Selbermach Mittwoch 187 (31.10.2018)

Kalt ist es geworden.

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Die Ernährerrolle und Freiwilligkeit

Ein interessanter Tweet:

Eine Antwort darauf:

Ich kenne auch so einige Ehen, die an dem Verlangen des Mannes, dass die Frau nach dem die Kinder älter geworden sind, nun ebenfalls wieder arbeiten gehen sollte, gescheitert sind.

Und auch das alte Spiel: „Dein Geld ist unser Geld und geht auf das Gemeinschaftskonto, mein Geld ist mein Geld und geht auf mein Konto“ gibt es durchaus.

Gerade die Frage des Wiedereinstiegs nach Kindern, die Frage in welchem Umfang das passiert und wie es dann wann ausgeweitet wird, wird auch gerne von der Frau getroffen.

Natürlich aber auch keineswegs in allen Fällen. Vielen Männern ist eine solche Aufteilung natürlich auch Recht und genug Frauen steigen auch entsprechend in Absprache mit dem Mann wieder ein.

 

Geschlecht der Abgeordneten im neuen Hessischen Landtag

Eine Aufschlüsselung der gewählten Kandidaten und deren Geschlecht nach Partei

 

Wenn ich es auf der Seite Kandidatencheck richtig gesehen habe, dann gilt zudem das Folgende:

  • von 236 weiblichen Kandidaten wurden 46 gewählt (19%)
  • von 560 männlichen Kandidaten wurden 91 gewählt (16%)

Tatsächlich hatte damit eine weibliche Kandidatin bessere Chancen als ein männlicher Kandidat (wobei das natürlich außer acht lässt, dass bestimmte Kandidaten gar keine Chance hatten und andere sehr sicher sein konnten in den Landtag zu kommen.

Der Kandidatencheck lässt auch noch die Einstellung „Divers“ zu. Von Null Kandidaten wurden dort Null gewählt, noch nicht einmal die Grünen hatten jemand diverses.

Wie viel Erfahrung braucht guter Sex?

Bento fragt, wieviel Erfahrung guter Sex braucht.

Sie stellen dabei insbesondere auf die Anzahl der Sexpartner ab.

Sexpartner haben den Vorteil, dass man Unterschiede bemerkt und auf neue Ideen kommt. Aber ich glaube nicht, dass es dir bloße Anzahl macht. Wer 50 one night stands hatte, der muss nicht viel gelernt haben, gerade da gerade Frauen üblicherweise beim ersten Sex eher erst Mal vorsichtiger sind.

Jemand, der Partnerschaften hat, kann letztendlich wesentlich mehr ausprobiert haben und auch das nötige Vertrauen aufgebaut haben, um mehr auszuprobieren oder ein paar Sachen richtig zu lernen.

Eine andere Frage wäre, wie typisch der jeweilige Partner war und wie der man in dieser Partnerschaft auch mal von üblichen abgewichen ist etc.

Teilweise würde ich Enthusiasmus und die Bereitschaft etwas auszuprobieren und sich auf dem anderen einzulassen und etwas Experimentierfähigkeit höher schätzen als Erfahrung.

„Toxische Weiblichkeit“, #Metoo und Verklärung von Frauen

Ein Artikel darüber, dass man auch „toxische Weiblichkeit“ beachten muss:

Sometimes I wish I could gather up all the women I’ve ever known, or encountered, and conduct this informal poll:

Raise your hand if you’ve ever behaved badly and blamed it on your period.

Da kenne ich definitiv Frauen, die das gemacht haben.

Raise your hand if you’ve ever acted helpless in the face of an unpleasant-if-not-physically-demanding task like dealing with a wild animal that’s gotten inside the house.

Ja, auch erlebt

Raise your hand if you’ve ever coerced a man into sex even though he didn’t seem to really want it.

Ja, auch erlebt

Raise your hand if you’ve thought you were at liberty to do this coercing because men “always want it” and should feel lucky any time they get it.

Ich finde es auch nicht schlimm, ich fühlte mich nicht belästigt.

Raise your hand if you’ve ever threatened to harm yourself if a man breaks up with you or doesn’t want to see you anymore.

Hat eine Frau bei mir noch nicht gemacht, aber habe ich schon gehört

Raise your hand if you’ve been physically abusive with a male partner, knowing you’d be unlikely to face any legal consequences.

Bei mir selbst auch noch nicht erlebt, aber ich kenne Männer, bei denen es so war.

Raise your hand if you’ve lied about being on birth control, or faked a pregnancy scare, to see how a man would respond.

Wäre interessant zu wissen, ob eine Frau das schon mal gemacht hat. Befürchtungen geäußert, dass sie schwanger ist, hatten Frauen schon, aber ich glaube sie haben es selbst befürchtet.

Raise your hand if you’ve ever manipulated a divorce or child custody dispute in your favor by falsely insinuating that a man has been abusive toward you or your child.

Ich hoffe es passiert nicht. Aber ich kenne es von anderen.

In this hypothetical gathering of every woman I’ve ever known or encountered (I’m imagining a football stadium at decent capacity), I’m certain there is not a single one of these questions that, if answered honestly, wouldn’t send hands into the air. Including my own. I know I’m guilty on the pest control front. I don’t want to think too hard about some of the others.

ja, es sind teilweise sehr häufig vorkommende Sachen, andere dürften sehr selten sein.

We hear all too much about toxic masculinity, that amorphous term that refers to the way traits like aggression and emotional repression are baked into male social norms. It also frequently shows up in online feminism as lazy shorthand for registering disapproval of just about anything men do at all. But when are we going to grant equal rights to women and admit that toxic femininity also exists and can be just as poisonous?

Der Hinweis, dass auch Frauen natürlich negative Seiten haben führt in der Tat immer wieder zu Empörung. Das es überhaupt eine „toxische Weiblichkeit“ geben könnte ist da bereits eine Form des Victim Blaming, ein „what about the men“, ein Ablenken von dem wahren bösen.

Ergänzend dazu:

(Bitte keine allgemeinen Diskussionen zu Peterson, hatten wir ja schon, allenfalls zu konkreten Aussagen von ihm in dem Video)

Auch dazu:

Aber weiter in dem Text

There are minor forms of feminine toxins, like blaming irrational temper tantrums on “being hormonal” or feigning helplessness in order to get what you want. And there are major toxins, many having to do with weaponizing your fragility so that those to whom you cause harm have a difficult time defending themselves, lest they look like the aggressors. Women, of course, can unleash these tactics on other women, be they romantic partners or not. But for the sake this discussion, let’s say we are talking about women and men and sex. We’ve established that many men are socially conditioned to think that women owe them sex. But what about the women that assume that men should be grateful for any sex they get?

In der Tat haben Frauen das Glück, dass Männer meist Sex wollen. Sonst würden auch sie eben auch ihre Einstellung ändern müssen.

In a free society, everyone, regardless of gender, is free to be a manipulative, narcissistic, emotionally destructive asshole.

Throughout my life, I’ve heard countless men tell stories about going ahead with sex even though they didn’t really want to. Sometimes, it was because they didn’t want to hurt the woman’s feelings. Other times, it was because they feared being perceived as having a low sex drive.

A remarkable number of men have told me about times when women approached them and, often wordlessly, initiated sexual encounters without the slightest provocation or questions asked. I’ve heard, more than once, about unsolicited hand jobs on school buses when they were boys. Also, more than once, men have told me about past grade school camping trips or overnight parties wherein girls they barely knew slipped into their sleeping bags or beds. In some cases, the men were happy to oblige the women’s desires. In other cases, though, they went through with the encounters because they didn’t want to make an awkward situation even more awkward.

Ich vermute, dass die umgekehrte Situation immer noch deutlich häufiger ist. Ein Hinweis auf Artikel dazu:

Aber weiter im Text:

These stories have been relayed to me in a tone I can only describe as bafflement. The men are not complaining, but nor are they boasting. If anything, they seem to be struggling to find the words to describe a not-entirely-welcome encounter that they felt they had no right to regard with anything other than gratitude. Needless to say, if you imagined any of these situations with the genders reversed, you’d have the potential for very different framing.

Aber die Geschlechter sind eben auch nicht gleich. Insofern sind sie auch schwer zu vergleichen. Ein Mädchen kann eben in der Tat häufig eher davon ausgehen, dass ein Junge Sex mit ihr will. Dennoch müsste sie natürlich darauf achten, wie er reagiert.

I realize that the physical size difference between most women and most men means that the above comparison isn’t entirely fair; a woman who’s sexually aggressive with a man is probably not putting him in insurmountable physical danger. And I’m cognizant of the fact that for every bad behavior I mentioned in my opening list of questions there is an equal, opposite, and potentially more physically threatening form of bad behavior that men can, and do, visit upon women with just as much frequency.

But that, right there, is precisely my point. In a free society, everyone, regardless of gender, or any other identification, is free to be a manipulative, narcissistic, emotionally destructive asshole. So I’m not sure why men have been getting all the credit lately.

In der Tat: Männer und Frauen sind häufig lediglich auf verschiedene Weise gemein. Und in verschiedenen Bereiche. Wo ein Mann vielleicht Liebe vorspielt, um an Sex zu kommen, macht es eine Frau vielleicht um an Geld, Gefälligkeiten ein besseres Leben etc zu kommen.

[…]

My opening list of “raise your hand” questions surely set some teeth on edge. It’s difficult to talk about things like women tricking men into getting them pregnant, not least of all because it makes you sound like a part of the men’s rights movement — a loosely knit and often self-defeating enterprise that overrides legitimate grievances about, say, the family court system, with ambient misogyny and conspiracy theories. When I was in my twenties, just hearing a phrase like “tricking men” would have made me assume it was coming from a woman-hating kook.

But the thing about growing older is that over the years, you run into more and more people and see all the different kinds of havoc they can wreak. I know men who, amid contentious divorce proceedings, have been accused, preposterously, of spousal and child abuse. I know women who are so skilled in the dark art of gaslighting that the targets of their mind games, be it boyfriends or BFFs, don’t stand a chance. Once, while working with high school students, I overheard some girls joking to one another about how they were going to go out that night and “hit on older guys who don’t know we’re underage and later be like ‘Dude, you’re a pedophile.’”

Ja, das sexuelle gibt Frauen natürlich erhebliche Macht und auch der Umstand, dass man ihnen weniger böses zutraut. Und gerade solche Taten werden sicherlich auch gerne ausgeblendet, weil sie weniger greifbar sind als sexuelle Belästigung.

I decided to give the girls the benefit of the doubt and assume they were just goofing around, condemning misogynist stereotypes about young women as jailbait by ironically reclaiming those stereotypes. Along the way, I tried to think like a good feminist and consider that patriarchal societies foster or even force this kind of manipulative female behavior because it’s often the only power available to women.

But that’s an excuse and a poor one. Some women act abominably because some people act abominably.

Auch das ist richtig: Es wird immer ein paar Leute geben, die sich nichts aus Regeln oder Gefühlen anderer machen, die sich über den Dingen sehen und die es genießen Macht auszuleben, auch wenn sie damit anderen schaden.

The famous line “Feminism is the radical notion that women are people” has been popping up on bumper stickers and T-shirts since the 1980s. But in 2018, many feminists seem illogically invested in the idea that women operate under a different set of standards and practices than men and might, in fact, be something rather separate from “people.” They will say this is because women are still often reduced to second-class citizens; underpaid in the labor force, underrepresented in politics, and undermined and ignored when, like Ford, they speak up about their experiences.

But can we please put this into some perspective? There is now an entire literary genre — and, more than that, vast quarters of the mainstream media — devoted to women speaking up about their experiences. Every day, the stories roll across my news feeds faster than I could possibly read them, their headlines tweaked to clickbait perfection. “Thanks for not raping us, all you ‘good men.’ But it’s not enough,” went the headline of a Washington Post guest opinion column earlier this month.

Meanwhile, when men speak up about what it’s like to be accused of sexual misconduct — or just navigate the sexual arena in general — the only culturally sanctioned response is to paint them as entitled whiners at best and narcissistic and, of course, toxic sociopaths at worst.

Es ist eben eine Identitätspolitik in der Gruppeninteressen vertreten werden und auch Feindbilder aufgebaut werden. Dass man da dem „Feind“ etwas zugestehen muss wird durch das aggressive Feindbild verhindert.

#MeToo is important. #BelieveWomen is hollow sloganeering that will ultimately set us back rather than move us forward. Like all movements, #MeToo will live or die by the degree to which it’s willing to let people in. Until it makes room for examinations not just of toxic masculinity but also toxic femininity—and, even better, dispatch with these meaningless terms—it will continue to tell only half the story. Until it admits that women can be as manipulative and creepy and generally awful as men, the movement will continue to send a message that we’re not really whole people. And why would anyone believe someone like that?

In der Tat gibt es keinen Grund Frauen einfach so zu glauben, wenn sie „vollwertige“ Menschen sind, also ebenso schlecht sein können, von Eigeninteresse geleitet, etwas rausholen wollen.