Ein Vollzeitvater und seine Erfahrungen

Im Focus berichtet ein Vater von seinem Versuch Hausmann zu sein, während seine Frau das Geld verdient:

Er schildert beispielsweise das, was auch viele Frauen beklagen: Die Selbstverständlichkeit mit der bestimmte Leistungen entgegengenommen werden:

Am Anfang war alles ein Spiel: aufstehen, alle aufwecken, den Morgenbrei kochen, die Tochter für die Schule „parat machen“, mit dem Sohn ein wenig schwatzen, während ich den ersten Kaffee trank. Anschließend folgten all die täglichen Arbeiten eines Hausmannes wie Ordnung machen, Wäsche waschen, Staubsaugen, Schrubben, Kochen, Helfen bei den Hausaufgaben, Geschichten erzählen und Spielen mit den Kindern. Einfach „da sein“. Selbst wenn die Kinder die Läuse haben…

Aber bald wurde mir klar: Die Auswirkung meines Planens und Handelns ließen sich nicht beweisen. Du kannst noch so gut kochen, das Essen wird mit einer gewissen alltäglichen Selbstverständlichkeit hinuntergeschlungen. Du kannst noch so penibel aufräumen und putzen, eine Viertelstunde später ist wieder alles dreckig oder durcheinander. Du kannst dich noch so gut um jedes einzelne Familienmitglied kümmern, allmählich wirst du zum Faktotum, das niemand mehr wahrnimmt.

Und niemand sagt dir wirklich „Danke“ – von Herzen, meine ich. Was du erhältst, ist ein alltägliches Danke, ein hingeworfenes Unterpfand für deine pflichtschuldig geleisteten Dienste. Ich verstand auf einmal die alltägliche und stets präsente Müdigkeit meiner Mutter, die ihr ganzes Leben lang als Hausfrau gearbeitet hatte.

Das ist sicherlich etwas, was man häufiger hört. (Wobei es im Büro ja häufig nicht anders ist, auch da wird schlicht erwartet, dass man seinen Job macht, aber man geht in der Familie eben noch anders miteinander um).

Der nächste Absatz ist hoch interessant:

Ich wusste, ich war privilegiert: Meine Frau finanzierte alles, ohne sie hätte ich dies gar nicht unternehmen können. Ich war privilegiert, weil meine Frau sich auf dieses „Experiment“ – wie sie es bezeichnete – eingelassen hatte. Und sie war privilegiert, weil sie sich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren konnte und umsorgt wurde, so gut ein Mann „umsorgen“ kann.

Was meinen Traum vom Hausmann-Dasein beflügelt hatte, war die Aussicht, mehr Freiheit zu haben. Für mich hieß das, an meinen Gedichten schreiben zu können. Und ich erhielt diese Freiheit zur Genüge.

Ein Mann sieht etwas als Privileg, was häufig gleichzeitig als Unterdrückung der Frau gesehen wird und viele würden ihm da wohl durchaus zustimmen, wenn er es als Mann sagt.

Er berichtet aber auch von kritischen Reaktionen:

Auf den Spielplätzen allerdings traf ich auf die Mütter: eine andere Art Mensch. Sie blickten mich argwöhnisch und kritisch an. Ich verhielt mich meinem Kind gegenüber anders als sie: Mein Sohn durfte mehr (dreckeln), wurde selten zurechtgewiesen (allerdings sofort, wenn es um den Besitz anderer Kinder ging), wurde mit Ironie und Witzen getröstet, wenn er sich wieder mal das Knie geschürft hatte. Einmal schimpfte mich eine Mutter regelrecht aus, weil ich meinen Sohn eine Minute länger als in der Schweiz üblich (oder so) sich im Dreck wälzen ließ, weil er eine fünfte Reiswaffel mit Schoggiguss nicht erhalten hatte. „Was für ein herzloser Mensch sind Sie denn?“

Ich könnte Tausende solche Geschichten der Verwunderung und Befremdung erzählen. Von den Kommentaren und dem bewundernden Mitleid der Arbeitskolleginnen und -kollegen meiner Frau. Oder von der Besorgnis (um meine seelische Gesundheit?) in den Blicken meiner besten Freunde.

Hier könnte man eine Form des „Womansplaining“ ausmachen: Sie meinen weil er ein Mann ist wisse er weniger über Erziehung als sie und belehren ihn.

Er merkt einen Wandel, auch in seiner Beziehung:

Ja, ich war ganz und gar Hausmann geworden. So weit, dass man mich als Zwitter hätte bezeichnen können. Ich war weder Mann noch Frau. Doch gab es noch Überreste männlichen Handelns: So konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie wichtig es meiner Frau war, dass die Kissen in einer Art dekorativer Habachtstellung auf der Couch „standen“, oder weshalb mein Sohn jeden Tag eine neue Hose anziehen sollte, die ja sowieso in den ersten zehn Minuten nach Ankunft auf dem Spielplatz eingedreckt würde…

Meine Frau hatte Mühe, mich zu begehren

Und im dritten Jahr wurde auch deutlich, wie diese neue Rolle sich auf die Beziehung ausgewirkt hatte. Meine Frau hatte Mühe, mich – das Faktotum – als Mann zu sehen, mich als Mann anzunehmen und, ja, zu begehren. Sie wünschte sich einen Mann, der „voll und ganz im Leben“ steht. Sie wünschte sich einen Mann, auf den sie „stolz“ zeigen könne.

Eigentlich ja ganz Feminismuskompatibel der erste Teil: Er bricht aus den Geschlechterrollen aus und ist damit quasi „nonbinary“, ein Enby. Aber anscheinend lässt er sich auch etwas dabei gehen und tritt anscheinend auch anders auf. Er erlebt etwas, was in der feministischen Theorie so gar nicht vorkommt: Anforderungen der Frauen an den Mann, sich wie ein Mann zu benehmen. Und Begehren für Männlichkeit. „Voll und Ganz im Leben steht“ ist dann eine interessante Klausel, von denen es viele gibt: der „echte Mann“, der Mann, der eine Familie ernähren kann etc.

Natürlich ist es schwer zu beurteilen, ob das dann tatsächlich der Grund für das Scheitern war. Wir kennen ja nur seine Seite. Aber es ist insofern eine interessante Perspektive

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48 Gedanken zu “Ein Vollzeitvater und seine Erfahrungen

  1. Bei dem scheint das Hausmannsein ja wohl nicht so recht geklappt zu haben.
    Es gibt aber auch andere, bspw. Hans Alef. War Mitglied bei AGENS. Leider ist der bekannteste Interviewbeitrag mit ihm von den Blogs von CUNCTI u8nd AGENS verschwunden.
    Aber auf Wikimannia gibt’s noch ’ne Kopie davon:
    http://webarchiv.wikimannia.org/cuncti.net/mir-wurde-vorgeworfen-ich-waere-kein-mann-sondern-ein-parasit.html
    Und einen Kurzartikel im KSTA gibt es auch noch:
    https://www.ksta.de/hausmann-als-lebensaufgabe-13886174

  2. https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/9572187/Couples-who-share-the-housework-are-more-likely-to-divorce-study-finds.html

    https://www.express.co.uk/life-style/life/640467/Rich-decline-date-men-earn-less-good-looking-dating

    Und um Schoppe zu zitieren:

    Mit einer Kollegin habe ich vor wenigen Tagen über einen gemeinsamen Bekannten gesprochen, der als Trennungsvater gerade um die Möglichkeit kämpfen muss, den Kontakt zu seinem Kind behalten zu können. Obwohl er, und nicht seine Ex-Partnerin, sich wesentlich um das Kind gekümmert hatte, läuft er in den Institutionen auf mit seinem Bemühen, das Kind wenigstens etwas häufiger als alle zwei Wochen mal am Wochenende sehen zu können. Dies, obwohl das Kind ausdrücklich sagt, dass es häufiger beim Vater sein möchte.

    https://man-tau.com/2018/04/12/zeit-jessen-ulbrich/

    Nicht nur das Scheidungsrisiko ist als Hausmann höher, selbst wenn der Mann genau das macht was eine Hausfrau tut, hat er nicht Mal die Gewissheit das bei einer Trennung die Kinder dann bei ihm sind.

    Ziemlich kompliziert mit dieser Vaterherrschaft.

    • Die Studie oben gibt eindrucksvoll wieder, wie weit DIE FRAUEN noch vom selbstgesetzten Ziel der modernen taffen Frau des eingehenden 21. Jahrhunderts sind.
      Dagegen scheinen die Männer weit weniger wählerisch bei ihrer Partnerwahl zu sein, als selbst ich als Mann erwartet hätte. Gutes Aussehen ist lt Tabelle wichtig, aber längst nicht so wichtig, dass der immense Aufwand an Farbe, Kleidung und Technik, den Frauen aufs Aussehen investieren, gerechtfertigt erscheint.
      Nach der Studie sind die Partnerpräferenzen von Männern ziemlich konsistent und zeigen nur eine leichte Abhängigkeit beim Alter und bei der eigenen Schulbildung. Nachvollziehbar.
      Geradezu erschreckend ist allerdings die klare Grenze bei Frauen – unabhängig vom eigenen Angebot (Alter, Einkommen, Schulbildung).
      Geld ist WEIT wichtiger, als gutes Aussehen des Partners.

      Unsicher bin ich mir bei der Übersetzung des Begriffs „Appearance satisfaction“ – Leo hilft hier auch nicht weiter.
      Ist damit die Zufriedenheit mit der eigenen Erscheinung gemeint?

    • Interesssant ist ja die Formulierung der Bildunterschrift im obersten tweet:

      „Couples may share the washing up but the same can not be said for financial decisions, the DWP has found“

      Leider führt der verlinkte Artikel dazu nichts aus.
      Dass Frauen üblicherweise 3/4 der Kaufentscheidungen treffen, nehme ich an, dass das auch in „gleichberechtigten“ Partnerschaften so bleibt?
      Werden aber nicht die große Mehrheit der Leser dieser Zeile (die das gar nicht wissen) das anders herum verstehen?

      • Zudem wenn Frauen mal die Brotverdiener sind, dann wollen sie auch selbst über ihr Geld bestimmen, während wenn er derjenige ist, der das Geld reinbringt von „unserem Geld“ gesprochen wird.

        Geld und der Zugriff darauf hat bei Frauen einen sehr hohen Stellenwert.

  3. Also mein Vater ist auch der „Hausmann“ gewesen. Er war also der, der zuhause blieb. Zu den hier verfassten Erfahrungsbericht kann ich aber einige Unterschiede ausmachen. Zum einen scheint es für den Typen hier nur die „Hausmanntätigkeit“ gegeben zu haben. DAs ist allerdings keine tagesfüllende Aufgabe. Mein Vater führt nebenbei eine kleine Firma für Computersachen (nicht großes, aber doch einige tausend Euro Gewinn jedes Jahr, was natürlich ein netter Bonus zum Familieneinkommen ist; er könnte sicher mehr machen, dann würde er aber aus der gemeinsamen Krankenversicherung fallen und er würde deutlich mehr Steuern zahlen und somit unterm Strich nicht mehr haben. Das ist aber ein ganz anders Thema). Nebenbei gab es natürlich am alten Haus und großen Grundstück genügend zu tun.

    Ich bin überzeugt, dass die im Beitrag beschriebene Rollenaufteilung nicht funktioniert. Die reine Hausfrau ist historisch gesehen weitgehend eine Fiktion, die wenn überhaupt im wohlhabenden Bürgertum des 19Jhn und 20 Jhns zu finden war. Ein verschwindend kleiner Prozenteil der Bevölkerung. Einen Haushalt führen ist für sich genommen keine lebensausfüllende Aufgabe.

    • Er hat ja noch Gedichte geschrieben. Das ist halt leider in 95% der Fälle eine brotlose Kunst. Hätte er damit im Jahr mehrere zehntausend Euro verdient, sähe die Sache wieder anders aus…

    • Signed.
      Zumal früher die Trennung zwischen Hausarbeit und Erwerbsarbeit so kaum existierte. Die Leute haben in der Stadt über ihre Betrieb oder Geschäft gewohnt und auf dem Land war der Bauernhof das Haus.

      • Ebenfalls „modern“ ist das absitzen von acht-Stunden-Schichten, sprich Arbeit, die sich nach der Zeit richtet. Im Mittelalter gab es keinen „Stundenlohn“, sondern die Arbeit war fertig, wenn z.B. der Handwerker x Gegenstände angefertigt hatte. Da Wohnen + Arbeiten im selben Haus stattfand, konnte das nach eigenem Gutdünken verteilt werden, wie es einem selbst am Besten erschien.

    • “ Zum einen scheint es für den Typen hier nur die „Hausmanntätigkeit“ gegeben zu haben. DAs ist allerdings keine tagesfüllende Aufgabe. „

      Hängt sehr von Alter, Anzahl und Charakter der Kinder ab, auch von den Möglichkeiten (hat man einen Garten, leben Kinder in der Nachbarschaft etc.), von den eigenen Ansprüchen (kocht man selbst oder isst man gern Fertignahrungsmüll), hat man zusätzlich noch Haustiere („Gassi gehen“), wie umfangreich ist der Hausstand (kleine Mietwohnung vs altes Haus) usw. usf.

      Das kann durchaus schnell eine Tagestätigkeit werden, sogar eine sehr anstrengende. Ruhiger wird es natürlich, wenn die Kinder im Kiga oder Schule sind oder sich gut selbst beschäftigen. Ich arbeite ja auch Teilzeit und merke das Einsetzen dieser Phase (meine Kinder sind 5 und 10 Jahre alt) sehr deutlich an den Arbeiten, die ich in Haus und Garten schaffe. Wobei es immer noch reichlich stressig ist.

        • 🙂 ganz falsch ist das nicht, wäre ich auf H4 in einer engen Mietwohnung, wäre ich sicher neidisch auf mich.

          Fühlt sich nur konkret meist nicht so erfüllend an, wie man vorher erwartet. Ich würde trotzdem alles nochmal so machen. Also kann es nicht sooo falsch gewesen sein.

      • Natürlich, ab einer gewissen Zahl von Kindern wird es zu einer tagesfüllenden Tätigkeit. Das wollte ich auch gar nicht mit meinen Beitrag in Frage stellen. Aber normal sind eben so 1-3 Kinder und da bleibt in aller Regel noch Zeit für andere Dinge.

        Ich bezog mich auch eher auf eine Gesamtbetrachtung also von Säuglingsalter bis Kinder ziehen aus. Kleinkinder erfordern um einiges mehr Aufmerksamkeit und sind in der Betreuung auch Zeitintensiver.

        Das ein altes Haus mit großen Garten viel Arbeit ist weiß ich nur zu gut. Ich wuchs in einen 1911 erbauten Haus mit 3000m² Grundstück auf.

        • Ja. Konkret ist es bei uns so, dass die Kinder vormittags in Kindergarten und Schule sind. Da fängt es schon an, die Zeitspanne „aufstehen, Frühstück, Kiga schaffen“ dehnt sich normalerweise von 6:00 bis ca. 9:30 Uhr. Normalerweise lasse ich die Kleine schlafen, bis sie von selbst aufwacht, weil ich das für wichtig halte und es außerdem Streitereien und Stress, mit ihrem Bruder, am frühen Morgen, arg mindert.

          Dann beginnt die Hausarbeit: Körperpflege, Geschirrspüler ausräumen, Tee kochen, die Haustiere versorgen, anstehender Behördenkram, Briefe, Wiese mähen, einkaufen usw. meist schafft man weniger als man sich vorgenommen hat. Ab 12:00 Uhr ist dann eigentlich schon wieder Mittagessen vorbereiten, gegen 13:00 muss ich die Kleine abholen und der Bub kommt. Dann wird gegessen und Hausaufgaben gemacht, vorgelesen, zum Spielplatz gegangen, die Kinder zu Veranstaltungen gefahren, wenn man Zeit und Motivation findet, schiebt man noch die ein- oder Arbeit dazwischen usw. an den Tagen wo sie Computer spielen dürfen oder Freunde da haben, findet man manchmal Zeit sich für eine halbe Stunde aufs Ohr zu legen, regelmässig um 15 Uhr bin ich nämlich meist richtig kaputt, im Büro passiert mir das selten.

          Der Abend besteht dann wieder aus Essen vorbereiten, Geschirrspüler, im Winter anheizen, die Kinder zum umziehen und Zähneputzen nötigen, vorlesen usw. so gegen 20-21 Uhr ist normalerweise erst Ruhe und man macht das, was man tagsüber nicht auf die Reihe bekommen hat, weil alle 5 Minuten jemand angekleckert kam (sofern man sich noch motivieren und konzentrieren kann).

          Ich bewundere Menschen, die nebenbei noch ein Gewerbe betreiben o.ä. ich habe das mehrmals probiert und habe immer nach kurzer Zeit wieder aufgegeben, weil schlicht nicht genügend Zeit und Kraft dafür da war. Ich bekomme schon schlechte Laune, wenn ich an die überlange ToDo-Liste in Haus und Garten denke, bei der manche Punkte seit 10 Jahren draufstehen, seit dem Jahr, als unser Sohn geboren wurde…

          • „Streitereien und Stress, mit ihrem Bruder, am frühen Morgen“

            Worüber streiten die da denn?

            „die Kinder zum umziehen und Zähneputzen nötigen“

            Ich empfehle (spätestens ab Grundschule) auch gleich noch gemeinsam die Klamotten für den nächsten Tag auszusuchen/rauszulegen. Fürs Zähneputzen hatten wir zunächst nur eine Sanduhr, aber die umdrehen zu dürfen hat irgendwann nicht mehr ausgereicht als Anreiz… dann folgte der Zahnputzsong

            und inzwischen sind wir bei elektrischen Zahnbürsten für beide angekommen, die 6jährige lässt sich zusätzlich noch von der Disney Magic Timer App motivieren.

            „Ich bekomme schon schlechte Laune, wenn ich an die überlange ToDo-Liste in Haus und Garten denke, bei der manche Punkte seit 10 Jahren draufstehen, seit dem Jahr, als unser Sohn geboren wurde…“

            Ja, so fühlt es sich teilweise zumindest an…
            Als besonders belastend empfand ich den ToDo-Listen-Stress als ich noch nur ein Kind hatte – jedoch parallel studierte und 20 Std. die Woche arbeiten ging. Im Rückblick war ich damals durchgängig unglücklich.

          • „Im Rückblick war ich damals durchgängig unglücklich.“
            Da muß dann wohl die eine oder andere Entscheidung falsch gewesen sein.

          • „Da muß dann wohl die eine oder andere Entscheidung falsch gewesen sein.“

            Soll wohl passieren.

            Von den sechs Jahren, die ich mit der Mutter meiner Kinder verbracht habe, sind vier auch – extrem freundlich umschrieben – reine Verschwendung gewesen. Gut waren vielleicht drei Monate. Zuerst hielt ich MICH für beziehungsunfähig, dann kamen die Kinder und ich wollte nur noch so lange durchhalten, bis sie alt genug sind, ihren Papa in guter Erinnerung zurückzulassen.
            Das war mir dann auch gelungen.

            Das Verhältnis zu meinen Jungs ist neutral bis sehr gut, meine Ex hab ich abgehakt, ich hege keinen Groll gegen sie. Allenfalls sehe ich mit einer gewissen Befriedigung, wie sie in die Altersarmut steuert, weil sie – genügsam wie sie ist – 15 Jahre lang mit dem KU zufrieden war (und n bisschen Schwarzarbeit. Aber das hat sie bestimmt auch nicht „für später“ gespart) und statt einer Erwerbsarbeit nachzugehen lieber im Vollzeitjob ihren WOW-Grad hochgetrieben hat.

            So ist das Leben. Im Gegensatz zu Computerspielen kann man nicht irgendwo im Leben zwischenspeichern und dorthin zurückkehren, wenn der folgende Verlauf unbefriedigend wird. Man muss aus dem das Beste machen, was man kriegt.

          • @Carnofis

            Kommt mir bekannt vor, habe ein paar Jahre länger durchgehalten, weil ich der Meinung bin, für das Wohl des Kindes muss mein Ego zurückstehen.

            Machst Du Dir keine Sorgen, dass die Altersarmut ihrer Mutter mal eine Belastung für Deine Kinder sein wird?

          • „Kommt mir bekannt vor, habe ein paar Jahre länger durchgehalten, weil ich der Meinung bin, für das Wohl des Kindes muss mein Ego zurückstehen.“

            Deshalb war ich ja so lange geblieben. Aber irgendwann war einfach nur noch Schluss. Noch länger und es wäre richtig hässlich geworden.
            Immerhin haben wir uns die üblichen zermürbenden Kleinkriege und Gehässigkeiten erspart, mit denen sich viele Eltern gern gegenseitig fertigmachen. Und auch wenn wir uns vielleicht gegenseitig am liebsten umgebracht hätten, haben wir den anderen gegenüber den Kindern respektvoll behandelt, so dass sie nie in Loyalitätskonflikte gerieten.

            „Machst Du Dir keine Sorgen, dass die Altersarmut ihrer Mutter mal eine Belastung für Deine Kinder sein wird?“

            Eigentlich nicht. Die beiden haben genug mitbekommen, um zu wissen, dass sie nicht verantwortlich für die Lebenssituation ihrer Mutter sind.
            Für den Großen war der Preis hoch genug. Er arbeitet sich jetzt mühsam vom Sonderschulabgang zum Abitur, um dann was Naturwissenschaftliches zu studieren.

            Ist natürlich nicht auszuschließen, dass irgendwann irgend ne Robe kommt und meint, sie müssten Unterhalt für ihre arme Mutter, die sich so für sie aufgeopfert hat, abdrücken.
            Aber das kann ich dann auch nicht verhindern.

          • „Da muß dann wohl die eine oder andere Entscheidung falsch gewesen sein.“

            Klar. Ich hätte entweder direkt nach dem Abi anfangen müssen zu studieren, oder – bestenfalls – sogar gar kein Abi gemacht vor der Ausbildung. Aber erst Abi, dann Ausbildung und dann studieren, und dennoch mit Mitte 20 das erste Kind kriegen (wollen), war nun wirklich schon sehr sehr dumm. Dazu kam dann noch, dass ich mit meiner Erst-Studienwahl (BWL) total unglücklich war und also wechselte…

          • Und auch wenn wir uns vielleicht gegenseitig am liebsten umgebracht hätten, haben wir den anderen gegenüber den Kindern respektvoll behandelt, so dass sie nie in Loyalitätskonflikte gerieten.

            Ohne diesen Grundkonsens wird’s ganz häßlich.

            Die beiden haben genug mitbekommen, um zu wissen, dass sie nicht verantwortlich für die Lebenssituation ihrer Mutter sind.

            An dem Punkt bin ich anscheinend immer noch nicht endgültig angekommen, zu verinnerlichen, dass Frauen auch für sich selbst verantwortlich sind und Männer nicht an allem Schuld …

  4. „So konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie wichtig es meiner Frau war, dass die Kissen in einer Art dekorativer Habachtstellung auf der Couch „standen“ ….:“

    😀 😀

  5. Ich habe auch mal für eine Weile den Hausmann gemacht, weil meine Frau im Ausland war. Wenn ich mit unseren beiden 5 und 6 jährigen Töchtern auf dem Spielplatz oder in der Schule aufgeschlagen bin, hatte ich die volle Aufmerksamkeit aller Frauen, die, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Hätte ich mir nur den kleinsten fauxpas geleistet, wäre die Meute über mich hergefallen, Ich musste mehrmals zur „Hauptuntersuchung“ in der Schule vor einem halben Dutzend „Gutachterinnen“ erscheinen. Und das im liberalen, links-grünen Hamburg Eimsbüttel. Es ist schwer Frauen etwas von ihrem Turf abzunehmen. Gleichberechtigung ist eine Einbahnstraße.

    • „Gleichberechtigung ist eine Einbahnstraße“

      Es ist m.E. entscheidend, sich dies immer vor Augen zu halten: Es ging und geht Frauen nicht um eine andere Rollenverteilung innerhalb einer Paar-Gemeinschaft. Auch wenn sich dann und wann eine solche Konstellation ergibt, oder von frau als Experiment gewagt wird.

      Es ging und geht darum, dass Frauen alles haben wollen und davon dann noch mehr.

    • Ist nicht meine Erfahrung, allerdings lebe ich auch nicht in links-grünen Gefilden 🙂

      Die Frauen sind anfangs schon skeptisch, aber ich habe sie einfach ignoriert. Sich dazuzustellen und Weibergequatsche mitmachen, ist nicht meins. Ich bin aber ohnehin menschenscheu. Hin- und wieder gibt es dann doch Gelegenheit die Mütter besser kennenzulernen, etwa beim „Kindertausch“, wenn ein Kind zum anderen spielen geht, hin- und wieder habe ich mich auch als Freiwilliger bei Schule oder Kiga gemeldet, da lernt man auch Leute kennen. Am Ende sind die meisten Mütter recht herzlich und der anfangs von Unsicherheit geprägte Umgang normalisiert sich. Zumindest hier auf dem Dorf, wo man sich halt dann kennt und die Bezugssysteme nicht so schnell wechseln.

      „Ich musste mehrmals zur „Hauptuntersuchung“ in der Schule vor einem halben Dutzend „Gutachterinnen“ erscheinen.“

      Von sowas habe ich noch nie gehört, auf welcher Rechtsbasis wird denn sowas praktiziert? Und was fragen die Gutachterinnen?

      • Das geht informell. Die Klassenlehrerin bittet um ein Gespräch über Lernfortschritte o.ä. und dann sitzen da ein paar freundlich lächelnde Blaustrümpfe und fragen wo die Mutter ist und ob man zurecht kommt und ob man Hilfe braucht, laber usf. usw.

        • Ok, Danke, war bei uns nie so.

          So Gespräche gibt es natürlich auch, aber die finden bei allen Kindern statt und ich schicke da immer meine Frau hin, ebenso zu den Elternabenden. Ich kann so Geschwätz schlecht ertragen 🙂
          Meine bessere Hälfte nimmt das gelassener auf…

  6. Wie in den obigen Kommentaren schon angesprochen wird, halte ich es auch für absolutuen Unfug, eine Rollenerteilung anhand von pauschalen, verstaubten, politischen Definitionen vorzunehmen.

    Ich war zwar im Schnitt ca. 4 Tage die Woche locker 10-12 Stunden außer Haus ( malochen ), die Exe aber 7 Tage rund Tage die Woche etwa 3-5 Stunden, um ihr Hobby ( 3 Ponies, die sie komplett selbst bewirtschaftet hat ) zu pflegen. Nun, wenn ich nicht da war hat sie das Kind wohl mitgenommen, wenn es nicht gerade im Kindergarten war. Aber oft hat sie es dann bei Bekannten zwischengeparkt.
    Andersrum war ich, wann immer ich zuhause war, grundsätzlich „der Zuständige“ und sofern ich nicht gerade etwas mit zu hoher Dreckbelastung machte ( Schweißen, Schleifen, Lackieren, oder so ) war das Kind selbstverständlich dabei.
    Und auch bei den reinen Haushaltstätigkeiten gab es keine „klare Aufteilung“.
    Diese feministischen Legenden, von wegen „Heldin der ‚Carearbeit'“ o.ä., sind m.E. schon immer bestenfalls gehässiger Bullshit.

    Wahllos ein paar Bilder, wie unser ganz normaler Alltag aussah:








    • (*lach* so blond war ich in dem Alter auch mal. Auf den alten Schwarz-Weiß-Bildern sehe ich immer aus, als hätte ich schon als Kleinkind weiße Haare gehabt)

      „Und auch bei den reinen Haushaltstätigkeiten gab es keine „klare Aufteilung“.
      Diese feministischen Legenden, von wegen „Heldin der ‚Carearbeit’“ o.ä., sind m.E. schon immer bestenfalls gehässiger Bullshit.“

      Bei uns gab’s ne klare Aufteilung: ich war fürs Erwerbseinkommen UND für den Haushalt zuständig.
      Und selbstverständlich für 50% der „Carearbeit“.
      Meine Ex wusste, dass sie mich als nichtehelichen Vater am Haken hatte.

      • Den Haushalt auch noch zu 100% mitzumachen habe ich ziemlich zu beginn der Beziehung schon „ausschleichen“ können. Dafür gab es bei uns allerdings viele „Nebentätigkeiten“ im handwerklichen Bereich, da wir wenig Geld und eine hohe Miete hatten ( 100m², plus Balkon, plus Garten, plus Auto, plus Moped, plus Garage … ).. Persönliche Freizeit war v.dh. per se bei mir fast gar nicht drin, da es immer irgendetwas zu reparieren oder aufzuarbeiten gab. Unser größter Kellerraum wurde blitzartig zu einer Werkstatt von der mancher Servicedienstleister nur träumen kann und war dann auch der Ort wo ich ggf. üblicherweise zuerst gesucht wurde ( „Fiete is im Keller und fummelt da rum“ ) ….

        Wobei ich fairerweise gestehen muß, daß sie in der Zeit immerhin recht anständig zu kochen gelernt hat ….

  7. Mir ging es ähnlich. Als ich vor Jahren meinen Job verlohr, blieb mir nach dem Bewerbungen schreiben viel Zeit übrig, dich damals im gemeinsamen Haushalt mit meiner damaligen Freundin nutzte, um die Hausarbeit zu machen. Ich zahlte – dank ALG – meinen Teil an die Wohnugnsmiete wie bisher, nur mit dem Unterschied, das wenn die Freundin nach Hause kam alles erledigt war, und sie eine warme, aus frischen Zutaten selbstgekochte Mahlzeit (was ich von meinem Grossvater, dem Sternekoch, beigebracht bekam) zur Begrüssung vorfand.

    Belohnt wurde ich – wie der Mann im Artikel – damit, das ich ihr nicht mehr genügte. Weder als Mann, Freund, noch als „Gesellschafter“. In ihren zahlreichen „lautstarken Würdigungen meiner Leistungen“ (Zusammenschi.. weil Madame wiedereinmal was nicht passte) kamen dann Vorwürfe wie ich wolle sie bevormunden, weil zu den Hausarbeiten sogar die Wäsche gehörte (ja, ich kann Bügeln und sogar Knöpfe annähen, war schon oft nützlich im Single-Haushalt), und meine Freundin im Haushalt nichts mehr zu tun hatte – besonders aufgefallen ist, das sie mir vorhielt „alles sei viel sauberer als wenn sie das machte“ (ich danke meiner Grossmutter, der gelernten Haushälterin, das sie mir das „richtige Haushalten“ beibrachte).

    Schlussendlich ist sie dann nach ca. 6 Monaten meiner Arbeitslosigkeit mit einer 48 Stunden-Frist ausgezogen, um sich einen „richtigen Mann“ zu suchen.

    Und für mich war – nach dem notwendigen Umzug in eine kleinere Wohnung – folgendes klar:
    1. zum Glück hatten wir keine Kinder/waren nicht verheiratet.
    2. in der heutigen Zeit kann Mann es einer Frau nicht mehr recht machen, egal wie.
    3. wenn man als Mann als „CV-Lückenfüller“ „ich managte den Haushalt“ aufführt, wird Mann nicht nur schräg angeguckt, man spricht ihm sofort sämtliche Kompetenzen ab.
    4. Gleichberechtigung ist (wie in einem anderen Kommentar schon geschrieben) eine Einbahnstrasse

    und vermutlich die wichtigste Feststellung:
    5. wir Männer verstehen unter Gleichberechtigung die „Wörterbuchdefinition“; was Frauen, insbesondere jene die sich als Feministinnen bezeichnen, darunter verstehen, ist etwas anderes.

    …und die Gesellschaft, besonders wir Männer, sollten anfangen Feministinnen zu fragen was sie als „Gleichberechtigung“ verstehen – und sie dann auch schonmal auf Widersprüche in ihren Argumentationsketten hinweisen, Gleichberechtigung muss sein – aber nur wenn sie wirkliche GLEICHBerechtigung beinhaltet.

    Ich bin immer noch Arbeitslos – wie oft ich schon hörte „sie kriegen den Job nicht weil Sie ein Mann sind“ weis ich nicht mehr. Single bin ich auch noch – als Arbeitsloser hat Mann bei Frauen keine Chance, obwohl sich doch alle Frauen einen Mann wünschen, der zu Hause „auch mal anpackt“… Tja.

    • Mike naja ich arbeite und das ist den Frauen auch nicht recht. Da ich mittlerweile 26 habe ich dann mal angefangen zu suchen. Meinung der (paar die Interesse hatten) du arbeitest ja immer, da hab ich nix von dir.

    • „2. in der heutigen Zeit kann Mann es einer Frau nicht mehr recht machen, egal wie.“
      Doch du kannst es. Allerdings bedeutet es, dass du alles was eine Frau sagt und denkt nimmst und erst einmal in den Mülleimer packst. Ich habe bereits zu meiner PUA Zeit gelernt, dass Frauen nicht wissen was sie wollen. Also musst du für sie entscheiden. Die Frage ist eher ob du das willst und ob es den Aufwand wert ist. Diese Frage musst du selber beantworten – für manche Männer ist das wichtig und für andere nicht.

      „5. wir Männer verstehen unter Gleichberechtigung die „Wörterbuchdefinition“; was Frauen, insbesondere jene die sich als Feministinnen bezeichnen, darunter verstehen, ist etwas anderes.“
      Richtig, Frauen verstehen unter Gleichberechtigung keine Pflichten und alle Rechte zu haben. Ich mag den Begriff daher an sich nicht und benutze lieber „Gleichverpflichtigung“. Komischerweise will das aber die Mehrzahl aller Frauen nicht. Verstehe ich gar nicht 😀

      „sie kriegen den Job nicht weil Sie ein Mann sind“
      Also ich selbst stelle bevorzugt Männer ein da diese meist loyaler und kreativer sind. Frauen können zwar repetitive Aufgaben besser erfüllen und sind generell fleißiger aber da Männer generell fauler sind, lassen sie sich oft bessere Lösungen einfallen um sich die Arbeit zu erleichtern, was ich als Arbeitgeber eigentlich die bessere Variante finde. Eine Frau schreibt einen Text 20mal, ein Mann besorgt sich einen Stempel oder einen Kopierer. DAS ist der Unterschied. Außerdem machen Männer einfach ihren Job ohne tagtäglich den Kopf gestreichelt zu bekommen.

      • Also ich selbst stelle bevorzugt Männer ein da diese meist loyaler und kreativer sind. Frauen können zwar repetitive Aufgaben besser erfüllen und sind generell fleißiger aber da Männer generell fauler sind, lassen sie sich oft bessere Lösungen einfallen um sich die Arbeit zu erleichtern, was ich als Arbeitgeber eigentlich die bessere Variante finde. Eine Frau schreibt einen Text 20mal, ein Mann besorgt sich einen Stempel oder einen Kopierer. DAS ist der Unterschied.

        Hihi, ja, das ist schön auf den Punkt gebracht. Ich bin auf Arbeit auch faul, besonders bei Sachen die mich anöden, deshalb habe ich das meiste automatisiert 🙂

        • Ich würde das noch nicht mal als faul, sondern als effektiv bezeichnen.
          Warum sollte man einen Text 20 mal schreiben, wenn es auch einfacher geht?
          Während die Frau noch schreibt, kann man anderweitig produktiv tätig werden.
          Gäbe es einen Gender Pay Gap von 23 Prozent, wäre er nach diesem Beispiel mehr als berechtigt. 😉

        • Kurzformel meines Ausbildungsmeisters:
          Der Faule ist besser als der Doofe.
          Er sieht zu, daß er fertig wird und nicht wiederkommen muß um Pfusch wegzumachen..

          • Ich hatte schon immer als Lebensmotto die Devise: „Aus Überzeugung faul“.

            Heute, nach über 30 Jahren F&E kann ich bestätigen: wer fleißig ist, erledigt seine Arbeit, ohne sich Gedanken über Optimierungen oder Alternativen zu machen – und ist am Ende weniger produktiv, als der Faule.
            Fleißige sind also nur dort brauchbar, wo es um überschaubare Routinearbeiten geht, die nicht sinnvoll optimiert werden können.
            Und genau dort finden wir überwiegend Frauen. Nicht, weil sie dorthin gedrängt werden, sondern weil diese Jobs schön bequem sind.

  8. Ich kann nur weiterhin ein Teilzeitmodell für beide empfehlen. Es erhöht das gegenseitige Verständnis ganz enorm, die Abwechslung ist gut für die Kinder und die eigene Motivation, die Familie ist genötigt viel miteinander zu kommunizieren, damit alles glatt läuft. Nur Karriere sollte man nicht unbedingt machen wollen…

  9. Nochmal zum Artikel: Es ist doch völlig normal, dass auch gute Leistungen irgendwann als selbstverständlich angesehen werden. Ist im Job doch exakt das selbe. Wenn du deinen Kram im Griff hast, fällst du bei den Vorgesetzten erst dann wieder auf, wenn irgend etwas schief gegangen ist

    Obwohl ich da ausnahmsweise mal meine Familie loben kann. Die ist es zwar gewöhnt, von mir schön bekocht zu werden (trotz Vollzeit – Job), weiß das aber auch wirklich zu schätzen.

    • Obwohl ich da ausnahmsweise mal meine Familie loben kann. Die ist es zwar gewöhnt, von mir schön bekocht zu werden (trotz Vollzeit – Job), weiß das aber auch wirklich zu schätzen.

      Du Glücklicher! Ich habe bedauernswerterweise eine Familie mit sehr beschränktem gustatorischem Empfinden, allenfalls meine Tochter gibt Anlass für leichten Optimismus. Vieles was ich koche, kosten die nichtmal. Immer nur die gleichen Gerichte, so dass ich mir mittlerweile die Küche mit PC ausgestattet habe, damit ich wenigstens nebenbei Videos schauen kann, um nicht vor Langeweile einzugehen 😦

  10. Der letzte zitierte Absatz ist der schönste:
    „Und im dritten Jahr wurde auch deutlich, wie diese neue Rolle sich auf die Beziehung ausgewirkt hatte. Meine Frau hatte Mühe, mich – das Faktotum – als Mann zu sehen, mich als Mann anzunehmen und, ja, zu begehren. Sie wünschte sich einen Mann, der „voll und ganz im Leben“ steht. Sie wünschte sich einen Mann, auf den sie „stolz“ zeigen könne.“
    Er erklärt den fast schon religiösen Hass auf Männer auf Seiten vieler moderner Feministinnen (Gendertröten): Sie sind getrieben von der Selbsterkenntnis (und Selbsthass), dass sie selber das hemmende Rad am Karren der Gleichberechtigung sind. Mit diesen Anforderungen an Männer wird das nichts mit der Gleichberechtigung. Und weil sie sich selber nicht ändern können, hassen sie das gegenüber.

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