„Ich habe keine Beweispflicht für meine Erfahrungen“

Auch so ein klassisches feministisches Argument:

Du hast keine Beweispflicht für deine Erfahrungen, aber damit sind sie eben nicht per se objektiv wahr, die Schlüsse die du aus dem, was du meinst erlebt zu haben, sind damit nicht richtig und deine Erfahrungen müssen auch nicht repräsentativ für die Gruppe Frau oder eine andere Gruppe sein.

Vielleicht liegt es schlicht an dir, vielleicht hast du etwas überbewertet oder vollkommen falsch interpretiert, vielleicht ziehst du bestimmte Situationen aus Gründen, die nicht mit deinem Geschlecht zu tun haben, sondern mit dir selbst, an.

Und andere haben eben auch Erfahrungen. Die können deinen entgegenstehen.

Erfahrung sind damit wenig Wert. Interessant ist, ob man sie objektivieren kann, ob Studien zeigen, dass andere Leute das auch empfinden etc.

 

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27 Gedanken zu “„Ich habe keine Beweispflicht für meine Erfahrungen“

    • Typische Missy Magazin, TAZ, und Konsorten Autorin. Momentan hauptsächlich dafür bekannt, dass sie Weiße, Männer, und besonders weiße Männer geradezu krankhaft hasst und damit ihren Lebensunterhalt verdient. Da sie Kurdin ist räkelt sie sich als WoC-Opfer, obwohl sie weißer als ein Ire im Winter ist.

      • „dass sie Weiße, Männer, und besonders weiße Männer geradezu krankhaft hasst und damit ihren Lebensunterhalt verdient.“

        Jepp, wer Weiße öffentlich hasst, wird keine Probleme kriegen Journalisten zu finden die deren Botschaft unbedingt verbreiten wollen.

      • Lol. Also nochmal eine Abgrenzung zu PoC, People of Color. Wobei „People“ ja bereits women impliziert. Aber Frauen sind nochmal was besseres als People, nochmal ein Stück mehr Opfer. Das muss man schon nochmal betonen.
        Krass, dass diese Leute offenbar nicht merken, wie erbärmlich sie sind.

        • Ne, sie ist schon kurdischer Abstammung.
          Da Kurden in der Türkei härter diskriminiert werden als Türken in D. (jedenfalls gibt es keine kurdischstämmige Spieler in der türkischen FB-Nationalmannschaft), hat sie schon nicht unrecht damit, dass sie generell am falschen Ende von Diskriminierungserfahrungen steht.

          Aber die Aussage ist ja nicht: „Ich werde diskriminiert, weil ich Kurdin bin/für eine Türkin gehalten werde, und das finde ich scheiße!“, sondern: „Ich werde diskriminiert, weil ich nicht weiß bin, und das finde ich scheiße.“

          Ja, nee, ich habe Cousinen, die mehr Farbe haben als sie jetzt.

  1. Es müsste doch eigentlich für jeden einsichtig sein, dass man die Erfahrungen anderer nicht nachvollziehen kann, weshalb es mehr als nur subjektiver Erfahrung bedarf, wenn man Ansprüche stellt.

    Irgendwie wie ein kleines Kind: „Ich will aber!“

  2. Im Prinzip richtig. Wenn du aber irgendwelche Konsequenzen aus deinen Erfahrungen forderst, dann bist du beweispflichtig.

    Warum? Menschen lügen. Punkt

  3. Die Säbelschickse möchte, nachdem sie sich ausgiebig als männerhassende Sexistin etabliert hat, nun also auch bei den Rassisten ganz vorn mitmischen.
    Aber gerne doch. Das sichert ihr einen der vorderen Plätze, sollte es hier mal zu einem menschenrechtskonformen Gesellschaftskonstrukt kommen, welches solche Durchgeknallten und ihre Hintergründe aufarbeitet ….

  4. Mit Erfahrungen ist das schon so eine Sache. Jeder macht seine eigenen, persönlichen Erfahrungen. Die können schon erheblich vom allgemeinen Konsens abweichen.
    Nur weil man sie selbst nicht nachvollziehen kann, und sie i.d.R. nicht beweisbar sind, ist das kein Grund, einem anderen Menschen seine individuellen Erfahrungen abzusprechen.

    Gerade Feministinnen machen das ja gerne, und leugnen Erfahrungen anderer Frauen, und die von Männern sowieso, wenn sie nicht in ihr eigenes Weltbild passen.

    • Es gibt sehr komplizierte wissenschaftliche Diskussionen zum Thema, vor allem bei Kindesmissbrauch.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerungsverf%C3%A4lschung

      Es konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass die Negation von Ideen paradoxe Effekte haben kann, die möglicherweise den Zuhörer dazu veranlassen zu glauben, dass die negierten Ideen tatsächlich existierten. Wenn nun ein Zeuge gehört hat, dass etwas nicht stattgefunden hat, kann er sich nach einiger Zeit fälschlicherweise daran erinnern, dass es tatsächlich stattgefunden hat.[11]
      ……………………….
      Die Psychologen Julia Shaw und Stephen Porter konnten 2013/14 in einer experimentellen, kontrollierten Studie nachweisen, wie leicht es ist, Menschen dazu zu bringen, sich (fälschlicherweise) daran zu erinnern, in ihrer frühen Jugend ein Verbrechen begangen zu haben. Dabei „erinnerten“ sich nach drei Interviews, in denen suggestive Gesprächstechniken eingesetzt wurden, 70 % der Probanden (Studenten) an die vermeintliche Tat, die Reaktionen der Umgebung inklusive Polizeieinsatz sowie sonstige Folgen. In punkto Detailliertheit und Lebendigkeit der Erinnerungen ähnelten diese generierten Erinnerungen anderen falschen Erinnerungen mit nicht-kriminellem Inhalt und ebenfalls den wahren (nicht erzeugten) Erinnerungen der Studienteilnehmer.[17][18]

  5. Standpunkttheorien und Definitionsmacht-Konzepte sind aus rationaler und humanistischer Perspektive aus zwei Gründen abzulehnen:

    1. Es ist möglich, dass Menschen bezüglich ihrer Erfahrungen lügen, (vollständig oder teilweise).

    2. Es ist möglich, dass Menschen ihre Erfahrungen falsch deuten bzw. falsch interpretieren und falsche Schlussfolgerungen aus ihren Erfahrungen ziehen.

    Aus diesen Gründen sind Standpunkttheorien und Definitionsmacht-Konzepte als anti-aufklärerisch und anti-emanzipatorisch zu beurteilen und zurückzuweisen.
    Aus einer aufklärerischen und emanzipatorischen Perspektive zählt nur die zwanglose Kraft des besseren Arguments (wie es der von mir geschätzte Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas formuliert.)

    • Da Erfahrungen sich aus Erinnerungen an Erlebnisse ableiten, sollte noch auf die Möglichkeit hingewiesen werden
      3. Falsche Erinnerungen – und die Möglichkeit, falsche Erinnerungen reglrecht einzupflanzen bzw. sich (bei entsprechnder ideologischer vorbelastung) auch selbst einpflanzen zu können.

    • Ja, Leute wurden schon verurteilt weil sie sich falsch erinnerten und das Gegenteil bewiesen werden konnte, z.B. durch Fernsehberichte.

      Es wurde behauptet man könnte an Gehirnströmen erkennen ob eine Aussage der Wahrheit entspricht, auch wenn der Proband ehrlich meint die Wahrheit zu sagen.

      Die schlechtesten Beweise vor Gericht sind Zeugenaussagen.

      So bleibt das Weltbild intakt. Die Maschinen werden uns bald überholen, nicht nur im Verkehr.

      • „Es wurde behauptet man könnte an Gehirnströmen erkennen ob eine Aussage der Wahrheit entspricht, auch wenn der Proband ehrlich meint die Wahrheit zu sagen.“
        Das funktioniert ja nicht mal, wenn die Leute wissen, dass sie lügen.
        Oder wenn sie tatsächlich die Wahrheit sagen.

  6. Sie meint: „Ich kann und will mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich aus dem gleichen geistigen Tiefkellergeschoss wie Pegida agitiere!“

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