Frauen in der Stadtreinigung bzw Müllabfuhr

Eine alte Erwiderung bei dem Thema Frauenquoten ist, dass die Feministinnen sie nur bei den Statusjobs haben wollen, aber nicht bei der Müllabfuhr.

Anscheinend hat nunmehr jemand beschlossen, dass auch dort eine Quote erforderlich ist und die Berliner Stadtreinigung will mehr Frauen dort anstellen.

Die Soziologin Jutta Allmendinger hat daher an einem Tag getestet, ob sie als Frau den Job durchführen kann.

Grundsätzlich finde ich solche Aktionen gut: Gegen einen Test wird wohl niemand etwas sagen können und es dient dazu, sich ein Bild von der Arbeit zu machen.

Sie erwartet wohl bereits am Anfang einen „Backlash“ gegen das Eindringen in ein „Revier der Männer“, aber alle sind höflich zu ihr (was auch kein Wunder ist, man wird die Leute ja passend ausgesucht haben und sie scheint mir auch eher „offiziell“ dahin gegangen zu sein, also nicht als „Undercovermitarbeiter“ mit dem man täglich zu tun haben wird.

Ihr Fazit:

Der erste Ausstieg, mein erstes Haus. Mit dem Tresorschlüssel komme ich zurecht und öffne die Tür. Zu meiner Erleichterung gibt es hier nur wenige Treppen. Das Schieben der 660-Liter-Behälter geht gut, auch über die Treppen nach draußen. Einhängen kann ich sie gar nicht. Florian und Peter geben mir Tipps, mit dem Knie nachhelfen. Bei Tonne vier jubele ich, es klappt.

Auf dem Tritt tut die kühlende Luft gut, die vier geschafften Tonnen auch, meine Anspannung fällt ab. Ich halte mich wacker. Nur die großen 1100-Liter-Behälter machen mir Probleme. Oft bremst das Kopfsteinpflaster. Manche Tonnen sind mir schlicht zu schwer. Die beiden Männer helfen immer, ganz selbstverständlich. Von Genugtuung keine Spur. Und sie loben. „Sie machen das echt gut“, meint Florian. „Das darf man doch sagen, oder?“ Die Stunden verfliegen, meine zwei Liter Apfelsaftschorle sind schnell weg.

Um 10 Uhr eine Pause in Ruhleben. In der Kantine setzen sich andere Kumpel zu uns: Türken, Italiener, Deutsche. „Bist du ’ne Neue? Fährst du jetzt immer mit?“ Auch hier keine Anmache oder dummen Sprüche. Sie frotzeln, wer der beste Müllmann sei. Ich frage nach. „Wann ist ein Müllmann der Beste?“ – „Das wollen alle sein, und vielleicht sind es alle. Guten Job machen, zu Leuten freundlich sein“, antwortet Florian.

Wir arbeiten weiter. Langsam werde ich Teil des Teams: Peter bietet mir das „Du“ an. Entgegen meiner Zweifel schaffe ich die ganze Tour. Völlig verschwitzt kehre ich um 14 Uhr zum Betriebshof zurück und bin als Erste auf dem Weg nach Hause: Duschen für Frauen gibt es hier nicht.

Was habe ich gelernt? Weit mehr, als ich dachte. Ich weiß mehr um meine Vorurteile und unbegründeten Zweifel, um die Fähigkeiten von Frauen. Und ich habe eine Freundlichkeit unter den Menschen erlebt, die mir so vorher nicht aufgefallen war. Auf dem Tritt ist man sehr sichtbar.
(…)

Und die Arbeit selbst? Ganz sicher können Frauen diese erledigen. Mag sein, dass rein weibliche Teams etwas langsamer wären. Im Gegensatz zu meinen Kumpels zog ich nie zwei Tonnen gleichzeitig, die sehr großen schaffte ich nicht. Beides ist in den Dienstanordnungen aber auch nicht vorgesehen. Nicht zuletzt haben mir Peter und Florian gezeigt, wie gut sie als Team funktionieren, über den deutlichen Altersunterschied hinweg. Und mit welcher Selbstverständlichkeit sie mich angelernt und eingegliedert haben. Warum sollte das nicht mit anderen Frauen ebenso gut gehen? Natürlich müssen sie anpacken, um respektiert zu werden. Das tun sie aber auch in jedem anderen Job.

Es wäre jetzt aus meiner Sicht interessant, ob kleinere leichtere schwächere Männer auch sonst bei der Müllabfuhr sind, die auch keine großen Tonnen schaffen und nicht zwei Tonnen nehmen können. Selbst bei schwachen Männern könnten die Unterschiede zu Frauen noch enorm sein:

On average, men have 61% more muscle mass than women (d=3), a sex difference which is developmentally related to their much higher levels of testosterone. Potential benefits of greater male muscle mass include increased mating opportunities, while potential costs include increased dietary requirements and decreased immune function. Using data on males aged 18-59 years from the third National Health and Nutrition Examination Survey and including other relevant variables, fat-free mass (FFM) and/or limb muscle volume (LMV) are significant predictors of the numbers of total and past-year self-reported sex partners, as well as age at first intercourse. On the cost side, FFM and LMV are strong positive predictors of daily energy intake and strong negative predictors of C-reactive protein and white blood cell count, measures of native immunity.
Wenn aber auch andere Männer nicht zwei Tonnen bzw sehr große Tonnen schaffen, warum sollte man dann nicht auch Frauen anstellen?
Und sehr starke Frauen, etwa eine Bodybuilderin, damit hätte ich auch kein Problem.
Wenn natürlich Frauen letztendlich zu einer Mehrbelastung für den Mann führen, dann könnte es wiederum problematisch sein, etwa weil er immer die schweren Sachen machen muss, gerade auch solche, die er sonst etwa mit einem männlichen (bzw kräftigeren) Partner leichter absolviert hätte.
Es soll dann aber anscheinend auch gleich eine Art Quote eingesetzt werden, jedenfalls der Frauenanteil stark erhöht werden, wie dieser Bericht deutlich macht,d er auch gleich Bedenken anführt:

Ellen Naumann von der Gewerkschaft Verdi bezweifelt allerdings genau dies. „So wie die BSR derzeit arbeitet, kann ich mir das nicht vorstellen – die Männer schaffen es ja schon kaum“, sagt Naumann. Die Arbeit sei körperlich belastend und extrem anstrengend. Und aufgrund der gestiegenen Arbeitsverdichtung bekämen die Mitarbeiter typische Gesundheitsprobleme, etwa Rückenbeschwerden, in jüngeren Jahren als früher.

„Die 1100-Liter-Tonne darf man offiziell nur zu zweit ziehen, und von den Standardtonnen soll man nur eine nehmen, aber die Männer nehmen zwei davon, und eine große bewegt einer allein“, sagt Naumann. Wenn die Regeln eingehalten würden, dann würde ein Drittel mehr Personal benötigt.

Man hat hier also letztendlich auf Kosten der Mitarbeiter gespart, die an ihre Gesundheit gehen, weil man nicht genug Leute einstellt und der Job ja gemacht werden muss.

Wenn sie das nicht  machen würde, dann würde man ein Drittel mehr Personal benötigen.

Feministisch würde man da wahrscheinlich sagen: Da seht ihr mal, die Männer mit ihrer toxischen Männlichkeit schaden sich selbst. Wenn man Frauen dazu nehmen würde, dann müsste man die Vorschriften einhalten, mehr Leute anstellen und alle hätten weniger Probleme.

Natürlich werden allerdings die Vorschriften für die bisherigen Praktiker auch eher auf Männer ausgerichtet sein und man wird bei den Frauen eher noch mehr Leute brauchen. Anzunehmen ist auch, dass die Männer weiter arbeiten wie zuvor und dann eben mehr schaffen als die Frauen, was auch zu Unzufriedenheit führen kann.

BSR will 50 Prozent Frauen bei Neueinstellungen

Von den 1700 Kräften der Straßenreinigung sind mittlerweile 300 Frauen. Sie schwingen nicht nur Harke und Besen, sondern fahren auch Kehrmaschinen auf Straßen und Kleinkehrmaschinen auf Gehsteigen. Bei Neueinstellungen versucht die BSR hier auf 50 Prozent Frauen zu kommen. Doch warum sollte eine Frau Interesse an dem Job haben? Laut BSR spricht einiges dafür. Laut Ausschreibung wird bei der Kinderbetreuung geholfen, es gibt „familienbewusste Urlaubsplanung“ und eine Bezahlung nach TVöD Stufe 3.

Viele Frauen werden sich für den Job des Müllfahrers wahrscheinlich gar nicht bewerben:
Körperlich stark belastend, schmutzig, draußen bei Wind und Wetter, mit Kindererziehung nicht kompatibel, dass alles sind üblicherweise Jobs mit sehr hohen Männeranteil.

Dennoch spricht einiges für den Job: Zum Beispiel ist der Beruf zwar körperlich anstrengend, man trägt aber wesentlich weniger Verantwortung als etwa eine Krankenschwester oder Altenpflegerin. Auch reicht es, die Mindestschulzeit hinter sich gebracht zu haben; eine Ausbildung ist nicht nötig. Der Verdienst ist dem einer Krankenschwester vergleichbar, obwohl diese eine Ausbildung benötigt. Und es ist ein sicherer Arbeitsplatz.

Nur das Gehalt eben viele Frauen weitaus weniger interessiert als Männer. Es muss eher alles passen.

Mal sehen, wie es dort weitergeht. Wahrscheinlich landen die Frauen bei den körperlich weniger belastenden Jobs und die stärkeren Männer eben bei denen, die Kraft erfordern.

 

48 Gedanken zu “Frauen in der Stadtreinigung bzw Müllabfuhr

  1. Ich schwanke noch, ob ich die Frau für doof oder böswillig halten soll. Frau Almendinger ist nicht nur Soziologin, sondern auch noch im Aufsichtsrat des BSR. Klar wird die freundlich behandelt, klar schreibt die nett über ihre Mitarbeiter. Trotzdem, oder gerade deshalb widert es mich an, wie sehr ihr Text gespickt ist mit ihren Kleinmädchenbefürchtungen, dass sie als über 60-jährige 50kg-Frau (geschätzt aus ihrem Bildern) einen Spruch gedrückt bekommt wenn sie Männerarbeit machen muss. Sind ja gar nicht so viele Schweine hier!

    Nach einem Tag bei der Müllabfuhr würde ich wahrscheinlich wimmernd ins Bett gehen. Und das, obwohl ich Frau Almendinger auch noch gehoben bekäme.Sie gibt immerhin zu, dass Frauen im Schnitt nicht so leistungsfähig sind, aber das hindert ihre Rechtfertigungsrabulistik auch nicht.

    Christian, Du zitierst „Stufe 3“. Stufen kommt man mit der Betriebszugehörigkeit, es ist jedoch möglich, dass man direkt in eine höhere Stufe kommt. Aber wahrscheinlich wird es die Entgeltgruppe (EG) sein. EG 1-4 ist einfacher Dienst, da ist man ohne Ausbildung drin. Eine Krankenschwester fängt im mittleren Dienst (wg Ausbildung) an, das ist EG 5-9.

    Ich bin mal gespannt, wie das laufen wird, wenn 50% Männer 75% der Tonnen bewegen sollen.

  2. „Da seht ihr mal, die Männer mit ihrer toxischen Männlichkeit schaden sich selbst. Wenn man Frauen dazu nehmen würde, dann müsste man die Vorschriften einhalten, mehr Leute anstellen und alle hätten weniger Probleme.“

    Und man müsste wesentlich mehr Lohn bezahlen um die gleiche Arbeit gemacht zu bekommen. Das wir dnicht geschehen in einer Wettbewerkswirtschaft.

      • Gar nicht mal so abwegig. Überschuss nutzen um den Reichshauptslum bewohnbarer zu machen ist ja an sich ganz nett (unartikuliertes Kreischen von links: GENTRIFIZIIIIIIERRRUUUUUUUUNG), aber das ginge ja gar nicht, wenn damit Männerjobs finanziert werden würden. Sollten also die Löhne und Arbeitsbedinungen in der Stadtreinigung besser werden, müssen auch da Frauenquoten her.
        Oder es ist, in einem seltenen Anfall von Denkvermögen, den Gender-Frollos aufgefallen, dass ihre Absolventen zu nicht mehr als Berufen für Ungelernte fähig sind.

    • Im Studium wurde mir erzählt, dass ein Vorteil dieses Berufes ist, dass man nur eine bestimmte Anzahl Tonnen täglich heben darf, wenn ein Trupp Müllmänner ihr Pensum also in 5 Stunden schaffen, kriegen sie eher Feierabend, werden aber für 8 h bezahlt.
      Was die ganzen zwei-Tonnen-auf-einmal-Aktionen erklären dürfte.

      • „Was die ganzen zwei-Tonnen-auf-einmal-Aktionen erklären dürfte.“

        Kann sein.
        Kann aber auch sein, dass da ein Stückweit Machogehabe bei ist. Ich habe als später Teen und früher Twen ein paar Jahre in einer Baumschule gearbeitet.
        Standardspruch dort: „Wer mit 30 noch keinen kaputten Rücken hat, der war zu faul zum Arbeiten.“
        Zweimal im Jahr war Versandszeit. Dann wurden von Früh bis Spät Bäume aus den Quartieren geschleppt. Wenn es statisch ging, auch gleich zwei Stück auf einmal.
        Bei manchen war es schon verdammt hart, da kam ich an meine Leistungsgrenze.
        Ich erinnere mich noch, dass meine Eltern mal Kartoffelsäcke von irgendwo hergeholt hatten und ich die in den Keller bringen sollte.
        Die Säcke (à 25 kg) kamen mir vor wie Handtaschen. Ich schätze, die Bäume, die ich in der Zeit schleppte, kamen zusammen auf bis zu 100 kg.
        War natürlich Irrsinn, aber man(n) wollte nicht den anderen nachstehen. Also hat man mitgemacht.
        Mein Rücken ist noch leidlich OK, weil ich die Arbeit nach vier Jahren drangegeben hatte.

        • „Man wollte den anderen nicht nachstehen!“
          Ja, das ist der Grund. Wenn ein Trupp Müllmänner erst nachmittags fertig wird, weil einer etwas schmaler auf der Brust ist, ist das fürs Betriebsklima sehr schlecht.
          Und weil der Arbeitgeber auch gerne „optimierte“ Abläufe hätte, werden nur solche Leute die Probezeit überstehen, die da mithalten können. Und ich sag mal vorsichtig, Leute, die das können und wollen, kriegt man genug.

  3. „Mag sein, dass rein weibliche Teams etwas langsamer wären.“

    50 Prozent als „etwas“ zu bezeichnen, muss man sich auch erst mal trauen.

      • Sie nicht, aber ich. Weil sie nur die Hälfte schafft.

        „Im Gegensatz zu meinen Kumpels zog ich nie zwei Tonnen gleichzeitig, die sehr großen schaffte ich nicht.“

        660 Liter-Tonne: Sie = eine (Mann= zwei)
        1100 Liter-Tonne: Sie = keine (Mann= eine)

          • Volle Restmülltonne über Kopfsteinpflaster (wie von ihr erwähnt), könnte ich mir schon als schwierig vorstellen.

          • Ich durfte letztens einer Frau ihre Tasche in den Zug heben. Sowas von der Größe:

            Ich dachte echt die verarscht mich. Ein großer Kochtopf voll Wasser war schwerer.

        • Leider schreibt sie nicht, was ihre Leistung anteilsmäßig gewesen ist. Es liest sich eher so, als hätte sie gut mithalten. Die Stunden seien wie im Flug vergangen. Ihr Fazit ist ja auch, dass Frauen das auch können. Dass die Kollegen zwei Tonnen gleichzeitig ziehen konnten, heißt ja nicht, dass sie das ständig getan haben.

          Ich glaube ihr zwar kein Wort, aber im Prinzip finde ich ihre Firmenpolitik gut. Da wir auch sonst überall mit Quoten behelligt werden, sollte man das auch konsequent durchziehen.

        • Der Vorteil für Männer wäre hier, dass diese auch weniger arbeiten müssen da man ja auf die Frauen im Team Rücksicht nehmen muss. Natürlich steigen dann die Entsorgungsgebühren aber das ist dann halt so. Da vor allem Männer in dem Job arbeiten (und das wird vermutlich auch so bleiben) ist es für diese auf jeden Fall ein Vorteil.

          • „Der Vorteil für Männer wäre hier, dass diese auch weniger arbeiten müssen da man ja auf die Frauen im Team Rücksicht nehmen muss“

            Es kann auch bedeuten, dass die Männer in der Zeit bei einem Halt von 4 Mülltonnen drei nehmen und die Frau eine

  4. Nur unter einer der folgenden Voraussetzungen wäre es gerecht, wenn auch Frauen bei der Mülle arbeiten:
    – Sie verdienen weniger.
    – Die Männer leisten auch nur halbe Arbeit
    – Technische Aufrüstung, mit der alle die gleiche Leistung bringen können

    Leider wird es aber so sein, wie in allen Bereichen, in denen Frauen beruflich hauptsächlich körperlich gefordert werden. Sie bekommen die gleiche Entlohnung bei deutlich geringerer Leistung und schwächen das Team. Andererseits wird es bei diesem Selbstversuch bleiben und Frauen werden in diesem Job vernachlässigbar wenige bleiben, solange sich die Rahmenbedingungen nicht extrem verbessern.

    • Es geht einfacher, alle werden nach Leistung bezahlt und gut isses. Wer mehr Tonnen macht, kriegt eben mehr. Wird doch eh alles elektronisch erfasst.

      M

      • Der Fahrer fährt aber nicht weiter, solange Lieschen Müller sich noch mit der Tonne abrackert, da kann Heini Meier noch so mit den Füßen scharren. Außerdem möchte ich nicht derjenige sein, der den Verteilungsschlüssel für die unterschiedlichen Begebenheiten (Tonnendichte, Erreichbarkeit, Verkehrslage, wechselnde Kollegen, usw.) für den Leistungslohn in den versch. Bezirken errechnen soll.

        • Lieschen macht kleine Tonnen, Otto die schweren. Lieschen verdient 8 Euro die Stunde und Otto 12, oder so. Geht schon, da hatte ich schon kompliziertere Modelle….

          • Womit wir bei Punkt 1 von Franks Aufzählung im einleitenden Posting gelandet wären:

            Frauen verdienen weniger.

            Zwar würde das nicht direkt am Geschlecht sondern an der erbrachten Leistung festgemacht, aber die Wirkung wäre im Normalfall trotzdem dieselbe.

            Zweifellos würde das dann von Feministen wieder politisch thematisiert werden. Schon in der heutigen Gender-Pay-Gap-Debatte wird eigentlich nie über Leistungsvergleiche bzw. messbare Leistungsunterschiede zwischen Frauen und Männern gesprochen, was einer von mehreren Faktoren ist, welche zu den bekannten Lohnunterschieden führen. Es wird jeweils dogmatisch vorausgesetzt, dass die Leistung von Frauen und Männern dieselbe ist. Jegliche Überprüfung dieses Dogmas wäre gemäss feministischer Ideologie frauenfeindlich.

          • Jo mei, dann kriegen eben die Frauenteams gleiche Kontingente wie die Männerteams und gleichen Fixlohn. Otto macht um 13 Uhr Feierabend und Lieschen arbeitet ihre Portion eben bis 17 Uhr ab. Gleiche Arbeitsmenge, gleicher Lohn. Hatte mal nen Ferienjob, da war das so. Der Meister hat Arbeit zugeteilt für 10 Stunden und wenn man fertig war, konnte man gehen. Ich war damals oft sehr früh im Schwimmbad 🙂 Natürlich hat der Meister die Arbeit auch überprüft, schlampen war nicht.

          • @Mika
            Das ist jetzt wirklich schlaumeierisch. Der unterschiedliche Lohn wäre damit trotzdem eine Tatsache, da der Lohn auf eine Standardarbeitszeit umgerechnet und dann zwischen Männlein und Weiblein verglichen wird. Ob das für jede Arbeit sinnvoll ist, ist fraglich, aber exakt so handhaben das die Statistischen Ämter überall, um den sogenannten Gender Pay Gap zu errechnen. Ich fürchte, die Feministen wirst Du damit nicht austricksen können. So doof sind sie nun auch wieder nicht.

            Ausserdem würde das System eines gleichen Fixlohnes für gleiche Arbeitspensen bei unterschiedlicher Arbeitstdauer darauf hinauslaufen, dass die Männer z.B. nur 6 oder vielleicht 7 Stunden arbeiten dürfen, damit die Frauen nicht über 10 oder gar 11 Stunden hinausschiessen, wodurch es bei diesen dann zu arbeitsrechtlichen Problemen wegen zu langer Arbeitszeiten käme. Die Männer würden dann mit einer empfindlichen Lohneinbusse bestraft, bloss weil die Frauen viel weniger leistungsfähig sind.

            Aber das sind ohnehin alles theoretische Betrachtungen, denn dass eine relevante Zahl von Frauen überhaupt bei der Müllabfuhr anheuern wird, ist äusserst unwahrscheinlich. Sie haben es bisher ja nicht getan. Weshalb sollten sie es jetzt plötzlich tun? Nur weil irgendeine Soziologin da mal einen Tag ein bisschen mitgetan hat? Lächerlich!

          • @Maesi,

            natürlich hast du Recht, du wollen ja nicht zur Müllabfuhr, die wollen sich den Hintern platt sitzen und Kohle abgreifen……

          • @Mika
            *lach* Keine Ahnung, was Frauen wirklich wollen. Aber dass sie in ihrer überwätligenden Mehrheit nicht bei der Müllabfuhr arbeiten wollen, ist durch ihr reales Verhalten gut belegt. Männer sind da offensichtlich viel aufgeschlossener und decken eine deutlich grössere Bandbreite von Berufen ab.

        • Dann spielt Heini halt mal ein wenig auf dem Handy oder raucht eine Fluppe – mehr Freizeit für Männer bedeutet auch weniger Stress für Männer. Sie werden ja eh nach Stunden bezahlt und nicht wie viele Tonnen sie stemmen können.

  5. „Ich weiß mehr um meine Vorurteile und unbegründeten Zweifel, um die Fähigkeiten von Frauen.“

    Süß. Höchstpriviligierte Frau nutzt ihre Stellung um sich selbst im gedanklichen Spiegel anzuschauen. Dekadenz ist irgendwie schon geil.

  6. Gibt doch Frauen bei der BSR. Die sind dann aber meist eher Soziologinnen, BWLerinnen oder Bürokauffrauen.

    Wie wäre es mal mit einer Männerquote bei easy-peasy Bürojobs?

  7. ‚Mal sehen, wie es dort weitergeht. Wahrscheinlich landen die Frauen bei den körperlich weniger belastenden Jobs und die stärkeren Männer eben bei denen, die Kraft erfordern.‘

    Am wahrscheinlichsten ist allerdings, dass sich kaum eine Frau finden wird, die diese Arbeit zu machen bereit ist. Selbst für das Fahren der Müllwagen, was wohl eine körperlich leichtere Aufgabe ist als das Herumwuchten von Mülltonnen, werden denen die Frauen als Bewerber wahrscheinlich nicht die Tür einrennen. Letztendlich werden sie dann höchstens wieder irgendwo bei der Administration oder Logistik landen, dann gehören sie aber halt nicht zum Müllpersonal. Ein Müllmann ist nunmal einer, der die Mülltonnen leert, und das im Sommer, Winter und bei jedem Wetter. Höchstens eine von tausend Frauen zieht so eine Tätigkeit für sich überhaupt nur in Erwägung, geschweige dass sie sich dann auch ernsthaft dafür bewirbt.

    Dass die Durchschnittsfrau diese Arbeit aufgrund ihrer körperlichen Statur nur unvollständig erledigen könnte und somit permanent auf Hilfe ihrer männlichen Kollegen angewiesen wäre, war ja abzusehen und hat sich durch Frau Allmendingers Selbstversuch bestätigt. Trotzdem wird sie darauf bestehen, den gleichen Lohn für die geringere Leistung zu bekommen. Das nennt sich dann (feministische) Gerechtigkeit. Ich nenne es Schmarotzertum.

    Wahrscheinlich wird irgendwann die Müllabfuhr automatisiert werden, sodass der klassische Müllmann das nicht mehr mit seiner körperlichen Arbeit tun muss. Aber auch diese Automatisierung wird höchstwahrscheinlich durch männliche Kreativität erreicht werden, wie fast alles, was in den letzten 200 Jahren an Technologie und den darauf basierenden Geräten entwickelt wurde.

    • Ist ja teilweise schon so. Es gibt mittlerweile mehrere Kommunen bzw. Firmen, die Fahrzeuge mit Greifarmen nutzen. Da sitzt der Müllwerker nur noch in der Karre und leert die Tonne per Knopfdruck bzw. Joystick.

      • Gewiss. Ich denke da allerdings an eine noch weitergehende Automatisierung mit autonomen Müllentsorgungsfahrzeugen, die ohne Fernsteuerung auskommen. In 20 bis 30 Jahren könnte das durchaus Realität werden.

        Die Robotisierung mittels autonom agierenden Arbeitseinheiten steht erst am Anfang. Wir leben nicht bloss politisch sondern auch technologisch in spannenden Zeiten. Und ich rechne durchaus damit, dass in 20 bis 30 Jahren Sexbots existieren, die die sexuellen Bedürfnisse eines Mannes (bzw. einer Frau) besser bedienen können als irgendwelche Amateure. Auch hier wird das männliche Genie die Grenzen des Machbaren immer weiter hinausschieben.

  8. Es wäre jetzt aus meiner Sicht interessant, ob kleinere leichtere schwächere Männer auch sonst bei der Müllabfuhr sind, die auch keine großen Tonnen schaffen und nicht zwei Tonnen nehmen können.

    Schreib Dich nicht ab, lerne Lesen:
    Zu schmächtige Männer seien nicht genommen worden und niemand hätte sich darüber beklagt, sagen die Personaler.

    • Mit anderen Worten, von Männern wird das Bewegen der 1100l-Tonnen implizit erwartet.
      Wer das nicht packt, kann nach Hause gehen.
      Ich stelle mir die Zukunft lustig vor, wenn dann aufgrund einer Frauenquote in einem Viertel Berlins die großen Tonnen einfach stehengelassen werden… könnte lustig werden, wenn Rest- und Biomüll ein paar Wochen bei 30°C+ vor sich hingärt…

  9. Ich bin für eine 100%-Frauenquote. Die sind beim Dreckwegmachen viel gründlicer. Und wenn sie ein bisschen ins Schwitzen kommen, sieht es auch ganz nett aus.

  10. Allmendinger – äh – Allmendinger, war da nicht schon mal was! Ist das nicht die, die feststellte, dass es untersagt werden müsste, dass Eltern ihren Kindern in schulischen Dingen helfen? Das mit dem fadenschinigen Argument, dass es zu viele und ansteigend Schüler gibt, denen nicht geholfen wird?
    Ist das nicht die, die warum auch immer in diesem Gremium hockt, das dafür sorgen wird, dass die Kohle schlagartig verschwinden wird und damit die daranhängenden Jobs und die Kohle, die die dort arbeitenden Bürger brauchen um ihren Familien und Kindern zu helfen (auch in schulischen Angelegenheiten?). Schickt sie dort hin, wo sie hingehört, zum Teufel noch mal!

  11. Das klingt nach dem üblichen 3-stufigen Plan, um ein Berufsfeld, einen Sport, ein Hobby o.ä. zu ruinieren.

    Schritt 1: Behaupte, irgendwas wäre sexistisch, weil Frauen systematisch davon ausgeschlossen werden.

    Schritt 2: Verlange, dass Leistungskriterien aufgeweicht oder abgeschafft werden, die zwar geschlechtsneutral sind, aber für Frauen aus naturgegebenen Gründen schwerer überwindbar sind (das widerspricht zwar dem Dogma des Sozialkonstruktivismus, aber logische Konsistenz ist eh überbewertet). Falls es keine solchen Leistungskriterien gibt, kann Schritt 2 übersprungen werden.

    Schritt 3: Da sich der Frauenanteil trotz allem natürlich nicht erhöhen wird, verlange, dass das betreffende Tätigkeitsfeld selbst inhaltlich so geändert wird, dass es für Frauen attraktiver wird (also z.B. weniger körperlich fordernde Aufgaben bei Müllabfuhr oder Feuerwehr, weniger Logik in der Mathematik, oder mehr „was mit Menschen“ in technischen Berufen).

    Spätestens bei Schritt 3 scheitert der Plan an der Realität (und nicht zuletzt auch am „internalisierten Sexismus“ der bereits beteiligten Frauen). Aber es kommt bei dem Plan sowieso nicht darauf an, irgend etwas zu bewirken, sondern darauf, eine Existenzberechtigung für Feminismus vorzutäuschen.

    • Ist doch nicht so schlimm. Wenn irgendwann die Zivilisation zusammenbricht, dann wird es eh wieder angenehmer für uns Männer.

  12. Also ich vermute ja, sobald mal ein paar Frauen dort arbeiten wird es einen Genderreport geben, der die Leistung per Definition als gleich voraussetzt, aber feststellt, dass für Frauen der Job viel anstrengender ist als für Männer und deswegen eine höhere Bezahlung für Frauen als für Männer fordert.

  13. Ein Tag. EIN Tag! Was soll der Quatsch. Die Trulla soll das wenigstens mal einen Monat machen, dann reden wir weiter.
    Eine Quote ist, auch wenn sich kaum je eine Frau dafür interessiert, trotzdem vorteilhaft. Das seltene Exemplar von Frau, das sich tatsächlich für diese Arbeit interessiert (so ne Art Mannsweib, lesbisch selbstverständlich, 90 kg schwer) hat damit gewissermassen eine Anstellungsgarantie.

    • „Das seltene Exemplar von Frau, das sich tatsächlich für diese Arbeit interessiert (so ne Art Mannsweib, lesbisch selbstverständlich, 90 kg schwer) hat damit gewissermassen eine Anstellungsgarantie.“

      Finde ich ehrlich gesagt immer noch besser, als wenn sie Genderbeauftragte wird.
      Körperliche Arbeit erlaubt einen gewissen Abbau von Aggressionen und fördert Ergebnisorientierung.
      Wenn das Team gut funzt.

      Die richtige Arbeitskraft am richtigen Einsatzort, warum nicht?
      Und Frauen, die körperlich betonte Arbeiten leisten, neigen in der Regel dazu, Schwaflerinnen, MObberinnen und BerufsOpfer („SMOBOs“) weniger zu goutieren, als andere SMOBOs das tun (=weniger HateGroup-Inzucht), und tragen ein gewisses Maß an Bodenständigkeit und somit eine gewisse Verwirrung in die Reihen des Feminats hinein.

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