonsten: Hör auf Freya, die kennt sich aus. Und das mit dem getrennt schlafen und sich abwechseln ist auch gut. Nutzt ja nix, wenn beide rumlaufen wie Tod auf Urlaub.

          • „Werde nie vergessen, wie wir zum ersten Male versucht haben, mit dem Säugling auf eine Geburtstagsfeier zu gehen.“

            Eine solche Erinnerung habe ich auch noch, wenn auch ganz anders 🙂

            Mein Großer ruhte von seiner ersten Lebensminute in sich und war ein durch und durch positives Kind.
            Als wir auf besagte Geburtstagsfeier fuhren, waren wir in der Meute die ersten Eltern. Entsprechend war der Kleine in seinem Tragekörbchen der Star des Abends. Und er enttäuschte keinen. Er ließ sich mit unendlicher Geduld bereitwillig von Arm zu Arm reichen und strahlte jeden an, als sei er/sie Papa oder Mama.
            Irgendwo zwischen elf und Mitternacht dann wurde er zurück in sein Körbchen gelegt, wo er sofort und ohne Meckern einschlief.

          • Getrennt schlafen?
            Kind gleich zu Anfang als Sex-killer etablieren?

            Gut, dass wir das nicht gemacht haben ..
            Kind kommt die ersten Wochen mehrmals Nachts zum Stilen.
            Beim ersten Mal, wenns nachts kommt, kind „ins gräble“ lupfen, „andocken“ lassen, und genau da schläfts auch wieder ein.
            Ab da geht das stillen im Halbschalf: kind ranziehen, weiterschlafen. Dazu braucht man nichtr mal den Kopf zu heben.
            War die angenehmste Variante.

    • Auf den Arm nehmen, langsam durch die Wohnung gehen und eine Melodie summen. Das ist zwar anstrengend, aber die Babys bestehen manchmal darauf. K.A. ob es leichter geht.

      • Zum Thema Sex-Killer,
        erfahrubgsgemäß düdeln Erstipaare etwa das erste halbe Jahr postpartum sexlos in der Gegend rum.
        Gründe gibt’s verschiedene, müsste ich mal ausführlicher drüber schreiben.
        Wenn die Alte müde ist, weil sie nachts zwischen Kinderzimmer und Schlafzimmer hin und her rennt, gibt’s erst recht keinen Sex.
        Außerdem: Eltern tun es überall, nur nicht im Bett. 😉

        • Bei uns dauerte die sexlose Zeit übrigens beim 1. Kind (und dem grausamsten Geburtserlebnis inkl. Verletzungen) ziemlich genau von 2 Stunden vor Einsetzen der Wehen bis 3 Wochen nach der Geburt an. Allerdings hatte dieser Erst-Sex (in unserem Bett) schon so seine Tücken… und zwar hat sich währenddessen das Gummi in mir verloren, so weit hinten, dass ichs erst nicht greifen konnte.
          Ich war traumatisiert genug, dass ich ihn da nicht mit seinen längeren Fingern ranlassen wollte… nach einem kurzen Wein/Kreisch-Anfall und ein bißchen rumgehüpfe, hab ich dann aber doch glücklicherweise noch einen Zipfel zu packen gekriegt, es rausgezogen… und dann hat er sich ein neues übergezogen und wir haben weitergemacht als wäre Nichts passiert, getreu dem Motto: „wenn Du vom Pferd fällst, steig gleich wieder auf“

          • Ja, die Bandbreite ist natürlich sehr variabel, die meisten schleichen aber schon so ihre 3-6 Monate um sich drumrum.

            (Stillhormone wirken angeblich dem Testosteron entgegen, wirken also aggressions- und triebhemmend auf den Kindsvater. Macht .ja auch irgendwie Sinn.)

            Tut mir übrigens sehr leid, dass die Geburt so schrecklich war. 😦

          • „die meisten schleichen aber schon so ihre 3-6 Monate um sich drumrum“

            Ist das das, was Du Paaren (im vorhinein) erzählst, oder ist es das, was Dir Mehrfach-Eltern (rückblickend) erzählen?

            „Stillhormone wirken angeblich dem Testosteron entgegen, wirken also aggressions- und triebhemmend auf den Kindsvater. Macht .ja auch irgendwie Sinn“

            So wie es „evolutionsbiologisch“ ja auch irgendwie Sinn machen _könnte_, wenn Männer keine oder weniger Lust auf eine bereits schwangere Partnerin hätten.

            Ich denke, beides (die Sexhäufigkeit während der Schwangerschaft und auch danach) ist in allererster Linie Kopfsache.

            „Tut mir übrigens sehr leid, dass die Geburt so schrecklich war.“

            Vorallem die letzte Hebamme, an die ich damals blöderweise geraten war, war ungewöhnlich schrecklich^^

            Irgendwann weiß man aber glücklicherweise nur noch, dass es ein schlimmes Erlebnis war, aber die Schmerzen selbst behält man letztlich doch nurmehr rudimentär in Erinnerung (manche Frauen vergessen sie angeblich auch ganz bzw. müssen von vorherein weniger Leid durchstehen).
            Zum Glück.

  2. Warum sollte ein Kind ein „produktiver Erwachsener“ werden?
    Methode „Kinder sind unsere Zukunft“, o.ä. Feudalideologie?
    Nö! Wenn ein Kind halbwegs anständig großgeworden ist, kann es sich als Erachsener selbst entscheiden was es sein, resp. werden will.

    Was ist gegen ein Aufwachsen mit Autoritäten einzuwenden?
    Gibt es etwas besseres für Kinder?
    Übrigens, kleiner Tipp am Rande:
    „Antiautoritäre Erziehung“ IST eine autoritäre Erziehungsform, wie vor einiger Zeit schon mal dargelegt.

    Ergo:
    Kinder sind NICHT „unsere Zukunft“ sondern ihre eigene Gegenwart und als solche besonders schützenswert, da wir für ihre Existenz verantwortlich sind und NICHT umgekehrt!
    Als Eltern könnt Ihr ihnen mit etwas Glück ein wenig freie Entwicklung ermöglichen und exakt das zu versuchen ist Eure verdammte Pflicht!

    Umkehrschluss: Das ganze postmoderne Gefasel über „ein ‚Recht‘ auf Bastelei und Konsum von Kindern“ ist menschenverachtender Bullshit!

        • Das siehst Du am Besten bei unproduktiven Menschen.
          Ich denke, Christian meint mit produktiv nichts anderes, als etwas zu lernen und einen Job zu haben, mit dem man sein Leben finanzieren kann, ohne Anderen auf der Tasche zu liegen.

          • Feministinnen haben also ihr Leben nicht im Griff? 😉

            Ein Kind sollte in erster Linie doch ein Mensch sein, der seine Kindheit ausleben kann und sich nicht schon Sorgen über den nächsten Tag machen müssen.
            Gedanken über Berufswahl und Familienplanung kommen früh genug.

    • „Warum sollte ein Kind ein „produktiver Erwachsener“ werden?“

      Warum sollte es nicht?
      Was ist falsch daran?

      Er hat das ja nicht als einziges und nichtmal als vordringlichstes Ziel genannt.
      Aber als mögliches und sinnvolles Ziel (unter anderen) ist das doch absolut legitim.

  3. „Was verbindet ihr mit dem Begriff Kind?“

    Einen kleinen Menschen, der mit unerschöpflicher Neugier durch den Tag geht und so seinen Eltern die Chance gibt, die Welt noch einmal neu zu sehen und vielleicht auch umzudefinieren.

    „Was braucht man um Kind sein zu können?“

    Das Gefühl bedingungsloser Sicherheit, dass da zwei große allmächtige Menschen sind, die es bei seinen Exkursionen ins Leben beschützen und bewachen. Den Rest macht das Kind allein.

    „Wie bekommt man ein Baby am besten ruhig?
    Wie bekommt man es dazu, möglichst bald durchzuschlafen?“

    Ich weiß nicht, ob ich da alles richtig gemacht habe, oder ob meine Jungs einfach nur sehr pflegeleicht waren.
    Vermutlich gibt es keine RICHTIGE Antwort, weil jedes Kind individuell angesprochen werden will.

    Was das Durchschlafen anbelangt, hatte ich ja schon meine Tricks berichtet.
    Wenn das Baby nachts wimmert, hingehen (meine Jungs haben von Anfang an in ihrem eigenen Kinderzimmer gelegen, allerdings mit offener Tür), KEIN LICHT ANMACHEN!, NICHT ANQUATSCHEN!, Baby vorsichtig anfassen, mit schnellem Handgriff auf die andere Seite drehen und kurz warten, ob’s das war.
    Meistens haben sich die Würmchen auf ihrer Seite lahmgelegen, sind aber noch zu schwach, sich aus eigener Kraft unter der Decke umzudrehen. Hat bei meinen Jungs in über 90% der Fälle geholfen und zum sofortigen Einschlafen geführt.
    Nicht warten, bis die Kleine aus voller Seele schreit, weil dann ist sie wach, übermüdet und entsprechend ungnädig.
    Die Warnung vor „Fachliteratur“ kann ich nur energisch unterstreichen. Sie gibt schlimmstenfalls den Eltern das Gefühl, zu versagen, wenn die Empfehlungen nicht funktionieren. Besser ist es, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Ich weiß, das klingt abgedroschen, aber es entwickelt sich tatsächlich sehr schnell, wenn man ihm vertraut.

    Und: Du machst eh alles falsch, also mach Dich deshalb nicht verrückt.
    Kinder aufziehen ist ein Experiment, das nicht übertragbar ist und mit jedem Kind neu beginnt.

    Dieses Wissen um meine eigene Unzulänglichkeit ließ mich auch durch die schwierigsten Zeiten relativ entspannt wandern, während die Mutter mehrmals in den roten Drehzahlbereich geriet, weil sie vergeblich nach dem richtigen Knopf zur Problemlösung suchte.

      • Hat meine Mutter Mitte der 50er von einer Hebamme gelernt und später an ihre Kinder weitergegeben.

        Von ihr hab ich auch das Prüfen der Temperatur des Babyfläschchens. Es wird nicht, wie oft und überall gezeigt, an die Wange gehalten, sondern an den Schläfenbereich. Die Wange ist viel zu temperaturunempfindlich.

    • „„Was braucht man um Kind sein zu können?“

      Das Gefühl bedingungsloser Sicherheit, dass da zwei große allmächtige Menschen sind, die es bei seinen Exkursionen ins Leben beschützen und bewachen. Den Rest macht das Kind allein.“

      Beste übergreifende Aussage im ganzen Thread!
      SIGN!
      ( übrigens auch DAS Paradebeispiel für Autorität )

  4. Kind sein ist ein soziales Konstrukt des neunzehnten Jahrhunderts.
    Ausgedacht von fiesen Kapitalisten um Frauen und Kindern noch niedrigere Löhne zu zahlen.
    Außerdem sind Kinder Antisemiten.

  5. @Semikolon nein, ich erzähle das den Eltern nicht vorher.
    Im Gegenteil, ich sage ihnen, dass es überholter Blödsinn ist, strikt diese 6-8 Wochen zu warten (das erzählen die Ärzte als Abschlussgespräch in der Klinik.) Sie können, wann immer sie wollen.
    Und wie lange das dann tatsächlich war, erzählen sie mir, wenn sie bei Kind 2, 3, 4 wieder bei mir landen.
    Und da viele Frauen schreckliche Erstgeburten in der Klinik haben, braucht ihr Heilungsprozess oft länger.
    Die wenigsten haben mit Dammschnitt nach 3 Wochen schon wieder Bock auf Sex. (Schön, wenn es bei euch gut wieder anlief. Mir ist das tausend Mal lieber, als wenn die Paare nach der Geburt auseinander rennen, weil beide voll frustriert sind.)
    Das kann bei unverletzten Frauen nach Hypnobirthing-Wassergeburt wieder ganz anders aussehen.
    Ich betreue aber nicht nur die, sondern auch alle anderen.
    Ich berichte nur Tendenzen aus meinem Berufsalltag, mehr nicht, es kann und darf auch sein, dass all Deine eigenen Erfahrungen völlig anders sind. Das ist okay.
    Ich bin übrigens nicht „ungewöhnlich schrecklich“. 🙂
    Und weil Du fragtest, es gibt auch verpflichtendes QM für meine Berufssparte, für jede Einzelperson, mit Klientinnenbefragung und allem Drumherum.

    • „ich sage ihnen, dass es überholter Blödsinn ist, strikt diese 6-8 Wochen zu warten (das erzählen die Ärzte als Abschlussgespräch in der Klinik.)“

      Hat mir nie irgendwer erzählt. Dafür habe ich aber unzählige Male gehört, dass es ein Mythos sei, dass man nicht gleich wieder schwanger werden könne.

      „Und wie lange das dann tatsächlich war, erzählen sie mir, wenn sie bei Kind 2, 3, 4 wieder bei mir landen.“

      Ich hab das live nie irgendwem erzählt^^
      Nach dem zweiten (Dammriss in beide Richtungen – trotzdem nicht halb so schlimm wie der Schnitt in die Arschbacke) waren wir übrigens deutlich schneller wieder aktiv… hintenrum allerdings. Und nach dem dritten hab ich ihn dann doch tatsächlich länger als nen Monat schmoren lassen, aus Frack (weil er von sich aus niemals das Thema Vasektomie anschnitt).

      „Ich bin übrigens nicht „ungewöhnlich schrecklich“.“

      Das wollt ich damit auch nicht gesagt haben.
      Bei dieser Frau war es so, dass sie mir schon telefonisch derart unsympathisch rüberkam, dass ich nichtmal den Geburtsvorbereitungskurs bei ihr machen wollte… und dann steht die da am Bett, als es in die heiße Phase geht! Pech nennt man sowas. Ein einziges Mal nur hat sie mich (der durch die PDA jegliches Gefühl für für die Kontraktionen abging) „ermuntert“ (im O-Ton: „sie müssen jetzt pressen, oder ihr Kind stirbt“).
      Die war echt ne Nummer für sich, überhaupt nicht vergleichbar mit den anderen Hebammen, denen ich in meinem Leben so begegnete. Beschwert hab ich mich leider nicht hinterher, ich hatte genug andere Sorgen.

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