Schamlippen vs Vulvalippen

Wie oft sagt ihr so im Alltag/Leben „Schamlippen“? Ich vermute mal die Anzahl ist überschaubar.

 

32 Gedanken zu “Schamlippen vs Vulvalippen

  1. Doktor-Titel auf Twitter ist schon mal ein grundsätzlich schlechtes Zeichen.

    Aber solche autoritären Sprachregelungen dürften eher scheitern, da dieses Thema bei den meisten eher ganz weit unten auf der Dringlichkeitsliste steht.

  2. Ich sage am liebsten „Votze“ dazu, genaue Spezifikationen brauche ich nicht, da die Frauen im allgemeinen „Schwanz“ sagen und auch keine verwenden.

  3. Nein, einfach nur nein.

    Feministen sind mal wieder zu blöd um zu Verstehen, dass „Scham“ etwas mit Intimzone zu tun hat, nicht mit Schmähung. Meine Güte.

    Krikelt den Duden voll wie ihr wollt, wird keiner nutzen.

  4. Auf der ewigen Suche nach immer neuen Demütigungsformen des unentrinnbaren, allgegenwärtigen Patriarchates haben also unsere Frauen-Frauen den Begriff Schamlippen entdeckt. Und natürlich kommt der Begriff von „sich für dafür schämen“ – und nicht etwa daher, dass es sich um einen Körperbereich handelt, bei dessen (verbalen) Bloßstellung man sich potenziell in seiner Intimsphäre verletzt fühlt.

    Tja, Mädels, dann kreischt halt einfach nicht mehr „metoo“, wenn eure Vulvalippen Gegenstand einer allgemeinen Diskussion am Arbeitsplatz sind. Solange das ein Problem ist, hat der Begriff „Schambereich“ eben seine Funktion, und Begriffe, die eine Funktion haben verschwinden nicht einfach per Dekret von Pappi Duden aus dem Sprachgebrauch. Der Duden ist nun mal kein Sprachsittendezernat.

    Irgendwie müssen die nicht mitgekriegt haben, dass wir nicht in einem Königreich Deutschland leben. Von daher der ewige Schrei (oder auch: die ewige Sehnsucht) nach autoritären Machtworten eines vermeintlichen Oberpatriarchen.

    • „Der Duden ist nun mal kein Sprachsittendezernat.“

      Funktioniert ja auch nicht über den Duden. Siehe „Geflüchtete“. Dafür gibt’s vorauseilenden Gehorsam.

      • Naja, die Vorstellung, dass der Duden quasi obrigkeitsstaatlich die eigenen unausgegorenen Sprachtheorielaunen als wahre und der Weltgenesgung förderliche, allgemeingültige Sprachregeln durchsetzt, sorgt halt offenbar für feuchte Vulvalippen.
        Dann müsste nämlich jeder Lehrer seinen Schülern Punktabzüge geben, wenn sie das sozialschädliche Unwort „Schamlippen“ verwenden. Und das arme geschundene Ego der Damen könnte sich als großartig fühlen, weil Kinder endlich nach ihrer Pfeife tanzen müssen.

    • diese Ignoranz! Diese Dummheit! Dieses faktenfreie gefühlige Geschwätz! Manchmal wünsche ich mich in Zeiten vor dem Internet zurück denn ich bin echt nicht gut im Fremdschämen.

    • „wie wenig ich im Biologieunterricht über meine eigenen Geschlechtsteile gelernt habe, wohingegen ich jedes Teil der Männlichen benennen könnte“

      Das wurde bei uns beides nur sehr kurz gehalten. Ich glaube da erinnert sich jemand bewusst oder unbewusst falsch.

      • Also bei uns (eher konservativer männlicher Biolehrer) wurde der Mann relativ knapp abgehandelt, bei der Frau hingegen alles bis hin zu den diversen Hormonen, die im Zyklus eine Rolle spielen.
        So manches Mädel hat offenbar nur für die Klassenarbeit gelernt, ich musste dann bei anderer Gelegenheit mansplainen, wie die Pille funktioniert.

      • „Das wurde bei uns beides nur sehr kurz gehalten. Ich glaube da erinnert sich jemand bewusst oder unbewusst falsch.“

        Nein, wahrscheinlich nicht.
        Die Anzahl der „Einzelteile“ des männlichen Geschlechtsteils sind sehr überschaubar und daher in ihrer Gänze wesentlich leichter zu merken, als die des weiblichen.
        Drei Gegenstände lassen sich nunmal leichter und länger merken, als zwanzig. Schon gar, wenn 18 von ihnen nicht sichtbar sind.

    • ->“Erschrocken und traurig war ich darüber, dass ich bisher nicht bereit und willens war, mich mit meiner eigenen Biologie wenigstens so weit zu beschäftigen, dass ich für das, was von außen zu sehen ist und für das, was innen liegt, Worte finde. Jetzt weiß ich aber endlich sowas von Bescheid, das Eine heißt Vulva und das andere Vagina! Ha, das wusstet ihr _bestimmt_ auch nicht!

      Ich brauche Feminismus weil meine Unmündigkeit niemals nicht selbstverschuldet ist!“

      • Die ganze Wucht der Argumentation liegt in den ersten fünf Wörtern: Erschrocken und traurig war ich!
        Dann kann die Welt ja nur schlimm sein.

  5. Das ist eigentlich ähnlich wie bei den Farben!

    Ein Mann braucht gewöhnlich nicht mehr als ca. 10-12 Farbbezeichnungen (Schwarz, Weiß, Grau, Rot, Grün, Blau, Gelb, Orange, Braun, Lila, Rosa), wovon Weiß und Schwarz angeblich noch nicht einmal Farben sein sollen, um damit Bestens und vor allen Dingen schön unkompliziert durch das Leben zu gehen.

    Soweit man daher nicht Frauenarzt ist und den Frauen vorgauckeln muss, man würde sich für mehr für sie und ihre Probleme interessieren, reicht das Wort „Fotze“ eigentlich vollkommen aus. Wenn man etwas sozialisierter oder gebildeter klingen möchte, kann man ja auch „Vagina“ sagen.

    Aber lassen wir Frauen ruhig ihrer Natur entsprechend aus allem ein Drama veranstalten und Wortbezeichnungen für wichtig in ihrem Leben erklären.

    Sehr wichtig ist dann aber auch, die Worte Schamhaare, Schambereich,… umzubenennen. Das Wort Scham kommt in diesem Zusammenhang meiner – zugegeben gefühlten und nicht nachgeprüften – Meinung wohl auch daher, dass man diesen Bereich als intim empfand, die nicht für die allgemeine Öffentlichkeit gedacht waren und über den man eigentlich nur mit sehr wenigen sehr Vertrauten Menschen sprechen möchte.

    Wenn Frauen gerne mit jedem öffentlich über ihre Fotze ohne Scham sprechen wollen, dann empfehle ich als Alternativvorschlag zu dem Wort Schamlippen die Bezeichnung „öffentliche Lippen“.

    Da fällt mir ein Witz ein: Warum haben manche Menschen 4 Lippen? Zwei, um völligen Mist zu sabbeln und Dramen zu veranstalten. Und zwei weitere, um den gebauten Mist wieder gut zu machen.

  6. Wir wollen uns nicht mehr über unser Geschlecht schämen, aber zeigen dann doch verschämt lieber eine Blutorange, statt unserer Scham- – sorry, Vulvalippen.
    Feministisches Zwisprech

    • Ja, ich finde das ist ein treffendes Gegenargument. Jede die Schamlippen umbenennen will, soll selbige erstmal vorzeigen, um ihre Schamlosigkeit zu beweisen 🙂

    • Ja, das Auffälligste an SJWs ist, dass sie zugleich genitalfixiert und prüde sind. Sie denken ständig an Sex — gut, da sind sie nicht die Einzigen, weswegen ich ihnen das jetzt nicht zum Vorwurf machen kann und will, aber dass sie zugleich fordern, man möge den Sex im Schrank verstauen, ist mindestens ziemlich bizarr.

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