131 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 183 (03.10.2018)

    • Fake News Comes to Academia

      https://www.wsj.com/articles/fake-news-comes-to-academia-1538520950

      „Beginning in August 2017, the trio wrote 20 hoax papers, submitting them to peer-reviewed journals under a variety of pseudonyms, as well as the name of their friend Richard Baldwin, a professor emeritus at Florida’s Gulf Coast State College. Mr. Baldwin confirms he gave them permission use his name. Journals accepted seven hoax papers. Four have been published.“


    • (…) Das Flaggschiff der feministischen Philosophie, „Hypatia“, akzeptierte einen Text (der noch nicht online veröffentlicht wurde), in dem argumentiert wurde, dass es Social-Justice-Befürwortern erlaubt sein sollte, sich über andere lustig zu machen, aber niemandem erlaubt sein sollte, sich über sie lustig zu machen. Das gleiche Journal lud zur Wiedereinreichung eines Papiers ein, in dem es hieß, dass „privilegierte Schüler überhaupt nicht in der Klasse sprechen dürfen und nur zuhören und schweigend lernen sollten“, und dass sie von „erfahrungsmäßigen Wiedergutmachungen“ profitieren würden, die das „Sitzen auf dem Boden, das Tragen von Ketten oder das absichtliche Unterbrechen“ beinhalten. Die Gutachter beschwerten sich darüber, dass dieses Falschdokument eine zu mitfühlende Haltung gegenüber den „privilegierten“ Studenten einnahm, die dieser Erniedrigung ausgesetzt waren, und empfahlen, sie einer härteren Behandlung zu unterziehen. Ist es besser, Menschen einer bestimmten Rasse zu bitten, in Ketten auf dem Boden zu sitzen, als sie zu bitten, einen gelben Stern zu tragen? Zu was genau führt das?

      Negative Generalisierung sind i.d.R. falsch und ungerechtfertigt, aber SJWs könnten die Ausnahme sein, bei denen wirklich Mal die Nicht-Faschisten die Minderheit bilden.

      • Es sind halt Faschisten die sich da reproduzieren. Muss man mehr dazu sagen? Halt linke Faschisten aber das sollte eigentlich keinen Unterschied machen.

    • Aus dem project fact sheet:
      https://drive.google.com/drive/folders/19tBy_fVlYIHTxxjuVMFxh4pqLHM_en18

      This follows from our suspicion, which we think our project helps establish, that these
      fields [grievance studies, deren Name für gender studies und verwandte Fächer, Anm.] are corrupted by biases favoring a particular radical political view that stems
      directly from certain thinkers, including Michel Foucault
      , Judith Butler, and many others,
      and an unwillingness to accept outside criticism (Stern, 2016).

      Die haben ganz eindeutig noch nicht mit Leszek geredet. Der hätte ihnen erklärt, dass Foucault das alles gar nicht so gemeint hat und sie sich besser mal über die theoretischen Hintergründe informieren sollten bevor sie so eine demagogische rechte Verschwörungstheorie verbreiten…

      • Richtig. Und damit ist natürlich das gesamte Projekt delegitimiert, denn unter diesen Umständen kann es selbstverständlich keine berechtigte Kritik an den Zuständen geben.

      • @ pingpong

        „Die haben ganz eindeutig noch nicht mit Leszek geredet. Der hätte ihnen erklärt, dass Foucault das alles gar nicht so gemeint hat und sie sich besser mal über die theoretischen Hintergründe informieren sollten bevor sie so eine demagogische rechte Verschwörungstheorie verbreiten…“

        Um zu wiederholen, was ich tatsächlich dazu gesagt habe:

        Ich habe in sehr vielen Beiträgen immer wieder betont, dass die postmoderne Political Correctness samt ihrer Unterstömungen (wie Gender Studies, Queer-Feminismus, Critical Whiteness, postmoderner Multikulturalismus) in ideen- und theoriegeschichtlicher Hinsicht wesentlich aus einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption des französischen Poststrukturalismus hervorgegangen sind.

        Und ich habe oft auf wissenschaftliche Fachliteratur hingewiesen, anhand derer diese Aussage überprüft werden kann, z.B. auf das Buch des Politikwissenschaftlers Mathias Hildebrandt – Multikulturalismus und Political Correctness in den USA

        https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/ID10352038.html

        oder auf das Buch des französischen Ideenhistorikers Francois Cusset – French Theory: How Foucault, Derrida, Deleuze, & Co. Transformed the Intellectual Life of the United States

        https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/ID15245344.html

        Ich habe außerdem regelmäßig darauf hingewiesen, dass die US-amerikanische Poststrukturalismus-Rezeption bzw. der in den USA entstandene politisch korrekte Postmodernismus/Poststrukturalismus nicht mit dem ursprünglichen französischen Postmodernismus/Poststrukturalismus verwechselt werden sollte. Diese Ansicht wird nicht nur von mir vertreten, sondern auch von Experten für die US-amerikanische Poststrukturalismus-Rezeption:

        https://man-tau.com/2018/04/10/postmodernismus-ethnopluralismus-differenzphilosophie-identitaetspolitik/#diff654

        Ich habe des Weiteren erklärt, aus welchem Grund meiner Ansicht nach die US-amerikanische Poststrukturalismus-Rezeption diese spezifische Form angenommen hat, also warum in den USA – im Gegensatz zu anderen Ländern – aus der Poststrukturalismus-Rezeption ein autoritärer politisch korrekter Postmodernismus hervorgegangen ist:

        https://man-tau.com/2018/04/10/postmodernismus-ethnopluralismus-differenzphilosophie-identitaetspolitik/#sozio654

        Und was speziell Michel Foucault angeht, dieser war nicht nur nicht politisch korrekt, sondern – neben Julia Kristeva – speziell in seinem Spätwerk der stärkste Kritiker jeder Form von Political Correctness unter den (nicht-politisch-korrekten) französischen Poststrukturalisten – und von Identitätspolitik sowieso:

        https://man-tau.com/2018/04/10/postmodernismus-ethnopluralismus-differenzphilosophie-identitaetspolitik/#franz654

        In dem Zitat in deinem Kommentar wird Michel Foucault in direkte Verbindung gebracht mit Dogmatismus und Fanatismus. Nun ist die Kritik an Dogmatismus und Fanatismus als Hindernisse für die Suche nach Wahrheit ja ein Thema, auf das Foucault in seinem Spätwerk immer wieder zu sprechen kommt. Das typische Verhalten politisch Korrekter kritsiert Foucault dabei in deutlichen Worten.

        Michel Foucault:

        „Der Meinungsaustausch, die Diskussionen und eventuell sogar die recht lebhafte Auseinandersetzung in bezug auf unterschiedliche Ideen haben keinen Ort mehr, an dem sie sich zum Ausdruck bringen können. (…) Was vergessen worden ist, ist gerade die Funktion der kritischen Arbeit. In den fünfziger Jahren war die Kritik eine Arbeit. Ein Buch lesen, über ein Buch sprechen war eine geistige Übung, der man sich gewissermaßen um ihrer selbst willen hingab, zu eigenem Nutzen, um sich selbst zu verändern.
        Gut über ein Buch zu sprechen, das man nicht liebte, oder mit hinreichender Distanz über ein Buch sprechen, dass man etwas zu sehr liebte – diese Anstrengung arbeitete darauf hin, dass, von Schrift zu Schrift, von Buch zu Buch, von Werk zu Artikel, tatsächlich etwas passierte.
        (…)
        Die Kritik aber hat diese Funktion anscheinend vergessen, um mit politisch-richterlichen Funktionen vorlieb zu nehmen: den politischen Feind anprangern, beurteilen und verdammen oder urteilen und Kränze flechten.
        Das sind die armseligsten, die uninteressantesten Funktionen, die sich denken lassen.“

        (aus: Didier Eribon – Michel Foucault. Biographie, Suhrkamp, 1991, S. 422 f.)

        Michel Foucaults Vorstellungen zur Ethik einer zivilisierten Diskussion finden sich u.a. in einem Interview mit Michel Foucault mit dem Titel „Polemik, Politik und Problematisierungen“. Ich finde den Text sehr gut, stimme aber Foucaults vollständiger Ablehnung von Polemik nicht zu. Ich halte polemische Stilmittel für bestimmte Kontexte für legitim, insbesondere kann Polemik m.E. als Reaktion auf Individuen, die selbst stark polemisch agieren, manchmal sinnvoll sein. Obwohl ich bei diesem Aspekt anderer Meinung bin, halte ich Foucaults Text zur Ethik der Diskussion für sehr lesenswert.

        Michel Foucault:

        „Ich diskutiere gern, und auf Fragen, die man mir stellt, bemühe ich mich zu antworten. Ich nehme nicht gern (…) an Polemiken teil. Wenn ich ein Buch aufschlage, in dem der Autor einen Gegner als „pubertären Linksradikalen“ taxiert, schlage ich es gleich wieder zu. Diese Verhaltensweisen sind nicht die meinen; ich gehöre der Welt derjenigen, die derlei verwenden, nicht an. An diesem Unterschied halte ich als etwas Wesentlichem fest: Es geht darin um eine ganze Moral, diejenige, die die Suche nach der Wahrheit und die Beziehung zum anderen betrifft.

        Im ernsthaften Spiel von Fragen und Antworten, in der Arbeit wechselseitiger Erhellung, sind die Rechte eines jeden gewissermaßen Teil der Diskussion. Sie sind allein an die Situation des Dialogs gebunden. Derjenige, der fragt, macht nur Gebrauch von dem ihm gegebenen Recht: nicht überzeugt zu sein, einen Widerspruch wahrzunehmen, zusätzliche Informationen zu benötigen, unterschiedliche Postulate geltend zu machen, einen Fehler in der Gedankenführung aufzudecken. Und derjenige, der antwortet, verfügt genauso wenig über ein über die Diskussion selbst hinausgehendes Recht; er ist durch die Logik seines eigenen Diskurses an das, was er zuvor gesagt hat, und durch das Akzeptieren des Dialogs an die Befragung durch den anderen gebunden. Fragen und Antworten gehören zu einem Spiel – zu einem sowohl angenehmen als auch schwierigen Spiel -, bei dem jeder der beiden Partner sich darum bemüht, nur von den Rechten Gebrauch zu machen, die ihm durch den anderen und durch die akzeptierte Form des Dialogs gegeben werden.

        Der Polemiker dagegen tritt vor, gepanzert mit Vorrechten, die er von vornherein innehat und die er niemals in Frage stellen lässt. Er besitzt von Grund auf die Rechte, die ihn zur Kriegsführung autorisieren und die aus diesem Kampf ein gerechtes Unternehmen machen; er hat zum gegenüber nicht einen Partner in der Suche nach der Wahrheit, sondern einen Gegner, einen Feind, der Unrecht hat, der schädlich ist und dessen Existenz bereits eine Bedrohung darstellt. Das Spiel besteht für ihn folglich nicht darin, ihn als Subjekt anzuerkennen, das das Recht hat, auch das Wort zu ergreifen, sondern ihn als Gesprächspartner jedes möglichen Dialogs zu annullieren, und sein letztes Ziel wird es nicht sein, sich so gut er vermag einer schwierigen Wahrheit zu nähern, sondern die gerechte Sache triumphieren zu lassen, deren offenkundiger Träger er von Beginn an ist. Der Polemiker stützt sich auf eine Legitimität, von der sein Gegner per definitionem ausgeschlossen ist.

        Eines Tages wird man vielleicht die ausführliche Geschichte der Polemik als parasitärer Figur der Diskussion und Hindernis für die Suche nach der Wahrheit schreiben müssen. Sehr schematisch gesehen, scheint es mir, dass man heute darin das Vorhandensein dreier Modelle erkennen könnte: ein religiöses Modell, ein gerichtliches Modell, ein politisches Modell.

        Wie in der Häresiologie macht es sich die Polemik zur Aufgabe, die Stelle des unberührbaren Dogmas, das fundamentale und notwendige Prinzip zu bestimmen, das der Gegner vernachlässigt, ignoriert oder überschritten hat; und an dieser Vernachlässigung klagt sie das moralische Vergehen an; an der Wurzel des Irrtums entdeckt sie die Leidenschaft, den Wunsch und das Interesse, eine ganze Reihe von Schwächen und uneingestehbaren Bindungen, die ihn schuldig werden lassen.

        Wie in der Praxis des Gerichts eröffnet die Polemik nicht die Möglichkeit einer gleichen Diskussion; sie leitet einen Prozess ein; sie hat es nicht mit einem Gesprächspartner zu tun, sondern behandelt einen Verdächtigen; sie sammelt die Beweise für seine Schuld, und mit der Benennung des von ihm begangenen Verstoßes spricht sie das Urteil aus und führt die Verdammung herbei. Jedenfalls befindet man sich damit nicht in der Ordnung einer gemeinschaftlich durchgeführten Untersuchung; der Polemiker sagt die Wahrheit in der Form des Urteils und gemäß der Autorität, die er sich selbst zugebilligt hat.

        Das mächtigste Modell heute ist indes das politische Modell. Die Polemik legt Bündnisse fest, rekrutiert Parteigänger, führt Interessen oder Meinungen zusammen, repräsentiert eine Partei; sie konstituiert den anderen als einen Feind, der entgegengesetzte Interessen vertritt und gegen den man so lange kämpfen muss, bis ihm, besiegt, nichts anderes mehr übrig bleibt als sich zu unterwerfen oder unterzugehen.

        Selbstverständlich ist die Reaktivierung dieser politischen, gerichtlichen oder religiösen Praktiken in der Polemik nichts mehr als Theater. Man gestikuliert: Anathemata, Exkommunikationen, Verdammungen, Schlachten, Siege und Niederlagen sind schließlich nur Redeweisen. Und doch sind sie in der Ordnung des Diskurses auch Tätigkeitsweisen, die nicht ohne Folge sind. Es gibt Sterilisierungswirkungen: Hat man je eine neue Idee aus einer Polemik hervorgehen sehen? Und wie sollte es auch anders sein können, wenn die Gesprächspartner dazu angestachelt werden, nicht etwa voranzugehen und immer mehr zu wagen bei dem, was sie sagen, sondern sich unaufhörlich auf das gute Recht zurückziehen, das sie einfordern, auf ihre Legitimität, die sie verteidigen müssen und auf die Behauptung ihrer Unschuld.

        Es kommt noch schlimmer: In dieser Komödie mimt man den Krieg, die Schlacht, die Vernichtung oder die bedingungslose Kapitulation; man lässt all das von seinem Todestrieb durch, was man nur kann. Nun ist es aber ziemlich gefährlich, glauben zu machen, der Zugang zur Wahrheit könne auf derartigen Wegen erfolgen und auf diese Weise, und sei es in bloß symbolischer Form, die wirklichen politischen Praktiken bestätigen, die sich dadurch autorisieren lassen könnten.

        Stellen wir uns einen Augenblick lang vor, dass in einer Polemik einer der beiden Gegner durch die Wirkung eines Zauberstabs die Macht erhält, auf den Anderen die ganze Macht auszuüben, die er ausüben möchte. Es ist sicher überflüssig, sich das auszumalen: Man braucht sich nur anzusehen, wie in der UDSSR vor gar nicht so langer Zeit, die Auseinandersetzungen über die Linguistik oder die Genetik abgelaufen sind. Waren das verirrte Abweichungen von dem, was eine richtige Diskussion sein soll? Nein, sondern in Lebensgröße die Konsequenzen aus einer polemischen Haltung, deren Wirkungen gewöhnlich außer Kraft gesetzt bleiben.“

        (aus: Michel Foucault – Polemik, Politik und Problematisierungen. Gespräch mit P. Rabinow, Mai 1984, in: Michel Foucault – Dits et Ecrits. Schriften 1980 – 1988, Vierter Band, Suhrkamp, 2005, S. 724 f.)

        „Das Modell des Krieges sitzt wie ein Parasit auf den Diskussionen über politische Themen: Wer abweichende Ideen hat, wird als Klassenfeind identifiziert, gegen den man kämpfen muss bis zum Sieg. Dieses große Thema des ideologischen Kampfes bringt mich zum Lächeln, wenn ich bedenke, dass die theoretischen Bindungen eines jeden, in ihrer Geschichte betrachtet, eher konfus und schwankend sind und nicht die Klarheit einer Grenze haben, hinter die man den Feind zurücktreiben möchte.
        (…)
        Bestünde Ernsthaftigkeit nicht viel mehr darin, dass alle sich der Forschung widmen, einer neben dem anderen, ohne dass sich die Standpunkte genau decken? Wer lange genug proklamiert: „Ich kämpfe gegen den Feind“, wird der diesen „Feind“ dann nicht auch als solchen behandeln, wenn es – was jederzeit geschehen kann – tatsächlich zu einer kriegerischen Situation kommt? Diese Bahn führt geradewegs in die Unterdrückung, sie ist gefährlich. Ich verstehe durchaus, dass ein Intellektueller den Wunsch hegen kann, von einer Partei oder in einer Gesellschaft ernst genommen zu werden, indem er gegen einen ideologischen Gegner Krieg spielt. Aber das scheint mir gefährlich. Man sollte lieber annehmen, dass diejenigen, mit denen man uneinig ist, sich getäuscht haben oder dass man selbst nicht verstanden hat, worauf sie hinauswollten“.

        (aus: Gespräch mit Ducio Trombadori, 1980, in: Michel Foucault – Dits et Ecrits. Schriften 1980 – 1988, Vierter Band, Suhrkamp, 2005, S. 118 f.)

        Michel Foucault zum Thema Meinungsfreiheit:

        „Nichts ist unbeständiger als ein politisches Regime, dem die Wahrheit gleichgültig ist; doch nichts ist gefährlicher als ein politisches System, das die Wahrheit vorschreiben will.“

        (aus: Michel Foucault – Die Sorge um die Wahrheit, 1984, in: Michel Foucault – Dits et Ecrits. Schriften 1980 – 1988, Vierter Band, Suhrkamp, 2005, S. 836)

        „Ich will keine Kritik vorbringen, welche die anderen daran hindert zu sprechen, ich will nicht in meinem Namen einen Terrorismus der Reinheit und der Wahrheit ausüben. Ich will auch nicht im Namen der anderen sprechen und mir anmaßen, das, was sie zu sagen haben, besser zu sagen. Meine Kritik hat das Ziel, es anderen zu ermöglichen zu sprechen, ohne dem Recht zu sprechen, das sie haben, Grenzen zu setzen.“

        (aus: Michel Foucault – Die Antworten des Philosophen, Gespräch mit C. Bojunga und R. Lobo, 1975, in: Michel Foucault – Dits et Ecrits. Schriften 1970 – 1975, Zweiter Band, Suhrkamp, 2002, S. 1016)

        Michel Foucault zur Relativität aller Lösungsansätze für soziale Probleme

        „Es stimmt, dass meine Haltung nicht zu jener Form von Kritik gehört, die unter dem Vorwand einer methodischen Überprüfung alle möglichen Lösungen zurückweisen würde, außer einer, welche die richtige wäre. Sie gehört eher zum Gebiet der „Problematisierungen“: das heißt der Ausarbeitung eines Bereichs von Tatsachen, Praktiken und Denkweisen, die der Politik Probleme zu stellen scheinen. Ich denke beispielsweise nicht, dass es irgendeine „Politik“ gäbe, die hinsichtlich des Wahnsinns oder der Geisteskrankheit die richtige und endgültige Lösung beinhalten könnte. Vielmehr meine ich, dass es im Wahnsinn, im Irrsein, in den Verhaltensstörungen Gründe gibt, die Politik zu befragen: Und auf diese Fragen muss die Politik antworten, aber sie wird niemals vollständig darauf antworten. Dasselbe gilt für Verbrechen und Strafe: Natürlich wäre die Vorstellung falsch, die Politik habe nichts mit der Prävention des Verbrechen und seiner Bestrafung, also nichts mit einer bestimmten Anzahl von Elementen zu tun, die seine Form, seinen Sinn und seine Häufigkeit verändern, aber es wäre ganz genauso falsch anzunehmen, es gäbe eine politische Formel, die geeignet wäre, die Frage des Verbrechens zu lösen und diesem ein Ende zu setzen. Dasselbe gilt für die Sexualität: Sie existiert nicht ohne einen Bezug zu Strukturen, Anforderungen, Gesetzen und politischen Reglementierungen, die für sie eine wesentliche Bedeutung haben: Und dennoch kann man nicht von der Politik die Formen erwarten, in denen die Sexualität nicht länger ein Problem darstellen würde.
        Es geht also darum, die Bezüge diese unterschiedlichen Erfahrungen zur Politik zu denken; was nicht heißt, dass man in der Politik das konstitutive Prinzip dieser Erfahrungen oder die Lösung suchen wird, die definitiv deren Ausgang regeln wird, Man muss die Probleme herausarbeiten, die Erfahrungen wie diese der Politik stellen. Doch zunächst einmal muss man bestimmen, was der Politik „ein Problem stellen“ heißt.“

        (aus: Michel Foucault – Polemik, Politik und Problematisierungen. Gespräch mit P. Rabinow, Mai 1984, in: Michel Foucault – Dits et Ecrits. Schriften 1980 – 1988, Vierter Band, Suhrkamp, 2005, S. 727 f.)

        • Mach dir doch nichts vor. Meinst du, die europäische Poststrukturalismus-Rezeption hat in irgendeiner Weise positiveres bewikrt als die amerikanische?

          Das ganze unsägliche Gerede von Machtverhältnissen, Diskursen,.Narrativen usw. ist auf diese französischen Philosophendarsteller zurückzuführen.

          • @ El_Mocho

            „Mach dir doch nichts vor. Meinst du, die europäische Poststrukturalismus-Rezeption hat in irgendeiner Weise positiveres bewikrt als die amerikanische?“

            Ich lehne zwar zentrale philosophische Grundpositionen des französischen Poststrukturalismus (z.B. Philosophie der Differenz, Überschätzung des Einflusses von Sprache, Abkopplung des Zeichens vom Referenten) ab, meine aber schon, dass der nicht-politisch-korrekte Poststrukturalismus auch originelle Teilwahrheiten beinhaltet und nützliche geisteswissenschaftliche Methoden hervorgebracht hat. Dazu hatte ich ja mal einen Beitrag verfasst:

            https://allesevolution.wordpress.com/2017/05/11/leszek-zu-teilwahrheiten-und-fehler-des-poststrukturalismus/

            Der US-amerikanische politisch korrekte Postmodernismus/Poststrukturalismus ist hingegen natürlich eine autoritäre Ideologie, deren Analyse und Kritik ich mich u.a. seit Jahren widme – manchmal auch polemisch.

            „Das ganze unsägliche Gerede von Machtverhältnissen,“

            Die Machtverhältnisse sollen nach Foucault ja gerade nicht schematisch konzeptualisiert werden, nach dem Motto „Gruppe X ist stets unterdrückt , Gruppe Y ist stets Unterdrücker“, sondern sie sollen nach Foucault kontextbezogen und ergebnisoffen erforscht und konzeptualisiert werden.

            Und ich finde (siehe obige Zitate von Foucault), das Phänomen, dass ideologisch motivierte, argumentfreie, moralisierende Polemik die rationale Diskussion bei wissenschaftlichen und politischen Themen ersetzt – und das ist ja Political Correcnes – ist von kaum jemanden besser kritisiert worden als von Foucault.

            „Diskursen“

            M.E. ist die Entwicklung der Diskursanalyse positiv zu beurteilen. Wie jede wissenschaftliche Methode kann sie natürlich auch falsch angewendet werden, aber richtig und aus einer um Objektivität bemühten Haltung heraus angewendet, bereichert sie m.E. die geisteswissenschaftliche Forschung und Analyse.

        • @Leszek – wenn ich das richtig verstehe, ist die zitierte Aussage zu Foucault also deiner Ansicht nach falsch. Mal unterstellt, du hast recht – ist damit das Projekt ohne Aussagekraft? Falls ja, warum? Falls nein, inwieweit gilt das auch für Peterson?

          • @ Hugor

            Ich finde die Aktionsform wissenschaftlichen Zeitschriften pseudowissenschaftliche Artikel anzubieten und später öffentlich zu machen, wie diese darauf reagierten, ganz ausgezeichnet und wünsche dieser Aktionsform eine weite Verbreitung.

            Die drei linksliberalen pc-kritischen Aktivisten, die die Aktion durchgeführt haben, haben diesbezüglich meine volle Sympathie und Solidarität.

            Ohnehin finde ich Areo als Magazin bisher lesenswert (ganz im Gegensatz zu Quillette). Wäre Englisch meine Muttersprache würde ich vielleicht auch versuchen Artikel für Areo zu schreiben.

            Ich fand zwar den ersten Artikel der Areo-Redakteurin und Postmodernismus-und Political Correctness-Kritikerin Helen Pluckrose, den ich gelesen habe, schlecht („How French “Intellectuals” Ruined the West“) – aber alles, was Helen Pluckrose danach zum Thema schrieb, war viel besser und fand ich lesenswert.

            Mein Hauptkritikpunkt an Helen Pluckrose ist ihre bislang unzureichende Unterscheidung zwischen politisch-korrektem und nicht-politisch-korrektem Postmodernismus/Poststrukturalismus, aber auch diesbezüglich waren ihre späteren Artikel schon etwas differenzierter als der erste.

            Helen Pluckrose distanziert sich bislang sowohl von der antisemitischen rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie als auch von Jordan Petersons rechter Ideologie von der postmodern-neomarxistischen Verschwörung sowie von Jordan Petersons (vulgär-)pragmatischem Wahrheitsbegriff.
            So lange dies so bleibt, hat sie als linke Postmodernismus- und Political-Correctness-Kritikerin meine Sympathie, auch wenn ich mir noch etwas mehr Strömungsdifferenzierungen bei ihren Postmodernismus-Kritiken wünschen würde.

            Ich habe aber bisher den Eindruck, dass Helen Pluckrose grundsätzlich bereit ist Kriterien wahrheitsorientierter Kritik einzuhalten und gegebenenfalls auch zu einseitige und undifferenzierte Positionen zu revidieren, falls sie mit fundierten Argumenten konfrontiert. Ich hoffe, dass sich dieser Eindruck auch weiterhin bestätigt.

          • @Leszek – ich bin mir nicht sicher, inwieweit dein Kommentar eine Antwort auf meine Fragen darstellt. Eigentlich ging es nicht darum, wen oder was du gut bzw. sympathisch findest, sondern darum, wann (und ggf. warum) eine etwaige Fehlinterpretation bestimmter Philosophen bzw. philosophischer Konzepte die Beschreibung und Wertung aktueller Vorgänge generell delegitimiert (oder eben nicht).

  1. Ich hatte heute Westbesuch…Es gab die Krönung und selbstgebackenen Kuchen. Wie in alten Zeiten….;=)

    Wer unbedingt Geld für Nix ausgeben will, kann das bei der westdeutschen Zeit machen:

    „Sie nennen sich Proud Boys, Incel oder Pick-up-Artists: Ein Jahr nach #MeToo befinden sich in den USA Maskulinisten im Aufwind. Sie wollen weit mehr als nur gegen den Feminismus in den Krieg ziehen.“

    https://www.zeit.de/2018/41/antifeminismus-usa-pick-up-artists-proud-boys-incel-maskulinisten

  2. „Die Rechtsanwältin und liberale Muslimin Seyran Ates findet es falsch, am Tag der Deutschen Einheit auch den Tag der offenen Moschee zu feiern.

    Sie sagte im Deutschlandfunk, die Idee sei respektlos und arrogant. In vielen Moscheen gebe es islamische Parallelwelten, die sich fern der Ideale der Bundesrepublik bewegten. Ates warf dem Koordinationsrat der Muslime, dem Zentralrat der Muslime und der Ditib vor, am deutschen Nationalfeiertag zu signalisieren, dass ihnen Religion wichtiger sei als Integration.“

    https://www.deutschlandfunk.de/tag-der-offenen-moschee-seyran-ates-kritisiert-wahl-des.1939.de.html

    Absout treffend bemerkt von Frau Ates. Natürlich ist das ein Machtanspruch der Religion, der über den Staat gestellt wird.

    Am Tag der Einheit sollte man nicht zwei Herren dienen können, der weltlichen und der religiösen Macht.

    Aus genau dem gleichen Grund bin ich auch gegen kirchliche Gottesdienste an diesem Tag, vor allem insofern sie politisches Rahmenprogramm sein sollen.

  3. Women-led companies do NOT outperform

    Ein Artikel fürs Archiv: https://seekingalpha.com/amp/instablog/131469-david-pinsen/5032564-women-led-companies-outperform

    Es gibt einen Index Fund, der nur frauengeführte Unternehmen listet. Der rangiert deutlich unter dem Dow Jones, was aber auch daran liegen kann, dass er global ist und nicht nur US.

    Er beweist aber recht schlüssig, dass Frauen im Vorstand per se kein Pluspunkt sind.

    Studien, die das suggerieren, könnten genau so empfehlen, dass der Vorstand sich eine Yacht kaufen soll, damit es der Firma besser geht.

  4. Das ist eigentlich nicht Populismus, nur die Zudringlichkeit der Forderungen und die Primitivität der Annahmen und Schlussfolgerungen erinnert daran. Populismus muss auch immer populär sein und einen „Nerv“ treffen oder wenigstens das wirklich versuchen, damit es Populismus ist. Das Ganze mit der Mietpreisbremse wäre so ein Ding, darum gibt es viel echten Populismus.
    In diesem Fall hier macht eine linksregressive Journallientante der taz Stimmung *gegen* etwas tatsächlich Populäres, nämlich gegen das Oktoberfest. Der pseudopopulistische Ton soll über den *Elitarismus* der Autorin hinwegtäuschen, der im Populären nur den gesellschaftlichen Abschaum erblicken will. Die Forderungen nach mehr Polizei auf dem Oktoberfest sind kein Populismus, sondern ein tief hasserfülltes Abreagieren gegen die Gesellschaft.

  5. Das ist doch genau das Niveau, auf dem so extrem viele Linksalternative und Feministinnen ticken: Esoterik.

    • Fairs Arbeitgeber, die Georgetown-Universität in Washington, D.C. zeigte sich durch die Tweets nicht sonderlich beunruhigt. In einem Kommentar dieser „weltweit mit führenden“ Bildungseinrichtung an die Leser der Website Daily Caller hieß es lapidar, privat geäußerte Ansichten der Fachbereichsmitglieder seien „nicht die Ansichten der Universität“, und „die Richtlinien der Universität verbieten nicht die Meinungsäußerung zu Gedankengut oder dessen Inhalt, selbst wenn dieses Gedankengut schwierig, umstritten oder verwerflich sein sollte“.

      Sie hat nichts schlimmes gesagt wie das es nur zwei Geschlechter gibt, unterschiedliche Geschlechtsverteilungen aufgrund unterschiedlicher Interessen entstehen oder das ein Festhalten am Due Process richtig und im Interesse der meisten Menschen ist.

  6. „.@AlanDersh:..we now live in an age that risks a new form of sexual McCarthyism… The best way of assuring that we don’t is to accord every person regardless of his status, the kind of fundamental fairness we would expect for ourselves if we were accused.“

    https://www.wsj.com/articles/this-is-no-mere-job-interview-1538313919?cx_testId=0&cx_testVariant=cx_1&cx_artPos=0#cxrecs_s

    This Is No Mere ‘Job Interview’

    „In a nation dedicated to fairness and due process, explicit constitutional rights often serve as a metaphor and guide in the kind of basic fairness we demand even in nonlegal proceedings. That model should operate here as well.“

    „Some would argue that if Judge Kavanaugh is now confirmed in the face of these serious accusations, it will have an equally damaging effect on the life, reputation and credibility of his accusers. That is false. Even if he is confirmed, those accusers will be treated as heroes by the many people who believe them. It will not have close to the impact on them that a failure to be confirmed will have on Judge Kavanaugh. The best evidence of that is Anita Hill, who has gone on to a distinguished career as an academic, writer, commentator and feminist. The stakes are simply not comparable.“

    „We have come a long way since McCarthyism, but we now live in an age that risks a new form of sexual McCarthyism.“ Oh, wir sind schon mittendrin, im Anfang wenigstens.
    „We must not go to that even darker place.“ Der Wahn wird jetzt nicht zuende sein, warum?
    „The best way of assuring that we don’t is to accord every person regardless of his status, the kind of fundamental fairness we would expect for ourselves if we were accused.“ Natürlich, aber so denken die Progressiven nun mal überhaupt nicht.

  7. Netzarim Junction and the Birth of Fake News
    Almost two decades after the global news media fell for a hoax, a key investigator revisits the scene of a journalistic crime
    https://www.tabletmag.com/scroll/271860/netzarim-junction-and-the-birth-of-fake-news

    “ … an innocent Palestinian boy, targeted by the IDF, gunned down while his father pleaded with the Israelis to stop shooting. It became an instant global sensation, enraging the Muslim world and provoking angry protests where Western progressives and militant Muslims joined to equate Israel to the Nazis. Ironically, for the first time since the Holocaust, “Death to Jews” was heard in the capitals of Europe. From that point on, for many, Israel was to blame for all violence, a pariah state.“

    „In the Middle East, a new round of suicide bombers, ‘revenging the blood of Muhammad al Durah’ targeted Israeli children to the approval of 80% of the Palestinian public. It was, in fact, the first postmodern blood libel. The first blood libel announced by a Jew (Enderlin), spread by the modern mainstream news media (MSNM), and carried in cyberspace to a global audience. It was the first wildly successful piece of ‘fake news’ of the 21st century, and, as an icon of hatred, it did untold damage.“

    „And it’s not just Israel and the Jews who suffer from this disinformation campaign; as history has long shown, the second victim of anti-Semitism, are the anti-Semites. If in the 20th century, Isaiah Berlin could quip: “Anti-Semitism is hating Jews more than absolutely necessary,” the 21st century version is “Anti-Zionism is hating Israel even when it hurts you.” Indeed, it just may be that the key to unraveling the dysfunctions and madness that seem to have overtaken the Western and Arab-Muslim public spheres in the 21st century, lies in reconsidering this first, sustained case of fake news in the 21st century. Just how much damage does this plague have to wreak before people who care about democracy catch on? Woke, anyone?“

    • Oh ja, das Ende!

      s = 1/2 a t^2
      Demnach beschleunigt man mit a = 10 m/s^2 in 1 sec 5 cm und auch 5 m. Sounds legit.

      Ich kann als auch der Autobahn deutlich Dichter auffahren, da mein Bremsweg um um den Faktor 100 kleiner ist wie bisher gedacht. Holly Shit!

        • Sämtlich sog. Faustformeln, die es dazu offiziell gibt, sind komplett unbrauchbarer Bullshit, weil sie die Gefahr durch massive Ablenkung noch deutlich erhöhen, ohne brauchbare Ergebnisse zu liefern.
          Einzige Ausnahme: Die gute, alte, leider kaum noch bekannte Zweisekundenregel. Passt immer, hat satt Reserve und ist quasi jederzeit problemlos und sehr exakt anwendbar.
          ( Und wer sich für fit, schnell und sein Auto für super hält, kann ja einfach auf eine Sekunde verkürzen )

          • „Und wer sich für fit, schnell und sein Auto für super hält, kann ja einfach auf eine Sekunde verkürzen“

            Die Friedhöfe sind voll von Leuten, die sich für fit, schnell und ihr Auto für super hielten.
            Bis zu dem Moment, an dem sie mit der Realität und der Physik konfrontiert wurden.

  8. Students were asked if they had been purposefully hit, slapped or physically hurt by a boyfriend or girlfriend in the past year. In all three of the surveys, boys reported higher rates of dating victimization than girls. For instance in 2013, one in 14 boys reported dating victimization compared to one in 25 girls.

    It could be that boys have been taught not to physically lash out against a dating partner, whereas it is still more socially acceptable for adolescent girls to hit or slap boys in dating relationships.

    https://www.psypost.org/2018/09/study-boys-are-more-frequent-victims-of-dating-violence-than-girls-52218

    Die Schlagzeile müsste demnach lauten: 1 of 3 Victims of Dating Violence are Female

  9. Der Tag der deutschen Einheit wirkt heutzutage so deplaziert, wie irgendwas. In einer Zeit, in der sich die Obrigkeit dafür schämt, einer Nation anzugehören und alles dafür tut, diese zu zerstören. Noch schnell ein neues Einwanderungsgesetz hier und ein Migrationspakt da, Hauptsache die schei** Exportwirtschaft fährt weiter Milliardengewinne ein!

      • Aber im Ernst, die Medien würden Merkels Reise nicht derart verschleiern, wenn sie nicht vollkommen unangemessen wäre.

        Aber was solls, nur eine weitere Bestätigung dafür, dass Merkel weg muss.

        • Das ist doch alles keine Überraschung. Merkel hat von Anbeginn ihrer politischen Karriere bei der CDU links-liberale Themen und Punkte übernommen. Sie hat schon in den 1990er Jahren eine Teil-Legalisierung der Abtreibung in der CDU durchgesetzt, sie hat schon in den 1990er Jahren die CDU auf Klima-Ziele festgelegt, hat sogar einen Klima-Gipfel in Deutschland organisiert und geleitet.

          Früher sagten viele Leute: Merkel ist die späte Rache von Erich Honecker. Da ist was dran.

          Insofern ist die Flüchtlingspolitik Merkels einfach nur konsequent, auch die Einführung der Ehe für Homesexuelle Paare. So war sie von Anfang an.

          Es gibt diesen Witz: „Hat Angela Merkel etwa ihre politischen Ideale verraten? Also *mir* nicht.“ Ist witzig, stimmt aber so nicht. Merkels politische Ideale waren von Anfang an klar erkennbar.

          Verblüffend ist, daß sich die Leute in der CDU niemals gegen dieses Best-Of von Grün und SPD von Seiten Merkels gewehrt haben.

  10. „Eine rechtliche Verpflichtung zur Freundschaft aber würde im politischen Kitsch enden.“

    https://www.zeit.de/kultur/2018-10/fluechtlinge-gastfreundschaft-identitaere-philosophie-essay/komplettansicht

    Das ist bestimmt das Schlimmste, dass es im Kitsch endet.

    Diese regressiven antiintellektuellen Idioten können nichts anderes mehr als sich in den Ästhetizismus retten.

    „Angesichts ihrer gemeinsamen afrikanischen Abstammung sind alle Menschen als natürlich miteinander verwandt zu begreifen.“

    Grober Fehler. Die Afrikaner untereinander sind aber möglichweise relativ weit getrennt. Aber das stört die Heilsbotschaft, die der Autor predigen will.
    Ausserdem ist es eine ganz schlechte Idee mit biologistischer Spekulation anderem Biologismus entgegentreten zu wollen und „Identitäre“ zu kritisieren, weil die „unter einander“ bleiben wollten. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

    Der Autor will dann Gastfreundschaft zu einem „Menschenrecht“ machen, stört sich aber daran, dass er das Menschenrecht nur als willkürlich gesetzt und nicht letzthinnig begründet ansehen kann. Aber da das auch unbegründete Recht doch „höchst Konkretes gebietet“ kann er sich doch damit anfreunden.
    Aber: „Kein Recht der Welt kann einen Anspruch auf Freundschaft begründen beziehungsweise zur Freundschaft verpflichten.“

    Nach dieser Verwirrung dreht das Stück hohl.

    • Blöd scheint mir, dass Trump Dr. Ford weder verspottet noch nachgeäfft hat. Er hat seine Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit geäussert und das pointiert kommuniziert, indem er ihre entscheidenden Aussage wiederholte.

      • Die Politik der Empörung fordert dann, dass es nur Verspottung gewesen sei, als hätte Trump keinen gültigen Einwand.
        Deshalb wird ja kurz vor der Wahl das Niveau so tief gehängt, damit es zu einer Schlammschlacht kommt. Und wer die angefangen hat, ist klar und diese Leute sind Vollprofis darin, einschlägig bekannt.
        In Deutschland kennt man aber nur eine Seite und nicht die eigentlichen Gegner Trumps. Sicher auch deshalb, da sie gleich unsympathisch wirken.

  11. Is There Now, or Has There Ever Been, Such a Thing as Totalitarianism?

    Okt 1985
    by Walter Z. Laqueur

    NO IDEA in our time has provoked more impassioned debate than the idea of totalitarianism. ….

    https://www.commentarymagazine.com/articles/is-there-now-or-has-there-ever-been-such-a-thing-as-totalitarianism/

    „No idea in our time has provoked more impassioned debate than the idea of totalitarianism. Used indiscriminately by some as a synonym for fascism, or Communism, or both, it is abhorred and denounced by others as a source of deliberate confusion and a propaganda weapon.“

  12. „Canary Mission has been controversial since it appeared in mid-2015, drawing comparisons to a McCarthyite blacklist.

    https://forward.com/news/national/411355/revealed-canary-mission-blacklist-is-secretly-bankrolled-by-major-jewish/

    Die Seite ist anti-antisemitisch. Sie ist keine McCarthy Liste.

    „In recent months, Canary Mission’s activities have grown more aggressive. Last spring, two men in canary masks paraded around a Washington, D.C. campus, in a weird display meant to frighten student government representatives.“

    „The resolution said that Canary Mission, along with other blacklists, “threaten the security of student activists, as well as create a toxic atmosphere of fear and paranoia among fellow students, thus infringing upon students’ ability to freely express their opinions.”

  13. A year ago, I wrote a column for the Forward entitled, “We Need to Start Befriending Neo-Nazis.” Over the course of the year, the headline has been screenshot and tweeted by actors with millions of followers, influential progressives like cartoonist Eli Valley and former Al Jazeera editor David Klion. Their intention wasn’t to spark a conversation about the content of my column, but to paint me as a Nazi-loving member of the alt-right.

    And after I tweeted about darling of the left Alexandria Ocasio-Cortez’s refusal to debate Ben Shapiro, the whole rigmarole started again.“

    „The bad faith involved in this campaign is shocking. Far from a piece endorsing Nazism, my piece recounted the story of three individuals, two Jewish and one black, who were able to make neo-Nazis change their ways by responding to their terrible bigotry with kindness.

    Of course, I acknowledged that this work is not easy, but also that “the only way we’re going to get our country back is to change minds.”

    https://forward.com/opinion/408231/how-the-angry-left-turned-me-into-a-nazi/

    Eine sehr weise Sache zu sagen, aber dann kommt man ins denunziatorische Kreuzfeuer.

    „… For suggesting that instead of beating up Nazis, we try to change their minds, I am complicit in their despicable, hate-filled ideology.“

    • „But the fact that ADL found me to be one of the worst victims of Nazi harassment doesn’t matter, because progressives have decided that posting the headline of my column is the perfect virtue signal to indicate how terrible conservatives are, even if doing so is a complete misrepresentation of me, my arguments and my beliefs.“

  14. Nein, die Anklage hat zu liefern und muss mit Skepsis betrachtet werden. Dies ergibt sich aus der Unschuldsvermutung.
    Beim „Atlantic“ will man diese Prinzipien aufgeweicht sehen und Anklage und Verteidigung auf eine Stufe stellen. Das ist unfair und unvereinbar mit der Rechtsstaatlichkeit, die in erheblicher Weise auf dem Konzept der Unschuldsvermutung beruht.

    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2018/10/brett-kavanaugh-and-problem-believesurvivors/572083/

    Dieser Arikel hier spielt vor, fair und ausgewogen zu sein, was allein an der Auswahl der Illustrationen auffällt. Fairness in Prozessen wird aber nur durch eine Asymmetrie hergestellt, die der Anklage gegenüber grundsätzlich skeptisch ist und eben nicht zuvorkommend und prinzipiell positiv.

  15. Ronan Farrow hat im New Yorker noch einmal Stuss nachlegen können…
    Eigentlich kann man jetzt konstatieren, dass „MeToo“ mausetod ist. Farrow und New Yorker sind nur noch als pissgelbe Latrinenjournallie aufzufassen.

  16. In Deutschland denkt man wohl nicht mal im Traum daran, den islamofaschistischen „Wolfsgruss“ zu verbieten, da steht man solidarisch und treu zum Freund Erdogan.

  17. Tja, was wäre dieses Blog ohne den Blick nach USA: weitgehend LEER. Hierzulande findet sich einfach nicht genug / ständig neu Skandalisierbares rund um Feminismus.
    Passt zum Eindruck der meisten im sog. „Real Life“, dass Frauen und Männer in großer Mehrheit super miteinander auskommen.

  18. White House Finds No Support in FBI Report for Claims Against Kavanaugh

    https://www.wsj.com/articles/white-house-finds-no-corroboration-of-sexual-misconduct-allegations-against-kavanaugh-in-fbi-report-1538625927

    „The decision not to interview Judge Kavanaugh and Dr. Ford, among others, “raises serious concerns that this is not a credible investigation,” said Sen. Dianne Feinstein of California, the top Democrat on the Senate Judiciary Committee.“

  19. Steinmeier beklagt „diffusen Hass“ in der Gesellschaft

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/frank-walter-steinmeier-beklagt-risse-in-der-gesellschaft-15820952.html

    „„Unsere Demokratie steht nicht kurz vor dem Schmelzpunkt“, sagte Steinmeier weiter. Das Problem sei eher, dass viele die Demokratie für selbstverständlich und für ewig garantiert hielten. Die liberale Demokratie sei eine einzigartige historische Errungenschaft, die mit positiven Emotionen unterstützt werden sollte.“

    Emotionen sind hohl und leisten der Demokratie einen Bärendienst. Bitte mit Vernunft und Verstand unterstützen!

    „„Ich wünsche mir jedenfalls mehr demokratischen Patriotismus in diesen Zeiten“, sagte Steinmeier.“

    Welcher Thinktank oder PR-Firma hat sich das bloss mit dem „Patriotismus“ augedacht? Was ist überhaupt mit diesem Schlagwort gemeint?

  20. For Once, I’m Grateful for Trump
    In the president, one big bully stands up to others.

    In der New York Times äussert man an hervorragender Stelle die Ansicht, dass Trump einen guten Job gemacht hat, dass er Kavanaugh robust gegen Grobiane verteidigt hat…. (!!)

    http://www.nytimes.com/2018/10/04/opinion/trump-kavanaugh-ford-allegations.html

    Bemerkenswert auch der Angiff auf die in der NYT sonst immerfort gepredigte „critical whiteness“:

    „.. the facile stereotype of “white privilege” that keeps cropping up in discussions of Kavanaugh’s background is yet another ugly tactic in the battle to defeat him.“

  21. #MeToo-Tipps aus dem Gottesstaat

    https://www.welt.de/politik/ausland/article181768002/Iran-MeToo-Tipps-aus-dem-Gottesstaat.html

    “ … scheint Khamenei den Feministen in sich entdeckt zu haben: Auf Twitter ließ er sogar ein eigens produziertes Video zum Thema posten. Mit dramatischer Musik untermalt, sieht man dort westliche Frauen, die über die Zudringlichkeiten der Männer klagen und „Me too!“, ich auch, rufen.“

    Alles, was den Westen entzweit finden die Islamis natürlich gut, Al Jazeera säht noch viel besser Zwietracht.

    Steht aber noch viel, viel mehr im deshalb lesenswerten Artikel, zB

    „Selbst nach offiziell erhobenen iranischen Zahlen lehnt eine Mehrheit der Frauen im Land die strenge Kleiderordnung ab: 55 Prozent sind der Meinung, dass das Kopftuch nicht verpflichtend sein sollte. Das fand eine Studie des iranischen Parlaments aus dem Jahr 2017 heraus.“

  22. Neue Entwicklungen um Kavanough.. Christine B. Ford hat wohl in Bezug auf die, durch die mutmaßliche Vergewaltigung hervorgerufene, Klaustrophobie die Unwahrheit gesagt. Sie führte an, daß sie seitdem an Flugangst, Panikattacken und Klaustrophobie litt und sich auch aus diesem Grund eine zweite Hauseingangstür einbauen ließ (als zweiten möglichen Fluchtweg bei einer Panikattacke). Das stimmt wohl nicht ganz:

    https://www.realclearinvestigations.com/articles/2018/10/02/building_documents_undermine_fords_exit_door_account.html

  23. Habt ihr euch eigentlich schon mal klar gemacht, was für Haufen Abschaum Disney in den 90ern war?

    Der Song „Kiss the Girl“ aus Arielle ist pure Rape Culture

    Yes, you want her
    Look at her, you know you do
    It’s possible she wants you too
    There’s one way to ask her
    It don’t take a word, not a single word
    Go on and kiss the girl, kiss the girl

    Ist denn das zu fassen?

    • Finde ich verblüffend. Etwas über-interpretiert: hier wird eine sexuelle Aktivität verwendet, um herauszufinden, ob bei der weiblichen Person consent vorliegt – anstatt zu unterstellen, daß *natürlich* kein consent vorliegt.

      Die zugrunde liegende Unterstellung: Leichte sexuelle Aktivitäten sind nicht per default ungewollt, sondern sind Annehmlichkeiten, welche die potentielle Partnerin mehr oder weniger erfreuen. Allgemein: Flirten ist eine Sache, die beiden Seiten Spaß macht – auch wenn’s dann doch nicht mit der großen Liebe klappen sollte.

      Da ist natürlich ein gutes Stück Wunschdenken dabei: Es kommt bei den Jungs einfach gut an, wenn man ihnen weismacht, um herauszufinden, ob man selbst noch hoffen darf – einfach mal probe-küssen.

      Es würde mich nicht wundern, wenn sich Disney in der nächsten Zeit für derartige Songs entschuldigen würde („… haben der allgegenwärtigen Rape Culture Vorschub geleistet …“).

      Man sieht daran aber sehr schön, wie sich die Zeiten geändert haben …

  24. Absoluter Must Read!

    Kevin D. Williamson
    ‘Why Would Accusers Lie?’ Is the Wrong Question
    https://www.nationalreview.com/2018/10/brett-kavanaugh-christine-blasey-ford-accusers-lying/

    “Why would she lie?” is a question that obliges us to engage in mind-reading and redirects us from answerable questions to unanswerable ones.“

    “ … effective in our current political environment, which is dominated by hysteria, dishonesty, and stupidity.“

    Der Artikel erinnert dann lang an die Flut der Falschanschuldigungen der letzten Zeit.

    „her now-infamous article headlined “A Rape on Campus.” Erdely did not fabricate the story; instead, she credulously published a fiction so obviously manufactured that the story began being unraveled only hours after its publication. Rolling Stone eventually was obliged to settle multiple lawsuits related to the libel.“

    „The fictitious rape at UVA was presented as evidence of similarly toxic tendencies at fraternities — and it was defended as illustrating a “larger truth” about those tendencies even after it was exposed as a lie.Dunham is among those who traffic in myths about the prevalence of rape on college campuses, another fiction that is put forward as an indictment of the purportedly sexist and atavistic culture of American institutions and of the country itself.
    Comments

    Brett Kavanaugh also is said to embody those cultural currents. That the accusations against him are inconsistent, and that many of those close to the facts have disputed the claims as inventions, is dismissed as inconsequential. “Why would she make something like that up?”

    I do not know why Lena Dunham, the Duke accuser, or Rolling Stone’s sources made up their stories. I only know that they did.“

  25. „But for normal Americans who understand that a guy might get mad if he’s falsely accused of running a gang-rape ring while in high school, the professors’ letter only underscored the fact that liberal academe is . . . ideologically liberal.“

    https://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/liberal-institutions-discredited-themselves-in-the-kavanaugh-affair/

    As Ramesh Ponnuru argued over at National Review: “To be qualified for the Supreme Court, a judge has to bring an open mind to an inquiry about whether he’s a rapist? I don’t care if the letter gets 6,500 signatures, that line is never going to be persuasive.”

  26. Der moderne Feminismus stammt auch aus der Giftküche des K0mmunismus:

    „#Sexismus Vorwürfe, die nicht konkretisiert werden und diffuse Vorwürfe der „sexuellen Belästigung“ – irgendetwas bleibt immer hängen. Hoffentlich klärt sich das auf, sonst wirkt es wie eine Rufmordkampagne im Stile der #Stasi #Hohenschönhausen #SED #DDR @hubertus_knabe“

  27. Warum ist sie Pfarrerin?, wenn sie zum Einstieg schreibt:

    „Ich glaube nicht an einen allmächtigen Allesbestimmer.“

    „Von solchen Typen gibt es mehr als genug auf der Erde, da muss nicht noch zusätzlich einer im Himmel sitzen.“

    Ach so! Sie predigt Feminismus!

    https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-radio/morgenandacht/allmacht-9886

    „Allmacht ist in Wirklichkeit die kläglichste Form der Macht.“ — völlig kontrafaktisch und paradox. Voller Trotz.

    Die religiöse Deckung erlaubr dann den Frontalangriff auf den Westen:

    „Da twitterte der amerikanische Präsident in der Gewissheit der mächtigste Mann der Welt zu sein: „Mach dich gefasst …..“

    „Die Experten raunten von der Gefahr eines Weltkriegs.“

    Die Weltuntergangs-Demagogen wie Pfarrerin Silke Niemeyer beschwören diese Angst, um den Westen, den „amerikanischen Präsidenten“ für alles Schlechte auf der Welt verantwortlich zu machen.

    Angeblich seien „die Schwächen die wahren Stärken“.

    Da das nur rein politisch gesehen werden kann, ist das eine zynische Perversion christlicher Moral zur Manipulation der Gläubigen. Das ist genau das, wie die Evangelische Kirche mit vollem Herzen für den Nationalismus brannte und mit wehenden Fahnen das dritte Reich bejahrt hat. Heute wird Schafsköpfigkeit vor dem Schaffott gepredigt.

    „Das Markenzeichen des biblischen Gottes ist, dass er bereuen und umkehren kann, dass er von Zorn und Vernichtungsphantasien ablässt und sich von Argumenten seiner Gläubigen überzeugen lässt.“

    So eine verengte, von Angst und Paranoia bestimmte Glaubenswelt…..

    „„Ich glaube an Gott, den Allmächtigen…“ Ich spreche dieses Glaubensbekenntnis mit.“

    Klarer Verstoss gegen -> Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen. Frau Pfafferin, Sie sind eine bigotte Heuchlerin.

    „Ich spreche es mit, weil es denen die höchste Macht abspricht, die sich wie Götter aufführen.“

    Was für eine scheinheilige und zutiefst unglaubwürdige Erklärung!

    „Allmacht des Gottes, der die Liebe ist, bedeutet seine Macht über die Macht.“

    Eben noch war „Allmacht“ etwas Paradoxes, Schäbiges und jetzt kommt Frau Pilatus mit „Macht über die Macht“. Das nimmt ja geradezu eine machtverherrlichende Wendung.

    “ …und sich selbst hingibt. Dafür steht das Kreuz.“

    Leute, ihr werdet geopfert und das ist gut!

    Ich würde ja gerne an einen Gott glauben, denn sicher scheint mir zu sein, dass Frau Pfarrerin dann in die Hölle käme 😀

    „Ich glaube an Gott, den Allmächtigen …“

    Das hilft im Abschlusssatz dann auch nicht mehr.

    Selten so was Verlogenes gelesen wie diese heuchlerische und bigotte Predigt.

    Kein Wunder, dass Christen und Moslems zusammenarbeiten und die Kirchen sich für ihre islamischen Freunde so einsetzen.

  28. Hi, was macht Euer Islamofaschofreund Louis Farrakhan?

  29. Die Parallelen zu „Pizza Gate“ sind deutlich, irgendwelche Bezeichnungen werden mit den wildesten Gerüchten belegt. Hexenjagd.

  30. Eine unglaubliche Geschichte. Ein Einzelner trat Henry Ford entgegen und stoppte ihn. (Genauer, er verteigte sich sogar nur)

    Hier direkter link zum kurzen Video:

  31. Pingback: Geschlechterdebatte in Deutschland: Ruhiger als in den USA? | Alles Evolution

  32. Der groteske islamische Geschichtsrevisionismus breitet sich natürlich auch auf dem sehr dafür fruchtbaren Nährboden in Deutschland aus, wie man hier sehe kann:

  33. „…. lies a grimmer reality and a widening gap between Israel and Germany on three issues: first, the German government’s denial of antisemitism’s true nature in Germany; second, Germany’s efforts to circumvent US sanctions on Iran; and third, Germany’s insistence on maintaining and even on increasing funding for UNRWA.“

    „Germany is being inconsistent and duplicitous on all three issues, and the time has come to say it loud and clear.“

    Die Merkel-Regierung kann man weniger „antisemitisch“ nennen, da sie auf die Hygiene ihrer Äusserungen ziemlich gut achtet, im Gegensatz zur Labour-Partei von GB, die ohne weiteres als antisemitisch gelten kann, ja muss. Aber man kann die Merkel-Regierung sicher judenfeindlich nennen, denn dieser Begiff würde besser zum Handeln und Heucheln der Merkel-Regierung passen.

    Früher konnte man sich gut hinter der USA verstecken. Doch seitdem Trump den Kurs gegenüber Israel radikal geändert hat, stehen die heuchlerischen Deutschen nackt da…

  34. Vom Lübberding, wieder mal super:

    Politik als Schildbürgerstreich

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-maybrit-illner-das-diesel-dilemma-und-die-politik-15822115.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

    Zeigt die ganze Glorie der Handlungsfähigkeit der deutschen Politik auf.

    Gordische Knoten muss man durchhauen. In diesem Fall könnte man die 40 Mikrogramm NOx einfach auf 100 erhöhen (das ist auch der US Wert) und das Problem wäre vom Tisch….

    Siehe auch das hier, von Prof Eisenkopf, auch sehr lesenswert:

    https://www.achgut.com/artikel/dieselpakt_analyse_einer_bankrotterklaerung

  35. „Die Debatte kann nur ein Anfang sein.“

    Am Ende gibt es dann Umerziehungslager?

    „Wir müssen weltweit für die echte Gleichberechtigung von Frauen eintreten.“

    Maas weiss nicht, was Gleichberechtigung bedeutet. Schlimmer: er ist ein Feind der Gleichberechtigung.

    • twitter.com/HeikoMaas/status/1048132343704248320

      „Rassismus und Antisemitismus finden oft im Alltag statt, zu Hause, während der Arbeit, in der Bahn, beim Sport. Wir müssen uns entscheiden: Entweder wir tun so, als ob wir es nicht hören und schauen weg – oder wir machen den Mund auf. Jeder kann etwas tun. Jeder sollte etwas tun.“

      Bespitzeln! Melden! Denunzieren!

      Sehr bemerkenswert für jemanden, der persönlich für das antisemitischste Regime seit dem Nazi-Reich einsteht…
      Man darf also raten, dass es Maas nicht um Antisemitismus geht, sondern nur um einen Vorwand, eine neue Stasi oder sowas aufzubauen.

  36. Yes, real academic papers on Israel are just as crazy as hoax papers

    „Here’s an example, from Settler Colonial Studies, by Esther Alloun (a self-described „Arab Jew“) where the author is upset that Israeli animal rights activists don’t relate their activities to „occupation“ the way that Palestinian Arab animal rights activists properly do. …“

    Der typische gender studies – Müll….

    „The a priori insistence that intersectional theory applies to animal rights makes Jewish Zionists guilty of every possible crime against all rights, human and animal, if they believe that Israel is the homeland of the Jewish people. The paper falls just short of claiming that Israeli Jewish animal rights activists are „animalwashing“ the „occupation.“

    This is nothing less than academically approved antisemitism.“

    http://elderofziyon.blogspot.com/2018/10/yes-real-academic-papers-on-israel-are.html

  37. „Juden werden in Deutschland schon wieder der „Hetze“ verdächtigt“

    Spinnt Posener?

    Der AfD-Typ schrieb „… Das hat offenbar die CDU-Parteizentrale so bestellt. …“, die „Hetzkritik“.

    Der CDU wird unterstellt, „Hetzkritik“ gegen die AfD zu betreiben, nicht „Juden“, wie Posener lügnerisch behauptet.

    Und Posener sollte mal lieber kritisieren, was seine Zeitung zu Israel nicht schreibt, wenn er mal was gegen Antisemitismus machen will. Will er aber bestimmt nicht.

    Ist schon toll, wie duchgedreht sie alle werden, wenn sie merken, dass die USA nicht mitmachen und sich gegen sie wenden 🙂

    • „Jenny Manson, Chair of Jewish Voice for Labour: „When I began to identify as a Jew in order to argue against the state of Israel and its behaviour and its conduct my mother supported me which was very welcome.““

    • „When it comes to hunting down antisemitism within the Labour party, there is one Twitter account in particular that has led the charge, known only as @gnasherJew.

      But in real life there is not just one person behind the account, but “four guys… former Labour party members”.

      Originally, they were involved in “exposing far-right and Palestinian antisemitism”, but from the summer of 2016 they began to notice “the upswing in antisemitism coming from Labour members”, which led to them switching their focus towards antisemitism on the far left, setting up the @GnasherJew account in March 2017.“

      https://www.thejc.com/news/news-features/twitter-warriors-labour-antisemitism-jeremy-corbyn-1.470568

      „“The far right are far easier to deal with. They are blatant in their hatred of Jews. It’s coarse antisemitism,” they say, describing antisemitism on the left as “far more pernicious; it’s dressed up in a cloak of Soviet-style ‘anti-Zionism’.

      “Left-wing antisemites, and especially the current leadership of the Labour Party, are intoxicated by their own piety.

      “Their antisemitism is of the genteel Virginia Woolf type, not at all similar to the far right, who are honest in their hatred — if ‘honest’ is the right word.”“

  38. „The Kavanaugh confirmation circus is not just a jaw-dropping and unedifying spectacle. It is a paradigm event in the unraveling of American and Western cultural norms.

    The allegations of sexual assault against the Supreme Court nominee Brett Kavanaugh have crumbled away under their own multiple contradictions, absence of corroboration and unsubstantiated claims.

    So have all those who instantly proclaimed Kavanaugh guilty as charged expressed contrition for this character assassination? On the contrary: They have merely shifted the goalposts to yet more spurious accusations.

    These include his alleged teenage drinking, lying and pedophilia, along with the apparently supreme disqualification for judicial high office of having displayed anger and upset at having his hitherto stellar reputation tarnished forever through such smears.

    Worse still, though the eyes of this frenzied mob, Kavanaugh himself stands proxy for every social evil or injustice.

    So faced with vicious character assassination on the basis of demonstrably absurd accusations, it is the victim who finds himself dehumanized, demonized and delegitimized. Moreover, the very suggestion that he is indeed the victim is itself treated as a further outrage.

    Sound familiar? It should. For this is exactly the same treatment meted out to the State of Israel and those Jews who support it. ……“

    https://www.jns.org/opinion/the-full-scale-unraveling-of-western-cultural-norms/

    „Why such surprise? Anti-Israel discourse rooted in obsessive falsehoods, distortions, blood libels and conspiracy theory—the hallmarks of classical anti-Semitism through the centuries—has been endemic in “progressive” British circles for many years.“

    • „We are now living through both a revolutionary and counter-revolutionary moment. Revolutionary through Occupy, Antifa, Black Lives Matter, #MeToo. These are movements that all aim to seize power through force: physical violence or bullying, intimidation, character assassination and so on.

      What’s been unleashed is beyond reason: a pathological, inexplicable, violent hatred. On Twitter, Carol Christine Fair, a Georgetown University political scientist, raged over Kavanaugh against “entitled white men justifying a serial rapist’s arrogated entitlements. All of them deserve miserable deaths while feminists laugh as they take their last gasps. Bonus: we castrate their corpses and feed them to swine? Yes.”

      A Republican senator was hounded out of a restaurant; others have had to be escorted through the Capitol’s offices to protect them from protesters; personal details such as senators’ home addresses and cell-phone numbers have been posted online. ….“

  39. „Yet those who believe he is innocent, but condemn him for his temperament, are imposing one of the more uncharitable standards for human behavior I’ve ever seen in public life.“

    https://www.nationalreview.com/2018/10/kavanaugh-case-for-confirmation-allegations-explained/

    „The New Yorker story stated that the magazine “has not confirmed with other eyewitnesses that Kavanaugh was present at the party.” The New York Times went even farther, interviewing “several dozen people.” It not only couldn’t find anyone to corroborate the story, some of those Yale classmates told the Times that Ramirez wasn’t even sure Kavanaugh had exposed himself.

    In normal times, a story like this wouldn’t have even made it to print. But it was not only published in one of the nation’s premiere magazines, it “merited” an FBI investigation. The results of that investigation? “No corroboration” of Ramirez’s claims.“

  40. The horror master’s most prescient movie has nothing to do with serial killers or vampires—it’s about greed and propaganda. And it’s truer than ever.

    https://www.theringer.com/movies/2018/10/4/17933020/they-live-john-carpenter-america-donald-trump

    Schluss:

    „With They Live, many of the film’s most devoted viewers make the mistake of looking outward for the monsters we sense but can’t always see. It’s what makes the movie, like all conspiracy theories, a comforting fantasy; whatever is ruining our lives is out there, somewhere, even if I’m one of the only people who realize it. But the monster is not always out there, stalking us like Michael Myers. Sometimes, it’s in here.“

  41. „Die Wissenschaftlerin Schröttle kritisiert außerdem, dass sexuelle Übergriffe auch jetzt noch oft als ein persönliches Problem dargestellt werden, als gehe es nur um einzelne Männer, die sich falsch verhalten. „Wie viel das auch mit Macht und Kontrolle und dem Geschlechterverhältnis zu tun hat, wird ganz wenig diskutiert.“ Und das, obwohl die Menge der Fälle deutlich zeige, dass es sich um ein strukturelles Problem handele.“

    „Wissenschaftlerin“ Schröttle? Doch ganz klar eine feministische Ideologin, die fake science macht…

    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-10/sexuelle-belaestigung-metoo-debatte-deutschland-veraenderungen/komplettansicht

    „Da waren wir schon mal weiter. In den Siebzigerjahren wurde das Problem als eine Begleiterscheinung patriarchaler Strukturen erkannt, heute wird es psychologisiert und individualisiert.“ Es werde zu wenig thematisiert, dass es nicht um Sex gehe, sondern um einen Machtkampf, sagt Schröttle. „Wir sind in einem Übergangsprozess, in dem Frauen mehr Macht in gesellschaftlich wichtigen Positionen gewinnen. Sexuelle Gewalt ist da für manche Männer ein Mittel, um die Frauen auf ihren vermeintlich unterlegenen Platz zu verweisen.“

    Natürlich ist die „toxische Männlichkeit“ des Patriarchats schuld.

    „Auch Monika Schröttle sammelt derzeit noch Daten. Die Sozialwissenschaftlerin leitet eine Studie für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.Auch Monika Schröttle sammelt derzeit noch Daten. Die Sozialwissenschaftlerin leitet eine Studie für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.“

    Die Stelle wäre umzubenennen in „Diskriminierungsstelle des Bundes“.

    Was bei Schröttles fake studies rauskommt, wird sicher der übliche feministische Schrott sein.

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