Das Interesse von Feministinnen an einer Unterdrückung der Frau

Ein Tweet, den ich nach einer Diskussion mit einer Feministin machte, mit einer Antwort von Resolute Karotte:

Ich glaube auch, dass das Kollektiv für viele dort sehr wichtig ist und die „Unterdrückung“ erst einmal nur ein Weg dahin ist, das kollektiv zu errichten.

Dennoch ist der Glaube an die Unterdrückung natürlich auch sehr stark, so stark, dass kein Widerspruch dagegen geduldet werden darf.

Was natürlich auch die interessante Frage aufbringt, ob die Opferhaltung, die damit verbunden ist, nicht sogar sich eher verstärkend auswirken müsste: Wenn schon Mikroaggressionen

29 Gedanken zu “Das Interesse von Feministinnen an einer Unterdrückung der Frau

  1. Das Zentralproblem von SJWs ist letztlich, dass sie Schwäche zu ihrer definierenden Eigenschaft machen. Ihre Welt besteht aus Bedrohungen, denen man nichts entgegenzusetzen wagt, bis auf die Forderung, es mögen von oben Gesetze und Verordnungen erlassen werden, die diese Bedrohungen neutralisieren. Das „cisheteronormative Patriarchat“ soll qua Regierungsbeschluss ausgeschaltet werden, da man selber zu hilflos ist, um sich dagegen zur Wehr zu setzen. (Die Tatsache, dass niemand weiß, was ein „cisheteronormatives Patriarchat“ eigentlich so genau sein soll, mal außen vor.)

    In dieser Hinsicht schließen die SJWs an die radikalen Ökologisten aus dem Millieu der Grünen an: Der Mensch soll sich klein und schwach machen, vor der Welt kapitulieren, sich selbst auf präindustrielles Niveau herunterstutzen, sich von der Möglichkeit, das Universum durch Technologie zu verbessern, lossagen.

    Schwäche wird, einer gewissen Deutungsweise neutestamentarischer Moral folgend, zur höchsten Tugend ernannt; das ist im gesamten „linken“ Gedankenspektrum verbreitet. (Es gibt auch ein konservatives Spiegelbild, hier äußert sich die Schwäche als Arbeitswahn — Fleiß wird zur Tugend an sich erhoben, unabhängig davon, was durch ihn erreicht werden soll: https://www.novo-argumente.com/artikel/die_neue_zugmaschine_der_menschheit.) Nietzsche nannte dies „Sklavenmoral“.

      • @Mario Also eigebildete bzw. herbei halluzinierte Bedrohungen, wie bei jeder guten Verschwörungstheorie. Die Ängste, die daraus entstehen sind allerdings reale Gefühle – wenn auch gegenstandslos. Daraus entsteht eine permanente Hysterie – a state of anger and fear.

        Wer sich ständig in so einem Zustand befindet der senkt seinen IQ permanente um 10 – 20 Punkte (echte Panik kann den IQ locker um 40 Punkte senken). Kein Wunder, daß solche Leute dann nicht mehr logisch und sachlich denken können. Geschweige denn, daß sie sich noch wie rationale, intelligente Menschen verhalten würden.

        Da drängt sich mir immer das Bild einer Horde kreischender Affen auf, die auf den Bäumen sitzen und mit Ästen werfen, nur weil unten ein satter Leopard entlangschlendert.

    • @ Curiepolis:
      „Das „cisheteronormative Patriarchat“ soll qua Regierungsbeschluss ausgeschaltet werden, da man selber zu hilflos ist, um sich dagegen zur Wehr zu setzen.“
      Ähm, ist das ein kleiner Formulierungsfehler?
      Es müsste „EINGESCHALTET“ statt „ausgeschaltet“ heißen ….

    • @Curiepolis:
      Eine lustige (F)lachmetaphorik in dem Artikel. Nach ein paar Absätzen wird’s aber langweilig.
      Unverkennbar von einem vollurbanen „Geistesarbeiter“ ( Vulgo Mietgriffel ) geschrieben, wie spätestens hier deutlich wird:
      „Es sei allerdings bemerkt, dass die Bauern nicht die ganze Zeit über hart zu arbeiten brauchten: Im Winter gab es weniger zu tun, sie konnten sich während der kalten Monate längere Ruhepausen gönnen.“
      Watt ein Bullshit! Abgesehen von Einschränkungen durch Lichtmangel war es im Winter mindestens genau so hart wie im Sommer, da man im Winter alles das machen mußte, was im Sommer zwangsläufig liegenblieb oder nur notdürftig geflickt werden konnte und ganz nebenbei dafür zu sorgen hatte, daß man selbst plus Hausgemeinschaft nicht erfror.

    • „Ihre Welt besteht aus Bedrohungen, denen man nichts entgegenzusetzen wagt, bis auf die Forderung, es mögen von oben Gesetze und Verordnungen erlassen werden, die diese Bedrohungen neutralisieren. Das „cisheteronormative Patriarchat“ soll qua Regierungsbeschluss ausgeschaltet werden, da man selber zu hilflos ist, um sich dagegen zur Wehr zu setzen.“

      Mein Eindruck ist eher, der Feminismus erklärt den Staat zum neuen Patriarchen, ohne es zu merken. Das gesellschaftliche Patriarchat ist weg und die selbst geforderten Veränderungen in der Bevölkerung auch selbst umzusetzen ist Aufwand, also muss das jemand anderes machen…

  2. „Ich glaube auch, dass das Kollektiv für viele dort sehr wichtig ist (…)

    Dennoch ist der Glaube an die Unterdrückung natürlich auch sehr stark, “

    Wieso „dennoch“?

    Feminismus hat so offensichtlich religiöse Züge, dass der Glaube wesentlich dazu gehört.

    • Das ist richtig. Der Erfolg, oder besser der erstaunlich geringe Widerstand gegen offensichtlichen Blödsinn, beruht sicher auf menschlichen Verhaltensgrundmustern, sowohl bei Männern und Frauen, die dem entgegen kommen.
      Es ist bei Frauen die tiefe Sehnsucht zwar in allen großen Fragen mitmischen zu wollen, aber alle Verantwortung dem Mann zuzuschreiben.
      Die Folgen der Unwilligkeit Verantwortung zu übernehmen, z.B. weniger Führungskräfte wird dann als Unterdrückung fantasiert.
      Interessant in dem Zusammenhang wäre mal eine genauere psychische Betrachtung der Frauen die nach Macht im männlichen Sinne streben, wie Merkel, May usw.

      • „Interessant in dem Zusammenhang wäre mal eine genauere psychische Betrachtung der Frauen die nach Macht im männlichen Sinne streben, wie Merkel, May usw.“

        Oh, da habe ich gestern gerade ein hübsch bilderbuchartiges Studienobjekt entdeckt. Die ist absolut irre, noch passender geht es nicht:
        https://profilersuzanne.com/

      • „Interessant in dem Zusammenhang wäre mal eine genauere psychische Betrachtung der Frauen die nach Macht im männlichen Sinne streben, wie Merkel, May usw.“

        Ich bin mir da nicht sicher, ob Merkel nicht doch dem normalen weiblichen Schema entspricht.
        Sie hat ihre entscheidende Karriere zur Bundeskanzlerin nicht so sehr aktiv betrieben, als dass sie vielmehr im Zusammenhang mit der Parteispendenaffaire der CDU um Kohl und Schäuble Ende des letzten Jahrtausends als eine der wenigen unbelasteten Politiker an die Spitze gespült wurde. Oder kürzer formuliert: sie war zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort.
        Aber auch als Bundeskanzlerin verhält sie sich frauenkonform. Frauen streben zwar nicht so energisch nach Macht wie Männer, wenn sie sie aber haben, verteidigen sie sie genauso energisch und bedienen sich gleicher Tricks und Methoden.
        Von Theresa May dagegen weiß ich zu wenig, um ihre politische Vita beurteilen zu können.

  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Karpman_drama_triangle

    The Victim: The Victim’s stance is „Poor me!“ The Victim feels victimized, oppressed, helpless, hopeless, powerless, ashamed, and seems unable to make decisions, solve problems, take pleasure in life, or achieve insight. The Victim, if not being persecuted, will seek out a Persecutor and also a Rescuer who will save the day but also perpetuate the Victim’s negative feelings.

    The Rescuer: The rescuer’s line is „Let me help you.“ A classic enabler, the Rescuer feels guilty if he/she doesn’t go to the rescue. Yet his/her rescuing has negative effects: It keeps the Victim dependent and gives the Victim permission to fail. The rewards derived from this rescue role are that the focus is taken off of the rescuer. When he/she focuses their energy on someone else, it enables them to ignore their own anxiety and issues. This rescue role is also very pivotal because their actual primary interest is really an avoidance of their own problems disguised as concern for the victim’s needs.

    The Persecutor: (a.k.a. Villain) The Persecutor insists, „It’s all your fault.“ The Persecutor is controlling, blaming, critical, oppressive, angry, authoritative, rigid, and superior.

  4. Das ist wie im Sozialismus. Erst werden alle in ein Kollektiv gezwungen – wenn’s dann so weit ist, werden die Leute mit Freuden den Kommunismus annehmen.

    Die Botschaft, die Propheten, das gelobte Land … und alles wird gut sein.

    Die Geschichte belegt allerdings, daß so was nicht funktioniert.

  5. Vielleicht liegt es nur daran, dass die einen Sinn im Leben brauchen. Was passiert, wenn das (imaginäre) Patriarchat verschwindet. Dann würde der Feminismus an seinem eigenen Erfolg eingehen und die Feministinnen müssten sich eine neue Beschäftigung suchen, sei es beruflich oder als Aktivistin. Frau steht vor der Wahl, sich ein weit unspektakuläres Hobby zu suchen, bzw. wenn sie als Feministin beruflich unterwegs ist, muss sie sich einen neuen Job suchen, weil ihre Aufgabe ähnlich obsolet ist wie der Faustkeilhersteller. Also brauchen Feministinnen die Unterdrückung bzw. deren Kampf als Job uns Lebenssinn.

    • Feminismus ist aber so leicht, leichter als fast jedes andere Hobby. Man muss nix können, nichtmal logisch denken, und ist gegen Kritik oder miserable Ergebnisse immun, weil immer Opfer Anderer, aber nichtsdestotrotz kann man immer weiter machen, so sehr man mit all seinen Tätigkeiten auch versagt.
      Feminismus ist die Quintessenz von „auf Andere schimpfen“, und „auf Andere schimpfen“ ist die Quintessenz von Feminismus.
      Es lenkt vom eigenen Unvermögen und der eigenen Unmoral ab.
      Immer nur „Opfer“ schreien, und auf die bösen Strukturen schimpfen, die einen immer und überall wie Dämonen umschwirren.
      Warum also nicht dieses Hobby zum Beruf machen?
      Jedes andere Hobby wäre viel schwieriger (fast unendlich schwieriger für Jemanden, der einfach nichts Konkretes, Messbares zustande bringt) zu betreiben, ob Häkeln, Modelleisenbahn oder Kochen,
      denn da müsste man ein paar Grundfertigkeiten und Grundkenntnisse entwickeln, und das Ergebnis wäre nach bestimmten Kriterien durch Andere bewertbar, und dieser Gefahr setzt sich die moderne Schneeflocke ungern aus.
      In allen anderen Hobby-Communities müsste man, um unter Gleichgesinnten Respekt zu erhalten, irgendetwas Spezielles, Originelles, Schwieriges oder Anstrengendes leisten, in der Femisekte reicht die Mitgliedschaft, Eintrittskriterium ist nur eine Vagina, sonst nichts, nicht mal ein Hirn, und mit der Vagina kommen Opferrolle, behagliches Kollektivgefühl und Ermächtigung zum Mobben automatisch.

  6. Das Interesse des „Feminismus“ war schon immer eine Unterdrückung des dritten Standes.
    Frauen sind da nur Mittel zum Zweck.
    Woher rekrutieren sich denn zB heute in der dritten Welle die Täter und Täterinnen (aka Feministen)?

  7. Feministen haben natürlich kein Interesse an der Unterdrückung der Frau. Sie wollen nur den Eindruck vermitteln, Frauen würden systematisch benachteiligt. Und warum? Ist doch klar: Ein Opfer hat in einer humanen Gesellschaft ein Anrecht auf Hilfe und auf Kompensation für erlittenes Unrecht.
    Sich selbst und die eigene Gruppe als opfer zu inszenieren, obwohl man keines ist, das hat etwas Schäbiges an sich. Trotz all dem Opfergeschwätz sollte nicht vergessen werden, dass es Menschen gibt, denen es sehr schlecht geht und die tatsächlich Hilfe benötigen würden.
    Feminismus ist bösartiger Narzissmus.

  8. BTW. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber @Christian, der Text hört nach „Wenn schon Mikroaggressionen“ abrupt auf !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.