Alessandro Strumia: Diskriminerung oder Bevorzugung von Frauen in der Wissenschaft? (mit Bildern seiner Präsentation)

Ein Wissenschaftler am CERN hat auf einem Workshop „1st Workshop on High Energy Theory and Gender“ einen „Gegenvortrag“ zur allgemeinen Meinung gehalten, der entsprechend kritisch aufgenommen worden ist.

Alessandro Strumiac

Alessandro Strumia

Spiegel titelt sogar, dass er dort Frauen beleidigt haben soll.

Aus einem Bericht:

Gastredner Strumia hatte während seines Vortrags geklagt, dass männliche Wissenschafter aus ideologischen Gründen diskriminiert würden. Seinem zumeist weiblichen Publikum erklärte er, Forscherinnen würden in Italien gegenüber Forschern von kostenloser oder kostengünstigerer Ausbildung profitieren. Und: Die Universität Oxford dehne sogar die Prüfungszeiten aus zugunsten von Frauen.

Gegenüber der britischen Zeitung «Guardian» verteidigte Strumia am Montag seine Aussagen. Er werde nun als Monster dargestellt, das Frauen diskriminiere. Er habe seine «Fakten» jedoch als Antwort auf Vorwürfe präsentiert, dass Männer Frauen diskriminieren würden.

Daten würden zeigen, so Strumia im «Guardian», dass männliche und weibliche Forscher gleicherweise zitiert würden, dass jedoch Frauen bei Anstellungen bevorzugt würden. Zur Untermauerung seiner Thesen zeigte er zahlreiche Diagramme, Tabellen und Grafiken. Die Präsentation war im Anschluss an den Vortrag online verfügbar gewesen, später aber vom Cern entfernt worden.

Den Hintergrund für die professorale Aussage dürfte eine persönliche Erfahrung Strumias bilden. Er war nach eigener Aussage bei einer Bewerbung nicht zum Zuge gekommen, an seiner Stelle wurde eine Frau berücksichtigt. Jeder, der dies thematisiere, werde angegriffen, zensuriert oder riskiere seinen Job, klagte er. Strumia kritisierte die soziale Steuerung, die bestimme, wie viele Männer, Frauen und Kategorien es geben solle.

Ich hoffe ja, dass noch ein Video auftaucht, aus dem man etwas mehr über seinen Vortrag erfahren kann. Ich habe bisher diesen Link auf seine Präsentation gefunden:

Es wäre hier interessant seinen Vortrag zu hören. Denn die Darstellung auf dem Slide als Gleichungen könnte auch bedeuten, dass er den Text eher humorvoll präsentieren wollte. Aber das muss natürlich nicht der Fall sein, hätte aber den entscheidenden Nachteil, dass sich das dann auf dem Weg nicht in den Slides abbildet

Auch hier würde „I have a dream“ eher darauf schließen lassen, dass er es humorvoll versuchen wollte. Er scheint aber ansonsten die Theorie wie sie in den Gender Studies besteht durchaus wiedergegeben zu haben

Hier scheint er ähnlich wie Damore auf unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen in einem sehr speziellen Bereich und in dort mit einer Spitzenauslese kombiniert abzustellen. Er betont ausdrücklich, dass die Forschung offen für alle Leute mit allen Hintergründen ist, wenn sie gut sind.

Hier stellt er erst einmal korrekt die beiden daraus gezogenen Schlüsse dar.

Er führt dann an, dass man Daten nutzen kann, die das aufklären könnten

Er führt dann auch durchaus zu recht an, dass viele Frauen sich ganz andere Tätigkeitsbereiche suchen. Eben in der Erziehung und in der Psychologie, aber auch gerade im Bereich des Rechts. Damit wird er anführen wollen, dass Frauen in Studiengängen mit tatsächlicher Macht weitaus häufiger vertreten sind als im Bereich der Naturwissenschaften, in denen man recht wenig Macht hat.

Und er führt auch an, dass Frauen in diesen Bereichen eben auch wesentlich weniger publizieren, was ja auch verständlich ist, wenn weniger Frauen dort vertreten sind.

Er führt zudem an, dass der Anteil von Frauen im CERN in der Verwaltung höher ist als unter den Physikern und den Technikern und geht daher davon aus, dass es erst einmal nicht nach einer Diskriminierung aussieht

Ich kann die Grafik gerade nicht ganz zuordnen, aber sie scheint aus einer Studie wie dieser zu sein

Sie zeigt eben das Gender Equality Paradox auf. Und zu recht verweist er darauf, dass es nur dann eine Paradox ist, wenn man auf die Unterdrückungstheorien abstellt.

Ansonsten erklärt es sich schlicht damit, dass Frauen in freieren Gesellschaften eben lieber andere Fächer wählen.

Hier zeigt er auf, dass Vorurteile beim Zitieren von Studien von Frauen nicht bestehen.

In der Tat bedeuten Unterschiede nicht per se, dass Vorurteile bestehen. Sie können auch auf anderen Gründen beruhen.

Er führt des weiteren an, dass Männer eher Key Speaker sind, weil sie auch einen Großteil der Zitierungen produzieren: Man will große Namen auf einer Konferenz, damit Leute kommen und diese sind eben eher männlich

Auch bei den Zitierungen scheinen leicht verschobene Normalverteilungen vorzuliegen:  Viele Männer und viele Frauen werden durchschnittlich zitiert, aber einige Männer werden ganz besonders häufig zitiert, vermutlich, weil sie besonders bedeutendes publiziert haben.

Dann führt er an, dass Frauen eher mit weniger Zitierungen angestellt werden.

Männer werden sogar eher ein Jahr später angestellt als Frauen, wenn man ihre Veröffentlichungsgeschichte sieht.

Und hier ein Vergleich der Zitierungen, die bei einer ersten Anstellung vorlagen.

Wenn man mal die USA herausgreift, dann wäre es schon recht deutlich im Unterschied:

729/119 zu 161/59

In Deutschland wäre die Quote sogar noch etwas schlechter.

Hier vergleicht er sich selbst mit der als Commissarin eingesetzten Frau. Auch hier würde die Art der Präsentation viel ausmachen: Wenn er sich selbst als Witz rein genommen hat ist es etwas ganz anderes als wenn er dabei verbittert geklungen hätte.

Ich habe dazu dies hier gefunden:

Ob er tatsächlich deswegen auf mehr Zitierungen kommt, weil er an Veröffentlichungen mit sehr vielen Autoren beteiligt war, kann ich nicht sagen.

Aber dennoch scheinen ja Männer am CERN insgesamt mehr Veröffentlichungen zu benötigen als die Frauen.

Auch hier würde noch einmal deutlich werden, dass Männer anscheinend mehr Zitierungen aufweisen

Interessanterweise wird meist nur der obere Teil dargestellt. Ich vermute mal, dass er aussagen wollte. dass Männer die wesentlichen Teile der Physik erfunden und aufgebaut haben und es auch für diese keine Einladungen gab. Frauen wie Marie Curie und andere wurden aber willkommen geheißen, wenn sie etwas konnten (und nicht nur eingeladen werden wollten, weil sie Frauen waren) und haben dann auch für ihre konkreten Verdienste hohe Auszeichnungen bekommen.

Hier will er denke ich der behaupteten Benachteiligung für Frauen in den Naturwissenschaften Benachteiligungen gegenüber Männern entgegen stellen.

Er macht deutlich, dass Frauen Vorrechte haben sollen, Männer aber noch nicht einmal diskriminiert werden können. Und das eben Frauenquoten ungerecht sind.

Auch eine klassische Position: Frauen wollen keine Gleichberechtigung in den „Schlechten Bereichen“

Ein Appell, der ja dringend notwendig ist

Auch klassisch: Ein Hinweis auf die unterschiedlichen Interessen von Männer und Frauen.

Und darauf, dass das Problem eher gelöst werden würde, wenn alle Frauen, die Gender Studies studieren statt dessen in den STEM-Bereich gehen. Auch hier sieht man wieder, dass er den Vortrag mit diesem klassischen Bild nicht zu streng halten wollte.

eine Darstellung der Durchschnittlichen Intelligen mit dem Hinweis, dass der Durchschnitt nicht stark von einander abweicht.

Ich vermute mal, dass er danach darauf hingewiesen hat, dass dennoch im Spitzenbereich mehr intelligente Männer vorhanden sein können oder sogar müssen, wenn die Kurve der Frauen schmaller ist.


Auch hier wieder ein eher humorvoller Ansatz

Hier der Hinweis darauf, dass der Feminismus die klassischen Geschlechterrollen bedient: Die Frau als Opfer.

Er weißt auch darauf hin, dass dies weit eher Frauen abschreckt und damit für diese nicht hilfreich ist.

Das Ende hat etwas trauriges, wenn man bedenkt, dass er gleich suspendiert worden ist. Ich hoffe er klagt falls sie dabei bleiben und es entsteht dann eine Diskussion über diese Forschung.

 

 

 

60 Gedanken zu “Alessandro Strumia: Diskriminerung oder Bevorzugung von Frauen in der Wissenschaft? (mit Bildern seiner Präsentation)

  1. Clownworld

    Wer zeigt wie Männer gegenüber Frauen diskriminiert werden, diskriminiert Frauen.

    Wer sagt, das man seine Job verliert, wenn man darüber spricht, verliert seinen Job.

    Bemerkenswert fand ich an dem was Genderama gestern an Stellungsnahmen vom CERN dazu geschrieben zitiert hat, das sie niemals schreiben das seine Aussagen falsch sind, sondern problematisch oder nicht das wofür das CERN steht. Noch deutlicher kann man eigentlich gar nicht klarmachen das man dort einer bestimmten (faktenfeindlichen) Ideologie folgt.

    • Zum Handwerkszeug des Denkens gehören auch die in der Aufklärung verfeinerten Methoden, durch die sich unbewusste und oftmals tief verborgene politische Vorurteile aufdecken lassen. Somit gehört auch die Ideologiekritik zur Denkmethodologie. Politische Indoktrination zielt ja gerade darauf, in uns die Art von Vorurteilen zu erzeugen, die dazu beitragen, den Status der Machtausübenden zu stabilisieren. Da also Ideologiekritik stets Machtkritik ist, kann man nicht erwarten, dass dies bei den jeweils Mächtigen auf Begeisterung stößt.
      Nun ist, wie der große Demokratietheoretiker Sheldon Wolin treffend feststellte, in unseren kapitalistischen Demokratien jede Form von Dissens erlaubt oder als Revolutionsprophylaxe sogar erwünscht, solange der Dissens politisch unwirksam bleibt. Zur Eingrenzung, Neutralisierung und Ächtung von unerwünschtem Dissens gibt es ein großes Spektrum an erprobten Möglichkeiten eines Dissensmanagements.
      Methoden und Funktionsweisen eines Dissensmanagements können wir besser verstehen, wenn wir statt auf Personen auf seine strukturellen Eigenschaften fokussieren. Zu diesen gut untersuchten und seit langem bekannten strukturellen Eigenschaften gehört es, dass in allen Machtstrukturen besonders Journalisten, Intellektuelle und Wissenschaftler, die in gesellschaftsrelevanten Bereichen arbeiten, eine Tendenz aufweisen, sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht auszurichten.
      Folglich finden sich in allen Machtstrukturen gerade unter Personen, die über besondere Möglichkeiten verfügen, sich in eine öffentliche Debatte einzubringen, bereitwillige Vertreter, die gleichsam als Bannwarte der Macht agieren und in vorauseilendem Opportunismus alles, was sie für einen unzulässigen Dissens halten, mit Diffamierungsbegriffen belegen.

      Da sie auf diese Weise den in Politik und Medien Mächtigen bezeugen, dass sie die herrschende Ideologie tief internalisiert haben, werden sie dafür vor allem im journalistischen und akademischen Bereich oft mit entsprechenden Karrierechancen belohnt. Diese Mechanismen eines Dissensmanagements in kapitalistischen Demokratien sind seit langem wohlbekannt.

      https://www.heise.de/tp/features/Wir-leben-in-einer-Zeit-der-Gegenaufklaerung-4178715.html

      Man merkt das immer wieder. So werden auch hier Sturma’s Thesen von Journalisten als möglichst zweifelhaft dargestellt, natürlich ohne Gegenargumente zu liefern, während man das was Feministinnen behaupten, auch wenn nachweislich falsch, oft als eine offenbarische Universalwahrheit darstellt (z.B. Männer können nicht aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden).

      • Wie ironisch, dass der Autor selbst der allergrössten ideologischen Voreingenommenheit huldigt, dem Antikapitalismus:

        „Diese Mechanismen eines Dissensmanagements in kapitalistischen Demokratien sind seit langem wohlbekannt.“

        Das propagandistische Machwerk „Manufacturing Consent“ von Noam Chomsky ist sicherlich gemeint.

        Im Grund ist es nur paranoider Wahn, der alle offensichtlichen Gegenbeweise der eigenen Verschwörungsheorie als besonderen Trick der angeblichen Verschwörer hinstellt. So ist im Zweifel auch jeder Feminismus, wenn nicht *noch radikaler* auch immer nur ein Trick des Patriarchats, der Holocaust eine Erfindung der Juden oder 9/11 von den Amerikanern selbst inszeniert.

  2. Strumia scheint mir ein rechter Naivling und fast sogar ein Dummkopf zu sein: Er nimmt einen Kampf auf, von dem er vorher schon weiß, dass er ihn verlieren wird. Seine wissenschaftliche Karriere ist zerstört, er wird nie wieder auf irgendeine bedeutende Konferenz eingeladen werden, niemand wird mit ihm mehr eine Veröffentlichung machen wollen. Sein Stigma wird abfärben und alle im Wissenschaftsbetrieb haben Angst davor, dass man ihnen die Fördermittel streicht.
    Strumia hat sich selbst zur persona non grata gemacht. Er mag wissenschaftlich betrachtet recht haben, aber das ist in der Debatte irrelevant, da die Gelder nach populistischen Massstäben verteilt werden.
    Vielleicht wird man ihn in 300 Jahren als den „Robin Hood des 21. Jahrhunderts“ glorifizieren, als den Einzigen, der wagte Widerstand zu leisten. Aber ob ihm zu Lebzeiten die kommenden Musicals und Disney-Verfilmungen noch etwas bringen, wage ich zu bezweifeln.

    • @Markus

      Er ist weder dumm, noch ist er naiv, denn er hat die organisierte „Entrüstung“ vorausgesehen.

      Christian ist leider viel zu verliebt in Inhalte und unterlässt sträflich, die FORM der Veröffentlichung zu untersuchen.
      Auch ihm ist aufgefallen, die Folie, welche dann als Überschrift in dem Artikel der NZZ und der Berichterstattung der BBC verwendet worden ist, ist faktisch halbiert.

      Der Teil, der sich auf Marie Curie bezieht, die den Nobelpreis für Physik 1903 und den für Chemie 1911 erhielt wurde natürlich ausgelassen.
      Dazu Wikipedia: „Bisher ist der Preis nur vier Menschen zweimal verliehen worden – Marie Curie (1903 für Physik und 1911 für Chemie), Linus Carl Pauling (1954 für Chemie und 1962 für Frieden), John Bardeen (1956 und 1972 jeweils für Physik) und Frederick Sanger (1958 und 1980 jeweils für Chemie).“

      Sie war – nicht nur als Frau – die allererste Wissenschaftlerin, die so geehrt worden ist.

      Wenn das der Fall ist, WO WAR DENN DER VERDAMMTE SEXISMUS IN DEN NATURWISSENSCHAFTEN???
      Wie kommt man von einer, bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts mit zwei Nobel-Preisen versehenen Frau zu der Aussage, Frauen würden in der Physik wegen des inhärenten Sexismus an der Karriere gehindert?

      Er wollte damit beweisen, wenn es die fachlichen Verdienste gibt, wurden Frauen bereits vor über 100 Jahren in der Wissenschaft anerkannt.
      DESHALB wurde dieser Teil seiner Folie ausgelassen.

      • to be fair:

        Meanwhile, for the 1894 summer break, Skłodowska [i.e. Marie vor der Heirat] returned to Warsaw, where she visited her family.[24] She was still laboring under the illusion that she would be able to work in her chosen field in Poland, but she was denied a place at Kraków University because she was a woman.[14]

        [14] verweist dann allerdings auf einen Text (in Polnisch), in dem auch nur ohne Quellenangabe steht, dass sie „just because she was a woman“ abgelehnt wurde.

        Inzwischen glaube ich ja keiner Frau mehr, die Nachteile beklagt, die sie habe, „nur weil sie eine Frau“ ist. Zu oft stellt sich raus, dass sie die Nachteile wegen Gründen hat, die sie selbst nicht wahrnimmt oder wahrnehmen kann. Zum Beispiel, weil sie eine feministische Ätze ist.

      • Eine kleine Korrektur: DEN Nobelpreis für Physik 1903 erhielt das Team Becquerel und Ehepaar Curie. Frau Sklodowska war eine Säule dieses Teams – und die schwächste. Bereits damals gab es eine „Frauenförderung“.

        • Man kann Deinen Punkt vielleicht noch etwas stärker machen. Unter Wissenschaftlern soll es ja die Meinung geben, die große Marie S. Curie habe ihre Nobelpreise ohne eigenen Verdienst erhalten.

          Hierzu schreibt jemand:

          „I’m a physicist, and I can remember the day I learned what Marie Curie’s actual contributions to physics were compared to what I was taught in my REQUIRED humanities class. Its fucking embarrassing. Meanwhile these same humanities courses completely skip over the women who ACTUALLY made huge contributions to physics knowledge, like Henrietta Leavitt and Annie Jump Cannon.

          Pretty much all of modern Astronomy rests upon the work and discoveries of these two women, but then Curie gets credit for the shit that her husband actually did.“

      • @only_me

        Das ist korrekt, aber eben nur im reaktionären Polen, studiert hat sie dann in Paris.
        Finanziert von ihrem Vater, der nach der Pensionierung weiter arbeitete, um ihr dieses Auslandsstudium zu ermöglichen.
        Zudem: „Im Sommer (1893) wurde ihr das Alexandrowitsch-Stipendium in Höhe von 600 Rubeln zugesprochen, das ihr die Fortsetzung des Studiums in Paris ermöglichte.“

        Es waren also die üblichen alten weißen Männer, die ihr das ermöglichten – ungeachtet eines reaktionären Klimas. 😉

        • „Es waren also die üblichen alten weißen Männer, die ihr das ermöglichten – “

          Ich denke, ALLE Frauen, die damals studierten und danach als Wissenschaftlerinnen arbeiteten, wurden von alten weißen Männern protegiert.
          Wenn man die Vitae berühmter Frauen liest, dann stehen immer eine Reihe berühmter Männer im Hintergrund als Steigbügelhalter.
          Was ihre wissenschaftlichen Leistungen nicht schmälert, hätten sie sie ohne die Hilfe eben gar nicht liefern können. Aber soviel Wahrheit muss eben doch sein.

          • Selbst Newton stand nach eigenaussage auf den Schultern von Riesen.

            Relevant ist hier nur, dass es immer Männer in Förderpositionen gab, denen Begabung wichtig und Geschlecht egal war.

          • „Selbst Newton stand nach eigenaussage auf den Schultern von Riesen.“

            Sorry, die Betonung von „Frauen“ war natürlich eine schlampige Verkürzung. Auch Männer hatten immer Mentoren, die sie mehr oder weniger unterstützten, klar.

    • Wenn man so denkt, kann man sich gleich von vornherein jedem totalitären System unterwerfen. Hier spielt ja nicht einmal das Argument mit, man bliebe dabei, um vom Innern des Systems Veränderungen zu bewirken. Die sind ja gar nicht mehr möglich, weil der Apparat, der nach Verfehlungen und Abweichungen scannt sich mit jeder Bestätigung und jedem CoC nur noch enger zusammen ziehen wird.

      Man versucht an ihm ein Exempel zu statuieren, aber das wird nur funktionieren, wenn die Kollegen mitziehen, den sozialen Druck aufrecht erhalten, denn faktische Macht, wie Schlägerbanden und Geheimgefängnisse hat keiner der Gender-Feministen, dem zu widerstehen. Und dazu muss immer wieder versucht werden, Durchbrüche wie diesen zu erzielen, um die Leute irgendwann zur Solidarisierung zu zwingen, weil sie sehen, dass ihnen dabei gute Leute verloren gehen.

    • Es ist natürlich ein riskantes Spiel. Aber er ist jetzt eben auch „der Wissenschaftler vom CERN, der sich getraut hat die Wahrheit über die Frauenförderung öffentlich zu sagen“. Diese Bekanntheit hätte ihm sein wissenschaftliches Arbeiten vermutlich nicht verschafft und dann kann es einen Versuch wert sein.

      Zumal diese Themen in der öffentlichen Debatte derzeit aufkommen und es hilfreich sein kann als einer der ersten etwas gesagt zu haben.

    • Nun ja, daß der, der auf Dreck hinweist, selbst zu Dreck erklärt wird, wurde ja nicht erst durch Tucholsky festgestellt.
      Und immer mit der gleichen Begründung: „Wie kann man nur so dämlich sein, auf eine Realität zu bestehen, anstatt die Schnauze zu halten und sich mit Abfall füttern zu lassen“.

    • Ich mochte Danischs Anmerkung:

      Da stellt sich natürlich die Frage: Kann sie was? Hat sie ihn verdient? Oder ist sie nur die Quotentussi, ohne die gar nichts mehr geht? Der Politballast, das alibimäßige Zwangsdummchen, ohne das eben gar nichts mehr geht? Weil eine Frau den Nobelpreis bekommen muss, weil es ohne nicht mehr geht?

      Eigentlich ist das inzwischen völlig egal.

      Sie kann so gut sein, wie sie will, es glaubt niemand mehr.

      • „Sie kann so gut sein, wie sie will, es glaubt niemand mehr.“

        Genau deshalb sollte es im ureigenen Interesse jeder echten MINT-Wissenschaftlerin sein, sich hinter Strumia zu stellen und dem Genda-Spuk ein Ende zu bereiten.
        Der Ruf der Männer ist eh am Arsch, die können solche Ausfälle kaum noch erschüttern. Aber die Gendas ruinieren mit ihren Aktionen und gespielten Entrüstungen die Reputationen der echten weiblichen Koryphäen.
        Wenn sie jetzt nicht aufstehen, werden sie beim sicheren Backlash mit hinweggefegt.

        • Nicht nur in MINT. Ich denke, gerade heute könnten wir jede Menge an guten „Geisteswissenschaftlern“ gebrauchen. Z.B. Soziologen, die wenigstens das wissenschaftliche Rüstzeug von bspw. Diefenbach&Klein haben.
          Wenn ich statt dessen lesen muß, daß mal wieder eine Frauenprofessur für „Mensch-Mensch- u. Mensch-Umweltsysteme etc. UND Gender“ verschenkt wird, wird mir schlecht …

        • @carnofis
          „Genau deshalb sollte es im ureigenen Interesse jeder echten MINT-Wissenschaftlerin sein, sich hinter Strumia zu stellen und dem Genda-Spuk ein Ende zu bereiten.“

          Diese Rechnung geht nicht auf. Ich mache mal eine andere auf:

          Der Wissenschaftsbetreib arbeitet mit ernormen Überschuss an Nachwuchs. Jeder Vorteil, der sich bietet, wird dabei ergriffen und insbesondere für die mittelmässigen bis schlechten Wissenschaftlerinnen bietet sich eine Karrierechance, die sie natürlich nutzen werden.
          Und wer kann und will schon beurteilen, wer gut und wer schlecht ist?
          Die Gleichheitsfanatiker verleugnen Qualitätsunterschiede von Leistung ja auch liebend gerne, zur progressiven, antikapitalistischen Agenda gehört unbedingt und immer Leistungsfeindschaft.

          Die ganzen Förderungen sind von vorne herein auf eine Politisierung der Wissenschaft angelegt und das funktioniert gut, weil es einen erheblichen Überschuss an Kandidaten gibt.

      • Der Gedanke war mir auch schon gekommen.
        Leider kenne ich mich mit Laserphysik nicht genügend aus, um ihre Leistungen beurteilen zu können.

        Das haben Feminismus und Genderismus uns gebracht, dass Leistungen von Frauen erst einmal angezweifelt werden.
        Früher konnte man davon ausgehen, dass Wissenschaflerinnen verliehene Preise tatsächlich verdient wurden. Heutzutage werden sie automatisch als Alibifrauen stigmatisiert – einige wohl zurecht, anderen dagegen tut man damit Unrecht.

      • natürlich gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die sich sicher sind, dass sie „so gut ist“…
        Nämlich die in ihrem Fachgebiet, und das sind fast die einzigen, auf die es einem Forscher in einem MINT-Feld wirklich ankommt.

        LG
        Mike

        P.S. Betrifft natürlich auch Frances H. Arnold 🙂
        P.P.S. Glückwunsch, Frau Strickland und Frau Arnold.

      • Danischs Formulierung „ohne die gar nichts mehr geht“ ist hier zu ungenau.

        Man müßte z. B. prüfen, ob die Finanzierung von *Forschungsprojekten* daran geknüpft wird, daß so-und-so viele weibliche Forscher so-und-so stark am Projekt beteiligt sind, ob die Finanzierung von *Publikationen*, z. B. von Sammelbänden, daran geknüpft wird, daß Frauen als Herausgeber oder als Autoren beteiligt sind, u. dgl.

        • Bei Forschungsprojekten ist immer ein Abschnitt zu Gender notwendig und es geht in die Bewertung ein. Ob es in STEM-Projekten tatsächlich von Gutachtern so stark gewichtet wird, sei mal dahin gestellt, aber die EU verlangt, dass man etwas in die Richtung macht. Und ja, man wird laufend gerüffelt, dass die üblichen Geschlechterverhältnisse vorherrschen. Die EU sollte LGBT verlangen, dass würde die Institute sicher besser schaffen, meiner Erfahrung nach.

  3. Es regt sich langsam immer mehr Widerstand in akademischen Kreisen. Wie schon bei Peterson wird jetzt der nächste „verdammte Sexist“ auffällig und beklagt, zu recht, eine Benachteiligung durch das Diktat der Genderkirche.

    Seine Entlassung bestätigt zudem ganz genau das, was er im Vortrag behauptet hat: Wer darüber spricht, wird angegriffen, zensiert und riskiert seinen Job.

    Aber auch hier wieder lustig: Der Streisand-Effekt sorgt dafür, dass der Vortrag von ihm nun weltweit diskutiert wird. Hätte er seinen kleinen Vortrag irgendwo vor kleinem Kreis in Genf gehalten, ohne dass ein Mob an Femimiministen Schnappatmung kriegt, ihn ankeift und seinen Karriere vernichtet, hätten wir von dem wahrscheinlich nie etwas gehört. Nun aber werden sicherlich auch Leute wie Peterson und alle einschlägigen Youtube-Kanäle den Vorfall aufgreifen.

    Außerdem zeigt das Material (zB „Antifem-Comics“) und die Argumente im Vortrag, dass die Diskussionen die wir seit Jahren zu dem Thema führen, auch mit Karrikaturen und Memes, sogar im Cern angekommen sind, da er nicht nur trockene wissenschaftliche Studien zeigt, sondern eben auch besagte Memes.

      • Genau, wie erwartet. Allerdings muss man sagen, dass es für die Ingenieure schon längst soweit ist, wie man auch an dem jüngsten Vorfall um Linus Torwals und dem Code of Conduct von Linux sieht.

        Zumindest in der IT haben die SJW bereits hunderte von Projekten in Beschlag genommen, diktieren deren Verhaltensregeln und attakieren die Leistungsträger:

        „Marginalized people also suffer some of the unintended consequences of dogmatic insistence on meritocratic principles of governance. Studies have shown that organizational cultures that value meritocracy often result in greater inequality. People with “merit” are often excused for their bad behavior in public spaces based on the value of their technical contributions.“
        Coraline Ada Ehmke
        https://www.contributor-covenant.org/

        • Schaun wir mal, ob Danisch mit seinen Befürchtungen zutreffen werden, dass wir in 10 Jahren keinen mehr haben, der die Technik am Laufen halten kann, geschweige denn neue entwickeln.

          Ich hoffe ja noch, dass das doch eher Schwarzmalerei ist.

          Wenn man sieht, welche Macht Knallgurken wie Ehmke haben, kann einem aber schon bange werden.

          • „Wenn man sieht, welche Macht Knallgurken wie Ehmke haben, kann einem aber schon bange werden.“

            „Friedenspreis“ des deutschen Buchhandels, lol

            Als nächstes Friedensnobelpreis für den Iran für Völkerverständigung.

          • Carolin Emcke (Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016) und diese
            Coraline Ada Ehmke (mit ihrem Hohelied auf die Blödheit aka „Post-Meritocracy Manifesto“ sind zwei verschiedene Personen.

          • „Carolin Emcke (Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016) und diese
            Coraline Ada Ehmke (mit ihrem Hohelied auf die Blödheit aka „Post-Meritocracy Manifesto“ sind zwei verschiedene Personen.“

            Ich kenn nur Horst. Und der hatte diverse Ministerämter inne.

      • „next“? LOL, das geht doch schon seit einem Jahrzehnt so. Hoher Männeranteil wird einfach als frauenfeindliches Klima ausgelegt.

    • „Es regt sich langsam immer mehr Widerstand in akademischen Kreisen.“

      Ich werte das auch eher als gezielte Provokation, um zu zeigen, dass die Gender-Theorien eben NICHT unumstritten sind.
      Er hat sich als Erster aus dem Schützengraben gewagt. Jetzt ist es an seinen Kollegen, mehr noch aber seinen KollegINNEN, sich aus der Deckung zu bewegen und hinter ihn zu stellen.

      • Wie bei Damore wird das wohl aber eine Weile brauchen bzw die kritischen Stimmen besonders von Frauen werden nicht so sichtbar sein oder, wenn prominent genug, als Verräterinnen niedergekeift.

        Keiner argumentiert, dass Damore eigentlich voller Feminismus war, mehr Arbeitsplätze, die Frauen ansprechen, Männern gesellschaftlich gestatten, auch typische Frauenberufe zu ergreifen, sich den Interessen von Frauen mehr anpassen. Das eine Ding, dass er einen biologischen Unterschied zwischen Frauen und Männern ausmachte, reichte aus für die Hexenjagt. Sowas ist Ketzerei und muss weg.

        Man kann nur hoffen, dass die sich damit selber in den Fuß schießen.

  4. https://allesevolution.files.wordpress.com/2018/10/theorygendertalk-25.jpg?w=676&h=473

    Einen ähnlichen Effekt dürften auch die Anhörungen im Fall Kavanaugh haben. Opfer sexueller Gewalt sind normalerweise nicht von sadistischen Rachegelüsten getrieben, die ihren Peiniger/ihre Peinigerin möglichst öffentlich fertig machen wollen, sondern möchten in einem geordneten Verfahren eine der Tat angemessene Bestrafung des Täters/der Täterin erwirken und/oder weitere Taten verhindern. Wenn tatsächliche Opfer diesen Fall sehen, werden sie tendentiell zurückschrecken, sich zu äußern. Alleine schon, weil der Schauprozess nicht nur Kavanaugh trifft, sondern auch seine (unschuldige) Familie und dessen Freundes- und Bekanntenkreis.

    • Ich bin auch schon seit einer Weile der Meinung, dass das ständige Gerede vom angeblichen GPG und der „Glas Ceiling“ eher noch diese Phänomene verstärkt, wenn Frauen freiwillig zu Hause bleiben um sich um die Kinder zu kümmern, weil der Mann ja angeblich sowieso besser verdienen und schneller Karriere machen würde.

      Eine junge Familie, die plötzlich mit Kind, ihren Alltag plant, wird sich seltenst als „Kämpfer gegen das Patriarchat“ sehen sondern erst einmal gucken wollen, dass das Konto stimmt und wie die Familie wohl am besten über die Runden kommt. Und dann lesen sie in der Zeitung, dass die Frau, nur weil sie eine Frau ist, bis 21% weniger verdienen würde. Also, ich würde da auch tendenziell eher den Mann zur Arbeit schicken bevor ich 21% weniger auf dem Familienkonto in Kauf nehme, nur um irgendein „Patriarchat“ zu bekämpfen.

      • „Und dann lesen sie in der Zeitung, dass die Frau, nur weil sie eine Frau ist, bis 21% weniger verdienen würde.“

        Ergänzung: Dieses Dogma bekommen ja auch Schülerinnen eingetrichtert, die sich überlegen sollen, welche berufliche Laufbahn sie nach der Schule einschlagen wollen. Und die „wissen“ in ihren letzten Schuljahren: falls ich später mal richtig arbeiten gehe, dann kriege ich 22 % weniger Geld als ein Mann für genau dieselbe Arbeit.

        Ja, sowas motiviert …

  5. Ich frage mich, was der „Mythos Geschlecht Lesch“ dazu wohl zu sagen hätte?

    Nebenbei, was soll solche „Forschung“ vom Gender am CERN(*)? Kreisen dort Geschlechter im Beschleunigerring? Was passiert bei dem Zusammentreffen?
    Ab und an Liebe und auch mal ein Kind? Ist das nicht Biologie, … mehr?

    Das CERN scheint mir doch reichlich unterirdisch … 🙂

    (*) Haben die da auch Tibetologen oder Briefmarkenforscher mit entsprechender Konferenz?

    • Man könnte es dort doch auch mal mit Teilchen versuchen, die vorher in einem mistgefüllten Kuhhorn steckten und intensiv angesungen wurden.
      DAS wäre doch mal richtig echte wahre Forschung, nä?

  6. «Physik wurde von Männern erfunden» …

    https://www.nzz.ch/panorama/physik-wurde-von-maennern-geschaffen-wissenschafter-sorgt-am-cern-fuer-aufruhr-ld.1424820

    Das können die feministischen Sexisten natürlich nicht vertragen!

    Aber dafür haben sie ja ihre Geheimwaffe, dass Wissenschaft überhaupt und ausschliesslich ein soziales Kontrukt der Unterdrückung der Frau (und anderer) ist.
    Das können sie nur leider (noch) nicht sagen. Zu befürchten hätte sie ja, als die bekloppten Hexerjägerinnen und Hexerjäger (wohlgermekt, statt „Hexenjäger“) dazustehen, die sie in Wirklichkeit ja sind.

    „Das Seminar widmete sich dem Thema High Energy Theory and Gender, also einem Gebiet der Physik im Zusammenhang mit der Geschlechterfrage.“

    Kommt es der NZZ nicht in den Sinn, die vollkommene Unsinnigkeit und den abgrundtiefen Sexismus, der durch ein solches „Seminar“ herauszustellen? Wenn man genau in der Weise der Gender-Sexisten argumentiert und in ihrer Logik „nachweist“, dass die Physik männlich ist, da von Männern erfunden, werden sie hysterisch. Und das, obwohl sie bei anderer Gelegenheit genau dies behaupten und die Forderung aufstellen, dass genau aus diesem Grund Frauen in die Wissenschaft per Quote gehören!
    Aber den autoritären Sexisten kommt es ja nur darauf an, WER Etwas sagt und nicht auf den Inhalt.

    „Das Cern sei immer bemüht, seinen wissenschaftlichen Auftrag in einem friedlichen und nicht ausgrenzenden Umfeld auszuführen, hiess es im Statement.“

    „Fiedlich und nicht ausgrenzend“ bedeutet pro-Quote und wer nicht für die bedingungslosen Bevorzugung von Frauen ist, gefährdet diesen „wissenschaftlichen Auftrag“.

    „Seinem zumeist weiblichen Publikum erklärte er …..“

    LOL, Strumia marschiert in dieses Gender-Seminar der Cern und trollt diese Spinner.

    „Den Hintergrund für die professorale Aussage dürfte eine persönliche Erfahrung Strumias bilden. …“

    Ist diese Behauptung Strumias auf eine Bewerbung hin benachteiligt worden zu sein mehr als ein Trollen des radikalen Subjektivismus der Gender-Spinner, die diese Behauptung vor sich hertragen wie eine Monstranz?

    • Aus dem offiziellen CERN-Statement:
      CERN is a culturally diverse organisation bringing together people of many different nationalities. It is a place where everyone is welcome, and all have the same opportunities, regardless of ethnicity, beliefs, gender or sexual orientation. Indeed, diversity is one of the core values underpinning our Code of Conduct and the Organization is fully committed to promoting diversity and equality at all levels.
      CERN always strives to carry out its scientific mission in a peaceful and inclusive environment.

      Kurz gesagt, CERN hat Strumia suspendiert, weil sie für Vielfalt stehen, dort jeder willkommen ist und die gleichen Chancen hat. 😉
      Wobei – genauer betrachtet, bezieht sich das ja nur auf Ethnien, Glauben, Geschlecht und sexuelle Orientierung. Für freien wissenschaftlichen Meinungsaustausch steht CERN offenbar nicht…

      • „It is a place where everyone is welcome“ – wenn ich z.B. als erschöpfter Wandersmann da vorbeikomme, kann ich anklopfen und erhalte Speis, Trank und ein Schlafplätzchen. Prima, vorgemerkt! Oder eher: Schon dieses Geschreibsel zeigt, daß da in den Intelligenzgefäßen etwas undicht sein muß.

        • „It is a place where everyone is welcome“ – wenn ich z.B. als erschöpfter Wandersmann da vorbeikomme, kann ich anklopfen und erhalte Speis, Trank und ein Schlafplätzchen.

          Nö, die stecken dich in die Röhre und beschleunigen dich auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und beobachten, was beim Aufprall passiert.

  7. Hier übrigens die Vortragsunterlagen der Autorin der im Spiegel-Artikel eingebetteten Twitter-Nachricht:

    https://indico.cern.ch/event/714346/contributions/3073778/attachments/1724856/2785873/JW_GenderHET_20180928.pdf

    Scheint der typische Gender-Vortrag zu sein. Hätte ich gern mal im Detail gehört/gelesen, beispielsweise was sie zu ihrer Seite 5 sagt, die darstellt, dass trotz aller Bemühungen in den letzten 30 Jahren der Frauenanteil in den STEM-Fächern sich kaum verändert hat.

  8. Das ist in der Tat ein Hammer.

    @Christian: Strumia stellt im Vortrag zwei Erklärungsmuster für die geringere Anzahl von Frauen am/in CERN/Physik/STEM und damit verbundenen Feldern (Redner bei großen Konferenzen, Zahl der Professuren etc.) vor, die er in rot und blau hinterlegt.

    Rot hinterlegt bzw. mit roter Überschrift ist dabei das Erklärungsmuster, was er als ‚M-Theory‘ bezeichnet (M für Mainstream, ist wahrscheinlich auch ein Pun gegen die Stringtheoretiker ;.)). In seiner ‚M-Theory‘ ist die in dieser Theorie grundsätzlich vorhandene Symmetrie zwischen Männern und Frauen ’spontan gebrochen‘ (nämlich durch Diskriminierung von Frauen), in der ‚C-Theory‘ („Conservative(?)“) ist die Symmetrie zwischen Männern und Frauen (bezüglich Kohorteneigenschaften, die erfolgreiche Physiker aufweisen müssen (Neigung, IQ (=kognitive Fähigkeit), Frustrationstoleranz etc. etc.)) grundsätzlich inexistent.

    Er versucht dann, aus experimentellen Daten abzuleiten, welches der beiden Erklärungsmuster die Daten besser abbildet (= mit weniger Annahmen auskommt, besser auf die Daten paßt etc.). Tatsächlich sagen die Modelle unterschiedliche Effekte vorher (S. 4 „Predictions“). Um diese zu untersuchen versucht er, ’neutrale‘ Maße für die tatsächliche Leistung oder zumindest irgendeine ‚unbiased‘-Größe von Wissenschaftlern (Anzahl Publikationen, Anzahl Zitate, sehr interessanter „Zitier-Asymmetrie-Index“ auf S. 8) zu bestimmen und diese auf die vorhersagen der beiden Hypothesen anzuwenden. Klassische physikalische Einwertung von Theorien über experimentelle Befunde also.

    Die Ergebnisse sind katastrophal für seine ‚M-Theory‘ (wie von jedem erwartet, der in dem Schweinesystem versucht hat, zu bestehen).

    Zum Schluß listet er noch einige prominente Fälle von Männern auf, die dem feministischen Hate Mob zum Opfer gefallen sind (Larry Summers, Sir Tim Hunt, James Damore, Matt Taylor, Lubos Motl), was seine Punkte anekdotisch bestätigt.

    Ganz zum Schluß kommen dann noch die Cartoons, die seine politische Einschätzung der Frauenpolitik untermalen. Das hätte er wahrscheinlich tatsächlich besser gelassen, aber ich verstehe, dass er nicht widerstehen konnte.

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