Studienfächer und politische Ausrichtung der Professoren

Leider nur nach dem amerikanischen Modell, aber dennoch ganz interessant. Kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass sich Professoren einer Richtung eher registieren.

Interessant auch, dass in keinem Fach ein Überhang von Republikanern besteht.

Hat jemand Zahlen für andere Länder?

 

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6 Gedanken zu “Studienfächer und politische Ausrichtung der Professoren

    • @Sander Aale:

      »Intelektuell |= Intelligent«

      Du meinst vermutlich »Intellektuell != Intelligent«. »|=« ist nicht der Ungleichheitsoperator, sondern der binäre »Oder«-Operator. Das bedeutet im Kontext: Intellektualität erfordert Intelligenz, geht aber über diese hinaus (ich kann »Intellektualität« mehr als nur das Intelligenz-Bit zuweisen).

  1. Ein Hinweis, diese Art Ungleichgewichtung dürfte man auch finden wenn es um Befürworter der Phlogistonhypothese geht. Das bedeutet nicht, dass man daher darauf achten müsste mehr Phlogistonisten einzustellen.

  2. Jonathan Haidt hat auch in einem YT-Video auf diese Verhältnis hingewiesen. Den dadurch bedingten fehlenden Austausch von Gegenargumenten sehe er problematisch, da Thesen nur noch ungenügend falsifiziert werden, wenn die absolute Mehrheit der gleichen Werte- und Moralgemeinschaft angehört.

  3. Es gibt ja diesen US-Prof, der diesen Artikel verfaßt hat: „The case for colonialism“ – Bruce Gilley?

    Der ist in einem Interview danach gefragt worden, warum an den Nordamerikanischen Unis die linken Lehrkräfte so eine überwältigende Mehrheit haben. Und sinngemäß hat er geantwortet: Er würde nicht von irgend einer dramatischen Ursache ausgehen – nichts Politisches oder so. Seine Diagnose wäre einfach: eine *leichte* Präferenz für linke Lehrkräfte bei jenen Leuten, die über Beschäftigung, Berufung usw. von Bewerbern an den Unis entscheiden.

    Und er verwies auf eine Studie von Schelling aus den 1960er Jahren. Schelling hat damals nachgewiesen, daß die Rassen-Trennung ein quasi natürliches Phänomen ist, wenn man unterstellt: die Menschen haben eine *leichte* Präferenz gegenüber Leuten derselben Hautfarbe in ihrer Nachbarschaft, in ihrer Firma, in ihrer Schule usw.

    Die Hausbesitzer in den USA sagen also z. B.: „Ich hab‘ nichts gegen Schwarze oder Hispanics, auch nichts gegen Araber – aber ich möchte in einer Gegend leben, in der z. B. mind. 55 % Weiße leben.“ Wenn jetzt die Schwarzen, die Hispanics usw. eine ähnliche Einstellung haben – sie wollen z. B. in einer Gegend leben, in der mind. 54 % Schwarze leben -, dann führt dies mittelfristig zu einer fast strikten Trennung der Rassen in Wohngegenden, Firmen, Schulen usw.

    Ja, die Rassentrennung scheint *quasi* ein natürliches Phänomen zu sein. Das hat Schelling in den 60er Jahren nachgewiesen – wenige Jahre vorher war die Rassentrennung in den USA aufgehoben worden. *Quasi* deshalb, weil es natürlich Leute gibt, die wollen in völlig fremden Gegenden leben, also z. B. nur unter Chinesen. Und es ist auch klar, daß die Anzahl solcher Leute mit den Jahrzehnten schwanken kann. In den 1960er Jahren gab es wohl sehr wenige solcher Leute – heute gibt es vielleicht viel mehr davon.

    Soweit ich weiß, wurde Schellings Analyse vielfach modifiziert, weil er von gewissen Idealisierungen ausging, z. B. daß die Leute ohne Probleme in anderen Wohngegenden eine Unterkunft finden, also relativ leicht wegziehen können aus einer Gegend. Das ist natürlich in vielen Landesteilen nicht gegeben. Aber im Kern ist Schellings Analyse auch heute noch anerkannt.

    So, zurück zu den linken Lehrkräften an den Nordamerikanischen Unis. Dieser olle Kolonialismus-Prof meinte also, er würde die Übermacht dieser Leute einfach auf eine leichte Präferenz bei den Gate keepers zurückführen. Dies führe dann über die Jahrzehnte hinweg zu dieser linken Monokultur. Also kleine Ursachen – aber große Wirkungen.

    https://www.chronicle.com/article/Last-Fall-This-Scholar/242880

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