Wie sich ein männlicher Feminist einen Girls Day vorstellt

Robert Franken stellt sich ein Horrorszenario vor: Eine Tochter macht in der Firma ihres Vaters im Rahmen eines Girls Days ein Praktikum und berichtet ihm dann wie fürchterlich es war:

Auf einer Fahrt, bei der sie alleine mit ihrer Tochter auf dem Weg zu einem Hockeyturnier im Auto sitzen, fragen sie nach dem Referat. Ihre Tochter meint nur „Ach, das ist nicht so wichtig. Aber in deine Firma setze ich keinen Fuß mehr.“

Es muss ihr schlimmes widerfahren sein. Lesen wir mal

Jetzt sind sie doch neugierig geworden. Was denn passiert sei, fragen sie. „Ihr seid ein einziger Verein von Macho-Arschlöchern, das ist passiert.“, platzt es aus Ihrer Tochter heraus. Sie wissen nicht genau, ob sie wütend oder verletzt sein sollen. Aber nun ist ihre Tochter ohnehin nicht mehr zu bremsen. „Ihr sitzt da fett auf euren Sesseln und lasst die Frauen für euch schuften. In Besprechungen reden nur die Männer. Außerdem werden andauernd blöde Witze auf Kosten der Frauen gerissen. Mich kotzt das alles an.“ Sie können nur stumm zuhören. Aber sie nehmen sich fest vor den Kollegen Bereichsleiter zur Rede zu stellen. Was hat der bitteschön mit ihrer Tochter gemacht?!

Ja, was für ein typisches Szenario. Ich kann mir vorstellen, dass Franken sich das so vorstellt. In seiner Vorstellung kann der böse Patriarchat eben nicht anders, er unterbricht Frauen und macht anzügliche Sprüche, während er fett auf Sesseln sitzt und eigentlich nichts tut, außer Frauen zu unterdrücken. Ich sehe vor meinen geistigen Auge fette weiße Männer mit Anzügen und Zigarren, die einen Spruch nach dem anderen machen, während die arme Tochter immer tiefer in den Sitz rutscht.

Der Vater konfrontiert dann noch den Abteilungsleiter, nicht ohne selbst noch einen dummen Spruch gemacht zu haben. Er sieht es aber immer noch nicht ein und spricht dann die Tochter wieder an:

Einige Tage nach diesem Austausch sprechen sie ihre Tochter direkt an. „Was war da am Girls’ Day, hat es dir nicht gefallen bei uns?“. Als hätte sie nur darauf gewartet, sprudelt es aus ihr heraus. „Ihr fragt euch, warum bei euch keine Frau in den Vorstand will? Weil sie nicht doof sind, die Frauen! Die sehen doch, wie ihr euren Job macht, und was ihr dafür an Opfern bringen müsst. Sieh’ dich an: Du bist so gut wie nie zu Hause, und wenn, dann sprichst du meist über deine Firma. Ein Glas Wein vor dem Fernseher und ab und zu Fahrdienst zu einer Sportveranstaltung von uns – das ist dein tolle Privatleben. Wer will denn so etwas? Niemand, den ich kenne. Und ich schon gar nicht.“

Auch mal wieder hervorragend:

Oben heißt es:

„Ihr sitzt da fett auf euren Sesseln und lasst die Frauen für euch schuften.

Und im gleichen Text dann schon in der nächsten Aussage der pfiffigen und feministisch geschulten Tochter:

Ihr fragt euch, warum bei euch keine Frau in den Vorstand will? Weil sie nicht doof sind, die Frauen! Die sehen doch, wie ihr euren Job macht, und was ihr dafür an Opfern bringen müsst. Sieh’ dich an: Du bist so gut wie nie zu Hause, und wenn, dann sprichst du meist über deine Firma.

In. Dem. Gleichen. Text.

Das kann man wahrscheinlich nur als männlicher Feminist: Männern sowohl vorwerfen, dass man die Frauen alle Arbeit machen lässt und ihnen vorwerfen, dass Frauen die Arbeit nicht machen wollen, weil sie zu sehr in das Privatleben einschneidet.

Franken dann weiter:

Ihre Arbeitsbelastung ist in letzter Zeit tatsächlich noch einmal stark angestiegen. Sie haben immer mehr mit Führungsaufgaben zu tun, zumal sich die Rahmenbedingungen permanent verändern. Das fordert: Zeit und Energie. Und manchmal fragen sie sich insgeheim, wie lange das noch durchzuhalten ist. Dann versuchen sie sich mit dem Blick auf all das, was sie erreicht haben, zu trösten. Wer sich einen Lebensstandard erarbeitet hat, wie sie das getan haben, der muss eben auch gelegentliche Opfer bringen. Ihre Familie hat sich daran gewöhnt. Glauben sie. Hoffen sie.

Aber wenn sie es sich recht überlegen: Ihre eigenen Prioritäten fühlen sich schon ganz lange nicht mehr so richtig passend an. Hinzu kommt, dass sie sich immer öfter kraftlos und irgendwie leer fühlen. Wann hat das eigentlich angefangen? Ist das eine Art Midlife-Crisis oder steckt mehr dahinter?

Das sexistische Schwein arbeitet hart und lässt alle Arbeit von Frauen machen!!1 Er arbeitet für seine Familie, da ist es nur gerecht, dass seine Tochter alle als Machoarschlöcher bezeichnet. Wie kann er seine Familie nur so vernachlässigen, indem er Frauen alle Arbeit machen lässt und sich damit vollkommen überarbeitet. Und dann redet er auch noch die ganze Zeit und lässt Frauen nicht zu Wort kommen.

Franken reflektiert:

Wie kommen wir da heraus?

Vermutlich, indem wir uns von einigen Dogmen verabschieden. Von der Vorstellung etwa, dass eine Führungsposition nur auf eine bestimmte Art und Weise und mit hohem zeitlichen Aufwand auszufüllen ist. Von der Annahme, dass Durchsetzungsfähigkeit in der extrovertiert-männlichen Ausprägung die Grundvoraussetzung für Führungskarrieren ist. Von der Idee, dass Kinder Sollbruchstellen in der eigenen Karrierebiografie sind. Und von vielem anderen mehr.

Am Anfang steht dabei das Reflektieren, das Sich-Einlassen, schließlich das Neu-Denken. Gedankenexperimente können ein erster Schritt sein.

Es ist auch interessant, dass er in den Selbstreflexionen gar nicht darauf eingeht, dass man da unnötige Zeit verbringt. Im Gegenteil, er führt an, dass man dort viel Arbeit hat und sie machen muss. Die Reflexion erfolgt ins blaue hinein: Franken hat keine Ahnung wie man die Führungsposition ohne diese Grundlagen, die er kritisiert, bewältigen kann.

Wir erinnern uns, dass Stevie Schmiedel in einer relativ kleinen Firma schon erklärt hat, dass sie vollkommen überarbeitet ist. Und das Männer und Frauen in Führungspositionen eben gleiche Charaktereigenschaften zeigen und alles darauf hindeutet, dass die Frauen, die sich oben halten, genau die gleichen Mittel einsetzen wie Männer. Und das „Agreeableness“ bei Männern und Frauen negativ für eine Führungsposition ist.

Natürlich leuchtet das ansonsten auch jedem ein, wenn er selbst etwas beauftragt: Wer möchte nicht, dass ihm sein Rechtsanwalt mitteilt, dass er noch einmal die ganze Nacht alle Urteilsdatenbanken durchsucht hat und dort wegen dieser langen Suche ein gutes Urteil gefunden hat? Wer nicht den Mitarbeiter, der noch einmal Extrazeit in ein Projekt investiert hat und daher den Kunden als besonders kompetent überzeugt?

Das alles ist leicht als „männlich“ zu verurteilen und natürlich hat es Auswirkungen auf das Privatleben.

Aber es ist dann doch etwas simpel gedacht, wenn man einfach anführt, dass die Männer das bitte ändern sollen, wenn es letztendlich sich aus dem System selbst ergibt.

75 Gedanken zu “Wie sich ein männlicher Feminist einen Girls Day vorstellt

  1. Das wichtigste für die Emanzipation der Frau und die Lösung der Probleme in der Frauenrealität ist, dass Männer sich ändern…und das Feministinnen dann später sich selbst auf die Schulter klopfen können, was für ein harten Kampf das war.

    • Der Artikel ist nicht unvernünftig. „I’m a feminist and I don’t want to work anymore“ soll heißen: ich will nicht vollzeit arbeiten, sondern mich guten Gewissens meiner Familie widmen dürfen, ohne dass man mir ein schlechtes Gewissen macht. Insofern nimmt sie kein Recht auf Faulheit in Anspruch, wie man meinen könnte, sondern ihre Wahlfreiheit.

      • „ich will nicht vollzeit arbeiten, sondern mich guten Gewissens meiner Familie widmen dürfen“

        Ich habe den Artikel gar nicht gelesen und auch nur das Bild gesehen. Ist sie denn bereit mit geringeren finanziellen Einnahmen zu leben?

  2. Ist der Girls‘ Day nicht dazu gedacht, Mädchen technische Berufe vorzustellen? Doch nicht, um in irgendwelchen Managementbesprechnungen rumzusitzen.

    Vermutlich, indem wir uns von einigen Dogmen verabschieden. [..] Von der Annahme, dass Durchsetzungsfähigkeit [..] die Grundvoraussetzung für Führungskarrieren ist.

    Führung ohne Durchsetzungsfähigkeit? ROFL

    • „Doch nicht, um in irgendwelchen Managementbesprechnungen rumzusitzen.“
      Exakt mein erster Gedanke zu dem wirren Text …

      Happy End:
      Papa spendet die Firma dem Omma-Kollektiv und wird halbtags Eisverkäufer, arbeitet aber nie vor der Schule der Tochter, weil da auch Mädchen sind und das wäre ja sexistisch …

      ( is mir schlääächt … )

      • Als würde ein Unternehmen Berufsanfänger gleich als Führungskraft einstellen, ohne dass diese erstmal Berufserfahrung in fachlicher, ausführender Position gesammelt hätten.

        Für Girls‘ Day, Boys‘ Day, whatever ist es sinnvoller, die Jugendlichen möglichst ein wenig z.B. rumschrauben oder rumlöten zu lassen.
        Die eventuelle Karriere kommt dann erst viel später. Oder auch gar nicht.

        • Nein, für Jungen gilt ja, dass sie sich in „sozialen“ Berufen ausprobieren sollen. Also nichts mit Technik & Co.
          Das führt dann ggf. dazu, dass ein Junge seinen Boys Day an einer Grundschule macht und dann von der Lehrerin zusammengefaltet wird, weil er ein paar Jungs übermütig auf einem (Handball)Tor klettern lassen hat.
          Das ist natürlich gefährlich, die lieben Kleinen könnten schließlich herunterfallen (oder vom Bus überfahren werden) – und so darf die Standpauke dann auch nicht bis zu einem mahnenden Gespräch unter vier Augen warten, sondern muss unmittelbar und sofort vor den Augen der Schützlinge stattfinden.
          Wen stört es schon, wenn ein Junge oder Mann zur Sau gemacht wird. 😉

        • „Gute Unternehmensberater sind schwer zu finden.
          Die meisten haben doch nur die eigenen Vorteile im Sinn, nicht die (langfristigen) Interessen des Unternehmens.
          Oftmals fehlt ihnen auch jede praktische Branchenerfahrung.“

          Ich vermute er berät auch nur in Hinblick auf „Diversity“ und gendernahe Themen

          • wobei: von seiner Seite:

            https://digitaletanzformation.wordpress.com/about/

            Mein Name ist Robert Franken. Ich unterstütze Unternehmen bei Positionierung, Strategie und digitalem Wandel. Ein Schwerpunkt sind Organisationskulturen sowie Diversity und Gender Equality.

            Ich verstehe mich weniger als Berater, denn als Potenzialentfalter. Ich will die Scheu vor der Digitalisierung nehmen und zusammen mit den involvierten Menschen einen Weg erarbeiten, wie man den permanenten Strukturwandel angstfrei und mit echter Begeisterung erfolgreich meistern kann.

            Darüber hinaus halte ich Vorträge zu allen Themen rund um Digital Leadership, Diversity, New Work und Digitalisierung, moderiere Veranstaltungen und schalte mich in die Debatte um Vereinbarkeit und Gleichberechtigung ein.

            In den letzten 15 Jahren habe ich für zwei erfolgreiche digitale Plattformen gearbeitet. Zuletzt war ich CEO einer der weltweit größten Food-Plattformen, Chefkoch.de. Davor half ich als Vorstand der Familien-Community urbia.de zur Marktführerschaft im Parenting-Segment.

            Als Beirat und Jurymitglied von http://www.we-are-panda.com liegt mir das Thema Veränderung von Corporate Cultures entlang „weiblicherer“ Koordinatensysteme am Herzen. Seit kurzem unterstütze ich das erfolgreiche Berliner Food-Startup Kitchen Stories ebenfalls als Beirat.

            Ich bin Co-Founder der Plattform „Male Feminists Europe“ und habe dort die Initiative #men4equality gestartet, in der sich namhafte Speaker verpflichten keine reinen Männer-Events mehr zu besuchen.

          • 😯 Was für eine Anreihung von Buzzwords!
            Und was ist ein „weibliches Koordinatensystem“? Zeigt dort die Ordinate nicht nach oben? Vielleicht sollte ihm mal jemand die Dreifingerregel demonstrieren (aber nur mit der dritten Achse). Eine binär-digitale 4 für Herrn Franken!

            die Initiative #men4equality gestartet, in der sich namhafte Speaker verpflichten keine reinen Männer-Events mehr zu besuchen.

            Mit anderen Worten: Es ist ihm komplett wurscht, ob die „Speakerinnen“ etwas substanzielles zum Thema sagen können, solange nur Alibiweibchen dabei sind.
            Der Gedanke, dass diese Forderung Frauen, die inhaltlich tatsächlich etwas beizutragen haben, massiv abwertet, kommt ihm nicht.

          • @ Adrian:
            Is doch klar, Quotenjobs der PR-Abteilung um die Gleichstellungsbeauftragte u.s.w. ruhigzustellen …
            “ Sehen Sie, Frau Quakmeier-Rübenzorn, wie von der Geschäftsleitung haben da von unserem Genderexperten schon etwas ausarbeiten lassen – und Sie sind selbstverständlich die erste, welche die nachhaltigen Folien präsentiert bekommt …“ ( Problem abgehakt )

          • @Adrian
            Vortragreisender

            Auswahl:

            28.09.17 Panel im Rahmen des zehnten Netzwerktreffens von PLAN F zum Thema „Mutige Entscheidungen – Die wirklich großartigen Dinge passieren außerhalb Deiner Komfortzone” bei OTTO in Hamburg

            08.03.18 Keynote zum IWD-Event von Amazon Deutschland in München
            16.03.18 Vortrag bei der Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten von ARD, ZDF, Deutsche Welle, Deutschlandradio und ORF in Köln
            11.04.18 Vortrag zu Diversity und Digitalisierung im Rahmen des offenen Weiterbildungsprogramms bei MIELE in Gütersloh.
            04.05.18 Panel des BMZ auf der re:publica #rp18 in Berlin: „The Web Women Want – How does tech fuel the feminist discourse worldwide?„

            https://digitaletanzformation.wordpress.com/termine/

          • @ Paaquest:
            Was Du da zitierst hatte ich noch gar nicht gelesen. Bestätigt meine obigen Daumenpeilungen aber exakt … 😉

          • in der sich namhafte Speaker verpflichten

            Speaker? Vielleicht sollte er erst mal einen Deutschkurs absolvieren.
            Davon abgesehen ist er ja durch und durch Sexist. Schließlich müsste es politisch korrekt Speaker*innen heißen.

            Dumm, dümmer, Feministin…

        • „Die meisten haben doch nur die eigenen Vorteile im Sinn, nicht die (langfristigen) Interessen des Unternehmens.
          Oftmals fehlt ihnen auch jede praktische Branchenerfahrung.“

          Volker Pispers hat das mal so umschrieben: „Unternehmensberater – Eunuchen. Sie wissen wie man es macht.“

    • „Ist der Girls‘ Day nicht dazu gedacht, Mädchen technische Berufe vorzustellen?“

      Grundidee war, die Mädchen einmal einen Tag in Papas Berufsleben reinschnuppern zu lassen. In aller Regel ist das technischer orientiert, aber nicht zwingend.
      Kann allerdings sein, dass sich die Inhalte im Verlaufe der Jahre gewandelt haben.

      „Doch nicht, um in irgendwelchen Managementbesprechnungen rumzusitzen.“

      Warum nicht, wenn Papas Berufsalltag nur aus Managementbesprechungen besteht? Vielleicht heißt die Kleine ja mit Nachnamen Winterkorn(?)

      Was mir auffällt, ist die geschliffene Ausdrucksweise des Mädchens. Meine Erfahrung mit dem Girl’s day war, dass mir etwa 10-jährige Mädchen gegenüberstanden, die meinen Ausführungen mit offenen Mäulchen und großen Kulleraugen folgten.
      Denen wäre ziemlich sicher gar kein Unterschied zwischen den Arbeiten der Frauen und der Männer aufgefallen.
      Der Text ist also mMn schlicht reine Phantasie des Verfassers. Und da – Evochris hat es gut erkannt – noch nicht einmal gut durchdacht.

      • Wenn die Intention ist, Papa’s Arbeitsalltag kennenzulernen, dann frage ich mich, warum die Betreuung an einen (offenbar nicht sonderlich engagierten) Bereichsleiter ausgelagert wurde.

        Jetzt habe ich mir den ganzen Artikel mal im Zusammenhang durchgelesen.
        Die konsequente Kleinschreibung von Sie/Ihre, wenn eigentlich eine Anrede gemeint ist, irritiert mich doch sehr.
        Ist das eine ganz neue genderisierte Schreibweise, bei der die angesprochenen Männer „kleingemacht“ werden sollen?

        • „Die konsequente Kleinschreibung von Sie/Ihre, “

          Bingo! Eben deshab habe ich mich, nach kurzem Anlesen von ein paar Absätzen, auch ( angewidert ) auf die Zitate von Chrissy beschränkt. Zum Kotzen sowas, man erkennt an mehreren Stellen nur unter Vorbehalt, wen er denn gerade meint.

          • „Schreibfehler passieren ja jedem mal, und ich kritisiere sie normalerweise nicht.
            Aber in diesem Fall sind sie schon sehr störend und machen den Text teilweise missverständlich.“

            Ich hatte nur die obigen Textfragmente gelesen. Mir war zwar aufgefallen, dass Anreden und Pronomen munter durcheinandergewürfelt waren, aber das passiert ja inzwischen sehr oft in Texten.
            Dann kommt hinzu, dass EvoChris den Text teilweise korrigiert übernommen hat (oder die Autokorrektur hat zugeschlagen), was die Stringenz weiter verwischte.
            Im Original ergibt er einen teilweise anderen Sinn – ist aber nicht besser.

      • „Der Text ist also mMn schlicht reine Phantasie des Verfassers.“

        Ja, der Text ist rein fiktiv, der Verfasser betrachtet es ausdrücklich als „Gedankenexperiment“, das zum Nachdenken anregen soll.
        Welche Aussagekraft es haben soll, wenn jemand sich eine Just So – Story zusammenphantasiert, erschließt sich mir allerdings nicht. Mit der gleichen Berechtigung könnte man sich eine Geschichte über völlig unfähige Frauen zusammenspinnen und das als Anlass nehmen zu fordern, man solle doch mal darüber nachdenken, ob Frauen nicht generell wieder an den Herd zurückgeschickt werden sollten.

  3. Das Geschäftsmodell von Robert Franken ist die moderne Form des Ablasshandels.

    „Gib mir Geld, und ich sage dir, wie du vermeidest, im Jenseits in der Hölle zu landen.“

  4. Keine Firma ist groß geworden indem der Gründer/Chef in Teilzeit vor sich hingebummelt hat. Wenn du was erreichen willst und nicht von anderen überholt werden willst, musst du ranklotzen und dich reinhängen und gut sein. Das muss man nicht mitmachen. Aber dann darf man sich auch nicht beschweren, dass man als kleiner Sachbearbeiter hängen bleibt 🙂

  5. @Christian:
    „In. Dem. Gleichen. Text.“

    Sie merken es nicht. Sie MERKEN es WIRKLICH NICHT. Intellektuell nicht satisfaktionsfähig, so was.

    Wir hatten hier in Berlin am letzten Wochenende so etwas ähnliches. Da gabe es eine (Gegen)Demo mit dem vorgeblichen Ziel, ein Zeichen gegen Hass zu sezten. Und das offizielle Motto war: „Ganz Berlin Berlin hasst die AfD!“

    Mattias Matussek hat mal mit Blick auf das feministische Geplärre gemeint, die eigentliche Botschaft an den geneigten Empfänger könne man so dechiffrieren: „Bitte nimm mich ernst, ich selber schaff es nicht mehr!“
    (http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-7719685.html)

    Das ist jetzt 20 Jahre her. Geändert hat sich nichts. Nur die Umdrehungszahl der Idiotie hat zugenommen.

    • @virtualcd:

      »Das ist jetzt 20 Jahre her. Geändert hat sich nichts. Nur die Umdrehungszahl der Idiotie hat zugenommen.«

      Matusseks Text ist höchst erstaunlich. Wenn man die Idiotie von heute beobachtet, mag man kaum glauben, dass schon vor zwanzig Jahren solche Einsicht möglich war.

      Andererseits war das (bzw. kurz darauf) auch die Zeit, in der Arne angefangen hat.

      • In der Tat! Nahezu nostradamische Prophetie, nur deutlich exakter. Selbst ( derzeit ) offensichtliche polemische Pauschalen und Überspitzungen haben sich mittlerweile sehr zielgenau zur unbestreitbaren Faktenlage entwickelt.

    • Angesichts des „Erst wenn…“ Blocks am Ende des Artikels, der gipfelt in:
      „Erst wenn Frauen wieder lernen, Frustrationen als Bestandteil des Lebens zu begreifen, und wenn sie für Regentage nicht mehr den Mann verantwortlich machen, sondern das Wetter, und dafür, daß sie naß werden, wiederum nicht den Mann, sondern die Tatsache, daß sie den Schirm vergessen haben – erst dann also, wenn sie erwachsen geworden sind, werden sie partnerfähig und in der Lage sein, auch die Sonnentage einer Gemeinsamkeit zu genießen.“

      kann einem Angst und Bange werden.

      Noch mal 20 Jahre. Mindestens.

      • @ Only:
        „Noch mal 20 Jahre. Mindestens.“
        Und das ist noch optimisch, denn es sind bereits 20 Jahre seitdem vergangen und die Entwicklung läuft immer noch mit Vollgas in Gegenrichtung.

        • Hmm, würde ich so nicht drauf wetten, die Nachrichtenverbreitung ist in den letzten 10 Jahren stark gestiegen, und man sieht auch die ersten Entwicklungen in den angelsächsischen Ländern bzgl. „restricting femininity“. Zwar noch nicht in den Gesetzen, aber es wird so nach und nach mehrheitstauglich.

          • „Zwar noch nicht in den Gesetzen, aber es wird so nach und nach mehrheitstauglich.“

            Der Feminismus wird Frauenthemen dermaßen diskreditiert haben, dass auch ehrliche Frauenanliegen irgendwann nur noch mit „Mimimi“ abgewürgt werden.

      • Ein bemerkenswerter Text von Matussek. Er war seiner Zeit voraus. Aber was die nächsten 20 Jahre angeht stelle ich fest, dass es in den letzten 20 Jahren nach dem Text alles nur immer schlimmer geworden ist.

        • „Aber was die nächsten 20 Jahre angeht stelle ich fest, dass es in den letzten 20 Jahren nach dem Text alles nur immer schlimmer geworden ist.“

          Gerade deshalb bin ich optimistisch, dass der ganze Spuk in nicht allzu ferner Zukunft ziemlich plötzlich enden wird. Es fehlt nur der Richtige, der ruft: „Aber der König hat ja gar nichts an!“
          Jeder weiß, dass der Feminismus esoterischer Klamauk ist, der sich zur Weiterentwicklung der Gesellschaft allenfalls die nachhaltige Vergiftung der Beziehung zwischen den Geschlechtern auf die Fahnen schreiben kann.
          Die Forderungen werden immer absurder, die Argumente immer schriller. Eigentlich sind 95% der Menschen weltweit der Posse überdrüssig, die ständig in kürzeren Abständen neue Gynozide in die Welt posaunt und als Belege aus zweiter Hand zweideutige oder anzügliche Bemerkungen irgendwelcher Promis in grauer Vergangenheit liefert.

          Vergangenes Wochenende habe ich Freunde besucht. Ihre Tochter erzählte, dass man beim Soziologiestudium trotz einer exzellenten Facharbeit scheitern kann, weil der Text nicht lupenrein durchgegendert wurde. Sie machte sich ernste Sorgen, weil sie eine Frauenbeauftragte als „Frau“ und „sie“ vertextete, beruhigte sich aber damit, dass in D dieser Berufsstand tatsächlich lupenrein weiblich sei.
          Ich bin mir nicht sicher, ob mein Einwand, dass es ja sein könne, dass die Beauftragte sich vielleicht selbst gar nicht als Frau sehen würde, in dem Moment für mehr Seelenfrieden gesorgt hat 😛

          Ich erinnere mich fatal an die Unsitte der Pädagogen in den frühen 70ern des vergangenen Jahrhunderts, die Schüler im Fach „Mengenlehre“ in Fallen tappen zu lassen, indem sie für komplexe Gleichungen ausschließende Lösungsbedingungen vorgaben.
          (Einfaches Beispiel: Gesucht sei die Menge x, für die gilt wurzel(x), wenn x=5, in der Menge der natürlichen Zahlen. Wer nun schrieb: 2,236 (was damals im Zeitalter ohne Taschenrechner und/oder Computer nur schriftlich oder per Logarithmentafel zu errechnen war), bekam ein rotes „f“ an die Seite geschrieben und 0 Punkte. Korrekt wäre die Antwort {}, also leere Menge gewesen).
          Ich habe damals Mathe gehasst. Dann bekam ich eine alte Mathelehrerin, die dem Spuk ein schnelles Ende bereitete – und wurde einer der Klassenbesten 🙂

  6. Soweit ich das Szenario verstehe, ist Töchterchen der Nachwuchs vom Chef, zumindest von jemandem ganz weit oben in der Firmenhierarchie. Solche Kinder werden, meiner Erfahrung nach von allen gebauchmiezelt, im Zweifel weil man sich indirekt bei Vorgesetzten einschleimen kann oder weil man generell kinderlieb ist Auf jeden Fall verscherzt man sich mit jemandem sehr wichtigen in der Firma, wenn man deren Kindern blöd kommt ohne einen erkennbaren Nutzen. Irgendwie wirkt die Geschichte schon aus diesem Grund konstruiert.

  7. Also, ich habe jetzt den Blogpost zwei mal gelesen auf der Suche nach der Konsistenz in dem Plot-Twist von „ihr sitzt nur faul in eueren Sesseln rum und lasst die Frauen für euch arbeiten“ zu „du bist nur am Arbeiten und hast nie Zeit für deine Familie“. Ich frage mich, wie man soviel wirres Zeug schreiben kann aber dann wird mir wieder klar, welches dissonante Mindset man braucht, um „male feminist“ zu sein.

    • Es geht bei solchen Artikeln nicht um eine stringente Logik, sondern um das Abfeuern von Buzzwords. Er hat hier halt die weibliche Unart „Wörter als Zaubersprüche“ genutzt.

      Ja er ist nicht weiblich, aber männliche Feministen neigen zu weiblichen Attitüden. Wahrscheinlich durch niedrigen Testosteronspiegel bedingt.

  8. Mein Kommentar auf dem Blog:
    „Du bist wirklich ein ganz toller Märchenerzähler! Kennst Du wen, der gern solche FemFanFiction-Geschichten mit absolutem Nullwert liest?“

    Ich setze mal 1€uro, daß der nicht schreigefaltet wird 😉

      • Das ist erstmal eine sachliche Aussage, die faktisch fundiert ist. Er bedient ( möglw. für Almosen ) das Narrativ, welches er meint, das es von ihm erwartet wird ( das macht er i.Ü. auch ganz gut, aus Sicht seiner Vorbeter und Gelegenheitsmäzene, welche sicherlich keine ernsthaften Wirtschaftsunternehmen, sondern wohl eher Strohfirmen von Parteien und „Stiftungen“ aus der Femiecke sind.

        Und zweitens stelle ich dazu eine rhetorische Frage, die aber ganz klar erörterbar wäre, z.B. indem er mal seine „Erfolgsreferenzen“ aufzählt ( hat mal einen Miniauftrag für die AAS bekommen o.ä. ).

        Nur – hätte ich das so explizit ausformulieren sollen? Dann hätte er garantiert nicht Antworten können, ohne entweder seine Existenz zu gefähren, oder eben für jeden erkennbar ad hominem herumzupöbeln ( Du kennst das Problem doch, @Chrissy ).

        Übrigens habe ich gerade eben die von Dir gebrachten Zitate und seine „über mich“-Unterseite mit einer engagierten ( intelligenten! ) Soziologiestudentin durchgesprochen und wir kamen zu im Endeffekt sehr präzis deckungsgleichen Einschätzungen dazu. Kurz, ungefähr das oben Beschriebene plus der Einschätzung, daß der Typ wohl defakto praktisch arbeitslos ist und ganze zwei Standbeine hat:
        A – Wanderpredigeresotherik ( wie auch @Crumar unten feststellt ).
        B – Almosen aus der feministischen Steuerabzockerei ( s.o., „mal einen Miniauftrag für die AAS bekommen o.ä.“ ).
        Beides vermutlich mit „gewissen Überschneidungen“.
        Noch kürzer: kungelt sich überwiegend auf Staatskosten mit hanebüchenem Femidreck irgendwie so durch.

        Dafür finde ich die verpackende Formulierung meines Kommentars an ihn doch ziemlich freundlich understatet, oder?

        • Pardon, den Terminus „Wanderprediger“ hat schon @Peter in’s Spiel gebracht, @Crumar hat das ( in anderer Formulierungsweise ) ausführlicher zerpflückt

        • „Kurz, ungefähr das oben Beschriebene plus der Einschätzung, daß der Typ wohl defakto praktisch arbeitslos ist und ganze zwei Standbeine hat: …“

          Das „arbeitslos“ habe ich auch aus dem „über mich“ gelesen. Ist er nicht arbeitslos, dann wäre seine Präsentation fatal und er für den Job, den auszuüben er vorgibt, komplett disqualifiziert.

          Aber ich habe noch ein drittes Standbein gesehen – bei Stevie Schmiedel wird ein Job frei und er hat sich schonmal für eine Bewerbung positioniert.
          Was gibt es Besseres dafür, als ein feministisches Versatzstück mit zahlreichen logischen Brüchen?

          • „Aber ich habe noch ein drittes Standbein gesehen – bei Stevie Schmiedel wird ein Job frei und er hat sich schonmal für eine Bewerbung positioniert.“

            Wußte ich nicht, macht aber Sinn. Warten wir’s ab, da wird mit einiger Wahrscheinlichkeit mal was hierher durchsickern ….

        • Noch kürzer: kungelt sich überwiegend auf Staatskosten mit hanebüchenem Femidreck irgendwie so durch.

          Und was wäre so schlimm daran, wenn man solchen Typen die (finanzielle) Lebensgrundlage entzieht?
          Vielleicht hättest du deine Formulierung wirklich etwas direkter gestalten sollen. 😉

      • Eine sachliche Auseinandersetzung hat er auch nicht verdient. Wer nur auf Emotionen zielt bekommt eine entsprechende Antwort.

        (Deine Besprechung des Artikels hier ist etwas anderes, du willst den ja sachlich besprochen haben)

  9. Geb’s Gott, dass niemals einer meiner Söhne an solch ein Prinzesschen-Huhn gerät, und erst recht nicht in die Nähe eines Haushalts in dem ein solches gezüchtet wurde.

  10. „Vermutlich, indem wir uns von einigen Dogmen verabschieden. Von der Vorstellung etwa, dass eine Führungsposition nur auf eine bestimmte Art und Weise und mit hohem zeitlichen Aufwand auszufüllen ist. Von der Annahme, dass Durchsetzungsfähigkeit in der extrovertiert-männlichen Ausprägung die Grundvoraussetzung für Führungskarrieren ist. Von der Idee, dass Kinder Sollbruchstellen in der eigenen Karrierebiografie sind. Und von vielem anderen mehr.“

    Hier erkennen wir wieder den Zusammenhang zwischen Feminismus und linker Theorie. Die kapitalistische Wirtschaftsweise ist schlecht. Frauen sind das neue revolutionäre Proletariat, das die die Gesellschaft ändern soll.

    • „linke Theorie“ ist irreführend. Es handelt sich um ein Heilsversprechen im Diesseits. Das ist erstmal unabhängig von irgendwelchen rinks/lechts Kategorisierungen.

      Der Mann verdient sein Geld als Wanderprediger seiner Heilslehre und daher ist es auch kein Wunder, dass sein Text nebulös schwammig bleibt. Und er durch die inkonsistente Aneinanderreihung von Klischee-Vorstellungen nur die Emo-Schiene bedient.

      • Nein das ist eine klare Ableitung vom Marxismus. Man hat nur die Unterdrücker und Unterdrückten ausgetauscht.

        Marxismus ist stramm links.

    • @Adrian

      „Frauen sind das neue revolutionäre Proletariat, das die die Gesellschaft ändern soll.“

      Du hast seine feministische Aussage nicht ganz verstanden:
      1. Sie sind das Proletariat – in Teilzeit, was die Arbeitszeit betrifft, aber 24 Stunden Unterdrückte (weil Frauen auch die Schlafarbeit übernehmen).
      2. Sie sind – als Frauen – auserkoren, die Gesellschaft zu verändern, aber nicht als Proletariat, sondern als Führungskraft. Denn als Proletariat macht man sich evtl. das Kostüm dreckig und glaub mir, seine Tochter sieht sich *nicht* im Blaumann.
      3. Erst müssen sich Männer in Führungspositionen jedoch in Vollzeit Gedanken darüber machen, wie es möglich ist, dass dieselbe Arbeit, die ihren vollen Arbeitseinsatz erfordert, in der Hälfte der Zeit erledigt werden kann.
      Wie auch immer das gehen soll.

      Napoleon wird die zugeschrieben, dass „jeder den Marschallstab im Tornister“ trage, also durch seine eigene Arbeit (in Kriegszeiten) eine steile Karriere hinlegen könne.
      Diese Verheißung einer Aufstiegs*möglichkeit* trifft selbstverständlich *besonders* für Frauen zu, aber ohne Tornister (zu schwer), Krieg (Risiko) und Arbeit (Anstrengung).

      Peter liegt richtig, das hat nichts mit rechts-links zu tun, es ist gynozentrischer Narzissmus auf einem neuen Level.
      Es gibt aus seiner Sicht nur das umfassende Abnicken aller weiblichen Ansprüche und die Bestätigung in ihrer Kritik.
      Seine Tochter formuliert lediglich feministische Plattitüden – falls er sie nicht als Strohpuppe verwendet hat – und das alleine reicht schon, diese in umfassende Ansprüche an gesellschaftliche Veränderung jenseits jeder Realisierungsmöglichkeit zu verwandeln.
      Die ER – als Erfüllungsgehilfe – umzusetzen hat.

      Aber was hat sich denn – außer der Stufenleiter – verändert?
      Eine Frau instrumentalisiert einen Mann als sprechendes Werkzeug für ihre Zwecke.
      Sie beansprucht für sich, aus der Warte einer „höheren Moral“ zu argumentieren, die sich aber nicht in einer realen Welt herausgebildet hat, zu der sie einen praktischen, aktiven Bezug hat.
      Sie will nicht ändern, sie will ändern LASSEN.
      Die Vorstellung einer „gerechten Teilhabe“ an den Aufstiegsmöglichkeiten in einem Betrieb/in der Gesellschaft vollzieht sich auf der Basis ihrer aktuellen sozialen Position – die sie aber nicht selber erarbeitet hat.

      Hier findest du den perfekten ideologischen Mix aus Hypergamie und bürgerlicher Ehe – ihre soziale Position und der Zugriff auf die materiellen Ressourcen des Mannes ist default.
      Das ist die Nulllinie – aus ihrer Sicht ist das weiblicher Besitzstand und absolutes Minimum.
      Ihre Vorstellung von „Gerechtigkeit“ wird logisch auf das gelenkt, was darüber *hinaus* geht, weil sie ihren aktuellen Zustand gar nicht als privilegiert empfindet.
      Demzufolge macht sie sich auch Gedanken über das Verhalten der Führungskräfte und die Besetzung des Vorstands, weil die Beschäftigung mit den unteren Ebenen des Unternehmens ihren Aufwand nicht lohnt.
      Da sieht sie sich nämlich nicht.

      Durch diese Ausblendung gelingt es ihr auch, zu der sachlichen Arbeit NICHTS zu sagen – der Gegenstand ihrer Tätigkeit und das Unternehmensprodukt sind völlig Wurst.
      Ist dir das nicht aufgefallen?
      Sie spricht kein einziges Mal über den Inhalt ihrer konkreten Tätigkeit.

      Ein weiterer „Vorteil“ der feministischen Denkweise: Wir sind nun alle auf einer Meta-Ebene angelangt, in dem es vor völlig impotenten, rein moralischen Forderungen a la „man müsste“, „man sollte“ nur so hagelt.
      Die aus einer um so moralisch reineren Warte geäußert werden, weil frau sich mit der praktischen Umsetzung auch nicht gedenkt die Hände schmutzig zu machen.

      • „Das ist die Nulllinie – aus ihrer Sicht ist das weiblicher Besitzstand und absolutes Minimum.“
        „Die ER – als Erfüllungsgehilfe – umzusetzen hat.“
        „Sie will nicht ändern, sie will ändern LASSEN.“

        Das sind die Kernaussagen, welche man in so ziemlich jeder Femi-PR-Schreibselei recht sicher herausanalysieren kann, ganz egal ob von m/w, oder welcher angebl. „Strömumg“ auch immer verfasst.

        Einfaches Beispiel:

  11. So so, Management-Ebene eines erfolgreichen Maschbau-Konzerns. Die Männer lassen da die Frauen für sich arbeiten…
    Die Firma im Maschbau-Sektor will ich sehen, wo in der Malo her-Ebene fast nur Frauen sind. Schweißerinnen? Werkzeugmacherinnen? Maschinenführerinnen?
    Ich bezweifle, dass der Autor eine solche Firma jemals von innen gesehen hat…

      • Ha1einsdrölf11 Ich kenne da ein Beispiel:

        Als ich mal CNC-Bearbeiter war ( Matra OKK-PCH400 mit Doppelpallette und Fanuc-0M-Steuerung, falls wer Ahnung von solchen Dingen hat ), hatten wir eine FRAU in der Firma! Jawoll!!!
        Na ja, ähm, das war die Frau vom Chef, welche die Buchhaltung gefälscht ( und uns Malocher – und natürlich den Staat – auf allen Ebenen nach Kräften beschissen ) hat, weil ihr ( ebenfalls recht krimineller ) Egon dafür zu dämlich war.
        Die lief – ganz nebenbei – auch im Hochsommer in langen Sado-Maso-Stiefeln durch die Gegend ( sic! ).

  12. ‚Das kann man wahrscheinlich nur als männlicher Feminist: Männern sowohl vorwerfen, dass man die Frauen alle Arbeit machen lässt und ihnen vorwerfen, dass Frauen die Arbeit nicht machen wollen, weil sie zu sehr in das Privatleben einschneidet.‘

    Irgendwer hat in einem Kommentar den Herrn Franken auf den Widerspruch aufmerksam gemacht und gefragt, wie beides denn zusammempasst.

    Herr Franken hat geantwortet:
    ‚Für mich ist das nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Frauen* machen einen Großteil der Arbeit (sie werden manchmal sogar als „Fleißbienchen“ bezeichnet), gleichzeitig sind die höheren Führungsebenen stark männlich* dominiert. Dort herrschen 60+-Stunden-Wochen und die beschriebenen Auswirkungen. Wird das klarer?‘

    Also für mich wird überhaupt nichts klarer. Das würde nämlich bedeuten, dass die Leute (nur die Männer oder auch die wenigen Frauen?) in den höheren Führungsebenen 60+ Stunden pro Woche grösstenteils auf den fetten Ärschen sitzen und nichts tun. Vielleicht mag das auf Herrn Franken zutreffen; die meisten anderen aus der höheren Führungsriege haben einen anderen Arbeitsalltag.

    Im übrigen vergleicht er die Frauen in den untergeordneten Stellen (‚Fleissbienchen‘) mit den Männern im höheren Führungsmanagement. Was aber ist mit den über 90 % Männern, die auf einer niedrigen Führungsebene oder einfach nur simple Angestellte/Arbeiter sind? Herr Franken hat offensichtlich keinen Bezug zur Realität; aber das hat ja kaum einer, der sich dem Feminismus verschrieben hat.

    Allgemein: wer in der freien Wirtschaft tätig ist, unterliegt einem permanenten Wettbewerbsdruck. Wer in einem Unternehmen, das im Wettbewerb mit anderen Konkurrenten steht, Teilzeit arbeitet oder nur Dienst nach Vorschrift schiebt, der wird halt mit grosser Wahrscheinlichkeit einfacher Angestellter bleiben. Wer hingegen auch nach offiziellem Dienstschluss oder an Wochenenden noch arbeitet, um z.B. einen wichtigen Liefertermin einhalten zu können oder ein sich in Schwierigkeiten befindendes Projekt voranzutreiben, der wird durchaus gefördert. Nur die Faulen finden es ungerecht, dass die Tüchtigen gefördert und die Faulen vernachlässigt oder gar entlassen werden.

    Jeder kann bis zu einem gewissen Grad selbst bestimmen, ob er sich voll auf die Arbeit werfen oder vielleicht lieber auf sein Privatleben konzentrieren will; zwischen beiden Extremen gibt es ja auch noch jede Menge Zwischenstufen. Der intelligente Mensch wird versuchen, den für ihn individuell als am besten empfundenen Kompromiss zu schliessen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man ohne Weib und Kind recht beschaulich leben kann und selbst bei einer Vollzeitstelle noch viel Freizeit hat. Weib und Kind saugen jede Menge Geld und Zeit ab. Wer als Mann gerne Familienvater sein will, der muss diese Kröte wohl schlucken, denn die Aussicht eine Frau zu finden, welche die Finanzierung der Familie übernimmt, ist ziemlich klein. Für einen Mann, der lieber ledig und kinderlos bleiben will, existiert das Problem hingegen gar nicht.

    • „Wer in einem Unternehmen, das im Wettbewerb mit anderen Konkurrenten steht, Teilzeit arbeitet oder nur Dienst nach Vorschrift schiebt, der wird halt mit grosser Wahrscheinlichkeit einfacher Angestellter bleiben.“

      Als Abteilunsleiter – oder höher – ist man auch derjenige, der rasche Fachentscheidungen treffen muss, wenn irgendwas im Betrieb nicht rund läuft.
      Mitarbeiter streiten sich, die QM-Abteilung meldet Qualitätsprobleme, auf die SOFORT reagiert werden muss, eine Produktionsmaschine schaltet sich ab, …
      Der einfache Mitarbeiter sagt: „Ich hab jetzt Feierabend!“ und geht nach Hause. Oder er ruft den Chef an, gibt die Fehlermeldung durch und setzt sich mit der Zeitung in die Ecke. Er ist ja nicht verantwortlich, dafür sind „die da oben“ zuständig.
      Selbst wenn der Abteilungsleiter Leerlauf hat, KANN er nicht einfach nach Hause gehen, wie der Hiwi aus der Produktion.
      Insofern hat dieser durchaus Privilegien, die sein Chef nicht hat. Ich finde, der Preis, den viele Chefs für ihren höheren Rang und das höhere Gehalt zahlen, gleicht selten die Verluste im Privaten aus.

      Aber das wollen die Feministas ja auch gar nicht. Sie wollen das Geld, die Privilegien, aber nicht die damit verbundenen Kosten.

    • Auch mir erschließt sich nicht, was durch seine Antwort klarer werden sollte.
      Besonders stört mich aber die in feministischen Texten so oft vorkommende begründungslose Behauptung bestimmter Sachverhalte. „Frauen* machen einen Großteil der Arbeit “ – in einem Maschinenbaubetrieb? Und arbeiten die Frauen mehr als ein Mann in gleicher Position?
      Dauernd direkte oder indirekte Diskriminierungsbehauptungen ohne jeglichen Gehalt.

      Dazu passend auch der Schluss des Textes – wie so oft bei Feminist_*Innen, wird der Status Quo als irgendwie unbefriedigend dargestellt und Veränderung gefordert, ohne dass auch nur ansatzweise konkret vorgeschlagen wird, wie diese Veränderung vorgenommen werden und vor allem wie sie funktionieren soll.

  13. Haha wie geil!

    Feministen erfinden nun Horrorgeschichten um die angebliche Frauenunterdrückung zu belegen.

    Wahnsinn. Gefühlte Wahrheiten.

  14. Meine 13 jährige Tochter war gerade beim Girls Day. Sie war in einem Ingenieurs Büro. Der Rest der Mädchen ihrer Klasse: Kindergarten, Krankenhaus, Arztpraxis, Einzelhandel – alles typische Frauenberufe. Die Feministen kriegen es nicht gebacken.

  15. Hab Robert’s Kommentar mal so beantwortet:
    „Nein, das macht keinen Sinn. In welchem Maschinenbaukonzern machen „Fleissbienchen“ einen Grossteil der Arbeit? Welcher Arbeit? Die auf der Führungsebene sicherlich nicht, denn die sind ja männlich* besetzt, und sowohl auf der handwerklichen, wie auf der wissenschaftlichen Ebene ist der Maschinenbau signifikant häufiger von Männern dominiert.

    Unabhängig vom Maschbau, Männer sammeln deutlich mehr Überstunden und sind deutlich häufiger in Vollzeit (was nur Kapitalist*innen als Privileg empfinden). Auch da wüsste ich nichts von „Fleissbienchen“, die einen Grossteil der Arbeit erledigen. Oder suggerieren die Daten, daß Männer deutlich unproduktiver seien? Das wäre interessant.

    Diesen Teil des Essays fand ich wirklich schwach. Sorry dafür. Sonst sehr interessant zu lesen“

    Mal sehen, was er sagt.

  16. Da erweist er der Sache ja echt einen Bärendienst.

    Einmal „Heute hü, morgen hott“ in Reinkultur, Töchterchen weiß nicht, was sie will – aber es muss ja gut sein, weil eben Feminismus. Und die doofen Männer arbeiten sich den Buckel krumm, während die schlauen Frauen kein Bock auf so wenig Freizeit haben. Bamm.

    Bitte mehr davon. Ist so schön entlarvend. Wobei feministisch indoktrinierte Gehirne sowas wahrscheinlich „bestätigend“ finden.

    Die Welt wird immer verrückter.

    • Arbeite Dich doof, dann bist Du gut.

      Alter Witz: „Idealmaße einer Frau?“ – „90-60-90“ – „Idealmaße eines Mannes?“ – „90-60-40. 90 Jahre alt, 60 Millionen auf dem Konto, 40 Grad Fieber“ … <-[Dieser Brüller wurde mir übrigens von einer Frau erzählt. Leider hat die mich nicht reicht und berühmt gemacht, damit ich sie nachträglich schön ruinieren kann und es mir in ordentlich Eiteitei von Presse und Politik warmpupsen kann. Ach ja. Und n Pimmel habe ich auch noch, verflixt. Ganz vergessen.]

  17. Jungs, lasst die Sektkorken knallen!
    „Das queer-feministische @Missy_Magazine hat finanziellen Probleme – wie viele andere linke Zeitungen auch. Die Crowdfunding-Kampagne #10undMehrMissy soll das Magazin retten.“

  18. Prima Kommentar – wie so häufig.

    Einen Punkt würde ich ergänzen. Bei Franken im Artikel heißt es:

    „Wer sich einen Lebensstandard erarbeitet hat, wie sie das getan haben, der muss eben auch gelegentliche Opfer bringen. Ihre Familie hat sich daran gewöhnt. Glauben sie. Hoffen sie.“

    Rückfrage: Woran genau hat sich die Familie gewöhnt? An die Opfer des Mannes – oder an den Lebensstandard, den er seiner Familie bietet?

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