Hajo Schumacher: Die flächendeckende Abwertung der Männer geht mir gegen den Strich

Im Spiegel schreibt, wie Arne auch schon berichtete, Hajo Schumacher etwas über die gegenwärtige Abwertung von Männern:

Nennt mich „Pussi“, „Weichei“ oder „Spaßbremse“, aber mir geht die flächendeckende Abwertung des Mannes gehörig gegen den Strich. Gleichstellung heißt doch nicht, das Kanonenrohr einfach umzudrehen. Frauen beharren zu Recht darauf, abwertende Sprache zu identifizieren und gegebenenfalls zu korrigieren. Gilt aber auch umgekehrt.

Sollte man meinen und denken denke ich die allermeisten so. Aber im intersektionalen Feminismus gibt es ja keine Diskriminierung des Feindes und ihn anzugreifen ist quasi legitime Selbstverteidigung. Oder es wird als „Spiegel vorhalten“ deklariert: Da seht ihr mal wie es uns jeden Tag geht, es ist gut, dass ihr das auch mal erlebt.

Unsere Kinder lernen schon in der Kita, dass es rassistisch sei, wenn man Gruppen Merkmale zuordnet: Schweizer stinken nach Knoblauch, Amerikaner bauen tolle Armbanduhren, Türken sind dick und wählen Idioten. Wir achtsamen Menschen wissen, dass derlei Gruppenurteile fast zwangsläufig im Alltagsrassismus enden. Respekt ist ein universeller Wert, unabhängig von Herkunft, Rasse, Geschlecht, Alter.

Das man im Feminismus eine  ungerechtfertige Ausnahme von dem, was eigentlich eine selbstverständliche Regel des Zusammenlebens in einer zivilisierten Gesellschaft sein sollte macht, ohne dies wirklich zu begründen (abseits dubioser „alle Männer/Weiße/heterosexuelle/ haben Macht), ist in der Tat eine der Punkte, die man gar nicht oft genug herausstellen kann.

Nur bei einer Gruppe sehen wir über die Grundregeln guten Miteinanders hinweg: bei Männern, bevorzugt weißen Männer. Seit Trump ist das kollektive „die Männer“ gesellschaftsfähig als Chiffre für „das Böse“. Diskriminierungsregeln gelten nicht. So gleitet eine komplexe Geschlechterdebatte in die billige Polarisierung.

Nicht erst seit Trump. Aber Trump als ein „Antimodell“ dessen, was die intersektionalen Feministen gerne gehabt hätten, hat diesen Trend sicherlich begünstigt. Aber die intersektionalen Theorien an sich, mit ihrer starren Einteilung in Privilegierte und Marginalisierte nach Gruppen in den jeweiligen Kategorien wie Rasse, Geschlecht etc haben dazu noch weit mehr beigetragen und haben vielleicht eher als Trump sie auch Trump begünstigt. Denn ist sorgen dafür, dass linke Politik letztendlich auch häufig auf diese Merkmale abstellt und damit fast zwangsläufig die Mehrheit der Wähler zu ihrem Feind erklärt.

Zugleich fallen womöglich gerade bei den Einsamen und Frustrierten letzte Hemmungen, tatsächlich eine toxische Männlichkeit zu leben, schon aus Trotz gegen Abwerten und Verächtlichmachen.

Ja, das ist ein Effekt, der auch dazu kommt: Wer wegen seines Seins, also als Mann oder als Weißer oder als Heterosexueller angegriffen wird, der wird sein Sein verteidigen. Der wird sich ungerecht behandelt fühlen. Der wird, wenn er meint, dass andere zu seinen Lasten bevorzugt werden, eben auch schnell diese dafür verantwortlich machen. Und wenn eh schon normales Verhalten stark verurteilt wird, dann kommt es zum einen schnell zu einem Gegensteuern und zum anderen dazu, dass auch Kritik an stärkeren Verhalten als ungerechtfertigt empfunden wird.

Es ist verführerisch auf die Abwertung von weißen Männern hin anzuführen, was diese alles Gutes gemacht haben und was andere schlechtes gemacht haben, um hervorzugeben, dass die Kritik ungerecht ist.

Nach dem Wahlsieg Donald Trumps reiste der Unternehmer und Blogger Sam Altman durch die USA, um Stimmen von Trump-Wählern zu sammeln. Eine ständig wiederholte Forderung dieser Männer lautete: „Hört auf, euch über uns lustig zu machen, hört auf, uns Idioten zu nenne, hört uns zu.“ Verhöhnte Männer driften auch nach rechts, weil sie kein anderes gesellschaftliches Zuhause finden.

Das ist dann eben auch nur wieder toxische Männlichkeit aus der Sicht der Intersektionalen, aber aus anderer Sicht eben eine ganz normale Reaktion: Wenn alle einen abwerten, dann hält man sich an die, die das nicht machen.

 

Ähnliches berichtet die SPD-Politikerin Petra Köpping aus Sachsen, die etwas Unerhörtes tat – sie ließ Männer reden. Köpping traf Arbeiter, Ingenieure, Führungskräfte, Verwaltungsfachleute. Viele empfanden das Leben nach dem Mauerfall nicht als Glück, sondern als Erniedrigung, als Abstieg, als Entmännlichung. Dieses Empfinden kann man mit großstädtischem Hochmut belächeln oder aber als sozialemotionalen Sprengstoff betrachten.

In der Tat werden solche Leute, die ja erst einmal nicht schlechtes gemacht haben, aber dann plötzlich durch politische Umstürze die Grundlagen ihres Leben verlieren, wenig empfänglich für Theorien sein, nach denen es gut ist, dass sie endlich ihre Privilegien verlieren, weil sie ja auch nur weiße Männer sind. Sie werden sich nicht als Ausbeuter von Schwarzen sehen, schon weil es ja kaum welche gibt,  wo sie leben. Sie werden sich eher selbst als marginalisiert wahrnehmen, als Verlierer eines Prozesses, bei denen „die Mächtigen“ sie und ihre Probleme mißachten und sich lieber damit schmücken Fremde zu fördern, die sich dann – aus deren Sicht – auch noch schlecht benehmen.

Was würden Feministinnen sagen, wenn Frauen eine um fünf Jahre geringere Lebenserwartung hätten, aber eine mehr als dreimal so hohe Selbstmordrate wie Männer? Das Land würde beben und nach Auswegen suchen, und zwar zu Recht.

Das Feministinnen das so einfach unter den Tisch fallen lassen oder eben schlicht den „Nachteilen des Patriarchats“ zuordnen ist schon erstaunlich. Aber in ihrem binären System ist eben nur Platz für einen Unterdrückten in der Kategorie Geschlecht. Und der Mann ist schon der Unterdrücker.

Es geht nicht um Kleinreden oder Aufrechnen, sondern um Aufmerksamkeit, sobald „der Mann“ reflexhaft zum Täter erklärt wird. Der promovierte Islamwissenschaftler Alexander Will, Nachrichtenchef der Oldenburger Nordwestzeitung, schrieb nach der Bundestagswahl 2017: „Es gibt Tage, an denen möchte man […] sich den Unflat von der Haut schrubben. Wir Ostdeutsche sind zum Buhmann des Juste Milieu […] geworden. Auf uns – das ist Konsens – kann man einprügeln, ohne ernsthaft Widerspruch erwarten zu müssen.“

Wie leicht es ist Ostdeutsche als marginalisierte Minderheit, unterdrückt durch Wessis darzustellen hatte ich ja schon in einem Artikel geschildert. 

Was war passiert? Ein offenbar mathematikunkundiger Reporter hatte ermittelt, dass das gute Ergebnis der AfD bei der Bundestagswahl vor allem ostdeutschen Männern zuzuschreiben sei. „Ost-Mann = versoffener Neonazi“, das passte in die Reihe von Trottel, Grabscher, Gröhler, Psychopath. Der oft originelle Jan Böhmermann hatte stumpf eingestimmt und sprach von „spektakulär ignoranten Asozialen“. Eine Anmaßung, wenn man bedenkt, wie viele dieser Ost-Männer in der ersten Hälfte ihres Lebens versuchten, Familie und Staatsmacht, Integrität, Angst und Würde zu vereinbaren.

Auch hier wird eben lieber Virtue Signalling betrieben als sich darüber Gedanken zu machen, was das auslösen kann. Das Feindbild zeichnet sich zu einfach. Schon weil die Ostdeutschen eben weiß sind, es Männern angelastet wird und ihnen Rassismus vorgeworfen werden kann. Dass diese Vorwürfe das Problem eher verschärfen könnten ist egal, die Botschaft des eifrigen Bekämpfers der Nazis ist weitaus wichtiger. Und damit auch das Hochhalten des Feindbildes. Um so mehr Feind, um so wichtiger der Kampf und damit die eigene Arbeit.

„How Male Bashing is Killing Our Sons“ heißt ein Beitrag im Blog der amerikanischen Mutter Melissa Edgington, die sich fragt, ob es lustig sei, Männer mit einem guten Wein zu vergleichen – damit er genießbar werde, müsse man erst einmal ordentlich zutreten und ihn zerstampfen. Nein, nicht komisch. „Wir fügen unseren Söhnen und Männern Schmerzen zu“, erklärt die gläubige Melissa etwas melodramatisch, aber im Kern zutreffend.

Es geht für mich weniger um einzelne Witze als die Art, wie sie angebracht werden. Es ist kein freundliches Geplänkel, sondern zu oft ist schlicht Männerhass dahinter, wenn Feministinnen oder Feministen sich über Männer oder Weiße aufregen. Und es wird als um so unwitziger wahrgenommen, wenn dann gut erkennbarer Hass noch verteidigt wird – als richtig und wichtig, weil man eben dem Mann so einen Spiegel vorhält oder eben weil die Gruppe Mann die Macht hat.

Warum haben wir denn mühsam die Abwertungsorgien der vergangenen Jahrzehnte bekämpft, all die Polen-, Türken-, Ossi-, Blondinenwitze? Wenn wir aber Geschlechterscherze auf Kosten von Frauen oder Homosexuellen überholt finden – warum dann kollektives Gewieher über Plattheiten wie die der Unterhalterin Carolin Kebekus, die sich sich in Barth-hafter Künstlichkeit über fußballschauende Männer „mit behaarten Bierbäuchen“ mopst, die „sich gegenseitig an der Kimme riechen“. Brüller. Wie soll gesellschaftlicher Fortschritt funktionieren, wenn ausgerechnet Comedy-Frauen den konservativsten Part in der Geschlechterdebatte übernehmen?

Es ist eine Verletzung des Gerechtigkeitsgefühlt, wenn eine Gruppe einseitig für Abwertungen freigegeben wird und bei anderen bereits Kleinigkeiten für einen großen Aufruhr sorgen. Dazu kommt, dass politisch korrekter Humor selten witzig ist, die Abwertungen haben meist keine gute Pointe, sind keine Vorhaltung von Eigenarten, sondern leider eher oft der Versuch zu erziehen.

Gegenseitiger Respekt ist alternativlos, auch bei kleineren Angelegenheiten, dem Penis zum Beispiel. In einem ihrer hellsichtigeren Texte hat die Feministin und Spon-Kolumnistin Margarete Stokowski angenehm unironisch das Ende der Pimmelwitze gefordert. Interessanter Ansatz. Während die Menstruation als Universalerklärung für weibliches Verhalten zu Recht geächtet ist, verzeichnet das männliche Geschlechtsorgan derzeit eine mediale Dauererektion.

Ist aber dann inzwischen schon wieder out, da transfeindlich. Denn ein Penis ist eben nichts weibliches.

Die Atombomben-Fetischisten Donald Trump und Kim Jong Un dürften Väter aller Neo-Schwanzvergleiche sein. Die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling schlug einem Internet-Troll auf Twitter eine Penisvergrößerung vor. Der beliebteste Kommentar unter einem Beitrag über die weltweit erste Penis-Transplantation drehte sich um Porsche-Fahrer. Nur mal so gefragt: Wäre irgendwer auf die Idee gekommen, Konflikte beim Brexit mit einem Körbchenvergleich von Angela Merkel und Theresa May zu illustrieren?

Der Penisvergleich steht ja letztendlich dafür, dass Männer sich eher messen, eher einen Kampf darüber austragen, wer der bessere ist, während Frauen das eher nicht machen. Das wird aber nur im negativen anerkannt, im positiven hat es natürlich auch Nebenfolgen wie den Umstand, dass Männer deswegen auch eher an Karriere und Aufstieg interessiert sind und mehr dafür machen, sich eher einer Konkurrenz stellen etc. Da hingegen wird es nicht anerkannt. Der Unterschied ist bekannt, weswegen es einen Schwanzvergleich, aber keinen Körbchenvergleich gibt.

Es ist völlig gleichgültig, wer anhand körperlicher Merkmale verspottet wird – stets werden alte Rollenbilder wiederholt. Die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing, Feministin durch und durch, befand 2001, dass das sinnlose Abwerten des Männlichen so sehr Teil unserer Kultur geworden sei, dass es kaum noch auffiele. Stimmt. „Sechs globale Herausforderungen, eine Lösung: Frauen“, so lautete das Motto des Weltwirtschaftsforums 2011. Putzig auch die Glas Cliff Theory, derzufolge Frauen ranmüssen, weil die Jungs mal wieder alles verbockt haben. Wer genau rettet uns demnächst: Sahra Wagenkecht? Alice Weidel?

Die Lösung „Frau“ oder „Diversität“ erscheint in der Tat vielen als Allheilmittel. Nur weniger weiße Männer, dann muss es doch besser werden. Denn Männer selbst haben keinen Anteil an erzielten Erfolgen, sie verdanken sie nur ihren Privilegien, dem Umstand, dass sie eher an eine bestimmte Stelle gesetzt werden.

Dass das dann im Endeffekt nicht stimmt, dass Frauen weitaus häufiger die Positionen hoch oben gar nicht wollen, weil sie mit sehr viel Arbeit und Stress verbunden sind und die Frauen, die es wollen, dann häufig auch nicht anders agieren als Männer, kommt dabei nicht zur Sprache. Frau/sonstige anerkannte Minderheit an sich bringt Fortschritt. Oft wird, wie gerade in diversen Filmen, darüber vergessen, dass es gar nicht so einfach ist und man dennoch eine vernünftige Rolle schreiben muss.

Männer und Frauen sind in etwa so gegensätzlich wie ein gelbes und ein grünes T-Shirt. Es gibt nicht den einen großen Geschlechterunterschied, sondern viele Unterschiede zwischen Menschen, zwischen Einwanderern und Ureinwohnern, Städtern und Landbewohnern, Jüngeren mit Jahresverträgen und Alten mit Lebenszeitjobs. Werden Frauen immer und überall schlechter bezahlt? Nein, in den USA verdienen Frauen in Führungspositionen deutlich mehr als Männer. Frauen können keine Seilschaften? Von wegen. In Norwegen ist das Netzwerk der „Goldröcke“ gefürchtet, das sich infolge einer konsequenten Quotenpolitik gebildet und in Unternehmen breitgemacht hat, wie es angeblich nur Männer vermögen. Nein, keine Spitze zu Asia Argento.

Das Bild der in einem Bereich ausschließlich priviligierten Gruppe, der eine andere ausschließlich marginalisierte Gruppe gegenüber steht, ist eben schlicht falsch. Es ist eine äußerst simple Betrachtung, die bei so heterogenen Gruppen und so unterschiedlichen Aufteilungen von Vorlieben und Arbeitsbereichen und Unterschieden in den Fähigkeitsausprägungen sowohl im Schnitt der Gruppe als auch zwischen Individuen schlicht nicht mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist. .

Die Probleme der Zukunft lösen nicht Männer oder Frauen, sondern gute Frauen und gute Männer gemeinsam gegen die anderen.

Und leider haben sich die Feministen davon verabschiedet zu den Guten zu gehören.

23 Gedanken zu “Hajo Schumacher: Die flächendeckende Abwertung der Männer geht mir gegen den Strich

  1. Die Probleme der Zukunft lösen nicht Männer oder Frauen, sondern gute Frauen und gute Männer gemeinsam gegen die anderen.

    Was den Schlußsatz betrifft, das ist auch meine Hoffnung, da bin ich aber noch skeptisch aus 2 Gründen.
    1. Das gesellschaftliche Klima lässt noch keine Trendwende erkennen. Im Gegenteil, Widerstand gegen feministischen Wahn wird immer noch bekämpft. Allerdings scheint es so, daß das vor allem in den Mainstream-Medien passiert, die meiner Meinung nach sich in eine Filterblase verrannt haben, das betrifft aber viele Themen, wie Trump, Russophobie usw.
    2. Und das hängt etwas mit dem ersten Zusammen. Eine ganz allgemein ablehnende Haltung gegen Männer und positive gegen Frauen ist tief im Verhaltensmuster des Menschen verwurzelt. Es wird oft übersehen, daß Feminismus so erfolgreich ist, weil er auf diese Atavismen aufbaut. Männer sind sich selbst nichts wert, außer als Frauenbeschützer usw. Gebärfähige Frauen sind die zu schützenden Juwelen der Horde. Das war über 100.0000de Jahre evolutionär absolut sinnvoll um einer kleinen Horde das überleben zu sichern, heute verhindert es jeden echten zivilisatorischen Fortschritt, führt zu ständigen Kriegen, Wachstums- und Konsumwahn, oder in abgesicherten Gesellschaften zu feministischen Untrieben oder Größenwahn (bei gleichzeitiger Unzufriedenheit)bei Frauen.
    Die Kirchenväter die die Frau als Wurzel des Übels sahen hatten schon recht, auch wenn sie es religiös verbrämt als Erbsünde bezeichnen. Es ist aber tatsächlich das hypergame Verhaltensmuster von Frauen und Männern, daß in der heutigen Massengesellschaft zu Problemen führt, daß wird immer offensichtlicher, der Konsequenz nämlich statt Frauen immer mehr zu pämpern ihnen Schranken aufzuweisen, verweigert man sich aber noch. Weil, wie beschrieben, das wider die menschliche Natur ist. Das man es in der Frühphase der Zivilsation vielfach tat, zeigt, daß man sich damals dessen bewusst war.
    Insofern ist die heutige Frauenpämperung ein zivilistatorischer und intellektueller Rückschritt.

    „Und leider haben sich die Feministen davon verabschiedet zu den Guten zu gehören“

    Das ist natürlich Quatsch.
    Die haben nie zu den Guten gehört. Eine Bewegung die auf gelangweilte verwöhnte versorgte Frauen des (Groß)Bürgertums zurück geht. Die schon in den Anfängen an der kognitiven Dissonanz litten, die armen Arbeiterfrauen unterstützen zu müssen, aber nicht sahen, daß die nur arm waren, weil deren Männer sich für ihren Luxus kaputtschuften mussten.
    Die frech ein Wahlrecht forderten, ohne das geringste Interesse, daß das Recht der Männer ja auch auf deren Pflicht beruhte sich ggf. für den Staat opfern zu müssen (Wehrpflicht)
    Die nicht erkannten, daß auch ihr reicher Bürgergatte keineswegs immer nur Selbstverwirklichung betrieb, wenn er täglich im harten Geschäftsbetrieb für ihr Luxusleben ackerte, sondern noch rummaulten, daß er ihnen zu wenig Aufmerksamkeit schenkt, wenn er nach einem Stresstag an der Börse, auf Geschäftsreise etc. müde nach Hause kam.

    • Wer auf den anderen wartet, bis der bereit ist die Probleme zu lösen, der wartet ewig, Einer der Vorteile als Mann ist es, aktiv handeln zu können und das wird auch immer von einem erwartet. Wenn man sich aber jetzt zurücklehnt und mal ausruht, dann werden die Frauen unruhig – so wie Mitarbeiter wo der böse Chef keinen Bock mehr hat der Böse zu sein und den Laden schleifen lässt (bei 50% Arbeitslosigkeit im Land) diesen plötzlich ganz anders sehen.
      Generell sollte man sich als Mann deswegen einfach mal zuücklehnen, das böse Erwachen der Frauen kommt, sobald die Probleme im Land größer werden. So wie die Bonobo-Gesellschaft zusammenbricht wenn plötzlich keine Nahrung mehr da ist und um Resocurcen Krieg geführt werden muss, so wird auch diese Gesellschaft die Männer wieder auf Knien anflehen ihren Teil zu machen. Aber bis es so weit ist, gibt es genug Kram zu machen der einem Spaß macht. Feministen kann man hingegen problemlos ignorieren.
      Wie sagte vor einiger Zeit ein serbischer General auf Forderungen von Feministen: „Auf das was ihr wollt, da scheiß ich drauf“.

      • Man wird Männer nicht wieder(?) auf Knien anflehen ihren Teil zu machen. Das wird erwartet und wer dem nicht nachkommt, wird beschämt. Die feministische Frauengeneration von heute sieht kein Problem darin überall zu fordern das mehr Frauen in Führungspositionen gesetzt werden und gleichzeitig sich zu beklagen das sie jetzt die ganze Arbeit machen sollen.

          • Auslachen ist prinzipiell ganz gut. Aber es fehlt ganz einfach der Widerspruch.
            Wieso sollte man eine „Beschämung“ einfach hinnehmen und damit den Eindruck erwecken, es wäre richtig oder egal, wenn man Männer benachteiligt und beschämt.

          • „Was denkst du denn wie viele Männer da mitziehen?“
            Nicht wirklich viele aber auch wenige können viel bewirken wenn sie es an der richtigen Stelle tun. Wenn wir eines von den Feministen gelernt haben dann, dass Wenige viel verändern können wenn sie zusammen arbeiten können. Allerdings arbeiten Männer bei solchen Dingen grundsätzlich nicht gerne zusammen, deswegen ist es besser zusammen NICHT zu arbeiten, denn DAS ist etwas was Männer genauso gut können wie Frauen.

    • „Die Kirchenväter die die Frau als Wurzel des Übels sahen hatten schon recht,“

      Das ist doch Unsinn.

      Und die Hypergamy? Halt ich für das verlässlichste Mittel gegen Überbevölkerung.

      • „Das ist doch Unsinn.“

        Da ist schon ein bisschen Wahrheit dran. Es sind aber weniger „die Frauen“ das Problem als die Macht- und Sex-Geilheit der Männer 😉
        Sieht man ja nicht zuletzt an den männlichen Feministen, die so häufig genau von diesen abartigen, sadistischen Neigungen der Machtgeilheit angetrieben zu sein scheinen….

        • Es sind aber weniger „die Frauen“ das Problem als die Macht- und Sex-Geilheit der Männer

          ja das ist vielleicht präziser. Da die sogenannte weibliche Macht ja auf diese männlichen Eigenschaften angewiesen ist um überhaupt zu wirken und nicht ins lächerliche zu verpuffen.

      • Hypergamie wirkt zivilisatorisch nicht positiv. Es folgen mehr kriegerische Auseinandersetzungen und weniger Chancengleichheit. Gerade in Ländern mit der Möglichkeit zur Mehrfachehe explodiert die Bevölkerungszahl.

        • ja exakt, den Hypergamie mindert ja nur die Anzahl der Männer die sich fortpflanzen, nicht die Anzahl der Kinder die gezeugt werden. 1 Mann kann mühelos 100 aus dem Rennen geworfene Konkurrenten ersetzen.

    • https://www.bitchute.com/video/sQKPoGO7MywT/

      Hier erzählt eine Mutter von ihren Erfahrungen mit der Schulindoktrination.
      Die ersten Minuten geht’s um die angebliche Frauenunterdrückung, die den Kindern vorgelogen wird und vor allem auch um den Revisionismus der Realität in den Lehrplänen, danach wird’s allgemeiner.
      Der Qanon Kram beginnt erst nach ca. 30 Minuten.

  2. Hajo Schumacher ist ein übler Heuchler. Er sitzt inmitten des Reichs des Bösen von Augsteins rotz- und blutspuckenden Troglodyten und mokiert sich über flächendeckende Misandrie, die seine Truppe nicht zuletzt mitverbreiten hat halfen.

    „So gleitet eine komplexe Geschlechterdebatte in die billige Polarisierung.“

    Es gab immer nur den Monolog des männerhassenden Feminismus im Spiegel und all der anderen Kloakenpresse. Nicht den Hauch einer „komplexen Geschlechtsdebatte“ wie Schumacher hier unverfroren lügt.

    Sicher verdient sich der Spiegel mit dieser halbgaren und scheinheiligen Distanzierung zu seinem „Journalismus“ absolut keinen Vertrauenskredit beim Leser.

    „Zugleich fallen womöglich gerade bei den Einsamen und Frustrierten letzte Hemmungen, tatsächlich eine toxische Männlichkeit zu leben, schon aus Trotz gegen Abwerten und Verächtlichmachen.“

    Und hier wärmt Schumacher den Hassbegriff „Incel“ auf und drückt eine Krokodilsträne raus.

    Eine weitere Krokodilsträne vergiesst Schumacher, der die altbekannte Hetze von der angeblichen Transformation „verhöhnter Männer“ zu Rechtsradikalismus und Nazitum zustimmend repliziert, hier:

    „Verhöhnte Männer driften auch nach rechts, weil sie kein anderes gesellschaftliches Zuhause finden.“

    Man beachte insbesondere das „Wieselwort“ *auch*. Ja, der Feminismus hat noch andere solcher „Erklärungen“ parat.

    Den „Mauerfall“ als „Entmännlichung“ zu deuten ist noch um einiges perfider. Die Verachtung der postkommunistischen Linken für die „DDRler“, die nicht brav ihrem tollen System dienen wollen, lässt Schumacher hier als nachhängendes Ressentiment geradezu beiläufig einfliessen.

    Statt die Verbreiter von Männerhass klar zu kritisieren, lobt Schumacher sie, wo er nur kann:

    „Die bayerische Komödiantin Monika Gruber erntet Brülllachen“

    Als wenn sie dem Publikum „aus der Seele“ spräche…

    „Der oft originelle Jan Böhmermann hatte stumpf eingestimmt …“

    Nein, in seiner üblichen fiesen Denuziantenart, die man sicher nicht als „stumpf“ bezeichnen kann, ausser man will so tun, als sei das nicht typisch für so einen Komiker wie Böhmermann.

    „Ähnliches berichtet die SPD-Politikerin Petra Köpping aus Sachsen, die etwas Unerhörtes tat – sie ließ Männer reden. Köpping traf Arbeiter, Ingenieure, Führungskräfte, Verwaltungsfachleute“

    Wenn Schumacher nicht so ein heucherlischer Sexist wäre, dann würde ihm nicht das Geschlechtliche als besonders auffallen, sondern dass jemand aus der SPD (!) tatsächlich mit normalen Leuten redet.

    Nur die „Unterhalterin Carolin Kebekus“ kommt nicht gut weg, aber das ist einfach so eine Ätztussi, da will nicht mal der Schumacher ihr eine Grossartigkeit andichten und setzt sich nochmal in die Pose des Überfeministen:

    „Wie soll gesellschaftlicher Fortschritt funktionieren, wenn ausgerechnet Comedy-Frauen den konservativsten Part in der Geschlechterdebatte übernehmen?“

    Feine Ironie der absolut unterirdischen Stokowski gegenüber kann man auch nur als grosses Lob bezeichnen:

    „In einem ihrer hellsichtigeren Texte hat die Feministin und Spon-Kolumnistin Margarete Stokowski angenehm unironisch das Ende der Pimmelwitze gefordert.“

    Am Ende des apologetischen, herunterspielenden Stücks muss natürlich ein hohler Appell stehen:

    „Die Probleme der Zukunft lösen nicht Männer oder Frauen, sondern gute Frauen und gute Männer gemeinsam gegen die anderen.“

    „Gute Frauen und gute Männer“ sind also moderate Feministen, die bei Böhmermann, Gruber und mit Einschränkungen bei Kebekus ihren Alltagsfrust aus dem Patriarchat ablachen können, Stokowski-Kolumen wegen ihrer Hellsichtigkeit lesen und um der „komplexen Geschlechterdebatte“ wegen unentwegt ihre Hände in Unschuld waschen.

    Was kommt als nächstes? Augstein beklagt den Antisemitimus der Linken und stilisiert sich dabei zum Oberrabbiner?

  3. Alex das klingt immer, als sei der großmögliche Zivilisationsverfall nur dann gegeben, wenn es Juden trifft.
    Hat was von einer Neurose.

    • Dabei ist’s doch gar nichts ungewöhnliches, wenn Gruppe A was schlimmes mit Gruppe B macht.
      Was soll sich dazu ein Chinese nach Mao denken?
      Ich mein, das Neurosen Empathie aushelben ist ja bekannt, aber das kann man sich ja auch irgendwie durch Logik erschließen.

    • Weil wir Heteros bei der holden Weiblichkeit ganz schreckliche Beißhemmungen haben! 🙂

      Nee, im Ernst, hast recht, stänkern muss in gewissen Grenzen gegen alle und alles erlaubt sein. Frauen, Männer, Heteros, Schwule, Außerirdische, Tiere, Steine, Gemüse, Computer…

      Okay, bei den Außerirdischen empfehlen manche, vorsichtig zu sein. Was, wenn eine Kardaschow-III-Zivilisation außerirdischenfeindliche Witze empfängt und eher humorlos veranlagt ist:

  4. Sowas schaffen auch nur Spiegelautoren.
    Sich als Helden gegen Männerabwertung auszugeben und im gleichen Atemzug Männer die sich nicht mehr wehren können, da praktischer Weise tot, abzuwerten.
    Dann Gleichstellung falsch benutzen.
    Und nebenbei negieren, dass es eben Zuschreibungen gibt, mit denen Männer sehr wohl aus der Gruppe der abgewerteten Männer herausgenommen werden könne, während er Trump ins Spiel bringt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.