Selbermach Samstag 212 (03.11.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

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Forderungen des „Google Walkouts“

Bei Google ist wohl bekannt geworden, dass es zu einer Reihe von Belästigungen gekommen war und wohl auch einige vertuscht worden sind. Da Google eh schon eine gewisse Vorbelastung mit SJWs hat, wie die Vorfälle um Damore zeigten, kam es dort zu Protesten und es sollte ein „Walkout“ organisiert werden, bei dem Mitarbeiter an einem bestimmten Tag aus Protest das Büro verlassen.

Jetzt wurden deren Forderungen veröffentlicht: (wobei mir nicht bekannt ist, ob diese tatsächlich so beschlossen worden sind oder einfach ein Gremium meint für alle sprechen zu können)

An end to Forced Arbitration in cases of harassment and discrimination for all current and future employees, along with a right for every Google worker to bring a co-worker, representative, or supporter of their choosing when meeting with HR, especially when filing a harassment claim.

A commitment to end pay and opportunity inequity, for example making sure there are women of color at all levels of the organization, and accountability for not meeting this commitment. This must be accompanied by transparent data on the gender, race and ethnicity compensation gap, across both level and years of industry experience, accessible to all Google and Alphabet employees and contractors. Such data must include, but not be limited limited to: information on relative promotion rates, under-leveling at hire, the handling of leaves, and inequity in project and job ladder change opportunities. The methods by which such data was collected and the techniques by which it was analyzed and aggregated must also be transparent.

A publicly disclosed sexual harassment transparency report, including: the number of harassment claims at Google over time and by product area; the types of claims submitted; how many victims and accused have left Google; any exit packages and their worth.

A clear, uniform, globally inclusive process for reporting sexual misconduct safely and anonymously. The process today is not working, in no small part because HRs’ performance is assessed by senior management and directors, forcing them to put management’s interests ahead of employees reporting harassment and discrimination. The improved process should also be accessible to all: full-time employees, temporary employees, vendors, and contractors alike. Accountability, safety and an ability to report unsafe working conditions should not be dictated by employment status.

Promote the Chief Diversity Officer to answer directly to the CEO and make recommendations directly to the Board of Directors. In addition, appoint an Employee Representative to the Board. Both the CDO and the Employee Representative should help allocate permanent resources for demands 1-4 and other equity efforts, ensure accountability to these demands, and propose changes when equity goals are not met.

A company is nothing without its workers. From the moment we start at Google we’re told that we aren’t just employees; we’re owners. Every person who walked out today is an owner, and the owners say: Time’s up.

Deepl übersetzt wie folgt:

Ein Ende des Zwangsschlichtungsverfahrens in Fällen von Belästigung und Diskriminierung für alle derzeitigen und zukünftigen Mitarbeiter, zusammen mit dem Recht für jeden Google-Mitarbeiter, einen Mitarbeiter, Vertreter oder Unterstützer seiner Wahl mitzubringen, wenn er sich mit der Personalabteilung trifft, insbesondere wenn er einen Belästigungsanspruch einreicht.

Das scheint mir unproblematisch. Wobei die Frage wäre, was ein Zwangsschlichtungsverfahren genau ist und wie es ausgestaltet ist. Sicherlich kann es sinnvoll sein bei bestimmten Vorwürfen nach Möglichkeit einen konstruktiven Weg nach vorne zu finden und die Sache nicht eskalieren zu lassen.

Eine Verpflichtung zur Beendigung der Lohn- und Chancengleichheit, z.B. die Sicherstellung, dass es auf allen Ebenen des Unternehmens Frauen gibt, die sich durchsetzen, und die Rechenschaftspflicht, diese Verpflichtung nicht zu erfüllen. Dazu müssen transparente Daten über das Gefälle bei der Vergütung von Geschlecht, Rasse und ethnischer Herkunft über das gesamte Niveau und die Jahre der Branchenerfahrung hinweg vorliegen, die für alle Mitarbeiter und Auftragnehmer von Google und Alphabet zugänglich sind. Zu diesen Daten müssen unter anderem gehören: Informationen über relative Beförderungsquoten, Unternivellierung bei der Einstellung, Umgang mit Urlaub und Ungleichheit bei den Veränderungsmöglichkeiten von Projekten und Karriereleitern. Die Methoden, mit denen diese Daten erhoben wurden, sowie die Techniken, mit denen sie analysiert und aggregiert wurden, müssen ebenfalls transparent sein.

Natürlich der alte Mythos von der Diskriminierung gerade von Frauen in einem hochtechnischen Konzern. Wäre aber interessant ob so eine Datenerhebung nicht nach hinten losgehen könnte.

Ein öffentlich bekannt gegebener Bericht über die Transparenz sexueller Belästigung, einschließlich: der Anzahl der Belästigungsansprüche bei Google im Laufe der Zeit und nach Produktbereichen; der Art der eingereichten Ansprüche; der Anzahl der Opfer und Angeklagten, die Google verlassen haben; aller Exit-Pakete und ihres Wertes.

Also im Prinzip eine Art Pranger für Beschuldigte, der zudem auch Google an den Pranger stellen soll, wenn sie sich wegen der Vorwürfe von ihm trennen und ihm zuviel geben. Scheint mir wenig durchdacht: Wenn Google etwas nicht beweisen kann, dann kann es schwer sein einen Mitarbeiter loszuwerden, was dann Prozesse bedeutet. Was bedeuten kann, dass man eine höhere Motivation hat es zu vertuschen. Was auch für die Listen gelten könnte. Es dürfte eher zu den Fragen führen, ob man es wirklich offiziell machen muss, weil es alle schlecht dastehen lässt.

Ein klarer, einheitlicher und weltweit einheitlicher Prozess zur sicheren und anonymen Meldung sexuellen Fehlverhaltens. Der heutige Prozess funktioniert nicht, nicht zuletzt, weil die Leistung der Personalverantwortlichen von Führungskräften und Direktoren bewertet wird, was sie zwingt, die Interessen des Managements über die der Mitarbeiter, die Belästigung und Diskriminierung melden, zu stellen. Der verbesserte Prozess sollte auch für alle zugänglich sein: Vollzeitbeschäftigte, Aushilfen, Lieferanten und Auftragnehmer gleichermaßen. Rechenschaftspflicht, Sicherheit und die Fähigkeit, unsichere Arbeitsbedingungen zu melden, sollten nicht durch den Beschäftigungsstatus bestimmt werden.

Auch nicht schlecht: Eine anonyme Anzeige heißt, dass es nahezu nicht zu zu überprüfen ist. Also perfekt für Rachegelüste etc. Allerdings scheint es mir auch bereits jetzt nicht so schwierig eine anonyme Email an Google zu senden?

Befördern Sie den Chief Diversity Officer, direkt dem CEO zu antworten und Empfehlungen direkt an den Verwaltungsrat zu richten. Ernennen Sie außerdem einen Arbeitnehmervertreter in den Vorstand. Sowohl die CDO als auch der Arbeitnehmervertreter sollten dazu beitragen, permanente Ressourcen für die Forderungen 1-4 und andere Eigenkapitalbemühungen bereitzustellen, die Verantwortlichkeit für diese Forderungen sicherzustellen und Änderungen vorzuschlagen, wenn die Eigenkapitalziele nicht erreicht werden.

Also quasi ein Politkommissar, der direkt der Führung zuarbeitet und die Einhaltung der richtigen Politik umsetzt. Da würde sich Google eine weitere Laus in den Pelz setzen, die sie dann nicht loswird und die das Klima eher verschlechtert.

Ein Unternehmen ist nichts ohne seine Mitarbeiter. Von dem Moment an, an dem wir bei Google anfangen, wird uns gesagt, dass wir nicht nur Mitarbeiter sind, sondern auch Eigentümer. Jeder, der heute rausgegangen ist, ist ein Besitzer, und die Besitzer sagen: Die Zeit ist vorbei.

Mal sehen, wie es weitergeht