Frauenanteil in den Führungspositionen deutscher Medien

Bekanntlich sind Frauen machtlos und werden von Männern marginalisiert. Deswegen fand ich diese Statistik ganz interessant, die – mit Förderung des  Bundesministeriuim für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – mal durchgezählt hat:

Aus dem Text:

Der Kulturwandel wird sichtbar. ProQuote Medien stellt seit mehr als sechs Jahren regelmäßig fest, wie hoch der Frauenanteil in den Führungspositionen deutscher Leitmedien ist, und gewichtet die Ergebnisse nach Hierarchie-Ebenen. Den größten Fortschritt hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erzielt: Die Hamburger liegen mit einem Frauenmachtanteil von 38 Prozent nicht nur an der Spitze der acht betrachteten Printmagazine, sie haben auch seit Beginn der halbjährlichen Zählung im Jahr 2012 am meisten aufgeholt. Vor sechs Jahren lag der erste gemessene „Spiegel“-Wert bei nur 5,9 Prozent.

Die Erhebung wird vom Bundesministeriuim für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Und die Zahlen

Print-Rangfolge Juli 2018

  1. Spiegel 38,0%
  2. Stern 34,4%
  3. Zeit 31,4%
  4. SZ 27,0%
  5. Bild 23,6%
  6. Welt 24,0%
  7.  FAZ 17,1%
  8. Focus 13,9%

Online-Rangfolge Juli 2018

  1. Stern Online 50,0%
  2. Zeit Online 41,3%
  3. Focus Online 34,3%
  4. Spiegel Online 34,0%
  5. SZ.de 32,4%
  6. bild.de 21,1%
  7. welt.de 20,0%
  8. faz.net 12,9%

Interessant ist, dass der Onlinebereich häufig eher in weiblichen Händen ist. Ich vermute der ist gegenwärtig noch der unwichtigere?

Wobei letztendlich natürlich der reine Frauenanteil wenig aussagt, denn viele Männer in den Redaktionen werden sich auch als „profeministisch“ verstehen, wenn man die politische Ausrichtung von Journalisten so sieht. 

Der Stern überrascht mich etwas, ich hätte ihn konservativer in Erinnerung gehabt, aber das könnte sich auch gewandelt haben. Allerdings können sie natürlich auch schlicht konservative Frauen ausgesucht haben, ich kenne die dortigen Journalistinnen nicht. Wobei: Laura Himmelreich war ja auch vom Stern.  (Jetzt ist sie Chefredakteurin bei Vice Deutschland, wenn ich es richtig gesehen habe) Ansonsten scheint der Grundsatz zu gelten: Um so linker, um so mehr Frauen.

30 Gedanken zu “Frauenanteil in den Führungspositionen deutscher Medien

  1. Den größten Fortschritt hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erzielt

    Wohl eher den größten Niedergang. Gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen gestiegenem (Quoten-)Frauenanteil und dem Niveauverlust?

    • Ja. Das merkt man auch in anderen Bereichen der Gesellschaft. Die Korrelation zwischen eine hyperemotionalen Gesellschaft und dem Aufstieg der Frauen in die Welt von Medien und Politik ist jedenfalls auffällig.
      Die weibliche Kombination von Narzissmus und Gefühlsduselei ist ein toxisches Gebräu.

  2. Wäre auch schön, parallel dazu die Entwicklung der Auflagenzahl zu vergleichen; fällt glaube ich nicht so positiv aus.

    Jedenfalls zeigt sich hier wieder, wie sehr der ganze Feminismus ein Medienphänomen ist, das mit dem Alltagsleben der meisten Menschen nichts zu tun hat. Aber vielleicht geht es ja auch nur darum, Feministinnen in gut bezahlte Jobs zu hieven; da ist man sichtbar erfolgreich.

    • Eine sinkende Auflagenzahl ist aber nicht zwangsläufig dem höheren Anteil von Quotenfrauen geschuldet. Sich änderndes Nutzerverhalten, gesellschaftliche Entwicklungen usw. umfassen ein weites Feld. Um eine gesicherte Aussage treffen zu können, müsste man schon potentielle und vor allen Dingen ehemaligen Kunden befragen, warum sie eine bestimmte Zeitschrift nicht (mehr) lesen.

      Gender-Dauergeschwafel und qualitativ minderwertige Artikel (ist das jetzt doppelt? 😉 ), die insbesondere von mutmaßlichen Quotenfrauen verfasst werden, könnten aber ein Grund für sinkende Auflagen sein. Zumindest wäre das naheliegend.

      • Vielleicht gibt es auch mehr Männer, die ein seeuntaugliches Schiff verlassen, bevor es beim Untergehen heißt „Frauen zuerst“

      • Da gab’s bei Danisch was interessantes, es war was die lokalen Zeitungen anging wohl so, dass diese wegen der Kleinanzeigen gelesen wurden.
        Die wirklich wertschöpfenden also auch wirklich die Telefonistinnen in der Kleinanzeigenaufnahme waren.

        Die von Feministinnen nie besungenen wahren Heldinnen der Presse.

        • Der Übergang zur Onlinevariante hat dann nur noch für die Nutzer, dank Forum / Kommentarfunktion, offengelegt, dass da auch eine Lernresistenz Einstellungskriterium sein muss.

  3. Komisch, dass die um erfassen der Frauenmacht immer nur den Frauenanteil der Führungsbediensteten zählen und nicht den derer, wem diese Medien gehören. zB Liz Mohn, ehemalige Telefoninstin bei Bertelsmann, die dem Konzernchef beim Fremdgehen half, bevor sie ihn heiratete und dann den Konzern übernahm oder aber Fride Springer, der Busenfreundin von Merkel, die einst als Kindermädchen bei Axel Springer begann und sich quasi ebenfalls hochgebumbst hat.

    • Mit der taz als „Journalistenschule“ des Landes, dürfte ja der Weg für die die an deren Absolventen leiden recht deutlich sichtbar sein.

      Die Onlineerfolge von SPON hängen damit zusammen, dass hier und anderswo, unverantwortlich und in blind-blödem Vertrauen auf Integrität bei SPON & Co, ohne fälschungssichere Archivseiten auf die Outrage-Artikel verlinkt wird. =)

  4. „Der Stern überrascht mich etwas, ich hätte ihn konservativer in Erinnerung gehabt, aber das könnte sich auch.“

    Ich bin sicher, dass sich das könnte. Aber was? Lass uns doch nicht so gespannt zurück 😉

      • „Der Stern überrascht mich etwas, ich hätte ihn konservativer in Erinnerung gehabt,“
        „Wobei: Laura Himmelreich war ja auch vom Stern.“

        Na, dann stelle die beiden Äußerungen doch mal in Zusammenhang. Wie alt ist Deine Erinnerung denn? Oder betrachtest Du das Hyping einer völlig unfähigen herumjammernden Redaktionsassistentin und das Hochjazzen einer ebenso absolut dunnbratzigen Minihetzbloggerin mittels „Mobfunding“, bis zur Initiierung und Finanzierung der zunächst nur rufmordend sexistischen und dann ( in den Folgekampagnen ) in’s offen rassistische sich ausdehnenden #Aufkreischhysterie als „typisch Konservativ“?
        Wo kam der Dreck hier in D. hergeflogen? Zentral doch wohl vom Stern, oder irre ich mich da?

    • Wunder der feministischen Mathematik!
      Welche ja schon der Kemper-Andi sehr schön bildhaft demontriert hat, mit seinem unschlagbaren Paradebeispiel, daß ein Kerl ohne Geld über’s Wasser laufen kann wie Jesus, während ein Vermögender im Sumpf versinkt. Was er näher erläuterte, indem er überragend logisch herleitete, daß eine Lampe eher hoch als tief hängt ( sic! ).
      Logesch, nä?
      Das ist die wirklich wahre, echte, feministische Wissenschaft!
      ( Bin zu faul, jetzt dessen Blogmurks der letzten 7-8 Jhre zu durchforsten um einen Link zu setzen. Wer’s nicht glaubt, möge selbst die Suchsoftware seines Geschmacks quälen )

  5. Die Selbstmarginalisierung hat begonnen. Ein schnelles Scrollen durch Zeit online. Tolle Themen von ‚Das passiert, wenn man alle Männer als Arschlöcher bezeichnet‘ bis ‚Und jetzt wackelt ihr mal mit eurem Kitzler‘. … Und dann im Maileingang: kostelloses Abo 4 Wochen für die ZEIT. So kanns kommen!
    Braucht eigentlich jemand noch ein Blatt, dass sich darüber hinaus nur noch als Komplettempörer im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe aufführt, die doch besser hieße: Toyota-Umwelthilfe von der Deutschen Steuergeldhilfe finanziert? Braucht jemand noch ein Blatt, das den Quatsch der Annalena B. unhinterfragt feiert, die da feststellte, das Netz sei der Energiespeicher? Girliehafter Komplettwahnsinn!

    • „die da feststellte, das Netz sei der Energiespeicher“
      Aber hallo, das ist reine Grrrrlpower! Okay, am Meßgerät wird noch getüftelt, aber trotzdem is das ’ne määäächtige Sache, sicher!. Läuft wie‘ Kondensator ( so ICD-Prinzip ): lädt und lädt und lädt, bis es sich entlädt oder mit Pech die Backen dick macht und danach unbrauchbar ist ( was bei den Femigrrrls scheinbar die bevorzugte Option ist )…….

    • Ich weiß gar nicht, was du willst. Immerhin hast du jetzt gelernt, dass Frauen mit ihrer Klitoris wackeln können. Diese Fähigkeit kann man doch wunderbar ins „Ja heißt ja“ Konzept einbauen. Wenn sie beim Vorspiel wackelt, kann es losgehen.

  6. Arne hat mal wieder was extrem luschtigäs ausgebuddelt.
    Der dieses Jahr irgendwie so lange vorbereitete General-Streik, der dann ausfiel weil Termin verpasst, wird nachträglich auf nächstes Jahr vergeschoben!
    Ich hatte ja schon ein paar Absetze ( äh … -sätze ) kichernd kommentiert, aber dann bin ich vor Lachen auf den Shortcut gekommen, der alles wechzaubärt. Und habe keine Lust auf nochmal soviel Getippe.
    https://adamag.de/frauenstreik-einfach-machen

    Aber schön ist deren Hakenkr…. äh … Dings, wisst schon, das muß einfach, ist unausweichlich:

  7. Was man auch bedenken sollte, bei so Blödsinnsstatistiken ist der Blick in eine echte Zeitungsauslage.
    Oder die (un)wichtige Frage, was denn ein Leitmedium sein soll.
    Wenn Oma Doof-aber-lieb-geblieben ihre Wahlentscheidung aufgrund IMEADM Kartoffelsuppenrezept trifft, dann war vermutlich nicht der Focus ihr politisches Leitmedium.
    Und guck ich in die Zeitungsauslage, dann nehmen die genannten 8 Leitmedien da eine leidliche Fläche ein.

  8. Witzig ist, dass man Welt, FAZ und Focus noch am ehesten ertragen kann. Der toxische weibliche Anteil, der kritische Berichterstattung zugunsten von virtue signalling unterbindet, scheint irgendwo zwischen 10 und 30% zu liegen…

  9. Ich glaub, ich muss mich etwas schämen. Von den gelisteten Käseblättern finde ich die FAZ noch einigermassen lesenswert. Dabei wusste ich gar nicht, dass bei der FAZ der Frauenanteil so niedrig ist.

  10. Mich interessiert nicht so sehr, wieviele da drin sitzen, sondern wer.
    Die, die gerade von einem Femi-Magazin zur Tagesschau gewechselt ist z.B.!
    Es gab ja hier vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel über die. Und sie ist nicht die einzige Femi.

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