Die Iren stimmen für eine erleichterte Abtreibung

Die Iren haben dafür gestimmt, dass eine Abtreibung unter leichteren Bedingungen möglich sein soll. Interessant finde ich die Aufschlüsselung nach Alter und Geschlecht:

 

Iren Abtreibung Abstimmung

Iren Abtreibung Abstimmung

Wie man sieht ist es für die jüngere Generation ganz selbstverständlich, dass eine Abtreibung relativ leicht möglich sein muss. Bei den Leuten von 18-24 stimmten 87% für die Erleichterung. Erst ab der Altergruppe ab 65+ sind die Leute überwiegend gegen die Erleichterung.

Theoretisch haben die 18jährigen natürlich auch mehr direkt dadurch zu gewinnen, denn eine ungewollte Schwangerschaft wirkt sich bei ihnen selbst am ehesten negativ aus, weil sie noch Ausbildungen vor sich haben und auch noch keine so feste Beziehung. Aber auch die Gruppe 25 bis 34 hat eine sehr deutliche Mehrheit dafür.

Wie zu erwarten ist man auf dem Land konservativer als in der Stadt.

Bei den Geschlechtern zeigt sich, dass der Feindbildaufbau im Feminismus, nach dem Männer zur Abtreibungsdebatte den Mund halten sollen  wieder mal recht übertrieben ist, beide Geschlechter sind mehrheitlich dafür, dass eine Abtreibung leichter möglich ist.

Mich würde eine weitere Aufschlüsselung nach Geschlecht interessieren, etwa nach Altergruppe und Geschlecht oder Beteiligung nach Geschlecht etc

Es wäre interessant, ob Männer, die grundsätzlich dafür waren es eher als „Frauenangelegenheit“ gesehen haben und deswegen weniger gewählt haben oder beispielsweise männliche Gegner stärker angesprochen worden sind und daher eher gewählt haben

84 Gedanken zu “Die Iren stimmen für eine erleichterte Abtreibung

    • Mir zu radikal.

      Wäre ich eine Frau, dann wollte ich selbst bestimmen.
      Als Mann kann und will ich keiner Frau eine Schwangerschaft aufzwingen. Wenn sie das Kind nicht will, dann ist es alleine ihre Entscheidung.
      Schwangere sollten Hilfe bekommen, aber eben auch selbst bestimmen, ob sie das Kind austragen, ich sehe das als Menschenrecht. Für Väter sollte es analoge Regeln geben.

      M

        • Lies den ganzen Text. Auch Schwule sollten in der Lage sein, einen Text in seiner Gesamtheit zu erfassen.

          Das Vater Problem ist bislang ungelöst. Hast du Lösungen? Ich hab leider keine.

          M

          • Ja, ich habe Lösungen. Juristisches Abtreibungsrecht für Väter bis zur 12. Schwangerschaftswoche.
            Ansonsten bin ich mit dem deutschen Abtreibungsrecht ganz zufrieden.

          • Dann such dir Mehrheit und mach es zum Gesetz. Ich würde es auch sol mögen. Wird aber nicht so kommen.

            M

          • Versuch doch diesen Vorschlag mal in die Praxis zu übersetzen und dann merkst Dus vielleicht schon.

          • Lösungsvorschlag: Erlöschen der Vaterschaft bei eindeutig dokumentiertem Nicht-Austragungs-Willen des Mannes. Wenn sie das Kind will, bitte gern, aber ohne Unterhaltsansprüche und andere Verpflichtungen des biologischen Vaters.

          • „Versuch doch diesen Vorschlag mal in die Praxis zu übersetzen und dann merkst Dus vielleicht schon.“

            Was soll denn da passieren. Die allermeisten Männer mit Kinderwunsch WOLLEN sich heute um die Kinder kümmern und bei denen die das nicht wollen, muss die Frau sich das dann eben für sich überlegen ob sie den Willen des Mannes einfach ignoriert. Ist das für dich zu viel verlangt von Frauen. Soll die Frau das Recht haben Männer zu Vaterschaft zu zwingen. Müssen Frauen die Möglichkeit haben Männer in eine Vaterschaft zu tricksen, z.B. in dem sie ohne Absprache die Pille absetzen, sodass Männern dann nur Misstrauen bleibt gegenüber der Person die sie eigentlich lieben.

          • Die Idee würde voraussetzen, dass:
            – dem jeweiligen Mann spätestens in der 10. oder 11. SSW die anderen Umstände einer ungeplant schwangeren Frau bekannt sind (weil ihr wollt ihr ja die Option abtreiben zu können erhalten, nech?)
            – er SOFORT (noch am gleichen Tag quasi) seine verbindliche Entscheidung trifft und diese nicht bloß ihr verbal zurückmeldet (wie es jetzt – abgeschwächt – Usus sein dürfte), sondern gleich irgendwo amtlich dokumentieren lässt
            – die Rechte geborener Kinder wieder vom Familienstand ihrer Erzeuger abhängig gemacht werden dürften
            – nicht bloß er, sondern auch seine Eltern (im Austragungsfall) ein lebenslanges Kontakt(aufnahme)verbot einhielten
            u.a.

            Du bräuchtest wirklich einen ganzen Haufen neuer Sanktionsandrohungen um so etwas durchzusetzen.

            Und was machten wir denn überhaupt in dem seltenen Fall, dass mehrere Männer als Vater in Frage kämen?

          • “ dem jeweiligen Mann spätestens in der 10. oder 11. SSW die anderen Umstände einer ungeplant schwangeren Frau bekannt sind (weil ihr wollt ihr ja die Option abtreiben zu können erhalten, nech?)“

            Wenn man ihm ein Recht zugesteht binnen 2 Wochen ab Kenntnis zu widerrufen, dann wäre es Sache der Frau, dass sie es ihm passend mitteilt.

          • Du meinst damit im Falle mehrerer möglicher Erzeuger: 2 Wochen nachdem postnatal ein Abstammungsgutachten vorliegt?

            Nina hat unten ja das eigene Beispiel gebracht, da fiel die Schwangerschaft der Frau offenbar erst im 4. Monat auf. Auch wenn das ein Extremfall gewesen sein dürfte: es ist wahrlich nicht in Stein gemeißelt, dass eine ungeplante Schwangerschaft immer vor der 12. SSW bekannt sein muss. Bitte auch Bedenken.

          • Überhaupt: wie kann man nur einen Schwangerschaftsabbruch willentlich künstlich zwei Wochen nach hinten verschieben wollen? Hast Du denn gar kein Hirn?

          • Abgesehen vom Argumentieren mit der Ausnahme hat Semi hier imho nen guten Punkt.
            Leider.
            Vielleicht sollte nach willentlichem Missbrauch die Reproduktionsfähigkeit genommen werden.
            So dass das Machtmittel Schwangerschaft maximal einmal erpresserisch verwendet werden kann.

          • Das erste, was ich nach der letzten Geburt auf der Mattscheibe sah, war zufällig ein Bericht über (ausländische) „pro-life“-Vertreter, die eine Wohnung unterhielten als Rückzugsort für Schwangere in schwierigen Lagen. Interviewt wurde eine Bewohnerin, die angab aufgrund ihrer anderen Umstände sei sie vom Ex-Partner gewalttätig misshandelt worden, weil der eben wollte, dass sie abtreibt, sie sich aber nicht dazu durchringen konnte.

            In solchen Fällen erschiene auch mir die Möglichkeit der vorgeblichen Vaterlosigkeit als ein Segen. Wenn man denn annehmen kann, dass es ausschließlich die monetären Folgen einer unerwünschten Vaterschaft sind, die manche Männer dazu verleiten entsprechenden (meist ja „nur“ verbalen) Druck auf Schwangere auszuüben.

            Geht Ihr davon aus, oder meint Ihr da steckt vielleicht u.U. noch mehr dahinter?

          • „Wenn man denn annehmen kann, dass es ausschließlich die monetären Folgen einer unerwünschten Vaterschaft sind, die manche Männer dazu verleiten entsprechenden (meist ja „nur“ verbalen) Druck auf Schwangere auszuüben.“

            Im Sinne von „juristische Abtreibung“ hast Du bestimmt recht.
            Ja, es sind vermutlich weit überwiegend „monetäre“ Gründe, die Männer umtreibt.
            Was auch kein bisschen verwerflich ist. Ein Kind bindet schnell über 20 Jahre eines Großteils der wirtschaftlichen Ressourcen, die ein durchschnittlicher Mann erwirtschaftet.
            Ich bereue meine Kinder nicht, wohl aber, sie mit der Mutter gekriegt zu haben.

          • „Ein Kind bindet schnell über 20 Jahre eines Großteils der wirtschaftlichen Ressourcen, die ein durchschnittlicher Mann erwirtschaftet.“

            Für einen Mittelklassewagen fallen häufig mehr monatliche Kosten an (als Unterhaltsforderungen gemäß Düsseldorfer Tabelle). Nur mal so.

          • „Ich bereue meine Kinder nicht, wohl aber, sie mit der Mutter gekriegt zu haben“

            Versuch Dir mal vorzustellen, es hätte damals für Dich (ausschließlich in der frühesten Frühschwangerschaft!) die Möglichkeit bestanden, Deine werdende Vaterschaft schriftlich zu „widerrufen“. Wir leicht wäre Dir die Entscheidung gefallen?

          • „Für einen Mittelklassewagen fallen häufig mehr monatliche Kosten an …“

            Ein ziemlich schwachsinniges Argument.
            Wenn ich mich für einen Mittelklassewagen entscheide, dann weil ich mir davon mehr Fahrspaß oder mehr Nutzen verspreche.

            Die ersten drei Jahre hatte ich meine Kleinen zu den Ferien mit einem Kleinwagen von ihrem 500 km entfernten Zuhause abgeholt und – nach Ablauf der Ferienzeit – wieder zurückgebracht.
            Später mit einem Mittelklassewagen.
            Was die Fahrqualitäten anbelangt, lagen Welten zwischen den beiden Fahrzeugen.
            Beim kleinen war ab Tempo 120 wegen der Fahrgeräusche keine Kommunikation mehr möglich, der große erlaubte selbst bei Tempo 180 noch ein normales Gespräch (nicht, dass ich so gefahren bin, aber ich wollte es einmal wirklich wissen).
            Es zerreißt einem das Herz, wenn man mit dem Auto in der Gluthitze eines Sommertags im Stau steckenbleibt und sieht, wie die Kinder leiden. Der große Wagen hatte Klimaanlage – und ein leistungsfähiges Navi.

            Anyway, das ist kein Argument, was Du da bringst. Für jede Entscheidung im Leben gibt es eine andere, die besser/vernünftiger/sozialer gewesen wäre.

            „Versuch Dir mal vorzustellen, es hätte damals für Dich (ausschließlich in der frühesten Frühschwangerschaft!) die Möglichkeit bestanden, Deine werdende Vaterschaft schriftlich zu „widerrufen“. Wir leicht wäre Dir die Entscheidung gefallen?“

            Zu der Zeit war meine Beziehung zu der werdenden Mutter noch/schon ambivalent. Vermutlich hätte ich mich für die Kinder entschieden, weil ich hoffte, dass die rationalen Gründe uns besser zusammenbringen würden.

            Aber ich hatte eben auch Beziehungen, die schon so kaputt waren, dass ich mich ganz entschieden FÜR einen „Widerruf“ ausgesprochen hätte.

          • Ich vermute einfach so in’s Blaue, daß die von Dir getrennt beantworteten Zitate des Semi-Inkubators in ihren Augen ein Gesamtargument darstellen. Ob nun Spaßmobil oder Kind, es gilt in der Entscheidung abzuwägen: Kosten, Nutzen und Entertainmentfaktor, Punkt!

          • „Ob nun Spaßmobil oder Kind, es gilt in der Entscheidung abzuwägen: Kosten, Nutzen und Entertainmentfaktor, Punkt!“

            Korrekt!
            Vielleicht noch ergänzt mit „Entscheidungshoheit“.

          • „Ein Auto bindet schnell einen Großteil der wirtschaftlichen Ressourcen, die ein durchschnittlicher Mann erwirtschaftet. Und das (nahezu) lebenslang“
            klingt wie? (Schwachfug, meine ich).
            Würde das ernstlich jemand sagen, oder abkaufen, wenn mit dieser Aussage konfrontiert?

            „Vermutlich hätte ich mich für die Kinder entschieden“
            Davon bin ich ausgegangen, aber das war ja nicht die Frage.
            Die Frage war, wie leicht es Dir wohl gefallen wäre Dich festzulegen im Moment des Bekanntwerdens der Schwangerschaft. Ich bin nämlich der Meinung, Befürworter der Idee wollen Männern da eine Entscheidung abverlangen, die sie vollkommen überfordern würde, wodurch jährlich hunderttausendfach großes (neues) Leid vorprogrammiert wäre. Die „juristische Abtreibung“ ist für mich also nicht bloß eine Kinder- und Frauenfeindliche, sondern zudem auch noch eine im Kern wahrhaft Männerfeindliche Idee.

            „Aber ich hatte eben auch Beziehungen, die schon so kaputt waren, dass ich mich ganz entschieden FÜR einen „Widerruf“ ausgesprochen hätte.“
            Aber da wäre es dann doch besser gewesen sich gegen (weiteren) Sex mit diesen Frauen zu entscheiden (sprich schnellstmöglich eine Trennung zu vollziehen). Gerade weil man doch weiß, dass die eigenen Handlungsoptionen im Zweifelsfall recht begrenzt sind.

          • „Ein Auto bindet schnell einen Großteil der wirtschaftlichen Ressourcen, die ein durchschnittlicher Mann erwirtschaftet. Und das (nahezu) lebenslang“
            klingt wie? (Schwachfug, meine ich).
            Würde das ernstlich jemand sagen, oder abkaufen, wenn mit dieser Aussage konfrontiert?

            DU hast doch diesen schwachsinnigen Vergleich ins Spiel gebracht, der m.M.n. verhältnismäßig überhaupt nicht passt. Ein Auto bindet auch nicht schnell einen Großteil der wirtschaftliches Ressourcen. Das mag vielleicht für Auszubildende oder Geringverdiener gelten, aber ist nicht die Regel. Du baust hier deine ganze Argumentation auf Extrembeispielen auf.

            Was hältst du denn von der Babyklappe? Die müsste dann doch d.M.n. auch barbarisch sein und abgeschafft werden.

          • „Würde das ernstlich jemand sagen, oder abkaufen, wenn mit dieser Aussage konfrontiert?“

            Auf jeden Fall. Ich weiß nicht, wie’s heute ist, aber noch in meiner Twen-Zeit waren Autos Statussymbole, für die man sich krummlegte. Noch meine Tante hatte sich als Hilfsarbeiterin mühsam einen Golf geleast (zum Kaufen reichte das Geld nicht), obwohl sie sich kaum ein Fahrrad leisten konnte.
            Gefahren ist sie den Wagen nur wenige Male am Anfang, später nie mehr, weil sie das Geld für den Sprit nach Abdrücken der Leasing-Raten nicht mehr hatte.

            „Die Frage war, wie leicht es Dir wohl gefallen wäre Dich festzulegen im Moment des Bekanntwerdens der Schwangerschaft.“

            Was verstehst Du unter „im Moment des Bekanntwerdens“?
            Die logische Sekunde, nachdem das „ … schwanger“ verhallt war?
            Wenn ja, dann habe ich natürlich erstmal nach Luft geschnappt.
            Aber wohl keine 10 Sekunden später war mein Entschluss klar: „Wir schaffen das!“

            „Aber da wäre es dann doch besser gewesen sich gegen (weiteren) Sex mit diesen Frauen zu entscheiden (sprich schnellstmöglich eine Trennung zu vollziehen). Gerade weil man doch weiß, dass die eigenen Handlungsoptionen im Zweifelsfall recht begrenzt sind.“

            Vielleicht war der letzte Sex ja schon acht Wochen (oder länger) zurück?
            Und das mit der Trennung läuft auch nicht immer auf Knopfdruck. Oft haben beide Partner zusammen eine Wohnung gemietet, aus der sich allenfalls die Frau verdrücken kann, der Mann aber nicht. So einen Haushalt entflicht man nicht mal so eben.

          • „Ich weiß nicht, wie’s heute ist, aber noch in meiner Twen-Zeit waren Autos Statussymbole, für die man sich krummlegte.“

            Wohl eine Generationenfrage.
            Gerade für ein Dorfkind wie mich war die durch ein Auto zu gewinnende Freiheit nie nur ein „nice to have“/Statussymbol, sondern im Grunde ja eine pure Notwendigkeit (de facto hab ich meinen Kleinbus aber immernoch nicht 😦 – kommt irgendwann dies Jahr aber noch, ganz bestimmt/höchstwahrscheinlich).
            Kinder scheinen bei Vielen hingegen eher die dazu gegenläufige Entwicklung dazu durchgemacht zu haben…

            „Aber wohl keine 10 Sekunden später war mein Entschluss klar: „Wir schaffen das!““

            Das hab ich ja auch mal als die (von der evolutionären Warte aus betrachtet) einzig-denkbare Reaktion eines psychisch-gesunden (!) Mannes ausgegeben. Warst es nicht aber gerade Du, der daraufhin sagte, die normale Reaktion angesichts einer unerwarteten Schwangerschaft sei ein „Das schaffen wir nie!“?

            „Was hältst du denn von der Babyklappe? Die müsste dann doch d.M.n. auch barbarisch sein und abgeschafft werden.“

            Babyklappen existieren zum Zwecke der Lebensrettung.

            Die von Maskus präferierte, von mir kritisierte Idee soll hingegen wohl in erster Linie die Abtreibungsfallzahlen deutlich erhöhen – und daneben dann z.B. für mehr Kinder in Armut sorgen.

          • „– nicht bloß er, sondern auch seine Eltern (im Austragungsfall) ein lebenslanges Kontakt(aufnahme)verbot einhielten
            u.a.“

            Das ist echt komisch! Ich habe dich hier noch nie schreiben hören das es falsch ist das Mütter diese Kontaktaufnahme zu den Väter verhindern können, wenn sie es nur wollen und jetzt kommst du mit den „Rechten“ der Großeltern die gegen die möglichen Rechte des Mannes sprechen. Der Mann soll bei dir echt immer die Arschkarte ziehen, was? Würde es um eine Frau gehen, wäre natürlich wieder alles anders. Du bist echt nicht zu fassen.

          • „Was hältst du denn von der Babyklappe? Die müsste dann doch d.M.n. auch barbarisch sein und abgeschafft werden.“

            Babyklappen existieren zum Zwecke der Lebensrettung.

            Und wenn ein Mann sich nicht um ein Kind kümmern will, dann ist dessen Leben Gefahr? Weil die Mutter das alleine nicht packt?

            Bei dir darf ein Mann gezwungen werden, aber Frauen sollen allen Möglichkeiten offen haben, was? All diese Notfallpläne gibt es für Männer nicht. Die Frau kann in belügen und ungewollt zum Vater machen und das soll er dann fressen, ob er es will oder nicht. Er müsste schon das Land und sein bisheriges Leben hinter sich lassen.

            Ich bin ja bei dir das man eine Frau nicht zur Abtreibung zwingen oder nötigen soll, aber wieso soll das gleiche nicht für eine Vaterschaft gelten?

          • „Bei dir darf ein Mann gezwungen werden, aber Frauen sollen allen Möglichkeiten offen haben, was? All diese Notfallpläne gibt es für Männer nicht. Die Frau kann in belügen und ungewollt zum Vater machen und das soll er dann fressen, ob er es will oder nicht.“

            Semi ist nun mal eine Feministin durch und durch. Logik ist männliches Teufelszeug.
            Und da Frauen durch und durch gute Menschen sind, jeder Schlechtigkeit abhold, KANN die Entscheidung einer Frau nicht schlecht sein.

            „Warst es nicht aber gerade Du, der daraufhin sagte, die normale Reaktion angesichts einer unerwarteten Schwangerschaft sei ein „Das schaffen wir nie!“?“

            Mag sein. Es ist in erster Linie eine Frage des „im Moment des Bekanntwerdens“. In der erwähnten logischen Sekunde erscheint die Aufgabe tatsächlich überwältigend. Für Männer steht nämlich nicht die ganze Frauenhelferindustrie Gewehr bei Fuß, die Euch sofort zur Seite springt, wenn Ihr mal mit den Augen plinkert. Wir müssen die Aufgabe allein wuppen – oft sogar noch gegen die ganze Phalanx Eurer Helfer. Auf Männer – und das schreibe ich jetzt aus persönlicher Erfahrung – kommen weit mehr Anforderungen zu, als auf Frauen.

          • Lächerlich, Carnofis.

            „Er müsste schon das Land und sein bisheriges Leben hinter sich lassen.“

            Oder das Glück haben, dass die Frau noch einen neuen Vater fürs gemeinsame Kind findet -> häufigster Fall von Adoption heutzutage.

            Ihr möchtet die Idee der „juristischen Abtreibung“ irgendwie verteidigen? Ja dann versucht das doch mal.

          • „Ihr möchtet die Idee der „juristischen Abtreibung“ irgendwie verteidigen?“

            Ach Semi, irgendwann gleitest Du immer ins Krawallige ab, oder?
            ICH habe mich nie fürs „juristische Abtreiben“ , wohl aber für Waffengleichheit vor dem Gesetz ausgesprochen. Da klemmt es noch gewaltig im berüchtigten Patriarchat.

          • „Ihr möchtet die Idee der „juristischen Abtreibung“ irgendwie verteidigen? Ja dann versucht das doch mal.“

            Gegenüber jemanden wie dir, der sich die Mühe macht dagegen zu argumentieren das Männer die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben wie Frauen?

            Was soll das bringen? Wir besitzen kein gemeinsames moralisches Konzept und du wirst wie gewohnt einfach alles ignorieren oder nicht gelten lassen, was dir nicht in den Kram passt.

        • „Gegenüber jemanden wie dir, der sich die Mühe macht dagegen zu argumentieren das Männer die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben wie Frauen?“

          Wenn Dus nicht hättest überlesen wollen, wär Dir aufgefallen, dass ich sehr wohl berechtigte Anliegen sehe, z.B. beim Punkt „medizinische Vorsorge“ ganz klar Verbesserungen für Männer befürworte.

          Dazu gehört auch (da stehts jetzt nicht, aber wer meine Ausführungen seit Längerem verfolgt müsste es wissen oder wenigstens erahnen können), dass ich – relativ allein auf weiter Flur wie mir scheint – eine Kostenübernahme der Vasektomie fordere (die es für einige Jahre tatsächlich auch schonmal gab in der BRD). Dass dem in der Praxis weitere Beschränkungen auferlegt sind – kinderlose Männer und allgemein Männer unter 30 fast keine Chance haben einen sie behandelnden Arzt zu finden; das Einverständnis der etwaig vorhandenen Partnerin abgefragt wird -, kritisiere ich ebenfalls.

          Auch hormonelle Verhütungsmittel wären Euch ja zugängig, wenns denn nach mir ginge. Und zwar natürlich (!) unter den gleichen Voraussetzungen wie fürs weibliche Geschlecht – d.h. (nach derzeitigem Stand:) ohne festgelegte Altersuntergrenze, Wissen und Einverständnis der Erziehungsberechtigten, sowie auch als Regelleistung der Krankenkassen im Falle zumindest der Minderjährigen.

          Das Recht auf bodily autonomy will ich also nachweislich keinem männlichen Wesen irgendwie streitig machen, im Gegenteil sogar! Da bleibt auch wirklich noch was zu tun für Euch, Motto:
          it’s better to unload a gun than to shoot at a (allegedly) bulletproof vest.

          Aber tragischerweise ist ja eher nicht Eure Stoßrichtung.
          Ihr Kurpfuscher würdet stattdessen die Rechte und Möglichkeiten Anderer (Frauen und Kinder) beschneiden wollen, wenn man Euch ließe. Und damit verdient Ihr Euch meine Feindschaft.

          • Und welche Rechte von Frauen sollen beschnitten werden? Sonderrechte?
            Das Frauen die Möglichkeit haben, Männer zur Vaterschaft zu zwingen oder zu erpressen – ja, gäbe es ein Methode das zu verhindern, würde ich dafür sein das ihnen diese Möglichkeit genommen wird. Wenn du daran festhalten willst, werden wir da nie einer Meinung sein.

            Kinderrechte? Das Recht auf einen Vater? Müttern ist es heute möglich Kindern nahezu konsequenzenlos den Vater vorzuenthalten, wo sind da die Kinderrechte? Wo ist da DEIN Protest? Haben Mütterlobbisten dann auch deine Feindschaft verdient, du Quatschkopf?
            Aber wenn der Vater das von sich aus machen willen, sollen ihm das verboten werden? Und da ist es wieder: Der Doppelstandard.

            Im aktuellen Zustand werden Kinderrecht doch dann schon verletzt und du solltest Männer- und Väterrechtler dabei unterstützen, dass sie auch gegen den Willen der Mutter Kontakt zueinander haben können.

            Natürlich will ich Kindern diese Rechte nicht nehmen, aber das man Männer diese Entscheidung vorenthält und sie zwingt etwas zu tun zu dem sie nicht zugestimmt haben oder einverstanden waren, halte ich für einen ungerechten Zustand – du magst das anders sehen.

            Männer sollen einfach selbst verhüten? Ja, das ist wohl das Beste. Damit empfiehlst du ständiges Misstrauen gegenüber Frauen, weil man sich auf ihr Wort ja nicht verlassen soll. Wäre das eine Lösung nach deinem Geschmack?

          • „Und welche Rechte von Frauen sollen beschnitten werden?“

            Kommt im Detail drauf an, wen Du fragst.

            Am häufigsten vertreten scheint mir aber die (ich gebe zu: implizite) Ansicht, dass Frauen ungewollte Schwangerschaften austragen und dann die Kinder zur Adoption freigeben sollten. Bzw. dem Vater überlassen, wenn ders denn will.

            „Kinderrechte? Das Recht auf einen Vater? Müttern ist es heute möglich Kindern nahezu konsequenzenlos den Vater vorzuenthalten,“

            Faktisch ist das verboten und in der Praxis werden laufend Geldstrafen gegen Mütter verhängt aus diesem Grund.

            „Aber wenn der Vater das von sich aus machen willen, sollen ihm das verboten werden?“

            Väter, die keinen Umgang mit ihrem Kind pflegen wollen, setzen das normalerweise (seit jeher) auch um.

            „Männer sollen einfach selbst verhüten? Ja, das ist wohl das Beste.“

            Schön, wenn da Einigkeit besteht.
            Und wers nicht macht, der sollte sich auch mal nicht beschweren.

            „Damit empfiehlst du ständiges Misstrauen gegenüber Frauen, weil man sich auf ihr Wort ja nicht verlassen soll. Wäre das eine Lösung nach deinem Geschmack?“

            Also Hauptsache wäre, dass was immer mann da täte die Problematik selbst zu verhindern hilft – die Motivation werte ich nachrangig.

            Realitätsbasierter Grund ist allerdings vielmehr der Umstand, dass keine reversible Verhütungsmethode (mit Ausnahme der Vasektomie und nach Expertenansicht die hormonelle Verhütung beim Mann) 100 % die Entstehung einer Schwangerschaft bei PIV (mit prä-menopausalen Frauen) ausschließen kann.

            Persönliche Anmerkung: ich habe das starke Gefühl, dass sich bei uns nun insbesondere die Praktiken anpassen müssen, PIV sich vom Regel- zum Ausnahmefall entwickeln wird. Das ist nicht gleichbedeutend mit „Enthaltsamkeit“, of course…

          • @ Semi-Inkubator:
            „„Und welche Rechte von Frauen sollen beschnitten werden?“

            Kommt im Detail drauf an, wen Du fragst. “

            Nein, es kommt darauf an, welche definierten Rechte beschnitten werden. Daß Du von denselben nicht den blassesten Dunst hast ( Dir darob ein paar in Dein Malen-nach-Zahlen-Buch kritzelst ), ist kein gültiges Kriterium.

            „„Kinderrechte? Das Recht auf einen Vater? Müttern ist es heute möglich Kindern nahezu konsequenzenlos den Vater vorzuenthalten,“

            Faktisch ist das verboten und in der Praxis werden laufend Geldstrafen gegen Mütter verhängt aus diesem Grund.“

            Ja, rechtlich ist das verboten ( im Umkehrschluss, also es gibt ein internationales Recht auf beide Eltern ). National gibt es sogar ein proforma-Gesetz dazu ( §235 StGB ). Nur ist es national gefestigte Rechtsprechung, daß dieses Gesetz im innerdeutschen Trennungsfall gegen Frauen NICHT zur Anwendung kommt ( und bei internationalen Verschleppungen auch fast nie, außer eine Behörde sitzt als treibende Kraft dahinter ). Gegen Männer wird es allerdings durchgehend mit größtmöglicher Härte umgesetzt ( da kommt schon mal ein SEK mit MP im Anschlag und nebelt alles mit Kampfgas ein ).
            Ergo: Im Verschleppungsfall gibt es praktisch KEINE „Geldstrafen“ gegen Frauen, während Männer verdroschen und eingeknastet werden!

            „Väter, die keinen Umgang mit ihrem Kind pflegen wollen, setzen das normalerweise (seit jeher) auch um.“

            Dagegen gibt es allerdings ein nationales Gesetz und dieses sieht Ordnungsmittel bis zu 25000€ ( also keine „Strafe“, sondern nur als „Ruf zur Ordnung“ ), rsp. bis zu einem halben Jahr Knast vor. Nachzulesen im §89FamFG.
            Wenn also Mütter die dazu notwendigen Anträge ( FamFG ist reines Antragsrecht ) nicht stellen, liegt das an ihnen selbst, bzw. ( vermutlich sogar am meisten ) daran, daß Femipropagandisten ihnen ein „Männerrecht auf Nichtumgang“ an die Backe lügen, so wie Du das hier auch gerade treibst.
            Kurz: An den wenigen Männern, die sich der Unterhaltspflicht ( ein 6-Punkte-Programm, das unmittelbar nix mit der DD-Tabelle zu tun hat ) entziehen, haben die Mutterkultler propagandistisch deutlich höhere Anteile daran, als irgendein VT-Patriarcht.

            „„Damit empfiehlst du ständiges Misstrauen gegenüber Frauen, weil man sich auf ihr Wort ja nicht verlassen soll. Wäre das eine Lösung nach deinem Geschmack?“

            Also Hauptsache wäre, dass was immer mann da täte die Problematik selbst zu verhindern hilft – die Motivation werte ich nachrangig.“

            Nur zur Verdeutlichung: Du meinst also, eine Geschlechterkriegsbasis in Form eines gegenseitigen Generalverdachts ( auf Verlogenheit ) ist durchaus legitimes Mittel zum Zweck?
            Hauptsache das Pillenproblem wird vielleicht ein wenig weniger „Frauenbelastend“?
            Schließt Du da von eigenen Gepflogenheiten auf die anderer Mitmenschen?

          • „Faktisch ist das verboten“

            WENN sie vorher verheiraten waren. Ansonsten haben Väter ohne Sorgerecht Pflichten und keine Rechte.

  1. Wäre ich eine Frau, dann wollte ich selbst bestimmen.

    Das ist so lange ok, so lange es nur die Frau betrifft. Tut es aber nicht! Es betrifft auch ein sich entwickelndes MENSCHLICHES Leben.

    Wenn sie das Kind nicht will, dann ist es alleine ihre Entscheidung.

    Auch hier liegst du falsch. So wie zum Kindermachen üblicherweise zwei gehören, gehören auch zu dieser Entscheidung zwei. Der Mann ist aber, wie meistens in der heutigen Zeit, vollkommen rechtlos.
    Nur die Frau darf, über teils weitreichende Konsequenzen, Entscheidungen treffen. Von denen u.U. auch der werdende Vater betroffen ist.

    • Ich liege nicht falsch, es ist Konsens, das die Frau abtreiben darf, wenn sie es will. Die Mehrheit im Parlament hat das so entschieden und die Minderheit der Gegner ist unterlegen. Man nennt das Demokratie. Ich persönlich würde nie ein Kind abtreiben wollen, aber es ist halt so entschieden worden.

      Und ein Zellhaufen ist kein Mensch, es ist eine Vorstufe zum Menschen. Dieser Zellhaufen hat keine Rechtsfähigkeit und daher kann er eben abgetrieben werden. Man mag das kritisieren, aber es ist Fakt.
      Übrigens, für Männer gibt es Kondome, die schützen. Keine meiner Frauen stand je vor einer Entscheidung zur Abtreibung. Geht also.

      M

        • Kannst du logisch denken?

          Wenn Zeugungsfähige ein Kondom benutzen, dann kommt es nicht zur Schwangerschaft.
          Wenn Zeugungsunfähige ein Kondom benutzen, dann kommt es mit Sicherheit nicht zu einer Schwangerschaft.
          Wo ist dein Problem? Erklär es mir. Ich kann leider nur logisch denken und verstehe dein Argument nicht.

          M

          • Naja meine Mutter hat damals bis zum 4. Schwangerschaftsmonat die Pille weiter genommen, war ein Tropi-Baby. Und die Pille ist sicherer als ein Kondom. Wenn du also nicht fortpflanzungsunfähig bist aber regelmäßig in weibliche Körperöffnungen ejakulierst besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

          • „Wenn Zeugungsfähige ein Kondom benutzen, dann kommt es nicht zur Schwangerschaft.“

            Außer in den bis zu 15 % der Fälle, wo es dann eben doch zu einer Schwangerschaft kommt…

            Die Frage ist aber mehr eine allgemeine: so leicht wie es doch ist, Zeugungs(un)fähigkeit (im medizinischen Sinne) per Test auszuschließen, so unverständlich ist es doch, dass dies im Normalfall nie geprüft wird, so dass sich der Anteil der von Natur aus sterilen Männer auch nur (auf 10-20 %)schätzen lässt. Ich empfinde das als frauenfeindlich, denn so provoziert mann auch völlig unnötige Nutzung invasiver Schwangerschaftsverhütungsmethoden.

          • Außer in den bis zu 15 % der Fälle, wo es dann eben doch zu einer Schwangerschaft kommt…

            Woher kommen diese 15%? Hast du gewürfelt?
            Kondome haben eine Ausfallquote von 6-18 Prozent. Wenn davon 15% der Paare kinderlos bleiben (So hoch ist die ungefähre Quote bei Paaren die ein Kind wollen!), dann ergibt sich ein Wert von knapp unter 3% aller Männer, die trotz Kondom und Zeugungsunfähigkeit Vater werden könnten.

      • Ich liege nicht falsch, es ist Konsens, das die Frau abtreiben darf, wenn sie es will.

        Was nicht zwangsläufig richtig sein muss. Und ein Konsens besteht ja offensichtlich nicht. Wir würden ja nicht diskutieren, wenn wir uns einig wären. 😉

        Kannst du logisch denken?

        Das war eine rhetorische Frage oder? Semikolon und denken passt eher semi-optimal zusammen. 😀

  2. Okay, es gibt vier Fälle:

    Sie will das Kind, er auch = kein Problem
    Sie will nicht, er will nicht = kein Problem
    Sie will, er nicht = Problem. Bisher keine Lösung
    Sie will nicht, er will = Problem, sie trifft die Entscheidung

    Fall 3 kann ja diskutiert werden. Fall 4 ist klar, da die Frau schwanger ist, wiegt ihre Entscheidung schwerer. Man könnte daran forschen, dem Vater eine Austragung des Kindes zu ermöglichen, dann wäre das gelöst. Nicht mein Ding, aber bitte, wer es so will, der soll für eine Lösung sorgen….

    M

    • „Fall 4 ist klar, da die Frau schwanger ist, wiegt ihre Entscheidung schwerer. “

      Das Gleiche gilt in stärkerem Maße auch für Fall 3.

      Und man kann auch nicht so tun, als würden Frauen NIE das Interesse der werdenden Väter abfragen und ihre Entscheidung danach richten.

      • Kannst du das bitte logisch formulieren?

        „Und man kann auch nicht so tun, als würden Frauen NIE das Interesse der werdenden Väter abfragen und ihre Entscheidung danach richten.“

        Das ist doch in Fall eins und zwei geklärt.

        Wo ist dein Problem?

    • Danke an Mika für die Strukturierung, nehmen wir mal die Konfliktfälle:
      „Sie will, er nicht = Problem. Bisher keine Lösung
      Sie will nicht, er will = Problem, sie trifft die Entscheidung“

      Disclaimer: Szenarien wie eine gesundheitliche Gefahr durch die Schwangerschaft oder durch Straftaten zustande gekommene Schwangerschaften bleiben außen vor, da in diesen Fällen der freie Wille ja bereits beschädigt bzw. beeinflusst ist.

      Für die verbleibenden Szenarien sehe ich 2 mögliche Ansätze.

      Ansatz A: wer nicht will trifft diese Entscheidung und der jeweils andere muss mit den Folgen klar kommen. D. h. will die Mutter nicht macht es keinen Sinn sie an einer Abtreibung zu hindern, da selbige Mutter innerhalb der EU heute in wenigen Stunden z. B. in den Niederlanden ist und dann hat sich das Thema auch erledigt. Anders herum gilt für den Fall das der Vater nicht will, dass dann die Mutter das Kind alleine großziehen muss. Die Erklärung des Vaters muss in diesem Fall unbedingt sorgfältig geregelt werden, da diese natürlich zeitlich in die Schwangerschaft fällt.

      Ansatz B: Entscheidung durch Konsens. Die Abtreibung ist nur möglich, wenn beide Elternteile zustimmen. Das wäre in diesem Punkt eine Verschärfung des jetzigen Abtreibungsrechts. Evtl. braucht es für sozial oder wirtschaftlich prekäre Fälle eine Instanz für den Fall einer Meinungsverschiedenheit der Elternteile. Zudem stellt sich die Frage was passiert wenn die Mutter trotzdem abtreibt oder der Vater tatsächlich oder vorgeblich nicht aufzufinden ist.

      • Das wird schwer umzusetzen sein. Es ist halt ne Laune der Natur, das die Frau das Kind austragen muss und sie die überwiegende Last trägt. Und nur sie kennt den Vater, meistens jedenfalls. Ich glaube nicht wirklich, das hier eine juristische Lösung möglich ist. Und eine Mehrheit wird wohl auch keine andere Regelung als die heutige wollen. Die Parteien, die gegen Abtreibung sind, laufen wohl so ziemlich alle unter 1%. Ist halt Realität, andere Meinungen sind legitim, aber eben in der Minderheit.

        M

        • „Und eine Mehrheit wird wohl auch keine andere Regelung als die heutige wollen.“

          Die Mehrheit ist sich wohl des Spruchs bewusst: alle Lösungen sind schlecht. Nur einige sind schlechter.

  3. Also ein Fötus ist kein Krebsgeschwür, das man so einfach wegschneiden kann, sondern ein werdender Mensch.

    Natürlich gibt es da Konfliktsituationen wo man entscheiden muss: das Leben des Fötus oder das der Mutter, oder im Falle von Inzest oder Vergewaltigung. Die irische Lösung ist sicher nicht unangemessen, nach dem 3. Monat sind nämlich beim Fötus bereits Ansätze von Bewusstsein und Schmerzempfindlichkeit vorhanden, die eine Abtreibung verbieten.

    Höchst befremdlich finde ich allerings, wie die Entscheidung von Frauen und Medien gefeiert wurde, als wäre Abtreibung ein Grund zur Freude. Das kann sie eigentlich grundsätzlich nicht sein, selbst wenn man sie im Einzelfall befürworten mag.

    • Ein Fötus in der 12. Woche hat so etwa 5-10 Gramm. Den kann man einfach so entfernen. Ob man das will, ist eine andere Frage. Und es gibt sicherlich wenige Frauen, die denken, ich lass mir mal ein Kind machen und dann treib ich es ab, weil es so geil ist. Also ich kenn keine.

      Es ist immer eine persönliche und sicher schwere Entscheidung der Frau, ich wünsche mir da mehr Mitgefühl.

      M

      • Ein Fötus in der 12. Woche hat so etwa 5-10 Gramm. Den kann man einfach so entfernen.

        Klar kann man das. Ein frisch geworfener Säugling wiegt auch nur rund 3-4 kg. Da ist die Entsorgung auch noch nicht so schwer. Schlimmer wird es da schon mit Erwachsenen. Die sind so groß, die entfernt man nicht einfach mal so, die zerstückelt man am besten erst.

        Achso, das Bewusstsein und Schmerzempfinden sind natürlich schon beim Säugling weiter entwickelt als beim 12 Wochen alten Fötus. Aber wen stört es schon, wenn ein (werdender) Mensch Schmerzen und vielleicht sogar Angst empfindet? Dient ja schließlich alles dem Interesse der Frauen.

        Und es gibt sicherlich wenige Frauen, die denken, ich lass mir mal ein Kind machen und dann treib ich es ab, weil es so geil ist. Also ich kenn keine.

        Wenn man sich bspw. in den sogenannten sozialen Medien umschaut, könnte man das anders sehen. Die meisten Frauen stehen zumindest auf dem Standpunkt: Mein Körper, damit mache ich was ich will. Und übergehen dabei mehr oder weniger gut gekonnt den Fakt, dass es eben nicht nur um sie selbst und ihren Körper geht, sondern um ein werdendes, menschliches Leben.

        Frag mal unsere Feministin, die noch nicht mal ohne Männer entscheiden kann, ob eine Impfung bei ihrem Kind sinnvoll wäre. 😉

        • Tja, die Römer haben die Spätabtreibung erlaubt. Bei uns ist es Mord. So ändern sich die Zeiten und das Recht- Eine Tötung ist es ja, aber bis zum 3. Monat eben ohne Strafe.

      • @ Milka:
        „Ein Fötus in der 12. Woche hat so etwa 5-10 Gramm. Den kann man einfach so entfernen.“
        Nach der Denke kannst Du auch den ganzen Tag Frösche und Spitzmäuse im Schlagwerkmixer pürieren.
        Oder eben Kinder …

        Übrigens, bist Du bald fertig mit dem Rüberkopieren Deiner Textbausteinsammlung?
        Der Quatsch ist schon dermaßen ausgequetscht, daß er nicht mal mehr quietscht.

    • „Höchst befremdlich finde ich allerings, wie die Entscheidung von Frauen und Medien gefeiert wurde, als wäre Abtreibung ein Grund zur Freude. “

      Sie freuen sich, dass sie jetzt eine Handlungsoption haben, wie sie in vielen Ländern längst gang und gäbe ist. Es freut sich niemand darauf jetzt schwanger werden zu können um dann abtreiben zu können. Aber die Entscheidung über die Option kann durchaus freudig sein.

      Wenn eine Frau nach einem OneNightstand schwanger werden würde und dann sagt, sie muss sich überlegen ob sie abtreibt weil Gewissen bla bla bla, dann würde ich mich auch freuen, wenn sie mir die Entscheidung mitteilt, dass sie abtreibt und traurig sein, wenn sie es nicht macht.
      Das ist doch sehr verständlich.

      • @ Chrissy:
        „Wenn eine Frau nach einem OneNightstand schwanger werden würde und dann sagt, sie muss sich überlegen ob sie abtreibt weil Gewissen bla bla bla, dann würde ich mich auch freuen, wenn sie mir die Entscheidung mitteilt, dass sie abtreibt und traurig sein, wenn sie es nicht macht.
        Das ist doch sehr verständlich.“

        Findest Du?
        Na, Hauptsache kein Gewissen …

  4. War in Irland bisher die Abtreibung nicht grundsätzlich verboten? Auch nach Vergewaltigung und Gefahr für das Leben der Schwangeren?
    So gesehen müsste der Titel des Threads eher sein: „Iren stimmen für eine legale Möglichkeit zur Abtreibung“.

  5. Als ich jung war, viel es mir irgendwie leichter, diese Frage zu beantworten. Heute, mit 40+ und eigenen Kindern, würde ich Abtreibungen nicht mehr gutheißen. Nicht wenn man die Kinder auch austragen und zur Adoption freigeben könnte. Aber ich könnte auch keine Samenspenden machen, es würde mich schon um den Schlaf bringen, zu wissen, dass irgendwo Kinder von mir ohne mich aufwachsen.

    Vielleicht ist das albern emotional, aber es erscheint mir einfach unglaublich wichtig, dass man sich um die Fortsetzung des eigenen Erbgutes kümmert, dessen spezielle Bedürfnisse man ja am besten kennt… und es kommt mir gefühllos-barbarisch vor, den eigenen Nachwuchs zu töten, auch wenn er zu dem Zeitpunkt noch winzig ist.

    Es passt aber in die heutige dekadent-materialistische Sichtweise, in der die Individualität vergöttert und Verantwortung kleingeschrieben wird. Die jüngeren Iren konnten sich dem offenbar auch nicht entziehen, wie auch, die Propaganda schallt 24h pro Tag von allen Kanälen und die Kirche ist längst moralisch verbraucht, offenbar mittlerweile auch in Irland.

    Aber ich bin relativ sicher, dass auch dieser Zustand nicht ewig anhalten wird. Der gesamte Westen macht eine moralische Krise historischen Ausmaßes durch und was an deren Ende steht, können wir noch nicht ahnen.

      • Tja, ältere Leute sind nunmal im Schnitt etwas gefestigter und hatten auch mehr Zeit und Gelegenheit ihren Verstand zu trainieren, als Grünschnäbel.

        Na ja, und das mit der „Moral“ ( räusper ) …
        Ich will es mal so sagen:
        Das längste und umfassenste soziologisch-empirische Experiment, das noch läuft, ist wohl das zur Jungenaufzucht bei den höheren Säugetieren.
        Youngsters wollen sich halt gern unkontrolliert vermehren ( und kommen mit den Folgen nicht allein klar ), weshalb es i.d.R. die Alten sind, die ihnen erklären müssen, was da in ihnen abläuft und warum.
        Ist ein schon recht gut stabil laufendes ( mittlerweile ) genetisches Programm, das sich auch wieder zur Normalität entwickeln wird, wenn die momentane Phase des kollektiven Durchdrehens etwas abklingt.

  6. Eine Angabe fehlt leider in der Ja/Nein Aufschlüsselung die mich brennend interessieren würde. Nämlich die Altersgruppen wiederum nach Geschlechtern unterteilt.

    Laut folgendem Artikel der für die Abtreibungsdebatte sehr wichtige Information ist:

    https://www.theguardian.com/science/the-lay-scientist/2014/apr/30/why-are-women-more-opposed-to-abortion

    ist die Bevölkerungsgruppe die am stärksten gegen freizügige Abtreibungsgesetze ist nämlich ältere Frauen.

    Das hat sehr wichtige Auswirkungen auf die Interpretation des ganzen. Männer sind generell in der Abtreibungsfrage eher indifferent (‚Frauenangelegenheit‘), tendieren eher für Freigabe. Der grosse Graben läuft dagegen durch die Frauen, mit jungen Frauen sehr stark für Freigabe, ältere Frauen für Restriktionen.

    Die Abtreibungsfrage ist damit kein feministischer Bullshit wie „Böse Männer wollen die armen Frauen mit einem Baby einsperren“, sondern ganz im Gegenteil ein intra-weiblicher Konflikt, und zwar zwischen Müttern/Großmüttern auf der einen und deren Töchtern auf der anderen Seite.

    Das ganze geht soweit daß man überlegen sollte nur Männer abstimmen zu lassen, sollte man liberale Abtreibungsgesetze wollen. Wenn nur Frauen abstimmen könnte es je nach Umständen passieren daß dabei verschärfte Abtreibungsgesetze rauskommen.

    Ich kann das auch aus eigener Erfahrung wieder ganz frisch bestätigen, komme gerade von einem 70-sten Geburtstag in meiner Verwandtschaft zurück. Wer hat die ganze Zeit meine Partnerin und mich mit der dummen Frage „Wann kommen endlich Kinder?“ genervt, wer kriegt beim Gedanken an Verhütungsmittel und Abtreibungen schiere Panikanfälle? Grossmama und unsere nervigen Tanten.

    • Wer hat die ganze Zeit meine Partnerin und mich mit der dummen Frage „Wann kommen endlich Kinder?“ genervt, wer kriegt beim Gedanken an Verhütungsmittel und Abtreibungen schiere Panikanfälle? Grossmama und unsere nervigen Tanten.

      Tja, die sind alt, die wissen worauf es im Leben ankommt 😉

      • Ironischerweise haben nicht wenige unserer Tanten selbst keine Kinder.

        Insofern denke ich ist die Motivation eher eine ganz andere: Die möchten die positiven Seiten von Kindern geniessen, und sobald die Kleinen anfangen zu nerven kann man sie wieder zu Mama&Papa zurückgeben.

        Lustigerweise ist auch ein Vorwurf den wir gerade von einer unserer kinderlosen Tante bekommen, daß wir egoistisch seien wenn wir ihr keine süsse Nichte oder Neffen produzieren. Stellt sich die Frage, wer hier egoistisch ist.

        Und speziell als Mann sollte man in den derzeitigen Zeiten sich Kinder mehr als dreimal überlegen, und auch nur im leisesten Zweifel sich dagegen entscheiden. Das allerletzte was wir Männer in feministischen Zeiten wollen sind schärfere Abtreibungsgesetze, und zwar aus reinem Selbstschutz.

        • Klingt ja nach einem echten Klassiker, Deine Familienstory 😉
          Nur an dem von Dir bei Deinen Verwandten kritisierten „Egoismus“ Deiner selbst solltest Du noch etwas feilen.

      • „Auf Hochzeiten und Kindstaufen haben mir meine Omas und Tanten immer mit dem Finger in die Seite gepiekst und gesagt, ich sei der Nächste. Sie hörten erst damit auf, als ich das Gleiche mit ihnen auf Beerdigungen machte.“

    • Vermutlich wenn man mal ne Fehl/Frühgeburt im klo hatte ändert sich die Einstellung.

      Imho sollen’s abtreiben bis sie sich total entmenschlicht haben, erfahrung macht klug.

      Ich persönlich würde aber allen mal eine in der Schule zeigen.

      GeschlechtsOP sollte auch mal jeder gesehen haben.

        • also mir hat das damals ein transsexueller vor seiner op gezeigt

          ist ja ein endgültiger schritt

          bei abtreibung tickt die uhr viel schneller
          daher gehört sehr ernst gemeint beides in den unterricht

          und zwar nicht in der form
          mit der aktivistenvereine versuchen transtrender zu generieren

          ich bin ja so einer
          der durch das komplette gamergate rabbithole ist

          mir kommt danei sofort daniel/danielle bunton in den sinn

          großartiger mensch
          wirklich was geleistet

          aber totgeschwiegen
          weil bunton eben im alter der meinung war
          die op hätte nicht sein müssen

          lgbt als werbeveranstaltung für unethische ärzte

          da sehe ich einen bildungsauftrag der sträflichst verweigert wird von den
          kr*m*n^ll*n in gew und gez

          eine schande, dass man den wehrdienst aus gewissensgründen verweigern darf aber diese beiden organisarionen nicht

          von wegen nie wieder

  7. Hat jemand noch was zu der Wahlbeteiligung und dem entsprechenden Geschlechterverhältnis? Oder habe ich das überlesen?

    • Nö! Wüßte auch nicht, was an den von Chrissy präsentierten Zahlen überraschend oder gar interessant sein sollte. Einmal kurz drübergeschaut und es war klar, daß es sich lediglich um einen Aufhänger handelt.

      Das einzig neue in diesem Thread war m.E. dieses Milka mit seiner Clipboardsammlung, die aber nach ungefähr dem dritten Textbaustein dann auch geklärt war und langweilig wurde.
      S.O.S. wie der Brite so sagt ( same olde soup ).

  8. Als jemand der pro lps ist, folgt daraus imho auch, dass die Gesellschaft sich nicht von Wellfarequeens das Kind aufdrücken lassen sollte.

    Da sollten dann auch die Powergörls in den Apfel ein genetisches dead end zu sein beißen müssen.

    Das wäre der echte Schritt zu gleichberechtigung.

    3 Milliarden Jahre DNA Replikationskette und mit dir endet sie Hase. 🐸🐰

  9. Ich find die Härte und Kompromisslosigkeit mit der hier manche argumentieren irritierend, und zum Teil auch scheinheilig, und erinnert in seiner Absolutheit an den Argumentationsstil militanter Veganer.

    Ich sags mal so, wenn ich als Mann im gesetzten Alter in die Situation käme, würde ich vermutlich tun was immer ich kann dass das Kleine es zur Welt kommt und es gut hat. Aber ich trage eben auch nicht die Hauptlast, zumindest aus biologischer Sicht, da lässt sich leichter ein Urteil fällen.

    Und was mich richtig ankotzt, ist die Doppelmoral die bei manchen zum Vorschein kommt, wenn es um den Fötus geht, wird lauthals Mord geschrien, der hat Gefühle, der empfindet Schmerzen und Angst und was weiß ich noch alles. Aber wenn der Racker mal da ist, in eine Scheiß Familie kommt, ungeliebt ist, sich später im Leben mit jeder Menge Psychosen und Traumata rumschlägt … das interessiert dann keinen dieser Herrschaften. Da greift das konservativ-neoliberale Weltbild, soll halt jeder zusehen wie er mit dem Arsch an die Wand kommt, und wenn du damit Probleme hast ist es eben DEIN Problem.

  10. „Aber wenn der Racker mal da ist, in eine Scheiß Familie kommt, ungeliebt ist, sich später im Leben mit jeder Menge Psychosen und Traumata rumschlägt … das interessiert dann keinen dieser Herrschaften.“

    Ich als Agnostiker halte es da mit der Bibel:
    „Ich wandte mich zu anderen Dingen und sah die Bedrückungen, die unter der Sonne geschehen, die Tränen der Unschuldigen, und wie kein Helfer ist: Wie sie ihrer Gewalt nicht widerstehen können und allerseits der Hilfe beraubt sind. Da pries ich die Toten glücklicher als die Lebendigen und hielt für glücklicher als beide den, der noch nicht geboren ward und die Übeltaten nicht gesehen hat, die unter der Sonne geschehen.“
    (Prediger, Kap. 4, Vers 1; zit. aus „Cautio Criminals“ Friedrich von Spee; dtv, 7. Auflage)

  11. Pingback: Sybille Berg und die Krise der Männlichkeit sowie die Hölle auf Erden für Frauen | Alles Evolution

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