Mira Sigel: Warum ich Feministin bin

Mira Sigel, die auch bei den Störenfridas schreibt, schildert, warum sie Feministin geworden ist:

Manchmal fragen mich Männer, die ich von früher kenne, warum ich Feministin bin. „Ist doch klar, dass der Kapitalismus an der Unterdrückung der Frau schuld ist“, sagen dann die, mit denen ich früher in verrauchten Keller zusammen saß und über die Weltrevolution diskutierte, mir auf Demos die Stimme heiser brüllte, die Fingerspitzen blau von der Farbe auf unseren Flugblättern und das Herz voll Leidenschaft für die Rettung der Welt.

„Wenn der Widerspruch in den Produktionsverhältnissen überwunden ist, dann endet auch die Unterdrückung der Frau.“ Das sagen sie und lächeln, ganz so, als sei es fast schon traurig, mir nach all den Jahren noch immer oder schon wieder das Offensichtlichste erklären zu müssen, ein wenig nachsichtig, denn ich bin ja eine Frau und außerdem habe ich Kinder und bin eigentlich schon lange ein wenig bürgerlich und ich sehe sie an, diese nicht mehr ganz jungen Männer, von denen ich die meisten schon früher ziemlich dämlich und langweilig fand und die heute noch viel langweiliger sind und in mir steigt Wut auf.

Also die Unterdrückung der Frau als Nebenwiderspruch des Kapitalismus. Gibt es auch andersrum: Der Kaptialismus als Nebenwiderspruch des Feminismus (weil er männlich ist und man die Herrschaft der Männer besiegen muss, dann fällt der Kapitalismus weg). Ist aber natürlich beides falsch.

Ich finde es witzig, weil sie im Prinzip genauso geworden ist, wie die, die sie oben kritisiert, nur, dass ihre Ideologie eben eine andere ist. Und sie würde eben auch die Augen rollen und den anderen für blöd halten, wenn er ihre Wahrheiten, also die Unterdrückung der Frau nicht teilt.

 

Ich erinnere mich an jene Zeit, in den Kellern, auf den Demos. Ich erinnere mich daran, dass es immer die Männer waren, die sprachen, laut, mit dröhnender Stimme, die uns in endlosen Monologen darzulegen versuchten, wie sehr sie den Durchblick hatten, jeder von ihnen mindestens ein neuer Rudi Dutschke oder gleich Che Guevara.

Von uns Frauen, von uns ganz jungen Frauen, sprach nur selten eine. Wir waren nur Zierde, wir durften nur dabei sein, um zu bewundern und um Kuchen zu backen. Sprach eine von uns, so musste sie damit rechnen, von den Männern, den alten und den jungen, regelrecht auseinander genommen zu werden. Zu viel Gefühl, zu wenig revolutionäre Attitüde.

Wir Frauen, wir bringen es einfach nicht. Hormone, PMS und all das. All das schwang immer mit, wenn sie sich diese männerbündischen Blicke zuwarfen, mit spöttisch zuckenden Mundwinkeln. Die wenigsten unter uns ertrugen das, die meisten liefen rot an, begannen zu stottern und sagten nie wieder etwas. Das Diskutieren überließen wir lieber wieder den Männern.

Meine Vermutung wäre, dass ein Teil der Unterdrückung auch ihrem Frame geschuldet ist. Denn tatsächlich könnte es schlicht eine Gleichbehandlung gewesen sein, bei der jeder, der etwas sagte, was nicht der wahren Lehre entsprach auseinandergenommen worden ist. Nur das Männer üblicherweise mehr Spass an solchen harten Diskussionen haben.

Dann gab es die Wochenenden, die „Teach-Ins“, in denen wir „Das Kapital“ lasen und viel tranken und rauchten und wenn es dunkel und spät wurde, dann teilten die Männer die Frauen unter sich auf, denn Eifersucht und so, ey, das ist voll bürgerliches Besitzdenken, das müssen doch auch wir verstehen.

Am nächsten Morgen saßen sie dann zusammen, die Männer, und belobten einander für ihre Eroberungen, ihre Verachtung und ihr Sexismus gegenüber den Frauen, mit denen sie die Nacht verbrachten, kaum verhohlen, und wenn die Frauen dann dazu kamen, dann schwankten sie zwischen Scham und Trotz, doch die meisten gingen mit geknickter Würde und zerstörtem Ruf, denn noch bevor der Fairtrade gehandelte Kaffee in den Bechern kalt wurde, wusste jeder der anwesenden Männer, ob sie rasiert war und ob sie es auch anal gemacht hatte.

Den linken Ansatz, dass man auch bei Sexualpartnern kein Besitzdenken haben sollte und die Frauen daher Sex mit jedem, jedenfalls aber mit einem selbst haben sollten, erinnert mich immer etwas an Gurus oder Anführer einer Sekte, die auch gerne feststellen, dass Sex mit ihnen der wahre Weg zur Befreiung ist.

Meines Wissens nach hat es dann aber häufig nicht geklappt, weil die Frauen eben allenfalls lieber mit bestimmten Männern schlafen wollten, aber keineswegs mit allen.

Ihre Schilderungen werfen eigentlich eher ein schlechtes Licht auf die Frauen, denn es hat sie ja niemand gezwungen in dieser linken Gruppe zu bleiben und sich von den dortigen Männern aufteilen zu lassen. Sie hätten auch einfach gehen können und sich andere Männer suchen können.

Schon damals war ich wütend. Ich wusste es nur noch nicht. Als gute Antikapitalistin verriet ich meine Genossen nicht. Ich war ihnen zu Diensten, stellte ihnen meine Vagina zur Verfügung, damit sie an und in mir ruhen und rasten konnten nach dem erschöpfenden Kampf gegen Nazis, die imperialistische Weltverschwörung und all die Bösen da draußen, ich organisierte und backte, vor allem aber schwieg ich.

Sie war also nicht die hellste oder eben den passenden Geschichten auf dem Leim gegangen und man darf vermuten, dass die Männer das zwar gerne angenommen haben, sie aber nicht unbedingt der Favorit war. Jedenfalls klingt es so als habe man sie benutzt und sich nicht weiter mit ihr beschäftigt

(…)

Geschlechterrollen wurden in linken Kreisen höchstens pro forma in Frage gestellt, für einen echten Wandel traten nur die wenigsten ein und so blieb und bleibt auch unter linken (und damit auch grünen) Idealisten alles, wie es seit Jahrtausenden ist. Als der Mann begann, das Vieh zu züchten, als er Land für sich beanspruchte und begann, Kriege gegen andere Männer zu führen, da begann er auch, seine Frau zu unterwerfen, für seine Nachkommen zu benutzen, für sein Vergnügen.

Oh das dürfte weit vorher auch bereits geschehen sein. Denn auch zur Zeit der Jäger und Sammler gab es ja genug Kampf und Krieg und vermutlich auch Frauen als Beute und natürlich waren auch dort schon die Männer stärker und konnten Frauen unterwerfen, wenn ihnen danach war.

Aber viel häufiger wird es zu allen Zeiten auch viel Miteinander gegeben haben zwischen den Geschlechtern. Könige mögen ihre Harems gehabt haben, aber der einfachste Mann war wahrscheinlich eher ein Team mit seiner Frau, mit der er sich und seine Kinder über den Tag bringen musste.

Frauen wurden zum Unterpfand, die ersten Sklaven waren Frauen, aus Sklaven wurden Prostituierte. Ganz gleich welche Art von Reformierung, Liberalisierung, Aufklärung, Transformation und Erneuerung die Welt seither erlebt hat, der Frauenhass hat sie alle überlebt. Es gibt keine Utopie, in der sich die Misogynie nicht findet.

Frauen waren gewiss beliebte Sklaven. Und Sklavenhaltung dürfte sich auch in der Tat noch viel mehr gelohnt haben als man sesshaft geworden war, weil man dann eher den Essensüberschuß produzieren konnte, der Sklaveneinsatz lohnenswert macht. Aber Männer werden genauso Sklaven geworden sein, dann eben in Bergwerken oder bei anderen unangenehmen arbeiten oder sie wurden eben getötet.

Sie ist so selbstverständlich, so tief verwurzelt in unserer Gesellschaft, in unseren Beziehungen, in uns selbst, dass es bereits unendliche Kraft kostet, sie zu erkennen. Frauen werden vergewaltigt, als Kinder verheiratet, verstümmelt, erniedrigt, ermordet, geschlagen, geschwängert, zur Abtreibung gezwungen, zur Schwangerschaft gezwungen, geschlagen, betatscht, gestalkt, beschimpft, schlechter bezahlt, ausgegrenzt und diskriminiert – immer durch Männer.

Oh, auch reiche Frauen hatten Slaven, hielten Sklaven, ließen sie auf jede Art und Weise, auch als Prostituierte arbetien etc. Und einem männlichen Arbeitssklaven ging es auch nicht gerade rosig.

Aber das wichtigste wäre: Das hat nichts mit der Gegenwart zu tun.

Der Frauenhass hat so viele Gesichter, er begegnet uns in so mannigfaltiger Form, dass er allein durch seine Vielfalt und seine Omnipräsenz in der Selbstverständlichkeit unsichtbar zu bleiben vermag, dabei ist er überall, sogar in uns drin, zeigt sich in unserem Selbsthass auf unsere Körper und in unserem mangelnden Vertrauen in unsere Fähigkeiten.

Auch eine interessante Überleitung: Von der Sklavenhaltung ausgehend die Feststellung des allgemeinen Frauenhasses überall in der anscheinend heutigen Gesellschaft. Wo soll da der Zusammenhang sein?

 

Auch ich sah sie nicht, die Misogynie, damals, denn ich wollte mir meine eigene Unterdrückung nicht eingestehen. Ich wollte nicht wahrhaben, dass sie, meine Genossen, die doch von einer besseren, einer anderen Welt träumten, nicht auch für meine Befreiung kämpften, sondern nur für ihre eigene.

Wo haben sie denn nicht für die Befreiung der Frau gekämpft nach ihrer Vorstellung? Die Frauen hätten ja auch das Joch der Kapitalisten abgeworfen und wären „Genossen“ geworden. Das Leute mit Frauen, die sich dafür zur Verfügung stellen, Sex haben, hat damit nichts zu tun.

Auch der Sozialismus hat den Frauenhass nicht überwunden und auch der Marxismus bietet keine schlüssige Antwort für die Befreiung der Frau, er geht einfach davon aus, dass mit der Überwindung der ökonomischen Gegensätze auch der „Nebenwiderspruch“ der Frauenunterdrückung verschwindet, ganz so, als gäbe es das Patriarchat nur im Kapitalismus.

Der Marxismus als Befreiungsideologie half mir zwar, die Welt und all ihre Widersprüche zu sortieren und zu benennen. Für meine eigene Unterdrückung aber hatte er kein Instrument, keine Worte, im Gegenteil: Er machte mich blind und stumm gegenüber dem alltäglichen Sexismus, dem ich und so viele andere Frauen unter linken Männern ausgesetzt waren.

Deswegen wurde dann ja die Unterdrückung der Arbeiter durch die mächtigen Kapitalisten umgewandelt in eine Unterdrückung der Frauen durch die mächtigen Männer. Die Arbeiter waren letztendlich auch nicht mehr unterdrückt, sie verdienten zu gut und es sprang letztendlich nichts mehr dabei raus, sich für sie einzusetzen.

Die Misogynie der Linken

Ich schreibe diesen Text heute, 20 Jahre später, wenige Tage nach Silvester, während einer Debatte um das vermeintlich rassistische Vorgehen der Kölner Polizei und nachdem Laurie Penny einen verzweifelten Text in der taz veröffentlichte, in der sie das männliche Establishment anflehte, doch bitte, bitte endlich die Bedeutung des Feminismus für eine liberale, weltoffene Gesellschaft anzuerkennen, da dieser gegen den Rechtsruck helfe und all die Frauen mahnte, auch ja gute Feministinnen zu sein, damit die Rechten nicht gewinnen.

Der Feminismus ist in der modernen Form alles andere als liberal und auch nicht wirklich offen. Dazu teilt er zu stark in Gruppen ein und schürt zuviel Hass. Und die Störenfridas vertreten auch einen anderen Feminismus als Penny, ihrer rückt weit eher in die „rechte Ecke“.

Meine Timeline auf Facebook ist voll von antifaschistischen Seiten, die sich über Racial Profiling empören, zu den Ereignissen von Silvester 2015 aber ebenso schwiegen, wie zur alltäglichen Gewalt gegen Frauen und in mir bricht sich eine Wut Bahn, die ich viel zu lange unterdrückt habe, fast 20 Jahre lang, doch heute finde ich Worte für sie. Frauen haben mir beigebracht, sie in Worte zu fassen, sie überhaupt zuzulassen. Es war ein schmerzhafter Prozess, zu erkennen, dass die, die ich für meine Kampfgefährten hielt, in vielen Fällen eigentlich meine Gegner sind.

Männer aus linken Zusammenhängen beschweren sich in den Kommentarspalten über „Polizeigewalt“ und „No-Go-Areas“ und warnen davor, das „sei nur der Anfang“ einer neuen rassistischen Agenda der Polizei, sie schrecken noch nicht einmal davor zurück, uns Frauen zu raten, doch einfach zu Hause zu bleiben, um Ärger zu vermeiden.

Das ganze letzte Jahr über haben sie auf die Ereignissen Silvester 2015 mit ohrenbetäubendem Schweigen reagiert, dass Köln im vergangenen Jahr eine „No-Go-Area“ für Frauen war, ja, das Deutschland voll ist von „No-Go-Areas“ von Frauen, geschaffen von biodeutschen Puffgängern in den Rotlichtvierteln oder von nichtbiodeutschen Männerhorden, die „Party“ machen wollen, das interessiert sie nicht.

Das große Thema der Störenfridas ist eben sexuelle Gewalt und sie sehen sie überall. Hier ist aber die Unterteilung ganz interessant: „Biodeutsche Puffgänger“ schaffen No-go areas im Rotlichtviertel?  Und „Nichtbiodeutshce Männerhorden“ wäre dann wohl ihre Idee des Flüchtlings als Vergewaltiger.

Wieder endet ihre Solidarität, ihr Mitgefühl an der Grenze der Geschlechter und ist damit symptomatisch für das Versagen der linken Community, glaubhaft für die Befreiung der Frau zu kämpfen.

An der Grenze der Geschlechter? Da scheint es mir eher so als würde sie verkennen, dass gerade intersektionale Feministinnen sowohl für „Sexarbeit“ sind als auch auf ihre Äußerungen über „nichtbiodeutsche Männerhorden“ die „No Go Areas“ errichten, sehr empfindlich reagieren würden. Während eben andere Männer ganz auf ihrer Seite wären.

Linke Männer sind für Prostitution. Wo sie sonst die kapitalistische Ausbeutung anprangern, sehen sie in den Augen der Frauen auf den Straßen und in den Laufhäusern nur ihre eigene sexuelle Befreiung. Ihre Nutten, ihre Pornos wollen sie nicht aufgeben.

Da werden gleich erst einmal alle Linken Männer zu Puffgängern bzw Freiern gemacht, auch wenn sie Sexarbeit als Recht der Frau sehen, über ihren eigenen Körper zu entscheiden und selbst kein Interesse an einem Besuch von Prostituierten haben. Aber etwas anders als sexuelle Ausbeutung als Motiv kann man sich wahrscheinlich bei den Störenfridas nicht vorstellen.

Das male bonding, die Bindung zwischen Männern, selbst aus diametralen politischen Lagern, ist stärker als die Liebe zu Gefährtinnen, Frauen, Müttern, Töchtern, als jeder vermeintliche Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit.

Das ist auch etwas, was da aus dem Nichts geschlossen wird. Bonding der Männer beim Bordellbesuch? Ist das nicht eher eine anonyme Sache, die man eher diskret macht? Mir berichten jedenfalls ansonsten keine Männer von Bordellbesuchen.

Und die Gefährtinnnen, Müttern, Töchtern und sonstigen Frauen, die sich nicht prostituieren, scheinen mir -abseits von einer Ansteckungsgefahr und dem Vertrauensbruch, dass jemand innerhalb einer Beziehung Sex mit einer anderen Person hat bei den Gefährtinnen – auch nicht wirklich davon betroffen.

Wie das funktioniert, sah man jüngst, als ein AfD Politiker der Vergewaltigung bezichtigt wurde und linke Männer flugs an die Unschuldsvermutung erinnerten – das müssen sie auch, denn sie selbst haben genug Dreck am Stecken. Auch sie belästigen und stalken Frauen in ihren eigenen Reihen oder tolerieren, dass ihre Genossen es tun.

Ich erinnere mich gar nicht an den Vorfall. Sagt das einem was?

Wer die Unschuldsvermutung gut findet, der will eigentlich nur Vergewaltigungen ermöglichen und eigene verdecken.

Auch hier also: All men are trash

So groß die politischen Gräben sein mögen, wenn es um die patriarchalen Privilegien geht und sei es nur das Recht, an Silvester in Gruppen aufzutreten und für Frauen eine zumindest gefühlt bedrohliche Situation entstehen zu lassen, stehen Männer zusammen und bringen lästige Frauen ganz schnell zum Schweigen.

Das scheint wirklich ihr Bild zu sein. Es klingt etwas nach Verfolgungswahn. Allein schon die alleinige Zuweisung der Verteidigung zu den Männern überrascht. Genug linke Frauen dürften das ebenso mittragen.

Die Unfähigkeit der Partei DIE LINKE (und auch der GRÜNEN), sich kritisch zu Prostitution zu äußern, spricht Bände über dieses Versagen, über diesen Verrat an Frauen, der sich fortsetzt darin, dass die kurze Einschränkung einer Gruppe von Männern in ihrer Bedeutung den Übergriffen gegen Frauen im Jahr zuvor gleichgesetzt wird, ja, dass sich daraus folgern lässt, es wäre besser gewesen, jeden Verdacht von Rassismus zu vermeiden und Frauen vielleicht erneut Situationen wie im vergangenen Jahr auszuliefern, als Männer einer bestimmten Herkunft ein paar Stunden festzuhalten.

Der „Verrat an Frauen“ der Parteien mit dem höchsten Anteil an Frauen hat sie hier anscheinend zum Männerhass gebracht. Aber es ist mal wieder gut der Unterschied in den feministischen Lagern zu sehen: Sie greift hier ja eigentlich eher den intersektionalen Feminismus an.

Wir wissen nicht, was geschehen wäre, hätte die Polizei in Köln anders gehandelt. Was wir wissen ist, dass es in Köln in dieser Nacht nur zwei Vergewaltigungen gab, in Hamburg aber über ein Dutzend, begangen von Männern mit dem gleichen Hintergrund wie die, die in Köln von der Polizei festgehalten wurden.

Auch interessant, dass sie sich nicht wirklich traut zu sagen, dass sie Flüchtlinge aus Afrika meint.

Vermutlich also hat eine verhältnismäßig große Gruppe von Männern einen sehr kleinen Preis dafür bezahlt, dass Frauen sich an Silvester in Köln sicherer gefühlt haben, während im vergangenen Jahr eine große Gruppe von Frauen einen sehr hohen Preis dafür bezahlte, dass Männer ihre Selbstermächtigung in einem rechtsfreien Raum auslebten, doch die linken Eiferer sind noch nicht einmal bereit, diesen winzigen Preis zu zahlen, der sich am Ende aus der generellen Unfähigkeit der Gesellschaft ergibt, Männer ihren Anspruch auf Frauenkörper zu verwehren.

Es wäre interessant, wie sie es den Männern verwehren würde, wenn sie an der Macht wäre. Die Strafandrohung bei einer Vergewaltigung ist ja sehr hoch. Würde sie die Unschuldsvermutung abschaffen, die ihr ja oben bereits nicht gefällt? Oder was wären ihre Vorstellungen?

Dass sich Amnesty International, die ein Recht auf Sexkauf und auf Zuhältertum postulieren, auch nach Silvester sogleich zu Wort meldete und das Vorgehen der Kölner Polizei als Rassismus verurteilte, passt in das Schmierentheater. Nach Silvester gab es die Kampagne #ausnahmslos, die oberflächlich gegen sexuelle Gewalt richtete, ihrem Wesen nach aber eine Antirassismuskampagne war und einmal mehr den Kampf gegen männliche Privilegien anderen Kämpfen unterordnete.

Linke Männer verlangen, dass wir über die uns angetane Gewalt schweigen, wenn sie nicht zur politischen Agenda passt.

Linke Männer? Meines Wissens nach waren die Initiatoren von Ausnahmslos Feministinnen und es haben sehr viele Frauen, wenn nicht sogar mehr Frauen unterschrieben.

Dass sie es in einem so offensichtlichen Punkt die Schuld so auf Männer verlagert wird und sie das ganz ernst zu meinen scheint zeigt ein recht fanatisches Weltbild.

Statt darüber zu sprechen, dass da ein Geschlecht, die Männer, unabhängig von ihrer Herkunft, als Inhaber der althergebrachten patriarchalen Privilegien, noch immer überall auf der Welt glaubt, ein Anrecht darauf zu haben, seine Freiheit auf Kosten der Sicherheit und dem Wohlergehen von Frauen auszuleben, ziehen die Linken die Rassismuskarte, benutzen sie als Silencing-Methode, bis sogar vergewaltigte Frauen Angst davor haben, die Hautfarbe ihrer Vergewaltiger zu benennen, um diese vor Rassismus zu schützen, die ultimative politische Unterwerfung unter die eigene Unterdrückung.

„Die ultimative politische Unterwerfung unter die eigene Unterdrückung“.  So muss es ihr vorkommen, denn aus ihrer Sicht ist sexuelle Gewalt das Mittel der Unterwerfung der Frau. Es wäre interessant, wie sie da intersektionale Feministinnen sieht. Vermutlich wäre es eine Form des internalisierten Sexismus oder ein geniales Ablenkungsmanöver des Patriarchats, dass Frauen glauben lässt, dass der Vorwurf des Rassismus schlimmer ist als eine Vergewaltigungskultur.

Die Welt krankt an männlicher Gewalt

Diese Welt „krankt“ nicht einfach am Kapitalismus oder am Rechtspopulismus oder am Terror, sie krankt an männlicher Gewalt, die sich gegen alles richtet, die Natur, die Gesellschaft und die Frauen und gegen die Freiheit. Solange es das Patriarchat gibt, solange gibt es keine Freiheit, solange kann es immer nur Privilegien für einzelne, durch Männer bestimmte Gruppen geben.

Zu diesen privilegierten Gruppen gehören auch und insbesondere linke Männer.

Sie bedient sich da klassische Theorien, dass eine Gruppe Macht ausübt und damit die andere unterdrückt. Bei ihr allerdings ist es genau umgekehrt zum intersektionalen Feminismus: Dort sind die Männer, die für Sexarbeit eintreten und gegen Rassismus kämpfen die Guten, bei ihr sind sie die, die für die Männer Macht ausüben und Frauen klein halten, also die Bösen. Das zeigt auch einmal wieder, wie beliebig dieses Konzept ist. Dass sie Frauen dabei vollkommen ausblendet macht es eigentlich noch besser.

Reden wir nicht über Rassismus. Reden wir über Geschlecht und Misogynie, reden wir über die Vergewaltigungskultur und die ermordeten und vergewaltigten Frauen des vergangenen Jahres, der vergangenen Jahrtausende, reden wir über männliche Gewalt und wer die Kriege anzettelt, unter denen wir leiden, und reden wir auch über den Sexismus und die Misogynie der linken Männer, in den Parteien und außerhalb, die lieber noch den Geringsten unter ihnen schützen wollen als eine einzige Frau vor einem Übergriff.

Männer mögen sich in Besitzverhältnissen, Rasse und Herkunft feindlich gegenüberstehen, wenn es um den Zugriff auf Frauenkörper geht, sind sie sich einig, sie wählen nur andere Begriffe dafür, haben andere Absichten.

Man muss, wenn man diese Wahnvorstellungen des großen Männerbundes, der Übergriffe ermöglichen will, wissen, dass Mira Sigel immerhin für diverse, auch größere Zeitungen schreibt. Anscheinend sieht sie alle Männer als Teile eines Bündnisses, dass einfach nur Frauenkörper benutzen will. Und Frauen in einem Abwehrkampf dagegen, bei dem aber wohl viele Frauen Verräterinnen sind.

Die Linken sind nicht so besessen von der Gebärfähigkeit der Frauen wie die Rechten, ihnen geht es um die freie Verfügbarkeit von Sex, der für sie Teil einer antimaterialistischen Weltsicht ist. So wie sie den Anspruch der Kapitalisten auf Privateigentum ablehnen, so lehnen sie es ab, dass Frauen ihre Körper als Eigentum betrachten und folgen damit der ursprünglichen patriarchalen Formel: Frauenkörper sind Dinge und mit ihnen kann verfahren werden wie mit Dingen.

Faszinierend. Die Linken sind besessen von Gebährfähigkeit und Frauenkörper sind wie Privateigentum? Gut, dass wäre aus ihrer Vergangenheit ja noch zu erklären, bei der sie ja ihren Körper zur Verfügung gestellt hat, weil sie dachte, damit etwas zu erreichen. Die Erlebnisse dort scheinen sie stark geprägt zu haben. Auf ihnen scheint im wesentlichen ihr Männerbild aufzubauen.

Dabei ist es ja durchaus verständlich, dass die Männer an Zugriff auf ihren Frauenkörper interessiert waren, da sie ihn anscheinend recht unkompliziert angeboten hat. Und viele werden eben nur an ihrem Körper interessiert gewesen sein, während sie vielleicht dachte, dass man da irgendwie an einem mehr, vielleicht auch nur einer besseren Welt interessiert war. Das scheint sie dann irgendwie auf alle Männer und die ganze Gesellschaft übertragen zu haben.

„Nun habe dich nicht so“, ist ein Satz, den ich auf linken Veranstaltungen und später auch in der Partei DIE LINKE unzählige Male gehört habe und es ist auch der Satz, den ich aus der aktuellen Debatte heraushöre. Erst einmal gilt es doch den Rassismus zu bekämpfen, den Rechtsruck zu verhindern, um das lästige Frauengedöns können wir uns doch dann kümmern, wenn für die Männer die Welt wieder in Ordnung ist.

Auf linken Veranstaltungen hat sie gehört, dass man sich um lästiges Frauengedöns kümmern kann, wenn für die Männer die Welt wieder in Ordnung ist?

Das ist wirklich ein Meisterwerk an selektiven Gehör.

Die Wahrheit hinter dieser Debatte ist, dass die GRÜNEN, die ich auch zu den Linken zähle, Angst um ihre linken Privilegien haben. Sie haben am meisten zu verlieren, wenn die Mitte der Gesellschaft mehr nach rechts rückt, sie haben sogar ganz plumpe, körperliche Angst davor, demnächst von ein paar Rechten ein paar auf’s Maul zu bekommen, wenn sie mit ihren Jutebeuteln in der Innenstadt unterwegs sind und bekommen so vielleicht eine Ahnung davon, welchen Spießrutenlauf wir Frauen tagtäglich durchmachen.

Irgendwie scheint mir bei den „Linken mit ihren Jutebeuteln“ etwas Verachtung für schwache Männer mitzuschwingen. Und wieder scheint sie vollkommen die linken Frauen auszublenden, die diese Debatte ja auch mitbestimmten.

Und auch interessant ist, dass sie bei allen anderen immer Macht als Motiv sieht. Anscheinend aber nicht bei sich selbst: Das Verbot der Prostitution würde ja auch immerhin Frauen eine gewisse Macht zurückbringen, weil Männer eben dann diese Quelle für unkomplizierten Sex nicht mehr hätten. Da in ihrer Welt ja mehr oder weniger alle Männer Freier sind wäre das wohl eine große Einschränkung, die verbunden damit, dass man bei jeder Art von Gewaltvorwurf verurteilt wird, ohne das es eine Unschuldsvermutung gibt,  wahrscheinlich dieses „Machtmittel“ der Frau wieder herstellen.

Aber bei ihr ist es natürlich nur der Kampf um Befreiung, nicht um Macht.

Wenn linke Männer andere Männer vor Rassismus verteidigen, dann verteidigen sie in Wirklichkeit sich selbst und ihre Überzeugungen, ihr Verständnis von Freiheit.

Und wenn linke Frauen das machen?

Der Feminismus bedarf keiner Legitimierung durch Männer

Feminismus ist kein Label, das man sich umhängen kann, um die eigenen Interessen voranzubringen. Er hat seinen Ursprung in der jahrtausendealten Unterdrückung von Frauen und seine Agenda ist die Befreiung der Frau in allen gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Nach dem intersektionalen Feminismus muss man hingegen eben alle Marginalisierten befreien, nicht nur die Frauen. Weil man sonst selbst ein Unterdrücker ist.

Aber letztendlich ist der intersektionale Feminismus nur ihr Feminismus mit mehr schützenswerten Gruppen, aber ähnlichen Hass.

Solange auch nur eine von uns von einem Mann unterdrückt, ausgebeutet, vergewaltigt, geschlagen oder anderweitig benutzt wird, hat der Feminismus seine Berechtigung in sich selbst. Er muss nicht aufgewertet oder legitimiert werden, weil die Welt mal wieder am Rand des Abgrunds steht. Was diese Welt an den Rand des Abgrunds treibt, im Großen, wie im Kleinen, ist die Gewalt, die Männer uns, unseren Kindern und auch anderen Männern antun.

Männliche Gewalt ist es, die unsere Welt zerstört und die Linke scheitert immer wieder daran, diese Gewalt auch nur zu erkennen, geschweige denn, sie zu benennen und das liegt daran, dass die Linke selbst ein männliches Projekt ist, ein Teil der patriarchalen Weltordnung.

Die Linke ist ein männliches Projekt, ein Teil der patriarchalen Weltordnung.

Den werde ich mir für entsprechende Diskussionen merken. Wie sehr man sich etwas zurechtdenken kann ist erstaunlich. Auch erstaunlich ist, dass Leute sie anscheinend dennoch ernst nehmen.

Es würde aber immerhin erklären, warum im linken Feminismus die Großartigkeit des Patriarchats so deutlich dargestellt wird.

Der Feminismus ist kein Mittel zum Zweck. Er ist nicht einer von vielen Kämpfen um gesellschaftliche Gerechtigkeit und die liberale Zivilgesellschaft, um die jetzt alle zittern.

Für uns Frauen bedeutet diese liberale Zivilgesellschaft keine Zuflucht, keine Freiheit, denn sie macht uns zu Sexobjekten, die devot und halbnackt von Werbeplakaten herunterlächeln oder in Pornos millionenfach inszenierte Vergewaltigungen über sich ergehen lassen, an denen sich unsere Partner, Väter, Kollegen, Freunde und Vorgesetzte aufgeilen, sie liefert unsere Schwestern der Prostitution aus und nennt die täglich erlebte sexuelle Gewalt zynisch Wahlfreiheit, sie lässt zu, dass wir in den sozialen Netzwerken, im Netz überhaupt, mit Hass überschüttet werden, nur weil wir Frauen sind, dass wir uns in jedem billigen Vorabendfilm eine Vergewaltigung ansehen müssen, weil es die „Story“ aufwertet und zu Musik tanzen, die uns erzählt, Vergewaltigungen sei der Sex, den wir verdienen.

Immerhin eine deutliche Ansicht: Sie will eine klare Regulierung, weil eine liberale Gesellschaft anscheinend nur den Männern nutzt.

Ihre Weltsicht ist düster. Anscheinend überall nur Vergewaltigung und Männer, die Frauen ausnutzen.. Zu Musik tanzen, die uns erzählt, dass Vergewaltigung der Sex ist, den Frauen verdienen? Hat da einer ein Lied im Ohr?

Diese liberale Gesellschaft entfremdet uns von uns selbst, beutet unsere Körper aus und nimmt uns das Recht, über uns und unsere Körper selbst zu bestimmen. Warum sollten wir für diese Gesellschaft, die unsere Kämpfe so lange mit Füßen getreten hat, kämpfen? Weil sie das kleinere Übel ist? Was ist, wenn dieses kleinere Übel für uns nicht mehr genug ist?

Schade, dass sie so wenig Argumente für ihre Positionen bringt. Interessant wäre ja, warum sie meint, dass Frauen nicht ebenfalls von einer liberalen Gesellschaft profitieren. Vermutlich würde sie anführen, dass Männer eben mehr Macht haben. Aber gerade Liberalismus erlaubt einem ja auch sein Leben freier zu leben. Eben auch über seinen Körper selbst zu bestimmen. Dagegen wird sie wahrscheinlich anführen, dass Prostitution nichts freiwilliges sein kann und Männer die Gewalttätigen sind und daher schwächerer Schutz zu ihren Gunsten geht. Aber es würde mich schon interessieren, warum sie meint in einer weniger liberalen Gesellschaft plötzlich einen besseren Schutz durchsetzen zu können, wenn sie gleichzeitig davon ausgeht, dass Männerbünde eh die ganze Macht haben und Frauen nirgendwo etwas mitgestalten.

Männliche Vorherrschaft ist das Weltübel, das es zu bekämpfen gilt

Die Ereignisse der Silvesternacht 2016 bzw. das Verhalten linker Männer, die sich über angebliche „No-Go-Areas“ für Männer aufregen und „Rassismus“ krakelen, bestätigen mich in einer Entscheidung, die ich schon vor langer Zeit traf: Ich bin keine Linke mehr. Ich bin eine radikale Feministin. Man kann nicht beides sein, radikal links und radikale Feministin.

Bei der Ausgliederung aus der Linken würden ihr wohl die meisten Linken zustimmen. Das Feminist sein würden ihr hingegen linke Feministen wohl eher absprechen.

Ich kämpfe den ältesten Befreiungskampf der Welt gegen die älteste Unterdrückungsform der Welt, ich kämpfe ihn für mich und meine Töchter und all die Frauen, auch die, die Feminismus scheiße finden. Ich kämpfe ihn gegen rechts und gegen links und gegen die Mitte und gegen jeden, der glaubt, Gewalt gegen und Unterdrückung der Frauen irgendwie rechtfertigen zu können. Ich kämpfe ihn auch und insbesondere gegen linke Männer und ihre Verlogenheit.

Ihr habt uns verraten, wieder und wieder. Und jetzt möchtet ihr, dass wir Feministinnen den Kampf gegen Rechts flankieren, weil ihr Angst habt? Ihr findet Krieg und Umweltzerstörung scheiße, aber wollt nicht darüber reden, wer diese Kriege führt und wer diese Umwelt zerstört, ihr wollt eure Rolle, die Rolle der Männer aus der Analyse heraushalten, um eure Privilegien zu bewahren? Dann kann es euch nicht so ernst sein mit der Rettung der Welt.

Die Linken Männer scheinen ihr Hauptfeind zu sein. Die linken Frauen scheinen nicht zu existieren. Und natürlich sind Männer an allen Übeln dieser Welt schuld und Frauen sind in keiner Weise schuld an irgendwelcher Umweltverschmutzung.

„Aber das Frauenbild der Rechten“, sagen sie dann. Und ich sehe sie an und verstehe sie nicht mehr. Lieber linkes Sexobjekt als rechte Zuchtstute? Ist das die Wahl, die wir Frauen haben und wenn wir nicht richtig wählen, sind wir Schuld am nächsten Trump?

Gut, dass sie da keine falsche Dichotomie aufbaut. Sie scheint nur die Extremen wahrzunehmen.

Von allen Analysewerkzeugen, die uns Politik und Soziologie zur Verfügung stellen, ist der Feminismus das einzige, das männliche Gewalt und patriarchale Strukturen als Wurzel von Leid und Unterdrückung analysiert, benennt und bekämpft.

Analysiert ist dabei etwas übertrieben. Es ist die unbelegte Grundannahme, die einem einen einfachen Sündenbock erlaubt.

Im Durcheinander all der unterschiedlichen, intersektionalen Unterdrückungsformen betrachtet der Feminismus die Metaebene und zeigt, wovon die meisten Menschen, nämlich die Hälfte der Weltbevölkerung, betroffen sind: von patriarchaler Zerstörungswut und benennt sogleich den Grund dafür, warum die andere Hälfte der Weltbevölkerung kein Interesse daran hat, an diesem Zustand etwas zu ändern, linke Männer eingeschlossen. Auch sie wollen ihre männlichen Privilegien nicht verlieren, auch wenn dieses Festhalten an Privilegien uns alle, sie eingeschlossen, dem Untergang weiht.

Sie reduziert damit alle „Unterdrückungsformen“, die im Intersektionalismus so behandelt werden darauf, dass Männer ihre Macht sichern und an ihren männlichen Privilegien festhalten. Rassismus ist damit auch nur weiße Männer, die schwarze Männer kleinhalten, ohne das weiße Frauen daran einen Anteil haben. Sie scheint überhaupt Frauen im wesentlichen als Spielball der Männer zu sehen.

Jüngst las ich einen Zeitungsartikel. Demnach veröffentlichte die FAO, die Welternährungsorganisation, eine Studie, die zeigte, dass, wenn Frauen in ländlichen Regionen die gleichen Chancen hätten wie Männer, 150 Millionen Menschen weniger Hunger leiden würden weltweit. Warum? Weil Frauen das Geld besser einsetzen und erfolgreicher wirtschaften.

Hier ein Bericht dazu. Tatsächlich geht es wohl nicht darum, dass Frauen die Gelder besser einsetzen und erfolgreicher wirtschaften würden als Männer. Sie würden nur erfolgreicher wirtschaften als sie es jetzt tun und damit zu den Männern aufschließen.

Aus dem Bericht:

Wenn Frauen im ländlichen Raum die gleichen Möglichkeiten hätten wie Männer, könnten sie ihre Ernteerträge um 20 bis 30 Prozent erhöhen. In den Entwicklungsländern würde die landwirtschaftliche Produktion dadurch so stark steigen, dass die Zahl der Hungernden weltweit um 12 bis 17 Prozent sinken könnte. (…)

Frauen werden gegenüber Männern benachteiligt. Sie wenden einen großen Teil ihrer Zeit für unbezahlte Arbeiten im Haushalt auf. Sie holen Wasser und Brennholz, bereiten die Mahlzeiten zu und kümmern sich um die Kinder. Wenn sie eine Stelle annehmen, erhalten sie zumeist einen niedrigeren Lohn. Sie sind viel seltener im Besitz von Ackerland als Männer – und wenn sie über eigenen Boden verfügen, bewirtschaften sie kleinere Flächen mit einer geringeren Anzahl von Arbeitskräften. Sie nutzen weniger Kunstdünger, verbessertes Saatgut und Werkzeug, sagt FAO-Experte Terri Raney. Es fehlt ihnen an Kapital und an Technik. Deshalb sind ihre Erträge geringer.

Ob das sich so direkt übertragen lässt ist natürlich alles andere als sicher. Denn die intensivere Bearbeitung lässt sich eben auch schwerer mit Kinderbetreuung etc vereinbaren und benötigt damit ganz andere Vorgehensweisen und eine große Lebensumstellung. Es könnte auch schlicht der Grund sein, warum Frauen eher weniger Ackerland bearbeiten: Sie machen es eher aushilfsweise, weniger professionell, vielleicht auch, wenn Männer diese Arbeit dort nicht – dann hauptberuflich – übernehmen können.

Es scheint mir eher so ein Argument zu sein wie (übertrieben) „wenn Frauen jeweils ein Amazon haben würden, statt einer kleinen Boutique, dann würde sich die Weltwirtschaft vervielfachen“

Aber ich habe auch nicht die ganze Studie gelesen, nur den Bericht darüber.

Ich schnitt den Zeitungsartikel aus und trage ihn seither bei mir. Wenn ich sie treffe, die barttragenden linken Männer meiner Jugend, jetzt gealtert und ein bisschen wehleidig, und sie mich fragen, warum ich dieses ganze Feminismusding auf einmal so verbissen sehe und mich dann vorwurfsvoll fragen, warum ich auf keine Demos mehr gehe, jetzt, wo doch alles so schlimm sei, dann hole ich den Zeitungsartikel hervor und zeige ihn ihnen.

Der Feminismus muss nicht links oder rechts werden, er muss nicht die Welt retten vor dem Rechtsruck, nur damit wir Frauen im nächsten Augenblick wieder die dressierten Sexobjekte der linken Weltverbesserer sein dürfen. Wer die Welt retten will, muss aufhören, links zu sein und damit beginnen, Feminist zu werden.

Verbissen, ich möchte fast sagen etwas verbittert. Frauen als Retter der Welt. Wird immer wieder gerne behauptet. Allein der Beleg und die tatsächliche Umsetzung fehlt immer wieder.

60 Gedanken zu “Mira Sigel: Warum ich Feministin bin

  1. Jede nach ihren Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.

    Immerhin hat sie nur ein paar Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass das keine Utopie beschreibt.

    • @Mark

      1. Mira Sigel existiert nicht.

      Lies mal: „Manchmal fragen mich Männer, die ich von früher kenne, warum ich Feministin bin. „Ist doch klar, dass der Kapitalismus an der Unterdrückung der Frau schuld ist“, sagen dann die, mit denen ich früher in verrauchten Keller zusammen saß und über die Weltrevolution diskutierte, mir auf Demos die Stimme heiser brüllte, die Fingerspitzen blau von der Farbe auf unseren Flugblättern und das Herz voll Leidenschaft für die Rettung der Welt.“
      https://www.huffingtonpost.de/mira-sigel/linke-sexismus-feministin_b_13948752.html

      Dann lies Sarah Rubal, „studierte Ethnologin, professionelle Autorin und alleinerziehende Mutter von drei Kindern“: „Manchmal fragen mich Männer, die ich von früher kenne, warum ich Feministin bin. „Ist doch klar, dass der Kapitalismus an der Unterdrückung der Frau schuld ist“, sagen dann die, mit denen ich früher in verrauchten Keller zusammen saß und über die Weltrevolution diskutierte, mir auf Demos die Stimme heiser brüllte, die Fingerspitzen blau von der Farbe auf unseren Flugblättern und das Herz voll ­Leidenschaft für die Rettung der Welt.
      https://www.emma.de/artikel/2018-alles-beim-alten-335705

      Der Text in der HuffPo vom 4.1.2017, aktualisiert am 5.1.2018 angeblich von Mira Sigel, bei Emma veröffentlicht am 25.4.2018 von Sarah Rubal.

      2. Sarah Rubal, die Ghostwriterfee

      Eigenwerbung: „Die Ghostwriterfee – Ghostwriter, Texter, Copywriter, Schreibcoach
      Ghostwriting ist die Kunst, fremde Gedanken und Ideen in schöne Worte zu kleiden.“
      https://ghostwriterfee.de
      Fehlt da nicht die geschlechtergerechte Endung?!
      Das Pseudonym Salome Sigel hat sie bereits für einen ihrer Romane verwendet:
      http://sarah-rubal.de/salome-sigel/

      3. Laut https://www.epubli.de/shop/autor/Sarah-Rubal/22599 ist Sarah Rubal Jahrgang 1984, d.h. aktuell 34 Jahre alt. Nun zu Ihrer „Kunst, fremde Gedanken und Ideen in schöne Worte zu kleiden“:

      „Ich erinnere mich an jene Zeit, in den Kellern, auf den Demos. Ich erinnere mich daran, dass es immer die Männer waren, die sprachen, laut, mit dröhnender Stimme, die uns in endlosen Monologen darzulegen versuchten, wie sehr sie den Durchblick hatten, jeder von ihnen mindestens ein neuer Rudi Dutschke oder gleich Che Guevara.“

      Angenommen, sie wäre in ihrer linken, revolutionären Phase 22 Jahre alt gewesen, handelte es sich um das Jahr 2006. Zu dieser Zeit waren Che und Rudi bereits 39, respektive 27 Jahre tot gewesen – es gab niemanden, der sich nach 2000 in einem positiven Sinne auf beide bezogen, hätte, man wolle „der neue…“ sein.

      Es gab zu diesem Zeitpunkt keine einzigen linke Organisation, in der Männer populär waren, die endlose Monologe hielten oder die es sich leisten konnten, Frauen „zum schweigen zu bringen“.
      Was sie hier beschreibt, hat sie maximal über solche Organisationen in den 60er und 70er Jahren (Vorzugsweise linke Politsekten) gelesen, sie „erinnert“ sich an gar nichts davon, weil sie es selbst nicht erfahren und erlebt hat.

      Der gesamte Text ist ein Fabel, ein Märchen, an der nichts real ist.
      Es ist ein Text, der eine politische Funktion hat.
      Trotzalledem. 😉

      • Sorry, der erste Absatz lautet natürlich:

        „Manchmal fragen mich Männer, die ich von früher kenne, warum ich Feministin bin. „Ist doch klar, dass der Kapitalismus an der Unterdrückung der Frau schuld ist“, sagen dann die, mit denen ich früher in verrauchten Keller zusammen saß und über die Weltrevolution diskutierte, mir auf Demos die Stimme heiser brüllte, die Fingerspitzen blau von der Farbe auf unseren Flugblättern und das Herz voll Leidenschaft für die Rettung der Welt.
        https://www.huffingtonpost.de/mira-sigel/linke-sexismus-feministin_b_13948752.html

        • @all

          Danke und in den Staub! 🙂

          Ich wurde skeptisch bei: „die Fingerspitzen blau von der Farbe auf unseren Flugblättern“, weil sich das auf „Matrizendrucker, Spiritusdrucker oder Blaudrucker, auch unter dem Begriff Ormigverfahren bekannt, ist eine Form der Hektographie, bei der ein recht einfaches Gerät zur Vervielfältigung verwendet wird. Mit dem Matrizendrucker kann man eine begrenzte Anzahl von Abzügen (je nach Qualität der Matrizen bis maximal 250 Exemplare von einem speziell angefertigten Original – der Matrize – herstellen.“ beziehen musste.

          Wiki weiter: „Er wurde seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Verwaltungen, Schulen und Bildungseinrichtungen verwendet. Eine weite Verbreitung bestand bis Ende der 1970er Jahre, Mitte der 1990er Jahre wurden die Matrizendrucker jedoch zunehmend durch den weit verbreiteten Einzug der Fotokopiertechnik verdrängt.

          Dumm gelaufen für jemanden, der erst 1984 geboren worden ist.
          Die von ihr geschilderten „Erfahrungen“ kann sie also niemals gemacht haben.
          Sie hat sie auch nicht für ein Publikum geschrieben, die sie jemals tatsächlich gemacht hat.
          Sondern die gerne dabei gewesen wären, wenn sie hätten empfinden können, diese jemals gemacht zu haben.

          Stell dir vor, sie schreibt einen „Lore“-Roman für Frauenfrauen, die gerne stellvertretend enttäuscht sein würden in revolutionären Organisationen gewesen zu wären, aber ohne in diesen jemals gewesen zu sein. Und genau für diese nimmt sie stellvertretend Abschied.
          Also für all die 50 Schattierungen dieser Frauenfrauen.

          Huschhusch, meine Idee, werde alleinerziehende Mutter von drei Kindern.
          Dann fällt der „Abschied von der Linken“ aber so was von einfach.
          „Oh Welt!“ – sinkt entgeistert auf die „fainting couch“ (so entstanden 3 von 3 Kindern). :))

          • „Eine feministische Sockenpuppe aus dem Gruselkabinett.“

            Ein Mutant, vielleicht nur genau deshalb entwickelt, damit wir uns darüber aufregen. Die Auftragsarbeit einer echten Feministin, des Schreibens nicht so begnadet, an eine Ghostwriterin, der das Thema, über das sie schreibt, vollkommen wumpe ist. Die Qualität ihrer Arbeit bemisst sich darin, wie heftig ihre Leserschaft reagiert.
            Ich fürchte, solche Zombies wird es in Zukunft immer öfter geben.

      • „Sarah Rubal Jahrgang 1984“

        Klasse gemacht, @crumar. Zwar denke ich ohnehin, dass das allermeiste der feministischen Erfahrungsberichte ausgedacht ist und diese Typen Fiktion für eine übergeordnete Realität halten. Aber dass gleich ganze Biographien erfunden werden, da war dann auch ich zu naiv. Man hätte es aber merken können, zB dieser Verweis auf das Rasiertsein im Schambereich – das war damals gar kein Ding.

        • „Aber dass gleich ganze Biographien erfunden werden“

          … ist nichts Neues, im Gegenteil, ich zitiere mich einfach mal selber:

          „Eine weitere Fälschung einer persönlichen (Leidens-) Geschichte ist die scheinbar authentische Selbstdarstellung von Betty Friedan in Ihrem Buch „The Feminine Mystique“. Dieses Buch war ein Meilenstein in der feministischen Bewegung, es wurde millionenfach gelesen. Betty Friedan portraitiert sich darin als einsame und eingekerkerte Vorstadt-Hausfrau, die an ihrer politischen Entfaltung und gesellschaftlicher Teilhabe gehindert wird.

          Diese Pseudo-Autobiographie ist eine einzige Lüge. Betty Friedan war eine bestens vernetzte Aktivistin und ein Polit-Profi. Mehr hierzu s. Fetters (2013) und Horowitz (1998). „The Feminine Mystique“ baut ferner auf mehrere wissenschaftliche (Geschichts-) Fälschungen anderer Autorinnen auf (s. Wolfe (1999), Fetters (2013)). „

          • @mitm

            Gute Arbeit! Das wusste wiederum ich nicht! 🙂

            „Betty Friedan portraitiert sich darin als einsame und eingekerkerte Vorstadt-Hausfrau, die an ihrer politischen Entfaltung und gesellschaftlicher Teilhabe gehindert wird.“

            Meine These ist, die Vorstadt-Biographien hat es in den USA überhaupt nur auf der Basis eines Klassenkompromisses im Rahmen des kalten Kriegs geben können.
            D.h. der „american way of life“ war umfassend als Systemalternative zum „realen Sozialismus“ gedacht.
            Die „heile Welt“ der Traditionalisten made in USA, die sie in den 1950er Jahren sehen war das Zuckerbrot und McCarthy die Peitsche.

          • „McCarthy die Peitsche“

            Das hat aber eher die „Metoo“-Prominenz der Vergangenheit, also die eher reichen Künstler und Schauspieler, die den modernen Jetset verkörperten, Charlie Champlin und endlos viele Andere, betroffen. Nie die Masse. Daraus ist ein andauernder Kult geworden (auch Trump ist eine seiner Figuren). So verkauft der Kapitalismus die Filme und das Kino!

      • @crumar: gut recherchiert!

        Ich hatte mich auch gefragt, wer denn diese Dame ist und ob man sie auch nur entfernt ernst nehmen muß. Unter dem Pseudonym Mira Sigel hat sie 3 Artkel in der Emma, einen im Freitag und 6 in der Huffington Post publiziert. Ferner war sie Mitherausgeber eines Buchs der Störenfriedas, das „wichtige“ Blogposts zusammenstellt und das hier: https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=24812 von einem feministischen Aktivisten am Institut für Neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität Marburg hochgejubelt wird („Daher ist es im feministischen Diskurs zweifellos eines der wichtigsten Bücher der letzten Jahre.“).

        M.a.W. hat sie ihr Pseudonym ziemlich konstant über mehrere Jahre aufgebaut bzw. durchgehalten. Seltsam, daß niemand vorher die Sache durchschaut hat. Ich frage mich auch, ob sie nicht parallel unter weiteren Pseudonymen schreibt.

        • @mitm

          „M.a.W. hat sie ihr Pseudonym ziemlich konstant über mehrere Jahre aufgebaut bzw. durchgehalten. Seltsam, daß niemand vorher die Sache durchschaut hat. Ich frage mich auch, ob sie nicht parallel unter weiteren Pseudonymen schreibt.“

          Letzteres eine sehr gute Frage.
          Kandidaten wären demnach weitere Romantitel auf ihrer Web-Site; so sie dieses Schema beibehalten hat.

          Zum Kritiker: „Rolf Löchel schreibt seit 1999 für literaturkritik.de.
          Ebenfalls 1999 gründete er zusammen mit anderen den Arbeitskreis Zukunft des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps Universität Marburg, dem er bis zu dessen Auflösung im Jahre 2009 angehörte.“

          Klickt man auf das „Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung“ erscheint das Forschungsprojekt „Reverse“.
          Klingelt etwas?
          „Forschungsprojekt „KRisE der GeschlechterVERhältnisSE? Anti-Feminismus als Krisenphänomen mit gesellschaftsspaltendem Potenzial“ (REVERSE)“

          So fügt sich trefflich….

      • „Mira Sigel existiert nicht“

        Ah, das erklärt natürlich Einiges.

        Mir kamen diese Beschreibungen der linken Kommunen so schablonenhaft vor, dass ich dachte, ich würde einen empörten Aufschrei der BILD aus der Zeit der späten 68er lesen.

        Die Abzüge der Matrizendrucker waren eigentlich eher deutlich rosa und hatten nach meiner Erinnerung nicht gefärbt – rochen allerdings sehr interessant nach Alkohol :D.
        Ich wurde damals gelegentlich dazu verdonnert, Texte für meine Klassenlehrerin auf Matrizen zu schreiben, weil ich die beste Rechtschreibung hatte, das beste Schriftbild und mich selten verschrieb.
        Letzteres nicht aus Begabung, sondern weil ich als Linkshänder in meiner Grundschulzeit ziemlich brutal auf rechts umtrainiert wurde und man bei mir deshalb doppelt auf mein Schriftbild achtete.

        • „Mir kamen diese Beschreibungen der linken Kommunen so schablonenhaft vor, dass ich dachte, ich würde einen empörten Aufschrei der BILD aus der Zeit der späten 68er lesen.“

          Korrekt.
          Vor allem ist der „Haupt- und Nebenwiderspruch“ selbstverständlich nicht von Marx, sondern von Mao und Maoisten fand man im KBW, die es dann wiederum zu den „Grünen“ zog.

          An ihrem Text ist auffällig, es gab ihres Erachtens keine sexuelle Befreiung für Frauen, sondern diese war bereits eine Verschwörung linker Männer, die „Frauen zuteilen“ konnten.
          Frauen haben also weder eigenständige sexuelle Bedürfnisse, noch eine sexuelle Agenda in ihrem Text.
          Das erst macht sie zu schutzbedürftigen Wesen – wenn man Eingangs negiert, es gäbe sexuell emanzipierteFrauen.
          Der Appell der Botschaft ergeht an konservative Männer deshalb, weil hier eine konservative Frau argumentiert; ihr „radikaler Feminismus“ ist komplett kompatibel mit diesem Konservativismus.
          Faszinierend.

          „Letzteres nicht aus Begabung, sondern weil ich als Linkshänder in meiner Grundschulzeit ziemlich brutal auf rechts umtrainiert wurde und man bei mir deshalb doppelt auf mein Schriftbild achtete.“

          Ich bin auch so ein „umtrainierter“, wusste das lange Zeit nicht und habe mich immer gewundert, warum meine Schrift so mies ist.
          Kunststück, für mich war ja alles spiegelverkehrt. 😦

      • Der Text ist so dermaßen nah an der Alice Schwarzer – Ideologie dran, dass mich das Gefühl beschleicht, das die Störenfriedas von der EMMA betrieben werden.

      • „Ich wünsche mir, dass übergreifende wirtschaftliche und politische Strukturen für Einzelpersonen leichter
        durchschaubar und verständlich werden, damit individuelle Entscheidungen auf der Basis unabhängiger
        Informationen gefällt werden können und Korruption in der Öffentlichkeit bekannt wird. Deswegen bin ich Mitglied bei Transparency Deutschland.“

        Sarah Rubal, Neumitglied bei Transparency International Deutschland e. V., Studentin aus Rodgau, 2009.

        Ja, Transparenz ist wichtig – wer wollte das bestreiten?

  2. „Der Frauenhass hat so viele Gesichter, er begegnet uns in so mannigfaltiger Form, dass er allein durch seine Vielfalt und seine Omnipräsenz in der Selbstverständlichkeit unsichtbar zu bleiben vermag, dabei ist er überall, sogar in uns drin, zeigt sich in unserem Selbsthass auf unsere Körper und in unserem mangelnden Vertrauen in unsere Fähigkeiten.“

    Genau, nicht leicht zu erkennen. Während „Men are Trash“, „Kill all Men“, zu Behaupten das Männer nur ein Gendefekt sind oder allesamt Vergewaltiger natürlich kein Männerhass ist, sondern richtige und wichtige konstruktive Kritik, an der sich auch das Missy-Magazine beteiligt. Das Frauen lieber Frauen helfen und das Männer lieber Frauen helfen, der Women-are-Wonderful-Effekt, das Frauen bei gleichen Verbrechen weniger bestraft, bei gleichen Leistungen besser bewertet werden oder das es leichter ist Geld für humanitäre Hilfe für Frauen und Mädchen zu sammeln wie für Männer und Jungen sind alles Zeichen für einen Allgemeinen Frauenhass.

    „Frauen werden vergewaltigt, als Kinder verheiratet, verstümmelt, erniedrigt, ermordet, geschlagen, geschwängert, zur Abtreibung gezwungen, zur Schwangerschaft gezwungen, geschlagen, betatscht, gestalkt, beschimpft, schlechter bezahlt, ausgegrenzt und diskriminiert – immer durch Männer.“

    Männer können nicht schwanger werden und Frauen können auch nicht durch andere Frauen schwanger werden. Das Frauen nur von Männer zur Kinderheirat oder Abtreibung gezwungen, halte ich auch eher für eine Wunschvorstellung. Ehen werden häufig auch von Müttern arrangiert und die Verstümmelung weiblicher Geschlechtsteile wird auch häufiger von anderen Frauen vorangetrieben. (Yeyo ist ja leider weg, aber der hatte da eine Studie zu.) Der Rest passiert Männern auch und ist dort sogar teilweise akzeptiert oder dient zur Belustigung. Und das passiert Männern nicht IMMER nur durch andere Männer, sondern auch durch Frauen, genau so wie Frauen das durch andere Frauen passiert. Man muss sich doch nur mal Hillary Clinton ansehen die Frauen schlechter bezahlt hat oder lesbische Beziehungen in den häusliche Gewalt und Vergewaltigungen sogar häufiger vorkommen wie in Heterobeziehungen.

    Sie schreibt das da einfach so hin, aber mit der Realität hat das nichts zu tun.

    • „Frauen werden vergewaltigt, als Kinder verheiratet, verstümmelt, erniedrigt, ermordet, geschlagen, geschwängert, zur Abtreibung gezwungen, zur Schwangerschaft gezwungen, geschlagen, betatscht, gestalkt, beschimpft, schlechter bezahlt, ausgegrenzt und diskriminiert“

      Diese Punkte haben alle durchaus mit der Realität zu tun. Das alles passiert.

      Und es sind alles Punkte, denen man durchaus den Status „Problem“ zugestehen kann.

      Selbst die Wertung „Es gibt keine schwereren Probleme, deren Lösung dringlicher wäre“ ist noch keine Realitätsverweigerung, sondern erst mal nur eine durch und durch egozentrische Wertung.

      Erst mit „immer durch Männer“ betritt sie den „Das ist schlichtweg falsch“ Boden.

      Mein Problem mit Feminismus ist weniger das Ausblenden von Realität. Das tun wir alle. Kuck dir die Scheuklappen von den IYIs hier im Forum an. Da darf auch von uns keiner mit Steinen werfen.

      Die maßlose Egozentrik finde ich bedenklicher.
      „Wichtig ist, was MIR passiert und relevant ist nichts, was MIR nicht widerfahren ist.* “


      * (Es sei denn, ich kann es im Rahmen prosozialer Dominanz ausschlachten. -> Intersektionalität)

    • „Der Frauenhass hat so viele Gesichter, er begegnet uns in so mannigfaltiger Form, dass er allein durch seine Vielfalt und seine Omnipräsenz in der Selbstverständlichkeit unsichtbar zu bleiben vermag,“

      Hatte ich zuerst übersehen, aber hier schreibt sie es ja sogar! Der Feind ist so mächtig und lauert überall, aber man kann ihn gar nicht sehen. Willkommen in der Matrix ^^

  3. An diesem Bericht erkennt man mal wieder, dass – wie unsere Blog-Linken nicht müde werden zu betonen – der Feminismus ein Produkt des Neoliberalismus ist und in Konzernen erdacht und konzipiert wurde.

    Linke haben damit gar nichts zu tun. Als feministisch bezeichnen sich zwar immer nur Leute, die sich auch als links bezeichnen – und die den Neoliberalismus und die westliche Welt gleichfalls kritisieren – aber das haben die Neoliberalen halt so geschickt eingefädelt um zu verschleiern, dass der Feminismus neoliberal ist.

    • Diese Wertschätzung der Linken kommt von Dir etwas überraschend, aber ja. Der Neoliberalismus ist die Ideologie, mit der wir derzeit geschlagen sind und möglicherweise stellt sich heraus, dass der totale Markt noch destruktiver als sozialistische Kommitees ist. Meine Eltern waren grad in Moskau und waren begeistert wie schön und sauber alles ist. So schöne Häuser und die U-Bahn ist so gut!

        • „So sah Deutschland vor dem Einzug der Grünen in die Landesregierungen auch aus .“

          Das verbuch ich jetzt mal unter „Ahnungslosigkeit durch mangelnde Lebenserfahrung“.

          Bevor sich die Umweltbewegung über die Grünen ein politisch schlagkräftiges Sprachrohr zulegte, waren die Städte im Winter durch Abgase im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend“.

          Heute führt man den Endkampf gegen die letzten Rußpartikel von Diesel-Pkw. Noch Mitte der 70er wähnte sich jeder, der zur Holsteinschen Stadt Itzehoe von Hamburg aus mit der Bahn anreiste, kurz vor Einfahrt in den Ortsteil Breitenburg in einem Schwarz/Weiß-Film. Die Staubemissionen der Alsen Zementwerke lagen in solchen Schichtdicken auf der Umgebung, dass es nur noch die Farbe Grau in unterschiedlichen Schattierungen gab – richtig surreal.
          Meine Tante wohnte dort und musste jeden Tag(!) Fensterputzen, um überhaupt etwas von der Welt draußen sehen zu können. Und Wäscheaufhängen im Freien war völlig indiskutabel.
          Umweltschutz galt damals noch als reines Gift für die Wirtschaft und wurde von den etablierten Parteien ohne jede Diskussion abgelehnt.

  4. Was lernen wir?
    Frauenfeindlichkeit ist eine Erfindung der linksversifften Revolutionäre.
    Deshalb gibt’s auch nur nach Kenntnis diesen Loches männlicher Abgründe, ein enormes Bedürfnis nach Feminismus.
    Störenfritten, übernehmen.

  5. Feminismus ist eben nur ein sexistischer Kommunismus, hier ganz klar zu sehen. Ein fundamentaler Geschlechterantagonismus wird ins Zentrum der Weltgeschichte gestellt. Dummerweise ist der dann so fundamental, dass gar nichts mehr geht und dieser Denkrichtung ihren Anhängerinnen nur Frust beschert und diese in einem hohldrehenden Fanatismus abenden. Derart mit den unmöglichen Forderungen nach ideologischer Reinheit fanatisiert, merken sie gar nicht, wie sie sich ihrem Fetisch, den sie sich zum Gegner erkoren haben, angleichen, den Faschisten.

    Genau daran leidet die Linke und geht an daran zugrunde: an den toxischen Narrativen des Kommunismus, die eine „alternative“ umfassende Sicht auf diese Welt hervorgebracht haben, in der immer nur alles negativ ist und auch gar nichts besser werden kann. Der Femismus von heute (egal wie „intersektional“) ist nur eines dieser Narrative.

  6. „Wer die Unschuldsvermutung gut findet, der will eigentlich nur Vergewaltigungen ermöglichen und eigene verdecken“

    Selbstverständlich, außer es geht um eine Frau die der Vergewaltigung bezichtet wird, dann #begentle.

    • Das Schöne ist ja, dass jede Medaille gewöhnlicherweise 2 Seiten hat.

      Was die rosinenpickenden Feministinnen oft bei Rosinenpicken übersehen, ist dass bei einer Abschaffung der Unschuldsvermutung dieses konsequenterweise dann auch im Hinblick auf Falschbeschuldigungen gelten müsste. Denn es gibt ja bei einer behaupteten Gewalttat immer 2 mögliche Opfer, nämlich (a) das mögliche Opfer der behaupteten Gewalttat und (b) der behauptete Gewalttäter, der Opfer einer Falschbeschuldigung sein könnte.

      Zur Veranschaulichung nehmen wir mal folgenden Standardfall: A beschuldigt B, dass er sie vergewaltigt hätte, der dieses bestreitet. Gehen wir zudem davon aus, dass es den Strafverfolgungsbehörden nicht gelingt, den Sachverhalt zweifelsfrei aufzuklären, so dass weder zweifelsfrei beweisbar ist, ob der Sex völlig einvernehmlich erfolgt ist, noch ob dieses nicht der Fall war.

      Solange die Unschuldsvermutung gilt, müsste man in dem Fall B in dubio pro reo von der Vergewaltigung freisprechen und auch A könnte hier nicht wegen Falschbeschuldigung verurteilt werden, weil ja ebenfalls nicht zweifelsfrei nachweisbar ist, ob ihre Behauptung gelogen war.

      Schafft man die Unschuldsvermutung hingegen ab und erleichtert auch die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden, indem man einfach grundsätzlich dem (möglichen) Opfer glaubt und verurteilt, wenn der behauptete Täter nicht seine Unschuld beweisen kann, dann kämen wir hingegen zu folgendem Ergebnis.

      (a) Strafverfahren gegen B wegen der behaupteten Vergewaltigung: Da B nicht beweisen kann, dass keine Vergewaltigung stattgefunden hat und man bei Abschaffung der Unschuldsvermutung einfach dem möglichen Opfer A glauben schenkt, würde B wegen der behaupten Vergewaltigung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden. Im Fall Horst Arnold waren das 5 Jahre Gefängnis, der die Strafe auch voll absitzen musste, weil er die Vergewaltigung bis zum Ende bestritt und somit keine Einsichtsfähigkeit zeigte.

      (b) Strafverfahren gegen A wegen Falschbeschuldigung und Freiheitsberaubung von 5 Jahren: Da B ja behauptet, dass er die A nicht vergewaltigt habe und somit Opfer einer Falschbeschuldigung und dadurch verursachten Freiheitsberaubung von 5 Jahren wurde, müsste nunmehr ein Strafverfahren gegen die A eingeleitet werden. Nunmehr ist B das mögliche Opfer, dem zu glauben ist, wenn A nicht ihre Unschuld beweisen kann. Da ja auch A dazu nicht in der Lage ist, müsste bei der Beseitigung der Unschuldsvermutung nunmehr auch A wegen Falschbeschuldigung und Freiheitsberaubung zu einer langen Gefägnisstrafe verurteilt werden. Da alleine die behauptete Freiheitsberaubung des B von 5 Jahren schon sehr massiv ist, müsste auch der diesbezügliche Strafrahmen des § 239 Abs. 3 StGB von 1 Jahr bis zehn Jahren schon im oberen Bereich liegen. Im Fall Horst Arnold hatte die Falschbeschuldigerin Heidi K. 5,5 Jahre Freiheitsstrafe bekommen.

      (c) neues Strafverfahren gegen B wegen Freiheitsberaubung: Da A ja weiterhin behauptet, tatsächlich von B vergewaltigt worden zu sein und sie ja wegen der durch das Bestreiten von B anzunehmenden Falschbeschuldigung und Freiheitsberaubung selber zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde, käme nunmehr in Betracht, dass auch A Opfer einer Falschbeschuldigung und Freiheitsberaubung geworden ist. Da B ja nicht beweisen kann, dass die Vergewaltigung nicht stattgefunden hat und somit er Opfer einer Falschbeschuldigung wurde, müsste man in diesem Strafverfahren wieder annehmen, dass A nunmehr Opfer seiner Falschbehauptungen wurde, so dass B nunmehr wegen Falschbeschuldigung und Freiheitsberaubung der A zu verurteilen wäre. Die Gefägnisstrafe des B (wegen Vergewaltigung > s.o. a) würde sich daher nunmehr noch wegen der Falschbeschuldigung und Freiheitsberaubung gegenüber A um noch ein paar weitere Jahre erhöhen.

      (d) Strafverfahren gegen A wegen der weiteren Freiheitsberaubung (s.o. c): Da – wie in c dargestellt – sich die Gefängnisstrafe des B ja noch erhöht, kämme nunmehr in Betracht, dass auch diese Erhöhung der Gefängnisstrafe einer weitere Freiheitsberaubung der A gegenüber B darstellt. In diesem Verfahren ist nunmehr B wieder das mögliche Opfer, so dass nunmehr wieder seiner Variante des Geschehens zu glauben ist, soweit A nicht das Gegenteil beweisen kann. Nunmehr ist also wieder davon auszugehen, dass keine Vergewaltigung stattgefunden hat, so dass A auch wieder die weitere Freiheitsberaubung des B zu verantworten hat, so dass sich auch die GEfängnisstrafe der A (s.o. unter b) weiter erhöhen müsste.

      (e) Strafverfahren gegen B wegen der weiteren Freiheitsberaubung (s.o. d): Ihr werdet es kaum erraten, aber die in d) dargestellte Erhöhung der Gefängnisstrafe könnte nunmehr wieder eine weitere Freiheitsberaubung von A darstellen, da im Verfahren gegen B ja nunmehr dem A als mögliches Opfer zu glauben wäre, wenn B nicht das Gegenteil beweisen kann (was er ja nicht kann > s.o.). …. usw …

      Eine Abschaffung der Unschuldsvermutung würde somit dazu führen, dass in den Fällen, in denen eine behauptete Vergewaltigung nicht zweifelsfrei nachweisbar ist, einfach beide (A und B) zu langen Gefängnisstrafen verurteilt werden müssten. Das wiederrum hätte zur Folge, dass alle tatsächlichen Opfer, die sich nicht sicher sein können, ob sie die Tat tatsächlich zweifelsfrei beweisen können, besser nie eine Strafanzeige machen, da dieses ja auch eine Falschbeschuldigung (und dann Freiheitsberaubung) darstellen kann, wenn sie dann nicht selber das Gegenteil beweisen können.

      Die Abschaffung der Unschuldsvermutung wäre daher ein Tritt in das Gesicht der tatsächlichen Opfer.

      Aber hirntote Feministen werden es sicher wieder schaffen, dass die Unschuldsvermutung nur rosinenpickend im Rahmen von behaupteten Vergewaltigungen abgeschafft wird, während Falschbeschuldigerinnen und Freiheitsberauberinnen weiterhin kaum etwas zu befürchten haben, weil hier die Unschuldsvermutung weiterhin großzügigst Anwendung finden wird (und soll). Hier passiert den Frauen in der Regel selbst dann nichts, wenn sogar im Zivilverfahren vom beschuldigten angeblichen Vergewaltiger zur Überzeugung des Gerichtes nachgewiesen wurde, dass das vermeintliche Opfer gelogen hat (s. Fall Kachelmann).

      Wenn man daher die Unschuldsvermutung nur im Rahmen der Vergewaltigung abschaffen will, dann würde folgender Fall interessant werden: A behauptet, dass B sie vergewaltigt hätte. B erklärt hingegen, dass nicht er, sondern A tatsächlich ihn vergewaltigt hätte. Es müssten auch hier wieder 2 Strafverfahren eingeleitet werden, da beide als mögliche Opfer von Vergewaltigungen in Betracht kommen. In beiden Verfahren würde man wieder dem jeweiligen Opfer glauben, wenn der jeweilige Täter nicht das Gegenteil beweisen kann, so dass beide wegen Vergewaltigung an dem jeweils anderen zu verurteilen wären.

      • Die Parole lautet daher auch nicht (wie von deiner Argumentation fälschlicherweise impliziert) „believe the victims“, sondern wohlweislich „believe Women“ !
        Da Frauen per definition immer die eigentlichen Opfer sind, ergibt sich alles andere von selbst.

        =>Problem gelöst

    • Nein, ein Liedchen, daß jenen Vostellungen folgt, kenne ich nicht. Im Gegenteil fiel mir spontan dazu eines ein, das absolut politisch korrekt ist und den Egozentrsmus so ziemlich aller feministischen Strömungen außerordentlich exakt wiedergibt:

  7. „Solange auch nur eine von uns von einem Mann unterdrückt, ausgebeutet, vergewaltigt, geschlagen oder anderweitig benutzt wird, hat der Feminismus seine Berechtigung in sich selbst.“

    Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt und es werden immer schnell immer mehr. Wie stellt sie sich das vor? Man müsste die Erdbevölkerung mehr als nur dezimieren und oder eine strikte Geschlechtertrennung einführen? Niemals soll auch nur eine einzige Frau jemals wieder von einem Mann geschlagen werden! Gilt das auch anders herum?

    Also wenn man Menschen wie sie in irgendein Reservat stecken würde, hätte ich da echt kein Problem mit.

  8. Was mich an der ganzen Sache am meisten stört, ist das diese Penner (Linksradikale und Feministen) von UNSEREN gezahlten Steuern am Leben erhalten werden. Ihre ganzen Sozialarbeiterjobs, Gleichstellungsbeauftragentätigkeiten oder Forschungsarbeiten werden von UNSEREN Geldern bezahlt. Ich denke deshalb, dass man als MGTOW versuchen sollte dem Staat so wenig Geld wie möglich zukommen zu lassen. Es ist schlimmer als Erich Kästner sagt „Was immer auch geschieht, nie sollt ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!“. Nun ist nicht nur passiert, dass wir den Kakao trinken MÜSSEN, wir müssen ihn sogar noch bezahlen. Und das wurmt mich am allermeisten.
    Diese Störenfridas sollen ihre „Revolution“ ruhig machen aber wir sollten weder sie, noch ihre Helfer, noch ihre Helfershelfer unterstützen.

      • Tatsächlich wähle ich deswegen nur noch Parteien die sich der Steuersenkung und dem Sozialabbau (uhhh, schlimmes Wort) verschrieben haben. Explizit neoliberale Parteien.

        • Ernsthaft jetzt? Also ich habe gerne intakte Straßen und Gleise, ordentliche Krankenhäuser, Schulen etc. und eine Verwaltung, die auch ohne Bestechung mal was hinkriegt. Auch Sicherheit im öffentlichen Raum finde ich ganz nett. Das von der Kohle halt auch ’ne Menge Blödsinn bezahlt wird, muss man aushalten. Ich habe zwar die Kohle, möchte aber nicht in einer Gated community wohnen.

  9. > Zu Musik tanzen, die uns erzählt, dass Vergewaltigung der Sex ist, den Frauen verdienen? Hat da einer ein Lied im Ohr?
    Ich vermute, sie meint Rap. genauer: Gangsta-Rap. So in der Art wie diese zwei Komiker, die neulich den Echo-Preis bekamen. Was deren Texte angeht, hat sie wohl Recht.
    Ich betreibe Tanzsport. Slowfox, Tango, Walzer und so. Für mich sind nicht nur diese Texte befremdlich (um es mal diplomatisch auszudrücken), auch die Idee, dazu zu „tanzen“, oder noch schlimmer, die Idee, dass es keine andere Art zu tanzen gäbe, sind für mich genauso befremdlich.

    • „Ich vermute, sie meint Rap.“

      Haha. Reingefallen. Das wird sie ganz sicher nicht meinen. Denn Rap ist nämlich emanzipatorisch und voll gegen das cis-heteronormative-weisse Patriarchat und bekommt scott-free. Die meinen das doch nur ironisch, satirisch und wollen nur subversiv sein.

      Genauso emanzipatorisch ist der populäre Prediger Farrakhan, den nur Rassisten für einen Wiedergänger Hitlers halten können, der aber in Wirklichkeit eine der Ikonen der Bürgerrechtsbewegung und des Feminismus heute ist!

      http://www.youtube.com/results?search_query=farrakhan

      „> Zu Musik tanzen, die uns erzählt, dass Vergewaltigung der Sex ist, den Frauen verdienen? Hat da einer ein Lied im Ohr?“

      imo kommt hier nur weisse mainstream musik in Frage, besonders folgendes Lied:

      http://www.youtube.com/watch?v=9C-20JyOgMY

  10. „Ihre Schilderungen werfen eigentlich eher ein schlechtes Licht auf die Frauen, denn es hat sie ja niemand gezwungen in dieser linken Gruppe zu bleiben und sich von den dortigen Männern aufteilen zu lassen. Sie hätten auch einfach gehen können und sich andere Männer suchen können.“

    Soweit ich mich erinnere, war das einer der Kritikpunkte von Svenja Flasspöhler: Erst lassen Frauen alles mit sich machen – einfach so -, und hinterher beschweren sie sich über Belästigung oder Vergewaltigung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.