Maedeh Hojabri, Religion, Tanzverbote im Iran

Im Iran scheint mir einiges an Proteststimmung vorhanden zu sein, und diese scheint ganz überwiegend von jungen Frauen getragen zu werden, die freier leben wollen. Nach dem einige schon ihr Kopftuch abgesetzt haben und dafür verhaftet worden sind wurde jetzt auch eine Frau verhaftet, weil sie auf Instagram Videos von sich beim Tanz hochgeladen hat.

Es ist natürlich schwer zu sagen, aber es scheint dort zu gären. Es wäre ein Feminismus hinter den ich mich voll und ganz stelle.

 

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Mutterschutz und Schwangerschaft als gute Zeit

David schreibt in einem Artikel, in dem es um künstliche Gebärmuttern ging zu der Schwangerschaft,  Elternzeit etc:

Nie im Leben würden Frauen diesen Job abgeben! Frauen sind selten glücklicher als während der Schwangerschaft.

Ich kann so ein Exemplar derzeit zuhause bewundern und abgesehen von den Geburtsschmerzen scheint das ein Traumjob zu sein.

Interessanterweise ist sich meine Frau dieser Privilegien vollauf bewusst und kann es selbst kaum glauben, wie man als Frau fürs Kinderkriegen gepampert wird.

Es dürfen keinerlei Nachteile entstehen, Vorteile dafür umso mehr.

Großzügiger Kündigungsschutz, unglaubliche 14 Wochen Mutterschutz bei vollem Lohnausgleich (für diese 3,5 Monate wird sogar noch zusätzlich Urlaub angerechnet), frühzeitige Befreiung von „schweren“ Arbeiten und Arbeitszeiten, so dass z.B. keine Arztdienste mehr gemacht werden müssen.
Die extra vergüteten Dienste + Zulagen werden aber selbstverständlich vollkommen ausgeglichen, auch wenn sie nicht gemacht werden! Auch bei den in Deutschland extrem großzügig gehandhabten „Berufsverboten“, die quasi auf Wunsch auch schon in frühen Schwangerschaftsstadien attestiert werden und selbstverständlich auch trotz völliger Untätigkeit voll bezahlt (+Dienstzulagen) werden.
Meine Frau hat ihre Schwangerschaft erst gemeldet, als sie nicht mehr zu übersehen war, einfach nur weil sie normal arbeiten wollte und das für unglaublich dekadenten Kappes hält.
Gerade erfährt sie, auch noch eine „Schwangerschaftsbeilage“ von 400€ fürs Gebären zu bekommen.
Nach der Geburt dann Elternzeit (durchschnittliche Inanspruchnahme in D sind 11,7 (!) Monate, Frauen lassen sich da also nicht viel nehmen, auch nicht vom Mann) und bis zum Kindesalter von 8 Jahren Anspruch auf 3 volle Jahre Erziehungszeit mit Kündigungsschutz pro Kind (kann willkürlich gewählt werden in dieser Zeit). Meist auch noch Anspruch auf Teilzeit (höherer Nettostundenlohn).

So lange man nicht an diese Privilegien geht und sie sogar noch weiter ausbaut, wird sich an der klassischen Rollenverteilung ganz gewiss nichts ändern. Was Frauen ja auch nicht wollen, und wenn dann nur vorgeblich.

Die Darstellung ist interessant, weil man in feministischen Artikeln zu Gehaltsunterschied und Karriere häufig den Eindruck hat, dass es nirgendwo schöner ist für eine Frau als in einem Büro und sie da nur durch das Patriarchat heraus gedrängt wird, also die Zeit mit dem Kind anscheinend keinerlei Anziehung für sie hat, die dazu führt, dass sie einer solchen Aufteilung von sich aus gerne zustimmt. Es erscheint als reine Last, einen Kampf um das Büro, den sie wegen der Geschlechterrollen verliert.

Auch ich kenne es eher, dass Frauen sich auf die Zeit mit dem Kind freuen, es zwar natürlich auch als stressig ansehen, aber eher überlegen, ob sie nicht etwas länger machen sollen, man soll ja auch nicht zu früh wieder anfangen.

Wie sind eure Erfahrungen?