Antifa

Gerade ist die Antifa wieder stark im Gespräch.

Aus der Wikipedia heißt es in dem Einleitungstest:

Als Antifa (Akronym für Antifaschistische Aktion) werden seit etwa 1980 linksradikale und autonome Gruppen und Organisationen bezeichnet, die Neonazismus, Antisemitismus, Rassismus, völkischen Nationalismus und rechtsgerichteten Geschichtsrevisionismus bekämpfen, besonders das Relativieren, Rechtfertigen oder Verharmlosen des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen.

In den 1970er Jahren griffen Antifagruppen das Signet der „Antifaschistischen Aktion“ von 1932 auf. Beide Fahnen und der Rettungsring waren damals rot und standen für Sozialismus und Kommunismus. In den 1980er Jahren wurde die kleinere Fahne als Zeichen für den autonomen Anarchismus schwarz; seit 1989 zeigen die Fahnenstangen immer nach rechts.[1] Gruppen, die dieses Symbol verwenden, verstehen Faschismus im Anschluss an die marxistische Kritische Theorie als besondere Form des Kapitalismus und Antifaschismus daher als Teil eines revolutionären Kampfes zur Überwindung jeder Klassengesellschaft. Um sich von „bürgerlichen“ oder „staatskonformen“ Antifaschisten zu unterscheiden, bezeichnen sie sich als „autonome“, „militante“ oder „unabhängige Antifaschisten“.[2]

Der Verfassungsschutz mancher Staaten, darunter Deutschland, ordnet autonome Antifagruppen dem Linksextremismus zu und beobachtet einige davon. Besonders umstritten ist deren Akzeptanz und Anwendung von Gewalt.

 

Stokowski schreibt beispielsweise im Spiegel:

Nun ist es bei der Antifa so, dass niemand sie bräuchte, wenn es keine Nazis mehr gäbe. „Antifa“ ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Gruppen von Leuten, die sich gegen Rassismus, völkischen Nationalismus und Antisemitismus engagieren und gegen die Verharmlosung von faschistischen Verbrechen.

Wer die Antifa mit einigen wenigen Schlägern gleichsetzt und als „Staatsfeind“ bezeichnet, macht es sich nicht nur sehr einfach, sondern macht es vor allem falsch. Die Antifa leistet in Deutschland einen ganzen Haufen Bildungs-, Informations- und Mobilisierungsarbeit, die dazu beiträgt, dass es in diesem Land nicht noch düsterer wird, und wer all das ausblendet, hat entweder schäbig recherchiert oder will es nicht besser wissen.

(…)

Es ist ein – schlechter – rhetorischer Trick, diesen Gruppen Widerstand zu verunmöglichen, indem man ihnen als einzige Art, sich zu wehren, ein sanftes Lächeln und ein paar warme Worte zugesteht.

Mir scheint eher ihr Text ein rhetorischer Trick zu sein. Denn die meisten werden mit „Antifa“ eben die relativ militanten und sehr linken Leute verstehen, nicht Leute die aus allen möglichen politischen Richtungen heraus sich gegen Faschismus aussprechen.
Und der Verweis auf die Nazi-Bekämpfung in den Vierzigern ist mehr als billig.
Auch darüber, ob von linken Fanatikern, die überwiegend in diesen Gruppen sind, wertvolle Bildungs- und Mobilisierungsarbeit, kann man wohl trefflich streiten.
Was versteht ihr unter Antifa?
Was haltet ihr für Gruppierungen unter diesem Namen?