38 Gedanken zu “Kinder aus vaterlosen Haushalten

  1. „Why shower them with negative statistics and lower their expectations and possibilites in life?“

    Jetzt nehmen wir mal feministische Propaganda a la:

    – Jede 4. Studentin wird vergewaltigt.
    – Frauen werden in den naturwissenschaftlichen/technischen Fächern nicht ernstgenommen und ausgegrenzt.
    – Für gleiche Arbeit erhalten Frauen nur 73% des Gehaltes das ein Mann bekommt.
    – Nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Top Führungspositionen ist von Frauen besetzt; Grund dafür ist das Patriarchat.

    Warum erzählen unsere Feministinnen den jungen Frauen solche schlimmen negativen Sachen, und dämpfen damit deren Erwartungen und Möglichkeiten an das Leben? Wollen die etwa keine erfolgreichen Frauen?

    Ok, der Unterschied ist hier natürlich: Von mir hier aufgezählte feministische ‚Statistiken‘ sind allesamt Humbug und schon lange widerlegt. Die Statistiken zu vaterlosen Haushalten stimmen. Damit ist das was die Feministinnen machen tatsächlich kontraproduktiv, weil sie den jungen Frauen Angst machen wo sie keine Angst haben bräuchten. Vaterlose Haushalte dagegen sind ein wirklich schwerer Start ins Leben, und wenn es sich irgendwie vermeiden lässt sollte man das seinen Kindern nicht antun.

  2. Inwiefern verringert es Erwartungen und Möglichkeiten, wenn man den Betroffenen negative Statistiken zu deren potentiellem Fehlverhalten zeigt? Was ist das für ein verqueres Argument?

    Wenn man denen aufzeigt, wohin andere in ähnlicher Situation abdriften, können sie selbst vielleicht besser den Weg halten. Zumindest würde ich das erwarten.

  3. Interessant.
    Aber was ist da der reine Effekt des fehlenden Vaters und was ist damit verbunden dass vaterlose Familien vermutlich eher in ärmeren Milieus zu finden sind und was ist der Effekt dass dann anstelle des leiblichen Vaters oft verschiedene wechselnde Stiefväter da sind?

    • „… und was ist damit verbunden dass vaterlose Familien vermutlich eher in ärmeren Milieus zu finden sind …“

      Da stellt sich die Frage, ob die Familien schon arm waren, als sich die Eltern getrennt haben, oder ob sie erst nach der/durch die Trennung verarmten.
      Selbst einem gut verdiendenden Ing wie mir ist es nicht gelungen, finanzielle Reserven für später anzusparen, geschweige denn, Vermögen zu bilden. Das deutsche Unterhaltsrecht hatte Frauen über zwei Generationen von jeder Erwerbsobligenheit freigehalten und die Versorgung den Vätern allein aufgebürdet. Noch vor etwas über 10 Jahren empörten sich die Roben, ein Mann solle kein Vermögen bilden, solange er minderjährige Kinder habe. Es ist noch gar nicht lange her, als man endlich auch in den Gerichtssälen langsam begriff, dass man sich mit dem praktizierten Unterhaltsrecht Armutsdynastien heranzüchtete. Die Rache der Roben an den Vätern musste von den Kindern – und später von den Enkeln ausgelöffelt werden.

      „… und was ist der Effekt dass dann anstelle des leiblichen Vaters oft verschiedene wechselnde Stiefväter da sind?“

      Kinder alleinerziehender Mütter sind ihr persönliches Eigentum. Stiefväter dürfen ihnen in Erziehungsfragen noch weniger dreinreden, als leibliche Väter. Sie sind also als Vorbilder nur begrenzt, nur ausnahmsweise ein Ersatz.
      An starken, leiblichen Vätern führt kein Weg vorbei.
      DIESE Erkenntnis allerdings ist in den Gerichtssälen noch nicht angekommen. Wenn dort die Bedeutung der Väter betont wird, dann ist das selten mehr, als ein Lippenbekenntnis.
      Noch vor wenigen Jahren betonte der BGH(?), dass die Aufgabe des Vaters in erster Linie darin bestünde, die Erziehungsbemühungen der Mutter „wohlwollend zu begleiten“.
      Eine eigene Meinung, gar Widerspruch, ist immer noch unerwünscht und wird mit Entsorgung geahndet.

      • @Tom&Carnofis:
        Die Stiefväter sind zwar keine Väter, aber ebenfalls nicht aus Metall o. Kunststoff.
        Ihr könnt also auch jene als „leibliche Stiefväter“ attributieren, wenn Ihr da Spaß dran habt.

        Ansonsten ist es ziemlich belanglos, jetzt genaue Anteile von „Vatereffekt“, „Muttereffekt“, Mama’s-neuer-Lover-Effekt“ berechnen zu wollen.
        Da zählt die qualitative Erkenntnis mehr als die Quantität, da die Eltern Unikate sind. Man kann sie nicht austauschen, ohne erhebliche Verluste.

    • Mal aus der Statistik folgendes genommen, „80 percent of rapists with anger problems come from fatherless homes“, hierzu mein küchenpsychologischer Erklärungsversuch:

      Speziell Jungen die in vaterlosen Haushalten aufwachsen haben es fast keine Chance sich gegen die dominierende Weiblichkeit durchzusetzen. Salopp gesagt, es braucht einfach den Papa, der über Mamas super-korrekte vegane Auberginen-Bratlinge seufzend zu Sohnemann rüberschaut, beide essen soviel daß es gerade so nicht unhöflich ist, und danach wird Sohnemann eingepackt und mit ihm zum Mac gefahren, um sich erstmal einen richtigen Big Mac mit Cola gönnen zu können. Lass doch Mama zetern, wir sind MÄNNER.

      Letztens irgendwo einen ganz krassen Fall gelesen von einer wahnsinnigen alleinerziehenden Feministin, die ihren Sohn zwangsweise in Ballettkleider steckt, Grund ‚damit er Respekt vor Frauen entwickelt‘. Mir ist fast schlecht geworden als ich das gelesen hatte, denn damit wird die Tucke das exakte Gegenteil erreichen, bis hin dazu daß hier ein potenzieller ‚School Shooter‘ herangezüchtet wird.

      Einer der grausamsten Massenmörder der USA ist mit einer sadistischen alleinerziehenden Mutter die vermutlich Borderline hatte aufgewachsen. Dutzende bestialisch ermordete Frauen gehen auf sein Konto. Sein letzter Mord war dann seine Mutter, danach hatte er sich der Polizei gestellt mit der Aussage daß ‚jetzt seine Mission erfüllt sei‘.

      Im Red-Pill Jargon: Ohne männliches Vorbild lernt man nicht weibliche Shit-Tests zu kontern, und Männer die das nicht können werden von Frauen instinktiv immer weiter runtergezogen und gedemütigt bis er alleruntersten Omega-Status erreicht hat. Speziell in ärmeren Milieus wo man sich durchs Leben durchboxen muss ist das besonders verheerend.

      Stiefväter sind nur ein suboptimaler Ersatz, insbesondere wenn sie regelmäßig gewechselt werden, weil dann sich keine Bindung entwickeln kann. Was bei alleinerziehenden Müttern verschärfend hinzukommt ist daß sie gegenüber einem Stiefvater gerne ihre Kinder als ‚ihr‘ Eigentum betrachtet wo sie es sich verbittet daß man ihr reinredet und das vehement durchsetzt.

      Verwandt mit diesem Problem ist außerdem das immer stärker feminisierte Bildungssystem.

      • Dafür kenne ich einige Gegenbeispiele. Väter (und auch Mütter), die mir im Geheimen verraten haben daß wenn sie per Zeitreise zurückgehen könnten und die Entscheidung für Kinder nochmal machen könnten, dann es nicht mehr tun würden.

        • Klar, es gibt immer Gegenbeispiele.

          Ich wollte darauf hinaus, dass die Antwort auf „Warum lohnt es sich, Eltern zu sein?“ im eigentlichen Wortsinne esoterisch ist. Sie setzt eine Erfahrung voraus, die Leute ohne Kinder schlichtweg nicht haben.

          Dass es auch Eltern gibt, denen aus welchen Gründen auch immer diese Erfahrung verwehrt bleibt, widerlegt gar nichts.

          • Also ich finde es wunderbar, mein eigenes Leben zu leben ohne ständig Verantwortung für andere übernehmen zu müssen oder mir gar eine Partnerschaft wegen einem Kind ans Bein zu binden.

          • Und viele Eltern sehen das wohl ähnlich, andernfalls wäre weder die Scheidungsquote so hoch, noch würde man nach Kind Nummer eins aufhören.

          • Gibt auch eine andere Erklärung:

            Stockholm-Syndrom. Wenn man mal Kinder hat, dann kriegt man sie i.d.R. nicht mehr los. Einmal Papa oder Mama, immer Papa und Mama. Um den ganzen Stress und das ganze Chaos mit den Kindern auszuhalten rationalisiert sich das Unterbewusstsein zusammen, daß es einen ‚unvorstellbaren Gegenwert‘ geben müsse. Psychologischer Selbstschutz, ohne den man wahnsinnig werden würde.

            Ein Risiko, was ich nicht eingehe. Denn wenn sich dieser ‚unvorstellbare Gegenwert‘ nicht einstellen sollte, dann ist man in einer wirklich beschissenen Situation. Besonders verheerend ist das bei Leuten, die das Kind nur ihrer Partnerin zuliebe gekriegt haben oder ‚Baby-trapped‘ wurden.

          • „Besonders verheerend ist das bei Leuten, die das Kind nur ihrer Partnerin zuliebe gekriegt haben“

            Ohne Zweifel.

            Aber frag mal Schoppe, ob er das mit dem Stockholm Syndrom für sich selbst auch nur annähernd für eine plausible Erklärung hält.

            Und der ist nun ziemlich durch die Scheiße gezerrt worden, dem Kind zuliebe.

          • @only_me: Um noch eine andere persönliche Erfahrung als Gegenbeispiel zu schildern, als kleines Gegenargument daß Kinderlosen ‚diese Erfahrung verwehrt bleibt‘:

            Meine Frau und ich hatten ein befreundetes Pärchen mit Nachwuchs zweimal über jeweils eine Woche bei uns im Gästezimmer aufgenommen. Das erste Mal als das Kleine 6 Monate alt war, das zweite mal 1 1/2 Jahre. Damit hatten wir die Möglichkeit, direkt 24/7 Einblick in die Realität des Lebens mit einem Baby/Kleinkind zu nehmen.

            Ohne gross auf Details einzugehen: Nach dem ersten Mal hatte ich ernsthaft eine Vasektomie in Erwägung gezogen, nach dem zweiten Mal hatte ich es durchgezogen. Meine Frau war nach beiden Wochen nervlich am Ende, und im Vergleich was alles möglich ist war das Kind relativ friedlich und normal. Diesen ‚unvorstellbaren Gegenwert‘ konnten wir in dieser Zeit wirklich nicht im geringsten erkennen, und ich hatte versucht so aufgeschlossen wie möglich zu sein.

          • @RW,

            ich habe ja die Vermutung, dass Eltern, die in allererster Linie von ihren Kindern genervt und gestresst sind, diese nicht erziehen.

            Zur Illustration eine 2 Minuten Anekdote ab dem verlinkten Timecode:

            Ich kenne viele Eltern, die so einer Auseinandersetzung zwischen Vater und Kind auf jeden Fall aus dem Weg gehen würden und dafür halt ein nerviges, alle 30 Minuten hungriges und nicht schlafendes Kind haben.

            Wenn man bedenkt, dass wir diese Art von Experten haben, die nicht umgehend aus der Stadt gelacht werden…
            „PARENTS SHOULD ASK THEIR BABY’S PERMISSION BEFORE CHANGING DIRTY NAPPY, SEXUALITY EXPERT SAYS“

          • Der Philosoph Mark Rowlands schreibt, dass er seinen kleinen Sohn zunächst auch als Monstrum empfunden hat, dass die ganze zeit 100% Aufmerksamkeit beanspruchte und nicht aufhörte, zu schreien. Der Wandel kam, so Rowlands, in dem Augenblick, wo der „kleine Gangster“ ihn plötzlich anlächelte; von da an begann er, sich in seinen Sohn zu verlieben. (M. Rowlands, „Running with the Pack“).

            Ich habe selber keine Kinder und glaube, dass die erfahrungen radikal verschieden sind. Iich kennen leute, die sagen, eine so tiefe Befriedigung wie der Umgang mit eigenen Kindern gäbe es sonst nicht, und andere, die allein glücklich un zufreieden sind. Raymond Chandler sagte: „I love the sound of little ffet running away from me.“

          • @RW:
            „Um den ganzen Stress und das ganze Chaos mit den Kindern auszuhalten rationalisiert sich das Unterbewusstsein zusammen, daß es einen ‚unvorstellbaren Gegenwert‘ geben müsse. Psychologischer Selbstschutz, ohne den man wahnsinnig werden würde.“

            Nö, is viel einfacher. Der Gegenwert ist i.d.R. gegeben und unmittelbar erfahrbar. Nur mit dem „Zuammenrationalisieren“, das bleibt Außenstehenden ( hier Dir ) überlassen. Eltern rationalisieren da üblicherweise gar nix. Einfach weil es keine Notwendigkeit dafür gibt.

          • „Um den ganzen Stress und das ganze Chaos mit den Kindern auszuhalten rationalisiert sich das Unterbewusstsein zusammen, daß es einen ‚unvorstellbaren Gegenwert‘ geben müsse.“

            Nein, man erhält einen realen Gegenwert. Kein Erwachsener liebt Dich so bedingungslos, wie Dein eigenes Kind. Für das Kleine bist Du ein Gott, den es anhimmelt und bewundert, selbst, wenn Du es misshandelst und missbrauchst.
            Für Kleinkinder sind andere Dinge wichtig, wie für einen Erwachsenen. Wenn man bereit ist, sich drauf einzulassen, öffnet sich einem eine Welt voller neuer Erlebnisse und Erfahrungen.

            „Meine Frau war nach beiden Wochen nervlich am Ende, und im Vergleich was alles möglich ist war das Kind relativ friedlich und normal.“

            Das ist eine Beobachtung, die alle Erwachsenen machen.
            Ich kann Dir versichern, dass man mit den eigenen Kindern anders umgeht, als mit fremden, weil man ihre Signale zu deuten weiß.
            Beispiel: ich steh immer kurz vorm Herzklabaster, wenn ich bei jungen Eltern bin und der Nachwuchs sein Wasserglas(!) nach dem Trinken mit Schmackes wieder auf den Tisch zurückknallt.
            War bei meinen Zwergen nicht anders, aber da hat es mich nicht aufgeregt, weil ich WUSSTE, dass sie die Gläser nicht kaputt machten.
            Ich WUSSTE, was meine Kinder konnten und was nicht. Und ich konnte jederzeit eingreifen, wenn es nötig sein sollte. Bei fremden Kindern weiß ich nicht, wie weit ich ihnen vertrauen kann und bin ständig im Alarm-Modus.
            Ist also normal und man sollte versuchen, das relaxt anzugehen. Kann man üben.

          • „ich habe ja die Vermutung, dass Eltern, die in allererster Linie von ihren Kindern genervt und gestresst sind, diese nicht erziehen.“

            Da hast Du sehr recht.
            Seit den 80ern wurden die Kinder immer mehr zu Hedonisten erzogen, deren Lebensziel die permanente sofortige Lustbefriedigung ist.
            Diese Generation hat natürlich verschärft Probleme, sich auf die Wünsche und Bedürfnisse ANDERER Menschen einzulassen, und sei es das eigene Kind.
            Hinzu kommt eine große Verunsicherung, die Signale eines Babies richtig zu deuten. Die Eltern trauen ihrem eigenen gesunden Menschenverstand nicht mehr und holen sich dann regalweise Literatur irgendwelcher durchgeknallter kinderloser Soziologen, die sie dann mit so hilfreichen Ratschlägen versorgen, wie: „PARENTS SHOULD ASK THEIR BABY’S PERMISSION BEFORE CHANGING DIRTY NAPPY, SEXUALITY EXPERT SAYS“.

            Tatsächlich ist Kindererziehung relativ einfach.
            Bleib autentisch: Versuch nicht, gute Laune zu simulieren, wo sie schlecht ist.
            Sei konsequent: Wenn das Kind nach Unterstützung ruft, dann musst Du nach der Vertröstung „Gleich!“ tatsächlich bei der erstbesten Möglichkeit kommen und helfen. Ein Kind, das lernt, dass „Gleich!“ alles und nichts bedeuten kann, quengelt weiter, eines, dass weiß, dass Papa wirklich gleich kommt, gibt Ruhe.
            Keine leeren Drohungen!
            Wenn das Kind nervt, unter gar keinen Umständen mit dem Bett drohen. Das Bett soll ein Ort sein, zu dem sich das Kind gern und freiwillig zurückziehen können soll. Wird es mit Strafe assoziiert, fällt ein übermüdetes Kind eher ohnmächtig vom Stuhl, als freiwillig ins Bett zu gehen.

            Beachtet man diese simplen Regeln, kommt man ziemlich entspannt durchs Kinderleben und sammelt in erster Linie positive Erfahrungen.

          • @RW: „Um noch eine andere persönliche Erfahrung als Gegenbeispiel zu schildern, als kleines Gegenargument daß Kinderlosen ‚diese Erfahrung verwehrt bleibt‘:“

            Als Kinderloser fehlen einem vermutlich die Unmengen an Oxytocin, die fürs Bonding notwendig sind, um Kinder in dem Alter „ertragen“ zu können.
            Ist leider ein Himmelweiter Unterschied, einfach mal 2 Wochen ein Kleinkind im Haus zu haben, und bei der Geburt dabei zu sein, als Frau das Kind zu stillen, oder als Vater mit der Flasche zu füttern etc.
            Ich gehöre nicht zu jenen die sagen, dass man nur mit Kindern ein erfülltes leben haben kann, aber von so einem Kurzzeiterlebnis auf den Zustand „Kinder zu haben“ schließen zu wollen, ist ziemlich oberflächlich. Andererseits. bei einigen Menschen ist es auch Gut wenn sie keine Kinder bekommen.

      • „quasi alle Väter, die ich kenne, behaupten, dass der Gegenwert tatsächlich auf vorher unvorstellbare Weise gegeben ist.“
        Ja ist auch so. Natürlich gibt es Momente wo man von der Verantwortung genervt ist, aber wenn ich eine Zeitreise zurück machen könnte, hätte ich mich nicht gegen die Kinder entschieden, sondern der Mutter früher Grenzen gesetzt, anbstatt zu versuchen für jede Scheißhausidee verständnis zu haben. Ich hätte einfach früher anfangen ihrzu sagen, sie solle sich mal überlegen, was sie eigentlich will. Und ich hätte ihr zur Trennung gesagt: „kannst gerne dreihundert Kilometer wegziehen, aber die Kinder bleiben hier.“ Leider habe ich zu spät gemerkt dass ich das alleine besser hinbekommen habe als umgekehrt. Und dann hätten wir möglicherweise nach der Trennung gleich mit dem Wechselmodell angefangen, anstatt Unsummen für Pendelei und Umzüge auszugeben.

        • „Und ich hätte ihr zur Trennung gesagt: „kannst gerne dreihundert Kilometer wegziehen, aber die Kinder bleiben hier.““

          Habe ich gesagt, aber dummerweise nützt das ggü. einer Frau, die sich längst heimlich schlau über die realen Verhältnisse in den Kinder- u. Sorgehandelsinstitutionen gemacht hat, mangels Drohpotential überhaupt nix.

          • Naja, ein Jahr später ist mein Sohn ja zurückgezogen. und ich hätte damals einfach nur ihren Umzug nicht finanzieren müssen, dann hätte sie den schon vergessen können. Nur damals konnte ich es mir nicht vorstellen, vor allem bei meiner 2 Jährigen Tochter, die damals noch ein Mamakind war.

  4. Hat beides sein Für und Wider.
    Auf der einen Seite ist es nicht gut, bloß mit einer Hauptpfelge / -bezugsperson aufzuwachsen, weil einem ein unmittelbares Gegenmodell fehlt für Situationen, in denen diese Bezugsperson Unsinn erzählt oder man sich schlicht mit ihrem Handeln nicht identifizieren kann. Alles fokussiert sich nur auf das Modell und den Willen von einem.
    Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht gut, mit zwei Eltern zuzubringen, die nur wegen den Kindern oder anderem noch zusammen bleiben. Solche Exemplare neigen des öfteren nämlich dazu, nicht gerade immer friedlich miteinander umzugehen und als Kind sitzt man dann stets zwischen den Stühlen.
    Verlieren will und leisten kann man sich beide nicht, sich zur Zusammenarbeit bewegen lassen beide aber kontinuierlich auch nicht.
    Das bildet also auf die Dauer einen stetig ungelösten Konflikt, in den man noch ungefragt mit hineingezogen wird und auch immer auf irgendeine Art und Weise vereinnahmt wird von einem oder von beiden Seiten – welches dann ebenso schadhaft für die eigene Selbstbildung und das eigene Sozialverhalten ist.
    Nichts ist genauso schlimm wie Eltern, bei denen regelmäßg Geschrei an der Tagesordnung ist, und man selbst soll darunter noch halbwegs unbeeinträchtigt aufwachsen, geschweigedenn noch für so etwas wie die Schule lernen…

    • Ich würde mal behaupten, dieser Stress ist nur da, weil man mit jemand Inkompatiblem sämtliche Zeit verbringt. Wieso zieht man nicht einfach in separate Wohnungen und verbringt jeden Tag ein bisschen Zeit zu dritt fürs Kind?

      • Das wäre eine mögliche Lösung. Wird aber nur funktionieren bei solchen Eltern, die sich nicht mehr als Paar sehen, allerdings nicht im Streit miteinander liegen. Hängt auch davon als Faktor ab, ob ein Elternteil nicht aus irgendwelchen Gründen (Job, neuer Partner) weiter weg zieht und nicht mehr in unmittelbarer Reichweite des Kindes liegt bzw. das Kind (als Hauptpflegeperson) mitnimmt.
        Problembelastete „ich kann nicht mit dir, aber ich kann auch nicht ohne dich“-Verbindungen werden in der Praxis kaum einen solchen Weg einschlagen…

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