Landtagswahl Bayern

Es wird gewählt. Mal sehen, wie es ausgeht

Update:

46 Gedanken zu “Landtagswahl Bayern

    • Die Grünen sind halt „Wohlfühl-Links“ (Man kann es auch Linkspopulismus nennen). Sie vertreten halt moralisch angenehme Positionen und so lange der Wähler nicht von den negativen Konsequenzen einer derartigen Politik zu spüren bekommen (oder sich davor drücken können) wird halt Grün gewählt.

      Es ist halt oft klassisch NIMBY: Geringe Mieten: Ja! Häuser bauen in denen Menschen wohnen könnten: Nein. Solche Widersrprüche ziehen sich durchs Programm: Ausstieg aus Atom und Kohle aber wie Deutschlands Energiebedarf gedeckt werden soll, wird nicht erklärt.

      • Sie vertreten halt moralisch angenehme Positionen

        Was ist an Männerfeindlichkeit angenehm?
        Ich weiß, manche Männer sind so blöd und halten Frauenbevorzugung für legitim.

        • Auch wenn nicht alle Frauen Feministinnen sind, so wird „Feminismus“ in der Regel neutral bis positiv wahrgenommen und im akademischen Millieu (dort wo die Grünen ihre Stammwähler haben) ist er sogar sehr positiv besetzt.

          • Dir ist schon klar, dass du mit solchen Aussagen den guten Ruf der Akademiker bezüglich des Verstandes und der Dummheit untergräbst?
            Feminismus war vielleicht mal gut, als es noch um tatsächliche Gleichberechtigung der Frauen ging.
            Obwohl eigentlich auch das falsch ist, denn bestehende Benachteiligungen von Männern hat offensichtlich zu keiner Zeit irgendwen interessiert.

            Im Grunde sind Frauen immer schon bevorzugt worden, sei es der Gentleman, der ihr die Tür aufhält oder aber die Jacke in den Dreck wirft, damit sie mit einem Paar ihrer riesigen Schuhsammlung über die Straße flanieren kann.

      • @Anon:

        Die Grünen sind nicht nur »Wohlfühl-Links«, sie gehen mit ihrem moralisierenden Zugang zur Welt für viele Konservative auch als »Konservatismus light« durch, das heißt, sie sind auch für eine Teilmenge der unzufriedenen Christdemokraten wählbar. Wer meint, die Grünen seien in erster Linie »linksradikal«, möge in Betracht ziehen, dass das immer schon nur eine Hälfte der Partei war – die andere Hälfte war salopp gesagt immer schon eine kulturell modernisierte Neuauflage des kleinbürgerlichen Moralismus.

        • Und man darf auch nicht die paternalistische Einstellung der Grünen vergessen. Äussert sich vielleicht anders als bei konservativen ist aber vorhanden.

        • „Wer meint, die Grünen seien in erster Linie »linksradikal«, möge in Betracht ziehen, dass das immer schon nur eine Hälfte der Partei war – die andere Hälfte war salopp gesagt immer schon eine kulturell modernisierte Neuauflage des kleinbürgerlichen Moralismus.“

          Ich kann ehrlicherweise nicht erkennen, dass es sich hier um unterscheidbare hälften handelt.
          Mein eigener Eindruck ist da eher, dass jeweils die radikalsten linksradikalen exakt diejenigen sind, die am meisten moralisieren, und demzufolge selbst die „modernisierte Neuauflage des kleinbürgerlichen Moralismus“ darstellen.

          Die Unterscheidung links – rechts (=konservativ) ist da mal wieder völlig überbewertet. Entscheidend ist, dass es autoritäre radikale sind. Radikalisierter linker kleinbürgerlicher Moralismus.

          • Das ist eine Besonderheit der heutigen Situation, dass Linksradikale moralisch argumentieren. Sowohl Lenin als auch Marx haben sich entschieden gegen den bürgerlichen Moralismus gestellt; von Che Guevara oder Mao ganz zu schweigen.

  1. Es ist eigentlich eine Frechheit, dass bei den aktuellen Umfrage- bzw. Wahlergebnissen eine Koalition mit der SPD noch als „große“ Koalition bezeichnet wird.

      • Wie war das gleich mit der Nahles, der Powerfrau, die wieder einmal . wie annodunnemals die Trümmerfrauen – den Karren aus dem Dreck ziehen muss?
        Der SPD gratuliere ich zur Überwindung der 5%-Hürde.

        Ich frage mich, wie 18% die Grünen und deren blondes Dummchen Schulze wählen konnten.

        • Wie war das gleich mit der Nahles, der Powerfrau, die wieder einmal . wie annodunnemals die Trümmerfrauen – den Karren aus dem Dreck ziehen muss?

          Also muss doch wieder ein Mann die Drecksarbeit machen?
          Trümmerfrauen sind ein Mythos.

    • richtig – die Splitterpartei SPD liegt erst auf Platz 5, und eine Koalition der CSU mit diesem Zwerg käme wäre eine minderheitsregierung – vielleicht mit duldung der linken oder so? Ach nee, die sind ja draußen ..

  2. Unterm Strich wählt der rechte Flügel der CDU/CSU jetzt AfD, und der linke/ökologische Flügel der SPD jetzt Grün.
    + die schon aus Schwaben bekannte Affinität der gutmeinenden, eigtl konservativen Häuslebauer zu gesunden Scholle.

    Ich hab btw viel mehr Angst vor den Grünen an der Macht als vor der AfD. Die sind viel irrationaler und triebgesteuert als ein Konservativer wie Meuthen. Politisch halte ich nichts von dem, aber ich traue dem nicht zu, daß er Deutschland an die Wand fährt. Bei den Grünen bin ich mir da nicht so sicher.

    • Bei den Grünen habe ich das Gefühl das denen das Wohlbefinden der Menschen die nicht in DE wohnen oder hier erst in jüngster Vergangenheit deutlich wichtiger ist wie das Wohlbefinden der Menschen die hier aufgewachsen sind und ein Interesse haben das Deutschland auch in Zukunft ein Land bleibt in denen man gut und sicher leben kann und die nicht einfach weiterwandern wenn es hier bergab geht.

  3. Eigentlich ein perfektes Ergebnis…

    Die CSU/Söder überlebt den katastrophal gemachten Machtwechsel von Seehofer zu Söder in Bayer, sowie die diletantische Konfrontation zwischen Seehofer und Merkel im Bund. Das Wahlergebnis erlaubt Söder eine Koalition mit den freien Wählern und der FDP. Wäre die FDP an der 5% Hürde gescheitert und die CSU in eine Koalition mit den Grünen gezwungen, keine Ahnung wie diese Kröte den verbliebenen Stammwählern hätte verkauft werden können.

    Bei den Freien Wählern und der FDP sollten aufgrund dieser Aussicht die Sektkorken knallen.

    Die Grünen haben aus meiner Sicht zum wiederholten mal die Bayer Leverkusen Situation. Sie haben ein tolles Ergebnis eingefahren und sind trotzdem nur Vize-Meister. Hätte die FDP den Einzug nicht geschafft, wer weiß wie es dann Bayern erschüttert hätte.

    Die SPD lernt jetzt auf eigene Kosten – man hätte sich nur den Niedergang der FDP in der Koalition mit der CDU unter Merkel als Blaupause für die eigene Zukunft ansehen sollen – wie man als Koalitionspartner endet. Ich glaube das Wort nach dem ich suche ist „marginalisiert“…
    Natürlich hat das unwürdige Theater der Führungspersonen im Bund ihr übriges getan.

    Für die Bundeskanzlerinn und der CDU brechen jetzt noch schwerere Zeiten an. Die CSU wird aus meiner Sicht sich noch mehr in der Groko emanzipieren und das Zerbrechen beschleunigen. Keine Ahnung was passiert, wenn in Hessen die SPD und CDU genauso abgestraft wird.

    Ich glaube hier paßt der chinesische Verfluchung „mögest Du in interessanten Zeiten leben“ für Merkelianer im Bund.

    Laßt uns Popcorn kaufen und der kommenden Zombie Apokalypse im Bund zuschauen….

    Einen schönen Abend

    Decado

  4. Kurze Korrektur…

    Die CSU/Söder überlebt den katastrophal gemachten Machtwechsel von Seehofer zu Söder in Bayer, sowie die diletantische Konfrontation zwischen Seehofer und Merkel im Bund. Das Wahlergebnis erlaubt Söder eine Koalition mit den freien Wählern. Wäre CSU in eine Koalition mit den Grünen gezwungen, keine Ahnung wie diese Kröte den verbliebenen Stammwählern hätte verkauft werden können.

  5. Robin Alexander mit der gewagtesten These des Abends: Die Grünen sind die eigentlichen Verlierer!

  6. Hallo Anon,
    es ist die SPD, wenn Sie nicht aus den Lektionen, die Ihnen der Wähler erteilt, lernen.
    Ansonsten sind es aus meiner Sicht auch die Grünen. Sie können selbst mit diesem – für die Grünen bombastisch gutem Ergebnis – nicht in Bayern in die Regierungsbeiteiligung kommen. Damit hätten Sie zusätzlich zu einer deutlichen Verzögerung des Erstarkens der konservativen Strömung gesorgt. Ich glaube, das hier ein richtig großer Kelch an uns vorbeigegangen ist…. Ich bin der festen Überzeugung, das (zum Glück) für die Rot/Grüne Politik der „Winter naht“.

    MfG

    Decado

  7. SPD in Bayern: „Auf die Fresse“ gekriegt, das Ende ist Nah’les

    „Bätschi, sag ich da nur, Bätschi“ …

    Endlich nähern sich die Spezialdemokraten der 5 Prozent-Marke und unter 10 Prozent zu rutschen ist doch schon mal ein kleiner Meilenstein.

    Und es weist der SPD die Richtung, in die sie ihre lipidöse Vorsitzende getrieben hat:

    „Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles räumte die „bittere Niederlage“ ohne Umschweife ein. Die Parteispitze wolle sich nun Zeit nehmen, die Gründe „sorgfältig zu analysieren“, und zwar „auf allen Ebenen“.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article182077506/SPD-Debakel-bei-der-Bayern-Wahl-Eine-Partei-im-freien-Fall.html

    Nun kann die wohl erfolgloseste SPD-Politikerin aller Zeiten, Andrea Nahles, sich wohl nicht mehr so leicht mit Pippi.Langstrumpf-Geplärre an der Macht halten. Und ihr Pleb-Gekrächze (siehe Zitate oben in Anführungszeichen) dürfte nun wahrscheinlich auch nicht weiterhelfen.

    Frauen & Politik
    Bätschi!

    • Die Grünen haben in München so einiges abgeräumt. Bin jetzt nicht der Münchenkenner, trotzdem schätze ich mal das diese Viertel die Studenten- bzw. Besserverdienenden Viertel sind.

      • Man muss bei München auch bedenken, dass München viel Zuzug hat und massiv am Wachsen ist, und das dürften v.a. junge Akademiker sein und die ziehen natürlich in die hippen Viertel im Zentrum. Die Wahlkreise sind nicht so klar geschnitten, in den Familienwohngegenden hat sie sich einigermaßen gehalten. Interessant ist, dass fast überall in Bayern das rechte Lager leicht gewonnen hat und das linke leicht verloren. Ausnahme ist München, wo das linke Lager leicht zugelegt hat. Vorher hat aber die SPD der CSU eingeheizt, wenn auch leicht weniger erfolgreich.

  8. Die Grünen sind deshalb so stark, weil sie den maximalen Abstand von der AfD hat (die Linke ist dafür nicht elitär genug. Die Grünen werden gewählt, um ein Statement „gegen Rechts“ zu setzen. Diese gegenwärtige Polarisierung ist wahrscheinlich selbstverstärkend.

      • Und wer Politik nur am Rande verfolgt, wird von den Medien hören, dass die Grünen die beste Partei sind, die man als vernünftiger Mensch wählt. Gerade, wo Leute primär ihren gutbezahlten Job und Karriere machen wollen, folgt man einfach dieser Empfehlung.

    • Ich würde sagen die Grünen sind mit sich im Reinen, anders als SPD und Linke, die sich zumindest von ihrem Anspruch her den Interessen der Bevölkerungsmehrheit verbunden fühlen (bzw. fühlten) und mit dem Akzent auf Minderheiten und Diskriminierte in eine ganz andere Richtung gehen.

      Den Menschen, die mehr als 40% ihres Einkommens an Steuern und Abgaben bezahlen, gehen Frauenquoten, Homoehe und Familiennachzug für Flüchtlinge ziemlich am Allerwertesten vorbei.

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