Heirat

Ich habe geheiratet. Sogar zweimal, einmal standesamtlich, einmal kirchlich (Südländerin kommt ja aus einem sehr gläubigen Land)

Die Feiern waren sehr schön und bis jetzt fühle ich mich auch als verheirateter sehr wohl. Es ändert sich ja nicht viel. Nur einen Ring zu tragen ist etwas ungewohnt

111 Gedanken zu “Heirat

    • Auch von mir meinen herzlichen Glückwunsch.
      Ich finde jedoch den fröhlichen Hochzeitsmarsch aus dem Finale von Mozarts „Cosi fan tutte“ viel schöner als das pathetische Pendant aus Wagners „Lohengrin“. Außerdem ist „Cosi fan tutte“ in jeder Hinsicht (sowohl nach links als auch nach rechts) politisch unkorrekt, da dort die romantische Vorstellung von der „wahren und großen“ Liebe entlarvt wird, was schon im 19. Jahrhundert spießbürgerlichen Konservativen mit ihrer Familienideologie nicht behagte, sodass „Cosi fan tutte“ häufig mit einem völlig veränderten Libretto aufgeführt wurde, da man dem „anständigen“ Publikum diese Sittenlosigkeit nicht zumuten wollte. Denn es sind gerade die Frauen in dieser Oper, die zu ihrer eigenen Überraschung dem Zauber des Augenblicks und dem Spiel der Hormone erliegen.

  1. An den Ring gewöhnst du dich schnell.

    Ich habe mit meiner Frau erst zusammen gewohnt, nachdem sie nach Deutschland gekommen war. zu zweit im Bett zu schlafen war für mich viel gewöhnungsbedürftiger.

    Und man zahlt weniger Steuern.

    • Zu zweit im Bett, gibt sich bei vielen mit dem ersten Kind. Seit da schlafen wir getrennt, damit der jeweils arbeitende Part ausreichend Schlaf bekommt. Wäre jetzt nicht mehr nötig, ist aber auch praktischer, wenn man zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett geht/aufsteht oder einer schnarcht.

  2. Herzlichen Glückwunsch! [indiskret] Wann ist das erste Kind geplant ? 😉 [/indiskret]

    Man könnte ja vermuten bzw. befürchten, daß die jahrelange, teils akademische Befassung mit dem Geschlechterverhältnis hier auf dem Blog dazu führt, daß man eine klinische Distanz zu sich selber entwickelt und im realen Leben dann immer mental hinter sich steht und sich selber wie ein Therapeut beobachtet und bewertet (und sich die Spontaneität und den Spaß verdirbt). Das scheint ja zum Glück nicht der Fall zu sein.

  3. Alles Gute! Ich drücke die Daumen und wünsche euch eine schöne Zeit.

    Meine Frau hat mir letzte Woche eröffnet, dass sie (nach 26 Jahren) die weitere Zukunft doch lieber ohne mich gestalten möchte. Daher ist meine Begeisterung für Ehe, Beziehung u.ä. gerade nicht ganz so ausgeprägt. (Ironie off)

    • Mein Beileid. Hoffentlich wird es finanziell nicht zu schlimm. Was das andere angeht, geht es einem meist bald besser wenn es vorbei ist.

      • Oh nein, das möchte ich nicht. Ich habe sehr viel Zeit, Mühe und Geld für diese Frau und unsere Kinder aufgewendet, aber jetzt reicht es mir. Ich versuche das jetzt möglichst mit Anstand und Würde abzuwickeln, mich um die Kinder zu kümmern und ansonsten heraus zu finden, was denn eigentlich MEIN Leben ausmacht oder ausmachen sollte.

          • Hmmh….diese Frage kann man durchaus in den falschen Hals kriegen, aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass sie nicht hämisch gemeint war.

            Tränen? Oh nein. Ich war jetzt eine Woche alleine wandern und habe mich ganz gut sortiert. Türen gehen zu und Türen gehen auf. Ich hatte eh schon klargemacht, dass ich mittelfristig mein Leben signifikant ändern möchte. Jetzt kommt der Zeitpunkt halt früher als erwartet (ich hätte sie auch mitgenommen) und wie üblich bieten Veränderungen auch viele Chancen.

          • Wohin? In eine (etwas) andere Welt. Oder meinst du, ich arbeite bis 67 Vollzeit für diesen seelenlosen Konzern und bleibe bis zum Ende meiner Tage in dem Reihenhaus sitzen? Und kratze dann zügig ab vor lauter Frust? Plan war (und ist jetzt erst recht), so bald wie möglich einen (Ausstiegs-) deal mit dem Arbeitgeber zu schließen, dass Haus zu verkaufen und die laufenden Kosten auf ein Minimum zu drücken. Und statt dessen ausgedehnte Reisen und Wanderungen zu unternehmen. Und da habe ich mehr Ideen, als sich in einem Leben umsetzen lassen.

            Die Kinder? 18 und fast 16. Sie haben es recht gefasst aufgenommen, obwohl so eine Situation für Kinder IMMER sehr hart ist.

  4. Auch von mir alles Gute und viel Erfolg.
    Gebt Euch Mühe, dass wir uns nicht später beim VAfK treffen 😀
    Immerhin bleiben ja etwa 10% der Ehen glücklich bis zum Ende 😉

  5. Von Theodor Storm stammt der Spruch:

    Die Liebe, die Liebe,
    welch liebreicher Dunst;
    doch in der Ehe –
    da steckt die Kunst

    In diesem Sinne…und lass Dich nicht unterkriegen 😉

  6. Glückwunsch auch von mir. Aber ich bin irritiert, dass das das Tagesthema hier sein soll… dann müssen auch mehr Infos her! Wie lang seid ihr denn überhaupt schon ein Paar, wann/wie hast Du den Antrag gemacht, gibts einen Ehevertrag, wann begann die Planung und wie teuer war der Spaß ca.?

    Wir werden uns dieses Jahr zum 5. Hochzeitstag übrigens neue Ringe gönnen. Unsere Eheschließung war damals eine eher spontane Kiste, keine zwei Wochen lagen zwischen der Entscheidung und dem Ja-Wort, die Ringe (die wir schon nicht mehr tragen) waren schwarz (seiner letztlich leicht zu groß, meiner mit Steinchen rundumlaufend, von denen einer bereits verloren ging) und kosteten zusammen knapp 50 Euro…

    • „müssen auch mehr Infos her“

      Genau!
      Ewiggültigen Stereotypen zufolge brennen alle weiblichen und genderfluiden Leser mit >= 2% weiblichen Anteilen darauf, das eine Unvergeßliche im Leben seiner Frau zu sehen: Das Brautkleid!!

      Das geht überhaupt nicht, uns hier den Mund wässrig zu machen und uns dann das Brautkleid nicht zu zeigen!!!

      • Ich trau es mich kaum auszusprechen, aber mir erscheinen diese detailverliebten, rauschenden Feste immer wie ziemliche Geldverschwendung, das wärs mir persönlich einfach nicht Wert… (gut, ich wollt ja eigentlich auch nie heiraten^^)

        Bei uns gabs (zufällig in einem Schlösschen) Sektempfang, anschließend Essen mit der engsten Familie und danach sind wir 2 beide noch in eine größere Sauna-Landschaft gefahren (was wir jetzt auch immer machen um unseren Hochzeitstag zu zelebrieren).

        Der Vorteil an meinem (roten) Brautkleid bestand dann auch darin, dass ich es weiter trage (also bald wieder). Und er hatte sich überhaupt keinen neuen Anzug gekauft. Wir haben nichtmal ein vernünftiges Hochzeitsbild, so im Nachgang betrachtet. Aber egal, darauf kommts ja zum Glück für eine erfolgreiche Ehe auch nicht an.

          • Du meinst, es wären im Allgemeinen die Männer, die da ihre Vorstellungen umsetzten?
            Ich hatte bislang eher den gegenteiligen Eindruck, mir scheint ein typischer Bräutigam abzunicken was sie vorschlägt bzw. sich teilweise auch überraschen zu lassen bzw. mit einem Auge aufs Budget ihre Ambitionen für diesen Tag sanft drosseln zu wollen.

            Das Ding bei uns war, dass ich bis dahin echt heftige Aversionen gegen die gesamte Tradition hegte. Auf praktisch jeder Hochzeit, auf der wir gemeinsam waren, spielte mein Magen verrückt, so dass ich mich diskret zum Kotzen zurückziehen musste (ich übertreibe nicht!). Deshalb musste es bei uns schnell gehen… und es war gut so wie es war.

          • „Ich hatte bislang eher den gegenteiligen Eindruck, mir scheint ein typischer Bräutigam abzunicken was sie vorschlägt …“

            Mädel, nach Geburt und Tod (von der Priorität her sicherlich sogar davor) ist die Hochzeit DER Tag einer Frau.
            Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass sie sich da von irgendjemandem dreinreden lassen würde. Schon gar nicht von ihrem Bräutigam.
            Es ist ihre Inszenierung, ihre ganz allein!

          • Was denkst Du denn warum das einen so großen Stellenwert hat bei so Vielen?
            Im Ursprung war es ja sowas wie ein Kompensationsversuch für das Leid, das sie erwartete und den (namentlichen) Identitätswechsel, der ihr aufgezwungen wurde (der unverständlicherweise heute freiwillig noch erfolgt in der Mehrheit der Fälle). Aber ich wage zu behaupten, dass sich die Bräute selbst niemals so viel Arbeit gemacht haben mit der Organisation dieses Tages wie in den letzten Jahrzehnten. Vielleicht hat es ja irgendwo auch ein bisschen damit zu tun, dass moderne Paare normalerweise bereits vor-ehelich zusammenleben? Noch in der Generation meiner Eltern konzentrierte sich die Kraft mehr auf das Einrichten der zukünftigen gemeinsamen Wohnung (da konnte man wenigstens auch noch vernünftige Geschenke machen)…

          • „Aber ich wage zu behaupten, dass sich die Bräute selbst niemals so viel Arbeit gemacht haben mit der Organisation dieses Tages wie in den letzten Jahrzehnten“

            In meinem erweiterten Bekanntenkreis gab es in den letzten Jahren insg. 4 Hochzeiten. Alle Paare lebten schon lange zusammen. Alles jeweils Treffen beider involvierter Familienclans, 2-tägig (1. Tag Anreise + Standesamt, abends große Feier, 2. Tag morgens Frühstück / Nachfeier, Heimreise). Ca. 8 – 12 Monate Vorlauf für die Planung. Kosten geschätzt mindestens 10k, Tendenz eher 15k – 20k inkl. Hotelkosten.
            Nach meinem Eindruck war das jeweils „sie“, die das so haben wollte (um nicht zu sagen entschieden hat).
            Einmal in Leben die Prinzessin sein, der der ganze Hofstaat zu Füßen liegt …. was sind die paar lumpigen Euros dagegen?

          • „Ca. 8 – 12 Monate Vorlauf für die Planung. Kosten geschätzt mindestens 10k, Tendenz eher 15k – 20k“

            Ja, so kenne ich das auch. Und weil vielfach die finanziellen Möglichkeiten (fast schon) überreizt werden, verzichten manche Paare dann sogar lieber noch auf die Hochzeitsreise…
            Mehrheitlich großer Wahnsinn.

            Oft wird außerdem auch schrecklich viel (selbst) gebastelt: Tischkärtchen natürlich, aber auch „Gastgeschenke“ (oder Verpackungen für diese), Taschentücherverpackungen („für die Freudentränen“) und und und. Als gute Freundin hab ich da auch schon mitgeholfen, aber verstehen, nein, verstehen konnt ichs nie. Darfste nur nicht laut sagen.

            Und glaub mir: bei so viel demonstrativ-liebevoller Mühe fühlst Du Dich aber mal so richtig schlecht, wenn Dir dann schlecht wird (inzwischen kann ich aber scheinbar gefahrlos auf Hochzeiten tanzen, grundsätzlich hab ich mich mit dem Thema also wohl versöhnen können)…

  7. Glückwunsch… Die Beileidsbekundung kann ich mir hoffentlich sparen.
    Obwohl, Berichterstattung aus erster Hand hat ja auch was. 😉

  8. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute wünsche ich dir. Falls aber nächstens jeder zweite Beitrag hier von dir Kindererziehung thematisiert, dann klink ich mich aus!
    🙂

  9. Herzlichen Glückwunsch! Wir haben am gleichen Tag geheiratet.. Ich mag Deinen Blog sehr gern, dafür ein herzliches Dankeschön!!!

  10. Dazu zwei Dinge.
    1. Meine Ex wollte ökumenisch heiraten. Das gab es nicht. Entweder katholisch oder nichts.
    2. Ich glaube ich könnte keiner Frau so weit vertrauen. Ich arbeite da mit Hilfe dran, aber Hochzeit könnte ich mir nicht vorstellen.

    • „Meine Ex wollte ökumenisch heiraten.“

      Das hast Du falsch in Erinnerung. Sie sagte ÖkoNOMISCH!
      Und das ist so ziemlich genau das Gegenteil von ökumenisch 😀

  11. Er hat gesagt, es ändert sich nicht viel! Lol.

    Eine Heirat ist der einzige bürgerliche Vertrag dessen Konditionen sich nachträglich ändern können und der von einer Partei einseitig zu deren Vorteil aufgelöst werden kann.

    Gratulation!

      • Nicht nur das du dich an jemand bindest der irrational von Natur aus ist, nein, du gehst auch noch einen Vertrag ein mit dem Staat der jederzeit diesen zu deinen Ungunsten ändern kann und wird.

        Sorry, aber es ist 2018, ich kann keinen Mann respektieren der so strunzdumme Entscheidungen trifft. Könnte jetzt noch ein bissel memen, aber is ja vergebene Liebesmüh.

        • Geh davon aus, dass er mit seperatem privatrechtlichem Ehevertrag geheiratet hat (er klang zumindest in der Vergangenheit so als ob). Besser?

          • Nein. Damit kannst du nur regeln was außerhalb der rechtlichen Regeln an Verpflichtungen besteht. Unterhalt kannst du damit zum Beispiel nicht ausschliessen.Spart also im besten Fall einfach Gerichtszeit für Reiche. Ebenso könnte die Wirkung solcher Verträge jederzeit mit einem Gesetz abgeschafft werden (s.o.).

          • Sogar die Möglichkeit eine Ehe überhaupt scheiden lassen zu können ist seit der Aufklärung bereits schon widerrufen worden… bevor ich geheiratet habe, hat mich das durchaus auch in Angst und Schrecken versetzt. Jetzt aber bin ich überzeugt davon, dass eh einer von uns den Anderen zu Grabe tragen wird eines Tages. Auch kein schöner Gedanke tbh…

  12. Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

    Beileid zur Hochzeit.

    (Ist nicht ernst gemeint, alles Gute. Lustigerweise habe ich genau diese Zeilen auch schon gestern verfasst, da ein Kollege von mir geheiratet hat)

    • Ernsthaft? Tun viele Frauen das?
      (Ich dachte, das ist eher so ein Trennungsklischee.)
      Meine sind noch dran.
      Mir hat einmal ein Friseur fast 30cm abgeschnitten, von steißlang auf Mitte Rücken. Nur gut, dass ich hochschwanger war, sonst hätte ich auf der Couch schlafen müssen bis zum St.Nimmerleinstag. Jetzt schneidet mir der Mann lieber selbst die Haare, macht er dank YT-Tutorial perfekt. 🙂

  13. Warum scheitern so viele Ehen?
    Weil die Frauen glauben, daß die Männer sich nach der Hochzeit ändern werden.
    Und weil die Männer glauben, daß die Frauen nach der Hochzeit gleich bleiben.

    ALLES GUTE, CHRISTIAN!
    Seid und bleibt ein cooles Paar!

  14. Also ich bin Papa geworden, noch bevor ich geheiratet habe. Bei der Geburt dabei zu sein, war großartig.
    Meine Hochzeit bestand dann aber im Wesentlichen daraus, dass mir ein Beamter erzählt hat, ich sei jetzt mit der Frau zusammen, mit der ich bereits ein gemeinsames Kind hatte.

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