Die Ernährerrolle und Freiwilligkeit

Ein interessanter Tweet:

Eine Antwort darauf:

Ich kenne auch so einige Ehen, die an dem Verlangen des Mannes, dass die Frau nach dem die Kinder älter geworden sind, nun ebenfalls wieder arbeiten gehen sollte, gescheitert sind.

Und auch das alte Spiel: „Dein Geld ist unser Geld und geht auf das Gemeinschaftskonto, mein Geld ist mein Geld und geht auf mein Konto“ gibt es durchaus.

Gerade die Frage des Wiedereinstiegs nach Kindern, die Frage in welchem Umfang das passiert und wie es dann wann ausgeweitet wird, wird auch gerne von der Frau getroffen.

Natürlich aber auch keineswegs in allen Fällen. Vielen Männern ist eine solche Aufteilung natürlich auch Recht und genug Frauen steigen auch entsprechend in Absprache mit dem Mann wieder ein.

 

75 Gedanken zu “Die Ernährerrolle und Freiwilligkeit

  1. „,,, und genug Frauen steigen auch (…) wieder ein.“

    Na, da brauchen wir dann ja nicht weiter drüber zu reden, wenn die Anzahl allen genügt.

    • „Seit einigen Jahren ist die Männerarbeitslosigkeit, insbesondere die männliche Jugendarbeitslosigkeit, deutlich höher als die Frauenarbeitslosigkeit. Schon im Jahr 2010 lag die absolute Zahl der arbeitslosen Männer in Deutschland um 19 Prozent höher als die der Frauen. Die Arbeitslosenquote betrug 7,9 Prozent bei den Männern und 7,5 Prozent bei den Frauen. (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf, Jahreszahlen 2010). 2012 lag die männliche Jugendarbeitslosigkeit bundesdurchschnittlich um 21 Prozent höher als die weibliche.“

      https://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

      Ich glaube, es ist fair zu sagen: Manchen sind es gar schon zu Viele…

  2. Das Problem ist nicht, dass Frauen nicht arbeiten gehen wollen. Das Problem ist, dass (westliche) Frauen lausige Hausfrauen sind, die den Job mehr so als Dauerurlaub betreiben.

  3. Kein Mann wird gezwungen, sich von einer Frau ausbeuten zu lassen.
    Beziehungen sind freiwillig, die Ehe ist freiwillig.
    Die Fakten über Frauen liegen auf der Straße, für jedermann sichtbar. Wer es nicht sehen will, hat sich hinterher nicht zu beklagen.

    • Es geht weniger darum das nicht zu sehen, sondern seinen Willen nicht entsprechend durchzusetzen.
      Das Frauen permanent versuchen den Mann zu übertrumpfen ist bekannt. Das meinen die nicht böse, ihre Instinkte halten sie dazu an.

      However, wer ne halbwegs glückliche Ehe führen will muss da auch Durchsetzungsvermögen darstellen, sonst verliert die Dame schnell das Interesse.

      • Kannst du vergessen, kein Mensch ist 100% der Zeit stark. Auch der stärkste und durchsetzungsfähigste Mann ist ein Mensch mit Schwächen. Deswegen – halte die Frau aus dem Haus raus und lebe ein glückliches Leben.

        • schöner Beitrag.
          Was soll ich mit einem Menschen (Frau), der nicht wirklich bereit ist (wirklich , nicht geheuchelt) mich auch mit meinen Schwächen und Ängsten zu akzeptieren. Dazu sind die meisten Frauen nicht in der Lage*.
          Aber wie an anderer Stelle geschrieben, zum Sex können sie trotzdem taugen, man sollte sie halt nur nicht in sein Leben lassen.

          *Vielleicht ist dieser Mangel ja einer der Gründe, warum die Idee von einem lieben verständnisvollen verzeihenden Gott eine männliche Idee ist.
          Sie geben ständig Frauen und bekommen nie zurück.
          Ein charakteristisches Szenario was ich oft auf der Straße beobachte:
          Die junge Frau quasselt ihren Begleiter mit ihren Gedanken und Gefühlen (also eher Gefühlen) und mehr oder weniger belanglosen Problemen zu. Und der männliche Begleiter gibt den wortkargen verständnisvollen aufmerksamen Zuhörer und Ratgeber, wo schon lange der der Satz fällig wäre: Hör auf zu quatschen du hohle Nuß !

          • „Was soll ich mit einem Menschen (Frau), der nicht wirklich bereit ist (wirklich , nicht geheuchelt) mich auch mit meinen Schwächen und Ängsten zu akzeptieren. Dazu sind die meisten Frauen nicht in der Lage*.“
            So ist es. Man sollte sich immer fragen wozu man etwas braucht. Brauche ich die Frau? Die Antwort kann man sich nur selber geben – ich habe sie für mich gegeben. Ich brauche Frauen für gelegentlichen Sex und Kuschelzeit – das gebe ich unumwunden zu. Brauche ich sie für etwas anderes? Nein. Ich brauche sie weder für den Haushalt, noch zum Kochen, nicht für Kinder (bin eh vasektomiert) und auch nicht um mir Ratschläge zu geben. Wenn ich krank bin, dann gehe ich zum Arzt und wenn ich verreise, dann suche ich mir eine Frau für den Sex vor Ort. Ich lebe ein einfaches Leben und bin damit sehr glücklich, ich wüsste nicht wie eine Frau das verbessern könnte.

      • Das Frauen permanent versuchen den Mann zu übertrumpfen ist bekannt. Das meinen die nicht böse, ihre Instinkte halten sie dazu an.

        Wieso nicht? Sind Frauen Engel, die niemals etwas Böses tun?

        • Engel nicht. Aber die Differenz zum gemeinen Hofhund ist so gering, dass ein moralischer Maßstab sich aus männlich/menschlicher Perspektive erübrigt.

    • Sehe ich genauso, gibt ja schließlich auch Leute die andere dumme Dinge machen wie Rauchen und Lotto spielen obwohl jeder weiß, dass es dämliche Verhaltensweisen sind.
      Ich finde jeder sollte die Freiheit haben sich auch dumm benehmen zu können, alles andere ist ein Nannystaat und das will ich auf keinen Fall. Deswegen bedauere ich Leute die sich ausbeuten lassen auch absolut nicht, denn zu jedem der ausbeutet gibt es einen der sich GERNE ausbeuten lässt.

  4. Am Ende des Tages muss das in jeder Partnerschaft ausgehandelt werden. Wobei Arbeitsteilung meiner Ansicht nach alleine schon aus Effizienzgründen geboten ist.

  5. Da muss man sich halt entsprechend durchsetzen. Wenn sie nicht arbeitet gibt es halt die nächsten Upgrades im Haushalt nicht. Bzw dann hat sie den kompletten Haushalt zu machen, und über Upgrades bestimmt der Mann usw.
    Wer nicht zu den Finanzen beiträgt hat auch wenig zu melden.

    Das ist einer der wenigen Punkte die ich in der modernen Welt von Frauen fordere: Geht arbeiten. Es sind nicht mehr die 50er. Vollzeithausfrauen von heute sind schlichtweg faul, dass darf man sich nicht bieten lassen.

    • Faulheit ist ja an sich nichts Schlimmes.
      Schlimm ist es, zu erwarten, dass andere deine Faulheit finanzieren sollen.
      Feministische Frauen setzen dem noch die Krone auf, indem sie ihre Faulheit, ihre Hobbies und ihr Geschwätz als Arbeit verkaufen.

      • Wenn die anderen Mäuse Kommunisten gewesen wären, hätten sie ihn eingesperrt und versucht, ihn „umzuerziehen“.
        Wären es Kapitalisten gewesen, hätten sie sich irgendein verquastes „soziales Netz“ einfallen lassen und gehofft, dass er weder zu dick ist — so dass das Netz reißt, aber auch nicht zu dünn, dass er durch die Maschen fällt…

        Waren sie aber beides nicht, sondern eine geduldige Mäusefamilie aus einem Bilderbuch. Und der Frederick ist, glaube ich, auch kein Social Justice Warrior: Sein lasterhaft-gutmütiger Gesichtsausdruck dürfte eher triggernd auf SJWs wirken — so eine Art mäusischer Cishet Sexist Shitlord.

    • Das ist einer der wenigen Punkte die ich in der modernen Welt von Frauen fordere: Geht arbeiten. Es sind nicht mehr die 50er.

      stimmt im Prinzip, aber wenn Du viel außer Haus zu tun hast oft weg bist, dann ist es gut, wenn jemand zu Hause ist, da wir zu Hause aber eh de facto und mental in den 50igern, wenn nicht im Mittelalter leben ist Hausfrau schon ein Knochenjob, mit Garten, Acker, Einkochen etc.
      ok Waschmaschine ist da, eine wirklich wichtige Erfindung.

  6. Ich hätte kein Problem mit der Ernährerrolle, ob sie es sich wünscht ist dabei irrelevant, den meisten Frauen wirds aber wohl auch nicht stören. Was ich zusätzlich aber noch tun würde ist folgendes: Forderungen stellen, die sie zu erfüllen hat. Es gibt nichts gratis bei mir und wenn sie im Rahmen einer Kooperation, also einer Ehe, etwas im Leben mit mir erreichen will, dann hat sie ihren Part ebenso bestmöglichst zu erfüllen. „Owezahrerinnen“ bzw. faule, meckernde Hündinnen braucht kein Mann, sind mindestens so entbehrlich wie der Holocaust.

    Klingt jetzt schwul, aber ich wünsche mir irgendwo eine Frau wie meine Mutter. Jemanden mit hoher Arbeitsmoral, den Willen und die Geduld alles im Leben zu schultern, was auch immer auf einen zukommt. Sie meckert zwar währenddessen oft, ansiedeln würde ich das aber wie mein Schimpfen: zum Zwecke des Dampf auslassens, denn nichtsdestotrotz hat sie ihr Ding immer bis zum Ende motiviert durchgezogen und tut es auch noch heute im höheren Alter.

  7. „Mir fallen da so einige ein, die sich ihr Leben sicher anders vorgestellt haben, als z.B. 30 Jahre den gleichen Scheißjob zu machen.“

    Warum macht man denn 30 Jahre einen „Scheißjob“ und orientiert sich nicht in Richtung einer Arbeit, die man grundsätzlich zumindest mag?

    Was für Jobs sollen damit eigentlich gemeint sein, was vermutet ihr?

    „Sich aber in der Verantwortung fühlen.
    Und nur heimlich vom Auslandsjahr oder Ähnlichem träumen.
    Sich nie gewagt hätten, die Frau darum zu bitten, mehr zu arbeiten, damit sie zurückfahren können und sich umorientieren. Weil sie eben die Versorger sind.“

    Ich versteh die Logik hier nicht so ganz: wenn die Frau eine Vollzeitstelle übernimmt (weil Erwerbsarbeit in „nur“ max. Teilzeitumfang scheint ja mysteriöserweise irgendwie fast schon gleichbedeutend mit Arbeitslosigkeit^^), ists mit „Auslandsjahr oder Ähnlichem“ doch schon wieder genauso Essig, oder nicht?

    „Ich liebe meine Frau/Tochter über, aber reingedrängt wurde ich definitiv. Anfangs eher von einer unfairen Gehaltssituation (Sie hat nen Magister, verdient trotzdem weniger als ich), aber dass Sie jetzt in Teilzeit ist und nicht ich, hat auch was mit Ernährerrolle zu tun“

    sowie der Verteilung der Zuständigkeiten für Alles rund um Haushalt & Kinder, wahrscheinlich.
    Ich glaube zumindest kaum, dass dieser Mann annimmt, seine Frau erledigte insgesamt (deutlich) weniger Aufgaben als er für die Familie?

      • Mehr als jeder 3. Arbeitnehmer hält seine bezahlte Erwerbs-Arbeit für vollkommen überflüssig (oder macht – nach David Graeber – einen „Bullshit-Job“). Du wirst aber wohl – außer Dir selbst vielleicht^^ – niemanden finden, der Haushaltstätigkeiten nicht für generell lebensnotwendige Arbeiten hält.

        • Oh, sie ist lebensnotwendig aber sie ist weder ein Vollzeitjob noch ein Nebenjob sondern etwas, dass selbst ein 60 Stunden Arbeiter problemlos nebenbei machen kann. Eine Frau die gerne diese Art von Arbeit macht, nennt man übrigens Haushälterin oder Putze und eine Putze kann diesen Job bei rund 20 Haushalten pro Monat machen ohne sich zu überarbeiten. Was daher bedeutet, dass die Tätigkeit der Hausfrau ungefähr 100 €/ Monat wert ist.

          • Was macht die „Haushälterin“ i.d.R.: putzen, eventuell vorher auch noch ganz wenig aufräumen (sollte sie aber nicht laut allgemeiner Stellenbeschreibung!), in seltenen Fällen werden vielleicht auch auf Wunsch noch ein paar Hemden gebügelt während der Arbeitszeit.

            Was sie hingegen auf gar keinen Fall macht: einkaufen (von Lebensmittel bis Klamotten), kochen (& benutztes Geschirr säubern u. verräumen), Wäsche waschen, einlagern, ausmisten etc.

            Bissken plakativ (andere Berechnungen kamen auf ähnliche Werte):

            „Wir haben einmal anhand von in Deutschland üblichen Stundensätzen und Gehältern nachgerechnet. Müsste die Arbeit von Vollzeit-Müttern und Hausfrauen bezahlt werden, kämen sogar 71.764 Euro im Jahr zusammen“

            https://www.berliner-kurier.de/ratgeber/familie/maenner–ihr-koennt-sie-euch-nicht-leisten–was-hausfrauen-eigentlich-verdienen-muessten–29444924

          • „etwas, dass selbst ein 60 Stunden Arbeiter problemlos nebenbei machen kann“

            Solche Aussagen kommen natürlich nur von Leuten, die ausschließlich für sich selbst „den Laden schmeissen“ müssen – und dann außerdem auch noch ganz oft Fremdleistungen einkaufen ohne sich dessen bewusst zu sein, z.B. Kantinenessen o.ä..

            Und von diesem begrenzten Erfahrungshorizont aus meinen sie dann beurteilen zu können, was Mamis leisten.

            Lächerlich.

          • @ PfefferundSalz

            Da muss ich auch mal dazwischenspringen.
            60 Stunden Wochenarbeitszeit und dann noch Haushalt machen? Na, dann will ich nicht wissen wie die Bude dann aussieht… Oder die ist 20 qm Wohnkaserne, passt gerade so ein Bett rein, nicht nennenswert größer als ein Hühnerkäfig in der Legebatterie.
            Leute mit der Wochenarbeitszeit fallen abends müde ins Bett, die machen in der Woche nicht mehr viel. (Und es wohnt auch nicht jeder in der Großstadt, sodass man problemlos bis um 10 oder bis um Mitternacht einkaufen kann.)

            Zudem, es bleiben auch alle ewig jung, knackig und kerngesund, was?
            Es reicht allein aus, wenn es an irgendeiner Ecke deines Körpers knirscht, dann bist du froh, wenn dir jemand einen Teil der Hauswartungsarbeit (als das sollte man es besser sehen! Wartung!) abnimmt, wenn nicht sogar ganz.
            Und nein, dafür muss man nicht mal alt werden.

            Noch eine kleine Anmerkung: Falls nicht aus erster Hand bekannt, koch‘ ‚mal was komplett von Hand, ohne Vorlage und Fertiggerichte. Dabei kann schnell eine MENGE Zeit vergehen…

          • @Semikolon
            „Wir haben einmal anhand von in Deutschland üblichen Stundensätzen und Gehältern nachgerechnet. Müsste die Arbeit von Vollzeit-Müttern und Hausfrauen bezahlt werden, kämen sogar 71.764 Euro im Jahr zusammen“
            Du bist süß. Ich schaffe meinen Haushalt trotz 50 Stunden Arbeit, 10 Stunden Arbeitsweg und 10 Stunden Sport pro Woche problemlos. Ich esse fast ausschließlich selbstgekochte Mahlzeiten und habe noch immer genug Zeit meine Affäre zu bumsen, Freunde zu treffen und meinen anderen Hobbies nachzugehen. Aber meine Bude ist immer blitzblank, so dass ich von Frauen immer wieder Komplimente dazu bekomme. Wie schaffe ich das wohl wenn ich nur 2 Stunden die Woche aufräume?
            Krieg ich von dir dann die 71.764 €?

            Ich sage dir was der Trick ist – Dreck vermeiden, wenn welcher entstehen sollte ihn gleich wegräumen und regelmäßig putzen. Wenn man sich gar nicht viel Dekomüll (wie ihn sich Frauen anschaffen) kauft, ist selbst Staubwischen eine Kleinigkeit.

            @matrixmann
            „60 Stunden Wochenarbeitszeit und dann noch Haushalt machen? Na, dann will ich nicht wissen wie die Bude dann aussieht… Oder die ist 20 qm Wohnkaserne, passt gerade so ein Bett rein, nicht nennenswert größer als ein Hühnerkäfig in der Legebatterie.“
            Wie geschrieben schaffe ich das Problemlos in einer 75qm Wohnung. So gut, dass ich von Frauen Komplimente dafür bekomme (ungefragt).
            „Noch eine kleine Anmerkung: Falls nicht aus erster Hand bekannt, koch‘ ‚mal was komplett von Hand, ohne Vorlage und Fertiggerichte. “
            Ich hasse Fertiggerichte, ich koche selbstverständlich (ich verzichte dabei größtenteils auf Hilfsmittel von der Industrie) und backe sogar mein Brot selbst (ohne Backmischung). Arbeitszeit für das Backen: rund 5 Minuten pro Woche.

            Ich habe im Übrigen keine Ahnung wie du während des Kochens viel Zeit verlierst. Die meisten Gerichte kochen von ganz alleine im Topf (nach dem Anbraten), da kann man in der Zeit was anderes machen.

            Ich gebe zu, dass ich meine Zeiten und Arbeitsweise optimiert habe aber ich denke nicht, dass man dazu ein Uni-Diplom braucht. Meist ist es Faulheit und Ausreden.

          • @ PfefferundSalz

            Ich würde dann spekulieren, was steht an Mobiliar in der Wohnung?
            Der durchschnittliche Lebensstil heute leistet sich weniger in der Stückzahl, und dann Möbel, die weniger wohnlich als funktioniell eingerichtet sind. Leicht und schnell zu säubern, allerdings machen der Großteil davon höchstens einen Umzug durch…

            Beim Kochen käme mir ebenso die Frage in den Kopf: Über was reden wir da qualitativ? Reden wir über aufwendiges, über traditionell dicke deutsche Küche, oder über Sachen, die generell schnell gehen? Teigware/Reis mit irgendwas dazu?
            Und selbst wenn das nicht, in dem Punkt muss ich selbst Semikolon recht geben: Kochen für 1-2 Personen geht noch, selbst bei aufwendigerem. Wenn’s dann 4 oder 5 werden (oder gar noch mehr), egal ob Kinder oder Erwachsene darunter, macht’s allein die Menge schon aus, dass man mehr Zeit zubringt. Mehr Mäuler erfordern mehr Material, um gesättigt zu werden. Das braucht beim Kochen seine Mehr-Zeit als auch bei der Vorbereitung.
            Verhält sich ähnlich beim Dreck in der Bude. Mehr Leute hinterlassen potentiell mehr, und hast du Personen im Haushalt, die weder alt noch groß genug sind, um schon mit anzupacken, hast du deren Dreck als Erwachsener auch noch an der Backe, zusätzlich zu deinem eigenen.
            Ist eine andere Dimension, als wenn man nur für sich allein sorgen muss.

            Kann sein, dass du vieles für dich sehr effektiv ausgenutzt bekommst, wo mir dabei dann trotzdem ein Fragezeichen über dem Kopf bleibt, ist dabei: Wie viel Stunden Schlaf pro Nacht gibt’s noch?
            Ich sehe es fast so kommen, dass da irgendwas in Richtung „6 Stunden Sparflamme“ dabei herauskommt. Kommt aber nicht jeder mit aus.
            6 Stunden Schlaf und weniger pro Nacht machen viele auf die Dauer krank.
            Im Überlebensmodus macht der Körper das ein paar Jahre mit, insbesondere in jungen Jahren, aber lassen die Säfte irgendwann nach, erlaubt einem das der Körper nicht mehr so einfach, respektive verzeiht er einem den Raubbau aus den jüngeren Jahren nicht.
            Auf Deutsch gesagt: Irgendwann liegt man von Power-Effektivitätsmanagement flach, früher oder später. Jeder.

          • @Semikolon: Die Berechnung des Hausfrauengehalts ist aus mehreren Gründen gar nicht schlüssig und kann so auch gar nicht angesetzt werden.
            Es geht schonmal bei der Kinderbetretung los, alle Kosten die im Bezug zu den Kindern stehen müssen geteilt werden, denn die Kosten für die Kinder sind nicht von Ihm alleine zu tragen, sondern von jedem Elternteil zur Hälfte.
            Bei Putzen, Kochen, Haushalten, Waschen kann die Rechnung nur so erfolgen, wenn die Leistung extern erbracht wird und damit muss wiederum jeder die Hälfte tragen. Ansonsten muss in der Berechnung der Eigenanteil berücksichtigt werden, der Mehraufwand z.B. mehrere Portionen zu kochen ist bei Kartoffeln die geschält werden müssen vielleicht noch Nachweisbar, bei Spagetti schon eher nicht mehr. Das gesunde und abwechslungsreiche Ernährung jetzt nur im Zusammenhang mit Kindern notwendig bzw. sinnvoll ist erschließt sich mir nicht.
            Das Kinder einen Mehraufwand beim Putzen bedeuten steht sicher außer Frage, viele Aktivitäten fallen jedoch auch im Singlehaushalt an und somit kann beim Mehraufwand maximal die Hälfte berücksichtigt werden.
            Den Kostenpunkt Haushalten, generell der Mutter zuzuschlagen halte ich dann mal generell für nicht gerechtfertigt und auch hier würden viele Buchungen sowie die Budgetüberwachung auch ohne Familie anfallen.
            Was den Punkt Waschen betrifft, so ist klar, dass hier vor allem eine überzogene Rechnung aufgesetzt werden müssen. Anstatt einen teureren Wäscheservice, kann hier auch auf eine Haushaltshilfe zurück gegriffen werden, was die Kosten auf max 1/4 reduziert (darin dürften dann auch die Geräte über 5 Jahre abgeschrieben enthalten sein).
            Ganz Abstruse wird es dann beim Einkaufen, da wird eine Personal Shopperin angenommen, wo jedoch im Regelfall maximal die Leistung eine Haushalts- bzw Einkaufshilfe benötigt wird. (Hier stellt sich dann die Frage ob die Gesprächsteraphie mit dem Nachwuchs die durch von der Stilberaterin aufgezwängten Artikel nicht mit einem Beratungshonorar eines Psychiaters anzusetzen sind)

            Jedoch selbst wenn man jetzt mal annehmen würde, das die Berechnung der Kosten gerechtfertigt ist, dann kann man auch die fiktive Rechnung aufsetzten. Beide Partner müssen die Kosten für die Arbeitskraft hälftig aufkommen, was dann bedeutet er bezahlt 35882 Euro und Sie leiht sich 35882 Euro, damit vom Haushaltskonto das Gehalt auszahlen kann.
            Von dem Gehalt anzuziehen sind jetzt die Steuer (ca 12500), die Sozialabgaben (ca 13000), nach Rückzahlung des Darlehns bleiben Ihr noch 10382 Euro.
            Nach Zahlung von Miete, Nebenkosten, Strom, Auto, Kommunikation, Lebensmittel, dürfte schon nichts mehr von den 10382 Euro übrig sein.
            Noch nicht beglichen sind die Dienstleistungen die der Ehemann erbringt und ebenfalls noch nicht berücksichtigt sind die Eigenaufwände der Frau die hier mal nett unterschlagen wurden.

            Ja, die These stimmt, Männer können sich Ihre Frauen gar nicht leisten.

            Sehr deutlich ist auch zu sehen, das sich das Modell Hausfrau und Mutter unterhalb von 5500 Euro Gehalt den er nach Hause schleppt nicht finanzieren lässt.

          • @matrixmann
            Selbstverständlich hab ich funktionelle Möbel, schließlich habe ich den Großteil davon selbst gebaut (übrigens nicht sonderlich schwer). Wozu brauch ich unpraktische Möbel die meist noch hässlich sind?
            Ich bin eh den größten Teil des Tages außer Haus.

            „Beim Kochen käme mir ebenso die Frage in den Kopf: Über was reden wir da qualitativ? Reden wir über aufwendiges, über traditionell dicke deutsche Küche, oder über Sachen, die generell schnell gehen? “
            Ich mache gerne einfache Gerichte aber auch ein Sauerbraten oder ein deftiges Gulasch sind bei mir regelmäßig dabei. Dann Koche ich halt etwas mehr, dass es für länger reicht. Dauert im übrigen auch nicht wirklich viel länger.

            „Und selbst wenn das nicht, in dem Punkt muss ich selbst Semikolon recht geben: Kochen für 1-2 Personen geht noch, selbst bei aufwendigerem. Wenn’s dann 4 oder 5 werden (oder gar noch mehr), egal ob Kinder oder Erwachsene darunter, macht’s allein die Menge schon aus, dass man mehr Zeit zubringt.“
            Die Deutsche Durchschnittsfamilie hat 1,3 Kinder und das Essen ist bei den meisten Familien eher minderwertig und mit Industieprodukten gespickt (Maggi und Co.). Bitte mach hier also keinen Strohmann auf. Als vor 1000 Jahren vor dem Kochen noch das Holz gehackt und Wasser aus dem Brunnen geholt wurde, war Hausfrau sein ganz sicher eine anstrengende Tätigkeit aber heute ist es das nicht mehr. Millionen Singles bekommen das problemlos hin und keiner von denen verwildert.

            „Ich sehe es fast so kommen, dass da irgendwas in Richtung „6 Stunden Sparflamme“ dabei herauskommt. Kommt aber nicht jeder mit aus.
            6 Stunden Schlaf und weniger pro Nacht machen viele auf die Dauer krank.“
            Ich schlafe immer 8 Stunden. Nicht mehr und nicht weniger.

            Ach so, dafür verzichte ich in der Woche auf Computerspielen, hab keinen Fernseher und lese kaum Mainstreamnachrichten. Dadurch fällt ein gigantischer Zeitfresser weg.

            Auch wenn du es dir offenbar nicht vorstellen kannst, aber Selbstdisziplin und eine gute Organisation bringen verdammt viel im Laben und können einem ein Stück mehr Freiheit bringen.

          • @ PfefferundSalz

            Meine Kochhilfe bleibt nach wie vor „Wir kochen gut“, und manche Beschreibungen zu lesen, was man früher noch alles mit ein oder anderer Sache noch gemacht hat (z. B. durchseihen), es sträubt einem (heutzutage) die Haare zu Berge bezüglich Zeitmanagement.
            Versuch mir umgekehrt also auch kein Fass aufzumachen und mich als inkompetent hinzustellen.
            Und, wo habe ich bitteschön auch die Behauptung aufgestellt, Hausfrau sei ein Knochenjob? Entzückt mich immer wieder, wenn eigene Assoziationen oder solche, die mit anderen Personen außer mir verbunden sind, dann auf mich rückübertragen werden.

            Wo ich mit bei bin, ist die Meinung „hört auf, Hausarbeit völlig zu degradieren, nur weil euch das ideologisch nicht passt oder ihr so viele schlechte Hausfrauen kennengelernt habt, die sich aber genau auf solcherlei Tätigkeit ausruhen (die sie nicht einmal machen); auch die muss gemacht werden!“.

            Okay, Zugeständnis bei der Mediennutzung, die sind tatsächlich ein enormer Zeitfresser…

            Wobei ich aber beharren bleibe, ist der Aspekt „Gesundheit“, wenn man körperlich nicht mehr so kann wie der Geist will.

          • Reine Hausarbeit würde ich – Vater von zwei Kindern – in einem Haushalt mit Kleinkindern mit maximal 3 h pro Tag veranschlagen. Semi will sich selbst nur mal wieder ihre eigene Existenzberechtigung als Nur-Hausfrau schönrechnen.
            Klar kann man den Zeitbedarf aufblähen, indem man auch die Socken bügelt und jeden Tag der Wohnung eine Generalüberholung angedeihen lässt. Aber das verbuche ich unter Freizeitvergnügen, nicht unter notwendiger Bedarf für den Haushalt.

          • @Carnofis
            Ein Mann geht gewöhnlich zu Aldi und hat innerhalb von 10 Minuten alles, was benötigt wird.

            Bei einer Frau wird das komplizierter. Zum einen ist sie als Mittelpunkt des Universums nun wirklich etwas Besseres und Aldi unter ihrer Würde. Da muss es schon die angebliche Biowurst vom Landschlachter in 30 km Entfernung sein, die Biomilch vom Baueren in 30 km entgegengesetzer Richtung und das besondere Brot von dem tollen Bäcker, (wo alle, die etwas von sich halten können, einkaufen gehen) in erneut 30 km entgegengesetzer Richtung. Bioware ist da alleine schon deshalb wichtig, weil man ja gut zur Natur sein möchte, um sich moralisch über den anderen Menschen fühlen und über den Abschaum lästern zu können (die Belastungen durch die Autofahrt für die Natur und für die Erwirtschaftung der Barmittel für das gehobene Leben sieht ja später keiner, wenn das Bioprodukt auf dem Tisch steht), …

            Und so eine Haushalts-Einkaufstour lässt sich nun einmal nicht innerhalb von 10 Minuten bewerkstelligen, wenn man nicht so asozial wie ein Mann sein will, der sich mit Aldi völlig zufrieden gibt.

            Hinzu kommt, dass, wenn man schon so selbstaufopfernd für die Familie einkaufen geht, man ja auch zur Enspannung mal ein Stündchen mit der Klatsch-und-Tratschfreundin ins Cafe gehen muss. Anders geht das nicht. Und außerdem kann man dann ja auch noch mal gucken, was die Klamottenläden zu bieten haben und das ist nun wirklich keine Sache, die man in wenigen Minuten abhandeln könnte. Gut aussehen kommt ja schließlich nicht von alleine, sondern ist harte Arbeit, die von allen einfach nicht genug gewürdigt wird. Wenn man da zwischen den 20 Hosen entscheiden muss, dann ist das nichts, was man mal eben so schnell nebenbei erledigen kann. Da muss das für und wider ordnungsgemäß abgewogen werden. Wenn der Ehepartner einem mehr Haushaltsgeld geben würde und man alle Hosen auf einmal kaufen könnte, dann würde es ja vielleicht schneller gehen, aber so sind die Ehepartner halt die Schuldigen, dass es nicht schneller geht. Man darf dabei schließlich auch nicht vergessen, dass auch hier nur Kleidung aus den gehobenen Läden in Betracht kommen kann, da die genauso aussehenden und vermutlich aus den gleichen Fabriken stammenden Kleidungen von H&M nun wirklich nichts für Frauen sind, die der Mittelpunkt des Universums sind.

            So eine Einkaufstour ist da schon sehr harte Arbeit und eine Tagesaufgabe. Man möchte ja schließlich nicht so ein peinlicher Assi wie der Ehemann sein, der mit Einkäufen bei Aldi nur die Umwelt verpesten und Verbrechen an aller Gutmenschlichkeit begehen würde.

            Und auch die Managerfähigkeiten werden von der Allgemeinheit einfach nicht angemessen gewertschätzt, wenn man den Kindern das Leben vermiest und diese nicht eigenständig mit dem Fahhrad seine Termine (Schule, Sportverein, Treffen mit Freunden) aufsuchen lässt. So eine Vollüberwachung der Kinder und des Ehepartners ist auch ein Vollzeitjob. Geheimdienste werden für die gleichen Tätigkeiten schließlich auch bezahlt und machen das nicht mal nur nebenher.

            So einen Haushalt zu führen, wenn man der Mittelpunkt des Universums ist, ist wirklich nicht so einfach!

  8. „Dein Geld ist unser Geld und geht auf das Gemeinschaftskonto, mein Geld ist mein Geld und geht auf mein Konto“

    Könnte man auch so ansehen „das ist Kultur, wurde anerzogen und daher sollte man es in Frage stellen“.
    Wird wahrscheinlich kein/e „Weiblichkeit – Hurra!“-Schreier/in machen… Im eigenen Gehirn herumbuddeln Vor der eigenen Haustür kehren ist ja ziemlich schwer. Vor allen Dingen kann man da auf keinen anderen mit dem Finger zeigen.

    • Ich möchte mal in Frage stellen, ob es den Fall „alle Einkäufe gehen von seinem Konto ab, während sie ihr Einkommen irgendwo seperat hortet (bzw. ausschließlich ihre eigenen Bedürfnisse davon deckt)“ überhaupt in nennenswerter Anzahl gibt. Das ist doch nun mal wirklich schwer zu glauben…

      • Es dürfte noch viele Haushalte geben, in denen die Frau die Finanzen regelt, weil entweder der Mann faktisch nicht gut mit Geld umgehen kann oder sie das zumindest meint (gemainsame Finanzen sind u. a. auch Teil des Managements vom Gesamthaushalt 😉 ). Insbesondere kann das der Fall sein, wenn sowieso nicht viel Geld insgesamt zur Verfügung steht (hat einer schon mal bei Hartz-IV-Empfängern oder Geringverdienern die Haushalsstrukturen studiert?). In dem Fall fühlen sich genauso gut genügend Frauen dazu berufen, den Weltretter zu spielen.
        Bekannt ist mir mittlerweile beides aus der Praxis – sie zählt ihm etwas vor und gibt ihm „Taschengeld“, sowie das Modell „Gemeinschaftskasse“ , von der Ausgaben für den Gesamthaushalt bedient werden.
        Letzteres finde ich besser – nicht nur, weil es da dieses Machtgefälle nicht gibt, sondern weil dann auch jeder für seine weiteren persönlichen Dinge mit dem Restgeld, was er nach der Haushaltskasse für sich behält, gerade stehen muss. Wer zu teuer lebt, kann es nicht einfach vergemeinschaften, damit seine eigene Rechnung stimmt.
        Gerade Frauen vom Persönlichkeitsyp „Glucke“ oder „Sippenaufrechterhalterin“ können da was an sich reißen, was sie nie mehr aus den Händen geben, und jeder Haushaltsbewohner muss dann mit ihrer Rechnung klarkommen – selbst wenn diese ineffektiv ist.

        • „gemainsame Finanzen sind u. a. auch Teil des Managements vom Gesamthaushalt“

          Irgendwo ja schon – eigentlich.

          Gleichzeitig meine ich, dass ebenso traditionell Alles rund um die Finanzen als männliche Aufgabe angesehen wurde?… hm.

          „Bekannt ist mir mittlerweile beides aus der Praxis – sie zählt ihm etwas vor und gibt ihm „Taschengeld“, sowie das Modell „Gemeinschaftskasse“ , von der Ausgaben für den Gesamthaushalt bedient werden.“

          Bei uns läufts (leider) derzeit immernoch so, dass mein Geld unser Geld ist und also komplett verkonsumiert wird, insbesondere bestimmte allgemeine Posten (auffälligerweise nur selten was für die Kinder…) von seinem Konto abgebucht werden, und er mit dem Rest die Urlaubskasse füllt, Rücklagen bildet bzw. für den Vermögensaufbau aufwendet.

          Da wir verheiratet sind, ist sein Geld letztlich natürlich auch immer irgendwo meins, ich habe nur keinerlei Überblick (daran arbeite ich aber^^). Und weil wir verheiratet sind, behält er (solange ich kein oder nur ein geringes Einkommen mitbringe) von seinem Brutto natürlich auch Netto erheblich mehr. Ich bin irgendwo ja sehr gespannt wie es ihm schmecken wird, wenn ihm dieser Vorteil irgendwann wieder flöten geht…

          • Min Geld ist mein Geld, wenn Sie was braucht sagt sie wie viel und kriegt es.
            ziemlich simpel aber sicher eine Ausnahme, die nur funktioniert mit einer besonderen Frau, bzw. wenn meine verfügbaren Einnahmen ihre Wünsche übersteigen, sicher keine so häufige Konstellation.

          • „sicher eine Ausnahme“

            glaub ich nicht.

            Wir z.B. haben jetzt seit irgendwann Anfang des Jahres auch endlich ein „gemeinsames Konto“… es hat auch kaum mehr als 15 Jahre gedauert, bis ich ihn soweit weichgekocht hatte^^.
            Blöd nur: de facto hat er immernoch Nichts umgestellt. Bislang beschränkt er sich darauf, es kommentarlos auszugleichen, sobald er sieht, dass „wir“ ins Minus geraten sind.

            Wie gesagt: ich arbeite dran…
            Ich hab dieses stetige Armutsgefühl nämlich so langsam echt satt.

          • „Irgendwo ja schon – eigentlich.

            Gleichzeitig meine ich, dass ebenso traditionell Alles rund um die Finanzen als männliche Aufgabe angesehen wurde?… hm.

            Kommt vielleicht darauf an, auf welcher Seite der Mauer man sozialisiert wurde.
            Den Trümmerfrauen und ihren Nachfahrinnen, die nach dem Krieg zu gleichberechtigten Menschen erklärt wurden, seit dem arbeiten durften und auch mussten (wer sollte es denn machen? die Männer, die in Kriegsgefangenschaft waren, oder irgendwo tot in Osteuropa lagen?), die haben sich, auf Grund dieser veränderten Umstände, nicht mehr von anderen vorzählen lassen, wofür sie das Geld ausgeben dürfen (wer war denn außerdem da, der das machte?), zudem es war ja ihr eigenes erwirtschaftetes.
            In West Germany war ja noch lange Zeit die Frau juristisch nur ein halber Mensch (ganz wie bei den Besatzern aus Amerika), die von ihrem Mann Geld zugeteilt bekommt, damit sie – oh wie gnädig – auch noch von irgendwas leben durfte. Zudem waren es die Kohlen vom Mann allein – wer soll darüber Entscheidungshoheit haben außer ihm selbst? (Wäre zumindest sonst etwas seltsam.)

            „Bei uns läufts (leider) derzeit immernoch so, dass mein Geld unser Geld ist und also komplett verkonsumiert wird, insbesondere bestimmte allgemeine Posten (auffälligerweise nur selten was für die Kinder…) von seinem Konto abgebucht werden, und er mit dem Rest die Urlaubskasse füllt, Rücklagen bildet bzw. für den Vermögensaufbau aufwendet.“

            In etwa so ist mir das Modell auch bekannt.
            An der Stelle sähe ich da aber die Gegenseitigkeit gegeben – du wirst was in die Wagenschale, was für alle ist, er macht genau das Gleiche.
            Wo man an der Stelle aber sehr aufpassen muss ist die Sache: Nicht bloß Eltern sein und sich selbst oder gegenseitig gar nichts mehr gönnen. Weltretterei ist auch für die betreffenden Kinder nicht gut, weil die nämlich lernen, dass sie sich immer darauf verlassen können, dass die Eltern für sie einspringen – ergo sie müssen nie richtig lernen, selbst zu haushalten, weil da immer ein Backup ist, der alles auffängt (der Mensch ist bequem und geht dern den Weg des geringsten Widerstandes – was in dem Fall bedeutet „Wozu soll ich mir Mühe geben, wenn ich’s doch einfacher haben kann?“).
            Zudem – Askese färbt ab. Genauso wie’s auch Armut intergenerationell tut.

          • „An der Stelle sähe ich da aber die Gegenseitigkeit gegeben – du wirst was in die Wagenschale, was für alle ist, er macht genau das Gleiche.“

            Im Prinzip seh ich das ja sogar auch so.

            Ich weiß auch, dass er sich nur sehr selten „was für sich“ gönnt (wenn, dann verwendet er darauf allerdings größere Summen und spricht das vorher auch nicht mit mir ab – wohl weil er weiß, dass ich das meistens eh für Schwachfug halte… ein neues Objektiv für die Kamera z.B. – sowas ist dann irgendwann „einfach da“, und dann muss er eben „nur“ hinterher mein Gemecker aushalten^^).

            Nur: bislang weiß allein er wieviele Zehntausender Backup „wir“ so haben, wo oder worin sie angelegt sind. Ich rechne ständig mit spitzem Stift, könnt Panik kriegen, wenn die Waschmaschine unrund klingt o.ä. – weil ich eben nur meine Einnahmen sehe (wo wie gesagt kein Rest von übrig bleibt – nicht mehr seit wir Kinder haben. Vorher hatte ich auch noch Rücklagen… die Letzte war ein Aktiendepot, das ich auflösen musste nach der Geburt der Zweiten. Und dann musst ich mir von ihm auch noch anhören, ich hätte sie lieber halten sollen, weil sie jetzt ja deutlich mehr Wert wären… was für’n Scherzkeks!).

            Wenn ich kalkuliere: „für die und die Renovierungsmaßnahme bräuchte ich so-und-so-viel“, ist das nie ein Problem. Zwar beschwerte er sich unlängst allgemein, dass „sein Vermögen“ kaum noch wächst, aber da konnte ich echt mal nur müde lächeln…

            Eine der größten Frechheiten, die er sich dieses Jahr geleistet hat übrigens: mir nicht mitzuteilen, dass er regulär 500 Euro mehr monatliches Gehalt bekommt seit irgendwann im Sommer. Kam vor wenigen Tagen so nebenbei raus als wir über Geld sprachen.
            Unglaublich… da hab ich also wirklich noch viel Arbeit vor mir. Ich weiß.

          • @ Semikolon

            „Ich weiß auch, dass er sich nur sehr selten „was für sich“ gönnt (wenn, dann verwendet er darauf allerdings größere Summen und spricht das vorher auch nicht mit mir ab – wohl weil er weiß, dass ich das meistens eh für Schwachfug halte… (…) sowas ist dann irgendwann „einfach da“ „

            So lang sowas nicht im Ungleichgewicht mit dem Rest des Haushalts passiert, also gemäß Prinzip „alle anderen am kurzen Gängelband halten und sich selbst dauernd was gönnen“, sähe ich da nicht das Problem drin.
            Da muss man dann einfach fair sein und sich sagen „ok, ist sein Geld“.

            Worin ich da aber einen Schiefgang sehen würde sind Floskeln wie das:

            „Nur: bislang weiß allein er wieviele Zehntausender Backup „wir“ so haben, wo oder worin sie angelegt sind.“

            Selbst wenn sich schon einer allein um so was kümmert, sollte der andere wenigstens grob Bescheid wissen, damit’s da nicht irgendwann böse Überraschungen gibt.
            Es kann immer etwas passieren, worüber man den Partner informieren muss, es kann einen immer wer über den Haufen fahren und man ist ein paar Monate nicht Zuhause – es kann auch immer was anderes passieren, dass man plötzlich seinen alten Beruf nicht mehr ausüben kann und das Einkommen, was bisher alle diese Unterfangen gedeckt hat, fällt plötzlich weg.

            So was würd‘ ich aber als ein generelles Kommunikationsproblem in der Beziehung betrachten, respektive Ungleichgewicht. Wenn einer bestimmte Aufgaben in der Familie regelrecht an sich reißt, dann hat das was mit irgendwelchen unterbewusst ablaufenden Mustern zu tun, sei es Erwartungen, seien es Rollenbilder oder sonstwas – solche unterbewusst ablaufenden Dinge sind gern prädestiniert dafür, dass irgendwas daran irgendwann mal schiefgehen wird.
            Das funktioniert für Partner, die Gehaltserhöhungen nicht erwähnen genauso wie für Frauen, die im Haushalt das Gehirn sind, die ihre Männer unter dem Pantoffel halten, und welche dann auf sich allein gestellt nichts mehr auf die Reihe bekommen.
            Also – irgendwas in Sachen Vertrauensbasis oder gemeinsame Übereinkünfte fehlt es da.

            Im Übrigen, wenn ich schon sowas wie „Aktiendepot“ lese, dann kommt mir schon über die Lippen „Scheiße, ihr wart/seid reich!“. Während ich im gleichen Atemzug sage „Aktien? Um Himmels Willen, darin parkt man kein dauerhaftes Geld, es sei denn wenn man aktiv zockt!“. Damit sind nämlich schon viele kräftig auf die Schnauze geflogen.

          • Das waren Aktien vom Typus „sichere Bank“. Seit ich sie abgestoßen habe, hatten sie pro Stück min. 20 Euro Wertzuwachs… und ich hatte sie teilweise vom Unternehmen sogar geschenkt (!) bekommen (als Belohnung – weil ich nämlich die Landesbeste Azubine meines Jahrgangs war), den Rest hatte ich mit Mitarbeiterrabatt zugekauft. Wirklich schad drum… aber es ist nunmal wie es ist. Ich musste die Elternzeit ja schlicht finanziell irgendwie abdecken (damals waren wir auch noch nicht verheiratet – weil ich nicht wollte allerdings)… und er wusste das auch damals schon (hats mir trotzdem kürzlich bei besagtem Geld-Gespräch unter die Nase gerieben, als hätte ich tatsächlich die Wahl gehabt. Herzlichen Dank auch!).

            „Wenn einer bestimmte Aufgaben in der Familie regelrecht an sich reißt, dann hat das was mit irgendwelchen unterbewusst ablaufenden Mustern zu tun, sei es Erwartungen, seien es Rollenbilder oder sonstwas“

            Mein Fehler war (ich habs längst eingesehen): ich wollte ihm finanziell nie irgendwie auf der Tasche liegen. Hab nach der Geburt der Großen sogar noch strikt darauf geachtet, dass er nur ungefähr dieselben Wohnkosten etc. schultern musste wie noch zu seiner Zeit als Single… Falsch verstandener Stolz war das. In meinem Bemühen, absolut fair zu ihm zu sein, hab ich mich real selber übers Ohr gehauen. Und er hat dann bei Gelegenheit gern noch einen draufgesetzt… um sich dann z.B. im (unvermeidlich-eintretenden) Notfall super-großzügig gebärden zu können.

            Sein Vater hat als Selbstständiger übrigens in relativ kurzer Zeit mehr als ne Millionen gemacht… wieviel genau weiß aber keiner von uns. Er lebt als Privatier seit gut 20 Jahren sehr sehr gut, ist permanent auf Reisen, leistet sich viel technischen Schnickschnack, mit dem er häufig nichtmal allein umgehen kann^^ und lässt es sich auch nicht nehmen, wenn wir uns sehen i.d.R. ins Restaurant einzuladen, wo er dann „natürlich“ auch immer die Rechnung für Alle begleicht. Er zahlt m.W.n. sogar noch immer die Autosteuer für seine einzige Tochter – obwohl er ihr schon den Neuwagen geschenkt hatte, obwohl sie sogar mehr verdient als mein Mann und kürzlich noch selbst Eigentum erworben hat. Verglichen mit ihm und seinem Bruder hat sie mal echte Nehmer-Qualitäten^^. Bin gespannt was abläuft, wenn der mal pflegebedürftig wird… womöglich wird seine Versorgung „natürlicherweise“ am ehesten mir zufallen. Sie wird für ihn jedenfalls 100 % sicher nicht sorgen, mein Mann, sein Bruder und dessen Frau ebensowenig (weil u.a. zu weit weg)…
            Naja, wird schon irgendwie werden.

          • @ Semikolon

            Hm… Okay, bei welchen Unternehmen sowas gemacht wird, weiß ich jetzt nicht.
            Wenn man die glatt geschenkt kriegt, ohne selbst was dafür zahlen zu müssen, dann ist das natürlich wie wenn die Jungfrau zum Kinde kommt ( = funktioniert von ganz allein).
            Okay, kann man dann mitnehmen, aufgestockt hätte ich da aber trotzdem nicht.
            Reicht aus, wenn man nur mal bei irgend’nem Börsenspiel mitgemacht hat und sich mit verschiedenen Wertpapieren auseinandersetzen musste, wie die funktionieren und so, um ‚rauszufinden, was richtig Asche abwirft…
            Seit der Krise von 2008/2009 sollte man da besser gar nichts als „sicher“ deklarieren.
            Sicherer ist das Ersparte da noch unterm Kopfkissen.

            „Mein Fehler war (ich habs längst eingesehen): ich wollte ihm finanziell nie irgendwie auf der Tasche liegen.“

            Also, in Verbindung damit, wenn Nachwuchs unterwegs ist, würde ich es als eine einfache Tatsache ansehen, durch die Physik bestimmt, dass irgendwann derjenige von beiden, der das Kind auch kriegt, eine Zeit lang als Verdiener ausfällt und dann automatisch der andere denjenigen mitversorgen muss, weil die Gegebenheiten das einfach so erfordern.
            Da wäre man aber eben bei „unterbewusst ablaufenden Mustern“ – da sollte man sich auch immer schön selbst mit bei ansehen.
            „Auf der Tasche liegen“ ist da sowieso eine Terminologie, die aussagt „ich falle jemandem zur Last, ich bin abhängig von seinem Gutdünken, und eigentlich verdiene ich das als Person gar nicht“. Um nicht zu sagen: Ein Stück Selbsthass.
            Gerade, wenn man noch nicht mal überschwänglich lebt, sondern es dabei um ganz einfache menschliche Bedürfnisse geht, ist das unterbewusster Selbsthass.
            Wie viele schöpfen aus den Vollen, haben noch nicht mal das Geld dazu (oder andere dürfen für sie zahlen), aber sie machen sich keine Platte darum? Und du fängst dir da schon an, Gedanken zu machen, dass du einfach nur was zu Essen brauchst. – Setz das mal in Relation. Sollte ersichtlich sein wie ich darauf komme…

            Ebenso sollte das auch wechselseitig bewusst sein, und nicht dass es wohlmöglich noch der andere von außen mitträgt. Dann läuft da etwas aber ganz verkehrt!
            Kinder kommen zustande, wenn beide sich einig waren, dass sie welche wollen – da haben dann auch beide die Konsequenzen dafür zu tragen und nicht der eine dem anderen noch Vorwürfe zu machen oder was vorzurechnen. Sonst soll man sagen „Tschüß! Das wollte ich nicht!“
            Anders ist es hinterher dann, wenn die Frau sehr wohl körperlich dazu wieder in der Lage ist, selbst was verdienen zu gehen…

            Will mich gar nicht mal viel weiter auslassen, ich denke, ich sag’s aber mal so offen: Obacht in Familien, wo viel Geld und Besitz hintersitzt. So lang alle körperlich und geistig fit sind und aus dem Vollen schöpfen können, läuft alles. Aber wehe bei den Alten fängt der Verfall an sich zu zeigen…
            Allzu oft haben die Kinder alle große Karrieren, sind selbst vermögend genug, und wohnen weit weg von den Eltern. Keiner will sich drum kümmern, weil das den etablierten Lebensstil gefährdet oder gar gänzlich unmöglich macht…
            Wenn’s was großes zu erben gibt, dann stehen sie maximal noch Gewehr bei Fuß auf der Matte und kratzen schlimmer als ein Katze, die ins Haus will.
            Ist auch oft genug der Fall, wenn die Eltern das nicht heraushängen ließen, die Kinder aber wissen, dass die immer auf einem ansehlichen Haufen Geld gesessen haben.
            Bei sowas immer Achtung, wenn man nicht als der Dumme enden will, der irgendwelche Drecksarbeit machen soll, wofür andere später die Lorbeeren kassieren…

          • @semikolon: Ich habe jetzt in mehreren Kommentaren über Ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Familiensituation gelesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Ihr Mann Themen hat die für Ihn schwierig sind.
            Doch Ihr beider Problem ist, das Sie Entscheidungen getroffen haben, bewusst, unbewusst, im guten Glauben oder warum auch immer. Sie können das Spiel weiter treiben bis nichts mehr geht.

            Oder Sie finden einen Weg sich gemeinsame bewusst zu werden, dass Entscheidungen getroffen wurden, die Sie beide irgendwie zu leben versuchen ohne wirklich zu verstehen warum.

            Eine Beziehung ist wie Verabredungen in einer Stadt deren Sprache Sie nicht kennen, jeder von Ihnen hat ein Stadtplan. Nur leider Sie haben den von London, Ihr Partner den von New York und Sie sind in Tokio.
            Ihr Stadtplan hilft Ihnen nicht und sein Stadtplan hilft Ihm nicht um sich in Tokio zu treffen, alles was Sie haben ist Miteinander zu reden und einen gemeinsamen Stadtplan von Tokio zu entwickeln und wann immer Sie sich treffen die Erkenntnisse über Tokio auszutauschen.

            Der Stadtplan ist die Vorstellung von dieser Welt die jeder von uns durch seine Sozialisierung und seinen Werdegang erstellt hat.

            Wenn Sie gerne lesen würde ich Ihnen Fliehkräfte und Gegenspiel nahelegen, die beiden Romane beschreiben einen gemeinsamen Lebensabschnitt einmal aus seiner und einmal aus ihrer Sicht und wie unterschiedlich die jeweilige Wahrnehmung für das selbe geschehen nunmal sind.

          • „Also, in Verbindung damit, wenn Nachwuchs unterwegs ist, würde ich es als eine einfache Tatsache ansehen, durch die Physik bestimmt, dass irgendwann derjenige von beiden, der das Kind auch kriegt, eine Zeit lang als Verdiener ausfällt und dann automatisch der andere denjenigen mitversorgen muss, weil die Gegebenheiten das einfach so erfordern.“

            Als wir uns fürs erste Kind entschieden, lautete der Plan: ich studiere zuende und arbeite nebenher so viel wie möglich, und wir beide sind natürlich – total modern! – zu gleichen Anteilen fürs Kind zuständig. Das schien auch im allerersten Moment noch praktikabel. Z.B., weil er bloß eine Anstellung in Teilzeitumfang hatte gänzlich unbelastet von Karriere-Ambitionen. Eigentlich waren wir beide überzeugt davon: über kurz oder lang würde ich (deutlich) mehr verdienen können als er.

            Der erste Hammer bestand darin wie diese gewollte (strenggenommen aber – so wie die späteren auch^^ – ungeplante) Schwangerschaft verlief… u.a. verlor ich damals nämlich ziemlich ad hoc (allerhöchstwahrscheinlich Hormonbedingt) den Großteil meiner mühsam erworbenen Mathe-Skills und sah mich daher gezwungen, fachlich doch nochmal umzusatteln. Der zweite Hammer war, dass ihm out of the blue eine unbefristete Vollzeitstelle angeboten wurde. Der dritte eine (von mir zunächst so gut wie möglich ignorierte) Krankheitsepisode, hauptsächlich (wahrscheinlich) eine Nachwehe der Geburt. Der vierte, dass er mich, die wild umherstrampelte um irgendwie noch den Kopf über Wasser zu halten, ungeachtet meiner Bemühungen als „Hausfrau“ bezeichnete und auch behandelte. usw.

            Zu sagen, ich fühlte mich ungeliebt zu dieser Zeit, wäre eine dreiste Untertreibung.

            „„Auf der Tasche liegen“ ist da sowieso eine Terminologie, die aussagt „ich falle jemandem zur Last, ich bin abhängig von seinem Gutdünken, und eigentlich verdiene ich das als Person gar nicht“. Um nicht zu sagen: Ein Stück Selbsthass.“

            Ich hasste das was aus meinem Leben geworden war.
            Im Rückblick irgendwo schon fast niedlich. Da wusste ich ja noch nicht, was mir als Nächstes blühte…

            „Dann läuft da etwas aber ganz verkehrt!
            Kinder kommen zustande, wenn beide sich einig waren, dass sie welche wollen“

            Kind 2 ist entstanden als er mich schlafend beschlief. Direkt im Anschluss bezeichnete ich das ihm gegenüber bereits als Vergewaltigung… und das hätte aber doch spätestens das Ende unserer Beziehung sein müssen?! War es nicht, offensichtlich.

            Als meine Periode ausblieb, war er es, der es zuerst aussprach: „Du bist schwanger“. Im Affekt und im Zustand des Verdrängen-wollens behauptete ich da noch, ich würde „einfach abtreiben“… aber er weinte und flehte, ich solle das Kind „wenigstens“ austragen und zur Welt bringen, zur Not würde er es auch allein aufziehen, wenn ich dazu nicht bereit sei… zwar hielt ich das irgendwo für gelogen, aber ich fühlte mich unter Druck (und hey: ich wollte NIE IM LEBEN abtreiben). Ich schwieg. Auch über die Schwangerschaft an und für sich… erst im 6. Monat, nachdem meine Eltern eindringlich mein „komisches Verhalten“ anprangerten, präsentierte ich zum ersten Mal jemandem den bereits stattlichen Babybauch. Aussprechen konnte ich es immernoch nicht, aber ich begann – bewegt durch die Reaktionen meiner Umwelt – mich mit meinem Schicksal abzufinden und sogar auch etwas auf das Kind zu freuen.

            Kind 3 war ein nurmehr ein „normaler“ Unfall. Bis dahin waren so einige Jahre und Krisen an uns vorübergezogen. Wir haben sogar doch noch geheiratet zwischenzeitlich, und wenn ich die paar Bilder betrachte, die von unserer Hochzeit existieren, wirkt mein Mann da äußerst glücklich-verliebt (und ich fands ja ehrlich gesagt im Endeffekt auch gar nicht mal so übel wie befürchtet).

            Klar fand ich es scheiße, als er sich dann vor ein paar Jahren noch einen Job suchte, bei dem sich seine tägliche Pendelzeit fast verfünffachte (!) und mein Veto ungehört verhallte. Er wolle das jetzt einfach, seine Karriere vorantreiben… als Ausgleich holte ich uns einen Hund ins Haus^^

            In seltenen, schlechten Momenten – vor kurzem gabs davon wieder einen – seh ich mich mit dem Anspruch konfrontiert, bittschön alsbald min. soviel zu verdienen wie er. Trotz Baby, na klar. Und obwohl er i.d.R. werktags 10-12 Stunden außer Haus ist, die älteren Kinder auch noch immer so Einiges an „Care“ verlangen usw.

            Ich werde jedenfalls mein Möglichstes tun um diesem Ziel so schnell wie überhaupt nur möglich näherzukommen…

            „Sie finden einen Weg sich gemeinsame bewusst zu werden, dass Entscheidungen getroffen wurden, die Sie beide irgendwie zu leben versuchen ohne wirklich zu verstehen warum.“

            Ich schwöre: immer wenn ich mich an ihn kuschel, mache ich mir bewusst, dass (aller Voraussicht nach) irgendwann wohl der ewiglange Moment kommen wird, ab dem ich mir wünschte, ich hätte auch nur einen weiteren Tag mit ihm.

            Ich wollte „das“ Alles nicht so wie es gekommen ist – aber ich wollte ihn völlig unzweifelhaft, und ich liebe ihn natürlich auch noch immer (und unsere Kinder selbstverständlich ebenso).

            In all honesty: I consider myself quite lucky atm.
            Thank god.

            Warum ich das hier (erneut) ausbreite? Vorallem deshalb, weil ich es niemandem erzählen kann. Und vielleicht hilft es ja sogar irgendwem dabei sich besser zu fühlen, mehr auf die Zukunft zu vertrauen… something along these lines:

            Maybe

          • @ Semikolon

            So wie ich das sehe, wäre es vielleicht mal ein gutes, dich mit dem Thema „Co-Abhängigkeit“ und „Narzissmus“ (in Verbindung damit) auseinanderzusetzen.
            Wenn, wenn ich sowas lese wie

            „Kind 2 ist entstanden als er mich schlafend beschlief. „

            und dann den Fakt einbeziehe, dass dein Mann und du immer noch zusammen seid und gemeinsame Planungen macht, dabei sträubt es mir die Haare zu Berge. Jedes Wesen mit einem gesunden Selbstbewusstsein und einem gesunden Bild von sich selbst wäre spätestens bei dem Punkt ausgerissen oder hätte wenigstens ein Fass aufgemacht, was er nicht einfach so ignorieren kann. SOWAS MACHT MAN NICHT. Egal ob Partner, Ehepartner oder sonstwas. Es sei denn, man ist tief in seinem inneren ein Arschloch und stellt seine Bedürfnisse über die von anderen. Oder da ist eine mächtige Fehlprägung passsiert bezüglich dem, was zwischenmenschlich akzeptabel ist und was nicht, und die sollte dann mal gründlichst besprochen werden.
            Auf der anderen Seite aber auch genauso auf derseite desjenigen, der das mit sich machen lässt, und sich dann doch von irgendwelchen anderen Annehmlichkeiten und falschen Schuldgefühlen dazu breitschlagen lässt, es zu ertragen.
            Genau an der Stelle setzen dann die Themen ein, die ich genannt habe. Schlechte Dinge mitzumachen, die einem ein anderer vorsetzt, und darauf lediglich zu reagieren, wobei die „Reaktion“ dann lediglich in einem „mitmachen“ besteht, genau das ist der Kern von „Co-Abhängigkeit“.
            Wer sich mit Co-Abhängigkeit beschäftigen muss, sollte sich gleichzeitig auch immer in einem Atemzug mit dem Thema „Narzissmus“ auseinandersetzen, weil es eng damit verknüpft ist, zudem auch wegen dem Blick auf den eigenen pathologischen Narzissmus, der sich lediglich durch das Gegenstück, an den die eigene Co-Abhängigkeit gebunden ist, zu einem Kreislauf vervollständigt.
            Bei „Narzissmus“ denken die meisten nur an irgendwelche expressiven, eingebildeten Gockel – aber das ist nur die eine Seit der Medaille. Die Kehrseite dazu sind die stillen Hilfer, die, die nie Nein sagen, die es allen recht machen wollen, eventuell kein eigenes Leben haben, aber durch die Erfüllung der Wünsche anderer ihren Lebenszweck begründen. Auch das ist pathologischer Narzissmus, weil es um den selben Kern kreist: Innere Leere und nicht den eigenen instinktiven Bedürfnissen nachgehen, anstelle dessen den „Bedürfnissen“, die einem andere Menschen nur mal eingeredet haben, dass man sie angeblich hat, und Dinge nur in fester Erwartung einer bestimmten Reaktion beim Gegenüber zu tun (z. B. Anerkennung, Dankbarkeit, Bewunderung, Bestätigung).
            Das alles offenbart sich sehr offenkundig, wenn Leute, die auf ein solches inneres Schema verkabelt sind, nicht die gewünschte Resonanz erhalten, und dann mit nach außen gerichteten Reaktionen wie Zorn, Hass oder nach innen gekehrten selbstzersetzenden Tendenzen reagieren (z. B. „warum hat mich keiner lieb?“, „ich bin so unnütz“, oder noch stärkere Selbstoptimierung, um doch die gewünschte Reaktion vom Gegenüber zu erhalten).
            Die Art von pathologischem Narzissmus, die nicht extern ausgerichtet ist, sie basiert lediglich mehr darauf, sich an den Mitmenschen zu orientieren, weniger an eigene Gedanken von Großartigkeit und vermeintlichem „besser sein als andere“. Die Großartigkeit, wenn man sie so nennen will, kommt vom „Erfüllen der Erwartungen anderer“ – und das nimmt dann auch solche Züge an, bis das es schon regelrecht weh tut.
            Im Kern bleibt da aber dasselbe wie beim größenwahnsinnigen Narzissten: Da sitzt im Inneren ein kleines Kind, was von den Erwachsenen hin und her geschoben wird, dem (offenkundig oder subtil) erzählt wird, was es toll zu finden hat, was für Bedürfnisse es zu haben hat, woran’s Freude zu haben hat usw., und dem einfach der Eindruck von den Außenpersonen vermittelt wird „wenn du nicht meine Vorstellungen reflektierst, dann gibt’s auch keine Anerkennung (evtl. sogar offensiv Bestrafung)“.
            So behandelt sich das Kind dann selbst auch als Erwachsener.

            Was mich so selber bei deinen Schilderungen zusätzlich auch noch stört, ist, dass es bei euch beiden ziemlich viel ums Geld geht.

          • @semikolon
            Wie sollen die Dinge besser werden?

            Erstmal sagen Sie, Kinder kommen zustande wenn beide sich einig sind, nein so geht das mit den Blümchen und den Bienen nicht.
            Es reicht wenn im richtigen Moment eine Eizelle auf einen Samen trifft, was voraussetzt das entweder keine Verhütung angewendet wurde oder ein unwahrscheinlicher Fall des Versagens des Verhütungsmittel eintrat.

            Das erste Kind ist ein klarer Fall von der Mensch plant und Gott lacht. Nein das Leben folgt nicht dem Plan den wir uns zusammen Reimen, wenn das Leben zu uns gnädig ist, dann glauben wir das unser Plan aufgegangen ist und doch ist vieles nicht wirklich planbar.
            Das was Sie Hammer nennen sind die Aufgaben die uns das Leben präsentiert, dass sind die Dinge die wir uns nicht aussuchen, die wir nicht planen und mit denen wir trotzdem umzugehen haben.
            Das schwere an Entscheidungen ist nicht das wir Sie treffen (aktiv selbst bestimmt oder passiv weil die Zeit auch Entscheidungsoptionen ausradiert), das wirklich schwere ist mit Ihnen zu leben.

            Die Frage die sich zu dem was Sie zu dem Zeitraum erstes Kind schreiben gerade zu aufdrängt, waren Sie überhaupt Liebenswert oder haben Sie mit jeder Faser Ihres Körpers aufgezeigt wie beschissen ungerecht das Leben zu Ihnen war?

            Kind 2 – was sollen dazu schon schreiben. Es gibt nichts zu rechtfertigen, es war schlichtweg Scheiße. Ich bin mir sicher, tief verborgen im inneren weiß er wie sicher es war, auch wenn er das nicht zugeben kann, denn auch er muss sich morgens noch im Spiegel ansehen können.
            Klar ist das Thema ist nicht verarbeitet, bei Ihnen nicht, und bei Ihm wahrscheinlich genau so wenig.
            Weiß er überhaupt wie sehr das an Ihnen noch immer nagt, oder versuchen Sie in Internet Foren Ihr Problem von der Seele zu schreiben. (Um es mit meiner bildliche Darstellung zu Beschreiben, das „Ereignis“ hat in Tokio stattgefunden, auf dem Stadtplan von Tokio existiert es nicht, anstatt dessen gibt es ein Update in London und New York)
            Sie haben sich mit Ihrem Schicksal nicht abgefunden, dass kann auch nicht die Lösung sein, finden Sie Ihren Frieden damit. Stellen Sie sich die Frage was passieren muss damit Sie Ihren Frieden damit finden können.

            Kind 3 ein normaler Unfall oder der unbewusste Versuch die Situation durch ein weiteres Kind heilen zu können?

            Wer stellt den Anspruch, das Sie alsbald min. soviel verdienen wie er? Ist es wirklich er, oder ist es die Junge Frau deren hochgesteckten Ziele an der Realität des ersten Kindes zerbrochen sind?
            Wenn es diese Aussage von Ihm gibt, kennen Sie Seine Motive? Haben Sie Ihn ehrlich gefragt?
            Oder ist es wieder die Junge Frau die im bei jeder Gelegenheit anbrüllt weil er die beruflichen Ziele einsammelt die doch eigentlich Ihr zugestanden hätten?

            Warum nimmt er den Pendeljob an? Haben Sie Ihn gefragt, wollten Sie die ehrliche Antwort überhaupt kennen?

            Haben Sie eine Vorstellung was es bedeutet eine fünfköpfige Familie finanziell über Wasser zu halten?
            Kennt er Ihre Wünsche oder versucht er Wünsche war zu machen, die er glaubt das Sie diese haben?

            >> um diesem Ziel …. näherzukommen <> … ab dem ich mir wünschte, ich hätte auch nur einen weiteren Tag mit Ihm <<

            Was muss passieren damit dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, haben Sie überhaupt eine Vorstellung davon?
            Wie lange wollen Sie warten?
            Warum wollen Sie warten? (https://waitbutwhy.com/2015/12/the-tail-end.html)
            Es ist Ihre Lebenszeit und diese ist begrenzt!

            Werden Sie sich bewusst, der einzige Moment in dem Sie leben ist jetzt, was war ist unveränderbar (wir können nur unsere Einstellung dazu verändern) und alles was kommt entscheidet sich immer genau im jetzt.(https://waitbutwhy.com/2013/08/putting-time-in-perspective.html)

            "It doesn't matter where it ends up, It just matters that we're here on the shore. Just trying to have fun and pass the time, and see how far it goes
            The primary difficulties that we observed was that there was just far too little time to do the variety of things that we would have liked to have done"
            (Milow – Way up high)

          • Vielleicht zunächst zur Verhütungsfrage: bei Kind 1 verließen wir uns noch voll auf das System „Persona“. Ich war aber insofern leichtsinnig, als dass ich Morgensex zustimmte noch bevor ich aufs Stäbchen gepinkelt hatte und das rote Licht sehen konnte. Es gibt sicher Leute, die wären dann losgelaufen für die Pille danach… in meinem Universum kommt die irgendwie nicht vor, can’t help it.

            Auch das 2. Kind hätte sie ja wahrscheinlich verhindern können – wenn denn in dem Moment irgendwer dran gedacht hätte. Und ganz vielleicht außerdem das Dritte, da auch diese Zeugung im Grenzbereich erfolgte, wo für diesen Tag (allerdings war es schon sehr spät…) laut meiner Berechnung _eigentlich_ noch hätte gelten müssen: „it’s safe“.

            Trotz meiner statistisch gesehen (altersbedingt) abnehmenden Fruchtbarkeit, habe ich den „Pufferzeitraum“, wos nur mit Kondom geht, jetzt natürlich ausgedehnt^^… und es wäre mir mehr als nur lieb, wenn er sich vasektomieren lassen würde. Will er aber offenbar nicht.

            Rational betrachtet ist unsere „Familienplanung“ defintiv abgeschlossen… aber sag ichs mal so: Nr. 2 war gerad frisch auf der Welt, da fragte ich ihn: „Wieviele Kinder würdest Du eigentlich wollen, wenn Geld keine Rolle spielte?“, und da meinte er doch glatt: „5-10“ – „Und wann würdest Du das Nächste machen?“ – „Jetzt sofort“…

            Das Schöne ist: wir sind uns jedenfalls bis ins Detail einig, wie wir einen Lottogewinn z.B. nutzen würden^^ (mein Kleinmädchentraum waren 5 Kinder – ursprünglich allerdings von 5 verschiedenen Männern, die je allein mit ihnen leben sollten, und ich käme nur regelmäßig zu Besuch^^)

            „Jedes Wesen mit einem gesunden Selbstbewusstsein und einem gesunden Bild von sich selbst wäre spätestens bei dem Punkt ausgerissen oder hätte wenigstens ein Fass aufgemacht, was er nicht einfach so ignorieren kann.“

            Oh glaub mir, das habe ich!
            Weil er auch noch die Frechheit besaß abzustreiten, dass das Ejakulieren in eine schlafende Person hinein den Tatbestand Vergewaltigung erfüllt, hat er sich Minuten nach diesem „Akt“ die erste Ohrfeige seines Lebens eingefangen (weil es auch die erste Ohrfeige meines Lebens war, war ich allerdings etwas unbeholfen, wusste so schnell nicht, welche Hand ich nun nehmen solle, daher entschied ich mich spontan für beide zugleich^^).

            Guess what: das war nicht das Letzte Mal, dass wir uns darüber in die Haare kriegten. Und es war auch leider nicht das Letzte Mal, dass er mir das antat. Ich denke aber, inzwischen hat ers begriffen und auch verinnerlicht.

            Der Begriff Co-Abhängigkeit ist mir natürlich schon mal begegnet, namentlich in Zusammenhang mit dem Alkoholismus meines (seit Jahrzehnten trockenen) Vaters. Ich seh das einfach nicht so!
            Man gibt einen Menschen, den man liebt, nicht einfach auf, Punkt!

            Was sollte sich dadurch denn verbessern?
            Wirklich „Loswerden“ kann man den Anderen doch eh nicht mehr, wenn einmal Nachwuchs da ist!

            Besser werden kann es nur, wenn man auch die schweren Zeiten so gut wie möglich durchsteht, sich um Heilung emotionaler Wunden bemüht und in manchen Fällen auch einfach nur akzeptiert, dass sich Nichts, was einmal geschehen ist, wieder rückgängig machen lässt… und man trotzdem sein Möglichstes tut um wieder glücklich zu werden. Und zwar zusammen.

            Über manche (nicht alle!) Episoden, die sehr sehr schmerzhaft waren, können wir beide inzwischen sogar herzhaft lachen.
            Sometimes (in the end) tragedies become funny!
            That’s a way to approach life.

            „ein klarer Fall von der Mensch plant und Gott lacht“

            Witzigerweise hatte ich diesen Spruch im letzten Kommentar auch kurz stehen^^

            „Die Frage die sich zu dem was Sie zu dem Zeitraum erstes Kind schreiben gerade zu aufdrängt, waren Sie überhaupt Liebenswert oder haben Sie mit jeder Faser Ihres Körpers aufgezeigt wie beschissen ungerecht das Leben zu Ihnen war?“

            Wenn ich unsere Sex-Häufigkeit als Maßstab hernehme, war ich das wahrscheinlich schon. Ich hatte damals allerdings oft das Gefühl, mein Körper gehöre mir so wenig wie mein Leben.

            „Klar ist das Thema ist nicht verarbeitet, bei Ihnen nicht, und bei Ihm wahrscheinlich genau so wenig.“

            Die Frage ist doch: Wann ist ein Thema verarbeitet, woran lässt sich das ablesen?

            „Wer stellt den Anspruch, das Sie alsbald min. soviel verdienen wie er? Ist es wirklich er, oder ist es die Junge Frau deren hochgesteckten Ziele an der Realität des ersten Kindes zerbrochen sind?“

            Beide.

            „Wenn es diese Aussage von Ihm gibt, kennen Sie Seine Motive? Haben Sie Ihn ehrlich gefragt?“

            Wenn er mir Dampf unterm Arsch macht, antizipiert er meinen Erfolg, der ihn sowohl von der finanziell-empfundenen Hauptlast befreien würde als auch emotional.

            „Warum nimmt er den Pendeljob an? Haben Sie Ihn gefragt, wollten Sie die ehrliche Antwort überhaupt kennen?“

            Der Job, den er 10 Jahre lang gemacht hat, bot tatsächlich keinerlei Aufstiegsperspektiven, im O-Ton wollte er aber vorallem raus aus dem „operativen Geschäft“. Jetzt hat er nicht bloß eine umfangreichere Leitungsfunktion, sondern im Büro nebenan sitzt (wenn nicht gerad auf Reisen^^) sein auserwählter Mentor, auf dessen Job er als Endziel spekulierte (ich würde aber sagen, diese Ambition verliert sich allmählich).

            „Haben Sie eine Vorstellung was es bedeutet eine fünfköpfige Familie finanziell über Wasser zu halten?
            Kennt er Ihre Wünsche oder versucht er Wünsche war zu machen, die er glaubt das Sie diese haben?“

            Ja, ja & ja.

            Was den Rest angeht: ich weiß (auch die Antworten), sehe aber keinen großen Nutzen darin, mich dazu jetzt auszubreiten.

            Danke für die Anteilnahme jedenfalls.

            (Dass ich auf die individuelle Ansprache verzichte, bitte nicht persönlich nehmen, das hab ich vor langer Zeit – for the most part – aufgegeben. Ich merke mir aber durchaus, wer was geschrieben hat)

          • @ Semikolon

            „Der Begriff Co-Abhängigkeit ist mir natürlich schon mal begegnet, namentlich in Zusammenhang mit dem Alkoholismus meines (seit Jahrzehnten trockenen) Vaters. Ich seh das einfach nicht so!
            Man gibt einen Menschen, den man liebt, nicht einfach auf, Punkt!“

            Oh, der letzte Satz ist sowas von co-abhängig…

            Was sollte sich dadurch daran verbessern, fragst du.
            Ich formuliere es so: Es ist dein Interesse, ob du weiterhin irgendwelche kleinen oder größeren Verletzungen gegen dich erdulden willst.

            Menschen können sich eine Zeit lang verstellen, wenn sie aber nicht ernsthaft an einer Änderung in ihrem Konzept interessiert sind, dann fallen sie irgendwann immer wieder in alte Muster zurück.
            Das ist nicht anders als bei einem Abhängigen, der, wenn es ihm schlecht geht, wieder zur Droge greift – es sei denn, er sieht es ein, es irgendwann sein zu lassen und mit einem Frust fortan anders umzugehen.
            Willige zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar Rückfälle erleben, aber die Zeiten, in denen sie sauber bleiben, laufen die Dinge. Ihre Rückfälle beschönigen oder leugnen sie dann nicht, sondern arbeiten weiterhin aktiv an sich, aufdass das irgendwann gar nicht mehr vorkommt.

            Denjenigen aus seinem Leben loswerden, wenn man Kinder mit ihm hat, das ist richtig, dafür ist es dann mehr als zu spät.
            Was so eine Sache aber durchaus tut ist: Ein Signal senden „hier ist nicht alles in Ordnung“, sodass der andere gefragt ist, seinen Grips anzustrengen, bzw. sich ernsthaft zu bemühen.
            Gerade bei Beziehungen, wo einer noch in der Symbiose-Bestrebung aus der frühen Kindheit mental gefangen ist, bewirkt es etwas, weil dann die nötige Grenze gezogen ist, die derjenige durch eigene Impulskontrolle nicht in der Lage ist zu treffen.
            In der Praxis heißt das: Wenn du bei jemandem nur zu Besuch bist, verhältst du dich auch anders, als wenn du dort zuhause bist. Fremdes Territorium ist dann doch fremdes Territorium. Und wenn sich jemand trotzdessen nicht benehmen kann, so kann man ihn ganz offiziell wieder vor die Tür setzen.
            Macht man das auch effektiv, dann weiß der andere „wenn ich mich nicht an die Spielregeln des Hausherrn halte, hat das Konsequenzen„. Anders als sonst, wo man dann doch wieder aufeinander herumhockt und der eine ständig über seine Situation klagt.

            Ich will noch mal auf den Satz „Man gibt einen Menschen, den man liebt, nicht einfach auf, Punkt!“ eingehen, weil mir das nicht unwichtig erscheint:
            Erstens – Gefühle sind nicht rational. Das ist nicht ihre Natur. Gefühle reiten dich auch dazu, dich selbst dem größten Arschloch an den Hals zu werfen, wenn dich irgendwas an ihm anzieht, wo dein Verstand hingegen sagen würde „Nein, mach‘ das nicht!! Du läufst ins Verderben!!“.
            Zweitens dazu – gerade wenn man irgendwelche unverarbeiteten oder unreflektierten Sachen noch am laufen hat, die dann sind diese Gefühle häufig nicht die eines Erwachsenen, sondern die eines kleinen Kindes, was auf einem früheren Entwicklungsstand stehen geblieben ist.
            Welche Vorsicht hat ein kleines Kind? Das kannst du dir selbst beantworten…
            Gerade Kinder, die in irgendetwas ungesättigt geblieben sind, laufen mit diesen ungestillten Emotionen und Bedürfnissen Amok, wenn sie erwachsen sind. Sie treten unkontrolliert und auch überschwänglich damit an alle möglichen Personen damit heran, auch solche, bei denen sie das besser nicht tun sollten, weil sie nur verletzt werden.
            Das soll heißen: Das, was du vielleicht als „Liebe“ oder irgendeine andere Emotion deinerseits in der Präsenz erachtest, ist am Ende doch in Wahrheit die Emotion und das Bedürfnis eines (inneren) Kindes, und es hält an bestimmten Dingen fest, so wie ein Kind auch am beschisssensten Elternteil der Welt festhalten kann, weil es denkt, da kommt irgendwann doch was – der große Fleischklops, an den man gebunden und von dem man abhängig ist, der kann einen doch nicht einfach verlassen!
            Und das ist dann doch etwas ziemlich anderes als „Liebe“…
            Für drittens nehme ich mal zwei Aussagen von dir, was das mit den Kindern betrifft:

            „mein Kleinmädchentraum waren 5 Kinder – ursprünglich allerdings von 5 verschiedenen Männern, die je allein mit ihnen leben sollten, und ich käme nur regelmäßig zu Besuch^^“

            „Nr. 2 war gerad frisch auf der Welt, da fragte ich ihn: „Wieviele Kinder würdest Du eigentlich wollen, wenn Geld keine Rolle spielte?“, und da meinte er doch glatt: „5-10“ „

            Die Erste lässt in mir schon mal die Frage entstehen: Und dann hast du dir in der Realität drei Kinder „angeschafft“ (bitte nicht zu verächtlich verstehen…), um die du dich selbst kümmern musst??
            Der Unterschied zwischen dieser Träumerei und den tatsächlichen Umständen ist mir dann doch etwas zu gegensätzlich. Zudem, was denkst du wie dieses Muster hätte aufgehen können? Wirklichkeit werden können? Als Mann kannst du eine Schar Kinder zeugen, mit denen du nicht leben musst, aber als Mutter musst du schon ganz schön was für verbrochen haben, damit deine Kinder nicht bei dir wohnen und sich der jeweils andere Elternteil ihnen annimmt… (Wieso das so ist? Weil die Tendenz in der Realität doch so ist, dass die Kinder, wenn schon nur bei einem Elternteil, dann tendenziell eher bei der Mutter gelassen werden. Warum, das muss einen in dem Punkt zunächst nicht interessieren… Es ist erstmal einfach so.)

            Die zweite Aussage ist mir ein ziemlicher Widerspruch zu etwas anderem: Großfamilie, und dann denkt überhaupt noch einer von euch beiden ernsthaft, dass das was mit einer Berufstätigkeit von dir wird??
            Wer so viele Kinder in einem Hause hat, der wird automatisch Manager im eigenen Haus, weil es logistisch einfach nicht anders funktioniert. Oder man holt sich die Leute, die das für ein gewisses Entgelt tun. – Dann würde ich das aber schon nicht mehr „eigene Familie“ nennen, weil die Kinder eher schon zu ihren Nannys „Mama“ sagen müssten als zu der eigentlichen Person, die das ist.
            Zudem, dafür braucht man auch das nötige Kleingeld…

            Wenn du mich fragst zu dem Bild, es sieht ziemlich aus nach einem „ich will haben, aber nicht die Konsequenzen dessen“. Wasch mich, aber mach‘ mich nicht nass.
            Weißt du aber, was das ist? Das ist nicht das Schema eines Erwachsenen, sondern das eines Kindes. Ich will hier, ich will da – und von keinem Wunsch geht irgendeine Tür (im Leben) zu, weil das im Horizont noch nicht vorhanden ist.
            Erwachsenen ist das klar, dass das Leben so läuft, deswegen planen sie auch – oder leben eben damit wie sich die Dinge anderweitig ergeben. Und begraben solche Gedanken auch, wenn was unmöglich geworden ist.
            Hier höre ich da raus, dass das bei dir nicht der Fall ist. Wie viel bei deinem Mann auch – keine Ahnung.
            Und genau in solchen Details liegt der Ausbruch aus dem gewohnten Schema, wo man nur co-abhängig den Aktionen des anderen hinterherrennt…
            Ich formuliere es bewusst so, denn es sind nicht solche Details allein, die ein Herumdoktoren verlangen, es ist vielmehr schon ein ganzes komplexes Konzept.
            Viele Details und Aspekte machen ein System aus. Hier geht’s schon nicht mehr um die Symptome, sondern um das ganze System, was dahintersteckt. Dessen Fäden zu der Gesamtsituation zusammenführen.
            Und genau deswegen bringe ich das mit der Co-Abhängigkeit und hacke hier auch auf etwas herum, was du, aus deiner Perspektive, als normale Emotion wahrnimst…

            Es ist nicht ’ne Frage, was einem in den Kram passt und womit man sich identifizieren will, es ist eine Frage, was da ist.
            Womit bist du unglücklicher? Mit deiner Gesamtsituation, so wie sie ist, und wie die Aussichten darin sind – oder damit, dich mit einem unbequemen Thema auseinanderzusetzen und vielleicht was hässliches an dir selbst zu finden?
            Jedem das, wofür er sich entscheidet…

          • @ Semikolon
            Da ist er der Missing Link, die Alkohlkrankheit ihres Vaters.
            Eine Studienfreundin von mir hat ziemlich ähnliches zum Thema ungeliebt, nicht gut genug als Schülerin, Ehefrau, Mutter, Hausfrau, Beruf usw. erzählt.
            Vieles von dem konnte ich nicht nachvollziehen was Sie mir immer wieder von sich erzählt hatte. Ich habe Ihr immer wieder eine andere Perspektive aufgezeigt, was wohl irgendwann dazu geführt hat sich mit der Alkoholkrankheit Ihres Vaters und was es für Sie selbst bedeutet konfrontiert hat (im übrigen ist das Verdrängen/Abstreiten des Themas ganz normal). Sie hat diverse Unterstützung (Psychiater, ANON Gruppe (für Kinder von Alkoholkranken)) in Anspruch genommen und letztendlich kann man sagen, dass es Ihr wirklich geholfen hat, Sie selber sieht das genauso, wobei Sie jedoch auch sagt, dass immer wieder befürchtet wieder in alte Muster zu verfallen.
            Das Ihnen der Begriff Co-Abhänigkeit schon mal begegnet ist, verwundert mich nicht. Viele wollen das Thema für sich nicht sehen, ob es für die vielen kein Thema ist, davon ist meine Studienfreundin nicht mehr überzeugt.

            Im übrigen geht bei der Aufarbeitung nicht darum Menschen die man liebt aufzugeben, sondern darum für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen, die eigenen Grenzen kennen und setzen zu können mit dem Ziel das verletzte innere Kind in den Arm zu nehmen um Ihm die Geborgenheit zu geben die es braucht um die Wunden heilen zu lassen.

            Ich habe die Ausführungen von matrixmann gelesen und möchte hier vor allem zu bedenken geben, Ihr Vater hat doch nicht beschlossen dem Alkohol zu verfallen weil er es einfach mal toll gefunden hat.

            Das Ihr Kleinmädchentraum unterschiedliche Väter hatte, hat meiner Meinung nach einen Zusammenhang mit Ihrem Kindheitserlebnis (Rolle ihres Vaters), dass die Kinder mit den Vätern leben sollten auch (Rolle Ihrer Mutter).

            Was Ihre Kinder betrifft die Natur hat Ihnen ein Angebot gemacht, Sie haben es nicht ausgeschlagen, mir müssen Sie nicht erklären warum. Vielleicht war es die Hoffnung etwas kitten zu können, was nicht so selten ist.
            In der Zwischenzeit ist Ihnen wohl schon mehr oder weniger klar, das die Kinder Ihr Kindheitserlebnis nicht ungeschehen machen können. Was Sie sich Fragen müssen ist wie Sie Ihrem inneren Kind die Geborgenheit geben können die es sucht. Das es Heilung sucht scheint Ihnen ja schon mal bewusst geworden zu sein.

            Ja an die altersbedingte verschwindende Fruchtbarkeit hatten meine Eltern eigentlich auch auf den Plan, zwischen mir und meinem kleinen Bruder liegen 25 Jahre, soviel dazu.

            >>Wirklich „Loswerden“ kann man den Anderen doch eh nicht mehr, wenn einmal Nachwuchs da ist!<>Wo wir gerade von unheimlichen Gefühlen gesprochen haben. Es bestand darin zu wissen, aber nicht wahrhaben zu wollen, dass das Leben, das ich dir ermöglichen kann, nicht das Leben ist, das du führen willst. Und darin, nicht zu wissen, von welchem Leben du stattdessen träumst. Angst zu haben, es könnte ein Leben ohne mich sein. Jahrelang habe ich versucht, davor die Augen zu verschließen.<>Es war nie unser Deal, dass du mir ein Leben ermöglichst. Ich habe es weder verlangt noch erwartet<>Was war unser Deal?<>Wir hatten keinen. Wir hatten plötzlich ein Kind<<
            – – – Zitat Ende – – –

            Nun sie haben nicht ein Kind Sie haben drei, ansonsten wissen sie viel und eigentlich auch nichts.
            Sie Beide können nicht mit dem Leben weitermachen das durch den Umstand, das Sie nicht auf den Persona gepinkelt geendet ist.
            Sie nehmen seit Jahren den nächstbesten Ausweg und kommen kein Stück voran.

            Meiner Meinung nach müssen Sie beide für Klarheit sorgen. Vielleicht hilft Ihnen das Konzept des Zwiegesprächs, wie es von Michael Lukas Möller in die "Wahrheit beginnt zu Zweit" beschrieben wird.

            Und noch eins zum Schluss, zeigen Sie ihrem inneren Kind das Sie es Lieben.

          • Leider ist hier ein Textteil verloren gegangen. Dazwischen sollte noch folgendes stehen.
            >>Wirklich „Loswerden“ kann man den Anderen doch eh nicht mehr, wenn einmal Nachwuchs da ist!<Wo wir gerade von unheimlichen Gefühlen gesprochen haben.

          • Leider ist hier ein Textteil verloren gegangen. Dazwischen sollte noch folgendes stehen, zweiter versuch:
            „Wirklich „Loswerden“ kann man den Anderen doch eh nicht mehr, wenn einmal Nachwuchs da ist!“
            Doch das geht und es gibt unzählige Fälle wo ein Elternteil aus dem Leben entfernt wird, ob das jedoch im Sinne der Kinder ist steht auf einem andern Blatt.
            Im übrigen hat Ihr Mann Ihnen nicht nur ein stumpfes Messer vor die Füße gelegt, mit seinen Tatbeständen hat er gleich mehrere Sprengkapseln, mit Zündnetz und scharfem Sprengzünder installiert. Was Ihren Mann getrieben hat kann ich nicht sagen und auch wenn er es abstreitet muss Ihm klar sein, dass Ihm das jederzeit um die Ohren fliegen kann.

            Das scheint jedoch nicht Ihre Intention zu sein und das abstreiten oder sich in die Haare kriegen das Thema nicht aus der Welt schaffen kann ist klar.

            Woran man erkennt das ein Thema verarbeitet ist, meiner Meinung nach wenn sich die Gedanken an dem Thema nicht mehr verfangen.

            Hier Zitiere ich mal aus Gegenspiel:
            „Wo wir gerade von unheimlichen Gefühlen gesprochen haben.

            (eine Ahnung warum das nicht geklappt hat, hoffentlich jetzt)

          • Na ja da war dann doch nicht alles was ich ursprünglich geschrieben habe, jedoch noch dazu gehört.

            Liebenswert hat mit Sex-Häufigkeit nicht wirklich was zu tun.

            Im übrigen habe ich die Fragen nicht gestellt, damit Sie hier ausführlich/vollumfänglich Antworten, sondern das Sie sich mit den Fragen beschäftigen und hinter die schnellen Antworten schauen.

            Wir alle haben Antworten und viele davon helfen uns auch dabei uns selber zu belügen, wir sind gerade zu Meister Antworten parat zu haben die mitunter auch helfen unser Konstrukt recht zu fertigen und es eben nicht ins wanken zu bringen.

            Ich bezweifle das Ihre Antworten die Feuerprobe bestehen.

            Deutlich wird das meiner Meinung nach wenn Sie die empfundenen Hauptlasten ansprechen, das finanzielle ist nur ein Aspekt von vielen und vielleicht wäre es sinnvoller die Lastenverteilung gemeinsam generell auf neue Beine zu stellen. Sie können aber auch einfach weitermachen bis es nicht mehr geht (Drogenabhänigkeit (kingelts?), Burnout, Herzinfakt, …)

          • Wow, Ihr Beide seid mal echt engagiert (dabei mir eine behandlungsbedürftige Störung anzudichten^^ – no offence)!

            „Es ist dein Interesse, ob du weiterhin irgendwelche kleinen oder größeren Verletzungen gegen dich erdulden willst.“

            Er wird mir beständig ein besserer Partner, this I know.
            We’ve come a long way, baby!

            Heißt nicht, dass es keine roten Linien gäbe… würde er z.B. je die Hand gegen mich (oder die Kinder) erheben, oder ich auch nur annehmen müssen, dass er eine Prostituierte aufgesucht hätte, wäre es sowas von vorbei – da müsst ich nicht zweimal überlegen.

            „Gefühle sind nicht rational. Das ist nicht ihre Natur.“

            Wer hat mehr Recht: Kopf oder Bauch?
            Ich sage Bauch.

            „Und dann hast du dir in der Realität drei Kinder „angeschafft“ (bitte nicht zu verächtlich verstehen…), um die du dich selbst kümmern musst??
            Der Unterschied zwischen dieser Träumerei und den tatsächlichen Umständen ist mir dann doch etwas zu gegensätzlich. Zudem, was denkst du wie dieses Muster hätte aufgehen können? Wirklichkeit werden können? Als Mann kannst du eine Schar Kinder zeugen, mit denen du nicht leben musst, aber als Mutter musst du schon ganz schön was für verbrochen haben, damit deine Kinder nicht bei dir wohnen und sich der jeweils andere Elternteil ihnen annimmt… “

            Ja also: als Teenager ist mir dann auch klargeworden, dass ich diese Idee vergessen konnte…

            „Großfamilie, und dann denkt überhaupt noch einer von euch beiden ernsthaft, dass das was mit einer Berufstätigkeit von dir wird??“

            Keine reguläre Angestellten-Konzern-Karriere, natürlich. Aber es gäbe ja durchaus Professionen, mit denen sich auch in dieser Konstellation ausreichend Geld erwirtschaften ließe, heutzutage leichter als je zuvor (wenn man es denn richtig anginge und auch ein bißchen Glück hätte).

            Wär ich jetzt auch nur 10 Jahre jünger, würd ich mir ja irgendwo diese (oben mit ihrem youtube-channel als Erstes verlinkte) Frau zum Vorbild nehmen:

            View this post on Instagram

            Today we failed to take a picture so here’s our #PageSundaySelfie from last week. Thought I’d share a recap of my thoughts about my 10 day #SocialMediaFast: 📱Even though there’s a total FOMO fear of disconnecting…I ultimately missed out on nothing. 📱I surprisingly didn’t miss SM like I thought I would. Well, the scrolling anyway. With the new algorithms, mindlessly scrolling just doesn’t quite have the appeal it used to. However…I realize I do it WAY more than I should and am now much more aware. Also realized I was “checking in” with friends by stalking their feeds instead of actually connecting with them. Def a habit I need to change. 📱The first few days I found myself reaching for my phone A LOT. I realize that my problem is with my phone in general. When I have a moment, I automatically use my phone to mindlessly pass the time. Definitely eye-opening. 📱 I found myself using Marco Polo to talk with friends more, reading the news, keeping up with emails and chats from work a little better, etc. So at the end of the day I still filled the time, I just did it differently. 📱I missed you Freebs like CRAZY. Made me realize how grateful I am for this community we’ve built together, and confirmed how much I absolutely love sharing my life with y’all. I love posting IG stories. I love sharing my day to day ups and downs, tips, the things that bring me joy, etc. I had many “ugh I’d love to share this!” moments. It is a form of journaling for me as well, and I missed having those little 15 second “journal entries” in my phone. 📱The most special result of this fast, however, was the gift of service that poured into my life. Immediately, on day one, I had the opportunity to help two women at a store. The next day was able to help a friend in crisis. EVERY DAY were opportunities. It made me feel SO GOOD…but wow, am I missing these moments because my nose is in my phone? Probably. 📱All in all, I have a renewed desire to grab my phone less, engage & serve more, and use SM only for things that fulfill me and others around me. What did you think? Did you do it? If you haven’t, try it! Life changing! Happy Sunday, Freebs! Glad 2be back❤️. #PageHousehold

            A post shared by FunCheapOrFree.com (@jordanpage) on

            6 Kinder in etwas mehr als 8 Jahren hat sie bekommen (keine Zwillinge darunter!) – und zeitgleich ihre Familie aus der Verschuldung geführt, ein paar Businesses aufgebaut und auch federführend dafür gesorgt, dass sie ein wunderschönes, riesengroßes Haus besitzen (das sie in wenigen Jahren bereits abgezahlt haben wollen).

            Ohne ihren starken Glauben (den sie mit ihrem Mann teilt, sie sind Mormonen) hätte sie das sicher nicht geschafft.

            Seit kurzem arbeitet er übrigens auch von zuhause aus. Und ist doch ziemlich überrascht, wie schwer das ist^^

            „Womit bist du unglücklicher?“

            Ich bin nicht (mehr) unglücklich, im Gegenteil.
            I truely feel blessed.
            Die durchgestandenen, schlechten Zeiten waren nicht völlig umsonst.

            „Das Ihr Kleinmädchentraum unterschiedliche Väter hatte, hat meiner Meinung nach einen Zusammenhang mit Ihrem Kindheitserlebnis (Rolle ihres Vaters), dass die Kinder mit den Vätern leben sollten auch (Rolle Ihrer Mutter).“

            Man kann natürlich spekulieren… den Großteil meiner bewussten Zeit war er aber trocken. Einen Rückfall gab es rund um mein Abi und während meiner anschließenden Ausbildung bis hinein in mein Erststudium (ich hatte meiner Mutter sehr ans Herz gelegt sich scheiden zu lassen). Hätte er damals nicht die Kurve gekriegt (wobei wir ihn unterstützt haben), wäre er sicher schon lange tot.

            „Was Sie sich Fragen müssen ist wie Sie Ihrem inneren Kind die Geborgenheit geben können die es sucht.“

            Ich kann m.M.n. nur versuchen, unseren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen als ich es hatte. Kein Hokuspokus.

            „Vielleicht hilft Ihnen das Konzept des Zwiegesprächs, wie es von Michael Lukas Möller in die „Wahrheit beginnt zu Zweit“ beschrieben wird.“

            Na, das werd ich mir doch zumindest mal ansehen, hat ja sehr gute Bewertungen und kann sicher nicht schaden.

            „Woran man erkennt das ein Thema verarbeitet ist, meiner Meinung nach wenn sich die Gedanken an dem Thema nicht mehr verfangen.“

            Vergessen kann ich Vieles nicht… ich glaub aber auch nicht, dass ich das sollte. Das heißt aber bei Weitem nicht, dass es meinen Alltag bzw. unser Verhältnis bestimmt.

          • @ Semikolon

            „Wow, Ihr Beide seid mal echt engagiert (dabei mir eine behandlungsbedürftige Störung anzudichten^^ – no offence)!“

            Das nennst du schon „Störung andichten“? Für meine Begriffe ist es erst einmal normales „Feedback“. Wie wenn jemand bedenkenlos dahinplaudert und ein anderer bei irgendwas anmerkt „das finde ich jetzt aber ungeheuerlich! das gehört nicht zu einem standard way of life!“.

            „Heißt nicht, dass es keine roten Linien gäbe… würde er z.B. je die Hand gegen mich (oder die Kinder) erheben, oder ich auch nur annehmen müssen, dass er eine Prostituierte aufgesucht hätte, wäre es sowas von vorbei – da müsst ich nicht zweimal überlegen.“

            Das finde ich jetzt sehr bizarr in Bezug auf vorherige Schilderungen. Gewalt wären ein Trennungsgrund, Nutten auch, aber dass im Schlaf über dich drüber gestiegen wird, nicht??
            Für mich wären das erste und das letzte beides Sachverhalte, worauf für mich die persönliche Todesstrafe stünde. Meine körperliche Integrität darf nur ich beschädigen, kein anderer! Für Zuwiderhandlungen sollte man mit Konsequenzen rechnen – und nein, bei unverhandelbaren Sachen, die allgemein offensichtlich sein sollten, da gibt es auch keine Gnade. Gnade kennt nur der König, wenn er dich als unbedeutenden Eierdieb laufen lässt…

            „Wer hat mehr Recht: Kopf oder Bauch?
            Ich sage Bauch.“

            Kopf und Bauch sind eins, wenn sie zusammenarbeiten und der Verstand mit genügend Scharfsinn gefüttert ist, dass er weiß wie die Gefühle einzuschätzen sind.

            „Keine reguläre Angestellten-Konzern-Karriere, natürlich. Aber es gäbe ja durchaus Professionen, mit denen sich auch in dieser Konstellation ausreichend Geld erwirtschaften ließe, heutzutage leichter als je zuvor (wenn man es denn richtig anginge und auch ein bißchen Glück hätte).“

            Das nenne ich jetzt „ziemlich naiv“.
            Wenn du das haben wolltest, dürftest du nicht jetzt erst anfangen, das Konstrukt müsste schon stehen. Um Geld für sich arbeiten lassen zu können, muss man erst mal eine ganze Menge konzentrierte Bemühungen reinstecken, damit das hinterher läuft.
            Einkommen aus Büchern, Medienrechte, Kopierrechte und solches werfen auch erst den größten Profit für einen ab, wenn man davon genügend schon vorhanden hat und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass irgendjemand etwas davon so nutzt, dass du davon für diese Nutzung bezahlt werden würdest.
            Und auf irgendwelche Social Media Karrieren verlasse man sich schon mal gar nicht – gerade auch, weil die vordersten Plätze mit dem meisten Profit schon vergeben sind, weil andere schneller waren in der anfänglichen Boom-Zeit.
            Selbst diejenigen, die auch damit einen guten Penny abwerfen, müssen auch was für diesen tun – kriegt man etwas mit bei Twitch-Streamern.
            Das große Geld kommt bei diesen Medien-Karrieren im wesentlichen auch durch Werbegelder und Product-Placement. Influencer sein eben. (Da gehört dein Leben aber schon teilweise nicht mehr dir…)
            Was ich auch noch hinzufügen muss – die Ahnung hat man, wenn man genügend von Übersee mitkriegt: Die größten Strahlemann-Karrieren machen keine Leute aus einfachen oder gar ärmlichen Verhältnissen. Wenn man hier hört „verschuldet“, denkt der deutsch-geprägte Verstand sonstwas, aber in Amerika bedeutet das gar nichts. Selbst die Gutsituierten aus der Mittelklasse haben welche, und wenn sie von einer Krankenhausbehandlung oder vom College sind.
            Das liegt an der Art wie die Dinge drüben laufen. Soziale Sicherung ist bei ihnen was, was die richtig Reichen als „nicht notwendig“ beim Staat durchgesetzt haben.
            Alle, die solche gut medienwirksamen Karrieren hinlegen, kommen aus Elternhaushalten, die schon Geld mitbringen. Auch ein Bill Gates konnte mit Computern nur anfangen, weil er die ökonomische Freiheit dazu hatte. In ’nem Haushalt mit Säufereltern und wenig Geld wären die Bedingungen dafür denkbar schlecht gewesen, weil er schlicht weder die Zeit noch die Ruhe dafür gehabt hätte. Mit 3 Kindern dort schon an der Backe wäre ihm das wohl auch nicht schier in den Schoß gefallen.
            Die Frau, die man „Okto-Mum“ genannt hatte wegen der Schwangerschaft mit 8 Kindern, war gleichzeitig auch gezwungen, ihre Story zu vermarkten, weil mit nun insgesamt 14 Kindern (!) und alleinerziehend fliegt einem in den USA nichts zu – und hat man keinen wohlhabenden Gönner oder Sponsor oder reiche Verwandtschaft, die einen abfängt, dann muss man sich tunlichst selbst helfen, und das sieht nicht nach einer Bilderbuch-PR-Karriere aus, von der man ein Dolce Vita bekommt.
            Hierzulande sieht das im Detail auch nicht viel anders aus…

            „Ich bin nicht (mehr) unglücklich, im Gegenteil.
            I truely feel blessed.
            Die durchgestandenen, schlechten Zeiten waren nicht völlig umsonst.“

            …Und dann beklagst du dich, wie bestimmte Dinge bei dir laufen/gelaufen sind, wie sehr du dir selbst ins eigene Fleisch geschnitten hast, um „die Faire“ oder „die Starke“ zu spielen und dass du dich ökonomisch jetzt noch unter Druck gesetzt fühlst, was bestimmtes abliefern zu müssen?

          • @Semikolon: Nein ich will Ihnen gar nichts andichten, auch wenn Sie das so interpretieren möchten.

            Wie sehr ungeliebt Sie sich gefühlt haben, haben Sie selbst geschrieben, dass es Sinn macht zu Hinterfrage woher das kommt, dass sehe ich nun mal so und ich habe meine Gründe dafür.

            Niemand von uns kommt als unbeschriebenes Blatt Papier auf die Welt, wir schreiben nur die Geschichte unseres Lebenslinie weiter.
            Es geht darum auf der Straße des Lebens weiter marschieren zu können ohne immer zurückzublicken.

            Wir alle treffen Entscheidungen, das schwierige ist mit Ihnen zu leben und es gibt niemanden der Dir dabei helfen kann. (Aus „Der Dieb der Worte“)

            Vergessen Sie die Frau aus dem YouTube Channel, das ist auch nur eine Kulisse, eine Kulisse die Sie sehen sollen, eine Geschichte die inszeniert ist.
            Es ist nicht die Geschichte hinter der Geschichte.

            Auch die „funcheaporfree“ Karriere hat Ihren Preis und diesen Preis muss man zahlen wollen. Wir leben in einer Welt in der uns vieles offen steht und ja neben etwas Glück braucht man vor allem eines den Fokus und bedingungslos den Preis zu bezahlen der dafür notwendig ist.
            Nein es geht nicht um das bunt bedruckte Papier das nur funktioniert weil wir alle Glauben, es geht vor allem um Lebenszeit, denn es ist das einzige Gut das verdammt kostbar ist von dem wir noch nicht mal wissen wieviel wir davon noch haben.

            Wenn Sie eine Anleitung suchen um in Ihrem Leben das Unglück zu mehren, meiden Sie Paul Watzlawiks entsprechenden Ratgeber und suchen Sie sich noch mehr „funcheaporfree“ Vorbilder, die setzen auf Ihr betreutes Denken, Ihre Clicks und Ihr Unglück.

            Ich wies warum ich verfangen geschrieben habe und nicht vergessen.
            Ich weis warum ich verfangen geschrieben habe und nicht bestimmen.

          • „Das nennst du schon „Störung andichten“? Für meine Begriffe ist es erst einmal normales „Feedback“. Wie wenn jemand bedenkenlos dahinplaudert und ein anderer bei irgendwas anmerkt „das finde ich jetzt aber ungeheuerlich! das gehört nicht zu einem standard way of life!“. … Gewalt wären ein Trennungsgrund, Nutten auch, aber dass im Schlaf über dich drüber gestiegen wird, nicht??“

            Eine Frage der Sozialisation, schätz ich.

            Schon bei meinem ersten Partner kam das vor, ziemlich regelmäßig sogar. Mehrmals die Woche (würde ich im Rückblick zumindest sagen) erwachte ich davon gefickt zu werden. Und ich fand das damals ü-ber-haupt nicht schlimm, sondern eigentlich nur völlig normal (sick, I know).

            Da habe ich allerdings auch die Pille genommen, was ich seit Anfang 20 nicht mehr tue, was ich auch wirklich bereue getan zu haben, selbstverständlich nie mehr tun würde, und wovon ich auch unseren Töchtern nur eindringlichst abraten kann.

            Auch, weil es so ein Arschlochverhalten ja geradezu befördert.

            Hier übrigens als Leseempfehlung ein Thread, wo es auch darum ging (mit Weiter-Verweis zur Schilderung des letzten derartigen „Vorfalls“ und den gelinde gesagt unverschämten Reaktionen der hiesigen Kommentatorenschar darauf)
            https://allesevolution.wordpress.com/2018/01/30/feministische-mutter-und-ihre-soehne/

            „…Und dann beklagst du dich, wie bestimmte Dinge bei dir laufen/gelaufen sind, wie sehr du dir selbst ins eigene Fleisch geschnitten hast, um „die Faire“ oder „die Starke“ zu spielen und dass du dich ökonomisch jetzt noch unter Druck gesetzt fühlst, was bestimmtes abliefern zu müssen?“

            Man wird doch wohl noch ehrlich sein dürfen? – wenigstens im Schutze der Anonymität…

            „Vergessen Sie die Frau aus dem YouTube Channel, das ist auch nur eine Kulisse, eine Kulisse die Sie sehen sollen, eine Geschichte die inszeniert ist.
            Es ist nicht die Geschichte hinter der Geschichte.“

            Also zum Einen plane ich keine Social Media-Karriere (ich wollte nur anmerken, dass das – ich denke auch immer noch – eine Möglichkeit wäre für die oder denjenigen, dens interessiert), und zum Anderen bin ich mir ziemlich sicher, dass das was wir von der Page-Family z.B. sehen können, wirklich schon sehr sehr authentisch ist.

          • @ Semikolon

            „Eine Frage der Sozialisation, schätz ich.“

            Gelinde ausgedrückt ist dem wohl so.
            Dennoch, gerade weil es krank (unverhältnismäßig im Vergleich zum Rest) ist, würde ich mir diese Stelle in meiner Sozialisation sehr kritisch ansehen. Erst recht, wenn das nicht das erste Mal war, dass einem so etwas passiert ist, vor allen Dingen, wenn das mit mehreren Personen sogar passiert ist.
            Seinen ungelösten Konflikten läuft man im Leben immer wieder über den Weg.
            Beim Pennen plötzlich mit einem Schwanz im Körper aufzuwachen, es ist egal ob männlich oder weiblich, es tut beiden weh. Keiner will das unvorbereitet. Das ist ein Angriff auf die eigene physische Integrität.

            Den Thread habe ich mir soweit angesehen – um es milde auszudrücken, ich weiß, warum ich mich in keiner Szene ausschließlich aufhalte. Überall die gleiche aggressive und dogmatische Stimmung – von allen Seiten, die es da gibt.
            Den großen Angriffspunkt in deiner Verhaltensweise, die die Kommentatoren aber ausmachen, sehe ich selbst so und ich denke, das habe ich schon zum Ausdruck gebracht.
            Mit einem normalen, durchschnittlichen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl lässt man sich so etwas nicht gefallen und bleibt noch bei der Person. Und das nicht nur in Bezug auf deinen jetzigen Ehemann, es werden ja auch Vorfälle in der Vergangenheit mit deinem ersten Partner genannt (die eben nur nicht dazu geführt haben, dass ihr ein oder mehrere gemeinsame Kinder habt).
            – Wo ich eben dann wieder bei dem Punkt bin, da sollte man mental mal in einem Gehirn herumwühlen, denn das ist keineswegs ein gesunder Standard in der Sozialisation. Es kann sein, dass es für dich damals, vielleicht auch heute noch, wie etwas erscheint, was „normal“ ist, weil du es nicht anders gewohnt bist. So ist es aber nur in deiner Welt, nicht in der Welt von allen anderen auch. Das ist genauso wie wenn man unter einem kaputten Elternhaus aufgewachsen ist und denkt, so geht es in allen Familien zu, das ist der normale Umgangston, den Familien so an sich haben.
            Komme in eine andere Familie und du erlebst das Gegenteil – was man dir beigebracht hat, als „Normalzustand“ zu akzeptieren, ist in Wirklichkeit keiner! In anderen Familien geht es nicht so kaputt zu wie in deiner…
            Und genau da muss man dann selbst ansetzen, woher und von wem man das haben könnte, wenn man es denn nicht lebhaft noch weiß… Diese Frage, woher dieses innere Bild von „normal“ kommt, kann man sich in der Regel nur selbst beantworten, weil man das eigene Leben am besten kennt.

            Und ich möchte das Muster auch nicht als Sozialiation auf ein bestimmtes Geschlecht bezogen wissen! Angewöhnt kriegen, sich von Partnern oder Partnerinnen alles mögliche gefallen zu lassen, das ist keine Frage des Geschlechts – das funktioniert grundsätzlich bei beiden.
            Ein Mann freut sich auch nicht, wenn er des nachts ungefragt von seiner Partnerin beritten wird (am besten noch ohne die sonstige Verhütung), oder – bei Schwulen – wenn er plötzlich in der Nacht mit einem Schwanz im Arsch aufwacht.

          • @Semikolon
            Welche Antwort soll Ihnen das Forum geben, wie sie selbst darlegen habe Sie das Thema ja schon öfter offengelegt, offensichtlich nicht mit dem gewünschten Erfolg

            Wenn man die Pille absetzt (und dazu gibt es ganz sicher gute Gründe), dann sollte man zumindest auch einen grundlegenden Konsens in Sachen Kinder haben.

            Was die Möglichkeiten zur ungewollten Schwangerschaft betrifft, so hat ausschließlich die Frau eine Option. Für einen Mann gibt es diese nicht, er kann die folgen durch keinen wie auch immer gearteten legalen Eingriff abändern.

            Ich sehe jetzt drei Optionen haben wie Sie das Ereignis sehen:
            1. Sie gehen den rechtlichen Weg, mit all den Folgen die das Gesetz dafür vorsieht.
            2. Sie kommen mit dem Ereignis nicht klar und können mit Ihrem Mann nicht mehr zusammen leben, dann ziehen Sie die Konsequenzen, Ehen scheitern an viel unbedeutenderen Dingen.
            3. Sie nehmen es als einen Versuch die angeknackste Beziehung / Ehe zu kitten (nun für gewöhnlich halt von der Frau ausgehend, was die Aktion jetzt auch nicht besser macht, denn auch das ist Missbrauch, nur laut feministischer Logik kann es den ja gegenüber eines Mannes gar nicht geben)

            Wie auch immer, dass Kind ist jetzt auf der Welt, dass lässt sich nicht rückgängig machen. Wollen Sie den Kind wirklich die Bürde Ihrer nicht getroffenen Entscheidung mit auf dem Lebensweg geben?

            Hören Sie auf mit dem Eiertanz, er schadet auch Ihren Kindern und Entscheiden Sie sich!
            Das kann Ihnen niemand abnehmen, die Entscheidung müssen Sie ganz alleine Treffen und dann kommt die wirklich schwere Aufgabe – leben Sie damit!

            Ja die YT-Page-Family ist so Real wie das Leben von Truman Burback in dessen Show.

          • „Seinen ungelösten Konflikten läuft man im Leben immer wieder über den Weg.
            Beim Pennen plötzlich mit einem Schwanz im Körper aufzuwachen, es ist egal ob männlich oder weiblich, es tut beiden weh. Keiner will das unvorbereitet. Das ist ein Angriff auf die eigene physische Integrität.“

            In den beiden Threads zusammengenommen können wir aber doch knapp 10 Männer zählen, die angaben, das (eher oder definitiv) nicht so zu sehen, darunter der Quotenschwule („Ich finde das, was Dir (angeblich) geschehen ist, unfein, aber auch kein Drama.“) und natürlich auch der Hausherr.

            Lesen wir nochmal, was der allein u.a. dazu geschrieben hat (in nicht-chronologischer Reihenfolge), ich steige ein mit meiner Frage von Anfang des Jahres:

            „Als ich damals hier auf dem Blog berichtete, wie ich kurz zuvor schlafend beschlafen (ergo vergewaltigt) wurde… was hast Du da doch gleich als Allererstes gerufen?“

            Christian: „Dass ich es in einer Beziehung, in der man eh miteinander schläft, nicht als vergewaltigung ansehen würde, wenn man das macht, vermute ich.“

            Und eben jener 2016:

            „komm mal runter, du machst dich lächerlich …
            Gott, klingt das erfunden. …
            Hattest du ihm mitgeteilt, dass du dich gerade darüber aufregst oder liest er bei dir mit?
            Klingt fast so als hätte er dein Verhalten als Signal verstanden so etwas zu machen, ansonsten wäre es doch ein arg großer Zufall.
            Würde gut passen, der Wunsch nach Aufmerksamkeit und begehrt werden und der arme Mann, der deine Ambivalenz und dein Dominanzstreben nach wie vor nicht versteht …
            Strafbarkeit setzt nach wie vor Vorsatz voraus, gerade wenn man aufgrund anderer Vorkommnisse (etwa einer gesunden Beziehung mit problemlosen Sex und ähnlichen Versuchen von ihr oder entsprechenden Aussagen ihrerseits) nicht damit rechnete, dass sie etwas dagegen hat, auf diese Weise geweckt zu werden (wie auch die meisten Männer nichts dagegen haben, auf diese Weise geweckt zu werden) dann hat er keinen Vorsatz. …
            ich könnte mir gut vorstellen, dass sie es einfach erfunden hat, einfach um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. „Seht eure schrecklichen männlichen Verhaltensweisen haben schon wieder ein Opfer gefordert“. Das die Belanglosigkeit, mit der sie dann darüber hinweggeht, genau den gegenteiligen Effekt hat, ist ihr da vielleicht gar nicht bewußt.
            Sollte es doch so gewesen sein, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass sie ihm gegenüber Andeutungen gemacht hat, bis er dachte, dass er sich genau so verhalten soll. Sie scheint mir nicht die Frau zu sein, die so ein Thema für sich behalten kann und es verbergen kann. ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass sie die Vorstellung erregt und fasziniert, nur kann es ihr Mann eben nicht auf die Art umsetzen, die dieser Fantasie nahe kommt bzw sie kann es ihm nicht zugestehen, weil sie nicht selbstsicher genug und sicher genug in ihrer Partnerschaft ist, um eine gewisse Kontrolle an ihn abzugeben.“

            Wäre es hier nicht mal an der Zeit für Psychologisierungen dieses Charakter-Typs?
            Was ist da wohl schiefgelaufen in der Sozialisation?
            Und wie sollte so jemand ohne Weiteres einer Tochter eine Erziehung angedeihen lassen, die sie dazu befähigte, derartige Angriffe auf ihre körperliche Integrität abzuwehren (bestenfalls noch bevor sie geschehen)?
            Oder einem Sohn beibringen können, kein Täter zu werden?

            „Welche Antwort soll Ihnen das Forum geben, wie sie selbst darlegen habe Sie das Thema ja schon öfter offengelegt, offensichtlich nicht mit dem gewünschten Erfolg“

            Meine Motivation ist mehrstufig: einmal fühlt es sich befreiend an, es wenigstens schreibend rauslassen zu können (wo ich schon nicht darüber sprechen *darf*). Da ich das (bewusst) „unter Feinden“ tue, kann ich zudem annehmen, in meinen Überlegungen auch Nichts groß zu übersehen.

            Es ist doch hochgradig unwahrscheinlich, dass es hier um ein individuelles Problem, das nur mich tangiert, geht (abzulesen an den Reaktionen).

            Wenn ich das auf den Tisch bringe, habe ich die zumindest Chance, unzählige Männer (vorallem) zur Reflexion über ihr Arschlochverhalten zu animieren… and this might spread.
            Vielleicht beschert mir ja genau dieses Engagement im Jenseits eine Tapferkeitsmedaille, weiß mans?^^

            „Wenn man die Pille absetzt (und dazu gibt es ganz sicher gute Gründe), dann sollte man zumindest auch einen grundlegenden Konsens in Sachen Kinder haben.“

            Den hatten wir natürlich – und zwar seit dem Beginn unseres Verhältnisses. Was die Umstände der Zeugung des 2. Kindes nicht weniger bedrückend macht.

            „Was die Möglichkeiten zur ungewollten Schwangerschaft betrifft, so hat ausschließlich die Frau eine Option. Für einen Mann gibt es diese nicht, er kann die folgen durch keinen wie auch immer gearteten legalen Eingriff abändern.“

            Technisch gesehen dürfte er noch auswandern… nur moralisch betrachtet wäre das natürlich falsch. Daher kann man insbesondere Männern eigentlich auch nur dazu raten, sich sexuell ausschließlich mit Frauen einzulassen, mit denen sie sich auch Nachwuchs vorstellen könnten – oder eben durch eine Vasektomie das Zeugungsrisiko mit größtmöglicher Sicherheit auszuschließen, insbesondere dann, wenn sie überhaupt keine Kinder (mehr) wollen.

            „Hören Sie auf mit dem Eiertanz, er schadet auch Ihren Kindern und Entscheiden Sie sich!“

            Na hab ich doch. Und falls es interessiert: wir hatten sowohl vorgestern wie auch gestern Sex. Gestern hats ihm besser gefallen (weil mit Penetration), vorgestern mir (weil ohne)^^

          • @ Semikolon

            Interessiert mich nicht wie andere das beurteilen wollen. Habe ’nen eigenen Kopf zum Denken.
            Ich stamme nicht aus irgendeinem Aktivismus-Feld, daher habe ich weder den festgefahrenen Fokus von diesem, noch habe ich es nötig, mich gegen irgendein bestimmtes Feindbild zu behaupten. Ich muss mich gegen alles behaupten, was ich als Unsinn erachte.

            Ich weiß auch nicht, wie du dich über die Zeit hier gegeben hast (dürftest wahrscheinlich nicht erst seit vorgestern hier sein?), sodass die Beteiligten eventuell Anlass dazu hatten, diese Annahmen zu machen.
            Sonst, wenn du ernsthaft darauf scharf bist, irgendeine Psychologisierung von mir zu erhalten… Nimm diese hier: So kann das aussehen, wenn man mit ideologischem Fokus vorbehaftet ist.
            Warum behaupte ich das?
            Nun… Ich meine für mich, sowas im Leben schon mal gehabt zu haben, vor langer Zeit. Daher die Ahnung wie so etwas aussehen kann. Ich brauche solchen Nonsens nicht mehr. Führt zu nichts. Engt das Sichtfeld ein. Verblendet einem das Hirn, sodass man nicht mehr wahrnimmt, was da ist. Stattdessen interpretiert man in alles und nichts alles aus seinem festgefahrenen Fokus ‚rein und das, was dieser in seinem Weltbild erlaubt. Und man nimmt nur noch wahr, was sich in eben das Raster dieses Fokus schieben lässt.
            Woher kommt so etwas? Blödheit, Mangel an Bildung, frühere Verletzungen (durch die Gruppe von Personen, die in diesem Fokus das das Feindobjekt sind)… Such‘ dir irgendwas aus.
            Kleiner Hinweis am Rande: Die fette Markierung ist nicht umsonst. Damit meine ich zumindest meine Erfahrungen gemacht zu haben.

            „Oder einem Sohn beibringen können, kein Täter zu werden?“
            Ich bin vom Persönlichkeitstyp her kein Opfer, sondern das Gegenteil davon.
            Allerdings habe ich ein Gewissen. Und ein inneres Bild davon, was sozial akzeptabel ist und was nicht. Zusätzlich zu meinen eigenen Ansichten darüber…
            Nebenbei mangelt es mir an der Motivation, anderen aus dem Bauch heraus auf die Nerven zu gehen, weil mir das selbst missfallen würde, wenn das einer mit mir macht (und weil auch selbst das Anstrengungen voraussetzt, Arbeit macht – Anstrengungen für eine Spezies, die man öfter mal ignorieren sollte…).
            Soll heißen: Du redest gerade mit einem Arschloch. Und trotzdem gibt’s bei mir eine Grenze, was sich gehört und was definitiv nicht.

          • @semikolon:
            Erstmal nein, mich interessiert Ihre Sexleben nicht und erst recht nicht im Detail. Wenn Sie dafür Publikums suchen sollten Sie entsprechende Foren aufsuchen.

            Anscheinend ist Ihnen daran gelegen mit dem Thema irgendeine abstruse Analyse zu machen.

            Ganz generell es gibt ganz unterschiedliche Ideen Menschen haben im Bezug auf sexuelle Aktivitäten und solange das im Konsens abläuft gibt es da überhaupt nichts was da zu kritisieren ist.
            Wer also auch immer die Idee hat jemanden im Schlaf zu überraschen und er hat einen Partner der diese Idee teilt, dann sehe ich kein Problem darin. Ein Problem ist es nur dann, wenn es eben nicht im Konsens stattfindet.
            Falls Sie es für irgendeine kranke feministische Statistik brauchen für mich wäre das nicht akzeptabel, weder aktiv noch passiv.

            Und genau da liegt das was Sie Ihren Kindern beibringen müssen, Sich und den anderen zu akzeptieren, selber klare Grenzen setzen und die Grenzen des anderen zu respektieren.
            Dazu gehört nichts zu tun was man selber nicht möchte.
            Dazu können Sie dann noch gleich anfügen, dass man Grundsätzlich nicht erwarten kann, das ein anderer seine Ansichten teilt und man das gegenfalls eben vorher zu klären hat.
            Dazu gibt es dann noch nicht mal einen sexuellen Kontext, denn das ist schlicht und einfach generell gültig.

            Wenn Sie mehr zu Thema Täter und Schuld lesen wollen, dann beschäftigen Sie sich z.B. mit der Arbeit von „Ferdinand von Schirnach“ der sich mit den Grenzen unserer verfassungsmäßig garantierten Unantastbarkeit beschäftigt.

            Nun moralisch betrachtet ist es falsch mit der Hoffnung die Ehe zu retten eine Schwangerschaft herbeizuführen, von Frauen trotzdem gern gewählt. Warum einer Frau die Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch gegeben werden, einem Mann jedoch nicht die selben Rechte zugestanden werden, dass ist dann wahrscheinlich eines dieser männlichen Privilegien.
            Im übrigen gibt es auch für Frauen einen vergleichbaren Eingriff, alternativ haben die Pharmaherstellen für Frauen noch ein Angebot. Für Männer wurde bisher leider nichts mit vertretbaren Nebenwirkungen gefunden.

            Wer verbietet Ihnen das Sprechen? Sind wir also doch wieder bei dem riesigen Elefanten der mitten in Ihrem Wohnzimmer steht und den Sie Ihren Kindern als „Erblast“ aufbürden wollen?
            Nein Sie haben gar nichts, Sie haben sich um die Entscheidung gedrückt, dass bitte schöne sollen dann irgendwann die Kinder übernehmen. Erwarten Sie kein Verständnis von mir.

            Wenn wir dann noch zum Thema Reflexion des Arschlochverhaltens eingehen, dann sollten Sie zuallererst mal bei sich selbst anfangen. Eine Tapferkeitsmedaillie gibt es dafür wenn überhaupt nur in der Hölle.

            Irgendwas ist bei Ihrer Sozialisierung mächtig daneben gegangen, dass können Sie anhand Ihrer Posts nicht ernsthaft abstreiten.
            Ob das behandungsbedürftig ist müssen Sie schon selbst beurteilen.

Schreibe eine Antwort zu Benjy R. Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.