Verrücktes aus dem modernen Feminismus: Babys um Zustimmung zum Wickeln fragen

Der moderne Feminismus bringt immer wieder Vorschläge, bei denen man sich denkt, dass das nun doch wirklich zu doof ist, um noch ernst gemeint zu sein. Beispielsweise diesen (via Arne):

Wenn Eltern ihren neugeborenen Kindern eine Frage stellen, bekommen sie keine Antwort. Zumindest kein klares “Ja” oder “Nein”.

Trotzdem behauptet Sexualexpertin Deanne Carson jetzt, dass Eltern ihre Babys um Erlaubnis fragen sollen, bevor sie sie wickeln. Sprich, die Kleinen sollen ihre Zustimmung geben. Dieses Vorgehen schlug Carson in einem Interview mit dem australischen TV-Sender ABC News vor.

Eltern sollen ihre Kinder demnach explizit fragen: “Ich werde jetzt deine Windel wechseln, ist das in Ordnung?”Natürlich gibt Carson zu, dass die Kinder wohl kaum verbal antworten werden. “Natürlich sagt ein Baby nicht ‘Ja Mama, das ist großartig. Ich liebe es, wenn du meine Windeln wechselst’.”

Antwort via Körpersprache

Eltern sollten dem Kind deshalb etwas Zeit und Raum lassen und auf Antworten durch Körpersprache warten. Wenn Eltern Augenkontakt herstellen würden, dann würden sie die Antwort des Kindes sehen und ihm damit zeigen, dass die Antwort auch etwas zählt, sagt Carson.

Das Konzept der Zustimmung sollen Eltern schon früh etablieren, sagt die Expertin, die sich selbst als “Sexualerzieherin, Speakerin und Autorin” bezeichnet.

Das ist wirklich reichlich bescheuert, weil das Baby noch gar nicht in der Lage ist eine tatsächliche Zustimmung zu geben und es auch nichts mit sexueller Belästigung zu tun hat, wenn man sein Baby wickelt.

Lustigerweise sieht Deanne Carson auch noch genau so aus als würde sie so etwas vertreten:

Deanne Carson

Deanne Carson

Hier ist das ganze Video:

Ich konnte leider nirgendwo herausfinden, ob sie selbst Kinder hat oder nicht. Das würde ich interessant finden.

Es passt eigentlich ganz gut in die feministische Theorie:

Diese stellt ja letztendlich ein „Race to the bottom“ darum dar, dass man alles noch etwas mehr übertreibt bzw, in deren Vorstellung besser macht. Natürlich muss das dort angelangen, dass man bereits möglichst früh Zustimmung zu etwas einholt und viel früher als direkt nach der Geburt geht ja nicht.

Sie hat sich damit einen guten Platz im Race to the bottom gesichert, bei dem sie auf alle anderen, die es nicht so früh einrichten wollen, hinaufschauen kann und anführen kann, dass sie nicht radikal genug sind und damit ja quasi auch die Rape Culture fördern.

Advertisements

41 Gedanken zu “Verrücktes aus dem modernen Feminismus: Babys um Zustimmung zum Wickeln fragen

  1. Obacht.
    Der einzig mögliche nächste Achritt ist, den Fötus zu fragen, ob er der Abtreibung zustimmt.
    Enthusiastisch.

    • ja

  2. Soll man sich dann auch die Zustimmung von kleinen männlichen Säuglingen holen, bevor man vorhat ihnen ein Teil ihres Penis abzuschneiden oder ist das da nicht so wichtig?

  3. „…Vorstellung besser macht. Natürlich muss das dort angelangen, dass man bereits möglichst früh Zustimmung zu etwas einholt und viel früher als direkt nach der Geburt geht ja nicht. …“

    Großer Irrtum. Sollte Mann mit einer schwangeren Frau ehelichen Beischlaf ausüben, dann könnte sich ein weiblicher Embryo sexuell belästigt fühlen.
    Von daher plädiere ich auf eine schriftliche Einverständniserklärung des Embryo!!

    Oder:
    Wie geistig gestört muss Frau sein? Windeln wechseln hat etwas mit der Gesunderhaltung eines Säuglings zutun. Versteht Mutti nicht was Baby sagt, dann bleibt das Würmchen in seiner Kack..e liegen?

  4. Wichtiges Detail hier ist noch folgendes:

    ‚ … dass die Expertin Kritik an ihrem Ansatz schroff zurückweist: „Trollt mich so viel ihr wollt“, erwidert sie. „Damit leugnet ihr aber die Aussagen aller Überlebenden von sexuellem Missbrauch.‘

    Also wieder die klassische feministische Taktik: Mit ausgekochtem Schwachsinn provozieren, wenn Kritik kommt das sofort als ‚trolling‘ runtermachen und Kritiker als Täter hinstellen. ‚Victim Blaming‘ und so. Typische Taktik von Narzisstinnen.

    Die Ergüsse dieser Schreckschraube drehen sich gar nicht um das Wohlergehen von Babys. Die instrumentalisiert Babys nur für ihre eigenes dummes Ego. 15 Minuten Aufmerksamkeit und sie kann sich gegenüber Kritikern als moralisch überlegen fühlen.

    Erbärmlich. Die beste Antwort wäre es wenn man sie vollkommen ignorieren würde, denn jegliche Antwort gibt ihr die Aufmerksamkeit die sie offensichtlich braucht.

    • Die Frau liegt aber in einem Punkt richtig. Solche Thesen kann man nicht ernsthaft diskutieren, die kann man nur noch trollen (so man denn überhaupt auf diesen Schwachsinn eingehen will).

  5. Es gab ja mal Zeiten, da hieß es „zwischen Genie und Wahnsinn liegt ein schmaler Grat“. Das könnte man ja auch mal neu fassen, z.B. „der Unterschied zwischen feministischem Aktivismus und psychischer Erkrankung ist nicht eindeutig definiert“.

    • „der Unterschied zwischen feministischem Aktivismus und psychischer Erkrankung ist nicht eindeutig definiert“

      Oder: „liegt unterhalb der Nachweisgrenze“ 🙂

  6. Es wird hierzulande bereits empfohlen mit einem Baby von Anfang an so zu sprechen und ihm alles was passiert zu erklären als würde es einen verstehen können, und selbstverständlich gehören dazu auch Fragen in der Art wie „Brauchst Du eine frische Windel?“ oder „Bist Du jetzt fertig (mit Deinem Geschäft)?“.

    Ein Trend heißt übrigens Windelfrei. Idee hinter dem Konzept: schon ein Neugeborenes könne und wolle sogar signalisieren, wenn es muss, Babys wären an sich keine Nestbeschmutzer, von daher solle man sie „einfach“ bei Bedarf immer – Tag und Nacht – irgendwo abhalten.

    Wir praktizieren das aber nicht, denn so ganz stimmts ja nicht, und ich finde es viel zu unbequem meinem Kind während des Stillens (wo es sehr häufig „drückt“) bspw. eine Schüssel unter den Po zu halten.

    • jetzt nicht wirklich? Oder?

      Du erklärst Deinem 6 oder 8 Wochen alten Säugling wie die Welt funktioniert?
      Bsp. : “ Mutti setzt jetzt den Blinker, weil sie in 300m rechts ( linke) abbiegen möchte. Wenn Du bitte mal links aus dem Fenster schauen möchtest, dort siehst Du den Laden in dem Mutti gleich einkaufen wird. Bitte ließ Dir den Einkaufszettel durch und sage mir ob etwas fehlt“

      • Ich erkläre primär die Dinge, die es fühlen kann.
        Ein Beispiel aus dem Mitgabe-Buch der Gebärstation lautet ungefähr:
        „Du gehst baden. Jetzt tauchen Deine Füßchen ins Wasser“ usw.
        Bezogen auf das Beispiel reicht es mir, wenn ich eine Autofahrt ankündige beim Anschnallen in der Babyschale und dann vielleicht noch zwei Sätze oder so, die bis zur Ankunft die Gewissheit erhalten, dass ich zwar gerad nicht sichtbar, aber auch nicht weit weg bin (manchmal ist man ja auch eher mundfaul…)

        • Der Hintergrund dürfte dabei aber Sprachentwicklung sein. Ein Kind mit dem man von Anfang an vernünftig spricht, dürfte schneller selbst vernünftige Sätze bilden können.

          Dieses doofe „Dutzi dutzi Teletubby“ dürfte dabei eher hinderlich sein.

          • Es hat was mit Respekt zu tun. So ein Kind ist eben kein Ding.
            Zeit für Blödeleien muss natürlich trotzdem sein… wenns dann erstmal anfängt zu glucksen (unseres ist ganz knapp davor), kannst Du auch gar nicht mehr anders als so Dein Glück zu versuchen…

    • Sein Kind vollzutexten, damit es Ansprache, Zuwendung und automatisch auch die Phonetik erfährt, dagegen ist ja nichts einzuwenden.
      Darum geht es der angeblichen Sexualexpertin aber anscheinend nicht.
      Ich bin mir sicher, selbst du hältst eine ernsthafte Frage um Erlaubnis für ausgemachten Unsinn.
      Und Kinder bzw. Opfer sexuellen Missbrauchs für seine Profilneurose zu instrumentalisieren, ist ohnehin unterste Schublade.
      Schade, dass sie damit überhaupt so viel Aufmerksamkeit erhält.

      • „Ich bin mir sicher, selbst du hältst eine ernsthafte Frage um Erlaubnis für ausgemachten Unsinn.“

        Als ich unsere Große das erste Mal Wickeln wollte, sollte ich ihr gleich auch rektal die Temperatur messen – was ich als so massiven Eingriff empfand, dass ich das schlafende Kind innerlich (also rein auf Gedankenebene) um Entschuldigung bitten musste. Ungelogen.

        Ich finde es wirklich wichtig auch mit „bitte“ und „danke“ zu arbeiten beim Umziehen. Damit hälst Du Dich m.M.n. nämlich selbst davon ab, gegen (zugegeben anfangs rein zufälligen) Widerstand anzuarbeiten, ziehst also nicht übermäßig an den Ärmchen oder Beinchen, die vielleicht gerad nicht die zu Deinem Vorhaben passende Bewegung ausführen, stattdessen wartest Du geduldig auf den richtigen Moment für den nächsten Schritt. Was könnte daran schlecht sein, hä?

      • Darum gehts nicht, es geht wieder um Verbreitung von „Consent“ Blödsinn. Consent mag ja noch einen Platz bei Erwachsenen haben, das hört aber auch sofort auf sobald jemand Verantwortung trägt. Denn dann muss auch Autorität mit einhergehen.

        Die Feministen wollen alle Freiheiten ohne Verantwortung. Leider ist diese Seuche auch auf viele nicht-feministische Frauen, und teilweise sogar Männer, übergesprungen.
        Und nun wollen sie das gleich den Eltern eintrichtern.

        Mir ist nicht so ganz klar wie sie, die Autorin, denkt wie das alles in 10 Jahren aussieht. Der Widerstand ist ja jetzt schon extrem groß (im Vergleich zu vor 5 Jahren). Denkt sie wirklich das kann sie in 10 Jahren immernoch veranstalten? Kotzbroken sein und dafür bezahlt werden?
        Das wird garantiert nicht passieren. Und mit „Ehemann finden“ wird das mit der Attitüde auch nichts.

      • @Semikolon:

        „ziehst also nicht übermäßig an den Ärmchen oder Beinchen, die vielleicht gerad nicht die zu Deinem Vorhaben passende Bewegung ausführen, stattdessen wartest Du geduldig auf den richtigen Moment für den nächsten Schritt. „

        Du willst nicht ernsthaft behaupten, du hättest dich bei der Erziehung deiner Tochter nie über ihren Willen hinweggesetzt? Vielleicht auch mal kräftiger zugepackt, wenn sie gerade in einer Trotzphase steckte? Sie angeschrien, wenn sie dir auf der Nase herumtanzte? Sie ins Bett gesteckt, obwohl sie noch fernsehen wollte?

        Glaub ich keine Sekunde. Sie müsste schon außergewöhnlich brav sein, damit man als Erwachsener sowas durchhält.

        • „Du willst nicht ernsthaft behaupten, du hättest dich bei der Erziehung deiner Tochter nie über ihren Willen hinweggesetzt?“

          Also, ich kann von mir behaupten, dass ich das tatsächlich nie getan habe – so denn meine Söhne mit meinem Willen konform gingen 😀

          „Vielleicht auch mal kräftiger zugepackt, wenn sie gerade in einer Trotzphase steckte?“

          Nein, das habe ich definitiv nicht.
          „Sie angeschrien, wenn sie dir auf der Nase herumtanzte?“

          Auch das nie.
          NIEMALS.
          Wer schreit und schlägt hat immer Unrecht. Diese Form der Kommunikation ist eine Bankrotterklärung der eigenen Argumente.
          Im Übrigen ist leises Sprechen auch bei Kindern überzeugender.

          „Sie ins Bett gesteckt, obwohl sie noch fernsehen wollte?“

          Na gut, wir hatten den Fernseher selten für mehr als die Sesamstraße und die Sendung mit der Maus an. Insofern wären meine Jungs gar nicht auf die Idee gekommen, noch was anderes sehen zu wollen.
          Und als erzieherische Maßnahme ins Bett gesteckt habe ich sie schon gar nicht. Das Bett war ein heiliger Ort, in den sie sich zurückziehen durften(!), wenn sie müde waren und wo aller Groll zu Ende war, egal, was zuvor ablief.
          Ich kenne unzählige Eltern, die ihre Kinder zur Strafe ins Bett schicken und sich dann wundern, dass die Kleinen abends vor Übermüdung fast vom Stuhl fallen, aber um keinen Preis der Welt ins Bett wollen.

          Vermutlich 80% der Probleme, die Eltern mit ihren Kleinkindern haben, haben sie selbst verursacht.

          • „Vielleicht auch mal kräftiger zugepackt, wenn sie gerade in einer Trotzphase steckte?“
            Nein, das habe ich definitiv nicht.

            Respekt. Geht bei meinen nicht, wenn die abends müde sind, läuft manchmal gar nichts mehr, da drehen die nochmal voll auf, da kann es manchmal ganz nützlich sein, man wird laut oder dirigiert sie auch mal am Ohr ins Bad zum Zähneputzen. Selten, aber sie lernen das dann meist recht schnell. In normalen Zeiten reicht die übliche Erpressung „wenn du nicht xy, dann morgen kein Computer!“.

            „Wer schreit und schlägt hat immer Unrecht.“

            Unsinn. Geschlagen habe ich nur, wenn sie mich geschlagen haben, an die gleiche Stelle, mit gleicher Stärke, das machen sie nicht oft, dann haben sie die Regel gelernt. Dass man gelegentlich laut wird, ist normal, ich bin auch nur ein Mensch mit begrenztem Nervenkostüm. Wenn man es nicht zu oft macht, wirkt es auch ganz gut.

            Diese Form der Kommunikation ist eine Bankrotterklärung der eigenen Argumente.
            Im Übrigen ist leises Sprechen auch bei Kindern überzeugender.

            Argumente? Manchmal wirken sie, manchmal können die Kinder sie gar nicht verstehen, weil ihnen die Erfahrung fehlt, sie sich vollkommen verschätzen etc. man sollte immer argumentieren, aber Wunder kann man davon nicht erwarten. Je kleiner das Kind, desto weniger.

            Ich kann auch nicht warten bis die Kinder müde sind, denn dann habe ich überhaupt keine Zeit mehr für mich und meine Frau, die Kinder haben viel zu viel Energie, das geht nicht. Die können in ihren Zimmern noch spielen, aber irgendwann will ich meine Ruhe haben und das setze ich auch durch und sie akzeptieren das auch.

            „Na gut, wir hatten den Fernseher selten für mehr als die Sesamstraße und die Sendung mit der Maus an.“

            Bis zu welchem Alter denn? Mein Bub ist 10 und hat längst kapiert wie Youtube funktioniert. Hätte ich es nicht auf seinem PC gesperrt und auf einige wenige Folgen am Abend beschränkt, würde er den ganzen Tag nur noch anschauen.

            Und als erzieherische Maßnahme ins Bett gesteckt habe ich sie schon gar nicht.

            Ich auch nicht, aber wenn den nächsten Tag Schule ist, kann ich sie auch nicht bis 23 Uhr spielen oder lesen lassen.

            „Kleinen abends vor Übermüdung fast vom Stuhl fallen, aber um keinen Preis der Welt ins Bett wollen.“

            Der Junge geht normalerweise ins Bett, wenn er müde ist, was mir aber meist viel zu spät ist. Meine Tochter merkt nicht richtig wenn sie müde ist. Sie wird immer schlechter gelaunt und schlapper, aber von selbst geht sie i.d.R. nicht ins Bett. Kinder können sehr unterschiedlich sein.

            „Vermutlich 80% der Probleme, die Eltern mit ihren Kleinkindern haben, haben sie selbst verursacht.“

            Das ist schon möglich, jeder ist zum ersten Mal Mutter oder Vater und jedes Kind ist anders. Insofern kann man auch immer wieder neue Fehler machen…

          • „Geht bei meinen nicht, wenn die abends müde sind, läuft manchmal gar nichts mehr, da drehen die nochmal voll auf, da kann es manchmal ganz nützlich sein, man wird laut oder dirigiert sie auch mal am Ohr ins Bad zum Zähneputzen.“

            Bei sowas wie Schubkarre spielen sie nicht mit? Meine eine macht das gern bis zur Erschöpfung.
            Und wie kam eigentlich der Zahnputzsong an?

            „Geschlagen habe ich nur, wenn sie mich geschlagen haben, an die gleiche Stelle, mit gleicher Stärke, das machen sie nicht oft, dann haben sie die Regel gelernt.“

            Und die Regel heißt? Wer austeilt muss auch einstecken? Oder: Wie Du mir so ich Dir?

            „Ich kann auch nicht warten bis die Kinder müde sind, denn dann habe ich überhaupt keine Zeit mehr für mich und meine Frau, die Kinder haben viel zu viel Energie, das geht nicht. Die können in ihren Zimmern noch spielen, aber irgendwann will ich meine Ruhe haben und das setze ich auch durch und sie akzeptieren das auch.“

            Ihr solltet wohl an Eurem Abendritual noch ein wenig feilen. Wir hatten sehr lange noch ein gemeinsames Kartenspiel (meistens UNO) der Gute-Nacht-Geschichte vorangestellt – vorausgesetzt Alles lief glatt. Die Große mochte als sie klein war noch im Dunkeln Violinkonzerten lauschen bis sie eingeschlafen war, vielleicht lassen sich Deine Kinder ja (so wie ich damals) von Hörspielen in den Schlaf begleiten?

        • „Du willst nicht ernsthaft behaupten, du hättest dich bei der Erziehung deiner Tochter nie über ihren Willen hinweggesetzt?“

          Doch klar hab ich das: wenn ich sie zum Impfen festhielt z.B., oder (die seltenen Male wos nötig war) ihnen irgendwie ihre verschriebene Medizin einflößte (was das für eine Prozedur sein kann!).
          Fühlt sich wahrlich nicht gut an, diese Rolle.

          Die kniffligste Alltags-Situation war bei uns (bis zu einem gewissen Alter) jedenfalls das Haare kämmen. Unsere haben immer nur die Spitzen geschnitten bekommen (meist von mir), sprich sie haben langes Haar (die Große außerdem auch dickeres… und richtig richtig viel davon), was die Sache echt verkompliziert. Ultima Ratio war da die Frage, ob wir sie kürzer abschneiden sollten? Und die tatsächliche Behelfslösung: der Fernseher bzw. Computerbildschirm. Ja, am Morgen.

          „Vielleicht auch mal kräftiger zugepackt, wenn sie gerade in einer Trotzphase steckte?“

          Eine Trotzphase hatten unsere Kinder nicht.

          „Sie angeschrien, wenn sie dir auf der Nase herumtanzte?“

          Nr. 2 hatte als Kleinkind einen wirklich üblen Tick: nach jeder Mahlzeit gab sie „Fertig!“ als Startkommando aus, Sekundenbruchteile später flogen nacheinander durch die Luft: Löffel und/oder Gabel, der Teller mit Essensresten, so man sie soweit kommen ließ, kippte sie zum krönenden Abschluss den Becherinhalt auf den Boden aus und schmiss auch ihn danach weg. Grausam! Ja, da hab ichs u.a. desöfteren auch mit Schreien probiert (mein Mann hat ihr sogar mal leicht auf die Fingerchen gehauen, hat sich meine entsetzte Kritik daran aber wohl zu Herzen genommen). Erfolglos. Dieses Verhalten endete erst (und dann aber abrupt) mit dem Kindergartenbesuch.

          Allgemein: wenn ich merke, dass mein Tonfall aggressiv ausfällt, bin ich nicht bloß um eine sofortige Änderung dessen bemüht, sondern lege meinem Kind auch verbal offen, dass ich weiß, dass ich gerade falsch reagiert habe – und bitte dafür um Verzeihung. Normalerweise lässt sich das auslösende Problem danach dann immer gemeinsam irgendwie beheben. Manchmal über den Zwischenschritt, dass ich das Kind zu einem „Showkampf“ (mit klaren Regeln) auffordere. Dann ist auch die Anspannung bei ihm sichtbar wieder weg.

          Man muss sich nur öfter in Erinnerung rufen, dass Kinder Spaß in ihrem Leben haben wollen und danach handeln.

          „Sie ins Bett gesteckt, obwohl sie noch fernsehen wollte?“

          Ehrlich gesagt ja, da gabs auch schon Tränen. Man kann versuchen eine Ablenkung zu finden (ein kleines Spiel i.d.R.), aber manchmal bleibt einem nur ein „Schluss. Aus. Basta. … Morgen wieder“

          • „Eine Trotzphase hatten unsere Kinder nicht.“

            Faszinierend. Tja, meine schon, der Bub mehr als das Mädchen. Als kleines Kind musste der Junge alle Wochen mal sämtliche eingeübten Regeln testen und neu aushandeln. Hat sich zum Glück mittlerweile gegeben.

            Nr. 2 hatte als Kleinkind einen wirklich üblen Tick: nach jeder Mahlzeit gab sie „Fertig!“ als Startkommando aus, Sekundenbruchteile später flogen nacheinander durch die Luft: Löffel und/oder Gabel, der Teller mit Essensresten, so man sie soweit kommen ließ, kippte sie zum krönenden Abschluss den Becherinhalt auf den Boden aus und schmiss auch ihn danach weg. Grausam! Ja, da hab ichs u.a. desöfteren auch mit Schreien probiert (mein Mann hat ihr sogar mal leicht auf die Fingerchen gehauen, hat sich meine entsetzte Kritik daran aber wohl zu Herzen genommen). Erfolglos. Dieses Verhalten endete erst (und dann aber abrupt) mit dem Kindergartenbesuch.

            Und es gibt dir nicht zu denken, dass erst externe Personen dein Kind zur Räson bringen mussten? Aber hallo, da wäre was los gewesen, sowas haben sich meine nie erlaubt.

            Allgemein: wenn ich merke, dass mein Tonfall aggressiv ausfällt, bin ich nicht bloß um eine sofortige Änderung dessen bemüht, sondern lege meinem Kind auch verbal offen, dass ich weiß, dass ich gerade falsch reagiert habe – und bitte dafür um Verzeihung.

            Aggressivität kann aber auch mal gerechtfertigt sein…

            Normalerweise lässt sich das auslösende Problem danach dann immer gemeinsam irgendwie beheben. Manchmal über den Zwischenschritt, dass ich das Kind zu einem „Showkampf“ (mit klaren Regeln) auffordere. Dann ist auch die Anspannung bei ihm sichtbar wieder weg.

            Ja, mache ich auch manchmal.

            Ehrlich gesagt ja, da gabs auch schon Tränen. Man kann versuchen eine Ablenkung zu finden (ein kleines Spiel i.d.R.), aber manchmal bleibt einem nur ein „Schluss. Aus. Basta. … Morgen wieder“

            So ist es. Man kann und darf Kindern nicht immer ihren Willen lassen. schon deshalb weil man auch für sich selbst Freiraum braucht.

          • „Als kleines Kind musste der Junge alle Wochen mal sämtliche eingeübten Regeln testen und neu aushandeln.“

            Welche denn z.B.?

            „Und es gibt dir nicht zu denken, dass erst externe Personen dein Kind zur Räson bringen mussten? Aber hallo, da wäre was los gewesen, sowas haben sich meine nie erlaubt.“

            Die Große ja auch nie…
            Ich glaube, es war das Beispiel etwa gleichalter Kinder mit am Tisch, das sie von sich aus Abstand von diesem (für sie wirklich sehr lustigem!) „Spiel“ nehmen ließ. Die vorgewarnten Erzieherinnen hätten mir sicher berichtet, wenn sie irgendwelche Anstalten in die Richtung gemacht hätte.
            Das Kapitel Essen ist aber generell bis heute ein schwierigeres bei ihr. Sie kann monatelang z.B. partout ü-ber-haupt keine Kartoffeln essen wollen, und ganz plötzlich sind die dann ihre Leibspeise und sie will tagelang (fast) Nichts anderes mehr. Und ja, sie kriegt wenn nötig von uns ihre Extrawurst, man kann das Kind ja schlecht hungern lassen… auch, weil es sich ohnehin schon seit Ewigkeiten tief in der untersten Perzentile – nahe Untergewicht also – bewegt (dabei aber verhältnismäßig lange Beine vorallem hat).

            „Aggressivität kann aber auch mal gerechtfertigt sein…“

            Bei Babys und Kleinkindern schonmal gar nicht.*
            Und später ist es immer sinnvoller z.B. in die Meta-Ebene statt durch die Decke zu gehen.
            Da bin ich fest von überzeugt.

            *Nehm ich mal kurz als Grenzfall die Situation, dass der Stöpsel (ohne auf den Verkehr achtzugeben natürlich) auf die Straße läuft. Ja, ein besonders scharfer, kompromissloser Tonfall, der dem Kind richtig ins Mark fährt, ist akut gerechtfertigt. Aber sobald die Gefahr gebannt ist, switcht man doch auch wieder um und erklärt sich, anstatt noch endlos weiterzuschimpfen.

  7. Es hat mich wirklich lange befremdet, dass z.B. die Türken sich zu grossen Teilen hinter jemand wie Erdogan versammeln, aber mittlerweile verstehe ich das.
    Es ist quasi der Stinkefinger des Durchschnittsbürgers gegenüber einer vermeintlichen progressiven Elite, die es übertrieben hat mit ihrem Quark. Und ich sehe so etwas auch auf uns zukommen.

    • @Laber:
      Ja, der Ruf nach einem ’starken Mann‘, der alles wieder in die ‚richtigen Bahnen‘ lenkt, (gern auch mal in der Verkleidung als Platos ‚Philosophenkönig‘) erschallt immer lauter, je weiter (soziale) Gewißheiten und Regeln des Zusammenlebens abgebaut und diskreditiert (oder ‚täglich neu ausgehandelt‘?) werden (sollen). Das ist eine Form von Petersons ‚Chaos‘. Auf Gesellschaften und Geschichte angewandt würde ich eher die Bezeichnung ‚Bildersturm‘ verwenden.

      Das besorgt mich ebenfalls. Leider packt der aktuelle Zeitgeist ja immer noch ein weiteres Ziel drauf, was nun ebenfalls dringend bildergestürmt werden muß.

      Ob derjenige, der dann als ’starker Mann‘ hervortritt, tatsächlich ‚alles‘ wieder in die ‚richtigen‘ Bahnenl lenkt, ist nämlich durchaus zweifelhaft. Ich zweifle dabei eher an Erdogan als an Trump… ;-).

      Mir wäre es deutlich lieber, man würde weniger Gewißheiten zerschlagen und weniger schnell. Aber hey, ich bin nur jemand, den man früher (TM) mal als ‚linksliberal‘ etikettiert hätte…. was weiß ich schon vom schlimmen Leiden von Transgender Folks oder dem von Anhängern einer bestimmten Friedensreligion, wenn man ihr Glaubensbekenntnis auf als ‚haram‘ eingestuften Lebensmittel druckt….

      • Ich hatte mal gehofft, man könnte den Wunsch nach einem „starken Führer“ diesmal vermeiden, zugunsten von direkter Demokratie. Die ist nicht halb so anfällig für Blödsinn, wie mit Studienabbrechern und Feindagenten gespickte korrupte Parteien.

        Bedauerlicherweise ist „repräsentative Demokratie“ sehr reform- und beharrungsresistent, wohl auch deshalb, weil sie einen Schutzwall vor den wirklich mächtigen Oligarchen bildet. Wir steuern längst wieder in unsicheren Gewässern und zweifelsohne wird man am Ende wieder den Wählern die Schuld geben. Hat man beim dritten Reich ja auch, obwohl alle Alternativen ähnlich verseucht waren…

  8. Wie viele sterben eigentlich bei einem sexuellen Missbrauch bezogen auf alle Opfer von sexuellen Missbrauch?

    Sollten Leute die Mal einen Autounfall hatten, unabhängig von der Schwere, sich fortan auch Überlebende eines Autounfalls nennen?

  9. Es ist wieder einer dieser Fälle, bei dem ich verzweifelt davon ausgehen will, dass es doch Satire ist. Dass sie der Troll ist – gerade WEIL sie so aussieht, wie es zu gut zur Sache passt.

    Aber sollte dem nicht der Fall sein, hat sie Sache noch einen ganz anderen Haken: Denn wenn sie versteht, dass das Baby nicht antwortet, sondern sich damit begnügt, mit Körpersprache zuzustimmen…hm… dann ist der sonst so wichtige, durch so klare Zeichen zu erteilende Konsens auf einmal doch wieder etwas aufgeweicht.

    So ist sie am Ende also doch die Handlangerin der Rape Culture! 😛

    • Es ist wieder einer dieser Fälle, bei dem ich verzweifelt davon ausgehen will, dass es doch Satire ist.

      Feminismus ist Satire – Realsatire. Es ist völlig unmöglich, Satire und Realität zu unterscheiden weil es da keinen Unterschied gibt.
      Der vorliegende Beitrag (Baby um Zustimmung fragen) ist ein weiterer Beweis. Die „Achse der Blöden“ hat wieder zugeschlagen.

    • Es ist wieder dieser typische Trollmist, den uns die Medien die letzten Jahre vorsetzen. Schwachsinn verzapfen -> Kritik bekommen -> Heulen über die Kritik -> „Alles Nazis/Trolle/Alt-Righter“. Debatte unmöglich.

    • „wenn sie versteht, dass das Baby nicht antwortet, sondern sich damit begnügt, mit Körpersprache zuzustimmen…hm… dann ist der sonst so wichtige, durch so klare Zeichen zu erteilende Konsens auf einmal doch wieder etwas aufgeweicht.“

      Babys schreien ja tatsächlich (um Hilfe!), wenn sie (zu lange) eine volle Windel haben. Du willst es aber idealerweise gar nicht erst zu so viel Verzweiflung kommen lassen, und meist klappt das auch – weil Deine Sinne Dir melden, dass es (jetzt gleich) Zeit wäre. Manche Mütter schwören wie gesagt Stein und Bein, dass ihr Baby sich überwiegend sogar schon vor dem Wasserlassen/Stuhlgang durch die ihm zur Verfügung stehenden Mittel (unterhalb von Weinen natürlich) bemerkbar macht, was sie als Handlungsanweisung verstehen (inklusive akustischem Signal zurück ans Baby, wenn Alles vorbereitet ist). Ich glaube, etliche Mütter fragen auch schon ganz unbewusst „consent“ ab, ein „ok?“, „gut?“ oder „ja?“ als Satzschluss rutscht einem doch eigentlich leicht raus.
      Klar steckt da auch ne gute Portion „magisches Denken“ mitdrin, man überinterpretiert bzw. läd mit Bedeutung auf, was vielleicht nur bloßer Zufall war. Aber so konstituiert sich letztlich erst die intensive Bindung (auch in der Erinnerung).

      Btw – diese kleine Geschichte (leicht erweitert) war das Erste, was ich nach der Geburt las (Pippi in die Augen-Garantie bei mir derzeit, jedes Mal):

      Es war einmal ein Baby im Bauch seiner Mutter, welches bereit war geboren zu werden.
      Das Baby fragte Gott: „wie soll ich auf Erden leben, wo ich doch so klein und hilflos bin? Wie werde ich singen und lachen können, um fröhlich zu sein? Wie soll ich die Menschen verstehen, wenn ich ihre Sprachen nicht kenne? Wer wird mich beschützen?“

      Da antwortete Gott dem Baby: „Ich habe für dich einen Engel ausgewählt, der über dich wachen wird bis du erwachsen bist. Dein Engel wird für dich singen und dich zum lachen bringen. Du wirst die Liebe deines Engels fühlen und sehr glücklich sein. Dein Engel wird dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die du jemals hören wirst. Mit viel Ruhe und Geduld wird dich dein Engel lehren zu sprechen. Dein Engel wird dich verteidigen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert.“
      „Gott, wie heißt dieser Engel?“
      „Der Name ist egal. Nenn deinen Engel einfach MAMA.“

      • Das Baby macht gute Fortschritte und als es sein erstes Wort spricht, sind alle begeistert.
        Das erste Wort des Babies ist „Opa!“
        Am nächsten Tag ist Opa tot.

        Einige Wochen später kann das Baby sein zweites Wort.
        Und das zweite Wort des Babies ist „Oma!“
        Am nächsten Tag ist Oma tot.

        Wieder einige Wochen später spricht das Baby sein drittes Wort.
        Und das dritte Wort ist „Papa!“
        Die ganze Familie ist wieder begeistert. Nur der Vater nicht. Denn er weiß, dass die Wörter des Babies und die Todesfälle kein Zufall sind.
        Entsetzt und verzweifelt rennt er in die nächste Kneipe und lässt sich vollaufen.
        Am nächsten Morgen wacht er irgendwo in einem Straßengraben auf und stellt erfreut fest, er lebt!
        Also eilt er nach Hause in die Arme seiner Frau und fragt, ob irgendwas passiert sei.
        Antwortet seine Frau: „Ja. Stell dir vor, letzte Nacht ist ganz überraschend unser Nachbar gestorben!“

  10. Natürlich ist die Frau eine Heuchlerin: Sie hat sich auch schon zu Sex unter Alkoholeinfluss geäußert und wenn beide Betrunken sind, ist natürlich das Mann der Täter und die Frau das Opfer, because it is cutural…naf.

    Männer haben die Macht und deswegen haben Männer die Verantwortung und wenn es gerade in dieser Situation komplett anders herum ist, ist der Mann trotzdem der Verbrecher, weil Feminismus ist auch gut für Männer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.