Die Welt ist auf Männer ausgerichtet

Antje Schrupp schreibt:

Anlass war dieser Tweet:

Ich finde das schon deswegen immer interessant, weil es so ein unglaublich schlechtes Frauenbild zeigt. Kommen Frauen nach ihrer Meinung tatsächlich nicht in dem relativ einfachen Editor der Wikipedia zurecht? oder meint sie das nur Männer in der Lage sind etwas zu programmieren, was daran etwas ändern kann? Antje Schrupp ist Differenz Feministin, insofern sieht sie in allem eben genau diese Ausrichtung auf das männliche. die Verschiedenheit ersetzt hier die Opferhaltung bzw begründet diese, weil die Welt eben komplett auf Männer ausgerichtet ist.

dabei zeigt sich wieder der alte Grundsatz des Feminismus, dass Frauen an nichts schuld sein können und auch für nichts verantwortlich sein können. Das Frauen dies selbst ändern könnten kommt ihr anscheinend gar nicht in den Sinn. Es würde dann ja eben auch eine Verantwortung auf die Frauen verlagern.

das auch Männer die Gesellschaft zu ihren Gunsten jetzt anders prägen wollten und diese Gesellschaft keineswegs als eine solche ansehen, die komplett auf Sie und Ihre Belange ausgerichtet sind ist für Sie wahrscheinlich auch nicht vorstellbar.

eine Welt, die auf Männer ausgerichtet wäre, hätte sicherlich nicht so viele vorteilhafte regelt für Frauen, insbesondere im Familienrecht. die Regelungen der Gesellschaft sind im wirtschaftlichen Bereich nicht auf Männer ausgerichtet, sondern eben auf Wettbewerb, da diese den entsprechenden Fortschritt bringt. Als Differenz Feministin ist sie vielleicht der Auffassung, dass Wettbewerb etwas männliches ist. dann würde der Auslieferung entstehen, dass die Männer ein anderes System einrichten müssten, was weniger auf Wettbewerb ausgerichtet ist, was aber selbstverständlich genauso gut wäre.

 

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40 Gedanken zu “Die Welt ist auf Männer ausgerichtet

  1. Schrupp kann sowas schreiben ohne sich selbst dumm vorzukommen, weil ihr Blick ganz hypergam auf die Männer, die gesellschaftlich über ihr stehen, gerichtet ist. Das mehr Männer obdachlos sind, mehr Männer sich selbst umbringen und auch sehr viele Männer in scheiß Jobs arbeiten müssen, kann sie so einfach übersehen und selbst wenn sie es zur Kenntnis nimmt, kümmert es sie nicht.

  2. Wenn die Welt wirklich so auf Männer ausgerichtet ist, zeigt dass doch wohl, dass Männer eben besser in der Lage sind, ihre Interessen durchzusetzen, als Frauen.

    Ich sehe das nicht so, aber es ist wohl die logische Konsequenz der Poition von Schrupp.

    Und ihr unausgesprochener Wunsch ist, dass Männer das gefälligst ändern sollen. Welches Interesse diese auch immer daran haben sollten.

    • „Welches Interesse diese auch immer daran haben sollten“

      Früher hat das immer gut funktioniert, dass Männer sich ein Bein ausreißen, nur damit die Frau mit dem Nörgeln aufhört.

  3. nun, sie kommt doch gut klar mit Twitter, von Männern entwickelt. Und mit dem Internet, waren das nicht auch Männer?

    Wer würde die Dame denn kennen, ohne Männer, die alle Medien, angefangen mit dem Buchdruck, erfunden haben.

    Ohne Männer könnte sie den Baum, auf dem sie leben würde, nett dekorieren. Was will die eigentlich?

  4. Frau Schrupps Problem ist, dass die Welt nicht für SIE eingerichtet ist. Dass sie für fast alle anderen ebenso wenig eingerichtet ist, ist irrelevant.
    Da sie eine weiße, christliche West-Deutsche ist, bleibt ihr nur die Frauen-Karte bei der Opfer-Olympiade.

    • Korrekt erkannt!
      Schrupp ist keine bestimmte Irgendwasfeministin, sondern lediglich eine völlig durchgeschallerte Prinzessin auf der Erbse, die den Hals nie voll kriegt und darüber jammert, daß es außer ihr noch mehr Menschen auf der Welt gibt.

    • „Dass sie für fast alle anderen [Leute] ebenso wenig eingerichtet ist, ist irrelevant.“

      Guter Punkt – ein allgemeines Problem wird von Schrupp umgefälscht zu ihrem Privat-Problem, von dem alle anderen Leute verschont bleiben. So geht Narzissmus!

  5. Sie hat doch recht, dass Wikipedia sehr auf Männer ausgerichtet ist. Autoren sollen:
    – strikt auf der Sachebene bleiben
    – nicht sich selbst, sondern Andere oder gar – schreck – Sachverhalte darstellen
    – Wörter statt Emojis verwenden
    – sich kurz fassen

    Wie viel frauenfeindlicher kann eine Plattform denn noch sein?

    • @only_me

      Unbedingt tweeten!!!

      Dann hinzugefügt, der Unterschied zwischen Artikeln, die das Missverhältnis der Geschlechter auf Wikipedia anprangern und solchen, die in der Wikipedia stehen ist, für die erste Sorte Text gibt es Zeilengeld.

      Was ich am Gejammere über die Wikipedia so lustig finde – zu weiß, zu männlich, zu alt – ist die Analogie zu dem sarkastischen Spruch von Brecht:
      „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“

  6. Wikipedia ist ein schlechtes Beispiel. Ich weiß zwar nicht, ob sich da mittlerweile was geändert hat, aber die Software fand ich schon vor einigen Jahren anachronistisch und furchtbar.

    Der Grund warum ich da nicht mehr editiere, ist aber ein anderer, das hat mehr mit so Löschnazis und unglaublich arroganten Admins zu tun. Wiki ist für mich gestorben, die bekommen weder Geld noch Zeit von mir.

  7. Man kann sich in der Wikipedia anmelden, ohne daß man je sein Geschlecht korrekt angeben muss.

    Schrupp’s Einlassungen machen überhaupt gar keinen Sinn, es sei denn, sie ginge davon aus, daß es biologische Barrieren zwischen Frauenhirnen und dem Wikipedia-Editor gibt.

  8. auf die Gefahr verbaler Prügel hin, natürlich ist die Welt so organisiert wie es am kommod für die Organisierer ist.
    Und das waren seit Jahrtausenden Männer.
    Das gilt aber für jede Organisation. Schulen sind von Frauen für Frauen eingerichtet.

      • Waren sie vielleicht mal. Bevor der Feminismus Einzug hielt und Lernexperimente an/mit Kindern durchgeführt wurden.
        Man denke an die Fähigkeit zur korrekten Rechtschreibung, die die lieben Kleinen eben nicht bzw. nur ausgesprochen schlecht gelehrt bekommen.

    • Wenn du schon weißt dass du Unsinn schreibst, warum machst du dir überhaupt die Mühe? Christian hat es gut dargelegt, es wird organisiert was benötigt wird, nicht was man gerne hätte. Normalerweise fehlen einem für letzteres die Ressourcen. Und das Frauen die Schulen organisieren ist …. keine Ahnung, kompletter Unfug, zumindest wenn man es historisch betrachtet.
      Schulen in Preußen… also die ersten staatlichen Schulen… waren vom Militär organisiert, weil die Rekruten die Anleitung für das Nadelgewehr lesen können mussten.

  9. Ich halte es nicht für einen Mangel, dass sich nur wenige Frauen bei wikipedia engagieren. Ich tue es ja auch nicht. Es interessiert mich nicht wirklich und die Edit-Wars wären mir einfach zu anstrengend. Ärgerlich ist das ewige Gejammere von Schrupp und Co. mit dem Vorwurf, es liege in der Verantwortung der Männer, dass sich Frauen so wenig engagieren. Da zeigt sich ein altbackenes Geschlechterverständnis. Dem Mann obliegt die Verantwortung für das Wohl der Frauen. Die Frau nörgelt so lange, bis der Mann sich anschickt, das Problem zu lösen. Viel reaktionärer geht nicht. Frau Schrupp ist die fleischgewordene, nicht ganz dichte 100-Kilo-Vagina.

  10. Ich finde es ehrlich gesagt eher betrüblich, dass die Schnickipedia heutzutage als vollwertiger Ersatz für ein richtiges Lexikon gilt. AFAIK werden Lexika in Buchform überhaupt nicht mehr gedruckt — schade!

    Als Kind habe ich stundenlang im Brockhaus geblättert. Sich durch irgendwelche Wiki-Artikel, die von selbsternannten Semi-Experten getippt wurden, hindurchzuklicken, ist da doch eine sehr anämische Alternative.

      • „Als Kind habe ich stundenlang im Brockhaus geblättert.“

        Ich auch. Meine Eltern hatten eine ganze Schrankwand voller Lexika. Ich fand das Schmökern darin immer ganz spannend.

        Und genau deshalb hatte ich später beschlossen, mir nie eine solche Lexikon-Sammlung zuzulegen.
        Denn, das was ich Anfang der 70er in den Lexika las, wirkte teilweise auf mich, wie eine Zeitreise in eine ferne Vergangenheit – und das, obwohl die Artikel gerade mal 8 Jahre alt waren.
        Und das Tempo der Veränderungen hat sich in den letzten 40 Jahren ständig erhöht.
        Bis ich alle Bände eines superteuren und gründlich redigierten Lexikons im Regal stehen habe, sind die ersten Einträge mittlerweile derart veraltet, dass ich eigentlich schon mit der Neuanschaffung beginnen müsste.
        Und dann ist ein Lexikon wertlos.
        Deshalb habe ich zwar über 1.500 Fachbücher (und nur etwa 50 Romane) zu verschiedenen Themen, aber kein allgemeines Lexikon.

  11. „… aktive Frauen. Sie müssen mehr tun und sich gegenüber Männern besser durchzusetzen.“

    Genau das ist die Lüge! Nicht *Frauen* müssen sich gegen Männer durchsetzen.

    Nein, *jeder*, der irgendwo mitmachen, mitarbeiten, mitgestalten will, muß sich gegen alle anderen durchsetzen: seien dies andere Bewerber, andere Mitarbeiter, irgendwelche Vorgesetzten (vielleicht Projektleiter), etwaige Finanziers / Investoren oder was auch immer.

    Durchsetzen kann dabei verschiedenes bedeuten: sich gegen andere Bewerber durchsetzen, sich gegen Leute durchsetzen, die andere Ziele oder Vorstellungen davon haben, was eigentlich gemacht werden sollte, oder wie es gemacht werden sollte, andere überzeugen, etwas zu finanzieren oder sonstwie zu fördern. Und vieles mehr.

    Jedenfalls, für Fraruen, die da irgendwo einsteigen oder mitmachen wollen, ist die Situation nicht schlechter als für Männer, die sich ebenfalls dort einbringen wollen: auch die Männer müssen sich bewerben, müssen andere überzeugen, müssen sich gegen die Vorstellungen oder Vorgaben von anderen behaupten oder durchsetzen. Usw.

    Und klar: für Frauen sind die Bedingungen in diesem Spiel eher günstiger als für Männer – Busen-Bonus eben.

    Die Welt, insbes. die Arbeitswelt ist nicht *für* Männer und *gegen* Frauen eingerichtet. Aber die Mehrheit der Männer nimmt die schwierigen Bedingungen an und strampelt halt weiter. Weil sie das müssen, es bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig.

    Die Mehrheit der Frauen kann es sich aussuchen, ob sie losstrampelt oder doch erst mal lieber ein bißchen Selbstfindung betreibt. Oder sich einfach (be)fördern läßt – von Männern.

    Es ist wie immer: im feministischen Narrativ wird ein Problem, das für praktische alle Menschen gilt (vermutlich nicht für die oberen Zehntausend), zu einem Problem, das allein für Frauen gilt, und das obendrein noch von Männern verschuldt wird. Wenn man diese Lüge aus den Köpfen der Leute rausbringen könnte …!

    • Für Männer ist es anscheinend weitgehend normal, sich durchsetzen zu müssen. Frauen (zumindest die feministischen) finden es hingegen als unfair und als Zumutung, dass sie sich durchsetzen müssen.

      Mir fällt dafür nach wie vor keine andere Erklärung ein, als dass diese Frauen in allen anderen als den Männerdomänen sich NICHT durchsetzen müssen, oder zumindest nicht auf so anstrengende und fordernde Art und Weise.

      „Ich werd unterdrückt“ ist dann nichts anderes als „In meinen Frauendomänen fällt mir alles in den Schoß, vergleichsweise“

      Oder fällt jemandem eine andere Erklärung ein?

      • Frauen haben höhere Agreeablenesswerte, und natürlich auch höhere Werte in Neurotecism, was für das Durchsetzungsvermögen eher abträglich ist. Klar, im Zweifelsfall ist sie einem Mann körperllich unterlegen, daher ist zurückweichen nicht die schlechteste Idee.

        Das „zu hülf zu hülf ich werde unterdrückt“ ist nichts weiter als das übliche damseln. Dafür das sie gegen Geschlechterrollen sind nuten sie ihre aber auch hart aus.

        • Man sollte in seinen Erklärungsversuchen auch immer versuchen, eine Erklärung zu finden, die einbezieht, dass der andere seine Aussage – in diesem Fall: „In Männerdomänen ist mein Leben wesentlich härter als ich erwarten würde“ – genauso meint, wie er sie sagt.

          Dadurch würde die Damsel-Theorie ausscheiden.

        • Dafür das sie gegen Geschlechterrollen sind nuten sie ihre aber auch hart aus.

          Da ist ein Tippfehler, es fehlt ein t,
          Danke für diesen genialen Tippfehler !!!

  12. Bevor ich angefangen habe irgendwo im Netz zu kommentieren, führte mein 1. Weg mich tatsächlich zur wikipedia. Selbstverständlich versuchte ich zunächst bloß ein paar kleine, mir wichtig erscheinende Anmerkungen hier und da einzupflegen (zu denen mir die Quellen handfest vorlagen). Ich hatte aber absolut keinen Erfolg, meine (teilweise nur Nebensätze) wurden sofort wieder rausgelöscht.
    Damals hatte man (glaub ich) zwei Mentoren oder wie die genannt werden, an die man sich wenden sollte bei „Problemen“ und die sowas wie „die Aufsicht“ über einen Neuling hatten. Aber meine waren nicht nur im Konkreten nicht hilfreich – das ganze Prinzip erschien mir irgendwo …albern.

    In den Jahren danach las ich auch schon „Aufforderungen“ an Frauen, sich mehr bei wikipedia einzubringen. Und mit z.B. Fiona Baine an Bord wird sich bestimmt Einiges dort verbessert haben.
    Aber für mich ist das Kapitel irgendwie gegessen. Da braucht man wohl eine ziemliche Club-Mentalität… und die hab ich persönlich halt nicht.

  13. Ich denke hier greift die Evolution zu.

    Die Welt ist wie sie ist.
    Da Männer evolutionär sich schneller entwickeln sind sie also besser angepasst.

    (ich glaube dass ist auch der Grund weshalb Frauen beim Vögeln sogern sich auf allen vieren nehmen lassen – der aufrechte Gang ist einfach etwas weniger lang gelernt)

  14. Klare These, klare Antwort
    Nein.
    Die Welt ist nicht auf Männer ausgerichtet-
    1. Die unbelebte Welt ist neutral, die ist auf nichts ausgerichtet (jede andere Meinung wird wissenschaftlich schwierig, weil sie eine lenkende Kraft also einen wie auch immer gearteten Gott , zumindest einen gestaltenden Willen oder Gedanken voraussetzt.
    2. Die belebte Natur ist auf das Fortkommen des Lebens ausgerichtet, NICHT auf Männer, die objektiv gesehen lediglich Testdummis ihrer jeweiligen Spezies sind.
    3. Die menschliche Gesellschaft ist, darauf ausgerichtet, daß Männer ihrer Rolle nachkommen können. Dazu siehe Punkt 2.
    Da die Selektion durch Naturgewalten keine so große Rolle mehr spielt, sondern mehr die Selektion durch Kampf um Weibchen ist die Gesellschaft darauf ausgerichtet, das Männer diesen Kampf deutlich führen können.
    Die Gesellschaft ist also grundsätzlich eine Kampfarena, in der die Männer auf der Spielfläche stehen, die Weibchen im Publikum sitzen. (für die fängt der Kampf erst an, wenn sie die Siegerwertung vornehmen sollen)

    4. Das Frauen das nicht verstehen ist klar, denn natürlich unterliegen auch sie der Selektion durch die Männer. Und die erfolgt primär nach Aussehen (muss geil, fortpflanzungsfähig sein) eher sekundär nach Intelligenz und Charakter, die folgen sind täglich zu beobachten.

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