Ich werde Vater

Südländerin ist schwanger und wir bekommen ein Kind. Ich bin sehr gespannt, was das alles für Umstellungen mit sich bringt. Ich glaube es war an der Zeit und nachdem wir ja schon verheiratet waren haben wir dann auch entsprechend losgelegt.

Bisher läuft die Schwangerschaft gut. Ich hatte es mir viel anstrengender vorgestellt, sowohl für Südländerin als auch für mich. Aber Übelkeiten und Launenhaftigkeiten halten sich bisher noch in Grenzen.

Wer Empfehlungen hat, was man als junge Eltern braucht oder Tipps für die erste Zeit mit einem Kind hat: Ich bin sehr interessiert.

119 Gedanken zu “Ich werde Vater

  1. Glückwunsch auch aus Curiepolis!

    Ja, was könnte man euch raten? Ich persönlich würde einem kleinen Kind — sobald es ein wenig sprechen kann — sehr viel vorlesen, genau so wie meine Mutter mir vorgelesen hat.

    Gute Kinderbücher sind z. B. die Geschichten über die Muminfamilie von Tove Jansson, die Bücher von Astrid Lindgren oder die „Winnie the Pooh“-Geschichten von A. A. Milne*) (nicht etwa zu ersetzen durch die anämische Disney-Verwurstung).

    Generell glaube ich, dass man Kinder heutzutage in Sachen Auffassungsvermögen unterschätzt. Man kann einem Kind ruhig Bücher vorlesen, die es „eigentlich noch gar nicht verstehen kann“. Es wird einfach auf der Sprachmelodie mitsurfen und mehr begreifen, als mancher Erwachsene vermutet.

    Habt ihr ein Haustier? Mit Tieren aufwachsen ist toll für Kinder.

    Mit Internet, Smartphone, Tablet etc. würde ich es langsam angehen lassen. Kleine Kinder sollten mit dem Internet eher keinen oder doch sehr sparsamen und kontrollierten Kontakt haben, finde ich. (Oder bin ich da zu erzkonservativ??)

    Ich würde ein Kind nicht mit Spielsachen überhäufen: Lieber einige wenige schöne, widerstandsfähige, langlebige, lang-geliebte Spielzeuge — Stofftiere, Bauklötze, z. B. –, als Berge von Plastikschrott. Ein Stoffnilpferd, das ich als Kleinkind sehr geliebt habe, habe ich übrigens noch heute. Das ist jetzt locker 35 Jahre alt, nicht übel für ein Kuscheltier mit herzförmigen Nasenlöchern und Blumenmuster auf dem Rücken! 😉

    Zeigt dem Kind doch einfach, wie vielseitig und spannend und geheimnisvoll die Welt ist, dann entwickelt sich eine aufgeweckte Persönlichkeit ganz von alleine.

    *) Unbedingt die alte Übersetzung antiquarisch besorgen, die „verbesserte“ von Harry Rowohlt ist ein Desaster.

  2. Na dann: alles Gute! Das wird lustig! 🙂 Und anstrengend, aber man wird dafür entschädigt. Beim ersten Kind ist man noch unsicher, man will alles richtig machen – wir haben damals brav unsere Vorbereitungskurse belegt, das hat die Nervosität gedämpft. Für den Vater wird jetzt Oxytocin wichtiger, für die Mutter sowieso. 🙂

    Ich habe mich rechtzeitig an den Gebrauch des Tragetuchs gewöhnt, das war eine große Hilfe, auch zur Entlastung der Mutter. Und ein Sitzball zum Wippen war nützlich, wenn das Kind zur Ruhe geschaukelt werden wollte.

    Elternzeit des Vaters kann gerade am Anfang viel Unterstützung liefern, wenigstens, bis das erste Vierteljahr durch ist. Mein Sohn hat sozusagen auf einen Projektabschluss gewartet, in der Nacht nach meinem letzen Arbeitstag kam er dann.

    Sorgt beizeiten für ein zweites, zieht kein Einzelkind groß! 🙂

    Ansonsten gilt: »Das Kind schreit! Was will es?« »Es will schreien!« 🙂

    Viel Spaß!

  3. Als Papa von drei Kindern, von denen 2 nicht bei mir leben, kann ich dir zumindest einige Tipps geben.

    1. Beantrage Elternzeit!
    Wirklich. . Das ist zeit mit deinem kind die du niewieder zurück bekommst.
    Ich weiß nicht wie sie die sache sieht, aber 2 bis 4 Monate sollte sie dir zugestehen.
    Sehr hilfreich für die werdende Mutter ist es, wenn du zumindest einen Monat direkt nach der Geburt nimmst.
    Und ein zweites kontigent wenn euer kind zwischen 6 und 12 Monaten ist.
    Da kannst du dann auch einmal füttern, ohne das die Mutter blank ziehen muß.

    2. Arbeite aktiv in der Schwangerschaft mit.
    Kinderzimmer herrichten.
    Babybett aussuchen, Vorbereitungskurs besuchen. Tasche für das Krankenhaus packen, das krankenhaus für die Entbindung aussuchen, Hebamme wählen. Und 100 weitere Details.
    Lass sie mit dieser last nicht allein.

    3. Arschbacken zusammenkneifen und durch.
    Das letzte Drittel der schwangerschaft ist für die werdende Mutter sehr belastend.
    Sie kann kaum noch schlafen, Hormone laufen Amok.
    Halt dich mit Kritik in dieser Zeit umbedingt zurück. Eigentlich mußt du sie in der zeit wie ein rohes ei behandeln, darfst ihr aber nicht das Gefühl geben sie so zu behandeln.
    Und auch die ersten Monate mit einem Baby sind extrem nerven aufreibend.
    Gezicke und das Gefühl überfordert zu sein, sind all gegenwärtig.
    Das ist auch okay, denn vermutlich hattest weder du noch sie je eine Phase in eurem Leben in der ihr monatelang nie mehr als 4 Stunden am Stück geschlafen habt.
    Nimm also Rücksicht, und Schluck ihre gelegentlichen Seitenhiebe herunter, ohne zu streiten.
    Es wird mit der zeit einfacher, auch wenn ein Baby durch viele Phasen geht.

    4. Und das kommt aus meiner persönlichen Erfahrung.
    Klärt während ihr euch noch gut versteht, wie ihr mit euch und dem Kind umgehen werdet, falls ihr euch streitet oder trennt.
    Ich wünsche es euch nicht.
    Aber die Realität sieht leider so aus.
    Und dann möchtest du nicht die gleichen Erfahrungen machen wie zahlreiche trennungsväter die dir ja auch folgen, und den gelebten sexismus in Ämtern und Beratungsstellen selbst erleben.

    So, genug der Schwarzmalerei.
    Ich wünsche euch alles Gute.
    Kinder sind anstrengen aber etwas wunderbares.
    Ichdrück euch die Daumen.

    • Klärt während ihr euch noch gut versteht, wie ihr mit euch und dem Kind umgehen werdet, falls ihr euch streitet oder trennt.

      Was kümmert eine Frau in Trennung ihr Geschwätz von vorgestern?

    • Sehr gut beschrieben. So sieht es aus.

      Noch ein paar Tipps als (Noch-) Ehemann einer Hebamme:

      Sucht sehr frühzeitig nach einer Hebamme, die zu euch passt. Die kommt euch nach der Geburt regelmäßig besuchen und ist eine große Hilfe mit 1.000 praktischen Tipps und Tricks. Und sie beruhigt auch die frisch gebackene Mutter, die beim ersten Kind noch viel aufgeregter sein wird als du.

      Das beste Essen im Wochenbett ist und bleibt eine ordentliche Hühnersuppe.

      Lest keine Ratgeber. Kinder sind von Geburt an fast genauso individuell wie jeder andere Mensch und alle Eltern müssen ihren persönlichen Weg des fröhlichen Scheiterns finden.

      Sorge dafür, dass sich Südländerin im Wochenbett nur um sich und das Kind kümmern muss. Und sonst nichts! Also: DU machst zu 100% den Haushalt. Ich hatte das beim 2. Kind nicht ganz geschafft und der Körper der Frau rächte sich mit einer veritablen Brustentzündung.

      Ein Tipp für Südländerin: Stillen ist (am Anfang) wirklich harte Arbeit und oft sehr schmerzhaft. Obwohl ganz natürlich, will das erst gelernt sein. Wenn Frau es durch diese Phase geschafft hat, ist stillen etwas ganz wundervolles. Aber erst dann!

      Und, nochmal zur Betonung: Denke immer und immer daran, dass die Zeit mit deinem Kind / deinen Kindern unersetzlich ist. Nichts kann das aufwiegen und man kann vieles auf später verschieben, aber das nicht. Also unbedingt Elternzeit nehmen (4 Wochen am Anfang, später mehr) und auch sonst drauf achten, dass dir genug Zeit bleibt.

      Ich wünsche euch von Herzen alles Gute! Es ist jedenfalls ein unglaubliches Abenteuer.

        • @kardamom:
          „Lest keine Ratgeber.“
          Agree! Die Bücher, die ich vor der Geburt meines Jüngsten in der Hand hatte, waren an Bullshit nur noch durch Susan Brownmiller’s Werke zu unterbieten.

      • Volle Zustimmung!

        Und ja: Erziehungsratgeber sind fast immer Müll. Jedes Kind ist anders. All das „seid konsequent“-Blabla usw. ist Müll und kann situativ genau falsch sein. Am besten fährt man, wenn man sich an seine eigene Kindheit erinnert und versucht, sich ins Kind reinzufühlen. Fehler sind ohnehin unvermeidbar.

        • „All das „seid konsequent“-Blabla usw. ist Müll und kann situativ genau falsch sein.“

          Nun, ich empfehle auch immer ein konsequentes Verhalten. Natürlich muss man flexibel bleiben können und jede Entscheidung von der Situation abhängig machen.
          „Du kommst jetzt sofort her!“ ist sinnlos, wenn das Kind mit „Ich muss aber mal!“ kontert.
          Fatal sind aber solche Ratschläge, wie der neulich ausgegrabene, wonach man Säuglinge erst fragen soll, ob man ihnen die Windeln wechseln darf.
          Kinder sind keine Demokraten, sie müssen erst lernen, sich im sozialen Umfeld sicher zu bewegen. Und darin bestärkt man sie am besten, indem man ihnen Grenzen setzt, auch solche, die keine Diskussion erlauben. Die Eltern müssen sich ggf. darauf verlassen, dass ihre Kinder im Straßenverkehr nicht einfach los- und über die Straße laufen, wenn sie auf der anderen Seite was Interessantes sehen.
          Eltern, die jeden Scheiß mit ihren Kindern aushandeln, tun diesen keinen Gefallen und gehen selbst ziemlich bald am Stock. Ich war anfangs sehr rigoros, habe aber die Autonomie meiner Kinder altersgemäß gelockert, teilweise auch auf die Gefahr schmerzhafter Erfahrungen hin.
          Gerade letztes Wochenende war ich mit Freunden auf einem Waldcamp, wo es für Kinder viele interessante Spielgeräte gab. Unter anderem beobachtete ich aus einigen Metern Entfernung ein paar Steppkes, wie sie versuchten, einen ca. 1,5 m über dem Boden schwebenden und hoch am Baumast aufgehängten Autoreifen zu erklimmen. Nach einigen Minuten kam eine der Campbewohnerinnen und half den Kids hoch. Das hätte ich selbst nicht gemacht, weil ich es für wichtig erachte, dass Kinder ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen lernen müssen und von einem Reifen, den sie eigenständig erklommen haben, auch selbst wieder herunterkommen. Hilft man ihnen dagegen, dann erreichen sie Ziele, die sie ohne Hilfe nicht erreicht hätten – und von denen sie nicht wieder wegkommen, wenn die Hilfe verschwindet.
          Nicht immer ist ein Erwachsener zur Stelle, wenn sich so ein Zwerg in seinen Fähigkeiten verschätzt hat.

          • Ja, das mit dem „konsequent“ habe ich geschrieben, weil es im Deutschen das „Gehorsam und Disziplin“ abgelöst zu haben scheint. Es wird i.d.R. immer von den Falschen falsch angewandt, wenn sie solche Ratgeber lesen. Die lesen ja meist nur Leute, die es intuitiv nicht hinbekommen.

            Das Problem ist: Kinder entwickeln sich. Wenn ich heute verbiete mit Streichhölzern umzugehen, kann es sein, dass ich es morgen fordere (war z.B. früher so, als die Schlüsselkinder anheizen mussten). Kinder müssen auch ihren individuellen Spielraum, je nach Entwicklungsstand, neu auskämpfen können, ohne dass die Eltern sich durch „konsequentes Handeln“ zu Brachialstrafen genötigt sehen.

            Vom Entwicklungsstand hängt auch ab, was Kinder schon können und verstehen. Ein dreijähriges Kind dazu zwingen zu wollen, dass es allein das Kinderzimmer aufräumt, dürfte für beide Seiten sehr frustrierend werden. Bei einem Sechsjährigen sieht das schon ganz anders aus. Hier müssen Eltern sensibel und flexibel genug sein, das zu erkennen (denn alles vorher wissen, geht nicht) und ihre Forderungen entsprechend zu korrigieren.

            Wir haben eine Familie in der Bekanntschaft, bei der es nicht gut geklappt hat. Die Eltern (beide mit europäischem Mihigru) selbst (zumindest die Mutter) hatten sehr schlechte Kindheitserfahrungen mit ziemlich brachialer Erziehung. Somit konnten sie es auch selbst nicht intuitiv, waren mal zu locker, mal viel zu streng. Das führte dann zu Komplettausrastern beim Kind (das ansonsten vollkommen normal ist, wenn es bei uns zu Besuch ist). Die sind immer noch in Behandlung mit dem Bub und natürlich wurde mittlerweile ein ADS diagnostiziert (was sonst? ich kenne Kinder mit echtem ADS, der Junge hat keines!).

            Das ist das Hauptproblem mit den Erziehungsratgebern: sie sind zu pauschal und damit fast immer nutzlos für den konkreten Fall, der eine braucht sie nicht und derjenige, der sie braucht, wendet sie falsch an.

            Wenn schon Erziehungsratgeber, dann nur konkrete Fallbeispiele, mit Erläuterung der Begleitumstände, altersgemäßen Fähigkeiten und Eigenheiten des Kindes.

  4. Mit Tipps halte ich mich lieber zurück, da Schwangerschaft und die bisherigen vier Lebensjahre unseres Kleinen in verschiedener Hinsicht nicht so verlaufen sind, wie es die Norm zu sein scheint (die Abweichungen waren zum Glück mehrheitlich positiv, beispielsweise hatten wir nicht ein einziges Mal die Situation, dass er in der Nacht geschrien und sich nicht schnell wieder hat beruhigen lassen.)
    Aber vielleicht ein praktischer Tipp – nehmt ein Babyfon mit Video. Das hat uns viele Wege und Unsicherheit erspart.
    Und falls ihr mehr als ein Kind wollt, lasst keinen großen Altersunterschied. Das ist für die Kinder schöner (sind ansonsten quasi zwei/mehrere Einzelkinder) und hilft auch den Eltern, weil die Geschwister dann zusammen spielen können und nicht immer von den Eltern bespaßt werden wollen.

    • Und falls ihr mehr als ein Kind wollt, lasst keinen großen Altersunterschied.

      Ja, ist aber eh geschlechtsabhängig, Buben und Mädchen werden tendenziell weniger zusammen spielen.

      Auch hängt es etwas von der Frau ab, manche brauchen länger, um sich von der stressigen Babyphase zu erholen und wollen/sollten nicht gleich eine neue anhängen, andere müssen sich beeilen, weil die Menopause schon winkt.

      Ich bin mit 3 Geschwistern aufgewachsen, alle etwa in 2-Jahresabständen. Meiner Mutter hat das nicht gut getan (Haar- und Zahnverlust, Krampfadern usw.) aber zusammen gespielt, haben wir schön, auch wenn ein Großteil der Erinnerung daran längst weg ist. Der Nachteil: das kleinere Kind klebt mehr am großen und ist i.d.R. weniger selbstständig bzw. wird es erst später. Außerdem kommt es auch leichter zu Streitereien wegen Nichtigkeiten, die größere Kinder meist abbiegen können.

      Meine Kinder sind in 4-Jahresabstand (großer Junge, kleines Mädchen) was ich ganz gut finde. Sie verstehen sich super, spielen auch gelegentlich zusammen oder der Bub liest ihr vor etc. und trotzdem gehen sie nicht gemeinsam in den Kindergarten oder die Grundschule, müssen also jeweils selbstständig ihren eigenen Weg finden. Größeren Abstand hätte ich aber auch nicht gewollt.

    • „If you can’t control your peanut butter, you can’t expect to control your life.“
      Bill Watterson

      (oder doch aus Jordan Petersons „12 Rules Of Life“?)

  5. …und nun meine Empfehlung, die immer wieder heftigste Reaktionen provoziert:

    Halte dich vom Kreißsaal fern, solange es geht. Wenn das Kind dann geschlüpft ist, kannst du immer noch reingehen.

    Wenn Südländerin Beistand braucht, kann sie soviele engste Freundinnen mitnehmen, wie das medizinische Fachpersonal erlaubt.

    Aber bleib du als Partner draußen. Der Mythos vom Vater als besten Gebär-Beistand ist vor allem eins: Ein Mythos.

    Oder geh doch mit – aber dann lebe damit, dass es für dich nie wieder unbefangenen Sex mit Südländerin geben wird.

    • Das ist, mit Verlaub, Unsinn! Natürlich kann man als Mann im Kreißsaal seiner Frau helfen. Einfach indem man da ist (leider aber nicht mit viel anderem…).

    • Man sollte das m.E. von den Wünschen der Beteiligten abhängig machen. Ich selbst wollte eigentlich nicht dabei sein, hatte mich aber dem Wunsch meiner Frau gefügt, kam mir erwartungsgemäß im Kreißsaal ziemlich sinn- und hilflos vor, aber meine Frau war dankbar.
      Der Geburtsvorgang war auf jeden Fall für mich nicht das erhebende Erlebnis, das es für Väter angeblich sein soll. Unvergesslich war allerdings die anschließende halbe Stunde, als meine Frau mit Arzt und diensthabenden Schwestern zu einer Nach-OP verschwand, die Hebamme ihrerseits zu einer weiteren Entbindung musste und ich dementsprechend mitten in der Nacht mutterseelenallein in einem menschenleeren Krankenhaustrakt mit meinem neugeborenen Sohn auf dem Arm war. Diese halbe Stunde zwischen Panik- und Glücksgefühlen hat uns zusammengeschweißt, wahrscheinlich ist er deshalb so ein Papakind. Also, Christian, wenn du das Kind auf dich prägen willst, nach der Geburt das Baby möglichst schnell und lange den Armen der Mutter entreißen. 😉

    • Man muss da nicht direkt ins Geschehen schauen 🙂

      Es gibt keinen Grund Angst zu haben. Die Anwesenheit kann sogar sinnvoll sein. Meine Kinder kamen nachts und der Arzt war überlastet, weil noch zwei andere Geburten fast gleichzeitig stattfanden. Ich war froh, dass ich dabei war. So eine Geburt kann sich ja ziemlich ziehen und es gibt der Frau schon Sicherheit, wenn sie da nicht allein rumliegt.

  6. Herzlichen Glückwunsch!
    Es kommt einem am Anfang nicht so unheimlich toll vor, wie es dann mit der Zeit wird. Ich finde, man ist einfach nicht darauf vorbereitet, jemanden jeden einzelnen Tag immer mehr zu lieben. Das wird euch aber mit dem kleinen Drops passieren – Deiner Frau eher noch mehr als Dir, mach Dich also drauf gefasst, ab der Geburt für immer die zweite Geige zu spielen 🙂

  7. Hatte deine letzter Artikel etwas mit diesem Artikel zu tun? Sehr konservative Familie, erst Heirat, dann direkt danach Kind… hmmm.

    Wieder mal nicht wirklich ernst gemeint, geht mich (uns alle hier) ja eigentlich nichts an, alles Gute.

  8. Nen Glückwunsch gibt es von mir nicht, Schwangerschaft ist ein Prozess, das Ergebnis zählt.

    Im Großen und Ganzen unterstreich ich die Ratschläge der anderen, außer dem kardamoms, sich vom Kreißsaal fernzuhalten. Diesen Punkt solltest Du mit der werdenden Mutter klären, sie soll allein entscheiden. Ich selbst war auf Wunsch der Mutter bei beiden Geburten dabei und habe sie in der entscheidenden Phase gestützt.

    Ich hatte ja schon einige Male meine Empfehlungen gepostet, wie man mit Kindern ab der Geburt umgehen sollte. Ein 100%iges Richtig oder Falsch gibt es nicht, jedes Kind ist ein Individuum, das manchmal exakt gegenteilig zu seinem Geschwisterkind behandelt werden muss, um beide Seiten glücklich zu machen.
    Aber es gibt dennoch grundsätzliche Fehler, die Eltern immer häufiger machen, weil ihnen zunehmend die Hilfe und Erfahrung der älteren Generationen abhanden kommt.
    Die Literatur zum Umgang mit Babies füllt Bibliotheken und leider widersprechen sich viele Autoren, was sie nicht daran hindert, die verwirrten jungen Eltern mit geradezu religiösem Eifer zu bestimmten Verhaltensweisen zu drängen/nötigen.
    Deshalb empfehle ich, sich die Investitionen zu sparen (das Buch von tom174 klingt zumindest nach einer lustigen Lektüre) und eher intuitiv nach Situation zu reagieren. Eure Hebamme wird da hilfreicher sein.

    Es wird gern und oft von nächtlichen Schreiattacken Neugeborener berichtet, die in Eltern Mordgelüste wecken. Einige dieser Nächte könnten sie sich ersparen, wenn sie geradezu groteske Fehler vermeiden. Nicht jedes Baby, das nachts aufwacht und zu weinen beginnt, möchte was zu essen haben und schon gar nicht ganz aufgeweckt und vollgequatscht werden. Da sind die Kleinen nicht anders, als wir Großen.
    Ich empfehle dazu also (Empfehlung einer Hebamme aus Großmutters Zeiten 😉 ): wenn das Baby zu wimmern beginnt, aufstehen, zum Babybettchen gehen, KEIN LICHT ANMACHEN!, Baby NICHT HOCHNEHMEN, sondern vorsichtig, aber schnell umdrehen. Babies liegen sich nämlich genau wie wir auf Dauer lahm, sind aber noch zu schwach, sich selbst zu drehen.
    Und um Himmels Willen nicht anquatschen! Meistens sind die quengelnden Babies noch im Halbschlaf und wachen durch das elterliche Gesülze und/oder plötzliches Licht überhaupt erst auf. Und dann wird der Rest der Nacht stressig.
    Bei meinen Jungs reichte dieser kleine Schwenk in über 90% der Fälle, damit der Kleine wieder einschlief und ruhig blieb.
    Fläschchen: man sieht in alten Filmen, dass die Mütter sich das Fläschchen an die Wange halten, um die richtige Temperatur zu prüfen. Das ist lt. Hebamme so nicht ganz richtig, wenn auch in aller Regel folgenlos. Tatsächlich sind die Wangen als Temperaturfühler zu ungenau und eher ungeeignet. Die Temperatur wird an den äußeren Augenwinkeln, also im Schläfenbereich geprüft. Dort ist die Haut besonders temperatursensibel.

    Meine Empfehlungen garantieren keine unproblematische Säuglingszeit, aber sie vermeiden, sich noch mehr Probleme aufzuhalsen, als man ohne sie eh schon hätte.

    Bücher: da empfehle ich neben den beschriebenen Wimmelbücher und solche mit vielen Gegenständen, wo man den kleinen Zwerg auf dem Schoß selbst suchen lassen kann. Das tun die mit wahrer Wonne auch schon dann, wenn sie selbst noch lange nicht sprechen können.
    Ich hatte z.B. so ein Buch mit dicken Pappseiten, wo auf jeder Doppelseite (Strand, Garten, …) verschiedene Gegenstände dargestellt und beschrieben wurden. Was die Kleinen aber jedesmal richtig aktiv werden ließ, war die Suche nach zwei kleinen Mäusen, die irgendwo auf den Seiten gut versteckt waren. Dieses Suchspiel zeigte mir damals, wie früh Kinder schon Wörter, ja, ganze Sätze verstehen („Wo ist die Maus?“, „Wo ist die ANDERE Maus?“).

    Last, but not least: keep it cool! Es kommt praktisch nie vor, dass Eltern ihre Kinder aus Fehlern umbrachten. Die Kleinen sind viel robuster, als man glaubt.
    Meiner Meinung nach haben viel mehr Kinder Schaden durch Überbehütung genommen, als durch Falschbehandlung (wenn man von direkter Vernachlässigung absieht).

  9. Man sagt ja, die ersten Jahre im Leben sind die prägendsten (inkl. denen im Bauch der Mutter) für die Persönlichkeit im allgemeinen. Mute deiner Frau nicht zu viel Stress zu und sei ein fürsorglicher Vater, ich denke dann kommt das schon gut…

    Gratuliere!

  10. Auch von mir herzlichen Glückwunsch!

    Geniese die Zeit bis zur Geburt deines Kindes. Z.B. spontan einfach ins Kino gehen, wird für Euch beide nicht mehr so leicht möglich sein.

    Versuche mindestens den ersten Monat Elternzeit gemeinsam mit deiner Frau zu nehmen, ist für Euch beide einfacher. Zusätzlich wäre meine Empfehlung auch Elternzeit allein zu nehmen, weil es tatsächlich eine wichtige Erfahrung ist und es damit kein Zweifel geben sollte, dass du dich auch allein um dein Kind kümmern kannst.

    Ich wollte bei der Geburt meines Kindes dabei sein und meiner Frau war es auch wichtig. Allerdings war bei uns nur eine Geburt per Kaiserschnitt möglich. Ich dachte, dass es deshalb schneller gehen würde, was sich als großer Irrtum herausstellte, weil die Entbindungen per Notkaiserschnitt verständlicherweise Vorrang haben. D.h. obwohl planmäßig morgens um 8:00, dauerte es dann doch noch bis nachmittags um 14:00. Deshalb in dem Fall mein Tipp: unbedingt etwas zu Essen mitnehmen. Einfach rausgehen zum Essen geht ja auch nicht ohne sich der Gefahr auszusetzen nicht bei der Geburt dabei zu sein. Vorteilhaft war, dass ich meinen Sohn zuerst (noch vor meiner Frau) in die Hand bekommen habe.

    Ansonsten wirst du dich wahrscheinlich mit Womansplaning auseinandersetzen müssen. Es wird unglaublich viel und ungefragt Hinweise zum Thema Erziehung geben und die kommen überproportional häufig von weiblicher Seite. Es ist aber meistens doch nett gemeint und mitunter ist die Hilfe, die man gerade als Vater ungefragt bekommt auch ganz praktisch.

    Viel Spass, nichts wird mehr so sein wie vorher!

    • „Zusätzlich wäre meine Empfehlung auch Elternzeit allein zu nehmen, weil es tatsächlich eine wichtige Erfahrung ist und es damit kein Zweifel geben sollte, dass du dich auch allein um dein Kind kümmern kannst.“

      Wobei man da aufpassen muss, dass es nach der Stillzeit ist, die viele mit 6 Monaten auslaufen lassen (mit der Mutter absprechen, ich kenne auch 3-Jahres-Stillerinnen!) Sonst ist es ziemlich umständlich (abpumpen) oder gesundheitlich (Ersatzmilch) unoptimal, als Vater das Kind zu versorgen.

      Ich empfehle auch explizit nochmal: nutz die Elternzeit als Aufhänger, um deine Arbeitszeit generell etwas zu kürzen (zumindest wenn du Kinder magst und der Job nicht dein Hauptlebensinhalt ist), muß ja nicht gleich auf 50% sein.

      Die Frau dankt es dir, das Kind dankt es dir und du schaust irgendwann zufriedener auf dein Leben zurück und mit dem Bewusstsein, auch dagewesen zu sein und miterlebt zu haben und nicht nur den Goldesel gespielt zu haben…

  11. Wie schön! Ich gratuliere, wenn es da ist. Bisher war es nur egoistisches Vergnügen und beileibe keine beglück-wünschenswerte Leistung! 😉

  12. Tja, zu welchen Anschaffungen kann man raten?
    Babys brauchen ja erstaunlich wenig und elterliche Bedürfnisse sind stark verschieden.

    Multi-Mam Kompressen im Kühlschrank aufbewahrt sind ein guter Tipp, um die anfangs wunden Brustwarzen zu versorgen, was die Sache etwas angenehmer gestaltet (ich hab sie allerdings erst beim dritten Kind dagehabt und auch nur zufällig beim Stöbern auf Amazon gefunden. Anderen werden sie vielleicht von ihrer Hebamme empfohlen, ich hatte da so gesehen Pech. Eine Packung war aber schon viel zu viel bei mir… jetzt warten sie aber noch aufs Zahnen).

    Wir hatten uns beim 1. Kind ein stinknormales Babyphone angeschafft, das wir aber nur nutz(t)en, wenn wir irgendwo zu Besuch waren. Entweder höre oder spüre ich, wenns Kind wach wird.

    Tragetuch oder -gestell konnte ich meinem Mann genau einmal (jeweils) aufzwingen, das ist einfach nicht sein Ding, sowas muss frau dann eben akzeptieren. Ich find beides super (nicht unbedingt bei den Temperaturen jetzt, aber generell). Unseren Kinderwagen hatten wir gebraucht gekauft vor über 12 Jahren (für 150 Euro) und der hält bis heute… für später (ab frühestens einem halben Jahr) tendiere ich stark (und ich hatte beides) zu einem Fahrradanhänger.

    Was kein Mensch braucht imho ist ein Sterilisator. Generell würd ich sagen: lasst Euch erstmal überraschen, was ihr Alles geschenkt kriegt (oder was man Euch leihen will), das ist normalerweise erstaunlich viel.

    Für die Garderobe: bevorzugt Wickelbodys (sind praktischer), und bitte nur wenig in Gr. 50/56 kaufen, das passt eh nur höchstens drei bis vier Monate (es sei denn es wär ein Frühchen, was wir natürlich nicht hoffen wollen).

    Für die Geburt selbst hab ich ja letztens schon gesagt: die Hände geöffnet und den Kiefer locker lassen und eben auf die Atmung achten. Wenns irgendwie geht Wehenmittel ablehnen. Falls ihr mutig genug seid/keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, ist eine Hausgeburt sicher die schönste Variante, das zweitbeste wäre eine Beleghebamme, die Euch geplant mit in die Klinik begleitet. Kann halt nur leider sein, dass Ihr überhaupt keine in Eurer Nähe finden werdet…

    Habt Sex bis ultimo, und viel davon (Dein Job ist, ihr besonders viel Bestätigung zukommen zu lassen), danach kommt ja erstmal eine mehr oder weniger lange Durststrecke. Und der postnatale Erst-Sex ist jedes Mal wie eine Entjungferung, die ersten Male kann es ziemlich unangenehm werden, dann sollte es sich aber langsam geben…

    Vielleicht fällt mir ja später noch mehr ein.
    Toi toi toi auf jeden Fall.

    In welcher Woche ist sie denn?

    • Generell würd ich sagen: lasst Euch erstmal überraschen, was ihr Alles geschenkt kriegt (oder was man Euch leihen will), das ist normalerweise erstaunlich viel.

      Kann ich bestätigen, es ist viel mehr als man gebrauchen kann und man traut sich ja auch nicht wirklich etwas abzulehnen.

    • Garderobe kann ich bestätigen, Bodys sind am besten (Zweiteiler halten die Windel nicht gut).

      Sterilisator brauchten wir auch nicht, Nuckel und Co haben wir einfach gelegentlich ausgekocht.

      Tragegedöns hatten wir auch und haben es fast nie benutzt, zu umständlich, schwierig zum auf- und absetzen, unbequem oder das Kind wehrte sich.

      Sex: gib dich besser nicht der Hoffnung hin, dass die Frau während der Schwangerschaft Lust hat, ich hatte mit meiner ein- bis zweimal Sex, der wirklich gut war, da die Frau schwangerschaftsbedingt an den richtigen Stellen gerundet ist, gut durchblutet und irgendwie, keine Ahnung, Pheromone absondert oder so. Blöderweise war bei ihr sehr schnell Sense, da ging gar nichts mehr, lange bevor sich der Bauch ernsthaft rundete.

      Scheint hormonell sehr unterschiedlich zu sein, ich habe aber von einigen gehört, dass mit der Schwangerschaft eine Durststrecke von bis zu zwei Jahren einsetzt. Das muss man als Mann abkönnen, ohne zu verzweifeln. Ein sexueller „Neuanfang“ nach dieser Zeit, ist auch eine gewisse Hürde, über die man dann drüber muss, die Frau rührt sich von selbst ja eher nicht. Aber vielleicht ist das bei einer temperamentvollen Südländerin ja anders… 🙂

  13. Herzlichen Glückwunsch auch von mir.

    Was ich heute anders machen würde, wäre eine Party nach der Geburt auszurichten, bei der ich alle einlüde, die wir ansonsten besuchen müssten.

    Ansonsten finde ich die Bücher „Gute Nacht, Gorilla“ , „Hallo? Hallo, Papa!“ , „Der Grüffelo“ und „Vom kleinen Maulwurf…..“ sehr schön.

    • Was ich heute anders machen würde, wäre eine Party nach der Geburt auszurichten, bei der ich alle einlüde, die wir ansonsten besuchen müssten.

      Das ist nicht dein Ernst? Also den Vorschlag würde ich mir sehr genau überlegen! Nach der Geburt brauchen Mutter, Kind und i.d.R. auch der Vater, normalerweise erstmal Ruhe. Wir haben das strikt auf SMS beschränkt, nur die Großeltern durften im Krankenhaus vorbeikommen, zur „Erstbegutachtung“ des Enkelkindes.

      Freunde und andere Verwandtschaft hat sich gefälligst zu gedulden, bis das Baby zu Hause ist. Und nach Partys stand uns auch dann noch lange nicht der Sinn, schon gar nicht danach, durch die Gegend zu fahren und es rumzuzeigen. Wer es sehen will, muss schon vorbeikommen.

    • Warum? Kinder brauchen alles mit ALLES!
      Sehr förderlich und immer gern genommen sind gelegentlich ein Stück frisch vom Markt erworbener fetter Heilbutt ( leicht räucherwarm ), oder mindestens genau so frische selbstgepulte Krabben ( meine Lieblingsgroßnichte liebt sie über alles und kann sie in wenigen Sekunden von Mogelpackungen [ in Nordafrika gepult ] absolut sicher unterscheiden; den EU-Mist lehnt sie konsequent ab ).
      Aber ein schönes Stück Steak mit im Mixer wertet den Brei auch ganz ordentlich auf ( kein Steakhousepfeffer! ).

  14. Erst mal : Alles Gute.
    […]Wer Empfehlungen hat, was man als junge Eltern braucht…[…]
    Windeln. Haufenweise…

    Als junger Vater braucht man alsbald ein Auslandskonto, moeglichst anonym, welches man regelmaessig befuellt, bis man es in 7-10 Jahren dann wirklich braucht 😉 😀

  15. Nochmal: Herzlichen Glückwunsch, das geht ja hier wie’s Brezel backen.
    Ich bin selbst Hebamme und Mutter dreier Kinder, Du kannst mir schreiben, wenn es Dich nach Details dürstet, ansonsten wiederhole ich den Ratschlag einiger Väter hier: sucht euch eine nicht ganz so esoterische, bodenständige Kollegin, erwägt auch die Alternativen zum Kreißsaal und ja, ich empfehle es auch: Beistand zur Geburt ist prima, aber Dein Platz ist Bauchnabel aufwärts! Nicht gucken! Ich habe das bei meinen Geburtsbegleitungen den Vätern strikt verboten und sie zur Naht ans Kopfende des Bettes verwiesen. Es wird alles wieder, der weibliche Körper ist extrem heilfähig, aber direkt danach muss das kein Mann sehen.
    Ansonsten kamen hier schon viele tolle Tipps, ich wünsche Euch alles Gute!
    Meine Erfahrung sagt noch: die meisten Trennungen erfolgen nach dem ersten Kind, wenn sie nicht mal 3 Jahre alt sind, haltet durch, diese Zeit ist reine Schadensbegrenzung, irgendwie durchhalten, schafft euch Freiräume (Großeltern, Babysitter etc.), solange es Brustkinder sind, muss Deine Frau durchhalten, aber dann gebt es auch mal ab, seid mutig, ihr werdet das für euch brauchen.

    • „Dein Platz ist Bauchnabel aufwärts! Nicht gucken! Ich habe das bei meinen Geburtsbegleitungen den Vätern strikt verboten und sie zur Naht ans Kopfende des Bettes verwiesen.“

      „Zur Naht“ kann ich ja verstehen (im Idealfall, den auch ich nicht erleben durfte, reißt natürlich gar nix), aber unter den Presswehen ist dieser Anblick doch mehr wundervoll als schlimm? Also da stell ich zumindest es mir schlimmer vor, in das Gesicht der Frau währenddessen schauen zu sollen…
      Bei unserer 1. war der Wichtigste Job, den der Papa erledigt hat, der, dass er mir mitteilte, dass er bereits das Köpfchen sehen konnte (und also mein Martyrium in den letzten Zügen lag… dachte ich^^), so richtig euphorisch klang sein „Ja! Weiter!“ da. Allein dafür hat es sich gelohnt, dass er dabei war.

      Tipp für Südländerin noch: Fass hin! Ernsthaft.

      Wer im Krankenhaus niederkommt, muss u.U. eine kaum zählbare Masse an fremden Fingern am Muttermund ertragen (vielleicht *wollen* manche davon Dir sogar wehtun, z.B. um die Fruchtblase zu öffnen), und es ist so ein unbeschreibliches Gefühl, den eigenen, geöffneten MuMu zu spüren (normalerweise ist da was und plötzlich ist da … Nichts! Das hat mich ad hoc in eine andere Sphären katapultiert). Und dann auch das Köpfchen, wie es aus Dir rausdrängt…
      Das sollte sich wirklich keine „spontan“ gebärende Frau entgehen lassen.

      • Nunja, ich habe durchaus auch schon. Szenen erlebt, bei denen der Vater dem nähenden Arzt über die Schulter geschaut hat. Ob das nun wirklich sein muss?!
        Letztendlich entscheidet das jedes Paar für sich, aber ich hätte für mich niemals gewollt, dass mir direkt zur Geburt da ins pralle Leben geguckt wird.
        Bei einer Hockergeburt zB stützt der Mann seine Frau im Rücken, hält ihr vielleicht auch die Hände; ich habe alle 3 Kinder im Vierfüßlerstand geboren, mit Kopf an die Brust meines Mannes gestemmt. Das war super. Und soviel wichtiger, als wenn da nebst Hebamme noch einer zwischen die Beine glotzt.

        • „Nunja, ich habe durchaus auch schon. Szenen erlebt, bei denen der Vater dem nähenden Arzt über die Schulter geschaut hat. Ob das nun wirklich sein muss?!“

          Gehts wirklich um die Sorge, dass der Mann den Anblick nicht verdauen wird können, oder nicht vielleicht eher darum, dass die (meist) Ärztin dann erst richtig nervös wird? Ich mein, es ist ja schon auch so keine einfache Aufgabe (das Vernähen mehrerer Hautschichten), und dann noch an so einer tricky Stelle. Und manchmal zappelt die Frau ja auch noch unkontrollierbar rum, aus Schmerz (wegen fehlender Betäubung an der Stelle), oder weil die Beine einfach nur „wegrennen“ (wollen) nach der Belastung, noch ganz im Schock… (bei mir war das eigentlich jedes Mal von der Charakteristik her wie Schüttelfrost oder restless legs Syndrom)

          Aber ich stimme zu: normalerweise sollte das der Zeitpunkt sein, wo der Vater sich bereits aufs Kind konzentriert und auch der erste leichte Plausch mit der frischgebackenen Mutter zustandekommt.

          „Letztendlich entscheidet das jedes Paar für sich“

          Guter Witz.

          „aber ich hätte für mich niemals gewollt, dass mir direkt zur Geburt da ins pralle Leben geguckt wird.“

          Von Fremden nicht, klar. Vielleicht sogar von keinem, so aus ur-eigen-weiblicher Sicht. Aber so ne Geburt ist halt kein reines Wunschkonzert. Ich kann z.B. nur schätzen, wieviele verschiedene Köpfe sich im entscheidenden Moment zwischen meinen Beinen tummelten beim ersten Mal. Mindestens drei Männer und zwei Frauen, ich glaube aber fast, da waren noch mehr… die haben sich nichtmal alle namentlich vorgestellt, noch wusste ich, wofür sie überhaupt da waren! Ob das nun wirklich sein muss?^^

          Aber es gibt ja noch viel Schlimmeres, was einer da passieren kann. Wenn Dir mehrere Menschen auf dem Bauch rumturnen z.B., sie Dein Kind aus Dir rausdrücken. Meiner Mutter ist das passiert, weil ich war ein „Sternengucker“ und steckte irgendwie fest. Da musste mein Vater nach Kräften mithelfen, allein hätte die Hebamme das womöglich nicht geschafft. (Himmel hilf, das will ich mir gar nicht vorstellen!)

          • Nein. Ich mache keine Witze.
            Natürlich sollte man das als Paar besprechen, ob der Mann zur Geburtsbegleitung mitkommen möchte, ob er im entscheidendem Monent raus geht oder erst dann wieder kommt und wo „sein Platz“ ist.
            Und die letztendliche Entscheidung hat überhaupt nichts mit seinen Vaterqualitäten zu tun.
            Wenn Du mit dem Anblick einer gebärenden Muschi nicht vertraut bist, kann das schon ein monströser Anblick sein, der nicht wenige verstört. Und Dir als Nicht-Fachpersonal fehlt höchstwahrscheinlich auch die Erfahrung, wie hervorragend selbst schlimmste Verletzungen heilen können. Ich sage das nur deshalb, weil ich genug Väter erlebt habe, die schon irgrndwie ein Trauma davon getragen haben und nicht darüber sprechen bzw. das Sexleben nachhaltig einen Klatsch wegbekommen hat. Ist so.
            Dein Mann ist vielleicht nicht so, da gibt es auch die unterschiedlichsten Typen, und liebt Dich nachwievor abgöttisch, das ist prima. (3 Kinder habt ihr? Toll!)
            Ich habe das ganze Spektrum gesehen, von vollbesetztem Kreißsaal mit extremen Personaleinsatz bis hin zur superintimen Kuschelhausgeburt.
            Keine Frau sollte so gebären müssen, dass ungezählte fremde Köpfe zwischen ihren Beinen rumhantieren, dass es natürlich passiert und in der Not auch mal angebracht ist, ist mir natürlich bewusst.
            Aber es MACHT etwas mit den Frauen (und auch mit den Kindern!) und prägt damit essentiell die weitere Paarbeziehung.
            Der Klassiker aus meinem Berufsalltag ist dieser: Erstgeburt, übergriffige interventionsreiche KH-„Entbindung“, große Geburtsverletzung, massive Traumatisierung durch Kristellerhilfe, danach Erschöpfung, Stillen klappt nicht, Baby voll neben der Spur, Papa überfordert, Schlafmangel, Wochenbettdepression, Trennung, 3 Jahre später das Geschwisterkind vom nächsten Mann.
            Es IST ein Unterschied, ob sich die Gebärende selbstwirksam und kraftvoll erlebt, ob sie intakt gebörem darf, und diesen Start in die Mutterrolle hat oder eben eine derart grausame Geburt erlebt.
            Die Frauen haben natürlich eine unterschiedliche Resilienz und es gibt Gemüter unter ihnen, die besitzen eine bemerkenswerte StehaufMännchenVerfassung, da kann man nur den Hut ziehen.
            Ich weiß nur noch, wie unglaublich stolz es mich gemacht hat, als mein Mann damals wenige Stunden nach meiner schnellen Erstgeburt ins Telefon zur Verwandtschaft sagte „alles gut.. hat sie alleine gemacht.. wir sind schon zuhause“.
            Ich weiß, dass es auch hätte anders laufen können, dass es dann auch keine Schande ist und Mutter Natur oft genug ein Arschloch ist, gerade im Kreißsaal, aber die Frauen haben trotzdem Versagensgefühle. Und nicht selten gibt es komische Projektionen auf den Mann.
            Ich bleibe also bei der Behauptung, dass ein (!) Rädchen der völlig verschwurbelten Paarunkultur dieser Zeit unter anderen eine beschissene Geburtshilfe ist.

          • „Ich bleibe also bei der Behauptung, dass ein (!) Rädchen der völlig verschwurbelten Paarunkultur dieser Zeit unter anderen eine beschissene Geburtshilfe ist.“

            Ich war, wie geschrieben, bei beiden Geburten dabei. Und es war klar, dass mein Platz dort ist, wo die Mutter mich haben wollte, resp. die Hebamme. Die Geburt eines Kindes ist in Wahrheit DER Tag einer Frau, nicht die Hochzeit. An diesem Tag hat alles nach ihrer Pfeife zu tanzen.
            Bei beiden Geburten habe hinter ihr gekniet und sie gestützt, wobei ich bei der zweiten, eine Hockergeburt, mehr mit mir selbst beschäftigt war, als mit dem Geschehen zwischen ihren Beinen. Ich hatte selbst nämlich sehr wenig Halt und daher die Panik, dass sie sich bei einer Wehe gegen mich drückt und wir beide nach hinten umfallen.
            Ist aber glücklicherweise nicht passiert.

            Natürlich kannte ich auch diese Stories von Vätern, die angesichts des Bluts in Ohnmacht fallen und war darob etwas nervös. Ich wollte auf keinen Fall ein zusätzliches Problem während der Geburt werden.
            Aber dann war es doch weit lockerer, als selbst ich erwartet hatte. Weder die Geburt, noch irgendwelches Blut hatten mich beunruhigt und von der überraschend großen Nachgeburt war ich eher beeindruckt, denn entsetzt. Nachdem der Wörgel draußen war, drückte mir die jeweilige Hebamme (wir hatten zwei ganz tolle) die Schere in die Hand und ermunterte mich, die Nabelschnur zu durchtrennen. Auch das war für mich weniger erhebend, als erwartet – vielleicht bin ich nicht so der empathische Mensch. Ich geh das mehr sachlich/technisch an. 🙂

          • „Wenn Du mit dem Anblick einer gebärenden Muschi nicht vertraut bist, kann das schon ein monströser Anblick sein, der nicht wenige verstört.“

            Wenn Du noch nie eine gewalthaltige Verfilmung mit realistisch anmutenden Nahaufnahmen von Verletzungen/Tötungen usw. gesehen hast, kann das schon ein monströser Anblick sein… dem sich fast Alle (Männer insbesondere) aber trotzdem regelmäßig aussetzen. Rein zur Unterhaltung, weils Vielen offenbar irgendeinen Spaß macht, die eigene Belastungsgrenze diesbezüglich zu verschieben. Obwohl für niemanden eine Notwendigkeit besteht, sich mit solchen Bildern bzw. Geschichten zu belasten. Und es macht nichtmal irgendeinen Sinn.

            Warum sollte man da nicht dazu raten, frühzeitig entsprechendes Bildmaterial (von normalen Spontangeburten freilich) zu sichten? Das wäre doch im Kern bloß echte Sexualaufklärung, die heute in der Breite der Bevölkerung vollkommen fehlt.

    • „Ich habe das bei meinen Geburtsbegleitungen den Vätern strikt verboten und sie zur Naht ans Kopfende des Bettes verwiesen. Es wird alles wieder, der weibliche Körper ist extrem heilfähig, aber direkt danach muss das kein Mann sehen.“

      Hihi, es war immer meine Angst, das direkt mit anschauen zu müssen, Blut und Schleim etc. brauche ich nicht wirklich. Ich habe mich freiwillig oberhalb hingesetzt 🙂

      War weniger schlimm, als ich dachte, trotzdem ist man froh, wenn es vorbei ist.

      • Ich finde den Vergleich pietätlos. Und die Formulierung „die Belastungsgrenze verschieben“ auch irgendwie unangebracht. Wozu?
        Man kann da auch eine klares Stopp für sich setzen. Es muss nicht alles immer ans Licht gezerrt und breit ausgewalzt werden. Aber vielleicht bin ich da einfach auch komisch und gehöre zu den „heimlichen“ Hebammen.
        Ich habe genug verstörte Väter wieder aufgefangen und hinterfrage den gesellschaftlichen Zwang vin „Jeder muss mit“.
        Mal davon abgesehen, dass ich mir persönlich auch keine Gewaltszenen im TV angucke.
        Eine normale Spontangeburt fand ursprünglich zumindest nicht entwürdigend in flacher Rückenlage statt, sondern die Frauen suchen sich intuitiv physiologisch unterstützende Haltungen, wie tiefe Hocke oder Kniestand. Keine Frau legt sich hin freiwillig. Kein Mann legt sichvzum kacken auf den Rücken.
        DAS wäre für mich normale Sexualaufklärung und nicht die Abstumpfung pro Powerpressen in Käferhaltung mit Dammschnitt bis zum Arsch und noch 3 Ärzte auf dem Bauch der Frau kniend. Sondern Bewusstsein dafür schaffen, dass das die Ausnahme bleiben sollte.
        Man darf seinen Kopf auch bewusst nicht mit bestimmten Bildern füttern.
        Natürlich passieren solche Geburten, die Paare müssen mit den unmittelbaren Folgen umgehen, viele schaffen das, aber auch nicht wenige zerbrechen daran.
        Da hängt ein ganzer Rattenschwanz dran, verschiedene Aspekte, die hochploppen, auf der Frauenseite: Ich habe versagt. Mein Mann hat mir nicht geholfen. Warum hat er mich nicht beschützt? Ich bin gar keine richtige Frau, nicht mal gebären kann ich. Die haben mich kaputt gemacht. Er hat das ALLES gesehen, mich in meiner ganzen Schwäche, mein totales Versagen. Usw usw usw.. Auf Männerseite: So tut doch was! Sie stirbt! Ich kann ihr nicht helfen! Ich kann sie nicht beschützen! Usw usw usw..
        Es sträubt sich in mir alles, diese Art der Geburtshilfe als „normal“ darzustellen und die Männer mit einem „müsst ihr halt aushalten, stumpft euch mal ab“ abzuwatschen. Es ist schwierig.
        Aber ich glaube, wir meinen eigentlich das gleiche, reden nur phänomenal aneinander vorbei. Du meinst, dass die brachiale Urkraft mehr thematisiert werden sollte, statt der weichgespülten Illusion einer Wellnessgeburt..

        • „Ich finde den Vergleich pietätlos. Und die Formulierung „die Belastungsgrenze verschieben“ auch irgendwie unangebracht.“

          Äh,
          auf wen antwortest Du gerade? Welchen Vergleich findest Du pietätlos?

        • „Keine Frau legt sich hin freiwillig“

          Aber sie müssens ja im Krankenhaus, gefühlt ständig wird da ja (normalerweise) CTG geschrieben und der Fortschritt der aufgezeichneten Qualen durch vaginale Untersuchungen begutachtet.

          Beim 2. Kind – da wusste ich definitiv, dass ich mir keine PDA mehr setzen lassen würde so wie noch beim 1. Mal – wählte auch ich als Pressdrang aufkam den Vierfüßler, aber es ist doch fürs Schamgefühl auch recht übel, fremden Leuten das Hinterteil entgegenzustrecken und dann noch drücken zu sollen, find ich. Bei der wenige Monate zurückliegenden, letzten Geburt schaffte ich es dann gerade noch so vom Vierfüßler auf der Notfalltrage runter, gebar halbhockend/halbstehend, gehalten von meinem Mann, der wieder die besten, motivierendsten Worte fand von allen Anwesenden (und wieder kann ich nur raten, wieviele es wohl waren^^ Aber diesmal war mir das sogar völlig schnurz)

          „Es sträubt sich in mir alles, diese Art der Geburtshilfe als „normal“ darzustellen und die Männer mit einem „müsst ihr halt aushalten, stumpft euch mal ab“ abzuwatschen.“

          (Fast) Jede Gebärende kommt doch aber an den Punkt, dass sie das Geschehen wirklich am Liebsten sofort verlassen möchte – aber das muss sie aushalten. Warum sollte der am Kind zur Hälfte mit-beteiligte Mann seinerseits überhaupt kein Päckchen zu tragen haben, was würde dadurch besser?

          Es ist eine Grenzerfahrung, klar. Geteilte Grenzerfahrungen können unglaublich zusammenschweißen. Wer einem Mann rät, das Geburtserlebnis zu vermeiden, stellt jedenfalls schonmal sicher, dass er ahnungslos darüber bleiben muss wie stark sie wirklich ist, wie Stolz und dankbar er ihr sein kann. Und wie sollte eine Beziehung halten, in der man sich nicht wechselseitig auch seine Schwächen lernt zu vergeben?

          „Aber ich glaube, wir meinen eigentlich das gleiche, reden nur phänomenal aneinander vorbei. “

          Meinst Du? Ich weiß nicht…
          Du hast nach eigener Aussage Vätern immer verboten(!) während des Geburtsvorgangs die Genitalien ihrer Frau/Partnerin anzusehen! Als ob einer Hebamme diese Einmischung zustünde. Als ob sich jemand daran zu halten hätte, oder auch halten könnte…

        • Jetzt hatten wir uns ja beide verklickt…

          Irgendwie ahne ich, dass es zum Abschluss dieser unangekündigten Themenwoche^^ noch um die bevorstehende Geburt gehen wird (mein heißer Tipp: pro und contra Wunschkaiserschnitt?).

          Die letzte Erstgebärende, mit der ich wenige Minuten nach Kennenlernen ihr (10 Monate zurückliegendes) Geburtstrauma anging, sagte den Satz „Wir sind uns einig (*hält dem Baby die Hand übers Ohr und presst es an ihre Brust*), dass das der schlimmste Tag in unserem Leben war“ (er hatte sich ab der Sekunde, wo das Stichwort „Geburt“ fiel, verdrückt, ist aber meinem Eindruck nach ein ganz Lieber)

          Ja, das ist furchtbar, das wünscht man keinem.
          Aber hätte sie das ohne ihn durchgestanden, dann würden sie auch nie gemeinsam das Erlebnis aufarbeiten können, und ich weiß nicht, wie Frauen das alleine bewältigen sollen und dabei aber weiterhin Freude an geteilter Sexualität zulassen könnten. Das ist ein Stück Realität, das sie nicht vor ihrem geliebten, ihrem engsten Vertrauten und Verbündeten, ihrem Mann verstecken (müssen) sollten.

          • @Semikolon Du hast völlig Recht, „verbieten“ kann ich gar nichts.
            Aber ich rede mit den Paaren explizit vorher darüber. Ich gehöre aber auch nicht zur Licht&Liebe-Fraktion meiner Zunft, sondern bin eher so Typ Landhebamme mit Schnodderschnauze. 😉
            Ich habe Hausgeburtshilfe gemacht, das sind 2 Paar Schuhe. Im Kreißsaal läuft viel nach Richtlinien, Zeitvorgaben, „das machen wir schon immer so“.
            Zuhause bekommt keine Frau ihr Kind in Rückenlage. Untersuchungen gibt es wenig und wenn nötig, dann können wir das in jeder Position, außer es ist wirklich was fummeliges und das Kindchen liegt verhakt drin (sehr selten). Wir stören die Weiberliesen so wenig wie möglich, krabbeln mit unseren tragbaren Herztondingern lieber drumrum, als sie an Kabel zu hängen.
            Das Hinterteil wird auch nicht sonst wohin gestreckt, die Frauen krallen sich an Mann, Sofa, Tuch, sind auf den Knien und eher mit dem Po tief am Boden.
            Und nein, es ist nicht erniedrigend, als Frau kann man super seine Bauchpresse benutzen und hat ordentlich Kraft, um das Kind rauszuschieben, es ist eher ein „gutes Gefühl“.

          • Sieht nicht so aus, als ob da was kommt (vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig^^)

            „ich rede mit den Paaren explizit vorher darüber“

            Aber vorher wissen Bald-Eltern doch gar nicht, was später dann wirklich angesagt sein wird?

            Hätte man mich gefragt, hätte ich immer gesagt „Ich will eine Wassergeburt“. Noch zuhause musste ich dann aber feststellen, dass ichs im Wasser nicht aushielt. Im Krankenhaus dann ein x-ter Versuch (nicht in der gutausgeleuchteten Gebärwanne, sondern noch in einem normalen Badezimmer, mit Duftöl und im Kerzenschein), der mich zwar kurz entspannte, aber dann wollte ich doch dringend wieder raus…

            Ich hätte auch niemals gedacht, dass es mir unter den Geburten so schwer fallen würde zu sprechen. Oder dass es mir hülfe, wenn er möglichst viel quasselt.

            Er hätte vorallem nicht erwartet, dass es so lange so langweilig werden würde, dass kaum was erklärt wird, und dass ich direkt nach dem Nähen vom Bett aufspringen und in meinem OP-Hemdchen wie von der Tarantel gestochen davonlaufen würde, eine fette Blutspur hinter mir herziehend…

            „Im Kreißsaal läuft viel nach Richtlinien, Zeitvorgaben, „das machen wir schon immer so“.“

            Das ging bei uns gleich damit los, dass man mir zu meiner Überraschung einen Einlauf verpasste. Das war zwar damals schon nicht mehr state of the art und dennoch absolut gängig vielerorts. Und dann ist man mir auch erschreckend unempathisch entgegengetreten, jedenfalls kam es mir so vor. Du kotzt fast pausenlos, obwohl der Magen schon lange leer ist? „Das ist ein gutes Zeichen, es geht voran!“

            Es ist auch ein Unterschied, ob Du ein kleines Krankenhaus oder einen Ausbildungsbetrieb mit spezieller, angeschlossener Kinderklinik auswählst. Ich würde mich nie mehr für Letztgenanntes entscheiden…

            „Das Hinterteil wird auch nicht sonst wohin gestreckt, die Frauen krallen sich an Mann, Sofa, Tuch, sind auf den Knien und eher mit dem Po tief am Boden.“

            Kurz zurück zur 3. Geburt: auf der Notfalltrage hatte ich fast durchgängig die Augen geschlossen gehalten (die Dinger sind aber auch mal schmal, wenn man draufkniet, Halleluja). Als das Kommando kam: „So, JETZT können Sie!“(pressen), öffnete ich sie und kam mir vor, als schwebte ich zwei Meter über dem Boden. Mindestens! Einziger Gedanke: HIER kann ich doch nicht pressen?! Gesprochene Worte: „Runter!“ – „Auf den Boden?“ – „JA!“ (und ich hatte schon Mühe das rauszubringen)

            „Und nein, es ist nicht erniedrigend, als Frau kann man super seine Bauchpresse benutzen und hat ordentlich Kraft, um das Kind rauszuschieben, es ist eher ein „gutes Gefühl“.“

            Die letzten Sekunden, höchstens Minuten grenzt es fast an Euphorie. Und das steigert sich dann weiter, eigentlich…

            Beim meinem ersten Mal hat das viele unnütze Personal es sich leider nicht nehmen lassen, mitten in dieses einsetzende „gute Gefühl“ hineinzuintervenieren, mit einem unangekündigten, pervers-tiefen Dammschnitt nämlich. Vollkommen überflüssig imho (weil sie war ja schon fast draußen, dann wär ich halt eben gerissen, so what?) und der Teil des Traumas, der auch am tiefsten sitzt bei mir. Bei den nachfolgenden Geburten konnte ich gar nicht anders als kompromisslos in Richtung professionelle Geburtshelfer zu schreien: „Nicht schneiden!“, bevor ichs zuende bringen konnte. Und die Angst war trotzdem noch ein bißchen da (aber glücklicherweise unbegründet).

  16. Mal sehen, wie lange es geht, bis die Familie auseinanderbricht. Die Chancen dafür stehen in Deutschland gut. Aber Du hast ganz bestimmt eine AMIGA abgekriegt.

    Ansonsten würde ich luismans Ratschlag befolgen. Der einzige hier, der wirklich etwas taugt…

    Für einen anderen Ratschlag ist es ja leider zu spät: ‚Lauf, Forrest, lauf!‘

  17. Hey lass dir nichts einreden, es ist alles nicht so schlimm und viel toller als Mann es sich vorstellen kann. Und das sag ich nach drei Geburten, die in freier wildbahn alle mit Toten geendet hätten.

    Und sieh zu, dass ihr ein Krankenhaus nehmt, wo du als Vater als wichtiger Bestandteil der Geburt gesehen wird. Ist unglaublich was es da heutzutage noch so gibt, A la zehn Regeln für den Mann:
    1.) Stören sie nicht die Geburt.
    2.) wir haben gesagt sie sollen nicht storen
    3.) wir machen das schon.
    …..
    Das sind bestimmt tolle krankenhäuser wo Väter nicht bei der Geburt dabei sein wollen.
    Aber es gibt auch andere Wir hatten ein sehr tolles.

    und 2. Nehmt ein Krankenhaus, das Familienzimmer anbieten. Falls die Südländerin nicht privat versichert ist müsst ihr etwas dazu zahlen, aber das lohnt sich. Es war immer der ätzendste Moment, wenn man alles überstanden hat, wenn man irgendwann nach Hause gehen muss. Ich würde nie wieder ein anderen Krankenhaus wählen.

  18. Im ersten Schwangerschaftsdrittel werden die Zahnkeimlinge mineralisiert: Für genug Kalzium (Milch, Quark, Käse) und auch für Fluor sorgen (d-Fluoretten für Erwachsene 1 mg — vom Zahnarzt so bestätigt), reduziert die Sorgen um perfekte Zahngesundheit.
    Erziehung beginnt _vor_ der Geburt: Regelmäßiger Tagesablauf, regelmäßiger Nachtschlaf, keine Hektik, der Fötus synchronisiert sich ungefähr damit und das Neugeborene dank es den Eltern mit frühzeitigem Durchschlafen.
    Insgesamt: Locker nehmen, das wird schon; und die Einlassungen von Carnofis 24. Juli 2018 um 11:45 sind super!

  19. Hey, herzlichen Glückwunsch auch von mir!
    Tipps? Wir hatten bei beiden Kindern ne Hausgeburt. Nicht jedermanns- und -fraus Sache, aber erwägenswert. Kinder kriegen ist keine Krankheit, dafür muss man nicht zwingend ins Krankenhaus. Und wir fanden’s recht entspannend, nach getanem Werk eben nicht Kind und Frau ins Auto packen und heimkutschieren zu müssen, sondern einfach schon da zu sein. Es ist übrigens schon erstaunlich, was moderne Waschmittel so ausgewaschen bekommen… Und ein Erlebnis für’s Leben ists allemal. Unser zweiter kam ne viertel Stunde vor der Hebamme.

    Gute Hausgeburtshebamme Voraussetzung, und von denen gibts nicht viel. Ach so: Hebammen sind sowieso ein eigenes Völkchen, die sich gerne mit den Frauenärzten ums Rechthaben streiten. Da kann man(n) schonmal lange Zähne kriegen. Tief durchatmen hilft – Deine Frau muss mit ihr klarkommen, nicht Du.

    Ansonsten, der wichtigste Tipp: Die Leute sagen Dir, dass Du am Anfang wenig Schlaf kriegen wirst. Was keiner sagt, ist, dass Du über die ersten Wochen brutal *viel zu wenig* Schlaf kriegen wirst. Das ist echt kein Spaß…

    • Wir haben auch beide Kinder zu Hause bekommen. Das ist allerdings für den Mann noch einmal eine ganz andere Liga. Klappt aber tadellos, wenn man sich gut vorbereitet hat. Nach der Geburt kurz das Bett gerichtet (man zieht über das Laken eine Plastikfolie und darüber noch ein Laken, denn geht das hinterher ganz schnell) und dann sind wir alle zusammen eingepennt. Und am nächsten morgen wachte ich auf und da lag mein Sohn. Ganz still schaute er mich mit großen blauen Augen an. Ein Moment, den ich niemals vergessen werde.

  20. Ich gratuliere!

    Etwas gaaanz Wichtiges solltest Du aber unbedingt beachten: Lass das Kind sein Geschlecht aus den 4000 Geschlechtern selber wählen! Zwinge das Kind auf keinen Fall in die binäre Geschlechtsmatrix. Die wurde nämlich von den Nazis erfunden. Professor Voss hat nämlich raus gefunden, dass die Behauptung, die Zweigeschlechtlichkeit sei biologisch und damit natürlich nur eine Erfindung, eine willkürliche Unterscheidung ist, um Frauen zu unterdrücken! Muss man wissen!

    • „Lass das Kind sein Geschlecht aus den 4000 Geschlechtern selber wählen! Zwinge das Kind auf keinen Fall in die binäre Geschlechtsmatrix.“

      Verdammt!
      Wie konnten wir diesen wichtigen Rat vergessen? Und das in diesem Blog. 😮
      Am Ende sind wir alle wohl nur Frauen und stehen neben uns, sobald einer „Baby“ ruft 😀

    • Da das ja auf einem Spektrum ist, würde ich einfach eines dieser Wimmelbildchen auf das entsprechende Kästchen kleben.

  21. Glückwunsch auch von mir.

    Vergiss alle Ratschläge, mir hat das vor fast 30 Jahre auch nicht geholfen. Alle Kinder und alle Mütter sind verschieden. Es gibt kein Rezept für den Umgang damit.

    Nimm es wie es kommt und entscheide aus dem Bauch heraus, du wirst das schon schaffen. Sei einfach du selbst und mach was du denkst. Kinder und Mütter sind sehr robust, du kannst fast keine Fehler machen. Freu dich und spring ins kalte Wasser, so lern mann schwimmen.

    In 5-10 Jahren behandeln wir dann das Scheidungsrecht. Ich wünsche dir mehr Erfolg, aber 90% aller Ehen scheitern mehr oder weniger offen. Sorge also vor und bunkere Geld, von dem niemand wissen darf, du wirst es brauchen und wenn nicht, gibst du es später den Kindern……..

    Und bis dahin sei einfach ein guter Vater…

    Mika

    • Das mit dem Geld bunkern, kann auch nach hinten losgehen, habe gerade eine Ehe scheitern sehen, weil der Mann Geld versteckt hat (zumindest war das der Auslöser der schwelenden Krise). Besser offen damit umgehen, es kann sich vom gemeinsamen Geld ja jeder einen Teil für sich weglegen, zum beliebigen Ausgeben oder für die Matratze.

      90% aller Ehen scheitern mehr oder weniger offen

      Die Scheidungsquote liegt unter 40% und sinkt:
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76211/umfrage/scheidungsquote-von-1960-bis-2008/

      Vermutlich hast du das anders gemeint, aber so wie es dasteht, ist es mißverständlich.

      • „Die so berechnete Scheidungsquote erlaubt keine Aussage über das Risiko, dass eine Ehe geschieden wird, da hierzu die geschiedenen Ehen eines Eheschließungsjahrgangs betrachtet werden müssen.“

        • Eine grobe Abschätzung ist damit sehr wohl möglich und sie wird ziemlich sicher nicht im 90%-Bereich landen, auch der Trend ist durchaus aussagekräftig…

          • Falsch. Nochmal ins Statistikseminar setzen. Damit lässt sich garnichts einschätzen. Ich muss wissen wann eine Ehe geschlossen wurde und wann sie geschieden wurde. Geht aus der Statistik nicht hervor. Es ist statistischer Müll der von Leuten herausgekramt wird, die von Statistik keine Ahnung haben – häufig dumme Journalisten.

          • @diehassrede

            Was ist falsch? Dass ich eine grobe Abschätzung machen kann, die sehr wahrscheinlich nicht bei „90% scheitern“ landet?

            Wenn du schon klugschei**en musst, das kann ich auch: Statistiken sind niemals aussagekräftig für zwischenmenschliche Beziehungen, die hängen immer nur von den extrem individuellen Charakteren der Partner ab, die sich quantitativ nicht erfassen lassen. Es spielt dabei auch nicht die geringste Rolle, wann die Ehe geschlossen wurde…

  22. Ich bin grad wieder mal erschrocken, wie finster und zynisch ich bin, weil mein erster Gedanke war „Gestern Hochzeit, heute Nachwuchs… der EvoChris bastelt da doch an irgendeinem Trick! Das ist irgendein Experiment!“

    Sollte dem so sein, bewundere man mich dafür, es erkannt zu haben, ansonsten wünsche ich auch hier alles Gute. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, bei so etwas nicht zu gratulieren, weil ich selbst mich nicht fortzupflanzen pflege (und ich natürlich fremde Lebensentwürfe prinzipiell als Irrtümer abtue 😉 ), aber euch wünschen, dass alles gut und so stressfrei wie möglich verläuft, kann ich ja und tu es auch!

  23. Herzlichen Glückwunsch!!!

    Mein Mann hat mir abends immer meinen Bauch mit einer Pflegelotion eingecremt und massiert. Das hat mich sehr entspannt.

    Jetzt schon nach Geburtsvorbereitungskursen erkundigen. Wir haben uns zu spät drum gekümmert und dann kaum noch einen Platz bekommen.
    Es werden auch Kreißsaalbesichtigungen angeboten, alles mitmachen. Ist wirklich eine spannende Zeit!

    Ist eure Wohnung/Haus groß genug oder müsst ihr umziehen?
    Macht das besser vor der Geburt.
    Mit einem Säugling umziehen ist nicht so lustig.

    Alles alles Gute – es wird eine tolle Zeit!!!!!

  24. Herzlichen Glückwunsch 🙂

    Tipps und Ratschläge haben ja noch 9 Monate Zeit (angenommen, die Nachricht ist nicht verspätet)

    Für die Zeit bis zu den Wehen: Schlepp Deine Frau in Yogakurse. Das hilft bei ihr möglicherweise die Auswirkungen des hormonellen Chaos zu dämpfen und hilft Dir, sie zu ertragen 😉

  25. Man kommt ja gar nicht mehr nach, mit gratulieren 🙂

    Hast du schon überlegt, ob du zur Geburt dabei sein willst? Ist ja mittlerweile fast schon ein gesellschaftlicher Zwang. Habt ihr schon einen Namen? Infos zum Geschlecht?

    Tip1: nimm Wegwerfwindeln, wir haben mit Alternativen experimentiert: das ist nichts, muss man hart drauf sein, das durchzuhalten

    Tip2: während der Stillzeit kein Pfefferminz (z.B. Tee) für die Frau, wissen viele nicht, führt zum Versiegen des Milchflusses, gut hingegen Fenchel und Co

    Tip3: falls du Elternzeit nimmst: nimm dir sonst nicht viel vor, Babys können verdammt anstrengend sein, wenn du ein friedliches Vielschlafkind hast: Danke Gott. Plant die Zeit generell großzügig (mehr arbeiten kann man immer noch), setzt euch arbeitsmäßig nicht so unter Druck, das verdirbt den Spaß am Kind und meist stellt man sich vor dem ersten Kind alles ganz anders vor, als es dann möglich ist, was leicht für Ärger und Nachverhandlungen sorgt.

    Tip4: die Stressphase geht vorbei und man vergisst sie, bis auf die schönen Momente, meist schnell 🙂

    Tip5: knüpft Kontakte mit anderen jungen Eltern usw. oft kann man gebrauchte Wäsche und Spielzeug tauschen, weil die Kinder anfangs in enormen Tempo aus dem Zeug rauswachsen und es nicht gerade billig ist

  26. Herzlichen Glückwunsch!
    Bin gerade aus dem Urlaub wieder zurück und lese DAS.
    Ohne Scheiß Leute: Ich hab grad feuchte Augen. Von wegen, Männer können keine Gefühle zeigen…
    Meine Ratschläge als Papa:
    1) Lege jeden Abend Deinen Kopf auf den Bauch der Frau und erzähle, was Dir so am Tag passiert ist! Wenn das Baby angeschwommen kommt, um Dir zuzuhören, wirst Du das Wort ‚unglaublich‘ neu definieren.
    2) Sei bei der Geburt dabei! Bei meinem Jüngsten gab es Komplikationen, und die ganze Sache war eine Mischung aus „Der Exorzist“ und „König der Löwen“. Aber dafür haben sie ihn mir zuerst auf den Bauch gelegt (daraufhin hat er mich gleich angepinkelt). Trotzdem: Keine Ausreden, keine „wichtigen Termine im Job“. Hingehen und dabei sein!
    3) Unternimm nach der Geburt soviel wie möglich mit dem Kind! Hab IMMER Sonne im Herzen, jeweils eine Flasche Tee, eine Flasche Milch und genug Wechselwindeln dabei (trivial, aber wer will mir hier ernsthaft widersprechen?). WICHTIG: Lass diese „dudu, dada-Sprache“. Sprich von Beginn an normal mit dem Kind und erkläre ihm die Welt.

    Als Willkommensgruß gibts von mir 2 Songs aus dem Jahr 1981.
    Etwas zum Gratulieren:

    Und etwas mit viel Schmalz zum Thema „Geburt“

  27. Lass Dich nicht verrückt machen: Je nach aktueller Mode erzählen Dir viele Leute — selbst Ärzte — verschiedenen, widersprüchliches Zeug. Meine persönlichen Ratschläge — taufrisch:

    1. Geh um Gottes Willen ins Krankenhaus und mach eine ganz langweilige Geburt. Bei allen Hokus-Pokus-Veranstaltungen ist der Weg in den OP, weil Du bspw. kurzfristig einen Kaiserschnitt brauchts, nur unnötig lang. Kein Signalling auf Kosten der Gesundheit von Frau und Kind! Wenn Du beim Anblick von Blut und Schleim ggf, ohnmächtig wirst: Bleib aus dem Kreißsaal draußen; so ein bewußtloser Papa am Boden stört dann nur den Betrieb. Ich selbst war dabei und werde es beim nächsten Kind wieder sein.

    2. Binde die Verwandten, v.a. die Grosseltern ein; so ein Baby braucht 24/7 Betreuung und Du wirst froh über jeden Babysitter sein.

    3. Lasst euch keinen Scheiss erzählen von wegen jede Mutter kann stillen. Stillt einfach was geht und wenn es nicht langt, füttert zu. Besorgt euch vorab schon mal Fläschen, Milchpulver und den ganzen Kram; nach der Geburt seid ihr froh über alles, was schon da ist.

    4. Besorgt euch Schlafsäcke fürs Kind; Decken, Kissen und anderer Krusch raus aus dem Kinderbettchen, das führt im schlimmsten Fall noch zu einem plötzlichen Kindstot. Und das Schlafzimmer schön kühl halten. Und falls noch nicht geschehen: Alle das Rauchen einstellen. Das sind zumindest die Sachen, die statistisch signifikant gegen SIDS helfen. Überwachungsmatratzen sind rausgeworfenes Geld: Die helfen gar nichts.

    5. Macht einen Erste-Hilfe-Kurs für Babies. Am besten VOR der Geburt, da hast doch noch viel mehr Zeit für sowas. Gabs bei und im Krankenhaus für einen kleinen Unkostenbeitrag.

    6. Falls ihr einen Krippenplatz wollt: Zumindest in Bayern wäre Januar der nächste Anmeldezeitraum.

  28. Nein, es war eine gemeinsame Entscheidung. Deswegen haben wir dann geheiratet und erst danach mit dem Kinderproduktion angefangen

    Auf deinem Blog schreibst du eifrig proatheistische, antireligiöse Artikel, während du im richtigen Leben ein feiger Opportunist bist.

    – kirchlich heiraten
    – noch vor der Kinderproduktion

    Was kommt als Nächstes?

    Warum bist du nicht für deine Überzeugungen eingestanden?

    Werden die Kinder getauft, machen Kommunion? Christenlehre? Religionsunterricht?

    So feige sind sie, die Atheisten. Und dafür werden sie in der Hölle schmoren.

    • Ich habe kein Problem damit, dass Südländerin religiös ist. Es ist bei ihrer Herkunft auch nicht zu vermeiden. Sie im Gegenzug auch nicht damit, dass ich das nicht bin. Wir gehen damit locker um. Jeder darf Sprüche über die Einstellung des anderen machen.

      Meine Hoffnung ist natürlich, dass die Kinder Anhänger des FSM werden. Aber auch das können sie natürlich frei entscheiden. Möge der überzeugendere Elternteil gewinnen!

  29. Ich schau zu selten hier rein… so viele dinge in so kurzer Zeit.

    Herzlichen Glückwunsch und alles Gute dir und deiner Frau und eurem Kind

  30. Pflegeprodukte und artverwandtes wären vielleicht auch noch ein Thema, auch da tendiert man ja dazu, viel mehr zu wollen als gut wäre.

    Hebammen erzählen Dir, Du brauchst für die Anfangszeit: normales Leitungswasser, ein gutes Öl (z.B. Olivenöl – kann ich persönlich aber nicht leiden wegen dem Geruch), hier und da ein paar Spritzer Muttermilch, und bei wundem Po z.B. (auch) Kartoffelmehl als Zusatz.

    Ich mag außerdem (für die ersten Jahre völlig ausreichend):
    – Dr. Bronner’s unparfümierte Naturseife (flüssig)
    – Töpfer Kleiebad
    – wenns mit Duft sein soll (allgemein hier natürlich Vorsicht walten lassen!), kann ich außerdem empfehlen https://www.amazon.de/gp/product/B00PP4RSNS

    Penatencreme ist immernoch eine gute Lösung bei Problemchen im Windelbereich, Cremes rühre ich persönlich aber sonst lieber selbst an (ohnehin Hobbymäßig). Und das Babypuder vom dm hab ich auch da (für die Momente, wo ich den Eindruck habe, eine gerötete Stelle sollte möglichst trocken gehalten werden) – das ist aber (wie ja so Vieles) eine Glaubensfrage, ob man das gut findet oder „gefährlich“…

    An Stoffsachen (der Alt-Bestand war mir überwiegend bereits zu verschlissen) hatte ich mir für unsere Jüngste folgendes geholt/gewünscht und bin sehr zufrieden.
    https://www.amazon.de/gp/product/B00A8HWNV4

    https://www.amazon.de/gp/product/B06XRJG5DH

    https://www.amazon.de/gp/product/B00MEOO7UY

    https://www.amazon.de/gp/product/B00C7MNAI8

    https://www.amazon.de/gp/product/B00HD0TH2M

    https://www.amazon.de/gp/product/B01A6PPS78

    Dann sollte man noch mit einem Bäuchlein-Öl vorsorgen (ich hab jetzt das von Bio-Mond, auch über amazon, in Benutzung, weil das weniger Inhaltsstoffe hat als „der Klassiker“ von Weleda), und min. ein Kirschkernkissen brauchts selbstverständlich auch. Süß find ich diese Reihe (da haben wir gleich zwei von geschenkt gekriegt… obwohl wir schon welche in verschiedenen Größen besaßen, natürlich^^): https://www.amazon.de/gp/product/B00133L0DO

    Die Zahnnungsphase werden wir wieder überstehen mit Osanit-Kügelchen (Vorsicht! Homöopathie-Alarm!^^) und (Kühl-)Beißringen als einzigen Helferleins. Es gibt aber natürlich auch fiese Cremes in der Apotheke mit Lidocain speziell zu diesem Zwecke… muss jeder selbst wissen. Ich täts nicht.

    Ein Stillkissen habt Ihr doch bestimmt schon?

    Na, was hab ich denn jetzt noch vergessen?

    Falls ihr Euch noch bücken müsst zum Bodensaugen und wischen, solltet ihr ernsthaft drüber nachdenken, ob ihr nicht in einen Standstaubsauger und einen Spray-Wischer investieren wollt, imho bringt das viel Erleichterung im Alltag. Und für die Reinigungsmittel gilt m.M.n. auch: möglichst natürlich/“selbstgemacht“ (Natron, Waschsoda, Zitronensäure, Essigessenz und nur wenig mehr, genau ausgewähltes). Die Waschkugeln, mit denen sich der Waschmitteleinsatz mindestens halbiert (Hardliner lassen es sogar ganz weg), möchte ich da an der Stelle auch nochmal erwähnt haben.

    Nochwas? Hm, im Moment nicht.

  31. Dinge, die sich bei 3 Kindern als praktisch erwiesen haben:

    – eine IP-Kamera ist billiger und für die meisten praktischen Belange besser als ein Video-Babyphon – und man kann sie hinterher noch sinnvoll weiterverwenden
    – in der Mikrowelle sterilisierbare Anti-Kolik-Flaschen von Mam! 7€/Stück bei Amazon, da kann man auch Schnuller drin sterilisieren
    – heute würde ich wohl ne Babyschale kaufen, die man als Kinderwagen umbauen kann

    Alles andere ist imho Geschmackssache

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