Ist dein Arbeitsplatz sexistisch?

Die Zeit will mit einigen kurzen Fragen klären, ob ein Arbeitsplatz sexistisch ist. 

Die Fragen sind dort noch näher begründet, ich greife sie einfach mal so raus.

1. Wie viele Frauen in Ihrem Unternehmen sind in Führungspositionen?

Wäre natürlich auch eine Frage der Größe des Unternehmens, der Art des Unternehmens etc.

2. Wird ehrgeiziges Verhalten von Frauen abschätzig bewertet?

Weil Frauen nicht ehrgeizig sein dürfen, sondern dann als „bossy“ gelten. Tatsächlich kann Ehrgeiz positiv sein, aber ein bestimmtes Verhaltens, welches daraus folgt negativ sein. Etwa wenn man sich beim Chef einschleimt, wenn man fremde Lorbeeren einsammelt, wenn man meint eine Beförderung verdient zu haben, nur weil man eine Frau ist oder überall Benachteiligungen wittert, die die Karriere verhindern oder meint schlauer als der Chef zu sein, wenn dieser selbst gerne der schlauste ist, aber eben ein Mann.

3. Werden männliche und weibliche Angestellte gleich bezahlt?

Da hat man ja immer wieder das Problem der Vergleichbarkeit. Nein, die Sekretärin oder Empfangsdame wird nicht so gut bezahlt wie der Ingenieur. Den Gender Pay Gap in den Betrieb zu tragen bringt gar nichts, weil er kaum geeignet ist Sexismus festzustellen

4. Hat der Arbeitsplatz einen Jungsclub?

Auch so eine Frage. Gerade weil deutlich wird, dass sie darauf abstellt, dass normale Interessen der Männer schon einen „Jungsclub“ begründen können. So wird dort angegeben, dass sie vorgespielt hat, dass sie „Game of Thrones“ mag, ob wohl es voller Vergewaltigungen ist, nur um zu den Jungs dazu zu gehören. Aber zu verlangen, dass die Jungs nicht über Fußball etc reden, weil eine Frau dabei ist, wäre aus meiner Sicht unverschämt.

5. Gehen Männer im Büro anständig mit Frauen um?

Mich würde ja wirklich mal interessieren, was eine faire Bewertung der typischen Büros ergeben würde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da tatsächlich solch schreckliche Zustände herrschen, wie es Feministen gerne an die Wand malen. Sicherlich gibt es immer Frauen, die schon mal von einem Kollegen blöd angemacht worden ist. Aber ich vermute mal, dass die meisten Frauen ihr Büro ganz okay finden und Probleme eher mit bestimmten Personen bestehen als mit Männern an sich.

Gerade in einem Büro mit vielen Frauen gibt es ja nun auch schnell genug Feindlichkeiten und Mobbereien.

 

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51 Gedanken zu “Ist dein Arbeitsplatz sexistisch?

  1. Wie Frauen mit Männern umgehen ist wohl egal, genauso ob es einen Mädchenclub gibt. Das Autor ist wohl ein Vertreter von es gibt keinen Sexismus gegen Männer.

    Z.B. Die SPD ist zwar kein Unternehmen, aber nach dieser Liste, geschlechtsneutral abgewendet, sexistisch.

  2. Ist dein Fragebogen sexistisch?

    1. Fragt er Benachteiligungen von Frauen ab, aber nicht Benachteiligungen von Männern?

    2. Impliziert er, dass Nachteile von Frauen grundsätzlich nicht aus dem Verhalten der Frauen resultieren, sondern von anderen verursacht werden?

    3. Ignoriert er vollständig, dass Nachteile in diesem Bereich entstehen können, weil der Betroffene sich für Vorteile in jenem Bereich entschieden hat?

    4. Geht er davon aus, dass Frauenförderung grundsätzlich eine gute Sache ist, egal was?

    5. Enthält er feministische Worthülsen wie „Paygap“, „männliche Seilschaften“, „Patriarchat“ oder „Unsichtbarmachung“?

    Wenn du mehr als zwei Mal mit „Ja“ geantwortet hast:
    Herzlichen Glückwunsch!
    Dein Fragebogen ist sexistisch und du bist der großzügigen Finanzierung durch das Ministerium Für Alle Außer Männer einen Schritt näher gekommen.

  3. Der interessante Punkt ist am Ende des Artikels:

    > erklären Sie mir, warum ich total Banane bin

    Weil du erwartest, Sophie, dass Leuten nicht auffällt, dass du dich für einen Arbeitsplatz vollkommen unpassend kleidest (Höschenblitzer am Anfang), dass darüber hinweggesehen wird, und du dich dann auch noch *beschwerst*.

    Mein persönliches Highlight an Dummheit ist übrigens „Würde ein männlicher Angestellter an seinem 27. Geburtstag gesagt bekommen, dass er sich besser mit dem Heiraten beeilen solle, weil er sonst Staub fangen würde?“. Soviel facepalmen kann man gar nicht.

    • Zumindest in Teilen Norddeutschlands werden Junggesellen an ihrem 30. Geburtstag zum Fegen vor dem Rathaus geladen.
      Mir wurde auch von meiner Tante damit gedroht, als ich etwa 27 war.
      Ganz Gehässige verstreuen dann irgendwas, was sich nur schlecht fegen lässt, z.B. Unterlegscheiben. Dann fegt der Ärmste stundenlang und klaubt den Rest zu Gaudi des (überwiegend weiblichen) Publikums noch von Hand aus den Ritzen der Steine.

      Ich habe trotzdem nie geheiratet (und das Fegen fiel dann auch aus) 🙂

  4. Meiner ist es auf gar keinen Fall, denn ich praktiziere aktiv Geschlechtertrennung. Frauen können bei der Konkurrenz eingestellt werden, bei mir arbeiten nur Männern. Wo nichts ist, kann auch nichts krank werden.

      • Warum? Ich find das gut wenn die Geschlechter unter sich bleiben. Weniger Ablenkung und mehr Spaß bei der Arbeit. Außerdem ticken Männer, wenn sie keine Frau im Unternehmen haben ganz anders als wenn Weibsvolk anwesend ist.

        • Definitiv.
          Wenn Du aber nur Frauen im Meeting sitzen hast, wird es schnell zur gefühlsduseligen Seelenanalyse.
          Ich hätte manchmal gern einfach den knallharten Faktencheck ohne viel Schmusi drumrum.

          • @Semikolon

            Bin ich, ja. Aber wenn Du freiberuflich bist, arbeitest Du immer auch unternehmerisch.
            Das ist so.

          • Womit noch nicht geklärt ist, was Sinn und Zweck dieser All-Female-Meetings sein soll.

            Kann es sein, dass Du verbal lieber erstmal so ein bißchen übertrieben auf die Kacke haust?
            Ganz überdeutlich empfand ich das ja so im Thread wo Du „Vätern immer verboten“ haben wolltest die Geburt selbst zu beobachten. Was Du natürlich aber nicht gemacht hast, weil Du es ja gar nicht kannst… oder so. Ne?

          • @Semikolon (ich hasse diese Antwortfunktion hier),
            es gibt verschiedene Organisationsformen.
            Ich habe eben nur in dieser einen gearbeitet, und die besteht eben aus einem reinen Frauengremium.
            Meine Erfahrung ist, dass Prozesse oft schleppend voran gehen, weil viele Dinge zu schnell vermischt werden, auf der einen Seite der rein wirtschaftliche Aspekt viele FreiberuflerInnen organisieren sich miteinander) und auf der anderen Seite eben unsere hochemotionale Arbeit mit den Familien.
            Das berichten auch andere Frauen, die zB in Pflegedienste arbeiten, in Kindergärten, also Berufsfeldern, in denen der Frauenanteil sehr hoch ist.

            (Und zu dem anderen Thema.
            Ja, Du kannst das gerne anders sehen und mit Deinem Partner anders gestalten. In eurem Falle ist doch auch alles gut.
            Ja, die Formulierung war drastisch, es ist ja auch eine brachiale Situation.
            Ich habe da einfach schon viel erlebt und „empfehle“ einige Sachen nicht mehr. Es gibt. nun mal nicht wenige Paare, die haben das überhaupt nicht gut verkraftet.)

          • „Ja, die Formulierung war drastisch, es ist ja auch eine brachiale Situation.“

            Du hast gesagt Du sprichst vorher mit den Paaren darüber.
            Soll ich mir jetzt wirklich vorstellen, dass Dich irgendwer nach Deiner Meinung fragen würde wo der Kindsvater hinschauen solle???

            „Ich habe da einfach schon viel erlebt und „empfehle“ einige Sachen nicht mehr. Es gibt. nun mal nicht wenige Paare, die haben das überhaupt nicht gut verkraftet.“

            Wie zum Kuckuck solltest Du überhaupt mitkriegen, wenn ein Paar nicht zufrieden mit Deiner Arbeit oder langfristig traumatisiert durch das Ereignis wäre?
            Wer wiederkommt, fand Dich nicht schlecht und andersrum: wer Dich schlecht fand, kommt mit der nächsten Schwangerschaft nicht wieder zu Dir.

  5. Der Fragebogen ist idiotisch, weil er davon ausgeht, daß nur Sesselfurzer und Tortenärsche keine absolut gerechten und glücklichen Arbeitsplätze haben.
    Da würde mich jetzt mal das prozentuale Verhältnis zwischen den armen eingesperrten Problematikern und den Glückspilzen im Nirwana der Malocher interessieren. Gern nach Geschlecht aufgeschlüsselt.

  6. Mal abgesehen davon, dass der Artikel ziemlich alt ist. Wir haben in unserem Laden:

    – Eine Betriebskita
    – Homeoffice
    – Eltern-Kind Büros
    – einen Notfallkindergarten
    – ein Sozialwerk, dass Unterstützung bei Pflege, fast umsonst Urlaub für Alleinerziehende, Stipendien für die Kinder, Auslandspraktika für Kinder und ich weiß nicht was sonst noch alles anbietet
    – im Fortbildungskatalog einen ganzen Strang zum beruflichen Fortkommen, der ausschließlich Frauen offensteht
    – ein hochoffizielles Frauennetzwerk, dass von einer der weiblichen Vorstände geleitet wird und regelmäßig Konferenzen, Meetings etc. abhält
    – werden die zwei Monate Elternzeit selbst von männlichen Führungskräften genommen. Das Fußvolk nimmt gerne auch mehr

    Trotzdem sind so gut wie alle Teilzeitkräfte weiblich während die Männer Vollzeit arbeiten. Und obwohl jede Frau befördert wird, die nicht bei drei auf dem Baum ist, ändert sich nahezu nichts in den höheren Rängen. Meiner hochgeschätzten Kollegin wurde schon zweimal die Abteilungsleitung angetragen und ich als der erfahrenste Mitarbeiter habe jedes Mal mit Engelszungen auf sie eingeredet (ich will den Scheißjob nicht haben und mache liebe was anderes in meiner Freizeit). Es war nichts zu machen. Obwohl kinderlose Singlefrau und wirklich fähig, konnten wir sie nicht bewegen, die auf dem Silbertablett servierte Chance wahrzunehmen.

    • Himmlisch! Wo arbeitest Du?
      Ich bin nur leider so fachidiotisch und werde nie aus meiner Nische rauskommen. 😥
      Wer braucht denn Eltern-Kind-Büros? Geht das überhaupt? Kommt da was bei raus?
      Aber Betriebskita mit garantierter Platzvergabe finde ich super.

      • Wo ich arbeite? Bei einer (großen) Bank. Wir sind ja per Definition die bösen Jungs und vielleicht geben wir uns deshalb mehr Mühe. So ein schwer progressiver *irgendwasmitMedien* Fuzzi steht ja auf der „richtigen“ Seite und kann somit seinen Schweinehund ruhig raushängen lassen.

        Eltern-Kind-Büros? Die brauchst du dann, wenn im Kindergarten die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist und du keine z.B. Großeltern zur Hand hast, die auch mal das Kind übernehmen können.

        • Ihr gebt Euch nur deshalb mehr Mühe, weil das Geld dafür da ist…
          (wobei: das Erste, was ich während meiner Standort-Recherche feststellte, war, dass unglaublich viele Bank- und Sparkassenfilialen schließen derzeit)

          Das „Arbeitgebernahe Institut“, für das ich mal tätig war, hat auch ein Eltern-Kind-Büro.
          Statt eines Betriebskindergartens dann aber ein state-of-the-art Fitness-Studio.
          Was DIE ihren Mitarbeitern geboten haben… schwer erreichbar in der normalen Wirtschaft.

          • Nun, erstens geht es der Branche nicht gut (wie du selbst schon gemerkt hast) und zweitens könnte das Geld trotzdem an die Aktionäre fließen.

            Die Sportangebote, die kostenlosen medizinischen Tests und das Fitnessstudio habe ich nicht erwähnt, weil das hier nichts zur Sache tut. Die Frage war: „Ist dein Arbeitsplatz sexistisch“ und die Antwort ist NEIN (hab die Frauenbeauftragte vergessen).

          • Blödsinn…
            Es ist niemals genug Geld da, wenn ein Unternehmen gewinnorientiert ist.
            Solch „unnütze“ Ausgaben werden nur getätigt, um Arbeitsplätze attraktiver zu machen und/oder zur Imagepflege.

          • Z.B. Banken oder Institute leben aber stark von ihrem Image…

            „Es ist niemals genug Geld da, wenn ein Unternehmen gewinnorientiert ist.“

            Für „die Großen“ gilt m.E.n.: ein eingeplantes Budget sollte auch unbedingt ausgeschöpft werden. Du kriegst jedenfalls i.A. keinen Blumentopf verliehen, wenn Du „eigenmächtig“ den Kostenanteil eines Projekts bspw. reduzierst/reduzieren kannst, eher im Gegenteil. Das hat dann nämlich oft Konsequenzen für den Budget-Umfang im nächsten Jahr.

    • „(ich will den Scheißjob nicht haben und mache liebe was anderes in meiner Freizeit)“
      Genau das ist es doch. Sollen doch die Frauen diese Führungsjobs machen, ich mach lieber nach 40 Stunden (besser nach 30 Stunden) mein eigenes Ding. Ist ja nicht so das Arbeit generell etwas geiles ist.

      • Exakt! Die Single – Kollegin lässt sich gerne mal Extraarbeit anhängen und macht auch viel mehr (unbezahlte) Überstunden. Deshalb wird sie bei gleicher Qualifikation und ähnlich anspruchsvollen Aufgaben auch besser bezahlt als ich. Fair enough und die schlichte Erklärung für den angeblichen Gender Pay Gap. Denn meistens verhalten sich die Protagonisten exakt anders herum.

        Bleibt nur der echte Gender Pay Gap. Denn wieso kriege ich als Mann für den gleichen Rentenbeitrag die gleiche (monatliche) Rentenzusage, obwohl die Kollegin (wir sind nahezu gleich alt) eine um 5 (!) Jahre längere Lebenserwartung hat. Das heißt, sie kann eine ca. 31% längere Rentenbezugsdauer erwarten. Das macht aufs Gehalt bezogen einen echten Gender Pay Gap von 5,9% aus. Dazu noch die weitaus höheren Krankenkosten (auch ohne Geburtshilfe) und die schon genannten unbezahlten Überstunden. Schwuppdiwupp hast du ein fettes Gender Pay Gap zu Lasten von wem genau?

        • “ wieso kriege ich als Mann für den gleichen Rentenbeitrag die gleiche (monatliche) Rentenzusage, obwohl die Kollegin (wir sind nahezu gleich alt) eine um 5 (!) Jahre längere Lebenserwartung hat.“

          Möchtest Du daraus irgendeine Forderung ableiten?

          • „Möchtest Du daraus irgendeine Forderung ableiten?“

            Wie wär’s mit einer Rentenkasse für Männer und einer für Frauen?
            Schon merkwürdig, dass Solidarkassen immer so strukturiert sind, dass Frauen nie weniger, als 50% der Leistungen erhalten.

          • „Warum willst Du denn Renten- und Pensionskassen(ansprüche) erhalten?“

            Weil die Menschen nun mal nicht privat vorsorgen – jedenfalls nicht alle.
            Rentenkassen sind nichts anderes, als Versicherungen, die eine Wette auf die Zukunft abschließen.
            Sie garantieren Dir aufgrund Deiner statistischen Lebenserwartung eine gewisse monatliche Rente.
            Da die Lebenserwartung von Frauen wesentlich höher ist, sind sie für die Kassen das schlechtere Risiko, das von den Männern mitfinanziert wird.
            Damit Du also bis zu Deinem Lebensende Rente beziehen kannst, zahle ich mehr in die Kasse ein.

            Bei getrennten Kassen würde ich entweder weniger einzahlen, oder eine höhere Rente erhalten.

            Im Rahmen der derzeitigen Entsolidarisierung zwischen Männern und Frauen fände ich das nurmehr gerecht.

          • „Weil die Menschen nun mal nicht privat vorsorgen – jedenfalls nicht alle.“

            Na und was nimmst Du als Gründe dafür an?

          • Meinst Du hier, dass jemand, der z.B. zwischen Mindest- und Durchschnittslohn verdient, einfach nur individuell seine Prioritäten falsch setzt, wenn er sein Einkommen (nahezu) vollständig verkonsumiert?
            Oder meinst Du (auch), dass dieselbe Problematik in ähnlichem Ausmaß auch Spitzenverdiener trifft?

          • Ich bin mir zu hundert prozent sicher dass du verstehst worauf er hinaus will, stell dich bitte nicht dumm.

          • Semi hat vermutlich ihre Tage.
            Sie ist auf Trollen aus, deshalb ist es nicht sehr zielführend, auf ihre Provokationen zu antworten.

          • Nein, habe ich nicht.

            Ich versteh halt nicht so richtig, warum Du nicht direkt eine strikte „jeder nur für sich selbst“-Politik propagieren möchtest.

            Und worin siehst Du eigentlich die Entsolidarisierung, was machen (oder unterlassen) Frauen jetzt, was sie bis vor wenigen Jahren noch nicht taten (oder im Gegenteil)?

  7. Welche Frauen? Das wertschaffende Personal besteht zu über 90% aus Männern. Die Frauen machen die Papierschubser- und Marketingjobs, und, ach ja, früh die Toiletten sauber. Man begegnet ihnen höchstens mal auf dem Gang oder zur Betriebsversammlung.

    Und natürlich ist die Firma sexistisch, eben bei jenen Toiletten, wo sich die 90% Männer nämlich dieselbe (zu geringe) Anzahl Toiletten teilen müssen, wie die 10% Frauen. Aber ich schätze das zählt für die Transatlantik-Postille nicht.

      • Die Zeit ist die Pravda der regressiven Linken, erwarte keine neutrale Betrachtung.Die haben ihre ideologischen Punkte in den Äther zu speien, da ist es irrelevant wie absurd diese sind.

  8. Jo, ist ziemlich alt der Artikel.
    Aber ich kam schon bei den Eingangsbeispielen ins („schlimme Antifeminismus“) grübeln:

    „Frauen wird in Meetings das Wort abgeschnitten“:
    Da bräuchte ich mehr Details. Hat Frau nen Blödsinn gesagt, vielleicht sogar vor Kunden, und ein Kollege stoppt da schnell den Redefluss, bevor es noch schlimmer wird? Oder erzählt die Frau einfach fröhlich vor sich hin und hat nicht wirklich was mit dem Meetings zu tun und man versucht wieder die Besprechung vorran zu bringen? (DAS ist etwas, was ich selbst mache … bei MÄNNERN, die sich gerne rede hören! Ich hasse Meetings und man muss die nicht durch ausschweifende Reden in die Länge ziehen!) Oder war es tatsächlich in Richtung von „Jaja, liebe Dame, wenn wir ihre Meinung hören wollen, sagen wir es ihnen“.
    So „trocken“ kann ich nicht entscheiden, ob es Sexismus ist:

    „Wir werden diese Frau auf jeden Fall einstellen! Ihr glaubt nicht, wie attraktiv sie ist.“:
    Jap, das ist Sexismus … gegenüber dem kompetenterem, männlichem Praktikumsbewerber, der auch die Stelle wollte

    „Farbe vom Schlüpfer“:
    Ok, da hat eine Frau so ein Outfit an, dass man bei einem simplen Treppensteigen den Schlüpfer sieht. Wir reden über ein Arbeitsumfeld. Ist das entsprechend angemessen? Oder ist eine schlimme Frage, weil egal, wie man angezogen ist?
    Aber davon abgesehen: Wäre diese Information „Wenn ich eine Treppe hochlaufe kann man meinen Schlüpfer sehen“ denn für die Frau interessant? Sollen Männer dann halt einfach still hinter ihr geniessen? Oder wäre Frau froh, wenn man sie darauf hinweist, dass man „zu viel“ sehen kann? Und entsprechend wäre nur die Form der Direktnachricht problematisch/falsch?
    Ich war mal auf einem Event, draussen und da standen so Art „Strandstühle“ herum, wo die Sitzfläche vorne recht gut nach oben geneigt sind (so halber Liegen). Und da saß eine Frau, im Kleid, mit gespreizten Beinen in einem von denen. Und ich, ca. 10m entfernt, hatte entsprechend den „idealen“ Blick zu ihrem „heiligsten“. Ich bin hin zu ihr und meinte, dass ihre Sitzposition aktuell etwas „unvorteil“ ist. Sie ist ein wenig Rot geworden, hat aber gelacht und sich anders hingesetzt. War das „besser“ als die Direktnachricht? Oder auch Sexismus, dass ich sie auf die „Einblicke“ hingewiesen habe?

    Naja…

  9. Mein Betrieb ist sexistisch!

    Ich stelle nie wieder eine Frau ein Punkt

    Die sind immer krank, jammern nur und arbeiten wenig, brauch ich nicht. Die kapieren nicht, das die Kunden ihr Gehalt bezahlen und nicht ich. Brauch ich nicht, will ich nicht, mach nicht.

  10. 1. Nur eine. 😎
    2. Ganz im Gegenteil. Wir haben hier schon öfter erlebt, dass Frauen lediglich einen ruhigen Job machen wollen: Teilzeit, Teleworking, nur ja keine Verantwortung oder Zeitdruck .. Etwas mehr Engagement und Einsatz wäre begrüßenswert.
    3. Wir zahlen nach Tarif, und honorieren besonderen Einsatz und Engagement durch freiwillige, übertarifliche Zulagen.
    4. Wie sich die Mitarbeiter in ihrer Freizeit organisieren, ist ihre Privatsache.
    5. Es herrscht allgemein ein anständiger Umgang miteinander. Auch die Frauen gehen anständig mit Männern um.

  11. @Semikolon
    Gerne erzähle ich Dir differenziert von meinem Job.
    Evtl. ist es möglich, dass Dir Chris meine Mailadresse zukommen lässt.

    • Es würde mir komplett reichen, wenn Du diese konkrete Thematik beleuchtest.
      Unter welchen Bedingungen „verbietest“ Du also Vätern explizit das Geburtsereignis zu beobachten?
      Und wie positionierst Du Dich, wenn Du es mit einem Paar zu tun hast, wo m und w divergierende Vorstellungen von seiner Beteiligung an diesem Prozess haben?

  12. 1. Keine. Wir sind aber auch unter 10 Leuten.
    2. Wir würden uns über mehr Ehrgeiz freuen, aber die Kollegin hat andere Verpflichtungen, sodass es verständlich ist, dass sie nur 9 to 5 macht.
    3. Keine Ahnung, höchstwahrscheinlich nicht. Jemand im PMO wird anders bezahlt als ein Senior Consultant in der IT.
    4.Sicher, sie ist da auch wilkommen.
    5. Nach der Definition der Zeit? Nein. Nach der normalen Definition? Klar. Die Kollegin liebt es das Mädchen zu spielen, da kommt sie echt gut mit voran. Manchmal muss man ihr etwas auf die Füße treten, aber das liegt eher an ihrem familiären Hintergrund (der Papa war ein hohes Tier in einer großen Consultingfirma).

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