Sperrstunde für Männer: was würden Frauen dann endlich alles machen können?

Auf Pinkstinks träumt Nils von einer Welt, in der er und seine Geschlechtsgenossen nicht mehr nach 21 Uhr aus dem Haus dürfen:

Als Vater einer dreizehnjährigen Tochter und eines elfjährigen Sohnes bekommt man ziemlich viele Ratschläge, Hinweise und gut gemeinte Kommentare. Seltsamerweise beziehen die sich fast ausschließlich auf meine Tochter und drehen sich mehr oder weniger verbrämt um ihr Liebesleben, ihre Sexualität und um ihre Sicherheit. Ich werde häufig gefragt, wie es denn so ist als Vater einer jungen Frau, ob ich mir nicht Sorgen mache, ob sie schon einen Freund hat und so weiter. Das ist sicher nett und anteilnehmend gemeint, wirkt aber oft einfach nur schmierlappig und übergriffig. Zumal mir über meinen Sohn solche Fragen nicht gestellt werden. Mein Mantra bei solchen Fragen ist immer dasselbe:
Ich bin nicht der Türsteher der Sexualität meiner Tochter, auch wenn ich ständig dazu aufgefordert werde!

Finde ich ja faszinierend. In seiner Welt ist es doch vollkommen verständlich, dass er mehr auf seine Tochter aufpassen müsste, weil überall Monster äh Männer sind und eine Frau nirgends sicher ist. Außerdem ist da eben dieser Umstand, dass ein Mädchen schwanger werden kann,

Aber während ich mich einerseits darum bemühe, die beiden gleichberechtigt zu behandeln und zu erziehen, muss ich anerkennen, dass ihre Lebenswirklichkeiten sehr verschieden sind. Meiner Tochter wird ständig suggeriert, dass ihr Körper für Männer zum Problem werden kann und dass sie doch ja aufpassen soll.

Wäre ja interessant, ob das vielleicht auch an seinem feministischen Umfeld liegt. Aber natürlich ist der Hinweis vorsichtig zu sein, bei dem Geschlecht, welches Sex eher bedauert, durchaus angebracht.

Meinem Sohn macht man weis, dass seine Männlichkeit eine sehr begrenzte Ressource ist, die durch harte Sprache und Machogehabe aufgeladen und durch Mitgefühl und Sanftheit aufgebraucht wird.

Wäre interessant, wenn er da mal etwas ins Detail gehen würde. Es kommt mir etwas übertrieben vor. Wobei das Kind als das Kind, welches früher gern einen Rock getragen hat, vielleicht auch sehr sanft ist. Und natürlich ist auch ein Unterschied vorhanden zwischen einer gewissen Männlichkeit und „harter Sprache und Machogehabe“. Es würde wenig verwundern, wenn das Kind da in einem Konflikt ist, wenn Männlichkeit an sich in seinem Elternhaus so negativ betrachtet wird.

Diese Realitäten müssen unterschiedlich adressiert und angegangen werden. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir das ganz gut gelingt. Aber oft verzweifle ich auch. Gerade die Realität, die ihre Schatten auf meine Tochter voraus wirft, ist beängstigend und bedrückend.

Aber man soll ihr gefälligst nicht sagen, dass sie vorsichtig sein soll!!!

Das hat eine scheinbar einfache Frage der US-amerikanischen Aktivistin Danielle Muscato erst kürzlich wieder gezeigt. Muscato wollte wissen, was Frauen tun würden, wenn für alle Männer ab 21 Uhr eine Ausgangssperre gelten würde.

Irgendwie bin ich fast sicher, dass ich schon mal einen Artikel dazu hatte. Aber ich finde nichts. Naja, dann eben so.

Tatsächlich würde dann schlicht vieles nicht mehr klappen. Männer kämen nicht zu ihren Nachtschichten und ihren Jobs, die Kneipen wären leerer und das Nachtleben würde weniger Spass machen, und viele Frauen würden schlicht mit ihren Männern vor dem Fernseher sitzen wie sonst auch. Wir bräuchten eine Menge mehr Polizistinnen, Feuerwehrfrauen, Notfalltechniker und Rettungssanitäterinnen.

Und schon deswegen wäre das Leben eher unsicherer. Natürlich auch, weil Sexualstraftäter sich wohl kaum davon abhalten lassen würden, warum auch, die Polizeidecke wäre ja eh sehr dünn.

Bei den Antworten möchte man am liebsten laut schreien und um sich schlagen oder sich wochenlang einfach nur verstecken. Denn sie zeigen, was alles nicht geht. Was nicht „normal“ und selbstverständlich ist, obwohl es das sein sollte. Sein müsste.

Frauen würden nämlich so krasse Sachen machen wie nachts in den Park gehen oder zu ihrem Auto laufen, ohne den Schlüssel als Waffe in der Faust zu tragen.

Ja, grauenvoll. Nur ist eben Angst kein Zeichen für eine tatsächliche Bedrohung und die meisten Frauen könnten schon jetzt nachts im Park laufen oder zu ihrem Auto gehen und die meisten machen das auch. Natürlich haben auch Männer Angst davor alleine durch dunkle Parks zu laufen, wenn dieser für eine gewisse Kriminalität bekannt ist und auch Männern ist im Dunkeln die Lage nicht geheuer. Aber Männer müssen ja hart sein (siehe oben)

 

Sie würden in warmen Nächten in Miniröcken durch dunkle Gassen laufen und keine Freundin anrufen, um ihr zu sagen, wo sie sind und wohin sie gehen – nur für den Fall. Sie würden so viel Alkohol trinken wie sie wollen und alleine mit den öffentlichen Verkehrmitteln nach Hause fahren. Sie wären nicht ständig nervös, sie würden sich nicht andauernd umdrehen,

Meine Vermutung: Sie würden sich auch nicht anders verhalten als sonst, weil sie sich eben nicht sicher sein können und die Angst ja nicht weggeht. Gut, es ist das Gedankenspiel einer absolut sicheren Gesellschaft. Aber da würden auch Männer sich sicherlich anders verhalten.

Auch interessant, dass er oben anprangert, dass Männer hart sein müssen und dann vollkommen unkritisch solche Kommentare wiedergibt, nach denen Männer keine Angst vor nichts haben.

und sie kämen nicht auf die Idee, dass ihnen irgendjemand etwas in den Drink schüttet. Sie hätten nicht das Gefühl, jedes Mal einen ganzen Katalog an Sicherheitsmaßnahmen umsetzen zu müssen – einfach weil es dazugehört.

Soweit ich mich erinnere sind Vergewaltigungsdrogen auch extrem selten. Aber zumindest dieser Teil ist ja leicht umzusetzen: Mit Lesbenbars etc wären Frauen unter sich. Wäre interessant, ob dann weggehen überhaupt noch so populär wäre.

ich sage dann immer „Viel Spass“. Aber gut, ich bin ja auch ein Mann.

Also wirklich eine Ausgangssperre für Männer? Natürlich nicht, die Idee ist einigermaßen absurd. Sie ist pauschalisierend, vorverurteilend und mal abgesehen davon auch nicht umzusetzen. Außerdem betrifft sie mich ja selbst (Huhu, Egoismus!) und ich gehe gerne nach 21 Uhr aus dem Haus – auch wenn ich mir wie viele andere Männer zu wenig Gedanken darüber mache, was für ein Privileg das eigentlich ist.

Es ist ein Privileg nach 21 Uhr aus dem Haus zu gehen.

Vielleicht sollte er das dann mal häufiger machen. ich sehe nicht weniger Frauen als Männer auf den Straßen und die allermeisten scheinen sich weniger in einer Hölle zu sehen, sondern amüsieren sich gut.

Aber ich hätte gerne so eine Welt für meine Tochter. Und für alle anderen auch. Eine wie mit Ausgangssperre Welt ohne Ausgangssperre. Eine, in der eine junge Frau nicht Gefahr läuft, auf dem Weg nach Hause vom Fahrer der U-Bahn vergewaltigt zu werden und dann anschließend auf das „Entschädigungsangebot“ des Verkehrsbetriebes für eine kostenlose Fahrt mit der Party-Tram reagieren zu müssen. Eine, in der mich Frauen nicht zu ihrer eigenen Sicherheit als Bedrohung einstufen.

Wie weit wir von dieser Welt entfernt sind war mir lange nicht mehr so klar wie jetzt. Aber der Wille darum zu kämpfen war – bei aller Verzweiflung und allen Rückschlägen – auch nie größer.

Gut, bei Pinkstinks glaubt man auch, dass die gegenwärtige Welt für Frauen eine so schreckliche Erfahrung ist, dass man schon irgendwie, wenn auch nicht so richtig, einen Vergleich zum Holocaust ziehen kann. 

Für die meisten Menschen, Frauen eingeschlossen, ist die Welt bei weitem nicht so schrecklich. Natürlich schützen sie sich, weil eine vollkommen gewaltfreie Welt eben utopisch ist. Aber das hindert sie nicht daran wegzugehen und Spass zu haben. Gerne auch mit Männern.

 

56 Gedanken zu “Sperrstunde für Männer: was würden Frauen dann endlich alles machen können?

    • Bestimmt war Freiburg der Anlass, das zu schreiben. Man muss ja nochmal darauf hinweisen, dass MÄNNER schuld sind und man die nicht etwa in rechtsextremer Manier von anderen Männern zu trennen sind.

    • Tatsächlich ist die (moderat) islamische Welt bei all diesen Dingen viel vernünftiger. Dort wird den Mädchen vernünftiger Weise nämlich beigebracht, dass sie sich nicht zu wundern brauchen, wenn sie nachts zeigefreudig draussen rumlaufen. Und dass es, wenn eine Frau mit einem Mann alleine in einem Raum mit geschlossener Türe ist, quasi eine Einladung an den Mann zu sexuellen Handlungen ist – egal was die Frau dann sagt. Wenn frau das nicht will, dann soll sie es eben lassen die Männer dazu zu provozieren.

      • Sex ist Geld vergleichbar, indem es derjenigen, die darüber verfügt, was andere dringend haben wollen, große Macht verleiht.

        Insofern erinnern mich all die feministisch jammernden Frauen immer an den reichen Kaufmann oder Baron, der zu Robin Hoods Zeiten sich beklagte, wie ungemein gefährlich es doch ist, durch den Sherwood Forrest zu reiten.

        Awwwwww.

        • Ja allerdings. Es geht mir aber auch ausdrücklich um den Hinweis, wie viele dieser abstrusen Probleme mit den Frauen im Westen in der islamischen Welt viel besser geregelt sind, wie viel vernünftiger (aus Sicht eines Mannes) die Sitten in der islamischen Welt sind. Und dann höre ich deutsche Konservative wie Gauland, die den Islam genau wegen diesen Regelungen und der „Rolle der Frau“ als nicht kompatibel mit dem Westen ansehen. Wenn es mit westlichen Werten nicht vereinbar sein soll, von Frauen Verantwortung zu verlangen, sind dann diese westlichen Werte überhaupt verteidigenswert?

          • Irgndwo in der Mitte zwischen Narrenfreiheit hier und Wegsperren dort läge wohl ein guter Kompromiss, nicht?

            Aber dafür müssten ja nicht nur Frauen, sondern noch mehr des modernen Adels zur Rechenschaft gezogen werden (z.B. Medien und Politik), und wer würde dafür schon eintreten?

          • Dein Ernst?

            Konzepte, wie der Nannystaat haben nicht das geringste mit westlichen oder vielmehr freiheitlichen Werten zu tun. Das geht mehr Richtung Kommunismus und Sozialismus. Und bevor hier direkt Einwände kommen. Ich meine den real Existierenden aus Vergangenheit und Gegenwart, nicht irgendwelche Utopien aus Denkgebilden irgendeiner vermeintlich reinen Lehre.

            Freiheit, also die maximal mögliche Freiheit innerhalb geltender Gesetze zu tun und zu lassen was man will ist immer mit dem gleichen Maß an eigener Verantwortung verbunden. Und das gilt nicht nur, wie suggeriert für Frauen, sondern im gleichen Maße und im Detail unter anderen Umständen für Männer.

            Das ist nebenbei auch genau das, was wir Zivilisation nennen. Sich sowohl im Kleinen als auch im Großen diesen Gesetzen und Regeln grundsätzlich freiwillig zu unterwerfen. Darauf baut nämlich auch unser gesamtes Rechtssystem auf. Würden sich nicht die meisten Menschen diesen Vorgaben unterwerfen, hätten wir schlicht und ergreifen viel zu wenig Polizei, Richter und Gefängnisse um diese durchzusetzen.

            Tatsache ist doch, dass kaum ein Mann auch nur auf die Idee käme eine Frau zu vergewaltigen, selbst wenn sie in der Nacht um drei nackt durch den Stadtpark joggen würde. Mit Glotzern und dummen Sprüchen müsste sie, ebenso wie ein Mann, verständlicherweise schon rechnen.

            In islamischen Ländern dürfte sie wohl erst Hauptdarstellerin einer Massenvergewaltigung sein; um anschließend wegen Ehebruchs (der Vergewaltiger) geköpft zu werden.

          • „Wegsperren“, das klingt schon zu sehr nach schwarz-weiß Malerei. Nach dem was ich bisher sehen kann gibt es hier und anderswo auf der Welt sehr wohl einen „moderaten Islam“, der wahrscheinlich sogar die überwiegende Mehrzahl darstellt. Bei vielem sind die Unterschiede dann eigentlich Nuancen oder Betonungen, die schon relevant sind, aber eigentlich nicht dramatisch. In der islamischen Ehe kann der Mann der Frau bekanntlich „verbieten“, vor die Türe zu gehen. Aber wozu sollte er das tun, wenn die Frau keinen Scheiß baut? Und umgekehrt im Westen: Wenn meine Frau draussen Sachen macht, die ich nicht billige, dann mache ich letzten Endes auch einfach Schluss. Wo also ist die islamische Frau „weggesperrt“?

          • „„Wegsperren“, das klingt schon zu sehr nach schwarz-weiß Malerei“

            Auch nicht hyperbolischer als „Narrenfreiheit“.

            Es ist ja nicht so, dass man bei uns von Frauen ü b e r haupt keine Verantwortung verlangt.

      • Ich glaube tagsüber zeigefreudig herumlaufen ist auch nicht erlaubt. Aber ich sehe was du sagst, kann aber nicht sagen, dass ich es exakt genauso sehe.

        • Ja das stimmt und ich sehe es als Nachteil. Aber die Kehrseite davon ist, dass die eigene Frau zu hause umso zeigefreudiger rumläuft. Und wenn man diesbezüglich gut gewählt hat, macht die Variante doch deutlich mehr Spaß.

          • „wenn man diesbezüglich gut gewählt hat“

            Ähmm, meines Wissens liegt genau da das Problem, wenn man die Angetraute vor der Ehe nur im Kartoffelsack sieht, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, was gutes zu erwischen. Dank wegfallender intrasexueller Konkurrenz, strengen die sich ja auch nicht die Bohne an, auf eine gute Figur zu achten. Deshalb mögen die doch den Schleier, die meisten.

  1. Das ist sicher nett und anteilnehmend gemeint, wirkt aber oft einfach nur schmierlappig und übergriffig.

    Immer wenn ich bei solch feministischem Dummgesülze etwas von „übergriffig“ lese oder höre, juckt es mich in den Fingern, solchen Typen mal zu zeigen, wie sich ein Übergriff (nicht sexueller Natur) tatsächlich anfühlt.
    Glück für vermutlich uns beide, dass mir meine gute Erziehung das verbietet. Aber ich bin schließlich ein richtiger Mann, ich habe Argumente. 😉

    Nachträglich übrigens noch schönen Weltmännertag. Zeit fürs Abspecken und Rauchen aufgeben. 😉

  2. „was würden Frauen dann endlich alles machen können“

    Nichts.

    Es gäbe keinen, der sie fährt.

    Es gäbe keinen, der sie sieht.

    Es gäbe keinen, der sie bewundert.

    Es gäbe keinen, der bezahlt.

    Da kann Frau dann auch gleich zu Hause bleiben.

        • Na zu 100%. Das sind nach feministischem Narrativ natürlich die Frauen, die von Patriarchat und toxischer Männlichkeit vereinnahmt und verdorben wurden.

          Eigenverantwortung für Frauen kommt im Konzept einfach nicht vor.

    • @only_me

      Das wären in der Tat interessante Fragen…

      Wie viele Bus-, Straßenbahn und Taxifahrerinnen gibt es eigentlich?
      Die Dönerbuden und sonstige Imbisse können sie dann wohl vergessen,oder?
      Wie viele Kneipen werden geöffnet haben – ohne den Wirt?
      Falls etwas passiert, gibt es überhaupt Rettungssanitäterinnen?
      Und wie kommen die zum Unfallort ohne Fahrer?

      • Döner gibt’s vielleicht. Intersektionell gesehen müssten nichtwestliche männliche Migranten ja wegen ihrer Oppression davon ausgenommen werden. Die darf man ja nicht mit so einer Ausgangssperre diskriminieren. Das wäre ja rassistisch nach der Theorie.

    • Auch wenn das etwas negativ ausgedrückt ist, das bildet soweit die Realität ab.

      Feministen werden nie verstehen, dass Frauen bei Männern sein möchten. Schlicht weil sie sonst verrecken würden.

  3. Solche Typen sind für mich der Grund warum ich sage „Frauen werden geboren aber ein Mann zu sein musst du dir erarbeiten“.
    Der Typ ist ein echter Schmierlappen und er kann den vielen Männer dankbar sein, dass sie ihm eine Welt erschaffen haben, wo er seine Grütze vor dem Rechner ablassen kann. Sollte sich das iiiiiiiirgendwann mal ändern, dann ist er so gut wie tot. Nicht weil ihn jemand aufgrund seiner Einstellungen erschlagen würde, nein weil einfach keiner für ihn einstehen würde oder ihm helfen würde.

    Übrigens: Ist euch mal aufgefallen, dass die männlichen Feministen üblicherweise extrem schlecht bei Frauen ankommen? Ob es da eine Korrelation gibt nach der man vorhersagen kann ob ein Mann ein Feminist wird?

  4. “ Ist euch mal aufgefallen, dass die männlichen Feministen üblicherweise extrem schlecht bei Frauen ankommen? “
    Ich glaube das kann keiner übersehen. NiceGuysTM ist inzwischen schon ein alter Hut.

    • Ich würde behaupten, dass es über NiceGuysTM hinaus geht.

      Der NiceGuyTM wird ja durchaus als nett empfunden, nur eben nicht als sexuell attraktiv.

      Der männliche Profeminist wird hingegen entweder als weltfremder Spinner, als jemand mit massiven Identitätsproblemen oder als schmieriger Kriecher empfunden. Gerade von Feministinnen.

      Feministinnen wissen zumeist zumindest instinktiv, dass sie niemandem trauen können, der ihnen ihre Bullshit-Show auch noch abkauft.

      • „Der NiceGuyTM wird ja durchaus als nett empfunden, nur eben nicht als sexuell attraktiv.“
        Der NiceGuyTM ist aber für mich nicht der Typ, der einfach nett zu Leuten ist, sondern der Typ, der nett zu Leuten ist und dann der Meinung ist, dass die Welt ihn etwas schuldet.

    • Jaklar, wenn Du so ein „Schwulenabzeichen“ trägst. Die gab’s zwar schonmal, aber daran wird sich kaum noch wer erinnern.

      Ansonsten fällt mir hierzu das Argument der Waffenlobby ein: wenn man Männer verbietet, nachts auszugehen, sind die einzigen Männer, denen man nach 21.00 noch begegnet, alles Verbrecher.

  5. „I’d go for a walk in the dark without leaping out of my skin at little noises.“

    und ähnliche Gedanken:

    Wenns also draußen dunkel ist und sie durch den Park oder sonstige dunklen Ecken läuft, und da kommt ein Geräusch aus dem Gebüsch – dann würde sie keine Angst haben?

    Okay, nehmen wir an, die Ausgangssperre wäre tatsächlich dergestalt, dass sie sich drauf verlassen könnte, dass das nicht jemand ist, der sich an die Ausgangssperre nicht hält (das Argument hatten wir ja schon): Was ist es dann, was da ein Geräusch macht?

    Ein streunender Hund?
    Angst ist vor allem irrational. Aus dem Hund wird in Gedanken schnell eine gefährliche Bestie. Und ganz real betrachtet kann ein Hund, wenn er angreift, tatsächlich gefährlich werden.

    Wenns dunkel ist und komische Geräusche zu hören sind, wird es auch mir mulmig, und mir kann niemand erzählen, dass er da vollkommen drüber steht – das sind sehr tief verankerte Gefühle, gegen die schlecht anzukommen ist.

    In Wahrheit wird es sich aller meistens eher um ein Eichhörnchen, eine Maus oder einen Vogel gehandelt haben. Heute ebenso wie in der Traumphantasie mit weggesperrten Männern.

    Interessiert die Angst überhaupt nicht. Die kommt einfach, weils dunkel ist.

    • Ich würde jede Wette eingehen:
      Sobald etwas derartiges durchgesetzt wäre, würden Geschichten zunehmen von nächtlichen Raubtierangriffen und verwilderten Haustieren, die immer aggressiver werden.

      Ganz schnell begleitet vom Ruf nach männlichem Schutz vor dieser immer schrecklicher werdenden Bedrohung.

  6. Wer kontrolliert eigentlich die Einhaltung der Ausgangssperre? Polizistinnen?

  7. Feministische Organisationen wie „Pink Stinks“ schüren das Problem mit ihrer Hetze gegen Männer, das Problem der Angst. Eine Psychologin merkte dazu an, dass sie sich wegen eines geringen Risikos, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, keine Angsstörung entwickeln würde – sie kenne zuviele Patienten mit Angststörungen, deren ganze Lebensqualität zum Teufel geht, als dass sie sich darauf einlassen würde und bereits im Ansatz gegensteuert.

    Diese Angst wird ja auch in einem jüngeren Kontext geschürt, nämlich unter der Flagge #120dB. Hier fürchtet man sich vor Nichtdeutschen und entwickelt Ängste. Würde mich mal interessieren, wie Pink-Stinks dazu steht. Ausgangsperre für Nichtdeutsche? Oder wäre das erbärmlicher rassistischer Dreck, der nur gegen Weiße in Ordnung ist?

    • Sinnvoll wäre natürlich nur eine Ausgangssperre gegen weiße Cis-Männer, sonst wäre es ja ungerecht gegenüber Minderheiten. Und wenn die fiesen weißen Männermonster endlich aus dem öffentlichen Raum verbannt sind, können sich Frauen endlich im Park sicher fühlen 🙂

  8. Die Annahme, mit der Ausgangssperre wären Frauen abends sicher, ist wie üblich unendlich naiv. Es sind grade die Leute, die nachts unter der Brücke schlafen, vor denen Frauen (und Männer eigentlich auch) nachts Angst haben dürfen. Wo sollen die denn eingesperrt werden?

    • Weil wir ständig von Überfällen und sexuellen übergriffen durch Obdachlose in der Zeitung lesen?
      Wie eine google-Suche nach dem Begriffspaar Obdachloser und Überfall sofort zeigt
      https://www.google.com/search?q=obdachloser+%C3%BCberfall
      sind Obdachlose in den Suchergebnissen praktisch ausschließlich auf der Opferseite zu finden:
      Angezündet, getreten, ausgeraubt, lebensgefährlich verletzt, unter Steinen begraben, etc. etc etc.
      Dein Statement ist widerlichste Täter-Opfer Umkehr, ein ekeliger Versuch, die untersten in der Bevölkerung mit Dreck zu bewerfen. Pfui deibel.

      Es sind im Gegenteil genau gerade die Leute, die nachts unter der Brücke schlafen (hauptsächlich Mäner), die Nachts zurecht Angst haben dürften.

  9. Ich denke, wenn die Männer Ausgangssperre hätten, würde es gefährlicher werden. Ob die Normalen rausgehen oder nicht, macht für die Tathäufigkeit keinen Unterschied. Die Täter ignorieren die Sperre und gehen raus und begehen ihre Taten, während die Hilfsbereiten auch die Ausgangssperre beachten und deshalb nicht da sind, um Zivilcourage zu zeigen. Ebenso fehlt der Abschreckungseffekt durch zufällig vorbeikommende Zeugen oder gar Helfer. Das trotz evtl. Ausnahmegenehmigungen für Rettungs- und Notfalldienste, Bus- und Taxifahrer, in der Freizeitwirtschaft Beschäftiger usw.

  10. Das ist ja mal wieder ganz herrlich dämlich :
    <blockquoteIch find es ja immer wieder fazinierend, wie oft die Tatsache (und es ist eine Tatsache), dass Jungen/Männer häufiger Opfer von Gewalt werden als Mädchen/Frauen, für so einen durchschaubaren Anwurf herhalten muss. Von ungefähr 60, 70 Malen, die ich dieses Argument nun gehört habe (meistens von Männern, manchmal auch von Frauen), hatte genau eine Person den Schneid zu sagen, wer in den entsprechenden Fällen Jungen/Männern zu Opfern macht. Andere Jungen und Männer nämlich.

    Wenn Männer „nachts auf der Straße“ signifikant häufiger Opfer von Gewalttaten werden, dann hätten Männer eben definitiv mehr Gründe als Frauen, sich nachts nicht auf die Straße zu trauen. Und zwar vollkommen unabhängig davon, ob andere Männer, Frauen oder Mars- oder Mondmenschen für die Gewalttaten verantwortlich sind. Worin soll also das männliche Privileg bestehen, sich nachts angstfrei im öffentlichen Raum zu bewegen?

    Tja, Nils: 60,70 mal gehört und immer noch kein ansatzweise logisches Gegenargument entwickelt? Macht nix, nimmste halt einfach was mit „ihr ignoriert“ („das Strukturelle“; „eure Privilegien“; „die hegemoniale Männlichkeit“; „die Lehren des glorreichen Feminismus“ etc) So kannst du wenigstens das Selbstbild retten, demzufolge du totaal „woke“ bist und alle anderen einfach nur dumm, weil sie nicht in deinem Mindloop gefangen sind.

    Außerdem kriegste n Keks von Mutti der Stevie und n staatlich subventionierten, prekären Teilzeitjob. Und gaanz viele tolle Komplimente von der kleinen woken Frauenfrauenbubble (fang aber bloß nicht an darüber nachzudenken, was von solcherart weiblichen Komplimenten zu halten ist)

  11. Eine derartige Ausgangssperre wäre selbst kriminell aka gewalttätig. Die objektive Sicherheit würde sich eben nicht erhöhen, vielmehr müsste sich jeder und jede objektiv vor einem Staat fürchten, der zu solchen Maßnahmen greift.

    Natürlich würde es immer noch Gewalt geben, und wer ist dann das nächste Täterkollektiv?

  12. Dieser Schwachkopf! Wie immer komplett an der Faktenlage vorbei. Ich habe auch eine Tochter und einen Sohn (die beide gerne Abends ausgehen) und ich habe beiden beigebracht, Abends auf sich aufzupassen. Und ja, es gibt gewisse Ecken, die man Nachts tunlichst meiden sollte. Als Mann und als Frau.
    Und was den Sex angeht. Klar kann man sich als Vater zum Narren machen und versuchen, die Unschuld der Tochter zu verteidigen (ein komplett sinnloses Unterfangen). Oder man redet vernünftig mit seinen Kindern. Der Tochter habe ich jedenfalls eingeschärft, dass ihre Party – Karriere zu Ende ist, falls sie schwanger wird. Und dem Sohn habe ich eingeschärft, sich tunlichst immer selber um die Verhütung zu kümmern.

  13. Ne ähnliche Diskussion gab es schon in den 80ern, allerdings da noch eher mit einem Augenzwinkern.
    Da sollte es einen männerfreien Abend in der Woche geben, an dem nur Frauen vor die Tür gehen dürfen sollten.
    Wollten unter meinen Kommilitoninnen aber nichtmal die Feministinnen.

  14. Für Vergewaltiger und Gangster wäre das doch ein Traum. Gerade in heutigen Zeiten, wo man sich mittels Niqab einfach als Frau tarnen kann und an jeder Überwachungskamera gesichtslos vorbeikommt. Und da dann auch die Deko-Polizistinnen keine Männer mehr vorschicken könnten, könnte man relativ ungestört nahezu zur Gangsterarbeit schreiten umsetzen.

    • „Schlägerei im Lesbenclub. Funkstreife Rosa 24, übernehmen sie“
      Hahaha, das möchte ich sehen! Da kann das emphatische Geschlecht mal zeigen, wie wichtig gewaltlose Kommunikation ist 😀

  15. Es ist immer wieder faszinierend, wie Menschen nicht begreifen, dass die USA und Deutschland mindestens zu 50% unterschiedliche Kulturen sind.

    Angefangen mit Waffen, die zu einem erheblichen Unsicherheitsgefühl beitragen. Die „Kultur“ der Fraternities/Sororities. Das Verhalten und die Gesetze gegenüber Alkohol. Die Ausbeutung von Menschen im Arbeitsleben und Geringschätzung ihrer Rechte (Urlaub. Mutterschutz. Arbeitslosenversicherung. Rente. Schulgeld. Etc.) . Die Selbstverständlichkeit, mit der andere aufgrund ihrer Rasse oder ihres Geschlechts anders behandelt werden. Die Rolle der Kirchen. Die Arten der Kirchen (z. B. Mormonen oder Baptiste, oder auch wiedererweckte Evangelikale, die ja deutlich radikaler und frauenfeindlicher sind, als alles was bei uns so rumläuft).

    Und da zitiert dieser Herr also aus einer anderen Welt, und meint, das gelte hier ebenso. Tja…. Falsch!

  16. Pingback: Ja: Nein heißt Nein | man tau

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