Teilzeit: Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Im Spiegel werden interessante Zahlen zur Teilzeit und Vollzeit genannt:

Mehr als zwei Drittel der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren haben einen Teilzeitjob – aber nur sechs Prozent der Väter. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Abhängig von der Familienform und dem Wohnort gibt es demnach deutliche Unterschiede.

Mütter, die in einer Partnerschaft leben und berufstätig sind, arbeiten demnach zu 71 Prozent in Teilzeit. Bei alleinerziehenden, erwerbstätigen Müttern sind es 58 Prozent. Im Vergleich dazu sind alleinerziehende Väter zu 12 Prozent in Teilzeit tätig, in einer Partnerschaft lebende Väter zu 6 Prozent

Den Statistiken zufolge gibt es auch große Unterschiede zwischen Ost und West: In Ostdeutschland sind nur 49 Prozent der Mütter in Teilzeit beschäftigt – egal ob in einer Partnerschaft oder alleinerziehend. In Westdeutschland sind es 74 Prozent. Bei Väter dagegen gibt es geringere Unterschiede bei der Teilzeitquote. Im Osten mache sie 8 Prozent aus, im Westen 6 Prozent.

Wäre interessant zu erfahren, was die Unterschiede sind. Haben Alleinerziehende Männer eher ältere Kinder? Oder einen Partner im Hintergrund, der ihnen Arbeit abnimmt?

Oder planen sie ihren Alltag anders?

Wie machen es die Ossis?

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73 Gedanken zu “Teilzeit: Unterschiede zwischen den Geschlechtern

  1. Hier wäre mal etwas, wo die Damen der Schöpfung ihre Energie reinlegen könnten. Für flächendeckende erschwingliche Kinderbetreuung zu kämpfen.

    Ein Skandal, der mir passierte: Als meine Frau sich arbeitslos melden wollte, weil die Elternzeit auslief und wir keinen Krippenplatz hatten (trotz Antrag 2 Wochen nach Geburt), hiess es: „Dann stehen Sie ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Da kriegen Sie kein Arbeitslosengeld.“

    Es gibt hier also durchaus Diskriminierung.

    Bei den meisten Paare, die ich kenne, verdient allerdings der Mann mehr. Ich kenne nur ein Paar, wo der Mann Elternzeit genommen hat. Der hat das dann 2 Tage zu früh beantragt und ist prompt gefeuert worden. Bei einem Dax30 Konzern.

    • „Der hat das dann 2 Tage zu früh beantragt und ist prompt gefeuert worden. Bei einem Dax30 Konzern.“

      ? Und wie wurde das offiziell begründet? Bei uns ist es z.Z. eher so, dass die Firmen den Leuten entgegenkommen. Ein Teilzeitmann ist immerhin besser, als gar keiner.

      • Vielleicht war es in der Probezeit?
        In der Tat gibt es für Männer die eine Woche, in der der Antrag auf Elternzeit ungefährlich ist. Laut BEEG muss ein Antrag auf Elternzeit mindestens 7 Wochen vor Antritt gestellt werden; der Kündigungsschutz gilt ab 8 Wochen vor Antritt.
        Kann den Müttern egal sein, für die gilt ja der Kündigungsschutz durch Schwangerschaft und Geburt.
        Ich habe übrigens von KEINER Feministin jemals gehört, dass das geändert werden soll…

    • „Hier wäre mal etwas, wo die Damen der Schöpfung ihre Energie reinlegen könnten. Für flächendeckende erschwingliche Kinderbetreuung zu kämpfen.“

      Väter hätten da kein Interesse dran wie’s klingt?

      „Ein Skandal, der mir passierte: Als meine Frau sich arbeitslos melden wollte“

      Lustig formuliert, irgendwie.
      Was genau ist denn der Skandal, der DIR passiert ist? Dass Du mit Deinem Arbeitseinkommen in der Zeit für sie voll aufzukommen hattest, ohne Unterstützung durch Sozialleistungen (es sei denn xyz) zu erhalten? Und Ihr hättet aber Anderes erwartet? Ehrlich jetzt?

      • „Hier wäre mal etwas, wo die Damen der Schöpfung ihre Energie reinlegen könnten. Für flächendeckende erschwingliche Kinderbetreuung zu kämpfen.“

        Väter hätten da kein Interesse dran wie’s klingt?

        Wer zahlt es denn wohl? Zwar nicht über die direkte Ausgabe vom Einkommen, sondern über die Steuer. Wobei wir ja nicht vergessen dürfen, dass Männer wesentlich mehr Einkommenssteuer zahlen müssen. Schließlich verdienen sie ja auch 21% mehr als Frauen, nicht wahr? *facepalm

    • „Für flächendeckende erschwingliche Kinderbetreuung zu kämpfen.“

      Die bringt Frauen auch nicht zwingend dazu mehr zu arbeiten:

      https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article163570408/Die-Illusion-der-Ganztagsschule.html

      Mehr als ein Jahrzehnt später haben Wissenschaftler nun versucht, die Ergebnisse zu bewerten. Eine umfangreiche neue Untersuchung legten beispielsweise die Ökonomen Fabian Dehos und Marie Paul vom RWI Essen vor. Das Ergebnis der umfangreichen und methodisch aufwendigen Studie ist ernüchternd: Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen hat die Berufstätigkeit von Müttern nicht erkennbar befördert.

      Es lässt sich nicht einmal nachweisen, dass Mütter, die das zusätzliche Betreuungsangebot auch tatsächlich in Anspruch nehmen, länger arbeiten, also zum Beispiel von Teilzeit auf Vollzeit umsteigen. „Die zusätzlichen Ganztagsschulplätze haben weder einen direkt ursächlichen Effekt auf die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden noch auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Müttern mit Grundschulkindern“, schreibt Ökonom Fabian Dehos, Koautor der Studie.

      Wie machen die Frauen das nur?

      Wie aus Untersuchungen der OECD hervorgeht, beträgt der Anteil des Mannes am Haushaltseinkommen von Paaren in Deutschland beachtliche 77 Prozent.

      • Männer bezahlen nicht nur ihren eigenen Scheiß selbst, sondern auch noch über die Hälfte von dem Scheiß der Frauen. Und die Politik redet über Gender Bugeting um mehr Geld von Männern in Richtung Frauen zu schieben, über Frauen-Altersarmut, weil so getan wird als ob die Rente vom Ehemann nur ihm alleine gehört oder den unsterblichen Gender Pay Gap, bei denen Frauen die im Schnitt 23% weniger arbeiten im Schnitt 21% weniger Lohn bekommen, was ja anscheinen eine ungeheuere Diskriminierung ist.

        Das ganze ist so lachenhaft!

      • „Ganztag“ heißt bei uns: um spätestens 16 Uhr gehen alle Kinder nach Hause.
        In unserer weiterführenden (immerschon offiziell Ganztags-)Schule kommen sie zudem regulär min. einen Nachmittag wöchentlich deutlich vor 15 Uhr heim (außerplanmäßiges nicht mitgezählt natürlich). Wenn sich das mit den individuellen Arbeitszeiten eines Paares vereinbaren lässt, dann eher nicht im doppelten „Vollzeit“-Modus abhängiger Beschäftigung. Jedenfalls nicht ohne zusätzliche Betreuungspersonen (es sei denn, man hat „echt Glück“ und einer ist z.B. Bäcker oder sowas).

        • Ach, vielleicht nenn ich noch kurz die Alternative für diejenigen, die keinen OGS-Platz wollen bzw. erhalten (gibt ja nicht für jeden einen): in der Grundschulzeit schlägt der Spatz dann regulär zwischen kurz nach halb zwölf und kurz nach halb eins zu Hause auf.

          Zu meinen Gymi-Zeiten damals endete der Unterricht (bis Sek. II) spätestens um 5 nach 1 (und dann musste ich noch mit der Bahn nach Hause fahren). Und dennoch kam mir der Schultag seltsamerweise schon immer ziemlich lang vor…

          Bei diesen Rahmenbedingungen wirds mitunter schon zur Herausforderung auch nur einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen zu können (wenn der Andere Partner immer abwesend ist und daher nix übernehmen kann).

          • Und bis zur 10. Klasse brauchen deine Kinder dann eine 24/7-Betreuung?
            Also ich war mit 11 in der Lage, mir mein vorgekochtes Essen selbst aufzuwärmen.

          • „Bei diesen Rahmenbedingungen wirds mitunter schon zur Herausforderung auch nur einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen zu können (wenn der Andere Partner immer abwesend ist und daher nix übernehmen kann).“

            Ah, jetzt versteh ich die Massen-Demos von Müttern auf Deutschlands Straßen, endlich für Ganztags-KiTa zu sorgen, damit sie ordentlich arbeiten können.

            Upps, da sind gar keine Mütter. Das hab ich alles nur geträumt.

          • Dass mittlerweile wenigstens jedes dritte Kind unter 3 Jahren (stundenweise) einen Kita-Platz erhält, soll denn bitteschön wodurch erreicht worden sein wenn nicht auf feministischem Druck (in politischer Gestalt von unserer Verteidigungsministerin umgesetzt)?

            Und wir haben prinzipiell ja auch schon das, was man Ganztags-Kita nennt – „unsere“ hat sogar leicht längere Wochen-Öffnungszeiten als die OGS der Grundschule. Nicht zu vergessen, dass die Ferien-Schließzeiten in den Kitas denen regulärer Arbeitnehmer angepasst sind (was man von Schulferien nun wirklich nicht behaupten kann).

            Mütter in Teilzeit- oder auf 3/4-Stellen arbeiten definitiv „ordentlich“. Das Problem liegt einzig in unserer fixen Vorstellung, jede/r Arbeitnehmer müsse permanent das Pensum absitzen, das wir „Vollzeit“ nennen, um ernstgenommen zu werden.

            Bei unserem Nachbarn Dänemark bspw. tragen Frauen immerhin bereits 42 % zum Haushaltseinkommen bei (im Schnitt).

            „In Dänemark reagieren Firmengründer aus Deutschland erst mal fassungslos auf Mitarbeiter, die um halb vier in Richtung Kita verschwinden, egal, wie viel noch zu tun ist. Bis diese Vorgesetzten lernen, die Aufgaben so zu strukturieren, dass sie bis um halb vier machbar sind. Umdenken schlägt Aufregen. Denn die Dänen sehen es geradezu als Menschenrecht an, den späten Nachmittag und Abend mit ihrer Familie zu verbringen. Selbst Chefs dürfen das. In Dänemark sorgt es noch nicht einmal für Erstaunen, wenn die Chefin der IT-Abteilung einer großen Bank jeden Tag um 14.30 Uhr verschwindet, weil sie vier Kinder hat. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Chefin der IT-Abteilung. Vier Kinder. Geht um halb drei nach Hause.“

            https://www.zeit.de/2014/08/vereinbarkeit-familie-beruf-deutschland-skandinavien

            Es ist nicht so, als wüsste man nicht wo man anzusetzen hätte.

            Es wollen offensichtlich nur zu Wenige (der Einflussreichen) hierzulande.
            Und diese Unwilligen haben in übergroßer Mehrheit sicher 1 Geschlecht: Deins.

          • „Es wollen offensichtlich nur zu Wenige (der Einflussreichen) hierzulande.“

            Da magst Du wohl recht haben, nur dass wir beide sehr unterschiedliche Ansichten über die „Einflussreichen“ haben. Du meinst die bösen Kapitalisten, ich dagegen schlicht die Mütter.

            Ich komme aus einer Stadt, die zu den wohlhabenden der Republik gehören, nicht zuletzt, weil man sich im Rat nie über die Verschwendung von Steuergeldern einigen konnte, die damit im Stadtsäckel blieben.
            In den 90ern wies man mehrere ehemalige Industrieflächen als Wohngebiete aus und versorgte sie mit drei nagelneuen KiTaen, so wie es der absehbare Bevölkerungsschlüssel empfahl.
            Tatsächlich kamen die jungen Familien und die erwarteten Kinder, aber die Mütter behielten diese lieber zuhause, nutzten sie als Alibi, selbst nicht arbeiten zu müssen und schickten den Vater zum Anschaffen für alle. Als ich dort wegzog, stand die Existenz eines der drei neuen Kita auf der Kippe, weil die Kinderzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben.

            Auch statistisch belegtes Fazit: wenn Frauen jemand Anderen zum Anschaffen schicken können, tun sie es und richten ihr eigenes Leben optimal nach ihren Bedürfnissen ein.

            Zu den dänischen Verhältnissen kann ich nichts sagen, dazu fehlen mir valide Infos.
            Aber in D ist immer noch ein großzügiges, auf Frauenbedürfnisse zugeschnittenes Unterhaltsrecht ein Problem. Erst wenn die Frauen verinnerlichen, dass sie ein sehr hohes Risiko der Altersarmut eingehen, wenn sie sich in jungen Jahren von einem Partner/Ehemann aushalten lassen, wird sich was dran ändern.

          • „Als ich dort wegzog, stand die Existenz eines der drei neuen Kita auf der Kippe, weil die Kinderzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben.“

            Du, uns hier wurde _jahrelang_ angedroht, die (einzige) zweizügige Dorf-Grundschule zu schließen, weil die Anmeldezahlen hinter den Prognosen zurückblieben.

            Dann hat man sich aber entschieden (zeitgleich mit den jahrzehntelang! bereits überfälligen Renovierungsarbeiten) die Räumlichkeiten doch lieber nur aufzuteilen auf OGS, die (neue) 3. Kita im Dorf und eben die Grundschule, die nurmehr 1-zügig sein sollte.

            Probleme jetzt: tatsächlich gäbe es (so wie früher auch immer!) prinzipiell genug Anmeldungen für eine zweite Klasse, man muss also Kinder aus dem Dorf (und dem Nachbardorf) abweisen, was ich schon ziemlich arschig finde. Und falls mal ein Schüler eine Klasse wiederholt, muss der direkt die Schule wechseln, weil in der Jahrgangsstufe drunter eben kein einziger Platz mehr frei sein sollte…

            Unsere Mittlere hatte Glück: ihre Klasse wurde (ausnahmsweise) zum neuen Schuljahr doch wieder geteilt, (ein weiterer Lehrer eingestellt), und jetzt sitzen sie da in Traum-Gruppenstärken von 16/17 Kindern. Aber das lässt sich nicht jedes Jahr so wiederholen. Dafür fehlen ja jetzt (auf Dauer) die Räumlichkeiten…

            „Erst wenn die Frauen verinnerlichen, dass sie ein sehr hohes Risiko der Altersarmut eingehen, wenn sie sich in jungen Jahren von einem Partner/Ehemann aushalten lassen, wird sich was dran ändern.“

            Was Frauen denken und wollen bestimmt die Bedingungen des Arbeitsmarktes?
            Und zwar mehr als die Gedanken und Wünsche von männlichen Arbeitnehmern/Arbeitslosen D.M.n.?

      • „Wie wäre es denn, wenn die Feministen der Schöpfung mal für eine flächendeckend erschwingliche Kinderbetreuung im häuslichen Umfeld kämpfen würden, hmmm?“

        Das würde an den Verhältnissen nicht allzu viel ändern. Man würde die Eltern (Mütter!) damit nicht erreichen, die ihre Kinder – verständlicherweise – häufiger, als nur wenige Stunden abends sehen wollen.
        Zu erstreben wären Formen von Betriebskindergärten in der Nähe der Arbeitsplätze, wie es sie angeblich in der DDR gab.

  2. Hättet halt dden Antrag früher stellen müssen. Ihr wusstet doch, dass Nachwuchs im Anmarsch ist. 😉

    Erschwingliche Kinderbetreuung ändert übrigens nichts an dem nicht vorhandenen Problem, dass Frauen in Teilzeit arbeiten. Vor einigen Wochen oder gar Monaten wurde das mal bei manndat.de thematisiert. Selbst bei kostenloser Kinderbetreuung arbeiten viele Frauen weiterhin nur Teilzeit.

  3. 1. Ossis haben Kindergärten.
    2. Bei unseren Weibchen wird die den Frauen natürlich angeborene Bequemlichkeit durch geringere Einkommen und dadurch gesteigerte Notwendigkeit eines zweiten Berufs relativiert.

  4. Man kann aus den Zahlen ableiten:

    1. Es gab in der BRD und in der DDR zwei komplett verschiedene Patriarchate, welche auf Frauen jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf den Umfang ihrer Erwerbstätigkeit hatten. Zu mutmaßen ist, es liegt nicht an den Genen. 😉
    2. Die Fragen, die hier willentlich nicht gestellt werden:
    a. Wenn sich Frauen aus Ost und West in der Erwerbstätigkeit unterscheiden, liegt es eventuell an der differierenden Erwerbsneigung?
    Ein Indikator wäre:
    b. Wie sieht es eigentlich mit der Erwerbstätigkeit von Frauen in Ost und West aus, die in Partnerschaften ohne Kinder leben?

    Aus den Pressemitteilungen werden solche Fragen natürlich heraus gehalten.
    Übrigens waren diese Fakten schon gut 25 Jahre bekannt.

    • 2. Die Fragen, die hier willentlich nicht gestellt werden:
      a. Wenn sich Frauen aus Ost und West in der Erwerbstätigkeit unterscheiden, liegt es eventuell an der differierenden Erwerbsneigung?

      @ crumar

      Willst du ernsthaft behaupten, die Frauen seien zumindest teilweise dafür VERANTWORTLICH? Ab ins Gender-Boot-Camp mit dir.

      Die westdeutsche Frau und ihr kleinbürgerlich-weibliches Selbstverständnis sagt ihr, dass sie ein Anrecht auf Teil- oder besser Vollversorgung hat. Man kann von der DDR halten, was man will, aber das wurde den Frauen dort wenigstens ein bisschen ausgetrieben. Sozialisation wirkt!

      • @Pjotr

        Man kann viel Schlechtes über Ulbricht sagen, aber den Frauenbund zu dem empörten Ausspruch zu veranlassen, er wolle alle Frauen zu Traktorenmechanikern machen zeigt mir, der Mann hat „Feminismus“ einfach sehr ernst genommen. Zu ernst offensichtlich für den Frauenbund.

        „Die westdeutsche Frau und ihr kleinbürgerlich-weibliches Selbstverständnis sagt ihr, dass sie ein Anrecht auf Teil- oder besser Vollversorgung hat. Man kann von der DDR halten, was man will, aber das wurde den Frauen dort wenigstens ein bisschen ausgetrieben.“

        Was der westdeutschen Frau angeboten wurde, war als eine bewusste Systemalternative gedacht. Auf Kosten der Gesamtgesellschaft.
        Das ist so lange plausibel, wie eben Männer die Ehe anstreben und in „intrasexueller Solidarität“ z.B. Junggesellen mehr Steuern/KV/RV usw. bezahlen – unter der Voraussetzung, dass sie irgendwann einmal selber Ehemänner und Familienväter werden.

        Der westdeutsche Feminin-ismus hat diesen Sachverhalt nie reflektiert; ist ein bestimmtes Selbstverständnis erst einmal „default“ geworden, dann wurde komplett verdrängt, auf welchen Voraussetzungen es beruht.

          • Ja, das ist gegen die Überzeugung gerichtet, man könne zwischen Feminismus und Frauen unterscheiden, die einen hätten mit den anderen nichts zu tun.

            Wenn Feminismus sich als Interessenvertretung von Frauen versteht und ihre ideologischen Angebote das Ziel haben, „to make women nod“, dann gibt es eine Nachfrage nach den vorgestellten Interessen und der Ideologie.
            Pech ist nur, wenn die Ideologie nicht zum Klientel passt:
            „Ganztagsschulen führen nicht dazu, dass mehr Mütter wieder Vollzeit arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Duisburg-Essen, die jetzt veröffentlicht wurde.

            Das Ganztags-Betreuungsangebot an Grundschulen wurde vor allem nach dem sogenannten „Pisa-Schock“ im Jahr 2001 flächendeckend ausgebaut. Die Wirtschaftswissenschaftler Marie Paul von der Universität Duisburg-Essen (UDE) und Fabian Dehos vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung haben die Berufstätigkeit von Müttern untersucht und festgestellt: Statistisch gesehen sind mittlerweile zwar mehr Mütter berufstätig (durchschnittlich 25 Stunden).
            „Doch wir zeigen in unserer Studie, dass das nicht auf den Ausbau von Ganztagsgrundschulen zurückgeht“, betont Professorin Paul. Sie und ihr Kollege haben Daten des Sozioökonomischen Panels und des Mikrozensus verwertet. „Wer seine Kinder nachmittags in der Schule versorgt weiß, sucht sich nicht deswegen einen Job oder stockt seine Stunden auf. Außerdem sind viele Frauen nicht zwingend auf die Ganztagsschule angewiesen, obwohl sie arbeiten. Sie würden die Betreuung auch anders organisieren.“
            https://www.waz.de/staedte/essen/muetter-arbeiten-trotz-ganztags-nicht-vollzeit-id210355567.html

            Die ideologische Botschaft der Vereinbarkeit war doch, wenn diese gesellschaftlich organisiert wird, dann werde Frauen Vollzeit arbeiten.
            Tun sie aber nicht.

            Von daher ist unsere unlängst geführte Diskussion auf der Basis einer Studie, die Christian vorgestellt hat, wonach Frauen mit kürzerer Elternzeit bei Bewerbungen „diskriminiert“ werden, ein weiteres Blatt im feministischen Ausredenkalender: Sie würden ja gerne wollen, aber sie können nicht dürfen.

            Es geht dem feministischen spin darum, jedes weibliche Verhalten ist durch ihr Opfer-Dasein in dieser Gesellschaft erklärbar und nichts deutet darauf hin, dieses Verhalten sei in ihrem ureigensten Interesse.
            Nimmt man diese Interesse hingegen als Ausgangsbasis für die Erklärungen des Verhaltens, kommt immer wieder heraus, was Pjotr geschrieben hat:
            „Die westdeutsche Frau und ihr kleinbürgerlich-weibliches Selbstverständnis sagt ihr, dass sie ein Anrecht auf Teil- oder besser Vollversorgung hat.“ und das ganze politische Spektrum von links bis rechts gibt ihr recht.

            Auch die Rede davon, an Stelle des Ernährers sei „Vater Staat“ getreten ist letztlich ein Euphemismus. Welches Geschlecht finanziert denn diesen Staat?

        • Was der westdeutschen Frau angeboten wurde, war als eine bewusste Systemalternative gedacht. Auf Kosten der Gesamtgesellschaft.
          Das ist so lange plausibel, wie eben Männer die Ehe anstreben und in „intrasexueller Solidarität“ z.B. Junggesellen mehr Steuern/KV/RV usw. bezahlen – unter der Voraussetzung, dass sie irgendwann einmal selber Ehemänner und Familienväter werden.

          Der westdeutsche Feminin-ismus hat diesen Sachverhalt nie reflektiert; ist ein bestimmtes Selbstverständnis erst einmal „default“ geworden, dann wurde komplett verdrängt, auf welchen Voraussetzungen es beruht.

          crumar, Du alte, linke Miefsocke. Diese zwei Absätze versprechen fliegende Brathähnchen, lassen mich dann aber mitten im Zubeiß-Seitfallzieher verhungern. Voller Impact auf die vernarbte Mondoberfläche meiner derzeitigen Erkenntnisstufe.

          Will sagen: ich brauche – dringend – mehr Informationen. Welches war das Kalkül hinter der Familienpolitik des Nachkriegs-Westens? Jede Quelle ist willkommen, persönliche Ausführungen nehme ich mit Handkuss!

          „Bewusste Systemalternative“? Ich schalte nicht. Hilfe !!!

  5. In Ostdeutschland sind Ganztagskindergärten immer noch normal und die meisten haben keine Hemmungen ihre Kinder da hinzuschicken, weil sie selbst ja auch da waren. Außerdem drücken manche wohl auch finanzielle Zwänge (wobei ich das nicht überbewerten würde).

    Kein Vorbild, ich halte Ganztagskindergärten für einen Fehler. Wer Kinder so lästig findet, dass er sie abschieben muss, sollte sich keine anschaffen.

  6. Im Osten zählt einerseits der Faktor „Kindergarten verfügbar“ zu den Unterschieden, als auch dass es Frauen über Jahrzehnte zur Selbstverständlichkeit angewöhnt wurde, vollzeit arbeiten zu gehen neben den Kindern. Nur weil eine Frau ein Kind bekommt, ist ihr eigenes Leben nicht zu Ende, und sie ist nur noch an die Mutterrolle gebunden bis das Kind erwachsen ist.
    Nebenbei bemerkt, gehaltsmäßig kann es auch sein, dass es gebraucht wird.
    Diese Sitte mit „sobald eine Frau ein Kind bekommt macht sie nur noch teilzeit“, das ist klar ein Modell aus West Germany.
    Wollen nämlich gern westdeutsche Geschäftsführer, wenn sie bei irgendeiner Firma im Osten eingesetzt werden, dort etablieren. „Etablieren“ bedeutet im Umkehrschluss „so läuft der Hase dort in West Germany, im Osten eben nicht“.

    Die niedriger ausfallende Quote bei den Männern könnte sich zum einen dadurch erklären, weil es kaum Teilzeitangebote für Männer gibt (wird man glatt dumm angestarrt, wenn man das verlangt) – das Einzige, was es mit weniger Stunden gibt, sind die 400/450-Euro-Jobs und die zählen nicht als Teilzeit, die sind „geringfügige Beschäftigung“ (und was weiß man wie viele Männer auch diese machen) -, zum anderen werden überdurchschnittlich häufig die Gehälter der Männer das höhere von beidem sein und daher geht dieser eher vollzeit arbeiten, auch wenn es Nachwuchs im Hause gibt. Einfach eine simple Frage von „Strategie“ bei den Finanzen.
    Ein Faktor, über den diese Erhebung nun nichts aussagt, ist, wenn Teilzeit nicht möglich ist, sondern glatt die Arbeitslosigkeit folgt. Wegen dem Kind oder durch noch ganz andere Umstände.
    Wer nicht weiterbeschäftigt wird, fällt nicht in diese Statistik hinein.

    • „Nur weil eine Frau ein Kind bekommt, ist ihr eigenes Leben nicht zu Ende“

      Fremdbestimmte Arbeit, als mehr „eigenes Leben“ zu sehen, als die Versorgung der eigenen Kinder, ist bereits wieder eine seltsame ideologische Perspektive.

      „und sie ist nur noch an die Mutterrolle gebunden bis das Kind erwachsen ist.“

      Ich kann verstehen, wenn jemand nicht 24/7 zu Hause hocken will, könnte ich auch nicht. Gott sei Dank ist das aber eben keine Dichotomie und es gibt zwischen den zwei Extremen eine Menge Abstufungen, u.a. eben Teilzeit und Teilzeitkindergarten (den ich prinzipiell heutzutage für sehr sinnvoll erachte).

      • Komm einem nicht so.
        Als wenn man doof wäre, und die vor christlicher Arbeitsethik strotzende Arbeitsmoral des deutschen Realsozialismus nicht auch irgendwann mitkriegen würde.
        Kriege ich auch immer mein Problem mit, wenn das irgendwer verherrlicht.

        Die westdeutsche Variante dazu ist aber das andere Extrem – sobald eine Frau ein Kind geboren hat, ist sie per Einreden durch soziale Kultur und Umgebung die nächsten 20 Jahre diesem Kind gegenüber verpflichtet und soll am besten alles hinten anstellen.
        Zu einem Teil stimmt das – man kann z. B. in solcher Zeit dann nicht einfach Extremsportler machen, oder munter Karriere herumplanen während das Kind von einer Aufbewahrungsanstalt (namens „Oma“ z. B.) zur anderen geschoben wird und irgendwann wundert man sich dann, dass man einen Teenager hat, der zu wem anderes „Mama“ sagt, oder enorm mit Selbstwertproblemen hat, der intellektuell unterentwickelt ist und sich mit den falschen Freunden herumtreibt -, zum anderen aber auch wieder nicht.
        Glucke spielen ist in den Effekten nicht unähnlich wie misshandeln – einerseits für das Kind, und man braucht im Gegenzug nicht erwarten, dass die Mutter die reinsten Freudestrahlen versprüht, wenn es für sie faktisch ist wie „dieses Kind hat mir meinen ganzen Lebensweg sabotiert – und jetzt bin ich zu alt, um meinem vorherigen Traum noch nachzujagen“. Exemplare, die sich darauf eingerichtet haben, haben u. a. sehr, sehr schwere Probleme damit, das Kind, wenn es erwachsen ist, gehen zu lassen, weil sich die letzten zwei Jahrzehnte nur um diesen einen Lebenszweck gedreht haben. Was ist eine Mutter, die gefälligst zuerst Mutter sein sollte, wenn das Objekt nicht mehr da ist, um welches sie sich kümmern sollte? Sie ist so ziemlich nutzlos, ohne Wert. Darf also nicht passieren.
        Und im mittleren Alter sucht sich der Mensch äußerst ungern neue Dreh- und Angelpunkte im Leben – menschliches Gehirn ist nun mal träge…

        • Daß die Entscheidung 24/7 ein Kind am Arsch zu haben i.d.R. eine freiwillige ist, die im Wissen um die üblichen Folgen bewußt getroffen wurde und für BEIDE Eltern gilt, ist den meisten Mitlesern hier aber wahrscheinlich schon bekannt ….

          • Entscheidung freiwillig hin oder her – es sollte auch aus ein bisschen Soziologie bekannt sein wie Gemeinschaftsverhalten auf das Individualverhalten wirkt.
            5 von 100 Personen entschließen sich, gegen den Mainstream zu schwimmen und ihr Wertesystem nicht für sich anzunehmen, sondern es anders zu besetzen. Die anderen 95 von den 100 nehmen den Wertekanon so wie er ist erst mal an, wiederum wird für den Großteil von ihnen nie ein Anlass bestehen, diesen zu hinterfragen oder umzudeuten, weil er an der Realität vorbeiarbeitet.
            Das gilt für alle Seiten in womit auch immer man sich an Thema beschäftigt.

            Und wenn da auf der einen Seite, direkt oder subtil angelegt, der Wertekanon steht „oh, eine Frau geht irgendwann wieder arbieten, wenn sie für sich den Zeitpunkt „das Kind ist jetzt groß genug“ erreicht sieht, anstatt dem Kind weiterhin seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen bis es groß ist – ist das aber eine Rabenmutter!“, dann werden sich 95 von den 100 am wahrscheinlichsten eher dafür entscheiden, das zu unterlassen, weil sie nicht von ihrer Umgebung und von ihnen nahestehenden Personen als „Rabenmutter“ gesehen werden wollen. Negative Titel implizieren den drohenden oder gar schon stattfindenden Ausschluss aus einer Gruppe, zu der man davor zugehört hat.
            Da Menschen aber von Natur aus sehr soziale Kreaturen sind, wenn nicht irgendwas ihnen das verdirbt, ist ihnen das alles andere als egal und sie beugen sich doch lieber diesem Wertesystem, selbst wenn sie unter vorgehaltener Hand sogar murren und damit nicht in allen Einzelheiten einverstanden sind.

            Das gilt genauso für die andere Seite, bei der in manchen die Wertedefinition eingehämmert ist „eine gute Frau und Mutter ruht sich nicht lang auf ihrer Geburt und dem Baby aus, sie geht gefälligst schnell wieder arbeiten (wollte schon fast „anschaffen“ schreiben, aber ist das ein Freudscher Versprecher?), sonst ist die eine Rabenmutter!“ (und ein Faulpelz). Selbst wenn man das Geld nicht nötig hätte.

      • Nein, ich bin z. B. oft unglücklich, wenn meine Auffassungsgabe nicht so funktioniert, wir ich das möchte.

        Für die meisten Menschen stimmt die Aussage allerdings. Kann man hervorragend auf Twitter beobachten.

      • Gab es da nicht mal irgendwo eine Studie, wonach sich etwa 80% (?) als überdurchschnittlich intelligent einstufen? Wie sich das mit einer Normalverteilung in Einklang bringen lässt, darüber habe ich lange nachgedacht.
        🙂

      • Das ist grundsätzlich subjektiv. Bei Geld, Arbeit und Zeit lassen sich allerdings Richtwerte finden.

        Eine Regelarbeitszeit von 40 Stunden die Woche ist es zumindest nicht.

        Natürlich ist es für den Staat nötig, dass das arbeitende Volk derartig eingespannt ist.

        Danach gibt es noch das nötige Opium und es glaubt alles, was man ihm erzählt.

  7. Im Osten ist ‚Kindergarten verfügbar‘ eingeübt worden und wirkt nach. Ich denke die Sichtweise dieser Formulierung ist falsch. Der Ganztageskindergarten ermöglichte den frühen und eben ganztägigen Zugriff des (SED-) Staates auf die Kinder. So wie das heute ebenfalls angepeilt ist. Allein dass die Kinder bis zum zehnten Lebensjahr durch dieses System nahezu ausschließlich feministisch-weiblichem Personal ausgesetzt sind, ist ein böswilliger Durchgriff auf die männlichen Insassen, zwingt sie in die Stuhlkreisisierung unserer Welt und versucht ihnen Lesen und Schreiben beizubringen, indem erst einmal alles falsch geschrieben wird. Ganz zu schweigen von Frau Tuiders lustigen Experimentierkästen.

  8. Teilzeit gut und schön -wie sieht es mit der Vollzeit aus (bzw. in der Lage den Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften, so wie es sich für vollwertige Menschen gehört)?

    (Ich klick solche Links nicht an, daher kann das erwähnt sein)

  9. „Wäre interessant zu erfahren, was die Unterschiede sind. Haben Alleinerziehende Männer eher ältere Kinder? Oder einen Partner im Hintergrund, der ihnen Arbeit abnimmt?“

    Soviel wie ich weiß sind Väter mit alleinigem Sorgerecht seltener noch als z.B. entsprechend befugte Großeltern(teile).

    Die Kinder, die sie betreuen, sind fast immer bereits schulpflichtige Einzelkinder.
    Und obendrauf kommt m.E.n. noch, dass es für Männer weniger scham-behaftet ist Haushalts- und Betreuungsaufgaben outzusourcen – sowohl bezahlt wie auch unbezahlt.

    Vielleicht ist das auch das Geheimnis der Ossi-Mamas?
    (Obwohl ich glaub ich auch mal irgendwo las, der Ossi-Mann übernähme im Schnitt mehr Haushaltsarbeit als der Wessi)

  10. Alleinerziehende Männer müssen arbeiten, denn wer sonst finanziert ihnen ihr Leben und das der Kinder?

    Alleinerziehende Frauen haben es offensichtlich(!) nicht so nötig zu arbeiten, Geld kommt wohl von woanders, zum Beispiel vom Ex.

    • Als „alleinerziehend“ gezählte Väter können im Schnitt auf deutlich mehr Unterstützung seitens der Kindsmutter bei der alltäglichen Sorgearbeit zählen als im umgekehrten Fall.

      Alleinerziehende Mütter haben es offensichtlich nötiger Vollzeit zu arbeiten als mit dem Kindsvater Zusammenlebende. Warum? Weil das System das klassische Modell begünstigt.
      Und jetzt darfst Du raten warum…

        • Von ihrer eigenen oder der Mutter der Verstorbenen?
          Wo es geht wahrscheinlich schon, und zwar von beiden gleichermaßen.
          Würd ich jedenfalls annehmen.

      • Als „alleinerziehend“ gezählte Väter können im Schnitt auf deutlich mehr Unterstützung seitens der Kindsmutter bei der alltäglichen Sorgearbeit zählen als im umgekehrten Fall.

        citation needed.

        Alleinerziehende Mütter haben es offensichtlich nötiger Vollzeit zu arbeiten als mit dem Kindsvater Zusammenlebende. Warum? Weil das System das klassische Modell begünstigt.
        Und jetzt darfst Du raten warum…

        Mumpitz. beim Zusammenleben mehrerer Menschen in einem sozialen Verband (Familie) entstehen synergieeffekte. eine (größere) Wohnung ist billiger als 2 kleine. selbiges gilt für Waschmaschinen, kanalgebühren oder Rundfunkbeitrag.
        Wird der soziale Verband in mehrere Untergruppen fragmentiert, verliert man diese Vorteile.

        Das hier irgendjemand das „klassische Modell“ begünstigt entspringt deiner Fantasie.

        • „Als „alleinerziehend“ gezählte Väter können im Schnitt auf deutlich mehr Unterstützung seitens der Kindsmutter bei der alltäglichen Sorgearbeit zählen als im umgekehrten Fall.

          citation needed.“

        • Siehe die Steuerklassenfrage z.B.

          In meiner Position nervt es dagegen u.a. aufpassen zu müssen monatlich nicht mehr als 450 Euro einzunehmen. Sonst fliegst du nämlich nicht nur aus der Familienversicherung raus, sondern büßt auch noch Elterngeld ein. Und wer will das schon?

          Meine konstante, in mehr als Vollzeitumfang allein-erbrachte Care-Arbeit 7 Tage die Woche wird dieses erste Jahr über ohnehin ja schon wieder monatlich erheblichst geringer entlohnt als die eines Wickelvolontariats-Ableistenden, männlichen Spitzenverdieners, der i.d.R. noch nahezu rund um die Uhr die Kindsmutter greifbar hat, also höchstens „mithilft“.
          Und das soll einen nicht aufregen!?

          • Siehe die Steuerklassenfrage z.B.

            In meiner Position nervt es dagegen u.a. aufpassen zu müssen monatlich nicht mehr als 450 Euro einzunehmen. Sonst fliegst du nämlich nicht nur aus der Familienversicherung raus, sondern büßt auch noch Elterngeld ein. Und wer will das schon?

            Ich verstehe nicht, was du damit sagen möchtest.
            Inwiefern hat das mit den zur Debatte stehenden Fragen zu tun? Diese sind:
            1) Alleinerziehende Väter erhalten angeblich mehr Unterstützung durch die Mutter als umgekehrt.
            2) Es gibt angeblich ein System, welches das „klassische Modell“ begünstigt. Das ist der Grund, warum alleinerziehenden Mütter öfter Vollzeit arbeiten als mit dem Kindsvater zusammenlebende.

            Meine konstante, in mehr als Vollzeitumfang allein-erbrachte Care-Arbeit 7 Tage die Woche wird dieses erste Jahr über ohnehin ja schon wieder monatlich erheblichst geringer entlohnt als die eines Wickelvolontariats-Ableistenden, männlichen Spitzenverdieners, der i.d.R. noch nahezu rund um die Uhr die Kindsmutter greifbar hat, also höchstens „mithilft“.
            Und das soll einen nicht aufregen!?

            Das soll wohl mit 1) zu tun haben. Leider wieder citation needed. Deine Geringschätzung von Vätern die sich zuhause um Kinder kümmern als „Wickelvolontäre“ die „höchstens ein bisschen mithelfen“ kannst du in Zukunft bitte unterlassen.

            Zu 2) hast du, soweit ich das erkennen kann, gar nichts gesagt.
            Hier nochmal meine Einschätzung bez. deiner Verschwörungstheorie:

            Mumpitz. beim Zusammenleben mehrerer Menschen in einem sozialen Verband (Familie) entstehen synergieeffekte. eine (größere) Wohnung ist billiger als 2 kleine. selbiges gilt für Waschmaschinen, kanalgebühren oder Rundfunkbeitrag.
            Wird der soziale Verband in mehrere Untergruppen fragmentiert, verliert man diese Vorteile.

            Das hier irgendjemand das „klassische Modell“ begünstigt entspringt deiner Fantasie.

          • Wieso wirst du geringer „entlohnt“? Dir ist schon klar, dass dir z.B. bei einer Trennung 50% sämtlicher Vermögenswerte, Rentenansprüche etc. zustehen. De facto sind es sogar meist deutlich über 50%, denn in der Realität kriegt selbst die voll berufstätige Frau mit erwachsenen Kindern noch ein paar Jahre Unterhalt, wenn sie lange genug verheiratet war. Und da gibt es noch „nette“ Features wir z.B. den sogenannten ehebedingten Nachteilsausgleich.
            Meine Frau jedenfalls hat jetzt 26 Jahre einen deutlich höheren Lebensstandard genossen, als sie mit ihrem Beruf auch ohne Kinder und in Vollzeit jemals hätte erreichen können. Dazu noch eine deutliche Verbesserung ihrer beruflichen Qualifikation durch ein von mir getragenes Studium. Und für ihre Bemühungen darf sie sich jetzt noch auf eine sechsstellige Abfindung und ca. 1.700 EUR Rentenanspruch freuen. Und Unterhalt natürlich, obwohl die Kinder unbedingt bei mir wohnen wollen. Das Leben im Patriarchat ist wirklich hart und daher verschone uns bitte mit dem feministischen Mythos von der „unbezahlten“ Care – Arbeit..

            In einem Punkt hast du allerdings recht: Der Unterhaltspflichtige wird steuerlich deutlich schlechter gestellt, obwohl die Kosten deutlich steigen.

          • Inkubator:
            „Meine konstante, in mehr als Vollzeitumfang allein-erbrachte Care-Arbeit 7 Tage die Woche “

            Danke für das Outing! 7 Tage die Woche nix als ungestörte Freizeit, noch dazu 100%ig selbstgestaltete, plus Überstunden ( wie auch immer die an 24/7 noch dranzuhängen sind ).
            Zeige mir einen normalen Menschen, der das hat.
            Und ausgerechnet Du meinst hier, unter eher durchschnittlicheren Menschen, die großteils Erwerbsarbeit für Dich leisten, herummeckern zu müssen?
            Ja, worüber denn?
            Daß Du nicht zweimal die Woche den Lottojackpot knackst, ohne überhaupt zu spielen?

          • „Es gibt angeblich ein System, welches das „klassische Modell“ begünstigt.“

            Ja, das Steuer(klassen)system u.a.!

            „Deine Geringschätzung von Vätern die sich zuhause um Kinder kümmern als „Wickelvolontäre“ die „höchstens ein bisschen mithelfen“ kannst du in Zukunft bitte unterlassen“

            Lass mich Dir doch kurz erklären: Unser 1. Kind kam vor der Einführung der „Vätermonate“ -, beim 2. aber hat er die zwei Monate Berufspause genommen. Und klar war dieser Extra-Urlaub irgendwo schon „nett“: für ihn, für uns – nur nicht für den Geldbeutel… (er empfand das jedenfalls als monetären Tiefschlag).

            Wirklich wichtig war sein Sabbatical (zu dem Zeitpunkt jedenfalls) nicht (während des Mutterschutzes hätte es sicher mehr Entlastung gebracht). Nicht für die innerfamiliäre Aufgabenverteilung, nicht für die Bindung.

            Und weil ich weiß, dass wir kein Einzelfall sind in dem Sinne, dass i.d.R. – auch bei Vätern, die Elterngeld beantragen – die Kindsmütter länger als 12 Monate postnatal „aussetzen“, lässt sich schließen, dass hier auch allgemein Spaß (und nicht Notwendiges!) vom Staate subventioniert wird.

            Das könnte man ja im Prinzip schon noch ok finden.
            Wenn man denn nicht wüsste, dass für die Finanzierung dessen am anderen Ende der Nahrungskette ganze 50 % Transferleistung (nämlich die fürs 2. Jahr) GESTRICHEN wurde!

            „Wieso wirst du geringer „entlohnt“?“

            Weil das aktuelle System für die volle monatliche Förderungssumme einer Familiengründung zur Bedingung stellt, im Jahr vor der Geburt durchschnittlich ein monatliches Brutto von rund 5000 Euro erwirtschaftet zu haben.

            Und goddamn: wir sprechen hier über eine Leistung, die für weit mehr als 90 % der Mütter LEBENSNOTWENDIG ist – die aber ca. 75 % der Väter nichteinmal beantragen!

            Wann im Leben erreicht man normalerweise (also wenn denn überhaupt) denn diese Einkommensklasse? Vor 30? Ich bitte Dich!

            Also: es ist vom System gewollt, dass
            – gutverdienende Väter einen hübschen, 2monatigen Familienurlaub einlegen
            – auf den Schultern geringverdienender Väter eine höhere Last liegt als noch Anfang des Jahrtausends
            – Mütter (i.A.) NIEMALS maximal von der Regelung profitieren können! Und zwar erst recht nicht bei mehr einschlägiger Vor-Erfahrung, wenns also nicht beim Einzelkind bleibt. Und dafür sollen sie sich aber bitte noch die Schuld geben. Wer unter oder um Durchschnittslohn verdient, sollte sich halt einfach noch nicht fortpflanzen… darf jedenfalls nicht mit gleichviel Unterstützung rechnen wie die Privilegierten!

          • @Semi:

            Und weil ich weiß, dass wir kein Einzelfall sind in dem Sinne, dass i.d.R. – auch bei Vätern, die Elterngeld beantragen – die Kindsmütter länger als 12 Monate postnatal „aussetzen“, lässt sich schließen, dass hier auch allgemein Spaß (und nicht Notwendiges!) vom Staate subventioniert wird.

            Ich machs kurz: Nein.

            Und goddamn: wir sprechen hier über eine Leistung, die für weit mehr als 90 % der Mütter LEBENSNOTWENDIG ist – die aber ca. 75 % der Väter nichteinmal beantragen!

            Ich weiß nicht was für ein Frauen/Mutterbild du hast, aber wenn du meinst dass eine Frau/Mutter es nicht selber hinbekommt einen LEBENSNOTWENDIGEN Antrag zu stellen sondern dass sie dafür auf ihren Partner angewiesen sind, dann solltest du dein Frauen/Mutterbild dringend überdenken.
            21. Jahrhundert an Semi: Frauen können heutzutage selber Anträge stellen!

            Also: es ist vom System gewollt […]

            Ich weiß wirklich nicht was man darauf antworten soll. Es scheint du bist nicht imstande über einfache einstufige, statische, lineare Systeme hinauszudenken. In der wirklichen Welt gibt es neben den offensichtlichen first order consequences auch second, third, n-th order consequences, das ganze spielt sich in hochgradig dynamischen Umgebungen ab und linear ist in der Wirklichkeit nur sehr wenig.
            Diese weiteren Effekte, die du nicht auf dem Schirm hast, können viel von dem was du hier halluzinierst recht gut erklären. Das bedeutet nicht dass alles eitel Wonne ist, ich bin ebenfalls der Meinung dass es in einigen familienpolitischen Punkten erheblichen Verbesserungsbedarf gibt. Aber deine „Zusammenfassung“ bringt wirklich gar nichts weiter, weil sie sich auf dem Niveau „Ich will aber einen größeren Lolly!“ *fußstampf* abspielt.

          • „Ich weiß nicht was für ein Frauen/Mutterbild du hast, aber wenn du meinst dass eine Frau/Mutter es nicht selber hinbekommt einen LEBENSNOTWENDIGEN Antrag zu stellen sondern dass sie dafür auf ihren Partner angewiesen sind, dann solltest du dein Frauen/Mutterbild dringend überdenken.
            21. Jahrhundert an Semi: Frauen können heutzutage selber Anträge stellen!“

            Du hast ja nicht mehr alle Latten aufm Zaun…

          • „Ich will aber einen größeren Lolly!“

            Ich will (annähernde) Leistungsgerechtigkeit!

            Und das würde bedeuten (im Schnitt):
            (i.A.) Mütter (die ihre Berufstätigkeit klassischerweise für die Kindssorge für min. 18 Monate unterbrechen) erhalten deutlich mehr Elterngeld als die 2-Monats-Elterngeld-Fraktion.

            Die (maximalen) 12 Monate Elterngeld-Mindestsatz (das entsprach vor der „progressiven Systemänderung“ dem Höchstsatz, und das auch nur für Geringverdienende – dafür aber eben über 24 Monate ausgezahlt) macht ja 3600 Euro ausgezahlte Gesamtleistung.

            Die 2 Vätermonate für die Einkommensklasse „(ab) rund 3,5k reguläres Netto im Monat“ kosten uns in Summe nun aber exakt genausoviel. Für 1/6 der geleisteten Zeit. Und obwohl NICHTS darauf hindeutet, dass sie im Regelfall währenddessen auch für die Kindssorge (in Vollzeitumfang oder mehr) alleinzuständig sind.

            Aber selbst wenn die tagsüber ganz allein fürs Kind dawären (dass es Ausnahmen gibt will ich nicht abstreiten, nur ob in diesem speziellen Segment auch?), sind sie doch offensichtlich KRASS überbezahlt im Vergleich zu dem was der langfristiger häuslich-präsente Elternteil erhält.

            Aber in Wahrheit schwebt mir ja vor, die Leistungen Schwangerschaft und Geburt zu entlohnen.
            Mütter wie ich, die gern (wie es sich ergibt) postnatal selbstständige Arbeiten erbringen wollen, sollten nämlich nicht bestraft werden können für (größeren) wirtschaftlichen Erfolg.

            Um Väter mehr an der Familienarbeit teilhaben zu lassen, muss man sich imho vielmehr an temporäre Arbeitsverbote ranwagen (individuell finanziell abgefangen durch die bei der Kindsmutter lokalisierte Gebärprämie).

            Eine ganz prima Gelegenheit, die männliche Gleichberechtigung zu befördern tut sich da auf!

          • „Um Väter mehr an der Familienarbeit teilhaben zu lassen, muss man sich imho vielmehr an temporäre Arbeitsverbote ranwagen (individuell finanziell abgefangen durch die bei der Kindsmutter lokalisierte Gebärprämie)“

            Wäre allerdings verfassungswidrig. der Staat darf sich nach der allgemeinen Handlungsfreiheit gemäß Art. 2 GG nicht auf diese Weise in das Leben einmischen.

          • Zum Glück haben wir ja auch noch Art. 3(2), Art. 6(2)+(4)

            Plus ich sehe ja (wie Dir bekannt ist) auch noch einen Ausnahmefall vor: wenn nämlich die Kindsmutter schriftlich erklärt auf ihre postnatale Genesungsbeihilfe in Form eines präsenten, anderen Elternteils verzichten zu wollen, „muss“ er auch nicht in seinem abhängigen Beschäftigungsverhältnis pausieren.

            (Andere Maskus würden beklagen: dann darf er nicht)

          • Semi: ach herrje, das wird ja immer absurder. In diese gedankenwelten mag ich dir nicht mehr folgen. Ich verabschiede mich also aus der Diskussion mit einem freundlichen „Du hast ja nicht mehr alle Latten aufm Zaun…“ 😊

          • Das mit den lebensnotwendigen Leistungen habe ich übrigens anscheinend falsch verstanden. Du meintest wohl „die Frauen sind so arm, für die ist diese Leistung absolut essenziell wichtig, aber den Männern geht’s so gut dass sie es nichtmal nötig finden den Antrag zu stellen“ – richtig so?
            Auf so eine abstruse gegenüberstellung muss man erstmal kommen, Respekt. Für mich klang es so, als würdest du beklagen dass die Leistung für die Frauen so wichtig wäre, aber deren Ehemänner/Partner würden den Antrag für sie nicht stellen (wie es sich für ordentliche patriarchale Unterdrücker gehört!). Deshalb mein Hinweis, dass Frauen das ja durchaus selber können.
            Man weiß ja mittlerweile nicht mehr so genau wo die Grenze zwischen feminin-ismus und Satire bzw. Wahnsinn verläuft…

          • „Du meintest wohl „die Frauen sind so arm, für die ist diese Leistung absolut essenziell wichtig, aber den Männern geht’s so gut dass sie es nichtmal nötig finden den Antrag zu stellen“ – richtig so?“

            Nunja, nicht ganz.

            Mütter haben im Regelfall überhaupt kein eigenes Einkommen während des ersten Lebensjahres des Kindes (werden „oben“ aber auch sanft begrenzt auf Minijob-Niveau). Deshalb ist Elterngeld für sie keine „Kann“, sondern eine „Muss“-Leistung (Ja, sogar für Hartz IV-Empfängerinnen. Die kriegen zwar keinen Cent extra, aber für die Verwaltung ist es ja wichtig, dass die Sache richtig verbucht wird^^)

            So kein Betreuungsplatz gefunden wird (was plangemäß 2/3 der Mütter mit Kindern unter 3 treffen muss) sind sie sogar zwei bis drei Jahre (pro Kind) Einkommens-los.

            Ja, klar: der Gesetzgeber zahlt für uns (nur Nicht-Hartzis?) Rentenbeiträge als verdienten wir 2400 (? muss nochmal draufgucken…) Euro Brutto. Fehlt halt nur das entsprechende Netto-Gehalt…

            Männern geht es insofern „so gut“, als dass sie bislang Nichts dazu zwingt (weder ihre Biologie noch unsere Gesellschaft) auch nur einen Tag Sonderurlaub nehmen zu _müssen_ anlässlich einer neu-entstandenen Vaterschaft. Für sie stellt sich die Situation so dar, dass sie eine Auszeit nehmen _können_ – so sie es sich finanziell (meinen) erlauben (zu) können (3/4 der Väter/Familien können es sich wie gesagt nicht leisten, oder sie wollens nicht. whatever).

            Nochmal der Vergleich mit den Schwangeren/Neu-Mamis: das vorgeburtliche Arbeitsverbot lässt sich (bei Selbstständigen) auf Wunsch noch ziemlich gut umgehen. Aber die anderthalb Monate im Wochenbett anschließend gelten immer, davon dürfte sich m.W.n. eigentlich keine Mutter befreien (können).

            Weil es nämlich wichtig ist, dass die Frau nach so einer Ausnahme-Leistung auch wieder zu Kräften kommt. Und wer könnte das (im Normalfall) besser gewährleisten als ein (von der Erwerbsarbeit freigestellter) Partner?

            Ich bin also zusammengefasst nicht gegen eine Familienschutzzeit, die auch die Väter umfasst. Dann aber bitte auf eine Art, die für die Mehrheit gemacht ist. Und nicht für die Minderheit der i.d.R. älteren Besserverdiener. Und schon gar nicht _einzig_ auf Kosten Einkommensschwacher Mütter (und direkt-indirekt auch ihrer Partner).

            So schwer kann das doch nicht zu verstehen sein?

      • „Als „alleinerziehend“ gezählte Väter können im Schnitt auf deutlich mehr Unterstützung seitens der Kindsmutter bei der alltäglichen Sorgearbeit zählen als im umgekehrten Fall.“

        Wovon halluzinierst Du eigentlich nachts, @Inkubator?
        Oder verlässt Du Dich einfach darauf, daß Deine Femikumpels schon jede sachliche, oder gar empirische Befassung mit derartigen Krampfparolen sicher zu verhindern wissen, weil das Ergebnis leicht voraussehbar ist?

  11. Nun, die Quelle, nach der ihr verlangt, hab ich noch nicht wieder auftun können, dafür aber das hier gefunden:

    „Der Väteranteil an den Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 Jahre im Haushalt liegt
    seit 1997 relativ stabil zwischen 10 % und 13 %. Im Jahr 2017 betrug er 12 %. …

    Aus anderen sozialwissenschaftlichen Untersuchungen ist bekannt, dass alleinerziehende Väter diese Lebenssituation häufiger und schneller wieder verlassen als alleinerziehende Mütter (vgl. Peuckert 2012, S. 353). …

    Alleinerziehende haben nicht nur insgesamt häufiger ältere Kinder als Paare mit Kindern, sondern alleinerziehende Väter leben vergleichsweise häufiger mit älteren Kindern zusammen als alleinerziehende Mütter. …

    Mit 54 % teilte sich über die Hälfte der alleinerziehenden Väter den Haushalt ausschließlich mit volljährigen Kindern (gegenüber 38 % der alleinerziehenden Mütter). …

    Betrachtet man im Folgenden wiederum ausschließlich Familien mit mindestens einem
    minderjährigen Kind, dann war 2017 in jeder dritten Familie von alleinerziehenden
    Vätern (32 %) das jüngste Kind bereits zwischen 15 und 17 Jahre alt. Bei alleinerzie-
    henden Müttern traf dies nur auf jede Fünfte (20 %) zu. Am geringsten war der Anteil
    bei den Paaren mit Kindern (13 %). Umgekehrt lebten nur 14 % der alleinerziehenden
    Väter mit einem Vorschulkind zusammen. Bei den alleinerziehenden Müttern kam dies
    mit 30 % mehr als doppelt so häufig vor. Diese Ergebnisse bleiben für das Bundesgebiet
    auch im langfristigen 20-Jahres-Vergleich weitgehend stabil. …

    In drei Viertel der Familien von alleinerziehenden Vätern in den neuen Ländern (75 %) gab es im Jahr 2017 nur ein Kind (62 % in Westdeutschland). Die Kinderzahl in den Familien von alleinerziehenden
    Müttern in Ost und West lag 2017 hingegen näher beieinander (Alleinerziehende Mütter mit einem Kind in West 54 % und in Ost 60 %). …

    Die größte Gruppe der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern waren im Jahr
    2017 ledige Mütter oder Väter (41 %). 38 % waren geschieden, weitere 16 % waren
    zwar noch verheiratet, lebten jedoch schon getrennt vom Ehepartner beziehungsweise
    von der Ehepartnerin. Verwitwet war nur ein sehr kleiner Teil (5 %). …

    Der Anteil lediger alleinerziehende Väter war im Jahr 2017 mit 26 % erheblich
    niedriger als der Anteil lediger alleinerziehender Mütter (43 %). Entsprechend häufiger
    kommen alleinerziehende Väter aus einer zuvor bestehenden Ehe, die durch Verwitwung,
    Trennung oder Scheidung aufgelöst wurde. …

    Der Anteil der alleinerziehenden Mütter mit Kindern
    im Alter bis unter 3 Jahre, die einer Erwerbstätigkeit nachgingen, lag 2017 bei 27 %.
    Hingegen betrug der entsprechende Anteil der alleinerziehenden Väter 69 % …

    Der Bildungsstand dürfte eine Rolle spielen, da er die Erwerbsbeteiligung beeinflusst und alleinerziehende Mütter im Schnitt einen deutlich niedrigeren Bildungsstand haben als alleinerziehende Väter. Neben unterschiedlichen Rollenvorstellungen könnte man als weitere Erklärung gleichzeitig
    vermuten, dass alleinerziehende Väter eher die Unterstützung Dritter bei der Kinderbetreuung
    erhalten. So können sie möglicherweise eher auf die Hilfe von Verwandten, Freunden oder des anderen Elternteils zurückgreifen. Da bedingt durch die höhere Erwerbsbeteiligung, zumeist in Vollzeit, ihr Erwerbseinkommen im Durchschnitt höher sein dürfte als das Einkommen alleinerziehender Mütter, fällt es ihnen gegebenenfalls auch leichter, eine professionelle Betreuung zu organisieren. …

    War das jüngste Kind im Haushalt 3 bis unter 6 Jahre alt, gingen im Jahr 2017 bereits 66 % der alleinerziehenden Mütter und 75 % der Väter einer Arbeit nach. War es zwischen 6 und unter 10 Jahre alt, lagen die Quote der alleinerziehenden Mütter mit 76 % und die Quote der alleinerziehenden Väter mit 79 % nahezu gleichauf. Bei älteren Kindern im Alter von 15 bis unter 18 Jahre erreichten beide Gruppen Anteile über 80 %. Die Quoten für die alleinerziehenden Väter mit Kindern bis 6 Jahre basieren auf relativ
    kleinen Fallzahlen. Die Werte sind also unter Berücksichtigung einer etwas größeren stichprobenbedingten Zufallsschwankung zu interpretieren …

    2017 realisierten lediglich 43 % der alleinerziehenden Mütter mit niedrigem Bildungsstand
    ihre Erwertstätigkeit (ohne Personen in Mutterschutz oder Elternzeit), darunter
    nur 14 % in Vollzeit. Dies entspricht einer Vollzeitquote der niedrigqualifizierten
    alleinerziehenden Mütter von etwa einem Drittel. Unter den alleinerziehenden Müttern
    mit hohem Bildungsstand waren hingegen 85 % erwerbstätig, darunter waren 42 %
    in Vollzeit beschäftigt. Dies entspricht einer Vollzeitquote von 50 % der hochqualifizierten
    alleinerziehenden Mütter. …

    https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2018/Alleinerziehende/Pressebroschuere_alleinerziehende.pdf?__blob=publicationFile

    Ich such aber mit einem Auge zumindest noch weiter.

    • Semi, wenn du unbelegte Behauptungen in den Raum stellst („Alleinerziehende Väter erhalten angeblich mehr Unterstützung durch die Mutter als umgekehrt.“), daraufhin nach Quellen gefragt wirst, diese aber nicht beibringen kannst, dann nützt es nichts wenn du stattdessen Kilometerweise andere Studien zitierst, die mit der ursprünglichen Behauptung nichts zu tun haben.
      Das sieht nämlich sonst schnell nach einem derailing aus.

    • „Neben unterschiedlichen Rollenvorstellungen könnte man als weitere Erklärung gleichzeitig
      vermuten, dass alleinerziehende Väter eher die Unterstützung Dritter bei der Kinderbetreuung
      erhalten.“

      Bullshit! @Inkubator, Du hast nicht ein einziges Datum angeführt, daß Deine Halluzination auch nur ansatzweise unterfüttern könnte.

      Allerdings gibst Du an, warum auch immer, daß alleinerziehende Väter im Schnitt erfolgreicher dabei sind, diesen Elendszustand wieder hinter sich zu lassen, was den Rückschluss zulässt, daß sie ein höheres Verantwortungsbewußtsein haben könnten, welches ihre Bemühungen dahingehend befördert.
      Und das halte ich auch für nachvollziehbar, da es mit Sicherheit weniger männliche alleinerziehenwollende Männer als Frauen gibt, schon allein weil permanent millionenschwere Propagandaarien extra zur Dissozialisierung von Müttern gefahren werden. Man kann sagen, wir Männer finanzieren sogar ein praktisch nur dafür agierendes Anti-Väter-Ministerium.

      • „Allerdings gibst Du an, warum auch immer, daß alleinerziehende Väter im Schnitt erfolgreicher dabei sind, diesen Elendszustand wieder hinter sich zu lassen, was den Rückschluss zulässt, daß sie ein höheres Verantwortungsbewußtsein haben könnten, welches ihre Bemühungen dahingehend befördert.“

        Ich denke, alleinerziehende Väter können weit seltener mit Betreuungsunterhalt durch die Mütter rechnen, als diese. Sie unterliegen also einem höheren Leidensdruck, selbst für den eigenen Lebensunerhalt zu sorgen, als diese.
        Väter betreuen häufiger ältere Kinder, weil Mütter die jüngeren nach einer Trennung/Scheidung folgenlos mitnehmen und als Begründung einer Unterhaltskarriere nutzen können. Erst ab etwa dem 12. Lj. gelingt es vielen Kindern, sich vor Gericht das Leben beim Vater zu erstreiten.
        Und wenn Väter in größerem Umfang wieder, trotz Alleinerziehung, vollzeit einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, müssen sie logischerweise im Einzelfall auch eine Betreuung „durch Dritte“ organisieren.
        Daraus kann man als Feministin interpretieren, dass Väter die Betreuungsarbeit so schnell wie möglich delegieren, oder man kann das als NIcht-Feminist als Zeichen einer erhöhten Organisationsbereitschaft/-fähigkeit werten.

        @ Semi

        „Als „alleinerziehend“ gezählte Väter können im Schnitt auf deutlich mehr Unterstützung seitens der Kindsmutter bei der alltäglichen Sorgearbeit zählen als im umgekehrten Fall.“

        Das widerspricht zumindest meiner persönlichen Erfahrung im Dienste des VAfK.
        Mütter, bei denen die Väter die Betreuung übernommen haben, sind entweder selbst betreuungsunfähig gewesen und mussten die Kinder abgeben und/oder sie brechen den Kontakt zu den Kindern aus Wut und Enttäuschung über den Verrat an der Mutter häufiger, als entsprechende Väter ab.
        Eine DEUTLICH höhere Unterstützung wäre mir daher was ganz Neues.

        • Es ist doch klar, was Inkubator damit sagen will:
          Die armen Mütter bleiben „leider, leider“ sehr oft und aus Prinzip schon alleinige Kindesbesitzerinnen, während die doofen Väter ihre Scheißblagen nunmal so sehr lieben, daß sie den Zustand des Alleinverziehens wesentlich bemühter abzumildern, resp. nahezu zu beenden versuchen. Ergo sich eher mit anderen sozial funktionsfähigeren Partnerinnen zusammentun.
          Diese toxischen Patriarchenschweine …..

  12. Es gibt alleinerziehende Mütter, die unter der Verweigerung des väterlichen Umgangs-/Betreuungsanteils leiden UND sich genau damit an den VafK wenden?

    Es entspräche übrigens auch nicht meiner Erfahrung. Nur würd ich rein danach gehen, müsste ich auch annehmen, min. 50 % der alleinerziehenden Väter wären verwitwet. Tatsächlich konnte der Mikronzensus 2009 keine 17.000 alleinerziehenden Witwer ausmachen – dafür aber gut 7 mal so Viele mit anderem Familienstand (wo also die Kindsmutter höchstwahrscheinlich noch am Leben ist).

    https://www.forum.sexualaufklaerung.de/index.php?docid=1389

    Auf der Seite findet sich wenigstens auch ein Verweis auf die von mir reproduzierte Behauptung:

    „Kinder von alleinerziehenden Vätern haben im Durchschnitt intensiveren und häufigeren Kontakt mit dem anderen Elternteil als im umgekehrten Fall, wenn die Kinder bei der Mutter leben, so Matzner.“

    Klar gibt es noch besseres Material dazu – jetzt find ichs wohl gerad nicht (wieder).
    Bedauerlich.

    • „Es gibt alleinerziehende Mütter, die unter der Verweigerung des väterlichen Umgangs-/Betreuungsanteils leiden UND sich genau damit an den VafK wenden?“

      Du wirst es nicht glauben, aber genau das ist immer wieder passiert.
      Etwa 10% der VAfK-Mitglieder sind Frauen, also ziemlich genau der Anteil, den entsorgte Mütter ausmachen würden.
      Gut, zugegeben (ich bin ja keine Feministin und deshalb ehrlich), die meisten der Mitgliederinnen sind Zweitfrauen, die von der üblichen Rechtsprechung mit ihren Männern in Sippenhaft genommen und von der Justiz geschurigelt wurden, aber dennoch haben sich auch einige Mütter mit denselben Problemen, wie entsorgte Väter an uns gewandt.
      Der VAM(V) vertritt nämlich nur Alleinerziehende, was normalerweise „Mütter“ heißt.
      Aber sein Interessenschwerpunkt ist eindeutig ALLEINERZIEHEND. Und eine entsorgte Mutter stellt diese Ideologie genauso infrage, wie ein entsorgter Vater. Sie findet dort also keine Unterstützung.

      • Hätte der Inkubator so etwas wie ein Erinnerungsvermögen auch an ihm unangenehme Dinge, so wüßte der Brutkasten, daß ich recht ausführlich von mindestens zwei ( wahrscheinlich drei ) solchen Müttern, aus der Zeit der WKW-Gruppen berichtet habe. Ging zwar nicht um den VAfK allein ( in den genannten Fällen stand ich sogar gegen überwiegende VAfK-Meinung auf Seiten dieser Mütter, weil die meisten noch nicht bemerkt hatten, daß der §89FamFG auch gegen faule Väter anwendbar ist ), dafür aber um eine spezielle Gruppe, in der diverse kinderorientierte Elterngruppen vertreten waren. Unter anderem war Henning Riepen dort täglich am mitdiskutieren, Anja Paulmann hatte dort quasi eionen ihrer familienrechtlichen Ausgangspunkte ( habe mich derzeit ein paar Mal mit ihr mittelschwer gefetzt, … aber auch immer wieder vertragen … ), Franzjörg Krieg las mit etc.pp..

        Schätze, das inkubatorische Weltbild ist zu hermitisch, betonhart und absolut wasserdicht, da kommt kein Funken Tageslicht mehr ‚rein.

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