Was ist für Frauen an Männern attraktiv, aber gleichzeitig aus Sicht von modernen Feministen nicht eine „problematische“ Eigenschaft

Ein Tweet den ich interessant finde:

Wenn man die Theorien zugrundelegt, dass vieles, was Frauen attraktiv finden, auch Teil der intrasexuellen Konkurrenz ist und diese im modernen (intersektionalen) Feminismus gerne als „toxische Männlichkeit“ dargestellt werden, dann dürfte es nicht sehr viel geben, was gleichzeitig attraktiv und unproblematisch ist.

Eigenschaften wie:

  • Stark
  • selbstbewußt
  • gutes Einkommen
  • Status
  • groß
  • etc

werden im Feminismus durchaus schnell mit „Problematisch“ versehen werden, gerade in Bezug auf Eigenschaften, die als wichtig in einer Beziehung gelten. Eigentlich alles, was man unter „Männlichkeit“ laufen lassen könnte

Allenfalls gewisse Eigenschaften aus dem Bereich „Komfort“, wie etwa „guter Zuhörer“ wären vielleicht unproblematischer.

Es ist zu vermuten, dass die meisten Eigenschaften, die eine Frau bei der Beschreibung eines „sexy Mannes“ benutzen würde höchst problematisch wären – der Latin Lover gilt zwar als Sexsymbol, wäre aber ansonsten eher eine Verkörperung toxischer Männlichkeit.

Im umgekehrten Fall würden Eigenschaften, wie sie der perfekte feministische Ally hätte – geradezu devot, redet Frauen nicht rein, stellt sein Licht zugunsten von Frauen unter den Scheffel und akzeptiert, dass er schuldig und privilegiert ist – wohl für viele Frauen eher für einen vergleichsweise unattraktiven Mann stehen.

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38 Gedanken zu “Was ist für Frauen an Männern attraktiv, aber gleichzeitig aus Sicht von modernen Feministen nicht eine „problematische“ Eigenschaft

  1. Da zitiere ich mich doch gerade mal selbst, weil’s so gut passt:

    Feminismus akzeptiert bei Männern höchstens den unterwürfigen, sich anbiedernden, sich ununterbrochen selbst geißelnden Ally. Aber – seien wir ehrlich! – so ein schleimiger Pantoffelheld verliert sehr schnell sämtliche sexuelle Anziehung.
    Unfeministische Frauen wollen selbstsichere, souveräne, durchsetzungsstarke Männer, die sich nicht vom neuesten feministischen #aufschrei beeinflussen lassen.

        • „Eher ein Versuch intrasexuelle Konkurrenz zu reduzieren.“

          Und wo situieren sich die vielen Lesben? Und die selbstbewussten Frauen die keine starken Männer bevorzugen, sondern die nur die Attraktivität interessiert?

        • Ich finde die „shit test“-Theorie plausibler.
          Wie ich hier ja schon öfter betont habe, ist meiner Ansicht nach der Feminismus eine natürliche Reaktion auf ein Überangebot an Männern in den Industrieländern.
          Hier habe ich nun endlich mal auch eine Quelle dafür, nämlich diese interaktive Grafik: http://jonathansoma.com/singles/
          Die meisten Bevölkerungsstatistiken besagen zwar, dass Frauen zwar insgesamt in der Überzahl sind, doch wenn man nur die „zusammenpassenden“ Altersgruppen vergleicht, wie es mit der interaktiven Grafik möglich ist, sieht man, dass Männer in fast allen Altersgruppen unter 50 deutlich überrepräsentiert sind; erst danach kehrt sich das Verhältnis langsam um (weil die Männer anfangen, wegzusterben).

          Frauen haben also weniger das Problem, dass ihre Konkurrenz um die Männer zu hoch ist; ihr Problem ist eher, dass zuviele Männer um sie konkurrieren und sie einen Weg brauchen, die unattraktiven effizient auszufiltern. Da kommt der Feminismus ins Spiel: Immer strengere Verhaltensregeln für Männer werden aufgestellt, und diejenigen, die selbstbewusst und risikobereit genug sind, um sich darüber hinwegzusetzen, sind die attraktiven, der Rest ist Ausschuss.

          • ja sehr plausibel, mal abgesehen von weiblicher Sterblichkeit bei der Geburt. in den meisten Kulturen starben früher sehr viel mehr Männer in Jungen Jahren bei Jagdunfällen, bei gefährlichen Arbeiten und bei kriegerischen Auseinandersetzungen sowieso. Man muss immer wieder erinnern, daß menschliches Verhalten in Jahrzehntausenden unter ganz anderen Bedingungen als der modernen Industriegesellschaft geprägt wurde. Es ist daher schlecht an moderne Verhältnisse angepasst. Feminismus und überhaupt Auswüchse weiblichen Paarungsverhaltens in der modernen Gesellschaft der letzten vielleicht 150 + x? Jahre sind Folge eines FALSCHEN männlichen Rücksichtsverhalten gegenüber Frauen.
            Viele Männer machen auch den Fehler, wenn Frauen gegen harte Behandlung protestieren einzulenken. Hört sich immer wieder platt und abgedroschen an, aber Frauen wollen eine starke harte Hand fühlen.
            Das ihnen das durch feministische Indoktrination selbst nicht bewusst ist, ist eine andere Sache. Aber daher wie oft kommt ja Unzufriedenheit davon, daß man im bewussten Handeln gegen die Bedürfnisse des eigenen Unterbewusstsein handelt, ohne sich dessen klar zu sein. Dann wundert man sich , warum man sich so schlecht fühlt, sucht die Ursache im Äußeren, obwohl sie doch im eigenen Inneren liegt.

          • Auch wenns auf den ersten Blick plausibel klingt:

            Die Shit-Test theorie würde bedeuten, dass Feministinnen (tatsächlich die, ohne Stern, unterstrich oder binnen-I, also wirklich die biologisch weiblichen feministinnnen ohne die männlichen) das von ihnen abgesonderte Zeug im Grunde selbst gar nicht wirklich glauben.

            Aber genau den Eindruck habe ich leider nicht.

  2. @Christian
    Du willst dich doch bloß aus der Verantwortung stehlen. Es ist das Patriarchat, das die Frauen so verbogen hat. Und jetzt sagst du: Ihr Frauen wollt es doch nicht anders.

    Du unterstützt damit die Rape Culture.

    • @FS

      ja, mit dem Argument würde man in den Gender Studies wahrscheinlich darauf reagieren, wenn man die Vorlieben der Frauen nicht wegdiskutieren kann. Auch die Vorlieben der Frauen sind natürlich gesellschaftlich konstruiert. Und natürlich können die Frauen nichts dafür, denn sie leben in einer patriarchalen Gesellschaft. Dass sich dann die Männer dennoch daran orientieren, was Frauen wollen ist dann wieder deren Problem („Das Patriarchat schadet auch Männern“)

    • FTFY: Wen interessiert es denn genau, was Feministinnen vorgeben attraktiv zu finden?

      Attraction is not a choice. Du findest etwas entweder attraktiv oder nicht – aber das ist kein bewusster Entscheidungsvorgang.

      • Mit diesem theoretischen Bullshit schießt sich eine heterosexuelle Feminstin doch einfach nur selbst in den Fuß. Da wundert man sich dann auch nciht mehr, warum es so viele Lesben unter den Radikal-Freidrehenden gibt.

    • „Wen interessiert es denn genau, was Feministinnen attraktiv finden?“
      Mich und lustigerweise weiß ich es auch. Sie finden Hypermaskulinität genauso anziehend wie andere Frauen aber sie haben oft keine Chance diese zu bekommen, weil sie selbst oft psychische oder physische Probleme haben und bekämpfen diese somit.
      Mach einen strammen Linken zu einem Millionär, zwing ihn eine Zeit lang die ganzen Annehmlichkeiten zu genießen und schon hast du einen Menschen der mit links nur noch wenig zu tun haben will.
      Wir hassen das was wir nicht bekommen können. Deswegen macht Geld nicht glücklich und deswegen haben es schöne Menschen so schwer. Ist natürlich alles Bullshit aber wir klammern uns gerne daran. Und deshalb sind Männer auch so kacke für Feministen – die paar Typen die wirklich auf Feministen stehen lassen sich nur schwer als Männer bezeichnen.

        • Es war die Antwort auf die Frage „Wen interessiert es denn genau, was Feministinnen attraktiv finden?“
          und nicht auf die Frage „Was Feministinnen attraktiv finden?“

          Abgesehen davon, würden mindestens 50% der heute lebenden Frauen durch das „Never stick your dick in crazy“-Raster fallen. Ein Großteil aller Frauen ist nämlich auf die eine oder andere Weise bekloppt.

          • Frauen waren schon immer in großen Teil bekloppt, liegt an ihrer hormonellen Steuerung, können sie nix für. Nur heute unterliegen sie keiner oder nur geringer Kontrolle durch Männer und die Gesellschaft insgesamt, daß ist das Problem.
            Männer werden dagegen stark kontrolliert, daher werden ihre Verhaltensauswüchse geringer.

  3. Ich könnte mir vorstellen, daß bei Männern Geschick in Verbindung mit einer Dienstleistungs-Mentalität der Frau gegenüber von normalen Frauen als halbwegs attraktiv empfunden wird und vom Feminismus nicht als durch und durch toxisch diffamiert wird.

    • „Dienstleistungs-Mentalität der Frau gegenüber“

      Gerade das ist ja der schlimmste Aspekt des Patriarchats. Hinterhältige arisch-katholische Herrenrassementalität.

  4. Gut kochen können (incl. der Fähigkeit, in der Küche kein Schlachtfeld zu hinterlassen)

    Habe noch nie eine Frau getroffen, die das nicht zu schätzen wusste.

    Gegen „gut im Bett“ hat vermutlich auch keine (heterosexuelle) Frau etwas einzuwenden. Wobei es natürlich höchst individuell ist, was Mann oder Frau darunter versteht.

  5. Ich denke, die meisten Feministinnen haben ein großes Problem mit ihrer eigenen Weiblichkeit, bzw. Weiblichkeit an sich (weshalb sie ja auch Frauen ablehnen, die femininer sind.) Unter diesen Umständen können/wollen sie sich natürlich auf keinen Fall eingestehen, wenn/dass sie maskuline Männer auch attraktiv finden! – Geht ja auch nich! Wo käme „frau“ denn da hin, SOWAS attraktiv zu finden!? ; )

  6. Feministinnen problematisieren eigentlich nicht „männliche Eigenschaften“, sondern Männer an sich. Und das gerne wegen der Unlösbarkeit auf abstrakter, gesellschaftlicher Ebene.

    Und dies, weil sie eigentlich damit ihr eigenes Unbehagen über sich selber und ihre Position als Frau in der Gesellschaft problematisieren möchten.

    Ich bin überzeugt, selbst Hetero-Feministas würden auf die Frage

    „Wie sähe für Dich der perfekte Mann aus?“

    entweder mit

    „Den perfekten Mann gibt es nicht, aber es geht auch um das frauenunterdrückende Patriarchat und nicht um einzelne Männer“ oder mit „Der perfekte Mann ist kein Mann“ antworten.

  7. Ich habe mal in einer Partnerbörse das Profil einer Frau gesehen, die schrieb, dass sie einen Mann suche, der nicht wie die meisten oberflächlichen Männer auf das Äußere bei Frauen fixiert ist, einer der nur auf das Herz und die Seele einer Frau schaut. Und dann darunter der Hinweis, dass sie nur auf Männer mit gepflegten, voluminösen Vollbärten stehe, da könne sie ja nichts für, dass sie andere einfach nicht attraktiv fände, und Männer ohne einen solchen Bart bräuchten sich gar nicht zu melden.

    So viel zu „crazyness“ und ambivalenten Bedürfnissen.

    • „So viel zu „crazyness“ und ambivalenten Bedürfnissen.“

      Solche Partnerbörsen sind meiner Meinung nach eh weit bessere Spiegel wahrer Suchpräferenzen, als die geschönten Statements in Berichten und Artikeln.
      Besonders bei Frauen klaffen da Welten zwischen Anspruch und Selbstbild.
      Fragt man Frauen direkt, was sie an Männern reizt, dann betonen sie die berühmten „inneren Werte“ und die Unwichtigkeit von Status und Einkommen.
      Schaut man aber auf die Essentials in den Partnerbörsen, dann wird durchgängig auf hohes Einkommen und hohen Status wert gelegt.

      Männer sind da – zumindest bei ihren Wünschen gegenüber der potentiellen Partnerin – ehrlicher. Sie soll gut aussehen – Punkt!
      Das deckt sich auch mit ihren Äußerungen in der direkten Ansprache.

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