Orgasmusgleichberechtigung

Im Spiegel bzw Bento werden Vorwürfe erhoben:

Ein Orgasmus ist super, da muss man nicht groß etwas erklären. Weniger super ist, dass die meisten Frauen keinen beim Sex haben.

Immer wieder liest man, dass Frauen beim Sex etwa 20 Minuten brauchen, um überhaupt zu kommen – wohingegen sie wesentlich weniger Zeit benötigen, wenn sie es sich selbst machen. Nämlich nur vier Minuten (The Establishment).Männer hingegen brauchen beim Sex nur zwei bis 10 Minuten, um zu kommen. Das Ganze wird mit dem unterschiedlichen Körperbau begründet, oder auch gerne mit dem Satz „das ist eben so“.

Das das eben nicht einfach so ist, zeigt die Journalistin Suzannah Weiss mit Hilfe zahlreicher Studien und Belege. (The Establishment)

„Wir müssen reden“

Die wöchentliche Kolumne von Kathrin Weßling. Denn: Wir müssen reden. Über einfach alles. Am meisten aber über die Themen, die gerade aktuell brennen. Das kann ein Shitstorm sein oder eine Liebeserklärung, ein Aufschrei oder ein Kopfschütteln – gesprochen wird über alles, was beschäftigt oder bewegt, nervt oder einfach gerade im Raum steht.

Das „Problem“ sind nämlich nicht die Anatomie und dieser schwierige, schwierige Körper der Frau, der selbst im Jahr 2018 noch ein solches Mysterium ist, dass Männer kaum in der Lage sind, die weiblichen Genitalien auch nur korrekt aufzuzeichnen.

Also kurz gesagt: Wir Männer haben es mal wieder versaut und rauben quasi nach dem Lohn den Frauen auch noch den Orgasmus. Ich vermute mal die meisten Frauen werden ihre Genitalien auch nicht wirklich besser zeichnen können als die Männer, aber leider wird ja allgemein wenig an diesen Thesen gründlich dargelegt.

Die Wahrheit, sie ist so simpel wie unerhört:

Das Vorspiel richtet sich in den meisten Fällen nicht nach den Bedürfnissen der Frau, sondern nach denen des Mannes.

Dabei wäre es genau das Vorspiel, das sie zum Orgasmus bringen würde. Vielleicht sogar in vier Minuten.

Das ist etwas, das Männer nicht gerne hören. Es bedeutet, dass sie etwas daran ändern könnten. Ebenso, wie die Frauen selbst. Denn ändern lässt sich an „falschem“ Vorspiel nur etwas durch Kommunikation.

Auch eine interessante Unterstellung. Wir hören es üblicherweise sehr gerne, wenn eine Frau kommt. Aber tatsächlich ist aus meiner Sicht die Orgasmusfähigkeit bei Frauen ganz unterschiedlich. Die eine Frau ist problemlos zum Orgasmus zu bekommen, die andere Frau muss dazu in einer perfekten Stimmung sein, sonst klappt es nicht (und alles dazwischen). Einfach mal das Vorspiel erhöhen, als ob das schlicht die Lösung ist.

Aber wie soll die funktionieren, wenn in den Köpfen der meisten Menschen steckt, dass das Ganze eben anatomisch begründet ist – und damit irgendwie okay, weil man am eigenen Körper ja schlecht etwas ändern kann?

Es ist wenig verwunderlich, wenn es anatomisch begründet wäre, denn die Menschen haben ja nun einmal auch unterschiedliche Geschlechtsorgane.

Den besten Sex hatte ich immer dann, wenn ich darüber sprach: Was mag ich, was brauche ich und, so unangenehm es ist: Was mag ich nicht. Das konnte ich, weil ich meinen Körper mittlerweile ziemlich gut kenne und mir Statistiken egal sind.

Statistiken sollten einem nicht egal sein, man sollte sich nur bewußt machen, dass sie wenig über einen selbst aussagen müssen. Denn sie geben ja nicht vor, wie Leute sind, sondern wie der Schnitt ist und bei den klassischen Normalverteilungen sagt es wenig über das Individuum aus.

Ganz gefährlich ist es in er Hinsicht auch von sich auf andere zu schließen. Vielleicht hat sie schlicht das Glück recht einfach zu kommen.

Mal komme ich, mal nicht. Mal schnell, mal gar nicht.Zum Glück hatte ich meist Partner, mit denen das Reden gut ging. Das war aber nicht immer so.

Wie jede Frau hörte ich unzählige Male in meinem Leben, wie schwierig das bei „uns Frauen“ sei, wie kompliziert. Bei Männern sei das ja so einfach. Das Schlimmste: Das sagen auch viele Frauen.

Könnte daran liegen, dass es bei vielen Frauen auch stimmt.

Aber: Auch Männer werden durch diese 20-Minuten-Angabe unter Druck gesetzt. Brauchen sie nämlich selbst einmal länger als ein paar Minuten, stimmt vielleicht etwas nicht. Dass mit ihnen absolut alles okay ist und auch Männer oft durch Stress, Druck oder andere äußere und innere Faktoren nicht kommen können – das sagen diese Zahlen und Statistiken nicht.

Deswegen sind Statistiken noch lange nicht egal. Es ist nur Blödsinnig, sich unter Druck setzen zu lassen. Es dürfte auch für jeden Mann eine ganz normale Erfahrung sein, dass er mal schneller und mal langsamer kommt. Und es dürfte für sexuell erfahrene Frauen auch klar sein, dass auch der männliche Orgasmus nicht wie ein Timer funktioniert.

Den besten Sex hatte ich immer dann, wenn ich darüber sprach: Was mag ich, was brauche ich
Kathrin

Was bleibt, ist Verunsicherung und zu wenig Kommunikation. Sexismus, der nicht mal bei der intimsten Sache der Welt Halt macht: die Frau, das komplizierte und kaputte Geschlecht, das irgendwie nicht so richtig funktioniert, wie es funktionieren sollte.

Dabei ist Sexualität und Begierde so individuell wie wunderschön. Und vor allem: Lust ist ein verdammtes Geschenk. Es ist ein Geschenk, dass wir es miteinander teilen dürfen. Und teilen sollten.

Gott, was für ein inhaltsleeres Gelaber. Enthält dieser Artikel eigentlich irgendetwas mit Substanz? Er scheint sich in Allgemeinplätzen zu erschöpfen, dass es Abweichungen beim Individuum gibt. Und Das Männer keine Genitalien zeichnen können und deswegen irgendwie Schuld sind.

Lust ist ein verdammtes Geschenk
Kathrin
Der weibliche Orgasmus, er wird zu Unrecht mystifiziert und verkompliziert. Wir verstehen uns falsch, wenn wir glauben, dass Frauen einfach nur nicht so schnell kommen können. Sie können. Aber dafür muss man ihnen zuhören und zusehen. Man muss sie fragen und man muss sie machen lassen. Es muss doch der Wunsch jedes Menschen sein, dass der Sex mit der anderen Person für beide gleich schön ist

Einfach fragen ihr dummen Männer. Dann kommt sie sofort. Gott, was für eine Arroganz. Genug Frauen haben keine Ahnung von ihrem Körper, genug Frauen kommen auf komplizierte und langsame Weise und häufiger auch mal nicht. Viele Frauen kommen recht unkompliziert.

Am Ende geht es also um Gleichberechtigung. Und so, wie Frauen nicht schwächer, langsamer oder dümmer sind als Männer, so sind sie auch nicht weniger kinky oder erregt. Wir alle sollten nichts auf die 20-Minuten-Ansage geben. Denn wir haben keinen Sex mit Statistiken, sondern mit Menschen. Jeder sollte den anderen genug achten und respektieren, um ihm den gleichen Spaß zu wünschen, wie sich selbst

Nein, Frauen sind nicht schwächer. Wie könnte man auch darauf kommen? Also jetzt außer dem Punkt, dass Testosteron ein Dopingmittel ist, den Muskelaufbau fördert und Männer etwa 10 mal mehr davon im Körper haben. Und das Männer in den allermeisten Sportarten in denen es auf Kraft ankommt deutlich besser abschneiden. Und das sie schlicht auch mehr Muskelmasse haben. (Schlappe 61% mehr)

Und die Unterschiede im sexuellen Bereich sind natürlich auch enorm

Ein unglaublich schlecht geschriebener Artikel, der sinnlose Gleichmacherei mit Männerbashing verbindet, und dann ein paar Allgemeinplätze hinterherhaut, dass man Statistiken ignorieren soll.

Dazu auch:

 

 

110 Gedanken zu “Orgasmusgleichberechtigung

  1. Ich habe ihr einen Kommentar auf Twitter geschrieben:

    @ohhellokathrina
    Guten Morgen Kathrin,

    Ich habe Deinen Bento Artikel gelesen und habe dazu etwas auf dem Herzen:
    https://t.co/XOq1c0mPD3

    Offenbar scheinst Du die falschen Männer zu kennen oder zu wenige von den richtigen. (Ja, darf ich mir in Bezug auf Frauen auch anhören)

    Die Männer die ich kenne halten es für eine Herzensangelegenheit sich jede Zeit und jedes Gespräch zu nehmen das nötig ist. Und ob eine Frau jetzt nach 5 Minuten oder 10 Minuten kommt ist Männern die ich kenne furzegal.

    Für den Gentleman gilt meist: „She comes first“.

    Nur mit Gleichberechtigung hat das nichts zu tun. Es geht nicht um Gesetze und Rechtsdurchsetzung. Sondern um gegenseitigen Respekt.

    Im Prinzip sagt Dein Artikel den oft gehörten Rat, Paare sollten über Sex reden. Etwas, das natürlich nie verkehrt ist. Und das natürlich nicht nur für Männer gilt.

    Wer schon einmal mit dem Partner einen Neigungsfragebogen besprochen dem wird das klar sein.

  2. Womit wir wieder bei der gescheiterten Emanzipation wären: Frauen wollen jetzt genau so Orgasmen haben wie Männer – aber kümmern sollen sich darum die Männer.

  3. Dieses dauernde drüber Reden und Fragen finde ich recht hemmend und ablenkend.
    Denn dann muss ich mein Hirn einschalten, um darüber nachzudenken, was ich in diesem Moment gerne hätte, und was nicht, und das auch noch verständlich für den Partner formulieren. Das empfinde ich dann als nervig und anstrengend.
    Am besten klappt es, wenn ich den Kopf (einschließlich Sprachzentrum) gar nicht bewusst benutze, sondern meinen Körper einfach machen lasse, und genieße.

    Außerdem werden Orgasmen eh überschätzt. Viel schöner ist das innige Zusammensein, das Begehren und die Erregung meines Partners, das Ausgefülltsein, die gemeinsame Lust beim Rein- und Raus.
    Ob ich dabei komme, ist mir gar nicht so wichtig.

    Und diese ganzen Zeitangaben .. 2 Minuten, 20 Minuten .. als ob es darum ginge, einen neuen Rekord aufzustellen, wer zuerst fertig ist, oder wer am längsten durchhält.
    Sex hat man aus Spaß, und dabei sollte man nicht auf die Uhr schauen, oder sich selbst Druck machen.

    • Gemeint war denke ich wohl eher das generelle darüber reden eben bevor es zur Sache geht.

      Aber einerlei: so oder so muss man sich heutzutage in jedem Moment explizite Zustimmung einholen. Wenigstens als Mann, sonst ist das Vergewaltigung.

      Einfach Sex haben ist heutzutage illegal.

          • Bin gespannt wie lange es dauert bis Frauen das aus lauter Missgunst gegen andere, hübschere Frauen einsetzen.

          • Na im Grunde war das gestern ja schon so ein Beispiel:

            „Abstrakt konstruiert: Die Frau kommt von einer längeren Kur zurück, der Mann holt sie vom Bahnhof ab, und ohne sie zu fragen, hebt er sie hoch, umarmt sie sehr eng und gibt ihr einen Zungenkuss. Das sieht eine neidische, prüde oder rachsüchtige Person und erstattet Strafanzeige. Wem das noch nicht reicht: Der Mann hat seiner Ehefrau dabei an die Brüste gefasst.“

            Es kann natürlich sein, dass das eine Lesben war, die viel lieber von der Frau rumknutschen wollte, aber wahrscheinlicher ist, das sie neidisch auf die geknutsche und herzlich empfangene Frau war und ihr das missgönnt hat.

    • Diese ganze Quatscherei verdirbt einem den Sex vollkommen. Aber vermutlich ist das der Preis unserer hochgebildeten Welt. Wir glauben alles unter Worten begraben zu müssen. Dass Frau auch selber viel dazu tun kann um zu kommen fällt den meisten gar nicht ein. Hauptsache der Mann ist schuld der nicht so viel redet.

      • Wie heißt es in einem Lied von Milva ? Worte zerstören, wo sie nicht hingehören.
        Warum müssen so viele Frauen nur ständig vieles so sinnlos kaputt quatschen ? Aus mangelnder emotionaler Tiefe ? Denn, um mal ein anderes Zitat zu bringen,: Wahres erleben macht nicht geschwätzig, sondern schweigsam.
        Damit will ich aber überhaupt nicht sagen, daß man nicht über seine Wünsche , Empfindungen etc. sprechen soll, im Gegenteil. Ist gerade bei BDSM sehr wichtig. Es geht mir nur um das sinnlose totquatschen von Allem und Jedem.

  4. Was ein alberner Artikel! Und wo ist die Gleichberechtigung, wenn die Frau 3x hinter einander kommt? Oder eben keine Ruhephase danach benötigt? Deshalb schreibe ich doch keinen polemisierenden Artikel und jammere nur rum. Ist so. Hat bisher immer noch ganz harmonisch geklappt zwischen mir und den Frauen. Halt mal besser, mal schlechter. Bei beiden übrigens!

    • „Und wo ist die Gleichberechtigung, wenn die Frau 3x hinter einander kommt? Oder eben keine Ruhephase danach benötigt?“

      Das Ganze wird mit dem unterschiedlichen Körperbau begründet, oder auch gerne mit dem Satz „das ist eben so“.

  5. „dass Männer kaum in der Lage sind, die weiblichen Genitalien auch nur korrekt aufzuzeichnen.“

    Sagte sie und postet ein Video von Buzzfeed, dessen macher den Unterschied zwischen Vagina und Vulva nicht kennen…

    Übrigens, wenn Männer sich nicht um den Orgasmus der Frauen scheren: Sexisten.
    Wenn Männer sich um den Orgasmus der Frauen scheren: Auch Sexisten

    Männer machen immer alles falsch, egal was sie tun. Einfach nur kompletter Abschaum diese Männer.

    • @mindph

      Man muss den „Cosmopolitan-Feminismus“ lesen wie eine Anzeige in einer Männerzeitschrift.
      Wenn du *das* kaufst:
      https://rp-online.de/leben/auto/news/frauen-als-blickfang-in-der-autowerbung_bid-10958429#14
      gibt es das kleine Leckerchen quasi gratis dazu.
      Wenn du „Cosmopolitan-Feminismus“ kaufst, dann gibt es – nun ja – das kleine Leckerchen ebenfalls als Gratisbeigabe (s. Bild).

      Du musst es beim date nur richtig verwenden: „Also ich finde ja, das diese ganze #metoo und Sexismus-Debatte deutlich zu weit geht.“
      Entweder kommt ihr Widerspruch oder keiner.
      Dann steigst du mit deinem Beispiel ein: „Also neulich habe ich in der Cosmopolitan gelesen (s. Artikel)… und ich finde es nicht sexistisch, wenn ein Mann Spaß daran hat, Frauen zum Orgasmus zu bringen.“

      Jetzt hast du schon drei Boni angesammelt: 1. Du liest eine der beklopptesten Frauenzeitschriften auf diesem Planeten, 2. Du hast das Thema auf Sexualität gebracht, 3. Du hast virtue signalling vor dem Herrn betrieben.

      Die liegt quasi schon flach auf dem Rücken, bzw. („Cosmopolitan-Feminismus“) hat dich besprungen (s. Bild). 🙂

      Subcomandante crumar
      Organisation MGTOW (von Farbe) und Herrscher über die Deutungshoheit des „Cosmopolitan-Feminismus“

  6. Frauen haben i.M.n. ein Problem, deshalb müssen Männer sich ändern – Feminismus 101

    „die Frau, das [..] kaputte Geschlecht“

    So was lese ich zum ersten Mal. Aber das eine Feministin das schreibt, war zu erwarten.

    „Und so, wie Frauen nicht schwächer, langsamer [..] sind als Männer, “

    Dann können wir ja die unterschiedlichen sportlichen Leistungsnachweise für Männer und Frauen bei der Polizei oder beim Bund abschaffen.

    Btw.: Männer ist i.d.R. ziemlich wichtig das Frauen beim Sex einen Orgasmus haben, weil sie sich dadurch als richtgier Mann fühlen – ist zwar Unsinn, aber es sind ja auf Gefühle.

    https://www.psychologytoday.com/us/blog/women-who-stray/201703/why-he-cares-about-your-orgasm

    Wenn Frauen doch so empathisch und kommunikativ sind, dann sollten sie den Mann doch anweisen können, wie sie es brauchen. Die Motivation ist in den allermeisten Fällen bei Männern mehr als vorhanden.

    • „Männer ist i.d.R. ziemlich wichtig das Frauen beim Sex einen Orgasmus haben, weil sie sich dadurch als richtgier Mann fühlen …“

      Ich fühl mich auch als richtiger Mann, wenn meine Frau überhaupt keinen Orgasmus jemals kriegt.
      Aber mir ist wichtig, sie zu befriedigen, weil sonst bald mit Sex zappenduster ist.
      Aber das ist natürlich erst recht sexistisch 🙂
      Meiner Frau gefällt’s 😀

    • “ Wie im Porno, da kommt auch keine der Darstellerinnen.. “

      Das ist überholt. Der Orgasmus der Frau gehört in einigen genres durchaus zur gekauften Dienstleistung dazu. Und die Frauen haben damit auch kein Problem.

    • „Wozu ist eigentlich ein Frauenorgasmus gut? Um die Männer zu veräppeln?“
      Damit du morgen auch noch mal ran darfst. Ist übrigens auch der wichtigste Grund einer Frau einen zu verschaffen, damit sie der Meinung ist, dass der Sex gut war und du sie morgen erneut besteigen darfst. Deswegen hat das auch nix mit Gleichberechtigung zu tun, sondern mit purem Eigennutz.

      • „Deswegen hat das auch nix mit Gleichberechtigung zu tun, sondern mit purem Eigennutz.“

        Ah, genau meine Ansicht. Hätte ich erst alle Kommentare durchgelesen, hätte ich mir meinen sparen können 😉

    • Der Frauenorgasmus erhöht die Befruchtungschance, weil bei einem weiblichen Orgasmus das Sperma schneller in Richtung Gebärmutter „eingesaugt“ wird. Zudem erhöht er die Bindung an den Geschlechtspartner.

      • Das erstere kann wohl als gesicherte medizinische Erkenntnis gesehen werden.

        Beim zweiten hätte ich große Zweifel. Der weibliche Orgasmus hat bei weitem nicht den Suchteffekt den der männliche hat. Die Bindung entsteht eher durch Orgasmus-unabhängige Wohlfühl-Hormone, welche durch Pheromone getriggert werden.

  7. „Der weibliche Orgasmus, er wird zu Unrecht mystifiziert und verkompliziert.“

    vs.

    „Körper sind nun mal unterschiedlich, Vaginas sind heilig und du solltest dankbar sein für jede, die du berühren durftest.“

    Kommt hier vor:
    https://allesevolution.wordpress.com/2017/06/02/stoerenfridas-endlich-also-wuerde-mir-mein-freund-zeigen-was-fuer-ein-mieser-sexist-er-in-wirklichkeit-war-er-hatte-sich-nur-verstellt/

    Kommt auch sonst recht häufig vor, dass Frauen ihre Vagina als „Heiligtum“ bezeichnen. Aber Männer sind natürlich schuld, wenn alles was Frauen betrifft, mystifiziert wird und in die Sphäre metaphysischer Komplexitäten erhoben wird.

  8. Orgasmusgleichheit heißt Mehrarbeit für den Mann. Das ist aber eine akzeptable Kompensation für die weit größere sexuelle Lust von Männern – zumindest wenn es im Eigeninteresse liegt, die Frau dazu zu animieren, seine regelmäßigen sexuellen Bedürfnisse mitzumachen. Ich denke die meisten Männer würden mehrmals täglich Sex haben, …

    [kann man überspringen]
    also, wenn sie (anders als ich) ihre Sexualität als angenehm empfinden und genauso notgeil sind wie ich es immer war… Ich fand es jedenfalls extrem störend zehnmal täglich eine Erektion zu haben. (Leider läuft es unter Berücksichtigung der gesundheitlichen und ästhetischen Faktoren auf Detransition hinaus und ich wünschte, man könnte ein Mann sein ohne notgeil zu sein, aber ich glaube, dass ist eine Antithese)
    [/]

    wenn Sie könnten. Ich bezweifele stark, dass die Mehrheit der Frauen im Schnitt überhaupt einmal täglich wirklich Lust hätte, außer der Mann drückt die richtigen Knöpfe. Aber dann, es gibt Studien, die besagen, dass sexuell betrachtet der gleiche Mann eine Frau schneller langweilt als umgekehrt.

    Es ist also logisch, dass es im ureigenstem sexuellen Interesse des (monogamen) Mannes ist, seine Frau möglichst so zu befriedigen, dass Sie eher bei der Stange bleibt. Und ganz ehrlich, ich habe bisher Nichts Schwieriges dabei gefunden eine Frau zu befriedigen. Ist halt möglich, dass man danach Nackenschmerzen hat, während Männer einen oft schon Vollsaften wenn man das Ding nur schief anguckt.

    Aber wem das zu viel Arbeit ist kann man sich ja noch so ne Maso-Braut suchen, würgen oder vergewaltigen ist weniger Aufwand als Lecken wenn es nur darum geht sie willig zu machen. Aber ich denke (weiß es natürlich nicht, aber ich fände es sehr unangenehm), den meisten Männern ist es auch eher unangenhm wenn sie so tun müssen als ob Sie ihre Frau disrespektieren, benutzen und schänden um sie geil zu machen.

    2014 stand hier irgendwas von einer Nutte die sagt, alle Männer wollen ihre Frau befriedigen. Das stimmt definitiv nicht, es gibt auch genug Egoisten. Die meisten Männer vermutlich aber nicht? Aber ich bin der Meinung, dass es, wenn es sich nicht grade um ONS handelt, im Sinne eines „Nachteilsausgleichs“ bezüglich sexueller Erregbarkeit für eine beiderseitig gewollte regelmäßige Sexualität äußert vorteilhaft ist, wenn man die Frau nicht 3 Minuten lang geil macht, sie dann vollspritzt und sich auf die Seite dreht und sich selbst überlässt. Auch wenn der Mann dann doppelt arbeiten muss. Physisch beim Sex und manuell danach.

    Was Frauen aber auch nicht verstehen, Cunnilingus ist vermutlich wesentlich geiler (schon alleine weil man die Augen zumachen und entspannen kann) als ne Muschi zu penetrieren, es wäre also vllt. auch ganz gut, wenn Sie hin und wieder Hand oder Mund anlegt. Zumindest sollte Sie nicht denken, dass es für Männer das Non-Plus-Ultra ist wenn sie einlochen dürfen.

    • Dass der Mann ständig notgeil wäre, ist genauso dummes Gelaber – und darüber noch schädlich, zB weil durch dieses Klischee männliche Opfer weiblicher Übergriffe und Belästigungen weniger ernst genommen werden, impliziert es doch dass er es eigentlich wollen würde und doch froh sein müsste, wenn sich mal eine für ihn interessiert.

    • „Leider läuft es unter Berücksichtigung der gesundheitlichen und ästhetischen Faktoren auf Detransition hinaus“

      Das hattest Du in der Vergangenheit ja schonmal angedeutet. Wie ist denn Dein Support dabei? Ich könnte mir vorstellen, dass Du jetzt noch stärker allein gegen Unverständnis anzukämpfen hast als noch zu der Zeit, wo Du Dich eine Frau werden wolltest?

      „und ich wünschte, man könnte ein Mann sein ohne notgeil zu sein, aber ich glaube, dass ist eine Antithese“

      Nein, das glaub ich nicht.
      Und Du wirst wahrscheinlich auch ein besserer Mann werden als es Dir ohne diese Erfahrung möglich gewesen wäre. Toi toi toi

  9. Wer hat der Frau denn diese sexistischen Männer als Sexpartner zugeteilt? Vielleicht das Familienministerium? Dann sind die auch Verpflichtet was daran zu ändern, finde ich. Vielleicht eine Art Orgasmuspolizei, finanziert mit sagen wir mal 3 Trilliarden Euro, die Gender-Studies Doktorrandinen mit Elektroschockern ausstattet und in die Schlafzimmer schickt. Das ganze sollte allerdings passiv erfolgen, das heisst den Frauen müsste ein IoT-Sensor eingesetzt werden, der bei unbefriedigenden Erregungskurven automatisch die Orgasmuspolizei verständigt. Diese würde dann den sexistischen Mann mit Elektroschocks und Zwangsgesprächen auf die richtige Bahn bringen. Eventuell könnten auch bei den Männern kleine Elektroden eingepflanzt werden, die verhindern daß ein Orgasmus erfolgt ohne daß vorher eine Genehmigung erteilt wurde

    Was nicht sein kann ist von Frauen zu erwarten daß sie selbst mit ihren Partnern reden und diese womöglich bei unbfriedigenden Ergebnissen selbst austauschen. Also in irgendeiner Form die Initative ergreifen. Man weiss ja wie schnell Männer wütend und gewalttätig werden, daher wäre das Risiko für die Frauen einfach zu hoch.

    • 🙂 🙂

      Das ist wahrscheinlich der einzige Stil, in dem man sich mit Artikeln in der Bento, der Bildzeitung für heranwachsende Möchtegernintellektuelle, befassen sollte.

      Wobei ich bisher glaubte, der grundlegende Informationsbedarf, was ein Vorspiel ist, wäre heutzutage bei den meisten irgendwann zwischen 14 und 18 gestillt. Aber man kann auch hinterher immer wieder nochmal darüber reden.

  10. „Weniger super ist, dass die meisten Frauen keinen beim Sex haben.“

    Dieseer Umstand ist ebenso selbstverschuldet wie normal: Falls die Frauen sich mal dazu überwinden würden, mit Männern zu schlafen, die sie lieben, anstatt nur mit denen, die ihre Rechnung bezahlen, mit denen sie vor der Freundin angeben können oder durch deren Verhalten sie sich geehrt fühlen, dann würde es auch ohne Probleme mit dem Orgasmus klappen. Allerdings muß man dafür aufhören, Männer zu verachten oder in ihnen nur Dienstleister zu sehen – was den meisten Frauen nicht leicht fallen dürfte.

    Eine Frau, die keinen Orgasmus beim Sex hat, liefert eindeutige Beweise dafür, wie sie zu ihren Männern steht. Kein Grund für Männer, damit ein Problem zu haben.

    • „Falls die Frauen sich mal dazu überwinden würden, mit Männern zu schlafen, die sie lieben, anstatt nur mit denen, die ihre Rechnung bezahlen, mit denen sie vor der Freundin angeben können oder durch deren Verhalten sie sich geehrt fühlen, dann würde es auch ohne Probleme mit dem Orgasmus klappen. Allerdings muß man dafür aufhören, Männer zu verachten oder in ihnen nur Dienstleister zu sehen – was den meisten Frauen nicht leicht fallen dürfte.“

      Ist das deine persönliche Meinung?

    • Im Prinzip ist das nicht falsch. Der fehlende Orgasmus der Frau bedeutet einen Mangel an „Liebe“.

      Aber daraus die Empfehlung zu machen, die Frauen sollten doch mehr ihrer Liebe als ihrem Geldbeutel folgen, ist ein katastrophaler Fehlschluss. Denn wenn man sich ansieht, aus welchen Bedingungen diese „Liebe“ entsteht und was sie wohl bedeutet, dann gilt es einzusehen, dass diese „Liebe“ für Frauen kein idealistisches Endziel zum glücklich verweilen ist, sondern Mittel zum Zweck um den Mann dahin zu führen. Wenn Frauen nur mit Männern schlafen, die sie „lieben“, dann sind das umgekehrt die Männer, denen diese Frauen allenfalls Gefäße für das Sperma sind, denen sie nichts bedeuten, die sie vielleicht sogar verachten und außerdem schlecht behandeln. Denn da gibt es viel für die Frau zu tun um den Mann mit der magischen Kraft ihrer Liebe zu binden.

      Man kann sich als Mann wohl auf so was einstellen und eine Weile mag das auch gutgehen. Aber zum einen ist das auf Dauer eine ziemlich freudlose Geschichte und zum anderen ist das auch nichts um gemeinsam Kinder zu erziehen. Es führt zu nichts, sich der weiblicher Libido zu unterwerfen. Allseitige sexuelle Erfüllung zu propagieren wird nur dazu führen, dass am Ende alle lieber mit Sexrobotern vögeln.

      • @lh

        Wir stimmen überein, daß das weibliche Vokabular für „Liebe“ bestenfalls irreführend ist. Mir schwebte eine richtige, emotionale Bindung vor.

        Das hier

        “ Denn da gibt es viel für die Frau zu tun um den Mann mit der magischen Kraft ihrer Liebe zu binden. “

        ist vermutlich ironisch gemeint.

        „Allseitige sexuelle Erfüllung zu propagieren wird nur dazu führen, dass am Ende alle lieber mit Sexrobotern vögeln.“

        Akzeptable Sexroboter für Männer in ausreichender Menge herzustellen, halte ich für puren sozialen Sprengstoff – was ich also definitiv unterstütze.

  11. In den Fällen (ja, das gibt’s manchmal auch), in denen ich als Mann Schwierigkeiten hatte, zum Orgasmus zu kommen, waren die jeweils dabei anwesenden Damen völlig hilflos und planlos.

    Sich ihrerseits irgendwelche Gedanken zu machen, wie mit dieser Situation umzugehen, wie eventuell weiblicherseits aktiv zu werden – Fehlanzeige!

    Meine Erfahrung: Was diese dämliche Reportierende von „bento“ den Männern vorwirft, trifft auf die Frauen genau so zu.

  12. dieser Lüge bin ich in den 1970ern auf den Leim gegangen. Sie trifft sogar zu, allerdings nur auf linke Frauen. Danach habe ich einige Affären mit nicht-linken normalen Frauen gebraucht, bis ich endlich begriff, dass es eine Lüge ist. Heute weiß ich, dass diese Lüge von Politlesben in die Welkt gesetzt wurde. Die wollen und ‚beweisen‘, dass nur lesbischer und schwuler Sex befriedigend wäre.

  13. Vergesst doch den anatomischen Klimbim. Wenn das so wichtig wäre, wäre die Menschheit doch schon laaaaaange ausgestorben. Meiner Einschätzung nach, kommt eine Frau eher zum Orgasmus, wenn sie den Typen einfach geil findet. Wenn der Status des Mannes so niedrig ist, dass er erstmal drüber reden muss, ist ihre Stimmung doch schon dahin.
    Und bevor hier irgendwelche Ideen aufkommen: Das Nicht-fragen-müssen ist notwendig, nicht hinreichend.

    • Wie Adrian schon öfters angemerkt hat, ist der weibliche Orgasmus, anders als der männliche, nicht für die Fortpflanzung erforderlich. Er erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis (deswegen haben Frauen wohl auch bei Alpha-Männern eher einen Orgasmus), aber er ist nicht zwingend erforderlich. Also auch wenn es einen weiblichen Orgasmus nicht geben würde, könnte die Menschheit fortbestehen. Das es ihn aber gibt und das Frauen dadurch Lust auch Sex haben können, hilft natürlich.

  14. Was mich immer sprachlos bei derlei Traktaten zurücklässt, ist die ohne jede Scham exponierte Anspruchshaltung, fluffig gepaart mit Empathielosigkeit, weiblicher Unterverantwortlichkeit und schierer Hybris.

    Matze hat hier mit leicht ironischem Unterton für mich mit einem sehr kurzen Einwurf direkt das Thema auf den entscheidenden Punkt gelenkt, als er die Frage stellte, wer denn eigentlich Schuld ist, wenn er keinen hochbekommt oder nicht zum Orgasmus kommt. Tatsächlich steckt da der wesentliche, verlogene Doppelstandard hinter solchem depperten Geschwafel drin. Wenn sie nicht in Stimmung kommt, dann ist er Schuld. Wenn er nicht in Stimmung kommt………………….. dann ist auch er Schuld. Und er ist natürlich noch darüber hinaus ein ganz schlimmer Frauenfeind, weil er seiner Gespielin in diesem Moment doch einfach völlig kaltschnäuzig das Gefühl gibt, nicht begehrenswert zu sein.

    Mit Hybris meine ich dann auch, dass man in solchen Texten auch immer unschwer herauslesen kann, dass sich die Verfasser solcher Pamphlete selbst sehr offensichtlich für geborene Liebhaberinnen halten. Sie müssen ja einfach gut sein, weil er ja bei ihr (fast) immer kommt. Wenn man aber versucht, herauszulesen, was denn an ihr so tollt sein soll, stößt man nur auf heiße Luft verpackt in Gemeinplätze. Es mag meine Böswilligkeit sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Verfasserinnen solchen Blödsinns selbst keine Ahnung davon haben, wie man denn Männer beim Sex beglücken kann. Und – das ist zugegeben nur meine Vermutung – diese allgemeine Ahnungslosigkeit bzgl. des anderen Geschlechts dürfte bei Frauen um ein vielfaches weiter verbreitet sein, als bei Männern; also auch hier mal wieder schiere Projektion, die aus all den Zeilen trieft.

    Es gibt meines Erachtens weit mehr Frauen als Männer, denen beim Thema Vorspiel nicht mehr einfällt, als einfach nur mal ein Wenig (nicht selten ohne jedes Feingefühl) an seinem Wienerle zu rubbeln. Dann aber, wie immer, exklusiv Männern Unkenntnis das andere Geschlecht befreffend vorzuwerfen, ist reiner Hohn, wenn es von feministisch sozialisierten Hohlbirninnen kommt, die sich in ihren endlosen Traktaten über „Männer“ und „Männlichkeit“ immerfort nur an den eigenen Phantastereien abarbeiten, die sie auf eine irgendwie formlose, diffuse Masse, die sie mit „Männlichkeit“ betiteln, projezieren. Feministinnen, die über Männer schreiben, klingen selten bis nie anders, als würden blind Geboren, versuchen etwas über Farben zu sagen.

    Und der Performance-Druck liegt, wie oben angedeutet, doch ohnehin schon zu annhähernd hundert Prozent beim Mann. Umso mehr lässt mich herablassendes Gesabbel wie hier von Nina fassungslos zurück. Schon seit ewigen Zeiten wird der Erfolg eines guten Liebesspieles in seine Hände gelegt. Oder besser: war es gut, waren beide gut; war es schlecht, hat er versagt! Und dann noch mal eben rauszulassen, für weibliche Orgasmen müssten sich Männer halt mal ein Bissel mehr anstrengen, klingt vor diesem Hintergrund einfach nur noch unfassbar narzisstisch.

    • „dass sich die Verfasser solcher Pamphlete selbst sehr offensichtlich für geborene Liebhaberinnen halten“

      Sind sind doch nackt bei Sex. Was sollen sie denn noch alles tun!!!

    • „Empathielosigkeit, weiblicher Unterverantwortlichkeit und schierer Hybris“

      Gut beobachtet.
      Allerdings ist bei Bento auch nichts anderes zu erwarten. Was sich hier nach außen als Sexualaufklärung tarnt, ist tatsächlich nur mühsam kaschierte feministische Propaganda.

      Das fällt einem besonders krass auf, wenn man diesen Müll auf bento mit wirklich guter Sexualaufklärung vergleicht. Davon gibt es sogar ziemlich viel, nur ein Beispiel auf youtube, das mir vor ca. 4 Jahren aufgefallen ist: 61MinutenSex https://www.youtube.com/user/61MinutenSex , mMn unglaublich gut gemacht.
      Wenn man sich deren Videos zum Thema Vorspiel (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=PYWe5aDoBG8 , 15 Mio Aufrufe!) ansieht, dann ist das frei von Ideologie, frei von feministischem Männerhaß, eine gute Mischung aus biologischen Grundlagen und guten Tips für unwissende Anfänger. Unterschwellig sind hier Frauen und Männer auf Augenhöhe, wenn die eine Seite unsicher ist, dann ist das normal und man hilft ihr und hackt nicht ideologisch auf ihr herum. Daß Frauen länger brauchen, um in Fahrt zu kommen, wird nicht geleugnet oder als männlich konstruiertes Problem verstanden, sondern als Chance, etwas draus zu machen.
      Immer wieder wird betont, daß Sex etwas sehr individuelles ist, sogar bei der Stimulierbarkeit einzelner Körperteile, und man sich an das andere Individuum anpassen muß. Empathie wird nicht nur abstrakt empfohlen, sondern nachgerade operationalisiert. Stattdessen predigt bento wieder mal gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen Männer, nach dem Motto, das private wird politisch gemacht.

    • @BC

      „Mit Hybris meine ich dann auch, dass man in solchen Texten auch immer unschwer herauslesen kann, dass sich die Verfasser solcher Pamphlete selbst sehr offensichtlich für geborene Liebhaberinnen halten. Sie müssen ja einfach gut sein, weil er ja bei ihr (fast) immer kommt.“

      Weil sie eine Lesart aufbaut, den Sex nach dem Endprodukt zu beurteilen und meint, die „equality of outcome“ wäre zu erreichen, würde sich der Mann mehr Mühe geben.
      Das ist nicht nur die traditionelle Überantwortung der gelungenen Sexualität eines *Paares* an den Mann, sondern die ebenso traditionelle Schuldzuweisung, sollte dies nicht gelingen.
      Und selbstverständlich steht die Frau nicht nur im Mittelpunkt des partnerschaftlichen Sexualgeschehens, sondern ist die allwissende Richterin über das partnerschaftliche Sexualgeschehen.
      Inkl. public shaming, sollte dies nicht gemäß ihrer Ansprüche vollzogen worden sein.
      Was meine These untermauert, das Patriarchat hat irgendetwas mit der „männlichen Herrschaft“ prinzipiell missverstanden, denn nach meinem Verständnis müsste MEIN entitlement wesentlich größer sein als ihres, mein Ego mindestens ebenso groß und mein Gejammer noch ausführlicher.

      Wie sie richtig geschrieben hat, kann ein Mann einen Orgasmus für sich a. alleine, b. zuverlässig, c. in jeder gewünschten Zeit herstellen.
      Ich beurteile den Sex mit einer Frau daher in der Regel qualitativ umfassend und nicht nach der Qualität meines Orgasmus – wobei der in der Regel um so besser ist, wenn die Eingangsvoraussetzungen stimmen; dazu gleich mehr.

      Man braucht keinen zweiten Blick auf ihren Artikel auf ihrer Artikel werfen um festzustellen, der Terminus „Vorspiel“ spielt ein prominente Rolle, wird aber nicht explizit gemacht.
      Knutschen, trockenvögeln, fingern, schmusen, streicheln, 69, Cunnilingus, Fellatio – all das wäre „Vorspiel“ – zu was auch immer – im allgemeinen Sinn.
      All diese „Vorspiele“ können beide aktiv betreiben, aber so ist werden sie nicht verwendet und von ihr gemeint, sondern: „Den besten Sex hatte ich immer dann, wenn ich darüber sprach: Was mag ich, was brauche ich und, so unangenehm es ist: Was mag ich nicht. Das konnte ich, weil ich meinen Körper mittlerweile ziemlich gut kenne und mir Statistiken egal sind.“
      Das „darüber reden“ ist in ihrem Verständnis vor allem: Ein Vaginamonolog.

      Denn outcome equality ist *ihr* Orgasmus und *ihre* gelungene Sexualität.
      „Was mag ich“ bezieht sich *nicht* darauf, was sie AKTIV tun würde, sondern, was *an ihr aktiv getan* wird. Die gedachte Rollenverteilung im Sex mit ihr ist rundweg traditionell.
      Damit zu ihrer Selbstdarstellung als „geborene Liebhaberin“ in ; würde ich vollständig verneinen.

      Dein „Gefühl, dass die Verfasserinnen solchen Blödsinns selbst keine Ahnung davon haben, wie man denn Männer beim Sex beglücken kann“ teile ich.
      In der Verbalisierung ihrer Ansprüche – und nur da – ist sie aktiv, ansonsten dienen diese der Absicherung ihrer eigenen Passivität.
      Durch ihre Opfer-Legende in Sachen Orgasmus wird deutlich gemacht, ihre eigene Bedürfnisbefriedigung in einer partnerschaftlichen Sexualität hat im Mittelpunkt zu stehen, während sich die Sexualität des Mannes auf seinen Orgasmus (outcome) zu reduzieren hat.
      Was nicht wirklich ein Kompetenz-Signal ist.
      Da ich Sexualität qualitativ umfassend beurteile lasse ich mir nicht einreden, der Sex war toll, weil das Kondom mit Sperma gefüllt ist – das kann ich alleine ebenfalls.

      Insgesamt hört sie sich weder noch einer guten, noch nach einer selbstbewussten Liebhaberin an, eher nach einer Mischung aus traditionell, langweilig und ängstlich.
      Man sollte sich Bild und Namen merken und unter „don´t stick your dick in crazy“ abspeichern, wäre meine Empfehlung.

  15. Bento verschweigt ganz offensichtlich, dass der ganze Sex eigentlich ein Geschenk an die Frau ist, da der Mann ja dafür arbeitet und die Frau im allgemeinen nur genießt. Das bedeutet, dass Sex für den Mann eigentlich Selbstbefriedigung ist, wobei halt eine Frau statt eine Taschenmuschie zum Einsatz kommt. Bevor nicht Frauen mindestens die Hälfte der körperlichen Arbeit beim Sex machen und somit den GSWG (Gender Sex Working Gap) beseitigen ist das nichts als dummes Gequatsche. Sobald die Sexbots kommen werden diese Menschen ganz schnell wieder Kurse in Mastrubation besuchen dürfen.

  16. „Einfach mal das Vorspiel erhöhen, als ob das schlicht die Lösung ist.“

    Doch, ich denk schon, dass das meist das Problem sein dürfte, bei der Masturbation kommen ja fast alle Frauen innerhalb kurzer Zeit. Und warum? Wohl doch meist, weil sie da nur ihre Klit bearbeiten.
    Männer aber haben selbst wenn sie Lecken noch ein extremes Faible für gleichzeitige Penetration.
    Nicht, dass das immer total schlecht sein müsste, aber häufig erfolgt das verfrüht und lenkt ab.
    Wenn denn das Ziel der Orgasmus der Frau ist.

    • „Doch, ich denk schon, dass das meist das Problem sein dürfte, bei der Masturbation kommen ja fast alle Frauen innerhalb kurzer Zeit. Und warum? “
      Komisch, ich komme beim wichsen auch in 2 Minuten brauche beim Sex aber eine Stunde. Woran liegt das denn Frau Prof. Dr. Semikolon?
      Wenn man weiß wie es geht, dann ist es für die meisten Menschen ganz leicht. Für Frauen hingegen gibt es Kurse in Mastrubation.
      http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/bielefeld-uni-studenten-streiten-um-masturbations-workshop-a-1205095.html

      • „Komisch, ich komme beim wichsen auch in 2 Minuten brauche beim Sex aber eine Stunde. Woran liegt das denn Frau Prof. Dr. Semikolon?“

        Daran, dass Du Dir die falschen Partnerinnen (die Du kaum kennst und auch nicht sonderlich magst) aussuchst. Und an dem was Du vorgibst beim Sex vornehmlich zu suchen (Dein Gegenüber schlagen & allgemein demütigen) – das ist halt in der Phantasie geiler als in der Realität. Vermute ich.

        „Für Frauen hingegen gibt es Kurse in Mastrubation.“

        Ja, lächerlich.

        Arne Hoffmann hat übrigens ein Buch namens „Onanieren für Profis“ geschrieben. Also ich hätt auch nicht gedacht, dass da akuter Aufklärungsbedarf bestehen würde, aber mei… wems hilft.

        • „Dein Gegenüber schlagen & allgemein demütigen“

          Das klingt wie Porno aber viele Frauen stehen dadrauf. Natürlicher Weise sollte man das vorher absprechen, aber die Dinge dann auszuführen sollten spontan passieren. Auf der anderen Seite stehen viele Frauen aber voll drauf, wenn der Mann sie lesen kann und ihr Wünsche erfült, von denen sie noch gar nicht wusste, dass sie sie hatte. Dann ist oft der alleinige Umstand, dass er ihr das abgelesen hat viel erregender als die eigentliche Praxis ansich.

          • Naja, also ich glaube eher, dass Frauen darauf stehen, wenn ihr Partner richtig abgeht. Dafür machen sie halt auch oft Sachen (selbst oder mit), die ihnen so für sich genommen lustmäßig eigentlich nix bringen.

    • „Masturbation kommen ja fast alle Frauen innerhalb kurzer Zeit. Und warum? Wohl doch meist, weil sie da nur ihre Klit bearbeiten.“

      Also elektrotechnisch betrachtet liegt es glaube ich allgemeiner gesehen daran, daß der Regelkreis viel besser funktioniert 😉 Man ist Regler, Regelstrecke und zug. Meßtechnik in Personalunion, man kann die Abweichung vom Zielzustand und den Erfolg oder Mißerfolg von Maßnahmen zur Erreichung des Zielzustands (Orgasmus) unschlagbar gut messen, jedenfalls viel besser als wenn das über mißverständliche nonverbale Kommunikationen mit dem Sexpartner laufen muß.
      Aber deswegen wird es auch schnell langweilig, es ist zu einfach.

      • „Also elektrotechnisch betrachtet liegt es glaube ich allgemeiner gesehen daran, daß der Regelkreis viel besser funktioniert“

        lol

      • Um als Mann eine Frauen zu regeln, brauch man sowas wie einen H_unendlich-Regler mit lauten unbekannten Eingangsgrößen, die man dann nur über Filter geregelt kriegt.

      • Kann sich hier irgendjemand einen Artikel eines männlichen Autors vorstellen, der Frauen Sexismus vorwirft, weil Männer mit Selbstbefriedigung innerhalb von 90 Sekunden kommen, beim Sex mit Frauen aber 10 Minuten brauchen?

        Das ist aber mit umgekehrten Vorzeichen das „Argument“ der Autorin.

        Es ist unglaublich, auf welchem stumpfsinnigen Niveau Feministinnen mittlerweile argumentieren. Ich betrachte das mittlerweile als historisches Experiment: Wie dumm kann eine Ideologie in einer Demokratie werden, wenn man jede Kritik an ihr ignoriert und ausschaltet.

        Sowas kennt man eigentlich nur das Diktaturen, wenn man sich z.B. die verstrahlte Ideologie der Nazis anschaut. „Indogermanische Herrenrasse“, „Untermenschen“, „Jüdische Weltverschwörung“…Bullshit als Staatsräson!

        Mal gucken wo bei den Femis die Reise noch hingeht. Gleiche Orgasmusanzahl im Jahr per Gesetz?

          • Ich denke eher, die Reise wird weiter im Kreis gehen. Denn die Opferschaft der Frau muss aufrecht erhalten werden. Und Frau ist eben auch Opfer, weil sie sich nicht traut beim Sex was zu sagen. Weil Männer so frech sind, nicht Gedanken lesen zu können und dann genau das zu tun, was die Frau jetzt am liebsten will – obwohl sie das oft vielleicht nicht einmal selber weiß. Ich habe beim Sex auch schon spontane Dinge gemacht, die vorher gar nicht abgesprochen waren. Und dann war das oft der bessere Sex, als dort wo alles ablief wie nach Drehbuch. Dazu gehört aber für den Mann eine besondere Portion an Verantwortung aber auch, den Gegenüber zu lesen und zu verstehen. Und das ist oft eben der Job des Mannes, der oft den dominanten Part beim Sex übernimmt.
            Aber die Frau ist das Opfer.

      • Es muss ja nicht nonverbale Kommunikation sein… aber es kostet eben schon ein bisschen Überwindung etwas zu sagen in der Art wie: „also ohne Finger drin wär jetzt noch geiler“, und im Anschluss fühlt frau sich auch kurz wenigstens schlecht deshalb (selbst wenn er darauf top reagiert).

        Daher ist der beste Rat an die Männerwelt: warte damit immer so lange, bis sie darum bettelt.

        • „kostet eben schon ein bisschen Überwindung etwas zu sagen in der Art wie“

          Stimmt. Das kann ganz leicht zum Stimmungskiller werden, für beide.

          • Wenn man hunderte Male miteinander geschlafen hat, steht man da auch drüber.

            Als ich mich noch nicht getraut habe das zu verbalisieren, hab ich übrigens stattdessen dann fluchs übergeleitet zu GV – um die Sache insgesamt abzukürzen halt. Natürlich war das dumm…

    • bei der Masturbation kommen ja fast alle Frauen innerhalb kurzer Zeit. Und warum?

      Das hatten wir doch schon mal geklärt: Weil sie dabei davon fantasieren können, vergewaltigt zu werden.

      • Exakt.

        linke Feministin, Typ Beißzange. Sie fuhr irgendwie auf meine unverschämte Art Frauen gegenüber ab. Die hatte den Orgasmus ihres Lebens bei mir. Prügel, simulierte Vergewaltigung, Erniedrigung, das volle Programm. Sie fand es geil, ich eher nicht. Aber es zeig, die linken Frauenversteher bringen es nicht. Frauen wollen den Primitivling, der sie nimmt. Sollte doch für einen Macho kein Problem sein?

        M

      • „Weil sie dabei davon fantasieren können, vergewaltigt zu werden.“

        Die Regelkreis-Erklärung erscheint mir plausibler, eben weil ich sie bei mir direkt nachvollziehen kann.

  17. Meine Güte,

    was gehen fremde Leute die Orgasmen von Leuten, die diese nicht kennen, eigentlich an? Und was juckt mich der Nichtorgasmus fremder Frauen?
    Ich kümmere mich um genau eine Frau und wenn die nen Orgasmus hat, dann will sie bald wieder. Also komme ich ihr entgegen, ist reiner Eigennutz für beide.
    Muss denn heute wirklich jeder Scheiß in die Medien?

    M

    • „was gehen fremde Leute die Orgasmen von Leuten, die diese nicht kennen, eigentlich an?“

      Wenn es nach Feministinnen geht, bedarf es hier staatlicher Kontrolle.

      • Lies mal Decamerone von Giovanni Boccaccio. In einer Geschichte beschwert sich eine Adelige über die Belästigung durch einen Mann. Natürlich gab es nie eine Belästigung, aber der Typ hat den Hinweis geblickt und sie gevögelt bis zum Exzess. Hab ich selber mit einer bekannten Feministin erlebt. Weiber reden indirekt! Damen sind da ehrlicher, so meine ERfahrung.

        M

        • Weiber reden indirekt! Damen sind da ehrlicher, so meine Erfahrung

          Bingo wichtiger Unterschied !! es gibt heute (nur heute?) massenhaft Weiber aber nur wenige Damen. Mit einer Dame nach meinem Verständnis gibt es nie Probleme, ob käufliche Dame oder nicht. Leider sind die meisten Frauen heute durch Jahrzehnte Gehirnwäsche ziemliche verblödet , nicht zuletzt auch zum eigenen Schaden.
          Dann kommt dann so eine Haltung raus, der Mann kann will immer, ein Automat der mich auf Knopfdruck zu befriedigen hat, ohne daß ich was dazu selber beisteuern muss. Jede bessere Prostierte weiß das das ein Mythos ist.

  18. Der Bento-Artikel ist nicht nur albern und zum fremdschämen, er ist nachgerade unverschämt.

    Nirgends ist die Asymmetrie von Frauen und Männern offensichtlicher als beim Sex. Ich kenne keinen Mann, der seiner Partnerin keinen Orgasmus verschaffen möchte, aber mit den meisten Frauen, mit denen ich jemals Sex hatte, war es ein Kreuz, die liegen zwar herum, aber weder sagen sie was sie wollen, noch helfen sie mit, wenn man durchgeschwitzt da liegt und die Lust sich verflüchtigt, weil sie mal wieder nicht kommen mag. Ich fände es sogar ausgesprochen geil, wenn die Frau bei sich ein bisschen nachhilft. Hat bei mir NIE eine gemacht, selbst auf Aufforderung hin nicht.

    Nein, entspannt rumliegen und den Mann die Arbeit machen lassen. Wie sonst auch. Als ob Sex für uns nicht ohnehin aus Frauen-Verwöhnarbeit bestände, ich brauche weder ein Vorspiel noch muss ich die Sache eine halbe Stunde rauszögern. Rock hoch, rein-raus, fertig, würde mir hin- und wieder vollkommen reichen 🙂 Nein, der ganze Schmonzes drumherum ist nur für die komplizierte Psyche und Physis der Frau, die ja angeblich beim masturbieren super schnell kommt. Wobei man erwähnen sollte, dass nicht alle Frauen das machen, manche nur sehr selten und dass es generell leichter ist zu kommen, wenn man selbst den Takt vorgibt. Jemand anderen die Arbeit machen lassen und dann jammern ist schlicht unverschämt.

    Na ja, was rege ich mich auf. Bento und Spiegel, mehr muss man dazu nicht sagen.

    • Deckt sich mit meinen Erfahrungen.

      Und erschreckend dazu: Meine Erfahrungen waren davon unabhängig, ob die Frau sich zu den „Frauenbewegten“ oder eher zu den Traditionalistinnen zählte.
      Unabhängig davon, ob oder wie viele Sex-Ratgeber-Bücher in ihren Bücherregalen rumschimmelten.

      Und: In diesem Sinne waren die „Professionellen“, die ich bislang zu genießen pflegte, allesamt preiswert – das heißt, ihren Preis wert.
      (…hab mir das mal ausgerechnet mit dem Hintergrund des Ehegatten-Unterunterhaltes, den ich eine Zeitlang mal entrichten musste…)

      • Mit Professionellen habe ich keine Erfahrung, wie sieht es denn da orgasmusmässig aus? Oder meinst du das so, dass man sich da das ganze drumherum spart?

        • Zum ersten: „Ihr“ Orgasmus ist nicht Teil des Deals. Zumal ich auch nicht beurteilen kann, ob „ihrer“ denn echt oder gefaked wäre. (Bei meiner Freundin sieht das anders aus. Ich denke, sie gut genug zu kennen und ihren Orgasmus zu erkennen.)

          By the way: Die gute Professionelle gebraucht für den männlichen Orgasmus das schöne deutsche Wort „Entspannung“.

          In diesem Sinne ist sie zunächst bemüht, eine entspannte Atmosphäre aufkommen zu lassen ( little bit small talk) – hat mich bei meinem „ersten Mal“ sehr überzeugt. Dann wieder langsam Spannung entstehen zu lassen – um dann den Entspannungsmoment zu provozieren. Und das wiederum gestaltet sie aktiv. Und selbst die Phasen, in denen sie passiv ist, passiv zu sein scheint, unterliegen ihrer Gestalting. Als Profi weiss/spürt sie, was gerade angesagt/zweckdienlich ist.

          Denn wenn sie „gut“ ist, gibt es das entsprechende Trinkgeld zusätzlich zum (im Vornherein entrichteten) Honorar und eine eventuelle Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt; evtl. ja auch eine Weiterempfehlung.

          Und die Art und Weise, auf die sie „gut“ ist, variert. Ob Körpermassage, Fingertechnik, Beckenbodeneinsatz, Vaginalkontraktionen – die ganze Palette, die in der „Cosmopolitan“ regelmässig beschrieben wird, von deren Leserinnen aber nur allerseltenst angewendet wird…

          Meine Erfahrungen beziehen sich nicht auf den sogenannten Strassenstrich, sondern auf die Studio-Szene in der Schweiz. Kostenpunkt 250 – 300 CHF pro Stunde; Kundige ihres Faches aus Osteuropa und Türkei mit erstaunlich guten Deutschkenntnissen.

          Konsumentenplattformen wie sexy-tipp.to oder sexforum.ch erleichtern dabei die Vor-Auswahl…

          • Nachtrag: Wenn die Professionelle es als angebracht erachtet, zu meinem Wohle einen ihrerseitigen Orgasmus zu präsentieren, gibt es auch diesen…

          • Nachtrag II:

            Um die Höhe des Honorars in eine Relation zu setzen:
            Der Mindestlohn bei Aldi Schweiz beträgt CHF 4’330.– CHF pro Monat (13 Monatslöhne pro Jahr).
            Finde den Aldi-Deutschland-Mindestlohn und rechne damit um…

  19. @christian

    mein Eindruck ist, dass die SO von Deadpool im ersten Film sowohl als ideale Frau als auch und vor allem als ideale Sexpartnerin gezeichnet wird.

    Ich erinnere mich u.a. an ihren Spruch, als sie ihm am Ende die Maske ab nimmt und sagt: „hmmm, nach ein wenig Eingewöhnumg ist das ein Gesicht, auf dem ich gern sitzen würde“

    Vielleicht ist da ein Kontrastartikel zur heutigen Trulla drib?

  20. Statt großer Worte, denn es ödet nur noch an:

    An der Uni Bielefeld können Frauen nun masturbieren lernen
    Veröffentlicht am 26.04.2018 | Lesedauer: 2 Minuten
    Von Christina Hahn

    Nix für sanfte Gemüter: In Bielefeld können Frauen unter Anleitung masturbieren lernen – und das an der Universität. Im Rahmen der vom dortigen AStA organisierten Aktionstage für geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung gibt es aktuell verschiedene Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops. Der wohl ungewöhnlichste trägt den Namen „Möseale Ejakulation“ und ist seit Langem ausgebucht.

    Was die Teilnehmerinnen erwartet, ist ein praxisnaher Kurs aus zwei Teilen: „Der erste wird fröhlich und der zweite wird feucht-fröhlich“, heißt es in der Ankündigung …

    https://www.welt.de/regionales/nrw/article175845813/An-der-Uni-Bielefeld-kann-man-nun-masturbieren-lernen.html

    Nun denn, benachteiligte Frauen: „Mösealer“ Spasmen aller Länder, vereinigt euch!

    • An der Uni Bielefeld können Frauen nun masturbieren lernen

      technisch gesehen wird so was als Notlauffunktion bezeichnet.
      vielleicht schon eine vorbeugende Maßnahme für den eher unwahrscheinlichen Fall das MGTOW mal ein breiteres Phänomen werden sollte. Aber man weis ja nie.

  21. Passt ja auch zum Thema und gerade via Arnes „Genderama“ gefunden:

    Männern vergeht Lust auf Sex schneller als Frauen

    Dem Volksmund nach wollen Männer immer und jederzeit Sex. US-Forscher kommen aber zu einem ganz anderen Ergebnis.

    Je länger eine Beziehung, desto geringer die Lust, vor allem bei der Frau. So lautet die gängige Meinung. Doch das stimmt nicht, wie US-Forscherinnen im «Journal of Sex Research» berichten.
    Ihrer Studie zufolge, in die die Erkenntnisse aus über 60 früheren wissenschaftlichen Arbeiten eingeflossen sind, sind es eher die Männer, die in längeren Beziehungen die Lust auf Sex verlieren.

    Verantwortlich dafür ist laut den Forschern, dass sich viele Männer unter Druck fühlen, immer zu wollen und immer bereit zu sein. Das sei aber nicht so. Denn mit dem Alter lassen sowohl die sexuelle Lust als auch die körperlichen Fähigkeiten nach, was vielen Männern zusätzlich zusetzt. …

    http://www.heute.at/life/love/story/Maennern-vergeht-Lust-auf-Sex-schneller-als-Frauen-53625760

    Mal sehen, was die Bento-Bild sich daraus zusammenbastelt.

    • Das jedoch wohl nicht, wie es die österreichische „Heute“ formuliert:

      „… „Es wird erwartet, dass die männliche Lust immer da ist und dazu noch so simpel wie ein Ein- und Ausschalter“, sagt Mark zu Telegraph.co.uk. Gleichzeitig werde davon ausgegangen, dass die Lust bei Frauen so kompliziert wie eine Telefonzentrale sei. Die neue Studie zeige aber, „dass beide gleich komplex sind …“

      Lustig immerhin, dass die Lust von Frauen mit einer Telefonzentrale verglichen wird, hängen sie doch so gerne daran.

    • Ich glaube diese Mär wird so hartnäckig am Leben gehalten, weil
      a) Frauen damit Männer tatsächlich unter Druck setzen können, im weiteren Sinne auch so eine Art Shit -Test für die sexuelle Performance des Kandidaten.
      b) mit dieser Mär lässt sich weiblicher Sex als „Opfergabe“ teuer verkaufen, ins mystische aufwerten und männlicher Sex abwerten zur billigen Massenware, die gnädigerweise abgekauft wird, wie man einem armen Straßenhändler aus Mitleid was abkauft.
      Sprich der Mann hat Sex quasi umsonst zu liefern, die Frau kann alles dafür verlangen.
      Die Ironie ist, das sie aber tatsächlich selber Sex will, wenn sie dann den Preis zu hoch treibt und die geprellten Lieferanten boykottieren, dann steht sie dumm da, ist selber die geprellte und muss zum Masturbierkurs.

      • So sieht es aus. Du glaubst gar nicht wie Frauen ausrasten wenn sie mal eine Abfuhr erfahren müssen. Das geht für die gar nicht und wenn dann noch so ein Arsch wie ich kommt mit dem sie wirklich gerne ins Bett wollen, weil ihn bereits andere Frauen empfehlen aber der irgendwie gar nicht so die große Lust hat sie zu vernaschen, dann werden sie erst richtig wütend.
        Frauen (und viele Männer) verstehen nicht, dass wenn man oft genug Sex hatte, daran auch nichts besonderes mehr zu finden ist. In Fakt ist es so, dass ich inzwischen andere Dinge mache die mir einen deutlich größeren Kick geben aber mit einer Frau eine Nummer zu schieben. Im Vergleich zum Bungeejumping oder zu einem Kampfsportturnier wo dir die anderen zujubeln, du Herrasen hast und das Adrenalin in Höhen springt die für die meisten Menschen unbekannt sind, ist Sex eher eine öde Nummer.
        Hier noch mal ein Zitat von Conan:

        • „… Du glaubst gar nicht wie Frauen ausrasten wenn sie mal eine Abfuhr erfahren müssen. Das geht für die gar nicht und wenn dann noch so ein Arsch wie ich kommt mit dem sie wirklich gerne ins Bett wollen, weil ihn bereits andere Frauen empfehlen aber der irgendwie gar nicht so die große Lust hat sie zu vernaschen, dann werden sie erst richtig wütend …“

          So sieht das aus! Persönlich habe ich das mehrmals erlebt, dass Frauen kurz vor der Hysterie oder dem Kollabieren stehen, wenn man ihnen mitteilt, dass man keine Lust auf Sex mit ihnen hat. Die drehen tatsächlich regelrecht durch und können nicht verstehen, wie ihre ‚Opfergabe‘ so einfach abgelehnt wird.

          Eine kreischte mich vor vielen Jahren empört an: „Aber ihr Kerle wollt doch immer!“ Habe dann gelächelt, den Kopf geschüttelt und nichts gesagt. Danach war Bombenstimmung, inklusive knallender Wohnungstür und lautem Gezeter im Treppenhaus. Es hatte irgendwas mit mir, einem Ziegenbock und Impotenz zu tun …

  22. Pingback: Alles Evolution

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