Wie erreicht man die Unzufriedenen? #Chemnitz

Gerade sind die Vorfälle in Chemnitz in den Medien.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

In der Nacht zu Sonntag kam es laut Polizei am Rande des Chemnitzer Stadtfestes gegen 3.15 Uhr „zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten“. Dabei wurden drei Männer im Alter von 33, 35 und 38 Jahren schwer verletzt. Der 35-Jährige erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Polizei fasste zwei Männer, die vom Tatort geflüchtet waren. Spekulationen in den sozialen Netzwerken, wonach der Auseinandersetzung die sexuelle Belästigung einer Frau vorausgegangen sein soll, wies die Polizei am Sonntag zurück.

Das Amtsgericht Chemnitz hat Haftbefehle gegen einen Syrer und einen Iraker wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen. Die beiden Männer sollen „ohne rechtfertigenden Grund“ mehrfach auf den 35 Jahre alten Mann eingestochen haben, teilte die Behörde mit. Die Ermittlungen zum Tatmotiv und Ablauf der Tat dauern an.

Bei dem Toten soll es sich um einen 35-jährigen Tischler aus Chemnitz mit kubanischen Wurzeln handeln.

Im folgenden rief dann wohl die AfD und weitere, wohl auch rechtsradikale Gruppen zu Demos auf. :

Dem Aufruf der AfD folgten zunächst nur rund 100 Menschen. Es blieb friedlich. Gegen 16.30 Uhr versammelten sich laut Polizei dann rund 800 Menschen am Karl-Marx-Monument. Wenig später setzte sich die Gruppe in Bewegung und zog „quer durch die Innenstadt“. Dabei kam es auch zu Flaschenwürfen in Richtung der Polizeibeamten. Auf Videos ist zu sehen, wie Migranten von Personen aus der Masse heraus attackiert werden. Zu hören sind Rufe wie „Wir sind das Volk“, aber auch rechte Parolen wie „Deutsch, sozial, national“. Aus Sicherheitsgründen war zuvor das Stadtfest abgebrochen worden.

In den sozialen Medien ging es dann hoch her:

Auf der einen Seite: „Messerimmigration verhindern“ oder „wir müssen uns wohl von noch Nicht-So-Lange-Hier-Lebenden abstechen lassen“.

Auf der anderen Steie „Nazis auf die Fresse hauen“, „mit Nazis redet man nicht“ und „wie viele Nazis hast du heute gehauen?“

Es soll Hetzjagden durch die Stadt gegeben haben, viele Journalisten beschrieben die Situation als äußerst beunruhigend und waren wohl später froh wieder ohne Schäden nach Hause gekommen zu sein. Insgesamt wurde das Bild einer Stadt außer Rand und Band, quasi im Bürgerkrieg, ein Aufmarsch der Nazis, gezeichnet.

Ich schrieb bei Twitter:

Und:

Das ist auch der Punkt, den ich wirklich interessant finde: Im Osten scheint die Stimmung teilweise sehr radikal zu sein, die AfD erzielt erstaunliche Ergebnisse und die anderen Parteien scheinen sich aber auch nicht wirklich um den Osten zu bemühen oder jedenfalls empfindet man es dort in großen Teilen so.

Gleichzeitig scheinen mir beide Seiten ein extremes Feindbild zu bedienen.

Das einen sind die „Gutmenschen“ und die „vergewaltigenden und mordenden Flüchtlinge, denen alles nachgeworfen wird“ bzw die Linksextremen, die auch nur auf Krawall aus sind und vor denen man das Land schützen muss

Und auf der anderen Seite Nazis, die man radikal bekämpfen muss und die jenseits von Gut und Böse sind und mit denen jedes Gespräch sinnlos ist, weil sie eben böse sind, ohne auch nur im geringsten irgendwie von etwas anderem als Hass getrieben zu werden.

Natürlich löst man keine Probleme, wenn die Extremen sich untereinander prügeln oder wenn man bei der anderen Seite schlicht das Böse sieht, was sich in bestimmten Personen manifestiert.

Mir scheinen die Grundlagen für die Stimmung im Osten, die das begünstigen, könnten diese hier sein:

  • der Osten/gerade arme Leute fühlen sich vernachlässigt
  • der Osten/gerade arme Leute haben das Gefühl, dass die Leute die Outgroup eher fördern als die Ingroup und vermissen Solidarität, die sie aus ihrer Sicht benötigen
  • die Leute haben dann noch das Gefühl, dass die Bevorzugung  der Outgroup Leute belohnt, die das nicht verdient haben, undankbar sind und nichts zurück geben, klassische Trittbrettfahrer eben, und das diese der Kritik entzogen werden und Verfehlungen klein geredet werden.
  • Sie haben das Gefühl, dass diese im Gegenzug keine Demut oder Dankbarkeit zeigen, sondern die Ingroup sogar zum Feind erklärt haben (Ungläubige) und selbst keine Bemühungen vornehmen sich anzupassen (das aber im Gegenzug fordern)
  • Sie haben das Gefühl, dass diese Unterstützung der Leute aus der Outgroup stark übertrieben wird (Neubauten zum Erstbezug, hohe Zahlungen)
  • Sie haben das Gefühl, dass das den Leuten wichtiger ist, Virtue Signalling zu betreiben und dafür die In-Group zu „verraten“, weil Flüchtlinge da in der Hinsicht besser für geeignet sind als der Osten
  • Flüchtlinge

Vor der Flüchtlingskrise hatten die Leute ähnliche Gefühle, nur gab es eben den Sündenbock Ausländer noch nicht. Deswegen haben die Leute eher Parteien wie erst die PDS und dann die Linke gewählt, die als Vertreter des kleinen Mannes und „Ostbezogen“ galten. Jetzt, mit den Flüchtlingen als Sündenbock, kann eine Identitätspolitik von Rechts auch gut Fuß fassen, indem sie den Leuten das Gefühl gibt, dass gerade für die „Anderen“ plötzlich Geld da ist, aber eben nicht für die „eigenen“.

Diese Sorgen müsste man in irgendeiner Form ansprechen, wenn man die Bürger abholen will. Man müsste evtl das Gefühl vermitteln, dass auch für sie etwas getan wird und das die Flüchtlingskrise ihren Höhepunkt überschritten hat etc.

Oskar Lafontaine schreibt auf Facebook

Alarm: SPD und AfD bei 17 Prozent!

Das Emnid Institut hat für SPD und AfD zum ersten Mal einen Gleichstand, eine Wählerzustimmung von 17 Prozent gemessen. Jetzt reden viele wieder darüber, woran das liegt. Die Antworten, die gegeben werden, sind in der Regel falsch. Auch die naheliegende Antwort, die Zuwanderung vieler Menschen sei die wichtigste Ursache für den Aufstieg der rechten Demagogen. Daran ist allerdings richtig, dass Arbeitnehmer und Arbeitslose nur den Kopf schütteln, wenn auch Politiker, die sich zur Linken zählen, die aus der Zuwanderung resultierende Lohn- und Mietkonkurrenz einfach leugnen.

Die Hauptursache des Aufstiegs der AfD ist aber der von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen zur verantwortende Sozialabbau der letzten Jahre. Unsichere Arbeitsplätze, niedrige Löhne, sinkende Renten und Kürzungen bei den sozialen Leistungen haben zu einer latenten Wut der Millionen geführt, die davon betroffen sind. Nach einer Untersuchung des DIW haben 40 Prozent der Deutschen heute weniger Einkommen als in den 90er Jahren. Diese Verlierer der neoliberalen Politik haben schon nicht verstanden, warum für die Rettung der Banken von einem Tag auf den anderen mehrere Hundert Milliarden zur Verfügung standen, während man ihnen eine bescheidene Erhöhung der sozialen Leistungen, der Renten und der Löhne, mit dem Argument, das Geld sei nicht da, verwehrte. Als die vielen Flüchtlinge kamen, verstärkten sich Enttäuschung und Zorn auf die etablierten Parteien, weil sofort Milliarden bereitgestellt wurden, um die Flüchtlinge zu versorgen und mit der Integration zu beginnen, während immer noch kein Geld da war, um das tägliche Leben der Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen, der Arbeitslosen und der Rentner zu verbessern.

Die eigentliche Ursache des Aufstiegs der AfD ist also die Agenda 2010 mit dem Sozialabbau, der Lohndrückerei und den Rentenkürzungen. Solange die SPD das nicht begreift und sich einbildet, bescheidene Korrekturen, wie die Einführung eines Mindestlohns, der zu millionenfacher Altersarmut führt, würden die abgewanderten Wähler zufrieden stellen, ist ihr Niedergang unaufhaltsam.

Wer nicht hören will muss fühlen, sagt das Sprichwort. Auf ihre ehemaligen Wählerinnen und Wähler hört die SPD schon lange nicht mehr.

Das scheint sich zumindest in Teilen mit dem zu decken, was ich oben schrieb.
Allgemein scheint ja der klassische Arbeiter, der Arme, für die Politiker immer uninteressanter zu werden. Er ist ja auch in Deutschland meist ein „weißer Mann“, was in der linken Politik eine Gruppe ist, bei der der Einsatz für diese keine besonderen Punkte gibt.

Letztendlich wird sich die Politik aber diesen Gruppen wieder zuwenden müssen, wenn sie nicht schlicht Anteile an andere Parteien verlieren will, die das dann aufgreifen.

Auch Sigmar Gabriel scheint etwas in die Richtung machen zu wollen. Aus einem Artikel:

Die Unterscheidung zwischen mehr und weniger sinnvollen Ausgaben sollte auch in der Flüchtlingskrise gemacht werden. Doch nun droht sie ausgerechnet durch die Sozialdemokraten verwischt zu werden: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel fordert ein „Solidaritätsprojekt“ für die deutsche Bevölkerung, zu dem unter anderem die Einführung der Mindestrente gehören soll. Andernfalls drohe der Eindruck: „Für die macht ihr alles, für uns macht ihr nichts.“

Der Artikel dann weiter:

Der von Gabriel vermittelte Eindruck ist falsch. Geld, das für Flüchtlinge ausgegeben wird, kommt durchaus auch anderen Teilen der Gesellschaft zugute.

Es wird von Migranten in die Läden getragen und belebt so den Konsum. Es wird in den Bau von Unterkünften gesteckt und nützt so heimischen Betrieben. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds kann das Wachstum durch die zusätzlichen Staatsausgaben schon im kommenden Jahr um 0,3 Prozent höher ausfallen (Lesen Sie mehr dazu im aktuellen SPIEGEL). Auch von längerfristigen Investitionen profitieren Einheimische – etwa, wenn nach vielen Jahren des staatlichen Rückzugs jetzt wieder mehr Geld in den sozialen Wohnungsbau gesteckt wird.

Natürlich würde das Geld genauso den Konsum beleben, wenn es nicht an Flüchtlinge ausgezahlt wird, sondern an Ostdeutsche. Insofern scheint mir dieser Einwand wenig sinnvoll zu sein. Und es wird Geld in den sozialen Wohnungsbau gesteckt, der Markt für Wohnungen ist aber gleichzeitig erheblich belastet, weil ja für die Flüchtlinge auch Wohnungen benötigt werden. Es dürfte er das Gefühl verstärken, dass man jetzt, wo es anderen zugute kommt, eben Geld ausgegeben wird.

175 Gedanken zu “Wie erreicht man die Unzufriedenen? #Chemnitz

  1. Gut, jedes Land ist anders, aber eines muss man ja festhalten: Seit den 1980er Jahren ist in Europa und in den USA das Phänomen Rechtspopulismus aufgetaucht. In der Schweiz die SVP,l in Italien Forza Italia und Lega Nord, in Frankreich der Front National in Österreich mit Haider die FPÖ etc. Deutschland ist in Europa quasi ein Nachzügler. Sie hat es bis vor kurzem geschafft, rechtspopulistische Parteien klein zu halten, bis nun die AfD aufgetaucht ist. Von daher greift mir die Analyse von Oskar Lafontaine zu kurz, wenn er quasi alles auf sozialpolitische bzw. sozioökonomische Faktoren herunterbrechen will. Weil wenn wir schauen, wer die Rechtspopulisten wählt, dann sind es ja unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen: überdurchschnittlich werden sie von Männern gewählt, überdurchschnittlich werden sie von Leuten gewählt, die wenig kulturelles Kapital besitzen, überdurchschnittlich werden sie von Leuten gewählt, die nicht im Staatssektor tätig sind und somit der freien Marktwirtschaft oder der Globalisierung ausgesetzt sind. Gewählt werden sie auch eher von einer Bevölkerung, die einer relativen Deprivation ausgesetzt sind: Das ist wichtig: also nicht eine objektive Deprivation ist maßgebend, sondern quasi eine subjektive Deprivation. Das ökonomische Kapital ist hier also zweitrangig. Viel wichtiger scheint das kulturelle Kapital zu sein. Insgesamt greift also eine Verteilungskrise zu kurz, um die AfD oder den Rechtspopulismus zu erklären. Vielmehr geht man eigentlich von einer Trias aus: Verteilungs- Repräsentations- und Identitätskrise aus. Also sozio-ökonomische Faktoren, plus politische Faktoren, plus kulturelle Faktoren können das Phänomen erst so richtig erklären.

    • Das sehe ich auch so. Bezüglich rechter Parteien war Deutschland bislang der Außenseiter. Die AfD ist ein Stück politische Normalität. Der Osten Deutschlands bildet das besser ab, weil wir Ossis den westdeutschen Schuldkomplex wegen der Nazizeit nicht besitzen.

      • Ich habe mich gefragt, ob nicht das DDR Regime der Grund war, die Nazikultur als Widerstand über die Zeit zu helfen. In der DDR machte man ja alles Mögliche, um sich dem Regime zu widersetzen. War das Nazitum eben auch so ein Weg, wenn nicht sogar die extremste Form? Die DDR verteufelte die Nazis ja andauernd, um gegen den Westen Stimmung zu machen, der ja als Nazisreich dargestellt wurde. Aus diesem Grund hätten dann diese Leute aus der Nazikultur auch kein Problem mit der Flagge schwarz-rot-gold (sieht man dauernd), was ja sonst nicht verständlich ist.

        Die ökonomischen Erklärungsmuster sind bullshit, das hat bei der Analyse des Islamismus schon überhaupt nicht hingehauen und haut auch hier nicht hin. Die Leute aus der DDR sind einfach gewohnt, dass ihr totalitärer Staat alles für sie machte, mögen sie ihn auch gehasst haben. Diese gleiche Anspruchshaltung existiert weiter fort und auch die Nazieinstellung, weil sie als Racket, als politische Erpressung, weiter funktioniert.

        Aber dass hier eine ehrliche und sachliche Analyse der Situation stattfindet, so dass sinnvoll gehandelt werden kann, glaube ich leider nicht. Das Deutschland mit dem schlechten Gewissen braucht diese Nazis und daher werden sie alimentiert werden, eine Symbiose könnte da entstehen.

        • Die Bundesreiseministerin rät:
          Besuchen Sie Deutschlands Nazi-Naturschutzgebiet Sachsen und hauen Sie ein paar Nazis um!
          (Ich denke da an die Vorlage des alten Films „Westworld“ mit dem sagenhaften Yul Brunner)

          • Kann man bei euch in der BRD eigentlich noch ohne Schussweste und Integralhelm spazieren gehen? Ich frag ja nur. 🙂

        • „Die ökonomischen Erklärungsmuster sind bullshit, das hat bei der Analyse des Islamismus schon überhaupt nicht hingehauen und haut auch hier nicht hin.“

          Als einzige Erklärung halte ich das auch für eine Ausrede. Mittlerweile gibt es im Westen Städte, die weit trostloser aussehen, als viel im Osten. Und da rottet sich auch kein rechter Mob zusammen, um Ausländer zu jagen.

          Mein Erklärungsversuch geht eher dahin, dass dort im Osten Ausländer schlicht Exoten im sonst homogenen Straßenbild sind. Und da greifen bei persönlichem Verdruss schnell archaische Denk- und Verhaltensmuster. Schmerzt mir der Bauch, haben die Juden Araber den Brunnen vergiftet und gehören verbrannt.

          • Das glaube ich nicht. Natürlich gibt es im Westen Städte, die praktisch dem Verfall preisgegeben werden. Und natürlich sind im Osten Städte und Straßen saniert worden.
            Das hilft dem Einzelnen aber nicht weiter. Und so sieht er dann vielleicht auch nicht, wie sehr er als „Wirtschaftsflüchtling“ bisher profitiert hat.
            Aber auch wieder nicht. Denn Häuser und Straßen kann man ja nicht essen.
            Ich teile durchaus Christians Theorie, dass Menschen sich abgehängt fühlen und (mehr oder weniger berechtigt) glauben, für alle anderen sei Geld da – nur für sie nicht.

          • „Ich teile durchaus Christians Theorie, dass Menschen sich abgehängt fühlen und (mehr oder weniger berechtigt) glauben, für alle anderen sei Geld da – nur für sie nicht.“

            Die Meinung teile ich auch.
            Ich verweise eben nur darauf, dass der Umgang mit solchen Gefühlen unterschiedlich sein kann.
            Im Osten kann man sich im Selbstmitleid suhlen und den Grund für die Strukturdefizite darin suchen, Ossi und damit bewusst benachteiligt zu sein – genau das Stereotyp übrigens, das auch Feministinnen für Frauen bedienen – oder in Fehlentscheidungen der kommunalen Selbstverwaltung, wie es im Westen geschieht.

        • Ganz würde ich die ökonomisch Erklärung dennoch nicht abtun. Es gab div erst vor kurzem eine Übersicht über Unterschiede in Gehältern etc. in welchen die ostdeutschen Bundesländer deutlich die hinteren Ränge belegen – und das lässt sich nicht (nur) mit fehlender Unternehmensdichte, fehlende Stammsitze von Unternehmen etc. erklären. Betrachtet man beispielsweise Unternehmen mit Sitzen in Ost- und Westdeutschland so gibt es neben weniger Lohn häufig auch weniger Leistungen wie bspw. Angebote zu Altersteilzeit o. ä. ohne dass hier eine schlechtere Leistungsfähigkeit/-bereitschaft zugrundeliegen kann. Wie ist es bspw. zu erklären dass es bei der Reinigungsbranche einen (schlechter) bezahlten Tarif Ist gibt? Ist das denn keine strukturelle Benachteiligung? Da lohnen sich schöne Straßen auch nicht wirklich und von niedrigeren Kosten kann auch nicht die Rede sein. Vergleicht man die Münchner Innenstadt mit irgendeinem Provinzdorf ist das was anderes, aber bei Strukturgleichen Regionen merkt man lernen großen Unterschied. Und auch andere Themen wir z. B. bessere Kinderbetreuung ist nur auf den ersten Blick gegeben, dir ist quantitativ zwar vorhanden, aber qualitativ kann im „Ostern“ eine Einrichtung, bei der sich eine Erzieherin, (entsprechend den sächsischen Vorgaben zu Betreuungsschlüssel durchaus legitim zurechtgerecht) um 17 Kindergartenkinder kümmert kaum als „bessere Versorgung“ bezeichnet werden, oder?

          Also hier gibt es meiner Meinung nach eine deutliche „Zweiklassengesellschaft“ die strukturell auch von der Regierung weiter abgesegnet wird (Stichwort Rente ist/Rente West – so lang es weiterhin solche gelebten Unterschiede der Regierung gibt wird sich da auch auf anderen Ebenen wenig tun)

  2. Es gab in letzter Zeit praktisch jede Woche einen spektakuären Mord oder eine Vergewaltigung von Deutschen durch Migranten; dazu mit dem Messer, auf die scheußlichste und brutalste Art. Da erwartet man allen Ernstes, dass es keine Reaktionen von Seiten der Bevölkerung gibt?

    Und die jetzigen Reaktionen von Politik und Medien drehen sich praktisch ausschließlich um Rechtsradikalismus und Rassismus der Deutschen, während die Gewalttaten der Migranten schulterzuckend abgetan werden.

    Ich muss auch sagen ,dass ich wütend bin auf unsere Politiker und vor allem auf die Medien, die unfassbar parteiisch agieren.

    • Jeden Tag passieren auch Übergriffen von Deutsch auf Deutsche. Warum sind die dir und den Medien oder den „besorgten Bürgern“ egal? Sind Opfer von Deutschen weniger wichtig? Mal abgesehen davon, dass wir so wenig Straftaten wie seit über 25 Jahren haben. Aber immer schön Angst verbreiten und Panik schieben.

      • Wir machen uns auch Sorgen um den Grund, weshalb die Straftaten seit 25 Jahren sinken.
        Es wird wohl an der Überalterung liegen und gerade dieses Heer der Alten, was schwer zu schützen ist, wenn MesserAlis das Stadtbild bestimmen, wird ja auch realtiv oft neuerdings Opfer der Bereicherung.

      • „Jeden Tag passieren auch Übergriffen von Deutsch auf Deutsche. Warum sind die dir und den Medien oder den „besorgten Bürgern“ egal? Sind Opfer von Deutschen weniger wichtig?““

        Genau *das* ist doch gerade das generelle Problem, @Lassic, dass Straftaten von Deutschen so grotesk schwerer gewogen werden als diejenigen von Nicht-Deutschen. Ein Hitlergruss ruft eine besinnungslose Empörung hervor und die Untaten des IS erregen Mitleid, Antiamerikanismus und Antisemitismus, alles im Gewand des besten moralischen Gewissens.

        • „Ein Hitlergruss ruft eine besinnungslose Empörung hervor und die Untaten des IS erregen Mitleid, Antiamerikanismus und Antisemitismus, …“

          Quatsch. Nun roll mal nicht vom Teppich.

          Der Hitlergruß ist seit 1945 verboten, also kein Vergehen, das erst die „Linken“ verfolgen
          und ich kenne NIEMANDEN, der Mitleid mit dem IS oder Verständnis für dessen Untaten hat. Und das mit dem Antiamerikanismus und Antisemitismus hat sooooooooooooooo einen Bart …

          • Irgendwie habe ich die letzten paar Threads den Eindruck, als ob @Alex sich zu einer irgendwie höheren Mission berufen fühlt, was ich reichlich schade finde. Hätte ich Spaß an dem Level, müßte ich ihm jetzt was von „zionistischer Weltverschwörung“, oder so, entgegenhalten.

          • @Carnofis
            „ich kenne NIEMANDEN, der Mitleid mit dem IS oder Verständnis für dessen Untaten hat“

            Freilich war das sehr zugespitzt, dennoch ist´s so. Das Mitleid versteckt sich hinter der Anteilnahme für „die Menschen dort“ und allerlei Relativierungen, in der Form, den gesamten IS als Problem des Klimawandels zu deuten etwa (eine EU Ministerin machte das, noch nicht so lange her). Dann äussrt das sich in den ganzen Verschwörungstheorien, dass USA, Mossad, beide oder zusammen mit den Saudis oder mit dem heiligen Geist den IS begründet haben.
            Klares Verständnis und Übereinstimmung für den IS zeigte bisher nur die Britische Studentenvereinigung, NUS, nachdem der oberste Posten im Sinne der Diversity gefüllt war.

            @Fiete
            „höheren Mission berufen fühlt“

            Der Antisemitismus ist das Zentrum, der Abschlussstein, der ganzen progressiven Intersektionalität und steht über Feminismus und auch Rassismus.
            Man kann das derzeit ganz gut am Fall Corbyn studieren, das ist das Modell zu dem die ganze Linke sich entwickeln wird, wenn sie nicht aufwacht und den sich von dem Identitätsmüll radikal losmacht.

          • @ Alex:
            „Der Antisemitismus ist das Zentrum, der Abschlussstein, der ganzen progressiven Intersektionalität und steht über Feminismus und auch Rassismus.“

            Genau dieses Hurra-Level meine ich, danke für das Paradebeispiel.
            Ich hätte mir keine blödere Flachformel ausdenken können.
            Das ist kaum mehr als Knobloch-Format.

          • Lesen kannst du doch eigentlich, oder?
            Es geht nicht darum, wie lange der Hitlergruß verboten ist, sondern wie übertrieben hart im Vergleich zu anderen Delikten darauf reagiert wird.
            Auf Nebenkriegsschauplätze auszuweichen zeugt von fehlenden Argumenten.

          • @Fiete
            „Ich hätte mir keine blödere Flachformel ausdenken können.“

            Das ist kein dummer Spruch. Der Antisemitismus als höchste Form des Intersektionalen stammt einfach vom Positionswechsel der UdSSR gegenüber Israel in den 60ern. Als oberstes Heiligtum des Antikolonialismus und Antiimperialismus wurde Israel als Speerspitze des verruchten Westens hingestellt. Die kommunistischen Linken mussten sich dem beugen. Das entscheidene akademnische Werk ist Saids Orientalismus, welches den ganzen Postkolonialismus und das mit den „PoC“ und Whiteness ermöglichte und begründete. Ein Werk, welches Grössenordnungen einflussreicher ist als das von Butler mit Gender. Butler ist natürlich Said-Schülerin, beide hass(t)en sie Israel wie die Pest.

            Feminismus und anti-weisser Rassismus werden, wegen der Konstruktion des Intersektionalismus, nur Zwischenstadien sein und in den Antisemitismus überführen.

            Die Progose für Deutschland wäre, dass der Antisemitismus in den nächsten Jahren extrem zunehmen wird und Feminismus und dieser Rassismus zurücktreten. Diese Entwicklung hat in GB schon stattgefunden. Ach ja, die Stellen, die vorgeben dagegen was zu unternehmen, sind natürlich auf dem linken Auge vollkommen blind.

      • Ja Deutsche begehen auch Verbrechen, schlimm. Aber dass Menschen, die eigentlich kein Recht haben, sich überhaupt in Deutschland aufzuhalten, Morde begehen, ist völlig überflüssig und vermeidbar, wenn die Politiker ihre Arbeit machen.

        • „Aber dass Menschen, die eigentlich kein Recht haben, sich überhaupt in Deutschland aufzuhalten, Morde begehen, ist völlig überflüssig und vermeidbar, …“

          Interessant.
          Berichte uns mal Näheres über den Fall.
          Ich weiß bis jetzt nur, dass ein Deutscher erstochen wurde und dass ein Iraker und ein Syrer als Tatverdächtige festgenommen wurden.
          Genügt schon wieder nur der Tatvorwurf fürs Urteil?
          Habt Ihr schon den Bremer Kinderschänderfall verdrängt?
          https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjx0rCdu5LdAhUrM-wKHTerDskQFjACegQIBxAB&url=https%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fpanorama%2Flynchjustiz-bremen-1.4015671&usg=AOvVaw0aI1e-trVlPRp4UHf6T6LJ

          • Interessant ist eher, wie ohne irgendwelche Infos ( und offenbar obwohl es sie gibt ), einheitlich ein rechter Hassmob konstruiert und auf „die DDR“ hochgejazzt wird.
            Wenn in Bärlin aber z.T. regierungsbeteiligte Parteigänger eine illegale Terrorveranstaltung nutzen, um gemeinsam mit der Schwarzblock-SA Sharia zu spielen und versuchen eine ( legale! ) Frauendemo zu steinigen, weil Rechte dabei sind, ist das komischerweise keinen Skandal wert.

            Da habe ich für „besorgte Bürger“, die gegen bestehende Nogo-Areas in der chemnitzer Innenstadt protestieren mehr Verständnis, zumal bei der angebl. „Hetzjagd“ kein einziger Migrant umgebracht wurde, im Gegenteil wurden jenen wohl schlimmstenfalls die öffentlich getragenen Messer weggenommen.

          • @Fiete: Der letzte Teil deiner Argumentation ist Quatsch. Wenn du von einer Rotte Menschen verfolgt wirst, die dir ziemlich offensichtlich nicht freundlich gesinnt sind, wirst du die Entmesserung nicht als völlig harmlos erleben.

            Es ist allerdings auch mein Eindruck, dass hier wieder mal mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn es um die Ausübung von Gewalt geht.

      • Du sagst dich, es gibt einen Rückgang der größte Gewalttaten, aber seit einer gewissen Zeit X gleichzeitig einen massiven Anstieg von Gewalttaten, soll dieser Anstieg den nicht thematisiert werden, nur wo es auch „andere“ gibt?

  3. Dieser Kommentar bewegt sich im Rahmen der linken Klassenanalyse. Der Autor nimmt an, dass der Normalbürger nur von seinn persönlichen Interessen und vom Klassenneid bewegt ist. Dass die BÜrger im Osten vielleicht das Gemeinwohl, das Vaterland im Blick haben und übles kommen sehen und sich darin bestätigt sehen, dass sie es stets kommen sahen während die dumme Bunte Republik das Land ruinierte und sie von oben herab behandelte und behandelt, das scheint die Vorstellungen der westlichen Linken und auch des Autors zu übersteigen. Prof. Werner Patzelt hingegen hat das gut erfasst und gegenüber Phönix erklärt.

      • Wohl wahr. Als waschechter Ossi mit Kontakten in die Heimat Brandenburg kann ich bestätigen, dass mir viele dort Lebende erzählen , dass die hiesige Berichterstattung der Medien sie an die DDR erinnert.

    • Ja, die Analyse von Patzelt trifft es recht gut. Interessanterweise gibt es auch ein „Non-Paper“ aus dem Oktober 2015 das eine Prognose abgibt, die zumindest nicht ganz weg ist von dem Phänomen welches wir im moment (bisher mehr im Osten als im Westen) auch sehen:

      ++++++
      „Der hohe Zuzug von Menschen aus anderen Weltteilen wird zur Instabilität unseres Landes führen“, warnt demnach ein mit Sicherheitsfragen vertrauter Spitzenbeamter. „Wir produzieren durch diese Zuwanderung Extremisten, die bürgerliche Mitte radikalisiert sich, weil sie diese Zuwanderung mehrheitlich nicht will und ihr dies von der politischen Elite aufgezwungen wird“, befürchtet er weiter. Seine Prognose ist düster: „Wir werden eine Abkehr vieler Menschen von diesem Verfassungsstaat erleben.“

      Eine Integration Hunderttausender illegaler Einwanderer in Deutschland sei angesichts der Zahl und der bereits bestehenden Parallelgesellschaften gar nicht möglich, befürchten Sicherheitsexperten. Stattdessen „importieren wir islamistischen Extremismus, arabischen Antisemitismus, nationale und ethnische Konflikte anderer Völker sowie ein anderes Rechts- und Gesellschaftsverständnis“, heißt es in einem unterschriftslosen Papier, das unter hochrangigen Sicherheitsbeamten des Bundes kursiert und der „Welt am Sonntag“ vorliegt.

      Das Non-Paper beinhaltet eine klare Warnung: „Die deutschen Sicherheitsbehörden sind und werden nicht in der Lage sein, diese importierten Sicherheitsprobleme und die hierdurch entstehenden Reaktionen aufseiten der deutschen Bevölkerung zu lösen.“

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article148000968/Sicherheitsexperten-entsetzt-ueber-deutsche-Politik.html
      ++++++

      Viele (besonders im Osten) nehmen auch die Zunahme nicht als berreicherung war. Sehen im Westen bzw. Berlin ehr eine zunahme von Konflikten in Schulen, Stadtvierteln etc.

    • @floymasika

      Er redet von genau dem hier: „Dass die BÜrger im Osten vielleicht das Gemeinwohl, das Vaterland im Blick haben und übles kommen sehen und sich darin bestätigt sehen, dass sie es stets kommen sahen“ – ein Horde rechter Paranoiker, die in einer Filterblase leben und unfähig sind, politische Interessen politisch zu artikulieren.

      Wenn man Angst hat um die Finanzierbarkeit der sozialen Sicherungssysteme, sollte man über „soziale Sicherungssysteme“ reden.
      Wenn man mehr sozialen Wohnungsbau will, dann sollte man über „sozialen Wohnungsbau“ reden.
      Wenn man die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West will, sollte man über dieses Thema reden.

      Nur Rechte schaffen es, zu den eigentlichen politischen Themen die Fresse zu halten, weil sie keinerlei Lösungen zu bieten haben und gleichzeitig ihre politische Agenda hinter nebulösen Allgemeinplätzen, wie „Gemeinwohl“ und „Vaterland“ zu verbergen.

      Je nach Verständnis von „Vaterland“ und dem, was diesem nütze, ist jede beliebige Politik durchsetzbar.
      Es ging bei der Agenda 2010+Hartz4 um die steigende Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands – unserem Vaterland – und dies dient natürlich dem Gemeinwohl!
      Wer könnte jetzt noch etwas gegen die Agenda 2010 haben?!
      Doch offensichtlich nur linksversiffte Gutmenschen, nicht wahr?
      Schade, dass dies von der rot-grünen Koalition durchgesetzt worden ist…

      Mit einem solchen Gerede über ein höheres „Gemeinwohl“ kann man jeden Rotz gegen die Interessen der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung durchsetzen.

      • „ein Horde rechter Paranoiker, die in einer Filterblase leben und unfähig sind, politische Interessen politisch zu artikulieren.“

        Hat Mutti von Aldi nicht das richtige Argumentationsniveau?

          • Bist du high? Das Argument ist, dass du ein nicht valides Argument verwendest, indem du Kritiker des System als Hordenmitglieder bezeichnest, die unfähig sind, sich zu artikulieren. Der naheliegende Schluss daraus ist, dass Leute die Klappe halten sollen, wenn sie nicht am akzeptierten Diskurs anschließen können. Das Argument „Sockenpuppe“ wird vornehmlich als Kampfargument in feministischen Netzwerken verwendet, um missliebige Meinung herauszukegeln. Was ist los mit dir? Hat Chemnitz einen Blutsturz in deinem Gehirn verursacht? Möglicherweise explodiert die männerrechtliche Gesinnung, wenn sie mit der linken Ideologie kollidiert. Einfache Männer auf der Straße werden dann zur Horde.

          • @qw

            Ich sprach präzise von einer „Horde rechter Paranoiker, die in einer Filterblase leben und unfähig sind, politische Interessen politisch zu artikulieren.“
            „Der naheliegende Schluss daraus ist“, politische Interessen politisch zu artikulieren.

            „Sockenpuppe“ wird von mir vornehmlich verwendet, wenn ich den begründeten Verdacht hege, es werden accounts verwendet, um bestimmte Meinungen ins Forum einzuschleusen, die der Originalposter nicht offen verwenden würde.
            Gell?

            „Hat Chemnitz einen Blutsturz in deinem Gehirn verursacht?“
            Nein, gar nicht, sondern ich habe mit einiger Abscheu erlebt, wie eine Horde Nazis die Empörung über die Ermordung eines Menschen instrumentalisierten, um Selbstjustiz/Menschenjagden zu betreiben und die Polizei kam in einer Stärke und Ausrüstung zum Zuge, die beinahe an „let it happen on purpose“ erinnert.

            Dass die Empörung seitens der Rechten ernst gemeint war, kann man m.E. verneinen, denn das Opfer hatte einen Vater aus Kuba und wurde – wenn die Medienberichte stimmen – früher von eben diesen Rechten verprügelt, weil er nicht deutsch genug aussah.

          • Nee, @Crumar,
            Selbstjustiz und Menschenjagd können höchstens im ganz geheimen Eckchen gewesen sein. Es gibt offenbar keinen dokumentierten Hinweis auf derartiges. Wäre da etwas nennenswertes gewesen, gäbe es entsprechende Verletztenzahlen. Gibt’s aber nich, weil da war nix.
            Daß Rechte wie Linke irgendwelche Demos zu eskalieren versuchen, ist Normalzustand in D. und eher administrativ gefördert, als ernstzunehmenden Teilnehmern an den Demos zuzuschreiben.

            Was ich den Chemnitzern hoch anrechne ist, daß sie ihre Demo eben gerade nicht von den Eskalateuren sich haben kaputtmachen lassen, wie das in Hamburg bei G20 ja „höchst erfolgreich“ durchgeführt wurde.
            Diesmal waren es recht klar die ganz normalen Bürger, die die Übermacht hatten und sie auch ordentlich nutzten. Ergo: Überhaupt kein Grund zur Hysterie.
            Der Punkt geht eindeutig an Otto&Else N. und ihr Demokratieverständnis.

          • @Fiete

            Bullshit.
            Wenn ich mir anschaue, in welcher Mannschaftsstärke und mit welcher Ausrüstung die Polizei antrabt, wenn 200 Antifas auf einer Demo angekündigt sind und mit welcher auf angekündigt (!) mehrere tausend Nazis reagiert wird, ist das Missverhältnis kaum zu übersehen.

            Die polizeiliche „Überforderung“ ist eine Legende, dass der richterliche Haftbefehl auf einer rechten Site veröffentlicht werden konnte zeigt, wie verankert Nazis in den Strafverfolgungsbehörden sind.

          • „Horde rechter Paranoiker, die in einer Filterblase leben und unfähig sind, politische Interessen politisch zu artikulieren.“

            Dem stimme ich zu, Worauf aber gleich die Kritik folgt, dass es die historische Aufgabe der Linken war, diesen Leuten eine Stimme zu geben und ihre Interessen zu vertreten, diesen Leuten, die sich nicht so eloquent auszudrücken vermögen. Die Pseudolinke, und ich nenne sie aus gutem Grund so, verachtet diese Menschen, deren extremste Vertreter sich den Faschismus herbei sehnen. Die Linke hatte auch immer die Aufgabe, diese Menschen vor dem Abgleiten in den Faschismus zu bewahren, sie sozusagen zu zivilisieren. Total fail.

  4. „ohne rechtfertigenden Grund“
    Wodurch wäre den ein Dreifachmordversuch zu rechtfertigen?

    „Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds kann das Wachstum durch die zusätzlichen Staatsausgaben schon im kommenden Jahr um 0,3 Prozent höher ausfallen“

    Das ist dreist! Es wird teuer, das Scheiß-BIP sieht dadurch besser aus, also ist es gut, newahr?

      • Man hätte mit dem Geld für die Migranten unsere gesamte Infrastruktur sanieren und fit für die Zukunft machen können.
        Statt dessen verschwenden wir es für eine fragwürdige Integrationspolitik und Sozialleistungen für nichtdeutsche Staatsbürger.
        Absurd.

      • Das ist die übliche „broken window fallacy“ der Sozialisten. Denen geht es nur darum ihre Macht auszubauen. Sie werden ja alternativlos, als Zahlmeister der empfangenden Schichten. Es ist einfach eine Politik der Vermassung, der Weg in Kommandowirtschaft und Diktatur. Schon tausendmal so gelaufen, ein Extrembeispiel geht gerade in Venezuela zuende (natürlich schauen die linken Jubelperser von einst gezielt weg, sie wollen ja auch nicht lernen sondern herrschen).

      • Kleine Ergänzung:
        Wir (die Sozialsysteme) geben anderen Geld, damit diese bei den Kapitaleignern einkaufen. Also kommt zu der Finanzierung der Migration in die Sozialsysteme noch die klassische Umverteilung von Unten nach Oben hinzu.

    • Was ist mit dem Geld das in die Heimatländer überwiesen wird? Kaufen die dort deutsche Produkte davon? Oder hat jemand von hier dort einen Laden? 🙂

      „Migranten und Flüchtlinge in Deutschland überweisen jedes Jahr Milliarden an ihre Familien zu Hause. Die Bundesregierung unterstützt diese Art der Entwicklungshilfe.“

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article178507882/Geldtransfers-Migranten-ueberweisen-Milliarden-nach-Hause.html

    • Es handelt sich um ein gigantisches Konjunkturpaket. Genau wie der Aufbau Ost es war.
      Das Problem ist aus meiner Sicht (siehe Paul Collier) das die Gewinner der Migration in der Politik gut repräsentiert sind, die Verlierer aber nicht. Und die Verlierer müssen zum Dank auch noch den Großteil der Integrationsarbeit leisten. Ist schon nachvollziehbar das moralische Appelle nicht gehört werden.

    • Diese Rechnungen mit dem BIP Wachstum sind totaler Käse meiner Ansicht nach, weil die relevante Kennziffer ist nicht das BIP des ganzen Landes, sondern das Pro-Kopf-BIP, das bestimmt, wieviel Wertschöpfung pro Kopf stattfindet. Das ist die Grundlage für den Reichtum der Menschen. Bei 1,5 Millionen Neubürgern (ca. 2% Bevölkerungswachstum) nur ein BIP-Wachstum von 0,3% zusätzlich zu erwirtschaften bedeutet erstmal eine erhebliche Einkürzung des Pro-Kopf-BIP, d.h. der durchschnittliche Bürger wird dadurch ärmer. Es ist wirklich Quatsch, wenn Gegenteiliges suggeriert wird oder gar ein Wirtschaftsbook phantasiert wird.

  5. Ich bin etwas erschrocken, selbst in diesem Blog die egalitärfrömmlerische Klassenanalyse, deren Mutter der Feminismus ist, als Leitkultur zu erkennen.

    • @floydmasika

      Du redest im Durchschnitt einen unglaublichen Unsinn daher und das liegt unter anderem daran, dass du mit rechter Ideologie versucht zu tarnen, keinerlei Ahnung zu haben.

      Ein Beispiel: Bitte definiere und dann identifiziere „Klassenanalyse“ in dem von Lafontaine gesagten:
      „Die Hauptursache des Aufstiegs der AfD ist aber der von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen zur verantwortende Sozialabbau der letzten Jahre. Unsichere Arbeitsplätze, niedrige Löhne, sinkende Renten und Kürzungen bei den sozialen Leistungen haben zu einer latenten Wut der Millionen geführt, die davon betroffen sind. Nach einer Untersuchung des DIW haben 40 Prozent der Deutschen heute weniger Einkommen als in den 90er Jahren.“

      Er legt den Finger auf die sozioökonomischen Ursachen einer Krise in ganz Deutschland, die Binsenweisheiten sein müssten.
      Erschwerend kommt hinzu, dass in der ehemaligen DDR:
      „In 2017 feiern wir 27 Jahre der deutschen Wiedervereinigung. Viele Dinge haben sich in der Zeit angeglichen oder zumindest angenähert. Aber wie steht es um die Gehälter
      Anhand von 339.006 Gehaltsdaten haben wir eine Analyse zum Gehaltsvergleich von alten und neuen Bundesländern durchgeführt. Hierfür haben wir Gehälter nach der Postleitzahl regional eingeordnet und miteinander verglichen. Außerdem haben wir exemplarisch die Durchschnittsgehälter für ausgewählte Branchen und Berufe ausgewiesen. Zu diesen Branchen zählen der Handel, der Industrie- und IT-Sektor sowie das Gesundheitswesen. (…)
      Die Auswertung hat ergeben, dass die Gehälter in den alten Bundesländern bei durchschnittlich 42.968 Euro im Jahr liegen. Spitzenreiter sind die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Wenn wir uns das durchschnittliche Gehaltsniveau in den neuen Bundesländern anschauen, kommen wir auf ein Ergebnis von 34.308 Euro jährlich. Vor allem der Stadtstaat Berlin liegt mit 41.020 Euro jährlich jedoch eindeutig über diesem Durchschnittsgehalt.
      Im Gehaltsvergleich ergibt sich also ein Ost-West-Gefälle von insgesamt 25 Prozent.
      https://www.gehalt.de/news/ost-west-vergleich-gehaltsunterschiede-in-deutschland

      Die Jubelarien u.a. des DGB, es sei eine Annäherung der Tariflöhne vollzogen worden ist nicht nur eine Halbwahrheit, sondern sie ignoriert einen entscheidenden Fakt:
      „Laut WSI erreichten die effektiven Bruttolöhne im Osten im vergangenen Jahr nur 83 Prozent der Effektiv-Entgelte im Westen. Dieser Wert ist seit 2009 unverändert. Faktisch ist die reallohnbezogene Annäherung bereits seit 20 Jahren fast zum Stillstand gekommen. Denn bereits 1995 erhielten Beschäftigte im Osten effektiv 79 Prozent der Westlöhne. Seither näherte man sich also um gerade vier weitere Prozentpunkte an: eine Aufholjagd nach Schneckenart.

      Dass die Entwicklung der Tariflöhne und der tatsächlich gezahlten Effektivlöhne so unterschiedlich verlief, hat mit der schwachen Tarifbindung der ostdeutschen Wirtschaft zu tun. Mittlerweile arbeiten nur noch 47 Prozent der Beschäftigten im Osten in tarifgebundenen Betrieben, 1998 waren es noch 63 Prozent gewesen. Zwar nahm die Tarifbindung im Westen ebenfalls ab, allerdings auf deutlich höherem Niveau: Dort werden derzeit 60 Prozent der Beschäftigen nach einem Tarifvertrag bezahlt, gegenüber 76 Prozent im Jahr 1998.“
      https://www.ksta.de/wirtschaft/ost-west-vergleich-lohnangleich-von-ost-und-west-noch-nicht-vollendet-22559654#

      Aber selbst das ist – wie bereits ausgeführt – nur die halbe Wahrheit und im Artikel weiter:
      „Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich aber auch im Tarifvertragsbereich noch bemerkenswerte Unterschiede. Die durchschnittliche tarifliche Wochenarbeitszeit lag 1991 im Osten bei 40,2 Stunden und sank bis 2014 auf 38,7 Stunden. Die Vergleichswerte für den Westen liegen mit 38,1 und 37,5 Stunden spürbar darunter. Zugleich gibt es im Westen mit 28,8 Tagen einen um durchschnittlich einen Tag längeren Urlaub. Auch die Vereinbarungen zur Höhe des Weihnachts- und des Urlaubsgeldes weichen laut WSI in manchen Branchen voneinander ab.“

      Auch bei eigentlich identischen monatlichem Brutto-Einkommen laut Tarifvertrag ist der tatsächliche Verdienst pro Stunde natürlich niedriger, wenn man 4,8 Stunden länger dafür arbeiten muss.
      Dass hier ganz offensichtlich von gleichen Lebensverhältnissen in Ost und West gar keine Rede sein kann ist offensichtlich.

      Das sind alles reale Gründe und wenn du diesen etwas entgegen zu setzen hast, dann tu das, aber hör bitte mit der rechten Schwafelei auf.

      • „Du redest im Durchschnitt einen unglaublichen Unsinn daher und das liegt unter anderem daran, dass du mit rechter Ideologie versucht zu tarnen, keinerlei Ahnung zu haben.“

        Jeder Kommentar eine Beleidigung. Wenn ich floydmasika richtig verstehe, meint er, die aktuelle Problemlage lässt sich nicht allein durch eine Angleichung der ökonomischen Verhältnisse lösen.

        • @qw

          Der letzte Kommentar ist mit so vielen Informationen und Quellen zu der herrschenden UNGLEICHHEIT versehen, das ist nur sehr schwer zu überlesen.
          Wenn hier jemand nach dem Motto verfährt, „I am offended, hence you must be wrong!“ ist das nicht mein Problem.

          Die Rechten nutzen das entstandene Gefühl in den neuen Bundesländern aus, nur noch Bürger zweiter Klasse zu sein und damit keine Missverständnisse aufkommen: Genau so war die Konstruktion gemeint.
          Wenn man bewusst „Niedriglohnländer“ innerhalb Deutschlands schafft und die Herstellung gleicher Lebensverhältnisse nach 25 Jahren noch immer nicht gelungen ist, sollte man sich nicht wundern, wenn sich dieses Gefühl verfestigt.

          Die politischen und ökonomischen Verhältnisse sind weder vom Himmel gefallen, noch von Flüchtlingen verursacht worden.
          Die Wut entsteht, weil der Staat auf einmal Handlungsfähigkeit signalisiert, wo es vorher hieß, die „Marktkräfte werden es richten.“
          Siehe oben – das hat nicht stattgefunden.

          Dass Flüchtlinge etwas mit der Tarifbindung deutscher Unternehmen, Tarifverträgen, dem sozialen Wohnungsbau, der grassierenden Leiharbeit zu tun haben ist erkennbar Mumpitz. Das wären aber die tatsächlich relevanten politischen Fragestellungen.

    • Ein weiteres Motiv der Bevölkerung ist der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung direkt in ihrer Stadt auf ihrem Volksfest. Das war nicht das erste mal sondern schon auf dem letzten Volksfest so und seit dem immer intensiver. Die Behörden hatten die Innenstadt ein paar Dutzend orientalischen Psychopathen überlassen, und die Bürger trauten sich nach vielen üblen Rohheitsverbrechen nicht mehr auf die Straße. Es ging also nicht nur um Sorge um das nationale sondern auch das lokale Gemeinwohl, und letztere war mit dem Anlass noch viel enger verknüpft. Die ganze soziologische Spekulation ist überflüssig und unnütz. Es ist einfach davon auszugehen, dass Menschen und insbesondere Männer eben auch politische Wesen (zoon politikon) sind, und dass sie das durch gemeinsame Demos ausleben statt sich in dem von Linken beherrschten Salon mühsam zu akkreditieren und aussortieren zu lassen.

    • Sehr interessantes über Sachsen und die Verachtung der dortigen Bürger für die Lügenpresse, die ständig Sachsen unter Generalverdacht stellt und dabei regelmäßIg gelogen hat (wie auch diesmal wieder), bringt auch Alexander Wendt auf PublicoMag gerade. Es ähnelt dem, was Patzelt erklärt, wird aber noch einiges konkreter.

  6. Übrigens haben sich sciencefiles und der Danisch sich zu Chemnitz in den letzten Tagen diverse Male geäußert und erzählen ein komplett anderes ( oder zumindest überhaupt ein ) Bild der Lage in der Stadt. Z.B., daß die dortige Innenstadt keineswegs von „AfDlern“ zur „Nogoarea gemacht“ wird, sondern, daß sie es längst ist, ungefähr analog zu berliner Verhältnissen.

    Auch soll der ( hust ) „rechtfertigende Grund“ ein Raubmord gewesen sein. Und die „zwei Verdächtigen“ sollen eine Bande von rund 10 Leuten gewesen sein. Bei der „Hetzjagd“ wurden angebl. offensichtlichen Migranten die Messer weggenommen, da die Polizei derartiges scheinbar nicht leistet.

    Kurz: Die MSM faseln ziemlich sicher gezielt Bullshit, um die Stimmung gegen die Ostdeutschen aufzuwiegeln.

    • Es gab wohl auch mehrere Demos und die bürgerliche Demo und die der Fußball-Hooligans in einen Topf werfen, dient nicht der Erkenntnis.

      Um mal mehr Bezug zu alles Evolution herzustellen, mir scheint, das Problem ist, dass sowohl Medien als auch große Teile der Politik dem Intersektionalismus anhängen und entsprechend berichten bzw agieren. Das führt zu Spannungen, denn Ostsplaining der „bösen“ Ostdeutschen ist nicht das eigentliche Problem. Die große Frage ist, wie kommen wir vom Intersektionalismus wieder weg und fangen an, Probleme korrekt zu analysieren und zu lösen? Zumindest FDP und CDU/CSU.

  7. Das Schmankerl an diesem Vorfall ist aber, dass der Mann einer Frau nachts zu Hilfe kam, um einen sexuellen Übergriff oder sogar schlimmeres zu verhindern. Dafür wurde er erstochen.

  8. „Natürlich würde das Geld genauso den Konsum beleben, wenn es nicht an Flüchtlinge ausgezahlt wird, sondern an Ostdeutsche. Insofern scheint mir dieser Einwand wenig sinnvoll zu sein.“

    Das ist korrekt. Die Aussage in dem Artikel beruht auf einem Trugschluss.
    Wenn es nämlich nicht gelingt, den Flüchtling in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dann wirkt er letzten Endes als „ökonomische Senke“, d.h. er bindet die Wirtschaftsleistung derer, die Güter und Dienstleistungen für ihn herstellen, ohne selbst solche hervorzubringen. Insgesamt müssen also mehr Menschen von einer gleichbleibenden Zahl von Arbeitern versorgt werden, was zu einer wirtschaftlichen Schwächung führt.

    Man kann nun argumentieren, dass wir diese Schwächung in Kauf nehmen sollten, um den Flüchtlingen zu helfen. Allerdings stellt sich dann die Frage, inwieweit jemandem geholfen ist, indem man ihn in eine Sozialwohnung setzt und mit Sozialleistungen rundum alimentiert. Ein sinnvolles Dasein sieht anders aus.
    Sofern man nicht eine neue permanente Unterschicht schaffen möchte, muss für die Flüchtlinge, die sich nicht integrieren können oder wollen, eine andere Lösung gefunden werden.

    Dass Helmut Kohls „blühende Landschaften“ nicht Wirklichkeit geworden sind, ist indessen keinesfalls die Schuld irgendwelcher Ausländer, sondern ein völlig hausgemachtes deutsches Problem. Die Deutschen investieren nicht mehr in Hochtechnologie, sie lehnen weiteres Wirtschaftswachstum ab, sie sägen an ihrer eigenen Stromversorgung, in dem sie unregelmäßig arbeitende Quellen mit niedrigen Nutzungsgraden (Solar: 11%; Wind: 17%) künstlich ins Netz pressen. Ich muss zugeben, ein wenig kann ich die Ausländer verstehen, die sich von Deutschland unbeeindruckt zeigen und sich daher nicht anpassen wollen — wer ist schon von einem Land beeindruckt, das auf keine seiner Leistungen mehr stolz ist, das seine eigene Technologie verschrottet und nur noch Rückbau und Schrumpfung will. Auch der Aufbau der wirtschaftlich schwachen Ostregionen kann mit dieser Grundeinstellung nicht gelingen.

    https://www.novo-argumente.com/artikel/kreative_zerstoerung_statt_nachhaltigkeit

    • „Die Deutschen investieren nicht mehr in Hochtechnologie, sie lehnen weiteres Wirtschaftswachstum ab“

      Das ist ja nichtmal das Problem, die wenig gebildeten Neuankömmlingen würden ja erst mal einfacher einsteigen, Gastronomie, Dienstleistungen, etc. Aber da sind die regulatorischen Hürden so hoch, dass selbst Studierte überfordert sich, eine Pommesbude zu gründen. Dieses Land ist krass unternehmerfeindlich, da man das Land der Grossindustrie ist, das Land und Siemens und Co. Und die brauchen die ungelernten Fliessbandarbeiter am anderen Ende der Welt und nicht in Deutschland,

    • Stimmt, lass mal lieber in so Hochtechnologie wie Kohle und Gas investieren. Dir ist schon klar, dass die Erneuerbaren Energien der mit am schnell wachsenste Wirtschaftssektor ist? Vor allem, sich einerseits beschweren man würde keine Hochtechnologie fördern und dann Hochtechnologie wie Wind, Solar und co. verdammen.

      • Sorry, die erneuerbaren Energien sind wirtschaftlich vor allem ein grosser Schwindel. Sagen Dir zB Prokon und Solar World was? Auch und grade der Vorzeigekonzern Tesla ist eine einzige Verlustmaschine und ihr Chef ein totaler schwindeliger Spinner, wie das in der Branche so üblich ist.

        Das Geld dort ist bislang doch sehr fehlinvestiert. Und dann kommen noch die Chinesen, die das mit der fake-Wirtschaft noch viel besser können und verliert auch noch… 😦

      • Sie wachsen, weil sie mit enormen Summen künstlich vom Staat alimentiert werden. Ohne 25 Milliarden Euro/Jahr via EEG würde die Solar- und Windblase sofort kollabieren.

        Der Knackpunkt ist hier die Energieflussdichte. Je konzentriert Energie freigesetzt werden kann, desto wirtschaftlicher und effizienter ist das Ganze, da die Menge an erforderlichen Mensch-Arbeitsstunden und an Material, das verarbeitet werden muss, umso geringer ausfällt, je kompakter die Energiequelle ist.

        Noch aufschlussreicher als die Energieflussdichte ist die Kenngröße EROI: Energy Returned on Investment. Sie sagt, wieviel Joule nutzbare Energie von einer bestimmten Technologie bereitgestellt werden kann für jedes Joule, das im Vorfeld erforderlich ist, um das Kraftwerk zu bauen, zu warten, den Brennstoff anzuschaffen, etc. Je größer der EROI, desto leistungsstärker und wirtschaftlicher ist die Energiequelle.

        Wind, Solar, Biomasse u.ä. erreichen nur geringe EROIs: Weniger als 20, Photovoltaik sogar nur ca. einen EROI von 5 — dies liegt am prinzipiellen Problem der geringen Leistungsdichte von Sonnenlicht am Erdboden und Windströmungen und an der zeitlichen Variabilität dieser Quellen und kann nicht durch weitere Forschung einfach „überwunden“ werden: die geringe Effizienz resultiert aus der Physik selbst. Fossile Kraftwerke erzielen Werte um 30, Wasserkraft bis 50, der Leichtwasserreaktor um 75 (mit Laser-Anreicherung bis 110). Bedenkt man, dass der Brennwertunterschied zwischen Kohle und Uran bei 2 Millionen liegt, ist letzterer Wert ernüchternd. Der Leichtwasserreaktor ist viel zu ineffizient, u.a., weil er überwiegend das seltene Isotop Uran 235 nutzt und nicht das häufige Uran 238. Um letzteres zu nutzen, sind fortschrittliche Kernreaktoren mit schnellem Neutronenspektrum und effizienter Aufarbeitung, beispielsweise Flüssigbrennstoffreaktoren erforderlich. Diese könnten EROIs bis 10.000 (!) ermöglichen, was die Leistungsfähigkeit unserer Industrie auf ein völlig neues Niveau heben würde.

        Der Unterschied zwischen Hochtechnologie und „weniger hoher Technologie“ liegt also in den EROIs. Zukünftige Entwicklungen müssen zu höheren Werten hin erfolgen und nicht zu niedrigeren. Deutschland sollte in Kerntechnik vierter Generation investieren, so wie Russland und China, und nicht in Windmühlen, eine Technologie, die im 18. Jahrhundert perfektioniert wurde, für eine Industriegesellschaft aber ungeeignet ist.

        „Energy intensities, EROIs, and energy payback times of electricity generating power plants“
        https://festkoerper-kernphysik.de/Weissbach_EROI_preprint.pdf

        • Da verhedderst Du Dich in Milchmädchenrechnungen, @Curie.
          Auch irgendwelche „EROIS“ unterliegen der selektiven Zahlenpfuscherei aus Geschäftsinteresse.
          Nur ein einfaches Beispiel:
          „Je konzentriert Energie freigesetzt werden kann, desto wirtschaftlicher und effizienter ist das Ganze“
          Da wurden vorsätzlich die Verlustgrößten verschwiegen ( und jetzt komme mir nicht mit Kryotechnik o.ä., da die in nächster Zukunft nicht, wenn überhaupt je, wirtschaftlich einsetzbar ist und somit komplett als Argument flachfällt, wiewohl Nuklearanhänger davon natürlich hochbegeistert sind ).
          Schon die von Dir als erheblicher Faktor vorausgesetzte Konzentration ( im Endeffekt Zentralisierung der Produktion ) erhöht die Verluste immens, wodurch die ganze „EROI“-Rechnerei zu Propaganda verkommt.
          Ohne konsequent von der Suche nach den entsprechenden Ressourcen – UND ZWAR ALLEN – an, bis zum endgültigen Abschluss von Entsorgung/Recycling zu kalkulieren, sind solche „Berechnungen“ nur für einen Zweck dienlich, nämlich Bullshit zu verbreiten, resp. ( bei vernunftsfähigen Menschen ) sie einfach in die Tonne zu treten.

          • Wenn du mal etwas sorgfältiger in das Paper von Weissbach et al. hineingeschaut hättest, wüsstest du, dass es sich um eine komplette Lifecycle-Analyse handelt, eben „bis zum endgültigen Abschluss von Entsorgung/Recycling“.

            „Bullshit/Propaganda“ — mit solchen Ad Hominems stellst du dich auf das Niveau der Social Justice Warriors. Der Versuch, eine Industriegesellschaft mit diffusen, unzuverlässigen Energiequellen zu betreiben, wie Solar, Wind und Biomasse, ist in der Tat gleichwertig mit der Behauptung „es gibt unendlich viele Geschlechter“ — nämlich unwissenschaftlich und unrealistisch.

    • „Die Deutschen investieren nicht mehr in Hochtechnologie, …“

      Huch, das muss ganz neu sein. Ich überlege gerade, mich mit einer kleinen HiTec-Schmiede selbständig zu machen und kriege Unmengen an verschiedenen Förderangeboten.

      „… sie sägen an ihrer eigenen Stromversorgung, in dem sie unregelmäßig arbeitende Quellen mit niedrigen Nutzungsgraden (Solar: 11%; Wind: 17%) künstlich ins Netz pressen.“

      Der Wirkungsgrad (ich nehme mal an, das meinst Du mit „Nutzungsgrad“) einer Energiequelle sagt allein noch nichts über ihre Wirtschaftlichkeit aus. An der Energiespeicherung, dem eigentlichen Problem bei unregelmäßig anfallender elektrischer Energie, wird mit Hochdruck gearbeitet – auch mit meiner Firma, so sie denn geboren wird.
      Und wenn unregelmäßig arbeitende Quellen „künstlich“ ins Netz „gepresst“ werden, beschreib mir mal Quellen, die ihre Energie „natürlich“ und anscheinend elegant gleitend ins Netz abgeben.
      Deutschland produziert fast ständig weit über eigenen Bedarf Strom und exportiert ihn dann als Überschuss zu Dumpingpreisen ins Ausland, weil die riesigen zentralen Kraftwerke viel zu träge sind, sich auf veränderte Bedürfnisse einzustellen.

      • Aber @Carnofis, Du willst hier doch nicht tatsächlich den Vorteilen konsequenter Dezentralisierung das Wort reden, oder?

        Aber im Ernst, das Speicherproblem und die Ressourcen- u. Verlustfragen scheinen noch nicht mal ansatzweise gelöst zu sein. Jedenfalls fällt mir kein besserer Grund ein, warum die Energiewendepolemiker diese Fragen radikal abwürgen.

        Ist ähnlich dämlich wie die Antierdölfraktion, welche stets predigt, daß man sich doch schnell ein E-Auto ( am besten schön schwer ) kaufen soll.

        Typische „Mehr davon“- Strategie.

        • „Aber @Carnofis, Du willst hier doch nicht tatsächlich den Vorteilen konsequenter Dezentralisierung das Wort reden, oder?“

          Die derzeitige Versorgungsstruktur stammt aus den frühen 30er Jahren und hatte damals in ihrer Form sicher ihre Berechtigung.
          Aber spätestens ab den 70er Jahren war sie nur noch eine Lizenz zum Gelddrucken für die Multis.
          Die elektrischen Wirkungsgrade dieser Riesenkraftwerke liegen optimalst irgendwo in den 30ern Prozent. Kein Problem, solange man die ungenutzten 70% als Monopolist den Kleinkunden mit auf die Rechnung schreiben konnte.
          Selbst schlechte kleine BHKW haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad, weil sie die Abwärme teilweise mitnutzen und Leitungsverluste minimalisiert sind. Aber da fließen natürlich keine Gewinne mehr in die Taschen von eon und Co.
          Das hatten wir schon Anfang der 90er unseren Gemeindevertretern vorgerechnet.
          Nach Druck durch das OVG (der Energieversorger hatte sich in die Stadtwerke eingekauft und eine Sperrminorität einräumen lassen) wurde der Weg freigemacht, selbst Strom zu kaufen, zu verkaufen und bei Bedarf zusätzlichen auf dem freien Markt einzukaufen.
          Für die Bürger bedeutete das die niedrigsten Strompreise von ganz S-H.

          „Aber im Ernst, das Speicherproblem und die Ressourcen- u. Verlustfragen scheinen noch nicht mal ansatzweise gelöst zu sein.“

          Seh ich auch so, weise aber darauf hin, dass hier gerade sehr viel geschieht. Ich rechne mit großen Fortschritten in den nächsten 5 – 10 Jahren.
          Meine Vermutung geht in Richtung stationärer Brennstoffzellen und CO2-Wirtschaft.
          CO2 ist DER Energiespeicher der Zukunft. Pflanzen machen es vor. Sie binden Sonnenenergie, indem sie CO2 unter Zuhilfenahme von Wasser reduzieren und als Stärke, Cellulose und Öl speichern.

          „Jedenfalls fällt mir kein besserer Grund ein, warum die Energiewendepolemiker diese Fragen radikal abwürgen.“

          Da sehe ich eher ein kopfloses Losrennen, blinden Aktionismus – Stichwort E-Mobilität.

          • Ja, @Carnofis, klingt durchdacht ( wobei ich gestehen muß, daß ich mich nur am Rande und vor locker 30 Jahren mal so ein wenig mit Energie- u. Umweltfragen beschäftigt habe ).

      • Der Nutzungsgrad ist eine andere Kenngröße als der Wirkungsgrad.

        Letzterer beschreibt die Effizienz der Umwandlung von einer Energieform in eine andere. Beispielsweise erreichen handelsübliche Solarzellen Wirkungsgrade um 15%.

        Der Nutzungsgrad (Englisch: Capacity Factor) ist definiert als: Gesamte über einen längeren Zeitraum (z. B. 1 Jahr) bereitgestellte Energiemenge geteilt durch die Energie, die umgesetzt werden würde, wenn die Anlage über diesen Zeitraum pausenlos mit Nennleistung arbeiten würde.

        Fossile und Kernkraftwerke erzielen Nutzungsgrade von bis zu 90% oder mehr, onshore-Windkraft in Deutschland im Schnitt 17%, Photovoltaik nur 11%. Das ist eine Konsequenz der Meteorologie und steht nicht im Zusammenhang mit der Effizienz der Technik per se.

        Allgemeiner zum Thema Energie siehe meine Antwort auf Lassics Kommentar: https://allesevolution.wordpress.com/2018/08/29/wie-erreicht-man-die-unzufriedenen-chemnitz/#comment-356291 😉

          • Der Nutzungsgrad ist entscheidend, wenn ich wissen will, wieviel Energie eine bestimmte Technik wirklich liefert. Die Anzahl an Joule (oder kWh), die am Ende des Jahres real erzeugt wurden, berechnet sich nach der Formel:

            W = 3.16e7 s * P_peak * N,

            wobei 3.16e7 die Zahl der Sekunden pro Jahr, P_peak die Nennleistung und N der Nutzungsgrad ist.

            Die wichtigste Größe, um über Wirtschaftlichkeit einer Energiequelle zu entscheiden, ist jedoch der EROI (oder „Erntefaktor“ auf deutsch). Alle anderen Parameter wie Wirkungsgrad, „Nachhaltigkeit“ etc. sind bestenfalls zweitrangig. Genaueres zum EROI habe ich unter dem verlinkten Kommentar geschrieben. Detaillierte Berechnungen finden sich in einem Paper, das ich dort verlinkt habe.

        • „Der Nutzungsgrad ist eine andere Kenngröße als der Wirkungsgrad.“

          OK, wieder was dazugelernt.

          Dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass Du die „alternativen“ Energien schlechtrechnen willst und die konventionelle Technik in ein weit besseres Licht stellst, als es ihr zusteht.

          Der Wirkungsgrad von Solarzellen hat rasante Fortschritte gemacht in den vergangenen 20 Jahren. Das mag zwar den Nutzungsgrad nicht erhöhen, macht die Technologie dennoch stetig wirtschaftlicher.
          Und wenn Solarzellen auf Dächern zum allgemeinen Standard werden, dann ist es wurscht, ob die einzelne Anlage einen Nutzungsgrad von 11% hat, weil man sämtliche Anlagen im Verbund betrachten muss. Dann allerdings läge er mit Sicherheit nicht mehr so weit unter den 90% der Kohlekraftwerke.
          Ähnliches gilt für die Windkraft.

          Über Kernenergie brauchst Du mit mir gar nicht zu diskutieren. Selbst wenn die Kraftwerke 100%ig sicher WÄREN (was sie nicht sind), ist ihr Betrieb immer noch mit unkalkulierbaren Risiken verbunden.
          Die Entsorgung des radioaktiven Abfalls ist immer noch nicht geklärt und wird es wohl auch nie werden. Dazu sind die Lagerzeiten einfach zu lange. Ich bemühe da gern das Beispiel mit den ägyptischen Pyraminden. Man stelle sich einfach mal vor, dies seien vor 4.500 Jahren abgeschaltete und danach eingehauste Atomreaktoren. Dann würden die Meiler heute noch so strahlen, wie am ersten Tag und hätten über die gesamte Zeit unter ständiger Kontrolle stehen müssen. Seit ihrer Entstehung sind aber diverse Hochkulturen entstanden und wieder untergegangen. Über Jahrhunderte (Jahrtausende?) war sogar vergessen worden, welchen Zweck die Pyramiden einst erfüllen sollten.

          Gehen wir auf Kohleenergie.
          Die Braunkohle vor meiner Haustür soll noch bis 2035 halten, also gerade noch 17 Jahre.
          Insgesamt schätzt man die Lagerstätten noch auf 110 Jahre, wenn man den Verbrauch von 2014 zugrunde legt.
          http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52770/kohle-reserven
          Was aber ALLE Apologeten der konventionellen Kraftwerkstechnik unterschlagen, sind die sozialen Kosten, die nicht direkt der Energieerzeugung zugeschlagen werden, wie sie da z.B. die CO2-Erzeugung wären, Feinstaubbelastung, usw.
          Auf diesen Irrsinn mit der Energieerzeugung durch Fementation will ich gar nicht eingehen. Wer Lebensmittel anbaut, um daraus Biosprit zu erzeugen, der soll bis in die Ewigkeit in der Hölle schmoren.

          • „Dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass Du die „alternativen“ Energien schlechtrechnen willst und die konventionelle Technik in ein weit besseres Licht stellst, als es ihr zusteht.“

            Was hätte ich in meinem Leben eigentlich für Vorteile, wenn ich die absichtlich schlecht reden würde? 😉 Ich bin nicht mehr beim Institut für Festkörper-Kernphysik angestellt — materielle oder Karrierevorteile springen also für mich nicht dabei heraus.

            Ich kenne jedoch die Gesetze der Natur, die Physik. Aus dieser folgt, dass man diffuse Energiequellen (wenig Energie pro Elementarteilchen) nicht so effizient nutzen kann wie konzentrierte (viel Energie pro Elementarteilchen). Wenn du durstig bist, wirst du ja auch eine Quelle suchen und nicht mit offenem Mund durch den Nebel rennen.

            „Der Wirkungsgrad von Solarzellen hat rasante Fortschritte gemacht in den vergangenen 20 Jahren.“

            Naja, für Einschichtzellen krabbelt er halt auf das Shockley-Queisser-Limit bei 30% zu, experimentelle Mehrschichtzellen gelangen darüber. Aber selbst eine hypothetische Solarzelle mit 100% Wirkungsgrad wäre chemischen oder nuklearen Energiequellen hoffnungslos unterlegen. Warum dies so ist, steht in meinem Curiepolis-Roman:
            https://drive.google.com/file/d/1DfJtm2SMX_SW0N0we64xDfx2ba-1-acI/view?usp=sharing
            (Herr Hennigsdorf, ein Lehrer, und „Lew Myschkin“, ein Ein-Euro-Jobber, unterhalten sich. Lew Myschkin ist der Spitzname, den der Lehrer ihm gegeben hat.)

            „Und wenn Solarzellen auf Dächern zum allgemeinen Standard werden, dann ist es wurscht, ob die einzelne Anlage einen Nutzungsgrad von 11% hat, weil man sämtliche Anlagen im Verbund betrachten muss. Dann allerdings läge er mit Sicherheit nicht mehr so weit unter den 90% der Kohlekraftwerke.
            Ähnliches gilt für die Windkraft.“
            Nein.
            So funktioniert das mathematisch nicht. Nutzungsgrade wachsen nicht, wenn die installierte Gesamtleistung zunimmt. Sie sind eine Konstante, bei Solar und Wind vorgegeben durch meteorologische und astronomische Gegebenheiten (Tag-/Nachtlänge, Sonnenstand, Wolken, Nebel, Dunst).
            Würde man in Deutschland 1000 GW Solarzellen installieren, wäre der zeitgemittelte Ertrag 110 GW. Diese 110 GW würden in Form scharfer Spitzen erzeugt werden — bei strahlendem Sonnenschein im Sommer rast die Leistung auf 1000 GW, nachts oder bei dichter Bewölkung fällt sie auf Null. Sprich, entweder baut man Speicheranlagen von geradezu surrealistischer Größe (wir reden von Aktionen wie: Das Wasservolumen des Bodensees auf die Zugspitze heben), oder man schmeißt einen übergroßen Tauchsieder in die Nordsee, um den Überschuss an Sommertagen abzubrennen, oder man verkauft ins Ausland… wenn das Ausland das will: Polen neigt bereits dazu, die Verbindungen nach Deutschland dichtzumachen, da der wild fluktuierende Solar- und Windstrom das Netz destabilisiert.

            „Über Kernenergie brauchst Du mit mir gar nicht zu diskutieren.“
            Im Gegenteil — reden wir darüber. 😉

            „Selbst wenn die Kraftwerke 100%ig sicher WÄREN (was sie nicht sind), ist ihr Betrieb immer noch mit unkalkulierbaren Risiken verbunden.“
            Ja, so wie bei jeder Technik.
            Autos sind nicht hundertprozentig sicher, Schiffe, Motorräder, Flugzeuge. Du wirst sagen: Ja, aber die setzen bei Unfällen keine Radiotoxika frei. Das stimmt. Nur kann sich mein Körper innerhalb gewisser Grenzen regenerieren, wenn er ionisierender Strahlung ausgesetzt war, man spricht hier vom Hormesis-Effekt. Es gibt Anzeichen dafür, dass Strahlenbelastung unter 100 Millisievert/Jahr das Krebsrisiko sogar *senkt*, weil die Selbstreperaturmechanismen der Zellen angeregt werden. Wenn ich bei einem Autounfall oder Flugzeugabsturz zerschmettert werde, ist nicht viel mit Regeneration.
            https://www.welt.de/wissenschaft/article106502063/Die-Angst-war-schlimmer-als-die-Strahlung.html

            „Die Entsorgung des radioaktiven Abfalls ist immer noch nicht geklärt und wird es wohl auch nie werden.“
            Im Gegenteil. Es ist DIE EINZIGE INDUSTRIE, die ihren Abfall vollständig einschweißt und nicht in die Umwelt entlässt. Dies ist nur möglich, weil aufgrund der enormen Energiedichte von Uran (2 Millionen x chemische Brennstoffe) die umgesetzten Materiemengen vergleichsweise winzig sind. Ein Leichtwasserreaktor ohne Aufarbeitung verbraucht 160 Tonnen Uran pro Jahr, ein Kohlekraftwerksblock dagegen 10.000 Tonnen Kohle pro Tag. Tatsächlich gespalten werden sogar nur ca. 1.2 Tonnen. Dies erlaubt es, den Abfall hermetisch zu versiegeln. Natürlich sollte man darüber nachdenken, wo man die Behälter mit dem versiegelten Abfall einlagert.
            Tiefenlagerung in Gesteins- oder Salzschichten, wie sie gerade in Finnland anläuft, ist aber eine unkluge Wahl, denn die bestrahlten Brennelemente enthalten viele wertvolle Stoffe, die nutzbar gemacht werden können. Unter den Spaltprodukten finden sich Edelmetalle und seltene Erden (allerdings kein Gold). Das Uran 238, das den größten Anteil des Brennstoffs ausmacht, liegt nach Nutzung im Reaktor nahezu „jungfräulich“ vor. Es ist ein möglicher Brennstoff (genauer: Brutstoff) für Kernreaktoren mit schnellem Neutronenspektrum, unter denen die verschiedenen vorgeschlagenen Varianten des Flüssigbrennstoffreaktors am vielversprechendsten scheinen. Auch die im Atommüll in Spuren enthaltenen Transurane wie Plutonium 239 können in schnellen Reaktoren nutzbar gemacht werden.
            Insgesamt stehen in Form von abgereichertem Uran und bestrahlten Brennelementen 2 Millionen Tonnen Aktinide weltweit als Treibstoff für fortgeschrittene Schnellspektrum-Kernreaktoren bereit. Ihr Energiegehalt liegt bei 2 Millionen Gigawattjahren (elektrisch), hieraus ließe sich die momentane Weltstromerzeugung 700 Jahre(!) lang speisen.
            Zum Thema Atommüll kann ich auch den Vortrag von Rainer Klute empfehlen:
            http://nuklearia.de/atommuell/atommuell-vortrag/

            „Auf diesen Irrsinn mit der Energieerzeugung durch Fementation will ich gar nicht eingehen. Wer Lebensmittel anbaut, um daraus Biosprit zu erzeugen, der soll bis in die Ewigkeit in der Hölle schmoren.“
            Da hast du recht, Biosprit bzw. Biomasse überhaupt ist der größte Unsinn. Hölle finde ich übertrieben, es würde doch genügen, wenn der Biodiesel-Fan Sibel Schick heiraten muss oder so.

            „Was aber ALLE Apologeten der konventionellen Kraftwerkstechnik unterschlagen, sind die sozialen Kosten, die nicht direkt der Energieerzeugung zugeschlagen werden, wie sie da z.B. die CO2-Erzeugung wären, Feinstaubbelastung, usw.“

            Ja, wenn du keine Kohleverbrennung oder keine Kohlenwasserstoffverbrennung überhaupt möchtest, dann hast du aus Gründen der dahintersteckenden Physik genau drei Optionen:
            * Wasserkraft
            * Geothermie in Gesteinen mit hohem Wärmegefälle
            * Kernkraft

            Die sonstigen nichtfossilen Quellen (Solar, Wind, Gezeiten, Biomasse, Wellen, etc.) sind ohne Subventionen nicht lebensfähig, weil sie ihre Leistung aus diffusen, meist unregelmäßig arbeitenden Primärenergieströmen ziehen. Dies bedeutet, dass überproportional viele Arbeitsstunden und zu verarbeitende Materialmengen nötig sind, um eine bestimmte Energieportion nutzbar zu machen, so dass sich das Ganze ohne ständige staatliche Alimentierung blitzschnell ins wirtschaftliche Aus katapultieren würde.

            Wasserkraft und Hochgradienten-Geothermie stehen nicht überall zur Verfügung, sondern eben nur dort, wo es Flüsse mit hohem Gefälle und/oder Wasserdurchsatz gibt bzw. in Vulkanregionen (Island, Süditalien, u.a.). Es lohnt sich also, Kerntechnik im Auge zu behalten — eben Curiepolis und nicht „Windmühlendorf“ o.ä. 🙂

  9. „Vor der Flüchtlingskrise hatten die Leute ähnliche Gefühle, nur gab es eben den Sündenbock Ausländer noch nicht.“
    Nur ganz kurz dazu:
    Die Flüchtlingskrise ist kein Sündenbock, sie ist ein Symptom der Abwendung des Staates und seiner Syteme von den Interessen der einheimischen Bevölkerung.
    Genau wie Genderfeminismus, white guilt, Hartz IV, ESM, Bankenrettung, „der Islam gehört zu Deutschland“ usw. usf..
    Die Warnzeichen waren doch da, die Gründung der WASG nach Hartz IV; die Gründung der AfD nach der Eurorettung aber man musste ja immer weiter an der Schraube drehen und durch das Verteufeln des WHM noch mehr Kernklientel der etablierten linken Parteien vergrämen und diese eigentlich unwählbar machen.
    Irgendwann läuft das Fass halt über, da war die Flüchtlingskrise nicht der Sündenbock, nur der Tropfen.
    Noch zwei Beispiele dazu, dass die „Flüchtlingskrise“ nicht der Sündenbock ist:
    PEGIDA gab es schon seit 2014 – kein „Sündenbock Flüchtlingskrise“ sondern ein Symptom der Ablehnung der als negativ empfundenen religösen kulturellen Bereicherung.
    Welches Interesse solte die deutsche Bevölkerung haben, dass Gestalten wie Sami A. sich über 10 Jahre hinweg in den deutschen Sozialsystemen breit machen, während sie sich auf Kosten des Steuerzahlers durch die Instanzen klagen um die Ausweisung zu verhindern? Ganz klarer, von der Justiz geförderter und von dem Gesetzgeber organisierter Asylmissbrauch. Auch kein Sündenbock, sondern objektiv negatives Handeln des Staates zuungunsten der einiheimischen Bevölkerung.

    • Unter den Deutschen herrscht die Feigheit. Üble Leute werden beschwichtigt, bis über alle Selbstverleugnung hinaus, aber wenn die eigenen Leute sich nicht auch politisch korrekt verhalten, dann reagiert man sich an Ihnen ab, weil ja ohnehin keine Gegenwehr zu erwarten ist.

      Daher ist als Sündenbock de jour der „weisse, alte Mann“ so beliebt – der wehrt sich nicht und macht bei der Shitshow sogar noch gerne mit.

      In dieser moschen Moralität nistet sich natürlich politischer Extremismus ein, wächst und gedeiht.

  10. Das ist alles vollkommen aufgeblasen, ein Nazi-Wahn.

    Um mal ironisch den Misanthropen Augstein zu paraphrasieren: 10 Hitlergrüsse aus der Kloake der Gesellschaft und schon reisst der Firniss der Zivilisation. Das politische Deutschland erklärt daraufhin Sachsen insgesamt zur Kloake und stellt die Deutschen unter Kollektivverdacht: jeder könnte so einen Nazipartisanen unter dem Bett versteckt haben!

    Und das kurz bevor dem lupenreinen Demokraten Erdogan in Deutschland der grosse rote Teppich ausgerollt wird und A. Nahles schon mit dem durch Renten gegenfinanziertes deutsches Scheckheft winkt. Für die homegrown Nazis aus Sachen sollen aber auch ein paar Brocken abfallen, wie ihr Kumpel Siggi jetzt verlautbaren lässt.

    Man hofft jetzt nur noch, dass die Chefdiplomatin der Herzen und des herzlichen Bürgerengagements aus dem grossartigen Berlin sich ein Herz fasst und endlich das grenzenlose Leid der neuen Juden von heute ins Zentrum der Beachtung stellt. Denn auch hier muss der deutsche Steuerzahler ran, um die imperialistischen, rassistischen Aggressionen des Naziführers Trump Einhalt zu neutralisieren und die Finanzierung der palästinensischen Fiedensregierung und des UN F-lingswerks sicherzustellen. Als Notfallplan B sollte man unbedingt berücksichtigen, diese Menschen heim ins Reich zu holen, äh zu retten, und in Deutschland anzusiedeln, am besten in einer nazireinen Zone, wofür natürlich Sachsen prädestiniert ist, das sind ja alles welche da.

  11. Die Medien haben ein Naziproblem.
    Sonst keiner.
    Man neidet’s ihnen, denn eingebildete Nazis als Problem sind viel schöner als echte Messer im Leib.

    • Ich glaube, dass es eine gefährliche Strategie ist alle die keine ‚Gutmenschen‘ sind als ‚Nazis‘ zu bezeichnen. Auf diese Weise macht man Nazis, die vorher keine waren. Die Pseudolinken können nur überleben, wenn sie blinden Gehorsam und kompromisslose Verteidigung der Dogmen durchsetzen und alle anderen als Böse und Gegner brandmarken. Dies totalitäre entweder-oder Taktik wird ihr Untergang sein.

      • Davor ist es aber eine Wachstumsstrategie! Dass man als Bewegung dabei aber immer radikaler werden muss, hat man vorher natürlich nicht bedacht.

      • Die Glatzen, die es da in Chemnitz ja auch gibt und die man auch Nazis nennen darf weil sie es tatsächlich sind, die dienen der Pseudolinken Schickeria a la Augstein, Lobo und Konsorten doch nur noch als Distinktions-Wixvorlage.
        Etwas zynisch ausgedrückt: Die Sachsen könnt ihr nicht integrieren, aber mit den Syrern, Irakern und Somalis klappt das ganz bestimmt! Ok, das war jetzt polemisch.

        • „Die Sachsen könnt ihr nicht integrieren, aber mit den Syrern, Irakern und Somalis klappt das ganz bestimmt!“

          Das meinen die bestimmt. Und es ist mehr als nur eine „Distinktions-Wixvorlage“, es ist der „Leibhaftige“ ihrer progressiven Religion, die Verkörperung des Bösen (neben dem Präsidenten der USA).

  12. Pingback: Globaler Rechtsrutsch – Der lange Weg zum ersten Mal

    • Angeblich sollen die die Wähler sein. Stimmt aber natürlich auch nicht.

      Man klebt an diesem Narrativ vom Extremismus-durch-Armut wie die Fliegen an der Scheisse.

      • Ja toll, die Nachfrage steigt durch die Flüchtlinge, aber wir dürfen das über das Sozialsystem selber finanzieren, ein echtes Nullsummenspiel. Und im Gegenzug dürfen wir bald bis 70 arbeiten und bekommen keine vernünftige Rente mehr.

        • Diese Erklärung erscheint mir plausibel: https://gefira.org/en/2018/06/26/28011/

          Abnehmende Bevölkerung bedeutet weniger Konsum, weniger Nachfrage, weniger Wachstum, weniger Profit, deshalb muss die Abnehmende Bevölkerung durch Zuwanderer aufgefüllt werden. Dabei geht es auch nicht um Fachkräfte oder Rentenbeitragszahler, sondern nur darum, Nachfrage zu generieren für weiteres Wachstum der Unternehmen. Wie sich die Gesellschaft dabie entwickelt, ist egal. In Brasilien fliegen die reichen auch mit dem Hubschrauber zur Arbeit, weil die Straßen zu gefährlich sind.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung

          • „muss die Abnehmende Bevölkerung durch Zuwanderer aufgefüllt werden“

            Diese Argumentation macht nur Sinn, wenn man Deutschland als parktisch abgeschlossenes System sehen will, in dem die Renten durch Umlagen erfolgen. Und nicht einmal dann.

            Der antikapitalistische und antiliberale Krebs hat das Denkvermögen eines grösseren Teils der Deutschen, besonders der politischen Klasse, ausgeschaltet (besonders schlimm SPD und Grüne, da schenken sie sich mit der AfD absolut nichts), so dass es reicht mit dem staatlichen Beutel der Vollumsorgung zu klimpern, dann ist genug der Diskussion.

            Es zeugt von einem völligen Desinteresse an den Immigraten, dass hier eine offensichtlich groteske und vollkommen uninspirierte Fehleinschätzung der Lage stattfindet. Jeder und sein Hund weiss doch, dass die Schreckgespenste „Fachkräftemangel“ und „Entvölkerung“ seit Jahrzehnten durch die politische Landschaft spuken und für alles mögliche hinhalten mussten, zB für das Konzept der „Arbeitsagenturen“.

            Am Ende des Tages werden all die Immigraten vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, man macht mit ihnen ein politisches Geschäft, bei dem sich die politisch-korrekt Vernetzten auf Kosten der Allgemeinheit gesund stossen können und das war es dann im Grossen und Ganzen mit der „Willkommenskultur“.

            Ein vernünftiges Einwanderungsgesetz bekommt die Regierung seltsamerweise nicht hin, nur Gesetze zur Zensur, für Steuererhöhungen und Privilegierung von Partikularinteressen, das klappt reibungslos über Nacht.

          • Die UNO zumindest erklärt ja ganz offen ihre Absichten:

            „die Zahl der Einwanderer, die im Zeitraum 2000-2050 pro Jahr benötigt wird, um den Bestand
            der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu erhalten (Szenario IV), mit 6.500 Einwanderern auf
            4 Vereinte Nationen – Abteilung Bevölkerungsfragen, Bestandserhaltungsmigration
            1 Million Einwohner in Italien am höchsten ist, gefolgt von Deutschland mit 6.000 Einwanderern
            pro Jahr auf 1 Million Einwohner.“

            http://www.un.org/esa/population/publications/migration/execsumGerman

            Das macht eine halbe Million Einwanderer pro Jahr.

          • @El Mocho, das sind die üblichen Sandkastenspielereien von denen. Und kein direkter Beleg für irgendeine Agenda. Die UN hat in Deutschland so in etwa das Renommee der katholischen Kirche im Mittelalter, da ist *unbedingter* Glaube gefragt. Man will ja auch sein Art Schneeballsystem mit der staatlichen Rente nicht in Frage stellen — und schwupps — finden die Leute, dass Einwanderung ja die Lösung aller Problem ist.

            Der „no borders“-Wahn scheint auch von den Progressiven nicht mehr favorisiert zu werden und auf den Nachbrenner geschoben, der Klimawandel bleibt das Hauptzugpferd derzeit.

  13. Kleine Frage an den Admin: Könnte es sein, daß beim letzten Punkt der Aufzählung oben im Hauptartikel ein paar Worte fehlen? Dort steht nur:

    „•Flüchtlinge“

    Ist das vielleicht unvollständig?

  14. Gibt es eigentlich irgendwo konkretere Informationen darüber, was in Chemnitz in den letzten Tagen tatsächlich abgelaufen ist? Man hört und liest in den Medien ständig von rechten Randalen, Hetzjagden, Pogromstimmung, rechtem Mob, aber irgendwie kaum Details. Konkret habe ich bisher nur erfahren, dass Hitlergrüße gezeigt, einige Migranten bedrängt und Flaschen geworfen (von wem?) worden sein sollen.
    Natürlich ist auch das schon zu verurteilen und sollte geeignete Konsequenzen nach sich ziehen. Aber falls tatsächlich das Gewalt- und Aggressionslevel nicht höher ist als bei einer durchschnittlichen Antifa-Demo, finde ich die Berichterstattung sehr fragwürdig.

    Und welche Folgen es für die Einstellung vieler Normalbürger haben wird, dass medial und politisch wieder nur auf die Rechten eingedroschen, der Anlass dafür aber weitgehend ignoriert wird, will ich mir lieber nicht vorstellen. Ich finde diesbezüglich die Artikel von Danisch sehr aufschlussreich. Dabei ist es völlig egal, ob die dortigen Darstellungen stimmen – dies ist schlicht der Eindruck, den man auch als denkender Mensch gewinnen muss, und der Glaubwürdigkeitsverlust von Politik und Medien wird weiter voranschreiten.

      • Dieser Augenzeuge, den Lengsfeld hier anführt, redet als „allwissender Erzähler“, was ihn unglaubwürdig macht, vor allem in Verbindung mit der Anonymität. Auch nicht zur Glaubwürdigkeit beitragend ist es, dass er seine Wertung so penetrant anbringt, was zB soll das mit der unsinnigen Bemerkung „Offensichtlich war es eine vegane Jagd.“
        Weil man kritisch sein muss, ist das unter politischer Meinungsmache abzuheften.

      • Der „Insiderbericht“ ist aber sehr sehenswert.

        Solche Erfahrungen habe ich auch gemacht und deshalb meine ich auch, die Ursache des ganzen Problems ist Feigheit. Sobald brutale Gewalttypen aufkreuzen, werden die Feiglinge gleich unterwürfig und extrem freundlich, aber wenn mal Musik vom Nachbarn zu hören ist, dann kann das Drama nicht gross genug sein.

      • Habe mir gerade noch ein paar Videos dazu angeschaut und komme zu dem Schluss, daß Lügenpresse für den medialem Mainstream hier absolut angebracht ist. Die Einschätzung von 800-1000 Teilnehmern ist offensichtlich falsch, es waren deutlich mehr, es gab keine Zusammenrottungen o.ä., insgesamt war die Demo äußerst friedlich. Die Polizei hat gute Arbeit gemacht, die Demoordner waren besonnen und diszipliniert, zwischen den Parteien standen Kamerateams gelangweilt herum, Passanten flanierten auf der Strasse.
        Kurz gesagt: der Fehler, der zur Eskalation hätte beitragen können, lag, wie wohl meistens, bei der Innenbehörde/Klemmbrettfraktion. Eine geographisch wie zeitlich gleiche Gegendemo zu scheinlegalisieren ist schlicht kriminell.

        Wobei vermutlich ein wesentlicher Mitgrund für den friedlichen Verlauf war, daß die Gegendemonstranten, resp. deren Führer, viel zu wenig Randalemasse organisiert gekriegt haben.
        Und die Hauptdemo hatte offenbar keine Lust auf unkontrollierten Krawall.

        Das Gelaber vom „Braunen Mob“ ist somit schlicht lächerlich.

        • „…daß die Gegendemonstranten, resp. deren Führer, viel zu wenig Randalemasse organisiert gekriegt haben.“

          Ja, es ist interessant, dass die Antifa zu einem Anlass, wo tatsächlich mal eine größere Anzahl Rechtsextremer vorhanden war, eher spärlich erschienen ist…

  15. Hervorragende Diskussion hier im Forum!
    Eine der großen (und äußerst seltenen) Qualitäten dieses Blogs: daß „links“ und „rechts“ miteinander debattieren.

    Danke an alle für ihre Beiträge.

    Sagt ein (eher) Linker hier

  16. Obwohl gebürtiger Chemnitzer (na ja, eigentlich noch Karl-Marx-Städter 🙂 ) kann ich noch keine echten Eindrücke beisteuern, da Eltern und Schwiegereltern eher am Stadtrand wohnen.

    Chemnitz war immer primär eine linke Stadt. Das sollte man wissen. Zu meiner Gymnasialzeit, war die Zentralhaltestelle Tummelplatz von Punks, es gibt(gab?) ein alternatives Jugendzentrum (AJZ) welches in erster Linie Linksradikale anzog (ich war dort sogar mal bei einem „Konzert“ von „anarchist acadamy“). „Rechte“ kamen eher aus dem Umland.

    Was mir beim vorliegenden Fall den Puls in die Höhe treibt und auch bei mir die Mordlust weckt, ist die absolute Unverschämtheit der Medien, die die vollkommen vorhersehbare Reaktion auf den brutalen und sinnlosen Mord als rechtsextremes Problem darstellt (den Mord als Auslöser oft gar nicht erwähnt). Nicht nur die Frechheit, dass sie Berichte über Straftaten unterdrückt, die Täter nicht nennt, nicht recherchiert, sie hetzen sogar offen gegen diejenigen, die Merkels Politik ausbaden müssen. Erinnern wir uns: die Messerstecher sind überwiegend illegale Migranten, die haben hier überhaupt nichts verloren! Dazu kommt der Eindruck, dass die Justiz die Täter mit Samthandschuhen anfasst, die vollversorgt werden, während man uns klar macht, dass das jetzt halt so hinzunehmen sei.

    Nein! Ist es nicht! Und vergesst den ganzen Blödsinn mit den armen Ossis, das spielt keine Rolle (mehr). Die Sache läuft längst auf einer ganz anderen, fast schon persönlichen, Ebene. Die Leute (mich eingeschlossen) haben ganz massiv die Schnau*e voll von der unverschämten linken Bevormundung! Der Zensur, der Tatsache, dass die Medien lügen und einen erziehen wollen, ausgerechnet die dümmsten Eier! Die unverschämte Frechheit und Doppelmoral von Politik und Justiz. Selbst mein Vater, eigentlich ein Fan und Gewinner der Nachwendepolitik, sagte letztes Wochenende zu mir: „das ist fast schlimmer als zu DDR-Zeiten“.

    Das wird sich Bahn brechen, da könnt ihr drauf wetten! Entweder in Form der AfD oder indem sich (analog zu arabischen Clans und gewaltaffiner Antifa) vermehrt Untergrundnetzwerke bilden. Die ganz Rechten haben das ohnehin schon und sie werden im bürgerlichen Lager enorm an Zuwachs gewinnen.

  17. Vergleichbar irre ist das Stück aus Heins „Salonkolumnisten“, in dem Sachen als das Südstaatenpendent Deutschlands hingestellt wird 😀

  18. Das hier ist bemerkenswert schleimig, dieser Fazke Patrick Bahners:

    „Wir Republikaner müssen endlich radikal werden, so radikal, wie es zum Begriff des Republikanismus gehört. Schluss mit Defätismus und Appeasement.“

    „Eine Republik ist per se radikal. Im neunzehnten Jahrhundert war die Republik die radikale Alternative zu den konstitutionellen Monarchien, die den hierarchischen Aufbau der Ständegesellschaft nicht radikal verwarfen.“

    „Radikaler Republikanismus heißt die Republik beim Wort nehmen, heißt Gleichheit ernstnehmen. Und eben daran lassen es führende Politiker unserer Republik fehlen. Sie tolerieren, dass es wieder Bürger erster und zweiter Klasse geben soll.“

    „Einen Bürger anderer Hautfarbe, Sprache oder Religion als Gleichen anzunehmen: Das ist die Zumutung, gegen die der Mob sich zur Wehr setzt. Ermutigt von Politikern, die das Ressentiment als berechtigte Sorge verstehen wollen.“

    Einfach nur ein Schmock. Dank @SophiePassmann gefunden, wie passend. Spiesser, die gerne zur Gewalt aufrufen würden, sich das aber nicht trauen, die neuen „Untertanen“ von heute.

  19. Einige bei den Regierenden und der moralischen Mehrheit in diesem unserem Land können es anscheinend kaum abwarten nach Notstandsgesetzen zu rufen. Schliesslich muss das höchste Gut der Demokratie, die Pressefreiheit, gesichert werden:

    „Die Basis spricht aus, was der Teil der Führung, der in der AfD politisch überleben wird, anstrebt.“

    Äh??

  20. –> „Lieber Herr Erdogan. Wenn Sie deutsches Geld brauchen, empfehle ich Ihnen deutsche Geiseln zu nehmen. So liefern Sie uns die richtigen Argumente Ihnen Geld zu geben.“

    „@cem_oezdemir, Bundestagsabgeordneter und ehem. Parteivorsitzender von @Die_Gruenen lehnt jegliche #Finanzhilfen ohne Gegenleistungen durch die #Türkei ab“

    Das *ohne Gegenleistungen* ist zentral. Unten ist dann von „Freilassungen“ von „Gefangenen“ die Rede, die „zu Unrecht in den Gefängnissen sitzen“. Denn eigentlich ist das Erdogan-Regime gar nicht so schlimm und in den Gefängnissen sitzen zumeist ja Schuldige ….

  21. Unvollständige Analyse. Längst geht es um Minderheitenwerdung, Verlust der Heimat, Tribalismus. Ein Knall ist nicht mehr zu verhindern. Ich erwarte Ministerpräsidenten der AfD in sämtlichen ostdeutschen Ländern und langfristig eine Abspaltung des Gebietes der ehemaligen DDR. Eine Balkanisierung Deutschlands ist nicht mehr abzuwenden aber wir werden wenigstens den Osten retten. Der Westen kann gerne total verbuntent-besoffen dem Abgrund entgegen torkeln.

  22. Der Haftbefehl wurde geleakt:
    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=468449

    Bei
    http://www.anonymousnews.ru/
    angeblich sogar ungeschwärzt (habe ich spontan aber nicht gefunden).

    Laut Haftbefehl stach der Täter „ohne rechtfertigbaren Grund“ 5 Mal auf den Getöteten ein. Was das genau heißt, wird wohl erst vor Gericht rauskommen (Raub, Streit, etc.).

    Es gibt noch einen Mitbeschuldigten, wie das mit der Behauptung einer 10 Mann starken Gruppe zusammenpasst, wer weiß. Die Gerüchteküche brodelt ja, kein Wunder, bei der dürftigen Informationspolitik.

  23. „Die Ausschreitungen in #Chemnitz schlagen internationale Wellen: Neben zahlreichen Medien aus dem Ausland äußert sich nun auch der Hochkommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen.“

    Der sagt doch bestimmt: „Israel ist schuld!“? 😀

    „Bilder von Menschen, die ausgerechnet in einem geschichtsbewussten Land wie Deutschland den Hitlergruß zeigten, hätten ihn in hohem Maße schockiert, sagte der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Seid Ra’ad Al Hussein, am Mittwoch in Genf.“

    „Unterdessen schockieren die Vorfälle auch die internationalen Medien. Die „BBC“ fragt, wie stark Rechtsradikale im Osten Deutschlands vertreten sind, die „New York Times“ erinnert an die rechtsextremen Ausschreitungen Anfang der Neunzigerjahre in Hoyerswerda. Die britische „Independent“ nennt die Tötung des deutsch-kubanischen Chemnitzers „Mord“. Auch der „Guardian“ schreibt von „Mord“ und fragt, inwiefern die rechtsradikale Stimmung mit der AfD zusammenhängt.“

    Die gesammelte Creme de la Creme der ausländischen links-progressiven „Israel ist schuld!“-Medien, lol

    • Die UN ist mit ihren Umsiedlungsplänen und Verträgen in Hinterzimmern eine der Hauptverantwortlichen für den ungehemmten Menschenverkehr.

  24. Die Linksregressiven leben und schwelgen ja extrem gerne in der Vergangenheit, weil die Gegenwart ihnen viel zu wenig Rechtfertigug für ihre Weltverbesserungspläne liefert. Und damit die Nazi-Hysterie in die richtigen Kanäle abfliesst gibt es einen erbaulichen Artikel über den Ku-Klux-Klan. Natürlich mit dem üblichen „1984“-mässigen Geschichtsrevisionismus: „Feindbild Nummer eins: Immigranten“. Natürlich war das „Feindbild Nr. 1“ vom KKK die Schwarzen.

    Leider wartet man vergeblich auf Beschwerden, die in dem Immigranten-Framing eine Apologie der Sklaverei sehen, etc. Dafür fehlt in diesem Land leider die nötige Wokeness. Noch.

  25. Zumindest nicht mit Hysterie und haltlosen Vorwürfen. Ob man die Situation noch einfangen kann weiß ich nicht. Der Osten steuert auf den mehr oder weniger offenen Aufstand zu und ich habe meinen Verdacht wo die Sympathien der Sicherheitskräfte liegen. Kleiner Tipp: Nicht bei denen, die sie immer öffentlich an den Pranger stellen und beleidigen.

  26. Hey, Baby, we´ve come a looong way:

    Ganz aktuell erscheinend und doch 20 Jahre alt. Seit 9/11 ist aber die Achse der Linken mit dem Islamisten aber zu einer neuen Qualität geworden, der zur Beziehung der RAF zur PLO steht wie ein Fahrrad zur Interkontinentalrakete (die der Iran ja entwickeln soll).

  27. 1. Letztlich ist das Problem, dass der Staat die Menschen im Stich lässt. Anstatt Gewaltverbrecher sofort und beim ERSTEN Mal von der Straße ins Gefängnis zu holen, werden Intensivtäter wieder und wieder zu irgendwelchen Sozialstunden oder Seminaren verurteilt. Das Vorbild macht Schule, hat es schon zu meiner Zeit als meine Freunde (Türken und Araber) mit daumendicken Akten über ihre Taten prahlten.
    Was ich in Deutschland sehen möchte, ist das beim ERSTEN Mal der Täter im Gefängnis landet und zwar ohne dass irgendwelche schlimme Kindheit oder sonst etwas die Strafe mindert. Bis die Verurteilung die innerhalb von kürzester Zeit zu erfolgen hat, kann der Angeklagte in Untersuchungshaft darüber nachdenken ob es richtig war anderen Leuten zu schaden. Wenn dies durchgesetzt würde, dann hätten wir weitaus weniger Probleme und die Situation würde nicht immer weiter eskalieren.
    Bestrafe einen, erziehe hundert sagt Mao Tse Tung und da hat er recht.

    2. Zudem muss endlich mal klar definiert werden, warum man die Migration nach Deutschland will. Wenn es Arbeitskräfte sind, dann hat man die Unfähigen rauszuschmeißen, wenn man Humanität zeigen möchte, dann hat man die Nicht-Flüchtlinge rauszuschmeißen aber dieses „Wir schaffen das“ kann nicht so weitergehen. Auch müssen die Kosten erstattet werden. Die Herkunftsstaaten der Einwanderer müssen dabei zur Kasse gebeten werden, wer seine Leute in einem anderen Land parken möchte, soll auch dafür bezahlen wenn diese nur konsumieren aber nichts leisten.

    3. Es sollten generell keine Gefälligkeiten über die Sozialkassen oder Steuern vergeben werden die über Essen und Gemeinschaftswohnraum hinaus gehen. Statt dessen wird ein staatlicher Spendenfond eröffnet wo jeder der die Migration gut findet reinzahlen kann. Das eingenommene Geld wird prozentual an die Migranten vereitelt, wenn mehr gespendet wird kann mehr verteilt werden, wenn wenig gespendet wird gibt es auch nix. So kann jeder selbst bestimmen wie viel ihm die Migration wert ist und muss nicht Unbeteiligte dazu nötigen für das gute Gewissen der Gutmenschen zu bezahlen.

    Schreibt jemand mit Migrationshintergrund

    • Ich sehe das im Grunde als Musterbeispiel des „Clash of Civilisations“. Ein reiche, individualistische Gesellschaft, die auf hoher Kooperationsbereitschaft der Menschen untereinander beruht, erlebt eine massive Zuwanderung von Menschen aus armen Gesellschaften, die praktische keine „Gesellschaften“ im westlichen Sinne sind, sondern einfach Ansammlungen von feindseligen Clans und Großfamilien, die auf einem bestimmten Territorium zusammenleben. Dort herrscht eben Kooperationsbereitschaft nur innerhalb der eigenen Gruppe, nach außen hin herrscht Feindschaft gegen alle anderen. Der Staat ist schwach und wird jeweils Beute der stärksten Gruppe.

      Und diese durch unerschiedliche Geschichte und Sozialisation geprägten Menschen leben nun zusammen. Jeder geht zunächst instinktiv davon aus, dass die anderen sich so verhalten wie er, bzw. wie die Menschen in seiner Gesellschaft. Die Europäer (und ganz besonders die Deutschen) glauben, dass Kooperation allen nutzt und das deshalb auch alle im eigenen Interessen kooperativ sein werden. Wenn man den Migranten freundlich, offen und kooperativ gegenüber tritt, werden die sich uns gegenüber genauso verhalten.

      Die Migranten sind vorsichtig, nehmen natürlich gerne an, was man ihnen gibt, aber ihre Solidarität gilt nur der eigenen Gruppe. Und vor allem merken sie, dass die Deutschen weiter kooperativ sind, auch wenn sie selber sich nicht kooperativ verhalten, was sie nur als Dummheit oder Unfähigkeit verstehen können. Natürlich erzeugt das auch Verachtung gegen leute. die unfähig oder unwillig sind, ihre eigenen Interessen wahrzunehmen.

      Die Konflikte ergeben sich da ganz zwangsläufig.

      • “ Menschen aus armen Gesellschaften, die praktische keine „Gesellschaften“ im westlichen Sinne sind, sondern einfach Ansammlungen von feindseligen Clans und Großfamilien, die auf einem bestimmten Territorium zusammenleben. Dort herrscht eben Kooperationsbereitschaft nur innerhalb der eigenen Gruppe, nach außen hin herrscht Feindschaft gegen alle anderen. Der Staat ist schwach und wird jeweils Beute der stärksten Gruppe.“

        Ist das denn noch das Bild in Ländern wie Syrien? Oder für welche Länder würdest du das so sehen?

        • Syrien passt voll ins Bild, der Clan von Assad beherrscht das Land. Im Irak dachten die Amerikaner, wenn Saddam weg ist, können die Iraker endlich die Demokratie aufbauen, die alle wollen. Aber es begann nur ein Kampf zwischen den verschiedenen Clans um die Vorherrschaft, der das Land ins Chaos stürzte.

          Im übrigen sehe ich das so für praktisch alle Länder der III. Welt, mit natürlich großen lokalen Unterschieden. Interessant ist in diesem Zusammenhang der hier besprochene Artikel über das Heiratsverbot zwischen Verwandten, der erklärt, warum es in Europa keine Clans und Großfamilien gibt (es gibt natürlich auch noch andere Faktoren).

        • Ägypten und Jordanien auf jeden Fall auch (eigene Erfahrung und Erste-Hand-Berichte von persönlich Bekannten dort lebenden Ex-Pats).
          Ich hatte Syrien eigentlich noch am ‚zivilisiertesten‘ (im Sinne von mit der höchsten Akzeptanz der Staatsmacht als unparteiische Mittler zwischen Konfliktparteien und der Idee, Polizei und Gerichte setzen meine Bürgerrechte auch durch) eingestuft, aber spätestens seit der Destabilisierung ist das offb. nicht mehr so.

  28. Ich verstehe nicht, warum die beiden wesentlichen Punkte von Mark Smith oben nicht aufgenommen und weiter diskutiert werden:

    „Seit den 1980er Jahren ist in Europa und in den USA das Phänomen Rechtspopulismus aufgetaucht. … Deutschland ist in Europa quasi ein Nachzügler. Sie hat es bis vor kurzem geschafft, rechtspopulistische Parteien klein zu halten, bis nun die AfD aufgetaucht ist. …
    Insgesamt greift also eine Verteilungskrise zu kurz, um die AfD oder den Rechtspopulismus zu erklären. Vielmehr geht man eigentlich von einer Trias aus: Verteilungs- Repräsentations- und Identitätskrise. Also sozio-ökonomische Faktoren, plus politische Faktoren, plus kulturelle Faktoren können das Phänomen erst so richtig erklären.“

    https://allesevolution.wordpress.com/2018/08/29/wie-erreicht-man-die-unzufriedenen-chemnitz/#comment-355987
    https://allesevolution.wordpress.com/2018/08/29/wie-erreicht-man-die-unzufriedenen-chemnitz/#comment-356013

    Wenn die Frage im Hauptartikel oben lautet „Wie erreicht man die Unzufriedenen?“, dann sollte man bei den drei im Zitat genannten Faktoren ansetzen. Und die Aufgabe wäre dann: wie genau geht man dabei am Besten vor?

    • Genau, @Jochen, das ist genau der richtige Weg. Man hat ein Ziel und dann ein Problem und aus der Analyse des Problems ergibt sich der Ansatz zur Lösung des Problems. Das Ziel wäre die Bekehrung der Neonazis. Ist das aber wirklich ein Problem? Ich halte das für ein Scheinproblem. Nicht weil es keine Neonazis gibt, sondern weil ich deren Weltanschauung für im allerwörtlichsten Sinne für von gestern halte und furchtbar unattraktiv, ja abstossend auf jeden Menschen, der auch nur beiläufig die Geschichte des Nazireichs kennt. Die Neonazis sind mE vollkommen abgehängt und haben gar keine Chance auf irgendeinen Neuanfang. Die Naziideologie hält sich in Familien und sektenartigen Zusammenschlüssen und hier ist sie extrem schwer zu erreichen und zu bekämpfen. Diese Leute leben ganz stark in einer abgeschlossenen Welt, so dass man in diese eindringen müsste, um diese Leute zu überreden. Erforderlich wäre eine Truppe von sehr motiverten Sozialarbeitern mit Trinkvermögen und sehr viel Geduld 😀
      Ökonomische Malaise ist nicht die Ursache und nicht einmal eine treibende Kraft bei der Proliferation der Naziwelt, obwohl sie natürlich förderlich ist. Die treibene Kraft ist die Vermittlung durch Vorbilder im Familien- und Bekanntenkreis.
      Die Nazis werden als vordringliches gesellschaftliches Problem nur von denen benutzt, die sich als Gegensatz zu den Nazis inszenieren und damit Anhänger gewinnen, dass sie alle anderen als Nazis denunzieren. Das ist zwar heute verschärft, aber hat eine lange Tradition, aus dem Kommunismus heraus.
      Und diese Tradition ist es, die in der Lage wäre, zusammen mit ihrem langen „3.Welt“-Bündnisgenossen Islam, unsere Gesellschaft, ja den ganzen Westen, tatsächlich zu bedrohen. Diese Bewegung ist stark (weit über 10, sicher unter 50 %), in allem westlichen Gesellschaften, dominiert internationele Institutionen, unreflektiert (praktisch keine Kritik und sehr selbstbewusst) und verkennt sich vollkommen selbst (man hält sich für erzdemokratisch, dabei ist man man autoritär-despotisch). Meines Erachtens ein perfektes Rezept für ein Disaster.
      Die Nazis sind zwar vollkommen ätzend, aber warum brauch man eine vollkommene Welt?

      • Was auf einem ganz anderem Blatt steht, ist die Bekämpfung rechten Denkens. Das reicht die Nazis in Schach zu halten und – viel wichtiger – erlaubt es die internationale postkommunistische Linke zu bekämpfen, denn auch ihr Denken ist rechtes Denken.
        Rechtes Denken zu erkennen ist eigentlich einfach: hier wird die Gleichheit der Menschen negiert, es werden verschiedene Arten von Menschen postuliert. „Rassen“, Geschlecht und alle denkbaren Unterschiede der Menschen kommen da in Frage. Und natürlich ist dieser Unterschied der Menschen dann die Begründung für eine verschiedene Behandlung, bis hin zur Entmenschlichung und ein diesbezügliches Moral. Der Feminismus von heute zB ist ein perfektes Beispiel: Frauen sind die besseren Menschen und müssen daher privilegiert werden, etc
        Das Nazitum ist ja nur eine bestimmte Ausprägung des rechten Denkens. Wenn man schlau ist, setzt man an der Wurzel des ganzen Denkens an.

        • mit anderen Worten: bei der Nazihysterie geht es um Rechte, die andere Rechte nutzen, um stärker zu werden. Die neue Rechte ist eine Bewegung, die nur deshalb so stark werden konnte, weil sie sich für links hält.
          Es wäre natürlich eine schöne Verschwörungstheorie, ob nicht echte Nazis hinter der neuen Linken stehen 😀 Ich denke aber, dass es rein an den Denkformen liegt, dass die Linke gewissermassen „entgleist“ ist, eine grosse Tragödie. Die Gefährlichkeit dieser Bewegung kommt aus dieser Unbewusstheit. Denn das rechte Denken wird zu Aggression, Diktatur und Krieg führen und umso besser als dies mit einem guten Gewissen geschieht.

  29. Christian (ich hoffe, die persönliche Ansprache ist in Ordnung – bin ja nur hin und wieder da), mal eine Kurzfassung für Leute, die mit dem bisher Osten noch gar keine Berührung hatten:
    Das, was sich da entlädt, hat noch viel tiefergreifendere Ursachen.
    Über 25 Jahre hat West Germany den Osten wie 1a-Besatzer verwaltet, seine Industrie vernichtet, soziale, gesellschaftliche und politische Geringschätzung entgegengebracht – bis heute geht das noch so. Und bis heute darf man sich täglich Propaganda in Funk und Fernsehen anschauen, dass all das davon nicht stimmt bzw. West Germany und Kohl ein Heiland gewesen sind, die alle vor der ewigen Verdammnis gerettet haben.
    Ab ca. Mitte bis Ende der 90er Jahre ist den Ossis das langsam selbst aufgegangen, in was sie sich da 1989 eingekauft haben (wer weiß, wer einen noch darin eingekauft hat – das lasse man mal auf einem anderen Blatt stehen). Dass es keine „blühenden Landschaften“ geben wird usw..
    Bis heute benimmt sich West Germany, wenn es um den Osten geht, als wenn es das Gebiet für irgendetwas bestrafen will – sei es, dass sie jahrzehnteland eine Variante des Realsozialismus mitgemacht haben, sich gegen den Arsch Stalin nicht aufgelehnt haben nach dem Krieg oder weiß der Kuckuck was. Die Bestrafung sieht darin aus, dass man quasi immer an den Katzentisch verbannt ist, wenn es um Verhandlungen geht, wenn es um die eigenen Belange geht – es ist, als wenn man das ungeliebte Kind in der Familie einfach ignoriert und so tut, als ob es nicht existiert.
    Damit einher geht auch, dass Osten regelrecht von der hohen Politik als eine Art Hinterland betrachtet wird, bei dem man seinen Müll entsorgen kann – seine unliebsamen Dinge aus den eigenen Gefilden.
    So wie in Afrika mit dem Elektroschrott, so sind auch Anfang der 90er alle Abgebrannten und gescheiteren Persönlichkeiten aus West Germany in den Osten ziehen gelassen worden, aufdass sie sich dort mit Lug und Betrug ein zweites Standbein aufbauen konnten – während sie im Westen als gescheiterte Witzfiguren niemanden mehr hinter dem Ofen hervorgelockt hätten.
    Darunter war auch so einiges politisches Unkraut.
    Ob das auch auf die in den jeweiligen Zeiten aktiven Flüchtlings-/Migrantenwellen übertragbar ist, darüber will ich mir mal kein Urteil erlauben. Eines, was dabei zu Tage tritt, ist aber schon die feste Erkenntnis: Sowie die blühenden Landschaften nicht kamen, so kommen auch diesmal nicht die versprochenen Fachkräfte und gutausgebildeten Leute, sondern eher das Gegenteil davon.
    Das galt sogar auch schon, als vor ca. 10 Jahren die EU-Öffnung gen Osteuropa erfolgt ist. Es kamen keine Fachkräfte, es kam viel eher der Arbeiterstrich… (Wirklich ernsthaft gut ausgebildete Leute aus dem Ausland, die sind schon vorher längst in Deutschland gewesen – oder weitergezogen, z. B. nach England.)
    Auffallend an der begleitenden Agitation und der Politik zu diesen Entwicklungen ist aber jedes mal etwas sehr ähnliches: Der Besatzer beschwert sich darüber, dass die von ihm besetzen Leute seine Besatzungspolitik scheiße finden.
    Bedenke man die Irrationalität, die das in sich birgt…
    Wenn man privat jemanden dauernd tritt und geringschätzt, ihm dauernd vor Augen hält, dass er bestenfalls nur geduldeter Gast ist, eigentlich ungeliebt ist, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn derjenige sich irgendwann abnabelt und schon auf keinen Fall einem treu ergeben ist, wenn es darauf ankommt.
    Politik begeht rhetorisch immer wieder die Blödheit, das nicht zu verstehen, wenn es um den Osten geht. Als hätte man feinstes Alzheimer für die Taten des eigenen Staates, oder so ähnlich…
    Wie als wenn missbrauchende Familienmitglieder auf irgendwelche gewechselten Windeln in der Kindheit pochen, die sie gar nicht gewechselt haben, sondern jemand anderes oder das Kind sogar selbst.
    Es ist schon fast wie die amerikanische Blödheit, die glaubt, dass sie den Völkern der Welt die Freiheit bringt, und am Ende sind sie die Ersten, die Frauen, Kinder, Unschuldige bombardieren und sogar bestimmte Gebiete mit irgendwelchen abc-Waffen auf Jahrzehnte und Jahrhunderte verseuchen.

    Und, was noch „amüsanter“ (auf die schlechte Art und Weise) an der ganzen Intergrationsgeschichte ist: In West Germany hat man gar nicht mal unähnliche Probleme, nur scheint man dort die Kunst gemeistert zu haben, den Scherbenhaufen ein halbes Jahrhundert lang immer wieder unter dem Teppich verschwinden zu lassen. Ghettoisierung, Parallelgesellschaften mit eigenen Moral- und Rechtsvorstellungen – das alles gibt’s dort auch nicht erst seit vorgestern. Befasst hat sich damit zwischendurch offensichtlich keiner, denn sonst müsste man sich darüber nicht heute noch unterhalten (und beschweren), weil es einem stellenweise auf den Kopf steigt.
    Und so etwas will sich dort jetzt hinstellen und dem Osten aufoktroyieren „ihr sollt genauso die Probleme totschweigen wie wir“ – so wie sie diverse andere Sachen über den Osten auch schon einfach verfügt haben, ohne zu fragen
    Es sollte eigentlich schon die Logik an sich gebieten, dass man dieser Verdrängungstaktik nicht entspricht (so löst man nämlich keine Probleme, man schiebt sie nur vor sich her) – und das mal VÖLLIG außen vor gelassen, was die Rechten daraus machen.

    • @ matrixmann

      Im Großen und Ganzen eine treffende Analyse, abgesehen von einigen anderen Abläufen.

      Die ostdeutsche Industrie war teilweise nicht wettbewerbsfähig, dafür konnte der Westen nichts. Ich selbst war in Wittenberge, eine Produktionsanlage besichtigen und auf Brauchbarkeit zu bewerten.
      Das ganze Werk war eine Ruine, die verfahrenstechnische Anlage, um die es bei mir ging, war gerade mal zwei Jahre alt und schon verrostet, als sei sie so alt, wie das Werk an sich. Die Rohrleitungen waren aus superteurem Jenaer Glas, was wertmäßig in einem grotesken Kontrast zum Rest der Anlage stand.

      Ich nehme mal an, solche Phänomene konnte man in sehr vielen DDR-Industriebetrieben beobachten.
      Da war nix mehr zu retten.

      „So wie in Afrika mit dem Elektroschrott, so sind auch Anfang der 90er alle Abgebrannten und gescheiteren Persönlichkeiten aus West Germany in den Osten ziehen gelassen worden, aufdass sie sich dort mit Lug und Betrug ein zweites Standbein aufbauen konnten – während sie im Westen als gescheiterte Witzfiguren niemanden mehr hinter dem Ofen hervorgelockt hätten.“

      Es war noch viel Schlimmer. Damals herrschte im Westen Goldgräberstimmung und wer skrupellos genug war und „BWL“ ausbuchstabieren konnte, ging teilweise nach einem Semester Studium als „Experte“ in den Osten und ließ sich seine Fähigkeiten vergolden. Bis die dummen Ossis geschnallt hatten, dass sie über den Tisch gezogen worden waren, war unser Helfer längst im nagelneuen Porsche davongebraust.
      Dass das überhaupt möglich war, lag daran, dass Birne (Helmut Kohl) ihnen „in fünf Jahren blühende Landschaften“ versprach und man nun alles in die Schlacht warf, das Versprechen einzulösen.
      Dass damals Oskar Lafontaine warnte, dass der Umbau der DDR-Wirtschaft Jahzehnte dauern und den Westen hunderte von MIlliarden DM kosten würde, wollte kein Ossi hören. Kohl gewann noch zwei weitere Bundestagswahlen.

      „Die Bestrafung sieht darin aus, dass man quasi immer an den Katzentisch verbannt ist, wenn es um Verhandlungen geht, wenn es um die eigenen Belange geht – es ist, als wenn man das ungeliebte Kind in der Familie einfach ignoriert und so tut, als ob es nicht existiert.“

      Exakt das gleiche Gefühl haben auch Städte im Ruhrgebiet. Das hat also objektiv nichts mit dem innerdeutschen Ost/West-Konflikt zu tun. Ich weiß, dass das keinen Ossi tröstet, relativiert es aber vielleicht ein wenig.

      „Wenn man privat jemanden dauernd tritt und geringschätzt, ihm dauernd vor Augen hält, dass er bestenfalls nur geduldeter Gast ist, eigentlich ungeliebt ist, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn derjenige sich irgendwann abnabelt und schon auf keinen Fall einem treu ergeben ist, wenn es darauf ankommt.“

      Nu zerfließ man nicht in Selbstmitleid.
      Ich hatte überlegt, meine Firma in Sachsen hinter Dresden zu gründen, weil es dort schon Fachpersonal und noch weit mehr Fördergelder als im Westen gibt.
      Davon hab ich dann aber Abstand genommen, weil meine Kundschaft nun mal überwiegend international ist. Und wenn ich meine Kunden zum Essen einladen will, aber Angst haben muss, dass ein paar durchgeknallte Arier sie vielleicht anpöbeln und noch durch Dresden jagen, dann bleib ich lieber im teureren Westen. So viel Fördergeld könnte man mir gar nicht geben, wie ich an Kunden verlieren würde.

      Jede Wette, dass ich nicht der Einzige bin, der so denkt.

      • @carnofis
        „Exakt das gleiche Gefühl haben auch Städte im Ruhrgebiet. Das hat also objektiv nichts mit dem innerdeutschen Ost/West-Konflikt zu tun. …“

        Sekundier, absolut treffende Einschätzung! Das wird genauso stiefmütterlich ansehen. Ist aber überall auf der Welt so, da fällt mir insbes. noch Detroit ein.

      • @ Carnofis

        „Die ostdeutsche Industrie war teilweise nicht wettbewerbsfähig, dafür konnte der Westen nichts.“

        Das ist ne ziemliche Propagandalüge. Was meinst du, warum Rohwedder sterben musste? Der hatte nach Sichtung der Aktenlage nämlich eine ganz andere Meinung dazu.

        „Ich selbst war in Wittenberge, eine Produktionsanlage besichtigen und auf Brauchbarkeit zu bewerten.
        Das ganze Werk war eine Ruine, die verfahrenstechnische Anlage, um die es bei mir ging, war gerade mal zwei Jahre alt und schon verrostet, als sei sie so alt, wie das Werk an sich. Die Rohrleitungen waren aus superteurem Jenaer Glas, was wertmäßig in einem grotesken Kontrast zum Rest der Anlage stand.“

        Ich weiß soweit, dass manchmal glatt davon ausgegangen werden kann, dass die DDR-Betriebe noch mit den Produktionsanlagen aus der Vorkriegszeit (!) arbeiten mussten. Warum? Weil sie keine Zeit hatten, sich was neues hinzustellen.
        Einerseits hat die CCCP sie nicht mit Geld aus einem Marshall-Plan beworfen, um ein Bollwerk gegen das gegnerische System zu errichten, für den auch im übrigen der Rest von Europa darben durfte, den sie sich unterjocht haben – zum anderen: Alles in den Export für Devisen. Der Kram hatte einfach keine Zeit zum Stillstehen, das war nicht im Plan inbegriffen bzw. hätte einem ein ungeheures Loch ins Finanzkonzept gerissen.

        Was ich sonst dazu aber auch weiß: In den 80ern gab es auch im Osten die Bestrebungen nach Materialeinsparungen, so wie das Konzept im Westen es zu der Zeit auch anfing. Da gab es wohl auch Trabbi-Auspuffe, die nicht lange hielten, weil sie zu dünn gemacht wurden. Wieder dicker produziert, war das Problem gelöst.
        Diese Erscheinungen, denke ich mir soweit, dürften auch mit der weltweiten wirtschaftlichen Situation in den 80er Jahren zu tun gehabt haben. Rohstoffe wurden teuer für jedes Land – und ein Land, dessen Währung international wie wertlos, nicht existierend, behandelt wurde, für das war das ein noch größerer Hammer. Also dachte man sich, wenn man hier und da ein wenig Material spart, damit es länger in der Produktion reicht, wenn man schon welches hat, das wird schon nichts ausmachen… Aber, scheiße – das war nicht der Fall. Und das zeigte sich irgendwann auch.

        „Exakt das gleiche Gefühl haben auch Städte im Ruhrgebiet. Das hat also objektiv nichts mit dem innerdeutschen Ost/West-Konflikt zu tun. Ich weiß, dass das keinen Ossi tröstet, relativiert es aber vielleicht ein wenig.“

        Ich wollte nichts zu Pro NRW schreiben, weil zu viel Nazi-Kram möchte ich auch nicht zwingend anfassen, weil man nie weiß, wer mitliest…
        Der Umstand aber dürfte auch eines zeigen: Wer meint, nur im Osten wohnen die Braunen, der übersieht, dass es auch in West Germany politische Verbindungen solcher Art gibt – und die wird es wohl kaum geben, wenn man sich nicht dort eine bestimmte Masse von Publikum dafür ausrechnen würde… Für 3 Leute, die im Wald wohnen, macht man das nicht.
        Was einen auf Umwegen dazu führt: Es gibt auch andere wirtschaftlich ausgedörrte Gegenden, die sogar in West Germany liegen. Darüber durfte man schon in Geografie in der Schule genug hören.
        So dumm bin ich nicht, das nicht zu wissen, wenn andere mit ihrem Identitätsgeiere das vielleicht glatt sind.

        „Nu zerfließ man nicht in Selbstmitleid.“
        Das war kein Selbstmitleid, sondern eine Tatsachenbeschreibung.
        In der aktuellen Zeit erinnert einen das Getue der westlichen Medien um die gewöhnlichen nordkoreanischen Bürger systematisch daran, was einem andere, die 20 oder 30 Jahre älter sind als man selbst als „Erfahrungen im Westen“ als Ostdeutscher erzählen. Dass scheinbar dadrüben erzählt worden sein muss, als wenn in der DDR die wilden Höhlenmenschen leben, die sich vor einem Fernseher erschrecken, oder die Leute ausgemergelt sind wie in den Hungergebieten von Afrika… weil’s scheinbar nichts zu essen gab.
        Da gab es eine ganze Bandbreite an abfälligen Dingen, die Leute erlebt haben.
        Und selbst heute geht das noch weiter – über das Thema DDR schweigt man am besten, wenn man irgendwelche Familienteile hat, die aus West Germany stammen, weil man sich dann scheinbar sonstwas anhören kann.
        Ganz zu schweigen, wie viele Ossis im Westen arbeiten, aber ihre Herkunft auch gern lieber unter den Tisch fallen lassen. Warum wohl? Willkommen sein sieht anders aus.
        Und das ist noch gar nicht mal davon zu reden, was von staatlicher Seite getan wurde: Abschlüsse, die nicht anerkannt wurden und werden im Beruf und bei der Rente, Geburtsurkunden, die heute (!) immer noch nicht anerkannt werden, weil dort der falsche Stempel vom falschen Staat drauf ist (versuch als Ossi mit DDR-Geburtsurkunde zu heiraten – da wollen sie zuerst ein Abstammungs-Papier vom Standesamt der Stadt, wo du geboren wurdest, damit auch ja erwiesen bist, dass deine Vorfahren auch zu vor-DDR-Zeiten schon in Deutschland gelebt haben – könnte ja sein, dass die später erst eingewandert sind und du kein deutscher Staatsbürger bist…) und dann die nachgewiesene Diskriminierung bei der Treuhand als es um den Übergang der VEBs in marktwirtschaftliche Betriebe ging, wo bei Ostdeutschen die Hürden meterweit hochgelegt wurden oder es schlichtweg gleich ganze Absagen gab, egal wie gut das dargelegte Konzept war – kam ein Wessi an, dann hat er das Ding ohne weitere Fragen für ne Mark bekommen.
        Was meinst du, warum niemand die vielen dubiosen Prozesse in dieser Zeit aufklären will? Da käme eine ganze Menge dreckige Wäsche ans Licht, in die auch noch weiß-der-Kuckuck-wer aus höheren Posten involviert sein dürfte…

        „Ich hatte überlegt, meine Firma in Sachsen hinter Dresden zu gründen, weil es dort schon Fachpersonal und noch weit mehr Fördergelder als im Westen gibt.
        Davon hab ich dann aber Abstand genommen, weil meine Kundschaft nun mal überwiegend international ist. Und wenn ich meine Kunden zum Essen einladen will, aber Angst haben muss, dass ein paar durchgeknallte Arier sie vielleicht anpöbeln und noch durch Dresden jagen, dann bleib ich lieber im teureren Westen.“

        Das kann ich aus den angeführten Gründen nachvollziehen.
        Unrecht aus der Vergangenheit hin oder her – die Strukturen in der Gegenwart hext es ja trotzdem nicht weg!
        Eine Lösung könnte ich da auch nicht bieten, außer es an einem Standort zu versuchen, wo einem das sehr wahrscheinlich nicht passiert. Ob der im Osten oder im Westen liegt oder sonstwo.
        (Auch wenn es nicht so klingen mag, mit manchen Denkweisen, über die ich mir noch nicht sicher bin, ob sie irgendwie Ossi-typisch oder doch universaler in Gesamt-Deutschland sind, habe ich auch so meinen Disput. Dieses „Guck mal, da läuft einer rum, der anders aussieht als wir in unserem kleinen Kuhdorf-Universum! Meinst du, der will uns fressen?“-Getue geht mir auch auf den Keks mit seinem beschränkten Horizont. 😉 )

        • In der Wendezeit erschien ein Artikel von Helmut Schmidt; darin stand sinngemäß: Ein Trabant kostet 5000 Ostmark. Die Ostdeutschen sollten sich überlegen, ob sie den auch für 5000 Westmark kaufen würden. Antwort wäre natürlich nein, und dann sollten sie sich mal überglegen, wie weit sie mit ihrer Industrie auf em Weltmarkt kämen.

          • @ El_Mocho

            Komisch – und warum mussten dann aus den von der Treuhand für fast nichts verscherbelten Betrieben dann die Patente und die Maschinen rausgetragen werden? Wenn die Industrie zu nichts konkurrenzfähiges hätte auf die Beine stellen können oder nichts von Interesse gehabt hätte?

            Ein Treppenwitz ist es auch, dass man in den seltsamsten Gegenden der Welt irgendwelche Maschinen und Nutzfahrzeuge findet, die mal in der DDR hergestellt wurden. – Gerade auch in solchen Ländern, wenn sie denen nicht irgendwie habhaft geworden wären, dann hätten sie eben keine.
            Der Scheiß läuft und läuft und wird immer wieder zusammengeflickt, wenn was ist…

            Anderes Beispiel sind Lokomotiven im Güterverkehr. In den Fuhrparks von diversen kleineren und mittleren Privatbahnen, die Güterlogistik machen, finden sich Loks made in GDR, Alter um die 40 Jahre und mehr – mal mit Hinweis auf Überholung beim Motor, manchmal nicht.
            Warum ist das so? Weil eine Lok gebraucht zu kaufen wesentlich billiger ist, als eine bei einem bauenden Unternehmen in Auftrag zu geben. Zudem, dass man sie gleich verfügbar hat.
            Wenn der Kram alles nicht konkurenzfähig war, warum fahren dann noch genügend Lokomotiven von Werk LKM im deutschen Gleisnetz herum? Erklärung?

            Und, etwas noch viel, VIEL, wichtigeres zu erwähnen: Wenn die Wirtschaft der DDR nicht weltmarktfähig war, warum brauchten westliche Unternemen und Imperien wie Ikea und Quelle die DDR als Billiglohnland? Warum durften die zu gewünschten westlichen Standards ihnen Kaffeemaschinen, Toaster und Staubsauger produzieren, wenn sie doch so hinterweltlerisches Zeug bauen?
            Hat dafür einer ’ne gescheite Erklärung?
            Ist irgendwie dasselbe, als wenn man über China als Hinterland herumlästert. Dabei produziert China – und solch eine Ecke wie Taiwan – mittlerweile seit 20 Jahren (!) die Konsumelektronik der westlichen Welt, und nicht mehr, beispielsweise, Japan.

            Helmut Schmidt war zunächst auch nur ein Politiker, der später von der eigenen Propaganda beschallt wurde und vom westlichen Gedankenkonstrukt eingenommen war. So wie wenn man mit Kirche und Glauben aufwächst oder nicht. „Kind seiner Zeit“, wie man das nennt.
            Über die Fähigkeit, ob er in vielerlei Hinsicht oder weniger über den eigenen Tellerrand und den eigenen Kosmos hinausschauen konnte, sagt es recht wenig aus.
            Schwer habt einem auch stets im Magen gelegen, wenn er jetzt in den letzten Jahren vor seinem Tod hat den guten Kritiker raushängen lassen, und als er selbst an der Macht war, da hat er den selben Nonsens verkörpert, den jeder andere Politiker in der Zeit auch verkörpert hätte. (Wie viele andere Politiker auch.)
            Erzähl mir bei solch einem offsichtlichen Sockenpuppentum (die Doku über die schwarzen Kassen der CDU, die mal lief, sagt einem vieles über Hintergrundvorgänge der BRD-Demokratie, wer dort in welche Position kommt und warum), ob man den Menschen als Politiker für wahrhaftig nehmen kann.
            Zudem – Artikel in einer Zeit, wo sowieso alles im Osten schlecht geredet wurde, weil man sich davon eine bestimmten Effekt versprechen konnte.
            Ist es nur mein Kopf, der sagt „PR-Arbeit zur Manipulation ist nicht erst ein Ding der Neuzeit, sondern das gibt’s schon seit Jahrzehnten?“. Als mehr nehme ich solche Aussagen nicht mehr – PR und Agitation, um die Leute in eine bestimmte Filterblase zu hüllen. „Dummes Gequatsche“ würde der Pöbel vielleicht dazu sagen. Warum das Ganze? Weil noch jemand anderes im Hintergrund will, dass das in Umlauf gebracht wird. Jemand, der seinen Gewinn daraus zieht, wenn die Leute den Kram glauben.

  30. „Und die Aufgabe wäre dann: wie genau geht man dabei am Besten vor?“

    Aufrichtigkeit in der Politik.
    Leider ziemlich schwierig, weil alle Parteien glauben, aus dem Migranten-Sumpf Nektar saugen zu können.
    Für die einen sind ALLE Nazis, die aus Zukunftsangst gegen die Migration auf die Straße gehen, für die anderen sind ALLE Migranten Terroristen, die „unsere“ Frauen vergewaltigten, die Burka einführen wollen und dem Sozialstaat auf der Tasche liegen.
    In diesem Klima des Schwarz/Weiß-Denkens sehe ich schwarz( 😉 ), was lösungsorientiertes Handeln angeht.
    Tatsächlich liegen die Probleme sowieso woanders, Crumar hat sie aufgezählt, nur sind die Migranten natürlich ein wunderbares Objekt der Ablenkung.
    Es geht dem kleinen Mann auf der Straße nicht schlecht, weil die Superreichen ihre Vermögen 2008 verzockt und dann vom Staat – also von Omas Erspartem – voll erstatten lassen haben, sondern weil da Millionen in die Sozialkassen einwandern.
    Während der Geldadel in Monacco das schöne Nichtstun genießt, prügelt sich der Pleb weltweit untereinander um die Brosamen.
    Und die so dringend benötigten Lehrer werden derweil zum Schuljahresende auf die Straße gesetzt, weil die Kassen leer sind.

  31. Anfang des Jahrtausends hieß es, „im Osten“ kämen keine 90 Frauen mehr auf 100 Männer. Hat sich da was verbessert? Falls nicht (sondern eher im Gegenteil, wovon ich ausgehe) wäre es doch eine soziologisch interessante Fragestellung, ob „die Unzufriedenen“ sich signifikant häufig aus den (dauerhaft) Partnerlosen rekrutieren.
    Und (falls ja) was hieße das für die Politik?
    Nicht vielleicht: dass sie erstmal zusehen müsste, wie sich insbesondere Frauen aufs weite Landgebiet der Ex-DDR locken ließen?

    • Männer sind der schei** Berliner Politik sowas von egal, das glaubst du gar nicht. Erst recht deutsche, noch mehr ostdeutsche. So ist das im „Patriarchat halt“, Frauen bekommen das ganze Mitleid, die Quotenstellen, das Recht, Männer den Spott und die Nachteile.

      Wer sehenden Auges Boote voller schwarzer Testosteronbolzen aufnimmt, der hat über die Mann-Frau-Problematik sowas von nicht nachgedacht, dass man an der Existenz seines Gehirns zweifeln darf oder alternativ an seiner guten Absicht…

      • Es kribbelt mir unter den Fingern zu fragen, was Du mit diesen Booten machen würdest, zumal mir sonst irgendwie nix einfällt, was ich auf diesen Kommentar entgegnen könnte.

        Sind wir uns eigentlich einig, dass wir uns in einer erdgeschichtlichen Warmperiode befinden, in der möglicherweise die Höchsttemperaturen auf dem afrikanischen Kontinent noch weiter ansteigen könnten als auf die bisherig-gemessenen im Bereich von über 50 Grad?

    • Nachgereicht:

      „In der Gesamtbilanz aus Binnenwanderung und natürlicher Bevölkerungsentwicklung mussten die ostdeutschen Bundesländer einschl. Berlin einen Rückgang ihrer Einwohnerzahl im Zeitraum von 1991 bis 2012 von rund 2 Millionen Personen verkraften. Innerhalb von 23 Jahren ist die Bevölkerung um etwa 11 Prozent geschrumpft. Diese Entwicklung ist im europäischen und internationalen Vergleich einzigartig.
      Nach Projektionen des Statistischen Bundesamtes (12. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung) wird die Bevölkerungszahl in den ostdeutschen Flächenländern weiter abnehmen, bis zum Jahr 2030 voraussichtlich um 14 Prozent (Bezugsjahr 2008).“

      https://www.beauftragter-neue-laender.de/BNL/Navigation/DE/Themen/Gleichwertige_Lebensverhaeltnisse_schaffen/Demografie/Demografische_Situation/demografische_situation.html

      „Die Wanderungsmuster haben sich dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren deutlich verändert. So hätten seit dem Jahr 2009 mehr Männer den Osten Richtung Westen verlassen, während es bis dahin mehr Frauen gewesen seien. Die Geschlechterverhältnisse seien dennoch in den alten und neuen Bundesländern unterschiedlich. So seien 2014 im Osten 52,4 Prozent der 20- bis 49-jährigen Personen männlich gewesen, während es im Westen nur 50,5 Prozent waren. Spitzenreiter sind Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 52,7 Prozent Männern in dieser Altersgruppe.“

      https://www.zeit.de/gesellschaft/2017-01/bevoelkerung-abwanderung-neue-bundeslaender-westen

      Also besonders gravierend wirkt das geschlechtliche Missverhältnis auf mich jetzt doch eher nicht.
      Aber gut: dem Geschlechter-„Gap“ hinsichtlich der Schulabschlüsse z.B. kann ich ja auch kein sonderliches Aufreger-Potential abgewinnen – weiß aber, das Andere das irgendwie schon anders sehen.

  32. Die „Tagesschau“ fragt den Thiese (der sollte es ja wissen können!):
    https://www.tagesschau.de/inland/chemnitz-thierse-interview-101.html

    „Woher stammt dann dieser Hass auf Ausländer in Sachsen?“

    Die drei Gründe:
    „… Die Neonazi-Ideologen haben sich Ostdeutschland und die Ostdeutschen regelrecht ausgesucht. … Die sächsische CDU hat in ihrer 28-jährigen Regierungszeit den Rechtsextremismus immer verharmlost. … Menschen durch den radikalen Systemumbruch tief verunsichert“

    Das „Verharmlosen“ ist keine Ursache und kann nicht wichtig sein. Was übrigbleibt ist, dass Thierse die Ossis als Idioten hinstellt, die mit der Freiheit der „Wende“ nichts anfangen konnten und derart unmündig von Nazi-Besserwessis konvertiert wurden Diese dumme Platitüde bringt Thierse dann auch noch:

    „Da ist etwas herangewachsen, und jetzt bricht es heraus.“

    Interessant wird es wieder durch die Frage:
    „Der Referent des Kulturbüros Sachsen sagte, rechtsextreme Gruppen habe es in Sachsen schon zu DDR-Zeiten gegeben. Können Sie diese Einschätzung bestätigen?“

    Das ist ja genau das, was ich erwarten würde (hatte ich ja oben geschrieben). Thierse bestätigt das und meint noch

    „das wurde aber immer unter den Teppich gekehrt, weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte.“

    Passt. Also hat die Tagesschau den Thierse doch was abgetrotzt, was er vielleicht gar nicht sagen wollte 🙂
    Auf jeden Fall hat er versucht das Wasser zu trüben, indem er den Rechtsextremismus als importiert darstellen wollte. Dazu wird er nochmal zur Rede gestellt:

    „tagesschau.de: Sie sagten eben, dass sich die Neonazi-Ideologen Ostdeutschland regelrecht ausgesucht haben. Ist der Rechtsextremismus dann nicht doch eher ein gesamtdeutsches Phänomen?

    Thierse: Er ist ein gesamtdeutsches, ja, sogar europäisches Phänomen, aber er hat ein brutaleres ostdeutsches Gesicht.“

    Aha. Thierse verteidigt sich hier für seine Aussage, dass der Rechtsextremismus nach Sachsen importiert worden wäre und sollte erklären können, wie es zu diesem Lapsus kam. Kann er nicht, das mit dem „brutaleren Gesicht“, also die Auffälligkeit, betreffend, kann er nicht mit Import verwechselt haben. Also hat er den Import als seine vorgeschobene politische Lüge entlarvt.

    Sieht also nicht so aus. als wäre Thierse der richtige, um über den Rechtsextremismus in Sachen Aufklärung zu bekommen.

  33. Ich würde sagen, die meisten der Unzufriedenen denken etwas in Richtung: „Wenn sich die da drüben/oben wirklich scheren würden, dann würden die hierherkommen, anstatt sich weiter den Bauch mit Pensionen vollzuschlagen und in ihrem Elfenbeinturm zu bleiben und uns als Nazis beschimpfen.“

    Wie man sie erreichen würde? Eine Möglichkeit wäre, wenn Politiker, die sich über Chemnitz das Maul zerreißen, sich vor Ort ein Bild von der Situation machen würden. Wenn die Situation von diesen Politikern etc wirklich so schlimm bewertet werden würde, dann würden sie ja entsprechend handeln, anstatt in ihren Kreisen über den unliebsamen „Katzentisch“ (s.o.) herzuziehen. Und hätten sie ja schon längst, wenn sie es wirklich wöllten. Stattdessen ist es bequem, ein unliebsames braunes Endlager zu haben, wohin man die eigenen Nazis liefern kann. Seit 25 Jahren herrscht hier ein Gefühl der stiefmütterlichen Behandlung, egal ob Wende, blühende Landschaften, „Buschzulage“ für Manager (mehrere tausend Geldstücke, weil die Wessis sonst nicht in den Osten wollten), etc. pp.

    Ich hoffe, dass es während der geplanten Konzerte montags nicht zu Sachbeschädigungen von anreisenden Gästen kommen wird („Chemnitz, die alte Nazihochburg, niederbrennen!“), was dann wieder ein gefundenes Fressen für die AfD und Konsorten ist („Seht her, wie wir uns benehmen können im Gegensatz zum linksversifften Gutmenschenpack“), und ihnen weitere Bestätigung in den Teilen der nicht-akademischen, nicht-wohlsituierten Bevölkerung bringen wird.

    „One rotten apple spoils the barrel.“

  34. Ein gutes Beispiel, wie man die Unzufriedenen nicht erreicht, ist, wenn man vor wenigen Wochen erklärt, der Mord an einem Offenburger Arzt durch einen somalischen Asylbewerber sei nicht von hinreichender Relevanz für die Tagesschau http://blog.tagesschau.de/2018/08/18/der-toetungsfall-in-offenburg/ , dann aber heute in der Tagesschau über eine Körperverletzung an einem Syrer in Wismar berichtet. https://www.tagesschau.de/inland/wismar-zuwanderer-verpruegelt-101.html
    Hinzu kommt, dass sich die Tagesschau schon wenige Stunden nach dem Übergriff in der Lage sah, über Details des Vorfalls und dessen ausländerfeindlichen Hintergrund zu berichten, während im Chemnitzer Fall teilweise selbst heute noch vorsichtige Formulierungen gewählt werden.

    Zur Klarstellung – ich stimme durchaus zu, dass nicht jedes Tötungsdelikt bundesweit berichtet werden muss, und die Verantwortlichen für die Körperverletzung am Syrer werden hoffentlich zeitnah und umfassend zur Rechenschaft gezogen.
    Aber wer weiterhin so offensichtlich mit Doppelstandards agiert, wird die Lage wohl kaum beruhigen können.

  35. Die Messerstecher scheinen in den Medien niemand mehr zu interessieren. Hätte es diesen Aufmarsch denn auch ohne dieses Ereignis gegeben?

    Mir kommt bei diesen Nazis die da Menschen mit anderer Hautfarbe verfolgt haben die Galle hoch.

  36. Am besten erreicht man die Unzufriedenen indem man KIZ mit Refrains wie

    Stich, Stich, Stich, Stich
    Stich, Stich, Stich, Stich
    Stich, Stich, Stich, Stich
    Stich, Stich, Stich, Stich

    auftreten lässt.

  37. Ich persönlich sehe dort sehr viele Problemfälle:
    Das ist der „Jammerossi“, unter den Kommunisten war alles besser und die Wessis zocken uns nur ab
    Da ist die falsche Immigationspolitik,
    Da sind die „Gutmenschen“ die sich mehr sorgen darum machen ob ein Krimineller in seiner Heimat gefoltert wird als darum dass er auch hier Straftaten begeht
    Da sind die hirnlosen Randale Brüder, gäbe die Ausländer nicht würden sie sich bei Fußballspielen prügeln
    Da sind die Linken, für die alles außer ihnen Nazis sind
    Da sind Arbeitslosigkeit
    Leere Versprechungen der Regierung Kohl ( blühende Landschaften )
    Da sind blinde Politiker oder sie leugnen das was ist
    Da sind Beamte die heimlich mit dem brauen Gesindel sympathisieren.

    Ich sehe aber auch viele, sehr viele Menschen, die einfach nur in Ruhe und Frieden leben wollen.
    Denen es Wurst ist ob ihr Nachbar schwarz, rot, gelb oder weiß ist.

    Ich komme aus NRW, soweit ich weiß haben wir hier den höchsten Ausländeranteil in der Bevölkerung.
    Bei mir im Haus wohnen Polen und Türken, unser Arzt ist Jordanier. UND ich höre von meinem türkischen Nachbarn, er würde gerne die AfD wählen, weil die „Asylanten“ hier alles vorn und hinten eingeschoben bekommen wo für er arbeiten müsse.
    Und dann betrachte ich meinen Arzt, der ist als Asylant gekommen.

    Um eines der Probleme zu bändigen bin ich FÜR eine rigorose Abschiebung von Straftätern. Ohne wenn und aber. Denn wer hier kriminell ist, der war es auch schon in seiner Heimat. Deutschland hat genug eigene Verbrecher, wir brauchen keine aus anderen Ländern.
    Die Aufgabe des Staates ist es alle ehrlichen und friedlichen Einwohner zu schützen. Egal ob Deutscher oder Ausländer.

    • Die Erfahrung, das hier im westlichsten Westen des Westens des Landes die AfD DIE Ausländerpartei ist hab ich übrigens auch gemacht.
      Die Wissen warum.

  38. Pingback: Neue und alte Mauern – Was war los im Monat August? | man tau

  39. Pingback: Was ist eigentlich ein Nazi? | Alles Evolution

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