Toleranz vs. (bremsende) Regeln vorgeben

In die Debatte um die Anschaffung von „Burkinis“ für den Schwimmunterricht an Schulen mischt sich ein Verein ein, der bereits seit längeren Schwimmunterricht gibt:

Ich weiß, wovon ich rede. Seit zweieinhalb Jahren arbeite ich im Rahmen des Vereins LieberLesen e. V. mit muslimischen Mädchen, die seit 2015 in einer Flüchtlingsunterkunft in einer hochgradig repressiven Parallelgesellschaft leben. Vor zwei Jahren hatten wir die Mittel eingeworben, um einer Gruppe von Mädchen Schwimmunterricht erteilen zu können. Unsere Position war eindeutig: Schwimmunterricht nur im normalen einteiligen Badeanzug. Den würde der Verein den Mädchen spendieren. Vor Beginn des Schwimmunterrichts wurden die Eltern zusammengerufen, das Foto einer 13-jährigen Altersgenossin im schwarzen Badeanzug hing im Großformat an der Wand; eine Kollegin aus Syrien half beim Übersetzen und Argumentieren: darüber, wie wichtig Schwimmen gerade für Mädchen ist; darüber, dass die Art der Badebekleidung weder von Mohammed noch im Koran vorgeschrieben ist; darüber, dass Verhüllungsvorschriften für Frauen nicht religiös fundiert sind und auch nicht vom Islam eingeführt wurden, sondern 2000 Jahre vor dem Erscheinen von Mohammed zur Zementierung einer patriarchalen Männerherrschaft im Orient erfunden wurden, um Frauen unsichtbar, unbeweglich und schwach zu machen.

Wir haben den Eltern klargemacht, dass ihre Töchter nur dann am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen, wenn sie, die Eltern, unterschreiben, dass sie mit dem Tragen eines normalen einteiligen Badeanzugs einverstanden sind. Alle Eltern haben unterschrieben; alle Mädchen haben Schwimmunterricht erhalten, alle Mädchen haben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten daran gewöhnt, dass in der Schwimmhalle auch Jungen zugegen sind, alle Mädchen haben das Seepferdchen und das Bronzeabzeichen gemacht, alle Mädchen sind wilde Wasserratten geworden und scheren sich nicht darum, was sie anhaben und wer in der weiteren Umgebung des Schwimmbades anwesend ist. Warum können unsere verantwortlichen Instanzen – Politik, Verwaltungen, Schulen – nicht den Mumm aufbringen, bei uns herrschende Regeln und Selbstverständlichkeiten von den Menschen zu verlangen, die bei uns Schutz suchen, und die wir ernähren.

Das ist ja ein Phänomen, welches man häufiger antrifft. Wer Leuten nicht die Möglichkeit gibt, dass sie es auf ihre Weise machen können, sondern die Art und Weise vorgibt, der gibt erst gar nicht die Möglichkeit zu einer Diskussion und damit auch nicht die Gelegenheit zum Virtue Signalling.

Es ist insbesondere ein guter Weg ein Race to the Bottom zu verhindern, bei der die extremsten die Bedingungen vorgeben und andere meinen, ihnen folgen zu müssen, weil alles andere sie schlecht aussehen lassen würde.

Wenn man eben beim Schwimmunterricht keinen Burkini tragen darf und auch noch angeführt wird, dass man die Gegenargumente dazu hat, dass dieser Erforderlich ist, dann mögen ein paar Extreme ihre Kinder vielleicht nicht anmelden, die weniger extremen fühlen sich aber gleichzeitig nicht schlechter, weil ihnen der Weg dahin ja abgeschnitten ist.

Jemanden die Entscheidung abzunehmen kann als Befreiung empfunden werden, weil man dann die eigene Botschaft weniger kontrollieren muss.

Ein klassisches Beispiel sind Kinder, denen man die Wahl überlässt, ob sie zum Umgang zum Vater gehen, und die das Gefühl haben, dass sie der (traurigen) Mutter signalisieren müssen, dass sie sie lieber haben als den Vater und da gar nicht hin wollen. Dem Kind zu sagen, dass die Eltern/das Gericht es für es entschieden haben und das so gemacht werden muss kann dann eine Befreiung sein.

Ein anderes Beispiel wäre ein Flirt, bei dem der Mann aktiv wird und die Frau das Gefühl hat, dass es „einfach so passiert ist“

Im modernen Feminismus fehlt dieses Regulativ in gewisser Weise. Keiner darf dort sagen, dass gewisse Anfeindungen oder Anprangerungen zu weit gehen. Es gibt niemanden, der sagt, dass es genug ist und das der normale Schwimmanzug reicht und der Burkini zuviel ist . Deswegen entwickelt sich dort immer ein Race to the Bottom, in der jeder noch eine nur von ihm gefundene Diskriminierung nachlegen will.

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62 Gedanken zu “Toleranz vs. (bremsende) Regeln vorgeben

    • Der Text wäre ein eigenes Thema hier auf dem Blog wert 🙂
      „…und frage ihn, was er denn so macht. Beruflich. Er sagt: „mal dies, mal das“ und feiert seine Antwort so richtig. Er ist stolz auf seine luxuriöse Verweigerungshaltung.
      Wumms – meine Vagina verschließt sich! Feierabend, Schluss, aus. Wird nichts mehr. Sie hat sich an dieser Antwort verschluckt, ich habe mich an meinem Bier verschluckt. Schnell austrinken und gehen. Ob seine Eltern seine Miete zahlen?“

      Ja interessante Aussagen mal wieder, für eine selbsternannte Antisexistin. Wenn man einen Mann nur nach Verdienst und Status bewertet ist das natürlich ok. In dem Absatz stecken wieder so viele typisch weibliche Verhaltens- und Bewertungsmuster drin, die zeigen dass sie so weit von Antisexistisch…blabla so weit entfernt ist, wie man nur sein kann. Aber sie bezeichnet sich ja selbst als „offenes, peinliches Buch“.

        • Ja, unten begründet sie es fadenscheinig natürlich anders, das ist klar. Aber es ist doch zu offensichtlich 🙂 Wäre der Typ Topmanager, der 80 Stunden die Woche arbeitet und ein aufregendes Jetsetlife führt, hätte sie direkt Sex mit ihm gehabt, ob er wollte oder nicht, egal wie antifeministisch, rassistisch etc… er sich gegeben hätte. Bei einem Geringverdiener, der trotzdem viele Stunden arbeitet, wäre ich mir da nicht so sicher, da hätte sich ihre Vagina ebenfalls verschlossen. Interessant aber auch, dass sich eine Missy-Autorin mit einem weißen, heterosexuellen Abschaum-Mann trifft.

          • „Wäre der Typ Topmanager, der 80 Stunden die Woche arbeitet und ein aufregendes Jetsetlife führt, hätte sie direkt Sex mit ihm gehabt, ob er wollte oder nicht, egal wie antifeministisch, rassistisch etc… er sich gegeben hätte. “
            Aber er nicht mit ihr. Besonders gut sieht sie nämlich nicht aus und wirklich frisch ist sie mit 35 auch nicht mehr. Der Manager geht in einem Schicki-Micki-Schuppen und schnappt sich da eine, das ist einfacher.

          • „Aber er nicht mit ihr. Besonders gut sieht sie nämlich nicht aus und wirklich frisch ist sie mit 35 auch nicht mehr. Der Manager geht in einem Schicki-Micki-Schuppen und schnappt sich da eine, das ist einfacher.“
            Da hast du sicher recht. Aufgrund ihrer Hybris und ihres weiblichen Narzissmus ist sie (so wie viele andere Frauen) aber nicht in der Lage das zu erkennen, dass solche Männer es sich eben aussuchen können und dabei sicherlich nicht eine wie sie wählen würden. Ich merke das auch immer wieder bei meinen Dates und denke mir: „wenn ich all deine Wünsche und Ansprüche erfüllen würde, dann wäre ich ja der absolute Supertyp, dann würde ich aber wiederum nicht mit dir 5er Mauerblümchen hier sitzen.“
            Das Problem ist, dass jede noch so unterdurchschnittliche Trulla meint, sie hätte mindestens einen Multimillionär in Beckhamoptik verdient, der ihr die Welt zu Füßen legt.

      • „Wumms – meine Vagina verschließt sich! Feierabend, Schluss, aus. Wird nichts mehr.“
        Gegenüber einer Frau, die grade eben noch angegeben hat
        „Heute Nacht bin ich eine Frau, die sich über Tinder verabredet, weil sie Sex haben will.“
        würde ich diesen Satz so bewerten:
        Sie feiert ihre Haltung so richtig. Sie ist stolz auf ihre luxuriöse (sexuelle) Verweigerungshaltung.
        „Ich frag mich, wie privilegiert man sein muss, um sich das leisten zu können.“
        Auch diese Frage gebe ich genau so an sie zurück.
        Als Mann kann ich das vermutlich nicht beantworten. Dazu braucht man die Privilegien einer Frau(tm)

        • Ich halte ja den Text für komplett fiktional. Es ist einfach nur eine billige Polemik von Sibel S. um ihren Hass auf Lifestyle-Linke zu artikulieren.

          Aber Du hast recht, sie kotzt tatsächlich über vermeintliche Privilegien anderer ab und bemerkt ihre eigenen nicht.

          Wie war das mit dem Splitter im Auge des anderen und dem Balken im eigenen?

        • „Ich halte ja den Text für komplett fiktional. “

          Was verstehst Du unter „komplettt fiktional“?
          Mag sein, dass das Ereignis sich nicht exakt so zugetragen hat.
          Aber die geäußerte Selbstbeobachtung, dass „ihre Vagina sich verschließt“, sobald sie mitbekommt, das der patentielle Sexualpartner kein Geld hat, kein stinkend reicher 50-shades-of mr. Christian Grey, diese selbstbeobachtung wird schon echt sein, und dass sie sich so auch schon beim dating ausgewirkt haben mag, ist doch sehr sehr plausibel, oder nicht?

          Interessant ist doch allein ihre Rationalisierung, wie sie ihre letztlich stockreaktionäre hypergamie rechtfertigt, obwohl es nicht mal um eine dauerhaften Partnerschaft geht.

          • Aus der Antwort „mal dies, mal das“ lässt sich nicht per se auf fehlendes Geld schließen. Im Gegenteil, bei Jungs aus wohlhabenden Familien ist das eine zeitweise durchaus anerkannte Betätigung. In manchen Fällen wird auch ein Lebenswerk daraus.

            Der Text intendiert aber auch gar nicht in diese Richtung. Von Geld und Status ist nirgends die Rede. Groß und lockige Haare sind ihr Beuteschema für den Tinder-Fick. Also angeblich…

          • Aus der Antwort „mal dies, mal das“ lässt sich nicht per se auf fehlendes Geld schließen. Im Gegenteil, bei Jungs aus wohlhabenden Familien ist das eine zeitweise durchaus anerkannte Betätigung.

            Das ist eine mögliche Variante. Die Annahme aber, dass er einer ist, der sich mehr schlecht als recht durchschlägt scheint mir naheliegender.
            Insofern deute ich den sich unmittelbar einstellenden Verschluss des Genitals jener Prinzessin aus dem wilden Kurdistan als physiologischen Hypergamiereflex. Die nachträglich angeführten Rationalisierungen sind in ihrer Faktentreue an Karl May orientiert.

          • Welche Deutung den wirren Gedankengängen der Sibel S. zum Zeitpunkt ihrer Schreib-Diarrhoe am nächsten kommt, werden wir vermutlich nie erfahren.

            Immerhin halte ich ihre Selbstbeschreibung für ehrlich: ein „offenes, peinliches Buch“ Vor allem peinlich.

          • „Die Annahme aber, dass er einer ist, der sich mehr schlecht als recht durchschlägt scheint mir naheliegender.

            Zumal Frauen angeblich äußerst instinktsicher bei der Einschätzung ihres männlichen Gegenübers sein sollen.

            „Mal dies, mal das“ aus dem Munde eines Mannes in Luxusklamotten wird anders gewichtet, als ein „Mal dies, mal das“ aus dem Munde eines augenscheinlichen Sozialhilfeempfängers.

        • Gut beobachtet. Sie feiert sich da so richtig ab:
          „Du hättest mit mir Sex haben können (und ich weiß, dass Sex für Männer das Größte ist). Ich hätte dir Wurm die Gnade erwiesen und dir meine heilige Vagina zur Verfügung gestellt. Aber du hast einen klitzekleinen Fehler gemacht … und wumms jetzt kriegst du eben gar nichts!“ *triumphierend-hämisch grinsend*. Richtig ekelhaft.

      • „In dem Absatz stecken wieder so viele typisch weibliche Verhaltens- und Bewertungsmuster drin, die zeigen dass sie so weit von Antisexistisch…blabla so weit entfernt ist, wie man nur sein kann.“

        Sie ist nicht sexistisch. Sie scrollt nur das archaische Programm weiblicher Partnersuche ab, ohne dass sie es sich bewusst macht.
        Nach exakt demselben Schema haben die Frauen mindestens der letzten 50.000 Jahre ihre Partner ausgewählt.
        Immerhin sah der Typ noch so aus, dass es für ein Bier und ein näheres „Beschnuppern“ reichte.
        Aber als er andeutete, sie ggf. nicht ernähren zu können – „Wumms – meine Vagina verschließt sich!“

        Treffender hätte sie den Mechanismus gar nicht beschreiben können, an dem sie willentlich gar keinen Anteil hatte. Ihre Vagina hat entschieden!

    • „Sibel Schick ist 1985 in der Türkei geboren und wohnt seit 2009 in Deutschland. Sie ist freie Autorin (taz), Social-Media-Managerin, arbeitet bei einer Menschenrechtsorganisation und ist Mitgründerin einer proaktiven, antisexistischen Online-Plattform.“
      Ähm, Also das könnte man durchaus als „mal dies mal das“ bezeichnen. Nur weil er vielleicht keine Lust hatte bei der Frage nach dem Job gleich den Vaginafinanzierer rauszukehren, und mrs. Schicks progressive Gleichberechtigungshaltung auf den Prüfstand gestellt hat verschließt sich ihre Vagina? Wow, im Test durchgefallen. da kann man sich ersparen ihre sexistischen und rassistischen Voruteile, gegenüber ihres potentiellen Fickgesellen aufzuzählen.

  1. Ich finde es ja immer wieder bemerkenswert, wenn Menschen – oder, wie in diesem Fall, Vereine – vorgeben gegen Benachteiligung zu sein, obwohl sie selbst es sind, die benachteiligen.

    »um einer Gruppe von Mädchen Schwimmunterricht erteilen zu können«
    Ich wette, die Jungs hätten auch gern Schwimmen gelernt.

    »Den [Badeanzug] würde der Verein den Mädchen spendieren.«
    Jungs können ja in Unterhosen schwimmen, falls deren Eltern das Geld für den Schwimmunterricht zusammenbekommen.

    »wie wichtig Schwimmen gerade für Mädchen ist«
    Für Jungs natürlich völlig unwichtig. Jungs, die nicht schwimmen können, werden von anderen ja geradezu als Helden gefeiert.

    »dass in der Schwimmhalle auch Jungen zugegen sind«
    Wenn es nach dem Verein ginge, wäre dem wohl nicht so.

    Es zeigt auch wieder das völlige Fehlen von Mitgefühl gegenüber Jungs.
    Es fragt sich niemand, wie sich wohl die Jungs fühlen, wenn die Mädchen Schwimmen lernen dürfen und sogar die Badeanzüge geschenkt bekommen, wenn sie fröhlich erzählen, wie toll der Unterricht war und stolz ihre Auszeichnungen präsentieren – und sie selbst es nicht können, bzw. dürfen, einzig und allein, weil sie Jungs sind.
    Von der weiteren „Förderungsflut“ ausschließlich für Mädchen ganz zu schweigen.
    Und wie die Jungs sich wohl erst fühlen, wenn man ihnen dann auch noch einredet, Mädchen seien Benachteiligt und Jungs (bzw. Männer) daran schuld?

      • »Meines Wissens schreibt niemand muslimischen Jungen vor, nicht schwimmen zu gehen«
        Es geht hier aber darum, daß ein Verein, der angeblich für Gleichberechtigung einsteht, Kindern Schwimmkurse bezahlt, also denen, die nicht schwimmen können – und das ausschließlich für Mädchen.

        »oder keine Badehosen zu tragen«
        In Schwimmbädern gibt es im Allgemeinen schon die Regel, daß Badekleidung getragen werden muss.
        Und Mädchen wird diese vom Verein ebenfalls bezahlt – und Jungs nicht.

        Gleichberechtigung wären Schwimmkurse und Badekleidung für Mädchen und Jungs!

        »dass in der Schwimmhalle auch Jungen zugegen sind«
        Bei der Geschlechtertrennung wird gern übersehen, daß sie für beide gilt!
        Man müsste, wenn man wirklich für Gleichberechtigung wäre, eben auch den Jungs zeigen, daß es in Ordnung ist, wenn Mädchen und Jungs zusammen im Schwimmbad sind.

        Letztendlich tut man genau das, was man vorgibt zu bekämpfen: Geschlechtertrennung und Benachteiligung aufgrund des Geschlechts!

        Und die Mädchen können dann, wenn sie in der Schule Schwimmunterricht bekommen, stolz ihr „Seepferdchen“ präsentieren und zeigen wie toll sich doch schon schwimmen können, während die Jungs es noch nicht können – natürlich nur, weil Jungs zu dumm dazu sind.

        Das ist doch das ganze Prinzip der Mädchenförderung, Mädchen zu besseren Leistungen und Noten zu verhelfen und dann zu behaupten, Jungs seien schlechter, weil sie dumm und faul wären.

          • Stimmt.
            – Mädchen lernen schwimmen, Jungs nicht..
            – Mädchen können in der Schule damit angeben, Jungs sind die Deppen.

            »Alle Eltern haben unterschrieben; alle Mädchen haben Schwimmunterricht erhalten«
            Man hatte also keine radikalen Kopftuchmoslems. Denn denen wäre es völlig egal, ob Schwimmkurs und Badebekleidung bezahlt werden oder nicht.
            Diese Mädchen hätten ansonsten – gleichberechtigt – mit den Jungs in der Schule schwimmen gelernt!

          • Ich halte solche Kurse speziell für muslimische Frauen für durchaus sinnvoll. ich weiß ja nicht, wem hier die Organisation der Geschlechterverhältnisse im Islam als vorbildlich erscheint, aber dass muslimische Migranten deutsche Mädchen vergewaltigen und umbringen, während muslimischen Mädchen jeder Kontakt zu nichtmuslimischen Männern untersagt wird, und der Verhüllungszwang nur Frauen betrifft, ist natürlich symptomatisch für die Integrationsunwilligkeit des Islam.

            Im Sinne einer besseren Integration sollten verstärkt Freiräume für muslimische Frauen geschaffen werden, in denen sie sich dem Zwang ihrer Familien und ihrer Religionsgemeinschaft entziehen können. Ein allgemeines Kopftuchverbot an Schulen z.B. wäre ein erster Schritt

          • ich weiß ja nicht, wem hier die Organisation der Geschlechterverhältnisse im Islam als vorbildlich erscheint, aber dass muslimische Migranten deutsche Mädchen vergewaltigen und umbringen, während muslimischen Mädchen jeder Kontakt zu nichtmuslimischen Männern untersagt wird, und der Verhüllungszwang nur Frauen betrifft, ist natürlich symptomatisch für die Integrationsunwilligkeit des Islam.

            Soweit ich weiß, ist nicht nur muslimischen Mädchen und Frauen, sondern auch muslimischen Jungen und Männern (heterosexueller) Sex vor der Ehe verboten.
            Siehe dazu auch hier: https://www.heise.de/tp/features/Willkommen-in-der-Steinzeit-3414388.html

            Gleichzeitig blüht der schwule Sextourismus in den islamischen Ländern des Maghreb. Das hat nun der prominente schwule Pornostar und –produzent Michael Lucas öffentlich in der Zeitschrift Jungle World mit drastischen Worten kritisiert:

            „Die Männer, die in diese Länder fahren, um sich ficken zu lassen, profitieren davon, dass die Männer dort daran gehindert werden, heterosexuellen Sex zu haben, bevor sie verheiratet sind. Damit würden sie ihr Leben aufs Spiel setzen. Diese europäischen Schwulen bilden sich ein, diese Länder seien zu einem bestimmten Grad schwulenfreundlich, weil sie sich dort ficken lassen können. Wenn jemand damit zufrieden ist, sich wie eine Ziege benutzen zu lassen, finde ich das bemitleidenswert.“

            Eine bizarre Vorstellung, ein bizarrer Vorgang: Islamische Männer, die vor der Ehe keinen Sex haben dürfen, benutzen schwule Europäer also als eine Art Ziegenersatz. Während diese dann wiederum hinterher behaupten, so Lucas, dass diese Länder nicht homophob seien. „Sie merken nicht, wie sie verachtet werden, wenn sie die Frauenrolle spielen.“

          • Eben.
            Die reaktionäre islamische Religion ist einer der Bereiche, in denen Frauen wirklich immer noch massiv benachteiligt und unterdrückt werden. Hier wäre ein *sinnvolles* Aufgabenfeld für Feministinnen.

            Die Tatsache, dass letztere lieber über westliche Männer herfallen, weil diese dies oder jenes gesagt haben, was man bei extremer Überempfindlichkeit als geringfügig sexistisch wahrnehmen kann, ist doch irgendwie… etwas… naja. Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass man mit einem Fencheltee trinkenden Hipster leichter fertig wird als mit geifernden Gotteskriegern, bei denen das Messer locker sitzt…

          • Nachteule,

            eine „exhibitionistische Handlung“ im Sinne des StGB ist was anderes als sich nackt präsentieren. Einen reinen Nudisten wegen dem Paragraph anzuklagen würde vor dem Richter keine Gnade finden…Freispruch.

          • Auch für Nudisten gilt: Nicht in der Öffentlichkeit – zumindest für Männer.
            Der Platz vor dem Kölner Dom ist meines Wissens nach kein FKK Gelände.

            Vielleicht gibt es ja eine Ausnahme für LGBTSONSTWAS Männer beim CSD o. ä..

          • Exhibitionismus ist eine sexuelle Handlung, Nur für öffentliche (männliche) Nacktheit wird es kein Urteil nach § 183 StGB geben.

            In z.B. Bayern gibt es bereits seit 2013 kein Allgemeines Nacktbadeverbot mehr. Das regeln seither die Kommunen nach eigenem Bedarf selbst. Anders ausgedrückt darf man überall Nacktbaden, sofern es nicht explizit untersagt ist,

            Relevant ist allenfalls § 118 OWiG, der aber geschlechtsneutral formuliert ist. Man kann natürlich darüber streiten ob ein nackter Mann die Öffentliche Ordnung eher beeinträchtigt als eine nackte Frau. Ich würde aber sogar so weit gehen und behaupten, dass z.B. Oben-Ohne im Cabrio bei Frauen eher geeignet ist den Straßenverkehr zu stören, als wenn ein Mann dies tut.

            Dass § 183 StGB geschlechtsneutral formuliert gehört steht für mich allerdings trotzdem außer Frage.

      • Der Spruch, nach dem Schwimmen gerade für Mädchen ja besonders wichtig sei, ist aber wohl nicht nur ihm aufgefallen.
        Wieso sollte hier wieder einmal etwas für Mädchen besonders wichtig sein? Und wieso werden hier wieder nur Mädchen durch Leih-Schwimmzeug gefördert?

    • Es fragt sich niemand, wie sich wohl die Jungs fühlen, wenn die Mädchen Schwimmen lernen dürfen und sogar die Badeanzüge geschenkt bekommen, wenn sie fröhlich erzählen, wie toll der Unterricht war und stolz ihre Auszeichnungen präsentieren

      Nun, es heisst doch immer, dass wir (diejenigen, die schon länger hier sind), unsere Werte vermitteln sollten. Für die Jungs heisst das: Stellt euch mal ganz hinten an. Können die gar nicht früh genug lernen.

  2. Sachlich falsch:
    „… darüber, dass Verhüllungsvorschriften für Frauen nicht religiös fundiert sind und auch nicht vom Islam eingeführt wurden, sondern 2000 Jahre vor dem Erscheinen von Mohammed zur Zementierung einer patriarchalen Männerherrschaft im Orient erfunden wurden, um Frauen unsichtbar, unbeweglich und schwach zu machen…“
    Auch Männer in Wüstenregionen tragen eine Ganzkörperverhüllung! Diese dient dem Schutz vor der Sonne. Leute die sich einmal längere Zeit dort aufhalten müssen lernen sehr schnell die Vorteile dieser Bekleidung kennen ( ausgenommen Engländer, die lieben leuchtend rote Haut und Schmerzen).
    Die Bedeckung von Mund und Nase sorgt dafür, dass man zum einen nicht soviel Staub schluckt zum anderen hat man so feuchte Atemluft und einen geringeren Wasserverbrauch.
    Weiterhin hatte die Verhüllung auch den Sinn Frauen vor Belästigungen zu schützen. Denn wenn ich nicht weiß, was unter dem Umhang steckt pfeife ich ihm nicht hinterher.

    Das die Ganzkörperverhüllung in heutiger Zeit einem anderen Zweck dienst steht auf einem anderen Blatt.

  3. Zwei Anmerkungen dazu von mir:

    Syrer, insbesondere die städtischen, waren/sind relativ säkular. Daesh kam da eher von Osten, aus dem Irak in das Land rein.

    Der Verein hat da also eher offene Türen eingerannt.

    Und wie Leprechaun schon anmerkt, wurden Kleidungsvorschriften nicht „2000 Jahre vor dem Erscheinen von Mohammed zur Zementierung einer patriarchalen Männerherrschaft im Orient erfunden um Frauen unsichtbar, unbeweglich und schwach zu machen.“

    Typisch feministische Schuld- und Verantwortungsprojektion. Wer mit solchen Statements hausieren geht, macht sich in den Augen von Arabern (aber nicht nur bei denen) lächerlich.

    • Selbst unter den säkulären Syrern ist es aber nicht so üblich, dass Frauen Schwimmen oder Radfahren lernen. Hijab wird zwar nur ab und an aus Selbstschutz und Gesellschaftsdruck getragen, aber sowas wie Schwimmen und Radfahren gelten nicht gerade als ziemliche Fähigkeiten.

  4. Flüchtlinge sind etwas anderes als die „einheimischen“ Muslime. Syrien war ein tolerantes Land, du hast Frauen in Miniröcken im Fernsehen gesehen und die Frau hatte viele Rechte die in anderen mehrheitlich muslimischen Ländern nicht existieren. Dann kam der vom Westen und Saudi Arabien organisierte Bürgerkrieg und jetzt tragen die meisten zu ihrer Sicherheit den Schleier. Aber unter dem Schleier sind es immer noch die gleichen Menschen.

  5. „Jemanden die Entscheidung abzunehmen kann als Befreiung empfunden werden, weil man dann die eigene Botschaft weniger kontrollieren muss.“

    Mit dieser ganzen Diskussion oben wird ein heikles Problem angesprochen. Denn wenn man in bestimmten Fällen diese Art von sanftem Zwang befürwortet, dann werden andere Leute kommen und z. B. sagen:

    „Ja genau, darum machen wir jetzt diese Wahllisten mit Frauenquote, damit dem Wähler diese ganze Qual der Wahl abgenommen wird: soll ich jetzt einer weiblichen Kandidatin meine Stimme geben? Keine Diskussion – wer wählt, wählt automatisch Frauen. Der muß sich hinterher auch nicht vor irgendwelchen Freunden oder Verwandten rechtfertigen für seine Bevorzugung.“

    Die entscheidende Frage ist, wie man die Grenze zieht. Eine Vielzahl von sozialen Situationen, wo es um gemeinsame Entscheidung, Abstimmung u. dgl. geht, würde enorm von so einem sanften Zwang profitieren, so ein bißchen Unerbittlichkeit halt. Aber sobald man das akzeptiert, werden andere Leute kommen und mit den allerbesten Absichten, diese „Zwangzone“ immer weiter ausdehnen.

    Auch ein Erdogan wird dann beteuern: „Ich mach doch gar nix, nur so ein bißchen „nudging“ eben …“

    https://dash.harvard.edu/bitstream/handle/1/16205305/shortguide9_22.pdf?sequence=4

    • „Denn wenn man in bestimmten Fällen diese Art von sanftem Zwang befürwortet, dann werden andere Leute kommen und z. B. sagen:“

      ja, natürlich. Das ist dann ein Problem, weil man natürlich in alle Richtungen steuern kann und die Leute ganz verschiedene Vorstellungen haben, welche Richtung gut ist

    • Dafür gibts ja eben Demokratie, mit Mehrheitsentscheiden usw.
      … wenn wir nur eine hätten.

      Wenn man Multikulti natürlich zum einzig seligmachenden Ziel erhebt, geht das nicht. Da geht gar kein Zwang, außer gegen diejenigen, die sich gegen diese Zwangsbeglückung zur Wehr setzen. Täglich neu aushandeln usw.

      Ziel der Entwicklung ist eh, dass wir erkennen: Demokratie ist nicht gut für uns, weil uns am Ende die Muslime überstimmen (siehe ägyptische Verfassung der Muslimbrüder). Teile und herrsche, nichts anderes steckt dahinter.

  6. Ich bewundere ja die Leute, die den zugewanderten (überwiegend Sozial-)migranten auch noch so entgegenkommen, sie überzeugen, sie beschenken usw.

    Ich meine: he toll! Ich würde nichtmal ansatzweise die Motivation dafür aufbringen. Überwiegend weil ich Muslime und deren Ideologie nicht ausstehen kann und mich nicht auf deren Argumentationsniveau (im Koran steht xy, blabla) herablassen möchte. Ich würde das einfach gesetzlich vorschreiben, fertig.

    Wenn die Betroffenen mit einem Hardliner zusammentreffen, ist eh Schluß, die Meinung der islamischen Rechtsgelehrten ist nämlich ziemlich eindeutig:
    https://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/161-gesellschaft-aktuelles/sonstiges-speziell-fuer-frauen/1500-das-schwimmen-fuer-frauen
    Viel Spaß dabei, dagegen anzuargumentieren!

    Wir haben hier in der Schule gar keinen Schwimmunterricht. Das Schwimmbad wurde aus Kostengründen vor einigen Jahren abgerissen. Thermal- und Kurbad sind eher ungeeignet für Schulklassen. Wer Schwimmunterricht will, zahlt ordentlich dafür. Darf die Kinder nachmittags rankarren und hoffen, dass die Lehrerin (die Schwimmschule des einzigen fähigen Lehrers musste zumachen, weil der versehentlich einen Pädo eingestellt hatte) es auf die Reihe bekommt, der heterogenen Kindergruppe irgendwann beizubringen, wie man im Wasser nicht untergeht.

  7. An-und-für-sich genial: Feminismus als Spaltkeil für das real existierende ShariaPatriarchat (i.e. „Flüchtlingsunterkunft in einer hochgradig repressiven Parallelgesellschaft“).

  8. „Warum können unsere verantwortlichen Instanzen – Politik, Verwaltungen, Schulen – nicht den Mumm aufbringen, bei uns herrschende Regeln und Selbstverständlichkeiten von den Menschen zu verlangen, die bei uns Schutz suchen, und die wir ernähren.“

    –> EXAKT.

    • Weil es Grundrechte gibt, darunter auch die Religionsfreiheit, und die gelten nicht nur für Deutsche, sondern für alle, die sich in Deutschland aufhalten.

      Das Problem mit dem Islam ist eben, dass alles was Muslime tun teil ihrer Religionsuasübung ist; Islam ist keine Religion wie alle anderen, sondern eine „allumfassende Lebensweise“; da gehört dann eine bestimmte Art sich zu kleiden, zu essen, Sex zu haben oder nicht zu haben zur Religion und fällt unter die Religionsfreiheit des GG.

      Das müsste mal geklärt werden, was denn nun eigentlich unter Religionsfreiheit zu verstehen ist und was nicht darunter fällt.

      Es gibt ja z.B. Gerichtsentscheidungen, die das Tragen des Kopftuchs für Lehrerinnen verbieten.

      • „Das müsste mal geklärt werden, was denn nun eigentlich unter Religionsfreiheit zu verstehen ist und was nicht darunter fällt.“

        Ja, um diese Entscheidung drücken sich alle. Der Grund ist auch klar: sobald man beginnt, die westlichen Werte-Phrasen zu konkretisieren, wird offenbar, dass jeder etwas anderes darunter versteht. Diese „Werte“ wurden halt auf westliche Gesellschaften zugeschnitten, sie passen nur so lange, wie niemand sie ernsthaft hinterfragt und die Widersprüche nicht zu groß werden.

        Die Politik hat da längst keine angenehme Wahl mehr, entweder sie erhebt die Religionsfreiheit zum Götzen, unter dessen Mantel quasi alles erlaubt ist (Beschneidung wurde ja schon explizit dort untergebracht) oder sie schleift große Teile des islamischen Lebensstils. Letzteres traut sie sich schon deshalb nicht, weil die muslimische Minderheit längst größer ist, als gesund für uns wäre. Gegen die macht man nicht mehr so einfach Politik. Ein schöner Vorgeschmack auf kommende Zeiten…

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