Was hat #metoo bewirkt?

Ein Spiegelartikel versucht zu ermitteln, was #Metoo gebracht hat:

Eine Stimme:

„In meinem Berufsfeld, der Geisteswissenschaft, hat sich durch #MeToo wenig verändert“, berichtet die Leserin. Sexismus, vor allem das Abstreiten intellektueller Kompetenz von Frauen, komme weiterhin häufig vor. „Das passiert vor allem unter Kolleginnen und Kollegen auf derselben Karrierestufe, nicht zuletzt aufgrund der hohen Konkurrenz auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt.“

Hatte #Metoo überhaupt etwas damit zu tun, dass es um das Abstreiten intellektueller Konkurrenz ging? Ich dachte es geht um sexuelle Belästigung.

„Insbesondere Männer in Führungsposition verhalten sich erkennbar anders“, meint der Leser, Chef einer Unternehmensberatung. „Einzelgespräche mit einer Frau werden gemieden oder finden grundsätzlich in verglasten Räumen statt.“ Er selbst behandle Frauen im Beruf „stets distanziert als Neutrum“. Persönliche Komplimente an Frauen leiste sich in seinem Umfeld keine Führungskraft unter 60 Jahren.

Was natürlich auch bedeutet, dass man eine Frau nicht mehr auf gleiche Weise coachen kann wie einen Mann. Letztendlich nicht sehr positiv für Frauen.

Für gut die Hälfte der Befragten hat die #MeToo-Debatte keine konkreten Verbesserungen bewirkt. Und das, obwohl zwei Drittel der Deutschen die Diskussionen an sich als positiv empfunden haben, wie eine andere SPIEGEL-Umfrage gezeigt hat.

Das ist vielleicht auch etwas, was Politiker mehr zur Kenntnis nehmen sollten, die meinen, damit Wähler zu erobern: Meine Vermutung wäre, dass es für die wenigsten vorher ein großes Problem war, eher ging es um das Fehlverhalten Einzelner. Wer aber nicht betroffen ist, der findet auch den Kampf dagegen weit aus weniger wichtig als radikale Feministinnen.

Die wenigsten sehen eine deutliche Verbesserung, einige vermuten sie, die meisten sehen keine, ein großer Teil ist sich da ziemlich sicher.

Es wäre interessant gewesen, wenn gefragt worden wäre, ob sie selbst jetzt weniger Belästigungen erfahren, inbesondere wenn man die Antwort „Wurde vorher nicht belästigt und werde auch jetzt nicht belästigt“ mit auf genommen hätte

 

Das ist ja relativ interessant. Die jüngeren Frauen bis 30 scheinen am wenigsten Nutzen zu sehen. Sogar noch weniger als die Frauen ab 65. Insgesamt eine sehr geringe Ausbeute. Und eben teilweise schlicht auch Spekulation. „Eher Ja“ kann man ja auch meinen, wenn man glaubt, dass es irgendwo, in anderen Firmen, schon was gebracht haben wird.

Auch hier sind gerade die jungen Leute eher Skeptisch.

 

 

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52 Gedanken zu “Was hat #metoo bewirkt?

  1. „Hatte #Metoo überhaupt etwas damit zu tun, dass es um das Abstreiten intellektueller Konkurrenz ging? “

    Ja, hat es. Die Konkurrenz lässt sich mit entsprechenden Behauptungen, auch anonym, oft leicht und wirkungsvoll ausschalten, ganz ohne Kompetenz.
    Wer metoot hat nicht viel intellektuelle Kompetenz.

  2. Dank #metoo weiß ich jetzt bei Weinstein-Filmen wie die weiblichen Darstellerinnen an ihre Rolle gekommen sind. Das Problem dabei sind die Bilder im Kopf…

  3. @Christian

    „Hatte #Metoo überhaupt etwas damit zu tun, dass es um das Abstreiten intellektueller Konkurrenz ging? Ich dachte es geht um sexuelle Belästigung.“

    Deine Skepsis ist berechtigt.
    Der Wikipedia-Definition von sexueller Belästigung ist bereits die feministische Ideologie eingeschrieben:
    „Sexuelle Belästigung ist ein Straftatbestand und unter anderem ein Mittel zur Machtausübung, bei dem Machtgefälle bzw. Abhängigkeitsverhältnisse einseitig sexualisiert und damit aufrechterhalten werden.“

    Das ist nichts anderes als die Brownmiller – „rape is „a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear.“ – herunter gebrochen auf sexuelle Belästigung.
    Damit wird sexuelle Belästigung zu einem Machtmittel (in einem Spektrum) zur Aufrechterhaltung männlicher Herrschaft.
    Wiki weiter in dieser Ideologie: „Sexuelle Belästigung gehört zur „breiten Palette von Einzelphänomenen“, die unter dem „Oberbegriff“ des Sexismus zusammengefasst werden.“

    Ich wiederhole noch einmal die erste Passage der Aussage: „In meinem Berufsfeld, der Geisteswissenschaft, hat sich durch #MeToo wenig verändert“, berichtet die Leserin. Sexismus, vor allem das Abstreiten intellektueller Kompetenz von Frauen, komme weiterhin häufig vor. „Das passiert vor allem unter Kolleginnen und Kollegen auf derselben Karrierestufe, nicht zuletzt aufgrund der hohen Konkurrenz auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt.“

    Hier wird klar, nach der Wikipedia-Definition kann „auf derselben Karrierestufe“ schwerlich bedeuten, hier werde sexuelle Belästigung als Mittel der Machtausübung verwendet.
    Also ist es Sexismus – das ist die fall-back Option.

    Wobei die „Leserin“ konstatiert, es gäbe „aufgrund der hohen Konkurrenz“ in den Geisteswissenschaften demnach Männer, die ihre Konkurrentin durch das „Abstreiten intellektueller Kompetenz“ herabwürdigen.
    Jetzt wäre meine Frage an dich und das Forum: Wie glaubwürdig ist ein solch ein Vorwurf?
    Wie erfolgreich wäre eine solche männliche Strategie an einer Universität?
    Ich würde tippen, aussichtslos und kontraproduktiv.
    Denn umgekehrt würde sich dieser Mann extrem schnell den Ruf eines unverbesserlichen Sexisten einhandeln, was in den meisten Fällen eine echte Karrierebremse oder sogar das Karriere-Aus bedeuten würde.

    Damit ist „aufgrund der hohen Konkurrenz“ in den Geisteswissenschaften der Vorwurf, es gäbe sexistisches Verhalten von Männern und es gäbe Sexismus in den Geisteswissenschaften schlicht ein weibliches Machtmittel.

    Dabei ist es Ziel, eine Kultur der Unterstellung zu schaffen, die diese These stützt. Sehr gut zu besichtigen in der Frage der „Repräsentanz“, wobei jede Form der „mangelnden Repräsentanz“ von Frauen – in sehr, sehr selektiven Bereichen – zurückgeführt wird auf Sexismus.

    Aber zurück zur sexuellen Belästigung: Durch zahlreiche (feministische) Studien mit einer irren Prävalenz aufgeblasen wird durch #metoo der Eindruck erweckt, sexuelle Belästigung sei überhaupt erst ein Thema durch diese Bewegung geworden.

    Das ist ein schamlose Lüge.

    Aus eben diesem Artikel in der Wikipedia mit Herv. von mir: „Sexuelle Belästigung war vom 1. September 1994 bis zum 18. August 2006 laut dem Gesetz zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz (Beschäftigtenschutzgesetz – BeschSchG) „jedes vorsätzliche, sexuell bestimmte Verhalten, das die Würde von Beschäftigten am Arbeitsplatz verletzt“. Der Arbeitgeber bzw. Dienstvorgesetzte (bei Beamten) muss nach § 2 Satz 1 BSchG seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor sexueller Belästigung schützen.“ (…) Ab dem 19. August 2006 gelten in dieser Rechtsangelegenheit die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes AGG §3 Abs. 4 bzw. des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) § 75 Abs. 2.“

    Das Patriarchat hat bereits vor 24 Jahren per Gesetz dem Patriarchat verboten, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz als Machtmittel zu verwenden, um seine männliche Herrschaft auszuüben und aufrecht zu erhalten./sarcasm off

    Seitdem kann man sich über sexuelle Belästigung beim Arbeitgeber, beim Betriebs- oder Personalrat, bei der Gleichstellungsbeauftragten, bei dem Ombudsmann oder Ombudsfrau, notfalls bei der Anti-Diskrimierungsstelle des Bundes beschweren und sich beraten lassen.
    In zahllosen Betriebsvereinbarungen (für den VW-Konzern bspw. seit 1996) wird festgehalten, womit ein bei sexueller Belästigung zu rechnen ist: Ermahnung, Abmahnung, Kündigung, außerordentliche Kündigung – je nach Schwere oder Anzahl der Vergehen.

    Das sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz keine Konsequenzen hat und quasi ohne Sanktionen erfolgen kann, ist eine weitere schamlose Lüge. Der Arbeitgeber hat die gesetzliche Pflicht, die Beschäftigten vor sexueller Belästigung zu schützen.

    Das wird auch nebenbei – man könnte fast sagen, gegen ihren Willen – von der Presse in unscheinbaren Nebensätzen veröffentlicht. Hier aus einem reißerischen Artikel im Focus, bei der es um sexuelle Belästigung gegen eine Zugbegleiterin geht (Herv. von mir): „Eine Sprecherin sagte: „Die DB nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeber ernst: Im Jahr 1999 hat sie in einer Konzernbetriebsvereinbarung (KBV) sexuelle Belästigung klar definiert und sich verpflichtet, Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung zu unterbinden und zu ahnden. Jeder Fall, der dem Arbeitgeber gemeldet wird, wird so weit wie möglich aufgeklärt und kann zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen“. Den Mitarbeitern stünden Ansprechpartner, Hotlines und eine zentrale Ombudsstelle zur Verfügung.“
    https://www.focus.de/reisen/bahn/serie-alltagssexismus-in-deutschland-als-frau-darf-man-nicht-freundlich-sein-zugbegleiterin-ueber-sexuelle-belaestigung-im-alltag_id_8775342.html

    In dem Artikel wird die Zugbegleiterin so zitiert: „Wer bei der Bahn anfängt, muss vorab ein Dokument unterschreiben, in dem er sich von sexueller Belästigung, Rassismus oder sonstiger Diskriminierung distanziert“ – dass die Deutsche Bahn ihren Aufklärungspflichten nicht nachkommt, kann man also nicht behaupten.

    Dass dies nicht aufgezeigt und per Medien der Eindruck vermittelt wird, #metoo sei überhaupt erst Ausgangspunkt von Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen, die jedoch in ferner Zukunft liegen, das ist der eigentliche Skandal. Es wird per Desinformation und Gegenaufklärung ein Gefühl der Ohnmacht erzeugt, zum dem keinerlei Anlass besteht.
    Alles zum Wohle einer durchgeschallerten Ideologie – dass es den Betroffenen schadet, spielt überhaupt keine Rolle.

    Damit zum nächsten Nebensatz und der Frage nach der Prävalenz.
    Denn die wunderbaren feministischen Studien haben ja die Dringlichkeit des Problems über Jahrzehnte ins Bewusstsein der Gesellschaft geprügelt.
    Aus der Praxis hingegen berichtet die Ombudsfrau der Deutschen Bahn (197.000 Beschäftigte in Deutschland), auch hier ist die Hervorhebung von mir: „Bei der Deutschen Bahn ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz „eher ein Ausnahmethema“, sagte Birgit Gantz-Rathmann, die Ombudsfrau des Konzerns, dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. „Ich schätze, dass es in den vergangenen sechs Jahren vielleicht zehn Fälle waren“, sagte sie. Pro Jahr wendeten sich rund 400 Mitarbeiter mit Problemen an sie, nur 20 Prozent davon seien Frauen.“
    https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ombudsfrau-sexismus-bei-deutscher-bahn-ein-ausnahmethema/7725780.html

    Bei 197.000 Mitarbeitern zehn Fälle in sechs Jahren – das sind 1,6 Fälle pro Jahr und 0,8 Fälle pro 100.000 Mitarbeiter und Jahr.
    Selbst wenn man eine noch so hohe Dunkelziffer einrechnet, ist der Abstand zu den Ergebnissen der feministischen „Forschung“ in Sachen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ggigantisch.

    • Da fragt man sich schon, wie siebt die Bahn ihre studierten Mitarbeiter, so dass man es von jede vierte wird an der Uni zur Überlebenden auf die zahmen zahlen der DB kommt. 😉

      • @PDLC

        Können wir uns auf die Tatsache einigen, dass die Autokorrektur von Android richtig schlecht ist? 😉
        Ich habe mal eine ganze Konversation mit Vorschlägen von Android verfasst. Es war sehr, sehr lustig.

    • „Bei 197.000 Mitarbeitern zehn Fälle in sechs Jahren – das sind 1,6 Fälle pro Jahr und 0,8 Fälle pro 100.000 Mitarbeiter und Jahr.“

      Als Maskulinist interpretierst Du natürlich die Zahlen in Deiner niederträchtigen Weise.
      Tatsächlich belegen die Statistiken, wie sehr Frauen bei der DB Sexismus ausgesetzt sind und so in Angst und Schrecken gehalten werden.
      Sie trauen sich nicht mal, ihrer Ombudsfrau die Missbräuche zu gestehen.
      Es gibt also noch unendlich viel zu tun.
      Erst, wenn jede zweite Mitarbeiterin zugibt, regelmäßig Opfer sexueller Belästigung zu sein, kommen wir der – feministischen – Wahrheit näher, die bei ca. 90% erreicht ist.

      • @Carnofis

        Man ist zum bösartigen Maskulisten und MGTOW aber nicht geboren worden, man wird es.

        Die feministischen Wachstumsraten in Sachen sexueller Belästigung liegen ja weit über der Entwicklung des Marktes – ich glaube, ca. 2028 haben wir die so wichtige 100%-Schranke gerissen.

        Spaß beiseite: Entweder der hiesige Journalismus ist bereits in seine faulige Phase geraten und hat die Wahrheitsorientierung zu Gunsten einer elenden Ideologie gänzlich aufgegeben.
        Die Opfer sexueller Belästigung am Arbeitsplatz wären ihm demnach Wurst.
        Die Aufklärung über die bestehenden Handlungsmöglichkeiten sind zu unterlassen, wenn es denn der Behauptung dient, ein knackefrischer Feminismus feministischer Rotzgören+Rotzlümmel brächte das Thema sexueller Belästigung (echt jetzt!) erstmals in die Öffentlichkeit.

        Oder aber die journalistischen, feministischen Rotzgören+Rotzlümmel haben keine Ahnung vom Stand hiesiger Handlungsmöglichkeiten, weil sie auch keine Ahnung von der hiesigen Gesetzeslage haben.
        Sie schreiben aus den USA ab, machen copy&paste-Journalismus, weil sie – one size fits all – davon ausgehen, die Lage in den USA sei absolut identisch mit der in Deutschland.
        Deshalb sei ein Recherche auch entbehrlich.

        So – und jetzt verrate mir, welcher der beiden Möglichkeiten die schlimmere ist.

      • Die typische feministische „Wahrheitsfindung“: Wenn einem die Daten nicht passen denkt man sich Mist aus.

        Woher weißt du bittesehr dass das so ist? Wenn du Zahlen dafür hast, dann müssten die sich auch in den Statistiken widerspiegeln. Wenn nicht dann behauptest du das ohne jegliche Grundlage. Und letzteres diskutiere ich nicht. Sich Unfug ausdenken kann jeder.

    • „„Bei der Deutschen Bahn ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz „eher ein Ausnahmethema“, sagte Birgit Gantz-Rathmann, die Ombudsfrau des Konzerns, dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. „Ich schätze, dass es in den vergangenen sechs Jahren vielleicht zehn Fälle waren“, sagte sie. Pro Jahr wendeten sich rund 400 Mitarbeiter mit Problemen an sie, nur 20 Prozent davon seien Frauen.““

      Aus Sicht von Feminist_ix*en entlarvt sie sich hier offenkundig als rape apologist-in
      Die politisch korrekte einordnung des statements kann natürlich nur lauten:
      Oh Gott, nur ein Bruchteil der Frauen traut sich, die Belästigungen in der Bahn auch zu melden. Die unterdrückten Frauen müssen ja total verängstigt sein. Die Dunkelziffer ist demzufolge gigantisch. An den Zahlen kann man nur erkennen, dass da dringend Handlungsbedarf besteht. Wir müssen Frauen(tm) dringend mehr ermutigen, jedwede mögliche unpässlichkeit insbesondere im zusammenhang mit Männermonstern sofort zu melden.
      #imzugpassiert

    • Wobei die „Leserin“ konstatiert, es gäbe „aufgrund der hohen Konkurrenz“ in den Geisteswissenschaften demnach Männer, die ihre Konkurrentin durch das „Abstreiten intellektueller Kompetenz“ herabwürdigen.

      Nun ja, die Konkurrenz scheint tatsächlich groß zu sein – wenn schon die Kompetenz einer FRAU nicht vorbehaltlos vorausgesetzt wird.

      Geisteswissenschaften sind ja zumeist eher eine Frauendomäne. Die phösen Sexisten müssten also die Mehrheit „herabwürdigen“ – womit sie tatsächlich kaum durchkommen würden.

      Klingt mir nach einem unrealistischem Selbstbild, und ja: Frauen suchen in so einem Fall seltener den intellektuellen Konflikt.

  4. „Er selbst behandle Frauen im Beruf „stets distanziert als Neutrum“.

    Finde ich gut. So sollte man es grundsätzlich handhaben und zwar nicht nur im beruflichen Umfeld. Das heißt ja dann auch nicht, dass die Frau nicht jederzeit auch mal aktiv werden kann. Soll sie doch den Job machen, den Männer seit Jahrhunderten machen.
    Aber genau da liegt ja eines der Hauptprobleme bei Metoo. Sie will ja trotzdem die kleine passive Prinzessin sein, der vom Mann die Welt zu Füßen gelegt wird.

    • @moloch:

      „Finde ich gut. So sollte man es grundsätzlich handhaben und zwar nicht nur im beruflichen Umfeld.“

      Ausserhalb des beruflichen Umfelds? Bist du schwul?

      • Der Vorposter schreibt doch, daß mal die Frauen aktiv werden sollen.
        Angesichts der Tatsache, daß schon unerwünschte Annäherungsversuche als sexuelle Belästigung aufgefaßt werden und daher gefälligst zu unterbleiben haben, ist das auch sehr sinnvoll. Solche Vorwürfe können immerhin ganze Existenzen ruinieren. Ob ein Annäherungsversuch unerwünscht ist, weiß man übrigens i.d.R. erst, wenn man es mal versucht und eine Abfuhr kassiert hat.
        Also bitte nicht aufregen, wenn Männer hier nicht mehr aktiv werden, ihr habt es offensichtlich nicht anders gewollt!

        • Robert, die Mädels meckern immer, das ist normal.
          Davon darf Mann sich nicht einschüchtern lassen, das ist nichts weiter als ein Shittest.
          Mit ausreichend Selbstbewusstsein wird dir auch ein fehlgeschlagener Annährungsversuch nicht negativ ausgelegt.

          • Erzähl das mal denen, die deswegen ihre Jobs verloren haben. Da wird leider sehr oft aus einer Mücke ein Elephant gemacht. Und das oft nicht mal von den Betroffenen sondern von komplett Unbeteiligten. Siehe z.B. Jacob Appelbaum.

      • „Ausserhalb des beruflichen Umfelds? Bist du schwul?“
        Und wenn dem so wäre, wärst du dann neidisch oder was soll die Frage?

        Abgesehen davon, so hab ich das ja schon geschrieben, sind die meisten Frauen echt langweilig. Sie sind passiv und passen sich oft dem Mann an. Ich habe bereits mehrfach erlebt, dass sich Frauen beginnen für meine Hobbies zu interessieren, sobald sie was von mir wollten. War es vorbei haben sie schlagartig das Interesse verloren. So was kann ich nicht ernst nehmen da ich selbstdenkende Menschen in meinem Umfeld bevorzuge.
        Für den Sex brauche ich nach wie vor Frauen aber für alles andere hab ich meine Bromance die mir hundertmal lieber ist als das ganze Weibsvolk, das nur nimmt aber praktisch nie gibt.

        • „Und wenn dem so wäre, wärst du dann neidisch oder was soll die Frage?“

          Vielleicht so ein leichter Anflug von Panik, es könnten vielleicht doch mehr Männer künftig so sein, immer mehr werden und die Angst, dass man dann mal selbst aktiv werden müsste?
          Fände ich ja irgendwie amüsant, wenn ALLE Männer mal so wären. Wie groß dann wohl das Geschrei wäre? Wie würden die Hashtags dann lauten?
          #iamghost (niemand nimmt mich mehr wahr buhu) ; #allmenaregay ?

          Aber die Frage, ob ich schwul sei, zeigt ja ganz deutlich die Logik dieser metoo-Aufschreierinnen.
          Heulen, wegen sexueller Belästigung in einem Moment, wenn aber dann ein Mann sich mal nicht so verhält, dass er alles mitnimmt, was nicht gleich bei 3 auf den Bäumen ist und nur minimal vom gewohnten (und geliebten) Verhalten abweicht, stimmt etwas nicht mit demjenigen. Er ist dann kein richtiger Mann, er ist schwul, ein Freak, ein Pädo oder sonstwas. Dass die meisten Männer, so eben nicht sein wollen, oder so bezeichnet werden wollen, sondern dann eher die Flucht nach Vorne ergreifen ist verständlich. Aber Frauen können ja bekanntlich für nichts verantwortlich sein.

      • Nein, noch nicht 😉
        Also zum einen das, was Robert aus Wien schreibt.
        Zum anderen ist es die Mühe nicht wert, so eine passive, in Erwartungshaltung erstarrte Langweilerin beeindrucken zu wollen.
        Ich bin mittlerweile immer mehr der Meinung, dass das alles nur Perlen vor die Säue sind. Da zocke ich lieber WoW und freue ich mich mehr darüber, wenn ein neues Mount droppt, als über das falsche Lächeln einer Frau.

      • ‚Ausserhalb des beruflichen Umfelds? Bist du schwul?‘

        *lach* Gegenfrage: Bist Du homophob? Sorry, aber bei einer solchen Steilvorlage kann ich einfach nicht widerstehen.

        Aus rationaler Sicht ist molochs Vorschlag im heutigen hysterischen Umfeld tatsächlich die optimale Methode, um entsprechende Beschuldigungsrisiken zu minimieren. Risiken haben immer zwei Dimensionen: Eintretenswahrscheinlichkeit und die Schwere der Folgen, wenn sie eintreten. Bei einer solch beispiellosen Entgrenzung der Definition von sexueller Belästigung und den daraus sich ergenden desaströsen Folgen wird jede sexuell oder auch nur emotional motivierte Annäherung an eine Frau zu einem sehr hohen Risiko, da sich beide Dimensionen drastisch verstärken.

        Es muss jeder Mann für sich selbst entscheiden, welche Risiken er eingehen will. Jedoch kann man davon ausgehen, dass solche Verhaltensweisen, wie von moloch beschrieben, aufgrund der vorherrschenden Situation zunehmen werden.

        Es gibt ja auch noch andere Gründe, weshalb ein Mann Frauen möglicherweise meidet. Aber solche medial stark gepushten Me-too-Kampagnen stellen den sexuellen Aspekt in den Vordergrund, und praktisch jeder Mann nimmt die sich dadurch manifestierende Hysterie zur Kenntnis und mag daraus seine eigenen Schlüsse ziehen.

        Der Effekt bei vielen Männern ist, dass sie den Eindruck bekommen, dass die grosse Mehrheit der Frauen heutzutage einfach nur noch spinnt und gar gestört ist, weil jede Kleinigkeit (unerwünschte Komplimente, Grapschen, obszöne Witze, verunglückte Flirtversuche) zu einem Verbrechen auf der Stufe von Vergewaltigung aufgeblasen wird. Dass das bei den meisten Frauen nicht der Realität entspricht, hilft dann wenig, denn die mit den Kampagnen transportierte Emotionalität wirkt auch bei Männern sehr stark.

        Die Me-too-Kampagne mag für sich allein betrachtet wenig Wirkung bei Männern erzielen. Das fortgesetzte mediale Bombardement mit vergleichbaren Meldungen und weiteren Kampagnen wird langfristig wohl erhebliche negative Folgen für die Gesellschaft haben.

    • Das mache ich generell außer ich möchte sexuell etwas von ihr. Ansonsten sehe ich aber Frauen als eher uninteressant an. Sie sind langweilig, anstrengend und inzwischen ist der Umgang mit ihnen auf mit einer geringen aber dennoch wahrnehmbaren Gefahr für sein Sozialleben verbunden.
      Da nützt es auch gar nichts, dass es bei 99% aller Frauen anders ist, das ist wie ein Terroranschlag. Da ist die Gefahr auch unsagbar gering, dass dir etwas passiert und trotzdem bleibt dieses Gefühl von Unsicherheit.
      Deswegen MGTOW. Ich persönlich finde Beziehungen zwischen Männern und Frauen auch massiv überbewertet. Es liegt vermutlich am heutigen Zeitgeist, dass beine klassische Paarbeziehung als das Nonplusultra der menschlichen Sozialinteraktion gesehen wird aber wenn man das mal kritisch hinterfragt was der Nutzen und der Preis ist, dann erkennt man, dass vieles davon nur geschicktes Marketing in Verbindung mit einer genetischen Disposition ist.

    • Da werden sich die Damen aber garnicht freuen. Gerade das ausnutzen sexueller Spannung, wie gering ausgeprägt sie auch sein mag, ist doch eines der Hauptwaffen von Frauen.

      Wenn sie das nicht nutzen können werden sie das aber garnicht mögen.

  5. „In meinem Berufsfeld, der Geisteswissenschaft, hat sich durch #MeToo wenig verändert“, berichtet die Leserin. Sexismus, vor allem das Abstreiten intellektueller Kompetenz von Frauen, komme weiterhin häufig vor. „Das passiert vor allem unter Kolleginnen und Kollegen auf derselben Karrierestufe, nicht zuletzt aufgrund der hohen Konkurrenz auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt.“

    Was war nochmal der Vorwurf den man denen immer berechtigt macht?

  6. Diese Umfrage ist eine klassische fake-Statistik, in der durch beliebig dehnbare Begriffe eine maximal mögliche positive Antwort im Sinne des Auftraggebers erzeugt wird.

    Man beachte die Fragestellung: Gibt es durch die #MeToo-Debatte Ihrer Meinung nach weniger sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz?

    Hier wird nicht nach dem konkreten Arbeitsplatz der befragten Person und persönlichen Erfahrungen gefragt, sondern nach Belästigung am Arbeitsplatz im allgemeinen, also sozusagen bundesweiten Trends. Wie soll das irgendein normaler Mensch überhaupt seriös beantworten? Anhand privater Einzelerlebnisse, die auf ganz Deutschland verallgemeinert werden?

    Dann der Vergleich weniger: waren es vorher (sagen wir 2016) 2 Vorfälle pro Jahr und jetzt nur noch einer oder vorher 100 und jetzt noch 99 oder vorher 100 und jetzt noch 20?

    Ferner völlig unklar bleibt die qualitative Einschätzung eventueller früherer und neuerer Vorfälle.

    Ein normaler Mensch kann diese Frage nicht seriös beantworten, weil er gar nicht über die notwendigen Beobachtungsinstrumente verfügt. Insofern ist es passend, daß die Frage nach Meinungen fragt: Ihrer Meinung nach …

    Meinungen über soziologische Tatbestände werden aber i.w. durch unsere meinungsbildende Presse gebildet (sic!) und nicht durch eigene Analysen des Publikums. Dem Publikum wird wiederum seit einem Jahr in einem endlosen Stakkato von Artikeln eingehämmert, wie erfolgreich die metoo-Kampagne die ganze Gesellschaft verändert hat. Auch dieser Spiegel-Artikel fängt mit der üblichen Lüge an: Ein Jahr #MeToo: Menschen debattieren seither viel über Sexismus am Arbeitsplatz, im Privaten. In meinem Umfeld finden höchstens Debatten über die Machenschaften der metoo-Presse statt. Das Wort „Sexismus“ nimmt niemand freiwillig in den Mund. (Mehr Details dazu hier: Warum #MeToo in Deutschland gescheitert ist.)

    Die Meinung, die der Spiegel hier abfragt, wurde vorher vom Spiegel und den anderen feministischen Propagandaschleudern sozial (bzw. medial) konstruiert. Diese Umfrage ist daher in erster Linie ein Gradmesser, wie erfolgreich 12 Monate feministische Dauerpropaganda waren. Daß immerhin rund die Hälfte der Leute der Propaganda widerstanden haben, ist die gute Nachricht. Daß vermutlich rund die Hälfte darauf hereingefallen ist, ist das erschreckende.

    • Danke, genau das habe ich mir auch gedacht: eine Hardcore-Feministin, die nach wie vor an jeder Ecke Belästigungen sieht, würde die Fragen ebenso mit nein beantworten wie ich, der schon vor Metoo höchst selten jemals sexuelle Belästigungen beobachtet hat. D.h. Menschen geben aus völlig unterschiedlichen Gründen die gleiche Antwort – das alleine macht die Umfrage völlig wertlos. Die Tatsache, dass Meinungen statt eigene Erfahrungen abgefragt werden, macht die Sache noch schlimmer.

      Das beobachte ich auch in anderen Fällen immer wieder, wenn Leute z.B. gefragt werden, ob sie glauben, dass die Regierung abgewählt wird oder so. Der Erkenntnisgewinn solcher Fragen geht stark gegen Null.

    • Richtig.
      Man hätte auch fragen können, ob es aufgrund von #metoo weniger sexuell motivierte Morde am Arbeitsplatz gibt – und hätte vermutlich ein ähnliches Ergebnis erhalten.

      Man kann sich leicht vorstellen wie das Ergebnis ausgefallen wäre, wenn man nach persönlichen Erfahrungen gefragt hätte.

      • Vor #metoo kursierten nach meiner Erinnerung regelmäßig Statistiken, denen zufolge 25-50% der Arbeitnehmerinnen sexuelle Belästigung (in ihrem gesamten Berufsleben) schon mal erlebt hätten. Das wurde als „erschreckend“ erachtet.
        Da verwundert es nicht, dass kaum jemand aus persönlicher Sicht über Veränderungen aufgrund der „metoo-Debatte“ berichten kann.

        • „Vor #metoo kursierten nach meiner Erinnerung regelmäßig Statistiken, denen zufolge 25-50% der Arbeitnehmerinnen sexuelle Belästigung (in ihrem gesamten Berufsleben) schon mal erlebt hätten.“

          Es ist dieselbe Methodik, mit der man die Zahlen zur häuslichen Gewalt aufblähte. Erst wurde der Gewaltbegriff bis ins Lächerliche aufgebläht („Hilft nicht im Haushalt“) und auf dieser Basis wurden dann Frauen befragt, ob sie jemals in ihrem Leben eine derartige Gewalt erfahren hatten, also in einem Zeitraum von ihrem 15. bis zu ihrem 84. Lj.
          Eine eigene Gewaltdefinition war den Frauen versagt, mit der Begründung, sie würden sonst aus purer Angst Gewalterfahrungen bestreiten.
          Eine 79-Jährige, die mit 17 auf dem Dorffest mal geschubst wurde, fällt damit unter die gleiche Kategorie „Gewaltopfer“, wie die Frau, die jahrelang von ihrem versoffenen Ehemann verprügelt und vergewaltigt wurde.

          Wenn dann trotz dieser Banalisierung der Gewaltdefinition nur jede 4. Frau von Gewalterfahrungen zu berichten weiß, belegt das lediglich, in welch paradiesischen Verhältnissen Frauen in D leben.

    • „Die Meinung, die der Spiegel hier abfragt, wurde vorher vom Spiegel und den anderen feministischen Propagandaschleudern sozial (bzw. medial) konstruiert.“

      Brechen wir es mal auf den Kern herunter:

      Intro (Titel): „Auch in deutschen Firmen klagen Frauen über sexuelle Belästigung!“

      Umfrage
      1. Frage: „Wurden Sie schon Mal am Arbeitsplatz sexuell belästigt, oder haben Sie sexuelle Belästigung von Kolleginnen beobachtet?

      19. Frage: „Hat sich seit der #metoo-Debatte an ihrem Arbeitsplatz die sexuelle Belästigung verringert?“

      Lautet nun die Antwort auf Frage 1 „Nein“,
      dann muss natürlich die Antwort auf Frage 19 ebenfalls „Nein“ lauten.

      Wenn ich dann aber ein Balkendiagramm mit der Verteilung der Antworten erstelle, dann bleibt als sichtbares Fazit nur der Anteil der „Nein“-Antworten allgemein, also die Erkenntnis, dass sich in deutschen Firmen nichts zum Guten geändert hat.
      Damit erscheinen gerade genau die Firmen in einem besonders schlechten Licht, bei denen überhaupt keine sexuelle Belästigung belegt wurde.

  7. Natürlich werden nur mögliche positive Veränderungen abgefragt.
    Hat sich etwas verbessert? Maximal negative antwort: Nein, es hat sich nichts verbessert.
    Eine Antwortoption, dass sich im Miteinander der Geschlechterdurchb #MeeToo etwas verschlechtert haben könnte, wird sicherheitshalber gar nicht erst angeboten.
    Eigene Wahrnehmungen, die so was wie die im selbermach mittwoch erwähnte Studie https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/studie-metoo-schadet-den-beruflichen-chancen-von-frauen/ unerstützen könnten: Dass #MeeToo dem beruflichen weiterkommen von Frauen massiv im Wege steht, sind in dieser Umfrage nicht möglich, da nicht vorgesehen.

    • Witzig auch, wie sich das im Artikel selbst auswirkt:
      Das erste anekdotischen Zitate besagt: Nein, hat sich nichts geändert, alles genauso sexistisch wie vorher.
      Das zweite sagt: „“Insbesondere Männer in Führungsposition verhalten sich erkennbar anders“, meint der Leser, Chef einer Unternehmensberatung. „Einzelgespräche mit einer Frau werden gemieden oder finden grundsätzlich in verglasten Räumen statt.“ Er selbst behandle Frauen im Beruf „stets distanziert als Neutrum“. Persönliche Komplimente an Frauen leiste sich in seinem Umfeld keine Führungskraft unter 60 Jahren.“

      Ich frage mich, ob der Spiegel-Autor das als eine im Grunde positive und erwünschte Entwicklung sieht, als eine, die Grundsätzlich in die von der Umfrage vorgegebene Kategorie „verbesserung“ fällt.
      Auch nach mehrmaligem Lesen bin ich darüber unschlüssig. Der Verdacht bleibt jedenfalls hartnäckig, dass dem so ist und der Spiegel-Autor so etwas als „Verbesserung“ betrachtet.

  8. Jedem, der diesen #MeToo Mist ernst nimmt, ist eh nicht zu helfen. Es ist so offensichtlich ein erneuter weiblicher Hildeschrei nach Aufmerksamkeit, dass nur ein sexuell erfolgloser Hetero-Mann darauf hereinfallen kann.

  9. Highlights aus den Kommentaren unter dem Artikel:
    „Ich habe vor #metoo Frauen respektvoll behandelt und plane dies auch zukünftig zu tun, also brauche ich mir um mich keine Sorgen machen.“

    😀
    Wollen wir mal hoffen für den armen Kerl, dass nicht irgendwann eine von ihm respektvoll behandelte Frau ihm zeigt, was definitionsmacht bedeutet.

    • direkt darunter:

      „Dass Sie Frauen für so einfältig halten, sich von höflichem Benehmen geschmeichelt zu fühlen und dem Mann dadurch zu seinem Ziel (sicher kein ehrenwertes) zu verhelfen, spricht nicht gerade für Sie.“
      Natürlich kann selbst einfaches höfliches Verhalten für diese Frau nur fragwürdig sein.
      Definitv noch eine Kandidatin, die das oben gebrachte Zitat im Artikel (Einzelgespräche mit einer Frau werden gemieden oder finden grundsätzlich in verglasten Räumen statt.“ Er selbst behandle Frauen im Beruf „stets distanziert als Neutrum“) als „Verbesserung“ betrachten werden.

  10. Voraussetzung für die Teilnahme an der Umfrage war eine Registrierung beim Umfrageunternehmen Civey.

    Wie Civey selbst einräumt, beteiligen sich überwiegend Individuen, die entweder ihre Meinung einbringen wollen oder Interesse an dem Ergebnis haben. Dennoch behauptet Civey, ihre Ergebnisse seien repräsentativ – man berücksichtige doch schließlich Alter, Geschlecht und Region.

    Das Ergebnis dürfte also allenfalls und mit Vorsicht für diejenigen repräsentativ sein, die die Mediendebatte überhaupt verfolgen.

    • Ah, danke für die Information. Ich hab mich nämlich auch schon gefragt, ob die Umfrage wirklich so repräsentativ ist, wie bei Spiegel behauptet.

      • Ich würde behaupten, dass es das Kriterium „Repräsentativ“ oder „nicht Repräsentativ“ nicht per se nicht gibt. Ein an Erkenntnis orientierter Mensch müsste systematisch nach konkreen Ursachen suchen, warum sein Sample in dem konkreten Fall eventuell vielleicht doch nicht repräsentativ sein könnte.

        Allerdings will Civey sein Tool und der SPIEGEL seine Marke verkaufen („SPIEGEL-Leser pissen mehr“) Insofern liegt .. eine gewisse Befangenheit .. nicht im Bereich des Undenkbaren.

        • @Nick
          „Ich würde behaupten, dass es das Kriterium „Repräsentativ“ oder „nicht Repräsentativ“ nicht per se nicht gibt.“

          Word!
          Endlich sagt es einmal jemand. Genau so ist es. Repräsentativ „an sich“ gibt es nicht bei einer Stichprobenziehung (mit einer – technisch meist nicht machbaren – Ausnahme, dazu später mehr). Die ganze übliche Redeweise, eine Stichprobe sei „repräsentativ“ ist eine Schimäre. Warum?

          Ein solcher Satz ist komplett inhaltlos, so solange man nicht sagt: Repräsentativ IN BEZUG AUF WAS? Damit der Satz überhaupt einen Inhalt bekommt, müsste man zwei Dinge spezifizieren:
          1. Repräsentativ bezüglich welcher GRUNDGESAMTHEIT?
          2. Repräsentativ bezüglich welcher KRITERIEN?
          Ohne diese beiden Angaben ist es ein sinnloser Satz, zu sagen, eine Stichprobe sei „repräsentativ“.

          Zu 1.:
          Hier kann man natürlich sagen, implizit ist meist die Annahme, es gehe um eine Repräsentativität bezüglich der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland. Das ist die Grundgesamtheit, über die ich mit meiner Stichprobe eine Aussage machen möchte. Aber selbst das ist zu unbestimmt. Geht es um die erwachsene Bevölkerung? Nur um den Teil der Bevölkerung, der deutsch spricht? Nur um den Teil ohne mentale Beeinträchtigungen wie Demenz oder Alzheimer? Nur den Teil der Bevölkerung, der Lesen und Schreiben kann? Nur den Teil, der sich für das Thema überhaupt interessiert= Also selbst hier ist es nicht so einfach.

          Zu 2.:
          Hier geht es darum, hinsichtlich WAS ist die Stichprobe repräsentativ? Hinsichtlich der Altersverteilung? Hinsichtlich der Geschlechterverteilung? Hinsichtlich der konfessionellen Bindung? Hinsichtlich der Kombination der Merkmale, also z.B. hinsichtlich der Geschlechterverteilung in den Altersgruppen? (Was nicht automatisch der Fall ist, wenn die Alterverteilung und die Geschlechterverteilung für sich genommen der Verteilung in der Grundgesamtheit entsprechen.)
          Hier kommt es also auch auf die Inhalte der Umfrage an. Bei Wahlumfragen mag Alter, Geschlecht, Konfession, beruflicher Status usw. relevant sein als Repräsentativitätskriterium. Hingegen ist es vermutlich eher irrelevant, wie gerne oder ungerne die Leute Grünkolhl essen. Wenn es um „Lifestyle“ geht, könnte der Grünkohl-Aspekt schon relevant sein.

          Man merkt schon: Repräsentativität ist kein einfaches Konstrukt. Und benötigt eine Reihe von Explikationen, um eine sinnvolle Aussage zu ergeben.

          Nun zu der Ausnahme:
          Theoretisch kann man auf 2. komplett verzichten, WENN man eine im strengen Sinne Zufallsauswahl aus der angezielten Grundgesamtheit durchführt. Das wäre das sog. Urnenmodell. Man legt also Zettel für jedes Mitglied der Grundgesamtheit in eine Urne und zieht blind und exakt zufällig z.B. 1000 Zettel heraus und befrat diese Personen. (Kann man natürlich auch technisch über Datentabellen machen.) Wichtig für eine Zufallsauswahl im strengen Sinne ist hier nur: Jeder Fall hat exakt die gleiche Wahscheinlichkeit, „gezogen“ zu werden, also Teil der Stichprobe zu sein.
          Eine solche Stichprobe ist PER DEFINITION Repräsentativ für die Grundgesamtheit, aus der sie stammt – egal, wie irgendwelche Merkmale in der Stichprobe sich verteilen.
          Aber es ist sofort klar: Praktisch ist das kaum durchführbar. Es sei denn, die Grundgesamtheit, um die es geht ist klein und überschaubar. Wenn ich also eine Aussage über die Mitglieder eines Vereins oder die Schüler einer Schule machen will mit einer Stichprobe, dann wäre das noch denkbar. Hat dann aber immer noch das Problem der Antwortverweigerungen, die mir – wenn sie aufteten – die Repräsentativität sofort versauen.

          Ein letzter Punkt noch, weil ich gerade dabei bin:
          REPRÄSENTATIVITÄT hat NICHTS, aber auch GAR NICHTS mit der Fallzahl in der Stichprobe zu tun! Das wird häufig verwechselt. Da wird dann gesagt: Ah, das ist ja gar nicht repräsentativ, da sind ja nur 100 Personen befragt worden. Ein solcher Satz ist Unfug und zeigt nur, dass der Sprecher sich mit den Dingen nicht gedanklich befasst hat.
          Die Fallzahl hat AUSSCHLIESSLICH Auswirkungen auf die Vertrauensintervalle in den Ergebnissen, die sich aus dem zufallsbedingten Stichprobenfehler ergeben. Repräsentativität hat dagegen AUSSCHLIESSLICH mit den Ziehungsbedingungen zu tun, wie gut diese die Grundgesamtheit abbilden. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

      • Civey meint halt, besser zu sein. Meint, das Problem „gelöst“ zu haben. Der SPIEGEL wiederum würde Hundekot fressen, wenn er nur lila eingefärbt und mit dem Label „Das Neuste das den USA“ versehen wäre.

        Insofern ist das „Ergebnis“ also ausnahmsweise „Repräsentativ“.

        Es fragt niemand danach, vieviele Umfrageunternehmen keine Lust hatten, ihre Reputation zu verhuren.

  11. Ich persönlich fand #metoo gut, kaum eine Bewegung hat so viele Männer dazu gebracht ihr Verhalten gegenüber Frauen in Frage zu stellen. Ich habe echt den Eindruck bekommen, dass der MGTOW Lebensstil deutlich an Attraktivität gewonnen hat. Jeder aus der Abhängigkeit von Frauen befreite Mann ist ein gute Sache, deswegen fand und finde ich es gut.

  12. #metoo hat wahrscheinlich einen ähnlichen Effekt #Aufschrei: Leute befassen sich mit Feminismus und merken dass das heute nicht mehr viel mit der alten Definition zu tun hat…

  13. „Was hat #metoo bewirkt?“

    Hexenjagd is bAcK iN StYle!
    Hier und da ein kleines Autodafé.
    Ein richtig positiver Beitrag zum „sozialen Klima“! /s

  14. metoo ist nichts weiter als eine Medienkampagne, im Prinzip interessiert es niemanden ausser die Medien. Und ein paar frustrierte Feministen.

    Wenn die Medien aufhören würden drüber zu reden würde es sich in Luft auflösen.

    Achja, erreicht haben sie prinzipiell wenig, ausser das Männer in hohen Positionen keine Frauen mehr protegieren, weil letztere ihre Bereitschaft zur Falschanschuldigung klar gemacht haben.

    Könnte man im Prinzip damit umgehen, dass man ihnen mit schweren Konsequenzen droht, aber warum sollte man in einen völlig nutzlosen Krieg ziehen, wenn man sie auch einfach vermeiden kann?

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