Risikobereitschaft und Geschlecht oder wie überqueren Männer bzw Frauen eine Straße

16 Gedanken zu “Risikobereitschaft und Geschlecht oder wie überqueren Männer bzw Frauen eine Straße

  1. Mindestens so interessant, wie das geschlechtsspezifische Überqueren von Straßen, ist das INCEL-Phänomen und die Selbstbewusstwerdung Betroffener, die sich jenseits von MGTOW und Pickup auszudrücken beginnt:

    Übrigens schreibt Jan Deichmohle seit 35 Jahren aus diese Perspektive

    http://quellwerk.com

        • Christian, das weiss ich ehrlich gesagt nicht. Ich schließe es aus seinem methodischen Vorgehen, aus der Ablehnung (von Frauen, Männern, Männerrechtlern links wie rechts – eigentlich allen), die er erfährt, aus der Weigerung von Blogbetreibern, per Link auf ihn zu verweisen. Er hat in meinen Augen den Incel-Diskurs zeitlich vorweggenommen. Eigentlich gehört ihm schon aus historischen Gründen ein Platz in jeder Blogroll, die den Anspruch auf Vollständigkeit hat.

          • Reflektiere mal „Er klingt irgendwie verbittert“. Das ist die Standardantwort von Frauen,wenn männliche Verlierer sich beklagen. Du interpretierst ihn mit den Augen einer Frau, was nicht bedeutet, dass du ein Verräter oder Feminist bist. Ich persönlich weiss, dass Jan Deichmohle nicht verbittert ist. Er hat, und da unterscheidet er sich wohl von Incels, eine hohe Meinung von sich (Intellektualität, Bildung, geistige Beweglichkeit,etc). Mich interessiert sein methodischer Ansatz: a. Akzeptanz biologischer Fakten b. Akzeptanz der biologischen Dominanz von Frauen c.Notwendigkeit einer Machbalance d. Kultur und hier Austauschprozesse, die diese Machtbalance schaffen e. Schaffung geschlechtsspezifischer gesellschaftliche Räume, was eine Voraussetzung für d. und c. ist.

            Die „Verbitterung“ ist lediglich seine Analyse des Sachverhalts a bis e unter der Maßgabe, dass die Machtbalance nicht gewahrt ist. Das Interessante an seinem Ansatz ist, dass er schon die Lösung aufzeigt.

      • Incel ist für keinen sexy. Interessant ist die Abwesenheit von Ideologie bei dieser Bewegung. Es bedarf nur ein wenig Aufmerksamkeit für einen Incel, damit sich der Knoten löst. In den Kommentaren zum folgenden Videobeitrag sind alle, Männlein wie Weiblein, erleichtert, als sich Peterson von der Incelgemeinde lossagt: Das Problem ist hier ein quantitatives. Dieser eine gerettete Incel ist im Vergleich zur wachsenden Menge von Incels vernachlässigbar. Die Kommentatoren unter dem Beitrag sind einfach nur erleichtert, dass dieser eine es geschafft hat, womit sie sich eine Rationalisierung verschaffen, dem ganzen Incel-Rest die Legitimität abzusprechen. Der Mangel an Reflexion bei diesem Thema ist beeindruckend. Peterson selbst spricht der Incel-Gemeinde seinen Dank aus. Incels sind gute Typen – besser als ein Pickup-Artist, der eine Tussi spiegelt.

  2. Die Verallgemeinerung von Rolf Degens Beobachtung würde ich so eigentlich nicht unterschreiben wollen.

    An der Tankstelle hat man immer wieder den Fall, daß Leute aus dem Laden zu ihrem Wagen gehen, während andere Autos, deren Fahrer bereits bezahlt haben, bereits von der Tankstelle fahren. Es wäre somit sinnvoll, beim Verlassen des Ladens zu schauen, ob da vielleicht gerade ein Auto von der Tanksäule zur Ausfahrt rollt.

    Machen viele Leute aber nicht, selbst wenn man direkt auf sie zufährt. Und ich kann nicht sehen, daß Frauen hierbei eine Ausnahme bilden würden. Die sind genau so oft unvorsichtig wie Männer und überlassen die Sicherheit allein den abfahrenden Autos.

    Wie schaut’s aus bei Fahradfahrer(inne)n im Straßenverkehr? Auch dort stechen Frauen eigentlich nicht durch besondere Vorsicht hervor. Sie tragen z. B. genau so selten einen Helm wie Männer, sie fahren häufiger (?) mit einem irgendwie defekten Fahrrad durch die Gegend, sie benutzen häufiger (?) beim Fahren ihr Smartphone, um wichtige Nachrichten zu lesen oder zu schreiben.

    Überhaupt beobachte ich bei Frauen verblüffend oft eine seelenruhige Gefahrenblindheit. Ist jetzt aber nur meine persönliche Erfahrung.

    • ja auch meine Erfahrung.
      Ich vermute hinter scheinbar vergleichbarem Verhalten unterschiedliche Motive, mal abgesehen von allgemeiner Sorglosigkeit oder Gedankenlosigkeit.
      Bei Männer einfach risikobereiteres Verhalten.
      Bei Frauen einfach das verinnerlichte Vertrauen auf den besonderen Schutzstatus, den man als Frau in der Gesellschaft genießt.

    • Ein Aspekt aus dem Experiment oben fehlt im Tankstellen-Beispiel.

      Der sichere Weg oben ist der regelkonforme und der unsichere Weg ist der regelbrechende.

      Dafür, wie man aus einem Tankstellenhäuschen zu seinem Auto geht, gibt es keine Regeln.

      Interessant wäre es, das in anderen Kulturen zu testen. Die Frauen in Yangon z.B waren viel cooler als ich, wenn es darum ging, über eine vielbefahrene Straße ohne Zebrastreifen rüber zu kommen. Auch wenn sie drei Kinder dabei hatten.

  3. Heute noch erlebt, wobei ich hier nicht auf eine Gefährdung abziele, sondern auf Kooperation.

    Zwei mal haben Menschen heute meinen Weg an einer Einmündung gekreuzt. Einer von beiden hat den Gang deutlich, leicht laufend beschleunigt, der andere hat sein Tempo nicht geändert.

    Und jetzt darf geraten werden, für wen ich bremsen musste. Für Frau oder Mann?

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