Geschlechterdebatte in Deutschland: Ruhiger als in den USA?

Leander schreibt:

Tja, was wäre dieses Blog ohne den Blick nach USA: weitgehend LEER. Hierzulande findet sich einfach nicht genug / ständig neu Skandalisierbares rund um Feminismus.
Passt zum Eindruck der meisten im sog. „Real Life“, dass Frauen und Männer in großer Mehrheit super miteinander auskommen.

Und in der Tat kommt vieles an Themen aus den USA hinüber geschwappt. Sowohl an Theorien als auch an sonstigen Themen. Hier wird es aufgegriffen, hauptsächlich von Leuten, die eben in diesen Theorien schon etabliert sind.

Beunruhigend ist insoweit, dass viele eben diese Diskurse übernommen haben, die politisch tätig sind. Und das es mit Gender Studies einen eigenen Studiengang gibt, der das immer weiter in die Bevökerung trägt. Auch viele Mädchenzeitschriften etc haben teilweise schon intersektionale Theorien als Inhalt (Young Miss beispielsweise).

Der intersektionale Feminist ist immer noch die Ausnahme aber auch keineswegs mehr so rar.

Was meint ihr?

 

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76 Gedanken zu “Geschlechterdebatte in Deutschland: Ruhiger als in den USA?

    • Das deutsche Pendent wäre: Theaterstück XY an der Humboldt-Uni abgesagt, da zu wenig moslemische PoCs als Schausteller — so oder ähnlich.

      • Nun ja – das gewählte Stück ist aber West Side Story.

        https://www.foxnews.com/us/university-cancels-west-side-story-production-after-white-students-landed-lead-roles
        Und da besteht ziemlich genau die Hälfte der Rollen – sowohl der Neben- als auch der Hauptrollen – aus Puertoricanern. Und zwar dergestalt, dass genau dies alle Konfliktlinien der Story bildet.

        Dass da tatsächlich vorhandene Puertoricaner sauer sind, wenn sie bei diesen Hauptrollen übergangen werden und stattdessen weisse für diese Hauptrollen genommen werden, das kann ich in dem Fall tatsächlich nachvollziehen.
        Es sind eben Rollen, bei denen die Hautfarbe der Protagonisten eine tragende Rolle sopielt.
        Wenn man Onkel Toms Hütte aufführt, dann besetzt man den Onkel Tom auch nicht mit einem weissen, wenn tatsächlich schwarze Spieler zur Verfügung stehen.
        So wenig, wie man heutzutage eine Frauenrolle mit einem Mann besetzen würde. Zu Shakespeares Zeiten wurde eine Julia in Romeo und Julia von einem Mann gespielt, weil Frauen eben nicht Theater spielten – das ist heute undenkbar, und ob du’s glaubst oder nicht, ich bin der Meinung, dass das zurecht so ist.

        • Kennst du auch ein Beispiel wo ein Stück abgesagt wurde, weil man einen Rolle, die typischerweise von einem Weißen besetzt wird, mit jemand anderes besetzt hat?

        • Unfug, der einzige der zu entscheiden hat, ob ihm das passt ist der Zusschauer. Und wenn ein Regisseur es gut findet, das gesamte Stück nur mit Frauen zu besetzen, oder Männern… Dann hat der Zuschauer und sonst niemand zu entscheiden, ober er das gut findet. That’s it. Dieser Kontroll- und Erziehungswahn, der uns in eine bessere Welt führen soll, ist unerträglich und hat mit Freiheit und Demokratie nichts zu tun.

        • Wenn wir schon dabei sind: Mich nervt es immer tierisch, wenn in einem Film ein Deutscher Charakter Deutsch mit einem völlig unterirdischen Akzent redet.
          Jeremy Irons in Die Hard zum Beispiel.
          Alle Filme, in denen Deutsche nicht von Deutschen gespielt werden, sollten aus dem Archiv entfernt werden. Es ist ja nun nicht so, dass es in Amerika keine deutschsprachigen Schauspieler gibt!!

  1. „Die häufigste Wohnform ist der Singlehaushalt, rund 41 Prozent der Bevölkerung lebt allein, so das Statistische Bundesamt. In den Großstädten ist der Anteil noch viel höher. So sind in Hamburg aktuell 54 Prozent aller Haushalte von Singles bewohnt. Dieser Wert steigt seit Jahrzehnten“

    Männer und Frauen kommen im RL super miteinander aus.

    • Wenn man sich nicht auf den Sack geht, dann ist das auch ein gutes Auskommen.
      Vielleicht liegt es daran, dass wir Deutschen unkommunikativer als die Amis sind. Die quatschen mit jedem ewig, in der S-Bahn ist es schon mal ein Wunder wenn sich morgens 2 Menschen unterhalten. Da guckt der Rest schon ganz streng.

    • Die Aussage ist Unfug.
      Wenn 54 % der haushalte von Singles bewohnt werden, dann leben mitnichten 54% der Bevölkerung allein, denn in den anderen haushalten leben jeweils mindestens (!!) doppelt so viele Menschen.

      Sprich:
      Wenn 54% aller Haushalte von singles bewohnt werden, dann wohnen in den übrigen 46% mindestens 2 Personen.
      normieren wir das der einfachen Rechnung halber mal so:
      in 54 Haushalten lebt eine Person, entsprechend in 46 Haushalten mindestens 92 personen. Vermutlich aber deutlich mehr. Jede ein-Kind-Familie sind bereits 3 personen.

      Ich könnte die Feststellung auch interpretieren als:
      Das größte Problem des Wohnungsmarktes sind die Singlehaushalte. würde nur ein bruchteil der Singlehaushalte mit jemand anderem zusammenleben, würde das den Wohnungsmarkt enorm entlasten.

      • „Jeder vierte hat oder findet keinen“

        Das finde ich immer noch ziemlich viele, angesichts dessen, dass der Wunsch nach Paarbildung ziemlich sicher angeboren ist.

    • Ich seh den Zusammenhang nicht. Dir ist bewusst das man heutzutage Beziehungen nicht mehr so streng durchsetzt wie noch vor 40 Jahren?

      Es stimmt schon das die Verhältnisse kälter geworden sind, aber darunter leiden auch gerade die Frauen. Ich habe weiterhin die Theorie, dass der Feminismus ein grandioser Shittest ist, und die Mehrzahl der Männer diesen gerade nicht besteht. Was halt dummerweise auch dazu führt das Frauen allein bleiben.

      • Klar, Feminismus ist ein massiver Kloß aus Shittest, Projektion und vollständigem Fehlen von Empathie für die Situation von Männern.

    • Ich finde es lustig, fass hier keiner gemerkt hat, dass 54 prozent single haushalte bedeuten, dass 46 Paare (92 menschen) auf 54 Singles treffen. Das sind also tatsächlich nur 36%.

  2. Es ist wahrscheinlich ähnlich wie mit „Critical Whiteness“. Wie letzteres Phänomen eine Reaktion auf das Fehlen einer klassischen Arbeiterbewegung in den USA (die die Interessen von Weißen und Schwarzen in gleicher Weise wahrgenommen hätte), ist der amerikanische radikale Feminismus vielleicht auch eine Reaktion auf das Fehlen einer solchen, die die Interessen von Männern und Frauen gemeinsam wahrgenommen hätte.

    • Gibts da überhaupt nennenswert „Arbeiterbewegung“? Und inwiefern unterscheiden Gewerkschaften dort nach Hautfarbe und Geschlecht?

      • Das bezieht sich auf die Geschichte. Eine Arbeiterbewegung hat es nicht gegeben, weil die Kapitalisten immer weiße gegen schwarze Arbeiter ausspielen konnten. Rockefeller soll gesagt haben: „I can allways hire half of the working class to kill the other half.“

        • Ja Arbeiterbewegungen waren in den USA immer schwach, ein Grund dafür, mag in den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und an den Hautfarben gelegen haben. Es wird ja nicht umsonst dafür gesorgt, die selbe Gemengelage auch hier zu erzeugen, wo sie doch so erfolgreich war.

          Dass Feminismus und „Critical Whiteness“ auf ein Fehlen einer solchen Bewegung zurückgehen, halte ich dennoch für eine gewagte Hypothese. Radikale Feministinnen gibt es hier ja auch zur Genüge und hier gab es starke Gewerkschaften. Dass „Critical Whiteness“ hier noch nicht so um sich gegriffen hat, liegt einfach daran, dass die dunkelhäutigen Massen noch nicht gut genug organisiert sind, das ist tatsächlich nur eine Frage der Zeit, da gehe ich jede Wette ein…

        • Eine Arbeiterbewegung hat es nicht gegeben, weil die Kapitalisten immer weiße gegen schwarze Arbeiter ausspielen konnten.

          Doch, die hat es schon gegeben. Die wurden aber alle als Kommunisten gebrandmarkt, insbesondere in der Mc Carthy-Ära, aber auch schon davor.

          • Mir ist es an dieser Stelle wichtig zu betonen, da existiert eine Parallele: „Zuckerbrot und Peitsche.“, nur dass diese eben in Deutschland wesentlich früher eingesetzt hat.
            Bei Bismarck in der Kombination von Sozialistengesetz und Sozialgesetzgebung, in den USA unter Kommunistenhatz und „american way of life“.

            Die traditionellen „gender roles“ der USA kommen tatsächlich nicht aus dem Nichts, sondern werden als „Systemalternative“ erst ermöglicht.
            Ohne einen Lohn, der als Alleinverdiener taugt, gäbe es keine Hausfrau und Mutter.
            Die ökonomische Basis von „Hausfrau und Mutter“ ist eben dieser Lohn.
            D.h. es gab – für eine kurze Zeit – den Willen, diesen zu bezahlen, um diese Systemalternative zu finanzieren.

      • „Gibts da überhaupt nennenswert „Arbeiterbewegung“?“

        Ja, klar. Nur eben anders als in Deutschland oder in Frankreich. Labor Unions, z. B. die AFL-CIO. Eine der ersten richtig großen war die American Federation of Labor.

        Wobei man sagen muß, daß es lokal sehr unterschiedlich war, wie stark und einflußreich diese Vereinigungen gewesen sind.

        Ist übrigens ähnlich wie mit der Kunst. Man sagt immer: in Deutschland wird die Kunst subventioniert, in Amerika nicht – dort gibt’s nur den Kunst-Markt. Nee, in Amerika wird die Kunst auch subventioniert, aber ganz anders. Als Europäer kann man sich das schlecht vorstellen.

        Interessante Anekdote: Der Sedlmayer hat mal eine Doku über die USA gemacht. Dabei war er auch in San Francisco. Und aus irgendeinem Grunde wollte er eine Stripperin in seiner Doku zeigen – natürlich jugendfrei. Sedlmayer berichtet dann in der Doku, daß er mit diesem Ansinnen gescheitert sei, weil es in Frisco eine solche Vielzahl von Gewerkschaften gebe, in denen die meisten Stripper/Innen organisiert sind, und daß diese Gewerkschaften eine solche Macht und Bürokratie entfalten würden, daß es nicht möglich geweisen sei, eine Dame zu finden, die mal eben für seine Doku ein wenig tanzt und sich andeutungsweise entblättert …

    • Der deutsche Feminismus ist, wenn man genau hinschaut, nicht weniger radikal und totalitär. In USA gibt es eben mehr Leute die sich lauter wehren. Ich erinner mal an den Physiker, der gerade am Cern suspendiert worden ist, weil er eine von den Genderologen abweichende Meinung hatte, und im Gegensatz zu denen eine wissenschaftlich fundierte. Die Tatsache, dass man sofort als Nazi diffamiert wird, wenn man eine vom identitären Feminismus abweichende Meinung hat. Und wenn wir z.B. an das Gender Watch Protokoll der Uni Salzburg? denken, oder die Sprecherlaubnis für Männer, die erlischt sobald sich die Frauen ausgequatscht haben an der Humbodt Uni, oder den gerade am CERN suspendierten Physiker, oder die letzte Änderung des „Sexualstrafrechts“ „entsetzter Kommentar einer Vorsitzenden Richterin einer kleinen Strafkammer am Landgericht: Das kann man doch so nicht machen“. Oder die Leitlinie für die Polizei und Justiz bei häuslicher Gewalt: „Der Stärkere ist immer schuld.“ usw usw usw Es gibt genug. Außerdem kann man ja auch hier davon berichten, was woanders auf der Welt passiert, um zu verhindern dass es hier auch soweit kommt. Denn die feminstische Seite agiert international.

      • Der deutsche Feminismus ist weitestgehend tot, das was du heute siehst ist der corportistische Feminismus, der aus den Staaten kommt.

        Warum denkst du wohl liegen Leute wie die Wizoreck und die Schwarzer im Krieg miteinander?

  3. Wozu auch? Die meisten Baustellen die der Feminismus bedient hat, sind doch im Staatsdienst gut dotiert besetzt. Die sitzen da ähnlich bequem wie eine Professorin an einer US-Uni. Nur mit dem Unterschied dass eine Bürokratin in einem Staatsministerium oder in Brüssel wirkliche MACHT hat.

  4. in Wirklichkeit sind totalitäre Ideologie der Marx, ‚kritische Theorie‘, Derrida, Foucault&Co. aus Europa in die USA hinüber geschwappt, und kehren nunmehr als extremistische feministische Ideologien zurück. Also beschwert euch nicht.

    • @kroraina
      Ein trojanischer Bumerang, ja 😀

      Das alte europäische Ressentiment gegen die Moderne schlüpfte alsglich nach der Niederlage des europäischen Faschismus in die Haut der „Postmoderne“, die nichts anderes ist als eine Fortsetzung des europäischen reaktionären Irrationalismus.
      Über den US-Umweg und Durchlauferhitzer kommt das als Re-Import jetzt zurück, full throttle.

    • @kroraina

      Das ist ziemlicher Quark, weder waren oder sind Marx, Derrida oder Foucault „totalitär“, noch kannst du diese dafür verantwortlich machen, wie ihre Theorie in den USA verwurstet worden sind.

      Leszek hat mehrmals darauf hingewiesen, die Ausgangstheorien wurden „vulgarisiert“, bis sie für die Interessen des US-Klientels passend waren.
      Dieses US-Klientel hat ein Interesse, eine bürokratische Schicht im Staat, den Universitäten und den Unternehmen zu bilden.

      Ein ähnliches Interesse gibt es hier auch, aber mit erheblichen Unterschieden.
      Nehmen wir den Genderismus: Es mussten erst durch den hiesigen Staat solche Studiengänge etabliert werden. Es gab weder seitens der Studenten, noch der Universitäten irgendeine Nachfrage, demzufolge auch kein Angebot.

      Selbiges mit „women´s studies“, „african studies“, „colonial studies“ usw. – sie sind hier schlicht nicht existent.
      Also Studiengänge, in denen selbst erklärte Opfer sich vor allem selber (in ihrem Opferdasein) und ihrer eigenen „Diskriminierung“ untersuchen.
      Die morgen arbeitslos wären, wäre die „Diskriminierung“ beendet.
      Natürlich haben diese ein Interesse an den kaum feststellbaren „Mikro-Aggressionen“, weil keine Makro-Aggressionen existieren.
      Wenn es keinen nachweisbaren Rassismus und Sexismus gibt, dann muss eben ALLES rassistisch und sexistisch sein, sonst ist ihr Geschäftsmodell ein Auslaufmodell.

      • @crumar
        „Das ist ziemlicher Quark, weder waren oder sind Marx, Derrida oder Foucault „totalitär““

        Das sind alles totalitaristische Philosophen bzw Denker, aber sicher. Marx sah nicht Menschen, sondern den Weltgeist am Werk, der die Menschen wie Maschinen oder Ameisen antreiben würde, sie müssten nur „wissenschaftlich“ erfassen, was Sache ist, dann liefe alles von alleine in den Endzustand des Kommunismus. Das ist eine strikt antiliberale Weltanschauung und fordert ein totalitäres politisches System geradezu heraus. Es ist vollkommen angemessen und richtig, Marx einen Vordenker des Totalitarismus zu nennen.

        Derrida und Foucault sind ebenfalls Denker eines Totalitarismus, sie denken von der Seite eines radikalen Subjektivismus her, der sehr pragmatisch die politische Macht ins Zentrum allen Denkens stellt und das Denken selbst als irrelevant erklärt.

        • @Alex

          „Marx sah nicht Menschen, sondern den Weltgeist am Werk,“ – das war Hegel, nicht Marx.
          „Derrida und Foucault sind ebenfalls Denker eines Totalitarismus, sie denken von der Seite eines radikalen Subjektivismus her, der sehr pragmatisch die politische Macht ins Zentrum allen Denkens stellt und das Denken selbst als irrelevant erklärt.“
          Nope. Ich halte von Derrida lange nicht so viel wie von Foucault, aber deine Vorwürfe in ihrer Allgemeinheit sind schlichtweg falsch.
          Dann: Foucault ist bereits 1984 gestorben und für die Vulgarisierung seines Werkes nicht verantwortlich.

          • @crumar
            „das war Hegel, nicht Marx.“

            Warum denn war sich Marx so sicher, wie das mit seiner Dialektik ausgehen würde? Ohne den „Weltgeist“ Hegels macht Marx keinen Sinn.

            Meine Ansicht dazu, dass der Irrationalismus von Foucault und Derrida „totalitaristisch“ seien, wäre weniger „falsch“ als neben der Spur. Ich denke aber, das es ins Schwarze trifft. Eine Philosophie, die nur die unbedingte Macht als letzthinnige Wirkungsursache kennt, wie Foucault das postulierte, ist naturgemäss totalitaristisch, ja im eigentlichen und besten Sinne faschistisch.
            Derridas Methode, in Texte hineinzulesen, was diese angeblich verschweigen wollen, ist reine Willkür und daher als politisches Mittel auch nur totalitaristisch zu nennen.

            Es ist eben kein Zufall, dass die progressiven Faschisten sich Foucault, Derrida und solche Vorbilder ausgesucht haben. Ebenso suchten sich die Faschisten von einst zB den Nietzsche aus.

        • @El_Mocho

          Ich glaube, man sollte diese Philosophen in einem politischen und philosophischen Kontext sehen und das war ganz elementar der Konflikt zwischen den damaligen Machtblöcken USA-UdSSR.

          Das Problem in Frankreich war eine sehr starke kommunistische Partei, die man in den 50ern tatsächlich als stalinistisch beschreiben kann. Natürlich hatte diese ein ebensolches, nämlich politisches Verständnis der objektiven Erkenntnis der Realität.

          Nun zur Ironie eines solchen Verständnisses: Da politisch immer schon feststand, was Resultat der Erkenntnis ist, wird politisch diktiert, was als „objektive Erkenntnis“ gilt. #Lyssenko
          Man könnte also tatsächlich auf die Idee kommen, die Machtverhältnisse diktierten die Möglichkeit objektiver Erkenntnis der Realität.
          Da wiederum die marxistische Kritik sehr erfolgreich darin war, die tatsächlichen materiellen und politischen Interessen hinter der Ideologie der bürgerlichen Gesellschaft zu entlarven, kommt man wie von selbst – in dieser politischen Konstellation – auf die Idee, es gäbe gar keine Möglichkeit objektiver Erkenntnis der Realität unabhängig von Machtverhältnissen.

          Ganz so abwegig war eine solche Haltung nicht, wenn man sich bspw. politisch nicht zu einem der beiden Lager zugehörig fühlte oder fühlen wollte. Ironischerweise aus einer durchaus anti-totalitären Haltung heraus.

          Das Problem dieser Sicht ist, für die Weiterentwicklung der Gesellschaft sind objektive Erkenntnisse in den Naturwissenschaften die Grundvoraussetzung. Diese sind per se auch keine Ideologieproduzenten, sondern dieser Vorgang findet bspw. in den Sozialwissenschaften und in der Philosophie statt. Und – welch eine Überraschung – aus genau diesem Lager wird bestritten, es gäbe die „Möglichkeit objektiver Erkenntnis der Realität unabhängig von Machtverhältnissen“.

          Währenddessen Alan Sokal eben Physiker ist und aus dieser Position seinen damaligen Text geschrieben hatte, der der erste Hoax in einer Reihe von vielen war.
          Komisch ist, an seinem Text kannst du bereits ab dem zweiten Satz ablesen, dass er auf einer marxistischen Grundlage kritisiert, die Alex wiederum dem Totalitarismus zuordnet.
          Jetzt können wir natürlich trefflich streiten, welcher Totalitarist hier welcher ist. 😉

        • @crumar
          „auf die Idee, es gäbe gar keine Möglichkeit objektiver Erkenntnis der Realität unabhängig von Machtverhältnissen.“

          Wenn man das erst nimmt und glaubt — wie kann man denn noch andere Meinungen und Ansichten akzeptieren? Diese „Erkenntnis“ führt doch unmittelbar zu der Einstellung, dass man selbst es am allerbesten weiss? Ist das nicht eine Philosophie für Diktatoren?

          • @Alex

            „Diese „Erkenntnis“ führt doch unmittelbar zu der Einstellung, dass man selbst es am allerbesten weiss? Ist das nicht eine Philosophie für Diktatoren?“

            Eigentlich nicht.
            Denn wenn es gar keine objektive Erkenntnis der Realität gibt und auch keinen Wahrheitsbegriff, der wahre von unwahren Aussagen unterscheidet, haben alle gleichermaßen recht. Oder eben nicht.

            Streng genommen wäre auch die Ansicht, es gäbe keine objektive Erkenntnis der Realität und keine Wahrheit nur eine Ansichten unter vielen weiteren Ansichten.
            Wir hätten also – für sich genommen – eine Pluralisierung der Erkenntnisse und der „Wahrheiten“.
            Es gäbe ebenso viele Erkenntnisse und Wahrheiten, wie es auch Subjekte gibt, die erkennen und für wahr befinden.

            In diese „Ur-Suppe“ musste demnach erst durch feministische Konzepte wie „Definitionsmacht“ oder die Idee, es gäbe bestimmte soziale Gruppen, die durch ihre Position in der Gesellschaft „wahrere“ Aussagen tätigen können als andere erst einmal in eine (andere) Form gebracht werden.

            Ich glaube nicht, dass die Intention der Subjektivierung „böse“ war, sie macht aber wenig Sinn, weil sich individuelles und gemeinsames Denken und Handeln immer auf eine externe Welt bezogen, die unabhängig von uns existiert hat. Das bezieht sich auf die materielle und auch auf die soziale Welt.
            Bestimmte natürliche, naturgesetzliche und soziale Gesetzmäßigkeiten individuell nicht wahrhaben zu wollen, weil sie einem individuell nicht passen (aus politischen, moralischen, ideologischen Gründen), macht diese nicht inexistent.

            Eine gesellschaftliche Utopie, die auf dieser Basis formuliert wird, ist bestenfalls ein Hirngespinst, schlimmstenfalls eine Dystopie.

    • Aha, soso. Interessanter Ansatz.
      Könntest du auch noch was bringen das nicht aus einer Zeit stammt in der die UdSSR noch existiert hat?

      • @Benji

        Gerne.
        Judith Butler kommt in „Gender Trouble“ ohne ein einziges Zitat von Marx aus, kein einziges Zitat eines einzigen Protagonisten der Frankfurter Schule. Wie erinnern uns, das war angeblich der „cultural marxism“.
        Ihr Buch erschien 1990, was beweist, es waren zu dieser Zeit in den USA bereits alle Post-68er-Diskurse tot. Faktisch war ihr Buch die Veröffentlichung ihrer Dissertation, die in der Regel drei Jahre dauert, rückwärts gerechnet, war stand ihr Thema und ihre Literatur bereits 1986 fest.
        Der einzige männliche Philosoph an dem sie sich abarbeitet ist Foucault.

        Ich brauche nicht auf den Untergang der UdSSR zu schielen, der nur für uns relevant ist, für eine Feministin in den USA war dieses Denken bereits irrelevant geworden, als es die UdSSR noch gab.

        • Was habt ihr eigentlich davon, wenn ihr tatsächlich beweisen könntet, dass der postmoderne Feminismus irgendwo Wurzeln bei Marx hat. Ist das geistige Sippenhaft? Muss jeder, der jetzt einen Gedanken äussert, für den Gedankenmüll kommender Generationen mithaften? Keine Theorie ist jemals in einem Vakuum entstanden. Alle feindlichen Strömungen hatte Vorfahren, die geistes- und ideengeschichtlich mal im selben Bett waren. Letztendlich kann man, wenn man will, auch massenhaft Verbindungen von Postmoderne und Heidegger finden. Aber wozu?

          • Hust. Also ausgerechnet Heidegger und Postmoderne sind eine etablierte Beziehung.
            Es geht eben um Denkweisen und wie die miteinander verwandt sein sollen, dazu!

        • „Judith Butler kommt in „Gender Trouble“ ohne ein einziges Zitat von Marx aus“

          Es gibt auch antisemitische Machwerke, die ohne die Bezeichnung „Jude“ auskommen. Dein Argument besagt eigentlich nichts….

          • @Alex

            „Es gibt auch antisemitische Machwerke, die ohne die Bezeichnung „Jude“ auskommen. Dein Argument besagt eigentlich nichts….“

            Natürlich gibt es die, aber diese arbeiten dann mit bestimmten Chiffren in bestimmten Kontexten, bei denen die entsprechend vorgeschulten Leser sofort wissen, was und wer gemeint ist.
            Die Kombination von „Globalisierung“ und „globaler Elite“ mit „George Soros“ ist eben nicht zufällig, wobei sich das antisemitische Denken dadurch erschließt, es wird davon ausgegangen, jeder weiß, bei Soros handelt es sich – als Person – um einen Juden.

            Somit hat diese Personalisierung die Funktion, sich „Globalisierung“ und „globale Elite“ als „jüdisch“ vorzustellen. Jeder Dummbatz muss nun nur noch das Glöckchen „Globalisierung“ klingen hören und weiß es handelt sich um eine Verschwörung der globalen jüdischen Eliten.

            Sicher, es gibt Parallelen von feministischer zur „proletarischen Wissenschaft“, aber über letztere hat sich Lecourt schon vor vierzig Jahren lustig gemacht und mit Lyssenko hatte sie sich bereits gründlichst blamiert.

            Es sollten bei Butler und anderen Begriffe oder Kategorien in ähnlichen Kontexten oder Kombinationen auftauchen, die für ein marxistisches Denken stehen, ohne dabei Marx selber nennen zu müssen.
            Das findet aber nicht statt – sie befindet sich weder in einer marxistischen, noch marxisierenden oder marxologischen Theorietradition, sondern sie hat mit diesen schlicht nichts zu tun.

            Meine These, Butler ist ein Zeichen dafür, Mitte der 80er waren diese Theorietraditionen in den USA bereits mausedoot an den Universitäten.

          • @crumar
            Sie sind eben überhaupt nicht tot. Ich kann jetzt gerade kein Buch schreiben, aber ich empfehle mal zum warm werden Jordan Peterson. ich erwähne noch kurz, dass Political Correctness direkt aus dem Stalinismus kommt. Dass irgendeine Postmoderne in ihren sexistischen Thesen Marx nicht erwähnt, heisst doch nicht, dass nicht erhebliche Inspiration von dort ausgegangen ist.

  5. 1975. Ist doch alles wie heut. Hüben wie drüben. Intersektionale „Logik“ und Lügen.
    Vernunft = „Das hätte früher so im Stürmer gestanden“.
    Und gab’s nicht einen toten Familienhund?

  6. Leider wird erfahrungsgemäß auch der aller größte Scheiß mit einem Timelag von 10 – 20 Jahren übernommen. Sei es deregulierte Finanzmärkte, Privatisierung von lebensnotwendigem Gemeineigentum oder eben Feminismus. Und wenn ich mir die Vorgänge rund um Kavanaugh so anschaue, dann Gnade uns Gott. Beide Seiten sind echt dabei, dass gesamte Fundament der Gesellschaft zu zerstören.

    Und meine pessimistische Prognose ist, dass es auch bei uns noch viel schlimmer werden wird.

    • Wir sind nicht in allem so weit hinterher, immerhin haben wir schon eine stark aufgestellte, konservative Partei, die den ganzen intersektionalen Müll bekämpft: die AfD.

      Die Situation ist auch noch subtil anders, weil wir hier sowas wie soziale Sicherungssysteme haben, auch wenn die merklich erodiert sind. Aber man fällt zumindest nicht ins Bodenlose, wenn man Widerworte gibt und ich bin fest entschlossen, in meiner Firma welche zu geben, falls der Wahnsinn hier auch hereinbricht. Allerdings ist das nicht die einzige Front, die wesentlich akutere Bedrohung kommt durch Arbeitsmigranten, die mich nötigen, nur noch englisch zu schwätzen, was ich bisher noch abwehren kann. Wenn das neue Einwanderungsgesetz kommt, bin ich vermutlich endgültig in der Defensive.

      • „eine stark aufgestellte, konservative Partei, die den ganzen intersektionalen Müll bekämpft: die AfD.“

        Die werden die Flammen nur anfachen und als Brandbeschleuniger dienen und kein konservatives Gegengewicht bilden. Das könnte sich mE nur noch in der Union formieren, post Merkel freilich. Da wird es dann politisch spannend.

        „Wenn das neue Einwanderungsgesetz kommt“

        Was? Glaubst du etwa auch an den Weihnachtsmann? 😀

          • Die wollen kein Einwanderungsgesetz, da wird es nie eines geben. Man könnte es einfach von zB Kanada klauen, es wäre so einfach ….

          • @Alex

            Gemeint ist das hier:
            https://www.heise.de/newsticker/meldung/Einwanderungsgesetz-IT-Fachkraefte-auch-ohne-formalen-Abschluss-willkommen-4180195.html

            Geht aber nicht nur um IT-Fachkräfte, sondern um:
            „Spezialisten in „ausgewählten Engpassberufen“ sollen künftig aus Nicht-EU-Staaten auch ohne jeden formalen Bildungsabschluss nach Deutschland kommen und hier arbeiten dürfen“

            Das wird das Brecheisen, mit dem man die Migrationsströme legalisieren kann. Rechtzeitig bevor im Dezember der UN-Migrationspakt unterzeichnet wird.

            Unklar an der Sache ist mir nur, was das hier bedeutet:
            Die Bundesregierung hat Eckpunkte zur Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten beschlossen.

            Fraglich ist also offenbar nur, was da Fertiges am Ende herauskommt und wann.

          • @Androsch, du hast es ja selbst schon eigentlich kapiert: *Eckpunkte*. Das ist alles Stückwerk und von einem runden Gesetzeswerk kann nicht die Rede sein. Übrigens hat die SPD das mit der Duldung der arbeitsmässig Integrierten mit allen Kräften hintertrieben und jetzt tuen sie so, als begrüssten sie das alles….

          • Es wird schon ein Gesetz geben, aber das wird nicht zur verstärkten Zuwanderung von Fachkräften führen, sondern dazu, dass noch mehr von den eigentlich nicht Asylberechtigten hier bleiben und weiter von der Stütze leben können.

            Wirklichen Fachkräften, Ärzten z.B., macht man es schwer. Man veröangt z.B. perfekte Deutschkenntnisse, bevor sie überhaupt nach einer Stelle in Deutschland suchen können. Das ist die Geschichte meines Schwagers aus Kolumbien, habe ich glaub ich schon erzählt hier.

            Als Asylbewerber kannst du ohne Sprachkenntnisse dauerhaft inDeutschland leben, sogar ohne Papiere. Das bewirkt natürlich eine Negativauslese der übelsten Art.

          • Das halte ich für Angstpropaganda. Es geht eher darum das der Arbeitsmarkt wieder gefüllt wird, da Deutschland überakademisiert ist.

        • Die werden die Flammen nur anfachen und als Brandbeschleuniger dienen und kein konservatives Gegengewicht bilden.

          Begründung?

          Das könnte sich mE nur noch in der Union formieren, post Merkel freilich.

          Die CDU ist konservativ entkernt, so gut wie niemand mit Verstand und Rückgrat dürfte die Merkeljahre überlebt haben, die sind längst alle in der AfD oder haben resigniert und sind ganz draußen. Von einigen Urgesteinen abgesehen.

          Da die Medien intersektional unterwandert sind, braucht es aber eben Rückgrat, um überhaupt den Mund aufzumachen. Jeder in der CDU, der das vielleicht hatte, ist an Merkel zerschellt…

          Ich halte deinen Optimismus daher für vollkommen unbegründet. Wir brauchen im aktuellen Klima eine Partei der Kampfsäue, denn wie sagt das Sprichwort so schön?: „in der allergrößten Not, ist der Mittelweg der Tod“. Die Genderspinner müssen, notfalls mit aller Gewalt, aus den Universitäten gesäubert werden, den Intersektionalen und Linksradikalen muss an allen Fronten ein kalter Wind entgegenblasen, damit die sich wieder angewöhnen, anderen auch mal zuzuhören und damit sie ihre Partisanenstrategien aufgeben.

          Was? Glaubst du etwa auch an den Weihnachtsmann?

          Wieso sollte es nicht kommen?

          • Die AfD provoziert doch nur herum und liefert keine konstruktiven Beiträge. Das ist doch offenbar mittlerweile.
            Ich sehe nicht, dass in der Union die progressive Denke schon so weit fortsgeschritten ist, das ist sicher heilbar. So besonders „optimistisch“ bin ich hier nicht. Wenn ich das von der SPD oder gar von den Grünen behaupten würde, wär das was Anderes.

          • @Alex

            „Die AfD provoziert doch nur herum und liefert keine konstruktiven Beiträge.“

            Das kann ich nicht einschätzen, da fehlt mir der Überblick, als Oppositionsparteien sind aber die wenigsten „konstruktiv“, dafür sorgt schon die Schützengrabenmentalität in diesem dämlichen ineffizienten Parteiensystem, egal was die AfD für Vorschläge macht, sie müssen abgelehnt werden. Dann kann man sie evtl. für sich selbst kapern. Hauptsache dem Gegner geschadet…

            Ich sehe nicht, dass in der Union die progressive Denke schon so weit fortsgeschritten ist, das ist sicher heilbar.

            Die müssten den Kram durchschauen und bekämpfen wollen. Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber ich halte das für extrem unwahrscheinlich. Dort sind nur noch Weicheier, Lobbyisten und Karrieristen drin.

    • Das soziale Klima wird allerdings immer giftiger. Als ich früher bei der SPD war, haben wir Straßenwahlkampf gemacht, auf dem Wochenmarkt oder an einer Haltestelle. Da standen dannmeistens mehrere Pareien nebeneinander. War völlig normal, dass wir zum Stand der CDU rübergingen, die begrüßten und einen schönen Tag wünschten; und die erwiederten den Gruß auch.

      Heute kann die AfD keinen Straßenwahlkampf machen, weil die Leute sich ihres Lebens nicht mehr sicher wären. Schon irre.

  7. Die Situation in Deutschland ist schlimmer. Denn während die feministische und SJW Ideologie in den USA hauptsächlich nur an den Universitäten ihr Unwesen treibt, sitzt sie bei uns immer mehr im Staatsdienst.
    Man bedenke dass die USA eine Demokratie sind, mit stark basisdemokratischen Elementen auf Gemeindeebene. Die wählen alles, vom Bürgermeister bis zum Sheriff. Es gibt Volksentscheide und Richterwahlen.
    In Deutschland kann man dagegen nur alle vier bis fünf Jahre eine Partei wählen und hoffen, dass die richtige Koalition herauskommt.

    • Das ist ein ganz wichtiger und richtiger Punkt, den du hier machst!

      „sitzt sie bei uns immer mehr im Staatsdienst“

      In der Regierung sitzen die. In der EU sowieso und ganz dicke.

      Ich bin sicher: Die progressive Ideologie wird in Europa zum vollen Erfolg kommen, nicht in den USA.

    • Da hast Du recht mit den basisdemokratischen Elementen. Ebenfalls wichtig in den USA sind der noch immer ausgeprägte Föderalismus und die Subsidiarität. Beides Begriffe, die in der EU keine nennenswerte Bedeutung mehr haben, obwohl sie noch vor 25 Jahren vom dicken Kanzler als europäische Werte beschworen wurden. In der EU dominiert stattdessen die französisch-absolutistische Einheitsstaats-Idee der ‚une et indivisible république‘ – besonders, nachdem die Briten abgesprungen sein werden.

    • Genau.

      In USA mag die Debatte etwas lauter und verrückter sein, ich erwarte aber ebenfalls dass sie sich selbst schneller korrigiert. Bei uns haben wir Staatsfernsehen, Filmförderung, Kulturreferenten und wesentlich autoritärere politische Strukturen in denen die Bereitschaft viel höher ist, „Soziale Gerechtigkeit“ eben einfach zu verordnen.

      Vielleicht ist es sogar besonders gefährlich dass wir hierzulande die erhitzte Debatte überspringen und die ganze Denke die 2012 noch verrückter Tumblr-Scheiss war seinen direkten Weg in linkspopulistische Gesetzentwürfe findet.

    • Da hast du nicht aufgepasst, der Staatsfeminismus existiert in den USA seit der Einführung des Duluth Modells, und das war Anfang der 80er.

  8. Immerhin hat es eine bösartige Allianz aus Feminismus und Antifa geschafft, die Piratenpartei in Grund und Boden zu rammen.

    Gerade in der IT ist es sowieso nebensächlich wie die Debatte regional verläuft. Wenn dem demnächst die brillianten introvertierten Linux Kernelentwickler von lilahaarigen Racheengeln rausgeekelt werden betrifft das uns alle.

  9. Tja, ein über ein halbes Jahrhundert waltender Kulturimperialismus eben.

    Aber alle sollen bitteschön vor den Russen und den Chinesen Angst haben – die wollen alle auf der Welt zu ihresgleichen machen… Wegen Sozialismus im Namen heute und in früheren Zeiten und so…

    Nur seltsam, dass manche der „In Soviet Russia…“-Witze heutzutage glatt andersherum Realität sind.

  10. Der Diskurs ist meiner Erfahrung nach erheblich ruhiger, es ist wahrscheinlich sogar kontraproduktiv die gleiche Härte anzulegen wie in den USA. Das gilt allerdings nur fürs Real Life, online muss man da schon wieder härtere Bandagen fahren.

    Was übrigens nichts bringt ist es sich über die Vorwürfe selbst aufzuregen. Das habe ich in den letzten Jahren gelernt. Das einzige was hilft ist festnageln, darauf hinweisen das sich die Gegenseite dumm stellt, oder den Diskurs schlicht ablehnen und der Gegenseite nahelegen auszuwandern.

    Ich persönlich bin allerdings jetzt auch ausgestiegen. Die ewige Empörungsschleife erschöpft nur und bringt garnichts.

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