Selbermach Mittwoch 171 (11.07.2018)

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155 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 171 (11.07.2018)

  1. Der folgende Artikel zur Kritik an #MeToo aus der linken Theoriezeitschrift „Bahamas“ ist zwar vor einiger Zeit schonmal auf Genderama verlinkt worden, aber ich möchte hier auch nochmal auf ihn hinweisen, da ich ihn (trotz zweier bedauerlicher anti-maskulistischer Passagen) lesenswert finde:

    David Schneider und Thomas Maul – Asexuelle Belästigung. Warum #MeToo ein großangelegter Übergriff auf die Residuen bürgerlicher Zivilisation ist.

    http://redaktion-bahamas.org/artikel/2018/78-asexuelle-belaestigung/

    (Die „Bahamas“ war lange die wichtigste Theoriezeitschrift der antideutschen linken Strömung. Heute bezeichnet sich die „Bahamas“ zwar nicht mehr als antideutsch, sondern nur noch als ideologiekritisch, vertritt aber weiterhin theoretische Positionen der antideutschen linken Strömung.)

    Der Artikel stellt zu großen Teilen eine interessante kritische Analyse zu #MeToo dar, dass er leider außerdem auch zwei ärgerliche und dumme, gegen die Männerrechtsbewegung gerichtete kurze Passagen enthält, finde ich schade, aber lesenswert ist der Artikel m.E. trotzdem.

    • „Das mag dann individuell besonders tragisch sein, wenn wie im Fall Kachelmann Menschen ins Fadenkreuz einer Hetzmeute geraten sind, deren Unschuld im gerichtlichen Nachgang zweifelsfrei festgestellt wird.“

      Wer mag denn danach noch weiterlesen?

      Das Kachelmann-Urteil im Wortlaut, zum wiederholten Male:

      „Der heutige Freispruch beruht nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld von Herrn Kachelmann und damit im Gegenzug von einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt ist. … Angesichts des Umstandes widersprechender Angaben des Angeklagten und der Nebenklägerin sowie angesichts der Feststellungen, dass beide in Teilbereichen nachweisbar die Unwahrheit gesagt haben, stellt sich die Frage, ob durch außerhalb der Aussagen liegende Beweise begründete Anhaltspunkte für die Richtigkeit der einen oder anderen Schilderung der Ereignisse nach dem Ende des Trennungsgesprächs gefunden werden können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass keiner der außerhalb der Aussagen liegenden Beweise für sich gesehen geeignet ist, die Schuld oder gar die Unschuld des Angeklagten zu belegen.“

      • Und?
        Was, außer, daß der Richter sich nach hinten aus der Affäre geschwurbelt hat, gibt es daran zu deuteln?
        Und komm jetzt nicht mit dem Dummspruch, daß alle Männer per se potentielle Vergewaltiger sind.
        Nur zur Verdeutlichung für ganz Unbeleckte:
        Wenn es nix an Substanz gibt, gibt es auch nix festzustellen, oder zu implizieren.

      • Und „blöderweise“ (Ironie) gab es ja auch noch eine erfolgreiche Schadenersatzforderung von Herrn Kachelmann, Dies wurde ja damals als „Freispruch erster Klasse“ in den Medien genannt.

        Wenn das also wirklich so uneindeutig gewesen wäre, wäre die Falschbeschuldigerin ja wohl auch freigesprochen worden? Da war ja die Schuld wohl im Gegensatz zu dem ersten Verfahren recht klar.

        Oder Kurzfassung:
        Herr Kachelmann wurde mangels Beweisen freigesprochen.
        Die Falschbeschuldigerin wurde wegen Falschbeschuldigung rechtskreftig verurteilt.

        Nachzulesen hier:
        https://www.zeit.de/2016/42/joerg-kachelmann-urteil-claudia-dinkel-klage

        „Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 7.096,51 Euro zu zahlen. Der Senat (…) ist davon überzeugt, dass die Beklagte den Kläger wahrheitswidrig der Vergewaltigung bezichtigte.
        Hervorhebungen von mir

        (Daß sich Feministen auch immer die Rosinen rauspicken müssen, die am besten in ihr Weltbild passen…. und der Rest des Kuchens wird ganz nonchalant übersehen. Alleine dafür gehören Feministen eigentlich rein prophylaktisch mindestens einmal pro Jahr verklagt und verurteilt 😉 )

          • gibt dir keine Mühe. In diesem Fall ist Semi vollkommen Lernresistenz und auch nicht an der Wahrheit interessiert. Es gibt einen Mann und eine Frau und damit ist der Fall für sie klar. Genau über Kachelmann und diesen Fall haben hier schon zu viele dank ihr die eigene Lebenszeit verbrannt.

        • „Nach nur zwei Tagen Beweisaufnahme kamen die Richter zu dem Schluss, Claudia D. habe vorsätzlich gelogen, um die „Verhaftung des K. herbeizuführen“. Claudia D. habe sich die Verletzungen, die angeblich durch die Vergewaltigung verursacht worden seien, selbst beigebracht.

          Woher das Gericht weiß, was zahlreiche Gutachter im Mannheimer Strafprozess nicht eindeutig feststellen konnten? Es hatte einen weiteren Rechtsmediziner beauftragt, die Gutachten nochmals zu sichten. Auch sein resümierendes Gutachten war keineswegs eindeutig: Es sei „nicht auszuschließen, dass einzelne Komponenten des Verletzungsbildes durch fremde Hand oder akzidentiell entstanden sind.“ Das Frankfurter Oberlandesgericht schloss es in dem Zivilprozess dennoch aus.

          Kachelmann sei Unrecht geschehen, plädierte Richter Thomes Sagebiel. Darum müsse Claudia D. die Gutachten zahlen – wegen „vorsätzlicher falscher Anschuldigung“. Was wiederum automatisch eine erneute strafrechtliche Prüfung am Landgericht Mannheim nach sich zog: Musste Claudia D. nun wegen „Freiheitsberaubung“ belangt werden?

          Nein. Die Staatsanwaltschaft lehnte die Klage mit folgenden Worten ab: „Die Vielzahl der Gutachtenergebnisse aus den verschiedenen Prozessen ergab kein einheitliches Bild. Insgesamt wurden dort sechs Rechtsmediziner, fünf Glaubwürdigkeitsgutachter, zwei psychiatrische Sachverständige und zwei Traumatologen hinzugezogen. Auch die verschiedenen Feststellungen und Begründungen der bisher ergangenen drei Urteile und die weiteren gerichtlichen Entscheidungen gestatten keine ohne weiteres tragfähigen Schlüsse über den ursprünglichen Hergang des Geschehens. Ferner zeigen die zu bewertenden Indizien und Beweismittel in mehrere Richtungen und lassen unterschiedliche Geschehensabläufe als möglich erscheinen.““

          https://www.emma.de/artikel/schon-wieder-kachelmann-334887

          • War da nicht noch ein Indiz? Hatte die nicht nach typischen Verletzungen gegoogelt oder sowas?

            Prozesse sind von außen immer schwer zu beurteilen. Dass die Emma ihre voreilige Hinrichtung nun rechtfertigen muss, verwundert hingegen nicht.

            In der Logik der Emma muss Kachelmann ein Täter sein, ist schließlich ein Mann. Von der Plausibilität her, liegt ihre Lügerei allerdings viel näher.

          • Sie hatte soweit ich weiß Bilder ähnlicher Verletzungen auf ihrem Rechner, die wohl Aufnahmen von ihr selbst gewesen sein sollen, nachweislich bereits ungefähr ein Jahr alt (zum verhandelten Tatzeitpunkt).

            Was da aber noch war: bei der Erst-Untersuchung wies sie nicht auf alle Verletzungen von selbst hin, ich nehme an, weil sie manche selbst noch gar nicht registriert hatte.

            Deshalb sprach die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer auch davon, dass sie keine Belastungstendenzen hatte erkennen lassen.

      • „„Der heutige Freispruch beruht nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld von Herrn Kachelmann und damit im Gegenzug von einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt ist….““

        Vergiss nicht zu erwähnen, dass dieser Satz des Gerichts selbst aus den eigenen Reihen massiv kritisiert wurde.
        Wohl nicht zu unrecht muss man ihn als Nachkarten eines beleidigten Gerichts werten, das Kachelmann zu gerne verknackt hätte.

    • Also ich finde den Text auch absolut lesenswert.

      Auch wenn er vom Grundton her eher wie eine verständnislose Klage der Älteren über die junge Generation klingt 😉

    • Interessanter Text. Zum Teil sehr gute Beobachtungen (z.B. die Sakralisierung des Frauenkörpers und darauf basierende Rechtsvorstellungen), zu Teil wildes Rumschwadronieren und Fehlgriffe im Wortschatz. Teil I ist mMn besser, Teil II zu langatmig. Insgesamt hoher Unterhaltungswert, bis auf einige fast unlesbare Sätze (bei denen die Autoren scheinbar selbst kaum noch verstehen, was das bedeuten soll).
      Wird erstaunlicherweise auf der Wikipedia-Seite zu metoo zitiert.

      • „die Sakralisierung des Frauenkörpers und darauf basierende Rechtsvorstellungen“

        An der Stelle möchte ich nochmal erwähnen, dass ein Gutachter (der Einzige nicht von Kachelmanns Seite bezahlte) dem mutmaßlichen Opfer in einer 2er-Konstellation das Original-Tatmesser an den Hals hielt, um die Glaubwürdigkeit ihrer Reaktion zu prüfen… und niemand schien das skandalös zu finden!

        • @semikolon

          Warum auch? er wird es mit ihrem Einverständnis gemacht haben. So gehen gerichtliche Gutachter üblicherweise vor. Sie halten nicht überraschend jemanden ein Messer an den Hals. Vielleicht hatte sie sogar den Beweis in der Hinsicht angeboten

          • Gerichtliche Gutachter stellen auch schon normalerweise gemeinsam mit den mutmaßlichen Opfern schwerer Körperverletzung u.a. das Tatgeschehen nach, um die Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen zu überprüfen? Nicht wirklich?!

            „Angeregt durch Brinkmanns Ausführungen [Anmerkungen: Brinkmann war derjenige, der nicht als Gutachter, sondern nur als sachverständiger Zeuge zugelassen wurde; derjenige, der mit Fingerfarben und einem Stück Gouda etc. hantierte und so zu seinen „Ergebnissen“ kam] fängt nun auch Rainer Mattern nochmals an zu experimentieren. Der einzige Rechtsmediziner, der auf der Seite der Verteidigung sitzt, hatte Sonja A. wenige Stunden und nochmals zwei Tage nach der mutmaßlichen Tat untersucht und das erste Gutachten im Fall Kachelmann geschrieben.“

            Und was er dann tat, lässt sich leider nicht der Google-books-Vorschau (Die Akte Kachelmann, Anatomie eines Skandals) entnehmen.

            Was ist die akurateste, Dir bekannte Schilderung dessen?

          • „Gerichtliche Gutachter stellen auch schon normalerweise gemeinsam mit den mutmaßlichen Opfern schwerer Körperverletzung u.a. das Tatgeschehen nach, um die Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen zu überprüfen? Nicht wirklich?!“

            Warum denn nicht? Ein Verfahren ist eine dynamische Sache. Häufig wird der Sachverständige erst ein Gutachten erstellen mit dem, was er so machen kann und wird dabei die Zeugin untersuchen oder das an Bildern feststellen, wenn es sie gibt.
            Aber am genauesten ist es natürlich, wenn er es nachstellt. Und da würde man dann üblicherweise die Zeugin fragen, ob das okay für sie ist und wenn sie sagt, dass das der Fall ist, warum sollte er es dann nicht so machen?

            „„Angeregt durch Brinkmanns Ausführungen [Anmerkungen: Brinkmann war derjenige, der nicht als Gutachter, sondern nur als sachverständiger Zeuge zugelassen wurde; derjenige, der mit Fingerfarben und einem Stück Gouda etc. hantierte und so zu seinen „Ergebnissen“ kam] fängt nun auch Rainer Mattern nochmals an zu experimentieren. Der einzige Rechtsmediziner, der auf der Seite der Verteidigung sitzt, hatte Sonja A. wenige Stunden und nochmals zwei Tage nach der mutmaßlichen Tat untersucht und das erste Gutachten im Fall Kachelmann geschrieben.““

            Was stellst du dir denn vor, wie das abläuft? Er überfällt sie vor dem Richter plötzlich mit einem Messer?
            Er kann wohl kaum gegen ihren willen experimentiert haben.

            Und was er dann tat, lässt sich leider nicht der Google-books-Vorschau (Die Akte Kachelmann, Anatomie eines Skandals) entnehmen.

            Was ist die akurateste, Dir bekannte Schilderung dessen?

          • Ach, wie witzig, da gibt’s wohl ein Fehlerchen: Mattern gehörte als Einziger nicht zur damaligen „Verteidigungs“-Bank, sondern war der unabhängigste (&Erst-)Gutachter, somit auf Seiten der Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklägerin (die dann später zivilrechtlich dazu verdonnert wurde, die vom Freigesprochenen Beauftragten teilweise zu bezahlen).

          • „„Gerichtliche Gutachter stellen auch schon normalerweise gemeinsam mit den mutmaßlichen Opfern schwerer Körperverletzung u.a. das Tatgeschehen nach, um die Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen zu überprüfen? Nicht wirklich?!““

            Ach, @Inkubatorchen, was versuchst Du Dir da denn nu schon wieder zusammenzureimen?
            In der Anhörung wird gar nix untersucht, da wird Meinung dargestellt.

            „Ach, wie witzig, da gibt’s wohl ein Fehlerchen: Mattern gehörte als Einziger nicht zur damaligen „Verteidigungs“-Bank, sondern war der unabhängigste (&Erst-)Gutachter, somit auf Seiten der Staatsanwaltschaft bzw. Nebenklägerin “

            Stimmt, da gibt’s ein Fehlerchen, nämlich bei Dir.
            Ein „unabhängigster Erstgutachter“ ist weder Verbündeter des Staatsanwalts, noch der Nebenklägerin.
            Sondern grundsätzlich Beauftragter des Richters, der ihn bestellt hat.
            Stimmt in der Realität natürlich nicht immer wirklich, aber formell ist es so. Ansonsten würde er ( mit Fug und Recht ) wg. Befangenheit abgelehnt. Dann wäre sein Werk vor Gericht unbrauchbar. Und da Kachelmann reich genug ist, sich gerade keinen FamRA von umme Ecke zu nehmen, sondern einen hochrenommierten Strafrechtsverteidiger, wäre in dem Fall genau das auch garantiert passiert.

            Es ging da nicht um „Richter Hold“, oder diese Dame mit der Pumuckelfrisur im Fernsehn, sondern um einen richtigen Prozess.
            ( Mancher Leute Weltbild ist erschütternd )

          • „Aber am genauesten ist es natürlich, wenn er es nachstellt.“

            Zeig andere Beispiele. Muss ja Viele geben, wenn Du das für normal hälst.

            „Was stellst du dir denn vor, wie das abläuft? Er überfällt sie vor dem Richter plötzlich mit einem Messer?“

            Nein, doch nicht vor dem Richter! Authentisch ists erst, wenn keiner sonst dabei ist!

            „Er kann wohl kaum gegen ihren willen experimentiert haben.“

            Man kann wohl kaum behaupten, dass ihr eine Wahl blieb.

            „Ein „unabhängigster Erstgutachter“ ist weder Verbündeter des Staatsanwalts, noch der Nebenklägerin.“

            Ich meinte damit, dass letztlich ja nur aufgrund seiner – wenige Stunden nach dem behaupteten Tatgeschehen erfolgten – positiven Glaubwürdigkeitseinschätzung das Verfahren ins Rollen kam.

          • Ach Inkubatorchen:
            „Man kann wohl kaum behaupten, dass ihr eine Wahl blieb.“
            Im Gegenteil wird sie die einzige Parteivertreterin gewesen sein, die an dem Mummenschanz irgendein Interesse hatte. Wer denn sonst?

        • @Semikolon: Du hast den Text offenbar nicht gelesen und das Bild mit der Sakralisierung falsch verstanden. Es ging darum, daß im Rahmen der metoo-Panik selbst kleinste Berührungen von Frauen (Arme, Knie) als schwerste Vergehen klassifiziert werden. Eine leichte Berührung und eine Vergewaltigung mit Todesdrohung wird prinzipiell und qualitativ als **das gleiche** angesehen bzw. begrifflich dazu gemacht, als nur quantitativ verschieden intensiven Expression der gleichen tödlichen Frauenverachtung.

          So strenge Maßstäbe für lapidare Berührungen gibt es sonst nur bei Heiligen, die durch die kleinste Berührung entweiht (!) werden können. In diesem Sinne sakralisiert die metoo-Bewegung den Frauenkörper (die Motive sind offensichtlich).

          Wenn man es von den potentiellen Konsequenzen für den berührenden Mann her betrachtet, liegt es näher, Frauen mit Ultragift, TNT oder sonstigen Kampfstoffen zu vergleichen: die kleinste Berührung kann (sozial) tödliche Konsequenzen haben.

    • „Schlimmer noch: Mit einer, die „Straftaten“ kennt, die nicht im „Gesetzbuch stehen“ – mögen viele denken –, ließe sich vielleicht zumindest ein Konsens darüber erzielen, dass „Vergewaltigungskultur“ der falsche Oberbegriff ist, um Disparates unter ihm zu subsumieren.“

      Welch vertane Chance doch noch Hyperonym unterzubringen.

      Ehrlich gesagt ist so ein Text, ungeachtet des streckenweise unterschreibbaren Inhaltes, in seiner Erbärmlichkeit kaum zu übertreffen.

      „Weder greift er zum Mittel der Aufklärung, etwa durch Einführung eines für alle Untertanen obligatorischen Nachhilfeunterrichts in Sachen Staatsbürgerkunde,…“

      Und es ist nichts anderes als erbärmlichst, wenn man mehr oder minder so beginnt.

  2. Sollte der Evolutionsbiologe, Atheist und Religionskritiker Richard Dawkins wegen seiner Religionskritik unterdrückt werden?
    Wäre vielleicht besser so, meinte der christlich-konservative kanadische Psychologe Jordan Peterson, dessen selektives Verständnis von Meinungsfreiheit ich in der Vergangenheit schon mehrfach kritisiert hatte, in einer Diskussionsrunde zum Thema „Atheismus und Religion“ im Jahre 2011:

    (ab 6.20)

    • Wenn Weiße nichts gemacht hätten, hätte man ihnen vorgeworfen, dass ihnen andere Menschen egal sind. Hauptsache Weiße werden schlecht gemacht.

      • Die Aktion wurde von einem Taucher aus Australien koordiniert, gefunden haben die Jungen ein Taucher aus Bristol und Coventry, insgesamt haben 90 Taucher an der Aktion teilgenommen, 40 aus Thailand, 50 aus MainlandEurope/Britain/US/Australia

      • Ich habe mich gefragt, ob das der Grund ist, weshalb in so gut wie keinem Bericht verschwiegen wird, dass die Leute in Gefahr „Jungs“ sind und nicht „Teenager“ oder „Jugendliche“.

        So zwischen den Zeilen: „Seht her, welch ein Bruhaha im Patriarchat wegen ein paar Männern gemacht wird“

        • Da halte ich jetzt doch für unbegründet.
          Sonst wird doch immer auf das Geschlecht des einzigen weiblichen Opfers zwischen hundert männlichen hingewiesen, was wir als Indiz dafür sehen, wieviel mehr dieses zählt. Hier geht es um Jungs und als solche werden sie bezeichnet, während die Artikel ja sympathisieren. Wäre ihr Tenor „Durch ihren Leichtsinn verursachen sie SOLCHEN Aufwand“, würde ich dir zustimmen, aber so ist es ein Zeichen, dass Empathie mit Jungs möglich ist… Zumindest, solange keine Mädchen da sind, die darum konkurrieren könnten.

          • Nun ja, es handelt sich ja auch um eine Fußballmannschaft, da wäre ein „bring our Grrrls back!“ auch etwas arg lächerlich gewesen ….

          • Vor kurzem gab es doch in Kanada diesen Busunfall, in dem ein Hockey Team mit 14 Jungs umgekommen ist…

            google: „canada bus accident hockey“

            Police: 14 dead after hockey bus accident in Canada (ABC)
            At least 15 killed in hockey team’s bus crash (CNN)
            Canada bus crash: father finds son standing amid devastating sight (Guardian)
            15 killed in Canadian youth hockey team bus crash (Businessinsider)
            First pics of tragic hockey players killed in Canada bus crash (the sun)
            Canadian town reels after bus crash kills beloved hockey players (nytimes)

            google „thai diver football“

            Thai cave rescue: 8 kids saved (Channel 4)
            Cave rescue: Elation as Thai boys and coach freed by divers (BBC)
            Divers return for trapped 9 (Express)
            Divers begin mission to rescue 12 trapped boys (Independent)
            Four more boys rescued (BBC)
            All 12 boys and football coach free (ABC)

            Ich hab die Suche dann mal auf die Zeit vor dem 2.7. eingeschränkt, als das Schicksal noch ungewiss war.

            British divers make contact with missing Thai football team (Guardian)
            British divers join rescue effort at Thai cave for football team (Telegraph)
            Thai cave rescue: Dives resume in search for missing boys (CNN)
            The British heroes who found trapped Thai football team (Daily Mail)
            Soccer Team Is Found Alive in Thailand Cave Rescue (nytimes)
            Thailand cave rescue: Children’s football team rescued after being (The Mirror)

            Gehen Sie weiter. Hier gibt es nichts zu sehen.

          • Klar, der Gender Empathy Gap besteht nach wie vor, aber diesen Fall sehe ich als eher schlechten Beleg dafür. Dazu ist in wohlwollender Berichterstattung doch zu oft von Jungs die Rede, wenn natürlich trotzdem zuweilen auch Umschreibungen benutzt wurden.
            Ja, bei Mädchen wäre das Verhältnis Nennung/Umschreibung vermutlich ein anderes, aber der Fall für sich ist jetzt nicht alarmierend.

          • „Dazu ist in wohlwollender Berichterstattung doch zu oft von Jungs die Rede,“

            NACHDEM klar war, dass wir wahrscheinlich nicht von Opfern reden.

  3. „According to CBC News, despite the fact that several of the girls managed to identify Soleiman as their molester, Judge Joyce Lester acquitted the Syrian refugee of all 12 charges, noting his “different cultural background” as a factor in her decision.“

    Heute müsste Justitia nicht blind, sondern gehirnlos dargestellt werden.

    • Wobei „sexually assaulting“ ja – wie wir seit MeToo wissen – auch völlig harmlos sein kann.
      Gerade in einem Wellenbad kann je nach Position und Anzahl der Leute im Becken auch mal eine versehentliche Berührung stattfinden – die dann als Befummelei und Streichelei „gewertet“ wird (bei entsprechender Sozialisierung der Gestreichelten).

      Diese Situation wird ja sogar explizit erwähnt:

      While several of the girls managed to confirm Soleiman as their molester, a few of the girls had trouble identifying him, likely due to many factors such as the torrential waters, clamoring crowd,

      Bei „different cultural background“ dachte ich – ohne den Artikel gelesen zu haben – ja sogar zuerst daran, daß der Typ sich geweigert hat, den Mädels bei einer Begrüßung die Hand zu geben.

      Kann man sich nun aussuchen, was stimmt – ich halte beide Varianten für möglich.

      Dieses Zusammentreffen der westlichen holden Weiblichkeit mit dem Islam wird noch sehr interessant, fürchte ich.

    • Mit dem Artikel hat der reiche Erbling Augstein endlich die Maske fallen lassen:
      „Aber man kann das Argument auch umdrehen und den Rechten recht geben: Weil sich die Einwanderung nicht mit dem bisherigen Sozialstaat verträgt, entscheiden wir uns für die Einwanderung und für einen anderen Sozialstaat.“

      Es ist das *ätschie-bätschie* an „die Rechten, solche wie mich, die den Sozialstaat für eine Errungenschaft halten, die unter allen Umständen verteidigt werden muss.

      Der angeblich linke Augstein will also einen *anderen* Sozialstaat. Sicherheitshalber skizziert er den natürlich nicht, denn wie ein Sozialstaat aussehen soll, der grenzenlose Einwanderung aushält, vermag ich mir nicht auszumalen. Davon abgesehen, dass auch ein Rechtsstaat nicht unbegrenzt belastbar ist.

      Entweder der Typ ist ein fieses trojanisches Pferd der Neoliberalen oder er ist noch unglaublich viel dümmer, als ich gedacht habe. Aber vielleicht schrecken ja einige seiner verbliebenen Schäfchen wenigstens auf. Es könnte ein Fehler gewesen sein, das Thema im eigenen Lager angesprochen zu haben…

      • Ne, kein Fehler. Dessen Lager ist komplett denkbefreit.
        #Gaslighting übrigens.
        Gäbe es in dem Lager Menschen mit der Befähigung zum Denken und dem Hilfreichen Cheattool namens Gedächtnis, dann gäbe es das Lager ganz schnell nicht mehr.

        So sieht Verzweiflung aus.
        Was der CDU/CSU die nette Hilfe beim Kreuz setzen im Altenheim ist, ist den Sozen wohl ein Kreuz bei den anderen die betreut werden müssen.

      • Jens Berger schreibt auf den Nachdenkseiten:

        Kann man denn keine humane Asylpolitik betreiben und(!) gleichzeitig die sozialstaatlichen Standards beibehalten? Selbstverständlich kann man das.

        Ich lese nicht regelmäßig genug mit, um beurteilen zu können, ob er das „Wie?“ in irgendeinem Artikel genauer ausführt, in diesem tut ers leider nicht.

        Kann jemand die Info nachreichen?

        Mir ist nämlich nach wie vor schleierhaft, wo in dieser Argumentation der Logikbruch ist:

        • Ich würde mir da mal keine Hoffnungen machen, dass Jens Berger Fertilität in Afrika als Problem sieht, sondern ganz im Gegenteil, alleine ein Ansprechen des Problems als inhuman.

          Da gibt’s ja auch keinen Logikbruch.

          Überhaupt stellt sich ja auch die Frage, wie jemand in allen 54(56) afrikanischen Ländern politisch verfolgt sein kann.

          • „Überhaupt stellt sich ja auch die Frage…“

            Es sei denn, du gehst davon aus, dass Afrika eine unglaublich erschütternde Monsterdichte hat, so dass man da NIRGENDwo sicher ist.

    • „Ich wollte bei Discovery Regie führen und habe mich mit ihrem Produktionsleiter getroffen. […] Um die Frage zu beantworten: Bei Discovery gibt es nur eine limitierte Anzahl an Folgen und sie wollen in erster Linie Frauen und Regisseure mit mehr Diversität. Für Leute wie mich gibt es also weniger Job-Gelegenheiten.“

      Wie hat denn eine Person alleine mehr Diversität?

      Es zeigt sich das immer wenn es um Diversität geht, allein der Anteil der Weißen reduziert werden soll und Diversität wird auch nur in Ländern mit weißer Mehrheit gefordert.

      • „Es ist großartig, dass das alles passiert.“

        „Und man behandelt mich gut. Ich bereue, wie illoyal ich zur Partei gewesen bin, danke ihr, dass sie mir die Gelegenheit gibt, meine Fehler gut zu machen und nehme diese Nachricht aus freiem Willen auf.“

        Aber na gut, soll er. Als ST-Darsteller dürfte er sein sicheres Einkommen haben, wenn er zugunsten anderer Leute auf Regie-Jobs verzichtet, ist das seine Sache.

  4. „Antisexistischer Autokalender“ in Stuttgart

    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.antisexistischer-autokalender-in-stuttgart-warum-die-polizei-die-nackten-gewaehren-laesst.6a91e892-8742-482c-bb3c-730f1e349c7b.html

    Stuttgarts Polizei lässt nackte Feministinnen unter bestimmten Voraussetzungen gewähren. Den Straftatbestand des Exhibitionismus gibt es bei Frauen nicht, erklärt ein Sprecher. Die Aktivistinnen beklagen bei ihren Kritikern „Hass auf den Körper“.

  5. Vergewaltigungen – Das große Schweigen

    http://www.sueddeutsche.de/leben/vergewaltigungen-das-grosse-schweigen-1.4040762

    Ein Artikel, über Vergewaltigungsverurteilungen nach der letzten Rechtsverschärfung.
    Letztlich fehlen weiterhin meist objektive Beweise und es kommt auf die Glaubwürdigkeit von vermeintlichem Opfer und angeklagtem Täter an.
    Der letzte Abschnitt macht den Artikel kaputt:

    „Daher Freispruch, im Zweifel für den Angeklagten.

    Sie könne in Berufung gehen, sagt der Richter, bevor Simona G. aus dem Saal huscht. Dr. B. geht triumphierend mit seinen Anwälten ab. So, als habe er gewusst, dass ihm hier nicht viel passieren kann.“

  6. «Das Traurigste sind Betamänner, die einen Alphajob wollen»

    https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/das-traurigste-sind-betamaenner-die-einen-alphajob-wollen/story/11865308

    Auch bei erfolgreichen (Quoten-)Frauen herrscht der Fehlschluß vor, der eigene Erfolg basiere auf ausschließlich auf eigenem Können. Die es nicht an die Spitze schaffen, sind demnach selbst schuld.
    Daß es in einer hierarchisch-organisierten Wirtschaft gar nicht möglich ist, daß es jeder an die Spitze schafft kommt denen gar nicht in den Sinn.

  7. Toxische Weiblichkeit

    https://www.swp.de/suedwesten/staedte/neu-ulm/mutter-laesst-kinder-an-rastplatz-zurueck-27108156.html

    Ein und fünf Jahre alt: Mutter lässt Kinder an Rastplatz zurück.
    Die Frau wollte ihre Kinder demnach nicht mit nach Belgien nehmen. Das Jugendamt Günzburg nahm die beiden in Obhut und koordiniert nun laut Polizei mit den belgischen Behörden das weitere Vorgehen. Der belgischen Polizei zufolge war gegen die Familie schon zuvor wegen Vernachlässigung der Kinder ermittelt worden.

  8. Soziologe über Hass auf Gender Studies: „Attacken haben eine neue Qualität“

    https://www.taz.de/!5515801/

    “ Ist es deren Ziel, die Gender Studies abzuschaffen?

    Ja. Erstens geht es darum, Intellektuelle oder engagierte Akademiker mundtot zu machen. Und zweitens geht es darum sicherzustellen, dass dieser Bereich der Forschung nicht weiter existiert.“

  9. Sabine Hark zum „Dritten Geschlecht“

    https://www.derstandard.de/story/2000082424988/genderforscherin-sabine-harkurteil-stellt-eine-zeitenwende-dar

    “ Die Transaktivistin Kate Bornstein hat auf diese Frage einmal geantwortet, dass es Geschlecht nur deshalb gibt, damit die eine Hälfte der Menschheit die andere Hälfte unterdrücken kann.“

    „STANDARD: Bei Maßnahmen für Trans- oder Interpersonen kommt oft die Sorge auf, sie würden Frauenförderungsprogramme aushebeln oder ersetzen. Besteht diese Gefahr?

    Hark: Ja, diese Befürchtung gibt es. Und wir müssen ja auch durchaus feststellen, dass es seitens der institutionalisierten Politik immer wieder Vorstöße gibt, die in die Richtung gehen: Geschlechterpolitik war gestern, heute ist Diversity angesagt. Und darunter wird dann gelegentlich auch Politik für Trans- und Interpersonen gefasst. Politisch marginalisierte Gruppen gegeneinander auszuspielen ist ja eine altbekannte List der Macht. Darauf dürfen wir natürlich nicht reinfallen. Aber wenn feministische Politik bereit ist, die Kategorie Frauen zu öffnen, dann gibt es womöglich gar keinen Widerspruch zwischen Frauenpolitik und Transpolitik.“

    „Geschlecht ist ja eine Wirklichkeit, eine sozial und historisch gemachte Wirklichkeit.“

    „Allerdings müssen wir auch feststellen, dass diese leidenschaftliche Befassung mit Genderthemen in letzter Zeit vor allem eine affektgeladene, oft hasserfüllte Beschäftigung ist. Im rechten Projekt, gesellschaftliche Herrschaft zu erringen, können wir deutlich erkennen, dass Geschlechterfragen einer der zentralen, wahrscheinlich bewusst gewählten Schauplätze sind. Hier geht es ja auch um Angriffe auf die Demokratie selbst, wenn etwa die Geschlechterforschung als akademische Disziplin angegriffen wird.“

    „Es gibt ja auch feministische Evolutionsbiologinnen.“ – leider nennt sie kein Beispiel.

    „Doch gerade die Evolutionstheorie lehrt uns doch, dass Natur nicht statisch ist, sondern sich wandelt. Und das gilt auch für Geschlecht.“

    „Der renommierte Frankfurter Sexualwissenschafter Volkmar Sigusch hat jüngst bekräftigt, was die Gender-Studies seit langem argumentieren, dass es letztendlich nämlich so viele Geschlechter gibt, wie es Menschen gibt.“ – damit verliert die Kategorie „Geschlecht“ jeglichen Bedeutungsinhalt…

    • Ich verstehe ja irgendwo im Kern, was die meinen — dass sich eben geschlechtliche und sexuelle Identität bei jedem Menschen auf eine individuelle, einzigartige Weise äußert.

      Aber was ist so schwer daran zu begreifen, dass es zwei Grundtypen gibt, biochemisch-neurologisch begründet, und nahezu 100% aller Menschen zu je einem der beiden Grundtypen gehören und damit glücklich sind??

      • Und was ist so schwer daran zu begreifen, dass zur Abgrenzung von „biochemisch-neurologischer Grundtyp“ zu „Erwartungen, Gebote und Verbote der Gesellschaft an das Verhalten des einzelnen“ für letzteres die Begrifflichkeit „Gender“ eingeführt wurde?

        Im übrigen habe ich schon zu oft von Frauen den Seufzer „ich wäre lieber ein Mann“ gehört, um das mit dem glücklichsein von nahezu 100% noch zu glauben 😉

        • „Im übrigen habe ich schon zu oft von Frauen den Seufzer „ich wäre lieber ein Mann“ gehört, um das mit dem glücklichsein von nahezu 100% noch zu glauben „

          Dann können sie ja das nächste Mal im anderen Geschlecht inkarnieren. Vielleicht sind sie das ja schon. Regressionstherapie für alle!

      • „dass sich eben geschlechtliche und sexuelle Identität bei jedem Menschen auf eine individuelle, einzigartige Weise äußert.“
        Sicher Komma, aber, es gibt genau so viele Haarfarben, Nasenformen, Kulinarische Geschmacksrichtungen, TV-Guck-Vorlieben, Fäkaliengerüche …
        Haben die sich dadurch auch erledigt?
        Nö!
        Und bei aller Erledigerei gibt es, Gender hin, Gender her, immer noch exakt zwei Geschlechter, überall auch diesem Planeten zu bewundern als Männer & Frauen, resp. Jungs & Mädchen.

    • Ziemlich guter Hinweis!

      In diesem Artikel wird deutlich, daß wie repressiv und intolerant Diversität und Multikulturalismus letzlich sind. Es geht eben nicht darum, andere Kulturen als gleichwertig zur europäischen oder nord-amerikanischen Kultur zu behandeln, sondern sie in das Schema einer politisch korrekten Moralvorstellung der westlichen Welt zu pressen.

      Somit genau das Gegenteil von Diversität und Multikulturalismus. Nicht nur Euro-zentristisch, sondern sozusagen Euro-spezial-zentristisch.

  10. Kritischer Artikel in der nzz über Schweden

    „Wo es um Vergewaltigung geht, werden immer auch Geschlechterrollen verhandelt, und zwar bis heute auf äusserst dichotome Weise. «Der Vergewaltigungsdiskurs ist eine der letzten Bastionen und Brutzellen für Geschlechterzuschreibungen, die wir sonst kaum wagen würden zu denken, geschweige denn auszusprechen.» So formuliert die feministische Kulturwissenschafterin Mithu Melanie Sanyal den Umstand, dass wir sexuelle Gewalt automatisch mit aktiv-aggressiven Männern und passiv-bedrohten Frauen in Verbindung bringen. Im Schweizer Strafgesetz zeigt sich diese Annahme ganz direkt“

    https://www.nzz.ch/meinung/ja-heisst-ja-nein-danke-ld.1401881

  11. War das hier schonmal Thema hier im Blog?

    https://www.vice.com/de/article/zm8d8x/wie-frauen-in-sozialen-medien-immer-noch-systematisch-fertig-gemacht-werden

    „Die Art, wie Frauen im Netz beleidigt, bedroht und degradiert werden, ist geschlechtsspezifisch, folgt einer Systematik und ist organisiert. Das zu erkennen, kann helfen, sie aufzubrechen und besser damit umgehen zu lernen.“

    Wegen dieses Teasers bin ich auf der Seite gelandet. Ich dachte, dass da vielleicht mal eine halbwegs seriöse Studie oder Datenbasis zu finden ist (ich weiß, hoffnungsloser Optimist). Stattdessen Aussagen von Netzfiministinnen, wie schrecklich sie beleidigt wurden, und ein paar Beispiele. Ob Männern ähnlicher Hass begegnet, wird gar nicht erst gefragt, ebensowenig, durch was die Beledigungen evtl. hervorgerufen wurden.

    • „organisiert“

      Der Aluhut ist wahrscheinlich ein bisschen groß. Was Netzfeministinnen nicht verstehen ist, das sie regelmäßig sehr vielleicht Leute möglich pauschal angreifen und daher dann auch immer sehr viel Gegenwind bekommen. Es liegt daran das SIE scheiße sind und nicht daran das Leute Frauen hassen.

    • Vermutlich Fake News. 😉
      Und ist doch richtig, wenn die die Rape Culture am leben hält, indem sie Ausdruckstanz an der Stange mit Prostitution vermischt, dann gebietet es der feministische Anstand sie hinter die feministischsten, also schwedische, Gardinen zu bringen.

  12. Interessanter Artikel von dem linksliberalen schwarzen Sprach- und Literaturwissenschaftler John McWhorter zur Kritik an zeitgenössischen Affirmative-Action-Maßnahmen auf der Grundlage von ethnischer Herkunft an US-amerikanischen Hochschulen:

    John McWhorter – Affirming Disadvantage. The old rationales for racial preferences in admissions no longer make any sense. It’s time for enlightened America to hit the reset button.

    https://www.the-american-interest.com/2018/06/28/affirming-disadvantage/

    John McWhorter, der u.a. Bücher zu den sozialen Problemlagen der Schwarzen in den USA geschrieben hat, argumentiert, dass die Affirmative-Action-Maßnahmen für Schwarze und Latinos an US-amerikanischen Hochschulen in den 60er- und 70er-Jahren durchaus sinnvoll gewesen seien, dass sie heute aber aus verschiedenen Gründen zu einem tendenziellen Gegenteileffekt führen würden.

    Er schlägt vor Affirmative-Action-Maßnahmen auf Grundlage ethnischer Herkunft an den US-amerikanischen Hochschulen abzuschaffen, dafür aber Affirmative-Action-Maßnahmen auf Grundlage von Benachteiligungen im Kontext von sozialer Schicht/Klassenzugehörigkeit einzuführen, die, unabhängig von Faktoren wie Hautfarbe/ethnischer Herkunft sozial benachteiligten Menschen Unterstützung ermöglichen.

    @ El_Mocho

    Das Thema könnte dich interessieren. Falls du den Artikel noch nicht kennst, kannst du ja mal rein lesen.

  13. Das Journalisten bei diesem Thema mal nicht falsch darstellen ist die große Ausnahme. Warum nur machen die das? Würden die auch einen Krieg anfangen nur um mehr Klicks zu bekommen?

      • „Disparate outcomes do not imply disparate treatment!“

        Menschen haben KEINE natürliche Intuition für Wahrscheinlichkeiten. Das muss man sich sehr mühsam antrainieren. SJW machen kein mühsames Training, das wäre ja oppressive und würde insinuieren, dass sie nicht gut genug sind, so wie sie sind.

        q.e.d.

        Die denken nicht, die Leute seien doof, die sind selbst so doof.

    • Hehe, bei uns hält die Automatik Einzug, bei den Amis scheint es umgekehrt zu sein. Fraglich, ob die meisten die Aussage überhaupt verstehen. Wer noch nie an einer richtigen Gangschaltung gesessen hat, kennt das ja gar nicht.

      • „Fraglich, ob die meisten die Aussage überhaupt verstehen.“

        Ich hab schon einige Sekunden gebraucht 😀
        Ich liebe solchen hintergründigen Humor, über den man erst ordentlich nachdenken muss, bevor man ihn versteht.

  14. „She didn’t even have to figure out how the system worked. She saw it right in front of her. She comprehended it, and even played it back as part of her complaining. But instead of going to implement it, she sat there in her cutest, cleanest getup complaining to anyone who would listen. WTF???“

    • „Solche Mütter – oft bildungsaffine und wenig selbstsichere Frauen – sind überzeugt, als weibliche Wesen von Natur aus fürsorglicher und besser geeignet zu sein, für die Kinder zu sorgen.“

      Faszinierend.

  15. TotalBiscuit’s Legacy And The Collateral Damage of GamerGate

    http://archive.is/FKmsm

    „Breslau wants Bain to be remembered for all the good he has done, as an innovator, industry titan, a consumer advocate, and not just as an entertainer and thoughtful online critic that elevated video games to the art form they deserve to be. But the vocal olds, especially of the progressive variety, can’t see Bain as anything other than the alleged leader of the biggest online harassment campaign they’ve ever witnessed, however hyperbolic and wrong that image of him may be. His best bet is if his wife works to repair Bain’s reputation but it is unclear if she is up to the challenge or even wants, or thinks, she needs to make amends. „

    • Und jetzt noch das Sahnestück.

      „One of the most important things to Bain, according to Breslau, was his reputation and that his audience trusted him, making it all the more tragic if Bain is remembered more for sharing fake news and inadvertently legitimizing a harassment campaign. Clearly Bain didn’t do enough to atone for his perceived Gamergate sins and if there is a lesson in all of this, it’s that one must make peace and settle any internet beef you have with feminists while you’re still living. History is written by the victors, after all. „

    • Den Part find ich gut.

      „Jetzt mal ehrlich: Wie viele Frauen arbeiten wirklich selbstbestimmt in dieser Branche?
      Die Sexarbeiterinnen lassen sich in drei Gruppen teilen. Es gibt die sogenannten Happy Hookers: vorwiegend Dominas in Salons, die andere Möglichkeiten hätten, sich aber für die Sexarbeit entscheiden. Dann gibt es die Frauen, die wenig andere Optionen haben, aber die Sexarbeit dennoch vorziehen. Und dann gibt es den Frauenhandel, wo Gewalt und Ausbeutung extrem sind. Das ist die Ausnahme, etwa 10 Prozent. Die selbstbestimmte Sexarbeit ist eindeutig die Regel. “

      Fein säuberlich die vierte Gruppe außen vorgelassen, die gutbürgerlichen und lesbischen Dominas in den progressiven Verwaltungen, die sich, machen wir uns nix vor, am Elend der anderen Frauen delektieren.

  16. LOL, ja wenn die Deutschen sich nicht mehr schuldig fühlen, wieso sollten sie dann noch jemanden finanzieren der genau die gleichen Möglichkeiten und Chancen hat, wie sie selbst.

    Faule Zecke!

    • Man sollte diesen Menschen wirklich anraten in eine Kultur zu wechseln, die archaische Ehrvorstellungen und Sippenhaft hochhält und die Zivilisation zu verlassen.

    • „da müsst ihr schon in aktion treten.“

      Ich twitter nicht, daher die Frage hier: Wo kommt denn die Schraube her, dass sie von „ihr“ schreibt?
      Immerhin schreibt sie – von der konsequenten Kleinschreibung abgesehen – fehlerfreies deutsch, scheint also in diesem Land aufgewachsen zu sein.

  17. https://www.pornhub.com/insights/sneaker-fetish

    Amazing.

    https://www.pornhub.com/insights/germany-tatort-bukkake

    Faszinierend, vermutlich haben Deutsche ziemlich oft Dreier verglichen mit anderen Ländern, denn der Top Searchterm Lesbians ist nicht sonderlich top bei uns.

    Hoffentlich ließt ne Tipselließel mit und baut mit der Info nen ordentlichen #Aufschrei.

    https://www.pornhub.com/insights/2017-year-in-review

    Und das hier, um mal die Behauptungen der ETH im anderen Thread zu überprüfen.

    „Swiss Watches

    The Top 20 Search terms in Switzerland read much like the country’s demographics. The top search term is “German” with “deutsch” also making the top 10. That’s not surprising, since 65% of the Swiss population speaks primarily German. As we discovered in our Insights Germany article, the German volk love watching themselves.“

    l♥l

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