Abwehr von Kritik und Immunsierung gegen Kritik

Die gängigen Abwehrstrategien im Feminismus:

  • Nebulöse Begriffe wie „das Patriarchat“ und „die Strukturen“ die nie wirklich konkret benannt werden müssen
  • „Männer profitieren vom Patriarchat und fördern es daher“ bleibt unbestimmt und ungenau
  • „Alle Männer sind privilegiert und müssen daran arbeiten ihre Privilegierung zu erkennen und abzubauen“ Es wird nie gesagt, was genug ist oder welches Verhalten nun genau noch okay oder schon schlecht ist.
  • „Auch Frauen stützen das Patriarchat“ – Es bleibt das Patriarchat, auch wenn eine Frau handelt, die dann nur ein armer Irrläufer ist oder innerhalb der Strukturen eben nicht anders handeln kann oder will, weil Männer eben keinen anderen Raum lassen.
  • „Wir halten euch nur vor, was marginalisierte ständig erleben, damit ihr mal seht wie das ist“ – Rechtfertigt selbst aggressivstes Verhalten
  • „Im Gegensatz zu den Handlungen der Privilegierten sagen wir das ja nur, damit ihr mal drüber nachdenkt, ihr habt doch nicht wirklich Angst, dass wir alle Männer auslöschen“ – nehmt unsere Aussagen nicht ernst ist wirklich immer wieder ein erstaunliches Argument. Natürlich wird aber auch der typische Rassist nicht gleich ein Massenmörder
  • „auch kleinste Mikoaggressionen stützen das System und machen den jeweiligen Verantwortlich“ damit kann man so tun als seien auch kleinste Vorfälle enorm wichtig und bedrohlich
  • „Das patriarchale System ist von Männern errichtet, also müssen sie es auch beseitigen, indem sie ihre toxische Männlichkeit abstellen“ verlagert die Verantwortung für die Änderung der gesamten Gesellschaft auf den Einzelnen und macht sie dort einforderbar und vorwerfbar
  • „X begründet Nachteile für Frauen/marginalisierte Personen aufgrund ihres Geschlechts/ihrer Zugehörigkeit zur marginalisierten Gruppe, also müssen die Priviligierten X vollständig beseitigen, solange setzen wir den Nachteil absolut“ Ein Beispiel wäre Vergewaltigung. Da wird auch gerne so etwas angeführt wie „Frauen erleiden sexuelle Gewalt, solange das der Fall ist, solange also überhaupt noch sexuelle Gewalt existiert, sind Frauen unterdrückt und Männer dafür verantwortlich. Erst wenn keinerlei sexuelle Gewalt mehr existiert ändert sich das. Männer sollen also eine Welt vollkommen frei von Verbrechen schaffen, was schlicht nicht möglich ist. Solange das nicht geschehen ist sollen aber gleichzeitig alle Frauen unterdrückt werden.
  • „du verharmlost die Marginalisierung/die Gewalt etc“ Wer vorbringt, dass die Probleme kleiner sind als der Feminismus meint, der übt eben nur patriarchale Macht aus um das Problem herunterzuspielen. Eine Auseinandersetzung ist nicht erforderlich

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56 Gedanken zu “Abwehr von Kritik und Immunsierung gegen Kritik

  1. Die gängigste Abwehrstrategie von Feministinnen fehlt in deiner Aufzählung, nämlich:

    „Du kriegst doch nur keine ab / wer hat dich verletzt? / Du bist ein neurechter maskulistischer Faschist / Du hast bestimmt einen ganz kleinen Pimmel / Mimimi, hast du noch mehr Männertränen lol“

  2. Gibt es eigentlich auch eine Aufstellung,
    a) was genau der Feminismus erreichen will,
    b) wie genau der Feminismus das erreichen will und
    c) mit welchen Kriterien zu überprüfen wäre, ob das Ziel erreicht ist oder nicht?

    a) würde mir ja für den Anfang schon reichen.

    • Gibt es eigentlich auch eine Aufstellung,
      a) was genau der Feminismus erreichen will,
      b) wie genau der Feminismus das erreichen will und
      c) mit welchen Kriterien zu überprüfen wäre, ob das Ziel erreicht ist oder nicht?

      Dass man dir aber auch alles erklären muss: Den Feminismus gibt es nicht!

      • c ist wirklich ernstgemeint, oder?

        Solange es noch irgendwas gibt, was für irgendeine Frau suboptimal ist, brauchen „wir“ dringend Feminismus.

        • Äh … nee, ich muß mich korrigieren. Punkt c) wird abgeschwächt zu:

          c‘) alle Feministinnen fühlen sich gut.

          Sorry! Im Feminismus geht’s ja nicht um *alle* Frauen.

          • Ah ja, wichtiger Punkt.

            Ich würde ihn noch präzisieren zu: „Die Feministin, mit der man grad spricht, hat nichts mehr zu jammern.“

    • a) Privilegierung der Frauen
      b) Diskriminierung der Männer
      c) das Ziel wird nie erreicht, wegen Strukturen – damit ist die Existenzberechtigung des Feminismus bis zum Sankt Nimmerleinstag gesichert

    • Easy:
      a) Macht
      b) durch Gejammer (man denke an nörgelnde Hausfrauen, das skaliert)
      c) Anzahl der durch Feministen besetzten Positionen.

      Oh du dachtest es geht um Frauen? Da widersrpechen dir aber Feministen in hohen Positionen.

  3. Eine weitere Immunisierung:

    „Gerade weil du dich so heftig wehrst, zeigt doch dass wir recht haben!“

    (Diese billige Argumentation hörte ich als erstes in links-alternativen WGs der 80er Jahre zu allen möglichen Diskussionen…)

    • „5+5=11“
      „Nein, 5+5=10!“
      „Unsinn, 11!“
      „10“
      „Schau mal, genau daran, dass du dich so erbittert gegen das Ergebnis wehrst, kann man erkennen, dass 11 richtig ist!“

      • Es geht oben um die in der modernen Psychoanalyse eigentlich unbestrittene Tatsache, dass ein ‚Angriff‘ auf eine als vollständig imaginierte Subjektivität auf Abwehr stösst. Man kann natürlich die Psychoanalyse (oder ein entsprechendes Denken) als solche weit von sich weisen. Dagegen gibt es in der Tat keine Argumente.

        • Die ganze Argumentationsgrundlage ist indiskutabel, egal, ob psychoanalytisch, oder profan.
          „Du irrst dich, WEIL du anderer Meinung bist“, erfüllt nicht mal die Mindeststandards an ein Argument (auch wenn es grammatikalisch vielleicht richtig ist).

  4. Da ein Teil dieses Postes wohl mit der Diskussion mit mir kommt, eine kleine Erklärung: Wenn man von den Strukturen und Patriarchat spricht sind zum Beispiel der Kapitalismus gemeint, welche in sich frauenfeindlich ist. Für den Kapitalismus zählt Produktivität wer Kinder bekommen kann/bekommt ist nicht produktiv, zumindest in der Definition des Kapitalismus. Kindererziehen, Verwandte pflegen so was schafft keinen neuen Wert, keine Produkte, akkumuliert kein Kapital. Ergo ist es unnütz für den Kapitalismus.
    Hinzu kommt, dass in manchen Berufen eine Atmosphäre existiert, die Frauen die Kompetenz in dem entsprechenden Bereich abspricht und sie nicht ernst genommen werden. Es gab da vor kurzem ein recht schönes Experiment von zwei Journalisten (eine Frau und ein Mann), die ihre E-Mail-Adressen ausgetauscht haben. https://www.berliner-zeitung.de/ratgeber/karriere/sexismus-im-job-mann-und-frau-tauschen-e-mail-signatur—mit-ueberraschenden-folgen-26193794 Das ist natürlich nur ein Einzelnbeispiel und nicht statistisch belastbar. Aber solche Fälle hört man von diversen Frauen, wenn man mal hinhören würde/wollte. Das gleiche kannst du mit sexueller Belästigung machen.
    Als weitere Struktur wären da die Medien zu nennen. Zum einen weil Frauen oft nur schmückendes Beiwerk sind ohne jegliche Persönlichkeit. Und in manchen Fällen Übergriffigkeit normalisiert bzw. relativiert wird. Oder man nimmt die Reaktion von gewissen politischen Kreisen, die immer schnell dabei sind es zu relativeren, wenn eine Frau davon berichtet sexuell belästigt worden zu sein oder sie schlicht gar nicht ernst nehmen. Du kannst jetzt natürlich so tun, als gäbe es das alles nicht. Dann wäre eine weitere Diskussion aber sinnfrei, weil du die Erfahrungen von tausenden bis Millionen Menschen einfach ignorierst.

    „Da wird auch gerne so etwas angeführt wie „Frauen erleiden sexuelle Gewalt, solange das der Fall ist, solange also überhaupt noch sexuelle Gewalt existiert, sind Frauen unterdrückt und Männer dafür verantwortlich. Erst wenn keinerlei sexuelle Gewalt mehr existiert ändert sich das. Männer sollen also eine Welt vollkommen frei von Verbrechen schaffen, was schlicht nicht möglich ist. “
    Und hier warst du offensichtlich nicht in der Lage, das gesagt zu verstehen. 1) Frauen sind nicht unterdrückt, sondern diskriminiert auf Grund ihres Geschlechtes. (Dass das scheiße ist, siehst hoffentlich auch du). 2) Frauen stützen diese Atmosphäre genauso wie Männer, ergo sind nicht Männer per se dafür verantwortlich. Es sind ja genauso Männer, die dagegen vorgehen. Deine Unterstellung ist ziemlich absurd. 3) Nicht Männer sollen eine gewaltfreie Welt schaffen, sondern alle. Hier ist wieder das typische sich selbst in eine Opferrolle und Verantwortung drängen. Eine gewaltfreie Welt zu schaffen ist natürlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, keine Ahnung, wie man auch nur auf die Idee kommen sollte, dass das nur einem Geschlecht angelastet wird. 4) Natürlich ist eine gewaltfreie Welt möglich. Im Mittelalter hat auch keiner geglaubt, dass es ein Leben ohne die Pest gibt. Warum wird immer so getan, als es etwas nicht möglich, nur damit man nichts tun muss?

    Und zum Schluss mal von mir typische Abwehr und Immunisierungsreaktion von Anti-Feministen:
    a) „Auch Männer werden benachteiligt.“ Sexismus ist kein Wettbewerb, es geht nicht darum, wem es schlechter geht, sondern darum die Grund warum es den Menschen schlecht geht abzuschaffen und dafür muss man ihn erstmal erkennen und benennen. Sexismus gegen Männer ist doch nur die andere Seite der Medaille. Aufgezwungene Rollenbilder schaden sowohl Frauen als auch Männern. Wenn man aber gerade von der Benachteiligung von Frauen redet, bringt es keine der beiden Diskussionen weiter über die Benachteiligung von Männern zu reden.
    b) „Also ich habe das noch erlebt.“ Nur weil man selbst etwas nicht erlebt hat, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Ich war auch noch nie in Australien und trotzdem gehe ich davon aus, dass es das Land gibt.
    c) „Früher war es viel schlimmer.“ Wenn man der Logik folgt hätten wir auch nie eine Demokratie bekommen, weil es vor der Monarchie auch schlimmer war. Oder Homosexuelle hätten nie das Recht bekommen heiraten zu dürfen, weil sie ja früher in den Knast gesteckt wurden. Das Damals trifft keine Aussage über das Heute. Wenn es heute Probleme gibt, dann muss man die heute kritisieren und versuchen abzuschaffen.
    d) „Es ist doch gar nicht so schlimm.“ Das ist eine Marginalisierung von einem Problem. Nur weil es angeblich „nicht so schlimm“ ist, heißt das nicht, dass man sich damit nicht auseinander setzen sollt. Nur weil die Anzahl von terroristischen Anschlägen niedrig ist, heißt das nicht, dass man nicht dagegen machen sollte. Man kann gerne das wie und was kritisieren aber hier wird ja versucht die Diskussion darüber grundsätzlich zu delegitimieren. Mal ganz davon abgesehen, dass die Aussage, etwas sei nicht so schlimm, doch sehr subjektiv ist.

      • „diskriminiert“ bedeutet bedeutet wörtlich: „unterschieden“

        „Frauen werden diskrimiert“ heißt demnach: „Es wird ein Unterschied gemacht, je nachdem, ob Frau oder Mann“.
        Und das ist bei all den Bevorzugungen und Privilegien, die Frauen genießen, schwerlich zu leugnen.

        • „diskriminiert“ bedeutet nach Duden:

          1. (bildungssprachlich) durch [unzutreffende] Äußerungen, Behauptungen in der Öffentlichkeit jemandes Ansehen, Ruf schaden; jemanden, etwas herabwürdigen
          2. (bildungssprachlich) (durch unterschiedliche Behandlung) benachteiligen, zurücksetzen; (durch Nähren von Vorurteilen) verächtlich machen
          3. (Fachsprache) unterscheiden

          Frauen werden diskriminiert kann demnach heissen:

          1. Frauen werden herabgewürdigt.
          2. Frauen werden (durch unterschiedliche Behandlung) benachteiligt.
          3. Frauen werden unterschieden.

          Im Kontext vom Beitrag von Lassic verstehe ich klar 2.

    • „Hinzu kommt, dass in manchen Berufen eine Atmosphäre existiert, die Frauen die Kompetenz in dem entsprechenden Bereich abspricht und sie nicht ernst genommen werden. Es gab da vor kurzem ein recht schönes Experiment von zwei Journalisten (eine Frau und ein Mann), die ihre E-Mail-Adressen ausgetauscht haben. https://www.berliner-zeitung.de/ratgeber/karriere/sexismus-im-job-mann-und-frau-tauschen-e-mail-signatur—mit-ueberraschenden-folgen-26193794 Das ist natürlich nur ein Einzelnbeispiel und nicht statistisch belastbar.“
      Habe ich genau andersherum erlebt. An Männer werden automatisch und implizit Anforderungen gestellt, weil sie Männer sind. Mit der Kollegin redet der Chef hingegen so rücksichtsvoll wie mit seiner Freundin.

      Und das verlinkte „Experiment“ mag Journalisten genügen, hat aber (wie Lassic schon geschrieben hat) diverse Mängel. Neben Branche und Vorgeschichte der beiden „Tauscher“ hat man das Problem, dass den Kunden offenbar gesagt wurde, dass ein Betreuerwechsel stattfindet und es sich um Bestandskunden handelt, die natürlich gewisse Erfahrungen mit den Betreuern gemacht haben.

    • Schön, dass du dich meldest 🙂

      „Da ein Teil dieses Postes wohl mit der Diskussion mit mir kommt, eine kleine Erklärung“

      Die Diskussion mit dir war sicherlich Anlass, dass mal runterzuschreiben, aber die gleichen Ansätze kommen sehr häufig

      „Wenn man von den Strukturen und Patriarchat spricht sind zum Beispiel der Kapitalismus gemeint, welche in sich frauenfeindlich ist“

      Wieso sollte er das sein? es gibt kein System in dem Frauen in mehr Wohlstand und mit mehr Freiheiten leben oder kennst du eins?

      „Für den Kapitalismus zählt Produktivität wer Kinder bekommen kann/bekommt ist nicht produktiv, zumindest in der Definition des Kapitalismus“

      Das ist schon einmal grundlegend falsch. Der Kapitalismus braucht natürlich auch Konsumenten und ob die ihr Geld ausgeben oder das ihrer Männer ist ihm dabei recht egal.

      „Kindererziehen, Verwandte pflegen so was schafft keinen neuen Wert, keine Produkte, akkumuliert kein Kapital. Ergo ist es unnütz für den Kapitalismus.“

      Konsumenten? Niemand ist unnütz, solange er Geld ausgibt. Und natürlich arbeiten auch sehr viele Frauen.

      „Hinzu kommt, dass in manchen Berufen eine Atmosphäre existiert, die Frauen die Kompetenz in dem entsprechenden Bereich abspricht und sie nicht ernst genommen werden. Es gab da vor kurzem ein recht schönes Experiment von zwei Journalisten (eine Frau und ein Mann), die ihre E-Mail-Adressen ausgetauscht haben. https://www.berliner-zeitung.de/ratgeber/karriere/sexismus-im-job-mann-und-frau-tauschen-e-mail-signatur—mit-ueberraschenden-folgen-26193794 Das ist natürlich nur ein Einzelnbeispiel und nicht statistisch belastbar. Aber solche Fälle hört man von diversen Frauen, wenn man mal hinhören würde/wollte“

      Nur wird da übersehen, dass sie nicht nur das Geschlecht getauscht haben, sondern auch die Position. Er war leitender Angestellter und sie einfache Angestellte. Mit Leuten in höheren Positionen reden Leute höflicher. Das ist nun wenig überraschend.
      Und in der Tat ist die Stichprobe klein und man wird genauso den umgekehrten Fall finden.

      „Das gleiche kannst du mit sexueller Belästigung machen.“

      Dennoch ist sexuelle Belästigung in dem Leben der meisten Frauen nichts, was sie täglich beschäftigt. Es sind größtenteils allenfalls unangenehme Episoden, die am nächsten Tag vergessen sind.

      „Als weitere Struktur wären da die Medien zu nennen“

      Richtig, da werden alle Feministischen Aktionen nicht umgehend aufgenommen und es gibt auch keinerlei feministische Journalisten in allen großen Zeitungen. Die Medienlandschaft ist überwiegend eher links.
      https://allesevolution.wordpress.com/2018/03/01/politische-praeferenzen-von-journalisten/

      „Zum einen weil Frauen oft nur schmückendes Beiwerk sind ohne jegliche Persönlichkeit“

      Ja?

      „Und in manchen Fällen Übergriffigkeit normalisiert bzw. relativiert wird“

      Hast du da mal ein Beispiel?

      „Oder man nimmt die Reaktion von gewissen politischen Kreisen, die immer schnell dabei sind es zu relativeren, wenn eine Frau davon berichtet sexuell belästigt worden zu sein oder sie schlicht gar nicht ernst nehmen“

      Das ist doch nicht anders, wenn ein Mann berichtet, sexuell belästigt worden zu sein. Siehe gerade Asia Argento. Und häufig ist die Kritik auch vollkommen berechtigt, etwa bei Kachelmann und Gina Lisa oder in der Tat gut debatierbar, wie bei Aziz Ansari oder bei Vorwürfen wie gegen Tim Hunt

      “ Du kannst jetzt natürlich so tun, als gäbe es das alles nicht. Dann wäre eine weitere Diskussion aber sinnfrei, weil du die Erfahrungen von tausenden bis Millionen Menschen einfach ignorierst.“

      Stell dir vor: Ich kenne auch Frauen. Und sie reden mit mir über alles mögliche. Sie reden auch mal darüber, dass sie ein typ blöd angemacht hat, aber das ist nicht das, was sie tiefgreifender beschäftigt. Es ist aus ihrer Sicht ein blödes Fehlverhalten eines schlecht erzogenen Menschen, der sie aber nicht in ihrem Wesenskern verletzt. Natürlich gibt es belästigungen. Auch die werden durchaus erzählt. Aber es ist nicht so, dass sie deswegen Männer an sich für schlecht halten oder alle Männer für eine Bedrohung halten müssen.

      „Da wird auch gerne so etwas angeführt wie „Frauen erleiden sexuelle Gewalt, solange das der Fall ist, solange also überhaupt noch sexuelle Gewalt existiert, sind Frauen unterdrückt und Männer dafür verantwortlich. Erst wenn keinerlei sexuelle Gewalt mehr existiert ändert sich das. Männer sollen also eine Welt vollkommen frei von Verbrechen schaffen, was schlicht nicht möglich ist. “
      Und hier warst du offensichtlich nicht in der Lage, das gesagt zu verstehen.“

      Ich diskutiere ja nicht nur mit dir. Und in der feministischen intersektionalen Theorie sind es die Privilegierten, die die bessere Welt schaffen müssen. Das von den marginalisierten zu verlangen ist dann „Victim Blaming“. Oder kennst du Appelle an Frauen, was sie selbst ändern müssen, damit die Welt besser wird?

      „1) Frauen sind nicht unterdrückt, sondern diskriminiert auf Grund ihres Geschlechtes. (Dass das scheiße ist, siehst hoffentlich auch du)“

      Kannst du mal Diskriminierung und Unterdrückung voneinander abgrenzen? Es wird ja üblicherweise gerade angeführt, dass eine Diskriminierung nur durch eine Gruppe mit Macht geschehen kann, die diese nutzt um ihre Privilegien zu erhalten. Es wird angeführt, dass es ein Patriarchat gibt, mit dem marginalisierte Gruppen klein gehalten werden. Das klingt für mich sehr nach einer Unterdrückung?

      “ 2) Frauen stützen diese Atmosphäre genauso wie Männer, ergo sind nicht Männer per se dafür verantwortlich. Es sind ja genauso Männer, die dagegen vorgehen. Deine Unterstellung ist ziemlich absurd“

      Warum stützen denn Frauen das System, wenn sie nicht davon profitieren?
      Die gängigen Antworten darauf sind „internalisierter Sexismus“ und „Rollen zwingen sie dazu“. Und daran wiederum soll „das Patriarchat“ schuld sein, welches aufgrund der männlichen Macht besteht. Klar kann man dann die Ebenen miteinbeziehen und anführen, dass Frauen das System auch stützen als Weiße, heterosexuelle etc. Aber dennoch stützen sie das System ja nicht als Frauen, sondern als Inhaber dieser anderen Eigenschaften.

      „3) Nicht Männer sollen eine gewaltfreie Welt schaffen, sondern alle.“

      Aber eben in dem die Männer die „Toxische Männlichkeit“ aufgeben. Frauen schaffen sie allenfalls, indem sie Männern helfen die toxische Männlichkeit abzulegen. Oder was müssen Frauen als Frauen nach deiner Vorstellung selbst ändern?

      „Hier ist wieder das typische sich selbst in eine Opferrolle und Verantwortung drängen. Eine gewaltfreie Welt zu schaffen ist natürlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, keine Ahnung, wie man auch nur auf die Idee kommen sollte, dass das nur einem Geschlecht angelastet wird“

      Okay, ich bin gespannt auf deine Ausführungen, was Frauen da aktiv machen müssen.

      „4) Natürlich ist eine gewaltfreie Welt möglich. Im Mittelalter hat auch keiner geglaubt, dass es ein Leben ohne die Pest gibt. Warum wird immer so getan, als es etwas nicht möglich, nur damit man nichts tun muss?“

      Wie stellst du dir das denn vor? Wie erreichen wir das?

      „Und zum Schluss mal von mir typische Abwehr und Immunisierungsreaktion von Anti-Feministen:“

      Sehr schön, ich bin immer für kritik 🙂

      „a) „Auch Männer werden benachteiligt.“ Sexismus ist kein Wettbewerb, es geht nicht darum, wem es schlechter geht, sondern darum die Grund warum es den Menschen schlecht geht abzuschaffen und dafür muss man ihn erstmal erkennen und benennen. Sexismus gegen Männer ist doch nur die andere Seite der Medaille.“

      Du kennst die Theorien, dass Männer nicht diskriminiert werden können, wegen Power + Prejudice?

      Und meist ist wird das Argument eher so benutzt (etwas übertrieben zur Verdeutlichung):
      Feministin: „Frauen sind unterdrückt, Männer haben alle Macht, sie haben alle Nachteile und werden klein gehalten. Männer müssen endlich ihre Privilegien abgeben, damit gleichberechtigung herrscht!
      Anti-Feminist: Moment, Männer haben es auch nicht einfach. Es ist ja nicht so, dass sie keine Gewalt erleben. Warum geht es nur einseitig um Frauen und warum werden Männer als die Bösen dargestellt?
      Feminstin: Es ist kein Wettbewerb, hört auf vom Thema abzulenken, ich kann dieses Mimimi nicht ertragen. Heult doch!

      „Aufgezwungene Rollenbilder schaden sowohl Frauen als auch Männern.“

      Nur das sie zu einem großen Teil nicht aufgezwungen sind. Schau dir mal das hier an:
      https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/10/geschlechterrollen-haufungen-wird-es-immer-geben-dies-darf-aber-keinen-konformitatszwang-erzeugen/

      „Wenn man aber gerade von der Benachteiligung von Frauen redet, bringt es keine der beiden Diskussionen weiter über die Benachteiligung von Männern zu reden.“

      Natürlich bringt das was. Weil die Benachteiligung der Frau ja auf ein Denkgerüst gestützt wird, welches auf einseitiger Machtverteilung der Männer beruht und in dem nur Männer Privilegien haben. Damit sind Nachteile von Männern etwas, womit sich diese Ansätze natürlich auseinandersetzen müssen.

      „b) „Also ich habe das noch erlebt.“ Nur weil man selbst etwas nicht erlebt hat, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Ich war auch noch nie in Australien und trotzdem gehe ich davon aus, dass es das Land gibt“

      „Ich habe das noch nie erlebt“ ist auch nicht der Gegenbeweis, sondern die Anmeldung von Zweifeln. Und damit eine Aufforderung zum Belegen der Ausführungen über eine subjektive Sicht hinaus.
      Beispiel:
      Person 1: Menschen fangen mitunter an zu schweben, weil der Schwerkraftgenerator der Aliens defekt ist
      Person 2: Ich habe das noch nie erlebt
      Person 1: Nur weil man selbst etwas nicht erlebt hat, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Ich war auch noch nie in Australien und trotzdem gehe ich davon aus, dass es das Land gibt

      „c) „Früher war es viel schlimmer.“ Wenn man der Logik folgt hätten wir auch nie eine Demokratie bekommen, weil es vor der Monarchie auch schlimmer war. Oder Homosexuelle hätten nie das Recht bekommen heiraten zu dürfen, weil sie ja früher in den Knast gesteckt wurden. Das Damals trifft keine Aussage über das Heute. Wenn es heute Probleme gibt, dann muss man die heute kritisieren und versuchen abzuschaffen.“

      Früher war alles schlimmer ist ein Argument, welches durchaus rational sein kann. Gerade wenn man damit darauf verweist, dass der heutige Grad der beeinträchtigung relativ gering ist. Und es dient insbesondere als Gegenargument wie den generellen Verweis auf das Fortwirken einer „Unterdrückungsgeschichte von 1000den von Jahren“. Natürlich ist es da legitim darauf hinzuweisen, dass es heute besser ist und das alte Vergangenheit ist und man daher nicht so tun kann als wäre nichts passiert.

      „d) „Es ist doch gar nicht so schlimm.“ Das ist eine Marginalisierung von einem Problem“

      Es sei denn man hat recht. Du kannst dein Problem nicht absolut setzen. Du musst belegen, dass es tatsächlich in der von dir geschilderten Problematik besteht. Sonst immunisierst du dich gegen Kritik

      „Nur weil es angeblich „nicht so schlimm“ ist, heißt das nicht, dass man sich damit nicht auseinander setzen sollt. Nur weil die Anzahl von terroristischen Anschlägen niedrig ist, heißt das nicht, dass man nicht dagegen machen sollte. Man kann gerne das wie und was kritisieren aber hier wird ja versucht die Diskussion darüber grundsätzlich zu delegitimieren“

      Einfaches Beispiel:
      Person 1: Ein Meteorit rast auf die Erde zu und wird uns treffen! Wir werden alle sterben! Wir müssen millardenschwere Programme starten um ihn abzuwehren, wir müssen Untergrundbunker bauen um die Menschheit zu retten! Leitet alle Ressourcen darauf um!
      Person 2: Ist doch nicht so schlimm. Er hat eine Größe, bei der das meiste in der Atmosphäre verglühen wird, er wird mit hoher wahrscheinlichkeit Meer treffen, der Schaden wird gering sein. Wir können die ressourcen anders nutzen.
      Person 1:“Nur weil es angeblich „nicht so schlimm“ ist, heißt das nicht, dass man sich damit nicht auseinander setzen sollt. Nur weil der Meteorit klein ist, heißt das nicht, dass man nicht dagegen machen sollte. Man kann gerne das wie und was kritisieren aber hier wird ja versucht die Diskussion darüber grundsätzlich zu delegitimieren“

      „Mal ganz davon abgesehen, dass die Aussage, etwas sei nicht so schlimm, doch sehr subjektiv ist.“

      Alles kann für eine einzelne Person schlimm sein. Das bedeutet nicht, dass die Gesellschaft deswegen handeln muss

      • @Christian,

        awww, du warst schneller.

        Aus rein akademischem Interesse stelle ich meine Antwort aber auch noch hier rein:

        „Kapitalismus ist frauenfeindlich“
        Das kann man so sehen.
        Die dir vorschwebende Alternative zum Kapitalismus ist, dass mir Ressourcen weggenommen werden, weil du ein Kind kriegst. Das finde ich eine ausgesprochen unfaire Lösung. Ich will nicht für dein Kind zuständig sein, dein Kind interessiert mich nicht.
        Dir schwebt also eine Gesellschaft vor, die (aus meiner Perspektive) unfair ist.

        „Patriarchat = Kapitalismus“
        Wenn man bedenkt, dass gerade das Patriarchat es war, das das obige Problem der Kinderversorgung gelöst hat, indem es den Mann, dessen Kind du trägst, zu dessen Versorgung verdonnert, ist das eine sehr steile These.

        „Manche Berufszweige nehmen Frauen nicht ernst“
        Angenommen, das sei so, bliebe noch zu zeigen, dass das eine unfaire Diskriminierung und nicht eine angemessene Reaktion auf Erfahrungswerte ist.
        Es gibt Studien, die zeigen, dass mit steigendem Frauenanteil der Umsatz sinkt. (Fußnote 1)

        „Ein männlicher Journalist wird netter behandelt“
        Die in meinen Augen plausibelste Erklärung für diese Geschichte ist, dass Nicole bei den Kunden als Bitch bekannt ist und entsprechend behandelt wird.
        Allein die „Ban Bossy“ Campaign vor einigen Jahren zeigt, dass vielen Frauen der Unterschied zwischen „selbstbewusst“ und „bitchy“ im Umgang mit Männern nicht ganz klar ist.

        „Frauen sind in den Medien nur schmückendes Beiwerk“
        Von welchen Medien redest du? Doch nicht von den deutschen?
        Lass uns ein kleines Spiel spielen: Du nennst eine Fernsehsendung, in der die männliche Hauptperson kompetent und handlungstragend ist und die weibliche Hauptperson nur schmückendes Beiwerk und im Gegenzug nenne ich dir zwei Fernsehsendungen, in der die weibliche Hauptperson kompetent und handlungstragend ist, während die männliche Hauptperson nur assistierend anwesend ist oder gleich ganz als Witzfigur.

        „Übergriffigkeit wird in den Medien normalisiert“
        Wie viel leidenschaftlicher hätten die Medien denn deiner Meinung nach mit #aufschrei und #metoo umgehen sollen? Wenn nur jede zweite Talkshow sich um das Thema dreht, ist das ein Beweis für Desinteresse?

        „Frauen, die von sexuellen Übergriffen berichten, wird nicht blind geglaubt“
        Kennst du die Geschichte von Potiphars Frau?

        „Natürlich ist eine gewaltfreie Welt möglich“
        Dein Beispiel hinkt. Das Analogon zu „Es gibt keine Pest mehr“ wäre z.B. „Es wird keiner mehr mit dem Morgenstern erschlagen“.
        Das Analogon zu „Es gibt keine Gewalt mehr auf der Welt“ wäre „Es gibt keine Krankheiten mehr“. Moment… Glaubst du, eine Welt ohne Krankheiten sei möglich?
        Wusstest du zum Beispiel, dass etwa 4% der Bevölkerung Narzissten und etwa 1-2% Psychopaten sind? Wie willst du eine gewaltfreie Welt schaffen, wenn ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Bevölkerung von der Persönlichkeit her egoistisch, hochmanipulativ und gefühlskalt ist?
        Willst du die einfach „wegmachen“?

        „Abwehr von Anti-Feministen“
        Hier hast du „Du lebst im Lala-Land. Deine Analysen sind kurzsichtig und deine Interventionen (sofern überhaupt welche genannt werden) bewirken das Gegenteil vom Gewünschten“ vergessen.

        ——
        1.

        Die Analysen basieren auf den Daten des IAB-Betriebspanels, das um Daten über Beschäftigte der Bundesagentur für Arbeit (BA) ergänzt wurde. Insgesamz stehen Angaben zu rund 2.900 Betrieben und rund 20.400 Beobachtungen für den Zeitraum von 1998 bis 2008 zur Auswertung zur Verfügung. Die Ergebnisse basieren also auf einer soliden Grundgesamtheit, so dass man fragen kann: Was also, beeinflusst den Umsatz eines Unternehmens und damit dessen unternehmerischen Erfolg?

        Die Autoren können die folgenden Einflussfaktoren isolieren:

        • (…)
        • (…)
        • (…)
        Mit einem steigenden Frauenanteil reduziert sich der Umsatz.

        https://bit.ly/2PvVVmm

        2. Artikel zum Psychopathen-Anteil: https://bit.ly/2PtIpPW

        • „Es gibt Studien, die zeigen, dass mit steigendem Frauenanteil der Umsatz sinkt. (Fußnote 1)“

          Ich rate dir ab den Blog oder die dort verlinkte Studie als Quelle für diese Aussage ernst zu nehmen. Der Blog disqualifiziert sein Verständnis des Zusammenhangs von Umsatz zu irgendwas bereits mit der Aussage *Seltsamer Weise benennen die Autoren den in einem Unternehmen vorhandenen Kapitalstock als “Vorleistungen”“. In der Studie war der Zusammenhang zwischen Frauenanteil und Umsatz nicht Untersuchungsgegenstand und müsste anhand der Ergebnistabelle der Regression als nicht robustes Resultat bezeichnet werden. Alarmsignale für Fehler in der statistischen Analyse sind dabei noch aussen vorgelassen.

      • @Chrissy&Lassic:
        Rein der Fairness halber: Wodurch erklären sich sie sprachlichen Defizite von Lassic?
        Grobrichtungen:
        – Ausländer
        – Legastheniker
        – Bildungsferne Schicht

        Ich möchte niemanden versehentlich beleidigen, nur weil der/die/dasjenige sprachbehindert ist.
        Und vielleicht würde das Lassic’s Flachgeschwurbel auch ein wenig relativieren.

          • Oh, sorry, ich wußte nicht, daß Fairness ein patriarchales Unterdrückungssystem ist.
            Aber wenn es Dir lieber ist, kommentiere ich gnaden- u. rücksichtslos.

            (editiert: Bitte höflich bleiben)
            ( Ich bin da flexibel, nur kann ich präventive, substanzlose und an überhaupt garnix festzumachende Ad-Hominem-Beschuldigungen gern und ohne Dank zurückgeben und sie trotzdem erbärmlich finden ).

          • Jetzt „editierst“ Du schon die beispielhafte Positiv-Beantwortung Deiner eigenen Forderungen, @Chrissy.
            Du Angstbeisser……

            ( @ all:
            Ich hatte ein Beispiel geliefert, wie ich, nach den Prämissen von Chrissy Lassic kommentieren könnte, wenn ich uninformiert und ansonsten im Stil von Chrissy selbst ( nur eben weniger feige verschwurbelt, zwecks der Verdeutlichung ) vorgehen würde. Übrigens selbst in dem Fall ausdrücklich NICHT ad hominem, im Gegensatz zu Chrissy, der mich ja ausschließlich rein emotional und weit unter der Gürtellinie angegriffen hat, weshalb seine „Bitte“ doch „freundlich“ zu schreiben ( was per se schlicht Unsinn ist ) als vorsätzliche Lüge, die ihm selbst scheißegal ist, klar zu identifizieren ist )

            So, können wir jetzt wieder zum Thema kommen?

          • Zustimmung zum Satzteil mit der Haustür ( schön, daß Du das sagst, sonst wäre Chrissy vermutlich nochmal ausgeflippt ).
            Und seitdem es nicht nur unvermeidbar, sondern sogar relativ sinnvoll und notwendig geworden ist, Grammatik, Interpunktion etc. nach subjektiver „Sprachklangerfassung“ auszurichten, können mich „gute Tipps“ ( besonders wenn sie auf gar keinem Niveau einherkommen ) zu dem Thema schlicht kreuzweise.

      • Alles in allem sehr gute Replik!

        Zum angeblich frauenfeindlichen Kapitalismus würde ich noch ergänzen: Wieso sind die meisten Opfer dieses Kapitalismus männlich?

    • „wer Kinder bekommen kann/bekommt ist nicht produktiv, zumindest in der Definition des Kapitalismus.“
      1. Ich finde es ja interessant, wie es frau immer gelingt ihr Privileg Kinder bekommen zu können in eine Benachteiligung umzumünzen, besonders angesichts der heutigen Position in DE als Mutter. Es besteht die Freiheit auf Kinder zu verzichten
      2. Wie läuft das eigentlich in lesbischen Partnerschaften mit Kindern? Ist die Position der arbeitenden Nichtmutter hier wirklich die Attraktivere?

      • „2. Wie läuft das eigentlich in lesbischen Partnerschaften mit Kindern? Ist die Position der arbeitenden Nichtmutter hier wirklich die Attraktivere?“
        Excellente Frage! Chapeau!
        Allerdings befürchte ich, daß sie hier niemand beantworten kann oder ( und in dem Fall vorsätzlich ) wird.

    • Da ein Teil dieses Postes wohl mit der Diskussion mit mir kommt,

      War die Diskussion hier auf allesevolution? Wollt Ihr die evtl. verlinken, damit ich die bei Gelegenheit mal anschauen könnte?

      • @count zero
        So ungefähr ab hier

        • Lala-Land

          Das Mantra von Frauen wie dieser ist ein ewiges „…nicht gut genug!“

          „Es gibt noch Missverständnisse, die bei sehr wenigen Frauen für leichte Unbehaglichkeit sorgt! Das ist NICHT GUT GENUG!“

          Wenn ich sie richtig verstehe, dürfen in Zukunft in Film und Literatur keinerlei Handlungen aus dem Graubereich mehr gezeigt werden, weil das den (absichtlichen) Tätern eine gefühlte Rechtfertigung gibt: „Der X im Film Y hat das auch gemacht, also darf ich das jetzt auch!“

          Wie soll man mit solchen Kaninchen reden?

    • Also, falls Kinder bekommen zu können nicht kapitalisierbar ist im Kapitalismus, warum schaffen es junge Dinger auf eBay ihre Jungfreulichkeit für hohe Beträge zu veräussern?

    • Hallo @Lassic,
      Ich denke Du hast mitbekommen, daß der Chef hier mich aggressiv ad hominem mittels wirrer Falschbeschuldigung dumm angepampt hat. Schwamm drüber, manchmal ist er einfach kotziger Laune und meint irgendwen zum Opfa auswählen und anstinken zu müssen. Sein Problem, nicht meines.

      Meine Fragen zum Verständnis Deiner Sprachprobleme waren allerdings vollständig ernst, im Interesse der Fairness und einer sachlichen, möglichst konstruktiven Diskussion gemeint, auch wenn Chrissy das in beleidigender Form in’s Ggenteil zu verkehren versucht ( möglw. um Dich abzuschrecken, weil er befürchtet, oder derartiges suggerieren möchte, daß Du sonst irgendeinen Schaden nehmen könntest? ).

      Und sowieso unterhalte ich mich in evtl. persönlich berührenden Fragen lieber mich den betreffenden Leuten selbst, als mit vollkommen dafür untauglichen Möchtegernbodyguards.

      V.dh. besteht mein Interesse an einer Aufklärung Deines auf den ersten Blick alle möglichen Stereotype o. Vorurteile ermöglichenden Schreibgepflogenheiten immer noch.
      Nicht zuletzt auch einfach um Mißverständnisse zu vermeiden.
      Was Du daraus machst, ist selbstverständlich Deine Sache.
      Aber ein wenig sachliche Info könnte da u.U ( das kannst Du vermutlich besser einschätzen als ich ) auch in Deinem ureigenen Interesse hilfreich sein.

    • — „Für Frauen existiert eine gläserne Decke, durch die sie nicht durchkommen wegen dem Patriarchat- siehe Hillary Clinton 2016 !“
      Nun ist das Präsident nicht gerade die mächtigste Person der USA oder der Welt oder auch nur der Politik, es gibt sicher mächtigere Menschen, einige davon gewählt, einige nicht.
      Also um von einer gläsernen Decke für Hillary z.B. zu sprechen, müsste man wissen, wie mächtig sie eigentlich auch ohne Präsidentenamt ist.
      Gibt es z.B. mächtige Frauenbünde, die hermetisch gegen Männer abgeriegelt sind, könnte Mann das wissen, oder ist er eventuell wirklich zu dumm dafür?

      • Natürlich wissen Männer das, die Frauenbünde gibt es nur weil Männer sie stützen. Glaubst du nicht? Normale 08/15 Frauen können kaum ein eigenes Unternehmen zusammenhalten, ohne dass es an inneren Spannungen zerfällt oder bankrott geht.

        Der fundamentale Fehler den du machst: Männer als Klasse zu sehen.
        Das stimmt selbst bei Frauen nur sehr rudimentär, bei Männern garnicht. Im Gegenteil, Männer sind miteinander nur kooperativ wenn es eine gemeinsame Sache gibt, aber niemals aufgrund des Geschlechtes.

        • „Der fundamentale Fehler den du machst: Männer als Klasse zu sehen.“
          Hä?!
          Inwiefern? Benutzt du hier ein Strohmannargument, in dem du mir Sachen in den Mund legst,und widerlegst, die ich weder gesagt noch impliziert habe? Ich fragte nur, ob es mächtige Frauenbünde gibt, und ob Männer das i.d.R. wahrnehmen.
          Bei den ganzen Weißen Rittern und sonstigen SJWs hab ich da große Zweifel.
          „Natürlich wissen Männer das“- aber warum füttern so viele Männer, besonders die durchgeknallten Linken, dieses Narrativ? Entweder sind sie gehirngewaschen, oder es sind alles verkappte Sexualstraftäter, die die Aufmerksamkeit von sich ablenken wollen.
          Oder sie versprechen sich davon Umsatz für ihre Unternehmen.
          „Normale 08/15 Frauen können kaum ein eigenes Unternehmen zusammenhalten, ohne dass es an inneren Spannungen zerfällt oder bankrott geht.“
          Machst du hier nicht exakt denselben Fehler, den du mir vorwirfst?
          Z.B. das Unternehmen Angela Merkel GmbH besteht seit knapp 20 Jahren, ohne zugrunde zu gehen, (Totgesagte leben länger), und besteht in einem oder aus einem extremistischen, korrupten und totalitären Frauenbund, in dem ein paar männliche Clowns ab und zu auch mal was sagen dürfen. Inzwischen hat die Merkel GmbH es sogar geschafft, dieses Narrativ in der Linkspartei vorherrschend zu machen, die immer so tut, als wäre sie eine Kämpferin „gegen die kapitalistischen Mächte“ etc., aber selbst die sind von diesem Bund nutzloser gelangweilter Obere-Mittelklasse++-Frauen verseucht.
          Sogar die öffentlich-rechtlichen Medien und die klassisch-bürgerliche Presse wurden nach dieser Agenda umgeformt.
          Ich gebe zu, ein Unternehmen, dass sich an gewisse Rechtsstandards und ökonomische Regeln halten muss, z.B. ein gewisses Maß an Produktivität einbringen, ist durch die toxische Weiblichkeit schon von Geburt an gefährdet, aber eine Sekte, ein Geheimbund, eine Mafia, ein Kartell oder sonst ein korruptes kriminelles Netzwerk, das bringen auch Frauen zustande.
          Ich bin z.B. überzeugt, dass ein Großteil dieses Netzwerks in Zellen von Wiccas organisiert ist, die sich gegenseitig unterstützen, sämtliche Organisationen und Administrationen zu infiltrieren.
          In den USA ist das etwas ausgeprägter, bzw. besser bekannt, man nennt es dort „Sororities“.
          Z.B die Schwesternschaft, in der Hillary Rodham mal eine Zeit Mitglied war:
          https://en.wikipedia.org/wiki/Alpha_Kappa_Alpha
          Auszug:
          „The lawsuit claimed that Alpha Kappa Alpha Sorority, Incorporated’s Executive Board approved the spending of substantial amounts on McKinzie’s costs of living, including commissioning an expensive wax model of McKinzie, which cost $900,000.[…]The audit found that McKinzie and the other officials secretly created a second set of financial books to get around the sorority’s accounting policies. According to the audit, „(n)early $1.7 million in payments were made to the former president, Barbara McKinzie, without authorization. Approximately $282,000 in credit card charges on a second set of books appear to be fraudulent, including personal charges the sorority wasn’t reimbursed for.“[86] The sorority later expelled McKinzie[87] and won an arbitration award of $ 1.6 million against her, which (as of January 2017) was challenged by McKinzie in court.“
          „On September 9, 2002, pledges Kristin High (22 years old mother of one) and Kenitha Saafir (24 years old) from California State University – Los Angeles (CSULA), were pronounced dead as a result of an illegal and dangerous pledging ritual. The women were instructed by members of Alpha Kappa Alpha to perform a series of activities blindfolded on Dockweiler State Beach when a high tide came and eventually drowned both of them. The next day when sorority members brought Kristin’s car and cellphone to her mother, she noticed Kristin’s pledge journal always kept in her car suddenly missing and numbers deleted from her cellphone. “
          „In 2018, the Alpha Beta Chapter at Fort Valley State University (FVSU) was placed under investigation by the University System of Georgia and the Georgia Bureau of Investigations due to compelling allegations of the chapter’s graduate advisor instructing low-income prospective members to have sex with affluent men in the Fort Valley area to pay approximately $1,500 in membership intake fees. The chapter’s graduate advisor resigned in light of the investigation and hired legal representation to combat the allegations.“
          Aber wir wissen natürlich, dass dies nur ein paar wenige schwarze Schafe sind, und dass das Feminat sicherlich eine bessere Welt für alle Menschen, besonders auch für die bemitleidenswerten Männer, erschaffen würde, weil Frauen einfach bessere Menschen sind.

      • „Für Frauen existiert eine gläserne Decke, durch die sie nicht durchkommen wegen dem Patriarchat- siehe Hillary Clinton 2016 !“

        Lassen wir das mit dem Genitiv mal außen vor, dann bleibt immer noch die Frage, wo hier eine gläserne Decke war.
        Clinton war Präsidentschaftskandidatin, wurde also durch nichts – schon gar nicht durch eine „gläserne Decke“ – an dieser Kandidatur gehindert. Ich bin sicher, dass auch bei den US-Demokraten deutlich mehr Männer als Frauen politisch aktiv sind. Würden die ein Interesse daran gehabt haben, dass keine Frau US-Präsidentin wird, wäre sie todsicher gar nicht erst Kandidatin geworden und irgendwo auf lokaler Ebene gescheitert.
        Oder ist mit der gläsernen Decke ihr Scheitern gegen Donald Trump gemeint?
        Das kann erst recht nicht stimmen, da es sich um den üblichen Wahlprozess handelte, über den man sich streiten mag, dem aber ihr Kontrahent Trump genauso unterlag. Auch in den USA stellen die Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten, an ihnen vorbei kann kein Kandidat Präsident werden.
        Feministischer Schwachsinn also! Wie immer!

        Ganz nebenbei sei darauf verwiesen, dass in D seit 13 Jahren eine Frau regiert. Wie ist die denn an der angeblich auch in D vom Patriarchat installierten gläsernen Decke vorbeigekommen – und wie konnte sie sich in ihrer Position über mehrere Wahlperioden halten?

        • Guter Punkt!

          Man muß ja auch bedenken, daß sich Hilary Clinton gegen andere männliche Kandidaten der Demokraten bei den Vorwahlen durchgesetzt hat, z. B. gegen Bernie Sanders. Wie war dies denn möglich, wenn es ein „gläserne Decke“ für Frauen gibt?

  5. Soviel falsches auf einem Haufen.

    Kapitalismus ist frauenfeindlich? Warum arbeiten die Feministinnen dann daran, immer mehr Frauen dazu zu bringen, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen statt sich mit Haushalt und Kindererziehung zu beschäftigen? Das Konzept von Selbstverwirklichung, das im Feminismus vertreten wird, ist jedenfalls höchst kapitalismuskonform, indem nicht mehr nur der Vater, sondern auch die Mutter arbeitet und der Staat als Ersatzfamilie einspringt.

    Frauen gelten als inkompetent und werden nicht ernst genommen?

    Ich sehe im Arbeitsleben wie in den Medien das Gegenteil. Es gibt massenhaft unfähige Frauen, die nur auf ihren Posten gelangt sind, weil sie Frauen sind, zumindest im öffentlichen Dienst und in der Politik. Und im ÖR-Rundfunk treten auch massenhaft Frauen auf, die eigentlich nichts Besonderes können aber als große Künstlerinnen präsentiert werden; besonders gerne wenn es auch noch Farbige oder Migrantinnen sind.

    „Aufgezwungene Rollenbilder schaden sowohl Frauen als auch Männern.“

    Fragt sich nur immer, was aufgezwungen ist, das Rollenverhalten oder die Behauptung es sei nicht freiwillig sondern aufgezwungen.

    • „Das Konzept von Selbstverwirklichung, das im Feminismus vertreten wird, ist jedenfalls höchst kapitalismuskonform, indem nicht mehr nur der Vater, sondern auch die Mutter arbeitet und der Staat als Ersatzfamilie einspringt.“

      Kleine Ergänzung:
      Dieses Konzept, welches diktatorisch betrieben wird, da es keinerlei Diskussion, weder mit Frauen, noch mit den Bürgern überhaupt dazu gab, ist sicherlich in allen irgendwie signifikanten feministischen Strömungen hochdominant.
      Und, ganz nebenbei ( 😉 ), mit Sicherheit bis heute die perfekteste Fusion von Raubtierkapitalismus und Kommunismus sowjetimperialer Prägung.
      Mal ganz zu schweigen zu der empirischen Binse ( ! ), daß es bereits diverse Male umzusetzen versucht wurde und IMMER katastrophal in die Hose ging. Letztes gutdokumentiertes Beispiel sind die radikalen Kibbuzim ( überwiegend übrigens offenbar extremrechter Ideologie ) in Israel. ( Hat Chrissy hier im Blog irgendwo einen recht informativen Artikel zu, den er auf Nachfrage sicherlich bereitwillig verlinken kann ).

      So what?

  6. Aktuelle Diskussion irgendwo im Netz:

    Fortschrittlicher Mensch:

    „Eigentlich ist diese Entwicklung völlig „natürlich“ im Sinne von anthropologisch: Wissenschaften und Philosophien, die wie die Genderwissenschaften eine hybride, wahnhaft-omnipotente Subjektivität hinterfragen, stossen auf heftigste Abwehr seitens des autoritären Charakters und einer zunehmend autoritären, geschlossenen Gesellschaft.“

    Schelm:

    Ach, Herr Mensch,
    „Gerade deine heftige Gegenwehr zeigt, dass ich recht habe!“
    Diesen billigen Psycho-Trick kenne ich seit den ersten Wohngemeinschafts-Diskussionen in den 80ern.
    Als Argument substanzlos, aber doch (nur auf den ersten Blick) wirkungsvoll.

    Fortschrittlicher Mensch:

    Es geht oben um die in der modernen Psychoanalyse eigentlich unbestrittene Tatsache, dass ein ‚Angriff‘ auf eine als vollständig imaginierte Subjektivität auf Abwehr stösst. Man kann natürlich die Psychoanalyse (oder ein entsprechendes Denken) als solche weit von sich weisen. Dagegen gibt es in der Tat keine Argumente.

    Schelm:
    „vollständig imaginierte Subjektivität“

    Ja, genau. Herrlich! So haben wir das damals am WG-Tisch auch immer gemacht.
    Das Kontra-Argument schlicht und einfach als „vollständig imaginierte Subjektivität“ deklariert und schon war der arme Kerl „geliefert“.

    Obwohl: „Gerade deine heftige Gegenwehr zeigt, dass ich recht habe!“ hat meistens ausgereicht.
    Den Trumpf „vollständig imaginierte Subjektivität“ haben wir nur gezogen, wenn die erste Stufe nicht ausgereicht hat. Sozusagen die „nukleare Option“…

    Es gab da noch die „dritte Stufe“ – Sie kennen die bestimmt auch – aber die wollen wir ja beide nicht der Allgemeinheit bekannt machen… 😉

  7. „Wer nicht für #MeToo ist, könnte selbst MeToo-Täter sein“

    Oder weitergedacht:

    Wer nicht gegen die Abschaffung der Unschuldsvermutung bei durch Frauen angeklagten Männern ist, hat wahrscheinlich selbst Frauen Leid angetan!

    • Wenn wir davon ausgehen, das #metoo von drogenabhängigen Altsternchen erschaffen wurde, die sich ihre Stellung selbst ervögelt haben, dann nehme ich diese Androhung nicht wirklich ernst.

      Mal neben der Tatsache, dass sich viele Sexualstraftäter auf der männlich-feministischen Seite tummeln.

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