Habt ihr schon mal im „Realen Leben“ mit Personen zu tun gehabt, die nicht als Mann oder Frau angesprochen werden wollten?

Gendersternchen, Unterstrich etc sollen ja gerade verwendet werden, damit auch diejenigen berücksichtigt werden können, die sich in der binären Geschlechterordnung nicht wohl fühlen und nicht als Mann oder Frau angesprochen werden wollen.

Ich persönlich habe noch niemanden getroffen, der das nicht wollte. Und ich habe schon alle möglichen Leute aus allen Schichten getroffen.

Ich sage nicht, dass es sie nicht gibt. Ich bin ja auch nicht großartig in einer „Enby“-Szene involviert.

Aber bisher hat mich noch niemand gebeten andere Pronomen zu verwenden, ihn anders anzureden etc.

Mit „Herr“ und „Frau“, mit „er“ und „sie“ bin ich bisher gut durchs Leben gekommen.

Ich schätze mal außerhalb relativ radikaler Kreise ist das Verlangen danach auch recht gering. Und ich vermute, dass selbst viele, die in diesen Kreisen gerne andere Pronomen haben, außerhalb dieser Kreise nicht darauf bestehen, sondern sich quasi „inkognito“ bewegen, weil sie wissen, wie viel Arbeit es machen würde und wie wenig Leute darauf Lust haben.

Damit meine ich gar nicht mal, dass man eine M-F Transsexuelle mit „sie“ anspricht, damit hätte ich grundsätzlich keine Probleme, aber wenn jemand verlangen würde, dass ich im Schriftverkehr mit dieser Person ze oder andere Formen verwenden soll, dann würde ich dankend ablehnen, wenn es nicht ein sehr ordentlicher Großauftrag wäre, weil mir die Arbeit zu viel wäre (gut, vielleicht wäre meine Neugier geweckt, aber das wäre eine andere Sache).

Habt ihr schon einmal im realen Leben Leute getroffen, die auf andere Pronomen als „er“ und „sie“ bestanden haben oder diese gerne wollten? Mir kommt es irgendwie vor als wäre das ein unglaublich kleiner Kreis, der gesellschaftlich keinerlei Relevanz hat.

109 Gedanken zu “Habt ihr schon mal im „Realen Leben“ mit Personen zu tun gehabt, die nicht als Mann oder Frau angesprochen werden wollten?

  1. Ich finde interessant, wie sich das über die Zeit entwickelt hat. Vor rund 15 Jahren, als ich noch beim Asta aktiv war, habe ich einen „Queer-Gender-Congress“ mitgemacht. Da waren einige recht strange Szenen zu beobachten also so Dykes mit angeklebten Schnurbärten oder wie etwa, dass sich auf dem Männerklo in den Kabinen zwei Frauen darüber unterhielten, wie schwierig es ist, im Stehen zu pinkeln.

    Aber mit „xe“, oder „hen“ hat sich da niemand angeredet, die Mode kam erst später auf.

    • Vermutlich im Zusammenhang mit dem Intersektionalismus, wenn man in der Opferpyramide weit oben sein will, braucht man natürlich auch eine spezielle Anrede. Im Prinzip die Karikatur des „Herrn Oberstudienrates“ vergangener Zeiten.

  2. Klar, ich selbst. Ich will ja gerne mit „Gott“ angesprochen werden. „Mein Erlöser“ ginge auch aber statt dessen spricht mich jeder falsch an. Very sad
    Spaß beiseite. Solche Leute trifft man im linksliberalen Umfeld öfter mal. Gerade auch im BDSM Umfeld treiben sich gelegentlich solche Dinger (ich nenne sie mal PC so) rum. Sehr unangenehm und sehr unbeliebt aber sie scheinen sich, trotz ihrer komischen Art, von dem Umfeld angezogen zu fühlen.

    • Du weißt immerhin noch, was eine Ansprache ist.

      er, sie, es sind Pronomen der dritten Person, damit spricht man von anderen. Hat mit Ansprache nichts zu tun. Oder wollen die Genders zur Höflichkeitsform des 17./18. Jahrhunderte zurück? („Wohlan Kutscher, spanne er die Pferde ein und spute sich, denn springend klingt die Münze!“)

      • Also ich finde die Höflichkeitsformen des 17./18. Jhds durchaus angenehm. Vielleicht sollten wir wirklich dahin zurückkehren.

        • Ich dachte, du stehst auf 2. Person Plural, hattest du schon mal geschrieben.

          Unser deutsches Gesieze ist eigentlich von allen Möglichkeiten die untertänigste Form der Ansprache.

          Plural und 3. Person (also weniger direkt als 2. Person)

  3. Ich habe bisher 2x mit Transpersonen zu tun gehabt. Deneb war ihr angenommenes Geschlecht und das zugehörige Pronomen sehr wichtig, gerade wenn der Phänotyp (noch) nicht eindeutig war. Das finde ich auch OK.

    Leute, die sich als was „dazwischen“ fühlten und ein eigenes Pronomen verlangen, wie etwa „sier“ oder so etwas, habe ich bisher nicht getroffen.
    So eine Extrawurst würde ich wohl auch nicht längere Zeit mitmachen. Kommt wohl aber auf die Art an, wie das eingefordert wird.

    • Bei trans, also echten Transsexuellen nicht irgendwelchen Lifestylern, ist es auch nur richtig, die mit ihrem Trans-Pronomen anzusprechen, da die Transsexualität Biologische hintergründe hat (also etwa Anormalitäten im Hormonhaushalt) und das Transgeschlecht auch wirklich dem im Gehirn verdateten Geschlecht entspricht.

      Irgendwelche Profx und hens und siers und xers usw sind allerdings idR nix weiter als irgendwelche Neurosen.

      • Bei trans, also echten Transsexuellen nicht irgendwelchen Lifestylern, ist es auch nur richtig, die mit ihrem Trans-Pronomen anzusprechen

        Es geht hier wohl eher um Intersexuelle.

        Wie ich hier aber schon ein paar mal ausgeführt habe, spricht man andere Lebewesen in der ZWEITEN Person an. Diese zweite Person ist geschlechtsneutral.

        Entweder geht es hier nicht um Ansprache. Oder es geht nicht um Pronomen, sondern „Herr“, „Frau“ oder dergleichen.

        Mir kommt das vor wie die Scheindiskussion eines Pseudoprobems.

        • Es ist natürlich kein Pseudoproblem. Spätestens durch die Pathologisierung von Transsexuellen Gedanken und die vom Staat geschaffene Möglichkeit der Vollkastration mit Anlage einer Neovagina ist es ein echtes Problem. Da der gesellschaftliche Umgang mit Trans-Personen ein Doublebind verglichen mit der rechtlichen Situation ist. Wenn die gesellschaftliche Akzeptanz für das Geschlecht von Personen die nach TSG behandelt werden aber nicht vorliegt, dann produziert man Tote.

          • Okay, man muss sich also ein spezielles Pronomen ausdenken, damit es keine Toten gibt. Aber vielleicht gibst du mir recht, dass es kein spezielles Anredepronomen sein muss. Also keine Sonderform des Duzens oder Siezens.

          • Naja, man muss sich keins ausdenken, sondern zuerst einmal, müssten die ca 15 % der Gesellschaft (ca 20 % der Männer und 10 % der Frauen) die aus … keine Ahnung, Boshaftigkeit, Borniertheit, Homophobie, o.Ä. … absichtlich die falschen Pronomen verwenden das Richtige benutzen. Jemand mit ner Vagina ist ne Frau, selbst wenn sie wie meine Nachbarin (denke mal PCO gehabt) einen Vollbart tragen könntest und aussiehst wie ein Seeungeheuer. Warum sollte man also drauf bestehen, so über eine Person reden zu dürfen, wie es ihr NICHT gefällt? Bei allem anderen Themen als der Gender-Identität zählt solche Respektlosigkeit unter Beleidigung. Ob wir dann noch ein drittes Pronomen für die Intersexuellen und Non-Binären brauchen, musst du diese Gruppen fragen. Meiner Meinung nach reichen

  4. Leute, denen es in die Natur gelegt ist, sind meistens nicht besonders froh darüber, androgyn zu sein. Mein bester Freund, cis-male, wird ständig von Homos angebaggert, meine beste Freundin hin und wieder mit „junger Mann“ angesprochen. Ich bin ja leider noch androgyner geworden. Wenn man den Leuten zu hört, am Anfang war ich für die Leute ein Transvestit, dann ein paar Jahre lang eine Frau mit Extra und jetzt bin ich sehr androgyn. Ich käme Niemals auf die Idee, das Pronomen „Es“ gut zu finden, denn es ist der Ausschluss aus dem binären Geschlechtersystem der soziale Kontakte wesentlich erschwert. Reduziert auf eine sexuelle Spielart

    Ich habe mal in einer Doku von einem „Alien“ gesehen, der Junge hat sich „entmenschlichen“ und ebenso seine Geschlechtsorgane „neutralisieren“ lassen und wollte mit einem alternativen Pronomen angesprochen werden. Meiner Meinung nach sind Welten zwischen dem Wunsch, dem anderen Geschlecht anzugehören und keinem Geschlecht anzuhören, denn Letzteres war für mich immer die Dystopie die ich um jeden Preis vermeiden wollte, aber eine Zeit lang in Kauf nehmen musste um mein Ziel vermeintlich zu erreichen. Nur wird das nie aufhören, weil die Leute nicht in der Lage sind, über physiologische Besonderheiten hinwegzusehen.

    Insbesondere viele Männer, die jedes weibliche Wesen als potentielles Sexobjekt betrachten, haben einen schweren inneren Kampf. Lustig war eine SItuation, da wurde ich angesprochen und da merkte eer, dass ich ein Junge bin und sagte sowas wie „Ja ich weiß nicht…“, und als ich „Na dann nicht“ sagte, dann doch zugegreifen wollte. Aber statt mich, wie vorher gefragt, auf einen Cafe einzuladen hat er mich dann direkt in sein Auto bugsiert und seine Hose runtergezogen. Generell scheinen die Leute eine sehr naive Vorstellung von Transsexualität als physiologisch ausgedrückte Homosexualität zu haben, wobei sie klassisch männlich-homosexuell konnotierte Eigenschaften wie Promoiskuität als gegeben betrachten. So nach dem Motto „Du siehst aus wie ne Frau aber du bist ein Typ“. Das die Genitalien der psychologischen Veränderung durch Hormone keine Rechnung tragen, dass ist eine andere Sache.

    Und die Leute inkludieren mich bewusst als Frau, aber gegen die Wirkung die ich ausübe, kann man Nichts machen. Und so wird jeder längere Nachmittag mindestens einmal „er“ zu einem Pronomen mit dem ich beschrieben werde.

    Insofern denke ich, dass man für 99,99 % der Menschen nichts falsch macht, wenn man das zur Schau gestellte Geschlecht benutzt und in 99 % keinen Fehler macht, wenn man das biologische Geschlecht benutzt und für die wenigen Exoten die es sich anders wünschen, eine Ausnahme zu machen, wenn es soweit käme. Im Endeffekt ist es nur kleinkarierte Borniertheit, wenn man die Höflichkeit nicht aufwendet, dass zur Schau gestellte Geschlecht als Gegenstand der Ansprache zu verwenden, egal ob man die Meinung teilt, dass es sich dabei um kein drittes Geschlecht handelt. Ich kenne aber auch eine(n) Intersexuellen und er/sie bezeichnet sich als Mannfrau. Was zB Bisexuelle oder verkappte Homosexuelle mir auch selten sagen, letztens erst passiert, „Ich stehe ja nicht auf Männer, aber ein hübscher Mann wie du…“

    Im Endeffekt wird ein Geschlechterwechsel nur soweit akzeptiert, wie die Eindeutigkeit die Organisation in typische Mann-Frau-Schemen ermöglicht, während viele Männer, für die der Unterschied zwischen Mann und Frau einen entscheidenden Unterschied macht, kaum mit mir umzugehen wissen. Weil sie mich weder wie einen Mann behandeln können, noch wie eine Frau behandeln wollen. Vielleicht wäre in einer extrem androgynen Zwangslage die Angabe eines dritten Geschlechts tatsächlich hilfreich, da man damit als asexuelles bzw. autosexuelles Wesen wahrgenommen wird.

    • Und so wird jeder längere Nachmittag mindestens einmal „er“ zu einem Pronomen mit dem ich beschrieben werde.

      Es ist ja prinzipiell so, dass man damit zurechtkommen muss, wie einen andere beschreiben und einordnen. Das gilt ja für alle möglichen Eigenschaften. In der Regel ist es so, dass man in Anwesenheit einer Person höflicher über sie spricht als in ihrer Abwesenheit. Es kann z.B. sein, dass das „falsche“ Pronomen er in deiner Abwesenheit noch häufiger fällt. Wobei das Pronomen an sich in keiner Weise abwertend ist.

      • „Es kann z.B. sein, dass das „falsche“ Pronomen er in deiner Abwesenheit noch häufiger fällt.“ Naja, das bezweifele ich schon, weil man muss schon sagen, dass ich natürlich „mehr wie eine Frau“ wirke und mich zudem nicht mit Leuten umgebe(n kann) die ein Problem mit meiner Andersartigkeit haben. Außerdem hört sich „Der Nina“ merkwürdig an und wäre offensichtliches Mobbing, was ich von meinen Freunden nicht denke. Es ist wohl am Ehesten meine Stimme die unwillkürliche „Er’s“ triggert. Ist aber auch egal. Hoffe ja das ich für August das „Okay“ zur Brustentfernung kriege und dann hat sich das Thema in 12 Monaten.

        • Wenn Leute dich nicht klar als Frau einordnen können, ist das kein Mobbing.

          Die Unterscheidung zwischen männlich und weiblich hängt auch an vielen kleinen Details, die am Ende alle zusammen kommen. Männer sind größer, haben einen anderen Gang (eher o-beinig, andere Hüftbewegung), nicht nur die Stimme, sondern auch die Sprache unterscheidet sich. Die Gesichtsform spielt eine wichtige Rolle, die Position der Augen, die Form der Stirn. Man kann die männlichen Spuren nicht restlos auslöschen.

          • Es ist Mobbing Jemanden lächerlich zu machen, was ja das Ziel wäre, wenn Jemand „der Nina“ sagt, weil das Niemandem aus Versehen rausrutschen wird. Ist zumindest noch nie Jemandem in meiner Gegenwart passiert.

            Es geht nicht darum, eine Geschlechtswahrnehmung auszudrücken, sondern aus absichtlicher Unhöflichkeit meine geschlechtliche Uneindeutigkeit hervorzuheben. Das die Leute Pronomen verwechseln, kann passieren, aber Niemand kann „der Nina“ aussprechen ohne es absichtlich zu tun. Was man zB auch nicht machen würde wenn ein fetter Mann Titten bekommt. Obwohl die Östrogenisierung durch einen hohen Körperfettanteil ähnliche Non-Binärität erzeugt.

            Die Hüftbewegung kommt zB automatisch sobald man einen Arsch hat ^^ Wirklich nicht „zu beheben“ ist der größere Oberkörperumfang (87cm Unterbrustumfang als schlanke Person trotz Körpergröße extrem selten). Man kann halt schon eindeutig weiblich wirken, weil es auch unter Frauen extremen phänotypische Unterschiede gibt, nur eben nicht feminin, wenn man einmal ein richtiger Mann war. Habe sogar noch eine Simulation, wie mein Gesicht für nur 5000 Euro mehr aussehen würde. Und das würde endgültig eine Verschiebung ins weibliche bedingen. Nur wird der Gesamteindruck dadurch nicht feminin.

          • Wo hast du das eigentlich her mit „der Nina“? (Übrigens ist „der“ hier kein Pronomen, sondern ein Artikel, aber egal.)

            Ich schrieb: Es kann z.B. sein, dass das „falsche“ Pronomen er in deiner Abwesenheit noch häufiger fällt Damit meinte ich nicht, dass jemand „der Nina“ sagt. Ich habe nur deine eigene Aussage aufgegriffen (Und so wird jeder längere Nachmittag mindestens einmal „er“ zu einem Pronomen mit dem ich beschrieben werde.)

          • Ja, die Sache ist nur, wenn man „Er“ sagt und ich nicht dabei bin, macht das keinen Sinn. Dann wohl entweder „Die Transe“ oder, was bei meinen Freunden realistischer ist, Nina.

          • Die Hüftbewegung kommt zB automatisch sobald man einen Arsch hat

            Leider falsch. Bei Frauen ist der Bereich Becken-untere-Wirbelsäule anders geneigt, und die Beinstellung ist anders, eher x-beinig. Sobald Frauen leicht o-beinig laufen, sieht das sehr maskulin aus. Manchmal, sehr selten, haben Frauen da eine Fehlstellung. Fällt extrem auf.

          • So ist es.
            Die Beckenanatomie ist so unterschiedlich, dass man das Geschlecht normalerweise auch an einem Skelett erkennt.

            Neulich sah ich unterwegs eine Frau. Der Oberkörper war eindeutig als weiblich zu erkennen. Aber unterhalb des (relativ breiten) Beckens gingen die Oberschenkel senkrecht nach unten, statt sich Y-artig nach innen zu neigen (was normalerweise zu einer überlagerten Drehbewegung bei jedem Schritt führt).
            Das gab ihr einen seltsamen, irritierend breitbeinigen Gang.

          • Ja, die Sache ist nur, wenn man „Er“ sagt und ich nicht dabei bin, macht das keinen Sinn.

            Was hat das damit zu tun, ob du anwesend bist?

          • Wenn Leute über dich reden, wissen sie doch nicht nur deinen Namen, sondern sie kennen dich in deiner ganzen Art. Und man sollte grundsätzlich davon ausgehen, dass Menschen über einen anders reden als mit einem.

          • Richtig, aber dann sagt irgendwer „Er“ und Jemand anders sagt „Wer“ und dann … Egal, meiner Meinung nach gibt es kein sinnvolles Gespräch in meinem Freundeskreis wo man Er sagen kann wenn nicht vorher klar ist, dass ich gemeint bin. Und ich denke auch, dass es komplizierter wäre, jedesmal „Er“ zu sagen, wenn sie sonst zu 95 % „Sie“ sagen. Aber man weiß natürlich nie wie hinterfotzig Leute über Einen reden.

            Keine Ahnung, ich habe immer schon zu X-beinigem Gang geneigt und die Hüfte bewegt sich seit ca 2-3 Jahren von alleine mit. Mein Gang ist es nicht. Oberkörper ab Tallie, Gesicht und Stimme sind halt das, was man merken kann. Wobei Oberkörper nie eindeutig ist und mein Gesicht sehr androgyn aussieht. Das Einzige wo die Leute sich sicher sind, wenn ich zB angebaggert werde, wenn ich meine Stimme nicht verstelle.

          • Auch die Armbewegungen sind anders.

            Halte ich zwar nicht für repräsentativ, aber es zeigt die grobe Richtung.

          • Natürlich sind die Bewegungsmuster anders, als Frau hast du nur halb so viele Muskeln und doppelt so viel Fett. Ich bin beweglicher, auch meine Schultern fühlen sich weniger kräftig an, wenn ich schlafe ist es angenehm, meinen Arm an meinen Busen zu legen, als Mann am Besten alle Viere von mir gestreckt um nicht zu überhitzen. Auch habe ich vllt. noch einmal im Jahr Wadenkrämpfe. Als ich in Topform war, höchste Einstellung Beinpresse 30 Wiederholungen, hatte ich im Sommer jeden zweiten Tag Wadenkrämpfe. Ich war allerdings auch nicht irgendein Weichling. Mit 20 war ich sehr viel kräftiger als ein Durchschnittsmann. Nicht zuletzt hat mein Oberkörper 1 1/2 Kleidergrößen verloren, OBWOHL ich jetzt C-Cup habe.

            Ich will nicht sagen, dass ich mich 100 % wie eine Frau bewege, aber ich bewege mich mit Sicherheit nicht mehr wie ein Mann.

    • Find ich irgendwie alles zu kompliziert. Für mich gilt die Regel, dass wenn jemand anfängt rum zu zicken ich den Kontakt zu der Person einstelle und sie komplett ignoriere. Das gewünschte Pronomen kann sich die Person dann gerne in den Hintern schieben, mich interessiert die Person dann ungefähr noch so viel wie ein Mäusefurz hinter dem Schrank.
      Ich glaube, das ist auch das Problem heutzutage. Dass man Quatschköpfen Aufmerksamkeit zukommen lässt und sie nicht einfach ignoriert. Eigentlich müsste bei Zicken dieser Art die gleiche Regel wie im Internet gelten: „Don’t feed the troll!!!“.

      • „Ich glaube, das ist auch das Problem heutzutage. Dass man Quatschköpfen Aufmerksamkeit zukommen lässt und sie nicht einfach ignoriert. Eigentlich müsste bei Zicken dieser Art die gleiche Regel wie im Internet gelten: „Don’t feed the troll!!!“.“

        Ich verrate es ja nur ungern, aber da hast Du ( möglw. versehentlich ) nun den zentralen Punkt auf’s Tapet geschmissen, um den die ganze 2+x-Geschlechterlaberei geht.
        Eigentlich müßten die allermeisten ( Geschlechtsdingsbums-)Diskussionen hier auf AE jetzt beendet sein, oder sich auf die diametralen Positionen beschränken, also „Rumzicken und anderen auf den Sack gehen ist der Sinn des Lebens“ vs. „leck mich mich am Arsch, Idiot“.

        ( Aber ich vermute mal, die meisten geneigten Mitleser werden diese Erkenntnis konsequent ausblenden und fröhlich weiter tippseln, gibt ja sonst nix interessantes im Leben )

        • Das Thema ist ja auch Unterhaltung. Man kann es immer nur wieder sagen aber ich denke ohne eine generelle Langeweile der Menschheit würde es viele Dinge, auch den Feminismus gar nicht geben. Würden wir eine vernünftige Ablenkung oder einen echten Lebenszweck haben, z.B. den täglichen Kampf ums Dasein, würde es diesen Quatsch nicht geben. Auch der ganze andere Linke und Rechte Kram würde dann ganz anders aussehen. Ich war mal auf einer Veranstaltung der MAS in Bolivien, eine linke Partei im ärmsten Land Südamerikas – da ging es wirklich um etwas, die Themen und Forderungen waren vernünftig und nachvollziehbar aber in Deutschland? Wir spielen Politik weil uns langweilig ist. Die Wahrheit ist doch, die Mehrzahl der Menschen in diesem Land ist des Lebens überdrüssig was zur Flucht führt, der eine in eine Sexsucht, der andere in die Drogen und der Dritte halt in die politische Radikalität.
          Ich war und bin deswegen immer schon der Meinung, dass nur eine Katastrophe wie ein Meteoreinschlag mit anschließender Klimaveränderung oder ein Atormkrieg mit einer Verstrahlung der Erde uns retten kann. Alles andere führt zu einer Stagnation und dann zu einem Ende der Menschheit aus Langeweile.

          • Stichwort Utopia Mouse Experiment – am Ende der Überflussgesellschaft steht der Exodus der gesamten Population, sofern die Zivilisation solange erhalten bleibt. Doch auch „evakuierte“ Mäuse haben sich am Schluss nicht mehr fortgepflanzt.

          • Deswegen denke ich auch, dass die Katastrophe auch bald eintreten muss, sonst ist es zu spät für uns alle. Ich denke mit der Einführung eines weltweiten BGEs ist der Punkt of No Return endgültig überschritten.
            Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen das Wohlbefinden des Individuums das Überleben der Spezies überordnen. Ist besonders bei den Linken immer wieder gut zu beobachten.

          • „Stichwort Utopia Mouse Experiment – am Ende der Überflussgesellschaft steht der Exodus der gesamten Population, sofern die Zivilisation solange erhalten bleibt.“

            Das wird in der Tat eine der größten Herausforderungen, der sich die Menschheit gegenübersehen wird: sich erstmals nicht wie Mäuse zu verhalten, sondern eine kulturell geprägte Lösung zu finden.
            Ich bin nicht sehr optimistisch, dass es uns gelingen wird. Es gibt zwar eine Menge Menschen, die sich der Aufgabe stellen (ich zähle mich dazu), aber nach meinem Eindruck sind die eher animalisch geprägten „Haudraufundschluss“-Typen die Mehrheit – und die an den Schalthebeln der Macht.

      • wenn jemand anfängt rum zu zicken ich den Kontakt zu der Person einstelle und sie komplett ignoriere. Das gewünschte Pronomen kann sich die Person dann gerne in den Hintern schieben

        Richtig. Solche Leute neigen zum Tyrannisieren anderer. Sie sind nicht bloß bekloppt, sie sind machtgeil. Und in 99% auch nicht selbst betroffen.

  5. Bei Pronomen der dritten Person handelt es sich nicht um einen Ansprache. Du und Sie sind geschlechtsneutral.

    Es kann eigentlich nur um Titulierungen vor dem Nachnamen gehen. Wobei übrigens der Nachname oft eine Berufsbezeichnung auf – er ist. Erstaunlich, dass unsere Gerndersens das noch nicht gemerkt haben.

    Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Menschen sich mit den Pronomen er und sie, die sie seit Kleinkindalter gewohnt sind, unwohl fühlen. Jeder hat die verinnerlicht.

    Man will angeblich Gewohnheiten hinterfragen, aber es geht wiedereinmal nur darum, Streit zu säen.

    • „Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Menschen sich mit den Pronomen er und sie, die sie seit Kleinkindalter gewohnt sind, unwohl fühlen. Jeder hat die verinnerlicht.“

      Ziemlich unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Bei physischer und psychischer Gewalt die sich explizit auf das Geschlecht des Opfers bezieht, können die Traumata stark wirken.

      Hier sind zB Symptome die in ihrer Jugend vergewaltigte Männer oft zeigen

      Verwirrung seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität.
      Verlust von Macht, Kontrolle und Vertrauen über seinen eigenen Körper.
      Ausgeprägte Angst davor homosexuell oder schwul zu sein.
      Probleme mit Intimität und Distanz zu anderen Menschen.
      Sexuelle Probleme.
      Homophobie.
      Übermäßige Aggressivität.

      Ich frage mich auch immer, ob ich nicht nur Opfer von weißer Folter, sondern auch von einem sexuellen Übergriff wurde. Dann wäre das Puzzle nämlich vollständig.

      • Du benutzt da selbst ein maskulines Pronomen: Verwirrung seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität.

        Was empfindest du in dem Moment, in dem du es eintippst? Ist das für dich schwierig?

        • Seit ich vor der GaOP 2017 eine psychotische Episode hatte, hatte ich damals irgendwann den Satz im Kopf „Du ziehst es jetzt zu Ende durch, aber dafür musst du ein Mann sein.“ Seitdem denke ich meistens auch über mich selbst (wieder) in männlichen Pronomen. Insofern ist das kein Angriff mehr auf meine Identität, nur ein Angriff auf das Bild das ich noch nach Außen kultiviere.

      • „Opfer von weißer Folter, sondern auch von einem sexuellen Übergriff wurde“

        Meinst du nicht, dass du dich daran erinnern würdest?

        Und hältst du eine „Heilung“ deines Traumas nicht für möglich? Das wäre doch einfacher als dieses Zwitterleben zu führen.

        • Man kann Entwicklungstraumata nicht heilen. Das ist auch sexuell verankert, wie Pädophilie. Nur das es ein auf mich selbst gerichteter Hass ist, den der desintegrierte Teil der Persönlichkeit, dem ich fünf Jahre lang die Kontrolle überlassen habe, zelebriert. Mir geht es besser, wenn ich das Gefühl habe, angenommen zu werden. Und dafür wird Detransition schon helfen. Aber die Verzehnfachung meines Sex-Drives wäre ein extrem unangenehmer Nebeneffekt, der dazu beitragen könnte, dass ich es eben doch „zu Ende durchziehen muss“.

          • Weißt Du, Nina, was ich besonders bitter finde?

            Dass im eingehenden 21. Jahrhundert der Feminismus hier einen Diskurs an sich gerissen hat, der längst ad acta gelegt hätte sein können.
            Seitdem der ehemalige Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit eine versuchte Schmutzkampagne von CDU und Springer-BILD mit einem beherzten „Ich bin schwul und das ist gut so!“ ausgekontert hatte, war das Thema eigentlich vom Tisch.
            Aber die Gender-Feministinnen haben Euch (sag ich jetzt einfach mal so) als Zwangsverbündete eingemeindet und als Opfer katalogisiert.
            Ich als katalogisierter WHM bin seitdem wieder verunsichert, wie ich mit nicht in die vorgeblich meinige Welt passende Menschen umgehen soll.
            Am besten die Straßenseite wechseln, wenn mir so einer entgegenkommt, dann gibt es keinen Konflikt
            (den es früher auch nicht gab).

          • Naja, ich bin sehr konfliktscheu und bin es gewohnt, immer einzustecken. Schon im Kindergarten dieser doofe Spruch von meinen desinteressierten Eltern: „Du musst dich wehren“ wenn sie die Nachricht bekamen, dass ich im Kindergarten geschlagen wurde. Später wurde ich zuhause ständig unterdrückt, was sich meiner Meinung nach auch in der Verzögerung des Pubertätsbeginns bis ins 17. Lebensjahr geäußert hat.Nach einer 3 in einem Geschichtstest bin ich einmal hyperventilierend zusammengebrochen, weil ich Schläge erwartet habe. Beim Fußball wurde ich natürlich zuletzt gewählt, weil ich der kleinste und schwächste Junge war. In dieser schwierigen Adoleszenz habe ich ein Mädchen kennengelernt, dass Jeder gern hatte. Und fortan hatte ich den Wunsch ein Mädchen zu sein. Habe dafür hundert Mal unter Tränen gebetet. Und dabei bin ich seit jeher Atheist / Nihilist.

            Als ich dann endlich in die Pubertät kam ging das einher mit der Entwicklung einer schweren Angststörung, dies habe ich überwunden, indem ich ein „Lehrbuchmann“ wurde, das heißt, ich habe mich selbst zum Pick up Artist ausgebildet und war damit auch erfolgreich. Zeitgleich habe ich massenhaft Drogen konsumiert. Dies endete, als ich mich nach 2 Monaten Beziehung das erste Mal verliebte. Leider war sie selbst grunddevot und orientierte sich an weiblich-sterotypen Verhalten und erwartete von mir, das Gegenstück zu sein. Das konnte ich natürlich nicht leisten während ich „Ich selbst“ war. Die Ablehnung meiner eigenen Männlichkeit, die sich zuvor nur noch auf meine Genitalien beschränkt hatte, eskalierte erneut und ich stand vor der Wahl „Suizid oder Transition“. Retrospektiv betrachtet hätte ich mich von allen Erwartungshaltungen frei machen müssen und die Beziehung beenden sollen. Dann wäre es vielleicht wieder besser geworden.

            Das ich aber konfliktaffin wäre, ist eine Zuschreibung, die mir zuerst aufgrund meiner Männlichkeit gemacht wurde. Genauso wie mir jede Woche gedroht wurde, man würde mich schlagen oder abstechen wollen. Keine Ahnung warum junge Männer sozial derart gestört sind, aber ich habe das nie provoziert.

            Jedenfalls: Ich habe auch große Angst, dass ich wieder – und diesmal vermutlich weniger gut gerüstet – zum Opfer männlicher Anfeindungen werde, wenn ich Detransition mache. Im Moment bin ich entweder fickbar oder uninteressant. Nur wenige Leute sind so borniert, dass sie mit mir keinen normalen Umgang pflegen können.

          • „Schon im Kindergarten dieser doofe Spruch von meinen desinteressierten Eltern: …“

            Ich will hier nicht meine Lebensgeschichte auskotzen, aber ich versichere Dir, dass mir seeehr viele Deiner Beschreibungen seeeehr bekannt vorkommen.
            Wirklich Frieden mit meinem Geschlecht habe ich in dem Moment genommen, als mein kleines Würmchen Mensch zum ersten Mal in meinem Arm lag. Da wusste ich, dass ich ein guter Vater sein wolle – und sein würde.
            Dass mir das dann später nicht vergönnt war, werde ich dem Robenpack nie verzeihen, aber es hat meine Vater/Männer-Rolle nicht beeinflusst.
            Früher hatte ich auch gedacht, nur Frauen seien die wahren Menschen, Männer eigentlich nur genetischer Ausschuss.
            Heute bin ich stolz auf mein Geschlecht. Denn während Frauen schon gut sind, weil sie Frauen sind, sind wir Männer es durch ehrliche Leistung. Das befähigt mich entsprechend, auch Frauen durch Leistung zu schätzen, nicht nur durch Titten.

            Ne schwierige Zeit, Mann zu sein.

          • „Ne schwierige Zeit, Mann zu sein.“
            Im Gegenteil, es ist die beste Zeit ein Mann zu sein. Ich glaube an keinem Punkt der Geschichte war es geiler ein Mann zu sein. Mit Mann meine ich aber natürlich nicht diese in Selbstschuld ertrinkenden Feministen sondern ein Mann der gut darin ist ein Mann zu sein. Sex ohne Ende, Selbstverwirklichung ohne Ende und alles was einem sonst Spaß macht, nur einen Griff entfernt. Man(n) darf natürlich nicht den Fehler machen zu glauben, dass du damit jedem Gefallen wirst – das tust du nämlich nicht aber das war früher auch nie anders.
            Ich genieße es mit jeder Faser ein Mann zu sein und würde dieses Gefühl nie in einer Millionen Jahre aufgeben. Dieses Gefühl den Weibern trotz ihrer Förderung durch die weißen Ritter überlegen zu sein, der tägliche Wohlgenuss meine Muskeln zu spüren, die Anbiederung von Frauen – all das ist einfach nur geil.
            Ich musste natürlich erst einmal die Red-Pill-Rage überwinden, meinen Hass auf Frauen und die Gesellschaft verdauen und zu mir selbst finden. Das hat lange Jahre gedauert aber ich sage euch allen, dass es das wert ist.
            Wer glaubt, dass es zu irgendeiner Zeit besser war ein Mann zu sein hat nicht ins Geschichtsbuch geguckt. Mag sein, dass es irgendwelchen Reichen, Adligen oder anderen privilegierten Individuen vor 1000 Jahren besser ging aber dem Durchschnittsmann ging es nie besser als heute.
            Hört auf zu jammern und genießt euer Leben.

          • Definitv. Ich wundere mich nicht über die Vielzahl gescheiterter männlicher Existenzen in einer Welt, in der ein Mann nur so viel zählt wie das, was er darstellt. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass unattraktive Frauen auch kein besseres Leben haben. Frauen haben halt mehr „Lotto“ und Männer haben Glück je weniger Emotionen sie haben.

          • Siehst du, da ist schon wieder das nächste Trauma. Mein Vater ließ mich mit 8 das Lexikon holen und sagte mir, ich solle Egoist nachschlagen. Genau das sei ich. Danach habe ich ihn nie mehr um Hilfe gebeten und habe mich stets bemüht, mindestens fair zu Anderen zu sein.

          • Er selbst ließ meine Mutter übrigens im 9. Monat den Rasen mähen als er wegen einer erfundenen Burnout-Story auf der Terrasse saß und ihr zusah.

          • Ich war sein Opfer – und schon alleine phänotypisch wäre ich ihm ähnlich gewesen. Ich konnte nicht ertragen, so ein ekliger Mensch zu werden, egoistisch, brutal, mit Rückenhaaren … Ich hatte aber auch keine wesentlich positiveren Beispiele. Der alkoholkranke Nachbar (Gas-Wasser-Scheiße), mein Opa der bei Essen das ganze Esszimmer verdreckt hat und meine Oma ständig beleidigt hat. Mein fetter dekadenter Millionärsonkel. Die wenigen Lehrer waren bis auf 2 Ausnahmen auch nicht unbedingt vorbildtauglich. Mit 14 war mein Vorbild allerdings schon Avril Lavigne, da war dann nicht mehr viel Raum für solche Positivbeispiele wie Precht oder Lesch oder Uthoff.

          • Ich hatte in der weiteren Familie 2 Männer, denen ich bei den Problemen mit ihrer Männlichkeit (und dadurch natürlich ihren Frauen) sehr dabei helfen konnte, indem ich ihnen ihre schrecklichen Väter verständlich gemacht habe. Der eine hatte z.B. als kleiner Junge mitangesehen, wie sein Vater seine Mutter an den Haaren ins Schlafzimmer geschleift hat, nachdem diese eine sexuelle Avance mit „nicht vor den Kindern!“ zurückgewiesen hatte. Es hat beiden sehr geholfen zu verstehen, dass die vermeintlich „schrecklichen Väter“ mit ihrer Schrecklichkeit nur ihre Lösungen für die Probleme gefunden hatten, vor die sie ihre Frauen oder „die Frauen“ gestellt haben. Probleme, die meine beiden Männer gut kannten.

            Man muss ja nicht die Methoden der Väter 1:1 übernehmen. Aber zu verstehen, was die Väter da gemacht haben, hilft oft schon sehr weiter.

          • Welches Problem haben die Männer denn dadurch gelöst, wenn sie ihre Ehefrau vor den Kindern an den Haaren ins Schlafzimmer ziehen um sie zu vergewaltigen? Das Problem ihrer platzenden Eier?

          • Keine Ahnung, ich bin nicht bereit, die Taten meines Vaters zu relativieren. Er hat nicht nur meine Mutter verletzt, sondern insbesondere mich. Mit ständigem Psychoterror, strengsten Regeln, Gewalt und Lieblosigkeit. Wenn mein Leben dann nicht auch gelaufen wäre, würde ich ihn umbringen.

          • Sagen wir, er hat dem Problem vorgebeugt, vor dem der Sohn dann stand: eine nach dem ersten Kind sexlose Ehe. Und die dem Sohn fehlende Aggressivität und Durchsetzungsfähigkeit im Job hatte der Vater auch nicht.

          • Dein Vater ist mit seinen Methoden bei Dir wohl gescheitert, da gibt es nichts zu beschönigen. Aber für Dich wäre es wahrscheinlich gut zu verstehen, was Dein Vater da offenbar versucht hat.

          • Mein Vater hat gar Nichts versucht, er hat eine Frau geschwängert die trotz Pille schwanger geworden ist und hat sie dann aus gesellschaftlicher Konvention und steuerlichen Gründen geheiratet, direkt noch ne kleine Schwester nachgeschoben, hat aber keinerlei Fähigkeit zur Empathie. Die Zeit die er zuhause verbringen musste, denn auch 3Stunden nach einer Geburt war er wieder auf der Arbeit, musste das Haus immer perfekt aufgeräumt sein, weswegen meine Mutter zweimal täglich geputzt hat. Das hat aber meistens nicht gereicht. Um 20.15 Uhr hatten die Kinder im Bett zu sein, damit er Fernsehen gucken kann. Der 3 Minuten Quickie alle 1-2 Tage war circa 14 Jahre lang gegeben, danach hat er sich auf die Seite gedreht. Wenn er mal nicht ran durfte, hat er sich im Bett einen Riesen Dildo in den Arsch geschoben. Wenn die Kinder nicht Alles aufessen wollten, wurden wir an den Ohren ins Bett gezogen. Stundenlang wurden wir an vielen Tagen ohne was zu Trinken ins Zimmer eingesperrt, wo wir dann geschlagen wurden, weil der kleinere Bruder immer so getan hat als hätten wir ihm weh getan wenn wir nicht getan haben was er wollte. Trotzdem hat er nach mir und meiner Schwester noch 4 Kinder nachgeschoben, wurde aber immer nur bösartiger. Diesem Menschen werde ich NIEMALS etwas vergeben. Er hat NICHT VERSUCHT etwas Gutes für mich zu tun, er hat NUR VERSUCHT DAS HAPPY FAMILY BILD nach Außen zu erhalten. Er ist ein Monster. Und wenn man als Mann seine Frau vergewaltigen und seine Kinder schlagen muss, dann lass ich mich lieber kastrieren oder bring mich um. Ich bin kein Verbrecher!

          • Jetzt sind wir immerhin direkt am Kern Deines Problems. Das ging schnell.

            Willst Du Dir jetzt wirklich den Schwanz abschneiden lassen anstatt darüber lieber nochmal nachzudenken? Du warst da doch schon weiter und hattest eingesehen, dass das auch keine Lösung ist?

          • Selbstverständlich ist das keine gute Lösung. Ich könnte auch ein Mann werden, nach 2 Jahren Fitti hab ich trotz 50 % Hodenfunktion genug Power um den alten Mann dann mit einer Hand zu erwürgen. Meine Schwester, mein Bruder und meine Mutter würden mich dafür feiern. Seine 88 jährige Mutter hingegen glaubt immer noch, ihr Walterchen wäre ein Engelchen und wird plötzlich ganz laut wenn man was Anderes sagen will! Und er ist wirklich der einzige Mensch dem ich alle Qualen der Welt wünsche.

            Natürlich ist die einzige „logische“ Option, dass ich ein Mann werde, hoffentlich ganz gut aussehe, ich denke ich werde so aussehn wie eine kaputtere Version meines 16-jährigen präpubertären Ichs, vllt mit trainiertem Torso. Schlucke trotzdem Finasterid, weil nach dem 30.8. habe ich 2 Stirn OPs gehabt haben werde und ich will weder ein Glatzkopf werden, noch die Narben auf der Stirn offenbaren. Wäre vllt. eine ganz gute Option wenn ich dann nicht mehr einsam bin und mein Sex Drive einigermaßen unter Kontrolle bleibt.

            Oder ich mache noch 4-6 OPs, bin dann gesundheitlich zerstört und wirke wie eine Frau, hab die besten Jahre aber schon hinter mir. Natürlich die schlechtere Option.

            Oder ich mache nur noch so viel wie absolut nötig, lasse mich kastrieren, wodurch ich fett werde und dann auch weiblicher wirke (wiege aktuell 79 Kilo und habe wieder verhältnissmäßig starke Muskulatur weil ich 15 Monate kein Cyproteronacetat genommen hatte, also Figur nur schwach ausgeprägt verglichen zB mit 2015), behalte aber den Penis und suche mir ne Lesbe mit Schwanzfaible (gibt es definitiv). Auch eine komische Option.

            Aktuell präferiere ich Detransition, weil ich für meine Verhältnisse wieder sehr burschkios wirke. Aber auch davor habe ich massive Angst, dass es nicht wieder vernünftig wird, auch wenn die Angst schwächer ausgeprägt ist als bei den anderen Optionen. Ich würde ja sagen, ich werde ein Mann, aber bleibe so wie ich bin. Aber sobald das Testo in mich schießt, werde ich wieder notgeil mit meiner beschissenen antimännlichen Sexualität und ein schlechterer Mensch, weil zB die Empathie, insbesondere die Fähigkeit zum Zuhören, rasch abnimmt (März 2017 experimentell bewiesen unter 4 Wochen Hormonentzug mit ca halben männlichem Testowert) und kriege vermutlich wieder furchtbare Eiterbeulen im Gesicht und am Körper die tiefe Narben hinterlassen (Akne inversa).

            Hört sich Alles irgendwie nicht Knülle an. Ich weiß, die einzige Lösung kann Detransition sein. Aber ich weiß, dass deswegen Nichts wirklich besser wird. Ich werde mich nur besser fühlen, weil die Leute mich nicht mehr als niedliche Schwuchtel sondern als viel zu weichen Mann wahrnehmen und ich deswegen die Chance habe eine Beziehung mit Jemandem einzugehen, der keine 20+ Jahre älter ist als ich, was wirklich das Einzige ist was mich jemals irgendwie glücklich gemacht hat. Abgesehen von Drogen natürlich, die ich alternativ vermutlich wieder exzessiv konsumieren werde, wenn mein aktuell verweichlichter Körper mir nicht mehr so ein scheußliches Feedback auf Drogenkonsum gibt.

          • „Und er ist wirklich der einzige Mensch dem ich alle Qualen der Welt wünsche.“

            Kann ich sehr gut nachvollziehen.
            Aber – wäre er das wert?

            Ich habe vieles verstanden, als ich mir die Vita meines Vaters ansah. Vielleicht solltest Du Dir auch mal die Mühe machen, die Deines Vaters zu durchstöbern.
            Es soll sein Verhalten nicht relativieren und schon gar nicht entschuldigen, aber mir wurde bei meiner Recherche zumindest klar, WARUM mein Vater so war.
            Und ich konnte auch mental damit abschließen, dass seine Mischung aus Verachtung und Hass auf seine Söhne nichts mit ihnen, sondern mit seiner eigenen Lebensgeschichte zu tun hatte.
            Erst von da an – und selbst als Vater – konnte ich nach vorne sehen und brauchte nicht mehr um seine und um meine eigene Anerkennung zu kämpfen (er war da schon längst tot).

            Dieser Abnabelungsprozess ist wichtig, damit man nicht ein Familientrauma über Generationen weitervererbt.

          • Er hat mein Leben ruiniert, meine Schwester gibt das Trauma schon an ihre Tochter weiter, sie quält allerdings auch ihre Tiere. Hat ihre Hündin abgegeben, weil sie 8 Jahre wurde und „dann ja langsam teuer wird“ und hat sich stattdessen einen Neuen gekauft. Gleiches Trauma, andere Ausprägung. Narzissmus statt Borderline.

    • „Man will angeblich Gewohnheiten hinterfragen, aber es geht wieder einmal nur darum, Streit zu säen.“

      Sehe ich auch so.

    • Laß das bloss nicht feministische Linuguisten hören, dass die „Höflichkeitsanrede“ („Sie“, großgeschrieben) verdächtig nach weiblichem Genus ausschaut. Ich finde das total sexistisch ggü. Männern. Höflichkeitsanreden sollten sich künftig – mit Blick auf Wiedergutmachung langwieriger historischer Ungerechtigkeiten ggü. dem männlichen Geschlecht – endlich am männlichen Genus orientieren!!!11! Endlich weiß ich, warum ich mich in gegebenen Sitiationen nie so richtig angesprochen gefühlt habe.

  6. Habt ihr schon einmal im realen Leben Leute getroffen, die auf andere Pronomen als „er“ und „sie“ bestanden haben oder diese gerne wollten? Mir kommt es irgendwie vor als wäre das ein unglaublich kleiner Kreis, der gesellschaftlich keinerlei Relevanz hat.

    Kommt mir auch so vor, ich kenne nichtmal jemanden mit Geschlechtsidentitätsstörung, bis auf eine Frau, die sich in einen Mann hat umoperieren lassen. Zu der habe ich aber keinen Kontakt mehr und ich schätze, die will jetzt einfach ein „er“ sein.

  7. Ich habe mal jemandem mit falschen Pronomen angesprochen. Das war nicnt lustig. Seitdem bewege ich mich äußerst ungern unter Transmenschen, weil es mir vorkommt wie ein Minenfeld.

    • Ich schätze das geht vielen so, die potentiell in Kontakt zu Transen kommen (ich schätze als Schwuler triffst du da eher mehr). Umso mehr Blödsinn die einfordern, umso eher will niemand mehr etwas mit denen zu tun haben. Es ist einfach zu anstrengend. Im Prinzip wurde mit diesem Unsinn dann das Gegenteil erreicht. Statt besonderen Respekt und Wertschätzung simples Vermeidungsverhalten.

      • Genau so ist es. Ist auch bei irgendwelchen Quoten so. Ich hab immer den Eindruck, Menschen die so etwas einfordern verstehen die menschliche Psychologie nicht. Die haben offenbar noch nie wirklich Kontakt zu echten Menschen gehabt.

  8. Mich würde mal grundsätzlich interessieren, von was für Situationen hier die Rede ist.

    Man spricht in unserer gegenwärtigen Kultur Leute nicht in der dritten Person an. „du“ ist geschlechtsneutral.

    Es kann also nur um solche Situationen gehen: Man ist in einer Gruppe und erwähnt einen der Anwesenden (spricht ihn aber nicht direkt an).

    Sehe ich das richtig?

  9. Habt ihr schon einmal im realen Leben Leute getroffen, die auf andere Pronomen als „er“ und „sie“ bestanden haben oder diese gerne wollten?

    Nö.

  10. Habt ihr schon einmal im realen Leben Leute getroffen, die auf andere Pronomen als „er“ und „sie“ bestanden haben oder diese gerne wollten?

    Also Leute, die sagen: „Bitte sage ecs statt er/sie, wenn du mit anderen über mich redest, und wenn ich über meine Informanten rauskriege, dass du das anders gemacht hast, bin ich stinksauer“

    (Zitat Lann Hornscheidt: Momentan benutze ich die Endung –ecs und das Pronomen ecs als Bezugnahme 3. Person Singular. Ecs steht für Exit Gender, das Verlassen von Zweigeschlechtlichkeit. Diese Formen haben Lio Oppenländer und ich zusammen uns ausgedacht. Ein Beispielsatz: „Lann liebt es mit anderen zu diskutieren. Ecs lädt häufig dazu ein, einen Roman zu besprechen. Lann ist Lesecs von vielen Romanen.“)

    • Was macht die gute Lann jetzt eigentlich? Seit sie aus der HU raus ist, hat man nichts mehr von ihr gehört, ist sie endlich in Behandlung?

          • „Ihre Homepage funktioniert auch nicht mehr…“

            Bist Du sicher „Ihre“?
            Ich bin ja immer noch überzeugt, es mit einem 150%igen männlichen Alli zu tun zu haben.

          • @ Carnofis:
            „Bist Du sicher „Ihre“?
            Ich bin ja immer noch überzeugt, es mit einem 150%igen männlichen Alli zu tun zu haben.“

            Ich glaube, da verwechselst Du jetzt Antje und Mantje … 😉 .
            Die sieht zwar aus wie ein Nußknacker, aber ihr Gezicke ( bspw. im TAZ-Interview ) ist eindeutig zickig, nicht bockig.
            Ihr Problem: Lehnt ihr ohnehin kaum ausgebildestes Bißchen Restweiblichkeit radikal ab, hasst aber Männer. Hat sich also konsequent von jeglicher Normalität isoliert. Fordert deshalb eine eigene, natürlich gratis, oder noch besser plus geschenktem Reichtum.
            Von ihrer Machtgeilheit ( „Jeder hat mich mindestens so zu vergöttern, wie es mir gerade gefällt“ ) mal ganz zu schweigen.

        • Man hat wohl spitzgekriegt, dass ecs nichts getan hat. So viel Untätigkeit, dass es der Humboldt Uni auffällt, ist eigentlich schon eine Leistung für sich.

  11. Es geht bei sowas nie um eine tatsächliche Umsetzung. Niemand kann so reden, das erfordert zu viel Konzentration und Übung (Es ist ja manchmal schon schwierig, sich ans Du zu gewöhnen, wenn man eine lange Zeit Sie gesagt hat.) Es geht nur darum, andern Vorhaltungen zu machen. Das ist beim Gendern dasselbe. Die politisch korrekten Formen werden nur hier und da eingestreut, wenn man sich gerade im passenden Umfeld bewegt.

  12. Ich würde folgendes vorschlagen:
    Man vergisst einfach Geschlecht und Gender, behält aber die bisherigen Pronomen bei. Man muss nur die Bedeutung ändern. Das grammatische Maskulininum bedeutet jetzt nicht mehr männlich, sondern privilegiert. Das Femininum steht für: unterdrückt.

    Genderqueere nehmen einfach das Femininum.

  13. Richtig. Es geht in erster Linie um Unterwerfung, angefangen vom Gendersternchen und „Liebe Mitglieder und Mitgliederinnen“ bis zu Pronomen. Eine bewährte Kulturtechnik, bekannt aus der Inquisition, der Gestapo, Stasi und chinesischen Sozialpunkten. Gendermainstreaming ist eine totalitäre Ideologie.

  14. Ich darf in diesem Zusammenhang mal zitieren: ‚Politisch korrekt sprechen heißt, seine Tugend ausstellen. Das ist sehr bürgerlich und im schlechtesten Sinn konservativ! Es ist etwas vollständig anderes, als der gute alte Anstand. Der nämlich schont rücksichtsvoll sein Gegenüber, während sich politische Korrektheit darüber erhebt.‘
    Beschämung auslösen zu wollen und sich moralisch überlegen gerieren, das ist das Ziel der genderistischen Sprachmanipulierer und nichts anderes. Dazu hat übrigens vor kurzem auf achgut Bernhard Lassahn treffend festgestellt: ’nichts und niemand sollte sich in den Regeln der deutschen Sprache bemerkbar machen‘ und er stellt fest dass es doch auffällig ist, dass eine kleine Gruppe von Sprachmanipulierern zwar die „gendergerechte Sprache“ fordert, aber noch nie auf die Idee gekommen ist eine gerechte Sprache zu fordern, was genauso absurd wäre.

  15. Es gab vor kurzem eine ziemlich schwachsinnige Quarks&Co.-Folge:

    Junge oder Mädchen? Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt (10.04.2018)

    Laut Umfrage (bei 39min) wollen 44% des Quarks&Co.-Publikums die Einführung eines neutralen Pronomens.

    Die Sendung ist insgesamt reine Verdummung.

    Bei 41min wird eine Intersexuelle gefragt: Kannst du mit beiden Geschlechtsorganen Orgasmen haben? Sie antwortet, dass sie das könne, und zwar sogar mit beiden geschlechtsorganen zugleich. Am Anfang der Sendung hatte sie allerdings berichtet, dass ihr in der Kindheit der Penis amputiert wurde.

    Alles unglaublicher Müll. Die machen da ein „Experiment“ in zwei Runden (etwa ab 10min). Zunächst werden ein paar Leuten zum Spielen mit Babys animiert – auf mich wirken die Leute wie professionelle Schauspieler, auch die Kameraführung, Beleuchtung und Schnitte sehen aus wie nach Drehbuch gefilmt. Es kommt dann die alte Geschichte, dass man mit (vermeintlichen) Jungen eher zu Autos greift, bei Mädchen eher zu Puppen.

    Es wird allerdings recht verzerrt dargestellt, man tut so als ließen sich die Leute von der Kleidung der Babys leiten („So wird dank rosa Kleidung aus Benedilt Bibi, und das Holzfällerhemd macht Veronika zu Niklas“), in wirklichkait wurden die Babys mit Namen als Junge und Mädchen vorgestellt. Null Erkenntnisgewinn, dümmlicher Kommentar: „das machen die meisten Erwachsenen so, dass sie sich ein bisschen von Äußerlichkeiten lenken lassen.“

    Abgesehen davon, dass das ganze nach Drehbuch aussieht, ist es auch kein Wunder, dass auch normale Leute sich so verhalten würden. Denn wenn man einem Krabbelbaby ein Holzfällerhemd anzieht, entsteht natürlich ein gewisser Druck: Bitte behandle meinen Jungen wie einen Kerl.

    Man hätte neutrale Kleidung wählen und nur das Geschlecht verraten müssen.

    In der zweiten Runden – diesmal offensichtlich mit unvoreingenommen Leuten, es wirkt nicht geschauspielert und nicht wie nach Drehbuch gefilmt – wird kein Geschlecht verraten und neutrale Kleidung gewählt. Angeblich entscheiden sich auch hier die erwachsenen Versuchspersonen für ein Geschlecht. Man kann sich aber keinen Eindruck machen, da entsprechende Ausschnitte nicht gezeigt werden. Es wird nicht einmal verraten, ob die Leute richtig entscheiden! Es wäre ja durchaus möglich, dass die Kinder selbst geschlechtsspezifisches Verhalten zeigen und die Erwachsenen es richtig erraten.

    Dann die Frage der Versuchsleiterin: „Wie kommst du eigentlich darauf, dass ein Er ist“ – grammatisch falsch formuliert, das Subjekt wurde entweder weggelassen oder nachträglich herausgeschnitten. Es müsste ja heißen: „… dass er ein Er ist“ oder „… dass sie ein Er ist“. Die Antwort: „Mir war so, als wenn er mir als junger Mann vorgestellt wurde“. Die Versuchsperson hatte also den Eindruck, dass die Versuchsleiter das Geschlecht auf subtile Weise verraten haben!

    Was Quarks & Co. da veranstaltet, ist einfach nur peinlich.

    Interessant für das Thema Pronemen ist aber eine Sequenz über deutschsprechende Eltern in den Niederlanden mit einem intersexuellem 13jährigen Kind. Sie haben sich gegen die Empfehlung des Arztes dafür entschieden, dass das Kind nicht operiert wird. Wahrheitswidrig wird in der Sendung behauptet, dass es keine medizinische Indikation gäbe (obwohl der Begründung des Arztes zitiert wird) – aber das nur nebenbei.

    Interessant ist, dass beide Eltern ganz stolz darauf sind, dass ihr Kind weder-noch ist, und dass sie da nicht eingreifen wollen

    Sie haben das Kind allerdings Inge genannt und benutzen das Pronomen „sie“. (Etwa 25:40) Nicht nur die Eltern sagen „sie“, auch die Stimme aus dem Off.

    Off-Stimme: „Inge ist jetzt 13. Sie hat sich verändert. Und ist doch immer noch Inge.“
    […]
    Vater: „Inge ist sich immer noch sehr sicher, dass sie Junge und Mädchen ist. […] Sie fühlt sich gut dabei.“

    Der Brüller ist, dass Inge inzwischen stark maskuline Züge angenommen hat.

    • Der höhe punkt an Peinlichkeit natürlich das hier:

      Zwiegespräch zwischen dem alten weißen Mann Darwin und der lieben Göttin – die Darwin allerdings mit generischem Maskulinum anspricht („Schau mal, Gott, diese Vielfalt“). Darwin ist ein wahrer Mansplainer, und zugleich viel wortgewandter und kreativer als die liebe Göttin, er redet sie regelrecht an die Wand und hat das letzte Wort. Soweit so gut. Aber Yogeshwar behauptet ernsthaft, dass die Natur nach Vielfalt „strebt“ und sich bei den Arten bezüglich der Vermehrung nicht festlegen würde.

      • „Aber Yogeshwar behauptet ernsthaft, dass die Natur nach Vielfalt „strebt“ und sich bei den Arten bezüglich der Vermehrung nicht festlegen würde.“

        Ich hatte die Folge auch gesehen – und war schwer enttäuscht. Ich schätze Ranga Yogeshwar sehr, aber mit diesem hochaufgeladenen Thema voller ideologischer Minen hat der Physiker Yogeshwar sich keinen Gefallen getan.
        Ich hoffe wirklich, dass das ein Ausrutscher war und bleibt.
        Nicht, dass ich ihm da nicht die entsprechende Meinung gönne, die er im Beitrag vertrat, aber diese Gender-Thematik ist voller religiöser Eiferer, die jeden möglichen ernsten Kern zudecken. Als Naturwissenschaftler kann man da eigentlich immer nur an Reputation verlieren, wenn man sich auf das Eis traut.

      • Muss die Natur auch, eigentlich die Art, denn für Evolution ist Varianz zwingend notwendig.

        Wenn wir oder unsere Körper heute noch denken, wir müssten uns wie Amöben vermehren, wäre das nicht hilfreich. Irgendwie muss durch Schwankung und Auswahl das sich langsam mit der Veränderung angepasst haben.

  16. Um auf die eigentliche Frage zu antworten:

    Auf eine(n) Transgender, der/die auf eigens für diesen Fall ausgelegte (neue) Pronomen bestand, bin ich nie getroffen. Kennengelernt habe ich eine Transgender-Frau (biologisch männlich), die darauf bestand, mit weiblichem Genus angesprochen zu werden. Da sie mit Hilfe von Kleidung und Frisur (also durch ihr Erscheinungsbild) daran erinnerte, war die „Umgewöhnung“ nicht größer, als bei jedem anderen Menschen, den man neu kennenlernt.

    • „Da sie mit Hilfe von Kleidung und Frisur (also durch ihr Erscheinungsbild) daran erinnerte, war die „Umgewöhnung“ nicht größer, als bei jedem anderen Menschen, den man neu kennenlernt.“

      In Berlin traf ich mal auf eine Transe(?), mit kurzem Röckchen, Stöckelschuhen – und Dreitagebart.
      Sprech ich den/die jetzt als Frau oder als Mann an?

      • Der Dreitagebart lässt durchaus den Schluss zu, dass die Identifikation mit dem männlichen Geschlecht vorhanden ist und es sich um einen Transvestiten handelt. Genauso lässt übertrieben dekadentes Auftreten auf eine Drag Queen schließen. Es ist natürlich auf den ersten Blick nicht immer genau zu sagen, um was es sich handelt, aber im Endeffekt ist die Unterscheidung von Transsexuellen und Transvestiten eine einfache Sache.

  17. Es kann wie gesagt nicht darum gehen, Anredepronomen zu ändern, stattdessen muss man – wie beim Gendersprech – viel weitergehende Eingriffe in die Sprache vornehmen.

    Angenommen Kim möchte nicht in das binäre Geschlechtsschema eingeordnet werden. Dann reicht es nicht, wenn es ein Pronomen „ersie“ gibt. Man muss auch neue Artikel und neue Flexionsendungen erfinden: Ersie war KlassenbesteR. Kim, MeinE GuteR, du warst derdie schnellste. (Wie man sieht, kann das Anredepronomen du erhalten bleiben)

  18. „Dann reicht es nicht, wenn es ein Pronomen „ersie“ gibt.“

    Oder wir drehen das Rad der Linguistik wieder zurück in die Zeit, als es noch keine Geschlechterdifferenzierung gab.

    In ihrer bildungsaversen Dümmlichkeit beklagen die Gendas ja, dass die Sprache Frauen unsichtbar mache.
    Tatsächlich ist sprachgeschichtlich genau das Gegenteil passiert. Durch Einführung einer weiblichen Form wurden Frauen linguistisch besonders HERVORGEHOBEN, während Männer weiter im Sumpf anonymer Funktionsträger blieben – und bleiben.

    Streichen wir also alle weiblichen Formen. Dann ist der Bauer wieder nur noch ein Funktionsträger, über dessen geschlechtliche Ausrichtung uns das Wort nichts verrät.
    Damit könnte man dann auch alle anderen 67 Geschlechter einbinden 😀

    • Da können sich die Genderasten aber nicht drauf einlassen, denn dann gäbe es wieder Formulierungsmöglichkeiten im Normalbereich, die sie für inakzeptabel halten. Bspw.: „Frau Knecht weiß was Bauern wünschen“ … oder so …

      • „Da können sich die Genderasten aber nicht drauf einlassen, …“

        Die würden sich eh auf Nix einlassen, deren Lebenssinn heißt Krawall. Deshalb würde ich auf sie keinen Gedanken verschwenden.

        Aber so könnte man die ganzen geistigen Verrenkungen in den Wörterbüchern und Lexika vermeiden. 😉

  19. Ich kenne eine – und wenn man ihrem (bzw. seinem – je nach Tagesverfassung) Wunsch nicht entspricht, bekommt man auch schon mal ne Bierflasche an den Kopf geworfen.
    Deshalb vielleicht korrekterweise: ich kannte eine. Auf so einen Schwachsinn habe ich keinen Bock – zumal ich da ja mindestens täglich nachfragen müsste, was denn nun korrekt ist…

    Möglicherweise mag dies aber generationenabhängig sein: googlet mal nach Jobangebote für Werkstudenten (auf den einschlägigen Plattformen) – da findet man neben dem bereits üblichen „m/w“ mittlerweile auch „m/w/divers“ oder „m/w/x“ oder „m/w/d“

    Dies ist mir allerdings nur (!) bei Werkstudenten und Praktikanten aufgefallen. Könnte also auch gut sein, daß dies etwas altersabhängig ist und bei Studenten verstärkt auftritt..

    (Unwillkürlich stellte sich mir die Frage, wann die Kürzel für das Geschlecht länger sind, als die Berufsbezeichnung….?)

  20. Ich war vor längerer Zeit — eher zum Spaß — mit der Antifa unterwegs; u.a. besuchte ich mit ihnen auch eine der Frauenkampftagsdemonstrationen. Dort traf ich einen jungen Mann, der im rosa Kleid ankam, an den Füßen hatte er Pumps (allerdings mit eher kurzen Absätzen). Ich dachte: „Klar, eine transsexuelle Person. Ich sollte darauf achten, ’sie‘ zu sagen.“

    Der gute Mensch nannte sich allerdings Markus und wurde von allen „ge-ert“. Das feminine Outfit diente als politisches Statement. Er wollte eben zeigen, das „geschlechtliche Normen“ irgendwie voll doof und unmodern und uncool sind. Das mag teilweise zutreffen, nur fand ich Markus‘ Methode, es zum Ausdruck zu bringen, optisch nicht wirklich überzeugend.

    Gut, das war ein etwas anderer Fall als der von der Fragestellung geforderte. Markus schien keine Probleme damit zu haben, als Mann angesprochen zu werden, er äußerte sein Missfallen an der Zweigeschlechtlichkeit stattdessen auf modischem Weg.

    Was ferner auffiel, war, dass Markus ständig recht übellaunig wirkte. Das hat er mit den meisten Social Justice Warriors, die ich kenne, gemein. Ständig sind diese Leute missmutig. Das spricht nicht für sie.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.