82 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 170 (04.07.2018)

  1. https://uebermedien.de/29269/emma-und-der-beifall-von-rechts/

    Zickenkrieg zwsichen intersektionalen Feminismus und 2nd-Wave Feminismus. Kernargument des „Artikels“ ist ein klassische Guilt-By-Association. Da EMMA auf Twitter von vielen rechten gefolgt wird (ca. 10-15%) und einige problematische Artikel veröffentlicht hat ist EMMA jetzt rechts bzw. bedient ein rechtes Publikum.

    Bonus-Ironie: Niggemeier der früher mit dem BIldblog sich gegen eben solche Taktiken wandte veröffentlicht nun so einen Artikel.

    • @bollschewist

      Der Artikel ist lustig: „Was ist die Macht der Handtasche? Wie ist das Verhältnis von Geschlecht und Macht im Design?“
      Nach dem üblichen Quark packt sie immerhin aus:

      „Weibliche Macht entsteht durch den Kontext, die Handhabung – welche Männer nicht verstehen sollen“. Das Beispiel, welches sie dafür zu Rate zieht, ist ein sehr alltägliches und von vielen Menschen benutztes: die Handtasche. Das ewige Kramen in der Tasche nach dem Schlüssel oder Smartphone zwinge andere Menschen zum Warten.“
      Immerhin. Weibliche Macht als Fähigkeit, andere Menschen zu nerven.

      In einem kleinen Kasten im Artikel verkündet das „Gender-Referat des AStAs“ seine Ambition, „für die von ihnen organisierten Veranstaltungen“ zu werben.
      Denn „Unter den Studierenden ist Gender leider immer noch ein Thema, worum viele lieber einen Bogen machen”. Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Warum denn nur???

  2. Neue Chefin von Tagesschau.de

    http://www.taz.de/!5514478/

    „Es wirkt fast so, als hätten die Beleidiger zwanghaft einen Grund gesucht, Leopold zu kritisieren. Denn eine junge Feministin als Chefin bei tagesschau.de scheint für sie auch 2018 schwer vorstellbar zu sein. Das macht umso deutlicher, wie dringend wir mehr feministische Frauen in solchen Positionen brauchen.“

    • „Die Heilung eines Beinbruchs durch Globuli scheint für viele auch 2018 schwer vorstellbar zu sein. Das macht umso deutlicher, wie dringend wir mehr Homöopathie in Arztpraxen brauchen.“ Feministinnenlogik transponiert.

    • „Es wirkt fast so, als hätten die Beleidiger zwanghaft einen Grund gesucht, Leopold zu kritisieren. Denn eine junge Nationalsozialistin als Chefin bei tagesschau.de scheint für sie auch 2018 schwer vorstellbar zu sein. Das macht umso deutlicher, wie dringend wir mehr nationalsozialistische Frauen in solchen Positionen brauchen.“ ^^

    • Es gibt viele AFD Kritiker, inklusive „taz“. Es scheint denen immer noch unvorstellbar zu sein, obwohl wir 2018 haben. Das macht umso deutlicher, wie dringend wir mehr AFD in den Parlamenten brauchen. Von Trump wollen wir erst mal nicht reden. Wir brauchen ihn nach dieser Logik noch viel dringender … 🙂

    • Echt alles bedient. Ad hominem, Gedankenleserei, Current Year, Selbstimmunisierung, „Glory to Feminism“.
      Dabei sind das nur 5 Zeilen. Nicht schlecht.

  3. Der Strafverteidiger Mirko Laudon zum neuen schwedischen Vergewaltigungsrecht.

    https://www.strafakte.de/sexualstrafrecht/ja-heisst-ja/

    „Es bleibt zu hoffen, dass dieses „schwedische Modell“ eine Ausnahmeerscheinung bleibt. Aufgrund der immer bestehenden Beweisschwierigkeiten kann weder ein „ja“, noch ein „nein“ am Ende zweifelsfrei bewiesen werden, allenfalls in seltenen Ausnahmefällen. Es bleibt daher nur eine praktikable Lösung: Aufstehen und gehen.“

  4. Ein Gespräch mit dem Genderreferat der Uni Freiburg:
    „Gender und Feminismus stehen gerade nicht oben auf der Tagesordnung“

    https://rdl.de/beitrag/gender-und-feminismus-steht-gerade-nicht-oben-auf-der-tagesordnung

    „Im vergangenen Semester brachte das Gender-Referat einen Antrag in den Stura ein, um ein Gespräch zum Thema Gleichberechtigung im Stura zu führen. Zuvor wurde festgestellt, dass es ein deutlichen Geschlechterunterschied bezüglich der Redeanteile und Redezeiten in der Sitzungen gibt.

    Der Antrag wurde unerwarteter Weise abgelehnt. Dies war vor allem ungewöhnlich, weil es zuvor kaum Nachfragen zum Antrag gab. In einer Diskussion zu den Gründen der Ablehnung kam heraus, dass es durchaus Vorbehalte aber auch viel Unwissenheit bezüglich Gender und Feminismus gibt.

    RDL sprach mit Isa und Michi vom Genderreferat über die Problematik.“

    • „Da wäre zu hinterfragen gewesen, ob es vielleicht gerade in der Position eines weissen Cis-Mannes nur verhältnismässig wäre, in dieser Situation mal die Klappe zu halten und das eigene Bedürfnis ein bisschen zurückzunehmen.“

      Ja, ich komme schon zu gar nichts anderem mehr. Musste schon meine Stunden reduzieren weil ich doch bei jeder Gelegenheit erstmal die Klappe halten soll und anderen die Vortritt lassen, weil ich weiß und ein Mann bin. OMG, ich muss noch so viel über Rassismus und Sexismus lernen!!!!!!!

      • @Leszek

        Ich habe das Buch von Peterson nicht gelesen, kann daher die generelle Berechtigung der Kritik von Thagard
        https://www.psychologytoday.com/us/blog/hot-thought/201802/jordan-peterson-s-flimsy-philosophy-life
        nicht nachvollziehen, aber diese Passage finde ich politisch und psychologisch gesehen eine völlige Fehleinschätzung:

        „More threateningly for Peterson, the Ontario Human Rights Commission does say that refusing to refer to a trans person by a personal pronoun that matches their gender identity will likely be discrimination when it takes place in employment, housing and services like education. The justification is that the words people use to describe themselves can affirm identities and challenge discriminatory attitudes.“

        Diskriminierung ist per Definition eine bewusste Benachteiligung einer Gruppe oder eines Individuums gegenüber einer anderen Gruppe oder einem anderen Individuum und zwar auf der Basis von Merkmalen, die sie tatsächlich aufweisen und nicht solchen, die sie sich individuell zuschreiben.

        „Refer to a trans person by a personal pronoun that matches their gender identity“ macht daher zur Grundvoraussetzung, Selbstwahrnehmung (describe themselves) und Fremdwahrnehmung müssen deckungsgleich sein.
        Was erstens niemand gewährleisten kann, zweitens wird damit das unvermeidliche auseinander fallen von Selbst- und Fremdwahrnehmung an sich zu einer „discriminatory attitude“.
        Des Kaisers Nacktheit festzustellen wäre bspw. eine Diskriminierung.

        Sein historischer Ausflug in die Menschenrechte, der damit abschließt: „Recognition that transgender people have been subject to harassment and violence justifies extension of human rights protections to them.“ würde niemand widersprechen.
        Nur sollte Thagard erklären, inwiefern Transgender vorher nicht als Menschen galten und daher nicht unter den Schutz der Menschenrechte fielen.
        Ich nehme scharf an, das kann er nicht.
        Die „extension“ bezieht sich demnach nicht auf die Personengruppe, sondern ausgeweitet und redefiniert wird das, was unter „Diskriminierung“ gesellschaftlich verstanden werden soll.
        Die offensichtliche Gleichsetzung von „harassment and violence“ mit dem selbst gewählten Personalpronomen, auf der Basis des selbst gewählten Geschlechts, wird um so deutlicher.

        Dass man mit dem falschen Personalpronomen einen Menschen erschlagen kann und Sprache die Wirklichkeit konstruiert, bekommt mit Bill C-16 Gesetzescharakter – d.h., hier hat sich eine konstruktivistische Ideologie als Recht gesetzt.
        Zu unterstellen, das Ziel des Gesetzes sei Kontrolle von Sprache und Wahrnehmung ist naheliegend.

        Kurz: die politische Kritik von Peterson unterschreibe ich, denn sie eröffnet politischem und individuellem Missbrauch die Türen – das Thagard das ignoriert, halte ich für einen groben Fehler.
        Peterson hat immer wieder betont, würde ein Transgender ihn individuell bitten ein bestimmtes Pronomen zu verwenden, würde er das tun. Transphobie liegt hier offensichtlich nicht vor.

        • „Die „extension“ bezieht sich demnach nicht auf die Personengruppe, sondern ausgeweitet und redefiniert wird das, was unter „Diskriminierung“ gesellschaftlich verstanden werden soll.“

          !!!

          „Diskriminierung ist per Definition eine bewusste Benachteiligung einer Gruppe oder eines Individuums …“

          Nein, in diesem Punkt hat bereits eine Umdefinition stattgefunden! Heutzutage ist für Diskriminierung nicht mehr ein „schuldiger Geist“ („mens rea“) erforderlich. Siehe die Gesetze zu disparat impact / adverse impact, aka indirect discrimination. Dabei kann es sich durchaus um echte Diskriminierung ohne Wissen des Schuldigen aber mit den besten Absichten des Schuldigen handeln.

          • @Jochen

            Also ich habe indirect discrimination anders verstanden, nämlich als unbewusste und damit nicht willentliche Benachteiligung.

            Wenn formal alle die gleichen Regeln befolgen müssen oder identischen Anforderungen genügen, aber diese so definiert worden sind, dass sie ausschließlich eine bestimmte Personengruppe betreffen bzw. ausschließen.
            Es handelt sich jedoch nicht um eine indirekte Benachteiligung, wenn es für diese Regeln und Anforderungen einen rationalen Grund gibt, den man geltend machen kann.

            Beispiel in Deutschland wäre der Eignungstest zur Berufsfeuerwehr, an dem Frauen in der Regel scheitern, weil sie die körperlichen Voraussetzungen nicht mitbringen, um bspw. einen simulierten Wasserschlauch zu ziehen.
            Die hohe Kunst des Feminismus besteht nun darin, aus der rationalen Begründung für die Vorgaben des Tests eine „indirekte Diskriminierung“ zu basteln, die aber gar nicht vorliegt (selbes Spiel mit dem Zauberwort „Repräsentanz“).
            Nach den feministischen Beschwerden in der Regel die formalen Anforderungen gesenkt, um Frauen dennoch den Zugang zu ermöglichen.
            Schlecht für die Betroffenen in spe.

            Man kann die feministische Vorgehensweise in diesem Fall mit der der kanadischen vergleichen, weil in beiden Fällen angezweifelt wird, dass sich aus der Wirklichkeit selbst die Vorgaben für einen Eignungstest oder die Wahrnehmung des genders eines anderen Menschen ergeben.
            Wenn Rationalität als üble männliche Eigenschaft denunziert wird, dann ist so etwas das Resultat – die Wirklichkeit ist falsch und diskriminierend, die richtige Wahrnehmung dieser muss daher diktiert werden.

            50% Trauerspiel, 50% Posse.

  5. Der Kognitionswissenschaftler und Philosoph Paul Thagard rezensiert Jordan Petersons Bücher „Maps of Meaning“ und „12 Rules for Life“ in der bekannten Psychologie-Zeitschrift „Psychology Today“:

    Paul Thagard – Jordan Peterson’s Murky Maps of Meaning

    https://www.psychologytoday.com/us/blog/hot-thought/201803/jordan-petersons-murky-maps-meaning

    Paul Thagard – Jordan Peterson’s Flimsy Philosophy of Life.

    https://www.psychologytoday.com/us/blog/hot-thought/201802/jordan-peterson-s-flimsy-philosophy-life

    Die Rezensionen sind aus einer empirisch-wissenschaftlichen Perspektive heraus verfasst. Sie fallen kritisch aus.

    Ich stimme nicht allen philosophischen Auffassungen von Paul Thagard zu und die Texte könnten m.E. außerdem etwas political-correctness-kritischer sein, trotzdem finde ich sie interessant und lesenswert, da sie verdeutlichen, wie ein stark empirisch-wissenschaftlich orientierter Kognitionswisenschaftler und Philosoph Jordan Petersons Bücher beurteilt.

    • And then there’s this New York Times article wherein he argues that we need a distribution of wives to prevent the incel movement,

      Wer so schlecht in Textverständnis ist, sollte seinen Stil drosseln und nicht so tun, als könne er beurteilen, was wahr ist.

      • @ only_me

        „Wer so schlecht in Textverständnis ist, sollte seinen Stil drosseln und nicht so tun, als könne er beurteilen, was wahr ist.“

        Das von dir genannte Zitat findet sich nicht in den von mir verlinkten Texten des Kognitionswissenschaftlers und Philosophen Paul Thagard.

        Stattdessen findet sich das von dir genannte Zitat am Ende eines Blogartikels einer anderen Person auf einem anderen Blog:

        http://apuffofabsurdity.blogspot.com/2018/04/on-peterson-political-correctness-and.html

        Davon abgesehen sehe ich auf Anhieb nicht, was an dem Zitat falsch sein soll, in diesem Sinne hat Jordan Peterson doch argumentiert.

        Vielleicht möchtest du die beiden Texte von Paul Thagard jetzt mal tatsächlich lesen. Sicherlich interessiert es dich doch, was ein bekannter und anerkannter empirisch-wissenschaftlich orientierter Kognitionswissenschaftler zu Jordan Petersons Büchern sagt, oder? 🙂

    • @leszek

      Nicht in der bekannten Zeitschrift, sondern in einem angelagerten Blog.

      und da kritisiert er anscheinend im wesentlichen dessen Archetypen Ansatz
      Anscheinend hat er auch nicht verstanden, dass es Peterson darum geht, bestimmte Archetypen darzustellen und zu erklären, warum sie immer wieder auftauchen, also warum sie Archetypen sind und daraus zu schließen, warum diese Figuren in so vielen Erzählungen auftauchen oder sich gehalten haben.

      Und auch beim Zweiten Artikel hat er meiner Meinung nach nicht erkannt, dass Peterson zB die Bibel nicht absolut setzt, sondern ihn interessiert, wie es zu den darin enhaltenen Werten und Anschauungen kommen konnte.

      Und dann das:

      The deeper issue here is the general question of limitations on free speech. Since the nineteenth century, law and society have recognized that one person’s freedom ends where another’s freedom begins. You do not have the freedom to infringe someone else’s human rights by harassing, threatening, or discriminating against them. Bill C-16 acknowledges that gender identity is as wrong a basis for hateful treatment as race, religion, and sexual preference.

      Das es Peterson darum geht, dass ihm nicht gegen den allgemeinen Sprachgebrauch kunstsprache auferzwungen werden kann versteht er auch nicht

      Seine Kritik greift aber – wiedermal – nicht auf, weswegen Peterson so bekannt geworden ist:
      Seine eigentliche Kritik hat ja wenig damit zu tun, ob er Archetypen annimmt.
      Er ist bekannt geworden, weil er sachlich argumentiert, weil er Fakten dagegen hält, weil er keine Angst hat, sich auf solche Diskussionen einzulassen und weil er den Leuten einen Weg über die persönliche Verantwortung zeigt.

      Leszek, dein Feldzug wird nicht erfolgreich sein, versuch doch mal ein anderes Experiment, damit du nicht so verbissen wirkst:
      Schreib mal die Punkte raus, in denen du Peterson gut findest.
      Dieses „er hat was gesagt, was gegen meinen geliebten Kommunismus geht also muss er insgesamt ein fürchterlicher Mensch sein und alles, was er sagt, falsch“ ist doch deiner wirklich nicht würdig. Zumal er gegen deinen anarchistischen Kommunismus gar nichts gesagt hat. Weil er ihn gar nicht auf den Schirm hat, wie die meisten. Du kannst dich also entspannen und schlicht annehmen, dass seine Kritik am Kommunismus dich gar nicht betrifft

      • @ Christian

        „und da kritisiert er anscheinend im wesentlichen dessen Archetypen Ansatz“

        Was er kritisiert, macht er doch am Anfang des Artikels deutlich.
        Er meint aus Jordan Petersons Buch vier zentrale Aussagen rekonstruieren zu können. Diese werden genannt, es werden Zitate von Jordan Peterson dazu aufgeführt und im Anschluss werden die vier Aussagen jeweils systematisch mit Gegenargumenten konfrontiert.
        Genannt werden folgen Aussagen:

        1. Myths are culturally universal.
        2. Myths are the psychological origin of morality.
        3. Myths are the philosophical basis for morality.
        4. Myth-based morality grounds political judgments about totalitarian states.

        „Anscheinend hat er auch nicht verstanden, dass es Peterson darum geht, bestimmte Archetypen darzustellen und zu erklären, warum sie immer wieder auftauchen, also warum sie Archetypen sind und daraus zu schließen, warum diese Figuren in so vielen Erzählungen auftauchen oder sich gehalten haben.“

        Anscheinend hast du nicht verstanden, dass er u.a. die Universalität von Jordan Petersons Archetypen in den Mythen der Menschheit bestreitet und dass er des Weiteren die Relevanz von Mythen für Moral und Politik anders einschätzt als Jordan Peterson dies seiner Ansicht nach tut.

        „Und auch beim Zweiten Artikel hat er meiner Meinung nach nicht erkannt, dass Peterson zB die Bibel nicht absolut setzt, sondern ihn interessiert, wie es zu den darin enhaltenen Werten und Anschauungen kommen konnte.“

        Der Autor versteht Jordan Petersons Ansicht zum Verhältnis von Mythos und Moral u.a. als Plädoyer für eine mythisch-religiös-basiert Moral. Er hält dies für falsch und argumentiert für eine säkular-rational-basierte Moral, er kritisiert also die Auffassung, dass Moral mythisch-religiös-basiert sein müsse/solle und bestreitet in diesem Sinne die Relevanz religiöser Mythen für Moral in einer modernen Gesellschaft.
        Warst du in dieser Hinsicht nicht mal der gleichen Ansicht wie der Autor?

        „Das es Peterson darum geht, dass ihm nicht gegen den allgemeinen Sprachgebrauch kunstsprache auferzwungen werden kann versteht er auch nicht“

        Dass die Texte m.E. ruhig etwas political-correctness-kritischer sein könnten, habe ich erwähnt, aber in den Texten geht es primär um eine wissenschaftliche Kritik.

        „Seine Kritik greift aber – wiedermal – nicht auf, weswegen Peterson so bekannt geworden ist:“

        Vielleicht, weil es darum in den Texten gar nicht geht, sondern um eine Rezension seiner beiden Bücher?

        „Er ist bekannt geworden, weil er sachlich argumentiert,“

        Wohl kaum. Dass er bekannt geworden ist, hat andere Gründe.
        Und im übrigen sind Jordan Petersons aggressive Ausfälle gegen Andersdenkende, seine Propagandalügen, Dämonisierungsstrategien und manipulativen Diskursstrategien ja ein zentraler Bestandteil meiner Kritiken an ihm.

        „Leszek, dein Feldzug wird nicht erfolgreich sein,“

        Jordan-Peterson-Jünger lassen sich durch gute Argumente in der Regel natürlich ähnlich schwer erreichen wie ideologisch vernagelte postmoderne Gender-Feministinnen, Critical-Whiteness-Spinner oder kulturrelativistische Multikulturalisten. Aber Jordan-Peterson-Jünger sind auch nicht die primäre Zielgruppe von Argumenten gegen Jordan Peterson, ebensowenig wie verbohrte Gender-Feministinnen, Critical-Whiteness-Spinner oder kulturrelativistische Multikulturalisten die primäre Zielgruppe von Argumenten gegen die postmoderne Political Correctness sind.

        Ich befasse mich ja schon seit einigen Jahren mit der Analyse und Kritik einer Form von linker Political Correctness (der postmodernen Political Correctness bzw. dem politisch korrekten Postmodernismus) UND einer Form rechter Political Correctness (der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie) und ich denke, dass ich zu beidem ein fundiertes Wissen besitze.

        Du solltest die Relevanz meiner Argumente gegen Jordan Peterson (die zudem stets aus dezidiert political-correctness-kritischer Perspektive formuliert sind) daher besser nicht unterschätzen. Sie können, je bekannter sie in der Öffentlichkeit werden, m.E. potentiell durchaus einen Beitrag dazu leisten, die Ideologie von Jordan Peterson wirksam zu bekämpfen.

        Aber in diesem Fall hier geht es ja gar nicht um meine Argumente, sondern um die Argumente von Paul Thagard, einem bekannten und anerkannten Kognitionswissenschaftler. Findest du es nicht auch interessant, dass ein bekannter Kognitionswissenschaftler die Bücher von Jordan Petersons rezensiert hat? 🙂

        „Schreib mal die Punkte raus, in denen du Peterson gut findest.“

        Darauf kannst du lange warten.

        Schreib du doch mal die Punkte raus, in denen du den Gender-Feminismus gut findest. 🙂

        Ich schreibe allerdings weder über Jordan Peterson, noch über den Gender-Feminismus etwas Positives.

        „Dieses „er hat was gesagt, was gegen meinen geliebten Kommunismus geht also muss er insgesamt ein fürchterlicher Mensch sein und alles, was er sagt, falsch“ ist doch deiner wirklich nicht würdig.“

        Wie du genau weißt, argumentiere ich auf wissenschaftlicher und auf ethischer Grundlage gegen Jordan Peterson, ich analysiere u.a. seine Propagandalügen, seine Dämonisierungsstrategien und manipulativen Diskursstrategien und ich verbreite gute Argumente gegen seine Ideologie, u.a. auch durch Verlinkung von Texten von anderen Jordan-Peterson-Kritikern. Die beiden heute verlinkten Texte finde ich z.B. lesenswert. 🙂

        • „Schreib du doch mal die Punkte raus, in denen du den Gender-Feminismus gut findest. 🙂“

          Ich hatte einen Artikel dazu, dass der genderfeminismus viele Leute, die sich am Rande der Normalverteilung der Geschlechterrollen befinden auflöst und ihnen halt und Akzeptanz gibt. Natürlich hat auch der genderfeminismus in den Bereich einiges bewegt und ich finde ihren Kampf für Akzeptanz für Homosexuelle und Leute die nicht in Geschlechterrollen passen durchaus lobenswert, wenn er eben nicht radikal geführt wird.
          Und natürlich gibt es einen sozialen Anteil an den Geschlechterrollen und es wurden dort Debatten angestoßen die überfällig waren. Warum soll man das nicht zugestehen?

          Ich dachte du bist immer auf der Suche nach den „Teilwahrheiten“, meinst du Petersons Ideen haben keine?

          Kannst du nicht einmal zugestehen, dass seine Kritik an feministischen Theorien soweit er allgemeinen Forschungsstand wiedergibt gut und sachlich ist?

          Dass seine Angaben zu der Schädlichkeit von tribalismus unter Ausblendung des Individuums“Teilwahrheiten“ enthalten?

          Dass sein Ansatz lieber an sich selbst zu arbeiten statt die Schuld auf andere Gruppen zu verlagern und das in entsprechenden Schritten wie „Clean your rooms“ für viele durchaus hilfreich sein können und das sie ein positiver weg sein können als die Schuldverlagerung auf zb das andere Geschlecht oder bestimmte Hautfarben wie im intersektionalen Feminismus? Zumindest als „Teilwahrheiten“?

          Und kannst du nicht zumindest zugestehen, dass auch eine Untersuchung von Mythen und Sagen unter dem Gesichtspunkt, welche Figuren warum sich dort gehalten haben über die Überlieferungen und für welche Prinzipien diese stehen interessant sein kann und man dort „Teilwahrheiten“ entdecken könnte?

          • @ Christian

            „Warum soll man das nicht zugestehen?“

            Man kann es ruhig zugestehen. Das gab es aber alles schon vorher und ist nichts, wofür man den Gender-Feminismus bräuchte.
            Die Teilwahrheiten des Gender-Feminismus sind stets solche, die sich bei anderen seriöseren geschlechterpolitischen Autoren und anderen sozialen/politischen Strömungen auch finden.
            Das Genannte findet sich doch z.B. auch bei gemäßigten Feministinnen oder bei linken Männerrechtlern.

            „Ich dachte du bist immer auf der Suche nach den „Teilwahrheiten“,“

            Ja.

            „meinst du Petersons Ideen haben keine?“

            Doch, aber meinem Eindruck nach hat er keine originellen Teilwahrheiten, die nicht andere Autoren schon vor ihm formuliert haben.

            „Kannst du nicht einmal zugestehen, dass seine Kritik an feministischen Theorien soweit er allgemeinen Forschungsstand wiedergibt gut und sachlich ist?“

            Dieser Teil der Kritik findet sich auch bei linken und liberalen Männerrechtern und bei einigen Feministinnen aus dem Spektrum des liberalen Feminismus und des Evolutionary Feminism.

            „Dass seine Angaben zu der Schädlichkeit von tribalismus unter Ausblendung des Individuums“Teilwahrheiten“ enthalten?“

            Die gleichen Teilwahrheiten finden sich bei zahlreichen linken und liberalen Autoren. Und auch bei bekannten Vertretern des französischen Poststrukturalismus, die von Jordan Peterson verleumdet werden:

            https://man-tau.com/2018/04/10/postmodernismus-ethnopluralismus-differenzphilosophie-identitaetspolitik/#franz654

            „Dass sein Ansatz lieber an sich selbst zu arbeiten statt die Schuld auf andere Gruppen zu verlagern und das in entsprechenden Schritten wie „Clean your rooms“ für viele durchaus hilfreich sein können und das sie ein positiver weg sein können als die Schuldverlagerung auf zb das andere Geschlecht oder bestimmte Hautfarben wie im intersektionalen Feminismus? Zumindest als „Teilwahrheiten“?“

            Ob an sich selbst zu arbeiten oder sich gemeinsam mit anderen politisch zu engagieren oder eine Mischform aus beidem das Richtige ist, kann nur kontextspezifisch und im Einzelfall entschieden werden.
            Als allgemeiner Grundsatz ist „Arbeite an dir selbst anstatt dich politisch zu engagieren“ falsch. Die realen Diskriminierungen, von denen Jungen und Männer betroffen sind, werden z.B. nicht dadurch verschwinden, dass die Betroffenen „an sich selbst arbeiten“.

            „Und kannst du nicht zumindest zugestehen, dass auch eine Untersuchung von Mythen und Sagen unter dem Gesichtspunkt, welche Figuren warum sich dort gehalten haben über die Überlieferungen und für welche Prinzipien diese stehen interessant sein kann und man dort „Teilwahrheiten“ entdecken könnte?“

            Ich habe natürlich nichts dagegen einzuwenden nach den Teilwahrheiten von Mythenforschung zu fragen. Ich besitze z.B. mehrere Werke von Mircea Eliade, Joseph Campbell und Claude Levi Strauss. Und die sind in diesem Feld wichtiger als Jordan Peterson.

            Und ich bin natürlich sehr dafür die verschiedenen Disziplinen und Schulen der Psychologie nach ihren Teilwahrheiten zu befragen. Ich sage dir ja schon seit Jahren, dass Evolutionäre Psychologie allein nicht ausreicht, um die psychologische Dimension des Menschen zu verstehen.
            Psychologie ist ein Interessenschwerpunkt von mir und ich beziehe dabei übrigens auch die Jungsche Psychologie, die Existenzielle Psychologie und die Transpersonale Psychologie mit ein.
            Dafür braucht man aber Jordan Peterson nicht.

          • Also halten wir erst einmal fest, dass Peterson viele „Teilwahrheiten“ vertritt, die du teilst und für richtig hältst, bei denen du nur davon ausgehst, dass andere sie bereits vertreten, habe ich dich da richtig verstanden?

            Was wäre jetzt, wenn er diese gut darlegt und sachlich vertritt? Wäre dieser Teilaspekt von ihm nicht sehr positiv? Und das auch dann, wenn andere sie bereits ebenfalls vertreten?
            Immerhin hat er es geschafft, diesen Teilaspekten eine hohe Aufmerksamkeit zu geben, siehe zb das Cathy Newman Interview, würdest du das für zutreffend halten?

      • @Christian

        „Dieses „er hat was gesagt, was gegen meinen geliebten Kommunismus geht also muss er insgesamt ein fürchterlicher Mensch sein und alles, was er sagt, falsch“ ist doch deiner wirklich nicht würdig.“

        Ich finde Leszek auch ein wenig unentspannt, wenn es um Peterson geht, dass letzterer aber eine unglaubliche Menge Quatsch erzählt, hat Leszek so oft bewiesen, ich spare mir die Hinweise.

        • „Ich finde Leszek auch ein wenig unentspannt, wenn es um Peterson geht, dass letzterer aber eine unglaubliche Menge Quatsch erzählt, hat Leszek so oft bewiesen, ich spare mir die Hinweise.“

          Da ist eben auch vieles aus dem Kontext gerissen. Natürlich macht er auch Fehler oder vertritt weniger abgesicherte Theorien und seine Ausführungen zu Archetypen fand ich sehr interessant, aber sie sind im endeffekt Vermutungen und „just so“ stories“

          und ich wäre auch vollkommen mit Kritik an diesen Punkten einverstanden. Aber sich einzelne Punkte herauszugreifen, gar einzelne Sätze, und damit die gesamte Person entwerten zu wollen und sie zu einem Satan, einem Paria, der nur Blödsinn von sich gibt, auszubauen, was ja Leszeks erklärter Ansatz ist, ist unredlich.
          Es ist eine schlichte VErteufelungskampagne. Ein klassischer Fehlschluss: Weil eine seiner Aussagen falsch ist, ist alles was er sagt falsch.

          Dabei spielt vieles von dem, was er so sagt, für die bereiche, die Leute interessieren, schlicht keine Rolle. Sein Interesse für Archetypen beispielsweise wird immer wieder angegriffen, schlicht weil es gute Angriffspunkte bietet. Aber es ist für seine Kritik am Feminismus und auch am Kommunismus vollkommen irrelevant.
          Aber seine Kritik an beiden richtet sich natürlich auch gegen die Betonung der Gruppe zugunsten des Individuums und die Gefahren, die daraus entstehen. Das ist ein durchgängiges Motiv seiner Kritik.
          Und da gehen seine Gegner auch nicht ran. Es ist zu vermintes Gebiet

    • Ich hab‘ jetzt nur

      https://www.psychologytoday.com/us/blog/hot-thought/201802/jordan-peterson-s-flimsy-philosophy-life

      gelesen. Seltsamer Text. Ein wesentlicher Teil der Kritik scheint darin zu bestehen, dass Peterson kein genuin philosophisches Buch geschrieben hat (siehe die Kapitel „Morality“ und „Reality“). Das finde ich auch. Ich finde, es sollten überhaupt nur philosophische Bücher geschrieben werden. Ausschließlich!

      Aber es ist natürlich klar, hätte Peterson all die philosophischen Fragen, die Thagard zu Recht aufwirft, auch nur ansatzweise behandelt, hätte er ein sehr viel umfangreicheres Buch, das weitaus kontroverser ausgefallen wäre, zustande bringen müssen. Über keine der philosophischen Fragen Thagards besteht in der Philosophie auch nur ansatzweise Einigkeit – fast möchte man sagen: Hier ist jeder Philosoph sein eigener Messias.

      Allgemein ist Philosophie eine Wissenschaft, die weitaus mehr Fragen aufwirft, als sie (definitiv) beantwortet. Dies hat schon Kant umgetrieben („Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann; denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann; denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft. In diese Verlegenheit gerät sie ohne ihre Schuld. […]“ Vorrede zur Kr.d.r.V. Diese Vorrede ist übrigens auch für Laien wirklich lesenswert, nicht zuletzt weil sie ziemlich witzig geschrieben ist.)

      Kurzum: wer Thagards strengeren philosophischen Maßstab anlegt, kann überhaupt kein Buch wie „12 Rules for Life“ schreiben, er kann auch den interessierten Lesern keine Orientierung und Hilfestellung vermitteln.

      Im Management gibt es die Regel: Besser irgendeine Entscheidung als gar keine Entscheidung, im Coaching gibt es die Regel: Besser irgendeine Orientierung als gar keine Orientierung. Da gibt es sicherlich einige Ausnahmen. Aber vielleicht kann sich ja der Leser selbst einmal überlegen, was ihm mehr nützt:
      – Ein Buch, das Orientierung und Hilfestellung für normale Menschen bietet, wenn auch ohne solide philosophische Grundlage – oder
      – eine philosophisch fundierte Abhandlung, die alle relevanten Theorien extensiv erörtert, praktisch keine Orientierung und Hilfestellung vermittelt, dafür aber Dutzende von philosophischen Fragen zur Ethik oder zur Ontologie aufwirft, die in der aktuellen Forschung alle umstritten sind.

      Etliche Einwände von Thagard sind nicht zu Ende gedacht. Er schreibt z. B.:

      „His second rule, “Treat yourself like someone you are responsible for helping”, inverts the Golden Rule in many cultures, which advocates treating others as you would like to be treated yourself.“

      Die Wortwahl „inverts“ ist irreführend, denn Petersons Regel steht nicht im Widerspruch zur sogen. Goldenen Regel. Beide Regeln sind miteinander verträglich: die Goldene Regel betrifft mein Verhalten anderen Personen gegenüber – wogegen Petersons Regel mein Verhalten mir selbst gegenüber betrifft. Man kann Petersons Regel also nicht unterstellen, dass sie die Goldene Regel in irgendeiner Weise einschränke, aufhebe oder negiere. Worin besteht nun also Thagards Kritik an Petersons Regel?

      (Ich selbst halte diese Regel für sinnvoll, weil es viele Menschen gibt, die sich selbst gegenüber ein selbst-zerstörerisches Verhalten an den Tag legen, zumindest ein selbst-schädigendes Verhalten, und weil es viele Menschen gibt, die sich selbst stark vernachlässigen.)

      Schon diese Einleitung Thagards ist zu kurz gedacht:

      „Jordan B. Peterson’s *12 Rules for Life* is on the bestseller lists, despite the commonplace nature of his rules, which boil down to: stand up for yourself, take care of yourself, make friends, don’t compare yourself to others, mind your children, set your house in order, pursue meaning, tell the truth, listen to people, be precise, give children freedom, and enjoy pets.“

      Jaja, alles nur Gemeinplätze. Aber vielleicht wird man sich darüber wundern dürfen, dass so viele Menschen so viele dieser Gemeinplätze nicht berücksichtigen. Und vielleicht ist dies ja ein hinreichender Grund dafür, für diese 12 Regeln ein wenig zu werben …?

      Einigen Interpretationen Thagards fehlt es an Wohlwollen („hermeneutischer Billigkeit“):

      „Peterson’s use of the term “Being” for the subjective experience of existence causes much confusion, for example when he says that “cats are a manifestation of nature, of Being, in an almost pure form.” Nature has been around for at least 13.5 billion years, since the Big Bang, but subjective experience has only been around for less than a billion, when animals with nervous systems evolved.“

      Worin genau besteht hier die Konfusion? Katzen sind doch Tiere mit einem Nervensystem. Also warum können sie keine „manifestation of being“ im Sinne Petersons sein?

      Thagard stört sich an dem vorstehenden Ausdruck „nature“. Es sollte jedoch klar sein, dass Peterson hier „nature“ nicht im Sinne Thagards meinen kann (als eine Totalität, die seit nunmehr 13,5 Mrd. Jahren das gesamte Sein unseres Planeten – oder des gesamten Weltalls – ausmacht). Denn würde Peterson „nature“ in diesem umfassenden Sinne verstehen, wäre seine Aussage “cats are a manifestation of nature … in an almost pure form” geradezu widersinnig. Katzen sind vielleicht ein Aspekt oder eine Komponente dieser Totalität, aber sie sind bestimmt keine Manifestation dieser Totalität.

      Wir können Thagard zugestehen, dass Peterson sich häufig nicht hinreichend genau ausdrückt, und dass er mitunter den Mund zu voll nimmt: also einfache Sachverhalte durch eine weltanschauliche oder philosophische Wortwahl künstlich überhöht oder gar aufbläst. Ja, das sollte er verbessern.

      Einen Großteil seiner Kritik widmet Thagard der Beschwerde Petersons über jenes Kanadische Gesetz, gemäß dem besondere Pronomen für ganz besondere Menschen verwendet werden müssen. Thagard rückt diese Beschwerde in die Nähe einer Menschenrechts-Verletzung – ich frage einfach nur: Was hat das mit Petersons Buch „12 Rules for Life“ zu tun? Zudem: Was hat diese mit Thagards Kapitel „Individualism“ zu tun?

      Kurzum: Thagards Kritik bietet reichlich Anlass zur Kritik an Thagard. Aber wenigstens konnte ich auf diese Weise mal den alten Kant zitieren …

      • „Ein wesentlicher Teil der Kritik scheint darin zu bestehen, dass Peterson kein genuin philosophisches Buch geschrieben hat.“

        Nun, das sei ihm verziehen – er ist kein Philosoph, sondern klinischer Psychologe.
        Ich lese ihn eher als einen Laien mit fundierter Bildung und einer eigenen Meinung, etwas, was bei vielen Philosophen (aber auch Naturwissenschaftlern) nicht selbstverständlich ist.
        Ich MUSS seine Meinung nicht teilen, was sie aber nicht falsch macht.

        „(Ich selbst halte diese Regel für sinnvoll, weil es viele Menschen gibt, die sich selbst gegenüber ein selbst-zerstörerisches Verhalten an den Tag legen, zumindest ein selbst-schädigendes Verhalten, …“

        Mehr Sorgen machen mir eher die weit häufigeren Zeitgenossen, die sich selbst gegenüber weit toleranter sind, als ihren Mitmenschen. Zu sehen im Nachbarn, der die Polizei ruft, weil sein Nachbar in der Mittagszeit das Kofferradio beim Fensterputzen zu laut hat laufen lassen, der aber selbst am Sonntagnachmittag mit nem alten Benziner den Rasen mäht.

        „Aber wenigstens konnte ich auf diese Weise mal den alten Kant zitieren …“

        … den ich vielleicht auch mal wieder lesen sollte. Ich war bei meinem ersten Versuch vor 30 Jahren von den bemerkenswert langen Schachtelsätzen fasziniert.
        Einer der ersten Sätze seiner Kritik drV ging über eine halbe Buchseite 😀

      • @Jochen Schmidt: „Jaja, alles nur Gemeinplätze“

        Ist mir auch schon immer aufgefallen. An der Stelle muß ich oft an erzählmirnix / Nadja Herrmann denken. Die hat ja extremen Erfolg (und vermutlich auch ein Vermögen verdient) mit einem Buch, das nur einen einzigen Gemeinplatz enthält: wenn du abnehmen willst, muß du weniger essen. Diese Trivialität habe auch 1000 andere Bücher erklärt, aber EMN hat es den Leute **richtig** erklärt, verständlich, emotional verdaulich.

        Peterson sehe ich ganz ähnlich. Sein Publikum besteht zu wesentlichen Anteilen aus Personen, die massive Probleme mit sich selber hatten (von diesen Personen stammen diverse euphorische Erfolgsberichte) oder zumindest einen Bedarf hatten, über ihr Leben nachzudenken. Zugespitzt formuliert ist das Buch eine Therapie für ganz bestimmte Patienten. Deswegen würde ich es nicht lesen, mir reichen die Zusammenfassungen, diese Ratschläge sind alle ganz OK, aber mit geht es eigentlich auch so ganz gut.

        Daß Bücher für ein ganz bestimmtes Publikum bzw. Lesertyp geschrieben werden, ist eigentlich eine triviale Erkenntnis. Das betrifft nicht nur die textlichen Formulierungen, sondern viel mehr noch die mentalen Modelle der Inhalte, die ich dem Leser als Autor beibringen will. Die müssen für ein breites Publikum, das nur wenig Zeit hat, einfach gehalten werden, auf die Gefahr hin, zu journalitisch und im Detail unsauber bzw. zu oberflächlich zu werden. Das ist übrigens eine klassische Kritik von hochtourigen Wissenschaftlern an populärwissenschaftlicher Literatur.

        Daß Peterson ziemlichen Quatsch über den Marxismus schreibt und bestimmte Attacken zu allgemein sind, ist ärgerlich, daß muß man bei ihm stets einkalkulieren.

        Aus meiner subjektiven Sicht hat Peterson trotz allem einen großen Vorteil bzw. Verdienst (auch wenn ich seine Tips nicht brauche): Er hat mir klar gemacht, wie sehr Weltanschauungen und ggf. persönliches politisches Engagement und die eigene psychologische Verfassung voneinander abhängen.

        Eine (bzw. jede) Ideologie liefert ja einen Interpretationsrahmen für die (soziale) Realität, also Kriterien, was wichtig und gut oder schlecht ist. Damit liefert sie zugleich wesentliche Bestandteile meiner psychologischen Verfassung. Idealerweise sollte eine Ideologie die Leute glücklich machen und moralisch stärken.

        Peterson argumentiert umgekehrt, daß nur moralische gefestigte Menschen schädliche, menschenverachtende Ideologien verhindern.

        Aber eigentlich gehen die Wirkungen in beide Richtungen. Und das führt zu einer Kritik an zu sehr akademisch-soziologischen Ansätzen, Politik zu machen (die ich vielleicht zu sehr im Vordergrund wahrgenommen habe): Die soziologischen Theorien und Analysen mögen alle gut und plausibel sein, aber sie erreichen das Bauchgefühl der normalen Leute, die keinen Master in Soziologie haben, nicht. Ein gutes Beispiel ist das Diversität bzw. Heterogenität: wunderschöne Theorien dazu, in der Praxis entstehen bei größere Gruppen nur Feindschaften.

    • @Leszek

      Ich hatte dir etwas geschrieben, leider falsch platziert – es steht jetzt über deinem Beitrag, auf den ich geantwortet habe.

  6. Schon ein paar Tage alt und war daher vielleicht hier schon Thema:

    Pinkstinks hat ja letztes Jahr die Werbemelderin-App veröffentlicht und aufgefordert, darüber Werbemotive zu melden, die in den Augen der Nutzerinnen sexistisch sein könnten.

    Jetzt gab es einen Zwischenbericht über Nutzungsintensität und den Ergebnissen der Meldeorgie:

    https://pinkstinks.de/erste-erfolge-der-werbemelderin/

    Pinkstinks gesteht zumindest selber eine gewisse Willkür bei der Bewertung der Meldungen ein. Bringt aber auch durchaus Beispiele für Werbung der derberen Art, die man schon als sexistisch bezeichnen könnte (ob dies jetzt schlimm und verdammungswürdig oder nicht schlimm ist, wäre eine andere Diskussion, die zu führen bei der aufgeheizten Atmosphäre eher unmöglich ist)

    Witzig die Erkenntnis, dass größere Unternehmen bzw. größere Werbeagenturen der Kritik von Pinkstinks eher aufgeschlossen waren und sind (vermutlich in Abwägung; Ein sozial-media-shitstorm hätte eine gewisse Schadwirkung).

    Während bei kleineren Unternehmen bzw. Handwerksbetrieben, wo vermutlich der Inhaber die Werbung selber konzipiert, kritische Rückfragen von Pinkstinks eher zu derben Erwiderungen führten.

    Wie solche Reaktionen am Telefon so aussahen (sich anhörten) kann man sich in etwa vorstellen 😀

  7. Ich finde diese Fingerlängenverhältnissache faszinierend. Habe übrigens auf Christians Blog zum ersten Mal darüber gelesen (z. B. https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/25/berufswahl-pranatales-testosteron-und-digit-ratio/).

    (Sind meine.)

    Bei Messung mittels Webcam + GIMP bekomme ich
    links: 0.96; rechts: 0.97

    Mittels Lineal — links: 0.97; rechts: 0.99

    Nun könnte man darüber diskutieren, ob es einen Zusammenhang zwischen Mangel an pränatalem Testosteron und meiner Wanderung von der Physik in die Literatur gibt. 😉

    (Aber bitte nicht den Social Justice Warriors sagen! Sonst unterstellen die mir gleich die wildesten Eigenschaften…)

  8. Ergänzend zu https://allesevolution.wordpress.com/2018/07/01/wann-man-heute-bereits-sexist-ist/#comment-348761

    Wirklich schön, was die Warschauer Frauen im (geschätzten) Alter zwischen 16 und 26 Jahren an Bein zeigen. Und auch: Die Beine, die textilfrei zu sehen sind,sind aber auch sehenswert. So was von sehenswert….

    Weitere Beobachtung und Vermutung dazu: Sehr wenige Östrogen-geschwollene Brüste bei den jungen Damen zu beobachten. Möglicherweise, weil in diesem streng katholischen Land der Zugang zu hormonellen Kontrazeptiva sehr eingeschränkt ist?

    (Vielleicht sollte Marga-Bauschaum-BH-Stokowski die Finger von den Hormonen lassen?)

    Tja, und überhaupt: Verdammt wenige Frauen, die ihre natürliche Attraktivität mit Tattoos, Piercing und wilden Haartönungen und Vandalismus-Frisuren zerstören. Alle 10 Meter eine Augenweide, die einem entgegen kommt. Was bin ich froh, nicht mehr 30 Jahre alt zu sein….

    • Ähnliches habe ich gerade in London erfahren (und auch auf meinem Blog thematisiert): Viele britische Damen kleiden sich dezidiert weiblich, die Herren ausdrücklich männlich – aber sehr geschmacksicher und stilvoll. Natürlich gibt es auch die tätowierten Piercing-Trägerinnen mit violettem Haar, doch war (und bin) ich von der Art, wie sich die Mehrheit gibt, sehr angetan. Oftmals lässt sich bereits am (schlechten) Kleidungsstil ausmachen, wer hier der Tourist ist.

      • Italien! Beim letzten Besuch sah ich zwei Männer, die auch bei über 30° mit dunklem Anzug in der Sonne standen und dabei unglaublich elegant aussahen. Und eine junge Mutter in einem schlichten roten Kleid, mit hohen Hacken und nahezu ohne Schmuck und Schminke. Eine wahre Augenweide.

  9. Heute bei Genderama:

    Während eines Fortbildungsseminars erschien mein Programmdirektor vor unserer Klasse und verkündete stolz, dass er das gesamte Gebiet der Philosophie aufgegeben hatte, das einmal seine Berufung gewesen war. Es waren alles „rassistische alte weiße Männer“, verkündete er. Die Klasse lachte. Es war ein Lacher der Anerkennung; sie hatten diesen Slogan schon einmal gehört. In meiner Abteilung war es normal und erwartet, alle weißen männlichen Denker als unverbesserliche Rassisten und Frauenhasser zu verspotten und nicht ernst zu nehmen. Es spielte keine Rolle, wann sie gelebt hatten oder wie erleuchtet sie im Vergleich mit ihren Zeitgenossen waren. Ihre Meinungen, ihre Ideen, ihre gesamten Beiträge zum Weltwissen – alles null und nichtig. Aristoteles? Weg mit ihm. Kant? Weg mit ihm. Hume? Weg mit ihm. Es war wie eine Bücherverbrennung.

    Mein Programmdirektor bediente hier nur sein Publikum, wurde mir klar, und die Studenten liebten es. Es bestätigte ihren Glauben. Platon und Hegel hätten genauso gut Weinstein und Spacey sein können. Weg mit ihnen.

    Männer sind nicht die einzigen, wohlgemerkt, die ihre Namen und Ideen in dieser Hinsicht auf dem Hackblock gefunden haben. Das passiert auch Frauen – vor allem, wenn sie weiß sind und die „falschen“ Meinungen vertreten. Den Namen der renommierten Autorin und Feministin Margaret Atwood in einem Kurs der Concordia Media Studies zu erwähnen, ist eine Einladung zur Empörung. Atwood hatte sich im Jahr 2015 die falsche Seite ausgesucht, als sie auf einem ordentlichen Verfahren für ihren Kollegen Steven Galloway bestand, nachdem er an der University of British Columbia wegen sexueller Übergriffe angeklagt worden war (fälschlicherweise, wie sich herausstellte).

    Atwood ist eine schlechte Feministin, wurde mir in einer Sitzung streng mitgeteilt. Sie ist schlecht für Frauen. Die Diskussion war vorbei. Die Autorin von „The Handmaid’s Tale“ – weg mit ihr.

    (…) Uns wurde einmal ein Artikel des Penn-State-Professors Eric Hayot ausgeteilt, mit dem Titel „Academic Writing, I Love You. Really, I Do.“. Es enthielt einige kurze Ausschnitte von Schreibtipps berühmter Persönlichkeiten, wie diesem von Kurt Vonnegut:

    „Verwenden Sie keine Semikolons. Sie sind transvestitische Hermaphroditen, die absolut nichts darstellen. Sie zeigen nur, dass du auf dem College warst.“

    Eine Studentin meldete sich sofort. Sie beschimpfte den Professor vor der Klasse. Vonneguts Witz sei so beleidigend, dass sie nicht verstehen könne, wie ein solcher Artikel ausgeteilt worden sei. Er war inakzeptabel, der ganze Artikel. Der Professor, das war klar, war auf diesen Angriff nicht vorbereitet. Das hätte er aber sein sollen. Kennen Sie Ihre Kohorte. Erstaunlicherweise war dies derselbe Programmdirektor, der nur wenige Monate zuvor die gesamte Philosophie wegen ihrer Weiße und Männlichkeit abgelehnt hatte, und hier fiel er dem Klima der Ablehnung zum Opfer, das er mitgestaltet hatte. Von seiner eigenen Schlinge erhängt.

    Zu seiner Verteidigung hat er versucht, diese Frage zur Diskussion zu stellen, aber die Schüler ließen ihm das nicht durchgehen. „Wir können darüber reden, oder?“ fragte er nervös, etwas zittrig, als ob er kurz davor wäre, erschossen zu werden. Er schwitzte. Die Studentin hatte ihn in der Mangel.

    „Das hätten Sie uns nicht austeilen sollen“, sagte die Studentin dem Programmdirektor. Der Rest der Klasse saß in dummer Stille. Ich war platt. Und ich sah es sofort in den Augen des Professors – er würde diesen Artikel nie wieder austeilen. Vonnegut, einer der größten modernen Kritiker unserer Unmenschlichkeit – weg mit ihm. Wie mit der Würde und Autorität des Programmdirektors. So läuft es inzwischen.

    (…) Als es für mich an der Zeit war, ein Thema für meine eigene Diplomarbeit bei Concordia vorzuschlagen, fühlte ich mich wie Alice, die endlich im Garten der Herzkönigin ankam. Meine Forschung, die von einer kanadischen Bundesbehörde namens Social Sciences and Humanities Research Council finanziert wurde, konzentrierte sich auf eine in Montreal ansässige satirische Website namens The True North Times, die neun Kandidaten, die für die Bundestagswahl 2015 in Kanada kandidieren, demütigen wollte. Die Seite hatte die Social Media-Geschichten der Kandidaten unter die Lupe genommen und problematische Kommentare, Witze und Meinungen veröffentlicht (oft aus dem Zusammenhang gerissen). Die zentrale Frage meiner Forschung war, ob dies das politische Äquivalent einer Hexenjagd darstellte oder nicht.

    Nach meiner Präsentation vor einem Gremium aus Gleichaltrigen und Professoren wurde das Wort zur Diskussion gestellt. Eine Kommilitonin fragte mich: „Wie rechtfertigst du den Begriff „Hexenjagd“?“ Ich war überrascht. Rechtfertigen? Liebe Güte! Was meinte sie mit „rechtfertigen“? Das war ein ganz gewöhnlicher Begriff, der in einer bekannten Zeit der Geschichte verwurzelt war und oft in der politischen Theorie und in Nachrichtensendungen genau so verwendet wurde, wie ich ihn benutzte. Aber weil es geschlechtsspezifische Sprache war, wurde er als unangebracht erachtet.

    Mein akademischer Betreuer sah mich an, als ob die Antwort auf diese Frage wichtig wäre. Das sind die richtigen Worte, dachte ich. Keine anderen Worte vermittelten genau die Bedeutung, die ich beabsichtigte. Meine Wahl dieses Begriffs war nicht kosmetisch oder willkürlich; politische Hexenjagden waren mein zentraler theoretischer Rahmen, der die Gesamtheit meines Forschungsplans untermauerte. Muss ich meine Hexenjagd reinigen?

    Meine Worte wurden mir genommen. Mein Betreuer schlug mir vor, eine Alternative zu verwenden. Kein Zweifel, er versuchte zu helfen. Aber es spielte keine Rolle. In diesem Moment fühlte sich der Rest meiner Forschung nicht so wichtig an. Es wurde gesagt: Hexenjagd, meine wesentliche Theorie, war ein beleidigender Begriff, der nicht ausgesprochen werden sollte. Ich musste aufgehalten werden. Sie kamen nicht darüber hinweg.

    Was ich hier anbiete, sind kleine Einblicke in meine Existenz an der Universität Concordia. Mein erstes Jahr an der Graduiertenschule war nicht von einem einzelnen dramatischen Ereignis geprägt. Es war eine Sequenz, ein Muster, was mir schließlich klar wurde, eine Epidemie. In fast jeder Klasse habe ich mich mit den moralischen Torwächtern des akademischen Betriebs auseinandergesetzt. Indem sie handelten oder nicht handelten, indem sie eine Arena aufrechterhielten, in der junge, unwissende Studenten dazu ermutigt wurden, sich über alle Standards von Fairness, Offenheit und intellektueller Untersuchung hinwegzusetzen, hatten die Professoren der Institution erlaubt, sich in ein Irrenhaus zu verwandeln. Ausgewählte Identitäten, Autoren, Stimmen, Worte und Gedanken waren am Tisch erlaubt, der Rest wurde ohne Frage verworfen oder ausgeschlossen, als wäre alles schon entschieden. Jedes Streben nach Wahrheit oder Dialektik der Ideen wurde schon vor dem Beginn abgeschnitten, als die Teilnehmer ihre Energie aufbrachten, um die Sprache zu kontrollieren und ihre moralische Tugend durchzusetzen. Es spielte keine Rolle, ob die Schüler, die sich beschwerten, in der Minderheit waren – alles, was es brauchte, war eine einzelne Beschwerde. Statt einer Erweiterung meines Horizonts an der Universität erlebte ich dort eine seltsame Ausdünnung, eine Verengung der bekannten Welt und der gesamten Realität zu einem einzigen, engen, eigenwilligen und fest auferlegten Satz von Wahrnehmungen und Gedanken, einer Orthodoxie, einem Glauben.

    Die Hochschule, so scheint es mir jetzt, ist in gewisser Weise zu ihrer alten Rolle als religiösem Institut zurückgekehrt, wie in den Tagen vor Newton, einem Ort des erzwungenen Konsenses und der theologischen Reinheit. Percy Shelley wurde wegen Atheismus aus Oxford ausgewiesen, weil er es gewagt hatte, die Orthodoxie der Universität in Frage zu stellen. Nichts weist darauf hin, dass es ihm heute besser ergehen würde.

    https://genderama.blogspot.com/2018/07/geheimregierung-der-berliner-humboldt.html

    Diese Studenten sind unmöglich. Es ist also ob sie überzeugt sind das wenn sie einem weißen Mann (oder Frau) das Leben schwer machen, eine gute Tat vollbringen.

  10. „Die Hochschule, so scheint es mir jetzt, ist in gewisser Weise zu ihrer alten Rolle als religiösem Institut zurückgekehrt, wie in den Tagen vor Newton, einem Ort des erzwungenen Konsenses und der theologischen Reinheit.“

    Willkommen im Zeitalter der Scholastik.

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