Was ist Rassismus bzw Sexismus? Definitionen

Im Feminismus wird gerne die Definition von Rassismus oder Sexismus über Macht und Vorurteile vorgenommen (Power and Prejudice). Es bietet sich an, da auf ein paar andere Definitionen verweisen zu können.

1. Rassismus

«Rassismus umfasst Ideologien und Praxisformen auf der Basis der Konstruktion von Menschengruppen als Abstammungs- und Herkunftsgemeinschaften, denen kollektive Merkmale zugeschrieben werden, die implizit oder explizit bewertet und als nicht oder nur schwer veränderbar interpretiert werden.» (Johannes Zerger, Was ist Rassismus?, Göttingen 1997, S.81).

Da würde eine solche Einschränkungen nicht vorgenommen werden, es ist eher eine klassische Definition von Rassismus

Eine weitere:

«Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.» (Albert Memmi, Rassismus, Frankfurt a.M. 1987, S.164)

Da wären dann zumindest nicht nur die Privilegien drin, sondern auch die Aggressionen: Die finde ich bei vielem an feministischen Handeln sehr deutlich, denn es wird häufig damit die Meinung aufgrund der Hautfarbe abgesprochen und eine Schuld zugesprochen.

2. Sexismus

Da wäre ersteinmal der Duden:

Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts

Im Feminismus wird man nichts von Natur aus vertreten, aber da ein Mann immer Privilegiert ist und alle Männer von der Unterdrückung der Frau profitieren und daraus quasi eine Bringschuld der Männer hin zu einer Verbesserung der Stellung der Frau eingefodert wird lässt dies die Frauen als die Opfer durchaus besser sein und ihnen wird überlegenes Wissen zugeordnet, quasi wegen ihres Geschlechts.

Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert wie folgt:

• Sexismus ist die persönliche und gesellschaftliche Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Das kann sich gegen alle Geschlechter richten, es sind davon allerdings überwiegend Frauen betroffen.
• Sexismus heißt, dass für Personen eines bestimmten Geschlechts – meist für Frauen – traditionelle Rollenbilder, Umgangsweisen und ungleiche gesellschaftliche Bedingungen als gegeben angesehen werden.
• Sichtbar wird Sexismus z.B. in Witzen, abwertenden Sprüchen und Begriffen, in körperlichen Übergriffen, in ungerechten Arbeitsbedingungen und traditionellen Normen zur Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern.

Da ist es die persönliche und gesellschaftliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, die sich gegen beide Geschlechter richten kann.

Abwertende Sprüche und Begriffe gegen Männer gibt es dann im Feminismus auch zuhauf. Damit könnte man also durchaus arbeiten.

3. Rechtliches

Dann hätten wir noch Art 3 GG:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Da wäre auch nichts davon erwähnt, dass jemand aus einer Gruppe, die „Die Macht“ in der Gesellschaft hat, diesen Schutz nicht genießt. Denn das Grundgesetz stellt eben gerade nicht auf Gruppen, sondern auf Einzelpersonen ab.

Und auch das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz differenziert da nicht, sondern verbietet generell jede Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, des Alters oder der sexuellen Identität:

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

47 Gedanken zu “Was ist Rassismus bzw Sexismus? Definitionen

  1. Rassismus, also die Definitionen, erniedrigen die nicht weißen Männer auf den Status von Frauen, also den Status von Frauen nach der Sexismusdefinition.

    Beides Begriffe, denen inhärent eine aversion gegenüber der wesentlichen Zivilisation zu sein scheint und wir wissen ja, wer uns diese Wörter geschenkt hat.

  2. Rassismus ist in alltagsprachlichem Verständnis die Auffassung, dass es unterschiedlich begabte und befähigte Menschenrassen gibt, dass also biologische Unterschiede zwischen Menschengruppen gibt, aus denen eine Bewertung (und daraus folgende praktische Konsequenzen) abgeleitet wird. Sexismus wäre dann das gleiche übertragen aufs biologische Geschlecht.

    Schon länger gibt es die Tendenz, den Rassismusbegriff von der biologischen Basis abzulösen, also Ungleichheitsverhältnisse aller Art als rassistisch zu bezeichnen, so etwa auch die oben zitierte Definition von Memmi.

    Dadurch wird die Bedeutung des Begriffs verwischt, und das ist wohl auch Absicht. Besonders in Deutschland (aufgrund seiner Vergangenheit) hat der Rassismusvorwurf ein besonderes Gewicht und ist besonders wirksam.

    Auch das Rassismus und Sexismus häufig zusammen angeführt werden, ist Absicht. Den biologischen Geschlechtsunterschied bestreiten nur extremste Feministinnen und dringen damit in der Öffentlichkeit auch kaum durch, Rassismus hingegen bezieht sich zwar auch auf biologisches, aber die abgeleiteten Schlussfolgerungen (Schwarze sind dümmer als Weiße o.ä.) sind weit weniger klar.

    Man sollte sich dem wiedersetzen und immer wieder den Bezug zur Biologie betonen. Muslime sind keine Rasse und deshalb kann es auch keinen antimuslimischen Rassismus geben.

    • Rassismus ist in alltagsprachlichem Verständnis die Auffassung, dass es unterschiedlich begabte und befähigte Menschenrassen gibt, dass also biologische Unterschiede zwischen Menschengruppen gibt, aus denen eine Bewertung (und daraus folgende praktische Konsequenzen) abgeleitet wird.

      Das trifft es tatsächlich am besten, die Definitionen von Christian sind alles schon „erweiterte“ Rassismusdefinitionen.

      Ich würde noch hinzufügen, dass im Alltagsgebrauch eine negative Wertung einer Rasse damit verbunden sein muß.

      Und: dass es biologische Unterschiede zwischen den Rassen gibt, kann niemand leugnen, es geht bei Rassismus vor allem um die Behauptung unterschiedlicher kognitiver Fähigkeiten. Die weniger offensichtlich und weniger leicht feststellbar sind, sofern vorhanden.

    • Weiße die PoC hassen weil sie PoC sind, sind Rassisten.
      PoC, die sagen das es falsch ist Weiße zu hassen, weil sie Weiß sind, sind Rassisten.

      PoC die Weiße hassen, weil sie Weiß sind, sind keine Rassisten.

      PoC die PoC hassen, sind Coloristen, weil Rassismus muss unbedingt als etwas wahrgenommen werden das von Weißen gegen alle andere gerichtet ist.

  3. Zuerst möchte ich bentonen, dass es gerade die linken die echten Rassisten und Sexisten sind. Sie teilen die Leute fein säuberlich in Gruppen ein und spielen sie gegeneinander aus, um an die Macht zu gelangen. Nun gibt es tatsächlich biologische Grundlagen für einen milden Rassismus/Sexismus. Verschiedene Rassen haben durchschnittliche IQs, die Juden den höchsten und die Subsahara Schwarzen den niedrigsten. Der Erfolg einer Bevölkerungsgruppe fällt entsprechend aus. Nur wird das von den linken als Diskriminierung interpretiert. Bei den Frauen dasselbe. Frauen instrumentalisieren Männer, wodurch die natürlich in Führungspositionen kommen. Frau kultivieren ihren Verführungsmechanismus, also Schönheit und Jugend. Auch das wird wieder in Unterdrückung und Diskriminierung uminterpretiert.

    • Ganz schön beleidigend gegenüber muslimischen Arabern in Israel, die müssten ja saudoof sein um den IQ des Staates dann zu erklären. 😉

      • Keine Ahnung, was du da sagen willst. Ein Staat kann keinen IQ haben, nur die Bürger des Staates. Da liegt ja das Problem der Demokratie. Die funktioniert erst ab einem Durchschnitts-IQ von 90. Ob das die Araber beleidigt, spielt doch keine Rolle. Fakten kümmern sich nicht um Gefühle.

    • @Roland @PDLC

      Oh weh.
      Der „race realism“ scheitert an der lustigen US-Definition von „Rasse“.
      Beispiel: die Definition von „hispanic“ sollte ursprünglich auf mexikanisch Einwanderer verweisen, um es nicht ganz so deutlich zu sagen, kam man auf die spanische Sprache bzw. Herkunft.

      Nun ist aber ein Sprachraum keine „Rasse“.
      Dem der Geographie nicht ganz unkundigen wird aufgefallen sein, dass da noch ein anderes Land auf der iberischen Halbinsel existiert.
      Nämlich Portugal.
      Was macht man denn mit denen?
      Tja, das sind per US-Definition „lusitanic“ und (Tusch!) „Weiße“.
      Nun kann man nach Südamerika schauen und wird ein Land finden, in dem ebenfalls portugiesisch gesprochen wird…
      Preisfrage: um welches Land handelt es sich und welche „Rasse“ ist demzufolge dort zuhause?

      Wir halten zunächst – streng logisch – nach US-Definition fest: wenn man einen Portugiesen und einen Spanier auf ihren IQ testet, testet man zwei unterschiedliche „Rassen“.
      Immer noch überzeugt vom „Rassenrealismus“?

      „Verschiedene Rassen haben durchschnittliche IQs, die Juden den höchsten“ Nope, „erstaunlicherweise“ nur die Juden, die in den USA wohnen.
      Die Israelis haben einen durchschnittlichen IQ zwischen 99-100 und dies gemessen mit IQ-Tests, die ausschließlich jüdische Israelis gemessen haben.
      Das weiß ich deshalb so genau, weil die Armee sie durchgeführt hat und Araber keinen Wehrdienst ableisten müssen oder dürfen.

      D.h. auch die These, der israelische Durchschnitts-IQ der Gesamtbevölkerung würde durch die arabischen Staatsbürger „heruntergezogen“ ist falsch.
      Juden galten übrigens in den USA der 1920er Jahre noch als schwachsinnig (feeble minded) – auf der Basis von streng objektiven IQ-Tests.
      Versteht sich.
      Ist es übrigens nicht lustig, dass „Juden“ nicht ganz ordinär „Weiße“ sind, sondern eine ganz andere „Rasse“?

      „Verschiedene Rassen haben durchschnittliche IQs, (der) Erfolg einer Bevölkerungsgruppe fällt entsprechend aus.“
      Sicher. Eine so vorhersagbare rechte „Theorie“.
      Die intelligenteste „Rasse“ sind danach die Juden, danach kommen die Asiaten und dann kommen die Weißen, am Schluss die Schwarzen – erläutert von einem weißen Herrn mit Glatze, der sich damit selbst bescheinigt, bestenfalls drittklassig zu sein.

      Pssssst, wäre er intelligenter, würde ihm das auffallen. 😉

      • Und wäre ich blöder, dann hätte ich es selber geschrieben und keinen getriggert es für mich zu tun.
        Und guckt man nun auf eine IQ Map Israels, dann landet man bei ca. 85-90.

      • Die Frage ist doch, ob es überhaupt menschliche „Rassen“ gibt. Denn in der langen Menschheitsgeschichte hat es stets Migrationsbewegungen gegeben, wo sich ständig Zuwanderer und Einheimische miteinander vermischten und sich dadurch neue Ethnien herausbildeten, die dann wiederum von erneuten Migrationsbewegungen betroffen wurden, welche ihre Gene dem bereits bestehenden Genpool zuführten. Und so geht das weiter ad infinitum bis zum heutigen Tag. Im NS-Jargon „rassereine“ Bevölkerungsgruppen gibt und gab es allenfalls in abgelegenen Gebirgstälern oder sonstwie schwierig zugänglichen Gebieten, die dann auch einen hohen Inzuchtanteil mit den damit verbundenen Degenerationserscheinungen aufwiesen. Wir in Mitteleuropa können da ja recht glücklich sein, weil das Einströmen aller möglichen Einwanderungswellen und die stetigen Vermischungen von Germanen, Kelten, Slawen , Hunnen und Awaren (einschließlich der römischen Besatzungstruppen aus Syrien, Afrika usw. südlich des Limes) für ständige genetische Auffrischung und die damit verbundene „gesunde“ Mischung sorgten.
        Da ja die Hautfarbe das auffälligste „Rassekriterium“ darstellt, sei kurz der Hinweis gestattet: Alle unsere Vorfahren waren einst schwarz. Die Herausbildung unterschiedlicher Hautfarben entstanden als evolutionäre Anpassungen an die jeweilige Umwelt.

        • Es ist übrigens eine gleichwertige Frage, ob es Farben gibt. Was soll das sein, ein „reines Rot“? Da ist immer mehr oder weniger Gelb, Blau, Weiß oder Schwarz mit drin. Wenn man es prozentual betrachtet, kommen auf auf ein „reines Rot“ einige Zehntausend Mischfarbtöne. Von „Rot“ zu reden ist also unwissenschaftlicher Unsinn.

          • Der Begriff Rasse beschreibt das Ergebnis einer gezielten Züchtung. In der freien Wildbahn gibt es keine Tierrassen. Man spricht in der Taxonomie von Subspezies. Wobei die Kriterien dafür zwangsläufig willkürlich festgelegt werden müssen.
            Anhand derjenigen Kriterien, die in der Fauna für die Festlegung von Subspezies gelten, gibt es beim Homo Sapiens keine Supspezies. Allenfalls die Australischen Ureinwohner könnte man als Subspezies auffassen.

          • @Nick

            „Der Begriff Rasse beschreibt das Ergebnis einer gezielten Züchtung. In der freien Wildbahn gibt es keine Tierrassen. Man spricht in der Taxonomie von Subspezies. Wobei die Kriterien dafür zwangsläufig willkürlich festgelegt werden müssen.“

            Das ist reine Haarspalterei, ob der Mensch selektiert oder die Natur, ist gleichgültig. Ob man es Rasse oder Subspezies nennt, ebenso, wobei „Rasse“ sich halt eingebürgert hat. Letztlich wird damit immer ein verhältnismäßig stabil untereinander vererbbares Set an Eigenschaften verstanden, welche Eigenschaften, ist willkürlich. Man wählt sie sinnvollerweise so, dass sie wissenschaftlich oder hinsichtlich geographischer Angaben einen Nutzen bringen. An den Rändern verschwimmen Rassen bzw. Subspezies immer.

            Wenn ich behaupte, dass in Subsahara-Afrika eine dunkelhäutige Rasse mit krausen Haaren zu Hause ist, dann ist das eine sinnvolle und richtige Aussage, die Informationen transportiert. Dass diese „Rasse“ in sich sehr heterogen ist und nach Bedarf in weitere aufgespalten werden kann, ist dazu kein Widerspruch.

          • Das ist reine Haarspalterei, ob der Mensch selektiert oder die Natur, ist gleichgültig.

            Ein grober Denkfehler, aus dem nichts Sinnvolles folgen kann.

            Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen menschlicher Zucht und natürlicher Selektion.

        • „Die Frage ist doch, ob es überhaupt menschliche „Rassen“ gibt.



          Da ja die Hautfarbe das auffälligste „Rassekriterium“ darstellt, sei kurz der Hinweis gestattet: Alle unsere Vorfahren waren einst schwarz. Die Herausbildung unterschiedlicher Hautfarben entstanden als evolutionäre Anpassungen an die jeweilige Umwelt.“

          Eigentlich gibt es dem nichts weiter zuzufügen.
          Aber –
          es gibt dennoch Rassen. In der Kriminalistik kann man anhand von Skelettmerkmalen die Rasse einer Leiche identifizieren. Das mag politisch unkorrekt sein, hilft aber ggf. den Hinterbliebenen, die wissen wollen, wo ihr Angehöriger, der vor 30 Jahren plötzlich spurlos verschwand, Klarheit zu gewinnen.

          Das hat aber nicht – GAR NICHTS! – mit einem rassebedingten Intelligenzmerkmal zu tun. Ich halte JEDE Statistik, die solche Merkmale „belegt“, bestenfalls für Humbug.

          • Ergänzend noch: wer ein spannendes Buch zur Wissenschaft der Forensik lesen möchte, dem empfehle ich „Der Knochenleser“ von Bill Bass, dem Erfinder der „Body farm“. Man sollte aber einen robusten Magen haben 😉

          • Die genetischen Abweichungen zwischen den „Rassen“ liegen zwischen 1 und 2 %.
            Der Rassismus als „Theorie“ der biologisch bedingten Ungleichwertigkeit von Bevölkerungsgruppen entstammt dem wissenschaftsgläubigen 19. und frühen 20. Jahrhundert, wo sich zeitweise die Biologie als Leitwissenschaft durchsetzte. In diese Zeit fallen auch die – bis ins linke Spektrum hinein – genetischen Utopien, mittels eugenischer Zwangsmaßnahmen die genetisch perfekte Gesellschaft zu formen, welche nicht nur keine Erbkrankheiten mehr kennt, sondern auch keinen Alkoholismus, keine Kriminalität und sonstige soziale Verwahrlosungen, die allesamt einer genetischen Veranlagung zugeschrieben wurden. Dies ist insgesamt ein düsteres Kapitel, das seinerzeit auch sozialdemokratische Regierung wie die in Schweden betraf.
            Der Rassismus selbst speist sich aus einer Mixtur von Sozialdarwinismus und Mendelscher Vererbungslehre, mit der zuvörderst die koloniale Landnahme der europäischen Mächte gerechtfertigt wurde. Zuvor dienten religiöse Vorstellungen (abgeleitet aus den Stammbäumen des Buches Genesis im AT) hierzu. Ihre Ersetzung durch angeblich „wissenschaftliche“ biologische Erkenntnisse entsprach dem damaligen Verständnis von „Fortschrittlichkeit“ und „Modernität“.
            Bedeutsam für die Entwicklung des Rassismus war außerdem noch das „Werk“ von Arthur de Gobineau, der allgemein als Begründer des Rassismus gilt, Seiner „Lehre“ nach hatten sich in der Französischen Revolution von 1789 die rassisch minderwertigen Gallier gegen die höherwertige „Herrenrasse“ des germanischen Adels erhoben und damit den kulturellen Verfall Frankreichs eingeleitet. Hierzu ein Link.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_de_Gobineau

          • Das hat aber nicht – GAR NICHTS! – mit einem rassebedingten Intelligenzmerkmal zu tun. Ich halte JEDE Statistik, die solche Merkmale „belegt“, bestenfalls für Humbug.

            Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, kannst du nicht wissen, ob Intelligenz oder (wahrscheinlicher) emotionale Faktoren (die die Ausbildung von Intelligenz fördern oder hindern können) mitvererbt werden.

            Es liegt nahe, lässt sich mit einfacher Empirik aber nicht sicher ermitteln, da die Sozialisierung eben auch eine große Rolle spielt und die Erhebung bzw. Definition von Intelligenz alles andere als einfach ist.

            Es bietet sich von daher an, davon auszugehen, dass das kognitive Potential von frisch geborenen Babys in etwa gleich ist (das von erwachsenen Menschen i.d.R. nicht mehr).

          • „Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, kannst du nicht wissen, ob Intelligenz oder (wahrscheinlicher) emotionale Faktoren (die die Ausbildung von Intelligenz fördern oder hindern können) mitvererbt werden.“

            Ich bin ehrlich – ich weiß es nicht.
            Aber selbst wenn ich es forschend ermitteln könnte, würde ich es nicht tun. Es gibt Ergebnisse, die in ihrer Wirkung unkalkulierbar sind, weshalb man besser nicht nachgräbt.
            Darwins „Über die Entstehung der Arten“ ist so ein Beispiel, was missverstandene und missbrauchte Wissenschaft anrichten kann.
            Ich selbst entwickle Produkte, die für die Herstellung und Verbesserung von B- und C-Waffen interessant sein könnten. Wenn sie jemand dafür verwendet, kann ich es als Angestellter nicht verhindern, aber ich würde mich definitiv weigern, mich an einer gezielten Entwicklung für solche Einsatzzwecke zu beteiligen, oder wenigstens Analysen auf ihre Tauglichkeit zu solchen Zwecken begleiten. Da endet meine wissenschaftliche Neugier.

            „Es liegt nahe, lässt sich mit einfacher Empirik aber nicht sicher ermitteln, da die Sozialisierung eben auch eine große Rolle spielt und die Erhebung bzw. Definition von Intelligenz alles andere als einfach ist.“

            Ich habe keine Ahnung, ob die Erhebung von Intelligenz einfach ist, aber die Vergangenheit zeigt, dass sich hinter ihr oft eine politische Absicht dahingehend verbirgt, eine „Rasse“ als den anderen überlegen zu präsentieren.
            Und wenn dieser „Beweis“ erbracht ist, was läge näher, als der überlegenen Rasse eine (selbstauferlegte) „FürsorgePFLICHT“ über die armen Minderbemittelten zu übertragen?

      • Dann kannst du Schlaumeier vielleicht erklären, wie es kommt, dass die Juden unter widrigsten Umständen florieren, während Afrikaner kein einziges erfolgreiches Land auf die Beine stellen können. Das beste Land war Südafrika, solange die Weissen dort regiert haben. Jetzt sind die Schwarzen gerade dabei, sich selbst in den Abgrund zu ziehen. Warum müssen Schwarze an Universitäten gefördert werden und Chinesen zurückgedrängt?

          • Und wenn wir ins Detail gehen wollen, dann haben die andere Intelligenzdimesionen in denen die brillieren.

        • Zur Kritik an der Hypothese einer genetisch disponierten durchschnittlich höheren Intelligenz aschkenasischer Juden:

          R. Brian Ferguson – How Jews Became Smart: Anti-„Natural History of Ashkenazi Intelligence“

          https://pdfs.semanticscholar.org/1eed/b19bcf7c059a4b10a9ed8c58027d9ed22bae.pdf

          Der Text kann komplett im Netz gelesen werden.

          Aus dem Abstract:

          „Natural History of Ashkenazi Intelligence (NHAI) provides a novel answer to a long-standing question: why do Jews of Ashkenazi ancestry carry so many recessive genes for harmful conditions? It argues that in heterozygotes, these alleles substantially increase intelligence. For 800 years, Ashkenazi were confined to professions demanding high cognitive skills. Those with the alleles
          prospered, and had more surviving children, thus selecting for the alleles in the population. This thesis has received widespread media and web attention,
          and represents a growing tendency to explain psychological differences
          between populations as due to different genes. This article challenges NHAl,
          showing so many points of improbability, that the entire hypothesis is highly
          unlikely. The main criticisms are: (a) Contrary to NHAI’s argument that the
          inherited conditions are due to selection, population bottlenecks and drift remain strong explanations of their frequency, and consistent with historical
          information. (b) In NHAl, less than half of all inherited conditions have even
          a suggested pathway to higher intelligence. (c) The inference that genes
          which stimulate aspects of neural growth are linked to higher intelligence is pure speculation predicated on a simplistic view of neurological development.
          (d) The claimed connection between three specific conditions and higher IQ has virtually no empirical support whatever. (e) The demonstrated IQ advantage of Ashkenazi Jews as a whole is less than asserted. (f) The multi-point IQ boosts proposed for specific genes are very inconsistent with current
          research on the genetics of IQ. (g) Even within the mainstream of IQ research,
          which emphasizes genetic/biological bases, the extent of Ashkenazi IQ advantage is easily accommodated as due to enviromnent. (h) The „Talmudic
          Tradition“ of emphasizing learning and abstract reasoning provides a clear cultural explanation for higher IQ among Ashkenazi. In Ashkenazi history, NHAI’s assumption that higher intelligence led to greater income is contradicted by (i) a rigid system of social stratification, (j) the critical importance for amassing wealth of capital, social connections, and political
          patrons, and (k) the absence of any evidence that success in business required anything more than average intelligence.“

          • Das passt ja erstaunlich gut zu dem, was ein konservativer wie Thomas Sowell über die Probleme der Schwarzen sagt. 😉

        • @Roland

          1. Wie so viele US-Amerikaner hast auch du ein Problem mit Geographie.
          „Asien“ ist ein verdammter Kontinent
          2. Seit Chris Hani umgebracht worden ist, ist der ANC korrupt.
          Nenn mich überrascht.
          3 Wenn du 100 Milliarden In Inuit investierst, schmelzen sie die Eiskappen weg und werden die weltgrößten Exporteure von Bananen.
          Genau dass ist das Israel. das du verteidigst.

  4. Der generelle Unterschied zwischen der allgemeinen Definition, welche sich etwa auch in den Geboten von Grundgesetz und Menschenrechtskonventionen wiederspiegelt, welche beide keinen Macht-Aspekt beinhalten und der Intersektionalen, ist die Annahme einer systematischen Ungleichbehandlung. Frauen, Schwarze, Homosexuelle ect würden vom System diskriminiert. Ausführend sind die Individuen, aber die Ursachen von Diskriminierung seien in einem diskriminierenden System von priviligierten und diskriminierten Identitäten begründet. Dieser systemische Aspekt steckt in jeder intersektionalen Identitäts-Ideologie.

    Da Definitionen solcher Begriffe willkürlich sind, muss man also über die angebliche Struktur des Systems diskutieren, auf welchem die Definition „Vorurteil + Macht“ basiert. Man muss also die Existenz eines solchen Systems und dessen Reichweite aufzeigen, um den Begriff entsprechend anwenden zu können. Meistens wird das aber nicht aufgezeigt, sondern einfach nur behauptet.

  5. Ich glaube, ein guter Einwurf zum Thema ist mal eine Sache, was ich auf einem persönlichen Journal gelesen habe:

    Alle Menschen sind in einer milden Ausprägung rassistisch und sexistisch.
    Am offensichtlichsten wird das erkennbar, wenn es darum geht, wen sieht man als potentiell interessantes Sexualobjekt an und wen nicht.
    Es steht niemand auf alles. Gleichzeitig stehen auch die wenigsten Menschen auf beide Geschlechter gleichermaßen. (Und die, die es tun, haben unter Homos als auch Heteros ihr Spießrutenlaufen.)
    Das heißt: Jeder ist allein darin schon Sexist, indem er eine Präferenz hat, dass er entweder Frauen oder Männer hinterherglotzt (unabhängig vom eigenen Geschlecht).
    Einen objektiven Grund, eine Gruppe auszuschließen, gibt es ja nicht. Es ist nur so ein „Gefühlsding“, was sich nicht begründen lässt (was für einen aber persönlich richtig erscheint).
    Und Rassist ist jeder dabei auch: Manchen Menschen ist es egal, welchen Hautteint, welche Haarfarbe oder welchen Hüftumfang das anvisierte Objekt hat, anderen ist es wiederum nicht. Bei manchen taugt die Vorstellung glatt noch für eine Wichsvorlage, bei anderen ist das selbst dort komplett außerhalb des Interesses.
    Und bei wiederum anderen sind solche äußerlichen Merkmale der Anzugspunkt schlechthin (z. B. „stehe nur auf Blondinen/Brunette/füllige Frauen“ und so’n Zeug).

    Also, dass Mensch allein schon dort aussiebt und nicht mit wirklich jedem ins Bett geht, ist schon eine Form der Diskriminierung nach äußerlichen – man sollte vielleicht auch sagen: fleischlichen – Kriterien.
    Nur ist es dabei nicht so, dass sich nicht allzu schnell einer finden lässt, der Stein und Bein für sich behaupten kann, dass ausgerechnet er das nicht tut. So gut wie jeder macht es.
    Und es landet auch keiner in irgendeinem Verließ, zu dem man den Schlüssel wegschmeißt, der aus dem Suchfilter herausfällt. Die Person ist einfach nur „nicht interessant“ im Sinne der Wahl als Sexualpartner.

    • Das ist ja nicht das Problem, man hat ja auch innerhalb der Rasse Präferenzen, entweder man mag schlanke oder man mag kurvige Frauen, manche mögen Blondinen, andere finden Brünette schöner.

      Es geht darum, dass den Rassen bestimmte Eigenschaften unterstellt werden. Natürlich gibt es Unterschiede, z.B. in der Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. im Testosteronspiegel usw. Menschen verfügen aber über Sprache und abstraktes Denken und haben daher ganz andere Möglichkeiten sich voneinander zu unterscheiden.

      Wenn man nun darauf hinweist, dass die Schwarzen überall ärmer sind als Weiße oder Gelbe, dass in ihren Gesellschaften mehr Gewalt und Ungleichheit herrscht, muss das nicht mit irgendwelchen biologischen Eigenschaften zusammenhängen. In den USA z.B. wurden 1865 die Sklaven für frei erklärt, aber sie hatten nichts, ihnen gehörten noch nicht mal die Sklavenhütten, in denen sie wohnten. Also mussten sie sich bei ihren alten Herren verdingen, als Lohnarbeiter. Und Lohnarbeit ist billiger als Sklaverei.

      Es gibt soziologische Untersuchungen, nach denen sich Eigentumsverhältnisse erstaunlich stabil erweisen. Wer einmal reich ist, hat eine gute Chance, dass seine Nachkommen in etlichen Jahren immer noch reich sein werden, wenn nicht politisch dagegen gesteuert wird.

      Armut und Ungleichheit der Schwarzen ist also kein Beweis für rassische Unterlegenheit.

      • Ich habe das aus einem ganz anderen Grund eingeworfen:
        Es gibt ja in einigen Kreisen dieses Wettrennen „Wer ist der Heiligste, der Sündenfreieste, Am-wenigsten-diskriminierende?“, wo sich jeder mit dem anderen überbieten will in seinem Fimmel nach puritanischer Reinheit vor Gott (Gott sagt man meistens nicht, sondern zitiert „Menschenrechte“ und „Gemeinwohl“, obwohl man sich aber wie die extrem Gläubigen zu Gott benimmt) um damit maximale Bewertung als „tugendhaft“ zu erreichen.
        Das Beispiel war um aufzuzeigen, dass dieses Wettrennen der reinste Unsinn ist. Eine unerfüllbare, Utopie.
        Selbst der noch so toleranteste und akzeptierenste Mensch auf Erden hat irgendwas, wo ihn auf einmal Geschlecht oder Rasse doch stört bzw. ihm zumindest nicht egal ist.
        Und das sagt irgendwo aus, dass manche mittlerweile einen ganz komischen Film fahren, wenn es um die beiden Themengebiete (aber auch andere) geht.
        Dass manche jeder beliebigen Person mittlerweile „Rassist“ oder „Sexist“ an den Kopf werfen, insofern sie ihn persönlich nicht mögen, sich von irgendwas durch ihn auf den Schlips getreten fühlen oder ihnen seine Ansichten aufstoßen.

        Richtig lustig wird es dann, wenn man nicht mit dem eigenen Leben stets hausieren geht.
        Es passiert so häufig mit einer ausgeprägten Selbstverständlichkeit, dass bei Ansicht X mit der festen Annahme gearbeitet wird, dass bloß irgendein heterosexueller weißer Mann das äußern kann, obwohl es faktisch absurd ist. Als Beispiel: Was hindert eine Frau daran, genauso zu denken? Was hindert eine PoC daran, so zu denken? Oder, was hindert einen Schwulen oder einen Asexuellen (wenn sie die überhaupt kennen…) oder nicht sogar einen Transgender so zu denken?
        So viel zu dem Thema „Diskriminierung“ – wenn jemand im Streit immer mit einem bestimmten, festgefahrenen Feindbild rechnet.
        Als wenn Menschen, insofern sie einer bestimmten Gruppe auf Grund was-weiß-ich-nicht-für Kriterien zugeordnet werden, alle homogen sind. Gleich ticken. Und irgendeine fleischliche Änderung im Konzept automatisch auch eine bestimmte(!) Änderung im Gedankenkonstrukt bewirkt.
        Jeder, der sich selbst als „nicht rassistisch“ betitelt, sollte sich an der Stelle eigentlich an den Kopf fassen… Denn das ist das gleiche Konzept als wenn ich von schwarzer Haut oder Schlitzaugen auf bestimmte Persönlichkeitseigenschaften schließe.
        Man schließt nur automatisch von Ansichten auf den persönlichen Hintergrund und die persönlichen Motive, ohne sie aber doch genauer zu kennen oder in der Lage zu sein, sie zu erahnen (wäre man, wenn derjenige z. B. Informationen über sich selbst preisgibt).

        Wenn einer von „Rasse“ spricht – ich habe da eher das Word „Phänotyp“ gefunden. Einerseits, weil es nicht gleich so aggressiv in eine bestimmte Richtung schlägt, zum anderen: Unter Lebewesen gleicher Spezies ist es immer noch möglich unterschiedlichen Phänotyps zu sein. Phänotyp bedeutet da nur „sie können leicht etwas anders aussehen und beschaffen sein“, sind aber trotzdem immer noch dieselbe Sorte Objekt (Grundkonzept). „Selbe Sorte Objekt“ ist dann nämlich auch hinweisend darauf „im Grunde genommen sind alle Untertypen dieser Spezies zu den selben Dingen fähig (vielleicht im Einzelnen mit kleinen Abstrichen), sie sind jeweils nur an unterschiedliche Umgebungsbedingungen am besten angepasst„. Diese Anpassung bedeutet aber nicht, dass ihr Leben und ihre Persönlichkeit im Vorherein dadurch 100%-ig in Stein gemeißelt sind.
        Immerhin kam es ja auch irgendwann mal erst zu den unterschiedlichen Phänotypen… Die haben sich entwickelt und sind nicht einfach vom Himmel gefallen. Derselbe Prozess ist weiterhin noch möglich.
        Das Objekt selbst also, egal welchen Phänotyps, kann sich auch wieder verändern, wenn es sich an eine neue Umgebung anpassen muss.
        Gleiches gilt da auch bei der Persönlichkeit. Wozu braucht man Soziologie, wenn doch Phänotyp vorgibt, zu was für einem Menschen jemand persönlich wird? Würde nicht viel Sinn machen.
        Würde außerdem keinen Sinn machen, wenn nicht innerhalb einer Gruppe von Leuten gleichen Phänotyps Stunk und destruktive Strukturen entstehen könnten. Tun sie aber in der Praxis.
        Also ist doch weniger durch die Genetik des Phänotyps festgelegt, als dass es darauf ankommt wie Menschen sich untereinander verhalten bzw., wenn jemand gern eine genetische Komponente haben will (*seufz*), dann scheint diese wesentlich universaler in allen Phänotypen potentiell angelegt zu sein. Anders betrachtet könnte man auch sagen: „Das ist ein Ding typisch für die Spezies Mensch“, und da unterschiedliche Phänotypen trotzdem alle Menschen sind, können sie auch alle diese Persönlichkeitseigenschaften entwickeln sowie die dazugehörigen sozialen Probleme. Was dann auch wieder dem Bild entspricht, was man in der Praxis vorfindet.

    • Sein Hospital in Lambarene/Gabun existiert noch. Kürzlich gab es einen Film dazu:
      http://www.3sat.de/programm/?showid=CEAB52B6B20FEA0A

      „Das Krankenhaus in Lambaréné, einer kleinen Stadt im Tropenwald, steht immer noch. Heute ist es halb verstaatlicht. Zu Schweitzers Zeiten wurde jedem Kranken geholfen, ob er zahlen konnte oder nicht. Jetzt herrscht in Lambaréné die Bürokratie. Und die ist nur das kleinste Problem. Das Spital ist tief verschuldet. Der Staat Gabun hat seine Zuschüsse gekürzt. Spenden aus Europa fließen nicht mehr so wie früher. Der Name Schweitzer ziehe nicht mehr, klagt Daniel Stoffel, der Präsident des Stiftungsrats, der zwischen Lambaréné und seinem Heimatort im Emmental pendelt: „Nur noch die ältere Generation kennt ihn.“ Dazu kommt die Korruption. Vor drei Jahren war Marc Libessart, der letzte weiße Krankenhausdirektor, Buchhaltern auf die Schliche gekommen, die Geld unterschlugen. Die afrikanische Belegschaft organisierte daraufhin einen Aufstand gegen den Direktor, der Hals über Kopf das Land verlassen musste. „Ich bin absolut sicher“, sagt er heute, „dass die Korruption im Krankenhaus immer noch existiert.“

      Inzwischen bereuen die afrikanischen Ärzte und Krankenpfleger den Aufstand. „Die Zukunft ist dunkel“, schimpft etwa die Krankenschwester Sophie Mipimbou, „wenn wir wirklich einen Wechsel wollen, dann brauchen wir wieder Weiße im Management.“ Doch kann das wirklich die Lösung sein? Wäre es nicht besser, statt nach der starken Hand vermeintlich überlegener Europäer zu rufen, lieber eine eigene afrikanische Führungsriege aufzubauen, die kompetent und moralisch integer Schweitzers Arbeit fortsetzt?“

  6. Ist’s eigentlich Rassismus, wenn man diese Pyramide hat, die Nummer 2 mit struktureller Diskriminierung zu beglücken und die Nummer 1 wohlfeil in die Gruppe der Nummer 3 einzusortieren? 😉
    Und dann die Gruppen 4 und 5 mit positiver Diskriminierung anzuheben auf Kosten der Gruppen Nummer 3 und 2?

  7. Pingback: Stokowski: „Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht“ | Alles Evolution

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