Forderungen des „Google Walkouts“

Bei Google ist wohl bekannt geworden, dass es zu einer Reihe von Belästigungen gekommen war und wohl auch einige vertuscht worden sind. Da Google eh schon eine gewisse Vorbelastung mit SJWs hat, wie die Vorfälle um Damore zeigten, kam es dort zu Protesten und es sollte ein „Walkout“ organisiert werden, bei dem Mitarbeiter an einem bestimmten Tag aus Protest das Büro verlassen.

Jetzt wurden deren Forderungen veröffentlicht: (wobei mir nicht bekannt ist, ob diese tatsächlich so beschlossen worden sind oder einfach ein Gremium meint für alle sprechen zu können)

An end to Forced Arbitration in cases of harassment and discrimination for all current and future employees, along with a right for every Google worker to bring a co-worker, representative, or supporter of their choosing when meeting with HR, especially when filing a harassment claim.

A commitment to end pay and opportunity inequity, for example making sure there are women of color at all levels of the organization, and accountability for not meeting this commitment. This must be accompanied by transparent data on the gender, race and ethnicity compensation gap, across both level and years of industry experience, accessible to all Google and Alphabet employees and contractors. Such data must include, but not be limited limited to: information on relative promotion rates, under-leveling at hire, the handling of leaves, and inequity in project and job ladder change opportunities. The methods by which such data was collected and the techniques by which it was analyzed and aggregated must also be transparent.

A publicly disclosed sexual harassment transparency report, including: the number of harassment claims at Google over time and by product area; the types of claims submitted; how many victims and accused have left Google; any exit packages and their worth.

A clear, uniform, globally inclusive process for reporting sexual misconduct safely and anonymously. The process today is not working, in no small part because HRs’ performance is assessed by senior management and directors, forcing them to put management’s interests ahead of employees reporting harassment and discrimination. The improved process should also be accessible to all: full-time employees, temporary employees, vendors, and contractors alike. Accountability, safety and an ability to report unsafe working conditions should not be dictated by employment status.

Promote the Chief Diversity Officer to answer directly to the CEO and make recommendations directly to the Board of Directors. In addition, appoint an Employee Representative to the Board. Both the CDO and the Employee Representative should help allocate permanent resources for demands 1-4 and other equity efforts, ensure accountability to these demands, and propose changes when equity goals are not met.

A company is nothing without its workers. From the moment we start at Google we’re told that we aren’t just employees; we’re owners. Every person who walked out today is an owner, and the owners say: Time’s up.

Deepl übersetzt wie folgt:

Ein Ende des Zwangsschlichtungsverfahrens in Fällen von Belästigung und Diskriminierung für alle derzeitigen und zukünftigen Mitarbeiter, zusammen mit dem Recht für jeden Google-Mitarbeiter, einen Mitarbeiter, Vertreter oder Unterstützer seiner Wahl mitzubringen, wenn er sich mit der Personalabteilung trifft, insbesondere wenn er einen Belästigungsanspruch einreicht.

Das scheint mir unproblematisch. Wobei die Frage wäre, was ein Zwangsschlichtungsverfahren genau ist und wie es ausgestaltet ist. Sicherlich kann es sinnvoll sein bei bestimmten Vorwürfen nach Möglichkeit einen konstruktiven Weg nach vorne zu finden und die Sache nicht eskalieren zu lassen.

Eine Verpflichtung zur Beendigung der Lohn- und Chancengleichheit, z.B. die Sicherstellung, dass es auf allen Ebenen des Unternehmens Frauen gibt, die sich durchsetzen, und die Rechenschaftspflicht, diese Verpflichtung nicht zu erfüllen. Dazu müssen transparente Daten über das Gefälle bei der Vergütung von Geschlecht, Rasse und ethnischer Herkunft über das gesamte Niveau und die Jahre der Branchenerfahrung hinweg vorliegen, die für alle Mitarbeiter und Auftragnehmer von Google und Alphabet zugänglich sind. Zu diesen Daten müssen unter anderem gehören: Informationen über relative Beförderungsquoten, Unternivellierung bei der Einstellung, Umgang mit Urlaub und Ungleichheit bei den Veränderungsmöglichkeiten von Projekten und Karriereleitern. Die Methoden, mit denen diese Daten erhoben wurden, sowie die Techniken, mit denen sie analysiert und aggregiert wurden, müssen ebenfalls transparent sein.

Natürlich der alte Mythos von der Diskriminierung gerade von Frauen in einem hochtechnischen Konzern. Wäre aber interessant ob so eine Datenerhebung nicht nach hinten losgehen könnte.

Ein öffentlich bekannt gegebener Bericht über die Transparenz sexueller Belästigung, einschließlich: der Anzahl der Belästigungsansprüche bei Google im Laufe der Zeit und nach Produktbereichen; der Art der eingereichten Ansprüche; der Anzahl der Opfer und Angeklagten, die Google verlassen haben; aller Exit-Pakete und ihres Wertes.

Also im Prinzip eine Art Pranger für Beschuldigte, der zudem auch Google an den Pranger stellen soll, wenn sie sich wegen der Vorwürfe von ihm trennen und ihm zuviel geben. Scheint mir wenig durchdacht: Wenn Google etwas nicht beweisen kann, dann kann es schwer sein einen Mitarbeiter loszuwerden, was dann Prozesse bedeutet. Was bedeuten kann, dass man eine höhere Motivation hat es zu vertuschen. Was auch für die Listen gelten könnte. Es dürfte eher zu den Fragen führen, ob man es wirklich offiziell machen muss, weil es alle schlecht dastehen lässt.

Ein klarer, einheitlicher und weltweit einheitlicher Prozess zur sicheren und anonymen Meldung sexuellen Fehlverhaltens. Der heutige Prozess funktioniert nicht, nicht zuletzt, weil die Leistung der Personalverantwortlichen von Führungskräften und Direktoren bewertet wird, was sie zwingt, die Interessen des Managements über die der Mitarbeiter, die Belästigung und Diskriminierung melden, zu stellen. Der verbesserte Prozess sollte auch für alle zugänglich sein: Vollzeitbeschäftigte, Aushilfen, Lieferanten und Auftragnehmer gleichermaßen. Rechenschaftspflicht, Sicherheit und die Fähigkeit, unsichere Arbeitsbedingungen zu melden, sollten nicht durch den Beschäftigungsstatus bestimmt werden.

Auch nicht schlecht: Eine anonyme Anzeige heißt, dass es nahezu nicht zu zu überprüfen ist. Also perfekt für Rachegelüste etc. Allerdings scheint es mir auch bereits jetzt nicht so schwierig eine anonyme Email an Google zu senden?

Befördern Sie den Chief Diversity Officer, direkt dem CEO zu antworten und Empfehlungen direkt an den Verwaltungsrat zu richten. Ernennen Sie außerdem einen Arbeitnehmervertreter in den Vorstand. Sowohl die CDO als auch der Arbeitnehmervertreter sollten dazu beitragen, permanente Ressourcen für die Forderungen 1-4 und andere Eigenkapitalbemühungen bereitzustellen, die Verantwortlichkeit für diese Forderungen sicherzustellen und Änderungen vorzuschlagen, wenn die Eigenkapitalziele nicht erreicht werden.

Also quasi ein Politkommissar, der direkt der Führung zuarbeitet und die Einhaltung der richtigen Politik umsetzt. Da würde sich Google eine weitere Laus in den Pelz setzen, die sie dann nicht loswird und die das Klima eher verschlechtert.

Ein Unternehmen ist nichts ohne seine Mitarbeiter. Von dem Moment an, an dem wir bei Google anfangen, wird uns gesagt, dass wir nicht nur Mitarbeiter sind, sondern auch Eigentümer. Jeder, der heute rausgegangen ist, ist ein Besitzer, und die Besitzer sagen: Die Zeit ist vorbei.

Mal sehen, wie es weitergeht

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28 Gedanken zu “Forderungen des „Google Walkouts“

  1. So wie Google Jedermanns Privatssphäre in den ****** fickt, hielte ich da selbst einen echten murder-death-gang-kill-bang-rape für das kleinere Übel.

  2. @all

    Zunächst einmal muss man an dieser Stelle darauf hinweisen, das ist kein deutsches Problem. Wenn deutsche Medien in der Folge die „Vorreiterrolle“ von Google usw. gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz aufzeigen wollen, dann könnt ihr davon ausgehen, sie lügen oder stellen sich dumm oder sind dumm.

    Zwei grundsätzliche Anmerkungen:

    1. Tatsächlich gibt es in Deutschland seit dem 1.9.1994 das Beschäftigtenschutzgesetz explizit zur „Wahrung der Würde von Frauen und Männern durch den Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Besch%C3%A4ftigtenschutzgesetz

    Daraus:
    „§ 2 Schutz vor sexueller Belästigung
    (1) Arbeitgeber und Dienstvorgesetzte haben die Beschäftigten vor sexueller Belästigung am
    Arbeitsplatz zu schützen. Dieser Schutz umfasst auch vorbeugende Maßnahmen.
    (2) Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist jedes vorsätzliche, sexuell bestimmte Verhalten,
    das die Würde von Beschäftigten am Arbeitsplatz verletzt. Dazu gehören
    1. sexuelle Handlungen und Verhaltensweisen, die nach den strafgesetzlichen Vorschriften unter Strafe gestellt sind.
    2. sonstige sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie Zeigen und sichtbares Anbringen von
    pornografischen Darstellungen, die von den Betroffenen erkennbar abgelehnt werden.
    (3) Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten oder ein Dienstvergehen.“

    Abgelöst wurde dieses durch das: „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) (…) (es) trat am 18. August 2006 schließlich in Kraft. Erstmals wurde in Deutschland ein Gesetz geschaffen, das den Schutz vor Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität durch private Akteure (z. B. Arbeitgeber, Vermieter, Anbieter von Waren und Dienstleistungen) umfassend regelt.“
    http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ThemenUndForschung/Recht_und_gesetz/DasGesetz/dasGesetz_node.html

    Im AGG:

    „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet ausdrücklich sexuelle Belästigung. Laut AGG handelt es sich dabei um sexuell bestimmtes Verhalten, das die Würde der betroffenen Person verletzt.
    Konkret verboten sind:
    • „unerwünschte sexuelle Handlungen“ wie bedrängende körperliche Nähe, die ein Kollege oder Kunde zu Ihnen sucht,
    • „die Aufforderung zu unerwünschten sexuellen Handlungen“ wie „Setz dich auf meinen Schoß!“,
    • sexuell bestimmte körperliche Berührungen“, dazu zählen (scheinbar zufällige) Berührungen von Brust oder Po oder unerwünschte Nackenmassagen,
    • „Bemerkungen sexuellen Inhalts“ wie zum Beispiel obszöne Witze oder sexuelle Anspielungen,
    • „unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen“, wie pornographische Magazine auf dem Schreibtisch oder Nacktfotos an den Wänden.
    http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ThemenUndForschung/Geschlecht/sexuelle_Belaestigung/sexBelaestigung_node.html

    Niemand braucht #metoo, um damit zu thematisieren, was in Deutschland bereits seit 24 (!!!) Jahren per Gesetz verboten ist. Nicht ein einziges Mal wurde jedoch in der Diskussion auf die existierende Gesetzeslage verwiesen.
    Auch nicht auf die existierenden Beratungsstellen, nicht auf die Sanktionsmöglichkeiten.

    Hier werden bewusst existiert habende und existierende Handlungsmöglichkeiten aus dem medialen Diskurs ausgeschlossen, denn nur so klappt es, z.B. Frauen zu wehrlosen Opfern zu machen und sich selbst zum Anwalt dieser armen Opfer.

    2. Erkennbar wird bei Google die #metoo-Debatte für Ziele benutzt, die nichts mit der Frage der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz zu tun haben, sondern schlicht mit Macht.
    Auch hier zwei Komponenten:

    a. Es wird der anonyme (!!!) Vorwurf der sexuellen Belästigung bereits als Mittel verwendet; erkennbar soll gelten Beschuldigung -> schuldig.

    D.h. die feministische Ideologie des „listen and believe“ ist die Geschäftsgrundlage und nichts eignet sich besser, seine Konkurrenz aus der Position zu kegeln. Eine trotzkistische Web-Site nannte das „gender cleansing“.

    b. Der nächste ideologisch feministische Posten ist die Etablierung einer auf „equality of outcome“ basierenden Ideologie als Verdachtskultur. Gesetzt wird, jede nicht existierende Gleichverteilung von Posten nach Geschlecht und Ethnie ist bereits ein Zeichen von Diskriminierung.

    Wenn man sich die Verteilung von Informatikstudenten nach Geschlecht und Ethnie anschaut, ist diese Gleichverteilung in einem Tech-Konzern ganz einfach unmöglich.
    Da aber primär weiße und asiatische Männer und asiatische Frauen in den USA Informatik studieren, kann eine andere Verteilung gar nicht erwartet werden.

    Was hier von hauptsächlich weißen (! sie stellen schließlich die Mehrheit in dieser Gruppe) Frauen durchgesetzt wird ist, fachfremd in Management-Positionen aufsteigen zu können.
    Die Gruppe der weißen Frauen ist übrigens bereits jetzt überproportional in Leitungspositionen bei Google vertreten.

    Über eine zusätzliche bürokratische Ebene im Konzern (diversity management) soll diese Macht ausgebaut und gefestigt werden.

    • „Niemand braucht #metoo, um damit zu thematisieren, was in Deutschland bereits seit 24 (!!!) Jahren per Gesetz verboten ist“

      Aber woher soll die Generation Twitter das denn wissen?

        • @PDLC

          Ich hoffe, ich habe schon oft genug zum Ausdruck gebracht, wie sehr ich diese Pseudo-Linke VERACHTE.
          Das kann einmal als „lügen für die gute Sache“ gestartet sein, nicht ohne höchst selbstdienliche Anteile an Karriereambitionen, inzwischen ist es offen reaktionär.
          Wer andere Menschen durch bloße Anschuldigung aus dem öffentlichen Leben verbannen, die Unschuldsvermutung schleifen und jede Aussicht auf einen fairen Prozess verhindern will, möchte letztlich den Rechtsstaat abschaffen.

          Und anders herum: Wie viel weiter wären wir nach einem beknackten Jahr an medialer #metoo-Propaganda in Deutschland, wenn eben diese Medien schlicht Aufklärungsarbeit geleistet hätten?!
          Das wäre ihr Job gewesen.
          Beispiel: An wen kann ich mich im Fall einer sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz wenden?
          Darf ich mich beschweren?
          Wo kann ich mich beschweren?
          Gibt es Sanktionsmöglichkeiten gegen den oder die sexuelle Belästigerin? (JA!)

          Stattdessen kommen Berichte über Hollywood-Prominente, weil die sich medial besser verkaufen.
          Wo leben diese journalistischen Penner eigentlich?!
          In Los Angeles oder in Berlin/Hamburg/Offenbach?
          Die betreiben ihre eigene clickbait-Agenda, für die Weiterentwicklung der hiesigen Gesellschaft sind sie nutzlos geworden.
          Das ist es, was mich so aufregt.

          • Naja, je Schlagzeile desto verkaufte Exemplare.

            Seit die britische Königsfamilie keine Skandale mehr liefert, müssen BILD und Konsorten irgendwie ihren Nachschub sicherstellen, grabbelnde Hollywood-Bosse und universelle Aufschreikalypse sind da willkommener Ersatz.

    • Hi Crumar,

      wie ich soeben im Zuge meiner Recherchen feststelle, ist selbst 1994 noch zu hoch gegriffen. Nicht was die explizite nationale Gesetzgebung angeht, aber hinsichtlich der Praxis: Die Gerichte haben offenbar bereits seit der Geschichte mit dem Busengrabscher der Grünen im Bundestag (1983) Männer wegen sexueller Belästigung scharf verurteilt (z.B. 15 Monate Haft wegen mehrmaligem Busen-Betatschens 1989), und verschiedene Städte haben sich 1990 an entsprechende Gesetze für Amtsstuben gemacht.
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13501929.html

      • Hi Gunnar,

        vielen Dank für deine abermalige Ergänzung!

        Ich hatte mir schon gedacht, dem damaligen Gesetz ist natürlich eine Diskussion und entsprechende (Straf-) Taten vorausgegangen.

        Im Artikel: „Die jetzt geplatzte rot-grüne Koalition in Berlin hinterläßt einen Gesetzentwurf, der sexuelle Belästigungen zu Dienstpflichtverletzungen erklärt. Das niedersächsische Frauenministerium unter Waltraud Schoppe, 48, arbeitet an einem Antidiskriminierungsgesetz nach Berliner Muster.“

        Und siehe da (kursiv hervorgehoben): „Eine Studie der „Leitstelle Gleichstellung der Frau“ über „Sexuelle Belästigung von Frauen am Arbeitsplatz“ aus dem letzten Jahr gilt mittlerweile als Standardwerk, namentlich wegen des umfassenden Belästigungsbegriffs: „alles, was subjektiv von der Frau als belästigend empfunden wird„, ist verwerflich.“

        Damals durfte jedoch noch geschrieben werden: „In London hat sich bereits eine „Organisation zum Schutz der Männer im Büro“ formiert, die Vorkehrungen gegen visuelle Attacken fordert: „Sexuelle Provokationen von Frauen durch hautenge Jeans und offenherzige Blusen“ sollten Kündigungsgründe sein.“

        Denn natürlich wäre der radikale Subjektivismus des Empfindens einer sexuellen Belästigung für beide Geschlechter gleichermaßen gültig.
        Zum Glück ist diesem emanzipierten Verständnis sofort die feministische Klarstellung gefolgt, dass nur Frauen sexuell belästigt werden können! /sarcasm off

  3. Als Google-Aktionär würde ich mich fragen, ob ich mein Geld in ein Unternehmen investiert habe oder in eine politische Organisation.
    Als Google-Nutzer würde ich mich fragen ob es gut ist, wenn ein Unternehmen mit so einem Nutzungsgrad und Gewicht politisch agiert.

      • hmmm, eher nicht. Halte die Wahrscheinlichkeit zwar auch für hoch, dass Alphabet aka Google aufgrund solcher Eskapaden irgendwann die Performance wegbricht, kurzfristig sind die aber brutal gut aufgestellt. Und das richtig gefährliche Szenario ist das, wenn sie trotz solcher Eskapaden der absolute Platzhirsch bleiben. Ich versuche eigtl. Google einigermaßen zu boykottieren – die anderen Suchmaschinen sind aber meines Erachtens Schrott

      • Googles Kerngeschäft läuft dermassen gut, dass sie sich die Ineffizienzen locker leisten können. Allerdings erwarte ich, dass sich das Wachstum abschwächt. Ein „Kauf“ wäre Google für mich zur Zeit nicht. (Genau wegen obiger Umtriebe.)

    • Nein, denn eine generelle Verbannung von Frauen (ein wirklich absurder Gedanke) würde die kruden Verschwörungstheorien über „das Patriachat“ ja geradezu befeuern. Um eine differenzierte Herangehensweise kommt man nicht herum. Es sind nur einige wenige Frauen (mutmaßlich Profiteure der neuen Regeln), die derart unsinnige Regeln befürworten. Ich sehe momentan aber leider auch keinen anderen Weg, als Google vor die Wand fahren zu lassen. Und das dürfte bei einem Unternehmen wie Google recht schwierig werden.

      • Wieso absurd?

        A gründet Firme, in der (er) nur Männchen einstellt.
        B gründet Firma, in der (sie) nur Weibchen einstellt.
        C gründet Firma, in der (er) nur Weibchen einstellt. (Frisörsalon oä)

      • „würde die kruden Verschwörungstheorien über „das Patriachat“ ja geradezu befeuern“

        Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie die Patriarchatstheorie in Deutschland noch mehr Feuer kriegen könnte.

        Außerdem ist das alles nur eine Frage des Framing: Firmen mit nur Männern könnte man als Ghetto verkaufen, in dem übergriffige, gefährliche Monster unter Kontrolle gehalten werden, ohne dass sie Schaden anrichten können. Oder so.

      • Warum malst du uns einen Ausgang, der schon längst real ist?
        Die glauben den scheiß doch jetzt schon. Wenn man alle Frauen rauswerfen würde würden sich die Verschwörungstheorien de facto nicht ändern.
        Es gilt grundsätzlich, dass es einem egal ist was der Gegner denkt. Ich weiß nicht warum diese komische Appeasement-Denke überhaupt Fuß gefasst hat.

        Und warum ist der Gedanke an sich absurd? Es scheint doch genau das zu sein: Die Frauen bringen extrem viel Unruhe ins Unternehmen, und sind.. statistisch betrachtet… auch nicht so effizient wie die Männer. Normalerweise würde man solche Leute rauswerfen.
        Warum ist der Gedanke nochmal absurd?

        Der einzige Punkt der hinderlich ist ist die Tatsache, dass wir in einer arbeitsteiligen Gesellschaft leben, auch unter den Geschlechtern. Es wird schlicht von den Frauen erwartet, das sie arbeiten. Da ist es natürlich blöd wenn man sie überall rauskegelt.

    • „All diese Probleme wären schnell gelöst, wenn man keine Frauen einstellen würde.“
      Ist, wie Crumar oben ausführlichst dargestellt hat, laut AGG verboten.
      Frauen nicht anzustellen, weil sie Frauen sind, verstößt eben gegen das Gesetz.
      Der umgekehrte Fall übrigens auch. Zumindest theoretisch. denn Männer kann man bekantlich garbnicht diskriminieren.

  4. Hatte George Soros nicht im Januar dieses Jahres gesagt, dass die Tage von Google und Facebook gezählt sind?
    Diese SJW-Aktion hat schon so ein Soros-Geschmäckle.

    • Und welchen Einfluss hat ein Herr Soros auf Google?

      Soros ist mit seinen 25 Mrd USD Vermögen sicher ein einflussreicher Mann, der sich Einfluss kaufen kann (und das auch tut), aber beide Google-Gründer besitzen mit JEWEILS fast 50 Mrd USD bereits das vierfache, was Soros auf der Kante hat – Weitere Google-Miliardäre oder den Gesamtwert (und die Gesamtmacht) von Google nicht ingerechnet.
      Da bekommt das geraune über di almacht von Soros schon was Verschwörungstheoretisches. Angesichts der Zahlen wiird man bei Google aber wohl eher denken:
      Wer ist George Soros?

      • „Wer ist George Soros?“

        Lex Luthor, Hitler und Cthulhu in einem! 😀

        Im Ernst, die Theorien über den Mann haben teils Mondlandungsverschwörungscharakter. Wahrscheinlich gibt es in den Sümpfen von reddit tatsächlich Personen, die glauben, Soros habe eine Geheimbasis in der Arktis und kontrolliere von dort aus Lasergeschütze auf dem Mond, deren Feuerkraft ganze Ballungszentren zu verdampfen vermag…

  5. Gleichzeitig laufen hierzulande Intensivtäter frei herum. Das „Geschenk“ aus Freiburg war mehrfach, u.a. wegen Sexualdelikten, auffällig geworden. Ein dummer Spruch über ein Dirndl oder ein Pograbscher bei einem Hollywood-Sternchen und die Republik dreht hohl, Talkshowmarathons, AUFSCHREI!!!

    Sorry, aber das ist mittlerweile ausschließlich ein Krieg gegen den weißen Mann. Nix anderes. Wo sind diese ganzen hochempathischen Weibchen bei solchen Fällen wie in Freiburg?

  6. Google speichert ja bekanntlich alles. Das solche Menschen mit so einer Ideologie, die Pranger gutheißen und für die eine Unschuldsvermutung für Männer als lästig ansehen, da eventuell Zugriff haben, versetzt mich nicht gerade in gute Stimmung.

  7. Kleine Korrektur:
    „A commitment to end pay and opportunity inequity, for example making sure there are *women of color* at all levels of the organization, and accountability for not meeting this commitment“

    In der deutschen Übersetzung fehlt das „of color“, die nochmal spezialisiertere Opfergruppe.
    Da es sich ja um eine maschinelle Übersetzung handelt, stellt sich schon die Frage, wie das passieren kann?!

    Und Danke @crumar – sehr interessant!

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