Selbermach Samstag 201 (18.08.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

141 Gedanken zu “Selbermach Samstag 201 (18.08.2018)

    • https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/zwischenruf-zur-fasnachts-debatte-frauenfeinde-behindertendiskriminierer-und-rassisten-ueberall-132925639 :

      Endlich sagt’s mal einer, und wenns nur ein Student ist: Die Basler Fasnacht ist ein Hort der menschenfeindlichen Diskriminierung, des Hasses und der reaktionären Klischees.

      Die Negro-Rhygass ist auf dem Internet nicht mehr zu erreichen. Facebookseite und Homepage sind gesperrt. Endlich! Nur 60 Jahre nach der Gründung der Guggenmusik hat ein aufmerksamer Student im Ausgang gemerkt: Cliquenname und Logo sind rassistisch und gehören verboten. Und die Firma Facebook, die mit Seiten von Skinhead-Vereinen kein Problem hat, handelt. Aber viel zu wenig konsequent.

      Denn sehen wir mal, was sich da an der Fasnacht an Diskriminierern tummelt! «Waggis», «Schwoobekäfer», «Rauracher Rueche», ganz zu schweigen von den «Mohrekepf», deren Facebookpräsenz übrigens auch offline ging. Aber damit nicht genug!

      Die «Clochards» diskriminieren Menschen ohne festen Wohnsitz! Die «Daig-Affe» Menschen mit Milliardärshintergrund. Die «Gift-Zwäärgli» sind für vertikal Herausgeforderte unzumutbar, die «Bleu d’ian» für Dumme, Verzeihung, Bauernschlaue. Die «Verschnuufer» diskriminieren doch sicher Asthmatiker und die «Furz-Gritte»-Damen, die an starken Flatulenzen leiden. Und die «Abgschläggde», die haben sicher etwas gegen Asexuelle.

      Und dieser Sexismus! Von der «Alte Dante» über die «Schränz-Gritte» zu den «Gugge-Myysli» und den «Märt-Fraueli». Die Fasnacht ist ein Hort der chauvinistisch-patriarchalischen weissen Männer! Und das nicht nur in Männercliquen!

      Wo ist eigentlich dieses Gleichstellungsbüro, wenn man es mal braucht? Und wieso darf man «Stadt-Dyyfeli» und «Gasse-Götter» heissen? Da flüchtet doch jeder hypersensible Atheist sofort in seinen Safe Space! Und jede Veganerin erbricht doch ihren Federkohl-Smoothie auf den Marktplatz, wenn diese unsensiblen Typen namens «Schnäggefrässer» vorbeistolzieren. Und beim Anblick der «Opti-Mischte» verfällt der Dysphoriker noch tiefer ins melancholische Grübeln, während «Die Vertschupplete» schon manchen frisurtechnisch benachteiligten Glatzkopf in den Suizid getrieben haben sollen.

      Und denkt doch auch an die Kinder, was sollen die denn lernen? Die werden völlig verdorben! Die «Gyzgnäbber Waggis» verstümmeln das soziale Denken der süssen Kleinen, die «Nuggi-Spugger» fordern Säuglinge zu ungebührlichem Verhalten auf. Und die «Trotzkepf Waggis» diskriminieren Rotzlöffel – Verzeihung – verhaltensoriginelle Jugendliche. Schlimm auch die Gruppe «Schlüsselkinder», die moderne Familienstrukturen veräppelt und noch schlimmer die «Bastardä», die Menschen mit unklarem Stammbaum an den Pranger stellt.

      Ja, die Liste liesse sich endlos fortsetzen. Mit all den seniorenfeindlichen «Alte» im Umzug, den reaktionär-ruralen «Heiri» und «Chriesibuebe». Oder den Tierquälern bei den «Muggedätscher». Den patriarchalischen «Rootsheere», all jenen, die Suchtkranke verhöhnen, von den «Versoffene Deecht» bis zu den «Gnille-Fääger».

      Eigentlich gibt es nur eine Clique, deren Name die totale, multikulturelle Inklusion suggeriert: Die «Chaote». Auch wenn sie zu ungebührlichem Verhalten aufzurufen scheinen.

      • Ich habs ja schon immer gewusst: Basel ist ein einziger Schweinestall. Da hilft nur noch die vollständige Zerschlagung aller Cliquen und der Aufbau von politisch korrekten, feministischen, 100% weiblichen Cliquen. Dann haben endlich auch die Schnitzelbängg ein anständiges Niveau.

    • „so wie Wendy McElroy, die zu all dem Dreck, der über Männer ausgekübelt wird, folgendes zu sagen hat:
      »Entschuldigungen wären angebracht bei der Hälfte der menschlichen Rasse: das heißt, den Männern.«“

      Werter Uepsylonniks. sehr gute Webseite. dickes Lob mal an dieser Stelle

      Nun zum Zitat.

      Bei Äußerungen wie der oben zitierten kommen dem kritischen Geist natürlich fragen.
      Denken wir an den guten Schopenhauer, der als Grundcharakter des Weibes jenseits aller individuellen Unterschiede die

      Unehrlichkeit benennt.

      Man fragt sich also, steht hinter solchen Äußerungen ehrliche Reue und Einsicht, Empathie mit dem Manne ?

      Oder steht dahinter die Besorgnis, die nun ins maßlose Übertriebe Männerverarsche könnte nachdem sie sich Jahrtausende lang

      bestens bewährt hat durch solche aus weiblichem Machtrausch oder Rachetrieb geborenen extremfeministischen Tendenzen wie METOo usw. die Grenzen der Strapazierfähigkeit der Männer überschreiten, so daß der sich merklich äußernde Unmut und die Abwendung (im Sinne von MGTOW) in für Frauen bedenklicher Weise in der Männerwelt um sich greifen, und man muss Verständniss heucheln, da mit

      die Männeer weiter ihren Job machen und mitspielen ?

      Diese Fragen sollte man sich schon stellen.

      • Tja nun…

        Da man nicht in die Köpfe der Frauen reinschauen kann, ist man auf Spekulation angewiesen.

        Für mich gilt: Ich bin darauf angewiesen, an das Gute in der Frau zu glauben. Käme ich zum Schluss, das wären alles kalt berechnende Ausbeuterinnen, die lediglich eine hollywoodreife Scharade aufführen, um ihre egoistischen, selbstsüchtigen Ziele zu erreichen, dann würde ich mir den Strick nehmen. Da ich nicht sterben will, muss ich also an die mitfühlende Frau glauben.

        Übrigens denke ich, dass Mütter ihre Söhne durchaus lieben.

        Herzlich yx

        • Tja, ich will dich da nicht enttäuschen, aber vergleich mal wie oft Matrizid vorkommt mit Infantizid. 😉

          Wobei Diana Davison mal gesagt hat, in Anbetracht der unendlichen Machtoptionen die Frauen über Männer haben, muss man es schon irgendwie anrechnen, wie selten es mißbraucht wird(wurde eher).^^

      • In der Gesellschaft ist wirklich etwas schief gelaufen, wenn man sich darüber beschwert, dass irgendein Streamer mit gewissen Leuten nicht spielen möchte. Ich meine im Ernst, wen juckt das denn?

        • @Matze:
          Das vollständige Zitat des Shisha-Bar-Pächters (Eigentümers?) lautet:
          „Denn ich habe drei verheiratete Schwestern und viele Cousinen. Ihre Ehemänner sehen es nicht gerne, wenn ihre Frauen abends in Shisha-Bars gehen, wo sie angemacht werden könnten.“ Deshalb wollte er einen Raum für sie schaffen, wo „sie sich angstfrei treffen können“.

          Es geht hier sicher nicht um deren Angst davor, von fremden Männern angeflirtet zu werden. Dieses „angstfrei treffen“ ist nur eine Nebelkerze, mit der das Verbot für die Muslima, sich ohne männliche Begleitung aus der eigenen Familie in der Öffenlichkeit zeigen/treffen zu können (Necla Kelek), in den feministischen Mainstreamdiskurs hineinzuframen. ‚Strong independent women‘ gibt es in islamischen Gesellschaften nur als Pariah (Kelek, Ates, Hirsi Ali, Sabatina James et al.).

          (Böse interpretiert könnte es auch um die Angst der Muslima gehen, von ihrem Ehemann/Familienclan gezüchtigt zu werden, wenn sie sich in der Öffentlichkeit aufhält ohne männliches Begleitpersonal der eigenen Familie. „Dort [in der Öffentlichkeit] könnte sie schließlich fremden Männern begegnen, das muß der Familienclan unbedingt verhindern.“ (Necla Kelek).)

          In der Bar wird ja auch kein Alkohol ausgeschenkt. Ich weiß nicht, ob das in sämtlichen Shisha-Bars unüblich ist (war noch nie in einer), offensichtlich ist die Zielgruppe der Bar muslimisch, und wenn man den strengeren Interpretationen von ‚haram‘ folgt, darf ein guter Moslem auch nicht in einem Etablissement zu Gast sein, wo Alkohol verkauft wird. IIRC darf alkoholfreies ‚halal‘-Bier zumindest in Indonesien nicht in derselben Brauerei gebraut werden, wo auch alkoholisches Bier hergestellt wird.

  1. In meiner Timeline tauchten neulich Christian auf, mit Scrrenshot von orthodox feminsitischen Accounts, die wortreich beklagten , dass Töchter trotz entschiedenster Bemühungen klassische Rollenklischees bevorzugen.
    Gleich danach stieß ich bei einer Recherche auf einen möglichen Zusammenhang von Toxoplasmose Infektion und devianten Sexualverhalten wie Masochismus, Submission oder Vergewaltigungsfantasien.

    Wenn man generell die Verbreitung von Toxoplasmose berücksichtigt und bedenkt, dass es schon Studien gegeben hat, die Zusammehänge von nationaltypischen, kulturlellen Unterschiede mit Toxopl. untersucht hat wäre es doch rein theoretisch nicht auszuschließen, dass man irgendwann feststellt, dass die marginalen Unterschiede zwischen den Geschlechtern weder genetisch bedingt sind noch kurlturell sondern zumindest teilweise auf diesen fiesen kleinen Parasiten zurückzuführen sind.

    Meine zugegeben überreizte Fantasie hat sofort ein Sci-Fi Szenario ersonnen. Wenn wir irgendwann mal anfangen den Mars oder gar den Asteroidengürtel zu kolonisieren, werden wir hoffentlich gesunde Leute hochschicken. Wäre es nicht faszinierend festzustellen, dass sich die Unterschiede dann nivellieren oder gar „in Wahrheit“ Frauen das starke Geschlecht sind und wir das schwache? Hätten wir dann neben noch der natürlichen Anpassung zb an Zero-Grav einen Selektionsdruck, der spezifisch auf Männer wirkt, wie würden die Belter dann in ein paar hundert Jahren aussehen.

    • Lies mal die Mars Trilogie und 2312 von Kim Stanley Robinson. Insbesondere in der Mars Trilogie ist es durchaus so, dass es nach ein paar Hundert Jahren auf dem Mars keinen relevanten Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt. Die Gesellschaft auf dem Mars ist von Anfang an komplett egalitär, und durch die geringere Schwerkraft und modernste Medizin gibt es in der körperlichen Leistungsfähigkeit kaum Unterschiede mehr.
      2312 geht noch weiter, das spielt zwar nicht im gleichen Universum wie die Mars Trilogie, hat aber eine Menge ähnlicher Elemente. Da sind die Gesellschaften außerhalb der Erde teils ganz anders als auf der Erde, und das ganze Spektrum an Transsexualität ist unter Weltraumbewohnern ganz normal. Ein signifikanter Anteil an Menschen hat beide Arten von Geschlechtsorganen und kann Kinder kriegen, und durch die Kolonialisierung von Planeten und Monden mit geringer Schwerkraft gibt es eine beginnende Spezialisierung von Menschen daran, mit Menschen über 3 m Körpergröße.
      Die Mars Trilogie ist absolut fantastisch, btw., nur zu empfehlen. 2312 ist auch gut, aber da vergisst Robinson irgendwie manchmal, dass er eine Story zu erzählen hat und verläuft sich so ein bisschen in seiner Beschreibung all der uberprogressiven Weltraumgesellschaften.

      • OMG das fällt mir ja jetzt erst ein. Meine frühere Coautorin hat sogar selbst Mal so eine Story geschrieben. Ein interstellares Raumschiff unterwegs um einen fernen Planeten zu kolonisisren. Die Männer wachen als erste auf, verschworen sich und errichten ein … Patriarchat. Die Story war so eine Art Handsmaid Tale im Weltall mit viel SM und Sex. ( Diese Autorin war sehr maso 😉 ).

        Danke für den Tip, die Marstrilogie ist bestellt 🙂

  2. In meiner Timeline tauchte neulich Christian auf, mit diversen Screenshot von orthodox feminsitischen Accounts, die wortreich beklagten , dass Töchter trotz entschiedenster Bemühungen klassische Rollenklischees bevorzugen.
    Gleich danach stieß ich bei einer Recherche auf einen möglichen Zusammenhang von Toxoplasmose Infektion und devianten Sexualverhalten wie Masochismus, Submission oder Vergewaltigungsfantasien.

    Wenn man generell die Verbreitung von Toxoplasmose berücksichtigt und bedenkt, dass es diverse Studien gibt, die Toxopl und seine Auswirkungen auf menschl. Verhalten und sogar menschl. Kultur. untersucht haben, wäre es doch rein theoretisch nicht auszuschließen, dass man irgendwann feststellt, dass die marginalen Unterschiede zwischen den Geschlechtern weder genetisch bedingt sind noch kulturell sondern zumindest teilweise auf diesen fiesen kleinen Parasiten zurückzuführen sind.

    Meine zugegeben überreizte Fantasie hat sofort ein Sci-Fi Szenario ersonnen. Wenn wir irgendwann mal anfangen den Mars oder gar den Asteroidengürtel zu kolonisieren, werden wir hoffentlich gesunde Leute hochschicken. Wäre es nicht faszinierend festzustellen, dass sich die Geschlechter-Unterschiede dann nivellieren oder gar umkehren? „in Wahrheit“ sind vielleicht Frauen das starke Geschlecht sind und wir das schwache? Hätten wir dann neben noch der natürlichen Anpassung zb an Zero-Grav einen Selektionsdruck, der spezifisch auf Männer wirkt, wie würden die Belter dann in ein paar hundert Jahren aussehen.

  3. Aus einem Telepolis-Forum:

    Die Politik hat sich auch noch nicht dazu geäussert, ob für diverse Kinder (mit Penis und ohne Penis) nun §226a StGB, §1631d BGB oder noch ganz was anderes gelten soll.

  4. Letzten Mittwoch hat Matze in den Kommentaren einen Artikel von Jonathan Haidt in der NZZ verlinkt. Dort beschreibt Haidt, welche Rahmenbedingungen Abgrenzungstendenzen einer Gruppe verstärken und welche solches Verhalten schwächen.

    Als ich das las, dachte ich über die in den letzten Jahren immer stärker werdende Aufteilung in In-Group und Out-Group nach, die sich eigentlich bei allen Gruppierungen (zumindest im Netz aber zunehmend auch draußen) zeigt. Vielleicht unterbindet die Möglichkeit, im Netz relativ problemlos Gleichgesinnte zu finden und diese zur eigenen Gruppe zu machen, für viele (und insbesondere für Außenseiter) die Notwendigkeit, sich in lokale Gruppen zu integrieren. Das ist zugegeben an den Rändern nicht immer leicht, aber war früher notwendig, weil soziale Kontakte zum Leben benötigt werden und einfach keine andere Gruppe da war. Dadurch fanden aber auch randständige Sichtweisen ihren Weg in die Gruppe und sorgten damit zumindest in gewisser Form für ein Bewusstsein, dass Menschen verschieden sind.

    Heute werden die Gruppen virtuell über große räumliche Entfernungen hin gebildet und damit ist das Grundbedürfnis nach sozialen Kontakten abgedeckt. Die Gruppen sind aber homogener, weil niemand gezwungen ist, sich zu arrangieren. Dadurch werden die Meinungen innerhalb der Gruppe homogener und andere Gruppen als Out-Group und Bedrohung wahrgenommen. Mit der Verfestigung von Konfliktlinien schaukelt sich die Sache immer mehr hoch und irgendwann kommt dann etwas wie #menaretrash dabei heraus.

    Wenn die Gruppenbildung durch das Netz tatsächlich in der beschriebenen Art und Weise Einfluss auf das Sozialverhalten hat, stehen wir erst am Anfang einer Reise zurück ins Mittelalter (diesmal aber mit Schießpulver und Atomwaffen). Und SJW wären nur ein Symptom, dieser Entwicklung.

    • „Heute werden die Gruppen virtuell über große räumliche Entfernungen hin gebildet und damit ist das Grundbedürfnis nach sozialen Kontakten abgedeckt. Die Gruppen sind aber homogener, weil niemand gezwungen ist, sich zu arrangieren. Dadurch werden die Meinungen innerhalb der Gruppe homogener und andere Gruppen als Out-Group und Bedrohung wahrgenommen.“
      +1

      • Haidt soll sich mal 7 Tage in einem Raum einschließen mit 2 Stunden Internet am Tag.
        Danach kann er das gerne nochmal behaupten, das virtuell irgendein GRUNDBEDÜRFNIS abgedeckt sei.

        • Die Behauptung, es würde durch den Kontakt übers Netz das Grundbedürfnis nach sozialem Kontakt abgedeckt werden und dadurch würde der Zwang, sich in lokale Gruppen zu integrieren gemindert, kam von mir. Haidt hat in dieser Richtung nicht argumentiert.

          • Macht nix, ich wollte nur Haidt bashen. 🙂
            Ist’s denn nicht eher so, das lokale Gruppen heute die Kids schon früh in die sozialen Netzwerke pushen? Vereine, Schulen, Kindergärten.

          • Das hab ich nur geschrieben um darüber hinwegzutäuschen das Zitierte falsch zugeordnet zu haben.

            Kritteln würde ich aber zB. hieran: „Dieses breit angelegte, künstliche, gruppenübergreifende Konstrukt hatten unsere Gründerväter im Sinn; und sie begriffen auch, dass es sich nur mithilfe eines intelligenten Bildungswesens wirksam realisieren lässt.“

            „Diejenigen, die mehr Diversität wünschen, sollten sich noch wesentlich intensiver darum bemühen, auch die zentripetalen Kräfte zu stärken.“

            Klar, die Gründerväter träumten bestimmt davon einen globalen Zoo abzubilden und alle über eine präzise abgestimmte Staatsbürgerkunde zu einen.

            Und trotz 20.000.000.000.000 $ Schuldenstand sieht er als einen Effekt der Diversität also wirtschaftliche Vorteile.

            Ich seh da einen Windowdresser.

            Ich glaube schon die ursprüngliche Idee der Gründerväter hätte klappen können, also mit Europäern ein sehr, sehr, sehr langsames zusammenwachsen.

            Mit mehr Rassen/Nationalitäten/Sprachräumen??
            Never ever.

            Das präzise Uhrweg will ich sehen, bei dem ständig neue Teile reinkommen.

          • „Noch 2015 hatten viele Professoren Angst, den Zorn dieser illiberalen Linken auf sich zu ziehen; aber mit jeder Hexenjagd, jedem Niederschreien sind mehr Linksliberale bereit, aufzustehen und zu sagen: Genug ist genug.“

            „Schliesslich meldete sich eine Gruppe asiatischer Studenten zu Wort, kritisierte die Aktivisten und forderte sie auf, ihre Aktionen einzustellen. Damit war der Bann gebrochen, die Protestierenden verloren jegliche Unterstützung.“

            Könnte mit den 20.000.000.000.000 zusammenhängen. =)

            Ganz bestimtm das was sich die Gründerväter vorgestellt hatten.^^

            https://en.wikipedia.org/wiki/Paleoconservatism

            Die Musik dürfte jetzt spielen.

  5. Hier Auszüge aus einem inzwischen 30 Jahre alten Artikel von Ulrike Heider – einer wirklich „sexpositiven“ Feministin der linkslibertären 68er -, der aber teilweise noch aktuell ist und außerdem einige Vorurteile über die angeblich prüde Linke zurechtrückt. Ich teile nicht alle Auffassungen in diesem Text. So überschätzt sie m. E. die gesellschaftsverändernde Kraft der „Emanzipation des Fleisches“ (Heinrich Heine) und unterschätzt jene Probleme, die sich aus den Ungleichheiten sexueller Attraktivität ergeben. Aber gleichwohl ist es ein interessanter kulturgeschichtlicher Rückblick, der auch jene fürchterlichen Zeiten beleuchtet, die – Lob und Dank sei ihnen – von den 68ern überwunden wurden. Der vollständige Text kann hier gelesen werden: http://www.taz.de/Archiv-Suche/!1841468&s=ulrike%2Bheider&SuchRahmen=Print/
    ——————————————————————————————————————————–
    Auszüge: Ulrike Heider, Protestbewegung und Sexrevolte (1988)
    …..
    Gänzlich vom Lüstern-Bösen ist … die Sexrevolte in den Augen vieler Feministinnen. Ein gewalttätiger Schrecken für die beteiligten Frauen und der beste Nährboden für sadistische Pornographie sei die ganze Studentenbewegung gewesen. Wie einst in der ‚Bild‘-Zeitung kann man heute in ‚Emma‘ lesen, dass die Frauen damals „im Kommunebett jedermann sexuell zur Verfügung stehen“ mussten (Nr. 10/87). Das entspricht den klassischen Unterstellungen von Sittenverfall und allgemeiner Prostitution bei den Kommunisten, dem Blick durch die bürgerliche Bordellbrille. Schon so manches Mal in der Geschichte haben sich Sozialistinnen und Feministinnen von solchen Zuschreibungen einschüchtern und zur Imitation bürgerlicher Wohlanständigkeit verleiten lassen.
    Avantgardistinnen der Emanzipation wie Georges Sand, Luise Aston und Victoria Woodhull wurden so lange als Huren und geile Hexen diffamiert, bis ihre frauenbewegten Kolleginnen und Nachfolgerinnen darauf hereinfielen. Einmal in der Defensive, gaben letztere sich dann Mühe, sogar die Bürgerinnen an Tugendhaftigkeit zu übertreffen. So mögen auch die 68er ‚Bild‘-Zeitungslügen vom allnächtlichen Rudelbumsen oder Kommunarden mit ihren nimmersatten Kommunistenweibern das verzerrte Geschichtsbild der heutigen Feministinnen produziert haben: Der Weiberaufstand von 1968 wird als Vorläufer der Antipornografiebewegung interpretiert. Die Liberalisierungsbestrebungen zur Pornografiegesetzgebung in den siebziger Jahren erscheinen als groß angelegtes antifeministisches Komplott. Die weitere Geschichte wird als Titanenkampf zwischen lichten Antipornografiefeministinnen und dämonischen Umweltfürsten geschrieben. Das Patriarchat reduziert sich auf eine Verschwörung linker und liberaler Männer, die sich die Pornohersteller als Rächer an der neuen Frauenbewegung gedungen haben. … Um so bösartiger wiederum entlädt sich feministischer Zorn auf sogenannte Kollaborateurinnen, linke und liberale Frauen, die dem Antipornografiefeminismus kritisch gegenüberstehen. Für die Zukunft schließlich wird ein weltweiter sexualsadistischer Holocaust der Männer an den Frauen prophezeit, dem mit neuen Pornografiegesetzen und hohen Vergewaltigerstrafen Einhalt geboten werden soll. Was soll ein junger Mensch davon halten? Muss sie oder er sich nicht fragen, was vorher war, vor den im Kommunebett überwältigten Frauen und der geschmähten Liberalisierung der Sexualmoral? Waren das die besseren Zeiten?

    In dieser pornofreien guten alten Zeit wachten Eltern, Lehrer und Mitschüler Seite an Seite mit den Zensoren und Berufstugendbolden der Adenauer-Ära über die Unschuld der (vor allem bürgerlichen) Mädchen. Die Keuschen selbst durften wegen einer möglichen Gefährdung des Hymens nicht einmal Tampons benutzen. Kaum eine wagte ihre Unschuld vor dem Abitur aufs Spiel zu setzen, denn der Preis konnte hoch sein. Über Verhütungsmittel wussten die Gymnasiastinnen nichts, wohl aber über gleichaltrige Sünderinnen, die vom Vater verprügelt und von der Mutter Hure geschimpft wurden. Oder von jenen, die sich schwanger das Leben nahmen oder beim abtreibenden Kurpfuscher nur knapp mit demselben davonkamen. Gehört hatte man auch von solchen, die die Schule verlassen mussten oder gar im Umstandskleid von der Polizei aus dem Unterricht abgeführt wurden, zum Schutz der Sittlichkeit ihrer Mitschüler. Das Gros der Knaben litt nicht minder unter Angst vor den bösen Folgen der Onanie, mit denen Großväter, Väter und Kirchenmänner noch immer drohten. Nur wenige behalfen sich mit heimlichen Puffbesuchen oder sexuell motivierten Reisen in liberale Nachbarländer wie England und Schweden. Die Mutigsten ließen sich auf Affären mit jungen Verkäuferinnen und Fabrikarbeiterinnen ein, denen die Unschuld bekanntlich wenig wert war.
    Im Biologie- oder Religionsunterricht wurden diese Jugendlichen „aufgeklärt“. Die eigens zu solch peinlichem Zweck bestellten Psychologen oder Pfaffen sprachen dann mit leuchtenden Augen von der Überlegenheit der seelisch-geistigen Liebe gegenüber der rohen Fleischeslust und warnten vor der grauenhaften Wirkung der (längst mit Penizillin besiegten) Geschlechtskrankheiten. Die Worte solcher Warner noch in den Ohren, traf sich die gymnasiale Jugend bei sogenannten Knutschparties. In der Schule stand das Abitur auf dem Spiel, wenn man mit dem anderen Geschlecht zusammen im gleichen Zimmer erwischt wurde. Im elterlichen Partykeller aber wurde jede unbeaufsichtigte Minute genutzt, um sich körperlich nahe zu kommen. Stumpfsinnig traten die umschlungen stehenden Pärchen zu schmalziger Musik stundenlang von einem Bein aufs andere. In den Sofaecken suchten unsichere Gymnasiastenhände erotische Erfüllung in Büstenhaltern und Strumpfgürteln. Die stets um ihre toupierten Frisuren bangenden Mädchen gaben sich sinnlich lockend und verführerisch wie die Sexbomben im Kino. Früher oder später aber entwanden sie sich beleidigt und verfielen in einen eher den Heimatfilmen abgelauschten Habitus der bedrängten Unschuld. Sie taten gut daran, denn andernfalls wären sie als leichtzuhabende Flittchen unten durch gewesen. In der guten alten Zeit, die noch nicht von linken Männern angeferkelt war, triumphierte die Doppelmoral und blühte der Frauenhass. Geschlechtertrennung und die Warnungen vieler Eltern vor dem Leben und Karriere zerstörenden bösen Weib prägten die hoffnungsvollen jungen Männer. Abgeklärt wie verbitterte Greise trugen sie ihre Überzeugung von der Minderwertigkeit des anderen Geschlechts zur Schau. Viele schwelgten in einem männerbündelnden Kulturelitarismus, ein Habitus, der heute schamlos wiederkehrt.

    … An den Universitäten ging es bis in die späten sechziger Jahre kaum freier zu als an den Gymnasien. Eine Umfrage von 1966 ergab einen Anteil von 66 Prozent Jungfrauen unter den Studentinnen. Die meisten wohnten zu Hause, denn es war nicht üblich, das Elternhaus vor der Ehe zu verlassen. Wer auswärts studierte, litt unter schnüffelnden Zimmerwirtinnen. Kein Mietvertrag wurde ohne die Klausel vom verbotenen Damen- oder Herrenbesuch abgeschlossen. Als Begründung diente stets der Kuppeleiparagraph, auch als er schon abgeschafft war. Um die Pille ohne Trauschein zu bekommen, musste man zu stadtbekannten Nuttenärzten gehen und sich entsprechend behandeln lassen. Dazu kamen eigene moralische Skrupel beim bloßen Gedanken an gefahrlose Liebesfreuden, meist in Form puritanischer und antifeministischer Ideologien, die sich um den Reiz des Verbotenen rankten. Moralverängstigte Studentinnen fürchteten nach einer Liebesnacht, vom Verlobten nicht mehr geheiratet zu werden. Und schnöselige Kommilitonen behaupteten, das Risiko der Schwangerschaft gehöre unverzichtbar zum sexuellen Lustgewinn.

    Seit Beginn der sechziger Jahre erhob sich die Sexwelle in den Medien und wurde zum unaufhaltsamen Strom. Jeder Zentimeter nackter Haut wurde in zähem Ringen mit der Zensur erkämpft. Verklemmte Sexartikel füllten die Illustrierten. In bestimmten Künstler- und Intellektuellenkreisen kam damals ein nicht minder verdrückter, meist rein theoretischer Libertinismus auf. Mehr oder weniger heimlich verschlang man dort die Skandalbücher von Henry Miller, D. H. Lawrence und Günter Grass. De Sade erlebte mehrere Neuauflagen, sein frommer Schüler Georges Bataille ward ausgegraben und Jean Genet heilig gesprochen. Auch die faschistoiden Antifeministen Julius Evola und Henry de Montherlant hatten ein come back. Gleichzeitig erlebten die Sittenwächter Glanzzeiten, jene ungleichen Brüder der Libertins, die damals Männer waren und vor allem gegen „Schweinereien“ in der zeitgenössischen Kunst wie Ingmar Bergmans Onanieszene in „Das Schweigen“ anstänkerten. Adolf Süsterhenn hieß der Obertugendbold und Held der damaligen Antipornographiekampagnen, der Initiator der „Aktion saubere Leinwand“ und der „Bewegung gegen Schmutz und Schund“. Zusammen mit dem NS-belasteten bayerischen Kultusminister Mauz machte er sich für eine Gesetzesinitiative zwecks Einschränkung künstlerischer Freiheit stark. Zu leiden hatten unter solchen Kampagnen vor allem die Jugendlichen, über deren Sittlichkeit man nun im erotisch aufgeheizten Klima um so strenger wachte. Forderungen nach mehr Jugendlichkeit der Jugend, der man das verächtliche Etikett ’silent generation‘ angehängt hatte, wurden laut. Als Inbegriff der Jugendlichkeit galten patriotische Jungmännervereine des 18. und 19. Jahrhunderts sowie die deutschen Wandervögel der Jahrhundertwende, keusch und unpolitisch um jeden Preis.
    …. Die ’silent generation‘ erwachte jäh aus ihrem Wohlstandsschlaf und forderte Aufklärung über unterschlagene Geschichte und verbotene Sexualität. Bestätigung und Unterstützung fanden die Jugendlichen in der Vätergeneration nur bei den Emigranten und Opfern des Naziregimes. Wilhelm Reich, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Erich Fromm und Alexander Mitscherlich, sie alle beschrieben den typischen Faschisten als ebenso sittenstreng wie obrigkeitshörig, als Produkt nicht nur der ökonomischen und politischen Bedingungen, sondern auch der autoritären und sexualfeindlichen Familienverhältnisse. Eben diese Verhältnisse zu verändern, wurde zum erklärten Ziel einer neuen, unkommerziellen Sexwelle in deutschen Landen, mit ergötzlichen Sittenskandalen an Provinzgymnasien und bürgerschreckenden Happenings der Berliner Liebeskommunen. Die beginnende Schülerrevolte und die Berliner Kommunen tendierten zwar zum unpolitisch-verselbständigten Umgang mit ihrer Sexualpolitik wie viele Kulturrevolutionäre vor ihnen. Ihre Ideen aber wurden von der gleichzeitig entstehenden Bewegung gegen Notstandsgesetze, Vietnamkrieg und Kapitalismus übernommen. Freiheit vom Sexualverbot.
    … In Frankfurt eroberte sich der SDS ein Studentenheim, das „Kolbheim“ am Beethovenplatz. Die sechseinhalb Quadratmeter kleinen Zimmer boten die ersehnte Freiheit vom Sexualverbot der Eltern und Zimmerwirte. Die geräumigen Küchen wurden zu Kommunikationszentren, und im sogenannten Vortragssaal fand jeden Samstag die SDS-Mitgliederversammlung statt. Nach beendeter Diskussion begaben sich alle ein Stockwerk tiefer in einen bunkerartigen Keller, an dessen Wänden zeitgemäße Graffiti prangten. Das war der berühmt-berüchtigte Kolbkeller, der Ort, an dem sich die Paare der freien Liebe in immer neuen Variationen bildeten. Anstelle der langweiligen Stehbluesparties im Zeichen des Schuldgefühls fanden hier rauschende, hedonistische Feste statt. Quälende Dauerknutschereien und der obszöne Männergriff unter den hochrutschenden Frauenrock gehörten zur Vergangenheit. Wer vögeln wollte, ging und tat es, bei hellem Licht und ohne lüsterne Entkleidungszeremonien. Bis in die frühen siebziger Jahre traf sich samstags das ganze linksradikale Frankfurt im Kolbkeller. Fast alle fanden dort zur freien Liebe. Politisch diskutieren, Bier trinken, Haschisch rauchen und Bettgenossen suchen schloss sich nicht aus. Wer kommunizieren wollte, fand reichlich Gesprächspartner. Wer Sex wollte, bekam ihn. Wer nicht wollte, musste nicht. Es ging human und tolerant zu. Wenn im Morgengrauen die Bar schloss, standen am Ausgang die, die noch allein waren und das nicht bleiben wollten. Die später von Feministinnen behauptete sexuelle Herrschaft der Genossen über die Genossinnen hat es nicht gegeben. Zwang war etwas in der damaligen Moral extrem Verpöntes. Ganz im Gegenteil formulierten die Genossinnen Sexualität als Frauenrecht und verhielten sich entsprechend aktiv. Dass die sich daraus ergebende Praxis nicht immer befriedigend sein konnte, versteht sich von selbst. Das promiskuöse Sexualleben aber brachte alles andere als gefügige Frauen hervor.
    Erstens waren die großen Unterschiede im männlichen Bettverhalten an sich schon lehrreich. So manche, die sich für frigid gehalten hatte, merkte nun, dass es nicht an ihr gelegen hatte. Zweitens sprachen die Genossinnen untereinander über ihre Erfahrungen und klärten sich gegenseitig über alle Details der sexuellen Praxis auf. Man ging davon aus, dass die meisten Frauen von ihrer Sozialisation her stärker gehemmt waren als Männer. Daraus wurde ein Recht auf besondere Bemühungen der Genossen abgeleitet. Potenzprotzender Primitivismus im Bett war unbeliebt. Zärtliche und technisch versierte Liebhaber dagegen wurden weiterempfohlen. So verdinglicht das heute klingen mag. Es gab Sternstunden antizipatorischer Menschlichkeit und Solidarität. Dann zum Beispiel, wenn eine Genossin ihrer von negativen Erlebnissen frustrierten Freundin empfahl, mit dem eigenen Lebensgefährten zu schlafen, und danach tatsächlich nicht eifersüchtig wurde. Trotz der beschriebenen Praxis wurde Promiskuität als solche in der Protestbewegung nur selten als Patentrezept oder Endziel der Emanzipation betrachtet. Der weit verbreitete schnelle Partnerwechsel galt als aufklärerische Bereicherung, diente der Entdeckung individueller Sexualwünsche und befriedigte nicht zuletzt eine Art purgatorisches Bedürfnis. So gründlich wie möglich wollte man sich von all der Prüderie befreien, unter deren Fluch man aufgewachsen war. Die Parole „Wer einmal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ stammt nicht aus der Sexrevolte, sondern war eine der typischen Spießerprojektionen dieser Zeit.
    Natürlich konnte das Patriarchat in der Protestbewegung nicht abgeschafft, sondern höchstens theoretisch problematisiert werden. Da waren Frauen, die sich in konventionellster Weibermanier um prominente Linke und Obergenossen rissen und sich keiner Demutsgeste schämten, um solche Männer an sich zu binden. Und obwohl die meisten linken Männer weniger sexistisch waren als damalige oder heutige rechte, gab es auch jene Aktivisten, die ihre Genossinnen als unbezahlte Sekretärinnen zu missbrauchen versuchten. Nur hatten sie damit auch vor dem Weiberaufstand keineswegs immer Erfolg. Eine historische Lüge ist es und eine Beleidigung vieler engagierter und wehrhafter Genossinnen von damals, heute zu behaupten, dass die Protestbewegung hauptsächlich aus autoritären, geilen Männerböcken und sexuell willigen, Flugblatt-tippenden Frauenopfern bestanden habe. … Die von Feministinnen stereotyp ins Feld geführten „Orgasmuszwänge“ sind ein Phänomen des Leistungsprinzips, dem man in dieser Gesellschaft nur um den Preis vollständiger Inaktivität entgeht. Und die angebliche „sexuelle Verfügbarkeit“ der Frauen dank Pille ist ein Problem derer, die über sich verfügen lassen.

    … Der Umgang mit der Sexualität war noch von der aktiven Konzeption aus der Revolte geprägt. Als Fritz Teufel bei einem Diskussionstreffen am Tag nach dem Gründungshappening des Frankfurter Weiberrates die Frauen aufforderte, doch ihren Kram in eigenen Vereinen alleine zu machen, rief eine Genossin: „Und wer verschafft mir Lustgewinn?“

    … Um die Mitte der siebziger Jahre mit dem offiziellen Abschied von der Linken begannen sich große Teile der Frauenbewegung zu entpolitisieren. Man zog sich in frauentümelnde Selbsterfahrungsgruppen zurück, berauschte sich am Anblick von Klitoris und Muttermund, diskutierte über Menstruation und Mond und entdeckte zu guter Letzt die Gebärfreuden als den Inbegriff weiblicher Identität. Seither wurde die Sexualität der Frauen auch von Frauen selbst wieder mehr als Last und Bürde denn als Lust und Recht definiert. So euphorisch das lesbische ‚coming out‘ in dieser Zeit auch gefeiert wurde. Aus der lesbischen Lust hat man schnell eine Pflicht gemacht. Mit der Parole „Feminismus ist die Theorie, lesbisch sein die Praxis“ wurde aus gesellschaftlich erzwungener Heterosexualität für alle moralisch geforderte Homosexualität für Feministinnen. Die gleichzeitig zum Credo gewordene Verteufelung der heterosexuellen Penetration als einem der Vergewaltigung gleichkommenden Unterwerfungsakt tat ein Übriges. Sexualgenuss mit einem Mann wurde unfeministisch und damit reaktionär. Lesbische Liebe dagegen bekam durch ihre „Politisierung“ den enterotisierenden Geruch von Linientreue. All dies geschah im Namen der Kulturrevolution, die, unpolitisch verselbständigt, ihren hedonistischen Charakter einbüßte. Wer nur Sexualität und Geschlechterverhältnisse anders haben will, fällt ebenso in den Puritanismus der gegebenen Gesellschaft zurück wie der, dem es ausschließlich um ökonomische Umwälzungen geht. Dass das eine nicht ohne das andere geht, war die gefährliche Botschaft der Protestbewegung.

    • Interessantes Sittenbild aus einer Zeit, die ich als Kind in radikal konservativer Umgebung direkt miterlebt habe.
      Dem totalen Sittenverfall, über den sich meine Großeltern täglich aus der BILD informierten und über den sie sich lautstark empörten, stand ab den frühen 70ern dagegen meine persönliche Erfahrung weiterhin züchtig zugeknöpfter Mädchen gegenüber.
      Zugegeben, ich war wohl noch zu jung, aber auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis fand nichts(!) von dem statt, wovor wir täglich in der Springer-Presse gewarnt wurden.

      Heiders Beschreibung erklärt auch, warum die Schwarzgeld-Alice ausgerechnet in der Zeit ihre Karriere begann – als Restauratorin bürgerlicher Prüderie.

  6. Every time she viciously insulted an author or a fellow community member, she framed it as bravely speaking out against racism and other injustices. No matter what anyone said, Winterfox found a way to twist it into them being a racist pig and herself being the only one standing up for what’s right. If she could not immediately find anything in a person’s comments to twist and misconstrue, she would simply accuse them of being white. If they responded that they were not white, she would accuse them of being mixed race or no longer living in the country of their ancestors. Only she was an authentic person of color, and only she could judge what was racist and what was not….

    The mods … were worried that by telling Winterfox she couldn’t do this stuff anymore, they would be silencing a person of color who had a right to be angry about injustice. They eventually put up an “Insults Policy” post explaining that you couldn’t insult community members for no reason, but that it was okay to “snarkily” call them out for being racist, sexist, etc.

    Mir fällt es schon schwer mir solche Charaktere wie man sie sehr oft bei SJWs findet auch nur auszudenken. So viel Falschheit, Lügen und Bereitschaft anderen zu schaden… und so scheint es, oft einfach nur weil sie es können.

    • Meanwhile, Sriduangkaew—who had at first indignantly denied the rumors identifying her as Requires Hate/Winterfox, until they were confirmed by a prominent editor—posted an apology in which she admitted to being a “horrendous asshole” and doing terrible things while believing that she was “punching up and doing good.” Her post promised “no excuses.” Then, she followed up with another blogpost that amounted to a litany of excuses—from claims that she herself was a target of stalkers to finger-pointing at white men who had supposedly gotten away with worse behavior. (Less than a year later, in a post on a protected Twitter account, she was comparing herself to a reputed victim of misogynist hate mobs and her opponents to various far-right bogeymen.)

      Ähnlich wie bei Pocahontas, Avatar, Last Samurai oder Der mit dem Wolf tanzt, kann man hier einfach die Namen, den Ort und die Zeit austauschen und ließt die fast gleiche Geschichte zu hundertsten Mal.
      SJWs benehmen sich wie die widerwärtigsten Rassisten, Sexisten und Hater die man sich nur vorstellen kann, nur um sich dann am Ende selbst, nachdem sie kritisiert wurden, als die eigentlichen Opfer zu inszenieren.

    • The Benjanun Sriduangkaew/Requires Hate saga is a striking cautionary tale in a number of ways. It shows how easily performative bashing of “the oppressors” or “the privileged” can turn into vicious bullying and harassment toward real people—and how easily a “marginalized” person can be reclassified as a “privileged” acceptable target. It shows what a devastating weapon anti-oppression outrage and social justice rhetoric can be in the hands of a malicious abuser, making it very difficult to curb the abuser’s behavior and making the victims particularly susceptible: witness the mind-boggling fact that an anonymous blogger’s unhinged ranting could make published authors afraid to write. The Mixon report, Romano’s Daily Dot article, and the comments on both pieces offer a rather scary glimpse into a toxic, cult-like “social justice” subculture.

      Drama in the sci-fi/fantasy fandom may not be of great consequence for larger society (though the politicization of culture is a real and spreading problem). But when the ideology that enabled Requires Hate dominates academia, gains a strong presence in the mainstream media, and makes inroads into corporate culture, the cautionary tale should be a warning to us all.

      Jemanden, der sich selbst schon in die Position des Berufsunterdrückten gebracht hat, wird natürlich alle Gefahren leugnen, bis er dann selbst zum Privilegierten erklärt und damit zum Abschuss freigegeben wird. Man stelle sich mal vor wie aufreibend es sein kann, in der Realität Auge-in-Auge ein richtig heftiges Streitgespräch zu führen oder verbale angegriffen zu werden und jetzt stelle man sich vor das es 1000 Leute sind, die einen angreifen, wie bei einem Internet-Mob.

      • Lückenhafte, lügende Lückenpresse

        „It also noteworthy that mainstream media outlets completely ignored the Benjanun Sriduangkaew/Requires Hate scandal (at the same time that they gave extensive coverage to claims of misogynist harassment by GamerGate, the anti-“political correctness” revolt in the videogame community). The lack of interest in a cyberbullying story that had a major impact in the sci-fi/fantasy world was especially remarkable given this story’s genuinely fascinating twists—including the continuing mystery of the woman behind the multiple masks. (It is open knowledge that “Benjanun Sriduangkaew” is a pseudonym; an unconfirmed, albeit persuasive, blog report identifies her as a California-born member of an extremely wealthy Thai family, now in her late twenties.)“

        Zu GG wurde ja auch nur mal versehentlich was Wahres berichtet.

    • Mir scheint es offensichtlich, dass Sriduangkaew psychisch krank ist.

      IDPol lässt es nicht zu, dass man kranke Menschen als solche behandelt.

  7. While Beauchamp grants Sullivan’s contention that the social justice left considers institutional power an important component in how racism operates, his main argument is rather that Jeong and others in the social justice left shouldn’t be taken literally when they denigrate white people:

    To anyone who’s even passingly familiar with the way the social justice left talks, this is just clearly untrue. “White people” is a shorthand in these communities, one that’s used to capture the way that many whites still act in clueless and/or racist ways. It’s typically used satirically and hyperbolically to emphasize how white people continue to benefit (even unknowingly) from their skin color, or to point out the ways in which a power structure that favors white people continues to exist.

    Beauchamp selected a few tweets intended to demonstrate that the way Jeong talks about white people is common on the social justice left. This would be obvious to anyone who has spent time in these communities, he argued. In fact, one of the tweets he reprinted expressed disbelief that The Times didn’t know this. Beauchamp’s defence was echoed a few days later by Vox’s Ezra Klein, who noted that a very similar dynamic occurred on feminist twitter where the line #KillAllMen became popular a few years ago. It made Klein uncomfortable, he noted, but he understood it was satirical.

    For someone following the story from the sidelines, this is quite a development. From the emergence of a history of seemingly bigoted tweets from a person hired to The New York Times’s editorial board, to the defence that she was counter-trolling, to the realisation that this type of rhetoric is prevalent on the social justice left, to the argument that—while it is indeed prevalent—it’s not to be taken literally but as clever satire and hyperbole.

    • Wäre eigentlich lustig: Wenn eine Feministin was fragt/sagt, auch wenn es mal kein Männerhass ist, immer fragen ob das jetzt ironisch/sarkastisch gemeint ist?

    • Last year, William Deresiewicz wrote a long article about his experiences teaching a semester at an elite college and hearing similar accounts from other elite colleges and universities. His article touches on the same issues Salam’s does, as well as some surrounding context that helps explain them.

      Selective private colleges, Deresiewicz argued, have “become religious schools:”

      The religion in question is not Methodism or Catholicism but an extreme version of the belief system of the liberal elite: the liberal professional, managerial, and creative classes, which provide a large majority of students enrolled at such places and an even larger majority of faculty and administrators who work at them. To attend those institutions is to be socialized, and not infrequently, indoctrinated into that religion.

      These schools possess a dogma, a set of beliefs that are understood to be settled and with which disagreement is not allowed. This dogma is enforced not just by faculty, but by students themselves, who have far more power than previous generations. The result is an environment where disagreement is rare and where students often keep quiet to avoid conflict. Part of the reason for this is that students mostly come from liber upper and upper-middle class homes, thus bringing their beliefs with them.

      The dogma centres around issues of identity, especially pertaining to race, gender, and sexuality, and manifests as a fervent desire to protect those whose identities are viewed as marginalised and challenge those whose identities are viewed as dominant. However, there is one category of identity that is often ignored: class. In fact, focus on these other identities helps conceal it:

      Altogether, lower-income whites make up about 40 percent of the country, yet they are almost entirely absent on elite college campuses, where they amount, at most, to a few percent and constitute, by a wide margin, the single most underrepresented group.

      “Not coincidentally,” Deresiewicz argued, “lower-income whites belong disproportionately to precisely those groups whom it is acceptable and even desirable, in the religion of the colleges, to demonize: conservatives, Christians, people from red states.”

      • Den Kircjhenvergleich find ich zwar nützlich, aber auch daneben.

        KillAllWrongBelievers

        gibts jetzt eher weniger bei den mir bekannten Kirchen.

        Nur beim, und dem sollte man den Religionsstatus eh nicht zugestehen.

      • In anderen Ländern sieht es auch nicht viel besser aus. Wer Glück hat bekommt ein eher mickriges Stipendium, andernfalls ist es eine schlecht bezahlte Stelle als RA/TA. Die Arbeitsbelastung ist dabei genau so hoch wie in D.

        Der größte Vorteil an angelsächsischen Unis ist aber das Doktoranden nicht sklavisch an einen Betreuer gebunden und eben auch Wechseln kann (in D nicht so ohne weiteres möglich).

  8. So, basically, feminists are technically right when they claim that „patriarchy“ is a system built by men for men. At least in so far as men built a society of fairness where all men could thrive. However, women actually prefer a harsher world where large numbers of men are allowed to fail so as to leave them only the best men to choose from? Therefore, feminism is literally trying to make the world less fair and more dangerous for men as a means of doing this for themselves?

    It shouldn’t make sense because the logic is completely on end, but given the behavior of feminists as we have observed it, it makes perfect sense.

    Habe es nicht ganz gesehen, aber mit Typen wie ihn, wird man keine Frauen oder viel Männer überzeugen können.

  9. Was braucht’s eigentlich so alles, wenn man eine Filmfirma mobben möchte etwas zu tun?

    Mir schwebt ein Remake der Pam Grier Filme vor. Coffee und so
    Aber, mit einem Zwillingspaar bestehtend aus einer koreanischen Lesbe und ihrer arabischen transsexuellen Liebhaberin die mit einer LatinX in einer offenen Beziehung lieben, leben und leiden, die sich gegen korrupte schwarze Bullen und Gangs zur wehr setzen in San Franzisco, aber in Toronto gedreht.

  10. „This is how progressive white people meet minorities, by being forced to life with them by the quirks of an administrators fingertips“

    :-p

  11. Ein Beispiel für „man erntet was man sät“

    und

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/10/11/weibliche-unterverantwortlichkeit-female-hypoagency-und-mannliche-hyperverantwortlichkeit-male-hyperagency/

    • Die Debatte habe ich mitbekommen. Mir war auch nicht so ganz klar, warum in einem tendentiell historischen Game nun unbedingt Frauen auf den Schlachtfeldern dabei sein müssen. Das hatte ein wenig den Ruch von Geschichtklitterung. Allerdings ist es nur ein Game und die Historie ist nur ein Kulisse fürs Storytelling. Niemand erwartet hier geschichtliche Authentizität.

      Die Art und Weise, wie hier aber mit dem Brecheisen gegen die Community agiert wurde, stiess mir auf. Das Muster war ganz typisch. Jeder, der sich beschwerte wurde sofort als Frauenfeind, Memme oder als jemand, der sich künstlich aufregt, bezeichnet.

      Wenn es stimmt, dass die Vorverkäufe schwach ausfielen und der Typ, der gegen die Community wetterte, seinen Posten räumen mußte, nehme ich das mit Genugtuung zur Kenntnis. ^^

  12. Bemerkenswerte Phrase, finde ich:

    „Frauen arbeiten sich am Fleisch ab, am eigenen und am fremden: Die Produktion von Simone Aughterlony und Jen Rosenblit, «Everything Fits in the Room», hält auch mit feministischem Bonus nicht, was sie verspricht.“

    Was ist denn das: ein feministischer Bonus, der hier so selbstverständlich angenommen wird? So was wie eine patriarchale Dividende?

    • „Etwa habe ich zufällig, während ich auf eine Vorlesung wartete, ein Gespräch zwischen zwei deutschtürkischen Studentinnen mitangehört, die darüber sprachen, was sie wohl tun würden, wenn in Deutschland der Djihad ausbreche. Als sei dieser Gedanke nicht schon abwegig genug, waren sich die beiden einig: Sie würden als Muslima und Türkinnen gegen die Deutschen kämpfen.“

  13. Hier mal einen richtig guten Kommentar zum BGE – sind ja viele Befürworter hier.
    Wenn es nicht passt, der Blog hat ja eigentlich ein andere Thema, dann bitte einfach löschen.

    https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Missing-Link-Agil-leben-im-digitalen-Kapitalismus-Teil-2-Mit-dem-Bedingungslosen-Grundeinkommen-den-naechsten-Sprint-schaffen/Kapitalismus-ist-wie-Wasser/thread-5708637/

    »Wasser hat einen spitzen Kopf – das kommt überall durch!« so sagte mal ein Handwerker zu mir. Und der Kapitalismus ist nun mal wie Wasser.

    Was immer gerne vergessen wird und in diesem Artikel erst auf Seite Zwei im vorletzten Absatz angeschnitten und nicht mal im Exkurs zur Sprache kommt: BGE bedeutet nicht, dass jeder zusätzlich zu allen staatlichen Leistungen noch einen Batzen Kohle oben drauf erhält. Das BGE wird teuer bezahlt mit dem Verlust aller staatlichen Hilfen.

    »Das BGE ersetzt alle steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen: Es gibt weder gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung, noch Arbeitslosengeld, Wohngeld oder Kindergeld.« wird im Artikel zitiert.

    Und so wird es dann auch kommen. Und da der Kapitalismus wie Wasser ist, wird er auch hier Möglichkeiten finden so viel Geld von den BGE-Beziehern abzuschöpfen, dass das, was übrig bleibt, grade noch zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.

    Dann steigen die Mieten bis es kracht. Dann kostet das ÖPVN-Ticket eben das Dreifache. Dann sinken die Löhne bis zur Schmerzgrenze, denn man hat ja BGE. Dann wird die Kita für das Prekariat unerschwinglich. Selbst der Schulbus oder die Verpflegung und die Lehrmittel werden richtig teuer. Und wer weiß? Befreiung von GEZ gibt es dann auch nicht mehr? Oder den Sozialtarif für das Telefon? Und das P-Konto kostet richtig Asche?

    Die Finanzierung des BGE wird ermöglicht, weil die Kosten für das staatliche Sozialsystem auf Null fallen sollen. Da gibt es niemanden mehr, der Anträge auf Befreiung von was-auch-immer bearbeitet – denn es gibt gar kein Personal mehr dafür und keine Töpfe und kein Budget. Und auch keine Grundsicherung durch Krankenkassen! Die sind dann privat, denn es werden ja auch keine Lohnanteile mehr einbehalten um das System am Leben zu erhalten. Da muss man dann schon vom BGE selbst Vorsorge tragen.

    Hilfen, die die schlimmsten Auswüchse abfedern, werden privat organisiert sein – von reichen Konzernen und superreichen Gönnern, die sich mit sozialen Federn schmücken wollen und nebenbei Steuern sparen können. Es werden Almosen sein, die zu Bedingungen vergeben werden, die willkürlich festgesetzt werden. Der Herr hat’s gegeben – der Herr hat’s genommen.

    Das BGE – so wie es gedacht ist – ist Neoliberalismus pur! Friss oder stirb und motz nicht! Du hast ja schließlich Kohle für lau von der »Solidargemeinschaft«. Zieh aufs Land, lass die Oma die Kinder betreuen, pflege Deine Angehörigen, bau Gemüse auf dem Balkon an, fahr per Anhalter und geh Arbeiten, wenn’s nicht reicht! Die Schlagzeilen der BILD der Zukunft schreiben sich von ganz allen, wenn mal wieder ein »fauler BGE-Bezieher« am Nasenring durch die Manege geführt wird.

    BGE? NEIN, DANKE!

    • „Und so wird es dann auch kommen. Und da der Kapitalismus wie Wasser ist, wird er auch hier Möglichkeiten finden so viel Geld von den BGE-Beziehern abzuschöpfen, dass das, was übrig bleibt, grade noch zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.“

      Genau, sollte jeder der H4 (Dreckslochvermietersubvention) kennt eigentlich wissen.

  14. Eine kleine Geschichte, ausgelöst durch diesen Tweet:

    A depressing new study about online dating indicates a problem that is reverberating across every aspect of our society.
    This week’s peer-reviewed portrayal of fragile masculinity comes to you from the journal Science Advances, which recently published a depressing new study about online dating. Researchers looked at nearly 200,000 heterosexual users and found that while men’s sexual desirability peaks at age 50, women hit their prime at 18. And then it’s all downhill from there apparently. Can I just remind you that 18-year-olds are teenagers, and so this study is basically saying that straight men don’t find women attractive; they like girls.

    Mahdawis Schulssfolgerung aus dieser Studie?

    While these studies may focus on sexual relations, they’re yet another reminder that we’re facing a crisis of masculinity that is reverberating across every aspect of our society. The far right is dominated by men, many of whom seem to be searching for a sense of identity. For feminism to get anywhere we must seriously address how we think about masculinity.

    „Männer sind krank“. Was denn sonst.

    Als Interpretations-Kontext möchte ich aber noch auf diesen Artikel der Autorin hinweisen:

    Am I really ‘hurtling towards middle age’ at 35?
    It is with a haggard heart that I share some sad news. Reader, it has come to my attention that I am hurtling towards middle age. I am not sauntering gracefully; I am not meandering gently; no, I am hurtling like a mad lemming. (…)

    This alarming information came to me via a profile of Amber Tamblyn in New York magazine, which described the 35-year-old actor as “hurtling towards middle age”. Being 35 myself, I was rather taken aback by this characterisation. Indeed, I believe I developed two frown lines while reading it.

    (…)
    Things get even more depressing when you consider a significant percentage of the population, myself included, are born with a debilitating physical condition called “being a woman”, which causes us to age obscenely quickly.
    (..)
    OkCupid’s co-founder Christian Rudder said while presenting these findings at an event. “From the time you’re 22, you’ll be less hot than a 20-year-old, based on this data. (…) Excuse me for a second while I hurtle to the bathroom and hurl. Sometimes, I just feel so sad for heterosexual women. How tragic for them to be born that way.

    Und das, obwohl sie allem Anschein nach lesbisch ist.

    Feministinnen geben alles in allem überwiegend traurige Gestalten ab.

    • Feministinnen wollten männliche Sexualität auch schon generell als pädophil brandmarken. Überraschend in diese Auslegung daher nicht. Offensichtlich sind jungen Frauen attraktiver, weil sie bessere Haut haben, meist noch kein Zellulitis, keine Hängetitten, fruchtbar und mehr Lust auf Sex haben. Mit 60 kann ein Mann immer noch Vater werden, warum sollte er da 60ig-jährigen Frauen attraktiv finden? Aus Fortpflanzungsaspekten wäre das idiotisch.

      • Die Liste der Themen, die Feministinnen nicht im Ansatz verstehen, ist vermutlich länger, als auf den Bayeux Teppich, in 7pt Typo geschrieben, passen würde.

        Ganz oben auf der Liste stehen jedenfalls „Statistik“ und „sexuelle Selektion“.

      • Zudem finde ich Ü30 Frauen massiv anstrengend vom Charakter her. Dauernörgelnd, fordernd, unnachgiebig. Die Ansprüche wachsen immer mehr und das, obwohl sie ja offensichtlich immer weniger zu bieten haben. Da sind jüngere Frauen wesentlich unkomplizierter und angenehmer.

  15. Wofür man heute gebannt werden kann:

    Ein Glück ist das immer noch okay:

  16. Danisch hat einen schönen Link gebracht, der der „alle Menschen sind gleich“-Fraktion heftig wehtun dürfte:
    http://www.danisch.de/blog/2018/08/19/ueber-die-modernen-sklavenschiffe-und-neuen-kolonien-der-linken/
    bzw. geht auf:
    https://schluesselkindblog.com/2017/05/21/moral-und-abstraktes-denken/amp/?__twitter_impression=true

    Nicht von der Überschrift irritieren lassen: es ist ein Erfahrungsbericht, der viele Aussagen von Afrikareisenden bestätigt, auch wenn das dann meist unmittelbar zu heftigen Rassismusvorwürfen führt.

    Interessant wäre, inwiefern diese Sachen vererbbar oder kulturell überformbar sind. Ich habe eine Frau im Bekanntenkreis, die aus Indonesien stammt (hat einen Deutschen geheiratet). Sie lebt schon so lange hier, dass sie sich wie eine Deutsche verhält, als sie neulich ihre Familie besuchte, äußerte sie sich danach auch befremdlich über diese: die hätten keine Vorstellung von Zeit, würden nichts auf die Reihe bekommen usw. das passt zu den Afrika-Aussagen. Es scheint ein Phänomen warmer Länder zu sein, wo man es sich erlauben kann, in den Tag hinein zu leben.

    In der Tat dürfte das der Grund dafür sein, dass die keine Hochkulturen entwickelten. Nicht die mangelnde Zähmbarkeit von Zebras oder der angeblich geringere Kaloriengehalt von Reis oder ähnliches. Während uns hier alles in den Schoß fiel. Das Gegenteil ist wahr…

        • Den Namen falsch geschrieben habend habe ich mich ja schon mal als Experte geoutet.

          „Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind.

          Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Überlegenen und sie die Unterlegenen.

          Denn wann immer ein weißer Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstören oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstören.

          Erinnert alle weißen Männer von überall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, dass man immer diesen Status behalten muss: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhöhe verbrüdern. Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.“

          Zitat: Dr. Albert Schweitzer, Friedensnobelpreisträger 1952 in seinem Buch 1961, From My African Notebook.

          https://michael-mannheimer.net/2017/10/14/albert-schweitzer-afrikaner-haben-weder-die-intellektuellen-geistigen-oder-psychischen-faehigkeiten-um-sie-mit-weissen-maennern-in-einer-beliebigen-funktion-unserer-zivilisation-gleichzusetzen-od/

          • Wobei da auch einer in den Kommentaren schreibt das Zitat sei gefälscht und geistere seit 2016 im Netz herum.

            Fiese Russen vermutlich.

          • Bei Wikiquote wird es als Falschzuschreibung gelistet.
            https://en.wikiquote.org/wiki/Albert_Schweitzer
            Was nichts heißen muss, zu seiner Einstellung würde es nämlich offenbar passen, zumindest findet sich, ebenfalls bei Wikipedia, die unvermeidliche politisch korrekte Kritik linker Nörgler, an diesem Macher:
            Zum Teil wurden Schweitzer rassistische, paternalistische und pro-kolonialistische Einstellungen vorgeworfen. So kritisierte er die Unabhängigkeit von Gabun, weil das Land dafür noch nicht bereit sei. Chinua Achebe berichtete, dass Schweitzer gesagt habe, Afrikaner seien seine Brüder jedoch seine „jüngeren Brüder“.[10] Der amerikanische Journalist John Gunther besuchte Lambaréné in den 1950ern und kritisierte Schweitzers paternalistische Einstellung gegenüber Afrikanern. Auch würden diese dort nicht als Fachkräfte eingesetzt. Nach Jahrzehnten, die Schweitzer schon in Afrika wirkte, kämen die Krankenschwestern noch immer aus Europa.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Schweitzer#Leben_als_Mediziner_in_Afrika_und_Europa

            Also gut möglich, dass er sowas wie oben irgendwo sagte oder schrieb, zumindest in ähnlicher Art und Weise.

    • Wenn ich darüber nachdenke, erklärt es auch gut die ohne Vater aufwachsenden schwarzen Kinder. Und die Zigeuner belegen, dass diese Lebensweise über Jahrhunderte in kulturfremder Umgebung stabil bleiben kann. Auch wenn sich hin- und wieder einzelne Klügere integrieren.

  17. Klare Ansage:

    „Gerade weil über Sexismus und diskriminierungsfreie Sprache noch immer so kontrovers diskutiert und dabei Wort-Gewalt ausgeübt wird, kommen diese Debatten nicht umhin, bestehende Expertisen ernst zu nehmen. Hier müssen Universitäten mehr als bisher zu intellektuellen Wegbereiterinnen avancieren.

    Deshalb ist es auch an der Zeit, die Ära der „Frauenbeauftragten“ zu beenden und sie in inklusivere Felder wie Diversity und Diskriminierung, Differenz und Macht oder Chancengleichheit auszuweiten – und zwar mit administrativen sowie wissenschaftlichen Profilen. Idealerweise werden fortan jene für solche Stellen eingestellt, die Gender, Intersectionality oder Postcolonial Studies studiert haben.
    […]
    Sie werden auch benötigt, um konsequenter als bisher Hörsäle und Seminarräume zu diskriminierungsfreien Räumen umzugestalten und sprachliche Diskriminierung an und aus Unis heraus konsequent kritisch zu unterwandern.“

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/geschlechtergerechte-sprache-versprechen-eines-sternchens/22929284.html

      • Die werden das diesmal mit Varianten von Smileys machen.
        Wird aber trotzdem eine gute Idee sein, die dann bei der Übernahme in 30-50 Jahre sehr gut aufgenommen werden wird.

  18. So hat Murrays Methode zwischen 1400 und 1950 herausgefunden, dass 72 Prozent der bedeutenden Persönlichkeiten in Kunst und Wissenschaften allein aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien kamen. Insgesamt sind männliche Europäer und Nordamerikaner für 97 Prozent der wissenschaftlichen Leistungen von 800 v. Chr. bis 1950 verantwortlich. Wenn es darum geht, Krankheiten zu heilen, Brücken zu bauen, Gläser zu erfinden oder neue, bessere Verkehrsmittel zu entwickeln, ist der westliche Mensch in einer eigenen Liga.

    „Was die Menschheit heute ist“, sagt er, „verdankt sie in erstaunlichem Maße dem, was in nur einem halben Dutzend Jahrhunderten von den Völkern eines kleinen Teils der nordwestlichen eurasischen Landmasse erreicht wurde.“

    Leider gibt es einen Stachel im Schwanz. Im 20. Jahrhundert verloren die westlichen Gesellschaften ihre religiösen Überzeugungen, während Gleichheit und Integration das Streben nach Exzellenz als höchstes gesellschaftliches Ziel ablösten. Das Ergebnis: Nihilismus, Relativismus, Toni Morrison und „unlesbare“ Literatur wie James Joyce’s Finnegans Wake. „Das 20. Jahrhundert kippte in eine Art Sterilität. Finnegans Wake wird zur Kuriosität, wie Atonalität in der Musik.“

    Statt der vibrierenden Vision eines Dante, bekamen die Leser die düsteren Absurditäten von Albert Camus, Jean-Paul Sartre und sogar Woody Allen, alle völlig deprimiert von der Bedeutungslosigkeit des Lebens. Für einen Nihilisten, sagt Murray, ist es „nur schwerer“, großartige Arbeit zu leisten.

    Was die Frauen und die ethnischen Minderheiten betrifft: „Lasst uns sehen, wie sie die Kunst produzieren. Es ist nicht unbedingt wahr, dass Gerechtigkeit, Freiheit und soziales Gut Hand in Hand gehen mit der Produktion großer Kunst.“

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

    https://www.smh.com.au/world/white-males-leave-the-others-for-dead-20040128-gdi8q6.html

    • „Das 20. Jahrhundert kippte in eine Art Sterilität. Finnegans Wake wird zur Kuriosität, wie Atonalität in der Musik.“

      Das ist rein wertend und auch selbst irgendwie „nihilistisch“ 😦

    • Schöner Fund

      „It’s not necessarily true that justice, freedom and the social good go hand in hand with the production of great art“

      😀

  19. Let’s see: „Denmark is happy and peaceful. We feel happy and relaxed in Denmark.“ BUT

    1. The people must get jobs or risk losing their stipend (that’s free taxpayer work-hours)
    2. That they must learn the language.

    This, apparently, despite the fact that they’re still taking people in, and still giving away free money is Denmark turning its back on it’s long history of humanitarian kindness.

    These laws apparently do not promote „integration.“ „Benefits“ (free Danish work hours) were cut. Wait. Are these people refugees running for their lives, or are they immigrants?

    And of course someone is to „blame.“ For what? For expecting temporary guests to do more than draw from the public’s purse, and to learn the language. Who? The mysterious „far right.“ You know, the bad, mean, heartless, unwelcoming far right, not the nice, open-hearted good far-left.

    Good on Denmark for growing a spine in the face of what is nothing more than opinion.

  20. Das sagt der Zeitungschef von der IS-Times, kein geringerer als das!

    Sowas wird natürlich übertönt, übertrumpt.

    Sargon von Akkad (ist ja bekannt hier) hatte Corbyn nur als „Idioten“ bezeichnen wollen, weil es sonst identitätspolitisch sei und der Vorwurf des personalisierten Antisemtismus unhaltbar sei.

    Aber sein „Ruhm“ schöpft Corbyn aus eben all diesen ultra-radikalen Positionen. Und eine riesen Portion Gerontologie und Alzheimer lassen auch grüssen!

  21. Wirklich bemerkenswert wie hier viele genau wissen zu scheinen das ihre Gewalt nur eine Reaktion ist auf irgendwas das er gemacht hat.

    So ein Video mit so einen Kommentar wird selbstverständlich nicht gebannt.

  22. „Judge refuses to toss lawsuit accusing Harvey Weinstein of sex trafficking“

    https://pagesix.com/2018/08/14/harvey-weinstein-accused-of-being-a-sex-trafficker-in-new-lawsuit/

    „…. the suit, which was filed by aspiring British actress Kadian Noble, claiming that the “Shakespeare In Love” producer violated federal laws against sex trafficking when he lured her to his Cannes, France, hotel room with false promises of an acting role for the purpose of sex.“

    Die übliche Taktik der endlosen Vorwürfe, hier wird die Aufforderung zu eigenen Prostitution als „Sex Trafficking“ dargestellt um Weinstein anzuschwärzen.

    Wenn man nach all der Zeit solche unehrlichen Anklagen braucht, zeigt das, ganz wie erwartet, dass „Auch Ich“ eine einzige aufgeblasene Lüge ist. Typisch Feminismus von heute halt!

    • „Italian actress and director Asia Argento—a founder figure of the #MeToo movement after becoming one of the first actresses to accuse Harvey Weinstein of sexual assault—paid off a former child actor when he accused her of sexual misconduct, according to documents obtained by the New York Times.“

      https://www.newsweek.com/who-jimmy-bennett-former-child-actor-who-accused-metoo-advocate-asia-argento-1079972

      „Bennett claimed that the assault—which occurred after he acted as her son in 2004’s The Heart is Deceitful Above All Things—led to his income dropping from $2.7 million to $60,000“

      Jetzt ist die „New York Times“ ganz offiziell „Yellow Press“ 😀

      Das übelste und originäre Machwerk war aber vom uber-arroganten „New Yorker“:

      „Last October, Argento was one of the 13 women who accused Weinstein of harassment and rape in a report published in the New Yorker by Ronan Farrow.“

  23. Werden Korruption oder Verbrechen in weit entfernten, ehemals kolonisierten Weltgegenden thematisiert, dann oft so, als seien diese Übel eigentlich nicht den realen gegenwärtigen Tätern vorzuwerfen; vielmehr trüge aufgrund von historischem Unrecht in der Vergangenheit auf eine diffuse Weise das eigene Kollektiv die Schuld; etwa „der Westen“ oder „die Europäer“ als ehemalige Kolonialmächte. Nach dieser Logik könnte freilich auch jemand argumentieren, dass Hitler ohne den Versailler Vertrag wohl kaum an die Macht gekommen wäre und daher die Siegermächte des Ersten Weltkrieges schuld an den Nazigräueln gewesen seien.

    [..]

    Neben dieser massentauglichen Produktion von schlechtem Gewissen hat sich an den kulturwissenschaftlichen und religionswissenschaftlichen Departments amerikanischer Privatuniversitäten auch noch eine avantgardistische Form der Transformation von Politik in Schuldnarrative entwickelt, die sich mittlerweile auch immer stärker in Europa ausbreitet.
    Diese Bewegung teilt mit der traditionellen Linken die Forderung nach Gerechtigkeit; gleichzeitig verbindet sie mit der Neuen Rechten à la Stephen Bannon die Geringschätzung der aufklärerischen Vorstellung, dass alle Menschen ungeachtet ihrer biologischen und kulturellen Unterschiede aufgrund ihrer Fähigkeit, sich von sich selbst distanzieren und mit anderen mitfühlen zu können, eine Gemeinschaft bilden können, die auf Toleranz und Wertschätzung der Einzelnen beruht. An die Stelle der Ideale der Aufklärung tritt in dieser Bewegung eine Kombination von Schuldnarrativen, Ansprüchen auf Anerkennung kulturell bedingter Differenzen sowie der Tabuisierung und Sakralisierung individuellen Leidens und individueller Verletzlichkeit.
    Rücksicht auf die Verletzlichkeiten von Personen zu nehmen bedeutet für diese Avantgarde nicht etwa ein mitfühlendes Verstehen anderer menschlicher Schicksale. Verstehen würde schon eine übergriffige Vereinnahmung gegenüber den Leidenden darstellen. Umgekehrt sollte sich der seiner Würde bewusste Leidende in öffentlichen Diskursen nicht auf allgemein nachvollziehbare Gründe berufen, sondern eine Formulierung wählen wie „als ein xy … kann ich sagen, dass …“ – wobei xy für irgendeine Eigenschaft steht wie „afroamerikanisch“, „schwul“, „weiblich“. Es wird unterstellt, nur ein Mitglied der Gruppe, die diese Eigenschaft aufweist, könne mit Autorität für das sprechen, worunter diese Gruppe leidet und worauf sie Anspruch hat. Dies gilt allerdings nur für solche Eigenschaften, die sich auch auf Schuldnarrative oder zumindest auf unverdientes Leiden beziehen lassen.

    [..]

    Dieses Denkmodell der Erfahrung als exklusiven Besitzes unverschuldet Leidender ist offenkundig widersprüchlich. Einerseits wird unterstellt, dass Menschen, die nicht der eigenen Gruppe angehören, deren Leiden auch nicht verstehen könnten. Andererseits wird mit dem Hinweis auf diese Unzugänglichkeit des eigenen Leids eine Anerkennung dieses Leidens eingefordert. Und während man anderen die Fähigkeit und das Recht zum Verstehen abspricht, erteilt man sich selbst ein Privileg: als Mitglied der Gruppe der Querschnittsgelähmten oder Transsexuellen oder welcher Gruppe auch immer stellvertretend für alle anderen Querschnittsgelähmten oder Transsexuellen oder Mitglieder sonstiger Gruppen sagen zu können, was diese fühlen.
    Hat man ein Schuldnarrativ parat, das Träger anderer allgemeiner Charakteristika wie „weiß“ oder „Mann“ einer Tätergruppe zuordnet, so erwirbt man sogar das weitere Privileg, sagen zu können, was diese anderen als Täter denken und wollen. Es sind allerdings so gut wie nie die tatsächlichen „Opfer“, sondern meist selbst ernannte Opfervertreter, die sich die Befugnis zuschreiben, anderen aufgrund ihrer Identität das Recht auf Verständnis oder auch nur freie Meinungsäußerung zu bestimmten Themen zuzusprechen oder zu verweigern. So hat die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen moralischen und politischen Übeln die Gestalt einer Anklage durch selbst ernannte Richter angenommen, die Menschen je nach Hautfarbe oder anderer nicht selbst erzeugter Eigenschaften als Opfer und Täter vergangenen und systemischen Unrechts identifizieren.

    https://www.zeit.de/2018/34/schuldgefuehl-moral-verantwortung-macht-debatte/seite-2

    WTF…in der Zeit….?

    • „So entsteht eine aufgeheizte Atmosphäre der moralischen Selbstüberbietung, in der Religionswissenschaftler wie Christopher Driscoll sich als Autoritäten einer höheren Moral gebärden und ihren weißen Mitmenschen zehn Gebote für Weiße verkünden wie ….“

      Ja, genauso ist es. Es ist an Falschheit nicht zu überbieten.

  24. The Double Standards of Postmodern Justice

    ….The message of disparate treatment was that what bothers the New York Times is not racism per se, but who is the racist and who are her targets.

    „… impression again is that the acceptance of hate speech depends on who is hating whom. The social-media exemption given to the racist rants of Sarah Jeong illustrated that well enough.“

  25. Fun Fact: Kanadische Holzfäller waren überhaupt die ersten Männer, die ge-gendert wurden. Beweis:

  26. 2 leben ruiniert. Gratulation.

    There was no physical evidence to support the woman’s claims, and semen recovered didn’t match Perry or Counts. The prosecution leaned heavily on her inconsistent testimony. The defense however argued the woman was unreliable because she was a recovering crack addict and fabricated the story to protect her boyfriend who was wanted by police for shooting Perry two months prior.

    Yet despite the shaky testimony and lack of evidence, both men were convicted. Perry served 11 years while Counts served 26.

    Was ihre Strafe dafür ist, steht da nicht. Sie wird aber immer noch als „the victim“ bezeichnet, obwohl nur sie es ist, die Schaden angerichtet hat.

    • Na klar….
      Jetzt wird alles auf den toten Ex geschoben. Knapp 400k Dollar für ein paar unbedeutende Fotos? Pah.
      Ich sage; Sie ist schuldig!

  27. Das hat der Diktator Erdogan aber geschickt gemacht, den Westen mittelst von Krediten für seine Machtkonsolidierung zahlen lassen und jetzt drohen 100te Mia Eurodollar auszufallen.

    Bei der „Zeit“ stellt man den bevorstehenden payoff für den islamofaschistischen Diktator als Chance für die Demokratie hin! Ja, sicher ist der Westen auch Schuld am 2. WK, man hätte dem Hitler nur mehr Geld geben müssen!

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-08/waehrungskrise-tuerkei-recep-tayyip-erdogan-chance-demokratie/komplettansicht

    Ob das mehr als nur wirtschaftlicher Opportunismus ist? Dass insbesondere der SPD der Islam-Faschismus eines Erdogan oder Irans überaus gut gefallen könnte ja schliesslich auch ein Beweggrund sein. Man müsste wissen, wer denn die Billion Fremdwährung in die Türkei gesteckt hat, übrigens ist mehr als die Hälfte davon in den privaten Haushalten (also im Konsum) gewandert! Wenn Erdogans Regime erlaubt werden wird, dieses Geld nach und nach einzusammeln, wird damit dem Erdogan nachhaltige dikatorische Kontrolle über die türkische Bevölkerung eingeräumt.

  28. „Pissing in a wetsuit“-Policy

    LOL

    That is why – in these modern ‘attention economy’ times – publishing houses insist on using identity politics to try to ‘move the merch’.
    And you read that right – intersectional feminism and mandated racial diversity are marketing and branding strategies, not politics.
    That’s why they’re so light on policy solutions, and what policies they do propose are routinely based on pseudoscience. Nearly everything intended to ameliorate the gender pay gap or reduce violent crime rates, for example, is flat wrong, and produces what my dad used to call ‘pissing in a wetsuit’ policy – it ‘feels good, but doesn’t show’.

    https://quillette.com/2018/08/21/my-unpopular-opinion-theres-too-many-mediocre-artists/

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