Sybille Berg und die Krise der Männlichkeit sowie die Hölle auf Erden für Frauen

Sybille Berg schreibt einen Artikel, der wenig Fakten, aber dafür um so mehr Hass bietet. Der Spiegel findet anscheinend nichts dabei:

Die gefühlte Krise, in der sich die Welt zu befinden scheint, die Auflösung, das Zusammenbrechen der Systeme, die immer vor einer Weiterentwicklung stehen, ist auch eine Krise der Männlichkeit.

Die Männlichkeit funktioniert nach wie vorher hervorragend, ist der Motor des meistens Wachstums und Männlichkeit steht auch nach wie vor hoch im Kurs bei den meisten Frauen. Im Gegensatz zu der Auffassung vieler radikaler Feministinnen gibt es sehr viele positive Aspekte von Männlichkeit, die auch so nach wie vor gelebt werden.

Bleiben Sie bitte, gehen Sie nicht, lesen Sie weiter. Ich nehme Millionen großartiger Forscher, Wissenschaftler, Feuerwehrmänner, Brüder, Buddys, Väter aus. Es bleiben dennoch viele Männer mit Angst. Vor dem Verlust von Macht und Wichtigkeit, die von allen Seiten bedroht wird. Von der Natur, an deren Raubbau sie beteiligt waren, als CEOs und Politiker, als normale Grummelbürger. Bedroht von fußballspielenden Frauen, Homosexuellen, Ausländern und Robotern, der Angst vor dem Aussterben.

Immer wieder erstaunlich. Denken Feministinnen wirklich nach, ob ihre Texte logisch sind, ob sie sie belegen könnten oder ob sie in Einklang mit der Wirklichkeit stehen?

Wie meint Frau Berg das? Sie nimmt von den ca. 3,6 Millarden Männern auf dieser Erde ein paar Millionen aus? Von den 40 Millionen deutschen Männern ein paar Millionen? Oder ist es einfach einer hohe Zahl, die einfach nur bedeuten soll, dass sie natürlich gar nichts gegen Männer hat, nur sind die eben als Gruppe an allem Schuld.

Weil nur Männer Angst vor Machtverlust und Wichtigkeit haben, und Frauen nicht? Als ob Führungsfrauen nicht auch um Macht kämpfen würden, von Merkel bis Schwarzer um mal nur zwei Beispiele zu nennen. Aber sie meint wahrscheinlich, dass die Gruppe Mann um Macht kämpft, um Macht über Frauen. Tatsächlich werden die meisten Männer davon überrascht sein, dass sie Macht über Frauen haben sollten. Wie auch, sie werden weitaus häufiger abgelehnt und auch mit Angestellten kann man nicht beliebig umgehen, schon gar nicht mit weiblichen Angestellten.

Und wieder die Idee, dass es nur Männer sind, die die Umwelt belasten. Welch unglaublich naive Sicht.

Sagen wir kurz: vor der Entwicklung. Was gerade erfolgt, ist ein gnadenloser Backlash der Gewalt.

Das kotzt sie einfach mal so raus. Ist eben so. Braucht auch keinen Beleg. Tatsächlich wird die Welt eher friedlicher.

Als hätten Millionen Männer in der Fernseh-Gruppe Margaret Atwoods Verfilmung „The Handmaid’s Tale“ geschaut und sich auf die Schulter geschlagen. Es ist einfach, haben sie gedacht. Was seit Jahrtausenden gewirkt hat, um die Uschen in Schach zu halten, ist Gewalt. Das mögen sie nicht, wir sind die mit dem lauteren Organ. Und den Muskeln. Warum sollte falsch sein, was sich so bewährt hat.

Tatsächlich ist „The Handmaid’s Tale weitaus eher eine Frauenfantasie als eine männliche. Das Leben dort würde nämlich den meisten Männern gar nicht gefallen. In der Handlung geht es um eine Frau, die von einem totalitären christlichen Regime wegen ihrer Gebährfähigkeit einem gesellschaftlich hochgestellten Mann zugeordnet wird, der aber nur in Anwesenheit seiner Frau einen ganz ritualisierten Besamungsbeischlaf mit ihr haben darf, der so ausgerichtet wird, dass er gerade keinen Spass hat, was von der Ehefrau genau überwacht wird. Der Alphamann will sie dann nicht wegen ihres Körpers, sondern wegen ihres Geistes und sie hat auch noch eine Affaire mit dem Chauffeur, die die Ehefrau arrangiert, damit endlich Nachwuchs kommt. Also das alte „Alle Männer wollen sie irgendwie und sie steht zwischen hoher Status und Lust in einer Welt, die allgemein voller Probleme ist“, welches auch schon „Fifty Shades of Grey“ und „Twilight“ und viele andere auf Frauen ausgerichtete Romane als Inhalt hatte. Die Ehefrau hat dabei durchaus erhebliche Rechte im Haus und der Ehemann muss sich an ihre Regeln halten und kann nicht einfach wilden und guten Sex mit Offred, der Maid haben. Natürlich gibt es auch genug männliche Rebeln gegen das Regime, die oft genug getötet werden.

Wer meint, dass Männer sich so die Welt vorstellen, hat entweder das Buch nicht gelesen oder keine Ahnung von Männern.

Aber auch ansonsten gibt es in den allermeisten Beziehungen keine Gewalt, und wenn es Gewalt gibt, dann geht sie zu 50% von Frauen aus. 

Der Backlash ist gut organisiert. Er betrifft Frauen und Homosexuelle, was für die Anhänger der alten Ordnung an subversiv anarchischer Bedrohung dasselbe ist.

Gut, dass heterosexuelle Männer keinerlei Anfeindungen ausgesetzt sind. Außer pausenlos als Übeltäter für alles benannt zu werden.

 

Das Verweisen der nicht Normkonformen auf ihre Plätze läuft! Eine neue Partei propagiert vehement die traditionellen Werte, sprich: Frau zu Hause. Mann macht Geld.

Also anscheinend ein Anti-AfD Artikel. Wogegen grundsätzlich nichts spricht: Ich finde deren Geschlechterbild auch erheblich zu konservativ. Die Frage ist nur, warum sie es dann auf einmal nur den Männern anlastet.

Immerhin haben 10% der Frauen die AfD (Männer: 16%) gewählt und 36% der Frauen (Männer:30%) die Union, die auch teilweise ein konservatives Geschlechterbild hat.

Was sich spätestens bei der Scheidung als schlechte Idee erweist.

Da würde ich ihr beim gegenwärtigen Scheidungsrecht zustimmen. Erstaunlicherweise zieht sie dieses strikte und für Männer ungünstige Eherecht allerdings in ihre Analyse ansonsten nicht ein.

Diverse europäische Länder planen die Erschwerung von Abtreibungen.

Erst einmal scheinen welche das Abtreibungsrecht erleichtert zu haben.  Und natürlich gibt es auch durchaus konservative Frauen, die gegen Abtreibungen sind. Hintergrund ist häufig Religiösität und nicht „Männlichkeit“ und die Betonung der Familie, die keineswegs nur Interessen der Männer beinhaltet.

Verbieten Homosexualität. Ja nun.

Auch das ist nicht einfach nur Männlichkeit. Auch Frauen können gerade in konservativen Ländern starke Probleme mit Homosexualität haben.

Vermutlich aus Liebe zum Kind. Obwohl – würden Männer sich wirklich für Babys interessieren, blieben sie zu Hause und würden sie wickeln. Wären sie an Nachwuchs interessiert, würden männliche Politiker sicherstellen, dass Hebammen gut bezahlt würden, Krippen und Kindergärten flächendeckend angeboten und Alleinerziehende finanziell besser unterstützt werden.

Wir haben übrigens eine Bundeskanzlerin. Und die zuständigen Ministerium scheinen mir auch durchaus mit Frauen besetzt zu sein.

Aber natürlich kann man an Kindern interessiert sein und dennoch eine Arbeitsteilung betreiben, bei der einer der beiden mehr Erwerbsarbeit erledigt. Denn Geld fällt bei aller Liebe zum Kind nicht einfach vom Himmel. Und auch die Frauen, die das Kind betreuen, wollen üblicherweise gerne einen guten Lebensstil, abgesichert durch einen verdienenden Mann.

Es geht nicht um die Liebe des Mannes zum ungeborenen oder geborenen Kind, es geht um Macht. Um Bestimmung und die große Schmach, dass Frauen es wagen, das Geschenk des Lebens, das der Mann in sie legte, einfach zu verweigern.

Mal wieder ein sehr logischer Schluß: Wenn es Männer nicht um Macht gehen würde, dann würden sie eben nur auf die von ihr geschilderte Weise handeln können, also ist es belegt und bewiesen. Wer wollte da eine tiefergehende Begründung verlangen?

Weltweit nehmen Vergewaltigung, Brutalität und Morde an Frauen und Homosexuellen zu.

Tatsächlich ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Die Welt wird immer friedlicher.

Jede Frau, die sich zum Beispiel aus dem (auch nicht zwingend sicheren) Innenraum wagt, weiß, dass Gewalt verbal beginnt. Ich habe für jede Verständnis, die Angst vor dumpfer Bepöbelung im Netz hat, die sich nic Jht in der Presse sezieren und erniedrigen lassen will. Sondern schweigt. So wie viele Frauen aus Angst um ihr Leben, aus Angst vor Gewalt zu allen Zeiten geschwiegen haben. Wenn eine Frau auf Gewalt aufmerksam macht, wenn sie fordert, beschreibt, anklagt, werden tausend Stimmen ihre Worte relativieren. Wenn sie zu laut ist, wird sie niedergebrüllt. Wenn sie zurückschreit, ist sie hysterisch. Wenn sie tot ist, herrscht endlich eine Ruhe. Oder sie lässt sich einfrieren. Um in hundert Jahren nochmal nachzusehen, wie der Stand so ist.

Ich vermute mal, dass Sybille Berg da hauptsächlich über sich schreibt: Da weißt sie ganz berechtigt darauf hin, dass alle Männer Schweine sind und eine Gefahr für alle Frauen, alles eine reine Abbildung der Wirklichkeit, und da widersprechen ihr doch tatsächlich Leute und sie darf sich nur in allen großen Medien darüber ausheulen, wie ihr dadurch der Mund verboten wird.

Das die meisten Frauen solche Gewalt gar nicht erleben und sich deswegen in ihrem täglichen Leben auch nicht bedroht sehen, dass wäre für sie wahrscheinlich unvorstellbar. Das gerade auch Frauen im Internet gerne mobben, ausgrenzen oder über andere Frauen lästern, wie es einige Statistiken zeigen, würde wohl auch nicht in ihr Bild passen.

Im Moment scheint die erfreuliche Entwicklung, Frauen und Homosexuelle als Lebewesen wahrzunehmen, zu stagnieren. Der Krieg gegen die Demokratie ist immer ein Krieg gegen Frauen und Minderheiten.

Und insbesondere gegen Männer. Denn Männer sind meist weitaus eher die Opfer aller gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Aber nun kommt die gute Nachricht: Wir sind viele. Viele Männer und Frauen, die sich zur Wehr setzen. Die genug haben von Hass, Diskriminierung und den Zerstörungsversuchen aller humanistischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte.

Höher hätte sie es wahrscheinlich nicht aufhängen können. Der Kampf der Frauen und der Minderheiten (und einiger Allys) gegen Hass, Diskriminierung und die „Zerstörungsversuche aller humanistischen Errungenschaften der letzen Jahrzehnte“. Warum eigentlich nicht gleich der letzten Jahrhunderte?

Bis Frauen über ebenso viel Kapital wie Männer verfügen, wird es dauern.

Ehe Homosexuelle die gleichen Rechte wie Heterosexuelle haben werden, ehe sie anerkannt genauso viel Mist bauen können wie heterosexuelle Männer, wird es noch eine Weile benötigen. In der Zwischenzeit hilft es nur zusammenzuhalten.

Die Allianz von Frauen mit Homosexuellen wird denke ich schwieriger als Sybille Berg sich das so vorstellt. Denn Homosexuelle dürften einen anderen Blick auf Frauen haben, durchaus auch die Vorteile sehen, die die diese haben und die Nachteile bei den Männern ebenso wahrnehmen.

Sich zu vernetzen, um sich Stärke und Gehör zu verschaffen. Um sich gegen den albernen Backlash-Versuch verängstigter Männer in der Politik zu wehren. Das kann Spaß machen. Und die Welt wirklich verändern.

Ein ganz klar benannter Plan. Zusammenhalten gegen diese widerlichen Hetero-Männer. Aber mit Spass.

Etwas leichtsinnig von ihr einen so grandiosen Plan zu verraten, jetzt kann sich das mächtige Patriarchat darauf einstellen.

Frauen und Schwule zusammen, dass sei Frau Berg noch zur Erweiterung ihres Planes mitgegeben, haben übrigens die Mehrheit der Wähler. Frauen alleine auch. Wenn sie die Politik ändern wollen, dann müssten eben mehr Frauen politisch aktiv werden, ebenso wie diese machtgeilen Männer, um Wählerstimmen werben und dann können sie die ganzen Männer aus dem Parlament bekommen.

Aber das ist als Plan ja nicht so raffiniert wie der obige.

 

105 Gedanken zu “Sybille Berg und die Krise der Männlichkeit sowie die Hölle auf Erden für Frauen

  1. „Weil nur Männer Angst vor Machtverlust und Wichtigkeit haben, und Frauen nicht?“

    https://allesevolution.wordpress.com/2017/12/16/wie-feministen-und-andere-frauenorganisationen-aktiv-zu-verhindern-versuchen-dass-eine-hilfe-fuer-maenner-aufgebaut-wird/

    Fast alles was Feministinnen über Männer schreiben, ist Projektion. Hass streuen ist eine der feministischen Haupttätigkeiten. Diskriminierung sind im Grunde die meisten feministischen Gesetzesvorhaben. Und Feministinnen wollen die aktuellen Strukturen in den Ländern mit den meisten Freiheiten und Rechten zerstören. Für all das finden sich viel mehr und viel leichter Beispiele von Feministinnen wie von Männern. Aber das ist natürlich alles egal. Man muss ja nur die Behauptung aufstellen und schon ist es wahr.

    • Mir fiel auch sofort das Wort Projektion ein. Die Angst vor dem Machtverlust äussert sich im immer wieder aufgewärmten Gender Pay Gap. Ist Abtreibung etwa keine Gewalt gegenüber dem ungeborenen Leben?

    • @Matze

      „Fast alles was Feministinnen über Männer schreiben, ist Projektion.“
      Das ist es einerseits, es ist andererseits Denkfaulheit, postmodernistische Ideologie und politisches Unvermögen.

      Ihr Unvermögen, sich „Macht“ anders als männlich und weiß vorzustellen korrespondiert mit ihrem Unvermögen, sich gesellschaftliche Solidarität anders als „alle-gegen-die-weißen-heterosexuellen-Männer“ vorzustellen.
      Das bürgerliche Weibchen ist nicht in der Lage, von personalisierten Herrschaftsbeziehungen zu abstrahieren und in sozioökonomischen Kategorien zu denken.

      Dass der fortschrittliche Teil dieser Gruppe (weiße, heterosexuelle Männer) ihre Bündnispartner wären im Kampf gegen reaktionäre Frauenbilder und Familienmodelle sowie Schwulenfeindlichkeit passt aber nicht in ihr Weltbild.
      Wenn „die-guten-braunhäutigen“ hingegen, die allein wegen ihrer Hautpigmentierung gut sind, archaische Frauenbilder importieren und Homophobie, dann gerät ihr Weltbild in Gefahr.

      Das von ihr empfundene (und nur empfundene, also nicht rational reflektierte) Problem lässt sich in ihrem Weltbild nicht dem rechtskonservativen Anteil der deutschen Bevölkerung und dem konservativ islamischen Teil der Bevölkerung zuordnen.
      Ihr Weltbild ist nicht im eigentlichen Sinn politisch, sondern primär rassistisch und sexistisch – Auf- und Abwertungen von Menschen auf der Basis von Geschlecht und Rasse sind genau das.
      Wenn in einem manichäischen Weltbild einer Rassistin und Sexistin kognitive Dissonanz vorliegt, dann steigert sich ihr Wahn bis zum Phantasma des heiligen Endkampfes gegen das Böse (TM) und natürlich bis zum Endsieg des Guten (TM).

      Hier kann man erstens das Scheitern des plagiatorischen US-Imports an „Theorie“ besonders gut feststellen, denn bei mehr als 90% weißer Bevölkerung gibt es keine gesellschaftlichen Mehrheiten für ihren Wahn.
      In ihrem Text kann man zweitens den Ausstieg aus der Realität als Grundvoraussetzung begreifen und nachvollziehen was passiert, wenn ideologische Schablonen kollabieren.

      Es erfolgt eine wahnhafte Zuspitzung bei gleichzeitig immer deutlicher herausgestelltem Unvermögen, politische Konflikte politisch zu begreifen und zu deren Lösung beizutragen.

      • „Ihr Unvermögen, sich „Macht“ anders als männlich und weiß vorzustellen korrespondiert mit ihrem Unvermögen, sich gesellschaftliche Solidarität anders als „alle-gegen-die-weißen-heterosexuellen-Männer“ vorzustellen.“

        Seh ich nicht so. Sie schreibt doch „Ich nehme Millionen großartiger Forscher, Wissenschaftler, Feuerwehrmänner, Brüder, Buddys, Väter aus.“

        Ich BIN großartiger Forscher, Bruder und Vater, also eine dieser seltenen und umso mehr glänzenden Ausnahmen 😀

        „Wenn in einem manichäischen Weltbild einer Rassistin und Sexistin kognitive Dissonanz vorliegt, dann steigert sich ihr Wahn bis zum Phantasma des heiligen Endkampfes gegen das Böse (TM) und natürlich bis zum Endsieg des Guten (TM).“

        Dieser bis in den religiösen Wahn gesteigerte Eifer lässt mich dann auch zögern, mich auf ihre Seite zu schlagen. Vor meinem inneren Auge lässt sich die Figur eines geifernden Quadratbärtchens nicht verdrängen. Berg ist genauso laut, genauso irrational und genauso hasserfüllt. Solche Leute würden/sollten selbst dann abschrecken, wenn sie mit ihren Vorwürfen recht hätten.

        „Hier kann man erstens das Scheitern des plagiatorischen US-Imports an „Theorie“ besonders gut feststellen, denn bei mehr als 90% weißer Bevölkerung gibt es keine gesellschaftlichen Mehrheiten für ihren Wahn.“

        Was sie nicht daran hindert, sie einzufordern.
        Schade und merkwürdig, dass man in den USA nicht die indigenen Völker – kurz „Indianer“ – als zu rettenden Geknechtete entdeckte – damit die Berge dieses Kontinents ihre Errettung dann 1:1 nach Europa importieren können.
        Wäre doch mal interessant, gleiche Teilhabe einer nicht vorhandenen Bevölkerung in allen politischen und wirtschaftlichen Bereichen zu fordern.
        Und mehr noch interessant wäre, ob überhaupt jemand die Absurdität dieser Forderung bemerken würde.
        Der SPIEGEL wahrscheinlich nicht.

      • Das feministische Weltbild, so wie ich es verstehe, orientiert sich was Frauen angeht an Rousseau und was Männer angeht an Hobbes.

        Mit anderen Worten:
        Frauen sind von Natur aus gut und anständig und liebenswert.
        Männer sind von Natur aus grob, gewalttätig und gefährlich.

        Natürlich ist die Feministin sofort bereit einzugestehen, dass es sowohl bei Frauen als auch bei Männern Ausnahmen von diesem Naturzustand gibt.

        Was leider unter den Tisch fällt:
        Bei Frauen machen diese Ausnahmen etwa 5% der Frauen aus.
        Bei Männern muss man 95% als Ausnahme betrachten.

        Prozentrechnung und Wahrscheinlichkeit ist zu schwer für Feministinnen.

      • „Schade und merkwürdig, dass man in den USA nicht die indigenen Völker – kurz „Indianer“ – als zu rettenden Geknechtete entdeckte – damit die Berge dieses Kontinents ihre Errettung dann 1:1 nach Europa importieren können.“

        Das ist ja das schöne an der Einwanderungsgesellschaft in den USA!
        Nachdem den „indigenen Völkern“, was die possierliche Umschreibung für rechtmäßige Besitzer ist, ihr Land erst einmal gestohlen wurde, ist Kampf um die Aufteilung der Beute ein moralischer Vorgang.
        Die moralischen Diebinnen erkennt man daran, dass ihnen selbstverständlich 50% vom Diebesgut zustehen.
        Während ihnen die unmoralischen Diebe diesen fairen Anteil vorenthalten.
        Das ist leicht zu unterscheiden, nicht wahr?!

        Der moralischste Dieb – Präsident Obama (Moral=Pigmentierung) – meinte zu den indigenen Ex-Landbesitzern bei der letzten Verhandlung um die Kompensation für diesen Diebstahl auch, nun müsse aber mal gut sein!
        Jetzt, wo die Beute fair verteilt werden wird nach Geschlecht und „Rasse“ sollten die possierlichen Ex-Landbesitzer einfach mal die Fresse halten und sich als Minderheit im eigenen Land hinten anstellen.

        Nun könnte man mit der Kompensation natürlich auch so umgehen, der indigenen Bevölkerung 1 Dollar pro Monat und gestohlenem acre zu bezahlen.
        Aber leider würde das erstens voraussetzen anzuerkennen, dass die US-Gesellschaft als Einwanderungsgesellschaft auf Raub und Diebstahl basiert.
        Zweitens wären das jeden Monat 2.430.034.321 USD, die von allen – also auch von Frauen und anderen „Minderheiten“ – zu entrichten wären.

        Nun kommen wir zu der logischen Existenz der moralisierenden SJW-Jammerlappen, die sich m.E. in diesem Merksatz gut zusammen fassen lässt:
        Scham ist billig, Schuld ist teuer.
        Wenn Sklaverei nämlich als „Zwangsarbeit“ gesehen würde, die finanziell ähnlich zu kompensieren sei wie Zwangsarbeit im NS-Regime, dann wären – von allen, nämlich auch Frauen – Beträge fällig, gegen die die Entschädigung der indigenen Völker peanuts wären.

        Da streitet die weiße Frau doch lieber für den Anteil der Schwarzen in Hollywoodfilmen. Ein schlechtes Gewissen plakativ auszustellen, rein symbolische Kompensation kostet nix und bringt dem Bergschen Pack die gewünschte moralische Selbsterhöhung.

        In meinem „Narrativ“ gibt es aber kein magisches „Außen“ – nicht außerhalb der Gesellschaft, nicht außerhalb der Geschichte.
        Die von den Verhältnissen profitierende Frau wird ebenso zur Kasse gebeten wie alle anderen.
        Diese Frauen sind historisch Profiteurinnen, Mit-Täterinnen und Täterinnen gewesen und sie sind es immer noch.
        Berg versucht den uralt feministisch-revisionistischen Trick, sich aus der Verantwortung zu stehlen und sich und uns zu betrügen.
        Laaaaaaangweilig.

      • @crumar:

        „Ihr Weltbild ist nicht im eigentlichen Sinn politisch, sondern primär rassistisch und sexistisch – Auf- und Abwertungen von Menschen auf der Basis von Geschlecht und Rasse sind genau das.“

        Genau so isses.

        „Hier kann man erstens das Scheitern des plagiatorischen US-Imports an „Theorie“ besonders gut feststellen“

        Auch hier: 100% Zustimmung.
        Was dort als ‚Theorie‘ bezeichnet wird, verdient eigentlich den Namen nicht. Und das fing schon sehr früh an (60er/70er)!
        Wer z.B. Shulamith Firestone’s „The Dialectic of Sex“ gelesen hat und darin irgendetwas anderes sieht, als das Gejammer einer egozentrischen Soziopathin, sollte mMn selbst dringend therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

    • „Weil nur Männer Angst vor Machtverlust und Wichtigkeit haben, und Frauen nicht?“

      Das, was ich an solchen ‚Die Männer(TM) kritisieren Feminismus und Gender Studies ja nur deswegen, weil sie Angst vor dem Verlust ihrer Privilegien haben!‘-Aussagen immer massiv ironisch finde ist ja, dass die Professurenbesetzerinnen ja genau DESWEGEN gegenüber Kritik an ihrer politagitatorischen esoterischen Heilslehre so allergisch wie hysterisch reagieren, weil SIE Angst haben (müssen), IHRER Privilegien (Professorinnengehalt, Steuergelder für die nächste ‚Studie‘, hohes Ansehen wegen Titel, Fähigkeit pseudointellektuell daherzuquatschen, Cargo-Cult Science mit ‚Konferenzen‘, ‚Veröffentlichungen‘, ‚Vorträgen‘ und am allerlachhaftesten, ‚Forschung‘) verlustig zu gehen.

      Ich kann mich dunkel an die Kommentarsektion beim Tagesspiegel (?) erinnern, wo Ilse Lenz einen oder mehrere Artikel (‚Wer hat Angst vor’m bösen Gender‘) veröffentlichen durfte und unter dem sich ihre Jünger mit ihren Kritikern ordentlich gestritten haben ;-). Da habe ich glaube ich dasselbe angemerkt…

  2. Wahrlich traurig, solch eine Sammlung belegfreier, paranoider Vorurteile zu lesen und dabei im Hinterkopf zu haben, wie die Berg von vielen Intellektuellen hofiert und vergöttert wird. Ich fürchte mich schon, meine Social Media aufzusuchen und vermutlich Likes von Leuten, die ich eigentlich achte, dafür zu sehen.
    Die (zurecht) auf gesunkene Kriminalitätszahlen verweisen, wenn Rechte behaupten, was Ausländer alles Böses tun würden, aber ebenso heftig hier nicken, wenn einfach mal aus dem Hut gezaubert wird, Gewalt gegen Frauen würde weltweit steigen.

    Dazu die alte, dumme, von tiefem, unreflektiertem Gruppendenken geprägte Behauptung, dass alles, was „the other“ macht, natürlich von tiefsbösen Motiven betrieben wird. Wer eine andere Meinung als eine Feministin hat, will natürlich nicht vor allem Gehör finden, sondern sie zum Schweigen bringen. Wer seine wirtschaftlichen Vorteile im Beruf, statt in der Familie sieht, will natürlich vor allem die Frau von selbigen abschneiden.

    Aber zum Glück betont sie ja, dass einige ihrer besten Freunde Männer sind, sie entsprechend keine Sexistin sein kann… Nicht, dass das die Leute stören würde, die ihr eifrig die Schuhe putzen, weil es gerade trendy ist, diese simple Populistin als großen Denkerin zu betrachten.

    Und wie gesagt… Sie, die nicht verstehen kann, wieso sich Frauen gegen die Beschneidung von Jungs einsetzen, obwohl es sie nicht betrifft, ist sowieso die letzte, die Solidarität von Männern einfordern sollte. – Was sie natürlich tut. Denn so emanzipiert, männliche Dienste nicht anzunehmen (oder sogar einzufordern), ist ja kaum eine der lauten Pop-Feministinnen, welche die nichts reflektierende Presse so gern hofiert.

  3. Sie hat durchaus recht damit, dass „die gefühlte Krise, in der sich die Welt zu befinden scheint, die Auflösung, das Zusammenbrechen der Systeme“ viel damit zu tun hat, dass die Männer „die Uschen nicht mehr in Schach halten“.

  4. „Denken Feministinnen wirklich nach, ob ihre Texte logisch sind, ob sie sie belegen könnten oder ob sie in Einklang mit der Wirklichkeit stehen?“

    Natürlich nicht. Es sind Emo-getränkte Texte publiziert um zu provozieren und so Aufmerksamkeit zu generieren. Klassisches Hate-Speech halt…

    • „Sybille Berg sieht man den Feminismus im Gesicht an. Aus ihr konnte nichts anderes werden.“

      Gotcha! 🙂
      Das sieht man mMn am gesamten Artikel. Der ist sowas von typisch für Sybille Berg.

      Sie hatte aber immerhin genügend Grips um zu erkennen, dass die einzige berufliche Alternative ’stellvertretende Aushilfs-Mülltonnen-roll-Assistentin‘ zu antrengend ist.

      Nun scheidet sie halt öfter mal solch ein Geschreibsel aus und schafft es damit immer wieder sich selbst zu toppen.

  5. Wir hatten ja schon hier über diesen Tobsuchtsanfall vom Frau Berg diskutiert, und ich frage mich, ob man sich auf der Sachebene überhaupt noch mit ihren Haßtiraden befassen sollte.

    Wenn man ihren Text einmal auf Methoden der (Kriegs-) Propaganda hin abklopft, wird man ziemlich fündig. Am meisten sticht die Angsterzeugung ins Auge.

    Dies ständige Gerede von Verunsicherung von Männern oder ängstlichen Männern ist der Versuch, genau diese Verunsicherung oder Angst überhaupt erst zu erzeugen.

    Hier ist die cut+paste-Vorlage, mit der man in den Kommentaren auf diese psychologische Kriegsführung anworten sollte:

    Hochgeschätzte Person [hier: Frau Berg],

    Kriege werden heute mit Propaganda, Angsterzeugung bei den eigenen Leuten und Verunsicherung des Feinds gewonnen, das haben uns Edward Bernays und Joseph Goebbels vorgemacht. Die Lektion haben Sie auch gelernt, insofern danke für ihre schriftliche Übungsaufgabe in Sachen Angsterzeugung und Feindverunsicherung, die sicher als wertvolles Studienmaterial dienen kann.

    Ob indes diese konventionellen Propagandamethoden heute noch wirksam sind, bleibt unklar, weil sie schon zu gut bekannt und durchschaubar sind. Ein ungeplanter Effekt ist womöglich, daß dem Feind der Kriegszustand als solcher bewußt wird und statt der erwünschten Angst der Wille zur Gegenwehr entsteht. Oder in diesem Fall, daß aus einem versteckten Krieg ein offener wird, Ihre Kriegserklärung also angenommen wird (alles andere wäre auch unmännlich 😉 ).

  6. Einen Punkt oben im Haupttext würde ich kritisieren. Dort steht:

    „Die Männlichkeit funktioniert nach wie vorher hervorragend, …“

    Nee, leider nicht. Männer

    – sind überwiegend schlecht in der Lage, sich an die rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt anzupassen (auch wenn diese Veränderungen in der Regel von Männern herbeigeführt werden),
    – sie sind überwiegend schlecht in der Lage, sich an die Veränderungen in der Konsum-Welt anzupassen (der Mann als der unwichtige Konsument),
    – insbesondere sind sie überwiegend nicht in der Lage, sich an die strukturelle Diskriminierung von Männern anzupassen – viele Männer weigern sich, diese auch nur zur Kenntnis zu nehmen.

    Wenn überhaupt irgendetwas zur Männlichkeit gehört, dann dies: eigene Probleme erkennen und realistisch einschätzen, sich auf eigene Probleme einstellen, wenn möglich diese Probleme lösen.

    Und in Bezug auf diesen wesentlichen Aspekt funktioniert die Männlichkeit nicht so gut – leider.

  7. Ich hatte ja schon fast sowas wie eine Art Gewissensbiss, weil ich mich hier vor ein paar Tagen zu Sübülle Börk geäußert habe.
    Aber dankenswerterweise hat sie das geschriebene in allen Punkten explizit bestätigt:
    Eine widerlich häßliche Vertreterin der Alieninsektenspezies, welche ihre Positions- u. Machtdefizite in der intrasexuellen Konkurrenz durch das verbissene Herbeibeschwören einer Pseudoidentitären Bewegung ( „Wir sind aber ganz bestimmt ganz doll viele “ ) zu kompensieren versucht.

    Nein, Sübülle, Du bist einfach nur dumm, aggressiv und sehr häßlich, auch zwischen den Kopfhörern und Angehörige einer reichen, aber glücklicherweise im Reallife verschwindend kleinen Minderheit von ekelhaften Idioten.

  8. Frauen sind gegen Schwule. Aha. Also ganz ehrlich, praktisch jeder Konservative hat ein Problem damit, wenn er zugucken muss, wie zwei Männer sich küssen, weil dies dem heteronorminativen konservativem Bild eines Mannes absolut entgegenläuft – Männer müssen sich gefälligst vor anderen Männern ekeln und Ihnen aufs Maul hauen! Das betrifft auch Frauen.

    Im Gegensatz zu Männern aber identifizieren Frauen sich nicht mit diesem menschenverachtendem Männerbild und feinden Schwule daher eigentlich nie an. Vergewaltigungsopfer und andere maskulin wirkende Männer aus den unteren sozialen Milieus mit geringem Selbstwertgefühl hingegen müssen stets betonen, dass sie Schwule hassen und Ihnen gerne die Fresse einschlagen würden. Sowieso denke ich, dass Frauen da nicht auf Repression setzen würden. Unterwerfung des Willens durch Macht ist eher eine männliche Strategie (like AfD).

    • Verstehe ich nicht. Du schreibst:

      „Frauen sind gegen Schwule. Aha.“

      Wer sagt das? Wo steht das? Oben im Haupttext habe ich lediglich eine andere These finden können:

      „Auch Frauen können gerade in konservativen Ländern starke Probleme mit Homosexualität haben.“

      Scheint mir goldrichtig zu sein. Frag‘ doch mal die Damen der Tea Party movement, was sie von Homosexualität halten.

      „Also ganz ehrlich, …“ Ja, also ganz ehrlich, Nino. Schäm Dich.

    • @ Nani:
      Ich schreibe jetzt ausdrücklich nicht: „Oh, wie schön, was zum Tranchieren“, weil es sonst wieder heißen würde, daß „oh, wie schön“ ein Ausbund des Hasses wäre …. 😉 ( hatten wir ja vor ein paar Tagen erst … )
      Und gönne mir den Spaß ganz gemütlich zurückgelehnt bei einem kleinen Gedeck ( Kaffee – Kippe ).

      „Frauen sind gegen Schwule. Aha.“

      Bödsinn, wie @Jochen ja schon festgestellt hat. Vermutlich eine Art Ironieversuch, konstatiere ich mal sehr wohlwollend.

      „Also ganz ehrlich, praktisch jeder Konservative hat ein Problem damit, wenn er zugucken muss, wie zwei Männer sich küssen,“
      So richtig konservativ scheinst Du nicht zu sein, und auch Deine empathischen Fähigkeiten rangieren offensichtlich deutlich unter Deinen faktischen Wissen, welches ebenfalls so etwa auf Fußleistenniveau zu verorten ist.
      Ich gehe davon aus, daß grundsätzlich die meisten Männer sich gegenseitig die Zungen ablutschende Männer nicht sonderlich appetitanregend finden. Nur, daß Progressivisten damit ein Problem haben das zuzugeben, welches wahrscheinlich auf zu wenig Arsch in der Hose ( oder im Rock ) basiert.
      Ich bin ja nun weder das eine noch das andere, also weder konservativistisch, noch progressivistisch, sondern bewege mich in der gemeinsamen Schnittmenge der ismusfreien Leute dazwischen gerade vom relativ progressiven Rand altersbedingt ( der Spaß an der Dauerrebellion lässt einfach nach ) zum eher konservativen Gefilde ( why touching a well running system? ).
      Und mir verursacht es ein ziemlich unangenehmes Gefühl, Schwulen beim Austausch der oberen Körperflüssigkeiten zusehen zu müssen. Muß ich i.A. aber auch nicht, da mich kein RadFemscheiß dazu zwingen kann, weil RadFems außerhalb ihrer Filterblase so gut wie gar keine zwischenmenschliche Macht besitzen ( was sie zu noch viel unangenehmeren Gefühlen Triggert … 😉 ).

      „weil dies dem heteronorminativen konservativem Bild eines Mannes absolut entgegenläuft “
      Aha! #allmen! Interessant der Gruppenwechsel. Plötzlich sind DIE Männer Konservativ. Ja, dann frage ich mich, was da bei Dir wohl schiefgelaufen sein mag. Und vermute, das mit den oben schon erwähnten empathischen Fähigkeiten, denn die sind es nicht zuletzt, die jenes von Dir dem konservativen Weltbild angedichtete Gefühl verursachen.
      Simpler erklärt: Männer ( wie Frauen ) versuchen relativ automatisch, ungewöhnliche Haltungen, wie auch Verhaltensweisen empathisch nachzuvollziehen. Zumindest bei normalen Männern ( und Frauen ) läuft das so.
      Und das ist auch schon die ganze Erklärung, das fühlt sich nunmal gar nicht lecker an, wenn Mann nunmal ( was i.d.R. der Fall ist ) auf das andere Geschlecht als Saftaustauschpartner konditioniert ist.
      Wenn ich dann noch an die weiteren olfaktorischen, tastsensorischen … etc. Faktoren und sonstige Aspekte denken würde … ( tu ich aber nicht, hä! ).

      „Männer müssen sich gefälligst vor anderen Männern ekeln und Ihnen aufs Maul hauen!“
      Nö! Weder das eine, noch das andere. Da verwechselst Du ( gewohnheitsmäßig ) Männer und Idioten ( bei Dir scheint mir aber eine recht erhebliche Aversion gegen Männer an sich vorzuliegen ), besonders Idioten, die gerade von sich als links-progressivistisch gerierenden Deppen hofiert werden, nämlich solche aus besonders integrationsunwilligen Kreisen. Dazu unten noch etwas mehr.
      Also, gerade Konservative haben ein geradezu kernig-gesundes Männerbild ( da gibt es echte Luis-Trenker-Fans drunter ), wenn überhaupt, dann ekeln sie üblicherweise nicht Männer, sondern tuntiges Benehmen an, ein Unterschied wie Tag u. Nacht. Das mit dem „auf’s Maul hauen“, ist eine feministische Projektion, denn die Femis fahren Männerhass bis zur Gewalttätigkeit. Und nur weil einem die erotischen Vorlieben anderer Leute nicht gerade angenehm sind ( siehe auch: Scatfetischisten, sonstige extreme bis bizarre erotische Praktiken ) muß man noch lange nicht auf Jagd gehen und Prügeleien inszenieren. Die oben schon erwähnten ( nicht zuletzt gezielt importieren ) Ausnahmen wirken eher regelbestätigend.
      Deine Wunschforderung ( gefälligst! ) ist also offenbar Auswuchs DEINER Problematik, nicht der DER Männer.

      „Das betrifft auch Frauen.“
      Was denn? Das unangenehm berührt sein? Ja, kommt vor, in welchem Maße weiß ich nicht.
      Das „Auf’s Maul hauen müssen“? Eher weniger, dafür gibt es ja immer ein paar Männer, die blöd genug sind, sich instrumentalisieren zu lassen.
      Das „Auf‘ Maul gehauen zu bekommen“? Eher gar nicht. Zumal es da erhebliche Unterschiede zwischen Schwulen und Lesben und deren Wahrnehmung untereinander, sowie von außen bestehen ( würde hier locker den Rahmen sprengen, Dir das in adäquat vereinfachten Formulierungen begreiflich machen zu versuchen ). Von den Unterschieden zwischen Männern und Frauen mal ganz zu schweigen.
      Verstehste halt gar nich, ist auch okay, nur eben blöd, wenn Du darüber frei phantasierten Müll absonderst.

      „Im Gegensatz zu Männern aber identifizieren Frauen sich nicht mit diesem menschenverachtendem Männerbild“
      Ähm, Du meinst vermutlich nicht, daß Frauen sich mit einem Männerild identfizieren, sondern versuchst auf die Übernahme eines solchen ( Schwulen- , nicht Männerbildes ) ungeschickt ( eher ganz falsch ) anzuspielen, gell?
      Ja ha, ähh, das ist insofern dann ggf. „korrekt“. Mit Deinem ( von Dir selbst ja explizit ) schrägen Bild von den Männern ( und Schwulen ) „identifizieren“ ( hust ) sich normale Frauen i.d.R. nicht. So Menschen- ( hier also Männer- u. Schwule- )verachtend, wie von Dir angestrebt, ist grundsätzlich weder das eine, noch das andere Geschlecht. Wie schon gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel und Du bist so eine. Noch dazu eine, die sich offensichtlich überhaupt nicht mit der Durchschnittsrealität der allermeisten Menschen sachlich – oder gar empathisch – befassen kann, warum auch immer. Wiederum zunächst mal Dein Problem, solange Du niemandem sonst Schaden damit zufügst.

      „und feinden Schwule daher eigentlich nie an.“
      Wie definierst Du „eigentlich“ und aufgrund welcher empirisch gesicherten Zahlen? Mit welchem Hintergrund, Kontext etc. zu welchem Geschlecht, erotischer Neigung u.s.w.u.s.f.?
      Ich denke, da ist Dir – der übrigens erzkonservativ-reaktionäre – egozentristische Extremsubjektivismus etwas außer Kontrolle geraten, oder? Von wegen schwarz-weiß-Feindbildfetisch und so ….

      „Vergewaltigungsopfer und andere maskulin wirkende Männer aus den unteren sozialen Milieus“
      Ach so, kleine, von Muddi zu Prügelprinzchen gedrillte Machopaschas sind Vergewaltigungsopfer, hm, hmm…
      Interessanter Ansatz, durchaus! Nur wurden sie dann aber nicht zuletzt von Mami vergewaltigt und weniger von „den Männern“, denn gerade in den von Dir angedeuteten Millieus, ist erstens die Familie heilig und zweitens, intern regiert big Mama, da haben die Patriarchen meist recht konsequent die Schnauze zu halten.
      Du siehst ( oder auch nicht ), daß der Terminus „vergewaltigt“ zwar tendenziell in manchen Fällen nicht so ganz richtig falsch sein mag ( radikal subjektiviert ), aber als Generalisierung von „irgendwie gutaussehenden Ghettoboys“ ( rieche ich da etwas Neid? ), wohl doch eher voll in die Windel geht.

      „mit geringem Selbstwertgefühl“
      Na ja, auch das müffelt arg projektiv. Vermutlich haben auch diese „Helden mit dem angetackerten Teakholzbrett vor der Stirn“ immer noch mehr – irgendwann insofern sogar relativ eigenes – Selbstbewußtsein/ Selbstwertgefühl ( wenn auch eher quantitativ, als qualitativ ), als das was aus Deinen Kommentaren so ähhh…. „herauszulesen“ zu sein scheint.

      „müssen stets betonen, dass sie Schwule hassen“
      Generell nein, aber kommt in der entsprechenden Extremgruppe sicherlich recht häufig vor. Wobei eine ganze Menge davon auch bei jenen sich auf modische Verbalinjurien beschränkt.
      Gruppendruck unter Extremgepamperten halt. Du kennst das ja, nicht wahr? ( Na ja, vielleicht nicht sonderlich bewußt, aber Deine Kommentare hier zeigen die dazugehörigen Muster – reflektionsfreies Nachgeplapper bspw. – ziemlich deutlich ).

      „und Ihnen gerne die Fresse einschlagen würden“
      Wozu sich die meisten aber in etwa genau so wenig trauen, wie Du. Natürlich würdest Du bestümmt keine schwulen Männer verbeulen, selbst wenn Du das könntest, aber die sind in Deiner Filterblase ja auch gerade nicht das anvisierte Zielobjekt. Bei den pösen Normalmenschen, besonders natürlich diesen „CIS-Scum-Members“, kläffst Du aber schon sehr gut erkennbar drauflos.

      „Sowieso denke ich, dass Frauen da nicht auf Repression setzen würden“
      „Da“ ( were the fuck that is ) vielleicht nicht, mag sein, an jeder möglichen anderen Stelle tun sie sich mit den Männern aber nix. Noch schlimmer die von Dir verehrten Femis, die setzen nahezu ausschließlich auf patriarchale Repressionen, wie allein schon an den aktuell gültigen Forderungen und schon durchgedrückten Gesetzesänderungen etc. unzweifelhaft qualifizierbar u. quantifizierbar ist.
      Daran kann „DEIN SOWIESO“ auch nix ändern ( siehe u.a. auch die gerade seit ungefähr März brodelnden Debatten zu den familienrechtlichen Angriffen auf Kinder und Eltern und Gleichberechtigung an sich in der Palavermentspolitik ).

      „Unterwerfung des Willens durch Macht ist eher eine männliche Strategie (like AfD).“
      Muß’n Femi gerade unken ( Doublefacepalm …) ….
      S.o.: So wenig ich die AfD mag, aber gegen die von Dir soeben zu „den typischen Männern“ umgestrickten Mini-Scheichs, setzt sich seltsamerweise gerade diese Partei ein, während Deine vermutliche Parteipräferenz deren Defizite ( ähnlich wie Du ) den Normalmenschen anzudichten versucht, um die Prügelprinzen in Schutz vor der Realität zu nehmen, und ihren ( der Parteien ) tradierten Lieblingsfeinden ( Männers, Männers, Männers und weiter hinten auch der AfD ) die Schuld dafür in die Schuhe zu schaufeln.
      Was übrigens jede Menge über die charakterlichen Eigenschaften jener Parteibonzen und auch einiges über Dich aussagt.

      Sodele ….
      Ja, zugegeben, es war mir ein Genuß.
      So eine bildschöne Steilvorlage kann man doch nicht einfach unbeachtet liegen lassen, das wäre ja mindestens eine unverdiente Unsichtbarmachung ……

      Btw. @Nani:
      So ungerecht und unangenehm Dein Schicksalsverlauf auch sein mag, da habe ich durchaus einiges Mitgefühl, aber als ewiger Welpenschutzpass oder gar Privilegienberechtigungskarte funzt sowas bei mir nicht. Augenhöhe ist nämlich keine vollhydraulische Karriereleiter ….

    • „Unterwerfung des Willens durch Macht ist eher eine männliche Strategie (like AfD).“

      Ist die AfD männlich? Oder unterwirft sie den Willen (von wem?) mit Macht (welcher?).

    • Du kannst dir gerne dein IDPOL Feinbild aufrecht erhalten, du darfst nur nicht erwarten das ich dich für voll nehme.
      Tatsache ist, das Schwulenfeindlichkeit weiblich getrieben ist. Das ist auch sehr einfach zu verstehen:
      Wenn Frauen abhängig von Männern sind (was sie sind, selbst heute, auch wenn du das nicht verstehst), dann ist das ganz doof wenn Männer selbst die Konkurrenz zu Frauen sind.
      Und für Anführer sind Schwule auch ganz doof, weil sie die Reproduktionsrate beeinträchtigen. Was in einer sehr feindlichen Welt sehr nachteilig ist.

      Das hat ganz pragmatische Gründe. Und ist garantiert auch eine der Grundlagen für deinen heutigen Wohlstand. Herrgott dir geht es so gut, dass du Zeit genug hast dich in deinen Wahnsinn reinzusteigern.

      Wenn dir das nicht passt, geh und gründe deine eigene Gesellschaft, oder hör auf zu meckern.

    • Homophobie kommt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig oder selten vor, und homophobe Frauen sind auch nicht weniger zynisch oder bösartig als homophobe Männer. Auch im Feminismus gibt es übrigens schwulen- und transenfeindliche Strömungen (letzteres s. TERF). Nicht nur deswegen sind Schwule und Feministen keine „natürlichen Bundesgenossen“, die Männerfeindlichkeit des Feminismus betrifft schwule Männer ja genauso. Z.B. sind sie von feministischen Geschlechterquoten genauso betroffen, da werden ja keine Extrawürste für Schwule gebraten. Ein Unterschied ist, dass viele Männer nicht für schwul gehalten werden wollen (oder früher mal wollten), um nicht auch diskriminiert zu werden, weshalb sie sich vielleicht rabiater abgrenz(t)en. Diese Motivation treibt Frauen naturgemäß nicht, da Lesben viel weniger benachteiligt werden/wurden. Das könnte die optische Täuschung erklären, Männer seien schwulenfeindlicher als Frauen.

      Homophobie bzw. deren Abwesenheit ist vielmehr ein kulturelles Merkmal, und es gibt da über die verschiedenen Kulturen große Unterschiede. Die betreffen aber jeweils Frauen und Männer gleichermaßen. Die Ursache für Homophobie in unserem Kulturkreis sind mMn die abrahamitischen Religionen (Christentum, Islam, Judentum), die alle männliche Homosexulität in ihren Heiligen Schriften verbieten. Das trifft auch dort zu, wenn Homophobie heute getrennt von Religion auftritt. Ob die Liberalisierung der letzten Jahrzehnte dem ein endgültiges Ende gesetzt hat, muss sich erst noch zeigen.

      Im vorchristlichen antiken Europa (Rom, Griechenland) war jedenfalls sowohl männliche wie weibliche Homosexualität jedenfalls. Dieser leicht nachzuprüfende Fakt widerlegt auch komplett den feministischen Erklärungsansatz, Homophobie sei durch das „Patriarchat“ zu erklären oder gehe von bösen Männern aus.

      • Vertippert, der vorletzte Satz sollte lauten:

        Im vorchristlichen antiken Europa (Rom, Griechenland) war jedenfalls sowohl männliche wie weibliche Homosexualität wohlgelitten.

  9. „Männer müssen sich gefälligst vor anderen Männern ekeln und Ihnen aufs Maul hauen! Das betrifft auch Frauen.“

    Was betrifft auch Frauen? Dass man ihnen aufs Maul hauen muss?

    „jeder Konservative hat ein Problem damit, wenn er zugucken muss, wie zwei Männer sich küssen,“

    Nahezu jeden Mann hat ein Problem damit, nicht nur der Konservative.

      • Frauen benutzen männliche Homosexuelle als Schoßtiere. Sie betrachten sie weder als Männer, noch als Menschen. Es sind Accessoires zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Wie eigentlich alle anderen Männer auch, nur auf einer anderen Ebene.

          • Meiner Erfahrung nach, gleicht die Einstellung konservativer Menschen (nicht nur von Frauen) der japanischen: das tut man nicht in der Öffentlichkeit. Öffentlich herumknutschen gehört sich nicht (auch nicht für Heteros).

            Bei Homosexuellen bezieht sich das vermutlich auf die Zurschaustellung von Homosexualität allgemein, also auch kein „Händchen halten“ in der Öffentlichkeit.

            Viele normale Frauen mögen Schwule, Schoßhündchen passt ganz gut. Eine Art männliche Freundin: stellt keine Konkurrenz dar, darf bei Frauenthemen nicht wirklich mitreden, aber man kann ungeniert herumtändeln und schäkern. Macht vielen (nicht allen) offensichtlich Spaß, weil keine Konsequenzen daran geknüpft sind und es immerhin trotzdem Männer sind.

          • Brauchst du dafür wirklich Adrian? (No offense dude) Ich meine, das lässt sich doch recht leicht klären, wenn man die Interessen von Frauen berücksichtigt.

        • Wäre eh die Frage, ob Frauen überhaupt an der sexuellen Orientierung von Männern interessiert sind, die nicht in ihr Beuteschema fallen.

          Vielleicht mal dieses Ranking:

          Wertigkeit von Dreibeinern aus Sicht der Frau (gefühlt)

          1 Sexuell attraktiv
          2 Direkt verwandt
          3 Nicht attraktiv aber nützlich und sympathisch
          4 Nicht attraktiv aber potentiell nützlich und sympathisch
          5 Nicht attraktiv und unsympathisch aber nützlich
          6 Nicht attraktiv, nicht sympthisch und auch nicht nützlich, also total überflüssig
          7 Grauer Schatten in der Masse (keine Einzelwahrnehmung)

          Ärgerlich ist Homosexualität dann für die Frau nur bei 1, bei 2 könnte es ärgerlich sein wenn ihr dadurch Statusminderung droht. Beim Rest ist es egal.

          • Korrektur des letzten Satzes:

            Problematisch ist Homosexualität dann für die Frau nur bei 1; bei 2 könnte es problematisch sein, wenn ihr dadurch Statusminderung droht. Bei 3,4 und 5 ist es ärgerlich, weil es ihr den Zugriff auf den Nutzen erschwert. Beim Rest ist es egal.

    • „Nahezu jeden Mann hat ein Problem damit, nicht nur der Konservative.“

      In meiner Schulzeit bin ich mit einigen anderen Klassenkameraden oft abends um die Häuser gezogen. Einer von denen war schwul, was alle wussten – und was überhaupt kein Thema war. Keiner hat sich nen Kopf um diese Tatsache gemacht.
      Ironischerweise irritieren mich heute schwule Pärchen mehr, als damals. Nicht, weil sich meine Einstellung geändert hätte, sondern weil das Thema ständig ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gezerrt wird und mir als WHM pauschal Schwulenfeindlichkeit unterstellt wird. Erst der permanente Vorwurf macht mich unsicher und zwingt mich, mir Gedanken über eine Einstellung zu machen, an die ich unter anderen Umständen keinen Gedanken verschwenden würde.
      Ähnlich geht es mir mit Schwarzen/Farbigen/POC.
      Meine Tante ist eine Schwarze und ein Pfundskerl, mit dem man Pferde stehlen könnte.
      Aber das ständige Gekreische der Bergse verunsichert mich auch hier – und manipuliert mein Verhalten.

      Geht das nur mir so?

      • Nein, es ist menschlich. Verunsichernd ist das ständige „selbst beobachten“ im Kontakt, man könnte ja was „falsches“ sagen oder tun. Je lauter die also was von Rassismus usw. kreischen, desto verunsicherter reagieren die Leute, sie sagen dann zwar i.d.R. nichts „falsches“ mehr, meiden dafür aber tendenziell den Kontakt (weil unangenehm) was ihnen, wie die Verunsicherung, vermutlich wiederum als homophob oder rassistisch ausgelegt wird.

        Es sind u.a. diese psychologischen Mechanismen, die bei Menschen zu Gruppenbildung und Segregation führen. Man bleibt am Ende lieber unter sich, weil Fehltritte unwahrscheinlicher sind und der Energieaufwand niedriger ist.

  10. Die eigentliche Frage ist doch nicht, was die Berg schwafelt.

    Die eigentliche Frage ist doch, warum der Spiegel so Zeug veröffentlicht…

  11. Es geht nicht um die Liebe des Mannes zum ungeborenen oder geborenen Kind, es geht um Macht. Um Bestimmung und die große Schmach, dass Frauen es wagen, das Geschenk des Lebens, das der Mann in sie legte, einfach zu verweigern.

    Jaja, den Männern, den Frauen, den Ausländern …

    Ich glaub die Frau ist manisch-depressiv, möglicherweise bipolar, anders kann ich mir dieses manisch-depressive abgedrehte Gequatsche nicht erklären.
    Um mal ein wenig Realität anhand eines, nur eines Aspektes einfliessen zu lassen: Wenn es „DEN MÄNNERN“ in der Abtreibungsfrage tatsächlich nur um Macht ginge, dann ginge es ihnen um die Macht, die die Frauen tatsächlich haben, wobei ich mich auf Westeuropa und insbesondere Deutschland beziehe. Und den Frauen, die abtreiben, denen gehts um die Liebe zum ungeborenen Kind? Alles bezieht sich bei ihr auf „DIE MÄNNER“. Niemals traf eine Frau eine Entscheidung selbstbestimmt. Immer war sie durch „männliche Strukturen“, „heteronormative Zwänge“, „männliche Macht“ u.s.w in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt (und damit nur bedingt oder gar nicht verantwortlich). Im Grunde ist das ein reaktionäres Bild von Weiblichkeit, denn wären Frauen tatsächlich so wie von Berg dargestellt, dann wäre eine gewisse Bevormundung angezeigt.

  12. Das Traurige ist doch, dass insbesondere Männer mit selbst nicht-heteronorminativer Sexualität ein Problem mit Schwulen haben. Es ist pure Projektion gepaart mit gesellschaftlicher Ächtung. Ansonsten müsste es jedem normalem Mann eigentlich egal sein, was Schwule machen. Interessiert mich ja nicht, was andere Leute machen, oder? So ist es aber nicht, Männer haben halt diese Indoktrination. Die lustigsten zwei Beispiele sind ein Ex-Knacki mit einem Hakenkreuz-Tattoo auf dem Arsch und ein Ex-Rocker der als Jugendlicher vergewaltigt wurde. Beide haben offensichtlich bisexuelle Neigungen, verteufeln Schwule aber sogar in meiner Gegenwart und baggern mich gleichzeitig an. Diese Ambivalenz ist hochgradig interessant und die dahinterstehende Indoktrination ist in der gesamten männlichen Normalbevölkerung vertreten. Nichtsdestotrotz sind viele Männer in der Lage normalen und freundschaftlichen Umgang mit Schwulen zu pflegen. Es ist eine Transformation der Gesellschaft zu beobachten. Und die alten Männer wollen den alten Hass aufrechterhalten. Frauen sind idR absolut unkompliziert, solange man kein potentieller Sexualpartner zu sein scheint (zumindest als Transe, ka wie das für Schwule ist)

    • „Ansonsten müsste es jedem normalem Mann eigentlich egal sein, was Schwule machen. “

      Wenn sie öffentlich rumknutschen kann ihnen das aber nicht egal sein.

      Ansonsten sind Deine Anekdoten möglicherweise amüsant, aber kaum durch Fakten gedeckt.

      • Warum sollte es mir als Mann nicht egal sein, wenn Schwule öffentlich rumknutschen? Mir jedenfalls ist das vollkommen egal, wer wem die Zunge in den Hals steckt, so lange es nicht mein Hals ist. Als ich vor zwei Jahren etwas besser in Form war, wurde ich sogar mal heftig angebaggert. „Danke für die Blumen“ habe ich mir gedacht, aber höflich und bestimmt zum Ausdruck gebracht, dass ich eine 100% Hete bin.

        Meine These: Je homophober der Mann, desto größer seine nicht eingestandene Befürchtung, dass es ihm gefallen könnte.

        • Weil es von der Norm abweicht, da springt halt der „Achtung, irgendwas stimmt hier nicht“ Sensor an.
          Du weißt schon, der gleiche Sensor der dich am Leben hält und dich vor Gefahren warnt.
          Daher versuch erst garnicht gegen den Sensor zu argumentieren, sondern versuch dich erstmal im Verstehen der anderen Seite. Du weißt schon, was Leute wie du sonst immer für sich fordern.

        • >>Meine These: Je homophober der Mann, desto größer seine nicht eingestandene Befürchtung, dass es ihm gefallen könnte.<<

          entweder dass, oder so eine meiner Thesen.

          ein , vielleicht unterbewusster Neid, auf den Mann, der nicht an dem Gängelband der Frauen hängt, wie der elende Hetero, ständig auf stark gebürstet zu sein, den potenten Affen geben zu müssen, Erfolg zu haben ….
          Deshalb ist Homophobie vielleicht gerade unter eher Looser-Typen mehr verbreitet ?
          Auf jeden Fall ist Homophobie für mich der definitive Beweis für die Dummheit eines Mannes. Denn für mich ist es logisch, daß jeder Mann, der nicht zum Konkurrenten ums Weibchen werden kann natürlich ein Vorteil für mich ist.

      • @ Adrian:
        „Wenn sie öffentlich rumknutschen kann ihnen das aber nicht egal sein. “
        Sign!
        Und den armen Rotgrünfemibrauen geht es da extrem scheiße, die müssen auf masochistische Begeisterung mimen …

      • Wäre Homophobie evolutionär oder sonstwie biologisch erklärbar, müsste es sie auch bei Tieren geben. Aber der Mensch ist das einzige Tier, das Homophobie zeigt. Sie kann daher nur kulturell bedingt sein.

        • „Wäre Homophobie evolutionär oder sonstwie biologisch erklärbar, müsste es sie auch bei Tieren geben. Aber der Mensch ist das einzige Tier, das Homophobie zeigt. Sie kann daher nur kulturell bedingt sein.“

          Wie verhalten sich denn Tiere üblicherweise gegen homosexuellen Tieren?
          wie reagiert ein Hetero-Schimpanse darauf, dass ein Homosexueller männlicher Schimpanse mit ihm Sex haben will?
          Wie reagieren Hetero-Schimpansen darauf, dass ein männlicher Schimpanse eher weiblich verhält? Ich vermute mal, er wird da schnell ganz unten in der Hierarchie stehen
          Ich vermute ein Hetero-Gorilla würde bei einen Homo-Gorilla auch nicht sagen: „Oh du bist ja Homosexuell, da willst du mir ja gar nicht meinen Harem wegnehmen, dann verkloppe ich dich ausnahmsweise mal nicht, wie sonst alle Männchen“

    • „Es ist pure Projektion gepaart mit gesellschaftlicher Ächtung. Ansonsten müsste es jedem normalem Mann eigentlich egal sein, was Schwule machen. Interessiert mich ja nicht, was andere Leute machen, oder? So ist es aber nicht, Männer haben halt diese Indoktrination.“

      Welche Indoktrination, welche Projektion, welche gesellschaftliche Ächtung? Auch wenn Ihr dieses Dogma noch so lieb habt – es interessiert die Leute nicht mehr, was Schwule so unter der Bettdecke treiben.

      Was die Leute sehr wohl interessiert: wie sich Schwule in der Öffentlichkeit benehmen, also im Supermarkt, im Büro, in der Straßenbahn, beim Konzert.

      Und hier müssen wir mit der Formulierung achtgeben. Denn die meisten Schwulen – nach meiner Schätzung mind. 75 % – benehmen sich in der Öffentlichkeit ebenso „normal“ wie die Normalos. Sie achten vielleicht etwas mehr auf Aussehen, Outfit u. dgl. als andere Kerls, sind aber sonst unauffällig.

      Doch ein kleiner Teil der Schwulen benimmt sich in der Öffentlichkeit tuntig (nennt man das so?), teilweise exzessiv tuntig. Und das mögen die Leute nicht. Und sie erkennen nicht, daß eben nur ein kleiner Teil der Schwulen ein solches Verhalten zeigt, daß die meisten Schwulen ganz normale Spießer sind.

      • Und hier müssen wir mit der Formulierung achtgeben. Denn die meisten Schwulen – nach meiner Schätzung mind. 75 % – benehmen sich in der Öffentlichkeit ebenso „normal“ wie die Normalos.

        Richtig. Aber obwohl 80 % der Leute für die Ehe für Alle sind und wenige Leute offiziell schwulenfeindlich bekennen, fühlen 40 % der Leute sich dadurch belästigt wenn Männer sich küssen, vgl. zu 28 % wenn Lesben das tun (weiß nicht ob die Zahlen genau stimmen, hab das gestern gelesen, aber ungefähr stimmen die Zahlen. Wenn normales Verhalten aber als anstößig empfunden wird, stimmt da immer noch was nicht, man fordert also ein unnormales Verhalten ein, gar, Selbstverleudmnung.

        Übrigens geben 11 % eine nicht-heterosexuelle Orientierung an. 6-7 % bezeichnen sich selbst als LGBTI. Selbstverständlich ist Heterosexualität der biologische Normzustand, das heißt in einer vorgeblichen Demokratie aber auch, dass jeder Mensch sich trotzdem frei entfalten darf. Wenn dieser Anspruch an der gesellschaftlichen Realität aus veralteten Vorurteilen nicht möglich ist, werden die Grundrechte, bspw. nach §1 GG verletzt. Nur diesen Umstand zu ändern dauert lange.

        • „fühlen 40 % der Leute sich dadurch belästigt wenn Männer sich küssen, vgl. zu 28 % wenn Lesben das tun “

          …und zu etwa 25%, wenn Heteros das tun.

          Das sind dann die Leute, die finden, Intimitäten gehören ins Schlafzimmer und bei ungewöhnlichen Paaren fällt ihnen das noch stärker auf als bei durchschnittlichen.

          So what?

          • Einen Link habe ich leider nicht zur Hand, aber ich meines es gibt sogar Studien die belegen, dass dieser männliche Ekel vor küssenden Männern über alle kulturelle Grenzen hinweg zu beobachten ist und daher wahrscheinlich recht tief geht. Und obwohl ich schon mal einen Schwanz geblasen habe, habe ich den z.B. auch.

            Wichtig ist aber die Unterscheidung zwischen der instinktiven Reaktion, die wahrscheinlich gesund und normal ist und daraus folgenden Handlungen. Erst da wird es nämlich für das Miteinander relevant.

          • „…und daraus folgenden Handlungen. Erst da wird es nämlich für das Miteinander relevant.“

            Wenn es eine instinktive Reaktion gibt und ein davon abweichendes gewünschtes Verhalten, dann muss das abweichende Verhalten trainiert/konditioniert werden, um halbwegs zuverlässig gezeigt werden zu können.

            Wer diese Konditionierung nicht hat und auch nicht einsieht, sie über sich ergehen zu lassen, der wird leichter zu einem unerwünschten Verhalten bewegt sein.

            Das ist das Problem mit Regeln, die gegen Instinkte laufen. Nicht jeder hat diese Regeln in gleichem Maße bzw ausreichend trainiert.

            Und wenn dann noch zwei widersprüchliche (mehr oder weniger trainierte) Regeln einander gegenüber stehen, dann wird’s erst recht kompliziert.

          • Was den Instinkt an sich angeht, gebe ich Dir recht. Ich glaube auch nicht, dass es gesund ist sich das abzutrainieren. Aber ich meinte eher, dass dies noch nicht die Berechtigung oder den Anlass gibt, gleich kaputtschlagen zu wollen, was einem nicht gefällt.

          • „Aber ich meinte eher, dass dies noch nicht die Berechtigung oder den Anlass gibt, gleich kaputtschlagen zu wollen, was einem nicht gefällt.“

            Hast du etwa noch nie von Microaggressions und Unconscious Bias Training gehört?

        • @ Nani:
          Aus Zeitmangel beim Brunch nur eben kurz diese hübsche Rosine:
          „Selbstverständlich ist Heterosexualität der biologische Normzustand, das heißt in einer vorgeblichen Demokratie aber auch, dass jeder Mensch sich trotzdem frei entfalten darf.“
          Nein, keineswegs! Da gilt ( in diesem Fall übrigens nicht nur im übertragenen Sinne ) der §1 der ollen StVO: Jeder hat sich im öffentlichen Verkehr so zu verhalten, daß kein anderer mehr als vermeidbar belästigt, behindert, oder gar gefährdet wird.
          Das ist übrigens auch ein wesentlicher Aspekt des Tenors des GG, welches Du scheinbar nicht mal im Minimalansatz kapierst.

          • Nicht-sexueller Körperkontakt ist unter heterosexuellen Menschen auch in der Öffentlichkeit breit akzeptiert. Anderen sexuellen Orientierungen die gleiche Freiheit zu versagen, nur weil es anderen Menschen nicht gefällt ist nichts Anderes als die Diktatur der Mehrheit, keineswegs aber freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ich meine, wenn 60 % der Menschen nicht so borniert sind, um sich von Homosexuellen die sich mit sich selbst befassen belästigt zu fühlen, ist das generell ein Zeichen dafür, dass die meisten Menschen andere Probleme haben als welche zu schaffen, trotzdem ist das diskriminierend.

            Ich kenne jedenfalls viele Leute bei denen viel schief gelaufen ist. Am Schlimmsten scheint es zu sein, wenn man von dem Geschlecht vergewaltigt wird, dass die eigene Sexualpräferenz darstellt – noch schlimmer, wenn man selbst dieses Geschlecht hat.

            Ich weiß, dass mein internalisierter Männerhass irrational ist. Ich hasse Männer aber eigentlich gar nicht, ich mag sie nur meistens nicht. Und natürlich meine ich damit nicht alle oder die meisten Männer. Es gibt ja auch (überwiegend) Männer die nicht ständig über Sex reden, die keine Leute grundlos beleidigen oder anpöbeln, aber die, die es doch tun, prägen halt ein Männlichkeitsbild wenn man sowieso eine Aversion gegen Männer hat, weil der eigene Vater ein Arschlochvergewaltigeregoistkinderschläger ist.

            Da ich aber auch nie bewusst verallgemeinere, sondern nur der Einfachheit halber, nachdem ich auf der Grundlage verschiedener Zahlen Trends ausarbeiten möchte, in allgemeine Formulierungen wechsele. Außerdem sind Frauen ja konservativer als Männer. Nur Männer befürworten faschistoide Normierung tendenziell häufiger.

          • @Nani:
            Irgndwie scheinst Du nur um Dich und Deine Emotionalität zu kreisen und Dich gleichzeitig zu weigern, dieselbe mal ein wenig distanziert zu betrachten.

            „Nicht-sexueller Körperkontakt ist unter heterosexuellen Menschen auch in der Öffentlichkeit breit akzeptiert. Anderen sexuellen Orientierungen die gleiche Freiheit zu versagen,“

            Wer versagt denn da was? Wenn Muddi ihr Kind auf den Schoß nimmt, kein Problem.
            Wenn Heinz der Elvira die Hand gibt und ihr einen Begrüßungskuss gibt, kein Problem.
            Wenn Egon den Albert mal eben in den Arm nimmt, kein Problem.
            Wenn Samentha und Hilde Arm in Arm ein Selfie schießen, kein Problem.
            So what about te „Freiheit versagen“? NIX!
            Wenn allerdings in der Einkaufszone vor C&A ( gibt’s die Brenninkmeyers noch? ) zwei Leute stundenlang aneinander herumlutschen u. -fummeln, wird das sicherlich irgendwen stören.
            Die meisten werden wegschauen.
            Sollte das aber eine 10-min.- Sequenz in einem ansonsten beliebten TV-Magazin sein, so hagelt es berechtigterweise Proteste. Wollen halt viele nicht dauernd vor der Linse haben.
            Wenn die das in der Strassenbahn direkt im Ausstieg machen ebenso.
            Wobei es rechtlich, gesetzlich und i.d.R. auch gesellschaftlich kaum je eine Rolle spielt, ob das nun Heten o. Homos sind.
            Da gilt es auch den gesunden Menschenverstand zu Rate zu ziehen, deshalb wird der in klein-Brittannien übrigens grundsätzlich Common Sense genannt, da der gesellschaftliche Aspekt ( dt. Gemeinsinn ) ein sehr hohes Gewicht dabei entwickelt.
            So what? Wer sich einredet, er könne mal eben rund 240 Millionen Jahre Evolution abschaffen, verbieten, oder einseitig nur zu seinem Vorteil auslegen, ist selbst DER dissoziale Faktor in seiner Erlebniswelt.
            Nich das Problem anderer Leute und falls doch, wird er es zu spüren bekommen.
            Und da wir einerseits in ziemlich gigantischen Gruppengrößen umeinander herumwuseln, was schon recht ausgefeilte soziale Konstruktionen erfordert, ist es doch erstaunlich, wie gut das mit dem Laissez-faire und der Toleranz – besonders in der „Westlichen Welt“ – hinhaut, meinste nich?
            Carnofis hat es gerade zu verklickern versucht, Man-Tau hat der Tatsache große Teile eines Artikels gewidmet. Das IST schon staunenswert.
            Setzt aber auch eine gewisse Toleranz für relativ enge Übergangsbereiche in den Gruppendurchschnitten voraus, anners löppt dat nich.
            Wenn da irgendwer per se schon hart am Rande vor sich hinsegelt und dann noch lauthals nach Akzeptanz ( wohlmöglich als gesetzlichen Zwang ) krakehlt, muß er sich nicht wundern, wenn er als bescheuerter Unfriedenstifter erkannt und auch so behandelt wird.
            Ob der da nun Befriedigung dran findet das Opfa zu mimen, oder nicht, ist ganz allein dessen Problem, nicht das der Gesellschaft.

            Diese einfachen Grundsätze und ein paar grundlegende Erkenntnisse ( philosophisch – und daraus abgeleitet dogmatisch ), die festzustellen und niederzuschreiben ( nicht zu erlassen! oder zu entziehen! ) sich viele kluge Köpfe sehr viel Zeit genommen und massenhaft Hirnschmalz investiert haben, sind übrigens die Basis des Rechts ( genauer: zunächst der höheren Rechte ).
            Unter Mißachtung derselben Gesetzesvorschriften zu verlangen ist z.Zt., gerade in D. zwar sehr beliebt, aber auch bestenfalls ein Zeichen von galloppierenden Blödheit, ansonsten einfach nur stinkend dissozial.
            Okay, manche haben ziemlich extremen Scheiß erlebt, das kommt leider vor und ist schwer zu vermeiden, besonders in einem Administrations- u. Verwaltungssystem, welches seit Jahrzehnten vom Rest der Gesellschaft ziemlich entkoppelt in verschiedenen, hart abgedichteten Filterblasen vor sich hin gärt. Das wird durch die Forderung nach noch mehr Abkoppelung und noch restriktiveren Regelungen ( eigentlich Steuerungen, also eben keine Regelungen ) aber keineswegs besser, im Gegenteil. Dadurch wird die Eskalationsneigung noch stark angeheizt.
            Und wenn Dir diese Gesellschaft noch so ungerecht erscheint, bleiben trotzdem nur die beiden vorher schon existenten Möglichkeiten: den Common Sense ( mindestens zunächst und gern auch kritisch ) anzunehmen ( also mindestens in seinen Grundzügen zu akzeptieren ), oder sich eine geeignetere Gesellschaft suchen. Und, daß diese relativ unvermeidliche Akzeptanz ( „fast alle Menschen sind ziemlich normal“ ) nur mit einem erheblichen Maß vorgeschalteter Toleranz ggü. der als üblich zu betrachtenden Schwankungsbandbreite zu erreichen ist, braucht hier wohl kaum weiter ausgeführt werden, oder?
            Kurz: Erstmal mußt Du mit Dir selbst klarkommen, dann mit dem ungefähren Durchschnitt Deiner Mitmenschen und dann erst kannst Du anfangen sie ( ernsthaft und begründet ) zu kritisieren,
            Anners ward dat nix.

            „nur weil es anderen Menschen nicht gefällt ist nichts Anderes als die Diktatur der Mehrheit, keineswegs aber freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ich meine, wenn 60 % der Menschen nicht so borniert sind, um sich von Homosexuellen die sich mit sich selbst befassen belästigt zu fühlen, ist das generell ein Zeichen dafür, dass die meisten Menschen andere Probleme haben als welche zu schaffen, trotzdem ist das diskriminierend“
            Tja, insofern ist Demokratie und Freiheitlichkeit IMMER eine Diktatur der Mehrheit. Nich in jedem konkreten Punkt von jedem Inddividuum ausgehend, aber im groben Schnitt der Einigung, was eine freiheitliche UND demokratische Grundordnung ( der Bindestrich ist an der Stelle übrigens falsch, aber das sind Kleinigkeiten, die wie hier locker überspringen können, denke ich ) ist, ganz sicher. Absolute Freiheit gibt nicht ( nicht mal für Kinder ) und eine absolute Demokratie kann es schon deshalb nicht geben, weil der Begriff schon ein Widerspruch in sich ist.
            Anders: Es geht darum, einen für möglichst alle möglichst tragbaren Kompromiß zu erschaffen, was ein wenig Abwägung ( möglichst aus distanzierter Betrachtungsweiose ) von Freiheit, Demokratie UND Grundordnung unbedingt erfordert.
            Mit „Ich will aber, Menno!“, ( wütend mit dem Fuß aufstampf! ), ist da nix zu machen.
            Das nennt sich Minimalkonsens und ohne den is’s Zappenduster ….
            Diese Leute, die meinen sie sind ja in einer überfüllten U-Bahn nur mit sich selbst beschäftigt, sind schlichtweg sozialblinde Vollpfosten und brauchen offenbar mal ein paar gezielte Hinweise darauf, daß es noch ein paar mehr Menschen auf der fucking Welt gibt, die auch ein paar Rechte haben, z.B. von angebl. „unbemerkten“ ( ha ha ) Provokationen verschont zu werden. Das ist ein übliches Grundbedürfnis ( besonders in irgendwelchen Gedrängesituationen ).
            Diskriminierend, im allerweitesten weitesten Sinne, ist es da so zu tun, als könne man sich einfach scheinbar abkapseln, mit der impliziten, aber aufgrund der der tatsächlich doch vorhandenen Transparenz eindeutigen Aussage: „Guckt mal, was ich tolles kann und Ihr alle nicht, ICH ICH & ICH darf das! Ihr seid nur rechtloser Scheißdreck“.
            Die Aussage dahinter ist ja: „Ihr habt Euch gefälligst ( MIR GEGENÜBER ) zurückzuhalten, ICH, ICH&ICH ( Euch ggü. ) aber nicht!“
            Das ist Privilegienanmaßung und die fällt unter Diskriminierung.
            So who is „borniert“?

            „Ich kenne jedenfalls viele Leute bei denen viel schief gelaufen ist. Am Schlimmsten scheint es zu sein, wenn man von dem Geschlecht vergewaltigt wird, dass die eigene Sexualpräferenz darstellt – noch schlimmer, wenn man selbst dieses Geschlecht hat.“
            Is klar, Ich Opfa, besonders schlimmes Opfa, weil ICH& ICH ….
            Jo, ich kenne auch viele Leute die schlimmes erlebt haben, ich gehe davon aus, daß locker ein Drittel bis die Hälfte der Mitkommentatoren übelsten Scheiß erlebt, beobachtet, begleitet, oder sonstwie mitgemacht hat.
            Und? Ficken die deshalb im Kassenstau bei ALDI?
            Oder machen gleich eine „Stirb-Homo!“-Selbsthilfemiliz auf, nur weil irgendein Schwuler mal gesagt hat: „Sach ma, könnt Ihr nicht da vorn um die Ecke gehen, wenn Ihr Euch befummeln wollt?“
            Eher nicht. Klar kann es dann schon mal einen mitleidigen Blick geben oder etwas genervtes Gemurmel, aber das war’s dann auch, sofern nicht gleich die Machete gezogen wird, nach der Methode: „DIE, fucking CIS-SCUM! Nazi-Discriminator-Racist-Rapist, bla blubb…!“.
            Ein wenig Sensibilität für Situationen ist also erforderlich.
            Anekdote: Ein Member eines MC, der eine lange Anfahrt und einige Aufbauaktion hinter sich hat, setzt sich mit einer Portion Bauernfrühstück und einem Bier an einen Klapptisch ( Party ) und fährt eine verdiente Pause. Kommt ein Lederzahnarzt ( Harley-Owners-Groupmember, certainment ) mit Fransenjacke und Schickse und grinst dumm. Der Brother dreht sich wech. Die Tusse bohrt ihm halb den spitzen Zeigefiger in’s Essen ( Brother knurrt halblaut: Pfoten wech, meins“ ) und schrillt: „Schatz, sowas ( bohr ) will ICH auch, kauf mir auch ( bohr ) sowas, das ( bohr ) ist rustikal, quietsch ….!“
            Bautz.bautz liegen zwei Idioten auf dem Rücken und jammern.
            Kommt irgendwer gerade vorbei, hilft ihnen hoch und sagt: „Na? Golfprofis, was gelernt? Der Ausgang ist übrigens dahinten“
            Kein Mitleid, eher belustigtes Grinsen. Der Brother sagt: „Nich ma in Ruhe was futtern kann man hier, Scheiß Insektenplage“. Und frisst seelenruhig weiter.
            Ich nenn das in so einem Fall jetzt mal verkürzt „adäquate soziale Interaktion“. Eindeutiger edukativer Erfolg für beide Seiten.

            „Ich weiß, dass mein internalisierter Männerhass irrational ist. Ich hasse Männer aber eigentlich gar nicht, ich mag sie nur meistens nicht.“
            Vielleicht solltest Du Dich einfach mal für eine der beiden Ebenen entscheiden und die dann für eine Kommunikation durchhalten. Der permanente Widerspruch zwischen Gruppenvorurteil und individueller Zuweisung desselben muß sich ja zum projektiven Selbsthass aufschaukeln. Ich halte das für unvermeidlich, das kriegste nich verdrängt.

            „Und natürlich meine ich damit nicht alle oder die meisten Männer.“
            Ja, was denn nun? „Männerhass, aber nich alle, aber eigentlich mag ich sie nich, mein das aber gar nicht so, ….“ ist wirrer Brei.
            Dein Problem, mußt Du klären. Kanst Du nicht im geringsten von den mit Feindbild überzogenen verlangen. Schon gar nicht, wenn Du noch nicht mal weißt wen genau Du damit meinst.

            „Es gibt ja auch (überwiegend) Männer die nicht ständig über Sex reden, die keine Leute grundlos beleidigen oder anpöbeln, aber die, die es doch tun, prägen halt ein Männlichkeitsbild wenn man sowieso eine Aversion gegen Männer hat, weil der eigene Vater ein Arschlochvergewaltigeregoistkinderschläger ist.“
            Zu Fuß ist kürzer als durch’n Wald, weil draußen is dunkel, besonders im Winter.
            Ja nee, is klar, nä?
            Aber der richtige Ansatz steckt eigentlich schon drin: „ein Männerbild“. Nicht zwei, fünf, oder siebenundneunzig, sondern gerade mal eins. Reicht nicht um drölfunsiebzig verschiedene Arten von männlichem Verhalten abzubilden. Logesch? Wobei noch die Frage ist, ob irgendein Verhaltensmuster überhaupt männlich ist, oder einfach nur individuell.
            Frauen pöbeln dumm herum, Kinder tun es und LSDXY tun es auch sehr gern.
            So what?
            Und ob Du es nun glauben magst oder nicht, Du selbst meckerst hier wie’n kapputter Ziegenbock.
            Und? Habe ich Dir jetzt die rosa Glitzerausrede zermatscht? Ich pöser Pöbelant, ich …. 😉

            „Da ich aber auch nie bewusst verallgemeinere, sondern nur der Einfachheit halber“
            ( Kopfschüttel ) Ich nie … Du Schwein … Ihr alle Schweine …. ich nie ….kann nix dafür …. ( gähn … ).
            Schmink Dir die elende Leier doch einfach mal ab, das glaubt Dir keiner, selbst wo Du tatsächlich im Nachteil bist nicht, dazu ist die Nummer einfach zu billich.
            Steh mal zu Dir selbst.

            „nachdem ich auf der Grundlage verschiedener Zahlen Trends ausarbeiten möchte, in allgemeine Formulierungen wechsele.“
            Was für Zahlen? „Verschiedene“? So, so, ….
            Und was soll das heißen?
            „Neueste Studien besagen, daß Männer Scheiße sind, ich kenne auch einen der Scheiße ist, Männer sind also Scheiße, aber nicht alle, eigentlich mag ich sie ja, aber ich mein das auch gar nicht so, fasel….“
            Hatten wir schon ( s.o. ).

            „Außerdem sind Frauen ja konservativer als Männer. Nur Männer befürworten faschistoide Normierung tendenziell häufiger.“
            Noch neuere Studien, ….. individuelle Unterschiede gibt es nicht, … die Gruppe … und besonders der da ….
            Schalt den Quatsch doch endlich mal ab, ey.

            Ehrlich, …..

          • Ich negiere nicht individuelle Unterschiede, ich suche Trends. Und wenn ich in den letzten 10 Jahren 5 mal schlecht von Frauen behandelt wurde, aber hundert Mal von Männern, dann sind Männer im Schnitt die böseren Menschen für mich. Nicht jeder Mann ist böse. Aber mehr Männer verhalten sich mir gegenüber böse als Frauen. Schlussfolgerung: Frauen sind die besseren Menschen. Und ich selbst bin auch zu JEDEM nett. Ich KANN nichtmal wütend werden. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Stattdessen übertreibst du Alles was ich sage ins absolut Überlächerliche. Ist ja auch in Ordnung, wenn du eine andere Meinung hast und meinst, ich hätte halt gelitten, weil die Gesellschaft Scheiße ist. Stimmt. Ich komme trotzdem einigermaßen damit zurecht, aber über Ungerechtigkeiten kann ich niemals hinwegsehen. Genauso wie ich nicht ertragen kann, dass das Leben halt ein scheiß Spiel mit guter Grafik ist. Vllt. träume ich zu viel, trotzdem ist mir bewusst, dass die Schlechtigkeit einiger Menschen, sofern sie nicht angeboren ist, doch nur zu mehr Negativität in der gesamten Gesellschaft führt. Ich finde, Jeder sollte den Schmerz der Menschen in seiner Umgebung fühlen können. Dann würden nämlich alle Menschen nett sein.

          • Ich finde, Jeder sollte den Schmerz der Menschen in seiner Umgebung fühlen können. Dann würden nämlich alle Menschen nett sein.

            oh, oh. Da kennt jemand die Geschichte vom Altruizin nicht.

            ALTRUIZIN. Metapsychotropes Transmitter-Präparat, wirkt auf alle sensitiven Albuminoiden. Gefühle, Emotionen und Empfindungen des Individuums werden durch ALTRUIZIN auf alle Wesen übertragen, die sich im Umkreis von maximal vierhundert Schritt befinden. Funktioniert auf telepathischer Grundlage, überträgt jedoch garantiert keine Gedanken. Wirkt nicht auf Roboter und Pflanzen. Die Empfindungen des Individuums (Sender) werden auf die Symphatici (Empfänger) übertragen. Aufgrund von Sekundärretransmission wird die Intensität der Empfindungen um so größer, je mehr Empfänger am sensitiven Rückkopplungskreis beteiligt sind. Entsprechend der Konzeption seines Erfinders wird ALTRUlZIN in jeder Gesellschaft die unumschränkte Herrschaft der Brüderlichkeit, Solidarität und tiefsten Sympathie sicherstellen, denn die Nachbarn eines glücklichen Einzelwesens müssen dessen Glück teilen, und je glücklicher das Individuum, um so glücklicher sind zwangsläufig auch sie, so daß es in ihrem ureigensten Interesse liegt, ihrem Nächsten aus ganzem Herzen nur das Allerbeste zu wünschen. Wenn jemand Schmerzen leidet, so werden ihm sogleich alle zur Hilfe eilen, um sich selbst vom dadurch induzierten Schmerz zu befreien. Weder Mauern, Zäune, Hecken noch andere Hindernisse können die altruisierende Wirkung aufhalten. Das Präparat ist wasserlöslich; es kann über Wasserleitungen, Flüsse, Brunnen etc. verteilt werden. Geschmack- und geruchlos; ein Millimikrogramm ist ausreichend für einhunderttausend Individuen. Für Folgen, die nicht im Sinne des Erfinders sind, kann keine Haftung übernommen werden. Für den computerisierten Repräsentanten der Max. Stu. d. Entw. – der Ultimator-Omnigenerator.

            Die ganze Geschichte: http://www.informatik.uni-trier.de/~naeher/kyb5.html

            …eine Art von Kurzfassung: http://www.wittschier.de/9%20Altruizin%20.pdf

          • Sehr interessantes Gedankenspiel. Ich liebe sowas. Es ist natürlich sehr übertrieben. Es würde reichen, wenn die Leute 10 % der Gefühle abkriegen würden. Könnte zwar auch zu missgünstigen Handlungen führen, wäre aber bezüglich der meisten Emotionen eher ein hilfreiches Feedback als ein furchtbares Drama. Möglicherweise wären in meiner Gemeinde tausend Suizide passiert als ich meinen Tiefpunkt hatte. Wenn die Leute aber wüssten, wie wichtig mir mein Wunsch immer war, ohne davon komplett handlungsunfähig zu werden, dann hätten sie mir damit geholfen, statt weiter auf mich einzudreschen. Empathie ist zwar vorgeblich eine menschliche Eigenschaft – sie ist aber nicht sehr weit verbreitet. Liegt wohl auch wirklich daran, dass unsere Gesellschaft viel zu groß ist und jedes Individuum zur Bedeutungslosigkeit degradiert ist.

        • Wenn dieser Anspruch an der gesellschaftlichen Realität aus veralteten Vorurteilen nicht möglich ist, werden die Grundrechte, bspw. nach §1 GG verletzt.

          Da hat mal wieder wer die ersten 19 Artikel des GG nicht verstanden.

          Das GG definiert dort, wie der Staat nicht in Grundrechte des Individuums eingreifen darf.
          Für alle anderen angeblichen „Behinderer“ der freien Entfaltung ist das StGB zuständig.

          Und deshalb darf ich als Individuum jedem knutschenden Paar – egal welcher Zusammensetzung sagen: „Bäh, ich will das nicht sehen!“

          • Nun, du kannst sagen was du willst, solange es kein Gesetz dagegen gibt. Es wurde aber ein Gesetz dagegen erfordern wenn das Gewaltmonopol wirklich beim Staat liegt, denn auch verbale Angriffe auf Personen und Personengruppen sind Gewalt.

          • „Und deshalb darf ich als Individuum jedem knutschenden Paar – egal welcher Zusammensetzung sagen: „Bäh, ich will das nicht sehen!““

            Das ist über das Recht auf freie Meinungsäußerung abgedeckt.
            Andererseits stellt sich die Frage, ob ein Verbot des öffentlichen Knutschens so sehr gegen die guten Sitten verstößt, dass ein Verbot auch mit Blick auf das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gerechtfertigt werden kann.
            Da habe ich meine Zweifel.
            Grundsätzlich aber sehe ich es ähnlich wie only_me. Es erscheint Nina, als sei das ein Problem, das nur Schwule (und Lesben) betrifft. Aber knutschende Heteros werden meiner Erfahrung nach auch nicht gerade mit Wohlwollen betrachtet.
            Das egalisiert die Unterschiede nicht, macht sie aber kleiner, als sie zu sein scheinen.

          • …denn auch verbale Angriffe auf Personen und Personengruppen sind Gewalt.

            Schrieb ich doch: Dafür ist das StGB zuständig. https://dejure.org/gesetze/StGB/185.html und folgende.

            Alles was dort nicht geregelt ist – mit dem musst du halt allein klar kommen. Oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

          • @ Kardamom:
            „Da hat mal wieder wer die ersten 19 Artikel des GG nicht verstanden.

            Das GG definiert dort, wie der Staat nicht in Grundrechte des Individuums eingreifen darf.
            Für alle anderen angeblichen „Behinderer“ der freien Entfaltung ist das StGB zuständig.“

            So ischt’s Rächt, oder?
            Da muß erst einer aus dem Fondueländle kommen, und den Dütschen klar machen, wo man die Grund- u. Abwehrrechte findet und warum sie solche sind/wie sie funktionieren …. 🙂

          • @ Fiete:
            Nicht weitersagen: Aber dort wo ich wohn, bin ich „ein fremder Fötzel“.

            Sprich: Bin in der BRD geboren und aufgewachsen; verstehe mich als „Verfassungspatriot“.

    • Schade, daß ich leider nicht mehr die Zeit habe, das jetzt auch noch zu shreddern, @Nani, das ist ja fast noch besser dazu vorbereitet. Aber tut mir ernsthaft leid, ich hab noch zwei drei andere Programmpunkte abzuhaken und dann ein Date mit einer alterfahrenen Soziologin in leitender Position. Da muß ich dann wieder auf gegenseitig vernunftsbasierte Kommunikation umschalten.
      Aber vielleicht komme ich später auf Deinen Ausfluss zurück …..

    • „Es ist eine Transformation der Gesellschaft zu beobachten. Und die alten Männer wollen den alten Hass aufrechterhalten.“

      Müssen sehr alte Männer sein. Diese ganze Homo-Welle war doch schon in den 90igern durch.

      Antihomos kompensieren idR ihre Unsicherheit und blocken mit ihrem Gerede präventiv jede verunsichernde Situation ab. Wenn die nicht gerade sehr gewaltaffin sind (Ex-Knacki?) hat das normalerweise keine nennenswerten Konsequenzen. Ich kenne niemanden, der da missionarisch unterwegs wäre (das geht dann eher von religiösen Gruppen aus, die aber meistens „heilen“ wollen).

  13. „Männer mit Angst“ – das scheint unter Feministinnen noch immer die beliebteste Masturbationsphantasie zu sein

    Raubbau an der Natur – wer kauft sich denn massenweise Billigkleidung, die jede Saison ausgewechselt wird?

    Bedrohung durch fußballspielende Frauen – man weiß ja wie es ausgeht, wenn Profi-Fußballspielerinnen gegen männliche Amateure antreten

    wir, die Guten, haben genug von Hass – sagt die Berg in einem vor Hass triefenden Artikel

  14. Sybille Berg schreibt so das die Leser ihr Feindbild bestätigt bekommen. Das sind Menschen die nicht (mehr?) in der Lage sind selber zu denken, die brauchen so etwas.

  15. Diese „Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht“ Artikel sind wirklich unglaublich. Aber nur weiter so. Zeigt ruhig dem breiten Publikum eure hässliche Fratze.

  16. Systempresse schreibt, was Systempresse schreibt. Wundert es einen noch ernsthaft, was für ein offiziell legitimierter Hetzton aus den vormals „etablierten“ Blättern manchmal kommt?
    Durfte man eigentlich schon bei den vielen Anti-Russland-Texten der letzten 5 Jahre deutlich sehen wie man es mit dem Thema „Hatespeech“ nimmt, wenn es einem nur in den Kram passt. Geschweigedenn, wie genau man es auch mit der objektiv-feststellbaren Wahrheit nimmt.
    Es sind nichts mehr weiter als Lobbyblätter… Verbreiten die Botschaften des Königs, was der will, wie sein Volk zu ticken hat und um was es sich gefälligst Sorgen zu machen hat anstelle der Geschäfte in den Hinterstübchen, die die Royalen klammheimlich abwickeln.

    Take a step back and look at the bigger picture. And then – lead off your fight with this.
    It’s getting tiring dealing with all that what single people put out into the world every time they do it…

  17. „Wie meint Frau Berg das? Sie nimmt von den ca. 3,6 Millarden Männern auf dieser Erde ein paar Millionen aus? Von den 40 Millionen deutschen Männern ein paar Millionen?“

    Es ist doch eher so, dass sie 3 milliarden Männer angreift, denn die Männer mit wirklicher Macht „als CEOs und Politiker“ sind im Promillebereich aller Männer, die sich täglich den Arsch aufreißen, um den Laden am Laufen zu halten und ihre Familien zu ernähren.

  18. Frau Berg ist grundsätzlich eher negativ gestimmt. Sie kann zwar gut schreiben, lebt aber in einer sehr eigenen Welt. Echobox sagt man wohl dazu. Aus irgendeinem Grund hat sie keine Tiefenschärfe, keine Differenzierung in ihrer Wahrnehmung. Ich glaube, wir Männer sollten diesen kleinen dummen Text einfach ignorieren.

      • Ich glaube, wir Männer sollten diesen kleinen dummen Text einfach ignorieren.

        Der radikaler Feminismus wird seit ewigkeiten ignoriert. Jetzt hat er sich in allen Parteien und in vielen Medien festgesetzt

        Diejenigen, die diesen RadFem unterstützen – die darf man nicht ignorieren. (Zeit, Spon, SPD, Grüne)

  19. Naja, Sibylle Berg in altbekannter Manier. Wer diese Frau noch ernst nimmt, ist selber schuld. Angeblich schreibt sie gute Romane, wie ich einst von einem Belesenen mal hörte. Da ich nie einen las, kann ich das nicht beurteilen. Als Feuilletonistin ist sie jedoch eine absolute Katastrophe, wie dieser Artikel aufs neue beweist.

    Wie jemand anderes hier schon schrieb, ist es weitaus interessanter, weshalb der Spiegel eine solch offensichtliche Hassrede abdruckt. Von welchem Teufel wird die dortige Redaktion geritten? Merken die nicht, dass sie damit bloss ihre Leser vertreiben, welche sie derart beschimpfen oder zumindest mit solchem Geschwafel langweilen?

    Mich jedenfalls freut es, wenn die Mainstreammedien immer weniger Leser bekommen; das haben sie sich redlich verdient – nicht zuletzt auch durch solche Artikel.

  20. @ninats91
    „Ich negiere nicht individuelle Unterschiede, ich suche Trends. Und wenn ich in den letzten 10 Jahren 5 mal schlecht von Frauen behandelt wurde, aber hundert Mal von Männern, dann sind Männer im Schnitt die böseren Menschen für mich. Nicht jeder Mann ist böse. Aber mehr Männer verhalten sich mir gegenüber böse als Frauen. Schlussfolgerung: Frauen sind die besseren Menschen.“

    Das ist eine individuelle Erfahrung bzw. Wahrnehmung, niemand könnte behaupten, dass du sie nicht gemacht hast. Aber andere werden anderes erfahren haben. Meiner Beobachtung nach sind Männer und Frauen zirka im gleichen Maße aggressiv, die Aggression äußert sich jedoch auf unterschiedliche Weise. Bei Männern eher in Verbrechen oder „Durchbeißen nach oben“; bei Frauen vielleicht eher in Form von Mobbing oder Schlechtreden hinter dem Rücken.

    „Und ich selbst bin auch zu JEDEM nett. Ich KANN nichtmal wütend werden.“

    Bei einer Freundin von mir ist das ähnlich. Ihr Therapeut hat zu ihr gesagt: „Versuchen Sie doch mal, richtig wütend zu werden.“ Zorn hat seinen Platz im Leben wie jede andere Emotion auch. In gewissen Grenzen darf und muss man ihn zulassen. Er ist ein Ausdruck davon, dass jeder Mensch ein Individuum ist, das manchmal mit seiner Umgebung in Konflikt steht. Gönn dir ab und zu ein wenig Zorn…

    @kardamom
    „Altruizin“

    Trurl und Klapauzius sind coole Socken… ich liebe dieses Buch. Habe es als Kind mehrfach verschlungen. Die „Kyberiade“ war für mich als Zehnjähriger was für heutige Zehnjährige Harry Potter u. ä. ist.

    — Sybille Berg —

    Habe mir ihre Homepage angeschaut. Sieht alles nicht so besonders herausragend aus. Von den Romanen sind keine Leseproben vorhanden, aber die Inhaltsangaben lassen Bücher von der Sorte „alles schon mal besser gesehen“ vermuten. Junge Menschen, die durch die Welt gondeln, Beziehungen und Sex haben und dabei die eine oder andere philosophische Betrachtung anstellen. Naja.

    Ein Hingucker ist irgendwie das hier: https://gorki.de/sites/default/files/styles/large_l/public/2017-07/web-nach_uns_das_all.jpg
    Der Mann als schutzsuchendes Kaninchen, die Frau als toughe Heldin… nee: als angefressen dreinsehende Zankbraut. Eine SJW-Phantasie, platt wie eine Zahncrémewerbung. Man muss nicht besonders macho sein, um es so wahrzunehmen.

    Sybille Bergs Vorstellungen eines monströsen Patriarchats, das an allem Übel schuld ist und deshalb zerstört werden muss, ist eine von mehreren heute populären Verschwörungstheorien. Für die einen ist es das „Patriarchat“, für die anderen die „links-grüne Weltverschwörung“, für andere wieder die „Atommafia“. Manche der Verschwörungstheorien lassen sich sehr nett kombinieren: Das Patriarchat ist nun auch am Klimawandel schuld.

    Urzeitliches Wir-Sie-Denken: Zu sagen, dass es auch dafür verhaltensbiologische Ursachen gibt, ist nicht wirklich aufschlussreich, denn in so gut wie *allen menschlichen Aktivitäten* steckt Verhaltens- und Evolutionsbiologie drin. Ich frage mich, warum manche Menschen unbedingt einen Feind brauchen. Ich halte es da mit dem Baggerführer Potschka aus den Kindergeschichten von Peter Hacks, der, als er mit seinem Braunkohle-Schaufelradbagger Siegfrieds Schwert exhumiert, bemerkt: „Ich habe keinen Feind. Ich nehme es für meine Frau als Brotmesser mit!“

  21. Georg Schramm schrieb sich mal selbst einen Merkzettel, auf den stand:
    „Halte Dich nicht so lange mit dem Gesindel auf!“
    Recht hat der Mann!
    Feministinnen sind nicht satisfaktionsfähig.

  22. Der letzte Kommentar unter dem SPIEGEL Artikel bevor die Kommentafunktion geschlossen wurde, war meiner. Aus meiner Sicht ist das, was Frau Berg betreibt ganz einfach ein Geschäftsmodell. Genauso wie Alice Schwarzer – was sollen sie auch sonst machen? Sie verdienen ihr Geld mit Männerhass. Dieses Geschäft lebt von Aufmerksamkeit und genau diese sollte man ihnen entziehen. Stell dir vor es ist Feminismus und niemand interessiert sich dafür? Das Ganze würde innerhalb kürztester Zeit implodieren. Drum denke ich manchmal, solche Analysen – so fundiert und interessant (und auch amüsant) sie zu lesen sind – so sind sie doch auch kontraporduktiv.

    • „Aus meiner Sicht ist das, was Frau Berg betreibt ganz einfach ein Geschäftsmodell.“

      Das war auch meine spontane Vermutung. Ihr Text ist so absurd überzeichnet, dass man ihn nicht ernstnehmen KANN.
      Also muss dahinter ein unsichtbarer Grund stecken.
      Der eine wäre eben das benannte Geschäftsmodell, der andere erinnerte mich an eine meiner Professorinnen.
      Typ alte Jungfer, alleinstehend, so „attraktiv“ (Zitat aus der EMMA) wie die Heilige Anita. In regelmäßigen Abständen machte sie wechselnd einem Studenten schöne Augen, was sich darin äußerte, dass sie sich mit Schmuck behängte wie ein Weihnachtsbaum, viel Lippenstift auftrug und vom erlesenen Parfum reichlich Gebrauch machte.
      Wenn sie dann nach einigen Wochen zugeben musste, dass ihr Werben erfolglos war, folgte eine schmuck-, lippenstift- und parfumfreie Phase intensiver „Natürlichkeit“ und ein deutlich zur Schau getragener Hass auf alles Männliche.
      Dass sie männliche Studenten nicht benachteiligte, lag nur daran, dass sie Frauen noch mehr hasste und vielleicht sogar verachtete.
      Die war sogar unter den Kollegen gefürchtet (soviel zum Thema Unterdrückung von Frauen 😀 )

  23. @Carnofis „Ihr Text ist so absurd überzeichnet, dass man ihn nicht ernstnehmen KANN.“

    Ich erinnere nur an das Streitgespräch 1975 zwischen Alice Schwarzer und Esther Vilar. Esther Vilar musste nach Großbritannien flüchten, während Alice Schwarzer in Deutschland feministische Karriere machte. Die Absurdität dessen, was Schwarzer vor nunmehr 43 Jahren von sich gab, tat dem Erfolg des Feminismus keinen Abbruch.
    Nun denkt mal scharf nach…

  24. Die gefühlte Krise, in der sich die Welt zu befinden scheint, die Auflösung, das Zusammenbrechen der Systeme,……

    Das ist doch der starke Kernsatz des ganzen Beitrages.

    Der ist nicht ganz falsch nur völlig falsche Schlußfolgerungen gezogen.
    Was wir erleben ist die Krise der weiblichen Hypergamie, des weiblichen Partnerwahlverhaltens. Wenn man Männer einen Vorwurf machen kann, dann den, daß sie sich zu willig an diese weibliche Dummheit angepasst haben.

  25. Pingback: Gibt es Homophobie nur beim Menschen? | Alles Evolution

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