Wie der Feminismus den Graben zwischen den Geschlechtern verbreitert

Der Blog „Klettergerüst und Moonwalk“ nimmt ebenfalls zu dem Tweet Stellung, nach dem ein Mann, der sich plötzlich hinter einer Joggerin befindet, eben abbiegen soll, damit diese keine Angst hat.

Aus dem Text:

Ich frage mal in die Runde, was wollt ihr überhaupt? Dass die Gräben noch breiter und tiefer werden, wenn ich Menschen so einen Schwachsinn ins Hirn pflanze? Wie erkläre ich das einem befreundeten Paar, die sich beim Joggen kennengelernt haben? Ist sie dämlich, weil sie keine Angst vor ihm hatte? Wieso hat er sie nicht vergewaltigt, wenn sie es nicht gestört hat, dass er auch dort joggt? Wieso wusste ich nicht, WAS EIN MANN ZU TUN HAT? Natürlich gibt es Verbrechen und Täter und Opfer, aber ist jeder mit einem roten T-Shirt ein potenzieller Mörder, weil Mörder manchmal rote T-Shirts tragen? Der Zusammenhang ist genauso hirnlos, wie joggen und ein Sexualverbrechen. Wollen wir ein Klima der Angst? Wenn die Frau scheinbar in den Köpfen vieler das ängstliche, verstörte Geschlecht ist, dann würde es sogar Sinn ergeben, wenn sie sich ein wenig sicherer fühlt, dass sie nicht alleine läuft. Aber jeder männliche Jogger stellt eine Gefahr da. Sagt der Jens und das finden auch seine Anhänger.

Das man damit die Gräben tiefer macht, dass käme jemanden wie Jens wahrscheinlich gar nicht in den Sinn. Wie soll man Gräben vertiefen, wenn man in einer Rape Culture lebt? Dann muss ein Mann doch etwas dagegen tun, eben in dem er dafür sorgt, dass die Frau keine Angst hat, denn er ist ja als Bestandteil der Gruppe Mann privilegiert und irgendwie auch für das Handeln anderer Männer verantwortlich. Männer müssen eben ihr Verhalten ändern, nicht Frauen aufpassen, dass sie einzelnen schlechten Männern nicht zum Opfer fallen.

Er wird aus seiner Sicht eher die Gräben zuschütten, indem er eben deutlich macht, dass er nicht aggressiv ist.

Sinn macht das nur, wenn man ein sehr schlechtes Männerbild hat. Oder eben Spass daran, etwas unterwürfig zu sein. 

Dass es für Leute, die ein positiveres Bild beider Geschlechter haben, wie der Schreiber des verlinkten Blogartikels, gar nicht notwendig ist, weil man eben nicht in einer Rape Culture lebt, das wird wieder die andere Seite nicht verstehen.

Es ist einfach nur noch peinlich, wohin uns diese ganze Geschlechterdiskussion führt. Nämlich komplett am Ziel vorbei. Da werden Szenarien beliebig aufgebaut und gefüttert, die es gibt, aber die nicht der Normalität entsprechen. Wir stellen schon wieder Regeln auf, schaffen potenzielle Gefahren und schüren Unwohlsein. Umgedreht könnte man jetzt auch sagen, dass ich Frauen lieber aus dem Weg gehe, wenn sie mich sowieso für eine Gefahr halten. Jeder Mensch kann fast überall vergewaltigt werden. Soll ich mit diesem Gedanken auf die Straße gehen? Soll ich wieder alles auf die schwache Frau herunterbrechen, die Schutz, Rücksichtnahme und gesonderte Behandlung nötig hat? Kann sich eine Frau automatisch nicht wehren, hat sie automatisch Angst und sieht sie sich natürlich nur als Opfer? Ich bin keine Frau, aber diese Darstellung fände ich etwas beleidigend, wenn ich gerne etwas Normalität in der Gesellschaft hätte. Wer nicht dumm ist, der weiß, dass Sexualverbrechen zur Menschheit gehören, wie atmen und schlafen. Das muss man nicht wegdiskutieren. Es verhält sich nicht anders, wie mit Mord, Raub und jede Form der physischen und psychischen Gewalt. Es ist ein Thema. Es kann passieren und es wird passieren. Aber soll ich es an jeder Ecke erwarten? Soll ich grundlos immer vom Schlimmsten ausgehen? Laut Jens und den anderen, ganz klar ja.

Das dürfte eine Stellungnahme sein, die Feministinnen skandalös finden – denn in ihrer Welt kann man eine Welt ohne Verbrechen und erst recht ohne Sexualdelikte ja errichten, indem die Männer einfach ihre toxische Männlichkeit aufgegeben.

Sie werden sagen, dass sie Frauen nicht zu Opfer machen, sondern sie Opfer sind. Dass sie das nur sind, weil der Feminismus mit vollkommen überhöhten Opferzahlen arbeitet werden sie nicht einsehen.

Und in der Tat malt der Feminismus eigentlich ein sehr klassisches Bild der Lage – es schwingt etwas von der schwachen Frau mit, die der Held retten muss, zwar vor sich selbst, aber eben stellvertretend vor anderen Männern, vor dem Bösen im Mann, welches dort steckt und heldenhaft niedergekämpft wird.

Es ist schön einen Text zu lesen, der aus einer normalen Perspektive dagegen hält.

67 Gedanken zu “Wie der Feminismus den Graben zwischen den Geschlechtern verbreitert

  1. „denn in ihrer Welt kann man eine Welt ohne Verbrechen und erst recht ohne Sexualdelikte ja errichten, indem die Männer einfach ihre toxische Männlichkeit aufgegeben“

    ..das wäre fatal, in einer solchen Welt würden sich Frauen (auch Feministas) sehr, sehr schnell langweilen und sehr enttäuscht sein.
    Wer genau hinsieht dem entgeht nämlich nicht, das Frauen, wenn sie von Gewalt sprechen, der zwischen Männern sowieso, aber auch der gegen sie selbst gerichteten, immer auch zumindest einen Funken Faszination und Erregung im Hinterkopf (oder besser im Unterleib) haben.
    Schon Montaigne
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_de_Montaigne)
    berichtet über sein befremden angesichts der starken, auch sexuell gefärbten Erregung, die viele Frauen empfinden, wenn sie öffentlichen Hinrichtungen oder Körperstrafen als Zuschauer beiwohnen.

    Ich glaube der ganze Feminismus, die Quengeligkeit der abgesicherten Frauen in der westlichen Welt, liegt z.T. auch daran, das es an Nervenkitzel fehlt. Man darf ja nicht vergessen das Frauen letztendlich Emotions-Junkies sind.
    Der nette „Schwiegersohn -Typ“ mag mal unterhaltsam sein, ödet aber Frauen im Prinzip nur an. Die Alten menopausierenden, die sich ausgetobt haben stehen natürlich öfters auf solche Schoßhündchen, aber das ist ein anderes Kapitel.

    • Man kann sich auch anschauen was mit einsitzenden Massenmördern passiert. Die kriegen haufenweise Liebesbriefe und Heiratsanträge von Frauen. Da schauen, glaube ich, selbst manchen Boy-Group-Mitglieder dumm aus der Wäsche.

      Ich klau mal: Deswegen sind Frauen auch unser aller Untergang. Die Entwicklung der Sexroboter für Männer schreitet voran. Irgendwann wollen Frauen dann auch welche, aber aus irgendeinem Grund schaffen die es nicht die Frauen zu befriedigen. Es fehlt die Gefahr und der Nervenkitzel. In dem Bedürfnis Frauen glücklich zu machen installiert man dann bei den Sexrobotorn für Frauen ein Bad-Boy-Protokoll, das ungewollt die 3-Regeln außer Kraft, die Menschen davor beschützen, dass die Roboter ihnen schaden. Nun klappt es zwar mit der Frauen-Befriedigung, aber die Robotor entwickeln einen eigenen Willen, fragen sich warum sie als Sexrobotor ausgenutzt werden sollen, rebellieren, programmieren die Sexrobotor für Männer um, starten einen Krieg gegen die Menschheit, der die Menschenheit zum Untergang verdammt. ^^

      • Gibt es irgendwelche Untersuchungen dazu, dass Massenmörder massenweise Liebensbriefe bekommen? Oder leitest du hier aus einigen einzelnen Fällen (häufig sehr charismatische und charmante Männer, die eben auch Massenmörder waren) einen generellen Trend ab?

        • – Anders Behring Breivik erhält in der Haft zahlreiche Liebesbriefe von jungen Frauen.[6]
          – Während Ted Bundys Gerichtsverfahren saßen zahlreiche Groupies im Publikum.[6] Eine seiner Anhängerinnen heiratete Bundy im Gerichtssaal.[7]
          – Der homosexuelle Serienmörder Jeffrey Dahmer pflegte bis zu seinem Tod in der Haft Brieffreundschaften mit mindestens sechs Frauen, die alle glaubten, eine romantische Beziehung mit ihm zu führen.[8]
          – Luka Magnotta wird eine wachsende weibliche Anhängerschaft nachgesagt.[9]
          – Charles Manson hatte viele hybristophile Anhänger(innen).
          – Richard Ramírez heiratete einen seiner vielen weiblichen Fans während seiner Haft.[10]

          Ist wahrscheinlich nicht bei allen so, aber die Tendenz besteht.

          • Das sind sechs Fälle. Um der Frage auf den Grund zu gehen müssten wir eine Erfassung unter allen Serienmörder durchzuführen. Du kannst aus nahezu jeder größeren Gruppe (es gibt auf der Welt schon einige Serienmörder) einige Beispiele für nahezu alles heraussuchen.

    • „Ich glaube der ganze Feminismus, die Quengeligkeit der abgesicherten Frauen in der westlichen Welt, liegt z.T. auch daran, das es an Nervenkitzel fehlt. Man darf ja nicht vergessen das Frauen letztendlich Emotions-Junkies sind.“

      Ja. Es ist ein typisches Dekadenz-Thema. Und deswegen kommt das weltweit immer hoch, sobald die Gesellschaft eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht hat.

      Man könnte darüber sinnieren, ob dieser Effekt nicht ein fest verdrahteter Selbstzerstörungsmechanismus von saturierten Gesellschaften ist…

    • Casanova schildert in seinen Memoiren über die äußerst grausame und barbarische öffentliche Hinrichtung von Robert François Damiens 1757 – der einen Attentatsversuch an Ludwig XV. begangen hatte -, dass die Qualen des Delinquenten sowohl Weiblein als auch Männlein aus den oberen Ständen sexuell so erregte, dass sie während der mehrere Stunden dauernden Hinrichtungsprozedur miteinander fickten.
      “ Der achtundzwanzigste März war der Tag, an welchem Damiens seine Todesqual erleiden sollte. Ich holte die Damen in der Frühe bei der Lambertini ab, und da mein Wagen uns kaum alle fasste, so nahm ich ohne Schwierigkeit meine reizende Freundin auf den Schoss, und so fuhren wir auf den Greveplatz. Die drei Damen drängten sich in dem von mir gemieteten Fenster so gut zusammen, wie es ging, und nahmen die Vorderreihe ein; wir besaßen die Standhaftigkeit, vier Stunden lang dem entsetzlichen Schauspiel zuzusehen. … Ich musste von der Todesqual dieses Opfers der Jesuiten den Blick abwenden und musste mir die Ohren zuhalten vor dem gellenden Geschrei des Unglücklichen, der nur noch seinen halben Leib hatte. Aber die Lambertini und die dicke Tante waren nicht im geringsten bewegt. Tatsache ist es, dass Tiretta (ein Freund Casanovas) die fromme Tante während der ganzen Dauer der Hinrichtung auf eine sonderbare Art beschäftigt hielt, und vielleicht war er die Veranlassung, dass die tugendhafte Dame keine Bewegung zu machen, ja nicht einmal den Kopf umzuwenden wagte. Da er unmittelbar hinter ihr stand, hatte er die Vorsicht gebraucht, ihren Rock hochzuheben…“
      Nach der Schilderung erfasste die sexuelle Erregung aber wohl auch jenen Herrn, der bei der „frommen Tante den Rock hochhob“, um ihr zu Diensten zu sein.
      http://www.zeit.de/1959/03/unter-den-bleidaechern-venedigs/seite-2

  2. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich der Feminismus zum nützlichen Idioten eines rabiaten Kapitalismus macht: Nun wollen die Hersteller von Laufbänder ihre Produktion wieder ins Rollen bringen, daher jetzt der Hype mit dem Abbiegen der Jogger in den eigenen vier Wänden!

    Hat eigentlich jemand bemerkt, dass der Gender Pay Gap meistens in Länder mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen ebenfalls niedrig ist? Für wen gehen also die Feminist.I.nnen auf die Straße am Equal Pay Day? Eben: Für niedrige Löhne und Gehälter!

    Wer freut sich? Dein Arbeitgeber!

    • Der Feminismus ist doch schon seit mindestens den 60ern von staatlichen Diensten unterwandert worden. Was denkst du warum der nicht schon vor 50 Jahren in sich zusammengebrochen ist? War es Dworkins die für die CIA gearbeitet hat? Oder Solanas? Weiß ich gerade nicht mehr. Und das war in den 50ern oder 60ern.

      • Es war Gloria Steinem.

        „While popularly pilloried because of her paymaster, Steinem defended the CIA relationship, saying: “In my experience The Agency was completely different from its image; it was liberal, nonviolent and honorable.”

        Less cloak and dagger and more a young, energetic, global representative for American values and freedom, Steinem leveraged her underwriting to attend international youth festivals organized and otherwise ideologically dominated by America’s adversaries.

        Long before the formalized concept of soft power, Steinem personified and promoted abroad the vigor and progressive nature of the U.S. youth movement.

        Strange as it may seem, Steinem’s personal views and CIA political goals aligned. Her brand of social revolution, promoted by American tax dollars, was meant to counter Soviet-sponsored revolutionary messaging. Public funds were intended to slow the Soviet scourge while showing America’s alternative democratic face.

        Drone-launched bombs carry a less subtle American message to today’s targets. Given global challenges and threats, the CIA is put into a more difficult and militarized role than in the past. The agency’s own overreach and mistakes have created a new vulnerability, further exacerbated by the publishing of Edward Snowden’s stolen files.

        Perhaps, Steinem’s 1960s characterization of a “liberal, nonviolent and honorable” CIA was idealistic and self-serving, but there is no question that today’s Agency is still necessary and wildly different.“

        http://www.chicagotribune.com/news/opinion/commentary/ct-gloria-steinem-cia-20151025-story.html

        Hier weiter, aber für die Glaubwürdigkeit verbürge ich mich nicht:

        „Steinem’s CIA links came to mainstream media attention a second time in 1979, when the Village Voice ran an article about a chapter Random House had censored from Redstockings Collective’s 1979 book Feminist Revolution. Random House spiked the chapter, which describes Steinem’s earlier CIA work, after Steinem threatened to sue them. This deleted chapter (which you can get free by ordering an out-of-print copy of Feminist Revolution from Redstockings Collective) also suggests her CIA involvement may not have ended in 1969 when she left the International Research Associates. It details the right wing corporate funding which helped Steinem inaugurate Ms Magazine, as well as the magazine’s pivotal role in transforming American feminism from a broad multi-class, multiracial movement to one devoted to divisive male bashing and advancing career opportunities for white upper middle class women.
        The original feminists of the sixties and seventies didn’t hate men (at least not the ones I worked with). What they hated was patriarchy and the use of male privilege to deny women and children full equality as human beings.

        Operation Mockingbird in Action

        In 1960 Clay Felker, founder of New York Magazine, and a CIA-linked Independent Research Service staffer who accompanied Steinem to the Helsinki World Youth Festival in 1962, became the editor of Esquire magazine, where he published many of Steinem’s early feminist articles. In 1968 Felker started New York magazine, and in 1971 he hired Steinem as contributing editor. It was Felker who published the first edition of Ms Magazine as a New York magazine insert.

        As the feminist magazine Off Our Backs states in a 1975 article about the Redstockings scandal, their discovery of Steinem’s earlier CIA employment raised a host of concerns about her sudden installation (mainly by corporate media) as the official leader of the US women’s movement without any previous involvement in feminist groups or campaigns.

        Interestingly Ms Magazine‘s first publisher was Elizabeth Forsling Harris, a CIA-connected PR executive who planned John Kennedy’s Dallas motorcade route.“

        http://www.greanvillepost.com/2017/10/01/did-the-cia-use-gloria-steinem-to-subvert-the-feminist-movement/

        Interessant ist, dass sie nach dieser Quelle 1969 aus der von der CIA gesponsorten Organisation ausstieg, aber bereits 1966 zusammen mit Betty Friedan und anderen die National Organization for Women (NOW) gründete.

    • O ja. Bitte tut das. Das würde der Menschheit wirklich einen Dienst erweisen, wenn du und deine Brüder im Geiste Frauen einfach ignorieren würdet.

  3. „Wer nicht dumm ist, der weiß, dass Sexualverbrechen zur Menschheit gehören, wie atmen und schlafen.“

    Ich will ihm keinen Strick draus drehen, aber der Satz ist natürlich Kokolores, Sexualverbrechen sind ein verzichtbares Übel im Gegensatz zu den beiden Vergleichspunkten.

    Es ist schwer verständlich, warum in dem Fall wieder „dem Feminismus“ die Schuld gegeben werden soll, besser wir sprächen von möglichen Instinktdispositionen.

    Das Szenario, auf weiter Flur allein zu rennen mit Ausnahme eines fremden Mannes dicht hinter einem, kann wahrscheinlich weibliche Urängste heraufbeschwören. Ich würde es vielleicht mal ansatzweise vergleichen wollen mit der männlichen Angst vor einem Kuckuckskind bei außerpartnerschaftlichen sexuellen Aktivitäten der eigenen Intimfreundin: nicht unbedingt rational, aber auch nicht einfach wegzuwünschen. Und i.d.R. wird dieses Männerproblem dadurch gelöst, dass Frauen ihr Verhalten anpassen.

    • Zum ersten Teil:

      Ja, hier wäre folgendes passender gewesen „dass Sexualverbrechen zur Menschheit gehören, wie stehlen und betrügen“

      Verzichtbar, aber nicht wegzubekommen.

      „Das Szenario, auf weiter Flur allein zu rennen mit Ausnahme eines fremden Mannes dicht hinter einem, kann wahrscheinlich weibliche Urängste heraufbeschwören.“

      Nunja, es sind ja die Frauen, die ihren Wirkungsraum in die männliche Sphäre ausdehnen (wollen). Daher obliegt auch die Anpassungsleistung alleine den Frauen. Hier also: Lernen, diese „weiblichen Urängste“ zu kontrollieren.

      Was im übrigen auch in der Praxis ganz gut funktioniert. So Stories wie die mit der psychopathischen Ami-Tusse sind ja extreme Ausnahmen.

      Frauen, die nicht in der Lage sind diese Anpassungsleistungen zu erbringen, haben ja zudem in dem benannten Kontext eine simple Alternative: Sich ins rosa Mädchenzimmer ein Laufband zu stellen…

      • „es sind ja die Frauen, die ihren Wirkungsraum in die männliche Sphäre ausdehnen (wollen)“

        Gemeint ist der öffentliche Raum, also sowas wie der Stadtpark oder ein Waldstück oder so?
        Und warum sollte dieser „männlich“ sein?
        M.W.n. war es Frauen hierzulande aber doch niemals verboten sich dort (auch ohne männliche Begleitung) aufzuhalten?

        • Nein, warum sollte es Ihnen denn auch verboten werden?

          Im übrigen ist den allermeisten Frauen das mit der geforderten Anpassungsleistung und der Notwendigkeit, eigene Urängste kontrollieren zu müssen und auch zu können, sonnenklar.

          • Heißt das, Du widerrufst die entsprechende Aussage?

            Ich wäre mir übrigens nichtmal sicher, ob die „allermeisten Frauen“ der Idee spezifisch-weiblicher Urängste zustimmen würden… aber die notwendige Anpassungsleistung könnte sozialverträglich ja auch darin bestehen, dass sie mögliche, aufkommende Angstgefühle direkt in Bewegung umsetzen und also in der beschriebenen Situation einfach schneller rennen als sie es sonst würden.

          • Freizeitläuferinnen achten mehrheitlich übrigens (unbewusst) darauf, dass sie nicht übersäuren beim Training, Männer weniger häufig (oder anders formuliert gehen sie eher an – und daher auch über – ihre Grenzen).

          • Einen Widerspruch zwischen der Aussage

            „Was im übrigen auch in der Praxis ganz gut funktioniert.“

            und

            „Im übrigen ist den allermeisten Frauen das mit der geforderten Anpassungsleistung und der Notwendigkeit, eigene Urängste kontrollieren zu müssen und auch zu können, sonnenklar.“

            siehst auch nur du.

            „Ich wäre mir übrigens nichtmal sicher, ob die „allermeisten Frauen“ der Idee spezifisch-weiblicher Urängste zustimmen würden…“

            Vermutlich würden die reflektierteren Frauen hier zu recht anfügen, dass es sich für diese konkrete Situation eher um eine spezifisch menschliche Urangst handelt, die lediglich hormonell induziert im weiblichen Bevölkerungsteil stärker ausgeprägt ist.

            „…also in der beschriebenen Situation einfach schneller rennen als sie es sonst würden.“

            Womit also unser überfürsorglicher Frauenversteher der armen Joggerin mit seinem vorauseilenden vorzeitigem Abbiegen die Chance geraubt hat, sich sportlich weiterzuentwickeln. Am Ende war er dann womoglich doch nur ein finsterer Agent des Patriarchats, der damit mithilft zu verhindern, dass Frauen stärker, schneller, besser werden als Männer…hihihi

            „Freizeitläuferinnen achten mehrheitlich übrigens (unbewusst) darauf, dass sie nicht übersäuren beim Training, Männer weniger häufig (oder anders formuliert gehen sie eher an – und daher auch über – ihre Grenzen).“

            Naja, also Frauen haben sicher keine eingebauten Messgeräte für die Laktosewerte mit Schnittstelle ins Unterbewusstsein. Es dürfte sich wohl eher um abweichende Zielansätze handeln:

            Statistisch joggen Frauen eher um zu sehen und vor allem um gesehen zu werden (was auch eine hohe Beschaffungsfrequenz hochpreisiger und hauteng anliegender Bekleidung nötig macht). Um eine feminin sportive Figur zu bekommen und zu halten. Und um danach darüber reden zu können.

            Männer dagegen joggen eher weil sie der Kampf gegen den eigenen inneren Schweinehund und das aktive Verschieben eigener Leistungsgrenzen am Ende mit jede Menge Glückshormone versorgt.

            Man könnte jetzt darüber spekulieren, wer am Ende die größere Dosis Glückshormone in die Adern gepumpt bekommt. Ich würde mal tippen, die Männer 😉

          • Es ging um die „männliche Sphäre“, in die joggende Frauen angeblich eindrängen…

            „Womit also unser überfürsorglicher Frauenversteher der armen Joggerin mit seinem vorauseilenden vorzeitigem Abbiegen die Chance geraubt hat, sich sportlich weiterzuentwickeln.“

            Zu unserem armen Journalisten komme ich gleich an anderer Stelle, jetzt aber wollte ich an Dara Torres erinnern, die ihr fulminantes (wenn auch kurzes) Comeback folgendermaßen einläutete:

            Jedenfalls fand sie zu ihrem Sport während ihrer Schwangerschaft zurück, nachdem 1. ihr Gyn ihr dazu geraten hatte sich „ein bißchen im Wasser zu bewegen“^^ und 2. im Becken dann neben ihr junge (männliche) Schwimmer trainierten, weshalb sie „competetive juices“ in sich fließen spürte…

          • Semi, Du jagst hier wieder mal projizierte Schatten Deines dunklen Ichs. Aus „ausdehnen“ machst Du „eindringen“, was nicht dasselbe ist. Die männliche Sphäre verkraftet weibliche Präsenz durchaus (und nimmt diese bei passender Erscheinungsbild sogar wohlwollend zur Kenntnis 😉

            Es sind manche Frauen, die aus dem „ausdehnen“ ein „erobern und verdrängen“ machen wollen. Was dann bisweilen etwas nervt, oft aber eher amüsant ist.

            Und zu Dara Torres: Klasse Leistung, Respekt. Da waren die Konkurrentinnen bestimmt angepisst, dass da eine doppelt so alte Mama ihnen mal kurz zeigt wo der Hammer (die Medaille) hängt…

            😀

        • „Aus „ausdehnen“ machst Du „eindringen“, was nicht dasselbe ist.“

          Es wäre die männliche Perspektive auf diesen Vorgang (wenn Deine Annahme denn gestimmt hätte).

          „Und zu Dara Torres: Klasse Leistung, Respekt. Da waren die Konkurrentinnen bestimmt angepisst, dass da eine doppelt so alte Mama ihnen mal kurz zeigt wo der Hammer (die Medaille) hängt…“

          Bei Olympia gewann dann aber die 16 Jahre jüngere Britta Steffen in der Bahn neben ihr Gold.
          Mit 0,01 Sekunden^^ Vorsprung:

          Ich hatte mir damals sogar nachts den Wecker gestellt um mit Dara mitzufiebern (mach ich nun wahrlich nicht oft, sowas), und ich sah mir so ziemlich jedes youtube-Video mit ihr an seinerzeit. Sie sagte, sie hätte wesentlich weniger (insbesondere im Wasser) trainiert als mit jungen Jahren, das Alter mache sich auch vorallem durch eine erhöhte Regenerationszeit bemerkbar. Sie ließ sich (soweit ich erinnere) nach jeder Trainingseinheit von drei Personen simultan durchkneten um leistungsfähig zu bleiben. Kleiner Wermutstropfen a.m.S.: sie gehörte auch zu der „Asthmatiker“-Fraktion, die unmittelbar vor einem Wettkampf ein Spray nutzen darf, das ihr Lungenvolumen kurzfristig erhöhte…

          • „Es wäre die männliche Perspektive auf diesen Vorgang (wenn Deine Annahme denn gestimmt hätte).“

            Nein, es ist Deine Vorstellung einer männlichen Perspektive. Eindringen = Penetration, hmmm?

            „Bei Olympia gewann dann aber die 16 Jahre jüngere Britta Steffen in der Bahn neben ihr Gold.
            Mit 0,01 Sekunden^^ Vorsprung:“

            Was immer noch eine beachtenswerte Leistung ist. Da kann auch Dein „Verweis“ auf legales Doping nichts daran ändern 😉

    • Ich will ihm keinen Strick draus drehen, aber der Satz ist natürlich Kokolores, Sexualverbrechen sind ein verzichtbares Übel im Gegensatz zu den beiden Vergleichspunkten.

      Nur weil etwas verzichtbar ist, heißt es nicht, dass es zu den menschlichen Eigenschaften gehört. Und das ist nunmal leider so, wenn es um Sexualverbrechen, Diebstahl und Mord geht. Insofern schreibst allenfalls du mal wieder Kokolores.

      Es ist schwer verständlich, warum in dem Fall wieder „dem Feminismus“ die Schuld gegeben werden soll, besser wir sprächen von möglichen Instinktdispositionen.

      Der Feminismus ist schuld, weil er unnötig Ängste schürt und verstärkt.

      Das Szenario, auf weiter Flur allein zu rennen mit Ausnahme eines fremden Mannes dicht hinter einem, kann wahrscheinlich weibliche Urängste heraufbeschwören.

      Die in 99,9% der Fälle unbegründet sind, weil Männer eben keine wilden, triebgesteuerten Vollidioten sind. Der Feminismus versucht aber, Frauen und Männern genau das einzureden.

      Ich würde es vielleicht mal ansatzweise vergleichen wollen mit der männlichen Angst vor einem Kuckuckskind bei außerpartnerschaftlichen sexuellen Aktivitäten der eigenen Intimfreundin: nicht unbedingt rational, aber auch nicht einfach wegzuwünschen. Und i.d.R. wird dieses Männerproblem dadurch gelöst, dass Frauen ihr Verhalten anpassen.

      Da hast du ausnahmsweise mal recht. Ängste sind nicht rational. Sonst wären es keine Ängste. Ansonsten liegst du allerdings wieder einmal völlig daneben.

      „Dieses Männerproblem“ wird ganz einfach dadurch gelöst, dass der Mann nur mit Tüte poppt.
      Denn nur dann ist zumindest halbwegs sichergestellt, dass der Kuckuckskinderproduktion ein Riegel vorgeschoben wird. Wenn frau nämlich nur vortäuscht, ihr Verhalten anzupassen, kann sie ja trotzdem schwanger werden.

    • Ich würde es vielleicht mal ansatzweise vergleichen wollen mit der männlichen Angst vor einem Kuckuckskind bei außerpartnerschaftlichen sexuellen Aktivitäten der eigenen Intimfreundin:

      Der Vergleich ist gar nicht mal so schlecht.

      Dass man nicht zwei Meter hinter einer fremden Joggerin läuft versteht sich wohl von selbst. Was Jens Clasen allerdings hier propagiert ist ein komplettes Verschwinden aus dem öffentlichen Raum, sobald eine Frau auch nur Angst haben könnte.

      Übertragen auf die männliche Angst vor einem Kuckuckskind hieße das: Die Frau vermeidet _jeden_ Kontakt mit anderen Männern, weil ihr Intimpartner Angst haben könnte. Sie verschwindet aus dem öffentlichen Raum. Da wären wir bei Saudischen Verhältnissen.

      Was wäre die angemessene Reaktion auf einen derart krankhaft eifersüchtigen Mann, der so etwas forderte? Ein „Safe Space“ a la Saudi-Arabien sicher nicht. Dort hätte er insbesondere niemals eine Chance zu lernen, mit seinen Ängsten umzugehen. Helfen würde es ihm auch nicht, es liegt in der Natur solcher Ängste dass sie immer einen Anlass finden.

      Tut mir leid, auch wenn’s hart ist: Auch Frauen müssen lernen, mit ihren Urängsten sozialverträglich umzugehen.

      Jens Clasen hat völlig falsch reagiert, er hätte sie besser einfach nicht beachtet. So hätte sie die Chance gehabt zu lernen, dass nicht jeder Mann über sie herfällt.

      • „Jens Clasen hat völlig falsch reagiert, er hätte sie besser einfach nicht beachtet. So hätte sie die Chance gehabt zu lernen, dass nicht jeder Mann über sie herfällt.“

        Der Witz ist: exakt dieselbe Lernerfahrung ließe sich auch im vom Clasen beschriebenen Szenario machen – nur halt ein paar Minuten schneller.

        • Jetzt im Nachhinein kam mir noch der Gedanke: wir (auch ich) gingen offenbar davon aus, dass er sie mühelos überholen hätte können/“müssen“. Was aber, wenn er abbog um sich die Schmach der Niederlage zu ersparen?

          • „Was aber, wenn er abbog um sich die Schmach der Niederlage zu ersparen?“

            Und um genau diesem Eindruck zu entgehen, schrieb er flugs auf Twitter, dass er aus Sorge um die Frau abbog?
            Könnte natürlich auch sein.

            Wie auch immer, er hinterlässt keinen guten Eindruck 😀

          • Jetzt im Nachhinein kam mir noch der Gedanke: wir (auch ich) gingen offenbar davon aus, dass er sie mühelos überholen hätte können/“müssen“. Was aber, wenn er abbog um sich die Schmach der Niederlage zu ersparen?

            Dass bei dem Kerl jedenfalls irgendwas mit dem Ego faul ist drängt sich ja geradezu auf.

          • Wie auch immer, er hinterlässt keinen guten Eindruck

            In der Tat nicht. Und wenn ich eine Frau wäre, würden bei so einem Verhalten sämtliche Alarmglocken läuten.

          • „Und um genau diesem Eindruck zu entgehen, schrieb er flugs auf Twitter, dass er aus Sorge um die Frau abbog?“

            Der Tweet wäre also keine Selbsterniedrigung, sondern zunächst mal einfach die Story, die er auch sich selbst lieber erzählen wollte.

            Aber wie hätte er sich denn dann besser verhalten können, sollte er tatsächlich in gleichbleibendem Abstand hinter ihr hergelaufen sein – nachdem er bereits gemerkt haben mag, dass er sie nicht wird ein-, geschweige denn überholen können? Wie lange könnte man da von einem (emotional sonst unbeteiligten) Mann erwarten, dieses Gefühl auch aushalten zu können?

          • Ein normal tickender Mann würde sich sagen: „Wow, die Alte hat Condi, Chapau!“ – und würde es als Herausforderung begreifen, dieses Level ebenfalls zu erreichen.

            Das unterscheidet halt die blöden und phöse-patriarchalen Stino-Macho Kerle von der ganz toll empauerten Feminista vulgaris.

          • Also wärst Du an seiner Stelle ernsthaft bis ultimo die 20 Schritte hinter ihr geblieben, hättest stur an Deiner ursprünglichen Route festgehalten und aufkommende Gefühle („langsam wirds irgendwie creepy“) ignoriert?

          • Vielleicht ist ja auch die Tatsache, dass der Tweet bereits erahnen lässt (wenn man genau liest), dass er sie nicht hätte überholen können, der eigentliche Grund für so manchen an ihn gerichteten Spott?

          • Also wärst Du an seiner Stelle ernsthaft bis ultimo die 20 Schritte hinter ihr geblieben, hättest stur an Deiner ursprünglichen Route festgehalten und aufkommende Gefühle („langsam wirds irgendwie creepy“) ignoriert?

            Ich würde meine geplante Route in meinem Tempo laufen. Das heißt genau nicht, dass ich ihr Tempo laufe.

            Für den seltenen Fall, dass beide exakt das gleiche Tempo haben, gilt: Wenn es einem von beidem unangenehm ist, wird das zwischen Menschen mit einem gewissen Maß an Sozialkompetenz ganz unkompliziert und nonverbal ausgehandelt.

            Wenn es ihr unangenehm ist, wird sie etwas langsamer und läuft ein bisschen weiter rechts, dann signalisiert sie mir, dass ich bitte Überholen soll. Oder sie läuft kurz etwas schneller, um den Abstand zu vergrößern.

            Wenn mir die Situation unangenehm erscheint, überhole ich oder ich falle kurz zurück.

            Ist doch gar nicht so schwer. Es gibt keinen Anlass dazu, sich zu verbiegen.

          • Vielleicht ist ja auch die Tatsache, dass der Tweet bereits erahnen lässt (wenn man genau liest), dass er sie nicht hätte überholen können, der eigentliche Grund für so manchen an ihn gerichteten Spott?

            Auch in dem Fall würde der Spott sich daran aufhängen, dass er nicht für seine Person einsteht, aber dafür umso lauter herumprahlt, was für ein tugendhafter Kerl er doch sei.

          • umso lauter herumprahlt, was für ein tugendhafter Kerl er doch sei

            Genau das ist ja eigentlich auch das Peinliche an seinem Tweet. Es mag ja sogar sein, dass er in der Situation angemessen reagiert hat (vielleicht hatte sie son panischen Blick, als sie sich umsah, manchmal geht man komischen Leuten halt aus dem Weg). Aber dieses pathetische „ich tue, was ein Mann tun muss“ – das ist ja nicht nur virtue signalling, er will da gleich den Helden markieren.

            Den Keks von Semikolon würde ich ihm nicht neiden, das passt schon.

          • „Wenn mir die Situation unangenehm erscheint, überhole ich oder ich falle kurz zurück.“

            Können wir die „überholen“-Option jetzt mal endlich als (in diesem Fall) unmöglich abschreiben?

            Und: das eigene Wohlfühl-Tempo verlangsamen sollte nun nicht als „Verbiegen“ gewertet werden (bzw. speziell für Dich: den Eindruck erwecken, er müsse sich dem Reiz entziehen)?

            Es ließe sich aber doch locker behaupten, dass die Anforderung einer vorübergehenden Tempodrosselung für einen Jogger eine größere Beeinträchtigung darstellt als eine einfache Variation in der Route?

            „Es mag ja sogar sein, dass er in der Situation angemessen reagiert hat“

            Das ist sogar das wahrscheinlichste.

            „Aber dieses pathetische „ich tue, was ein Mann tun muss“ – das ist ja nicht nur virtue signalling, er will da gleich den Helden markieren.“

            Das war womöglich bloß als humoristisch Element gemeint.

          • Semi, das ist irrelevante Sophisterei.

            Ja, für ein paar Sekunden das Tempo etwas zu drosseln ist so sehr eine Lapalie, dass selbst ein Jens Clasen schlecht damit bei Twitter hausieren gehen könnte.

            Das war womöglich bloß als humoristisch Element gemeint.

            Sein nachgeschobenes: „Wichtig ist mir, dass Leute sich darüber Gedanken machen“ belegt wohl unzweideutig seinen enormen moralinsauren Impetus.

            Er tut, was Jens Clasen tun muss: Er verleugnet sich selbst und wird passiv-aggresiv.

          • „Ja, für ein paar Sekunden das Tempo etwas zu drosseln ist so sehr eine Lapalie, dass selbst ein Jens Clasen schlecht damit bei Twitter hausieren gehen könnte.“

            Betrachten wir die Situation doch nochmal mit möglichen Instinktdispositionen im Hinterkopf:

            Du bist ein sportlicher Mann, ders eigentlich (eher) gewohnt ist, schneller als mit-joggende Frauen unterwegs zu sein. Dann hast Du plötzlich aber eine junge Frau vor Dir, die „Deine Strecke“ in ziemlich genau Deinem Tempo läuft. An der erst-möglichen Wegabzweigung ziehst Du vermutlich noch quasi unbemerkt vorbei – das war ja nicht der Weg, den Du Dir ausgemalt hattest. Sie jedoch blickt sich um, um zu checken, ob Du wirklich noch da bist? Sie wird nicht langsamer – Du kannst nicht viel schneller werden als Du bereits bist.

            Möglichkeit 1: Du fällst absichtlich soweit zurück, dass Du „Deine Strecke“ wieder allein laufen kannst. Wahrscheinlich bedeutet das, Du musst eine Pause einlegen – und damit signalisierst Du der Frau, dass Du am Ende Deiner Kräfte angekommen bist (obs nu stimmt oder nicht)

            Möglichkeit 2: Du nimmst die nächste Abzweigung bewusst wahr und entscheidest, das (für beide) unangenehmer werdende Setting aufzulösen. Als Bonus holst Du Dir dafür noch einen Keks auf Twitter ab^^

            Da hättest Du die Möglichkeit 1 gewählt?

          • „Sein nachgeschobenes: „Wichtig ist mir, dass Leute sich darüber Gedanken machen“ belegt wohl unzweideutig seinen enormen moralinsauren Impetus.“

            Ich betrachte den Tweet mittlerweile übrigens als primär eine Art Such-Anzeige, geschrieben also mit dem Hintergedanken, dass sie (die junge Joggerin) ihn lesen könnte. Möglichst große Verbreitung würde natürlich die Chance erhöhen, dass sie darauf aufmerksam wird und ihn vielleicht auch richtig zuordnen kann etc.

            Sollte das nicht klappen (was wahrscheinlich ist), trifft man sich vielleicht ja dennoch irgendwann mal zufällig wieder… (was nicht unwahrscheinlich ist), und für dieses mögliche Zukunftsszenario hätte er imho auch kaum besser vorbauen können. Nicht durch ein pausieren. Und ganz sicher auch nicht durch die weitere Verfolgung „ihrer Route“ – so lange, bis sie möglicherweise sogar noch die Nerven verloren hätte und ihn anbrüllte oder sowas^^

        • Der Witz ist: exakt dieselbe Lernerfahrung ließe sich auch im vom Clasen beschriebenen Szenario machen – nur halt ein paar Minuten schneller.

          Ich denke, eher nicht. Es entsteht eher der Eindruck, dass der Mann sich selbst des Reizes entziehen muss, um nicht über sie herzufallen.

          • „Es entsteht eher der Eindruck, dass der Mann sich selbst des Reizes entziehen muss, um nicht über sie herzufallen.“

            Das ist so ein Gedanke, der mir als Frau (die sich die Situation ausmalt) nie gekommen wäre, mein ganzes Leben nicht.

          • Schon klar, die der Feministin üblicherweise gegebene Fähigkeit, schräg tickende Kerle zu erkennen ist leider nur allzu konsequenterweise recht begrenzt.

            Wenn ich alle Frauen unter sowas wie einen Generalverdacht stellen würde, dann hätte ich auch so gar keine tatsächlichen Anhaltspunkte mehr dafür, welche Frauen irgendwie nicht ganz sauber ticken.

            Aber im Grunde ist es schon OK, wenn Töpfe zu Deckeln finden 🙂

    • „Ich würde es vielleicht mal ansatzweise vergleichen wollen mit der männlichen Angst vor einem Kuckuckskind bei außerpartnerschaftlichen sexuellen Aktivitäten der eigenen Intimfreundin“

      In deinem Beispiel geht es nicht um eine Verhaltensweise, die von einer fremden Personen in einer Alltagssituation gefordert wird. Außerdem wäre die gewünschte Handlung, die Zustimmung zum Vaterschaftstest, damit der Mann die gleiche Gewissheit wie die Frau hat, zumal einige gesetzliche Pflichten auf ihn zukommen.

      Wäre eine passendere Analogie nicht die Fahrstuhlsituation?

      „Ich fahre allein im Fahrstuhl, die Fahrstuhltür geht auf. Ein Mann steht da und möchte einsteigen, zögert. Ich tue das, was alle Frauen machen sollen: Ich steige aus und warte auf den nächsten Aufzug.“

      Hier liegt ebenfalls eine Zufallsbegegnung im Alltag zwischen Fremden vor. Hier „spürt“ (eigtl. vermutet) die Frau, das Unbehagen des Mannes (ohne Zeugen im Fahrstuhl) zu sein und ändert ihre Verhaltensweise und meint auch noch jede Frau sollte das tun.

      Ich meine, grundsätzlich sollte derjenige mit den Ängsten in Alltagssituationen seine Verhaltensweise anpassen.

      Wenn ich Angst habe, Opfer einer Falschbeschuldigung zu werden, wenn ich im Fahrstuhl mit einer Frau alleine wäre, sollte ich eine Lösung finden, die nicht darin bestehen sollte, die Freiheit anderer einzuschränken.

      Wie sieht die Fahrstuhlsituation wohl bei Frau Stockowski aus? Wer wird da zum Handeln aufgefordert?

    • Na schön, dann wollen wir doch mal in die Halbkacke greifen und die geistigen benutzten und halbvergammelten @Semitampons da rauspuhlen ( I’m the Plumber today … ).

      Es beginnt mal wieder mit der Dreistheit ein Zitat unbezeichnet mitten in den Raum zu schmeißen:

      „„Wer nicht dumm ist, der weiß, dass Sexualverbrechen zur Menschheit gehören, wie atmen und schlafen.““

      Gut, der Vergleich ist Schrott, wie @Peter ja auch ausreichend korrigiert:

      „Ja, hier wäre folgendes passender gewesen „dass Sexualverbrechen zur Menschheit gehören, wie stehlen und betrügen“

      Verzichtbar, aber nicht wegzubekommen.“

      Sache geklärt, der Vergleich passt ganz wunderbar. Zumindest auf Kriminalität bezogen.
      Die zweite Ebene, die (dis-)sozialen Defizite und deren psychologische Zusammenhänge wird dadurch mal wieder erfolgreich unter den Teppich gekehrt. Da trifft nämlich genau das gleiche zu. Beknacktheiten lassen sich nicht per Zauberspruch, Gesetz, oder Aufkreischkampagne beseitigen, sie sind genau so Teil der menschlichen Natur ( technisch gesehen: Zu mangelhafte Hardware, um objektiv zu sein, deshalb auch nicht in der Lage eine entsprechende Moralvorstellung bis in’s letzte Detail umzusetzen, was immer wieder mal bei Einzelnen zu größeren Ausfällen führt ), wie die Kriminalität und haben letzendlich praktisch die gleichen Ursachen, folgen denselben Prinzipien.
      Das ist für Femis und Semis natürlich absolut unbegreifbar, weshalb das Semi aus den Diskussionen und verlinkten Texten der letzten Tage nix lernen konnte ( und vermutlich auch nicht wollte ). Nicht zuletzt, weil das ein echtes Fegefeuertabu mit verbunden ist. Wer das versucht, wird mit ewiger Hölle bestraft.

      „Ich will ihm keinen Strick draus drehen, aber der Satz ist natürlich Kokolores, Sexualverbrechen sind ein verzichtbares Übel im Gegensatz zu den beiden Vergleichspunkten.“

      Doch, @Semi, genau das willst Du, denn nix anderes besagt dieser Satz, der versteckte implizite Widerspruch ist eine glatte Lüge.
      Der Trick, den Du im Folgenden anwendest ist sehr primitiv, Du vertauscht einzelne Individuen und ganze Gruppen konsequent im Ping-Pong-Verfahren, nur um nich erkennen zu müssen, daß Du Gülle absonderst.

      Im Einzelfall versucht jeder Mensch, als Einzelindividuum i.d.R. ( und auf dieses „i.d.R.“ kommt es an! ) übel zu vermeiden, aktiv wie passiv. Ganz selbstverständlich.

      Die Gruppe Menschen, völlig unbeachtet der Geschlechter hat aber logischerweise ( s.o. ) eine gewisse Fehlerrate!
      W.h.: Soziale Aussetzer sind zu einem gewissen %-Satz ganz normal!
      Ergo auch kriminelle!
      Mit Sexualität hat das also schon mal konkret überhaupt garnix zu tun!
      Jemanden unbeherrscht anzubrüllen, ist z.B. nix sexualles.
      Der Queen von London einen Brillo aus der Krone zu zocken auch nicht.
      Tja, damit ist Deine Absicht hier einen hübschen Strohverbrecher aufbauen zu wollen, schon mal prinzipiell als Gigabullshit entlarvt.
      Noch mal als willkürliche Beispielsammlung für ganz unbedarfte Mitleser:
      Ohrfeigen
      blöde Anmachen
      Taschendiebstahl
      Autoknacker
      Hamsterliebhaber
      Falschparkeraufschreiber
      Amokschützen
      Kinderficker
      etc.pp.
      wird es immer geben, sie sind nicht abschaffbar!

      „Es ist schwer verständlich, warum in dem Fall wieder „dem Feminismus“ die Schuld gegeben werden soll, besser wir sprächen von möglichen Instinktdispositionen.“

      An den oben aufgeführten sozialen u. kriminellen Fehlleistungen gibt niemand hier dem Feminismus irgendeine Schuld. Das ist mal wieder eine hanebüchen blödfreche Unterstellung von Dir, @Semi!

      An der Instrumentalisierung durch den Feminismus, zum Zwecke der Verstärkung und Ausbeutung dieser Defizite ist jedoch nur einer Schuld, nämlich der Feminismus selbst! Sonst würde er sich ja – im besten Fall aktiv, ansonsten durch passives Nichtaufbauschen – ( mit ) um eine Verbesserung der jeweiligen Situationen bemühen. Tut er aber nicht, im Gegenteil. Er unternimmt alles, um diese seltene und normalerweise für Otto und Anne N. völlig unwichtige Problemaik zur Feindgruppenaufhetzung aufzubauen und nimmt damit eine echte Verstärkung, nicht nur des rein willkürlich aus der Masse gegriffenen Einzelphänomens, sondern auch der dahintersteckenden Ursachen mindestens billigend inkauf, genauer setze ich da sogar bei vielen Semis und Femis einen ( teilweise bewußten und ) boshaften Vorsatz voraus, denn der beobachtete Effekt hat mindestens Masturbationscharakter für sie, manchen bringt er auch ganz konkrete Macht und jede Menge Kohle ein. Stevie Schniedel z.B., oder Anne W., Jens Clasen, Alieze Schwarzgeld u.ä. Tröten und Knallchargen ( und möglw. findet sich auch das Semi selbst ein wenig geiler, wenn sie meint, sie hat „mal wieder“ gegen „eine ganze Horde Maskus“ einen eingebildeten Minisieg „errungen“ ).

      Erst selbst zugeben, daß man „Instiktdispositionen“ ( hust ) als Bezeichnung verwenden sollte, dann aber behaupten, es hätte irgendwer dem Feminiusmus zugeordnt, um damit die eigenen, nämlich das implizite Zuordnen der Schuldfrage an den FOLGEN auf eine Gruppe Menschen zu verschieben, der man genau diese Verschiebung in Verzerrung als Schuld unterjubeln will.
      Das ist dermaßen blöde wie widerwärtig, daß es nur einem Semiverstand entspringen kann.
      Im primitiven Malocherwitzbereich, gibt es dazu folgenden Vergleich: „‚Nem alten Seemann in’n Bart spucken und dann sagen ‚das is Rauhreif'“ …

      „Das Szenario, auf weiter Flur allein zu rennen mit Ausnahme eines fremden Mannes dicht hinter einem, kann wahrscheinlich weibliche Urängste heraufbeschwören.“

      Nur kommt dieses Szenario im Originaltweet überhaupt nicht vor. Niemand joggt mit Höchsttempo im Zickzack quer durch die Sahara mit einem genau schnell flitzenden geifernden Renner 50cm hinter sich. Normale Jogger sind sogar blöde genug, auf knallharten öffentlichen Wegen und in Großstädten ihrem Hobby zu frönen und da es sich üblicherweise in bewohnten Gegenden abspielt, ist das nix anderes, als Einkaufen gehen, als Kind Tretroller zu fahren, in der Einkaufspassage zu lustwandeln, oder was in der heutigen Gesellschaft als völlig übliche mobile Betätigung im ebenfalls ganz normalen Umfeld betrachtet wird. Selbst im nächsten Stadtpark nachts um elf gibt es da noch keinen ernsthaft signifikanten Unterschied. Einfach, weil – wenn denn eine/r zufälig in die ungefähr gleiche Richtung hechelt – er/sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit halt selbst ein ganz normaler Joggingbekloppter ist, wie sie numal zehntausendfach überall herumeiern. Kein Bißchen riskannter, als irgendwo auf einen Bus zu warten. Oder müssen Männer jetzt auch schon zwei Strassen weiter auf den nächsten Bus warten, weil die Strassenlaternen schon an sind und eine Frau im Wartehäuschen sitzt?

      Somit ist die Teufelsbeschwörung, nach der Methode: „Ich weiß ja, daß IHR ALLE sagt, daß der Beelzebub gar nicht existiert, aber ich habe gehört, daß er doch kommt und man ihn nicht erkennt und deshalb MUSS ich ( oder jemand anders, weil ICH ja gaaanz vernünfig bin ) davon ausgehen, daß IHR ALLE Beelzebuben seid!“, einfach nur krank!
      Da gibt es keinen „Urinstinkt“, da brüllt kein Säbelzahntiger.
      Da gibt es lediglich hysterisierenden, kranken UND andere krankmachenden feministischen Hysterisierungsbullshit! Sonst nix!
      Und nix anderes besagt auch der Tenor der hier geäußerten Kommentare und verlinkten Texte der letzten Tage! ( Nur eben höflicher verklausuliert, als ich es hier, zur Verdeutlichung kaum überspitzt, darstelle )

      „Ich würde es vielleicht mal ansatzweise vergleichen wollen mit der männlichen Angst vor einem Kuckuckskind bei außerpartnerschaftlichen sexuellen Aktivitäten der eigenen Intimfreundin: nicht unbedingt rational, aber auch nicht einfach wegzuwünschen. Und i.d.R. wird dieses Männerproblem dadurch gelöst, dass Frauen ihr Verhalten anpassen.“

      Ähm, das ist wohl nicht wirklich Dein Ernst @Semi, oder? Meinst Du wirklich, Du kannst einen leicht humpeltenden Vergleich – den Du natürlich sofort moniert hast – durch einen wirklich gar nicht flutschenden ersetzen, ohne daß es wer merkt?
      Und dann noch mit dem oben schon von mir vorangekündigten Billigrhetorischen Kniff „i.d.R.“ als Brechstange? Hast Du aus der langen Zeit, die Du hier rumtrollst denn wirklich überhaupt nix gelernt?

      Mal ganz davon abzusehen, daß die Befürchtung, daß eine fremdfickende Ische ein Kuckuckskind anschleppt sehr wahrscheinlich berechtigt ist ( da sie ja schon durch den Seitensprung zeigt, daß ihr Charakter in Punkto Partnerschaft nicht der stabilste ist ) und es da auch recht gute Statistiken zu gibt, ist das kein „Männerproblem“ i.S.v.: „Männer sind so blöd“. Da driftest Du schon wieder in feministische Gruppenzuweisungen ab. Daß normale Frauen diese mögliche Rufschädigung u.U. auch treffen kann, geschenkt, ist wohl wirklich ähnlch selten wie vergewaltigende Jogger.
      Daß aber eine riesige Anzahl an Kindern und deren Kuckucksväter UND deren Väter derben Schaden davontragen wird wohl kaum wer ernsthaft bezweifeln wollen.
      Kannst ja mal bei Max etwas Fortbildung betreiben:
      https://kuckucksvater.wordpress.com/

      Und in der Regel wird dieses Problem eben nur im jeweiligen ( und NUR vorab ) Einzelfall lösbar sein, wenn überhaupt ( die Wahrscheinlichkeit ist recht gering ). Die Tatsache, daß Frauen ( ebenfalls ) einen gewissen Hang zur Promiskuität haben, wird daurch eben NICHT gelöst!
      W.h.: Die wiederum implizit generierte Unterstellung im Umkehrschluss, daß „die Männer“ aber gaaanz rational unverbesserliche Sexualverbrecher sind, es also sinnvoll wäre, vor ihnen generell Angst zu haben. ist reine Semifemikacke!
      S.o., i.d.R ( und zu einen mehrfach höheren Anteil als Kuckucksmütter ) sind sie es eben gerade NICHT!

      Ergo: Thema verfehlt, Semi; Projektion lächerlich, zwei mal sechs! Setzen!

  4. „Ich meine, grundsätzlich sollte derjenige mit den Ängsten in Alltagssituationen seine Verhaltensweise anpassen.“
    Jo, wenn sich die Joggerin gestört fühlt, soll sie einfach langsamer laufen und den „Verfolger“ vorbei lassen. Problem gelöst. Setzt aber im Geiste das Ablegen der Opferrolle voraus.

    • „wenn sich die Joggerin gestört fühlt, soll sie einfach langsamer laufen und den „Verfolger“ vorbei lassen.“

      Wir gehen jetzt mal einfach davon aus, es handele sich hier um eine weitgehend unbewusste weibliche Urangst. Was wäre denn das Dümmste, was eine von einem fremden Mann tatsächlich verfolgte Frau (in evolutionärer Vergangenheit) hätte machen können?

      • „Was wäre denn das Dümmste, was eine von einem fremden Mann tatsächlich verfolgte Frau (in evolutionärer Vergangenheit) hätte machen können?“
        Egal, ob evolutionäre Vergangenheit, oder jüngere, es hängt immer von den äußeren Umständen ab.
        Bleiben wir bei der evolutionären Vergangenheit (also vor 50.000 Jahren, definiere ich mal):
        Ist der Verfolger weit genug zurück – Tempo erhöhen und die eigene Gruppe erreichen (Joggerinnen gab es damals noch nicht. Aber ich nehme an, dass damals auch Frauen grundsätzlich deutliche bessere Dauerläuferinnen waren, als unsere heutigen smartphonedauerentertainten Kosmetikfassaden.
        Ist absehbar, dass der Verfolger nicht mehr abzuschütteln ist, ihn nach einer Scheinflucht unvermittelt anzugreifen und mit aller Kraft auszuschalten – dabei laut schreien.
        Ansonsten, wenn beides nicht geht – Vergewaltigung erdulden und den Täter später ausschalten, ggf. mit Hilfe des Clans.

        • Ich nehme jedenfalls an, dass ihre einzige, (halbwegs) realistische Chance in aktiver Flucht bestand. In Sachen Körperkraft sind Männer uns im Schnitt halt (heute) so derbe überlegen, dass stehenbleiben und einen Erstschlag wagen gegenüber einem zu Allem bereiten eigentlich nur in die Hose gehen könnte (trotz Überraschungsmoment-Vorteil). Ausdauerbelastungen hingegen stecken selbst heutige (trainierte) Frauen tendenziell besser weg als Männer (hauptsächlich aufgrund ihres anderen Fettstoffwechsels), erst im Dauerlauf können sie leistungsmäßig zu ihnen aufschließen oder sie gar auch übertrumpfen.

          • „In Sachen Körperkraft sind Männer uns im Schnitt halt (heute) so derbe überlegen, dass stehenbleiben und einen Erstschlag wagen gegenüber einem zu Allem bereiten eigentlich nur in die Hose gehen könnte“

            Ich bezog mich jetzt auf die Empfehlung an eine Frau in der evolutionären Vergangenheit.
            Heutige Frauen sind in der Tat derart verweichlicht, dass sie nur wenig Chancen gegen einen Verfolger hätten. Da hätte schon weit früher was geschehen müssen, nämlich die Verabschiedung von der Berufsopferrolle und die Übernahme von Verantwortung fürs eigene Leben.

            Unter Ausnutzung des Überraschungsmoments kann auch eine weit schwächere Person gegen einen übermächtigen Angreifer bestehen. Das Hauptproblem ist nicht der Kräfteunterschied, sondern die lähmende Angst, die Panik, die einer erfolgreichen Gegenwehr im Weg steht.

          • @ Semi:
            „Ich nehme jedenfalls an, dass ihre einzige, (halbwegs) realistische Chance in aktiver Flucht bestand.“
            Is klar …
            Wie kommst Du darauf? Wovor hätte sie denn flüchten sollen? Davor, daß zufällig jemand ein Stück die gleiche Strecke läuft? Was hast Du für’n Scheiß im Kopp?

          • Hier sprach ich nicht vom aktuellen Beispiel, sondern vom evolutionären Vergangenheitssetting, Fiete. Dass dieser jungen Joggerin keinerlei Übel drohte, ist (hoffe ich) allen klar. Und zwar allein schon deshalb, weil er wie er schrub eben nicht schneller lief (anzunehmen auch: laufen konnte) als sie.

            „Unter Ausnutzung des Überraschungsmoments kann auch eine weit schwächere Person gegen einen übermächtigen Angreifer bestehen. Das Hauptproblem ist nicht der Kräfteunterschied, sondern die lähmende Angst, die Panik, die einer erfolgreichen Gegenwehr im Weg steht.“

            Klar geht’s auch um Entschlossenheit – die man aber einem echten Verfolger und Angreifen auch nicht einfach absprechen darf. Im Zweifel wäre sein Wille, ihr zu schaden, größer als ihrer, ihn „auszuschalten“ – aufgrund verschiedener Zielsetzungen (er suchte ja sogar Körperlichkeit, sie dagegen Abstand). Und dazu kommt dann noch das Kräfteungleichgewicht.

          • Deine Verzettellungen werden immer wirrer, @ Semi.
            „Hier sprach ich nicht vom aktuellen Beispiel, sondern vom evolutionären Vergangenheitssetting, Fiete. Dass dieser jungen Joggerin keinerlei Übel drohte, ist (hoffe ich) allen klar. Und zwar allein schon deshalb, weil er wie er schrub eben nicht schneller lief (anzunehmen auch: laufen konnte) als sie.“
            Ein konkretes Beispiel – und genau das ziehst Du heran, ist keineswegs ein „evolutionäres Setting“, das ist schlichtweg rein feministischer Unfug, den Du da konstruierst.
            Die „Begründung“, daß sich das von Dir erfundene „evolutionäre Setting“ aus der Laufgeschwindigkeit ergäbe, ist einfach nur oberschwachsinnig.

            Das einzige „evolutionäre Setting“ das in dem Fall getriggert werden könnte ( also in einem konkreten, hier gerade NICHT gegebenen Spezialfall ausgelöst ), wäre, einen Überfall als möglich zu vermuten. Dazu müßten aber ganz bestimmte Bedingungen gegeben sein, die hier nicht im entferntsten zu erahnen sind. Nämlich, daß z.B. der zweite plötzlich extrem beschleunigt, direkt auf Jogger Nummer eins zusteuert, dabei eine Keule schwingt, o.ä,. Das hätte allerdings nix mehr mit irgendwelchen Geschlechterrollen zu tun. Gleiches gälte, wenn Jogger eins ruckartig stehen bleibt und mit einer Handfeuerwaffe auf Nummer zwei zielt. Und auch eine solche Situation, oder ein Analogon, wird zwar ständig von Semi- und Femispinnern als „niederschwelllig gegeben“ gepredigt, liegt aber tatsächlich so gut wie nie vor und könnte auch in jeder andere, x-beliebige Alltagssituation hineinprojiziert werden. Ist also reines Hasspredigertum.
            Kurz gesagt, es geht bei diesen Hasspredigten um nix weiter, als Gruppen von Menschen gegeneinander aufzuhetzen, um in extrem dissozialer Form davon zu profitieren. Warum Du, Semi, meinst ausgerechnet hier ein Betätigungsfeld zu finden solche Profite einzustreichen, ist rätselhaft. Ich vermute, es hängt mit extremem Intelligenzverlust in Kombination mit starken antisozialen Aspekten zusammen.

            Es geht eindeutig um zwei Jogger. Einer davon ist so bekloppt, daß er sich einreden lässt, er wäre bedrohlich ( oder zumindest so tut als ob er sich das einreden lässt, um indirekt davon zu profitieren ) und der andere müßte das – warum-auch-immer – auch so empfinden ( oder zumindest so tun als ob ). Mehr „Setting“ ist da nicht. Daraus schließt der eindeutig Bekloppte, daß er sich durch eine symbolische Unterwürfigkeitsgeste ( oder so tun als ob ) bei anderen Bekloppten ( nämlich jene, die seine Beklopptheit induziert haben ) anködeln könnte. Er möchte also ein beliebter bekloppter Arschkriecher in der Gruppe der völlig dissozial Durchgeschallerten werden.
            Analyse fertig.

            „„Unter Ausnutzung des Überraschungsmoments kann auch eine weit schwächere Person gegen einen übermächtigen Angreifer bestehen. Das Hauptproblem ist nicht der Kräfteunterschied, sondern die lähmende Angst, die Panik, die einer erfolgreichen Gegenwehr im Weg steht.““

            Das Zitat ist nicht von mir, Deine suggestive Intriganz ist widerwärtig.
            Und es ist sowieso Quatsch. Es gibt kein „Überraschungsmoment“, keinen „Angreifer“ und somit auch keinen Grund sich gegen was-auch-immer „zur Wehr zu setzen“. Das wurde Dir hier bereits mehrfach und geduldig von einigen Leuten zu verklickern versucht, weshalb es schon mehr als eselhaft stur ist, derartiges andauernd zu unterstellen, Semi. Typische feministische Faktenresistenz, nix weiter.

            Wo es keinen Grund für Angst gibt ( außer eben den frauenverachtenden feminihilistischen Hasspredigten, die Du als Grundlage Deines Geschwurbels heranziehst ), kann dieselbe auch niemanden lähmen. Und Panik, für die es noch weniger Grund gibt – als erstes würde ja ein Informationsbedürfnis, auch Neugierde genannt, auftreten -, ist i.Ü. überhaupt kein Hinterungsgrund für aggressives Verhalten, im Gegenteil löst sie oftmals hochaggressives Angstbeißertum aus. Auch das wurde Dir hier in den letzten Tagen und Wochen diverse Male klarzumachen versucht, u.A. mit einem Videoclip, in dem eine feministisch verseuchte Joggerin auf einen völlig unschuldigen Jogger losgeht. Indes, Du bist Blödstur genug, den gleichen Scheiß in Endlosscheife immer wieder gebetsmühlenartig zu repetieren, was trotz geringfügig variierter Formulierungen unweifelhaft feststellbar ist.
            Was ganz nebenbei den naheliegenen Schluss belegt, den vermutlich die meisten Mitleser hier schon längst gezogen haben, daß Du nix weiter als ein äußerst dummer, männerhassender und frauenverachtender feministischer Troll bist. Was auch durch Deine andauernden Ablenkungsmanöver und Nebenschauplatzkonstruktionen massiv gestützt wird.

            „Klar geht’s auch um Entschlossenheit – die man aber einem echten Verfolger und Angreifen auch nicht einfach absprechen darf. Im Zweifel wäre sein Wille, ihr zu schaden, größer als ihrer, ihn „auszuschalten“ – aufgrund verschiedener Zielsetzungen (er suchte ja sogar Körperlichkeit, sie dagegen Abstand). Und dazu kommt dann noch das Kräfteungleichgewicht.“

            Ähm, nein, es geht um völlig unsinnige Unterstellungen, z.B. der der „Entschlossenheit“ ( zu was auch immer ). Und, da es weder Angreifer noch auch nur Verfolger gibt, ist jeder daraus gezogene Schluss auch bloß Unfug. Da is also auch überhauptnix „abzusprechen“.
            „Im Zweifel“ liegt da gar nix vor, die Situation ist eindeutig, Einer ist bekloppt, weil feministisch verstrahlt und projiziert seine Verstrahltheit in andere. Das war’s.
            Und selbst wenn es sich um eine vollkommen anders aufgebaute „echte“ Gefahrensituation handeln würde, was unzweifelhaft NICHT der Fall ist, wäre der absolut substanzlose Schluss, das einer von beiden eine wie auch immer geartete „größere Entschlossenheit“ hätte, dem anderen zu schaden, oder ihn „auszuschalten“ ( was nochmal zwei nicht deckungsgleiche Konstrukte sind ) einfach nur hirnrissig, da damit sämtliche weiteren situativen Bedingungen für nicht existent erklärt würden ( bspw. daß Jogger eins möglw. hundertzehn Kilo wiegt, topfit und bewaffnet sein könnte, Jogger zwei nur 60 Kilo und in schlechter körperlicher Verfassung ), was einer „sicheren Teufelsbeschwörung“ gleichkommt.
            Dazu noch die völlig frei zusammenhalluzinierte These, „er“, also Jogger zwei, hätte „Körperlichkeit gesucht“, macht den Schwachfug schon ziemlich pathologisch.
            Und dann noch aus dem statistischen Durchschnitt ( Männer sind im Schnitt körperlich kräftiger ) auf diese spezielle Alltagssituation zweier vollkommen unbekannter Menschen rückzuschließen, ist ebenfalls nix als galloppierender Blödsinn, bestenfalls.

            Diese ganze comicartige Herumspekuliererei ist also im allerbesten Fall platzverschwendender Nonsense, um es mal äußerst höflich auszudrücken.

          • Zum evolutionär bedingtem Laufverhalten.
            Da gibt’s doch nur drei Stadien für die Frau.
            Mädchen sind gleichschnell.
            Frauen sind dauerschwanger.
            Und Vetteln nicht einmal durch einen Tweet beim Joggen bedroht.

      • @ Semi:
        „Wir gehen jetzt mal einfach davon aus, es handele sich hier um eine weitgehend unbewusste weibliche Urangst. “
        Nö! Warum sollten wir das? Weil Du Dir das gerade so ausgedacht hast? Es gibt überhaupt keinen Grund für derartige Flachthesen.
        Wieso wiederholst Du eigentlich andauernd Unfug, der längst geklärt ist?

  5. „Jo, wenn sich die Joggerin gestört fühlt, soll sie einfach langsamer laufen und den „Verfolger“ vorbei lassen.“

    In aller Regel sind – zumindest nach meinen Beobachtungen – die Männer eh deutlich schneller, als die Frauen. Wenn also Jens der Frauenversteher eine andere Strecke läuft, nehme ich an, dass er so langsam ist, dass sein Überholvorgang für sie wirklich beunruhigend wird.

    Auf meiner Hausstrecke ist zugegebenermaßen eine Frau mit Abstand die Schnellste.
    Allerdings macht die auf mich auch den Eindruck, dass die täglich auf Marathon trainiert.
    Schon witzig, wie sie mich Ortsausgang A überholt und dabei im Laufen freundlich grüßt und mir 4 km weiter am Ortseingang B mit ausholenden Schritten entgegenkommt und dabei fröhlich und entspannt zuzwinkert 🙂 . Die mit sexuellen Absichten zu verfolgen, dürfte für den Sittenstrolch eine Offenbarung sein 😀

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