Rayk Anders: Lösch dich

Ein gerade viel diskutiertes Video:

Aus dem Begleittext:

Die Doku verfolgt ein Team, das undercover als Trolle und Hater im Netz unterwegs war und berichtet von gesteuerten Shitstorms, Mobbingattacken, Wahlmanipulationen. In der Doku sprechen sie mit Trollen, Nazis und Hatern, sind verdeckt in Trollnetzwerken unterwegs. Für die Dokumentation „Lösch Dich: So organisiert ist der Hass im Netz“ hat sich ein Team um den YouTuber Rayk Anders und den Journalisten Patrick Stegemann ein Jahr in die Welt von Hatern, Trollen und Nazis begeben. Sie wollen herausfinden, ob die Wellen an Hasskommentaren abgesprochen und organisiert sind. Dabei geraten sie mitten hinein in den Meme-War, wie die rechten Trolle ihren Kampf um Aufmerksamkeit häufig nennen. Die rund 40-minütige Doku zeigt die Gruppe aus Journalisten, Programmierern und Internetaktivisten, berichtet von ihren Rechercheerfolgen- und niederlagen und zeigt ihr offline-Aufeinandertreffen mit Hatern. Für die Lösch-Dich-Doku treffen sie unter anderem die Trolle „Dorian der Übermensch“ und „imp der Übermensch“, aber auch politische Agitatoren wie Martin Sellner von der rechtsextremen Identitären Bewegung. Mit Fake-Accounts sind sie Teil von rechten Trollgruppen wie „Reconquista Germanica“. Sie hören zu, wenn sich die Hassposter organisieren, haben als vermeintliche Mitstreiter mitdiskutiert und waren bei geplanten Hatestorms dabei. Ihre intensive Recherche zeigt: Hass im Netz ist organisiert. Er wird genutzt von politischen Gruppen, meistens rechtsmotivierten, ist aber auch schlicht Teil einer Gegenkultur im Netz. Oft sind Hater keine Einzeltäter. Sie organisieren sich in Gruppen und machen Jagd, hetzen, mobben und haten nach vorheriger Absprache bestimmte Seiten und Personen. In geheimen Foren mit Namen wie „Reconquista Germanica“ organisieren sie sich fast militärisch, geben sich Titel wie „General“, verwenden Begriffe wie „Sondereinsatzkommando“. Sie selbst sehen sich als „Infokrieger im Infokrieg“ um die Meinungshoheit im Internet. Sie manipulieren die Stimmung im Netz, kapern Onlinediskussionen mit Hetze und Fakeaccounts. Sie erstellen massenhaft Memes unter anderem mit rassistischen Bildern, lassen sie tausendfach teilen und beanspruchen den Erfolg der AfD gern für sich.

 

Die Gegendarstellung:

Aus dem Begleittext:

In der kürzlich auf Rayk Anders‘ Kanal veröffentlichten Doku „Lösch Dich! So organisiert ist der Hate im Netz I Doku über Hater und Trolle“ wurden einige Dinge über uns behauptet und suggeriert, die wir so ungern stehen lassen würden. Dieses Video ist auf beiden Kanälen, da es uns in diesem Fall sehr wichtig ist, dass es alle Zuschauer erreicht. Danke an alle, die die einseitige Darstellung unserer Person nicht einfach so übernommen haben.

 

80 Gedanken zu “Rayk Anders: Lösch dich

  1. Kurze Einführung und ein paar Anmerkungen:

    Dorian, Imp, der Doktorant (dieser dürfte bekannt sein) und Shlomo sind Teil der deutschen „Skeptiker community“ auf youtube, die mit provokanten Videos für Aufmerksamkeit gesorgt haben und sorgen.

    Erstgenannte haben u.a. mit Beiträgen wie „Lösch dich: Suzie Grime“ (das eingedeutschte „delete yourself“) den Zorn der so Kritisierten erregt.
    Grime erscheint auch auf dem Kanal „Jäger & Sammler“, einen durch „funk“ finanziell geförderten Youtube-Kanal als Aushängefeministin.

    Und dieser wiederum „ist ein Online-Medienangebot der ARD und des ZDF für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 29 Jahren.“ (Wiki)
    So kommt Hölzchen zu Stöckchen und „funk“ zu STAATSfunk.

    D.h. alle auf „funk“ und „Jäger & Sammler“ veröffentlichten Beiträge kann man grob unter SJW in dümmster und gröbster Machart – ergo Rassismus und Sexismus 2.0 – subsumieren und dementsprechend wurden sie – mal mehr oder weniger provokant – kritisiert.
    Diese Kritik, als Majestätsbeleidigung empfunden, konnte man so natürlich nicht auf sich sitzen lassen und hatte die schöne Idee klarzustellen, wo die Machtmittel konzentriert sind.
    Deshalb eben diese „Dokumentation“ und die Aktion des Polit-Clowns Böhmermann in „neo royal“ (ZDF).
    Unter „Lösch Dich! So organisiert ist der Hate im Netz I Doku über Hater und Trolle“ heißt es:

    „Die Doku verfolgt ein Team, das undercover als Trolle und Hater im Netz unterwegs war und berichtet von gesteuerten Shitstorms, Mobbingattacken, Wahlmanipulationen. In der Doku sprechen sie mit Trollen, Nazis und Hatern, sind verdeckt in Trollnetzwerken unterwegs.
    (…)
    Für die Lösch-Dich-Doku treffen sie unter anderem die Trolle „Dorian der Übermensch“ und „imp der Übermensch“, aber auch politische Agitatoren wie Martin Sellner von der rechtsextremen Identitären Bewegung.“

    Dorian und imp sind m.E. das, was man früher „undogmatische Linke“ genannt hat und weder rechts, noch identitär und Trolle in genau dem Sinne, dass Kritik von SJWs als äußerst störend, ergo *als Hass* nur allzu gerne *empfunden* wird. Wie überaus praktisch, dass „Trolle, Nazi und Hater“ undifferenziert in einen Topf geworfen werden und beide in einem Atemzug mit Rechtsextremen.
    Ihr Interview wird „passend geschnitten“, es wird dekontextualisiert, angeschmiert und überhaupt mit allen Mitteln dafür gesorgt, die Kritiker in die rechte Ecke zu stellen.

    Die üblichen Strategien von Lügnern, Heuchlern und Scharlatanen, die wir als Maskulisten/MGTOW schon kennen.
    Und das wiederum veranlasste Dorian und imp, das „Richtigstellungsvideo“ zu drehen.

    • Ich denke, man braucht im eingangs zitierten „Beschrei(b)ungstext“ lediglich ein paar Begrifflichkeiten austauschen und es ergibt sich ein sehr klares Bild der Rayksstaatsfunkpropagandaabteilung.
      Statt „Trolle“ bspw. „ungelernte Raykszersetzungsfachkräfte“, statt „Dorian&imp“ z.B. „Idiott Baumfällt“ aka „Anderee Daddaldu“ ( wie er sich akut gerade nennt weiß ich nicht, das ändert sich ja von Pleite zu Pleite ), oder eben „Soozy ( saucy ) Crime“, „die hohle Kaffeetasse“ ( Namen vergessen ) oder so.

      Dazu statt „Lösch-Dich!“ die Plattlaberformate „Im Scheißhaus“ oder „Lulu Labert“, oder „Mirdochscheißegal“.
      Und am Ende die Erwähnung, daß die nicht nur auf Dauerjagd nach denen sind, die ihren hirnfreien Dreck zurecht unmöglich ernst nehmen können, was anderes können diese Hasstrolle ja auch gar nicht, sondern daß ganze Medienimperien reichlich Millionenaufwand aus Zwangsgebühren dafür verbraten um jegliche sachliche Befassung mit den jeweiligen Themenbereichen konsequent für den ( längst als völlig aussichtslos erkannten ) Endsieg zu unterbinden.

      Wohlwollend ergänzen könnte man evtl. noch, daß die unter der diversen Raykskriechsflagge beschossenen immer wieder ( zumindest rein symbolisch und aus Fairnessgründen ) Austausche, Diskussionen, Debatten o. sonstige Kommunikationsformen ausdrücklich anbieten und zu ermöglichen versuchen. Während die Rayksabwehrtruppen alles in die Richtung gehende praktisch vollständig verweigern, sonstwie verunmöglichen, und falls sie sich nicht dagegen zu wehren wissen zunächst langfristig verschlepen und hinterher die Ergebnisse in betrügerischer Manier zerstückeln, verfälschen, oder gleich was ganz anders behaupten.
      Feddich … passt!

      • @Fiete

        „sondern daß ganze Medienimperien reichlich Millionenaufwand aus Zwangsgebühren dafür verbraten um jegliche sachliche Befassung mit den jeweiligen Themenbereichen konsequent für den ( längst als völlig aussichtslos erkannten ) Endsieg zu unterbinden.“

        Korrekt! 🙂
        Sie sind kurz vor Stalingrad.

        • Sie sind kurz vor Stalingrad.

          Das denke ich auch. Ich befürchte nur, dass die ganze Aktion die siegreiche AfD-Armee erst groß macht.

        • Crumar: „Sie schaden der Linken insgesamt.“ Die einzig gute, wahre, anstaendige Identitaet ist LINKS !eins11
          AfD-Sellner-&CoKG: „Die Linken schaden dem Volk.“ Die einzig gute, wahre, anstaendige Identitaet ist Deutscher !eins11

          Crumar: Die Identitaeren sind doch alles Nazis!!!!!
          Ich: facepalm 😉

          • @ddbz @luisman

            Wenn ich diese Spielart der Linken (Rinke) kritisiere, weil sie so sind, wie sie sind, dann habe ich offensichtlich andere Vorstellungen von dem, was Linke sein sollten. Unter anderem KEINE Lügner, Heuchler und Scharlatane.

            Hier kann ich die politischen Vorzeichen weglassen und ein *persönliches Defizit* konstatieren, gleichwohl stellt sich die Frage, was Lügner, Heuchler und Scharlatane in einem ÖR zu suchen haben, der „für verlässliche, seriöse Nachrichten (stehen soll), die unabhängig von politischen und kommerziellen Interessen die Informationen einordnen und bewerten helfen.“
            https://daserste.ndr.de/ard_check/fragen/Aufgabe-und-Funktion-des-oeffentlich-rechtlichen-Rundfunks-der-ARD,antworten104.html

            Ich messe Vorstellungen dieser Rinken ebenso an „Aufgaben und Funktion der Linken“, wie ich auch den ÖR an den Maßstäben messe, die dieser lautstark verkündet.
            Wer wissentlich und willentlich wahrheitswidrige Behauptungen über politische Gegner und Kritiker verbreitet mit dem Ziel, sich argumentativ mit deren Argumenten *nicht* auseinandersetzen zu müssen, hat WEDER etwas in der Linken verloren, NOCH im ÖR.

            Andere Menschen mit diesen Methoden aus dem politischen Diskurs zu drängen und zum schweigen zu bringen zu wollen, ist MISSBRAUCH eben dieser Macht zum eigenen Vorteil.
            Wer diesen MACHTMISSBRAUCH dadurch zu adeln versucht, er kämpfe ja für „die gute Sache“ belügt sich selbst und sein Publikum -> #duAUCH.
            Offensichtlich handelt es sich hier um eine kleine, schmutzige Privat-Vendetta mit dem Ziel, die narzisstische Kränkung zu überwinden, die die Kritiker auf youtube verursacht haben.
            Wenn der ÖR die Mittel für diese schäbige Art der (Nicht-) Auseinandersetzung liefert, soll er sich nicht wundern, wenn sein gesellschaftliches Ansehen weiter sinkt.
            Wer so offensichtlich seine Aufgabe, Funktion und seine journalistischen Grundsätze verletzt hat es verdient, in Frage gestellt zu werden.

            Noch einmal: Ich würde diese Rinken hochkant aus der Linken werfen, weil Lügner, Heuchler und Scharlatane nichts in ihr verloren haben.

          • Offensichtlich handelt es sich hier um eine kleine, schmutzige Privat-Vendetta mit dem Ziel, die narzisstische Kränkung zu überwinden, die die Kritiker auf youtube verursacht haben.

            Genau das ist auch mein Eindruck.

            Wenn der ÖR die Mittel für diese schäbige Art der (Nicht-) Auseinandersetzung liefert, soll er sich nicht wundern, wenn sein gesellschaftliches Ansehen weiter sinkt.

            Als ob sie es sich leisten könnten. Ich werde eine Programmbeschwerde einreichen, mit genau dieser Stoßrichtung: „Der ÖR duldet die Austragung von Privatfehden auf seinen Kanälen, und unterminiert damit massiv nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern insbesondere auch die fundierte Kritik der Machenschaften der Reconquista Germanica.“

      • Ich habe mir das „Richtigstellungsvideo“ auch angesehen und es zeigt beispielhaft die ganze Erbärmlichkeit des Linksseins auf. Die beiden linken Youtuber wurden in die „rechte Ecke gestellt“ und heulen nun rum. Dabei ist „in die rechte Ecke stellen“ das tägliche Geschäft der Linken, das sie mit allen treiben, die ihre linke Weltsicht nicht teilen. Wenn aber diese gängige linke Kampfrhetorik des in die rechte Ecke stellens gegen sie selbst angewandt wird, dann sind Linke fassungslos und völlig aufgelöst. „Wir sind doch die Guten“, wehklagen sie, darf man das überhaupt, Linke in die rechte Ecke stellen? Man darf nicht, so scheinen sie zu meinen. Man darf also mit Linken nicht das tun, was Linke beständig mit Nichtlinken bzw. Andersdenkenden machen.
        Daran zeigt sich die ganze Schäbigkeit des Linksseins und der intellektuelle Bankrott.
        Gerade kam @crumar mit der Totschlagkeule „Verschwörungstheorie“ um die Ecke. Das ist für Linke völlig normal, mit Kampfbegriffen zu hantieren, die nur den Zweck verfolgen, den Andersdenkenden in seiner Reputation zu vernichten. Wenn aber Linke von linken Kampfstrategien betroffen sind, dann heulen sie rum, wie in diesem „Richtigstellungsvideo“.
        Von daher ist diese Sache durchaus erhellend.
        Aber ich muss nun weiter. Offenbar gibt es hier in den Kommentarspalten nichts neues. Es kommt mir alles sehr bekannt vor.

        • @Wikimannia

          Du kleine Heulsuse! 🙂
          Wollen wir prominent an dieser Stelle mal aufdröseln, warum ich dich Verschwörungstheoretiker genannt habe?
          Ich schrieb am 20.3.2017 bei man tau:
          „So lange auf eurer Website dieses Dumpfbacken-Geseier prominent prangt:
          „Angela Merkel ist eine offene Feindin des Grundgesetzes und des deutschen Volkes. Das ist nicht mein Land!
          Wir sind „Pack“, aber jeder, der illegal die deutsche Grenze übertritt und Asyl fordert, ist „Volk“. Anis Amri (Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt 2016) wird posthum deutscher Ehrenbürger“.
          Seid ihr FASCHOS in meinen Augen.
          Wer ernsthaft meint, ein durchgeknallter Attentäter und Serienmörder würde jemals deutscher Ehrenbürger werden, hat den Kontakt zur Realität ernsthaft verloren. Von BEGINN an.“

          Den gröbsten Quatsch, den ich damals kritisiert habe hast du entsorgt, dafür ist Kampfparole nun auf eurer (deiner?) Site:
          „Nieder mit dem Feminismus, nieder mit dem Genderismus, nieder mit der Invasion, nieder mit der Schweigespirale.“

          1. Wenn du schon saftig DDR-Lyrik zitierst, es müsste jetzt ein „Hoch die…!“ folgen. 😉
          2. Invasion ist definiert als „das Einfallen von Truppen auf ein bestimmtes Gebiet“. Mit Loriot gefragt: „Ja wo laufen sie denn?“

          Fällt dir nicht auf, Feministinnen fahren mit dem „war on women“ haargenau die gleiche Diskursstrategie? Man kommt kaum umhin, die fehlenden weiblichen Leichenberge zu monieren, die zwangsläufig Folge eines „Kriegs gegen Frauen“ wären. Gäbe es ihn.
          Der gleiche alarmistische Tonfall und die identische Absicht, die folgenden Handlungen als „Notwehr“ gegen einen Angriff zu verkaufen, der gar nicht stattgefunden hat.
          Wie möchtest du den Feminismus loswerden, wenn du dich seiner Mittel bedienst?

          3. Der Angriff, „die Invasion“ entpuppt sich als eine faktenfreie Konstruktion, als ein „weil-ich/wir-das-so-empfinden!“ und ausgerechnet das erinnert an die wunderschöne *Definitionsmacht*, in der die selbst ernannten Opfer die Realität definieren dürfen, die sie zu Opfern gemacht hat.
          Wie möchtest du den Genderismus loswerden, wenn du dich seiner Mittel bedienst?

          4. Wir leben tatsächlich in Zeiten des Versuchs einer Zensur und einer umfassenden Einschränkung der Freiheitsrechte. In deiner völligen Blindheit ist dir entgangen, diese Zensur – oder die „Schweigespirale“ – richtet sich ebenso gegen Linke.

          Es beschwerte sich eine sehr bekannte trotzkistische site am 26. August 2017:
          „Was immer Google am Suchalgorithmus technisch verändert hat, dessen Voreingenommenheit gegen linke Inhalte ist unbestreitbar. Das auffälligste Ergebnis von Googles Zensurmaßnahmen besteht darin, dass die Ergebnisse von Suchanfragen, die ein Interesse am Sozialismus, Marxismus oder Trotzkismus erkennen lassen, nicht länger auf die World Socialist Web Site verweisen. Google lässt die WSWS aus den Suchergebnissen verschwinden.“

          Hier zusammengetragen, welche Einbrüche linke sites zu verzeichnen hatten:
          „Wie bereits erwähnt, sind auch die Google-Suchergebnisse für andere linke Publikationen, die sich als fortschrittlich, sozialistisch oder als Kriegsgegner verstehen, deutlich zurückgegangen. Sie verzeichneten folgenden Rückgang:

          alternet.org: 63 Prozent
          globalresearch.ca: 62 Prozent
          consortiumnews.com: 47 Prozent
          mediamatters.org: 42 Prozent
          commondreams.org: 37 Prozent
          internationalviewpoint.org: 36 Prozent
          democracynow.org: 36 Prozent
          wikileaks.org: 30 Prozent
          truth-out.org: 25 Prozent
          counterpunch.org: 21 Prozent
          theintercept.com: 19 Prozent
          Google rechtfertigt die politische Zensur mit aufgeladenen Begriffen wie „Fake News“.“
          https://www.wsws.org/de/articles/2017/08/26/goog-a26.html

          Ist das nicht eine merkwürdige „Linke“, die *explizit linke* sites durch Zensur abstraft?! Die ausgerechnet solche News als „fake news“ einstuft, die aus einer *sozialistischen, marxistischen, pazifistischen* Perspektive geschrieben werden. Das wäre ausgesprochen erklärungsbedürftig.

          Kurz: Dein Weltbild passt nicht zu den empirischen Fakten.

          PS: Was im Nachbarland Österreich gerade gegen Sellner veranstaltet wird – kein Marxist und kein Anarchist involviert. 🙂

          • @Wikimannia

            „crumar kackt mal wieder aufs Spielfeld!“

            Das kann schon sein, aber ich verschiebe nicht die Torpfosten und erfinde neue Spielregeln…wie das Feministinnen und andere Rechte machen. 🙂

          • „PS: Was im Nachbarland Österreich gerade gegen Sellner veranstaltet wird – kein Marxist und kein Anarchist involviert.“

            Mich würde interessieren, wie du das interpretierst. Ich kenne derzeit nur Sellners Statements dazu und frage mich, was ein Mensch verbrochen haben muss, um soetwas über sich ergehen lassen zu müssen.

          • @radikalfair

            Man könnte die These äußern, da tobt ein Machtkampf in der rechten Szene, wer die „richtige Rechte“ ist und Alleinvertretungsansprüche hat. Die FPÖ/ÖVP-Koalition greift zum Vorschlaghammer und macht die Identitären über einen Paragraphen platt, der sich eigentlich gegen die organisierte Kriminalität richtet.
            Was natürlich ein *Missbrauch des Rechts für politische Zwecke*, der Ausschaltung der Binnenkonkurrenz ist.

            Ich hoffe bei der österreichischen Liberalen und Linken scheppern sehr, sehr schnell die Alarmglocken, denn wenn sie das bei den Identitären durchziehen können, wird es in Zukunft zu weiteren Kontenbeschlagnahmungen und Hausdurchsuchungen mit identischer Begründung kommen.
            Das politische Spektrum, das durch diese Maßnahmen politisch handlungsunfähig gemacht und persönlich ruiniert werden kann ist völlig beliebig.

  2. Ich glaub dazu muss man nicht viel sagen .. tendenziöse Propaganda im Stile der rezessiven Neolinken an Stelle seriöser Recherche.
    Sag ich jetzt mal so als Linker.

    PS: So einen würde ich gerne mal definieren lassen was denn Hate Speech ist … die Verrenkungen werden bestimmt lustig.

    • @Andreas

      Beleidigung, Verleumdung, Volksverhetzung sind bereits genau definierte Straftatbestände – wozu braucht man überhaupt einen weiteren?
      Der Witz ist gerade, „hate speech“ so unbestimmt wie nur irgend möglich zu lassen, damit der radikale Subjektivismus den „Hass“ so subjektiv wie möglich empfinden kann. Und wenn ich Kritik als Hass empfinden möchte, weil mein Platz in der Opfer-Olympiade aus einem Podiumsplatz besteht, dann hat das gefälligst Hass zu sein! In ihrem Opfer-Narzissmus sind ja schamlos.

      Bei mir würde dieser „Journalist“ sich mit genau dem auseinandersetzen müssen, nämlich einer Anzeige wegen:

      § 187 StGB Verleumdung
      „Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

      Wenn diese Rinken meinen, sie könnten einen rechtsfreien Raum durch bloßen Machtmissbrauch eröffnen, dann sollte man sie m.E. auf den Boden der (juristischen) Tatsachen bringen.

      • Ich hab mir jetzt erst die Gegendarstellung reingezogen .. das ist in der Tat grenzwertig, da sollte mal ein Anwalt drüberschauen, Markus Kompa oder ein vergleichbarer.

  3. Wenn man sich die Kommentare ansieht wurde da teilweise 90% eines Interview weggelassen und der Rest dann so hin geschnitten das man da irgendwie einen Hater/Troll/Nazi-Vorwurf draus basteln kann.

    Wenn das wirklich so ist, ist das Propaganda und Verleumdung unterster Schublade. Mit vollem Wissen wird gelogen und zwar ernsthaft Lügen.

    Man scheint auch mit keinem Wort auf das einzugehen, was die Leute überhaupt sagen. So und nicht anders kennt man SJWs. Der erste Schritt bei Kritik ist nicht die Verteidigung der Thesen oder Argumente, sondern einen ad hominem Attacke.

    • Im Grund machen die genau das was man aus Filmen kennt, wo ein geheimes Netzwerk Leute in Verruf bringt, damit sie keinen sicheren Hafen mehr haben.

  4. Der (angeblich) „rechtsextremen“ IB, die bisher durch friedliche Aktionen aufgefallen ist, hat man (angeblich), unter Ausnutzung eines Paragraphen für organisierte Kriminalität, alle organisatorischen und privaten Konten gesperrt. Und das unter der neuen „rechten“ österreichischen Regierung.

    Ich weiß nicht was ich davon halten soll:
    https://philosophia-perennis.com/2018/05/07/ib-oesterreich-wird-man-die-aktivisten-finanziell-ruinieren-und-so-zum-schweigen-bringen/

    Die Methoden sind zweifellos faschistisch und verlogen. Warum sie ausgerechnet von „Rechten“ gegen „Rechte“ angewandt werden, lässt mich grübeln.

  5. Ich hab Rayk gaaaaanz früher mal für ganz OK befunden. Seitdem er für die ÖR arbeitet, hat er wohl entdeckt, daß die Gutmenschen-Industrie ganz gut für die täglichen Brötchen sorgt.

    • Bezeichnend für den Typen ist, dass er die Aussage, dass die Leugnung des Holocaust sowie ganz allgemein Geschichtsklitterung nicht strafbar sein sollte als „Beweis“ anführt, es seien Nazis. Das ist nicht Dummheit. Der Typ ist ganz einfach ein Charakterschwein.

      • Ich tippe ja auf einen krankhaften Narzissten, der jeden vernichten will, der seine „Großartigkeit“ nicht anerkennt.

        „Eure Dummheit kotzt mich an“ – jaja..

        • Das „Schöne“ ist ja, dass solche Menschen extrem destruktiv für die Organisation sind, in der sie Arbeiten.

          Der ÖR steht vor der Wahl, entweder Immunkräfte gegen das Ideologiegebäuder zu entwickeln oder eben sehr massiv Schaden zu nehmen.

  6. Die im englischen Sprachraum kuerzlich bekannt gewordene Candace Owens beschrieb mal ihren „red pill“ Moment. Als sie noch stramme Demokratin, Feministin und Linke war, rief sie eine Website ins Leben (socialautopsy.com), auf dem sog. Trolle und Hateposter registriert und dokumentiert werden sollten. Der Widerstand gegen ihre Website kam nicht etwa von Rechten, sondern von den Berufsopfer-Feministinnen. Diese wollten nicht, dass aufgedeckt wird, wie sie sich selbst mit „troll farms“ hateposts und mails schicken, um nachweisen zu koennen, dass sie angeblich immerfort diskriminiert werden.

  7. @derdiebuchstabenzaehlt
    „Sind die Linke! Linke sind so, genau so!!“
    Das wollen Linke aber nicht hören. 😉 Die keifen nur wie Weiber zurück: Das ist aber nicht MEIN Sozialismus! *keif* *zick* *alternazifruf* Als Antwort kann man nicht oft genug empfehlen:
    President Trump: How & Why…

    • Hi WikiMANNia,
      na, besuchst du uns jetzt hier neuerdings häufiger?

      „Der Spruch ist auch nicht verkehrt:
      „Wer Karl Marx feiert, hat nie im Sozialismus gelitten““

      Der Spruch ist verkehrt, schließlich hat es im sogenannten real existierenden Sozialismus (in Wahrheit Staatskapitalismus) auch stets marxistische Oppositionelle gegeben.

      Und zu den Richtungen/Schulen/Strömungen des Maxismus zählen des Weiteren traditionell natürlich nicht nur die autoritären staatssozialistischen bzw. staatskapitalistischen, marxistisch-leninistischen Stömungen, sondern auch klassisch-sozialdemokratische Strömungen, die repräsentativ/parlamentarisch-demokratisch orientiert sind und die libertär-marxistischen Stömungen, die basisdemokratisch orientiert sind.

      Zudem – das hatte ich dir ja schon einmal erklärt – war Karl Marx selbst kein Anhänger von Diktaturen und man kann problemlos Marx als einen Klassiker der Philosophie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Geschichtswissenschaft schätzen und gleichzeitig jede Diktatur verabscheuen und verurteilen, man kann sie übrigens sogar mittels Zitaten von Marx verurteilen, was ja viele demokratische Marxisten auch getan haben. (Unkritisch „feiern“ sollte man freilich überhaupt keinen Denker, auch keinen großen.)

      Allerdings bin ich, was die sozialistische Bewegung zur Zeit von Marx angeht, in erster Linie Anhänger von Marx anarchistischem Gegenpieler Michael Bakunin (das hast du ja in dem WikiMANNia-Artikel über mich auch erwähnt) – die marxistische Kapitalismusanalyse und -kritik ist m.E. gut, aber sie sollte stets durch die anarchistische Staatskritik ergänzt werden.

        • Was willst du denn haben?

          Das Problem ist, der Begriff wird verwendet, um ganz unterschiedliche Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu beschreiben, die zudem in unterschiedlichen Jahrzehnten stattgefunden haben.

          Es gibt eine linke Kritik an den real existiert habenden Sozialismen unter diesem Begriff, der damit konstatiert, es hätte zwar keine Kapitalisten als Klasse gegeben, dafür habe die Arbeiterklasse aber auch nicht die tatsächliche Macht über Staat(-sapparate) und Produktionsmittel gehabt.

          Damit schienen sich solche westlichen kapitalistischen Staaten, die mit Nationalisierungen der Industrie und wohlfahrtsstaatlichen Programmen aufwarteteten dem Anschein nach auf diese real-sozialistischen Staaten zuzubewegen, so dass der Begriff „Staatskapitalismus“ für beide Systeme gleichermaßen verwendet worden ist.

          Dies wurde erst fragwürdig, als die keynesianische Steuerung der westlichen Staaten in den 70er Jahren in die Krise geriet und in den 80ern in den real-sozialistischen Staaten die auf der oben skizzierten Basis durchgesetzte Planwirtschaft sich endgültig als fatal erwies.

          Man könnte darüber spekulieren, ob die Ähnlichkeit beider Systeme daher rührte, dass beide gleichermaßen auf einem fordistisch-tayloristischen Modell der gesellschaftlichen Produktion beruhten.

          • @crumar

            in dem einen von dir verlinkten Text habe ich als Kern gelesen:
            „Nicht die Verstaatlichung ist demnach die erste Voraussetzung für die sozialistische Gesellschaft, sondern „die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse,““

            Ich verstehe nicht, wie das funktionieren soll, ohne Annahme von Blank Slate. In meinem Weltbild ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer, der die letzten 20 Jahre auf dem Bau verbracht hat, die Persönlichkeit und die geistigen Fähigkeiten erwerben kann, um ab morgen Entscheidungen für einen weltweit vernetzten Konzern zu fällen, quasi null.

            Siehst du das anders? Oder glaubst du, es gibt gar keine dummen, desinteressierten Menschen, die von allem, was komplexer als ein Traktor ist, überfordert sind? Wenn doch, wie soll die Welt „besser“ werden, indem diese an der Herrschaft sind?

            Das ist keine Polemik. Ich wäre nicht überrascht, wenn dein IQ 10 Punkte höher ist als meiner, insofern meine ich das durchaus ernst: was übersehe ich hier?

          • @only me

            Holy shit, das sind jetzt wirklich komplizierte Fragen.
            „in dem einen von dir verlinkten Text habe ich als Kern gelesen:
            „Nicht die Verstaatlichung ist demnach die erste Voraussetzung für die sozialistische Gesellschaft, sondern „die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse,““
            Ich verstehe nicht, wie das funktionieren soll, ohne Annahme von Blank Slate.“

            Das erste Problem ist, sich darüber bewusst zu werden, welche Schäden die Verengung des Begriffs des „Proletariats“ hervorgerufen haben, die durch Stalin und den real existierenden Sozialismus vorgenommen worden sind.

            Im weiteren Sinn wäre alles „Proletariat“, was Nicht-Eigentümer von Produktionsmitteln ist und nur seine Arbeitskraft zu verkaufen hat.
            Das würde auch den Begriff der „herrschenden Klasse“ in diesem Kontext viel einfacher machen: Nämlich die Herrschaft der Mehrheit einer Gesellschaft über eine Minderheit – während es *vorher* genau *anders herum* war.

            Die Stalinsche Verengung auf „manuell tätiges Proletariat“ hatte eine herrschaftsdienliche Funktion, nämlich alle Akademiker/Intellektuellen mit dem Ruch von „gehört nicht zu dieser Klasse“ zu versehen, obwohl gerade diese nichts anderes als ihre Arbeitskraft zu verkaufen hatten.

            Dadurch war es möglich, politisch abweichende, kritische Meinungen zu sanktionieren, als *wären* sie Ausdruck von Auseinandersetzungen *zwischen* Klassen – in einer vorgeblich klassenlosen Gesellschaft.
            Der Widersinn fällt ins Auge.
            Wenn also kritisiert wurde, diese oder jene Meinung sei „bürgerlich“ oder „kleinbürgerlich“, dann wäre (materialistisch) der Nachweis zu erbringen, es stünden hinter diesen Meinungen die ökonomischen Interessen, denen diese entstammen.
            Was schwierig wird, wenn diese nicht existieren.
            Was quasi der politische Kern dieses „othering“ ist und auf die *Defma* verweist, wonach es praktisch ist zu *bestimmen zu können*, wer eigentlich das „Proletariat“ *ist*.
            Klingt das nicht irre tagesaktuell Angesichts der ganzen „alten weißen Männer“, die irgendwie Scheiße sind? 😉

            „In meinem Weltbild ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer, der die letzten 20 Jahre auf dem Bau verbracht hat, die Persönlichkeit und die geistigen Fähigkeiten erwerben kann, um ab morgen Entscheidungen für einen weltweit vernetzten Konzern zu fällen, quasi null.“

            Womit ich dir auf der einen Seite recht gebe.
            Schau dir auf der anderen Seite die Karrieren der Wirtschaftswundergeneration in der BRD an: „Nach dem frühen Tod des Vaters, ein Lagerverwalter der 1920 an den Folgen einer Blinddarmoperation starb, zahlte die Fahrradfabrik Hercules – ein früheres Zweigunternehmen der Triumph-Werke, die in den 1950er Jahren zu (…) gehören sollten – seiner Mutter nur eine kleine Pension.

            Max (…) begann 1922 eine Lehre als Einzelhandelskaufmann beim Nürnberger Heizungsinstallationsbetrieb Jean Hilpert. Er fiel dort als fleißiger Lehrling mit vielen Ideen auf und wurde dem Büro des Prokuristen zugewiesen. Bald gewann er das Vertrauen des kinderlosen Geschäftsinhabers Max Hilpert, für den er bald eine Art „Ziehsohn“ wurde. Um die stets dürftig gefüllte Familienkasse aufzubessern, betätigte er sich in den wenigen freien Stunden noch in Heimarbeit und bemalte Zinnsoldaten.“

            Mit 16 Jahren begann er sich intensiv für das gerade neu in Mode gekommene Medium Radio zu interessieren.“
            Das ist die Biografie von Max Grundig.
            Hättest du nur seine Biographie gelesen, wärst du nie auf die Idee gekommen, dass „so jemand“ einen Konzern erschafft: „In den 1980er Jahren war Grundig mit rund 28.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Mittelfranken, nachdem die Gesamtmitarbeiterzahl 1979 den personellen Höchststand von 38.460 Beschäftigten erreicht hatte.“

            „Siehst du das anders? Oder glaubst du, es gibt gar keine dummen, desinteressierten Menschen, die von allem, was komplexer als ein Traktor ist, überfordert sind? Wenn doch, wie soll die Welt „besser“ werden, indem diese an der Herrschaft sind?“

            Mein Großvater war noch gelernter Maschinenschlosser mit proletarischem Hintergrund und hat über ein Begabtenstipendium ein Ingenieurstudium absolviert, das er sich buchstäblich aus den Knochen geleiert hat. Am Schluss war er technischer Direktor in einer bedeutenden Fabrik in der DDR. Warum waren solche Menschen loyal zu diesem System? Weil dies MERITOKRATISCH Aufstiegswege eröffnet hatte, die sonst nicht – nämlich nur klassengebunden – zur Verfügung standen. Die Hälfte meiner Freunde in der Bundesrepublik bestand aus Menschen (Männer und Frauen), die den „dritten Bildungsweg“ genutzt haben, die ihnen die SPD ermöglichte – was die SPD vergessen zu haben scheint.
            Natürlich gibt es dumme, es gibt politisch desinteressierte Menschen. Es gibt einfach auch nur Menschen, die handwerklich brillant sind und Parkett verlegen, dein Klo und dein Auto reparieren und darin ausgezeichnet sind. Die andere Prioritäten – z.B. die Familie – haben und nicht die Politik.
            Eine Politik, die das nicht berücksichtigt, nämlich NICHT im Zentrum des Interesses zu stehen, sondern dem Anspruch zu genügen, sie möge *funktionieren*, um *genau das* zu ermöglichen ist dumm und selbstgefällig.

            Der Traum wäre natürlich der der vollständigen „(Selbst)herrschaft“.
            In der alle tätigen Menschen in vollem Umfang über alle sie tangierenden Dinge selbst bestimmen.
            Das scheitert einerseits an Menschen, die einfach (im Kantschen Sinne) „unmündig“ sein wollen und andererseits am simplen, Zeit konsumierenden Alltagsleben.
            Der Traum, ohne Politprofis auszukommen, die „Politik als Beruf“ ergreifen, den Staat und Staatsapparate „auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen“ (Engels), wird m.E. absehbar ein Traum bleiben.
            Das ist der zutiefst realistische Teil in mir.

            Aber andererseits, was ist eigentlich falsch an einer „Köchin, die den Staat regiert“ (Lenin)? Es geht letztlich darum, jedem Individuum, ungeachtet des Geschlechts, der sozialen Herkunft und der Hautfarbe *genau das zuzutrauen*.
            Hier erweist sich mein „Kollektivismus“ leider als der „Individualismus“, der er ursprünglich einmal war. 😉

          • @crumar,

            ich verstehe deine Beispiele als Realweltbelege für den Schlüsselsatz aus dem Film Ratatouille: Nicht jeder kann ein guter Koch sein, aber der beste Koch kann aus jedem beliebigen Hintergrund kommen.

            Eine gesunde Gesellschaft ist eine, die es weitgehend schafft, dass jeder einzelne die Möglichkeit und den Anreiz hat, seine Fähigkeiten zu entfalten.

            Das scheint common ground zwischen uns zu sein.

            Und natürlich war das Matthäus Prinzip im 19. Jh noch stärker ausgeprägt als heute: Wer viel hat, bekommt leicht mehr, wer wenig hat, verliert leicht das letzte.

            Daraus ergibt sich als Korollar für eine gesunde Gesellschaft: Wer sich in seiner Position nicht bewährt, rutscht auf eine andere Position, die seinen Fähigkeiten und Neigungen besser entspricht.

            Wieder als aufrichtige Frage gemeint: Ich verstehe, wie der Kapitalismus die beiden Aufgaben zu lösen verspricht und ich habe auch eine Ahnung, inwiefern diese Lösungsansätze, sagen wir: suboptimal sind.

            Ich verstehe nicht, wie die Probleme kommunistisch gelöst werden sollen. Was gibt im Kommunismus dem Einzelnen den Anreiz und wie werden „Positionsleichen“ verhindert?

          • @only_me

            Deine letzte Frage zuerst:
            „Ich verstehe nicht, wie die Probleme kommunistisch gelöst werden sollen. Was gibt im Kommunismus dem Einzelnen den Anreiz und wie werden „Positionsleichen“ verhindert?“

            Prinzipiell interessiere ich mich für die Fragen einer Gesellschaft, die ich ohnehin nicht erleben werde nicht wirklich. 😉
            Deshalb ein paar Anmerkungen aus meinem Leben: Um so näher die Selbstverwaltung einem Menschen auf den Leib rückt, desto eher ist dieser Mensch geneigt, darüber und auf dieses Einfluss nehmen zu *wollen*.
            Es ist also *Politik* im „Nahbereich“.
            Warum nicht Politik herunterbrechen auf den Stadtteil, das Dorf, die Gemeinde, die Samtgemeinde etc.?
            Das finde ich an dem US-Ansatz auch wesentlich demokratischer – warum nicht den Sheriff vor Ort wählen, wie den Bürgermeister, wie dessen Administration und den Schulleiter?
            Ergo tatsächlich verfahren nach „bottom up“.
            Warum zerbrechen wir uns den Kopf darüber, wie die „beste Gesellschaft“ aussehen soll, wenn die Verfahrensweise letztlich dadurch – zwangsläufig – „top down“ ist?
            Ok, in der Realität wird es eine Mischung aus beiden geben, aber die sich zwangsläufig ergebenden sozialen Konflikte auf dem Weg dahin *im voraus* zu entscheiden – wieso sollte das jemand wollen?!

            „ich verstehe deine Beispiele als Realweltbelege für den Schlüsselsatz aus dem Film Ratatouille: Nicht jeder kann ein guter Koch sein, aber der beste Koch kann aus jedem beliebigen Hintergrund kommen.“

            Ja, das meinte ich.

            „Eine gesunde Gesellschaft ist eine, die es weitgehend schafft, dass jeder einzelne die Möglichkeit und den Anreiz hat, seine Fähigkeiten zu entfalten.
            Das scheint common ground zwischen uns zu sein.“

            Korrekt.

            „Und natürlich war das Matthäus Prinzip im 19. Jh noch stärker ausgeprägt als heute: Wer viel hat, bekommt leicht mehr, wer wenig hat, verliert leicht das letzte.“

            Du unterschätzt, was bereits in der SU *symbolisch* geleistet worden ist.
            Wer in der vierten Klasse in der Schule besonders gut war, erhielt die Aufgabe, sich um die Schüler und Schülerinnen der ersten und zweiten Klasse zu kümmern und diese zu unterrichten.
            Die haben dir mehr VERANTWORTUNG aufgehalst als BELOHNUNG und da waren die zu Belohnenden satte zehn Jahre alt.
            Von daher ist das symbolische „bekommt leicht mehr“ nach System sehr unterschiedlich ausgefallen. So ist Putin entstanden.
            Versuch *das Spiel* mit den heutigen Schneeflöckchen…

            „Daraus ergibt sich als Korollar für eine gesunde Gesellschaft: Wer sich in seiner Position nicht bewährt, rutscht auf eine andere Position, die seinen Fähigkeiten und Neigungen besser entspricht.“

            Theoretisch ist das zutreffend. Es sei denn, du kannst eine Basis mobilisieren, die „Fähigkeiten“ so definiert, als seien diese eingeschränkt durch das bestehende System X, welche sich auf wundersame Weise im System Y entfalten. Wodurch die Minderleistung im System X dadurch erklärbar wird, dass es eben System Y noch nicht gibt. Was die Minderleister im System X dadurch entschuldigt, es gibt eben das System Y nicht, in dem sie keine Minderleister *wären*.
            Hier kannst du übrigens beliebig „Feminismus“ und „Kommunismus“, „Patriarchat“ und „Martriarchat“ einsetzen. 😉

            „Wieder als aufrichtige Frage gemeint: Ich verstehe, wie der Kapitalismus die beiden Aufgaben zu lösen verspricht und ich habe auch eine Ahnung, inwiefern diese Lösungsansätze, sagen wir: suboptimal sind.“

            Seit Sarrazin (ich habe ihn wirklich gelesen) bin ich desillusioniert.
            Jede bürgerliche Elitetheorie ist eine biologistische Elitetheorie.

            Das Ziel ist immer zu „beweisen“, der berufliche Erfolg verdankt sich der biologischen Ausstattung mit „Intelligenz“ und diese erklärt auch den beruflichen Erfolg. Es ist eine Tautologie.
            Außer wenn er einräumen muss, das 40% des Nachwuchses dieser „Intelligenz“ mit Geld und Privatschulen dazu gedrillt werden muss, wenigstens den status quo zu *halten*

            Was eben dadurch erklärbar ist, gerade bürgerliche Männer heiraten und zeugen Nachwuchs „nach unten“. Da dadurch der soziale Status der Frau – der Indikator ihrer Intelligenz ist, verbleiben wir in dieser Logik – niedriger sein MUSS als der des Mannes, ist die Wahrscheinlichkeit, der Nachwuchs ist *ebenso intelligent* wie der Mann geringer als 50%.

            Eine Herrschaft „des Kapitals“, welche den sozialen Status seiner UnterstützerInnnen in erster Linie sichern will, hat damit das Problem, ZWANGSLÄUFIG eine große Anzahl *Deppen und Depppinnen* durchfüttern zu müssen, die intellektuell ihrer *natürlichen* Konkurrenz unterlegen sind.
            Und ich meine ECHTE Natur.

            Womit als Alternative nur bleibt, die natürliche Konkurrenz zu beseitigen.
            Das ist nicht nur „suboptimal“, sondern es erklärt m.E. auch das „dumbing down“ live und in Farbe, das wir gerade erleben.

          • @ only_me

            Die von Dir beschriebenen Probleme werden im Sozialismus / Kommunismus durch ein zu internalisierendes Wertesystem gelöst. Letztlich war dies gemeint mit der Rede vom „sozialistischen Menschen“, von der „Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit“ u. dgl.

            Das hat übrigens nichts mit Sozialismus oder Kommunismus zu tun. Wenn Du Dir mal in der Geschichte der Menschheit verschiedene Völker, Stämme oder Clans anschaust, dann findest Du dort teilweise die unwahrscheinlichsten Handlungsweisen, die völlig selbverständlich und absolut zuverlässig (sozusagen automatisch) praktiziert wurden, also z. B. extremen Altruismus oder extreme Grausamkeit (bei natürlichem Tod eines Stammesangehörigen wurden den Verwandten ersten Grades die Finger der rechten Hand abgeschlagen).

            Wie war dies möglich? Und zwar stabil und konstant möglich teilweise über Jahrhunderte hinweg? Dadurch, daß diese Leute ein bestimmtes Wertesystem internalisiert hatten (von Klein auf) und daß sie keine Alternativen hierzu kannten (erlebt hatten). Ebenso möchte der Sozialismus / Kommunismus ein Wertesystem etablieren, daß die Menschen davon abhält, sich dem „sozialistischen Gang“ anzubequemen und sich auf ihren Plätzchen auszuruhen.

            Konkret auf Dein Beispiel bezogen: Der von Dir genannte Bauarbeiter hat ein Wertesystem, das ihn dazu motiviert, Bauarbeiter zu werden. Das ist bei ihm keine Frage von Intelligenz oder Fleiß – nein, Einsicht in die Notwendigkeit! Das Proletariat benötigt mehr Wohnungen, bessere Wohnungen. Allein darum geht er auf den Bau. In der Schule war er fleißig, sozialistisch engagiert ist er sowieso.

            Vielleicht ist dieser Mann nicht der allergescheiteste – aber er tut und gibt sein Bestes, um den Sozialismus voranzubringen. Er dürstet nur danach, eines Tages von einer gehobenen Position aus das Proletariat beglücken zu dürfen. Sollte man dabei feststellen, daß er dieser verantwortungsvollen Aufgabe nicht gewachsen ist, wird er natürlich die Genossen drängen, eine bessere Verwendung für ihn zu finden.

            Das hört sich vielleicht absolut irre an. Aber wie gesagt: in der Geschichte der Menschheit hat es immer wieder Gemeinschaften gegeben, in denen solch extremer Idealismus über lange Zeiten hinweg funktioniert hat. Du findest sicher auch bei J. Haidt irgendwas dazu.

            Ja, so löst man gesellschaftliche Probleme – letztlich durch Indoktrination der betroffenen Menschen …

          • @Jochen,

            was du sagst, wäre ein guter Einstiegspunkt für Peterson-Kritiker. Der nämlich ist davon überzeugt, dass es schlicht unmöglich ist, eins dieser absurd anmutenden Wertesysteme künstlich zu erzeugen. So was wächst entweder über viele viele viele Generationen oder es funktioniert nicht.

          • @crumar

            „Man heiratet nun mal keine Friseuse aus Itzehoe“ hieß es noch in der Generation meiner Eltern. Längst nicht jeder hat sich dran gehalten.

            Dem Hörensagen nach ist das heute anders. Ein Chefarzt schaut sich nicht mehr im Schwesternzimmer um, sondern unter den Kolleginnen.
            Was mich glauben lässt, dass das Schwesternzimmer schon immer eine Notlösung war, in Ermangelung eines anderen Angebots.

            Ich bin gespannt, wo sich der nächste Upperclass Heiratsmarkt etablieren wird, jetzt wo die Universitäten zu 80% mit Flachköppen gefüllt sind.

        • @ uepsilonniks

          „Hast Du zum Stichwort „Staatskapitalismus“ einen guten Link?“

          Es gibt verschiedene Definitionen des Begiffs Staatskapitalismus. Ich verwende ihn in der Bedeutung, in der er von Rätekommunisten, Anarchisten und Syndikalisten benutzt wird.

          Am häufigsten haben m.W. die marxistischen Rätekommunisten bei ihren kritischen Analysen der bolschewistischen Herrschaft in Rusland, die sie als staatskapitalistisch bezeichneten, den Begriff verwendet.

          Es gibt auch mehrere Texte von bekannten rätekommunistischen Theoretikern (z.B. Anton Pannekoek, Paul Mattick, Karl Korsch, Otto Rühle, Herman Gorter, Willy Huhn, Cajo Brendel) im Netz, einschließlich solcher, in denen der Begiff Staatskapitalismus verwendet wird, aber auf Anhieb finde ich unter den im Netz verfügbaren Artikeln von ihnen keinen mit einer konkreten Begriffsdefinition. (Kann aber sein, dass ich nicht lange genug gesucht habe.)

          Daher hierzu ein paar Passagen aus rätekommunistischen Büchern, die ich besitze, die folgenden Zitate stammen aus den 30er und 40er Jahren:

          „Der innere Charakter der russischen Wirtschaft wird durch die folgenden Umstände bestimmt: sie beruht auf der Grundlage der Warenproduktion. Sie wird nach den Gesichtspunkten kapitalistischer Rentabilität geleitet. Sie weist ein ausgesprochen kapitalistisches Entlohnungs- und Antreibersystem auf. Sie hat die Raffinessen kapitalistischer Rationalisierung auf die Spitze getrieben. Die bolschewistische Wirtschaft ist Staatsproduktion mit kapitalistischen Methoden.

          Diese Staatsproduktion produziert Mehrwert, der im Höchstmaß den Arbeitern herausgepresst wird. Der russische Staat hat zwar keine Klasse von Menschen, die individuell und direkt Nutznießer dieser Mehrwertproduktion sind, aber er bezieht diesen Mehrwert als bürokratischer Schmarotzerapparat im Ganzen. (…) Die russische Staatswirtschaft ist (…) Profitproduktion und Ausbeutungswirtschaft. Sie ist Staatskapitalismus unter den (…) Bedingungen des bolschewistischen Regimes (…).“

          (aus: Gruppe Internationaler Kommunisten Hollands – Thesen über den Bolschewismus, 1934, in: Anton Pannekoek, Paul Matick u.a. – Marxistischer Antileninismus, Ca Ira Verlag, 1991, S. 39 f.)

          „Die Festigung des Staatskapitalismus in Russland selbst war die bestimmende Grundlage für den Charakter der kommunistischen Partei. Während sie in ihrer Außenpropaganda weiterhin von Kommunismus und Weltrevolution sprach, (…), die Arbeiter zur Beteiligung an dem Kampf um die Freiheit aufrief, waren die Arbeiter in Russland eine unterworfene und ausgebeutete Klasse, die zumeist unter elenden Arbeitsbedingungen lebten, unter einer erdrückenden diktatorischen Herrschaft, ohne Freiheit der Rede, der Presse, der Vereinsbildung (…). Eine innere Lüge musste daher alle Tätigkeit und Politik der Kommunistischen Partei durchdringen.“

          (aus: Anton Pannekoek – Arbeiterräte, (1946), Germinal, 2008, S. 104)

          „Der Name Staatskapitalismus wird in deutschen Schriftstücken für zwei verschiedene Dinge gebraucht, und diese Unsicherheit in der Bedeutung macht die Grundauffassung unklar. Wenn man ihm den genauen Sinn gibt, der fast immer dafür angenommen wurde, so ist Staatskapitalismus eine Wirtschaftsform, in der der Staat die Rolle des kapitalistischen Unternehmers erfüllt, bei der die Arbeiter also in seinen Diensten stehen und von ihm ausgebeutet werden. (…) In Russland herrscht in der Industrie der Staatskapitalismus vor; die Betriebe werden von einem Staatsorgan entworfen, gegründet, finanziert und geleitet, die Direktoren werden von ihm ernannt, der Profit wird als Staatseinkommen betrachtet.
          Dazwischen wird aber auch eine Beeinflussung oder eine Beaufsichtigung der kapitalistischen Unternehmen als Staatskapitalismus (…) angegeben. Als Sprachgebrauch ist es irreführend, weil hier der Privatkapitalismus noch immer herrscht.“

          (aus: Anton Pannekoek – Staatskapitalismus und Diktatur, 1936, in: Anton Pannekoek – Arbeiterräte, Germinal, 2008, S. 532)

          • @ Crumar

            „Machen wir einen Tausch?! Wo gibt es den auf Deutsch?“

            M.W. leider nicht im Netz. Aber im Jahre 2008 brachte der Germinal Verlag Anton Pannekoeks Hauptwerk „Arbeiterräte“ heraus. Dabei wurden außerdem viele weitere Texte von Anton Pannekoek in das Buch aufgenommen und u.a. auch dieser Text ( „Staatskapitalismus und Diktatur“).

            Das Inhaltsverzeichnis des Buches ist hier einsehbar:

            https://www.syndikat-a.de/index.php?article_id=2&cat=3988&prod=2908

            Das Buch hat knapp 700 Seiten und kostet 24 €.

        • Hier noch ein Zitat zum Thema Staatskapitalismus aus einer aktuelleren rätekommunistischen Schrift aus dem Jahre 2005 sowie ein Zitat zum Thema von dem demokratischen Sozialisten George Orwell (George Orwell kämpfte bekanntlich im Spanischen Bügerkrieg auf Seiten der Rätekommunisten und Anarchisten).

          Nelke:

          “Die staatskapitalistische Produktion war eine schlechte Warenproduktion, die mit Sozialismus und Kommunismus nichts zu tun hatte. Nach einer wirklichen kommunistischen Revolution muss die Wirtschaft nach den materiellen Interessen der Produzenten und Konsumenten und durch deren Selbstorganisation gestaltet werden. Im Staatskapitalismus “plante” die Partei/Staatsbürokratie hierarchisch von oben nach unten. In einem DDR-Kinderbuch wurde dies unverbümt so geschildert: “Jeder Betrieb bekommt von der Regierung eine Planaufgabe. Den Arbeitern wird gesagt, was und wieviel sie das nächste Jahr herstellen müssen (…)
          Der Privatkapitalismus ist durch die Despotie in der einzelnen Fabrik und dem sich selbst regulierenden Chaos des Marktes bestimmt. Der sowjetische Staatskapitalismus war durch die Despotie der “planenden” Parteibürokratie (Nomenklatura) und dem organisierten Chaos der “Planung” geprägt.”

          (aus: Nelke – Der Terror des Kapitals. Eine rätekommunistische Streitschrift, Syndikat A, 2005, S. 146 – 148)

          George Orwell:

          “In jedem Land der Welt ist ein ungeheurer Schwärm Parteibonzen und schlauer, kleiner Professoren beschäftigt zu „beweisen“, daß Sozialismus nichts anderes bedeutet als planwirtschaftlicher Staatskapitalismus, in dem das Motiv des Raffens erhalten bleibt. Aber zum Glück gibt es daneben auch eine Version des Sozialismus, die sich hiervon gewaltig unterscheidet.”

          (aus: George Orwell – Mein Katalonien, Diogenes, 1996, S. 132)

          • @Leszek @uepsilonniks

            Unter marxists.org und .de (trotzkistisch) stehen noch Texte, aber die meisten auf englisch.
            Hier eine Definition von Anton Pannekoek aus „State Capitalism and Dictatorship“:

            „The term “State Capitalism” is frequently used in two different ways: first, as an economic form in which the state performs the role of the capitalist employer, exploiting the workers in the interest of the state. The federal mail system or a state-owned railway are examples of this kind of state capitalism. In Russia, this form of state capitalism predominates in industry : the work is planned, financed and managed by the state; the directors of industry are appointed by the state and profits are considered the income of the state. Second, we find that a condition is defined as state capitalism (or state socialism) under which capitalist enterprises are controlled by the state. This definition is misleading, however, as there still exists under these conditions capitalism in the form of private ownership, although the owner of an enterprise is no longer the sole master, his power being restricted so long as some sort of social insurance system for the workers is accepted.

            It depends now on the degree of state interference in private enterprises. If the state passes certain laws affecting employment conditions, such as the hiring and firing of workers, if enterprises are being financed by a federal banking system, or subventions are being granted to support the export trade, or if by law the limit of dividends for the large corporations is fixed – then a condition will be reached under which state control will regulate the entire economic life. This will vary from the strict state capitalism in certain degrees. Considering the present economic situation in Germany we could consider a sort of state capitalism prevailing there. The rulers of big industry in Germany are not subordinated subjects of the state but are the ruling power in Germany thru the fascist officials in the governing offices. The National Socialist Party developed as a tool of these rulers. In Russia, on the other hand, the bourgeoisie was destroyed by the October Revolution and has disappeared completely as a ruling power. The bureaucracy of the Russian government took control of the growing industry. Russian state capitalism could be developed as there was no powerful bourgeoisie in existence. In Germany, as in western Europe and in America, the bourgeoisie is in complete power, the owner of capital and the means of production. This is essential for the character of capitalism.

            The decisive factor is the character of that class which are the owners in full control of capital and not the inner form of administration nor the degree of state interference in the economic life of the population. Should this class consider it a necessity to bind itself by stricter regulation – a step that would also make the smaller private capitalists more dependent upon the will of the big capitalists – the character of private capitalism would still remain. We must therefore distinguish the difference between state capitalism and such private capitalism that may be regulated to the highest degree by the state.“
            https://www.marxists.org/archive/pannekoe/1936/dictatorship.htm

            Diesen kurzen Artikel hier halte ich ebenfalls für lesenswert:
            „Verstaatlichung = Sozialismus? Karl Marx’ Kritik des Staatssozialismus“
            http://www.marxists.de/theory/berlin/staatsoz.htm

            Der real-existierende Sozialismus hatte für den Staatskapitalismus eine eigene Theorie entwickelt, nämlich die des Staatsmonopolistischen Kapitalismus, abgekürzt Stamokap.

          • @ Crumar

            „Hier eine Definition von Anton Pannekoek aus „State Capitalism and Dictatorship“

            Ah, schön, dass du den auf englisch gefunden hast, danke.

      • Sie wissen doch, dass Ihre abgelutsche Propaganda bei mir weniger als ein müdes Lächeln bewirkt. Und mit der dümmlichen Du-Ansprache machen Sie sich vollends lächerlich.
        Nur mal auf die Schnelle: Zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts = Venezuela

        Socialism is political fiction.

        The „real socialism hasn’t been tried!“ theory represented graphically

        This is Socialism. Venezuela Socialist regime shouts “the shelves are full” but in reality they’re not.

        Socialism is the problem!!

        Ich habe extra kindgerecht Bilder für Sie ausgesucht.
        Ich empfehle dringend eine Bildungsreise wahlweise nach Südafrika oder Venezuela.

        • Och Wikimannia,

          das Problem an Verschwörungstheorien ist immer, sie stehen einer politischen Analyse im Weg.

          Das zentrale Problem eines Wohlfahrtsstaates auf Öl-Basis ist der KLIENTELISMUS.
          Dieses Problem wirst du deshalb in so unterschiedlichen Staaten finden, wie Venezuela, dem Iran und Norwegen.
          Auch der Iran ist ein „sozialistischer Wohlfahrtsstaat“ in der Geschmacksrichtung Theokratie, in Norwegen hingegen gibt es das Genderismus-Aroma.

          So lange das Öl reicht kommt der Wohlstand aus dem Boden, er muss nicht produziert werden, sondern gefördert.
          Sie haben keine direkte Konkurrenz zu fürchten, sondern der Preis für einen Barrel Öl ist reguliert.
          Aber auch die Politik der Neoliberalen in Großbritannien musste erst einmal finanziert werden; hier diente ebenfalls das Öl als Schmiermittel:

          „Erst steigende Ölförderung sorgte dafür, dass 1980/81 rechnerisch wieder eine vollkommene Energieautonomie gewonnen war, 1985 produzierte das Land 15 % mehr Energie, als es selber brauchte. Zur Hochphase der britischen Ölförderung 1984 trug das Nordseeöl 7 % zum gesamten GDP bei, seit den späten 1980ern bis zur Jahrtausendwende stabilisierte es sich bei etwa 2 bis 2,5 % des GDPs. 1998 hingen direkt und indirekt etwa 350.000 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich am Öl.“ Nordseeöl Wikipedia

          Wie glaubst du denn waren die ganzen Steuererleichterungen möglich, die nichts anderes sind als Subventionen?
          Liberale Klappskallis wie Sargon of Akkad haben keinerlei Ahnung – noch nicht einmal von der Geschichte ihres eigenen Landes.

          „Individual Power“ – ich lach mich scheckig!

          • „Es ist die alte Methode der Linken in der politischen Auseinandersetzung: Der Gegner soll nicht widerlegt, sondern diskreditiert werden.“ – Zettel
            Der Vorwurf „Verschwörungstheorie“ zeugt, dass Sie als echter Linker nur an Diffamierung, aber nicht an Diskussion interessiert sind. Ich sehe da keinerlei intellektuellen Reifungsprozess bei Ihnen.
            Aber trösten Sie sich, der intellektuelle Offenbarungseid der Linken wird jeden Tag offensichtlicher. Die Utopien, die hinter jedem(!) linken Konzept stehen, sind ähnlich den Schneeballsystemen, die auch nicht funktionieren und zu recht als kriminell gelten.

        • @ Müslimän:
          Daß das „Du“ als Ansprache im Netz ( außer neuerdings in Teilen des deutsch-impertinenten „Neuland“-Bereichs ) als offiziell zu bevorzugende Höflichkeitsform der Netikette gilt ( von wegen Augenhöhe und so ), ist Dir aber schon bekannt, hmmm?

          • Und dass ich @Mus Lim heiße und nicht @Müslimän, ist Ihnen auch bekannt. 😉
            Von daher verstehe ich sehr wohl, was Sie unter „Höflichkeitsform der Netikette“ verstehen!
            Ihr Linken seid alle so herrlich dämlich. Der Kindergarten Internet ist so der rechte Spielplatz für Euch. Im wirklichen Leben kriegt Ihr nämlich keinen Fuß auf den Boden. Man müsste Euch bedauern, weil die meisten von Euch nicht begreifen, dass Ihr nur Nützliche Idioten seid:
            «Das Einzige, was die linke Ideologie von der herrschenden Ideologie derjenigen, die die Fäden ziehen (nach außen hin), unterscheidet, ist der „Free Lunch“. Die, die Fäden ziehen, wissen das. Die Linken wähnen sich hingegen, weil der Free Lunch nicht existiert, im Kampf gegen die Draht­zieher. In Wahrheit sind sie nützliche Idioten, die am Ende der Transformation beseitigt werden (sofern sie zu nichts nutze sind, denn in einem totalitären System benötigt man dann keine Krawall­macher mehr). Die linke Ideologie ist nur das nützliche Vehikel für den Trans­formations­prozeß der modernen Massen­gesell­schaft. Als Vehikel hat diese Ideologie allerdings alle alternativen Reflexionen über Gesellschaft geächtet und auch das Grundgesetz bereits weitgehend außer Kraft gesetzt.» – EinInformatiker
            Und von Jörg Meuthen, von der auch so bösen AfD, habe ich eine treffende Zusammenfassung gefunden:
            «So ist das mit der ach so toleranten Linken. Bevor sie an die Macht kommen, versichern sie, wir wollen nur mit­diskutieren. Nachdem sie an die Macht gekommen sind, sagen sie, mit Rechten diskutieren wir nicht. Das ist die ganze Paradoxie linker Diskurs­hegemonie, die Ulrich Schacht so schön aufgegriffen hat: Erst will man den herrschafts­freien Diskurs, und wenn man den Thron der Macht erklommen hat, will man nur noch diskursfreie Herrschaft. Das ist das, was wir mit den Linken erleben.»
            Richtig, das ist auch das, was ich mit den Linken erlebt habe, seit ich für WikiMANNia arbeite. Und tut nicht so, als wäre das nicht die Wahrheit.
            Und im Gegensatz zu Euch teile ich die Welt nicht in links und rechts ein, sondern in klug, dumm und strunzdumm. 😉 Bei so genannten Rechten finde ich zwar viele Dumme, aber unter Linken nicht einen Klugen.

          • Warum so aggressiv?
            Willst du wirklich behaupten, dass du zb auf diesem Blog nichts kluges findest?
            Das klingt recht arrogant.
            Fahr doch mal die Rhetorik etwas runter und lass uns über Inhalte reden. Wo meinst du denn weichen „wir“ (der Blog hat eine recht breit aufgestellte Leserschaft) von dem ab, was du vertrittst?

        • Die Diskussion muss fruchtlos bleiben, weil „Sozialismus“ ebensowenig klar definiert ist, wie Kommunismus.

          Die Nazis waren wirtschaftlich übrigens sehr erfolgreich und Leszek wird bestimmt vehement bestreiten, dass es sich bei denen überhaupt um Sozialisten handelte, wobei ich (sozialen) „Staatskapitalismus“ im dritten Reich tatsächlich für die passendste Bezeichnung halte, und sie, anders als Leszek, für den ehemaligen Ostblock eher unpassend finde.

          Ich bin auch überzeugt, dass eine Plan-/Zentralwirtschaft sich generell nur über eine Diktatur verwirklichen lässt. Eine offizielle Begründung für die Kaderpolitik in der DDR war ja durchaus auch, dass man den sozialistischen Menschen erst schaffen müsste, erst das richtige Bewusstsein anerziehen, bevor man ihn in eine Art Demokratie entlässt. Selbiges hat man natürlich nie erreicht. Spielen aber natürlich noch andere Sachen rein, der Besatzungsstatus etwa…

          Was ich eigentlich sagen will: man muss immer sehr genau hinschauen. Ein Bananenstaat in Afrika oder Südamerika hat ganz andere Voraussetzungen und Rezepte, als Nordkorea, welches andere hatte als China, die Sowjetunion, der Ostblock oder gar das dritte Reich. Aus amerikanischer Sicht muss wohl auch die „soziale Marktwirtschaft“ wie eine Art Kommunismus wirken und die war aber durchschlagend erfolgreich, was den Breitenwohlstand angeht. Nur leider nicht stabil und demokratisch genug, um gegen immer stärkere Kapitalinteressen zu bestehen…

          • Die Nazis waren wirtschaftlich übrigens sehr erfolgreich und Leszek wird bestimmt vehement bestreiten, dass es sich bei denen überhaupt um Sozialisten handelte,

            Der Nationalsozialismus hatte tatsächlich sozialpolitische Massnahmen in ihrem Programm und diese nach der Machtergreifung auch (teilweise) durchgesetzt. Dazu gehörten u.a:

            – Kündigungsschutz
            – Kindergeld
            – Schuldnerschutz
            – Armenfürsorge
            – Verlängerung des bezahlten Urlaubs
            – Erweiterung des Mieterschutzes

            Es ist nun der abgrundtiefen Dämlichkeit von Teilen der (vor allem libertaristischen) Rechten geschuldet, dass die sozialpolitischen Massnahmen , die der NS durchsetzte, als Beweis für die Richtigkeit (anarcho)kapitalistischer Auffassung zu gelten habe, so als bestünde ein innerer Zusammenhang zwischen sozialpolitischen Massnahmen („Sozialismus“) und der Vernichtung von Millionen in den KZs, so als sei das Problem mit dem NS seine sozialpolitischen Massnahmen gewesen.
            Das ist so dämlich, dass sich eine weitere argumentative Auseinandersetzung erübrigt.

  8. Schon lange vor dem aktuellen Rayk-Anders Vid und der Böhmermann-Kampagne gab es zwei Kommunikationsversuche zwischen den FUNK-gesponsorten Youtubern und einigen ihrer Kritiker(!), ins Gespräch zu kommen.
    Leider kann ich die entsprechenden Vids gerade nicht finden.
    Es startete FUNK mit einem Video, welches die ‚Trolle'(!), ich glaube sogar namentlich Doktorant, Dorian und Shlomo, aufforderte, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und unter Anleitung eines Mediators eine Unterhaltung in einer von FUNK ausgewählten Location zu führen. Diese scheiterte an Shlomos Auflage, sein Gesicht nicht zeigen zu wollen: er wäre bereit gewesen, in Niqab oder Sturmhaube zu kommen (man hätte seine Augen sehen können), war aber ansonsten zu besorgt, dass seine Identität geleakt werden könnte (sein Risiko ist nmA tatsächlich erheblich, da er im Hintergrund seiner politischen Kommentarvideos Korane zu verbrennen pflegte).
    Mit der Auflage wiederum waren FUNK nicht einverstanden und die Aktion platzte. Ich selber hatte den Eindruck, dass der Aufruf zur ‚Kommunikation‘ eher zur Selbstdarstellung der FUNK-Leute (WIR sind ja dialogbereit, aber IHR wollt ja nicht reden, sondern nur trollen!) diente als ein ernsthaftes Angebot zum Austausch von Standpunkten hätte dienen sollen (die Anwesenheit des Mediators fand ich schon shofel).

    Außerdem gabs (ich glaube von Kai Gniffke) einen Aufruf der ARD ebenfalls an die ‚Trolle‘, doch anzurufen und mit Redakteuren zu reden. Dorian d. Ü. hatte dieses Angebot angenommen und kam bei Anja Reschke heraus, die nix zu FUNK wußte oder sagen wollte und ihn (nmE recht überheblich) kurz abgebügelt hat. Auch hier entstand bei mir der Eindruck, dass kein wirkliches Kommunikationsangebot vorhanden war, lediglich die Darstellung an Dritte, ein „WIR wollen ja reden, aber es will ja keiner mit uns reden.“

    Mein Problem mit der Art, wie sich die ÖR hier gerieren ist, dass Kritik an Inhalten, Formaten oder Personen gleichgesetzt wird mit ‚trolling‘, persönlichen Beleidigungen oder mißliebige politische Ansichten zusammengeworfen und als gleichermaßen unberechtigt bzw. verwerflich eingestuft wird. Alles sind ‚rechte Trolle‘.

    Ein ‚Troll‘ postet provokante Beiträge und lehnt sich dann zurück, um den von ihm verursachten Flame War zu genießen. Oft werden Kommentatoren, die einfach nur beleidigend sind, ebenfalls als ‚Trolle‘ aufgefaßt. Damit muß man sich nicht abgeben, solche Leute ignoriert man am besten. Es kann aber auch echte, legitime inhaltliche Kritik polemisch oder beleidigend daherkommen (das Stilmittel von DvA). Hier kann man auf inhaltliche Kritik durchaus eingehen. Und auch Menschen mit politischen Differenzen zum eigenen Standpunkt haben meistens legitime Gründe für diese. Warum für ‚Rechte‘ von Thilo Sarrazin und Henryk Broder über Martin Sellner bis zum ‚Volkslehrer‘ und darüberhinaus offenbar der Grundsatz der Meinungs- und Redefreiheit nicht mehr gilt (’no platforming‘), ist mir sowieso nicht klar.

    Die Kritik an Formaten und Inhalten der vulgärradikalfeministischen bzw. SJW-youtuber von Funk (man sehe sich ein beliebiges Vid von Tarik Tesfu an) ist nmA vollständig legitim und unabhängig von der politischen Ansicht (bzw. dem ‚Lager‘) der Kritiker. Bei mir verfestigt sich der Eindruck, dass die FUNK-youtuber überhaupt nicht an einer Auseinandersetzung über ihre Inhalte und Standpunkte interessiert sind, sondern im Gegenteil andere Ansichten und Einwertungen von FUNK verzerrt, diffamiert und vor allem delegitimiert werden sollen. Alles ‚rechte Trolle‘ halt. Und dann organisieren die sich auch noch! (Was ebenfalls legitim wäre und nmA in deutlich geringerem Umfang auftritt, als der Rayk-Anders-Beitrag es erscheinen lassen will.)

  9. Schaut man sich deren Antwortvideo an, dann weiß man nachher daß Nazis schlimm sind, und nazi alles rechts von den beiden ist, ZDF/Funke fasst nichts falsch gemacht haben, außer die beiden falsch zu verstehen.

  10. Die Tagesschau (Netzreporter) berichtete ebenfalls positiv über Rayk Anders und Böhmermann:

    [1:17] „Böhmermann tut in EINER Sendung MEHR für den Rechtsstaat und den Kampf gegen Nazis als das Bundesamt für Verfassungsschutz in zwanzig Jahren.“

    Die glauben das wirklich. Diei glauben wirklich, dass Doxxing von politischen Gegnern gleich „Rechtsstaat“ (Iiih, in dem Wort kommt doch RECHTS vor…!!!!) sei. Ich bin ernsthaft entsetzt.

  11. Das ist richtig, richtig krass.

    Ich habe nicht allem hinterherrecherchiert und ich kannte bis heute weder die Youtuber (ich konnte diesem Format wenig bis nichts abgewinnen, bin wohl zu alt dafür) aus der Gegendarstellung…. aber auf mich wirken die beiden wesentlich seriöser und glaubwürdiger, als diese Doku (ich kenne auch den Typen nicht – ja, ich bin bildungsfern, denn ich habe keinen Fernseher 😉 ).

    Wenn ich mir die Antwort auf die Gegendarstellung anschaue, dann wird von mir jetzt verlangt, daß ich die beiden für Nazis halte und ich soll darüberhinaus noch glauben, daß der Hass organisiert ist??

    Da ist doch mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt worden: Wer so ein Denunziantentum öffentlich ausstrahlt, braucht sich doch nicht über die entsprechende Reaktion wundern?! Da braucht man nix mehr organisieren.

    Ich wußte, daß es schlimm ist mit den ÖR (deswegen habe ich die Geräte vor langer Zeit – etwa 15 Jahren – fachgerecht entsorgt) – aber das erschüttert mich nun doch: Aus dem Zusammenhang gerissen und böswillig falsch zusammengestellt.

    Mir fehlen einfach nur die Worte…. und das nach einer oberflächlichen Recherche. Das SWR-Logo am Ende ist jedenfalls kaum zu übersehen.

  12. @Christian
    „Da irrst du“
    Im Internet haben dieselben Regeln des Umgangs Miteinander zu gelten wie sonst im Umgang auch. Ungefragtes Duzen empfinde ich als grobe Respektlosigkeit. Ich kann auch nicht meinen Chef in einer E-Mail Duzen und dann im Meeting Siezen. Wie schräg wäre das denn?!??
    Das so genannte Internet-Du ist meines Erachtens eine Unsitte.

    • Im Internet ists mir relativ wurscht. Ich switche eh ständig zwischen englisch und deutsch. Da machts keinen grossen Unterschied. Problematischer finde ich die um sich greifende Unsitte, in oder von Firmen (z.B. bei Vorstellungsgesprächen oder in Situationen mit mir als Kunden) einfach geduzt zu werden.

  13. Die besondere Bösartigkeit und Perfidie des ZDFs zeigt sich erst in den Gegenreaktionen, in denen anscheinend jeder sich genötigt sieht Kritik an Göbbelsmänlein Böhmermann mit Schlägen gegen die AfD, Rechte, Nazis (wo immer die außerhalb des ZDF sein mögen), Maskus, etc. zu legitimieren.

    Wie erbärmlich kann man sein?

  14. @crumar – WikiMANNia „erfindet“ keine Spielregeln. WikiMANNia dokumentiert nur.

    Linke und Feministinnen empfinden es allerdings als Foul, wenn man deren Kampfmethoden gegen sie selbst anwendet. Dann verlieren sie die Fassung… (Siehe die beiden linken Youtuber, die nicht darüber hinwegkommen, dass man sie in die rechte Ecke stellte)

  15. @Christian
    „Warum so aggressiv?“ – Die Frage klingt lustig in einem Blog, in der „Müllhalde der Männerrechtsbewegung“ und „Faschos“ zum guten Ton gehören.
    Würden Linke nicht immer ihre linke Kampfrhetorik fahren, müsste ich auch nicht so dagegen halten.

    „Willst du wirklich behaupten, dass du zb auf diesem Blog nichts kluges findest?
    Das klingt recht arrogant.“
    Eine Suggestivfrage, um den „arrogant“-Stich anzubringen. Sie wissen sehr gut, dass Alles Evolution recht gut in WikiMANNia vertreten ist. Von daher ist die Unterstellen „nichts“ schon falsch. Ich finde allerdings „nichts neues“. Wobei ich aber nicht die Zeit habe, mir jeden Beitrag anzuschauen und durch die vielen Kommentarspalten zu kämpfen. Mein Befund basiert also auf einer eher kleinen Stichprobe. Ich kann also nicht ausschließen, dass sich hie und da doch noch ein paar Perlen versteckt sind. Zur Güte: Vielleicht schicken Sie mir alle 6 Monate mal ein „best of“ zu?

    „Fahr doch mal die Rhetorik etwas runter und lass uns über Inhalte reden.“
    Die Rhetorik kommt von links. Wenn „Müllhalde der Männerrechtsbewegung“ und „Faschos“ fallen, können Sie nicht mit einem „lasst uns über Inhalte reden“ um die Ecke kommen. Das ist schräg.

    „Wo meinst du denn weichen „wir“ (der Blog hat eine recht breit aufgestellte Leserschaft) von dem ab, was du vertrittst?“
    Mal vorweg: WikiMANNia vertritt gar nichts. WikiMANNia ist eine Materialsammlung. Damit es aber nicht gar zu langweilig wird, sind einige Spitzen eingebaut, welche die Leser aus der Reserve locken sollen.

    Anwürfe wie „Müllhalde“ und „Faschos“ käme mir nicht in die Tüte. Linke möchten Andermeinungen nicht gerne hören, möchten sie gerne gelöscht sehen. Ich würde Arne Hoffmann oder Alles Evolution auf WikiMANNia niemals löschen oder löschen lassen, egal wie groß die ideologischen Unterschiede auch sein mögen. Und der notwendige Respekt erfordert es, den Andersdenkenden nicht als „Müllhalde“ oder „Fascho“ zu titulieren. Das gehört sich nicht. Und wenn man „über Inhalte reden“ will, ist das Grundvoraussetzung.

  16. @Androsch Kubi
    „Die Diskussion muss fruchtlos bleiben, weil „Sozialismus“ ebensowenig klar definiert ist, wie Kommunismus.“
    Eigentlich ist es nicht so schwer: Sozialismus meint immer Umverteilung. Diese Bild zeigt es anschaulich:

    Leute sollen „free stuff“ bekommen von Leuten, die „work hard“. Das ist aber nur mit Gewalt durchsetzbar, weshalb Sozialismus IMMER zur Diktatur führt. Endstadium ist Kambodscha unter Pol Pot und Venezuela unter Maduro. China hat nach der „Kulturrevolution“ (ein Euphemismus für Kulturbarbarei) dann doch noch die Kurve gekriegt. Der angerichtete Schaden ist trotzdem immens.
    Sozialismus ist Gleichmacherei. Da Menschen aber von Natur aus nicht gleich sind, ist das Ergebnis immer unmenschlich.

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